{"id":33424,"date":"2016-05-19T12:06:17","date_gmt":"2016-05-19T10:06:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33424"},"modified":"2024-08-21T23:15:10","modified_gmt":"2024-08-21T21:15:10","slug":"die-festung-europa-als-weg-in-die-barbarei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33424","title":{"rendered":"Die \u201eFestung Europa&#8221; als Weg in die Barbarei"},"content":{"rendered":"<div style=\"float:right;margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/151117_schuhler.jpg\" alt=\"Conrad Schuhler\" title=\"Conrad Schuhler\"><\/div><p>Grenzen zu und schneller abschieben, diese Forderung wird immer lauter. Seit den Anschl&auml;gen von Paris setzen Europas politische Eliten auf Abschottung. Die Verantwortung f&uuml;r die &bdquo;Gro&szlig;e Flucht&ldquo; wird ebenso verdr&auml;ngt wie deren Ursachen. Wie real sind die &Auml;ngste, die in der Bev&ouml;lkerung durch Schreckensszenarien gesch&uuml;rt werden? Mit welchen Fluchtbewegungen haben wir es zu tun? Wie ist ihre starke Zunahme zu erkl&auml;ren? Und wodurch sind sie ausgel&ouml;st? In den Blick geraten die Kriege des Westens mit dem von ihnen produzierten Terrorismus; Armut, Hunger und Verelendung in weiten Teilen der sogenannten Dritten Welt, verursacht durch eine &bdquo;Wirtschaft, die t&ouml;tet&ldquo;, so Papst Franziskus; verheerende Umweltsch&auml;den im Zuge des globalen Klimawandels, hervorgerufen vor allem durch die Industriel&auml;nder. Zu diesen Fragen sowie dazu, was zu tun ist, um diese realen Fluchtursachen zu &uuml;berwinden und den darunter leidenden Menschen neue Lebensperspektiven zu er&ouml;ffnen, sprach <strong>Jens Wernicke<\/strong> mit <strong>Conrad Schuhler<\/strong>, Autor der soeben erschienenen Analyse &bdquo;<a href=\"http:\/\/shop.papyrossa.de\/Schuhler-Conrad-Die-Grosse-Flucht\">Die Gro&szlig;e Flucht<\/a>&ldquo;.  <\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8226\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-33424-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160519_Festung_Europa_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160519_Festung_Europa_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160519_Festung_Europa_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160519_Festung_Europa_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=33424-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160519_Festung_Europa_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"160519_Festung_Europa_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Herr Schuhler, soeben erschien Ihr neues Buch &bdquo;<a href=\"http:\/\/shop.papyrossa.de\/Schuhler-Conrad-Die-Grosse-Flucht\">Die gro&szlig;e Flucht: Ursachen, Hintergr&uuml;nde, Konsequenzen<\/a>&ldquo; im PapyRossa-Verlag. Warum dieses Buch? Was ist Ihre Intention?<\/strong><\/p><p>&bdquo;Flucht&ldquo; wird eine der Haupt-Determinanten der Weltpolitik der n&auml;chsten Jahrzehnte sein, denn die Globalisierung ist an einem Punkt angekommen, wo die zentralen Widerspr&uuml;che unserer Tage aufeinanderprallen. <\/p><p>Der erste dieser Widerspr&uuml;che ist der zwischen dem Norden, der &bdquo;reichen Welt&ldquo;, und der armen Welt, dem S&uuml;den. Dort m&uuml;ssen heute 60 Millionen, bald Hunderte Millionen ihre Regionen verlassen; wegen Krieg, wegen Hunger, wegen Umweltkatastrophen. Alles Faktoren, f&uuml;r die der Norden im Wesentlichen verantwortlich ist, inklusive des Terrors, der u.a. Syrien, Afghanistan und Irak