{"id":33502,"date":"2016-05-24T08:57:22","date_gmt":"2016-05-24T06:57:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33502"},"modified":"2016-05-24T10:06:59","modified_gmt":"2016-05-24T08:06:59","slug":"hinweise-des-tages-2630","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33502","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33502#h01\">Es gibt das andere &Ouml;sterreich noch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33502#h02\">Das Verwelken der Sozialdemokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33502#h03\">They feed the world<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33502#h04\">Interims-Kabinett in Brasilien plant massive Privatisierungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33502#h05\">Gute und schlechte S&uuml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33502#h06\">Deutsche Bank verliert durch Betrugsfall fast eine halbe Milliarde Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33502#h07\">Erhebliche Verschlechterung f&uuml;r Hartz IV-Bezieher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33502#h08\">So offenbart Riester die Schw&auml;che seines Rentenmodells<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33502#h09\">Zuwanderungswelle: Deutsche Bev&ouml;lkerung schrumpft doch nicht wie erwartet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33502#h10\">Rathaus und Marienplatz geh&ouml;ren definitiv nicht dem FC Bayern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33502#h11\">T&uuml;rkei-Besuch <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33502#h12\">Medien und Konflikteskalation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33502#h13\">Ein Leben am Abgrund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33502#h14\">Dialog in Venezuela m&ouml;glich, Kritik an deutscher Berichterstattung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33502#h15\">Kretschmann: &ldquo;Ich will die Gr&uuml;nen ganz in die Mitte ziehen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33502#h16\">Wird bei europ&auml;ischer Studienreform nachgearbeitet?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33502#h17\">Der Panzer in der Brust der Studenten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33502#h18\">Nicht vergessen: Heute Abend kommt &bdquo;Die Anstalt&ldquo; mit dem Themenschwerpunkt TTIP\/CETA<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Es gibt das andere &Ouml;sterreich noch<\/strong><br>\n&Ouml;sterreich ist gespalten: Die Menschen w&auml;hlten Van der Bellen, um Hofer zu verhindern &ndash; und umgekehrt. Es ist eben mehr passiert als nur der Aufstieg der Rechten. [&hellip;]<br>\nDennoch gelang es, das Ergebnis zu drehen. Wie gespalten &Ouml;sterreich nicht nur politisch, sondern politisch-kulturell ist, zeigen genauere Blicke auf die Ergebnisse: Nahezu &uuml;berall im l&auml;ndlichen Raum hatte der Kandidat Hofer satte 60-Prozent-Mehrheiten, oft bis zu Zwei-Drittel-Mehrheiten. In den St&auml;dten dagegen sah es umgekehrt aus: Dort holte Alexander Van der Bellen oft 60 Prozent und mehr. Auch in klassischen l&auml;ndlichen Kleinst&auml;dten mit &uuml;blicherweise starker Mehrheit f&uuml;r die konservative &Ouml;VP w&auml;hlten oft 60 Prozent den gr&uuml;nen Kandidaten. Daf&uuml;r macht Wahlforscher Christoph Hofinger vom Sora-Institut nicht nur kulturelle Differenzen zwischen Stadt und Peripherie verantwortlich: &ldquo;Viele l&auml;ndliche Regionen verlieren ihren Optimismus: Die Jungen &ndash; und hier vor allem die jungen Frauen &ndash; ziehen weg, es gibt weniger Kinder, Gesch&auml;fte und &Auml;mter sperren zu. In Wirklichkeit macht Auswanderung viel mehr schlechte Stimmung als Zuwanderung.