{"id":33441,"date":"2016-05-20T08:52:11","date_gmt":"2016-05-20T06:52:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33441"},"modified":"2016-05-20T09:39:55","modified_gmt":"2016-05-20T07:39:55","slug":"hinweise-des-tages-2627","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33441","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33441#h01\">Bayers Pakt mit dem Teufel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33441#h02\">Bundesregierung plant Verschlechterungen bei Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33441#h03\">Gro&szlig;er Unterschied zwischen Pensionen und Renten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33441#h04\">Erneuter R&uuml;ckschlag f&uuml;r europ&auml;ische Konjunktur &ndash; Teil 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33441#h06\">Bericht zum EU-T&uuml;rkei Deal: Bietet die T&uuml;rkei wirklich einen effektiven Zugang zum Asyl?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33441#h07\">Sch&auml;uble trickst bewusst bei Kosten f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33441#h08\">Immer noch Risiko von Anschl&auml;gen: Frankreich verl&auml;ngert Ausnahmezustand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33441#h09\">&ldquo;F&uuml;r &Auml;gypten ist es eine Katastrophe&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33441#h10\">Das Al Qaida-Emirat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33441#h11\">Studie deckt H&uuml;rden und Fallen auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33441#h12\">Kalter Sportkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33441#h13\">&ldquo;Die SPD h&auml;tte den Kanzler stellen k&ouml;nnen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33441#h14\">Wahlk&auml;mpfer des Tages: Kummerklaus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33441#h15\">Auf dem linken Auge blind?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bayers Pakt mit dem Teufel<\/strong><br>\nDas Bayer-Management hat best&auml;tigt, dass mit der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung von Monsanto &uuml;ber eine sogenannte einvernehmliche &Uuml;bernahme verhandelt wird. Das w&uuml;rde bedeuten: Beide Seiten einigen sich auf den Deal, weil beide Seiten Vorteile sehen.&nbsp; Sowohl Monsanto als auch Bayer haben angek&uuml;ndigt, f&uuml;r die Dauer der Verhandlungen, die sich &uuml;ber Monate hinziehen k&ouml;nnen, keine weiteren Details zu nennen. Eine Komplett&uuml;bernahme h&auml;tte nach Berechnungen der Citibank ein Volumen von bis zu 65 Milliarden Euro &ndash; der aktuelle B&ouml;rsenwert des US-Saatgutherstellers liegt bei umgerechnet knapp 38 Milliarden Euro. Hinzu kommen Schulden und ein bei &Uuml;bernahmen&nbsp;&uuml;blicher Aufschlag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/monsanto-uebernahme-bayers-pakt-mit-dem-teufel,1472780,34260904.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die &Uuml;berschrift &ldquo;Teufel und&nbsp;Beelzebub schlie&szlig;en einen Pakt&rdquo; w&uuml;rde es wohl besser treffen. Bayer&nbsp;und Monsanto haben &uuml;brigens eine &ndash; wenn&nbsp;auch nicht sonderlich glorreiche &ndash; gemeinsame Vergangenheit.&nbsp;Zwischen 1954 und 1967 arbeiteten die beiden Weltkonzerne in einem Joint Venture mit dem wenig originellen Namen Mobay zusammen. Das wichtigstes Gesch&auml;ftsfeld dieses Unternehmens war die&nbsp;Produktion des chemischen Kampfstoffs <a href=\"http:\/\/www.cbgnetwork.org\/715.html\">Agent Orange<\/a> f&uuml;r das US-Milit&auml;r.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Monsanto and the Poisoning of Europe<\/strong><br>\nThis week, a Standing Committee of plant scientists from 28 member states in Europe is likely to endorse the European Food Safety Authority&rsquo;s (EFSA) findings so that the European Commission (under pressure from Monsanto, Glyphosate Task Force and others) can re-authorise glyphosate for another nine years. This is despite the WHO classifying glyphosate as being &ldquo;probably carcinogenic&rdquo; to humans.