{"id":3347,"date":"2008-07-21T09:55:23","date_gmt":"2008-07-21T07:55:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3347"},"modified":"2008-07-21T09:55:23","modified_gmt":"2008-07-21T07:55:23","slug":"hinweise-des-tages-695","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3347","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Zeitarbeiter &ndash;  Industrielle Reservearmee<\/li>\n<li>Pr&auml;sident der gesetzlichen Rentenversicherung bricht eine Lanze f&uuml;r die private Vorsorge<\/li>\n<li>Demografie-Panik ein alter Hut<\/li>\n<li>Deutschland l&auml;sst Zocker in Ruhe<\/li>\n<li>Europaabgeordnete und Wirtschaftsinteressen <\/li>\n<li>World Economic and Social Survey 2008<\/li>\n<li>Ver.di zur Finanzmarktkrise <\/li>\n<li>Bilderberg-Konferenz: Kein Privatvergn&uuml;gen <\/li>\n<li>Welthandelsrunde <\/li>\n<li>Maulkorb f&uuml;r Betrugsermittler <\/li>\n<li>Der rechtsextreme Alltag der Deutschen<\/li>\n<li>In Hessen wollen die Gr&uuml;nen die H&uuml;rden f&uuml;r direkte Demokratie senken<\/li>\n<li>Bahn soll Untersuchung nach K&ouml;lner Ungl&uuml;ck verz&ouml;gert haben <\/li>\n<li>Bauskandal &ndash; Die Spur der Steine<\/li>\n<li>Eckpunkte des Stifterverbandes f&uuml;r Hochschul- und Studienfinanzierung<\/li>\n<li>Nationalsozialismus light <\/li>\n<li>Demoskopie, die Meinungsmaschinerie<\/li>\n<li>Obama-Beraterin fordert mehr Engagement der Europ&auml;er in Afghanistan <\/li>\n<li>Die wahren Kosten des Irakkriegs<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3347&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Zeitarbeiter &ndash;  Industrielle Reservearmee<\/strong><br>\nDie Zahl der Leiharbeiter n&auml;hert sich in rasantem Tempo der Millionen-Marke. Derzeit sind nach Sch&auml;tzungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) 850 000 M&auml;nner und Frauen in einem Leiharbeitsverh&auml;ltnis besch&auml;ftigt, noch einmal 120.000 mehr als ein Jahr zuvor. &ldquo;Ein Leiharbeiter verdient im Siemens Schaltwerk circa 800 bis 1000 Euro netto f&uuml;r drei Schichten&rdquo;, so Weitenhagen. &ldquo;Das ist mehr als ein Drittel weniger als die Siemens-Kollegen bekommen und viel zu wenig, um eine Familie zu ern&auml;hren.&rdquo; In Deutschland ist jeder achte Leiharbeitnehmer erg&auml;nzend auf Hartz IV angewiesen, wie die Bundesregierung k&uuml;rzlich best&auml;tigt hat. Der DGB dr&auml;ngt auf Korrekturen. &ldquo;Gleiches Geld f&uuml;r gleiche Arbeit &ndash; das ist unsere Kernforderung&rdquo;, sagt Buntenbach.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1370418&amp;em_ref=\/top_news&amp;em_ivw=fr_topnews&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>BU-Verkaufshilfe durch gesetzliche Rentenversicherer<\/strong><br>\nDie Deutsche Rentenversicherung Bund sieht private Versicherer in der Pflicht gegen Altersarmut. Deren Pr&auml;sident bricht &uuml;berraschend eine Lanze f&uuml;r private Invalidit&auml;ts-Versicherungen und nennt weitere Ursachen f&uuml;r Altersarmut, die eine Steilvorlage f&uuml;r den Vertrieb sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.all4finance.de\/index.php;do=show\/site=vm\/sid=93fca7a32c9ef682173dacb062177c48\/alloc=195\/id=9859\">Versicherungsmagazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Dies steht zwar in einem Portal der Finanzdienstleister und ist von daher sicherlich interessengesteuert. Aber, dass die DRV dazu hilft, ihr eigenes Produkt schlecht zu reden, ist ja nicht unbekannt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Demografie Panik<\/strong><br>\nEine unserer Leserinnen schickt uns folgenden Hinweis auf einen Artikel aus dem Jahr 1978:\n<blockquote><p>&bdquo;durch Zufall bin ich auf einen Artikel im Internet &uuml;ber die &ldquo;Demografie-Panik&rdquo; gesto&szlig;en, dieser hatte 1978 im Spiegel gestanden hat. Das &ldquo;Problem &ldquo;der &ldquo;Vergreisung&rdquo; scheint ja bereits vor 30 Jahren vorbereitet worden zu sein, ist also keine neue Erkenntnis. Aber wie es aussieht.. auch im Jahr 2008 funktioniert unsere Wirtschaft noch&hellip; trotz des vermeintlich so katastrophalen Geburtenr&uuml;ckganges.