&rdquo; [&hellip;]<br>\nDas legend&auml;re &ldquo;Rote Wien&rdquo; hielt am Ende mit etwas &uuml;ber 63 Prozent der Stimmen zum nunmehr gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten. Auch in der Stadt Wels, die unl&auml;ngst noch als erste gr&ouml;&szlig;ere Stadt einen FP&Ouml;-B&uuml;rgermeister gew&auml;hlt hatte, stimmte die Mehrheit f&uuml;r den gr&uuml;nen Kandidaten. Um 29 Prozent legte Van der Bellen dort im zweiten Wahlgang zu.<br>\nDas ist alles deshalb durchaus bemerkenswert, da ja f&uuml;r viele W&auml;hlermilieus auch heute noch ein Gr&uuml;ner nahezu unw&auml;hlbar ist. Im Arbeitermilieu sind die Gr&uuml;nen Bio-Oberschicht-Bobos, die in ihren schicken Vierteln vor Getr&auml;nken mit seltsamen Farben sitzen und die Unterschicht verachten. F&uuml;r viele konservative Milieus im l&auml;ndlichen Raum, aber auch in den mittelgro&szlig;en Provinzst&auml;dten, sind die Gr&uuml;nen noch so etwas wie sinistre linke Chaoten. Kurzum: Es war nat&uuml;rlich nicht nur so, dass viele W&auml;hler Van der Bellen gew&auml;hlt haben, um Hofer zu verhindern &ndash; es haben auch viele W&auml;hler Hofer gew&auml;hlt, um Van der Bellen zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-05\/oesterreich-bundespraesidentenwahl-norbert-hofer-alexander-van-der-bellen\">Robert Misik in der ZEIT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das Verwelken der Sozialdemokratie<\/strong><br>\nDas lange Jahrhundert der Sozialdemokratie in Europa neigt sich seinem Ende zu. In den 1860er Jahren entstanden die ersten Vorl&auml;ufer der heutigen SPD in Deutschland. 1888 wurde die Gr&uuml;ndung der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz beschlossen, im Jahr darauf bildete sich der Vorl&auml;ufer der heutigen SP&Ouml; in &Ouml;sterreich. 1900 folgte die Gr&uuml;ndung der Labour Party in Grossbritannien. &Uuml;berall in Europa entstanden um diese Zeit sozialistische und sozialdemokratische Bewegungen und Parteien. Sie sind ein Kind der im 19. Jahrhundert bl&uuml;henden Industrialisierung, die nicht nur eine in der Weltgeschichte einmalige Zunahme von technischen Fertigkeiten, Wirtschaftsleistung und Bev&ouml;lkerung hervorbrachte, sondern auch eine neue Arbeiterklasse, die in oft prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen in den Industriest&auml;dten heranwuchs.<br>\nDie Sozialdemokratie hat sich zum F&uuml;rsprecher dieser bedr&auml;ngten Arbeiterschicht gemacht und sich um sie in langen, harten K&auml;mpfen durch die politischen Institutionen hindurch grosse Verdienste erworben. Nach dem Zweiten Weltkrieg schufen Sozialdemokraten die Grundlagen der gegenw&auml;rtigen Wohlfahrtsstaaten. Sozialdemokratische Regierungschefs wurden Teil der politischen Normalit&auml;t in Europa.<br>\nDas ist heute immer weniger der Fall. In &Ouml;sterreich gilt am Sonntag die Wahl des ersten Bundespr&auml;sidenten der rechtsnationalen Freiheitlichen als wahrscheinlich, weil es erstmals in der Geschichte kein Sozialdemokrat und kein Konservativer in die zweite Wahlrunde schaffte. Die SP&Ouml; verliert seit Jahren W&auml;hleranteile, selbst in ihrer roten Hochburg Wien. In Deutschland ist die SPD laut j&uuml;ngsten Meinungsumfragen auf das Mass einer 20-Prozent-Partei geschrumpft, halb so viel wie bei Gerhard Schr&ouml;ders Wahlsieg 1999.