{"id":33403,"date":"2016-05-18T08:36:11","date_gmt":"2016-05-18T06:36:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33403"},"modified":"2016-05-18T08:36:11","modified_gmt":"2016-05-18T06:36:11","slug":"hinweise-des-tages-2625","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33403","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33403#h01\">Brasilien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33403#h02\">Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33403#h03\">Wagenknecht f&uuml;r rot-rot-gr&uuml;ne Gauck-Alternative<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33403#h04\">Deutschen ist soziale Ungleichheit zu gro&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33403#h05\">Lafontaine: Weit entfernt von unabh&auml;ngigen Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33403#h06\">Frankreich: Stra&szlig;enblockaden gegen unpopul&auml;re Pl&auml;ne des Pr&auml;sidenten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33403#h07\">Das Land der unbegrenzten Steuertricks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33403#h08\">F&uuml;r eine wirksame Finanzmarktreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33403#h09\">In Amerika geht die Mittelschicht verloren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33403#h10\">Gr&uuml;ne Realos wollen keine Verm&ouml;gensteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33403#h11\">Arbeitsbedingungen von K&uuml;nstlern: 70 Prozent arbeiten teils unbezahlt, 80 Prozent empfinden ihre Besch&auml;ftigung als unsicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33403#h12\">Warum die Mietpreisbremse nicht funktioniert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33403#h13\">Wie Andrea Nahles Arbeitslose um ihre Rechte bringt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33403#h14\">London zerst&ouml;rt sich selbst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33403#h15\">Neue Reaktoren: EU will Atomkraft massiv st&auml;rken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33403#h16\">Unser Partner T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33403#h17\">Besuch im Ortsverein: &ldquo;Die SPD steht f&uuml;r nichts mehr. Sind wir &uuml;berfl&uuml;ssig?&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33403#h18\">Die AfD sch&uuml;rt Angst<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Brasilien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Rousseff-Nachfolger erw&auml;gt Privatisierungen<\/strong><br>\nDie brasilianische Regierung pr&uuml;ft einem Zeitungsbericht zufolge den Verkauf von Anteilen an staatlich kontrollierten Firmen wie der Post, Energieversorgern und Versicherern. Damit sollte Geld in die Staatskasse gesp&uuml;lt und der &ouml;ffentliche Sektor verschlankt werden, berichtete O Globo aus Rio de Janeiro am Sonntag unter Berufung auf nicht namentlich genannte Mitglieder des Wirtschaftsteams des &Uuml;bergangspr&auml;sidenten Michel Temer. Das Finanzministerium wollte den Bericht nicht kommentieren. Finanzminister Henrique Meirelles werde sich in den kommenden Tagen zu den Pl&auml;nen der Regierung &auml;u&szlig;ern, sagte eine Sprecherin lediglich. Der Zeitung zufolge sollen Anteile der Post Correios, der M&uuml;nzanstalt Casa de Moeda und des zum Geldinstitut Caixa Econ&ocirc;mica Federal geh&ouml;renden Versicherers abgesto&szlig;en werden. Ins Auge gefasst seien zudem mehrere Hafenbetreiber im ganzen Land und der Flughafenbetreiber Infraero. Der Verkauf von Staatsanteilen war in den 1990er Jahren und Anfang der 2000er Jahre ein h&auml;ufig gew&auml;hltes Mittel. Die Staatsoberh&auml;upter von der Arbeiterpartei, Luiz In&aacute;cio Lula da Silva und Dilma Rousseff, die vor wenigen Tagen wegen Korruptionsvorw&uuml;rfen suspendiert wurde, beendeten aber diese Praxis. In einem Fernsehinterview sagte &Uuml;bergangspr&auml;sident Temer au&szlig;erdem, die Regierung werde Ausgaben dort, wo es m&ouml;glich sei, k&uuml;rzen und das Rentensystem reformieren. Sozialprogramme, die in der seit 13 Jahren dauernden Regierungszeit der Arbeitspartei aufgelegt wurden, seien davon nicht betroffen. Temer amtiert seit Rousseffs Suspension als Staatsoberhaupt.<br>\nDie Regierung ringt um Wirtschaftsreformen, um die Rezession in der gr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft Lateinamerikas zu &uuml;berwinden. Das Land hat mit einer steigenden Arbeitslosigkeit, einem enormen Haushaltsdefizit und einer fast zweistelligen Inflationsrate zu k&auml;mpfen. Finanzminister Meirelles sagte, die Regierung habe noch nicht entschieden, ob es neue Steuern geben werde. Umstritten ist eine Finanztransaktionssteuer. Offen ist auch, wie das Rentensystem reformiert werden soll. Der Finanzminister pl&auml;diert hier f&uuml;r eine Anhebung des Rentenalters. &ldquo;Wir pr&uuml;fen alle Ma&szlig;nahmen, um wieder Wachstum im Land zu erreichen, neue Stellen zu schaffen und das Einkommen f&uuml;r jedermann zu erh&ouml;hen&rdquo;, sagte Meirelles.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-05\/brasilien-interimsregierung-michel-temer-privatisierungen\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Privatisierung, Haushaltskonsolidierung, Rentenreform, Liberalisierung des Arbeitsmarktes, die Vokabeln des brasilianischen  Interimspr&auml;sidenten Temer stammen aus dem W&ouml;rterbuch des Neoliberalismus. Offensichtlich handelt es sich bei der Amtsenthebung von Dilma Rousseff um einen neoliberalen Regime Change zugunsten der alten Eliten. Wo bleiben hier die investigativen deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo; um die Hintergr&uuml;nde des neoliberalen Putsches gegen die amtierende Pr&auml;sidentin Brasiliens aufzukl&auml;ren? Spannend w&auml;re hier vor allem die Frage nach der Rolle der USA.<br>\nAuf die Kl&auml;rung dieser Frage wird man wohl vergeblich hoffen. Denn Dilma Rousseffs schlimmstes Verbrechen f&uuml;r die deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo;: sie investierte zu viel Geld in Sozialprogramme und erh&ouml;hte damit die Staatsverschuldung. Ihr gr&ouml;&szlig;ter Fehler war aber vermutlich eine Au&szlig;enpolitik, die auf mehr Unabh&auml;ngigkeit von den USA zielte, wie auch die Ann&auml;herung an China und Russland erkennen lies. Man erinnere sich an die scharfe Kritik der Abh&ouml;raktivit&auml;ten der NSA durch Rousseff. Interessant w&auml;re in diesem Zusammenhang auch die Rolle des gr&ouml;&szlig;ten brasilianischen Medienkonzerns Globo und dessen Medienkampagne gegen Rousseff. Gerade die Konzentration der Medien in S&uuml;damerika in den H&auml;nden weniger Superreicher ist ein gro&szlig;es Problem f&uuml;r die dauerhafte Etablierung demokratischer Strukturen.<br>\nEine weitere spannende Frage in diesem Zusammenhang, was w&uuml;rde passieren, wenn in Spanien nach den kommenden Neuwahlen eine linksgerichtete Regierung unter der F&uuml;hrung der Podemos gebildet w&uuml;rde? Spanien ist als Volkswirtschaft zu gro&szlig; und zu bedeuten f&uuml;r die EU, wie Brasilien f&uuml;r den amerikanischen Kontinent, als, dass die selbe Erpressungspolitik, wie  gegen Griechenland, Erfolg versprechen k&ouml;nnte. Werden wir dann bald auch einen Regime Change in der EU erleben?