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Geburtenzahl &ndash; Republik der Greise?<\/strong><br>\nMit einem seltsamen Plan will das Bundesinnenministerium die Deutschen dazu animieren, mehr Kinder in die Welt zu setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wissen.spiegel.de\/wissen\/dokument\/dokument.html?id=40617873&amp;top=SPIEGEL\">SpiegelOnline<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Danke vielmals. Der Beitrag zeigt welch ein aufgekl&auml;rtes Blatt der Spiegel mal war. Wie im Text sichtbar, fand ich damals beim Spiegel Unterst&uuml;tzung f&uuml;r meine Analysen zur Demographie. 30 Jahre sp&auml;ter ist die dumpfe Philosophie des damaligen Innenministeriums Allgemeingut bei Deutschlands Meinungsf&uuml;hrern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschland l&auml;sst Zocker in Ruhe<\/strong><br>\nDer Ruf nach sch&auml;rferen Gesetzen f&uuml;r deutsche Banken verhallt. Die Regierung sieht keinen Bedarf. Die Begr&uuml;ndung versteht nicht jeder. Die Bundesregierung plane &bdquo;in n&auml;chster Zeit keine &Auml;nderungen des Kreditwesengesetzes&ldquo;, teilte sie dem FDP-Finanzexperten Frank Sch&auml;ffler auf Anfrage mit.\n<p>In dem Schreiben wies das Bundesfinanzministerium auch die Kritik des Sachverst&auml;ndigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung an der zwischen zwei Beh&ouml;rden aufgeteilten Bankenkontrolle zur&uuml;ck. Entgegen der Auffassung der Wirtschaftsweisen in ihrem Sondergutachten habe sich die Zusammenarbeit zwischen der Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank &bdquo;in der Praxis bew&auml;hrt&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/boerse\/finanzkrise\/finanzkrise-deutschland-laesst-zocker-in-ruhe_aid_318945.html\">Focus<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Bundesregierung verf&auml;hrt offenbar nach dem Motto: &bdquo;Gut, dass wir dar&uuml;ber gesprochen haben. Aber wir tun nix.&ldquo; Geht etwas schief, dann hilft der Staat. Mit insgesamt wohl 12 Milliarden musste inzwischen der Steuerzahler f&uuml;r die Fehlspekulationen von SachsenLB, WestLb und IKB gerade stehen. Wir haben es ja. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Europaabgeordnete und Wirtschaftsinteressen &ndash; zu enge Verbindungen?<\/strong><br>\nUnsere englischen Partner von Spinwatch haben die Verbindungen von Europaabgeordneten zu Wirtschaftsinteressen unter die Lupe genommen. Die heute vorgestellte Studie &bdquo;Too Close for Comfort?&ldquo; listet 12 problematische F&auml;lle auf, in denen Europaabgeordnete bezahlt f&uuml;r Unternehmen t&auml;tig sind, die ein spezifisches Interesse an ihrer gesetzgeberischen Arbeit haben,  selbst finanzielle Interessen in Branchen haben, die sie f&ouml;rdern oder besondere Parlamentsfunktionen haben (wie Ausschussvorsitzender) und zugleich eng mit einflussreichen Lobbygruppen verbunden sind. Drei der zw&ouml;lf Abgeordneten kommen aus Deutschland: Klaus-Heiner Lehne (CDU), Elmar Brok (CDU) und Jorgo Chatzimarkakis (FDP).