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/kommentare\/leitartikel-das-ende-der-sozialdemokratie-ld.83738\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Und nun sind die sozialdemokratischen Parteien dabei, dass was sie jahrzehntelang erk&auml;mpft haben wieder abzuschaffen. Soll man das Ironie der Geschichte nennen? Es ist wirklich einer der gr&ouml;&szlig;ten Coups der Politikgeschichte, dass es den Neoliberalen gelungen ist, gerade die sozialdemokratischen Parteien zu Erf&uuml;llungsgehilfen der Durchsetzung der neoliberalen Agenda zu machen. Von konservativen und liberalen Parteien h&auml;tte man nichts Anderes erwartet und diese w&auml;ren oder sind, wie Thatcher in England, die bei der finalen Machtprobe mit der Bergarbeitergewerkschaft sogar den Einsatz der Armee erwog, auf h&auml;rtesten Widerstand bei der Umsetzung der neoliberalen Ideologie gesto&szlig;en.<\/em><br>\n<em>So richtig die Analyse des Zustandes der europ&auml;ischen Sozialdemokratie ist, so zynisch ist dennoch der Tenor dieses Artikels der NZZ, das konservative und neoliberale Schweizer Pedant zur deutschen FAZ, der genau das wieder empfiehlt, was die Sozialdemokratie in den Untergang getrieben hat, die Fortsetzung der neoliberalen &bdquo;Reformpolitik&ldquo; und die Leugnung des fundamentalen gesellschaftlichen Antagonismus zwischen Arm und Reich. Die Sozialdemokratie t&auml;te gut daran, wenn sie &uuml;berleben will, endlich die Einfl&uuml;sterungen der Neoliberalen zu ignorieren.  Am&uuml;sant das Fazit, Arbeitsministerin Nahles w&uuml;rde die neoliberale Agenda 2010 zur&uuml;ckdrehen. Das Gegenteil ist der Fall, mit weiteren Versch&auml;rfungen der Hartz IV Gesetze und der weiteren Aufweichung der Regelungen zur Leih- und Zeitarbeit. Diese Aussage ist allerdings v&ouml;llig zu treffend und beschreibt exakt die ganze Misere: &bdquo;Die &hellip;  gut abgesicherten heutigen Eliten der Sozialdemokratie vernachl&auml;ssigen &hellip;  ihre urspr&uuml;ngliche soziale Basis, die schlecht bezahlten, marginalisierten Unterschichten. Neue rechtsnationale Parteien sch&ouml;pfen dankbar aus diesem Reservoir.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: SPD &ndash; Im Hamsterrad der Sozialreparatur<\/strong><br>\nViele in der SPD sind in einer Sozialstaatsromantik der 1970er Jahre gefangen. Sie sind schuld an der Misere der Partei. Nicht die Agenda 2010.<br>\nDer SPD geht es schlecht, so schlecht wie noch nie in der bundesdeutschen Geschichte. Die Suche nach einem Ausweg ist f&uuml;r viele in der Partei und selbst in der Parteif&uuml;hrung mit einem selbstverst&auml;ndlichen Narrativ verbunden: Ohne die Agenda 2010 w&auml;re das nicht passiert. Ohne diesen Fehltritt einer neoliberalen Reformorgie &ndash; eingefl&uuml;stert von &Ouml;konomen und Interessenvertretern &ndash; st&uuml;nde die SPD unver&auml;ndert mit ihrem sozialpolitischen Profil in hohem Ansehen und hoch in der W&auml;hlergunst. Und dann schlie&szlig;t sich die verst&ouml;rt daherkommende Frage an: Wie konnte uns Sozialdemokratien das passieren?