{"id":33472,"date":"2016-05-23T08:31:35","date_gmt":"2016-05-23T06:31:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33472"},"modified":"2016-05-23T08:31:35","modified_gmt":"2016-05-23T06:31:35","slug":"hinweise-des-tages-2629","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33472","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33472#h01\">How Far Is Europe Swinging to the Right?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33472#h02\">Wie die SPD den Bundestag bei CETA au&szlig;en vor h&auml;lt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33472#h03\">G-7-Treffen &ndash; Reformen nach deutschem Vorbild<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33472#h04\">Ich bin mir sicher, dass es wieder einen Crash geben wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33472#h05\">NATO-Russland-Rat soll erneut tagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33472#h06\">T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33472#h07\">Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33472#h08\">Abgabenexplosion in Griechenland: &ldquo;Als N&auml;chstes besteuern sie die Luft zum Atmen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33472#h09\">Amerikanischer Mindestlohn &ndash; Obamas Lohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33472#h10\">US capitalism in crisis while most Americans lose out<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33472#h11\">Positivliste, Meistbeg&uuml;nstigtenklausel und vorl&auml;ufige Anwendung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33472#h12\">Jens Spahn: Das Rentenniveau muss weiter sinken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33472#h13\">Krankenkassen sollen in Aktien investieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33472#h14\">Deutschland ist Europameister bei der Luftverschmutzung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33472#h15\">Die Notdurft der Anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33472#h16\">Deutscher Waffenhandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33472#h17\">Gro&szlig;britannien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33472#h18\">Stagnation, Rechtspopulismus und die Krise der Eliten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>How Far Is Europe Swinging to the Right?<\/strong><br>\nAmid a migrant crisis, sluggish economic growth and growing disillusionment with the European Union, right-wing parties &mdash; some longstanding, others newly formed &mdash; have been achieving electoral success in a growing number of European nations.<br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160523-hdt.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160523-hdt-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/interactive\/2016\/05\/22\/world\/europe\/europe-right-wing-austria-hungary.html?smid=tw-share&amp;_r=1\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wie die SPD den Bundestag bei CETA au&szlig;en vor h&auml;lt<\/strong><br>\nFreitag der 13. (Mai) war ein passendes Datum f&uuml;r die zwei Veranstaltungen. Der Bundestag erkl&auml;rte nicht nur die Maghreb-Staaten zu sicheren Herkunftsl&auml;ndern (dar&uuml;ber wurde in den Medien berichtet), er debattierte auch &uuml;ber zwei Antr&auml;ge der LINKEN zu CETA. Und in Br&uuml;ssel besprach der EU-Ministerrat das weitere Vorgehen bei CETA. Vor allem die Gabriel-Partei, die gern gegen dieses Abkommen mit Kanada w&auml;re, aber nicht dagegen sein darf, &uuml;bte sich in Obstruktion des Parlaments, Volksverdummung und schleichender Selbstvernichtung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/618-spd-ceta#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>G-7-Treffen &ndash; Reformen nach deutschem Vorbild<\/strong><br>\nDie Weltkonjunktur lahmt. Doch die sieben wichtigsten Industrienationen lehnen Wachstumsprogramme ab. Sie setzen auf Strukturreformen, wie es Deutschland verlangt.<br>\nDie Finanzminister und Notenbankchefs der sieben wichtigsten Industriel&auml;nder wollen die weltweite Wirtschaft vor allem mit Strukturreformen in Schwung bringen. Das teilte Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble nach einem Treffen der G-7-Gruppe im japanischen Sendai mit. &ldquo;Das Wichtigste sind Strukturreformen&rdquo;, sagte Sch&auml;uble. Von gro&szlig;z&uuml;gigen staatlichen Ausgabenprogrammen zur Belebung des schleppenden weltweiten Wachstums, &uuml;ber die in der Vergangenheit gestritten wurde und auf die Japan setzt, war bei dem zweit&auml;gigen G-7-Treffen keine Rede mehr.<br>\nSch&auml;uble sagte, bei staatlichen Ausgaben komme es nicht immer auf die H&ouml;he an, sondern auf die Zusammensetzung. Es sei entscheidend, sie m&ouml;glichst gezielt so vorzunehmen, dass sie das Wachstum nachhaltig f&ouml;rderten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-05\/weltkonjunktur-g7-japan-wolfgang-schaeuble\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das Gegenteil ist wahr, wenn man anderen Nachrichtenagenturen Glauben schenkt. &ldquo;Strukturreformen&rdquo; alias radikaler Sozialabbau und brutale Lohnk&uuml;rzungen will au&szlig;er dem v&ouml;llig verbohrten deutschen Finanzminister niemand, und anscheinend gab es sonst vor allem Warnungen vor einem W&auml;hrungskrieg und noch mehr Abwertungen und sehr wenig Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Z. B. hei&szlig;t es bei Reuters:<\/em><\/p>\n<p><strong>U.S., Japan disagreement on yen moves overshadows G7 meeting<\/strong><br>\n[&hellip;] G7 leaders called for a mix of monetary, fiscal and structural policies to boost demand but left it to each country to decide its own policy priorities &ndash; dashing Japan&rsquo;s calls for more aggressive joint fiscal action.<br>\nGermany has shown no signs of responding to calls from Japan and the United States to boost fiscal spending.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/uk.reuters.com\/article\/us-g7-japan-idUKKCN0YC03O\">Reuters<\/a><\/p>\n<p><em>Die ZEIT fungiert einmal mehr als Verlautbarungsorgan der Regierung. Hier stimmt leider der Vorwurf der &ldquo;L&uuml;genpresse&rdquo;. Warum tut eine Zeitung so etwas?