zerrei&szlig;t, diese L&auml;nder, aus denen die gro&szlig;e Mehrzahl der Fl&uuml;chtenden nach Deutschland kommt. Als Brzezinski, dem fr&uuml;heren Sicherheitsberater des US-Pr&auml;sidenten vorgehalten wurde, die USA h&auml;tten die Taliban doch erst hochgebracht, erwiderte er: Was wollen Sie denn, daf&uuml;r haben wir die Sowjetunion ins Grab gelegt. <\/p><p>Diese vielen Millionen wenden sich nun mit ihrer Flucht an die wesentlichen Verursacher des Elends und der Zerst&ouml;rung ihrer L&auml;nder. Sie wenden sich hierher, weil sie glauben, sie f&auml;nden in der reichen Welt ein friedliches und sozial-&ouml;konomisch gesichertes Auskommen. Tats&auml;chlich ist das Reichtumsgef&auml;lle zwischen Norden und S&uuml;den enorm: Von den 49 L&auml;ndern mit &bdquo;sehr hoher menschlicher Entwicklung&ldquo; &ndash; es werden Lebensdauer, Gesundheit, Wissen und Pro-Kopf-Einkommen gemessen &ndash; liegen 40 im Norden. Deutschland ist die Nummer 6, Norwegen die Nummer 1, die Schweiz Nummer 3 und Holland Nummer 4. Die 40 L&auml;nder mit dem niedrigsten Niveau menschlicher Entwicklung liegen hingegen allesamt im S&uuml;den. Und Syrien, Afghanistan und Irak, all die L&auml;nder, in denen der Norden in den letzten Jahren und Jahrzehnten milit&auml;risch &bdquo;intervenierte&ldquo;, sind alle sehr weit abgeschlagen. <\/p><p>Doch diese Fl&uuml;chtenden treffen hier auf den zweiten weltpolitischen Widerspruch: den zwischen Reich und Arm, zwischen Oben und Unten innerhalb eines Staates. Einen Widerspruch, der sich auch und insbesondere durch die sogenannte Reiche Welt zieht: Jeder Vierte in Deutschland ist inzwischen armutsgef&auml;hrdet, w&auml;hrend 17 Prozent des Gesamtverm&ouml;gens dem reichsten Promille der Gesellschaft, lediglich 40.000 Haushalten geh&ouml;ren. <\/p><p>Die Armen, die in unser Land kommen, treffen hier auf die deutschen Armen, wodurch die beiden gro&szlig;en Widerspr&uuml;che und Zweiteilungen der Welt aktuell aufeinanderprallen. Die Wahlerfolge der AfD belegen, dass es der Rechtspropaganda gelingt, die deutschen Armen gegen die aus dem Ausland zu uns kommenden Armen in Stellung zu bringen. Diese Politik beschr&auml;nkt sich keineswegs auf AfD, Pegida und Konsorten. Ganz im Gegenteil geh&ouml;rt sie zum festen Arsenal der Regierungsparteien. Eine Konkurrenz herzustellen zwischen Deutschen, die den Sozialstaat brauchen, und den Fl&uuml;chtlingen, die dringend Hilfe brauchen, ist eine der Grundmaximen der deutschen Fl&uuml;chtlingspolitik; was im Kern dazu dient, den Widerspruch innerhalb Deutschlands, jenen zwischen Arm und Reich, unangetastet  zu lassen.  <\/p><p><strong>Eine Maxime deutscher &bdquo;Fl&uuml;chtlingspolitik&ldquo; ist also der Kampf gegen die Armen und das Ausspielen der einen solchen gegen die anderen? Inwiefern denn das? Wodurch konkret?<\/strong><\/p><p>Der zentrale Widerspruch unserer Zeit ist der zwischen Arm und Reich, zwischen Elite und Subalternen, zwischen dem global operierenden Kapital und denen, die ihm ausgesetzt sind: den abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten in aller Welt, den miserabel behandelten Arbeiterinnen und Arbeitern in der Dritten Welt, den b&auml;uerlichen Produzenten in der Ersten wie in der Dritten Welt, den Menschen, die auf einen funktionierenden Sozialstaat angewiesen sind, den sie aber nicht antreffen, weil der Staat die Interessen der Konzerne und der Reichen bedient. <\/p><p>Die zu uns kommenden Fl&uuml;chtenden erhalten, wenn sie es &uuml;berhaupt