<br>\nMit einem gewissen Zynismus k&ouml;nnte man auch sagen, dass es immerhin Fortschritte gibt. In fr&uuml;heren Zeiten h&auml;tte man das Problem mit einer linken Regierung durch einen brutalen Milit&auml;rputsch gel&ouml;st, wie in Chile, in Argentinien und auch schon einmal in Brasilien selbst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Halbwahrheiten und L&uuml;gen in Brasilien<\/strong><br>\nDer brasilianische Ex-Pr&auml;sident Lula da Silva spricht im Zentrum Rio de Janeiros zu rund 10000 Menschen. Sie protestieren gegen das Amtsenthebungsverfahren gegen Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff. Lula greift in seiner Rede die brasilianischen Medien an, allen voran die Globo-Gruppe. Mit 122 Fernsehstationen, mehr als 80 Radiosendern, 15 Zeitschriften und vier Tageszeitungen ist Globo der gr&ouml;&szlig;te Medienkonzern Brasiliens. Sein Netz aus Fernsehsendern ist das zweitgr&ouml;&szlig;te der Welt. Jeden Tag wird Globo TV von 91 Millionen Menschen eingeschaltet &ndash; die H&auml;lfte der brasilianischen Bev&ouml;lkerung. Seit ihrer Gr&uuml;ndung 1925 wird die Globo-Gruppe von der Industriellenfamilie Marinho kontrolliert. In seiner Rede beschuldigt Lula die Marinhos, das Impeachment gegen Pr&auml;sidentin Rousseff aktiv voranzutreiben. &bdquo;Globo ist jede L&uuml;ge recht&ldquo;, ruft er mit heiserer Stimme, &bdquo;sie stecken mit den alten Eliten unter einer Decke&ldquo;. Die Menge skandiert &bdquo;Das Volk ist nicht dumm &ndash; Globo muss fort!&ldquo; Neben der B&uuml;hne h&auml;ngt ein gro&szlig;es Plakat: &bdquo;Globo raus!&ldquo; In der Berichterstattung der Globo-Medien taucht davon nichts auf. Die Demonstration f&uuml;r Rousseff wird unter ferner liefen behandelt. Ganz im Gegensatz zu den Protesten gegen sie. Diese begleitet Globo stets ausf&uuml;hrlich. Auch unter neutralen Beobachtern herrscht mittlerweile Konsens, dass die Massenmedien in Brasilien das Impeachment gegen Dilma Rousseff nicht nur bef&uuml;rworten, sondern antreiben. Tats&auml;chlich haben Globo und andere Medien zuletzt alles darangesetzt, die Pr&auml;sidentin in Verbindung mit dem Korruptionsskandal rund um die Erd&ouml;lgesellschaft Petrobras zu bringen. Doch Dutzende Ermittler und Journalisten haben ihr in monatelanger Arbeit kein kriminelles Verhalten nachweisen k&ouml;nnen. Rousseff mag eine miserable, weil kommunikationsunf&auml;hige Pr&auml;sidentin sein. Doch ein Verbrechen kann man ihr nicht anlasten. So m&uuml;ssen nun Haushaltstricks als Begr&uuml;ndung herhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien\/globo-mediengruppe-halbwahrheiten-und-luegen-in-brasilien\/13511150.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Absetzung von Rousseff: Wie die brasilianischen Medien den Machtwechsel einleiteten<\/strong><br>\nDie Absetzung der brasilianischen Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff w&auml;re ohne eine dazu passende monatelange Kampagne des Mediengiganten TV Globo nicht m&ouml;glich gewesen. Immer wieder heizten die Kan&auml;le und Publikationen des Sendernetzwerkes die Stimmung gegen Rousseff an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/amerika\/38356-absetzung-von-rousseff-wie-brasilianischen\/\">RT Deutsch<\/a><\/li>\n<li><strong>Dilma Rousseff&rsquo;s impeachment was led by the white, wealthy men who now make up the Brazilian cabinet<\/strong><br>\nWhen Brazil re-elected President Dilma Rousseff in 2014, I challenged the idea &ndash; shared by the Economist magazine, among others &ndash; that had the elections been determined by GDP (that is, by economic wealth) and not by universal suffrage, Rousseff would have never been re-elected. What seemed like a harmless remark back in 2014 turned into a nightmarish reality, as the president was forced out of office earlier this week. Let&rsquo;s start calling things by their name: what&rsquo;s happening in Brazil today is a coup d&rsquo;etat. A coup sponsored by both internal and external forces; forces that have many times before done away with democratically elected governments in Latin America, to satisfy the needs of neoliberal capitalism. Just for a quick check, remember the coups orchestrated in Venezuela in 2002, Haiti in 2004, and Honduras in 2009, under the uninterested eyes of the international community. What we are seeing now is an impeachment process that was well in the making from the moment the validity of one of the largest democratic elections in the history of the world was questioned. White, privileged, wealthy, male Brazilians have led the impeachment charges; those same white, privileged, wealthy, male Brazilians that used to have suffrage all for themselves &ndash; before power was wrested from their often-bloody hands by former slaves, indigenous populations, women, and LGTB groups. If you have any doubt, take a look at the photographs of every anti-Rousseff demonstration in the past few months. These street demonstrators did not hesitate in openly calling for a military intervention, and went as far as asking America&rsquo;s Donald Trump for help. This sort of unruly conduct was not limited to the streets. White rich men, in politics and the media, have been stoking the fires for almost as long as long as President Rousseff was in office. If there was any doubt about what sort of people the campaigners are, the impeachment vote in the Brazillian parliament a few weeks ago, featured congressman Jair Bolsonaro, who dedicated his anti-democratic vote to a former Military Junta leader and to a known torturer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.independent.co.uk\/voices\/dilma-rousseffs-impeachment-was-led-by-the-white-wealthy-men-who-now-make-up-the-brazilian-cabinet-a7030761.html\">The Independent<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Russland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>L&ouml;schen mit Benzin: Ein russischer Blick auf die neuen EU-Russland-Prinzipien<\/strong><br>\nAm 14. M&auml;rz 2016 kamen die Au&szlig;enminister der Europ&auml;ischen Union zusammen, um &uuml;ber die Beziehungen zwischen der EU und Russland zu sprechen. Als Ergebnis der Diskussion wurden f&uuml;nf Prinzipien pr&auml;sentiert. Diese stellen den Konsens der 28 EU-Mitgliedstaaten dar. Ihrem genauen <a href=\"http:\/\/eeas.europa.eu\/delegations\/russia\/press_corner\/all_news\/news\/2016\/20160315_en.htm\">Wortlaut<\/a> ist daher die entsprechende Bedeutung beizumessen. (&hellip;) Im Grunde handelt es sich um eine Weigerung, mit dem realen, aber unbequemen Russland einen Dialog zu f&uuml;hren und den Ansatz, Russland von innen umzugestalten. Nicht die Tonart und den Inhalt des Dialogs, sondern den Dialogpartner selbst zu &auml;ndern &ndash; als unabdingbare Voraussetzung f&uuml;r den Erfolg des Prozesses. Bereits der Ansatz, die Bedingungen der Zusammenarbeit einseitig zu formulieren und den Partner davon unvermittelt, fast in der Form eines Ultimatums &ndash; &bdquo;so oder gar nicht!&ldquo; &ndash;  in Kenntnis zu setzen, wirft sicherlich eine ganze Reihe von Fragen auf. Zusammenarbeit setzt eigentlich zwei Seiten voraus. Und damit sie gelingt, m&uuml;ssen beide Seiten eine entsprechende Motivation haben. Welche Motivation Russland nach der Kenntnisnahme der europ&auml;ischen Thesen haben kann, ist mir ein R&auml;tsel. Hier ist das Kalk&uuml;l offensichtlich, Russland habe sowieso keine Alternativen. Dieses Kalk&uuml;l ist aber grundverkehrt.