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2008\/07\/europaabgeordnete-und-wirtschaftsinteressen-zu-enge-verbindungen\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><strong>World Economic and Social Survey 2008: Overcoming Economic Insecurity<\/strong><br>\nQuellen:<br>\n<a href=\"http:\/\/www.un.org\/esa\/policy\/wess\/\">The World Economic and Social Survey (WESS) (&Uuml;bersicht)<\/a>\n<p><a href=\"http:\/\/www.un.org\/esa\/policy\/wess\/wess2008files\/wess08\/overview_en.pdf\">The World Economic and Social Survey (WESS) (Zusammenfassung) [PDF &ndash; 416 KB]<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.un.org\/esa\/policy\/wess\/wess2008files\/wess08\/wess2008.pdf\">The World Economic and Social Survey (WESS) (Langfassung) [PDF &ndash; 4,1 MB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Hinweis und Anmerkung von P.H.:<\/strong><br>\nMich hat gewundert, dass auf Ihrer (im &Uuml;brigen gro&szlig;artigen Seite) nichts &uuml;ber den New Deal zu lesen war, der am 30. Juni 2008 von den Vereinten Nationen vorgeschlagen wurde. In dem bemerkenswerten 400-seitigen Bericht &ldquo;World Economic and Social Survey 2008: Overcoming Economic Insecurity&rdquo; werden u.a. die verheerenden Folgen der Deregulierung der internationalen Finanzm&auml;rkte analysiert und die Notwendigkeit einer makro&ouml;konomischen Steuerung der Wirtschaft dargestellt. <\/em><\/p>\n<p>Ich kenne die bisherige Linie der Vereinten Nationen nicht ausreichend genug, um beurteilen zu k&ouml;nne, ob es sich bei diesem Bericht um eine Kurswende handelt oder ob die VN schon l&auml;nger gegen die neoliberalen Rezepte opponiert haben. Jedenfalls alles in allem ein bemerkenswerter Bericht, der allen Anh&auml;ngern des Neoliberalismus zu Denken geben sollte.<br>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Ver.di zur Finanzmarktkrise<\/strong><br>\nWie erfindungsreiche Banken, ausgekl&uuml;gelte Finanzprodukte und gierige Investoren die Finanzm&auml;rkte ins Trudeln gebracht haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wipo.verdi.de\/wirtschaftspolitische_informationen\/data\/08-03_finanzmarktkrise.pdf\">ver.di [PDF &ndash; 396 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Bilderberg-Konferenz: Kein Privatvergn&uuml;gen<\/strong><br>\nNach den Berichten &uuml;ber die sogenannte Bilderberg-Gruppe (siehe jW vom 4.6.2008) fragen zunehmend mehr politisch interessierte B&uuml;rger, warum Abgeordnete vom Bundestag bezahlt werden, um zu den &raquo;privaten&laquo;, geheim gehaltenen Treffen zu fahren. Auf abgeordnetenwatch.de erkl&auml;rte dazu der CDU-Politiker Eckart von Klaeden:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/07-19\/011.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &ldquo;Wie gut das niemand wei&szlig;, dass ich Rumpelstilzchen hei&szlig;&rdquo;<\/em><\/p>\n<p>Siehe zur Bilderberg-Gruppe: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2008\/06\/elitetreffen-der-bilderberger-2008\/\">Elitetreffen der Bilderberger 2008<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Welthandelsrunde<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Rettungs&uuml;bung f&uuml;r die Welthandelsrunde der WTO<\/strong><br>\nBei den Verhandlungen um eine weitere Liberalisierung des Welthandels geht es auf Biegen oder Brechen. Kommt an der Mini-Ministertagung in Genf kein Durchbruch zustande, muss die Dauha-Entwicklungsrunde auf unbestimmte Zeit vertagt oder gar abgebrochen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/rettungsuebung_fuer_die_welthandelsrunde_der_wto_1.787407.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Freihandel gegen Abschottung &ndash; die EU zankt um Beihilfen f&uuml;r die Bauern<\/strong><br>\nDie EU geht ohne klare Position in anstehende Verhandlungen der Welthandelsorganisation. Ratspr&auml;sident Sarkozy und Handelskommissar Mandelson sind sich uneins &uuml;ber die Hilfe f&uuml;r den Agrarsektor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/freihandel_gegen_abschottung__die_eu_zankt_um_beihilfen_fuer_die_bauern_1.788317.