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ich bin mir sicher, dass es wieder einen Crash geben wird<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht &uuml;ber den Abschied vom Ordoliberalismus unter Rot-Gr&uuml;n und philosophische Einw&auml;nde von Homer Simpson<br>\nIn ihrem neuen Buch Reichtum ohne Gier untersucht Sahra Wagenknecht unter anderem, wie die Bundesrepublik den Weg weg vom Ordoliberalismus und hin zu einem spekulativen Finanzkapitalismus ging, der auf kurzfristige Profite ausgerichtet ist. Reinhard Jellen hat sie dazu befragt<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48196\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>NATO-Russland-Rat soll erneut tagen<\/strong><br>\nVon normalen Beziehungen sind West und Ost in Europa weit entfernt. Nun will die NATO wieder mehr mit Moskau reden, hei&szlig;t es in Br&uuml;ssel. Es soll in K&uuml;rze eine weitere Tagung des NATO-Russland-Rates geben.<br>\nAuf den Kontakt mit Moskau hat insbesondere die Bundesregierung stets gedrungen: &ldquo;Wir befinden uns in einer Situation, in der wir das Gespr&auml;ch mit Russland nicht abbrechen, sondern eher noch intensivieren sollten&ldquo;, sagte Au&szlig;enminister Steinmeier heute in Br&uuml;ssel.<br>\nDer deutsche Chefdiplomat hat dabei in erster Linie die Krisenherde Syrien und Libyen im Blick. Um bei der L&ouml;sung beider Konflikte Fortschritte zu erzielen, ist aus Steinmeiers Sicht eine Zusammenarbeit mit Russland unerl&auml;sslich. (&hellip;)<br>\nIm April hatte erstmals nach fast zwei Jahren Auszeit der NATO-Russland-Rat wieder getagt. Ein Gremium, das einst geschaffen worden war, um ein vertieftes Gespr&auml;ch mit Moskau zu erm&ouml;glichen. Doch das war aber infolge der Ukraine-Krise auf Eis gelegt worden. Nun ist ein weiteres Treffen noch vor dem NATO-Gipfel Anfang Juli geplant.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/nato-russland-127.html%20\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Wiederaufnahme der Gespr&auml;che in diesem Rahmen ist zu begr&uuml;&szlig;en. U.a. der ehemalige NATO-General Kujat hatte dazu angeregt &ndash; bitte lesen Sie dazu erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21543#h01\">Harald Kujat: Putin braucht ein Angebot<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>T&uuml;rkei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Erdo&#287;ans Werk und Merkels Beitrag<\/strong><br>\nAuf Betreiben von Staatschef Recep Tayyip Erdo&#287;an hat das t&uuml;rkische Parlament die Immunit&auml;t von einem Viertel seiner Abgeordneten aufgehoben. Mit dem Coup soll die prokurdische Oppositionspartei HDP ausgeschaltet und eine Pr&auml;sidialdiktatur errichtet werden. &ndash;<br>\nDer starke Mann am Bosporus hat sich durchgesetzt. Wieder einmal. Das Parlament in Ankara ist dem Ruf aus dem Saray, dem gro&szlig;en wei&szlig;en Pr&auml;sidentenpalast gefolgt, und hat sich selbst entmachtet. Mit den Stimmen der islamischen Regierungspartei AKP, der sozialdemokratischen CHP und der rechten MHP haben die Abgeordneten die Verfolgung ihrer Kolleginnen und Kollegen von der prokurdischen linken HDP m&ouml;glich gemacht. Staatschef Erdo&#287;an schimpft die prokurdische Partei den &bdquo;parlamentarischen Arm der PKK&ldquo;, der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans. Seine Ausgrenzungs- und Verfolgungspolitik wird nun von einer ganz gro&szlig;en Koalition im Parlament unterst&uuml;tzt. Und ebenso sein Wunsch, die laizistische Republik T&uuml;rkei in eine islamische Pr&auml;sidialdiktatur zu verwandeln.<br>\nPr&auml;sident Erdo&#287;an ist mit der &bdquo;historischen Abstimmung&ldquo; zufrieden, gibt sich vor seinen Anh&auml;ngern paternalistisch v&auml;terlich: &bdquo;Mein Volk m&ouml;chte im Parlament keine Abgeordneten sehen, die Verbrechen begangen haben.&ldquo; Das gelte vor allem f&uuml;r Parlamentarier, die eine &bdquo;separatistische Terrororganisation unterst&uuml;tzen&ldquo;, verkl&auml;rt der Staatspr&auml;sident seinen kalten Staatsstreich als Anti-Terror-Ma&szlig;nahme. Nun seien die Gerichte am Zug. Erdo&#287;ans Erlass an die Richter: &bdquo;Nehmt sie und richtet &uuml;ber sie. Sie sollen den Preis, welchen auch immer, bezahlen.&ldquo;<br>\nEs ist nur eine Frage der Zeit, bis die gescholtenen Parlamentarier der Demokratischen Partei der V&ouml;lker verhaftet werden. Die HDP-Vorsitzenden Selahettin Demirtas und Figen Y&uuml;ksedag f&uuml;rchten zu Recht, dass das Gros ihrer Fraktion, 50 von 49 Abgeordneten, wegen &bdquo;Terrorpropaganda&ldquo; angeklagt und zu einer Gef&auml;ngnisstrafe verurteilt werden. Mit der Schw&auml;chung der einzigen relevanten Opposition wird sich das Kr&auml;fteverh&auml;ltnis im Parlament &auml;ndern, Erdo&#287;an hat dann die notwendige Zweidrittelmehrheit f&uuml;r die gew&uuml;nschte Verfassungs&auml;nderung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201605213953\/politik\/welt\/erdoans-werk-und-merkels-beitrag.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><strong>EU-T&uuml;rkei-Fl&uuml;chtlingsdeal muss beendet werden<\/strong><br>\nInhaftierungen, Abschiebungen, kein Zugang zum Asylverfahren: Der EU-T&uuml;rkei-Deal hat an Europas Grenzen zu rechtlosen Zust&auml;nden gef&uuml;hrt. PRO ASYL hat die fatalen Folgen des Deals in einem Bericht dokumentiert und fordert anl&auml;sslich der Reise der Bundeskanzlerin in die T&uuml;rkei am 22. Mai die Aussetzung des EU-T&uuml;rkei-Abkommens.<br>\nUnsere Dokumentation zeigt: Die ersten Auswirkungen &uuml;bersteigen unsere schlimmsten Bef&uuml;rchtungen. In die T&uuml;rkei Zur&uuml;ckgeschobene werden inhaftiert. Die M&ouml;glichkeit, Asylantr&auml;ge zu stellen, gibt es faktisch nicht. Die Inhaftierten werden gezwungen, ihre Zustimmung zur freiwilligen Ausreise zu erkl&auml;ren. Ansonsten droht ihnen monatelange Haft.<br>\nAuf den griechischen Inseln sitzen Mitte Mai mehr als 8.300 Menschen fest &ndash; mehrere Tausend sind inhaftiert. Die Haftlager und provisorischen Unterk&uuml;nfte sind v&ouml;llig &uuml;berf&uuml;llt, die hygienischen Verh&auml;ltnisse katastrophal und die Essenversorgung absolut defizit&auml;r.