<br>\nBesonders bedauerlich ist an diesen Thesen, dass gar keine Schl&uuml;sse aus den akuten Krisen der letzten Jahre gezogen wurden. Nicht zuletzt die Ukraine-Krise war eine direkte Folge der dargestellten EU-Politik. Sie zeigte mit aller Deutlichkeit, wie verkehrt und fruchtlos dieser Ansatz ist. Nun sehen wir aber einen Versuch, das Feuer mit Benzin zu l&ouml;schen. Ich habe versucht, mir vorzustellen, ob wir unser EU-Konzept ebenfalls in wenigen Punkten zusammenfassen k&ouml;nnen. Die russischen Prinzipien k&ouml;nnten in etwa so aussehen:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/aussen-und-sicherheitspolitik\/artikel\/loeschen-mit-benzin-1418\/\">Konstantin Kossatschow im IPG Journal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Der Autor dieses sehr lesenswerten Textes ist Vorsitzender des Ausw&auml;rtigen Ausschusses im Oberhaus des russischen Parlamentes, also einer der f&uuml;hrenden Au&szlig;enpolitiker Russlands. Deutlich wird die beunruhigende Tatsache, dass die offizielle Position der EU gegen&uuml;ber Russland in Teilen nicht einfach nur durch Feindseligkeit oder Misstrauen, sondern geradezu durch Irrationalit&auml;t gepr&auml;gt ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Logik des neuen Kalten Krieges<\/strong><br>\nIn einer mehrteiligen Serie analysiert der Philosoph und Publizist Dr. Hauke Ritz exklusiv f&uuml;r RT Deutsch die Logik des neuen &ldquo;Kalten Krieges&rdquo;. Wie konnte es nur zwei Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion abermals zu einer Konfrontation zwischen Ost und West kommen? Grund hierf&uuml;r sei vor allem eine ideologische Krise des Westens, der das Ziel verfolgt, dem Rest der Welt das eigene Lebensmodell aufzuzwingen. (&hellip;) Die westliche Au&szlig;enpolitik der letzen 15 Jahre ist eine Aneinanderreihung von Fehlschl&auml;gen. Sie hat sich auf der Weltb&uuml;hne blamiert und dem Image des Westens in der Welt gro&szlig;en Schaden zugef&uuml;gt. Dies hat zu einer ideologischen Krise im Westen gef&uuml;hrt. Zurzeit kann diese ideologische Krise aber noch nicht eingestanden werden. Und so r&uuml;stet man rhetorisch gegen&uuml;ber dem geopolitischen Konkurrenten auf, macht ihn f&uuml;r die eigenen Misserfolge verantwortlich, um so von eigenen Fehlern abzulenken. Am Ausgangspunkt dieses neuen Kalten Krieges, den wir heute erleben, steht eine &ndash; vorsichtig ausgedr&uuml;ckt &ndash; nicht sehr realistische Grundidee: n&auml;mlich die, dass es m&ouml;glich w&auml;re, die gesamte Welt mit ihren vielen, oft Jahrtausende alten Kulturen zu verwestlichen. Diese Vorstellung ist eigentlich zu unrealistisch, um zum Ausgangspunkt einer gro&szlig; angelegten au&szlig;enpolitischen Strategie zu werden. Und doch ist in den vergangenen 25 Jahren genau das passiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/38153-rt-deutsch-spezial-logik-neuen\/\">RT Deutsch<\/a><\/li>\n<li><strong>Hilfstruppen gegen Moskau (II)<\/strong><br>\nEine in Russland verbotene, von Berlin jedoch unterst&uuml;tzte Organisation der Krimtataren k&uuml;ndigt die Er&ouml;ffnung offizieller Vertretungsb&uuml;ros in Br&uuml;ssel und Washington an. Wie der Medschlis der Krimtataren mitteilt, will er beide Einrichtungen sp&auml;testens im Herbst er&ouml;ffnen; der Br&uuml;sseler Repr&auml;sentanz messe er besondere Bedeutung bei. Der Medschlis, der in der westlichen &Ouml;ffentlichkeit gemeinhin als einzig legitimes Gesamtorgan der Krimtataren dargestellt wird, vertritt tats&auml;chlich nur eine Str&ouml;mung unter den Krimtataren &ndash; eine prowestliche -, w&auml;hrend eine zweite &ndash; eher prorussische &ndash; seine Politik seit Jahren dezidiert ablehnt. Die Spaltung unter den Krimtataren geht auf die letzten Jahre des Kalten Kriegs zur&uuml;ck, als ein jahrzehntelanger Parteig&auml;nger des Westens, der sp&auml;tere Medschlis-Vorsitzende Mustafa Dschemiljew, sich f&uuml;r radikale Autonomieforderungen stark machte und einen scharf antirussischen Kurs einschlug. Als Dschemiljew in den 1960er Jahren in der Sowjetunion begann, f&uuml;r krimtatarische Autonomie zu agitieren, und vom Westen unterst&uuml;tzt wurde, um den sowjetischen Gegner von innen heraus zu schw&auml;chen, setzten sich Exil-Krimtataren in der Bundesrepublik f&uuml;r dasselbe Ziel ein &ndash; die &ldquo;nationale Dekomposition Russlands&rdquo;, wie es damals hie&szlig;. Zu ihnen geh&ouml;rte der zentrale krimtatarische Kontaktmann des NS-Reichs, der seine Kollaborationst&auml;tigkeit nun in der Bundesrepublik weiterf&uuml;hrte und ab den 1950er Jahren auch f&uuml;r CIA-finanzierte Organisationen in M&uuml;nchen arbeitete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59368\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Putin sieht weltweite Sicherheit bedroht<\/strong><br>\nRusslands Pr&auml;sident Putin will sich gegen die US-Raketenabwehr in Osteuropa wehren. Sie stelle eine Bedrohung der weltweiten Sicherheit dar. Zugleich w&auml;chst unter anderem in den USA die die Besorgnis &uuml;ber eine &ldquo;aggressive russische Milit&auml;rpr&auml;senz&rdquo; im baltischen Raum.<br>\nDer russische Pr&auml;sident Wladimir Putin hat den Aufbau des NATO-Raketenschutzschirms in Osteuropa als weltweite Bedrohung kritisiert. &ldquo;Das sind offensichtlich erste Schritte der USA, das strategische Gleichgewicht der Kr&auml;fte zu st&ouml;ren&rdquo;, sagte Putin der Agentur Tass zufolge. Deshalb m&uuml;sse nun von Seiten Russlands alles unternommen werden, um die Balance der Kr&auml;fte zu sichern. &ldquo;Das ist die verl&auml;sslichste Garantie, dass es nicht zu einem gro&szlig;en milit&auml;rischen Konflikt kommt&rdquo;, so Putin. In einen neuen R&uuml;stungswettlauf mit den USA wolle Russland nicht eintreten. Notfalls werde es aber seine Verteidigungsausgaben anpassen. (&hellip;)<br>\nPutin betonte, Russland habe die NATO mehrfach vor dem Aufbau einer solchen Raketenabwehr gewarnt. &ldquo;Wir haben schon so oft &uuml;ber unsere Zweifel gesprochen, eine Zusammenarbeit vorgeschlagen &ndash; auch mit unseren amerikanischen Partnern. Aber alle unsere Vorschl&auml;ge wurden leider abgelehnt.&rdquo; Der Verweis auf eine nukleare Bedrohung durch den Iran k&ouml;nne nicht l&auml;nger ernstgenommen werden, sagte Putin weiter. Es handele sich lediglich um eine Ausrede der USA, um einen Raketenschild in Europa aufbauen zu k&ouml;nnen. NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg bestritt, dass das Abwehrsystem gegen Russland gerichtet sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/russland-257.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wagenknecht f&uuml;r rot-rot-gr&uuml;ne Gauck-Alternative<\/strong><br>\nLinksfraktionschefin Sahra Wagenknecht kann sich f&uuml;r den Fall eines Verzichtes von Bundespr&auml;sident Joachim Gauck auf eine zweite Amtszeit einen gemeinsamen Kandidaten von SPD, Linken und Gr&uuml;nen vorstellen. &raquo;Wir w&uuml;rden das begr&uuml;&szlig;en&laquo;, sagte Wagenknecht der &raquo;Rheinischen Post&laquo;. Sie frage sich jedoch, ob die SPD &raquo;den Mut dazu&laquo; aufbringe. Gauck hat erkl&auml;rt, er werde seine Entscheidung &uuml;ber eine erneute Kandidatur noch vor der diesj&auml;hrigen parlamentarischen Sommerpause bekanntgeben. Die erste Amtszeit des Bundespr&auml;sidenten endet im M&auml;rz 2017 &ndash; das ist mitten im Bundestagswahlkampf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1012090.wagenknecht-fuer-rot-rot-gruene-gauck-alternative.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten &ndash; und insbesondere Albrecht M&uuml;ller &ndash; haben stets eine Alternative zu Herrn Gauck angemahnt. Zwei Beispiele:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/gauck-folgt-wulff\/gastbeitrag-von-albrecht-mueller-gauck-ist-der-falsche-praesident,11460760,11897302.html\">Gauck ist der falsche Pr&auml;sident<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=12555\">Leseproben zu &ldquo;Der falsche Pr&auml;sident &ndash; Was Pfarrer Gauck noch lernen muss, damit wir gl&uuml;cklich mit ihm werden&rdquo;<\/a>.