{"id":3349,"date":"2008-07-22T09:54:40","date_gmt":"2008-07-22T07:54:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3349"},"modified":"2008-07-23T12:20:51","modified_gmt":"2008-07-23T10:20:51","slug":"hinweise-des-tages-696","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3349","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<ul>\n<li>Binnennachfrage st&auml;rken<\/li>\n<li>Glos will Konkurrenz der Schwellenl&auml;nder ausschalten<\/li>\n<li>Bundesregierung stellt der Bahn Freibrief f&uuml;r Versp&auml;tungen aus<\/li>\n<li>Planungskosten f&uuml;r den unterirdischen Stuttgarter Hauptbahnhof <\/li>\n<li>Niedriglohnbesch&auml;ftigte auf der Verliererseite<\/li>\n<li>Investitionsr&uuml;ckstand der Kommunen soll durch PPP aufgeholt werden<\/li>\n<li>Merkel und Zeitarbeit<\/li>\n<li>Unternehmen streichen mehr Stellen als sie schaffen <\/li>\n<li>Wer fr&uuml;her stirbt, hat draufgezahlt<\/li>\n<li>Steuerhinterzieher verlangen Schadenersatz<\/li>\n<li>Bischof der Bosse<\/li>\n<li>Ehemalige IKB-Vorst&auml;nde kassieren <\/li>\n<li>Blogs als Beta-Blogger<\/li>\n<li>Gr&uuml;ne emp&ouml;rt &uuml;ber Kleinerts Laufzeit-Pl&auml;doyer<\/li>\n<li>Payback zahlt nichts zur&uuml;ck<\/li>\n<li>Online-Durchsuchung nicht &ldquo;belastbar&rdquo; <\/li>\n<li>Frankfurter Uni will zweite Chance f&uuml;r Ackermann <\/li>\n<li>Gel&ouml;bnis: Dieser Staat wird euch nicht missbrauchen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3349&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p>\n<li><strong>Lucas Zeise &ndash; Planlos im Notfall<\/strong><br>\nWeltwirtschaft erscheint da (bei der Bundesregierung) als etwas, das &uuml;ber sie kommt. Finanzminister Steinbr&uuml;ck r&uuml;hmte sich erst am Wochenende, er habe keinen &ldquo;Notfallplan&rdquo;. Nach seiner Meinung ist eben alles Psychologie. Wenn man jetzt schon einen Notfallplan entwerfe, so der Minister, w&uuml;rden die Menschen noch mehr verunsichert.\n<p>Wenn die Europ&auml;er abwarten, bis die USA tief im Sumpf stecken, werden ihre eigenen Probleme noch schwerer zu l&ouml;sen sein. Exportstarke L&auml;nder wie Deutschland sollten schnell Ma&szlig;nahmen ergreifen, um ihre Binnennachfrage zu st&auml;rken. Wo das Geld ausgegeben wird, dar&uuml;ber sollten Koalition und Opposition einen fruchtbaren, kurzen Streit austragen. Dass dieses Thema jetzt ansteht, sollte Steinbr&uuml;ck erkl&auml;ren. Ein ausgeglichener Etat ist, wenn &uuml;berhaupt, nur eine politische Sekund&auml;rtugend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/388547.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>WTO: Glos will Konkurrenz der Schwellenl&auml;nder ausschalten<\/strong><br>\nBundeswirtschaftsminister Michael Glos verlangt von den Schwellenl&auml;ndern Zugest&auml;ndnisse bei der aktuellen Verhandlungsrunde der Welthandelsorganisation WTO und hat sie aufgefordert, den Zugang zu ihren M&auml;rkten zu erleichtern. Dazu erkl&auml;rt das globalisierungskritische Netzwerk Attac: \n<blockquote><p>Die Forderung von Glos zeigt, wessen Interessen er in Genf zu vertreten gedenkt: die der gro&szlig;en Konzerne in den Industriel&auml;ndern. Der Exportweltmeister Deutschland f&uuml;rchtet um seine Position am Weltmarkt und will missliebige Konkurrenz ausschalten, indem er in die M&auml;rkte der Schwellenl&auml;nder einbricht. Dies mit Armutsbek&auml;mpfung zu bem&auml;nteln ist zynisch,<\/p><\/blockquote>\n<p>sagte Alexis Passadakis, Welthandelsexperte im bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. Wer&ndash; wie von Glos behauptet &ndash; Entwicklung f&uuml;r alle erm&ouml;glichen wolle, m&uuml;sse den Entwicklungs- und Schwellenl&auml;ndern eine eigenst&auml;ndige Industriepolitik zugestehen, die Erfolge von Staaten wie China, Indien und Brasilien erst erm&ouml;glicht habe. Als unfair bezeichnete Attac auch den Versuch, Markt&ouml;ffnungen der Entwicklungs- und Schwellenl&auml;nder f&uuml;r Industrieg&uuml;ter mit einem verbesserten Zugang f&uuml;r Agrarprodukte zu den M&auml;rkten der Industriel&auml;nder erpressen zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/detailsicht\/datum\/2008\/07\/21\/wto-glos-will-konkurrenz-der-schwellenlaender-ausschalten\/?cHash=2aa7a4dc4d\">attac<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesregierung stellt der Bahn Freibrief f&uuml;r Versp&auml;tungen aus<\/strong><br>\nNach