<br>\nZu diesem Schluss kommt auch Human Rights Watch in einem aktuellen Bericht vom 19. Mai 2016. HRW beschreibt die Situation in den griechischen Hotspots als chaotisch und gef&auml;hrlich, insbesondere f&uuml;r Frauen und Kinder. Bei Auseinandersetzungen in den Haftlagern zieht sich die Polizei immer h&auml;ufiger zur&uuml;ck. Unter diesen chaotischen Verh&auml;ltnissen ist die k&ouml;rperliche Integrit&auml;t der Schutzsuchenden nicht mehr gew&auml;hrleistet. Auch unsere Mitarbeitenden sprechen von einer Situation, die au&szlig;er Kontrolle geraten sei.<br>\nIn dieser Situation, in der Fl&uuml;chtlingen weder eine geregelte Basisversorgung gew&auml;hrt noch ihre Sicherheit in den Lagern gew&auml;hrleistet wird, kann es kein rechtsstaatliches Verfahren geben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/news\/eu-tuerkei-fluechtlingsdeal-muss-beendet-werden\/\">Pro Asyl<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Frankreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Frankreichs umk&auml;mpfte Arbeitsrechts-&bdquo;Reform&ldquo;, Teil 27<\/strong><br>\nStreix!, Demonstrationen!, Blockaden!: die Protestbewegung nimmt (endlich) auch &bdquo;auf &ouml;konomischer Ebene&ldquo; an Fahrt auf \/ Beeindruckender Zwischenstand vor allem in den Raffinerien und Treibstoffdepots \/ Platzbesetzerbewegung bringt sich bei den Blockaden mit ein \/ Demobeteiligung am Donnerstag hat sich gegen&uuml;ber Dienstag wieder verdoppelt \/ Polizei-Demo am Mittwoch, den 18. Mai: Front National-Abgeordnete als H&auml;tschelkinder \/ Kommende Termine: Abendprogramm vor dem Sitz des Arbeit&bdquo;geber&ldquo;verbands Merdef, pardon: MEDEF; Aktionstag am 26. Mai; frankreichweite Demo am 16. Juni 16 geplant<br>\nFrankreichs derzeitige massive Sozialprotestbewegung gehorcht ihren eigenen Gesetzm&auml;&szlig;igkeiten. Diese m&ouml;gen manchmal verwirrend oder schwer voraussagbar erscheinen, denn einige Besonderheiten charakterisieren diese Streik-, Sozialprotest- und Jugendbewegung im Vergleich zu fr&uuml;heren (1995, 2003, 2010). Dazu geh&ouml;ren: ihre au&szlig;ergew&ouml;hnliche Dauer bei gleichzeitig lange Zeit ausbleibender &bdquo;Zuspitzung&ldquo;; ihr gemischter Charakter, was die beteiligten sozialen Gruppen betrifft. (So spielten die Studierenden in der ersten Phase ab Ende Februar d.J. eine Schl&uuml;sselrolle und sind nun weitgehend von der Bildfl&auml;che des Sozialprotests verschwunden. Nicht v&ouml;llig, nein, aber sie bilden nicht mehr den bestimmenden oder vorantreibenden Faktor.)<br>\nHinzu kommt offensichtlich auch die Unregelm&auml;&szlig;igkeit ihrer Auf- und Abbewegungen. So schien die Situation zu Anfang der Woche von einem quantitativen R&uuml;ckgang gekennzeichnet (vgl. unseren Teil 26), und die Bewegung schien gleichzeitig radikaler und minorit&auml;r zu werden. Und nun nimmt die Beteiligung pl&ouml;tzlich wieder sprunghaft zu (ohne das quantitative Niveau vom 31. M&auml;rz dieses Jahres, oder vom Herbst 2010 bei den Demonstrationen gegen die damalige und mittlerweile vor-vorletzte &bdquo;Rentenreform&ldquo;, zu erreichen).<br>\nAm Dienstag dieser Woche, 17. Mai demonstrierten aus Anlass des sechsten gewerkschaftlichen &bdquo;Aktionstag&ldquo; in Folge in Paris laut realistischen Sch&auml;tzungen zwischen 10.000 und maximal 15.000 Menschen. Die Angaben des Verfassers beruhen auf der Verweildauer (25 Minuten) und der Breite (im Durchschnitt zwanzig Personen pro Reihe) an der M&eacute;tro-Station Duroc. Doch am gestrigen Donnerstag, den 19. Mai bot sich zum siebten &bdquo;Aktionstag&ldquo; bereits wieder ein anderes Mal. Die reale Zahl betreffend die Teilnehmer\/innen\/zahl in Paris d&uuml;rfte bei plus \/ minus 25.000 Personen liegen &ndash; beruhend auf den Bemessungsgrundlagen Dauer des Vorbeiziehens (55 Minuten) und Breite (erneut rund zwanzig Personen pro Reihe, allerdings unregelm&auml;&szlig;ig) an der Seinebr&uuml;cke in der N&auml;he der M&eacute;tro-Station Quai de la Rap&eacute;e.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/frankreich\/politik-frankreich\/politik-arbeitsgesetz_widerstand\/frankreichs-umkaempfte-arbeitsrechts-reform-teil-27\/\">LabourNet Germany<\/a><\/li>\n<li><strong>Gewerkschaften gegen die Arbeitsmarkt&raquo;reformen&laquo;<\/strong><br>\nSeit &uuml;ber sieben Monaten dauert der politische Notstand in Frankreich an. Staatspr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande hatte ihn nach den Pariser Attentaten verh&auml;ngt und vom Parlament verl&auml;ngern lassen. Theoretisch kann man nun ohne Kontakt zum Anwalt wochenlang von der Polizei weggesperrt werden, ist das Demonstrationsrecht eingeschr&auml;nkt und Tausende Hausdurchsuchungen sind durchgef&uuml;hrt worden.<br>\nIn diesem Klima der Bedrohung, die insbesondere der migrantische Teil der Bev&ouml;lkerung empfinden muss, in deren Nachbarschaft diese Durchsuchungen und vor&uuml;bergehenden Festnahmen stattfinden, spielt sich auch der soziale Gro&szlig;konflikt ab, der das Ende der in Deutschland so oft &uuml;bersch&auml;tzten franz&ouml;sischen Kampfbereitschaft bedeuten k&ouml;nnte.<br>\nHollande und seine neoliberale Kabinettsmannschaft um Premierminister Valls hatten nach den gro&szlig;en Steuererleichterungen und einem nur halbherzigen Investitionsprogramm die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes in Angriff genommen (Verl&auml;ngerung des Arbeitstages, Verbilligung der Sozialpl&auml;ne bei Entlassungen, Vorrang der Betriebsvereinbarung vor dem Tarifertrag usw. &ndash; siehe dazu ausf&uuml;hrlicher hier). Nur ein Teil der Gewerkschaftsb&uuml;nde begann mit der Mobilisierung auf der Stra&szlig;e. Die CFDT und andere verhandelten.<br>\nDiese Spaltung stand der Mobilisierung in den Betrieben entgegen, auch wenn es die erneuerte F&uuml;hrung der CGT nicht wahrhaben wollte. Insbesondere die Raffinerie-Besch&auml;ftigten und der Sektor der Lebensmittelindustrie, deren Gewerkschaften dem Weltgewerkschaftsbund seit 2014 wieder angeh&ouml;ren, aus dem die CGT 1995 ausgetreten ist, bestimmen seit dem letzten CGT-Kongress den radikalisierten Kurs der ehemals kommunistischen Gewerkschaft.