<br>\nDiese trostspendende Erz&auml;hlung beruht auf zwei &Uuml;berlegungen: Einerseits liegt die Einsch&auml;tzung zugrunde, dass die Agendapolitik aus einem irrigen Befund abgeleitet wurde und im Ergebnis wirkungslos war; es handele sich demnach um eine sachlich falsche Politik. Andererseits scheint unabh&auml;ngig vom tats&auml;chlichen Erfolg oder Misserfolg die These auf, dass sich eine solche Politik f&uuml;r eine sozialdemokratische Partei bereits im Grundsatz verbietet; es handele sich um einen ideologischen Fehltritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-05\/spd-agenda-2010-partei-krise-gruende\">ZEIT<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die immer gleiche und immer falsche und tatsachenwidrige &ldquo;Analyse&rdquo; dieses Arbeitgeberlobbyisten soll anscheinend die SPD auf dem &ldquo;richtigen&rdquo; falschen Kurs halten. Dabei beharrt die SPD doch, im Gegensatz zu den hier vorgetragenen Behauptungen, weiter steif und fest auf dem mit der &ldquo;Agenda 2010&rdquo; eingeschlagenen Kurs. &ldquo;Sage mir, wer dich lobt, und ich sage dir, worin dein Fehler besteht.&rdquo; &ndash; Nur kann die SPD in Lob von der Arbeitgeberseite keinen Fehler erkennen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>They feed the world<\/strong><br>\nMonsanto und Bayer w&auml;ren zusammen der weltweit wichtigste Saatgut- und Pestizidhersteller. Auch deshalb st&ouml;&szlig;t der Plan auf viel Widerstand.<br>\nDer Chemiekonzern Bayer will f&uuml;r 62 Milliarden Dollar den Konkurrenten Monsanto kaufen &ndash; und so gr&ouml;&szlig;ter Saatgut- und Pestizidhersteller weltweit werden. Bayer ver&ouml;ffentlichte sein seit Wochen erwartetes Angebot am Montag.<br>\n&ldquo;Wir schlagen Alarm&rdquo;, sagte Axel K&ouml;hler-Schnura, Vorstandsmitglied der &ldquo;Coordination gegen Bayer-Gefahren&rdquo;. &ldquo;Durch die &Uuml;bernahme droht ein weltweites Lebensmittelmonopol. Die Weltern&auml;hrung ger&auml;t in ernste Gefahr.&rdquo;<br>\nSchon jetzt befinde sich der globale Agrarmarkt in den H&auml;nden einiger weniger Unternehmen. Hatten 1985 die zehn gr&ouml;&szlig;ten Anbieter von Saatgut zusammen noch einen Marktanteil von rund 12,5 Prozent, so seien sie 2011 schon auf 75,3 Prozent gekommen. Monsanto hatte der Nichtregierungsorganisation ETC Group zufolge 2011 rund 26 Prozent des weltweiten Markts f&uuml;r Saatgut unter Beschlag und war damit die Nummer 1. Bayer kam auf 3,3 Prozent. Aktuellere Zahlen konnte Bayer am Montag bis Redaktionsschluss nicht liefern. Bei Pestiziden lag Bayer 2014 nach Medienberichten mit 16 Prozent auf Platz 2. Monsanto hielt 8 Prozent.<br>\nDazu kommt, dass dies nicht die erste Fusion im Agrarchemiebereich w&auml;re. DuPont hat Dow gekauft, Chem-China schluckt gerade den bisherigen Pestizidmarktf&uuml;hrer Syngenta.<br>\nDie Bayer-Kritiker-Coordination macht auch die zunehmende Konzentration daf&uuml;r verantwortlich, dass die Branche seit mehr als 25 Jahren kein wirtschaftlich bedeutendes Unkrautvernichtungsmittel mehr f&uuml;r den Acker auf den Markt gebracht habe. Deshalb benutzten konventionell wirtschaftende Bauern immer die gleichen Mittel, so dass Unkr&auml;uter nach einiger Zeit widerstandsf&auml;hig gegen die Chemikalien w&uuml;rden. &ldquo;Als Folge m&uuml;ssen die LandwirtInnen immer mehr Agrochemikalien ausbringen, was verheerende Auswirkungen auf die Artenvielfalt hat.