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p>Dazu: <strong>Rot-Rot-Gr&uuml;n 2017<\/strong><br>\nUnser Manifest: Deutschland braucht neue Visionen. Nach Jahren des politischen Stillstands fordern wir den solidarischen Wandel. F&uuml;r ein Land, in dem gute Arbeit gerecht bezahlt wird. F&uuml;r die vollst&auml;ndige Gleichstellung der Geschlechter und die Vielfalt der Kulturen. F&uuml;r Familien, die in ihren Lebensweisen alle wertgesch&auml;tzt werden. F&uuml;r eine Gesellschaft, in der Teilhabe eine Selbstverst&auml;ndlichkeit ist. F&uuml;r eine Steuerpolitik, mit der starke Schultern ihre Verantwortung f&uuml;r das Gemeinwohl &uuml;bernehmen. F&uuml;r eine sichere Zukunft mit sauberer Energie und bezahlbarem Wohnraum. F&uuml;r starke Kommunen, die den Menschen die beste Lebensqualit&auml;t bieten. F&uuml;r eine vorausschauende Wirtschaftspolitik mit Investitionen statt Austerit&auml;t. F&uuml;r eine erfolgreiche Marktwirtschaft, die &ouml;kologisch und sozial verantwortlich handelt. F&uuml;r starke B&uuml;rgerrechte, die nicht konservativen &Auml;ngsten geopfert werden. F&uuml;r Bildung, die kein Kind zur&uuml;ckl&auml;sst. F&uuml;r leistungsf&auml;hige Sozialversicherungen, die Perspektiven bieten. F&uuml;r Friedenspolitik und das Ende unmoralischer Waffenexporte. F&uuml;r Umwelt- und Tierschutz, der seinen Namen verdient. F&uuml;r ein europ&auml;isches Deutschland in Frieden und Verantwortung. Wir stehen f&uuml;r ein besseres Land mit einer linken Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rot2gruen.de\/\">Initiative &bdquo;Rot-Rot-Gr&uuml;n 2017&ldquo;<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deutschen ist soziale Ungleichheit zu gro&szlig;<\/strong><br>\nEs ist eine Zahl die aufhorchen l&auml;sst: 82 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass die soziale Ungleicheit in ihrem Land zu gro&szlig; ist. Das belegt eine aktuelle Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Unter dem Titel &ldquo;Wachsende Ungleichheit als Gefahr f&uuml;r nachhaltiges Wachstum &ndash; Wie die Bev&ouml;lkerung &uuml;ber soziale Unterschiede denkt&rdquo;, setzt sich die FES mit den sozialen Verwerfungen in Deutschland auseinander. (&hellip;) Laut der Studie stimmten der Aussage &ldquo;die soziale Ungleichheit in Deutschland ist mittlerweile zu gro&szlig;&rdquo; 49 Prozent der Befragten &ldquo;voll und ganz&rdquo; zu, 33 Prozent stimmten &ldquo;eher zu&rdquo;. Interessant ist an der Studie, dass es im Hinblick auf die Einsch&auml;tzung der sozialen Ungleichheit kaum Unterschiede zwischen Gering- und Besserverdienern gibt. 84 Prozent der Befragten, die ein Einkommen unter 1000 Euro beziehen, meinen, dass die soziale Ungleichheit in Deutschland zu gro&szlig; ist. Auch in den Einkommensgruppe zwischen 1000 bis 4000 Euro erkennen 86 beziehungsweise 82 Prozent der Deutschen ein Ungleichheitsgef&auml;lle. Selbst bei den Gutverdienern, die &uuml;ber ein monatliches Nettoeinkommen von &uuml;ber 4000 Euro verf&uuml;gen, sind es 76 Prozent, die ebenfalls eine gro&szlig;e soziale Ungleichheit in Deutschland sehen. Doch was k&ouml;nnte unternommen werden, um der sozialen Ungleichheit entgegenzuwirken? Auch dieser Frage sind die Autoren der Studie nachgegangen.83 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass die unteren und mittleren Einkommen steuerlich entlastet werden sollten. Gleichzeitig halten 76 Prozent der Befragten h&ouml;here Steuern f&uuml;r Privatpersonen mit hohem Einkommen oder gro&szlig;en Verm&ouml;gen f&uuml;r sinnvoll. Dar&uuml;ber hinaus bef&uuml;rworten die Deutschen eine st&auml;rkere Anhebung der L&ouml;hne und Geh&auml;lter sowie eine Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf &uuml;ber 8,50 Euro.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48259\/1.html\">Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/12516.pdf\">Studie<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lafontaine: Weit entfernt von unabh&auml;ngigen Medien<\/strong><br>\nPolitiker der Regierungskoalition sind deutlich h&auml;ufiger in TV-Nachrichtensendungen vertreten als Politiker kleinerer Parteien. &ldquo;Demokratie setzt unabh&auml;ngige Medien voraus, davon sind wir weit entfernt.&rdquo; Mit diesen Worten kommentierte Oskar Lafontaine auf seiner Facebookseite aktuelle Untersuchung des Instituts f&uuml;r empirische Medienforschung IFEM, das ausgewertet hat, wie oft welche Politiker im April in den TV-Nachrichten zu sehen waren. Die vom IFEM ver&ouml;ffentlichten Daten lassen erkennen, dass Politiker von CDU und SPD viel h&auml;ufiger in den Fernsehnachrichten zu Wort kommen durften, als Politiker anderer Parteien. 402 CDU-Politiker kamen in den TV-Nachrichten vor, indem sie mindestens namentlich genannt, gezeigt oder aber mit einem O-Ton zu h&ouml;ren waren. SPD-Politiker waren 238 mal in den Nachrichtensendungen vertreten. Zusammen brachten es die Politiker beider Parteien somit auf 640 &ldquo;Auftritte&rdquo; in den Fernsehnachrichten. Untersucht wurde der Zeitraum vom 1. bis 30. April.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48273\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Frankreich: Stra&szlig;enblockaden gegen unpopul&auml;re Pl&auml;ne des Pr&auml;sidenten<\/strong><br>\nPr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande hat seine umstrittenen Arbeitsmarktreformen als richtigen Weg verteidigt und seinen Willen bekr&auml;ftigt, das Gesetz nicht zur&uuml;ckzuziehen. &ldquo;Ich gebe nicht nach&rdquo;, sagte Hollande in einem Interview mit dem Radiosender Europe 1. Gegen die Pl&auml;ne gibt es seit Wochen massive Proteste. Die Gewerkschaften haben in dieser Woche zu neuen Demonstrationen und Streiks aufgerufen. Er mache, was f&uuml;r das Land getan werden m&uuml;sse. Ganz gleich, ob es unpopul&auml;r sei, sagte Hollande. &ldquo;Ich m&ouml;chte lieber als Pr&auml;sident in Erinnerung bleiben, der auch unbeliebte Reformen angegangen ist, als ein Pr&auml;sident, der nichts getan hat.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/2016-05\/francois-hollande-frankreich-arbeitsmarktreformen-protest-nuit-debout\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Kann Hollande denn die Realit&auml;t in Deutschland &ndash; Lohndumping, working poor, rasant wachsende Altersarmut kombiniert mit einer verrottenden Infrastruktur und einem durch das Lohndumping bedingten niedrigen Produktivit&auml;tszuwachs &ndash; nicht wahrnehmen? Und sieht er nicht, welchen Absturz Schr&ouml;ders Partei durchlitten hat, der auch dem PS droht? Wo liegt der Sinn darin, nicht nur die Hoffnungen der Menschen zu entt&auml;uschen und die eigene Partei zu zerst&ouml;ren, um nichts Gutes zu erreichen, sondern nur der Arbeitgeberseite kurzfristig noch mehr Vorteile und noch mehr Reichtum zu verschaffen? Aber selbst wenn die Arbeitslosigkeit durch die &ldquo;Reformen&rdquo; s&auml;nke (in Deutschland sank das Arbeitsvolumen und war erst im Jahr 2012 wieder auf dem Stand von 2000 &ndash; die Arbeitslosenrate fiel nur optisch durch die Zerlegung von Vollzeitstellen und durch statistische Tricks), was w&auml;re damit gewonnen? Man kann doch eine Volkswirtschaft nicht auf einen einzelnen Parameter hin optimieren und alle anderen (Lohnquote, Armutsgef&auml;hrdung, Ungleichheit, Staatsfinanzen, Qualit&auml;t der Infrastruktur und der Bildungseinrichtungen &hellip;) vernachl&auml;ssigen.<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Gro&szlig;er Widerstand in Frankreich<\/strong><br>\nIn Frankreich sind Tausende auf die Stra&szlig;e gegen die geplante Arbeitsmarktreform der Regierung gegangen. LKW-Fahrer blockierten in mehreren Regionen die Stra&szlig;en. Die Proteste sollen die ganze Woche andauern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/paris-proteste-101.html\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> So geht Widerstand.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Bon courage!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das Land der unbegrenzten Steuertricks<\/strong><br>\nMit brutaler Entschlossenheit haben die Vereinigten Staaten andere L&auml;nder dazu gebracht, Steueroasen auszutrocknen. Die eigenen aber verschonen die Amerikaner. Ist das alles ein abgekartetes Spiel? H&ouml;ren Sie das gigantische Saugger&auml;usch?