Auffassung des Fahrgastverbandes PRO BAHN will die Bundesregierung der Deutschen Bahn AG mit der Neuregelung der Fahrgastrechte einen Freibrief f&uuml;r Versp&auml;tungen ausstellen. Die Bundesregierung beabsichtigt, Fahrg&auml;sten, die f&uuml;r ihr gutes Fahrgeld mehr als eine Stunde Versp&auml;tung hinnehmen m&uuml;ssen, nur einen Anteil von 25 Prozent des Fahrpreises zu erstatten. &ldquo;Das ist entschieden zu wenig,&rdquo; erkl&auml;rt der PRO BAHN-Bundes- vorsitzende Karl-Peter Naumann. &ldquo;Damit will die Bundesregierung festschreiben, dass eine Stunde Versp&auml;tung im deutschen Bahnverkehr v&ouml;llig normal ist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169289\/1\/\">Linkszeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Stuttgart 21 und die vergessene Inflation<\/strong><br>\nEine Studie &uuml;ber die Kostenentwicklung des unterirdischen Bahnhofs Stuttgart 21 ist zur Erkenntnis gelangt, dass die Bahn 1993 tats&auml;chlich richtig gerechnet habe, als sie auf 4,8 Milliarden Mark (rund 2,5 Milliarden Euro) bei Stuttgart 21 gekommen sei. Allerdings h&auml;tten sich dann die realen Kosten von diesem bis heute fast unver&auml;ndert gebliebenen Nominalbetrag von Jahr f&uuml;r Jahr in Schritten von vier Prozent entfernt (Inflation). 2006 sei man dann bereits bei 4,1 Milliarden Euro angelangt, heute seien es bereits 6,28 Milliarden Euro. Bei umstrittenen Projekten h&auml;lt die &ouml;ffentliche Hand gerne an einmal genannten Kosten fest, um den wichtigen Baubeginn zu erreichen. Ist man erst einmal auf Baustelle, kann das Projekt kaum noch gestoppt werden. Dann wird eben nachfinanziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/1766976_0_2147_auf-dem-pruefstand-stuttgart-21-und-die-vergessene-inflation.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Datac-Dienstleistungsb&uuml;ro:<\/strong>  Das soll der Stuttgarter Bahnhof werden &ndash;  unbezahlbar (&hellip;) Und &uuml;berfl&uuml;ssig, die  Gleisanzahl wir halbiert, so dass ganz sicher keine Zug mehr auf den versp&auml;teten Anschluss warten kann.  In Frankreich wird in die Fl&auml;che investiert &ndash; bei uns in Prachtbauten &ndash;  und f&uuml;r Gleiserhaltung auf dem &ldquo;platten Land \/ in der Provinz ist dann nat&uuml;rlich nichts mehr &uuml;brig (&hellip;)<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Investitionsr&uuml;ckstand der Kommunen kann abgebaut werden<\/strong><br>\nDer bis zum Jahr 2020 mit 704 Mrd. Euro bezifferte Investitionsbedarf der Kommunen stellt nicht nur die St&auml;dte und Gemeinden, sondern auch Bund und L&auml;nder vor gro&szlig;e Herausforderungen. Um die notwendigen Investitionen in die Verbesserung, den Erhalt und den Ausbau der Infrastruktur &ndash; Stra&szlig;en, Ver- und Entsorgungseinrichtungen, Verwaltungsgeb&auml;ude, Schulen und vieles mehr &ndash; leisten zu k&ouml;nnen, sind die Kommunen st&auml;rker als bisher gefordert, strategisch zu handeln und neue Finanzierungsinstrumente zu nutzen. Zus&auml;tzlich ist auch eine Erh&ouml;hung der Zuweisungen von Bund und L&auml;ndern und die Bereitstellung zus&auml;tzlicher F&ouml;rdermittel in H&ouml;he von insgesamt etwa 1 Mrd. Euro pro Jahr notwendig. \n<p>Diese und viele andere Einzelaussagen finden sich in der Studie &ldquo;Investitionsr&uuml;ckstand und Investitionsbedarf der Kommunen &ndash; Ausma&szlig;, Ursachen, Folgen und Strategien,&rdquo; die nun der &Ouml;ffentlichkeit zug&auml;nglich gemacht worden ist.Den finanziellen Spielraum f&uuml;r die erforderlichen zus&auml;tzlichen Investitionen zum Abbau des Investitionsr&uuml;ckstandes k&ouml;nnen die Kommunen durch strategisches Investitionsmanagement, den Einsatz intelligenter Finanzierungsinstrumente (z.B. Contracting-Modelle) und PPP-Projekte erlangen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news?print=1&amp;id=270577\">Informationsdienst Wissenschaft<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.difu.de\/presse\/images\/080714-1.gif\">Investitionen im Schulbereich im &Uuml;berblick<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.difu.de\/presse\/images\/080714-2.gif\">Instrumente zur Deckung des Nachholbedarfs<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine Welle von PPP-Projekte rollt auf uns zu; 20 % der Investitionsvorhaben sollen &uuml;ber diesen Weg finanziert werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Merkel: Jetzt schon der zweite skandal&ouml;se Fauxpas innerhalb weniger Tage<\/strong><br>\nZum zweiten Mal innerhalb weniger Tage hat Kanzlerin Angela Merkel ihre sozial- und wirtschaftspolitische Inaktivit&auml;t mit einer unhaltbaren Behauptung begr&uuml;ndet. Nach ihrer Bemerkung &uuml;ber den Hartz IV-Regelsatz, der s&auml;mtliche Energiekosten enthalte, sind es nun die Leiharbeiter, denen Merkel einen Mindestlohn verwehrt, da es bei der Zeitarbeit angeblich keine Dumpingl&ouml;hne gibt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169297\/42\/\">Linkszeitung<\/a>\n<p>Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich am Wochenende gegen die Aufnahme der Zeitarbeit in das Arbeitnehmerentsendegesetz ausgesprochen, obwohl ein entsprechender Antrag bereits vorliegt. Dieser war vom DGB und den beiden gro&szlig;en Arbeitgeberverb&auml;nden der Branche BZA und iGZ gestellt worden. Neben dem DGB-Tarifvertrag existieren weitere Vertr&auml;ge, abgeschlossen durch die christlichen Gewerkschaften, mit deutlich niedrigeren L&ouml;hnen.<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169295\/42\/\">Linkszeitung<\/a> <\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Merkel in die Produktion<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/07-22\/060.php?print=1\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Unternehmen streichen mehr Stellen als sie schaffen<\/strong><br>\nDie Unternehmen in Deutschland setzen auf eine vorsichtige Personalpolitik. Dies geht aus einer Auswertung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hervor, f&uuml;r die &ouml;ffentlich angek&uuml;ndigte Personalver&auml;nderungen von mehr als 100 Unternehmen im ersten Halbjahr ber&uuml;cksichtigt wurden. Demnach sollen 45.000 Arbeitspl&auml;tze wegfallen, w&auml;hrend etwas mehr als 38.000 neue Stellen geschaffen werden.\n<p>W&auml;hrend sich viele Abbauprogramme &uuml;ber die kommenden Jahre strecken, sollen die Einstellungen fast alle noch in diesem Jahr erfolgen. Arbeitsmarktfachleute werten dies als Zeichen daf&uuml;r, dass in den Unternehmenszentralen das Vertrauen in den Aufschwung schwindet. Besetzt werden demnach zwar aktuelle Vakanzen, damit vorhandene Auftr&auml;ge abgearbeitet werden k&ouml;nnen. F&uuml;r den Fall eines heraufziehenden Abschwungs sollen die Personalkosten jedoch nicht st&auml;rker erh&ouml;ht werden als unbedingt n&ouml;tig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~E5DDF33EC89CE4AC39281D80BF2869E14~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ mit einer &Uuml;bersicht der Einstellungen und Entlassungen<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wer fr&uuml;her stirbt, hat draufgezahlt<\/strong><br>\nPrivate Rentenpolicen versprechen satte Renditen und einen sorglosen Ruhestand. Die Realit&auml;t sieht aber anders aus. Wer nicht alt wird wie Methusalem, erleidet oft herbe Verluste.\n<p>Zahlt ein 65-j&auml;hriger Mann Ende Juli 100 000 Euro in eine sofort beginnende Rente, w&uuml;rde er ab August bei der Allianz eine garantierte monatliche Rente von 436 Euro erhalten; bei Z&uuml;rich Deutscher Herold w&auml;ren es 435 Euro. Nach den (unverbindlichen) Hochrechnungen soll die Allianz-Rente in der dynamischen Variante j&auml;hrlich um 2,76 Prozent steigen; die der Z&uuml;rich um 1,74 Prozent.<\/p>\n<p>Gehen diese Prognosen auf, w&uuml;rde ein Rentner, der tats&auml;chlich 89 Jahre alt wird, folgende j&auml;hrliche Verzinsungen auf sein eingezahltes Geld erzielen: 4,7 Prozent bei der Allianz und 3,7 Prozent bei der Z&uuml;rich. F&uuml;r eine durchschnittliche Lebenserwartung w&auml;re zumindest das Ergebnis bei der Allianz nicht schlecht. Die Frage ist nur: Ist es realistisch, f&uuml;r die Versicherungsnehmer eine durchschnittliche Lebenserwartung von 89 Jahren anzusetzen?<\/p>\n<p>An dieser Stelle verweisen die Verbrauchersch&uuml;tzer auf eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung zur Lebenserwartung m&auml;nnlicher Rentner und Pension&auml;re. Diese gelangt zu v&ouml;llig anderen Ergebnissen. So lag etwa im Jahr 2003 die durchschnittliche Lebenserwartung von Rentnern nach Erreichen des 65. Lebensjahres nur bei knapp 81 Jahren. Pensionierte Beamte brachten es auf knapp 83 Jahre. Zudem belegten die Untersuchungen: Die Lebenserwartung eines Versicherungsnehmers h&auml;ngt stark von dessen fr&uuml;herem Einkommen und der Sicherheit des ehemals ausge&uuml;bten Berufs ab: Beamte des h&ouml;heren Dienstes wiesen danach mit 84,6 Jahren eine um f&uuml;nf Jahre h&ouml;here Lebenserwartung auf als Rentner mit einem niedrigen Lebensarbeitseinkommen.