&rdquo;<br>\nEinen &auml;hnlichen Innovationsstau bef&uuml;rchten Kritiker im Saatgutsektor. Die gr&ouml;&szlig;ere Konzentration k&ouml;nnte dazu f&uuml;hren, dass weniger Pflanzen gez&uuml;chtet werden. Dabei w&uuml;rden Neuentwicklungen dringend ben&ouml;tigt, um auf den Klimawandel zu reagieren. Zudem k&ouml;nnten die Preise f&uuml;r Saatgut und Pestizide steigen.<br>\nAuch politisch k&ouml;nnte die geplante Fusion die Landschaft ver&auml;ndern. &ldquo;Da Bayers Lobbydruck auf die Politik enorm ist, ist zu bef&uuml;rchten, dass nach einer Monsanto-&Uuml;bernahme die Interessen der Gentechnikindustrie in Deutschland und auf EU-Ebene noch aggressiver vertreten werden als bisher&rdquo;, sagte Heike Moldenhauer, Gentechnikexpertin des Bunds f&uuml;r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Fusion-von-Bayer-und-Monsanto\/!5303477\/\">taz<\/a>\n<p><strong>Dazu: Geplante &Uuml;bernahme von Monsanto ist gemeingef&auml;hrlich<\/strong><br>\n&ldquo;Die geplante &Uuml;bernahme des ber&uuml;chtigten Gen- und Giftkonzerns Monsanto durch Bayer ist gemeingef&auml;hrlich. Mit einem solchen Chemieriesen geriete die Bundesregierung noch st&auml;rker unter Druck, die Produktion und den Einsatz gesundheitsgef&auml;hrdender Stoffe wie Glyphosat zuzulassen. Denn die horrenden Ausgaben von 55,2 Milliarden Euro k&ouml;nnen nur wieder eingespielt werden, wenn Monsanto seine gef&auml;hrlichen Umweltgifte gegen immer st&auml;rkere Widerst&auml;nde weiter verkaufen kann&rdquo;, kommentiert Sahra Wagenknecht das Angebot von Bayer, den Chemieriesen Monsanto f&uuml;r 55,2 Milliarden Euro zu &uuml;bernehmen. Die Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:<br>\n&ldquo;Gro&szlig;konzerne in der Chemieindustrie geh&ouml;ren unter demokratische Kontrolle. In einem ersten Schritt sollten alle Chemiekonzerne wenigstens den Regeln der Montanmitbestimmung unterworfen werden. Es darf nicht sein, dass Konzerne wie Bayer pl&ouml;tzlich einen hochriskanten Strategiewechsel vornehmen, der die Umwelt, die Gesundheit und viele Arbeitspl&auml;tze gef&auml;hrdet und au&szlig;er ein paar Gro&szlig;aktion&auml;ren niemandem nutzt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/geplante-uebernahme-monsanto-gemeingefaehrlich\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Interims-Kabinett in Brasilien plant massive Privatisierungen<\/strong><br>\nRegierung Temer soll Verkauf von 125 staatlichen Unternehmen mit einem Gesamtwert von vier Billionen Reais planen.<br>\nBrasiliens De-facto-Pr&auml;sident Michel Temer hat Medienberichten zufolge die neuen Minister angewiesen, M&ouml;glichkeiten der Ver&auml;u&szlig;erung staatlicher Unternehmen auszuloten. Einzig der aktuell niedrige Handelswert vieler auf der Verkaufsliste stehenden Gesellschaften verhindere einen raschen Verkauf.<br>\nDemnach k&auml;men rund 125 staatliche Unternehmen mit einem Gesamtwert von vier Billionen Reais (knapp eine Billion Euro) f&uuml;r einen Verkauf in Frage. Dabei bildeten Finanzinstitutionen wie die Banco do Brasil und die Caixa mit 75 Prozent den Gro&szlig;teil der Verm&ouml;gen. Die Wirtschaftskrise habe jedoch dazu gef&uuml;hrt, dass die Aktienwerte gesunken und die Schulden der staatlichen Unternehmen gestiegen seien. Eine Privatisierung unter solchen Vorzeichen gelte selbst unter dem neoliberalen Kabinett als &ldquo;nachteilig&rdquo;.