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Freihandel, Klappe die Letzte<\/strong><br>\nDie Verhandlungen &uuml;ber Z&ouml;lle und Subventionen stehen auf der Kippe. Die Wirtschafts- und Agrarminister aus mehr als 30 Staaten der Welthandelsorganisation treffen sich am Montag in Genf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1370432&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol><\/li>\n<\/ol><li><strong>Maulkorb f&uuml;r Betrugsermittler<\/strong><br>\nDie in Br&uuml;ssel ans&auml;ssige EU-Ermittlertruppe &ldquo;Olaf&rdquo; hat per Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofes einen Maulkorb verpasst bekommen. Die 400 Ermittler, die gegen betr&uuml;gerisch handelnde EU-Beamte und Abgeordnete des Europ&auml;ischen Parlaments zuschlagen d&uuml;rfen, f&uuml;rchten um ihre Schlagkraft. Sie k&ouml;nnten nicht mehr preisgeben, ob und warum sie ihre Ermittlungen f&uuml;hren. Der deutsche &ldquo;Olaf&rdquo;-Chef Franz-Hermann Br&uuml;ner &ndash; am Mittwoch noch mit dem Europ&auml;ischen Steuerzahlerpreis geehrt &ndash; schlug darum gestern Alarm. &ldquo;Olafs&rdquo; m&auml;chtige Waffe werde stumpf: Die Schaffung &ouml;ffentlichen Drucks gegen Betrug, Abzockerei von EU-Subventionen und Vetternwirtschaft, werde ihm per Richterspruch genommen, f&uuml;rchtete Br&uuml;ner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/nachrichten\/nachrichten\/politik\/2008\/7\/17\/news-62989789\/detail.html\">Der Westen<\/a>\n<\/li><li><strong>Der rechtsextreme Alltag der Deutschen<\/strong><br>\nVon der Friedrich-Ebert-Stiftung wurde eine Studie zu rechtsextremen Tendenzen im Alltag in Auftrag gegeben, die k&uuml;rzlich unter dem Titel <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/do\/05433.pdf\">Ein Blick in die Mitte [PDF &ndash; 1,6 MB]<\/a>  ver&ouml;ffentlicht wurde. Zu den Ergebnissen der von Oliver Decker und Elmar Br&auml;hler an der Universit&auml;t Leipzig geleiteten Studie geh&ouml;rt, dass rechtsextreme Einstellungen und Geringsch&auml;tzung der Demokratie in der Bev&ouml;lkerung noch weiter verbreitet sind, als bisher angenommen wurde. Die Soziologin Marliese Wei&szlig;mann, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt &ldquo;Weltsichten in prek&auml;ren Lebenslagen&rdquo; am <a href=\"http:\/\/www.uni-leipzig.de\/~kuwi\/\">Institut f&uuml;r Kulturwissenschaften<\/a> der Universit&auml;t Leipzig, war bei Datenerhebung und Durchf&uuml;hrung der Untersuchung, sowie als Koautorin an der Studie beteiligt.\n<p>Rechtsextreme Einstellungen sind, so wie wir es bereits 2006 in unserer Repr&auml;sentativbefragung festgestellt haben, weit in der Gesellschaft verbreitet. So stimmen auch Gewerkschaftsmitglieder, CDU- oder SPD-W&auml;hler zum Beispiel Aussagen &ndash; wie &ldquo;Deutschland ist durch die vielen Ausl&auml;nder in einem gef&auml;hrlichen Ma&szlig; &uuml;berfremdet&rdquo; &ndash; zu. <\/p>\n<p>Rechtsextremismus ist ein Ph&auml;nomen der Mitte, nicht nur vom extremen Rand, wie der Begriff es suggeriert. Von daher ist es bedeutsam, die Demokratisierung von Institutionen, gerade von Schulen, weiter voranzutreiben. Die weite Verbreitung und Akzeptanz von fremdenfeindlichen Einstellungen in den Gruppendiskussionen verweist auch auf die Bedeutung von integrationspolitischen Ma&szlig;nahmen, die eine entscheidende Rolle in der Zukunft haben werden. Dies betrifft zum Beispiel den Umgang mit Muslimen &ndash; Stichwort Moscheenbau &ndash; in Deutschland. Wichtig ist, unserer Einsch&auml;tzung nach, den politischen