bis hierher schaffen k&ouml;nnen, nicht die zur Integration n&ouml;tige Unterst&uuml;tzung, sie werden diffamiert als &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article154344903\/Deutschland-will-keine-Integrations-Simulanten.html\">Integrations-Simulanten<\/a>&ldquo;, wie das Herr Gabriel tat, oder kulturell-religi&ouml;s gebrandmarkt. &bdquo;Der Islam geh&ouml;rt nicht zu Deutschland&ldquo;, diese Hetzparole der AfD entspricht ja dem Niveau der heute &bdquo;staatstragenden&ldquo; Parteien. <\/p><p>Schon fr&uuml;h hat diese Verzerrung der politischen Konfrontation begonnen. Huntington schrieb Ende der 90-er Jahre, die globale Zukunft sei gepr&auml;gt vom &bdquo;Clash of Civilizations&ldquo;, vom Aufeinanderprallen der Kulturen. F&uuml;r diese hielt er die Religion f&uuml;r eine wesentliche Bestimmungsgr&ouml;&szlig;e. So wurde der Kampf um das Erd&ouml;l im Mittleren Osten nicht als brutale Profitpolitik des Westens und seiner Energiemultis dargestellt und wahrgenommen, sondern als religi&ouml;s-kulturelle Auseinandersetzung. Die Werte des christlichen Abendlands gegen den despotischen, terroristischen Islam. <\/p><p>Das setzt sich heute in der Diskussion um die Fl&uuml;chtlingsfrage fort. Die Menschen, die in ihrer Not hierher geflohen sind, werden nicht als Opfer einer Politik unserer herrschenden Eliten wahrgenommen, sondern als prinzipiell andersartige, im Grunde b&ouml;sartige Wesen definiert, denen man ihre Andersartigkeit austreiben muss, die zu den Werten des &bdquo;christlichen Abendlandes&ldquo; gef&uuml;hrt werden m&uuml;ssen, wie es im Entwurf des Bayerischen Integrationsgesetzes hei&szlig;t. Neben dieser kulturellen &Auml;chtung l&auml;uft ihre Hernahme als sozialer Konkurrenzposten zu den deutschen Armen und prek&auml;r Lebenden.   <\/p><p><strong>F&uuml;hren Sie das doch bitte anhand eines oder zweier Beispiele einmal genauer aus.<\/strong><\/p><p>Der Entwurf zum neuen Integrationsgesetz des Bundes liefert schlagende Beispiele f&uuml;r diese Sicht. Dort wird etwa davon gesprochen, dass 100.000 Ein-Euro-Jobs als &bdquo;Arbeitsgelegenheiten f&uuml;r Asylbewerber&ldquo; geschaffen werden sollen.  Das Ziel insgesamt sei dabei, wie es w&ouml;rtlich hei&szlig;t, &bdquo;eine niedrigschwellige Heranf&uuml;hrung an den deutschen Arbeitsmarkt&ldquo; zu realisieren. <\/p><p>Die Fl&uuml;chtlinge sollen also hergenommen werden, um den Mindestlohn zu unterlaufen und den Billiglohnsektor auszuweiten. F&uuml;r die Millionen, die in diesem Bereich arbeiten, ebenso wie f&uuml;r die eine Million Langzeitarbeitslosen sind das existentielle Drohungen. Denn ob es sich nun um Sozialwohnungen oder Kitas, um das Gesundheits- oder Bildungssystem handelt, die Unterklasse in unserem reichen Land ist sehr arm dran, was die Zurverf&uuml;gungstellung und Gew&auml;hrung solcher Leistungen betrifft. <\/p><p>&bdquo;Der Fl&uuml;chtling&ldquo; wird von der Propaganda nun als zus&auml;tzlicher Konkurrent eingef&uuml;hrt und dabei zugleich als S&uuml;ndenbock f&uuml;r all diese Missst&auml;nde instrumentalisiert. Denn statt der einzig richtigen, weil humanen Antwort auf diese Situation, die auf eine Erneuerung des Sozialstaates f&uuml;r alle zielen muss, wird den Deutschen immer wieder das Bild vom &bdquo;integrationsunwilligen Fl&uuml;chtling&ldquo;, der &bdquo;r&uuml;ckst&auml;ndig religi&ouml;s&ldquo; und anderes Schlimmes sei, pr&auml;sentiert, und werden bereits die n&auml;chsten Pl&auml;ne f&uuml;r weiteren Sozialabbau