<br>\nAn open letter from campaigner Rosemary Mason to Dirk Detken, Chief Attorney to the EFSA, follows the brief background article you are about to read. In the letter, Mason highlights the regulatory delinquency concerning the oversight of glyphosate in the EU. The evidence provided by Mason might lead many to agree that processes surrounding glyphosate &lsquo;regulation&rsquo; in Europe amount to little more than a &ldquo;cesspool of corruption.&rdquo;<br>\nThere are around 500 million people in the EU. They want EU officials to uphold the public interest and to be independent from commercial influence. They do not want them to serve and profit from commercial interests at cost to the public&rsquo;s health and safety. However, what they too often get are massive conflicts of interest: see here about the &lsquo;revolving door&rsquo; problem within official EU bodies, here about &lsquo;the European Food and Safety Authority&rsquo;s independence problem&rsquo; and here about &lsquo;chemical conflicts&rsquo; in the EC&rsquo;s scientific committees for consumer issues.<br>\nAnd they get governing bodies that are beholden to massive corporate lobbying: see here about &lsquo;the fire power of the financial lobby&rsquo; and here about &lsquo;who lobbies most&rsquo; for TTIP, with agribusiness being the biggest lobby group behing this secretive and corrupt trade deal that is attempting drive a policy agenda above the heads of the European people and contrary to their wishes (see this on TTIP as well).<br>\nRegulators turn a blind eye to the deleterious effects of products that pose a serious systemic risk to the public: see here about &lsquo;the glyphosate toxicity studies you&rsquo;re not allowed to see&rsquo; and here &lsquo;case closed by EFSA on Roundup, despite new evidence&rsquo;.<br>\nAnd they also give the nod to products based not on independent research but on a company&rsquo;s statements or secretive studies taken at face value and then deliberately keep the public in the dark: for example, see here about &lsquo;Roundup and birth defects&rsquo;. What people get are public institutions that serve a corporate agenda: see here about &lsquo;the black book on the corporate agenda of the EC&rsquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.counterpunch.org\/2016\/05\/18\/monsanto-and-the-poisoning-of-europe\/\">CounterPunch<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bundesregierung plant Verschlechterungen bei Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen<\/strong><br>\nNach monatelangem Hin und Her liegt jetzt der Referentenentwurf zu Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen vor. Wir sind &uuml;ber den Inhalt dieses Referentenentwurfes zutiefst erschrocken. Es ist unsere feste &Uuml;berzeugung, insbesondere nach Beratung mit arbeitsrechtlich versierten Juristinnen und Juristen, dass die geplante Reform zu einer deutlichen Verschlechterung des Status Quo f&uuml;r die Besch&auml;ftigten f&uuml;hren wird:<br>\nDer dauerhafte Einsatz von immer neuen Leiharbeitskr&auml;ften auf dem gleichen Arbeitsplatz im Entleihbetrieb wird legitimiert und damit die Spaltung der Belegschaften und Lohndumping strukturell verstetigt.<br>\nScheinwerkvertr&auml;ge werden weniger riskant, da das geplante Widerspruchsrecht zu einer faktischen Sanktionsfreiheit der Arbeitgeber bei illegaler Arbeitnehmer&uuml;berlassung f&uuml;hren wird.<br>\nDer Einsatz von Arbeitnehmergruppen mit eigenem F&uuml;hrungspersonal soll anders als bisher nicht mehr als Arbeitnehmer&uuml;berlassung (mit Equal-Pay-Anspruch) gelten, auch wenn im Hintergrund die Weisungen des Entleihers ma&szlig;geblich sind.<br>\nLiebe SPD-Kollegin, lieber SPD-Kollege, wir schreiben dir diesen Brief nicht nur als Abgeordnete, sondern auch als langj&auml;hrige Gewerkschafter. Wir bitten dich noch einmal zu pr&uuml;fen, ob das wirklich so gewollt ist, wie es gegenw&auml;rtig im Referentenentwurf steht. Auch wir wissen, dass die Probleme der Leiharbeit und bei Werkvertr&auml;gen mit eurem Koalitionspartner schwer zu l&ouml;sen sind. Aber eine Verschlechterung der Rechtslage war doch im Koalitionsvertrag nicht geplant. Das Gesetz ist nicht akzeptabel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/juttakrellmann.de\/aktuelles\/bundesregierung-plant-verschlechterungen-bei-leiharbeit-und-werkvertraegen\">Klaus Ernst &amp; Jutta Krellmann<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gro&szlig;er Unterschied zwischen Pensionen und Renten<\/strong><br>\nEine Anfrage der Linken zeigt wieder einmal: Die Unterschiede der Ruhegeh&auml;lter von Beamten und Arbeitnehmern sind gro&szlig;.