<br>\nDer Erfolg der Gewerkschaften h&auml;ngt davon ab, dass sie tats&auml;chlich einen Industriezweig lahmlegen (was im produzierenden Gewerbe kaum noch gelingt), und dass sie die Streiks bis zum 16. Juni aufrecht erhalten k&ouml;nnen, wenn das Gesetz endg&uuml;ltig verabschiedet werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/gewerkschaften-gegen-die-arbeitsmarktreformen\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Hype um &raquo;Nuit Debout&laquo;<\/strong><br>\nDie Leute der Bewegung &raquo;Nuit Debout&laquo; (&raquo;die Nacht &uuml;ber wach sein&laquo;) in Frankreich interessieren die R&auml;nkespiele, wer in welcher Formation Pr&auml;sidentschaftskandidat wird, nur noch am Rande. Diese Versammlungen, die nach dem erfolgreichsten Aktionstag gegen die neuen Arbeitsgesetze entstanden sind, gibt es in einigen Gro&szlig;st&auml;dten. Aber sie sind nicht das neue gro&szlig;e Ding, das sich manche deutschen Presseorgane davon versprechen.<br>\nDie ersten gro&szlig;en Demonstrationen hatten ein junges Gesicht. Die &raquo;Reform&laquo; der Arbeitsgesetze im Zeichen von &raquo;mehr arbeiten, weniger verdienen, leichter entlassen&laquo; provozierte besonders junge Franzosen, die ihre ohnehin nicht rosigen Startchancen f&uuml;r ein angemessenes Arbeitsleben weiter schwinden sahen. Mit einer Konzession bei den befristeten Arbeitsvertr&auml;gen brachte Premierminister Manuel Valls auch noch die Unternehmer gegen die Gesetzesnovellierung auf, konnte zugleich aber die StudentInnen mit Stipendienzusagen nicht zur&uuml;ckgewinnen.<br>\nAngesichts der Rekord-Wahlenthaltung bei den j&uuml;ngeren Jahrg&auml;ngen und Erstw&auml;hlerInnen sind manche Kommentatoren geneigt, die franz&ouml;sische Jugend als passiv, vergn&uuml;gungss&uuml;chtig, unpolitisch zu bezeichnen. Die unendlichen Redebeitr&auml;ge, facebook-Notizen und &raquo;Klagenmauern&laquo; zeigen ein anderes Bild. Ein Bild der vielen tausend Leiden am System: unbezahlte &Uuml;berstunden im Altenheim, verweigerte tarifliche Leistungen, Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche ohne unbefristeten Arbeitsvertrag, fehlende Asbestsanierung in der Schule, selbstbezahltes Unterrichtsmaterial, jeden dreckigen Job machen zu m&uuml;ssen usw.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/der-hype-um-nuit-debout\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Abgabenexplosion in Griechenland: &ldquo;Als N&auml;chstes besteuern sie die Luft zum Atmen&rdquo;<\/strong><br>\nDiesen Sonntag stimmt das griechische Parlament &uuml;ber drastische Steuererh&ouml;hungen ab. Bier, Hotels, Lebensmittel &ndash; fast alles soll sp&uuml;rbar teurer werden. Wie denken die Griechen dar&uuml;ber?<br>\nAlexis Tsipras bleibt seinem Grundsatz treu: &ldquo;Wenn etwas floriert, besteuere es.&rdquo; Seine Regierung hat dem Parlament in dieser Woche ein Gesetz &uuml;ber Steuererh&ouml;hungen von 1,8 Milliarden Euro im Jahr vorgelegt. Das entspricht einem Prozent der Wirtschaftsleistung. In Deutschland w&auml;ren das 30,3 Milliarden Euro. Es trifft jeden Griechen &ndash; vom F&uuml;nf-Sterne-Hotelier &uuml;ber Biertrinker und Internetnutzer bis hin zu Rauchern.<br>\nDabei sind erst vor Kurzem die Renten erneut gek&uuml;rzt und die Einkommensteuer angehoben worden. Die Regierung in Athen hofft damit, die Euro-Finanzminister zu erweichen: Sie sollen in der kommenden Woche die n&auml;chste Kredittranche f&uuml;r Griechenland freigeben.<br>\nDer Unmut unter den Griechen ist gro&szlig; &ndash; verst&auml;ndlicherweise. Nur zu gut erinnern sie sich an Tsipras&rsquo; Versprechen, dieser Strategie ein Ende zu bereiten. Sie hat sich ja nicht nur als unpopul&auml;r erwiesen, sondern &uuml;berdeutlich auch als erfolglos: Trotz stetiger Anhebungen lag etwa das Aufkommen aus der Mehrwertsteuer im vergangenen Jahr um 3,5 Milliarden Euro niedriger als noch 2009 &ndash; zum Teil, weil zu hohe Steuern die Nachfrage abschn&uuml;ren. Und zum anderen Teil deshalb, weil viele Griechen nur eine M&ouml;glichkeit sehen, &uuml;ber die Runden zu kommen: den Fiskus zu betr&uuml;gen, wo immer es geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-was-griechen-ueber-drastisch-hoehere-steuern-denken-a-1093295.html\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Amerikanischer Mindestlohn &ndash; Obamas Lohn<\/strong><br>\nBarack Obama will zum Ende seiner Amtszeit die Mindestl&ouml;hne erheblich anheben. Glaubt man dem Pr&auml;sidenten, schieben die staatlichen Lohneingriffe die Wirtschaft an. Das ist bestenfalls naiv. Ein Kommentar.<br>\nSeit in Venezuela die Regierung die Supermarktpreise bestimmt, herrscht dort der pure Mangel. Der staatliche Eingriff in die M&auml;rkte erzeugt echtes Elend. Dabei verfolgt die sozialistische Regierung nur beste Absichten. Sie will die Waren erschwinglich f&uuml;r arme Menschen halten. Das funktioniert aber nicht. Viele Deutsche wissen das. Sie haben erfahren, dass der Preis von G&uuml;tern unerheblich ist, wenn sie nicht verf&uuml;gbar sind. Was eine Banane kostet, die es nicht gibt, ist schlicht gesagt Banane. Die ganze Welt, abgesehen von Nordkorea oder Kuba, sieht inzwischen angesichts solcher Beispiele ein, dass Kommandowirtschaft Mist ist.<br>\nDie gleiche Welt freut sich aber &uuml;ber einen progressiven Pr&auml;sidenten Barack Obama, wenn der in die Preisfindung des amerikanischen Arbeitsmarktes eingreift. Obama und seine politischen Freunde in den von starken demokratischen Mehrheiten gepr&auml;gten Bundesstaaten setzen alles daran, die Mindestl&ouml;hne zum Teil drastisch zu erh&ouml;hen. Zudem hat das Wei&szlig;e Haus gerade h&ouml;here Jahresgeh&auml;lter angeordnet f&uuml;r Arbeitnehmer, deren &Uuml;berstunden bisher nicht entlohnt werden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/amerikanischer-mindestlohn-obamas-lohn-14242447.