&ldquo;, fragt Peter Cotorceanu. &bdquo;Es ist das Ger&auml;usch des Geldes, das nach Amerika str&ouml;mt.&ldquo; Zu vernehmen sei es an den diskreten Finanzpl&auml;tzen, sagt der Anwalt f&uuml;r internationales Steuerrecht. Die Quellen des Geldes seien die Schweiz, Singapur oder Hongkong. Von dort flie&szlig;e das Geld dorthin, wo es sich vor Nachstellungen am sichersten f&uuml;hlen kann: in die Vereinigten Staaten. Und irgendwo in der Schweiz d&uuml;rfte gerade ein geschasster Banker sitzen, der grimmig lachen muss &uuml;ber diesen Treppenwitz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/die-vereinigten-staaten-sind-das-land-der-unbegrenzten-steuertricks-14231949.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>F&uuml;r eine wirksame Finanzmarktreform<\/strong><br>\nFinanzinstitute, Regierungen und EU-Kommission betonen gemeinhin, Regulierungen sollten die Finanzbranche nicht mehr belasten als n&ouml;tig. So steht es in EU-Handelsabkommen wie mit S&uuml;dkorea und in den Texten geplanter Vertr&auml;ge wie mit Singapur oder mit den USA (TTIP). Diese Haltung pr&auml;gt auch eine von der EU-Kommission durchgef&uuml;hrte &bdquo;&ouml;ffentliche Konsultation&ldquo; zur Auswertung der bisherigen Finanzmarktreform. In Br&uuml;ssel findet dazu am heutigen Dienstag eine Anh&ouml;rung statt. Doch davon, die Finanzbranche mehr zu belasten als n&ouml;tig, ist die Finanzmarktreform weit entfernt. Die Kernfrage muss stattdessen lauten: Wird das Gemeinwohl wirksam gesch&uuml;tzt? Der Nachholbedarf ist enorm. Bisher Beschlossenes ist stets im Einzelinteresse von Akteuren der Finanzbranche geschw&auml;cht worden und wenig wirksam. Fundamentale Regulierungsl&uuml;cken und neue Risiken kommen hinzu. Im Folgenden einige zentrale Beispiele.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/gastbeitraege\/finanzbranche-fuer-eine-wirksame-finanzmarktreform,29976308,34248074.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>In Amerika geht die Mittelschicht verloren<\/strong><br>\nEiner neuen Erhebung zufolge schrumpft die Mittelschicht in den Vereinigten Staaten immer weiter. Ober- und Unterschicht hingegen wachsen. Eine Erkl&auml;rung haben die Wissenschaftler auch daf&uuml;r. Die Mittelschicht ist in den Vereinigten Staaten in fast allen gro&szlig;en St&auml;dten und Metropolregionen auf dem R&uuml;ckzug. In den Jahren 2000 bis 2014 gilt das nach einer Erhebung des Pew-Instituts (Washington) f&uuml;r neun von zehn untersuchte Regionen. Die Studie definiert &bdquo;Mittelschicht&ldquo; als Haushalte, die bei der H&auml;lfte bis zwei Dritteln &uuml;ber dem mittleren landesweiten Einkommen liegen. Das umfasst die weite Spanne von 42.000 bis 125.000 Dollar je Jahr. In einer Reihe von Regionen nahm die Mittelschicht ab, w&auml;hrend gleichzeitig Ober- und Unterschicht wuchsen. In anderen Gegenden nahm nur die Oberschicht zu, in anderen nur die untere. Pew untersuchte 229 Regionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/mehr-arme-mehr-reiche-in-amerika-geht-die-mittelschicht-verloren-14235930.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nach dieser Untersuchung lagen die mittleren (Median-)Einkommen 2014 um 8 Prozent unter dem Wert von 1999 &ndash; ein unfa&szlig;barer R&uuml;ckgang, wo der Wert mindestens um 10 Prozent h&ouml;her (Produktivit&auml;tszuwachs) h&auml;tte liegen sollen. Aber warum interessiert das die FAZ, die doch dieselbe Politik mit solchen fatalen Auswirkungen in Deutschland immer bef&uuml;rwortet und im Zusammenhang mit der &ldquo;Agenda 2010&rdquo; die USA als Vorbild dargestellt hat?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne Realos wollen keine Verm&ouml;gensteuer<\/strong><br>\nDer Wahlkampf 2017 k&ouml;nnte eine starke verteilungspolitische Note haben. Bei den Gr&uuml;nen ist nun bereits der Konflikt zwischen linkem Fl&uuml;gel und Realos &uuml;ber die Verm&ouml;gensteuer ausgebrochen. W&auml;hrend der Fl&uuml;gel um Fraktionschef Anton Hofreiter und Parteichefin Simone Peter an der Einf&uuml;hrung einer derartigen Abgabe festh&auml;lt, warnt Gr&uuml;nen-Fraktionsvize Kerstin Andreae vor einem Beharren auf solchen Forderungen. Man d&uuml;rfe zwar &raquo;nicht die Augen davor verschlie&szlig;en, dass Wenige viel haben und sehr Viele wenig&laquo;, und dass &raquo;unser Gemeinwesen gerecht finanziert werden muss&laquo;, sagte Andreae dem &raquo;Handelsblatt&laquo;. Doch bei der Verm&ouml;genssteuer sei &raquo;Vorsicht geboten&laquo;. Denn wenn Unternehmen darauf mit Abwanderung reagierten, &raquo;w&auml;ren die Jobs weg&laquo;, warnt sie. Damit w&uuml;rden dann auch die erhofften Steuermehreinnahmen wieder sinken. (&hellip;)In einer aktuellen Umfrage der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung hatten 90 Prozent der befragten Gr&uuml;nen-Anh&auml;nger erkl&auml;rt, &raquo;die soziale Ungleichheit in Deutschland ist mittlerweile zu gro&szlig;&laquo;. 77 Prozent derjenigen, die 2013 die Partei gew&auml;hlt hatten, sagten zudem, &raquo;das Ausma&szlig; der sozialen Ungleichheit schadet langfristig der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland&laquo;. F&uuml;r h&ouml;here Steuern f&uuml;r Privatpersonen mit hohem Einkommen oder gro&szlig;em Verm&ouml;gen sprachen sich in der Studie insgesamt 76 Prozent aus &ndash; unter den Gr&uuml;nen-Anh&auml;ngern votierten sogar 91 Prozent daf&uuml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1012089.gruene-realos-wollen-keine-vermoegensteuer.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wie nah an der Realit&auml;t sind die sogenannten Realos eigentlich jemals gewesen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Arbeitsbedingungen von K&uuml;nstlern: 70 Prozent arbeiten teils unbezahlt, 80 Prozent empfinden ihre Besch&auml;ftigung als unsicher<\/strong><br>\nViele K&uuml;nstlerinnen und K&uuml;nstler arbeiten unter prek&auml;ren Bedingungen, zeigt eine neue Studie. Eine deutliche Mehrheit rechnet mit Altersarmut. Um das zu &auml;ndern, w&auml;ren mehr gewerkschaftliches Engagement von K&uuml;nstlern, mehr Problembewusstsein beim Publikum und ein Kurswechsel der Kulturpolitik gefragt. Wie es aktuell um die berufliche Situation von Kunstschaffenden steht, hat Maximilian Norz von der K&uuml;nstlerinitiative &ldquo;art but fair&rdquo; untersucht. Seiner Untersuchung zufolge, die von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung und der Kulturpolitischen Gesellschaft gef&ouml;rdert wurde, herrschen in den sch&ouml;nen K&uuml;nsten oft unsch&ouml;ne Arbeitsbedingungen: Musiker, T&auml;nzer und Schauspieler m&uuml;ssen sich mehrheitlich mit unzureichender Verg&uuml;tung und unsicheren Jobs arrangieren. Die Zahl derjenigen, die hierzulande einen k&uuml;nstlerischen Beruf aus&uuml;ben, ist offiziellen Statistiken zufolge durchaus beachtlich: 2011 gab es &uuml;ber 18.000 sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigte Musiker und knapp 22.000 darstellende K&uuml;nstler. Bei der K&uuml;nstlersozialkasse, die Selbst&auml;ndigen ab einem Jahreseinkommen von 3.900 Euro offensteht, waren 2014 etwa 51.000 Musikanten und &uuml;ber 24.000 Schauspieler und T&auml;nzer gemeldet. Um einen Eindruck von den Arbeitsbedingungen dieser Berufsgruppe zu gewinnen, hat Norz eine Online-Umfrage durchgef&uuml;hrt, an der sich 2.635 Erwerbst&auml;tige aus den Bereichen Musik und Darstellende Kunst beteiligt haben. (&hellip;) Die Befragungsergebnisse zeigen, dass die Akteure auf Theater- und Konzertb&uuml;hnen einige Missst&auml;nde in Kauf nehmen m&uuml;ssen. 79 Prozent von ihnen halten ihre Gagen f&uuml;r