<br>\nLegt man den Berechnungen zur Rentabilit&auml;t diese (realistischen) Zahlen zugrunde, erscheint die Rentenversicherung pl&ouml;tzlich minder attraktiv: Selbst die ehemaligen Beamten des h&ouml;heren Dienstes w&uuml;rden im Durchschnitt bei der Allianz nur eine Rendite von 2,9 Prozent pro Jahr erreichen; bei der Z&uuml;rich w&auml;ren es sogar nur noch 1,9 Prozent. Die Rentner insgesamt w&uuml;rden im Durchschnitt bei der Allianz auf eine Verzinsung von gerade einmal 0,2 Prozent kommen; bei der Z&uuml;rich droht sogar ein Verlust von 0,74 Prozent pro Jahr. <\/p>\n<p>Rentner, die in bescheidenen wirtschaftlichen Verh&auml;ltnissen leben, m&uuml;ssen mit noch weniger rechnen. Ihnen droht bei der Allianz ein Minus von einem Prozent pro Jahr und bei der Z&uuml;rich sogar von knapp zwei Prozent. Real, also nach Ber&uuml;cksichtigung der Inflation, w&auml;ren die Ergebnisse noch desastr&ouml;ser.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/altersvorsorge\/privatrente\/rente-wer-frueher-stirbt-hat-draufgezahlt_aid_317299.html\">Focus<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Steuerhinterzieher verlangen Schadenersatz &ndash; von Liechtensteins TLG-Bank<\/strong><br>\nWenn die LTG-Bank ihre Kunden dar&uuml;ber informiert h&auml;tte, dass ihr 2002 Kundendaten gestohlen worden waren, h&auml;tten die Anleger die deutsche Steueramnestie des Jahres 2004 in Anspruch nehmen k&ouml;nnen. Dabei h&auml;tten sie weniger Geld bezahlt als jetzt im Zuge der Verfahren wegen Steuerhinterziehung. Die Differenz soll die Bank begleichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2008%2F07%2F22%2Fa0046&amp;cHash=7399b55549&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Geld zur&uuml;ck!<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2008%2F07%2F22%2Fa0041&amp;cHash=53d6c8f2f6&amp;type=98\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bischof der Bosse<\/strong><br>\nDie Evangelische Kirche lobt in ihrer neuen Denkschrift Unternehmer und rechtfertigt Entlassungen. Hier haben sich zwei gesucht und offensichtlich gefunden: Die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) mit ihrem Ratsvorsitzenden Bischof Wolfgang Huber und das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) mit seinem Professor Gert G. Wagner. Beide Institutionen haben einen &auml;hnlichen Wandel hinter sich: Das DIW vom gewerkschaftsnahen Institut zum neoliberalen, die EKD von der wirtschaftskritischen Kirche zur wirtschaftsfreundlichen. Huber trat in den letzten Jahren als Unterst&uuml;tzer von Gerhard Schr&ouml;der in der &Ouml;ffentlichkeit auf, hofierte die Unternehmensberater von McKinsey und verteidigte Hartz IV, w&auml;hrend evangelische Einrichtungen wie die Diakonie von Niedrigl&ouml;hnen und Ein-Euro-Jobs profitierten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/07-21\/020.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Ehemalige IKB-Vorst&auml;nde kassieren<\/strong><br>\nDie Deutsche Industriebank hat mit riskanten Investments Milliarden in den Sand gesetzt &ndash; und musste unter anderem von der staatlichen F&ouml;rderbank KfW gest&uuml;tzt werden. Die geschassten IKB-Vorst&auml;nde haben trotz der Fastpleite noch gut verdient. Die 2007 geschassten Vorst&auml;nde der Krisenbank IKB haben f&uuml;r das vergangene Gesch&auml;ftsjahr zusammen noch Geh&auml;lter von fast 1 Mio. Euro bekommen. Allein der Ende Juli entlassene Ex-Chef Stefan Ortseifen erhielt knapp 230.000 Euro, darunter aber keine erfolgsabh&auml;ngige Verg&uuml;tung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/koepfe\/whoiswho\/:Millionenzahlung_Ehemalige_IKB_Vorst%E4nde_kassieren\/388376.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das nennt man dann wohl Eigenrisiko-Management.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p>IKB verf&uuml;gt &uuml;ber Haftpflichtversicherung f&uuml;r ihre Organe und Manager<br>\nDie von der US-Hypothekenkrise besonders betroffene D&uuml;sseldorfer Mittelstandsbank IKB verf&uuml;gt nach Angaben der Bundesregierung &uuml;ber einen Haftpflichtversicherungsschutz f&uuml;r ihre Organe und Manager. Dies geht aus einer Antwort der Regierung (16\/9925) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16\/9673) hervor.