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die FAZ setzt also in aller Dreistigkeit die fehlgeschlagene Kommandowirtschaft Venezuelas mit den zaghaften Versuchen Obamas gleich, im Heimatland des Turbokapitalismus die Mindestl&ouml;hne einigerma&szlig;en existenzsichernd zu gestalten??? An vielen Orten in Kalifornien sind schon die genannten 40.000 USD des Restaurantbesitzers knapp, aber von den <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/mindestlohn-new-york-und-kalifornien-zahlen-jetzt-15-dollar-a-1085482.html\">aktuell 10 Dollar Mindestlohn<\/a> kann wirklich keiner leben. (Im Silicon Valley bspw. kosten 1-Zimmer-Wohnungen leicht 2.000 Dollar Miete pro Monat.) Also was will die FAZ? Nat&uuml;rlich lediglich den arbeitslosen schwarzen Jugendlichen helfen, denen ein h&ouml;herer Mindestlohn schadet&hellip; und niemals den Arbeitgeberwunsch nach Sklavenarbeiten bef&ouml;rdern. Selbstredend kommt auch das Wort &ldquo;Nachfrage&rdquo; im Artikel nicht vor.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>US capitalism in crisis while most Americans lose out<\/strong><br>\nCrisis always brings opportunity. And right now, we are having a crisis of capitalism unlike anything experienced during the last four decades, if not longer. The evidence is everywhere &ndash; in rising inequality, in the division of fortunes between companies and workers, and in lethargic economic growth despite unprecedented infusions of monetary stimulus by the world&rsquo;s governments (a huge $29tn in total since 2008). Eight years on from the financial crisis and great recession, the US, UK and many other countries are still experiencing the longest, slowest economic recoveries in memory.<br>\nThis has, of course, diametrically shifted the political climate, creating a paradigm of insiders versus outsiders. In the US, Donald Trump and Bernie Sanders are different sides of the same coin; in Britain, Jeremy Corbyn is an equally dramatic response to establishment politics. The challenges to the political and economic status quo are not going away anytime soon. A recent Harvard study shows that only 19% of American millennials call themselves capitalist, and only 30% support the system as a whole. Perhaps more shocking, the numbers are not much better among the over-30 set. A mere half of Americans believe in the system of capitalism as practised today in the US, which is quite something for a nation that brought us the &ldquo;greed is good&rdquo; culture.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2016\/may\/21\/crisis-in-capitalism-and-role-of-wall-street\">Rana Foroohar im Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Positivliste, Meistbeg&uuml;nstigtenklausel und vorl&auml;ufige Anwendung<\/strong><br>\nDie Werkzeuge der Freihandelsabkommen und ihre Auswirkungen<br>\nZu den wichtigsten Zielen von Freihandelsabkommen z&auml;hlt der immer wieder erw&auml;hnte Abbau von Regulierungen und die dadurch m&ouml;gliche Erleichterung des globalen Handels. Wer jedoch genauer hinschaut, entdeckt, dass keinesfalls auf Regulierungen verzichtet werden soll, welche kapitalkr&auml;ftige Investoren beg&uuml;nstigen und kleine und mittlere Unternehmen sowie die Besch&auml;ftigten dieser Unternehmen, die Zivilgesellschaft und die kleineren Staaten eher benachteiligen. Man will durch die Freihandelsabkommen das h&ouml;chste Liberalisierungs- und Investitionsschutzniveau erreichen. Wer diese Priorit&auml;ten kennt, kann auch die einzelnen Ma&szlig;nahmen besser einordnen und ihre Folgen leichter nachvollziehen.<br>\nIm Laufe der Verhandlungen um die inzwischen &uuml;ber 200 Freihandelsabkommen haben sich mehrere Werkzeuge als besonders effizient und durchschlagend herausgestellt, die inzwischen in allen Verhandlungen um Freihandelsvertr&auml;ge auftauchen und in der Praxis auch nicht mehr umgangen werden k&ouml;nnen. Besonders heimt&uuml;ckisch sind dabei &Auml;nderungen in der Systematik, welche eine Bewertung der Konsequenzen deutlich erschweren und in der &ouml;ffentlichen Diskussion daher meist &uuml;bersehen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48302\/1.html%20\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Der bekannte Sumpf von TTIP + Co wird immer tiefer und ich bezweifle, dass Merkel und Gabriel die neoliberalen Machenschaften &uuml;berblicken. Sollte das Handelsabkommen in Kraft treten, m&uuml;sste das Ziel die Aufl&ouml;sung der EU sein, um aus dieser Knechtschaft der Konzerne &uuml;berhaupt heraus zu kommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Jens Spahn: Das Rentenniveau muss weiter sinken<\/strong><br>\nStaatliche Rente, private Vorsorge, betriebliche Alterssicherung: Das Rentenniveau auf dem heutigen Stand zu halten w&auml;re ziemlich teuer, sagt CDU-Politiker Jens Spahn.<br>\nDas CDU-Pr&auml;sidiumsmitglied Jens Spahn hat davor gewarnt, das Rentenniveau auf dem heutigen Stand zu halten. &bdquo;Das w&auml;re ziemlich teuer und hilft denen kaum, die es wirklich brauchen&ldquo;, sagte Spahn dem Tagesspiegel &ndash; und erteilte damit entsprechenden Forderungen der SPD eine Absage. Er wundere sich, so der Finanzstaatssekret&auml;r, &bdquo;dass eine Partei, die f&uuml;r die Arbeiter da sein will, nur &uuml;ber h&ouml;here Renten redet und nicht &uuml;ber die Besch&auml;ftigten, die das mit ihren Beitr&auml;gen teuer bezahlen m&uuml;ssten&ldquo;.<br>\n&Uuml;ber viele Jahre habe sich &bdquo;ein Grundkonsens herausgebildet &uuml;ber die Notwendigkeit, die Rente f&uuml;r eine &auml;lter werdende Gesellschaft fit zu machen&ldquo;, sagte Spahn. &bdquo;Den sollten wir nicht kurzfristiger Schlagzeilen wegen &uuml;ber Bord werfen. Gerade als Volksparteien sollten wir ein gemeinsames Interesse daran haben, den Menschen nicht Dinge zu versprechen, die man gegen die Mathematik nicht halten kann.&ldquo;<br>\nGleichwohl machte sich der CDU-Politiker f&uuml;r Reformen bei der Rente stark. &bdquo;Wer sich mit Mitte 50 kaputt gearbeitet hat, etwa auf dem Bau, der kriegt besch&auml;mend wenig&ldquo;, sagte Spahn. &bdquo;Gezielte Nachbesserungen bei der Erwerbsunf&auml;higkeit &ndash; da w&auml;re ich sofort dabei.