Dialog aktiv zu suchen und sich miteinander zu verst&auml;ndigen, um Angst in der Bev&ouml;lkerung und bedrohlich wahrgenommene, scheinbar un&uuml;berwindbare kulturelle Ferne abzubauen. Au&szlig;erdem st&uuml;tzen mediale Diskurse, wie das &ouml;ffentliche Vorf&uuml;hren von &ldquo;Florida-Rolf&rdquo; in der BILD, die Hervorbringung eines gewaltvollen gesellschaftlichen Klimas, in dem der Einzelne jederzeit Opfer von Stigmatisierung werden kann und dem Zwangsma&szlig;nahmen bei jeder Abweichung drohen. Diese Diskurse &ndash; weg vom &ldquo;armen Lebensk&uuml;nstler&rdquo; hin zum &ldquo;unn&uuml;tzen Sozialschmarotzer&rdquo; &ndash; sind gef&auml;hrlich f&uuml;r die Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=28299&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/p><\/li><li><strong>Gelegenheit zur Gewaltenteilung &ndash; in Hessen wollen die Gr&uuml;nen die H&uuml;rden f&uuml;r direkte Demokratie senken<\/strong><br>\nDie dritte Amtszeit von Roland Koch k&ouml;nnte sich f&uuml;r Hessen als diejenige entpuppen, in der die b&uuml;rgerfreundlichsten Entscheidungen seit Langem gef&auml;llt werden &ndash; fr&uuml;here rotgr&uuml;ne Regierungen mit eingeschlossen. Weil das Parlament seit diesem Fr&uuml;hjahr nicht mehr nur Regierungsentscheidungen absegnen muss, schaffte es eine freie Mehrheit Mitte Juni, die Studiengeb&uuml;hren abzuschaffen. Nun sollen in gleicher Weise auch die Bedingungen f&uuml;r Volksbegehren und Volksentscheide verbessert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=28357&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/li><li><strong>Bahn soll Untersuchung nach K&ouml;lner Ungl&uuml;ck verz&ouml;gert haben<\/strong><br>\nDie Deutsche Bahn hat sich nach dem Entgleisen des ICE in K&ouml;ln offenbar zun&auml;chst geweigert, alle baugleichen Z&uuml;ge auf M&auml;ngel &uuml;berpr&uuml;fen zu lassen. Selbst das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat die Bahn nach Informationen des SPIEGEL zun&auml;chst nicht dazu bewegen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/reise\/aktuell\/0,1518,566821,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Es ist immer das gleiche Spiel: Erst wird vertuscht, dann verz&ouml;gert, dann kommt die Wahrheit st&uuml;ckchenweise ans Licht.<\/em><\/p><\/li><li><strong>Bauskandal &ndash; Die Spur der Steine<\/strong><br>\nDer Baustoffhersteller Xella, Tochter des Haniel-Konzerns, hat jahrelang Abfallprodukte aus Kohlekraftwerken in Kalksandsteine gemischt. In vielen Neubauten zersetzen sich die W&auml;nde. Ein Horror f&uuml;r die Eigent&uuml;mer. Anatomie eines Bauskandals.\n<p>Was den Bauherren lange r&auml;tselhaft schien, kommt nun in ganzer Dimension ans Licht: Die Kalksandsteine der Haniel- Baustoffwerke sind der Grund. Die Firma ist Teil des Haniel-Konzerns, dem auch der Kaufhof, Media Markt und der Arzneigro&szlig;h&auml;ndler Celesio geh&ouml;ren. Die Haniel-Baustoffwerke haben nach internen Unterlagen, die dem stern vorliegen, &uuml;ber rund acht Jahre Steine aus billigem Kalk aus Kohlekraftwerken hergestellt und sie ohne weitere Hinweise in den Markt gebracht. Das untergemischte Material gilt als M&uuml;ll, der normalerweise wiederaufbereitet wird. Die Firma wollte Kosten sparen. Dabei war das Unternehmen von vornherein durch ein Gutachten gewarnt, dass durch die Billigzutaten schwere Folgesch&auml;den auftreten k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/unternehmen\/:Bauskandal-Die-Spur-Steine\/631468.html\">stern<\/a><\/p>\n<p>Hinweis auf neuere Ver&ouml;ffentlichungen der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.memo.uni-bremen.de\/sonstindex.html\">Memorandum-Gruppe<\/a><\/p><\/li><li><strong>fzs