<\/p>\n<p>Nach Angaben der FDP werden D&amp;O-Versicherungen von Unternehmen f&uuml;r ihre Organe oder leitende Angestellte abgeschlossen, um das Risiko eines &ldquo;schuldhaften, pflichtwidrigen Fehlverhaltens&rdquo; abzudecken, das zu einem Verm&ouml;gensnachteil auf Seiten der Versicherungsnehmer oder eines Dritten gef&uuml;hrt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2008\/2008_214\/02.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Man fragt sich warum die IKB statt Abfindungen zu bezahlen durch die Aufsichtsvertreter des Bundes nicht auf eine gerichtliche Kl&auml;rung dr&auml;ngt, ob sich die Vorst&auml;nde &bdquo;schuldhaft, pflichtwidrig&ldquo; Verhalten haben. Bei einer Verurteilung m&uuml;sst ja die Versicherung f&uuml;r den Schaden haften. Das w&uuml;rde dem Steuerzahler Milliarden ersparen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Beta-Journalisten und Beta-Blogger<\/strong><br>\nDer SPIEGEL hat in seiner j&uuml;ngsten Print-Ausgabe ein &bdquo;neues&ldquo; Ph&auml;nomen entdeckt &ndash; Deutschlands Politblogger, international nur Zweite Liga und &bdquo;unpolitsch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell.&ldquo; Aber immerhin doch so unwichtig, dass man ihnen drei Seiten widmen muss, denn die gef&uuml;hlte Bedrohung durch den B&uuml;rgerjournalismus ist eine Entwicklung, die den deutschen Beta-Journalisten in seinem Selbstverst&auml;ndnis ber&uuml;hrt.\n<p>Der vom SPIEGEL aufgestellte Vergleich zwischen der deutschen Politbloggerszene und der amerikanischen ist daher auch ein Vergleich zwischen &Auml;pfeln und Birnen. Der erfolgreichste amerikanische Politblog, die Huffington Post, besch&auml;ftigt beispielsweise 43 Vollzeitmitarbeiter, wurde von der Millionen Dollar schweren &bdquo;&Ouml;lbaronin&ldquo; Arianna Huffington gegr&uuml;ndet und mit mindestens 5 Mio. US$ Venture-Kapital ausgestattet. Die deutschen Politblogs sind Amateurprojekte, die meist als Hobby oder Nebent&auml;tigkeit betrieben werden. Mit Geld kann man Reichweite kaufen, Authentizit&auml;t nicht. Blogs sind in ihrer eigentlichen Bedeutung &bdquo;B&uuml;rgerjournalismus&ldquo; und keine publizistischen Onlineprojekte, in die mehrere Millionen investiert wurden.<\/p>\n<p>In den USA ist alles gr&ouml;&szlig;er, st&auml;rker und besser &ndash; die Huffington Post hat pro Monat bis zu 5,7 Mio. Leser. L&auml;sst man die Tatsache mal heraus, dass Englisch auf der ganzen Welt gesprochen wird und viele dieser Leser keine Amerikaner sind, relativiert sich diese Zahl. Die USA haben f&uuml;nfmal so viele Einwohner wie Deutschland, so gesehen h&auml;tte die Huffington Post auf deutsche Zahlen &uuml;bertragen auch &bdquo;nur&ldquo; 37.000 Leser am Tag. Die &bdquo;Nachdenkseiten&ldquo; haben trotz des &bdquo;Web-Steinzeit Looks&ldquo;, den der SPIEGEL ihnen attestiert, bis zu 25.000 Leser am Tag. So viel weniger ist dies auch nicht und wenn man sich vor Augen h&auml;lt, dass die &bdquo;Nachdenkseiten&ldquo; nur einen kleinen politischen Themenbereich abdecken, w&auml;hrend die &bdquo;Huffington Post&ldquo; das gesamte Spektrum abdeckt, ist die Besucherzahl sogar bemerkenswert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/374\/beta-journalisten-und-beta-blogger\">Spiegelfechter<\/a><\/p>\n<p>Lesen Sie statt einer eigenen Anmerkung die im &bdquo;Spiegelfechter&ldquo; angegebenen Kommentare verschiedener Blogs<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,567038,00.html\"><strong>Zitat des Spiegels &uuml;ber die NachDenkSeiten<\/strong><\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Eines der ganz wenigen deutschen Polit-Blogs, die &uuml;berhaupt wahrgenommen werden, die die Nachdenkseiten. Wolfgang Lieb, fr&uuml;herer Regierungssprecher von Johannes Rau in Nordrheinwestfalen, heute Polit-Rentner, schreibt sie von zu Hause. Die Plattform, die Lieb gemeinsam mit Albrecht M&uuml;ller, einem anderen SPD-Veteranen betreibt, wirkt gegen die Polit-Seiten seiner US-Kollegen wie aus der Web-Steinzeit.