&ldquo;<br>\nScharfe Kritik &uuml;bte Spahn an der &Auml;u&szlig;erung von CSU-Chef Horst Seehofer, dass die Riester-Rente gescheitert sei. Diese Wortwahl sei &ldquo;falsch und fatal&rdquo;, sagte der CDU-Politiker. Schlie&szlig;lich h&auml;tten die 16 Millionen Riester-Sparer &ldquo;etwas richtig gemacht: Sie verzichten heute und sparen f&uuml;r sp&auml;ter.&rdquo; Allerdings sei es ein Fehler gewesen, die Riesterrente nicht verpflichtend gemacht zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/cdu-politiker-mahnt-reformen-an-jens-spahn-das-rentenniveau-muss-weiter-sinken\/13622116.html%20\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Herr Spahn, der scheinbar noch nie als &bdquo;normaler&ldquo; Arbeitnehmer t&auml;tig war, erdreist sich, f&uuml;r die Interessen der Arbeiter zu sein. Sein Einsatz f&uuml;r die private Riester-Rente offenbart jedoch: Entweder ist er schlicht beratungsresistent (dann handelt er wohl b&ouml;swillig gegen&uuml;ber der Arbeitnehmerschaft) oder &ndash; was durchaus vermutet werden darf &ndash; er handelt lediglich aus eigenem Interesse an der privaten Rentenvorsorge heraus. Hat Herr Spahn Kontakte zu dieser Branche? Oder hat er sich die USA als Vorbild auserkoren?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: USA: Zahl der &Uuml;ber-65-J&auml;hrigen, die noch arbeiten, auf Rekordh&ouml;he<\/strong><br>\nMit der Verrentung sind dementsprechend immer weniger zufrieden, 12 Prozent wollen\/k&ouml;nnen sich nicht zur Ruhe setzen<br>\nIn Deutschland wird diskutiert, das Renteneintrittsalter, vielleicht flexibel, weiter hinauszuschieben, um das bestehende Rentensystem zu sichern. In das zahlen freilich nur zwangsweise die Angestellten ein. Voraussehbar ist, sollte sich nichts grunds&auml;tzlich politisch &auml;ndern, was nicht zu erwarten ist, dass immer mehr Menschen immer l&auml;nger arbeiten m&uuml;ssen, um nicht in Armut zu rutschen oder sich &uuml;berhaupt &uuml;bers Wasser zu halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48277\/1.html%20\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Krankenkassen sollen in Aktien investieren<\/strong><br>\nDie Niedrigzinsen machen nicht nur den Versicherern, sondern auch den Krankenkassen zu schaffen. Nun gibt es einen Ausweg aus dem Anlagenotstand: Ein Gesetz soll den Kassen Aktiengesch&auml;fte erlauben &ndash; aber nur begrenzt.<br>\nK&uuml;nftig sollen gesetzliche Krankenkassen einen Teil ihrer Finanzr&uuml;cklagen in Aktien investieren d&uuml;rfen, um f&uuml;r langfristige Anlagen bessere Renditen zu erzielen. Das Bundesgesundheitsministerium best&auml;tigte am Freitag einen entsprechenden Gesetzesentwurf, &uuml;ber den die &ldquo;Frankfurter Allgemeine Zeitung&rdquo; berichtet hatte. (&hellip;)<br>\nAllerdings soll das Aktienengagement auf zehn Prozent des Anlagebetrags begrenzt werden. Das w&auml;ren laut Bundesversicherungsamt knapp f&uuml;nf Milliarden Euro. Zudem sollen die Krankenkassen nur Aktien in Euro kaufen d&uuml;rfen, bevorzugt &uuml;ber Indexfonds (ETFs). Das Management m&uuml;sse passiv und indexorientiert sein, hei&szlig;t es n&auml;mlich.<br>\nBisher lie&szlig; Berlin riskante und potenziell lukrativere Anlagen wie Aktien in den Altersr&uuml;ckstellungen nicht zu. Dennoch hat manche AOK mit Billigung der Landesaufsicht in Aktien investiert, schreibt die &ldquo;FAZ&rdquo;. Eine Gesetzes&auml;nderung w&uuml;rde solche Engagements endlich legalisieren. Seit Ende des vergangenen Jahrzehnts sind die Krankenkassen verpflichtet, f&uuml;r ihre betriebliche Altersversorgung eigene R&uuml;cklagen zu bilden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/boerse.ard.de\/aktien\/krankenkassen-sollen-in-aktien-investieren100.html%20\">boerse.ARD.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Politik will also noch mehr systemrelevante Zockerbuden, die im Falle eines Crashs vom Steuerzahler gerettet werden m&uuml;ssen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Verfahren der EU-Kommission: Deutschland ist Europameister bei der Luftverschmutzung<\/strong><br>\n&ndash; Die Grenzwerte f&uuml;r Stickstoffdioxid werden bundesweit &uuml;berschreiten.<br>\n&ndash; Die EU-Kommission betreibt deshalb zwei Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesregierung,<br>\nDas ist ein nicht gerade erfreulicher Titel: Deutschland ist Europameister bei der Luftverschmutzung. Das geht aus der Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen hervor, die dieser Zeitung vorliegt. Derzeit betreibt die EU-Kommission zwei Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesregierung. Hinzu kommt, dass bei Feinstaub und bei Stickoxid die Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) teils in gro&szlig;em Stil &uuml;berschritten werden.<br>\nStickstoffdioxid (NO2) hat es im Zuge des Volkswagen-Abgasskandals in den vergangenen Monaten zu trauriger Ber&uuml;hmtheit geschafft. Der gasf&ouml;rmige Stoff entsteht bei Verbrennungsvorg&auml;ngen in Dieselmotoren. Abgasreinigungssysteme k&ouml;nnen ihn unsch&auml;dlich machen. Doch bei zahlreichen Modellen des Wolfsburger Konzerns sorgt der Bordcomputer illegalerweise daf&uuml;r, dass die Katalysatoren nur auf dem Pr&uuml;fstand und nicht im Normalbetrieb auf der Stra&szlig;e funktionieren. Andere Hersteller arbeiten mit anderen Tricks, die sich in einer juristischen Grauzone bewegen. Das Ergebnis ist das Gleiche: NO2 wird in rauen Mengen in die Luft geblasen. Laut Umweltministerium wird der EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel an 29 Prozent aller bundesweiten Luftschadstoff-Messstellen &uuml;berschritten. Die 40 Mikrogramm entsprechen auch der WHO-Empfehlung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/verfahren-der-eu-kommission-deutschland-ist-europameister-bei-der-luftverschmutzung-24098944\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Notdurft der Anderen<\/strong><br>\nWir leben im totalen Markt. Alles ist Kundschaft und Anbieter. Dass es so ist, sieht man an den allt&auml;glichen Kleinigkeiten. Wenn man zum Beispiel aus Schei&szlig;e noch Gold macht, dann hat man selbst die Notdurft marktkonformiert.