f&uuml;r alle thematisiert. So soll etwa der Hartz IV-Bezug f&uuml;r alleinerziehende M&uuml;tter <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/38061-spd-angriff-auf-geringverdiener-\/\">gek&uuml;rzt<\/a> werden und spitzt sich die Debatte um eine &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/vorsorgen-fuer-das-alter\/wegen-niedriger-zinsen-die-rente-mit-70-13837141.html\">Rente mit 70<\/a>&ldquo; aktuell immer mehr zu. Und das sind nur zwei Beispiele von vielen. Und ist der soziale Untergrund, auf welchem diese Hetze &bdquo;Verarmter Deutscher gegen notleidenden Fl&uuml;chtling&ldquo; gedeiht. <\/p><p><strong>Mit welchen Ideologemen, die die Menschen gegeneinander ausspielen, muss man sich hier denn konkret auseinandersetzen? Und welche Rolle spielen und welche Verantwortung tragen die Medien f&uuml;r den rassistischen Gesinnungswandel im Land?<\/strong><\/p><p>In den Formeln &bdquo;Fl&uuml;chtlingsschwemme&ldquo;, &bdquo;Fl&uuml;chtlingsstrom&ldquo;, &bdquo;Fl&uuml;chtlingsflut&ldquo; werden Bilder einer Naturkatastrophe suggeriert, gegen die man sich zu wappnen habe. Das Hereinbrechende muss abgewehrt werden. Selbst der Begriff &bdquo;Fl&uuml;chtling&ldquo; hat eine absch&auml;tzige Konnotation, wie der Eindringling oder der Str&auml;fling oder der Sch&uuml;tzling. Er ist allerdings eine feste Gr&ouml;&szlig;e in der Fachsprache der Politik und der Rechtsprechung, wo vom &bdquo;Konventionsfl&uuml;chtling&ldquo; die Rede ist. Besser als Fl&uuml;chtling ist auf jeden Fall der Begriff &bdquo;Gefl&uuml;chtete&ldquo;.<\/p><p>Zum festen Reservoir fremdenfeindlicher Propagandaformeln geh&ouml;ren die S&auml;tze &bdquo;Das Boot ist voll&ldquo; und &bdquo;Wir sind nicht das Sozialamt f&uuml;r die ganze Welt&ldquo;. Die zweite Formel verwendet der CSU-Chef Seehofer gerne. Von den 60 Millionen Menschen, die derzeit in der Welt auf der Flucht sind, kamen eine gute Million im letzten Jahr nach Deutschland. Das ist nicht die ganze &bdquo;Fl&uuml;chtlingswelt&ldquo;, sondern ein Sechzigstel davon. Bezogen auf die Einwohnerzahl ist Deutschland in der EU erst auf Platz vier, hinter Schweden, Ungarn und &Ouml;sterreich. Die Hauptaufnahmel&auml;nder f&uuml;r Fl&uuml;chtende sind die Randstaaten der Herkunftsl&auml;nder, wie T&uuml;rkei, Pakistan, Libanon, Iran.<\/p><p>Der Schrei, das Boot ist voll, will darauf hinaus, dass wir untergehen, wenn wir noch mehr Fl&uuml;chtlinge aufnehmen. Max Uthoff hat Recht, wenn er sagt, bei Deutschland handelt es sich nicht um ein Boot, sondern um ein Schiff, einen Luxusliner. Nur: Auf dem Luxusliner macht sich die Erste Klasse breit, die Masse der Menschen wird ins Unterdeck gestopft. Die Klasse der Reichen schafft ihre Reicht&uuml;mer von Bord und hat das Personal total im Griff. EU-Steuerkommissar Semetas sagt, dass der EU Jahr f&uuml;r Jahr eine Billion Euro, das sind 1.000 Milliarden, durch Steuerhinterziehung und Steuerumgehung verloren gehen. Diese Steuerfl&uuml;chtlinge sind die kostspieligsten Fl&uuml;chtlinge, sie kommen uns teurer zu stehen als alle Gefl&uuml;chteten sonst.       <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/max_uthoff_boot.jpg\" alt=\"Max Uthoff\" title=\"Max Uthoff\"><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Was halten Sie diesbez&uuml;glich denn von einer aktuellen <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1010245.ein-neoliberales-projekt.html\">Analyse<\/a>, die im Neuen Deutschland erschien, und in der es hei&szlig;t, die Strategie der offenen Grenzen sei von Anfang an eines gewesen: ein &bdquo;neoliberales Projekt&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Das ist falsch. Offene Grenzen f&uuml;r Waren und Kapital waren und sind noch immer ein neoliberales Projekt. Aber offene Grenzen f&uuml;r Menschen? Die USA und die EU sind die Vorreiter des Neoliberalismus, und sie haben &ndash; die USA am Rio Grande gegen Mexiko, die EU mit Hilfe von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Frontex\">Frontex<\/a> und der T&uuml;rkei gegen die aus Asien und Afrika kommenden Fl&uuml;chtlinge &ndash; barbarische Grenzregimes errichtet, wo Tausende erschossen wurden und werden und im Wasser zu Tode kamen und kommen. <\/p><p>Die neoliberalen Staaten wappnen sich konsequent gegen offene Grenzen f&uuml;r Menschen. Richtig ist, dass Konzerne und ihre Regierungen Menschen, die sie vom Talent und der Qualifikation her zur Kapitalverwertung im Inland gebrauchen k&ouml;nnen, mit Green oder Blue Cards und &auml;hnlichen Verfahren je nach Bedarf ins Land holen wollen. Mit offenen Grenzen hat das nichts zu tun. <\/p><p>Richtig ist Goldbergs Hinweis im Neuen Deutschland, dass internationale Migration eine demokratische Gestaltung der Wanderungsbedingungen braucht. Diesen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Braindrain\">Braindrain<\/a>, dieses Wegziehen von Sachverstand aus den armen L&auml;ndern, hat der Kapitalismus auch schon vor seiner neoliberalen Phase praktiziert. <\/p><p>Aber was ist heute zu tun, bis wir die demokratische Gestaltung der Migration durchgesetzt haben? Sagen wir so lange, wir m&uuml;ssen erst diese Bedingungen schaffen, bis Ihr hereinkommen k&ouml;nnt? Bis dahin habt Ihr drau&szlig;en zu bleiben? Das ist nat&uuml;rlich keine linke, keine humane Position. Wir m&uuml;ssen vielmehr die &Ouml;ffnung der Grenzen f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge gegen den neoliberalen Kapitalismus durchsetzen.      <\/p><p><strong>Was erfahren wir im Buch denn, was in den endlosen Debatten der letzten Monate nicht schon in allen Medien wiedergek&auml;ut worden ist?<\/strong><\/p><p>Neu d&uuml;rfte vor allem sein, wie &bdquo;der Fl&uuml;chtling&ldquo; in den aktuellen Debatten und Diskursen als Brandbeschleuniger f&uuml;r offenen Rassismus hergenommen wird, der politisch zunehmend erfolgreich ist. Und zwar, wie gesagt, alles andere als nur von der AfD!<\/p><p>Die Zustimmung zu dieser Position &ndash; in den Umfragen &bdquo;Wie w&auml;hlen Sie morgen?&ldquo; sind es inzwischen bereits 15 Prozent, die AfD w&auml;hlen w&uuml;rden &ndash; resultiert vor allem aus einer reaktion&auml;ren Haltung in der &bdquo;Fl&uuml;chtlingsfrage&ldquo;, die immer mehr an Land gewinnt. In &Ouml;sterreich sind die hierdurch verursachten Sch&auml;den bereits noch <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000013359820\/Warnung-vor-zunehmend-gewalttaetigem-Rassismus-in-Oesterreich\">eindrucksvoller<\/a> zu beobachten. <\/p><p>Das zweite Thema, zu dem ich einen Beitrag zu leisten versuche, ist die Frage danach, wie das denn eigentlich zu &bdquo;schaffen&ldquo; sein kann: Hunderte Millionen von Fl&uuml;chtlingen zu integrieren, viele Millionen davon in Deutschland. <\/p><p>Hier mache ich eine Rechnung auf, was es f&uuml;r die kapitalistische Weltwirtschaft kosten w&uuml;rde, wenn wir auf eine <em>solidarische<\/em> Gemeinschaft orientierten. Das w&uuml;rde viele Hunderte Milliarden, ja, es w&uuml;rde Billionen kosten. Niemals w&uuml;rde das globale Kapital das akzeptieren.