<br>\nAuch bei Brasiliens gr&ouml;&szlig;tem Unternehmen, dem halbstaatlichen Mineral&ouml;lkonzern Petrobras, sei bereits unter Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff angedacht gewesen, den Tankstellensektor auszugliedern. Landesweite Proteste und die gesunkenen Aktien hatten dies vorerst verhindert. Bei Gewerkschaften und auch im Kongress w&uuml;rde Pl&auml;ne zu Ausgliederungen oder anteiligen Verk&auml;ufen auf enormen Widerstand sto&szlig;en, so Fernando Siqueira, Vizepr&auml;sident des Verbandes der Ingenieure der Petrobras. Der Verkauf von Petrobras-Aktien sei angesichts des derzeit niedrigen Kurses unverantwortlich. Jedoch sei &ldquo;das wahre Ziel der Verkauf [der Erd&ouml;lvorkommen] von Pr&eacute;-sal&rdquo;, so Siqueira. Die 2006 best&auml;tigten &Ouml;l-Reserven des Pr&eacute;-sal vor Brasiliens K&uuml;ste werden auf bis zu 50 Millionen Barrel gesch&auml;tzt und w&uuml;rden damit Brasiliens Vorkommen vervierfachen. Die Regierung unter Luiz In&aacute;cio Lula da Silva hatte gesetztlich geregelt, dass die Ausbeutung nur in Zusammenarbeit mit dem staatlichen Erd&ouml;lkonzern Petrobras verlaufen k&ouml;nne.<br>\nUm gr&ouml;&szlig;ere Widerst&auml;nde zu vermeiden, konzentriert sich die neue Regierung bei Privatisierungen vorerst auf gewinnbringende Bereiche der Infrastruktur wie H&auml;fen, Flugh&auml;fen und Autobahnen. Maur&iacute;cio Quintella, neuer Minister f&uuml;r Transport, best&auml;tigte, dass Temer angeordnet habe, im Bereich Infrastruktur &ldquo;das zu privatisieren, was m&ouml;glich sei&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2016\/05\/152993\/brasilien-privatisierungen\">Amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gute und schlechte S&uuml;nder<\/strong><br>\nBr&uuml;ssel und Berlin nutzen die Finanzpolitik als Mittel, um rechte Regierungen zu st&uuml;tzen &ndash; linke destabilisieren sie derweil mit denselben Mitteln.<br>\nWenn die EU im Juni vor einem Ausscheiden Gro&szlig;britanniens bewahrt werden sollte, m&uuml;sste sie sich auch bei Jeremy Corbyn bedanken. Der linke Labour-Chef hat sich Anfang des Jahres f&uuml;r einen Verbleib der Briten ausgesprochen und das Brexit-Lager so deutlich geschw&auml;cht. Aber auch wenn die EU noch nie so vom Zerfall bedroht war wie heute, eines vergessen Br&uuml;ssel und Berlin nicht: die Pro-EU-Linke links der Sozialdemokratie als ihren Gegner zu betrachten und sie zu dem&uuml;tigen, solange sie etwas anderes als die deutsche Austerit&auml;tspolitik will.<br>\n&Uuml;berraschend klar hat sich nun der deutsche EU-Kommissar G&uuml;nther Oettinger im Spiegel ge&auml;u&szlig;ert: Spanien brauche eine handlungsf&auml;hige Regierung, sagt Oettinger, deshalb habe man zun&auml;chst keine Strafe wegen des Rei&szlig;ens der Defizitgrenze verh&auml;ngt. Nach den Wahlen im Juni werde man sich die Zahlen erneut anschauen und Schlussfolgerungen ziehen.<br>\nDas hei&szlig;t: Die EU hat dem konservativen Noch-Premier Mariano Rajoy ein Wahlkampfgeschenk gemacht. Wenn aber Podemos die Wahlen gewinnen sollte, wird die EU Strafen verh&auml;ngen. So wie Merkel und Sch&auml;uble Syriza vor einem Jahr zur Kapitulation zwangen, soll dann eine spanische Linksregierung zum Kniefall gezwungen werden. Auch in Frankreich, in dem 2017 Wahlen anstehen, soll die Defizitgrenze durchgesetzt werden, k&uuml;ndigt Oettinger an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Oettinger-zur-Defizit-Grenze\/!5303234\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist absolut unglaublich. Der deutsche EU-Kommissar G&uuml;nther Oettinger k&uuml;ndigt hier gerade ganz freim&uuml;tig einen neuen Putsch gegen eine m&ouml;gliche linke Regierung in Spanien an und niemand st&ouml;rt sich daran.