<br>\nKaum dass ich aus der Redaktion des &raquo;neuen deutschland&laquo; heraus war, Richtung Ostbahnhof lief, &auml;rgerte ich mich. Vielleicht h&auml;tte ich doch noch aufs Klo gehen sollen. Jetzt war es zu sp&auml;t, der Berlin-Trip ging weiter, uns schwebte der Kurf&uuml;rstendamm vor. Kaum am Bahnhof Zoo angelangt musste ich aber endg&uuml;ltig austreten. Es gibt Dinge, die sind nicht verhandelbar. Sanifair stand schon bereit und ich zog den Bon meines morgendlichen Sanifair-Besuches am Alexanderplatz aus dem Geldbeutel, sodass ich statt eines Euro nur f&uuml;nfzig Cent f&uuml;r das Entleeren der Blase blechen musste. Doch es funktionierte nicht. Der Angestellte des Klobetreibers, ein trolliger Berliner, kl&auml;rte mich auf: &raquo;Det jeht bei uns nich, Meister.&laquo; Am Bahnhof Zoo sind wohl die Sanifair-Scheine von anderen stillen &Ouml;rtchen nicht kompatibel. &raquo;Da k&ouml;nnen se sich wat oben f&uuml;r koofen, aber nu m&uuml;ssen se nen Euro hier rinnwerfen&laquo;, riet er mir und zeigte auf den Einwurfschlitz. &raquo;Gro&szlig;artig&laquo;, antwortete ich, &raquo;oben kaufe ich mir was zum Trinken und dann muss ich wieder pinkeln.&laquo; Der Berliner grinste und scherzte, dass &raquo;dat der ewige Kreislauf&laquo; sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1012351.die-notdurft-der-anderen.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Deutscher Waffenhandel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gegen die Aush&ouml;hlung der Meinungs- und Pressefreiheit &ndash; Solidarit&auml;t mit J&uuml;rgen Gr&auml;sslin!<\/strong><br>\nSie haben das Buch &bdquo;Netzwerk des Todes. Die kriminellen Verflechtungen von Waffenindustrie und Beh&ouml;rden&ldquo; verfasst und darin auszugsweise in Zitaten und partiellen Ausz&uuml;gen aus Dokumenten auf m&ouml;gliche Straftaten von Vertretern des Waffenproduzenten und -exporteurs Heckler &amp; Koch (H&amp;K) in Zusammenarbeit mit dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und dem Bundesausfuhramt (Bafa) hingewiesen.<br>\nGegen die drei AutorInnen ermittelt gegenw&auml;rtig die Staatsanwaltschaft M&uuml;nchen wegen des Verdachts verbotener Mitteilungen &uuml;ber Gerichtsverhandlungen gem&auml;&szlig; Paragraf 353d Strafgesetzbuch &ndash; gemeint ist die verbotene Ver&ouml;ffentlichung amtlicher Schriftst&uuml;cke. Der Straftatbestand sieht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr vor. Gepr&uuml;ft wird, ob noch andere Straftatbest&auml;nde in Betracht kommen.<br>\nNach Auffassung des BundessprecherInnenkreises der DFG-VK ist dies der ebenso durchsichtige wie &uuml;ble Versuch, J&uuml;rgen Gr&auml;sslin und seine MitstreiterInnen f&uuml;r ihre Ver&ouml;ffentlichungen &uuml;ber m&ouml;gliche kriminelle Machenschaften von H&amp;K-Besch&auml;ftigen sowie &uuml;ber die Unterst&uuml;tzung dieser Machenschaften durch ranghohe Ministerialbeamte abzustrafen und zu diskriminieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dfg-vk.de\/pazifismus\/gegen-die-aushoehlung-der-meinungs-und-pressefreiheit-solidaritaet-mit-juergen-graesslin\">DFG-VK<\/a><\/li>\n<li><strong>Waffen f&uuml;r Saudis &ndash; Hersteller macht Druck<\/strong><br>\nHeckler &amp; Koch w&uuml;rde gerne Bauteile f&uuml;r G36-Gewehre nach Saudi-Arabien liefern, bekommt aber seit 2013 keine Genehmigung mehr daf&uuml;r. Nach Informationen von NDR, WDR und &ldquo;SZ&rdquo; erh&ouml;ht das schw&auml;bische R&uuml;stungsunternehmen nun den Druck auf die Bundesregierung.<br>\nDer Konflikt um Waffenexporte nach Saudi-Arabien versch&auml;rft sich. Weil die Bundesregierung seit 2013 keine Ausfuhr von Bauteilen mehr genehmigt hatte, erhob das R&uuml;stungsunternehmen Heckler &amp; Koch zun&auml;chst Unt&auml;tigkeitsklage &ndash; um eine Entscheidung zu erzwingen. Nach Informationen von NDR, WDR und &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo; hat das Unternehmen die Klage vor dem Verwaltungsgericht in Frankfurt am Main ge&auml;ndert und will nun die Bundesregierung zu einer Ausfuhrgenehmigung verpflichten lassen.<br>\nDie schw&auml;bische R&uuml;stungsschmiede Heckler &amp; Koch will so erreichen, dass Bauteile f&uuml;r das G36-Gewehr ausgef&uuml;hrt werden d&uuml;rfen. Seit 2008 baut Saudi-Arabien die Waffe in Lizenzfertigung. Im Juni soll es nun zu einer m&uuml;ndlichen Verhandlung kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/waffenexporte-117.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Rheinmetall ist Zulieferer f&uuml;r Munitionsfabrik in Saudi-Arabien<\/strong><br>\nBombengesch&auml;fte mit den Saudis: Die deutsche Firma Rheinmetall macht umstrittene Deals mit Saudi-Arabien &ndash; obwohl das K&ouml;nigreich Krieg im Jemen f&uuml;hrt.<br>\nDer D&uuml;sseldorfer Rheinmetall-Konzern hilft dem Milit&auml;r des K&ouml;nigreichs Saudi-Arabien bei der Produktion von Munition. Wie der stern in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat Rheinmetall erstmals einger&auml;umt, bei einer neuen Fabrik der Military Industries Corporation nahe Riad &uuml;ber eine s&uuml;dafrikanische Tochter &ldquo;als Zulieferer eingebunden&rdquo; zu sein.<br>\nDas neu errichtete Werk war Ende M&auml;rz im Beisein des s&uuml;dafrikanischen Pr&auml;sidenten Jacob Zuma er&ouml;ffnet worden. Laut einer offiziellen Erkl&auml;rung von Zuma ist die s&uuml;dafrikanische Rheinmetall-Tochter Rheinmetall Denel Munition auch Betreiber der Fertigungsst&auml;tte. Rheinmetall bestritt das gegen&uuml;ber dem stern. Betreiber sei allein die Military Industries Corporation. Sie ist dem saudi-arabischen Verteidigungsminister unterstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/rheinmetall-ist-zulieferer-fuer-munitionsfabrik-in-saudi-arabien-6854722.html\">stern<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gro&szlig;britannien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Antisemitismus in der Labour Party?<\/strong><br>\n&bdquo;Ausf&auml;lle gegen Juden&ldquo;, berichtet die Londoner Welt-Korrespondentin Stefanie Bolzen, &bdquo;sind in der britischen Labour-Partei fast zur Normalit&auml;t geworden&ldquo;. In der FAZ fragt Raphael Gross besorgt: &bdquo;Was ist nur mit der Labour Party los&hellip;?