<\/p><p>In Deutschland belaufen sich allein die Kosten f&uuml;r die laufende &bdquo;Integration der Fl&uuml;chtlinge&ldquo; weit oberhalb der Daten, die von Regierung und Parteien angegeben werden. Diese Kosten sind &uuml;berhaupt nur aufzubringen, wenn die Reichen und M&auml;chtigen im Lande zur Kasse gebeten werden. Das aber wird ohne einen entschlossenen politischen Kampf niemals geschehen. <\/p><p>Die Frage der Integration der Fl&uuml;chtlinge ist daher eine Frage, die &uuml;ber die Klassenstruktur unserer Gesellschaft entscheidet. Mit einer neoliberalen kapitalistischen Gesellschaft ist die Fl&uuml;chtlingsfrage schlicht nicht zu bew&auml;ltigen.    <\/p><p><strong>Das brachte auch Daniela Dahn im <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30582\">Interview<\/a> auf den NachDenkSeiten mit mir auf den Punkt, als sie formulierte: &bdquo;Wer vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch von Fluchtursachen schweigen&ldquo;. Darum geht es also im Kern&hellip; Nur, welche Handlungsm&ouml;glichkeiten sehen Sie denn, dass dieser gewollte Kampf der einen gegen die anderen Armen nicht immer weiter eskaliert? Was k&ouml;nnen, was sollten wir Ihrer Einsch&auml;tzung nach aktuell am besten und sinnvollsten tun?<\/strong><\/p><p>Die Fl&uuml;chtlingsfrage ist eine Klassenfrage. Da hat Daniela Dahn vollkommen recht. Das hei&szlig;t aber nicht, dass man an die L&ouml;sung der Frage erst herantreten kann, wenn der Kapitalismus &uuml;berwunden ist. Sollen die Fl&uuml;chtlinge in den n&auml;chsten Jahren und Jahrzehnten eben im Mittelmeer ertrinken oder in den Stacheldr&auml;hten h&auml;ngen bleiben, weil wir noch mit der Bew&auml;ltigung der Klassenfrage besch&auml;ftigt sind? Wir m&uuml;ssen heute bereits alle Kr&auml;fte anspannen, um den Fl&uuml;chtlingen effektiv zu helfen.<\/p><p>Die &bdquo;Willkommenskultur&ldquo; in Deutschland hat gezeigt, dass viele Zehntausende, die den Kapitalismus noch gar nicht entdeckt haben als Quell der inhumanen Zust&auml;nde, sich bei deren Bew&auml;ltigung schon einzubringen versuchen. Auf diesem Weg m&uuml;ssen wir weitergehen. Der &bdquo;b&uuml;rgerliche Humanismus&ldquo; bietet die Basis f&uuml;r ein konkretes Zusammengehen in der praktischen Solidarit&auml;tsarbeit, die dann die erste Stufe des Erkennens klassenm&auml;&szlig;iger Zusammenh&auml;nge sein kann. <\/p><p>Zu dieser konkreten Solidarit&auml;t geh&ouml;rt auch, dass Fl&uuml;chtlinge nicht nur als Gegenstand von Mitmenschlichkeit gesehen werden, sondern als Kombattanten, als Mitk&auml;mpfer. Viele sahen zum Zeitpunkt ihrer Flucht Deutschland als das &bdquo;Gelobte Land&ldquo;. Sie sind nicht hierhergekommen, um Revolution zu machen. Sie wollten ein Leben in ziviler und materieller Sicherheit. Nun merken sie, sie werden das hier nur bekommen im Kampf gegen die etablierten Eliten und deren Handlanger in Politik und Medien. In diesen Konflikten sch&auml;rft sich bei den deutschen und den ausl&auml;ndischen Teilnehmern der Blick auf den Klassencharakter unserer Gesellschaft.<\/p><p><strong>Im Buch kommen Sie aber auch zu dem Schluss, dass nicht nur bez&uuml;glich des Rassismus, seines Entstehens und sozialer Fundierung bei vielen Linken weitgehend Unwissen herrscht, sondern viele, obwohl sie anderes glauben, auch gro&szlig;e Wissensdefizite in Bezug auf die Ursachen von Flucht und die Spaltung der Welt in Nord und S&uuml;d, also Arm und Reich aufweisen. Inwiefern denn das? Welches Nicht- bzw. Halbwissen konstatieren Sie hier?