<br>\nPolitiker der Gr&uuml;nen und Linken schlagen vor, Selbst&auml;ndige und langfristig Beamtete anders als bisher in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen zu lassen.<br>\nDie durchschnittlichen Ruhegeh&auml;lter vieler Staatsdiener erscheinen zumindest auf den ersten Blick deutlich h&ouml;her als &uuml;bliche Renten in Deutschland. Das ergibt sich erneut aus Daten, die die Bundesregierung auf Anfrage der Linken zusammenstellte. So erhielten Berufssoldaten im Alter Anfang 2015 im Schnitt 2900 Euro brutto im Monat. Wer im Schuldienst der Bundesl&auml;nder arbeitete, erhielt 3000 Euro, Mitarbeiter des Vollzugsdiensts 2400 Euro. Anders bei der gesetzlichen Rente: Wer als Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft 45 Jahre Beitr&auml;ge gem&auml;&szlig; des Durchschnittslohns zahlte, erh&auml;lt eine Monatsrente von 1300 Euro&nbsp;brutto.<br>\nDie Unterschiede k&ouml;nnten die Debatte &uuml;ber einen Umbau des Alterssystems befeuern. Politiker der Gr&uuml;nen und Linken schlagen vor, Selbst&auml;ndige und langfristig Beamtete anders als bisher in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen zu lassen. Eine Studie des DIW-Instituts legt Reformbedarf f&uuml;r das Alterssystem nahe: Demnach sinkt das Niveau der gesetzlichen Rente ohne Reformen bis 2040 von 48 auf 42 Prozent des Durchschnittslohns. Dagegen steige der Beitragssatz der Arbeitnehmer von knapp 19 auf 23,5&nbsp;Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/ruhegehaelter-grosser-unterschied-zwischen-pensionen-und-renten-1.2997813\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu erneut: Bei Anne Will: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33024\">Die Privatvorsorge ist tot. Es lebe die Privatvorsorge<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Erneuter R&uuml;ckschlag f&uuml;r europ&auml;ische Konjunktur &ndash; Teil 1<\/strong><br>\nAngesichts des nun schnell n&auml;herkommenden &Uuml;bergangs von flassbeck-economics zu Makroskop, will ich heute und morgen statt einer ausf&uuml;hrlichen Analyse nur einen Schnelldurchgang durch die wichtigsten Indikatoren machen. Die n&auml;chste vollst&auml;ndige Konjunkturanalyse kommt dann im Rahmen von Makroskop im Juni.<br>\nDer Auftragseingang in der deutschen Industrie im M&auml;rz best&auml;tigt erneut, dass von einem Aufschwung in Deutschland nicht die Rede sein kann. Die deutsche Presse hat ja wieder unisono gejubelt, als eine Zahl von 0,7 f&uuml;r das BIP-Wachstum im ersten Quartal gegen&uuml;ber dem vierten Quartal des Vorjahres genannt wurde. Aber das war nur ein statistischer Sondereffekt, der vermutlich wegen der milden Witterung und der Vorbereitung f&uuml;r die Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen zustande kam. Hinzu kommt, dass die Kalenderbereinigung des Bundesamtes wom&ouml;glich mit Fragezeichen zu versehen ist, weil 2016 ein Schaltjahr war. [&hellip;]<br>\nAlle wichtigen Indikatoren signalisieren ansonsten Stagnation. Der Auftragseingang beim Investitionsg&uuml;tergewerbe aus dem Inland (hier nicht aufgezeichnet) ist sogar sehr schwach und zeigt nach unten, was daf&uuml;r spricht, dass die deutsche Wirtschaft keinerlei innere Dynamik aufweist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/europaeische-konjunktur-im-fruehjahr-2016-erneuter-rueckschlag-teil-1\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<p>dazu: <strong>IMK-Konjunkturindikator: Rezessionswahrscheinlichkeit wieder gestiegen &ndash; europ&auml;ische Unsicherheit wirkt sich aus<\/strong><br>\nNach einer sp&uuml;rbaren Aufhellung bis Anfang April haben sich die Konjunkturaussichten in den vergangenen Wochen wieder deutlich eingetr&uuml;bt. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Die Wahrscheinlichkeit, dass die deutsche Wirtschaft in n&auml;chster Zeit in eine Rezession ger&auml;t, ist gestiegen. F&uuml;r den Zeitraum von Mai bis Ende Juli 2016 weist der IMK-Indikator, der die wichtigsten Informationen &uuml;ber die aktuelle Wirtschaftslage b&uuml;ndelt, eine mittlere Rezessionswahrscheinlichkeit von 38,8 Prozent aus. Im April betrug das Rezessionsrisiko noch 26,2 Prozent. Der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator hat damit zum zweiten Mal in diesem Jahr von &bdquo;gr&uuml;n&ldquo; auf &bdquo;gelb&ldquo; (erh&ouml;hte Unsicherheit bei Werten &uuml;ber 30 Prozent) geschaltet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/63058_65317.htm\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bericht zum EU-T&uuml;rkei Deal: Bietet die T&uuml;rkei wirklich einen effektiven Zugang zum Asyl?<\/strong><br>\nSeit dem 4. April werden Schutzsuchende aus Griechenland in die T&uuml;rkei zur&uuml;ckgeschoben mit der Begr&uuml;ndung, dass sie dort Schutz finden k&ouml;nnten. Unsere Partnerorganisation M&uuml;lteci-DER verfolgt die Situation in der T&uuml;rkei: Ihre &bdquo;Beobachtungen zur Lage von Fl&uuml;chtlingen in der T&uuml;rkei&ldquo; &uuml;ber die Lage von Fl&uuml;chtlingen in der T&uuml;rkei sind besorgniserregend.<br>\nBis Ende April wurden 375 Personen im Rahmen des EU-T&uuml;rkei-Deals von Griechenland in T&uuml;rkei zur&uuml;ckgeschoben. Offizielle beider Seiten haben wiederholt beteuert, dass die F&auml;lle von Schutzsuchenden in Griechenland weiterhin individuell gepr&uuml;ft werden w&uuml;rden, und dass sie in der T&uuml;rkei nach ihrer R&uuml;ckf&uuml;hrung Zugang zu Asylverfahren h&auml;tten. Dennoch wurden bereits am 4. April 13 Schutzsuchende aus Afghanistan und dem Kongo abgeschoben, ohne dass sie ihre Asylgesuche in Griechenland h&auml;tten vorbringen k&ouml;nnen.<br>\nPRO ASYL unterst&uuml;tzt besonders schutzbed&uuml;rftige Fl&uuml;chtlinge in Griechenland und in der T&uuml;rkei mit Rechtshilfe und kooperiert mit kompetenten Anw&auml;ltinnen und Organisationen aus Griechenland und der T&uuml;rkei im Rahmen des Projekts Refugee Support Program in the Aegean (RSPA). Die Beobachtungen von M&uuml;lteci-DER zeigen besorgniserregende Zust&auml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/news\/bericht-zum-eu-tuerkei-deal-bietet-die-tuerkei-wirklich-einen-effektiven-zugang-zum-asyl\/\">Pro Asyl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sch&auml;uble trickst bewusst bei Kosten f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge in Deutschland<\/strong><br>\nSch&auml;uble trickst: Die Bundesregierung hat mal berechnet, was die Versorgung von Fl&uuml;chtlingen in Deutschland bis 2020 kosten k&ouml;nnte. Das ist an sich ok. Nur rechnet man auch &ldquo;die Bek&auml;mpfung von Fluchtursachen&rdquo; dazu, also zB deutsche Kriegseins&auml;tze und Hilfsgelder ans Ausland. Wie passt das zusammen? Was hat die Versorgung von Menschen hierzulande mit Krieg f&uuml;hren woanders zu tun? Sch&auml;ubles Finanzministerium findet, dass geh&ouml;re &ldquo;zwingend&rdquo; zusammen&hellip; Absurd!<br>\nAusschnitt aus der BPK vom 18. Mai 2016<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ry_gz_fF4OQ\">Jung und naiv via YouTube<\/a>\n<p>dazu: <strong>Bund will 93 Milliarden Euro f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge bereitstellen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-05\/fluechtlinge-kosten-bund-ausgaben-2020\">Zeit Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Immer noch Risiko von Anschl&auml;gen: Frankreich verl&auml;ngert Ausnahmezustand<\/strong><br>\nDas franz&ouml;sische Parlament hat den Ausnahmezustand im Land f&uuml;r zwei weitere Monate verl&auml;ngert. Innenminister Bernard Cazeneuve begr&uuml;ndete den Schritt mit einer immer noch bestehenden Terrorgefahr.<br>\nMit der Ma&szlig;nahme will die franz&ouml;sische Regierung auch die Fu&szlig;ball-Europameisterschaft im eigenen Land und die Tour de France absichern. Die EM beginnt am 10. Juni, die Tour startet am 2. Juli.<br>\nDank des Ausnahmezustands erh&auml;lt die Polizei mehr Rechte im Anti-Terrorkampf. Es ist vermutlich die dritte und letzte Verl&auml;ngerung der Ma&szlig;nahme. Anschlie&szlig;end soll ein reformiertes Strafrecht den Beh&ouml;rden mehr Rechte etwa bei Personenkontrollen einr&auml;umen. &Uuml;ber diese Reform will das Parlament am Nachmittag abstimmen.