unangemessen. Das Nettoeinkommen liegt bei 40 Prozent unter 10.000 Euro pro Jahr. Die prek&auml;re Einkommenssituation h&auml;ngt auch damit zusammen, dass 70 Prozent der Musiker, T&auml;nzer und Schauspieler unbezahlte Leistungen erbringen m&uuml;ssen. Besonders zu Beginn der Karriere w&uuml;rden von K&uuml;nstlern kostenlose Auftritte erwartet, damit sie Erfahrung und Renommee sammeln k&ouml;nnen, so der Autor. Sp&auml;ter sei es &uuml;blich, dass sie ohne finanzielle Gegenleistung proben oder Nutzungsrechte &uuml;bertragen. Mit Altersarmut rechnen angesichts der bescheidenen Verg&uuml;tung in ihrer Branche vier von f&uuml;nf Befragten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_study_hbs_319.pdf\">Studie<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Albtraumjob Schauspieler<\/strong><br>\nEs gibt kaum einen Berufsstand, in dem Traum und Wirklichkeit weiter auseinanderklaffen als bei Schauspielern. Selbst bekannte Akteure leben oft von der Hand in den Mund. (&hellip;) Mehr als die H&auml;lfte der befragten Darsteller gab an, in den zur&uuml;ckliegenden zwei Jahren weniger als sechs Monate sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt gewesen zu sein. Was wiederum erschwert, im Bedarfsfall Arbeitslosengeld zu erhalten. Schauspieler werden als befristet Besch&auml;ftigte behandelt, die in Sozialkassen einzahlen. Leistungen erh&auml;lt jedoch nur, wer es in zwei Jahren auf 360 sozialversicherungspflichtige Arbeitstage bringt. Und das schafft kaum ein Schauspieler. Mit einer Ausnahmeregelung, die der BFFS angesto&szlig;en hat, wurde die Besch&auml;ftigungszeit auf 180 Tage halbiert. Aber auch das geht nach Ansicht des Verbandes l&auml;ngst nicht weit genug. Nur ein Bruchteil der Darsteller profitiert davon. Und auch was ihre Renten angeht, schrammen die meisten von ihnen im Alter am Existenzminimum entlang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/report-schein-und-sein-1.2992643\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Warum die Mietpreisbremse nicht funktioniert<\/strong><br>\nZahlen von Internetportalen legen nahe, dass die Mietpreisbremse in Gro&szlig;st&auml;dten wie M&uuml;nchen, Hamburg und Berlin nicht eingehalten wird.Ein Grund: Vermieter m&uuml;ssen keine Sanktionen f&uuml;rchten, wenn sie die Grenze ignorieren.In der Bundespolitik gibt es kaum Anstalten, das zu &auml;ndern. Der Berliner Bausenator Andreas Geisel (SPD) wirbt nun bei seinen Amtskollegen in Hamburg und Nordrhein-Westfalen daf&uuml;r, die Mietpreisbremse per Bundesratsinitiative zu verbessern. Er will Vermieter verpflichten, die bisherigen Mietpreise anzugeben. Auch im Bundestag fordern Gr&uuml;ne und Linke, die Bremse nachzujustieren &ndash; etwa, indem Ausnahmeregeln aus dem Gesetz gestrichen werden und indem der Staat Wuchermieten in Zukunft wieder bestraft. In der gro&szlig;en Koalition ist die Neigung jedoch gering, den so m&uuml;hsam gefundenen Kompromiss anzutasten. &ldquo;Wir behalten die Entwicklungen im Blick&rdquo;, sagt zwar der parlamentarische Staatssekret&auml;r im Justizministerium, Ulrich Kelber (SPD). Doch vor einer Auswertung der Mietpreisbremse im Jahr 2017 werde er nicht an ihr r&uuml;tteln. Denn schon jetzt stemmt sich die Union gegen Pl&auml;ne von Minister Heiko Maas (SPD), das Mietrecht zu &auml;ndern. Der CDU-Abgeordnete Jan-Marco Luczak sagt: Dauerhaft niedrige Mieten k&ouml;nnten die Wohnungsbauwirtschaft bremsen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/mietpreisbremse-warum-die-mietpreisbremse-nicht-funktioniert-1.2995244\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wieder einmal erweist sich ein neues Gesetz als v&ouml;llig unzureichend &ndash; vergleichbar mit der Hartz IV-Gesetzgebung oder dem sog. Prostitutionsgesetz. Schon nach sehr kurzer Zeit sind Korrekturen offensichtlich und notwendig. Die NachDenkSeiten haben auf Fehlwirkungen bzw. M&auml;ngel der sog. Mietpreisbremse hingewiesen:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23938#h11\">Gesetzentwurf ist Thema im Bundestag: Wem hilft die Mietpreisbremse?<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23419#h13\">Wirksame Mietpreisbremse? Fehlanzeige!<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Finanziell schwache Menschen &ndash; fr&uuml;her einmal auch W&auml;hlerschaft der SPD &ndash; haben von diesem Gesetz keine Vorteile, denn die Mieten sind f&uuml;r sie eh zu hoch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie Andrea Nahles Arbeitslose um ihre Rechte bringt<\/strong><br>\nArbeitsmarktexperten schlagen in der ARD-Sendung &bdquo;Report Mainz&ldquo; Alarm: Die von Andrea Nahles geplante Hartz-IV-Reform wird zu einer erheblichen Verschlechterung f&uuml;r viele Sozialhilfeempf&auml;nger f&uuml;hren. Betroffen sind besonders Hartz-IV-Bezieher, deren Bescheide fehlerhaft sind. Die Bundesregierung plant eine gro&szlig;e Hartz-IV-Reform. Doch erste Gesetzentw&uuml;rfe sorgen bei Arbeitsmarktexperten und Anw&auml;lten f&uuml;r Aufsehen. Wie die Verbrauchersendung &bdquo;Report Mainz&ldquo; (Dienstag, 21.45 Uhr) berichtet, k&ouml;nnten Leistungen k&uuml;nftig r&uuml;ckwirkend nur noch unter bestimmten Voraussetzungen geltend gemacht werden. Bislang konnten Hartz-IV-Empf&auml;nger mit einem fehlerhaften Bescheid auch r&uuml;ckwirkend ihre Leistungen bekommen. Selbst wenn die Widerspruchsfrist schon abgelaufen war. Dazu stellten Betroffene einen sogenannten &Uuml;berpr&uuml;fungsantrag, mit dem dann Fehler bis zu einem Jahr lang r&uuml;ckwirkend korrigiert werden konnten. Diese Option best&uuml;nde nach Einsch&auml;tzung von Experten mit der neuen Reform nicht mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/recht\/hartz-iv-reform-in-der-kritik-wie-andrea-nahles-arbeitslose-um-ihre-rechte-bringt_id_5539841.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der konservative FOCUS warnt Hartz-IV-Empf&auml;nger vor Entrechtung durch die Pl&auml;ne der (angeblich) SPD-Linken Nahles &hellip; soweit ist es schon gekommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>London zerst&ouml;rt sich selbst<\/strong><br>\nGlobales Kapital vertreibt die Menschen aus der Metropole, die sie &uuml;berhaupt erst lebenswert machen. Der Trend entstand 2009, gleich nach dem gro&szlig;en Finanzcrash. Auf der Suche nach Alternativen wandten sich institutionelle Anleger dem Immobilienmarkt zu. Nach einer einschl&auml;gigen Studie aus New York steckten diese Investoren alleine im vergangenen Jahr rund eine Billion Dollar in Wohnungen und Gewerbebauten. Der gr&ouml;&szlig;te Anteil davon, rund 75 Milliarden Dollar, floss nach New York. Danach kam London. Innerhalb von zw&ouml;lf Monaten wurden hier mehr als 55 Milliarden Dollar ausl&auml;ndisches Kapital investiert, und so viel Geld braucht eine globale K&auml;uferschicht. &ldquo;Von den ersten 3.500 Wohnungen, die bis 2017 fertig werden sollen, gingen zwei Drittel an K&auml;ufer in Malaysia, Singapur und Hongkong&rdquo;, sagt Kyle Spence. Anders gesagt, der Londoner Immobilienmarkt hat mit London kaum noch etwas zu tun. Das Preisniveau orientiert sich nicht an den Einkommensverh&auml;ltnissen der Bewohner, sondern an der Nachfrage am anderen Ende der Welt. Eine Studie der Maklerfirma Savilles ergibt, dass mehr als ein Drittel aller Transaktionen von Anlegern mit Wohnsitz au&szlig;erhalb Gro&szlig;britanniens durchgef&uuml;hrt wird. &ldquo;Jeder Londoner, der eine Wohnung kauft oder verkauft, operiert im Endeffekt auf einem internationalen Markt&rdquo;, hei&szlig;t es da. Prue Mallard und Bob Winston haben lange versucht, auf diesem Markt mitzuspielen. Sie ist Architektin, er Landschaftsg&auml;rtner. Gemeinsam verdienen sie um die 3.900 Pfund netto im Monat, rund 5.000 Euro. In Deutschland w&uuml;rden sie daf&uuml;r selbst in den teuersten St&auml;dten wie M&uuml;nchen oder Berlin eine anst&auml;ndige Mietwohnung finden. Aber nicht in London. &ldquo;F&uuml;r unser WG-Zimmer in Camden, n&ouml;rdlich der Innenstadt, geben wir jetzt schon mehr als 40 Prozent unseres Monatseinkommens aus&rdquo;, sagt Prue Mallard.