<\/strong><\/p><p>Dass man nicht gen&uuml;gend Fakten auch zu wichtigen Fragen parat hat, ist normal, auch gar nicht vermeidbar. Es gibt aber auch grunds&auml;tzliche Haltungen auf der Linken, die sehr problematisch sind. <\/p><p>In der Linkspartei wird zum Beispiel gerade die Frage thematisiert, ob man nicht die &bdquo;soziale Frage&ldquo; im nationalen Rahmen l&ouml;sen m&uuml;sse, <em>bevor<\/em> man die Grenzen &ouml;ffnen oder &uuml;berhaupt ausreichende Mittel zur Existenzverbesserung der Fl&uuml;chtlinge ausgeben k&ouml;nne. <\/p><p>Wir kommen wieder an diese logische Konsequenz: Wir m&uuml;ssen die soziale und also Klassenfrage unter Einbezug der Fl&uuml;chtlinge und ihrer N&ouml;te l&ouml;sen. Nicht zuerst das eine, und erst dann k&ouml;nnen wir uns den Fl&uuml;chtlingen zuwenden. Wir brauchen eine gemeinsame Widerstandsfront gegen die Macht der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26641\">neoliberalen Maschine<\/a>. <\/p><p><strong>Und was w&auml;re hiergegen zu tun? Ich meine: Was t&auml;te not zur &Uuml;berwindung dieses zweiten, &bdquo;globalen Widerspruchs&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Wir brauchen dringend ein gesellschaftlich-politisches Lager, das sich f&uuml;r die Umverteilung des Reichtums von den Profiten zu den L&ouml;hnen, von den hohen Verm&ouml;gen hin zum Ausbau eines leistungsf&auml;higen Sozialstaates einsetzt. In diesen Zusammenhang geh&ouml;rt auch die Fl&uuml;chtlingsfrage. <\/p><p>Die bedingungslose Aufnahme von Schutzsuchenden und die gleichen Rechte und sozialen Anspr&uuml;che f&uuml;r alle, die hier leben und zu uns kommen, kann nur auf der Grundlage eines erneuerten Sozialstaates stattfinden. <\/p><p>Das hat noch nichts mit der &Uuml;berwindung des Kapitalismus zu tun. Aber viel mit seiner Beschneidung und viel mit dem notwendigen Wandel des Bewusstseins der &bdquo;Subalternen&ldquo;, dass sie letzten Endes die wesentlichen Akteure in der Politik sein k&ouml;nnen.  <\/p><p><strong>Noch ein letztes Wort?<\/strong><\/p><p>Ich w&uuml;rde mir w&uuml;nschen, dass die Humanisten aller Schattierungen schneller begreifen, dass sie entweder zusammen Erfolg haben oder gemeinsam untergehen werden. Die Katholiken, die mit Papst Franziskus sagen: &bdquo;Diese Wirtschaft t&ouml;tet&ldquo;, geh&ouml;ren dabei ebenso in ein solches B&uuml;ndnis wie die Marxisten, die Kriege und Elend auf die Ursache eines blo&szlig; profitorientierten Kapitalismus zur&uuml;ckf&uuml;hren. Auch wenn man sich in den letzten Zielen noch nicht einig ist, so sollte man doch gemeinsam gegen die als Urheber des Verderbens erkannten Kr&auml;fte vorgehen. <\/p><p><strong>Ich bedanke mich f&uuml;r das Gespr&auml;ch.<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Conrad Schuhler<\/strong>, Jahrgang 1940, ist Diplom-Volkswirt und hat an den Universit&auml;ten M&uuml;nchen und Manchester sowie an der Yale University und in Berkeley studiert. Er ist Vorsitzender des <a href=\"https:\/\/isw-muenchen.de\">Instituts f&uuml;r sozial&shy;&ouml;kologische Wirtschaftsforschung<\/a> (isw) in M&uuml;nchen. Zuletzt erschienen von ihm bei PapyRossa &bdquo;<a href=\"http:\/\/shop.papyrossa.de\/epages\/26606d05-ee0e-4961-b7af-7c5ca222edb7.sf\/de_DE\/?ObjectPath=\/Shops\/26606d05-ee0e-4961-b7af-7c5ca222edb7\/Products\/268-1\">Unter Br&uuml;dern. Die USA, Europa und die Neuordnung der Welt<\/a>&ldquo;, &bdquo;<a href=\"http:\/\/shop.papyrossa.de\/epages\/26606d05-ee0e-4961-b7af-7c5ca222edb7.sf\/de_DE\/?ObjectPath=\/Shops\/26606d05-ee0e-4961-b7af-7c5ca222edb7\/Products\/593-4\">Alles Charlie oder was Religionskritik &ndash; Meinungsfreiheit oder Schm&auml;hung?