<br>\nDer franz&ouml;sische Inlandsgeheimdienst DGSI warnte vor einer &ldquo;Kampagne&rdquo; von Terrorattentaten des &ldquo;Islamischen Staates&rdquo;. Es sei wahrscheinlich, dass Bomben in Gebieten mit vielen Menschen gez&uuml;ndet w&uuml;rden. Die Sorge vor Anschl&auml;gen besch&auml;ftigt auch internationale Ermittlungsbeh&ouml;rden. So hatte das BKA bereits im Februar vor einer erh&ouml;hten Terrorgefahr f&uuml;r die Zeit der Fu&szlig;ball-EM in Frankreich gewarnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ausnahmezustand-frankreich-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Wernicke:<\/strong> Zum hier skizzierten Weg in den totalit&auml;ren Staat sind insbesondere die beiden Analysen &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28827\">Die Terror-Manipulation<\/a>&ldquo; und &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25067\">Inszenierter Terrorismus<\/a>&ldquo; auf den NachDenkSeiten lesenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;F&uuml;r &Auml;gypten ist es eine Katastrophe&rdquo;<\/strong><br>\nDas Verschwinden einer EgyptAir-Maschine &uuml;ber dem Mittelmeer wird aus Sicht des Nahost-Experten Michael L&uuml;ders f&uuml;r &Auml;gyptens Tourismus erhebliche Folgen haben. Die Einnahmen in diesem Bereich br&auml;chen jetzt weiter ein, sagte er im DLF. Noch viel besorgniserregender sei aber, dass die Unterdr&uuml;ckung in &Auml;gypten durch die Regierung mehr und mehr zunehme. Das Klima der Unterdr&uuml;ckung, das Staatspr&auml;sident Abdel Fattah al-Sisi in &Auml;gypten erschaffen habe, treibe mehr und mehr Menschen in die Radikalit&auml;t, warnte L&uuml;ders. Die Repressionsma&szlig;nahmen der Beh&ouml;rden seien enorm. Selbst wegen kleinster Kritik an der Staatsf&uuml;hrung in sozialen Netzwerken oder per SMS drohe Menschen Gef&auml;ngnis, Verschleppung oder die Ermordung. Der Terror nehme dadurch in &Auml;gypten zu. &ldquo;In Kairo sp&uuml;rt man, dass sich die Schlinge langsam zuzieht&rdquo;, sagte der Nahost-Experte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/verschwundenes-flugzeug-fuer-aegypten-ist-es-eine.694.de.html?dram:article_id=354599\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Das Al Qaida-Emirat<\/strong><br>\nNach den weitgehend ergebnislosen Wiener Syrien-Gespr&auml;chen w&auml;chst die Gefahr der Gr&uuml;ndung eines Al Qaida-Emirats im nordsyrischen Idlib. Dies geht aus einer detaillierten Untersuchung &uuml;ber die strategischen Planungen innerhalb von Al Qaida und ihrem syrischen Ableger Al Nusra hervor, die ein f&uuml;hrender Jihadismus-Experte unl&auml;ngst vorgelegt hat. Demnach debattiert die Al Qaida-F&uuml;hrung schon seit geraumer Zeit &uuml;ber die Errichtung eines staats&auml;hnlichen Gebildes in Nordsyrien, wurde zuletzt allerdings noch durch das Z&ouml;gern bedeutender Partner gebremst. Bot der Ende Februar erzielte Waffenstillstand die Chance, Al Nusra zu isolieren, so ist es dem Al Qaida-Ableger gelungen, verb&uuml;ndete Milizen zum Bruch der Feuerpause zu veranlassen und in den neuen K&auml;mpfen wieder zu alter St&auml;rke zu finden. Gelingt es nicht, zur Waffenruhe zur&uuml;ckzukehren, sei die Gefahr der Gr&uuml;ndung eines Al Qaida-Emirats gr&ouml;&szlig;er denn je zuvor, hei&szlig;t es in der Analyse des Jihadismus-Experten. Wegen der r&auml;umlichen N&auml;he zu Europa stiege die Terrorgefahr in der EU drastisch an. Erm&ouml;glicht haben diese Entwicklung die engsten Verb&uuml;ndeten des Westens im Nahen und Mittleren Osten, die die salafistisch-jihadistischen Milizen in Syrien in jeder Hinsicht unterst&uuml;tzten, aber auch die westlichen Staaten selbst, die die Entwicklung aus strategischen Gr&uuml;nden in Kauf nahmen &ndash; in voller Kenntnis historischer Beispiele, die zeigen, wohin die F&ouml;rderung von Jihadisten f&uuml;hren kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59369\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Studie deckt H&uuml;rden und Fallen auf<\/strong><br>\nF&uuml;r Fl&uuml;chtlinge in Deutschland ist der Weg ins Studium weit. Zudem gibt es viele H&uuml;rden und juristische Fallen, in die viele Studierende hineintappen. Das deckt eine aktuelle Studie auf. In 15 Handlungsempfehlungen nehmen Forscher Hochschulen und Politik in die Pflicht.