<\/p>\n<p>Immerhin bis zu 25.000 Besucher am Tag habe die Seite, die letztlich aber auch nicht mehr ist als eine Internet-Gemeinde f&uuml;r entt&auml;uschte Sozialdemokraten. Tag f&uuml;r Tag geht es um die Fehler des Neoliberalismus, um Reformen, die angeblich alle falsch sind. Das ist in etwa so &uuml;berraschend, wie der politische Leitartikel der &bdquo;FAZ&ldquo;. <\/p>\n<p>Auch die Nachdenkseiten leben davon, die Mainstream-Medien zu durchforsten auf Fehler und Vers&auml;umnisse. Scharfe Tritte sind erlaubt, wenn nicht gar erw&uuml;nscht: &acute;Was uns das ZDF in Sachen Demografie bietet, hat den demagogischen Gehalt des &acute;Schwarzen Kanals`von Schnitzler und der Propaganda von Goebbels`, hie&szlig; es etwa. Das soll wohl schneidig geschrieben sein, offenbart aber nur ein weiteres Problem, mit dem viele Blogs k&auml;mpfen. David hat keinen Stein in der Schleuder. Also schmei&szlig;t er mit Dreck.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Wir lassen uns gerne mit einem kleinen David vergleichen. Ob wir mit Steinen schleudern oder mit Dreck, das &uuml;berlassen wir dem Urteil unserer Leserinnen und Lesern. Deren R&uuml;ckmeldungen geben uns den Mut und die Kraft uns gegen den Meinungs-Mainstream mit Fakten und fundierten Argumenten anzustemmen. <\/p><\/li>\n<li><strong>Gr&uuml;ne emp&ouml;rt &uuml;ber Kleinerts Laufzeit-Pl&auml;doyer<\/strong><br>\nEin Vordenker macht sich unbeliebt: Der einstige Gr&uuml;nenpolitiker Hubert Kleinert pl&auml;diert im SPIEGEL f&uuml;r l&auml;ngere Laufzeiten von Atomkraftwerken &ndash; und l&ouml;st damit Emp&ouml;rung in seiner Partei aus. Die Gr&uuml;ne Jugend ist entsetzt, Fraktionschefin K&uuml;nast bezeichnete Kleinert als naiv. Kleinert geh&ouml;rte einst zu den prominentesten Gr&uuml;nen, war Weggef&auml;hrte von Joschka Fischer und sp&auml;ter Landesvorsitzender in Hessen. Heute ist Kleinert Politikwissenschaftler. \n<p>Im Interview mit dem SPIEGEL riet Kleinert seiner Partei, sie sollte &ldquo;bei der Nutzung vorhandener Atomanlagen zu einer verantwortungsethischen und rationalen Bewertung kommen&rdquo;. &ldquo;Eine Verl&auml;ngerung der Laufzeiten f&uuml;r moderne Atomkraftwerke scheint mir bei rationaler Risikoabw&auml;gung durchaus diskutabel&rdquo;, sagte Kleinert.<\/p>\n<p>Kleinert hatte zudem angeregt, Milliardengewinne aus dem Weiterbetrieb von Reaktoren in den Ausbau erneuerbarer Energien zu stecken. Gr&uuml;nen-Fraktionschefin Renate K&uuml;nast nannte diese Haltung &ldquo;naiv&rdquo;. Kleinerts Interview zeige, dass auch ein Politikprofessor gr&uuml;ner Herkunft Dinge sagen k&ouml;nne, &ldquo;ohne Sachkenntnis zu haben&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-567047,00.html\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Ob da schon ein lukrativer Beratervertrag mit der Energiebranche in Aussicht ist &hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Risikoabw&auml;gung hei&szlig;t: Schadensausma&szlig; mit der Schadenseintrittswahrscheinlichkeit abzuw&auml;gen. W&auml;gen Sie also einmal den Schaden von Tschernobyl mit der prognostizierten Wahrscheinlichkeit ab. W&auml;gen Sie einmal den Schaden mit der Wahrscheinlichkeit ab, dass irgendwelche Despotenstaaten oder Warlords mit dem spaltbaren Material Atombomben bauen. W&auml;gen Sie die Notwendigkeit eines sicheren Endlagers f&uuml;r den Atomm&uuml;ll &uuml;ber tausende von Jahren mit dem Aufstieg und dem Fall der historisch bekannten staatlichen Institutionen ab, die diese Sicherheit garantieren k&ouml;nnten.<\/em><\/p>\n<p>Eine Technik die aufgrund ihres nicht mehr kalkulierbaren Schadensumfangs (deshalb werden Atomkraftwerke auch von niemand versichert) nicht versagen darf, hat es in der Menschheitsgeschichte nie gegeben und wird es (technikimmanent) nie geben k&ouml;nnen. Das w&auml;ren einige der &bdquo;rationalen Risikoabw&auml;gungen&ldquo;, die man anstellen m&uuml;sste. Und nicht die Frage, ob der Strom ein paar Cents billiger w&auml;re oder wie lange der Uranvorrat reicht.<\/p>\n<p>Au&szlig;erdem: Wer an Atomkraftwerken festh&auml;lt verbaut bewusst, den Weg zu einer dezentralen (nicht oligopolistischen) Energieversorgung und den Umstieg in eine alternative Energiedarbietung und in eine wirklich effiziente dezentrale Energienutzung.<\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Strahlendes Erbe der Geisterstadt<\/strong><br>\nWegen steigender Energiepreise bef&uuml;rworten immer mehr Deutsche die Annullierung des Atomausstiegs &ndash; die Gefahren der Kernenergie werden kaum thematisiert. Ganz anders in Tschernobyl: Auch 22 Jahre nach dem GAU strahlt der Reaktor. &ldquo;Der harte Kampf um die Sicherung des Reaktors wird bestimmt noch 30 bis 50 Jahre dauern.