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/19\/immobilienmarkt-london-globales-kapital-finanzkrise-verdraengung-mittelschicht\/komplettansicht\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Neue Reaktoren: EU will Atomkraft massiv st&auml;rken<\/strong><br>\nEU-Kommission will nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen den Bau von Atommeilern vorantreiben. Au&szlig;erdem sollen neue Mini-Reaktoren entwickelt werden. Insider vermuten hinter den Pl&auml;nen zwei Motive. In Deutschland soll 2022 das letzte Atomkraftwerk vom Netz gehen &ndash; in Europa hingegen soll die umstrittene Technologie nach dem Willen der EU-Kommission gest&auml;rkt werden. Die EU m&uuml;sse ihre technologische Vorherrschaft im Nuklearsektor verteidigen, hei&szlig;t es im Entwurf f&uuml;r ein Strategiepapier, das SPIEGEL ONLINE vorliegt. Die Mitgliedstaaten sollen demnach bei der Erforschung, Entwicklung, Finanzierung und beim Bau neuer innovativer Reaktoren st&auml;rker kooperieren. Das Papier soll die Grundlage der k&uuml;nftigen Atompolitik der EU-Kommission sein. Es soll am Mittwoch von den f&uuml;r die Energieunion zust&auml;ndigen Kommissaren diskutiert und sp&auml;ter dem EU-Parlament vorgelegt werden. (&hellip;) Bei der Entwicklung neuer Reaktortechnologien will die EU-Kommission Tempo machen. Unter anderem soll der Bau von flexiblen Mini-Atomreaktoren vorangetrieben werden. Sp&auml;testens 2030 soll ein solcher Meiler in Europa im Einsatz sein. Insider vermuten hinter den Pl&auml;nen der EU vor allem zwei Motive: Die EU-Kommission hat es sich zum Ziel gesetzt, Europas Abh&auml;ngigkeit von Russlands Gas zu verringern. Gleichzeitig steht sie in der Pflicht, ihre Klimaziele zu erreichen und den CO2 -Aussto&szlig; in der EU deutlich zu verringern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/atomkraft-eu-kommission-will-kernenergie-in-europa-staerken-a-1092584.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Unser Partner T&uuml;rkei<\/strong><br>\nEine gl&auml;nzende Idee: Die Bundesrepublik Deutschland l&auml;sst unerw&uuml;nschte Fl&uuml;chtlinge aus nah&ouml;stlichen Kriegsgebieten in die T&uuml;rkei deportieren, gerade zu einem Zeitpunkt, da die Regierung in Ankara den Krieg gegen die kurdische Autonomie-Bewegung und die Verfolgung linker und liberaler Juristen und Journalisten versch&auml;rft. F&uuml;r die Aufnahme der in Deutschland Unerw&uuml;nschten erh&auml;lt Ankara Milliardensummen.<br>\nAn der repressiven Politik des NATO-Partners hat die Bundesrepublik kaum je Ansto&szlig; genommen. Im Gegenteil, immer wieder unterst&uuml;tzt sie ihn politisch, milit&auml;risch, finanziell und propagandistisch. Aber die deutsche &Ouml;ffentlichkeit hat keine Erinnerung daran &ndash; zum Beispiel an den milit&auml;rischen &Uuml;berfall auf die Republik Zypern, einen souver&auml;nen, blockfreien Staat, der wegen seiner friedenspolitischen Aktivit&auml;ten weltweit Ansehen genoss. Mehr als ein Drittel seines Territoriums ist seit der Invasion 1974 von t&uuml;rkischen Truppen okkupiert.<br>\nAls Delegierter der Internationalen Journalisten-F&ouml;deration nahm ich im Mai 1980 an einer Erkundungsreise in die geteilte Hauptstadt Nikosia und in beide Teile Zyperns teil, nachdem das t&uuml;rkische Milit&auml;rregime im n&ouml;rdlichen Teil einen Separatstaat gegr&uuml;ndet hatte, den die Vereinten Nationen nie anerkannten. Bis heute betrachtet der UN-Sicherheitsrat die Staatsgr&uuml;ndung als &raquo;rechtlich ung&uuml;ltig&laquo;.<br>\nMich erschreckten im Norden vor allem die faschistischen Reden der als Minister fungierenden Offiziere: Immer wieder verk&uuml;ndeten sie ihren Stolz, der &raquo;t&uuml;rkischen Rasse&laquo; anzugeh&ouml;ren. Gruselig war auch der Anblick der Geisterstadt Famagusta im Stacheldrahtverhau: Betonskelette von Hotel-Neubauten in einer sonnenreichen K&uuml;stenregion, menschenleer, der Verwitterung preisgegeben, nachdem die griechische Bev&ouml;lkerung vertrieben worden war. Hier war der Begriff Annexion angebracht, mit dem die NATO-Propaganda jetzt die Sezession der Krim als v&ouml;lkerrechtswidrig darzustellen versucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/5731948b72b6e\/1.phtml\">Ossietzky<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Dilemmata t&uuml;rkischer Syrien-Politik<\/strong><br>\nSo wie Syrien &ndash; als unmittelbarer Nachbar mit ausbauf&auml;higer &Ouml;konomie &ndash; f&uuml;r die T&uuml;rkei bei der Umsetzung ihrer neu definierten Au&szlig;enpolitik von zentraler Bedeutung war, so galt umgekehrt fortan die T&uuml;rkei f&uuml;r Syrien als strategischer Partner. Zwischen beiden L&auml;ndern wurde nicht nur der visafreie Verkehr eingef&uuml;hrt, sondern auch eine nah&ouml;stliche Freihandelszone &ndash; unter Einbeziehung von Libanon und Jordanien &ndash; anvisiert. Zu den sich zielstrebig entwickelnden bilateralen Kooperationsbeziehungen geh&ouml;rten regelm&auml;&szlig;ige, auf allen Ebenen und in allen Bereichen von Politik, Wirtschaft, Infrastruktur, Kultur, Wissenschaft und Bildung durchgef&uuml;hrte Koordinierungstreffen. Neben offiziellen Begegnungen gab es zwischen Erdo&#287;an und Assad auch verschiedentlich Treffen privater Natur, einschlie&szlig;lich der Ehefrauen. Sodass durchaus von pers&ouml;nlicher Freundschaft gesprochen werden konnte. (&hellip;)<br>\nDass Erdo&#287;an so abrupt mit Assad gebrochen hat, l&auml;sst sich wohl kaum als Ausdruck seines Bem&uuml;hens um die dortige Bef&ouml;rderung von Demokratie und Menschenrechten werten. Da er doch selbst nicht vor dem Einsatz von Gewalt gegen die eigene Bev&ouml;lkerung zur&uuml;ckschreckt und auch die sonstigen Freiheiten mehr und mehr durch ihn eingeschr&auml;nkt werden. Vielmehr ist der Grund daf&uuml;r in den weitreichenden Folgen des &raquo;Arabischen Fr&uuml;hlings&laquo; zu suchen, durch die sich Erdo&#287;an und Davuto&#287;lu dazu animiert f&uuml;hlten, ihre Syrien-Politik im Interesse ihrer schon seit l&auml;ngerem wuchernden neo-osmanischen Wunschtr&auml;ume neu zu akzentuieren. Das hei&szlig;t, auf einen dortigen Machtwechsel zugunsten des Einflusses sunnitisch-islamistischer Kr&auml;fte und Parteien vom Schlage der muslimbruderschaftlichen AKP hinzuwirken. Damit werden zwar Anspr&uuml;che Saudi-Arabiens auf die F&uuml;hrerschaft innerhalb der arabischen und islamischen Welt tangiert, dennoch besteht &ndash; zumindest aktuell &ndash; eine erstaunliche t&uuml;rkisch-saudische Konformit&auml;t im Herangehen an die Syrien-Krise. Ziel ist es, den sich im Ergebnis des 2003er US-Krieges gegen den Irak sichtlich auspr&auml;genden und von Teheran &uuml;ber Bagdad und Damaskus bis hin zur Hisbollah im Libanon erstreckenden schiitischen politischen Einflussg&uuml;rtel, oft auch als &raquo;schiitischer Halbmond&laquo; bezeichnet, zu zerrei&szlig;en. So w&uuml;rde im Falle des Assad-Sturzes die seit 1979 zwischen Damaskus und Teheran bestehende Allianz zerschlagen und der Iran seiner wichtigsten St&uuml;tze im Nahen Osten beraubt.Angesichts dieser nun prononciert auf sunnitisches Dominanzgebaren ausgerichteten Linie Erdo&#287;ans &ndash; darin neben Saudi-Arabien auch aktiv von Katar unterst&uuml;tzt &ndash; waren f&uuml;r ihn anscheinend pl&ouml;tzlich auch die ideologischen Differenzen mit Assad relevant. Erdo&#287;an als muslimbruderschaftlicher Islamist; Assad als baathistischer Nationalist. Was im Jahrzehnt zuvor augenscheinlich zweitrangig gewesen ist &ndash; auch trotz der ihm hinl&auml;nglich bekannten Intimfeindschaft der Baathisten gegen&uuml;ber der syrischen Muslimbruderschaft. Da sich dann aber Assad der Forderung Erdo&#287;ans nach einer Machtbeteiligung der syrischen Muslimbruderschaft strikt verweigerte, empfand der heutige t&uuml;rkische Pr&auml;sident dies zugleich als Beleidigung seiner Person, als Angriff auf seine ideologische &Uuml;berzeugung. Womit dann auch pers&ouml;nlich das Tischtuch zwischen ihnen endg&uuml;ltig zerschnitten war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/573194b97028f\/1.phtml\">Ossietzky<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Besuch im Ortsverein: &ldquo;Die SPD steht f&uuml;r nichts mehr. Sind wir &uuml;berfl&uuml;ssig?