<br>\nSeit dem Anstieg der Fl&uuml;chtlingszahlen im Jahr 2015 engagieren sich viele deutsche Hochschulen f&uuml;r Asylsuchende. Im Sinne einer &bdquo;Soforthilfe&ldquo; &ouml;ffnetem viele Hochschulen zun&auml;chst die Gasth&ouml;rerprogramme f&uuml;r alle Gefl&uuml;chteten. Hinzu kamen Deutschkurse, Mentoren-Projekte oder Sportangebote. Ziel war es anfangs vor allem, den Fl&uuml;chtlingen Besch&auml;ftigung im Alltag zu geben.<br>\nMittlerweile l&auml;sst sich aber eine Konzentration auf das &bdquo;Kerngesch&auml;ft&ldquo; der Hochschulen ausmachen: &bdquo;Die Hochschulen w&auml;hlen ihre Zielgruppe heute viel bewusster aus als noch vor wenigen Monaten. Dabei spielen Studierf&auml;higkeit und aufenthaltsrechtliche Bleibeperspektive eine wichtige Rolle&ldquo;, so Hannes Schammann, Juniorprofessor f&uuml;r Migrationspolitik in Hildesheim und Leiter der Studie. &bdquo;Die Zeit der reinen Besch&auml;ftigungsprogramme ist vorbei.&ldquo;<br>\nDas geht aus einer Studie der Universit&auml;t Hildesheim, gef&ouml;rdert von der Stiftung Mercator, hervor. Darin wurden Angebote f&uuml;r Studieninteressierte mit Fluchterfahrung erstmals untersucht. Die qualitative Erhebung fand an neun deutschen Hochschulen statt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2016\/05\/19\/studium-flucht-studie-huerden-fallen\/\">Migazin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kalter Sportkrieg<\/strong><br>\nRussland, finsteres Dopingreich? Vielleicht, aber wer glaubt, dass es woanders besser zugeht, ist naiv oder einfach nur politisch blind.<br>\nDie Russen raus! Nach all den Enth&uuml;llungen der vergangenen Wochen und Monate scheint das B&ouml;se im Sport identifiziert. Die Forderung nach einem Ausschluss Russlands von den Olympischen Spielen liegt auf dem Tisch. Die Analyse ist einfach: Lug und Trug regieren das Leistungssportleben in Wladimirs Putins finsterem Reich. [&hellip;]<br>\nNun w&uuml;hlen US-Staatsanw&auml;lte also im russischen Dopingsumpf. Auch das w&auml;re vielleicht ein Grund zum Feiern, wenn sie sich mit ebensolcher Vehemenz f&uuml;r das systematische Doping im L&auml;uferland Kenia interessieren w&uuml;rden. F&uuml;r die Machenschaften im Internationalen Leichtathletikverband, bei dem man sich von Dopingvorw&uuml;rfen freikaufen konnte. F&uuml;r die Vertuschungsmaschinerie im jamaikanischen Sprintteam, das sich vor allzu strengen Dopingkontrollen nie zu f&uuml;rchten brauchte. F&uuml;r die Anschuldigungen eines britischen Mediziners, der Sportlern vieler Disziplinen mit unerlaubten Mitteln unter die Arme gegriffen haben soll. Kenia raus? Jamaika raus? Gro&szlig;britannien raus? Solche Forderungen h&ouml;rt man nicht. Der kalte Sportkrieg hat eben klare Fronten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5302752\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Die SPD h&auml;tte den Kanzler stellen k&ouml;nnen&rdquo;<\/strong><br>\nDer Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, Dietmar Bartsch, spricht im Telepolis-Interview &uuml;ber das Image seiner Partei, entt&auml;uschte W&auml;hler und eine m&ouml;gliche Zusammenarbeit mit der SPD (&hellip;)<br>\nThematisch bewegt sich die SPD seit Jahren auf einem Schlingerkurs, der etwaige Gedankenspiele nicht gerade leichtmacht, um es vorsichtig zu formulieren.<br>\nWie ist der aktuelle Stand in der Arbeitsgruppe Rot-Rot-Gr&uuml;n?<br>\nDietmar Bartsch: Eine solche Arbeitsgruppe gibt es nicht.<br>\nAber Ihr&hellip;<br>\nDietmar Bartsch: &hellip; Dass Vertreter der Parteien sich &uuml;ber Perspektiven von Mitte-Links-B&uuml;ndnissen austauschen, ist normal. Das finde ich gut und richtig. Dementsprechend werden solche Gespr&auml;che von unserer Seite auch bef&ouml;rdert. Aber zur Erinnerung: Obwohl es seit der Bundestagswahl 2013 eine Mehrheit jenseits der Union gibt, haben die Sozialdemokraten ein Zusammengehen mit der LINKEN schon vor dem Start in diese Legislatur ausgeschlossen. Die SPD h&auml;tte den Kanzler stellen k&ouml;nnen! Sie haben allerdings noch nicht einmal mit uns geredet, um wenigstens Chancen f&uuml;r Koalitionsgespr&auml;che auszuloten.