kritisiert Eckpunkte des Stifterverbandes f&uuml;r Hochschul- und Studienfinanzierung<\/strong><br>\nDer freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) &uuml;bt starke Kritik am Eckpunkteplan, den der Stifterverband f&uuml;r die Deutsche Wissenschaft, der Bundesverband der Deutschen Industrie und das Institut der deutschen Wissenschaft Mitte der Woche vorstellten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/show\/205017.html\">fzs<\/a>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Deutsches Studentenwerk skeptisch<\/strong><br>\nDas Deutsche Studentenwerk (DSW) steht dem neuen Studienfinanzierungs-Vorschlag skeptisch gegen&uuml;ber, den die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverb&auml;nde, die Bundesvereinigung der Deutschen Industrie, das Institut der deutschen Wirtschaft sowie der Stifterverband f&uuml;r die Deutsche Wissenschaft heute in Berlin vorgestellt haben. DSW-Generalsekret&auml;r Achim Meyer auf der Heyde h&auml;lt es zwar f&uuml;r einen &ldquo;interessanten Ansatz&rdquo;, das BAf&ouml;G als eine von drei Finanzierungskomponenten f&uuml;r Studierende auf Vollzuschuss umzustellen. Doch wenn diese Umstellung wie vorgeschlagen einherginge mit einer deutlichen Reduktion der BAf&ouml;G-Gef&ouml;rderten sowie einer st&auml;rkeren Kreditfinanzierung, w&uuml;rden gerade Studierwillige aus einkommensschw&auml;cheren und Mittelstands-Familien abgeschreckt. &ldquo;Das w&auml;re das Gegenteil dessen, was Deutschland braucht und was die Verb&auml;nde doch eigentlich auch anstreben&rdquo;, so Meyer auf der Heyde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news?print=1&amp;id=270971\">IDW<\/a><\/p><\/li><li><strong>Nationalsozialismus light<\/strong><br>\nZu viel Stoff, zu wenig Freizeit, Ende der Kindheit, so lauteten die Sorgen bei Einf&uuml;hrung des G 8. Nun hat der bayerische Kultusminister die Lehrpl&auml;ne zusammengestrichen &ndash; mit grotesken Folgen f&uuml;r den Geschichtsunterricht. Dem seit kurzem amtlichen, neuen bayerischen Lehrplan f&uuml;r Geschichte in der Oberstufe nun sind auf spektakul&auml;re Weise die Proportionen durcheinander geraten: In den zwei Jahren bis zum Abitur sind insgesamt nur noch sieben Schulstunden &agrave; 45 Minuten f&uuml;r die Weimarer Republik und ebenfalls sieben f&uuml;r den Nationalsozialismus vorgesehen.\n<p>Diese l&auml;cherlich wenigen sieben NS-Stunden sollen nur Holocaust, Antisemitismus und Propaganda behandeln &ndash; nichts zu Hitlers Au&szlig;enpolitik, nichts zum Zweiten Weltkrieg, nichts zur konkreten Organisation des F&uuml;hrerstaates und seiner Ereignisgeschichte. Die sieben Weimar-Stunden sollen, so die beh&ouml;rdliche Vorschrift, nur die Untergangsjahre der Republik zum Thema haben &ndash; also nichts zum Ersten Weltkrieg, nichts zur Novemberrevolution, nichts zur Innen- und Au&szlig;enpolitik der zwanziger Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/jobkarriere\/artikel\/258\/186668\/\">SZ<\/a><\/p><\/li><li><strong>Klaus Staeck: Die Meinungsmaschinerie<\/strong><br>\nUmfragen spiegeln angeblich die Stimmung im Volk wider. H&auml;ufig repr&auml;sentieren sie nur die Strategie der Forscher.<br>\nSchlie&szlig;lich handelt es sich bei der Demoskopie ja um ein &ldquo;fehlbares Handwerk&rdquo;, wie Forsa-Chef Manfred G&uuml;llner nach den gr&uuml;ndlich verpatzten Wahlprognosen 2005 selten selbstkritisch einr&auml;umte. Obgleich er und andere Meinungsexperten nicht m&uuml;de werden, ihr Handwerk immer wieder als exakte Wissenschaft zu verkaufen, die repr&auml;sentative Ergebnisse liefert. Schlie&szlig;lich machen sie mit &ldquo;korrekten&rdquo; Zahlen ihre besten Gesch&auml;fte. Doch nicht wenige ihrer Sch&auml;tzungen tragen oft mehr zur Verwirrung als zur Kl&auml;rung bei. Anders kann ich mir kaum erkl&auml;ren, wieso G&uuml;llners Umfragen der SPD k&uuml;rzlich nur 20 Prozent der prognostizierten W&auml;hlerstimmen g&ouml;nnten, das konservative Allensbach-Institut die Sozialdemokraten seltsamerweise aber derzeit bei 28,2 Prozent sah.