&rdquo;<\/p>\n<p>Nach den h&ouml;chst unterschiedlichen Sch&auml;tzungen liegt die Zahl der Opfer zwischen 4000 und 50.000. Einige russische Forscher nehmen sogar an, dass in den kommenden Jahrzehnten noch Hunderttausende Menschen an den Sp&auml;tfolgen der Kernschmelze sterben k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,566501,00.html\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der Spiegel beteiligt sich zwar massiv an der Kampagne f&uuml;r eine Verl&auml;ngerung der Laufzeit der Atomkraftwerke, aber immerhin gibt es auch kritische Beitr&auml;ge.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Payback zahlt nichts zur&uuml;ck<\/strong><br>\nWer Payback nutzt, ist eigentlich selber schuld. Diese Meinung vieler Datensch&uuml;tzer hat der Bundesgerichtshof gerade in einem Urteil zu den Rabattkarten best&auml;tigt. Fast vollst&auml;ndig wiesen die Richter die Klage gegen drei vom Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverb&auml;nde (VZBV) beanstandete Klauseln in den Kartenvertr&auml;gen zur&uuml;ck. Schlie&szlig;lich m&uuml;ssten die Datensammler wissen, welche Waren jemand gekauft hat, um den Sinn der Payback-Karte erf&uuml;llen und Boni gew&auml;hren zu k&ouml;nnen.\n<p>Dabei ist der Vorteil der Rabattkarten kaum messbar bis bestenfalls gering. Die Stiftung Warentest ermittelte im Juni, dass der durchschnittliche Nachlass zwischen einem halben und drei Prozent liegt &ndash; wenn er denn &uuml;berhaupt ermittelbar ist. Denn oft lie&szlig;en sich die an verschiedene Bedingungen gebundenen Pr&auml;mien kaum in Geld umrechnen, geschweige denn ein Wert erkennen.<\/p>\n<p>Der Preis dagegen kann hoch sein, obwohl auch er nur schwer zu beziffern ist. Schlie&szlig;lich muss jeder selbst entscheiden, was ihm seine Daten wert sind. &ldquo;Wer dort teilnimmt, sollte sich bewusst sein, dass er seine Konsumprofile preisgibt&rdquo;, sagte Weichert. Das klingt harmlos, ist es aber nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/images.zeit.de\/text\/online\/2008\/30\/payback\">Zeit<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Online-Durchsuchung nicht &ldquo;belastbar&rdquo;<\/strong><br>\nDer scheidende deutsche Verfassungsrichter Wolfgang Hoffmann-Riem hat den Sicherheitsapparat der Bundesrepublik scharf kritisiert. Die Regierung erteile Experten Maulk&ouml;rbe, um die Erfolglosigkeit immer neuer Sicherheitsma&szlig;nahmen zu verschleiern. Hoffmann-Riem warf den Regierungen in Bund und L&auml;ndern mangelhafte Information &uuml;ber den angeblichen Nutzen immer neuer Sicherheitsgesetze vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/futurezone.orf.at\/it\/stories\/293876\/\">ORF at<\/a><\/li>\n<li><strong>Hochschulpolitischer Newsletter des fzs zu folgenden Themen:<\/strong>\n<ol>\n<li>Wirtschaft stellt neues Modell zu Hochschul- und Studienfinanzierung vor<\/li>\n<li>Diskussion um Lehre an Hochschulen entbrannt<\/li>\n<li>Bedenkliche Entwicklung der Studienabbrecherquote bei Bachelor- AbsolventInnen<\/li>\n<li>Master-Zulassung darf nicht von der Bachelor-Note abh&auml;ngen &ndash; Neues Rechtsgutachten<\/li>\n<li>NRW-Innovator Pinkwart f&auml;hrt erneute Schlappe f&uuml;r sein Stipendien- Modell ein<\/li>\n<li>Hochschulrektorenkonferenz weiter gegen breite &Ouml;ffnung der Hochschulen<\/li>\n<li>Baden-W&uuml;rttemberg will &ldquo;Duale Hochschule&rdquo; einf&uuml;hren<\/li>\n<li>Klage gegen Studiengeb&uuml;hren beim Bundesverfassungsgericht eingereicht<\/li>\n<li>Verdeckte &ldquo;Studiengeb&uuml;hren&rdquo; in Greifswald?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/service\/newsletter\/newsletter.html\">fzw Newsletter kostenlose Anmeldung f&uuml;r die Mailingliste<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Frankfurter Uni will zweite Chance f&uuml;r Ackermann<\/strong><br>\nDie Ehrung wurde kurzfristig, fast heimlich geplant: Die &Ouml;konomen der Frankfurter Uni wollen Deutsche-Bank-Boss Ackermann im zweiten Anlauf zum Honorarprofessor machen. Der erste Versuch scheiterte am Protest von Professoren und Studenten &ndash; auch jetzt gibt es Widerstand gegen den &ldquo;Victory&rdquo;-Banker.