&ldquo; Und er will wissen: &bdquo;Warum spielen Teile der Linken den Holocaust herunter?&ldquo; Die NZZ spricht in ihrer Schlagzeile kurzerhand &ndash; und in jeder Hinsicht unangemessen &ndash; von &bdquo;Corbyns Schmuddelecke&ldquo;. Der Tenor dieser und anderer Beitr&auml;ge in deutschsprachigen Medien ist eindeutig: Die britische Labour Party hat ein &bdquo;Antisemitismus-Problem&ldquo;.<br>\nIn Gro&szlig;britannien ist die Berichterstattung &uuml;ber das Thema naturgem&auml;&szlig; umfangreicher und dichter als hierzulande. Aber auch auf der Insel ist man sich einig in der Einsch&auml;tzung. Selbst Medien, die Labour grunds&auml;tzlich wohlgesonnen sind, machen aus ihrer Emp&ouml;rung keinen Hehl. Der New Statesman sprach sogar von einem &bdquo;Hitlergate&ldquo;.<br>\nWas genau ist passiert? Glaubt man dem Daily Telegraph, dann wurden inzwischen um die 50 Labour-Mitglieder wegen antisemitischer &Auml;u&szlig;erungen suspendiert, also ihre Mitgliedschaft ausgesetzt. Sollten sich die Vorw&uuml;rfe gegen sie best&auml;tigen, droht ihnen der Parteiausschluss.<br>\nUnter enormen Druck geraten, hat die Partei einen internen Untersuchungsausschuss eingesetzt, der eine (Einzelfall-) Pr&uuml;fung vornehmen und vermutlich auch verbindliche Regeln f&uuml;r den Umgang mit Israel beziehungsweise Israel-Kritik formulieren soll. Was die in Rede stehenden Verdachtsf&auml;lle angeht, d&uuml;rfte das wahrscheinlichste Ergebnis so aussehen: Einige der Betroffenen werden aus der Partei ausgeschlossen, andere freigesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/augenaufunddurch.net\/2016\/05\/21\/antisemitismus-in-der-labour-party\/\">Augen Auf! Und Durch&hellip;<\/a><\/li>\n<li><strong>Magier des Realismus<\/strong><br>\nJeremy Corbyn hatte eigentlich keine Chance und nutzte sie. Die Labour-Basis ist begeistert, der Rest des Landes weniger<br>\nEin so unvorhersehbares Ereignis wie die Wahl Jeremy Corbyns zum Vorsitzenden der Labour-Partei hat es in der Geschichte der modernen britischen Politik kaum je gegeben. Nach der Niederlage gegen David Camerons Tories bei den Parlamentswahlen im Mai 2015, die verheerender ausfiel, als alle Umfragen es bef&uuml;rchten lie&szlig;en, trat der gem&auml;&szlig;igte, unauff&auml;llige Labour-Chef Ed Miliband zur&uuml;ck, und sogleich begann unter den ehrgeizigeren Abgeordneten der Partei das Gerangel um seinen Posten. Jeremy Corbyn, ein radfahrender Abstinenzler und Vegetarier, jenseits seines Wahlkreises Islington North in London so gut wie unbekannt, z&auml;hlte nicht zu den Wettstreitern.<br>\nEr hatte nicht nur kein Interesse am Parteivorsitz: In seinen 32 Jahren als Parlamentarier hatte er nie Ambitionen auf ein hohes Amt an den Tag gelegt, weder in der Regierung noch in der Opposition. Als New Labour regierte, also zwischen 1997 und 2010, stimmte er in unersch&uuml;tterlicher sozialistischer Prinzipientreue 428 Mal gegen seine eigene Parteif&uuml;hrung &ndash; so oft wie kein anderer Abgeordneter. (&hellip;)<br>\nDoch so isoliert Corbyn unter den Labour-Abgeordneten dastehen mag: Ihn zu st&uuml;rzen wird nicht leicht sein, denn die Basis st&uuml;tzt ihn, er hat viele insbesondere junge Anh&auml;nger. Labour ist heute doppelt gespalten: nicht nur zwischen ideologischen Lagern innerhalb der Partei, sondern auch zwischen der F&uuml;hrung und der Basis (den &bdquo;Corbynistas&ldquo;) auf der einen und der gro&szlig;en Mehrheit der Parlamentarier und alteingesessenen Funktion&auml;re auf der anderen Seite.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/magier-des-realismus%20\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ein &Auml;quivalent zum Briten Jeremy Corbyn &ndash; oder auch Bernie Sanders aus den USA &ndash; ist in der deutschen Sozialdemokratie nicht wahrzunehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Stagnation, Rechtspopulismus und die Krise der Eliten<\/strong><br>\nDer weltweit renommierte &ldquo;Financial Times&rdquo;-Wirtschaftskommentator Martin Wolf sieht Wutb&uuml;rger und Rechtspopulisten als Resultat des Endes des sozialpartnerschaftlichen Nachkriegskonsenses<br>\n&ldquo;Wiener Zeitung&rdquo;: Gibt gibt es einen Zusammenhang zwischen Rechtspopulismus und der ansteigenden sozialen Ungleichheit?<br>\nMartin Wolf: Ja, den gibt es. In Europa gab es in den vergangenen Jahrhunderten ein Ringen darum, eine stabile Form der demokratischen Politik f&uuml;r industrialisierte Gesellschaften zu schaffen. In der gesamten zweiten H&auml;lfte des 19. Jahrhunderts und der ersten H&auml;lfte des 20. Jahrhunderts sahen wir das &ldquo;Demokratische Zeitalter&rdquo;, wie es der franz&ouml;sische Politiker Alexis de Tocqueville genannt hat, vor unseren Augen entstehen. Und das umfasste den Wandel von absoluten Monarchien zu Staaten, in denen ein gr&ouml;&szlig;erer Teil der Menschen Teilhabe am politischen Prozess hat. Diese Entwicklung war eine Folge von Industrialisierung und Urbanisierung, denn die Bewohner der St&auml;dte waren ein wichtiger Teil des politischen Lebens, wie es die Bauern zuvor nie gewesen waren. Aber das war ein sehr schmerzhafter Prozess, begleitet von Kriegen, massiven sozialen Verwerfungen, dem Aufstieg der Kommunisten und Nazis. Eine halbwegs befriedigende Antwort war dann mit den verschiedenen Varianten von Sozialdemokratie und der Nachkriegssynthese gefunden. &Ouml;konomisch war das sehr erfolgreich. Das erste Mal seit dem Beginn der Industrialisierung wurden die Fr&uuml;chte des Wachstums ziemlich breit verteilt. Einerseits durch steigende L&ouml;hne und andererseits durch den Wohlfahrtsstaat. Der Deal lautete: soziale Sicherheit gegen hohe Steuern. Aber es war &ndash; wie sich heute zeigt &ndash; ein fragiler Deal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/wirtschaft\/international\/818587_Stagnation-Rechtspopulismus-und-die-Krise-der-Eliten.html\">Wiener Zeitung.at<\/a>\n<\/li><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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