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1369834&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare&amp;em_ivw=fr_kommentar&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a> <\/li><li><strong>Obama-Beraterin fordert mehr Engagement der Europ&auml;er in Afghanistan<\/strong><br>\nSusan Rice, au&szlig;enpolitische Chefberaterin von Barack Obama, hat im SPIEGEL die Europ&auml;er zu st&auml;rkerem Engagement in Afghanistan und Pakistan aufgefordert. &ldquo;Weder Deutsche noch Amerikaner d&uuml;rfen glauben, weiter halbherzige Ma&szlig;nahmen in Afghanistan und Pakistan ergreifen zu k&ouml;nnen &ndash; ohne daf&uuml;r den Preis zahlen zu m&uuml;ssen&rdquo;, sagte Rice.\n<p>Obama glaube, dass die Lage in Pakistan und Afghanistan f&uuml;r Europa und die USA derzeit die gr&ouml;&szlig;te Gefahr darstelle. &ldquo;Die USA m&uuml;ssen mehr Ressourcen und Truppen schicken &ndash; aber die Nato sollte das auch tun. Und deren Truppen sollten nicht durch Beschr&auml;nkungen gehemmt werden, wo und wie sie eingesetzt werden d&uuml;rfen&rdquo;, so die Beraterin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,566823,00.html%20\">SpiegelOnline<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Auch schon wieder auf Linie. Das klingt wie ein Verschnitt von Bush, Schr&ouml;der Fischer, Struck und Jung.<\/em><\/p><\/li><li><strong>Die wahren Kosten des Irakkriegs<\/strong><br>\nVon Joseph Stiglitz und Linda Bilmes<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2008\/05\/09.mondeText.artikel,a0058.idx,21\">Le Monde Diplomatique<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Ein sehr informativer Artikel von Joseph Stiglitz aus der Le Monde Diplomatique, der darauf hinweist, dass die gegenw&auml;rtige katastrophale wirtschaftliche Lage des Irak eine wesentliche Folge, der von der Besatzungsmacht USA durchgesetzten neoliberalen Dogmatik, bzw. ihres Scheiterns ist. Man f&uuml;hlt sich in gewisser weise an die Wirtschaftspolitik der Regierung Kohl nach der Wiedervereinigung erinnert, als in der ehemaligen DDR ebenfalls ohne R&uuml;cksicht auf lokale Gegebenheiten die freie Marktwirtschaft  durchgesetzt wurde. <\/em><\/p><\/li>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Zeitarbeiter &ndash; Industrielle Reservearmee<\/li>\n<li>Pr&auml;sident der gesetzlichen Rentenversicherung bricht eine Lanze f&uuml;r die private Vorsorge<\/li>\n<li>Demografie-Panik ein alter Hut<\/li>\n<li>Deutschland l&auml;sst Zocker in Ruhe<\/li>\n<li>Europaabgeordnete und Wirtschaftsinteressen <\/li>\n<li>World Economic and Social Survey 2008<\/li>\n<li>Ver.di zur Finanzmarktkrise <\/li>\n<li>Bilderberg-Konferenz: Kein Privatvergn&uuml;gen <\/li>\n<li>Welthandelsrunde <\/li>\n<li>Maulkorb f&uuml;r Betrugsermittler <\/li>\n<li>Der<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3347\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3347","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3347","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3347"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3347\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3347"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3347"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3347"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}