<\/a>&ldquo; sowie &bdquo;<a href=\"http:\/\/shop.papyrossa.de\/epages\/26606d05-ee0e-4961-b7af-7c5ca222edb7.sf\/de_DE\/?ObjectPath=\/Shops\/26606d05-ee0e-4961-b7af-7c5ca222edb7\/Products\/601-6\">Die Gro&szlig;e Flucht. Ursachen, Hintergr&uuml;nde, Konsequenzen<\/a>&ldquo;. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Weiterlesen:<\/strong><\/p><ul>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30582\">&bdquo;Wer vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch von Fluchtursachen schweigen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27340\">&bdquo;Die Perfidie ist, dass diese Fluchtbewegungen politisch instrumentalisiert werden&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33295\">&bdquo;Die faschistische Gefahr&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25535\">&bdquo;Weit &uuml;ber 1 Million Opfer durch &sbquo;Krieg gegen den Terror&lsquo;&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27768\">&bdquo;Die L&uuml;ge von der Zivilisiertheit der &sbquo;westlichen Welt&lsquo;&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Weitere Ver&ouml;ffentlichungen von <strong>Jens Wernicke<\/strong> finden Sie auf seiner Homepage <a href=\"http:\/\/www.jenswernicke.de\">jenswernicke.de<\/a>. Dort k&ouml;nnen Sie auch <a href=\"http:\/\/feedburner.google.com\/fb\/a\/mailverify?uri=JensWernicke&amp;loc=de_DE\"><strong>eine automatische E-Mail-Benachrichtigung<\/strong><\/a> &uuml;ber neue Texte bestellen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/310bcd67f64d44bf8bf971c7c54f797c\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float:right;margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/151117_schuhler.jpg\" alt=\"Conrad Schuhler\" title=\"Conrad Schuhler\"\/><\/div>\n<p>Grenzen zu und schneller abschieben, diese Forderung wird immer lauter. Seit den Anschl&auml;gen von Paris setzen Europas politische Eliten auf Abschottung. Die Verantwortung f&uuml;r die &bdquo;Gro&szlig;e Flucht&ldquo; wird ebenso verdr&auml;ngt wie deren Ursachen. Wie real sind die &Auml;ngste, die in der Bev&ouml;lkerung durch Schreckensszenarien<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33424\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[207,107,159,209,123,132],"tags":[1737,1055,866,1602,1951,291],"class_list":["post-33424","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-anti-islamismus","category-audio-podcast","category-fremdenfeindlichkeit-rassismus","category-interviews","category-kampagnentarnworteneusprech","category-ungleichheit-armut-reichtum","tag-ein-euro-jobs","tag-fluechtlinge","tag-konkurrenzdenken","tag-nuetzlichkeitsrassismus","tag-schuhler-conrad","tag-verteilungsgerechtigkeit"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33424","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=33424"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33424\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":119978,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33424\/revisions\/119978"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=33424"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=33424"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=33424"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}