&rdquo;<\/strong><br>\nIn Umfragen d&uuml;mpeln die Sozialdemokraten um 20 Prozent. Dann verunsicherten R&uuml;cktrittger&uuml;chte um SPD-Chef Gabriel. Wir waren zu Besuch in einem Ortsverein, wo sich Genossen fragen: &ldquo;Quo vadis, SPD?&rdquo; [&hellip;] &ldquo;Unser Wahlergebnis am 13. M&auml;rz war desastr&ouml;s. Die Bundesumfragen sind fatal&rdquo;, sagt Hoffnungstr&auml;ger Heinze. Carsten Singer, 28, Beamter, Kassierer des Ortsvereins, hat eine PowerPoint-Pr&auml;sentation vorbereitet. Kleine rote Balken flimmern auf der Leinwand. &ldquo;Gr&uuml;nde f&uuml;r das Scheitern&rdquo; bei der j&uuml;ngsten Wahl listet er auf. Punkt eins: &ldquo;Unklare Position der SPD.&rdquo;Es folgt ein weiterer &ldquo;Input-Beitrag&rdquo;. J&uuml;rgen Schmid, den hier alle &ldquo;Schmiddi&rdquo; nennen, sagt: &ldquo;Die SPD steht f&uuml;r nichts mehr.&rdquo; Deshalb m&uuml;sse die eigene Partei &ldquo;aufh&ouml;ren, neoliberale Politik zu machen&rdquo;. [&hellip;]Oder nicht doch lieber &ldquo;volle Kanne Mittelschicht-Politik&rdquo;? Die SPD aber hat auf alle wichtigen Fragen stets zwei Antworten. Sie will ihr soziales Profil st&auml;rken, aber auch f&uuml;r die Wirtschaft da sein. Das f&uuml;hrt zu einem Zielkonflikt. Setzt sie auf Arbeitslose, Geringverdiener und Rentner, vergr&auml;tzt sie potenziell den gut verdienenden Facharbeiter beim Daimler. [&hellip;] Ein Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem habe die eigene Partei, sagt Genosse Helmut hingegen, &ldquo;viele W&auml;hler haben begriffen, dass die Schwierigkeiten in ihrem Leben unter Mitwirkung der SPD entstanden sind&rdquo;. Er listet auf: Neokonservative Wirtschaftspolitik, Deregulierung, Privatisierung, Steuervorteile f&uuml;r Reiche. Es gebe einen &ldquo;Gerechtigkeitshunger&rdquo;, so hat es Sigmar Gabriel am Vortag formuliert. Ganz falsch, das muss Genosse Helmut noch loswerden, sei Gerhard Schr&ouml;ders Satz, wonach es &ldquo;keine linke oder rechte Wirtschaftspolitik&rdquo; gebe. Mit einer linken Wirtschaftspolitik k&ouml;nne man auch wieder erfolgreich sein. &ldquo;Dein Wort in Gottes Geh&ouml;rgang&rdquo;, raunt eine Parteifreundin. [&hellip;] Diese Sehnsucht hat mit dem Groll &uuml;ber Sigmar Gabriel zu tun. &ldquo;Wohl 100 Prozent der SPD-W&auml;hler sind gegen TTIP&rdquo;, sagt Seuberth: &ldquo;Was aber macht Gabriel? Verteidigt es. Er sucht nach immer neuen Schleichwegen.&rdquo; Erniedrigend sei das. [&hellip;] Hinzu kommt, dass die SPD selbst dort Probleme erkennt, wo keine sind. &Uuml;ber die &ldquo;Inflation&rdquo; klagt ein Genosse allen Ernstes. Vom &ldquo;Turboturboturbo-Kapitalismus&rdquo; ist die Rede &ndash; gemeint ist Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article155370179\/Die-SPD-steht-fuer-nichts-mehr-Sind-wir-ueberfluessig.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Dann ist doch alles klar: Ursache f&uuml;r die SPD-Wahldebakel ist die neoliberale, neokonservative, anti-sozialdemokratische Politik, die auch noch gegen die eigene Klientel gerichtet ist. Eine L&ouml;sung, eine Verbesserung w&auml;re auf der Grundlage dieser Analyse leicht m&ouml;glich: sozialdemokratische Politik f&uuml;r Arbeitnehmer, Arbeitslose und Rentner. Warum tut die Basis-SPD dann nichts?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Die Basis wei&szlig;, wo das Problem liegt: &ldquo;Die SPD steht f&uuml;r nichts mehr.&rdquo; Deshalb m&uuml;sse die eigene Partei &ldquo;aufh&ouml;ren, neoliberale Politik zu machen&rdquo;. Wieso unterst&uuml;tzt die Basis dann aber seit 10 Jahren die &ldquo;neoliberale&rdquo; Politik der SPD?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die AfD sch&uuml;rt Angst<\/strong><br>\nAls die AfD vor gut zwei Wochen in Stuttgart ihren Programmparteitag abhielt, da gab es f&uuml;r einen Satz des gern gem&auml;&szlig;igt auftretenden Partei-Vizechefs J&ouml;rg Meuthen den gr&ouml;&szlig;ten, ja st&uuml;rmischen Beifall: Man wolle &ldquo;weg vom links-rot-gr&uuml;n-verseuchten 68er Deutschland&rdquo;, rief Meuthen und versch&auml;rfte danach den &ldquo;verseucht&rdquo; noch durch &ldquo;versifft&rdquo;. Diese Tonlage kommt also gut an bei den selbst ernannten Rettern des christlichen Abendlands und der deutschen Nation: sehr derb, sehr radikal. sehr r&uuml;ckw&auml;rtsgewandt. sehr erf&uuml;llt von Wut und  Hass &ndash; und alles andere als b&uuml;rgerlich oder liberal. Und es gibt auch eine akademische Anleitung f&uuml;r diese Sch&uuml;ren von Angst, von dem die Protestpartei momentan nahezu ausschlie&szlig;lich lebt. Sie stammt vom in Karlsruhe Philosophie lehrenden Vordenker Mark Jongen. Er sieht in der AfD die einzige Gruppierung, die den Unmut der Bev&ouml;lkerung nicht nur registriere, sondern auch anfeuern k&ouml;nne. Jongen spricht davon, die &ldquo;Thymos-Spannung zu heben&rdquo;. Mit &ldquo;Thymos&rdquo; bezeichnete Platon eine Stimmung zwischen Mut, Wut und Zorn &ndash; und die will die AfD befeuern. Das tut sie sehr erfolgreich. Sie reitet auf jener Welle der Politikverdrossenheit, die von Arbeitern bis hinein in die b&uuml;rgerliche Mitte reicht. Wenn die AfD allen Ernstes das aktuelle Regierungs- und Parteiensystem als &ldquo;illegitimen Zustand&rdquo; bezeichnet, wie sie dies in Stuttgart tat, dann m&uuml;ssen alle Alarmglocken schrillen. Da stellt eine Partei ohne jeden nachpr&uuml;fbaren Beleg die rechtsstaatliche Ordnung und damit auch die Verfassung in Frage, indem sie den Verdruss an &ldquo;denen da oben&rdquo; noch ansch&uuml;rt. In diesen Wochen macht sie mobil gegen eine geplante Moschee einer liberalen Islam-Gruppierung in Erfurt; vergangene Woche zeigte sie, wie sie sogar mit ideal integrierten Muslimen umgehen kann: Als in Stuttgart die 50-j&auml;hrige Alevitin Muthterem Aras zur Pr&auml;sidentin des Landtags von Baden-W&uuml;rttemberg gew&auml;hlt wurde, stimmte die AfD nicht nur geschlossen gegen Aras, sondern verweigerte der schw&auml;belnden gr&uuml;nen Steuerberaterin auch demonstrativ jeden Beifall. Warum, das hatte eine Abgeordnete zuvor erkl&auml;rt: AfD-Frau Christina Baum sah in der Wahl der Migrantin einen Beleg daf&uuml;r, dass die Gr&uuml;nen &ldquo;den schleichenden Genozid  am deutschen Volk&rdquo; vorantreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/politik\/kommentar-die-afd-schurt-angst-1.5203248\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-33403","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33403","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=33403"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33403\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33408,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33403\/revisions\/33408"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=33403"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=33403"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=33403"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}