<br>\nKurzum: Wir k&ouml;nnen der SPD eine solche Entscheidung nicht abnehmen, sondern lediglich signalisieren, dass wir &ndash; unter entsprechenden Bedingungen &ndash; zu einer Zusammenarbeit bereit w&auml;ren. Aber eben nicht um jeden Preis, schon gar nicht den, die bisherige Regierungspolitik fortzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48279\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Volksmund sagt &ldquo;Ein Jahr kann es jeder beim Teufel aushalten&rdquo;. Und dann schafft es die SPD-Spitze auch jetzt &ndash; etwa ein Jahr vor der n&auml;chsten Bundestagswahl &ndash; immer noch nicht, dass Ruder rumzurei&szlig;en: Mit Rot-Rot-Gr&uuml;n eine Koalition bilden und den Kanzler stellen? Auf eine echte Reformpolitik warten viele Menschen in diesem Land &ndash; eigentlich mindestens seit 1998, dem Wahlsieg von Rot-Gr&uuml;n mit Schr&ouml;der und Fischer. Angesichts des derzeitigen Umfragetief h&auml;tte die SPD nichts zu verlieren, oder?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wahlk&auml;mpfer des Tages: Kummerklaus<\/strong><br>\nKlaus Lederer &ndash; der Name steht f&uuml;r einen Anspruch. Seit der Mann in PDS und Linkspartei Funktionen hat, verliert die Partei bei jeder Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus. 2003 avancierte er zum stellvertretenden Landeschef, die Wahl 2006 endete &ndash; mit gerade mal 13,4 Prozent, fast zehn Prozent weniger als 2001 &ndash; in einem Desaster. Ein Jahr darauf wurde Lederer zum Landesvorsitzenden gew&auml;hlt. 2011 rasselte Die Linke dann auf ihr bislang schlechtestes Ergebnis: Nur 11,7 Prozent wollten sie noch.<br>\nEs scheint, dass die Partei diesen Weg unbeirrt weitergeht. Lederer tritt diesmal gleich als Spitzenkandidat an, wenn die Hauptstadtb&uuml;rger am 18. September zu den Urnen gerufen werden. &raquo;Wahlk&auml;mpfe werden nicht durch schrille T&ouml;ne gewonnen&laquo;, verriet er am Dienstag dem Tagesspiegel. Nun hat Lederer, was dieses Thema angeht, nicht unbedingt den tiefen Teller erfunden. Pr&auml;ziser: Wenn jemand keine Ahnung hat, wie irgendwas gewonnen werden kann, hei&szlig;t er &ndash; Lederer.<br>\nJ&uuml;ngst haben die Linken-Chefs Bernd Riexinger und Katja Kipping ein Papier vorgelegt, das die Schlappen bei den letzten Wahlen analysieren soll. Manch Wahres ist daran, vor allem das: Die Linke wird nicht mehr als oppositionell, als Protestpartei wahrgenommen. Deshalb m&ouml;ge sie nicht allzu &raquo;staatstragend auftreten&laquo;, mahnen die Vorsitzenden.<br>\nBereits im April tat Lederer in der Berliner Zeitung seine Meinung dazu kund: &raquo;Die Linke ist in Berlin keine Protestpartei mehr.&laquo; Daf&uuml;r ist nicht nur er, sondern auch eine zehnj&auml;hrige Koalitionsbeteiligung verantwortlich, die die Berliner so schnell nicht vergessen werden.<br>\nDer Kummerklaus kann nicht anders. Er tritt selbst dann staatstragend auf, wenn keine rechnerische M&ouml;glichkeit auf Regierungs&uuml;bernahme mehr besteht. Und wenn die Linke unter f&uuml;nf Prozent rutschen sollte &ndash; einer feiert. Mission erf&uuml;llt!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/m\/2016\/05-18\/085.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Wernicke:<\/strong> Nur falls jemand glaubt, die SPD w&auml;re als einzige unbeirrt auf &ldquo;suicide mission&rdquo;. Die Technokraten und Opportunisten hat es &ndash; wenn auch in verschiedenen Verh&auml;ltnissen &ndash; l&auml;ngst in jeder Partei.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Auf dem linken Auge blind?<\/strong><br>\nNeben den Bauernf&auml;ngern von AfD und Front National macht sich ein ebenso gef&auml;hrlicher Linkspopulismus &agrave; la Alexis Tsipras in Europa breit. Auch diese Demagogen wollen Europa zerst&ouml;ren. Leichte Beute sind vor allem jugendliche Arbeitslose. (&hellip;)<br>\nDas Gespenst der Rechtspopulisten geht um in Europa und raubt dem politischen Establishment den Schlaf. Doch beim angstvollen Starren auf die Erfolge von AfD und Front National, beim lustvollen Orb&aacute;n- und Kaczynski-Bashing ger&auml;t aus dem Blick, dass in ganz Europa neben den Rechtspopulisten eine quicklebendige linke Parallelbewegung massiv aufbl&uuml;ht. Sie hat mehr mit ihrem Gegenpart vom rechten Rand gemein, als die Parteif&uuml;hrer unter den roten Fahnen zugeben. Und sie sind &uuml;berall: Die Linkspopulisten stellen mit Alexis Tsipras den Premierminister in Griechenland. Sie sorgen in Portugal f&uuml;r eine Mehrheit der sozialistischen Regierung und vertreten dort mit Basisgr&uuml;nen, Kommunisten und &ldquo;Linksblock&rdquo; &uuml;ber ein Viertel der W&auml;hler. Davon kann die deutsche SPD mit arg gem&auml;&szlig;igtem Programm und noch m&auml;&szlig;igerem Zuspruch derzeit nicht einmal tr&auml;umen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/welt_kompakt\/debatte\/article155434534\/Auf-dem-linken-Auge-blind.