\n<p>Josef Ackermann, Vorstandschef der Deutschen Bank, k&ouml;nnte am kommenden Mittwoch richtig was zu feiern haben: Der Senat der Goethe-Universit&auml;t in Frankfurt am Main soll den Banker und Oberst der Schweizer Armee zum Honorarprofessor machen. So will es der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,566753,00.html\">SpiegelOnline<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ackermann sind vom Gericht wegen Versto&szlig;es gegen das Aktienrecht und objektiver Untreue eine Geldstrafe in H&ouml;he von 57 Millionen Euro bezahlbar gegen 720 Tagess&auml;tze &agrave; <a href=\"?p=1902\">5.000 Euro auferlegt worden<\/a>. Zu einer Verurteilung kam es nicht, weil die Gerichte nicht nachweisen konnten, ob der Angeklagte wusste, was er tat. Hoffentlich wei&szlig; er wenigstens k&uuml;nftig in seinen Vorlesungen, was er sagt. Die Stiftungsuniversit&auml;t Frankfurt muss vermutlich noch viele &bdquo;Stifter&ldquo; zu Honorarprofessoren machen, wenn sie an privates Geld kommen will. Der Begriff Honorarprofessor bekommt hier eine ganz neue Bedeutung, n&auml;mlich Professor gegen Honorar.<\/em><\/p>\n<p>Nach dem Gesetz &uuml;ber die F&uuml;hrung akademischer Grade wird allerdings grunds&auml;tzlich, derjenige der sich erbietet, gegen Verg&uuml;tung den Erwerb eines akademischen Grades zu vermitteln, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft. Aber ob dieses Gesetz hier greift, ist wohl eine Frage der H&ouml;he der Summe.<\/p><\/li>\n<li><strong>Dieser Staat wird euch nicht missbrauchen<\/strong><br>\nErstmals haben Rekruten der Bundeswehr ihr Gel&ouml;bnis vor dem Berliner Reichstag abgelegt. Altkanzler Helmut Schmidt sprach bewegende Worte zu ihnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/deutschland\/artikel\/466\/186874\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eine etwas seltsame Tr&ouml;stung, dass dieser Staat die Soldaten nicht missbrauchen w&uuml;rde, angesichts der doch sehr beunruhigenden Feststellung, dass wir  Deutschen verf&uuml;hrbar blieben. Bei allem Respekt, vor lauter R&uuml;hrung ist dem Altkanzler anscheinend die  Logik  abhanden gekommen.<\/em><\/p>\n<p>Und was hei&szlig;t hier verf&uuml;hrbar, Soldaten werden immer noch vor allem auf  Gehorsam gedrillt, sonst funktioniert so ein Kampfeinsatz nicht. Das Problem liegt nicht ei den Deutschen, sondern wieder bei unserer Regierung. Man erinnere sich wie schwer sich dieser Staat  mit der Weigerung eines Majors tat, an einer Software mitzuwirken, welche im als v&ouml;lkerrechtswidrig angesehenen Irak-Krieg h&auml;tte zum Einsatz kommen k&ouml;nnen. Die Gefahr geht doch heute eher wieder von einem Staat aus, der in Nibelungentreue zu den USA seine Soldaten in einen ziemlich aussichtslosen Krieg nach Afghanistan schickt.<br>\n\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Zu guter letzt:<\/strong><br>\n<strong>Kanzlerin Merkel zur Rolle der SPD in der Gro&szlig;en Koalition: Im Sommerinterview mit der ARD:<\/strong><br>\nDie gro&szlig;e Koalition habe viele Probleme gel&ouml;st, z.B. die Rente mit 67: Ein Thema bei dem &bdquo;sonst mehr Demonstrationen, mehr Proteste gewesen w&auml;ren&ldquo;.<br>\nDie SPD also in der Rolle, den Widerstand der Bev&ouml;lkerung zu brechen.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<ul>\n<li>Binnennachfrage st&auml;rken<\/li>\n<li>Glos will Konkurrenz der Schwellenl&auml;nder ausschalten<\/li>\n<li>Bundesregierung stellt der Bahn Freibrief f&uuml;r Versp&auml;tungen aus<\/li>\n<li>Planungskosten f&uuml;r den unterirdischen Stuttgarter Hauptbahnhof <\/li>\n<li>Niedriglohnbesch&auml;ftigte auf der Verliererseite<\/li>\n<li>Investitionsr&uuml;ckstand der Kommunen soll durch PPP aufgeholt werden<\/li>\n<li>Merkel und Zeitarbeit<\/li>\n<li>Unternehmen streichen mehr Stellen als sie schaffen <\/li>\n<li>Wer fr&uuml;her<\/li>\n<\/ul>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3349\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3349","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3349","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3349"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3349\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3349"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3349"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3349"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}