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Der WELT-Autor schreibt in dem Artikel zum Erfolg linker Bewegungen in Europa: &ldquo;Eine bemerkenswerte Konstante ist die verbreitete Ablehnung der Europ&auml;ischen Union, obgleich V&ouml;lkerfreundschaft, Internationalismus und Pazifismus doch eigentlich zum Kerngesch&auml;ft der extremen Linken geh&ouml;ren m&uuml;ssten. Doch sehen die Linkspopulisten in der EU, wie sie derzeit organisiert ist, ein Werkzeug der internationalen Hochfinanz.&rdquo; Eben! Leider setzt sich die WELT mit diesem Kernargument aber &uuml;berhaupt nicht auseinander.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Wernicke:<\/strong> Wie etwa Conrad Schuhler in seinem neuen und lesenswerten Buch &bdquo;Die gro&szlig;e Flucht&ldquo; &ndash; hier das <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33424\">Interview<\/a> mit den NachDenkSeiten hierzu &ndash; darstellt: Sie bel&uuml;gen und manipulieren uns zurzeit durch besonders dies: Die nationale Frage von Arm und Reich wird gegen die internationale Frage von Arm und Reich diskutiert und damit teils &ndash; sowie gewollt &ndash; vollst&auml;ndige Verwirrung erzielt. Konkret: Wieso, um alles in der Welt, soll jemand, der gegen die Diktatur der Finanzm&auml;rkte, die Demokratien zerschl&auml;gt, Menschen t&ouml;tet und anderes, eintritt, pl&ouml;tzlich &bdquo;v&ouml;lkisch&ldquo;, &bdquo;Rassist&ldquo; oder &bdquo;antiinternational&ldquo; sein? Die Behauptung dieser Tatsache ist all dies &ndash; aber nicht der Kampf der lokalen Armen gegen auch die nicht-nationale Hochfinanz. Ich bin doch nicht unsolidarisch, wenn ich als &bdquo;deutscher&ldquo; Subalterner bspw. einen US-amerikanischen Hedgefonds oder eine au&szlig;enpolitisch mordende EU kritisiere. Ich w&auml;re unsolidarisch &ndash; mit den anderen Menschen und vor allem Armen dieser Welt -, t&auml;te ich dies nicht! Es gilt offenbar das Credo: &ldquo;Widerstand ist zwecklos &ndash; wer kritisiert ist Linksrechtsfaschistensozialist!&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Frankreich: Die Linke zerlegt sich<\/strong><br>\nIn Frankreich streiken Gewerkschafter gegen die sozialistische Regierung, eine Vers&ouml;hnung scheint kaum m&ouml;glich. Lachender Dritter ist der Front National.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-05\/frankreich-streik-gewerkschaft-cgt-francois-hollande\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Derselbe Unfug, wie er &auml;hnlich zur Konkurrenz von SPD und der Partei Die Linke in Deutschland geschrieben wurde und wird. Wenn &ldquo;die Linke&rdquo; im Allgemeinen f&uuml;r die Verbesserung der Lage der Arbeitnehmer und Umverteilung von oben nach unten eintritt, dann sind sowohl SPD (Hartz IV, Ausweitung der Leiharbeit und krasser Sozialabbau plus radikale K&ouml;rperschaftsteuersenkung, Senkung von Spitzensteuersatz und Erbschaftsteuer) als auch PS (radikale Unternehmensteuersenkung, Abschaffung von Arbeitnehmerrechten) irgendwie &ldquo;links&rdquo;. Wo soll da eine &ldquo;Spaltung der Linken&rdquo; sein? Und besonders dreist die Insinuation, die (kommunistische) Linke sei deshalb an den Wahlerfolgen der populistischen oder extremen Rechten (AfD bzw. FN) schuldig. Tats&auml;chlich hat in beiden L&auml;ndern die Pseudo-Sozialdemokratie (also SPD bzw. PS) den Rechtspopulismus verursacht. Im &Uuml;brigen positioniert sich der Autor mit dem Gerede &uuml;ber die lediglich behaupteten, angeblichen &ldquo;Reformerfolge in Deutschland [&hellip;] einer unternehmerfreundlichen Angebotspolitik&rdquo; als Neoliberaler.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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