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche Bank verliert durch Betrugsfall fast eine halbe Milliarde Euro<\/strong><br>\nEin Betrugsfall im Aktienhandel hat der Deutschen Bank fast eine halbe Milliarde Euro Verlust eingebrockt. Im vergangenen Jahr sind die Verluste wegen externen Betrugs von 20 auf 475 Millionen Euro gestiegen, wie aus dem Gesch&auml;ftsbericht von Deutschlands gr&ouml;&szlig;ter Bank hervorgeht. Der Anstieg sei &ldquo;durch R&uuml;ckstellungen im Aktienhandel begr&uuml;ndet&rdquo;, hei&szlig;t es darin.<br>\nZu Hintergr&uuml;nden und Details wollte sich ein Sprecher der Bank am Montag nicht &auml;u&szlig;ern. Die Deutsche Bank hat ihren Gesch&auml;ftsbericht bereits im M&auml;rz ver&ouml;ffentlicht. &Uuml;ber den Betrugsfall im Aktienhandel ist bislang allerdings noch nicht berichtet worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/aktienhandel-deutsche-bank-verliert-durch-betrugsfall-fast-eine-halbe-milliarde-euro-1.3004644\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> F&uuml;r Querleser: Diesmal ist die Deutsche Bank ausnahmsweise mal nicht T&auml;ter in einem Betrugsfall, sondern offenbar das Opfer.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Erhebliche Verschlechterung f&uuml;r Hartz IV-Bezieher<\/strong><br>\nDie geplante Hartz IV-Reform wird f&uuml;r viele Betroffene eine erhebliche Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen bedeuten. Immer mehr Details weisen auf massive Ver&auml;nderungen hin, die den Boden der Reichsstaatlichkeit verlassen. Und abermals ist ein SPD gef&uuml;hrtes Ministerium daf&uuml;r verantwortlich. Die ARD-Sendung &bdquo;Report Mainz&ldquo; deckte zahlreiche geplante Schweinereien auf.<br>\nDie von der Bundesregierung geplante Hartz-IV-Reform wird nach Ansicht von Arbeitsmarktexperten und Anw&auml;lten zu einer erheblichen Verschlechterung f&uuml;r viele Hartz-IV-Empf&auml;nger f&uuml;hren, deren Bescheide falsch sind. Das geht aus Recherchen des ARD-Politikmagazins &ldquo;Report Mainz&rdquo; hervor. Die M&ouml;glichkeit r&uuml;ckwirkend Leistungen zu bekommen, werde nach dem Gesetzentwurf eingeschr&auml;nkt. Diese Verschlechterungen seien bislang wenig beachtet, weil sie nur schwer zu verstehen seien, sagte der Arbeitsmarktexperte Professor Stefan Sell: &ldquo;Eine ganz kompliziert daherkommende Regelung in dem Gesetzentwurf f&uuml;hrt zu einer rechtsstaatlich unglaublichen Schweinerei. Man nimmt den Hartz-IV-Empf&auml;ngern durch eine falsche Entscheidung etwas weg, was ihnen zusteht, wohlgemerkt an Regelleistungen zur Deckung des Existenzminimums. Und dann, wenn es herauskommt, dass das eine falsche Entscheidung war, dann gibt man dieses geraubte Diebesgut nicht zur&uuml;ck.&rdquo;<br>\nHaben Hartz-IV-Empf&auml;nger einen falschen Bescheid bekommen, k&ouml;nnen sie bislang auch dann r&uuml;ckwirkende Leistungen bekommen, wenn die eigentliche Widerspruchsfrist abgelaufen ist. Dazu k&ouml;nnen sie einen sogenannten &Uuml;berpr&uuml;fungsantrag stellen, mit dem dann Fehler bis zu einem Jahr lang r&uuml;ckwirkend korrigiert werden k&ouml;nnen. Diese M&ouml;glichkeit wird nach Einsch&auml;tzung von erfahrenen Anw&auml;lten f&uuml;r Sozialrecht f&uuml;r viele Betroffene wegfallen. &ldquo;Das Gesetz ist ein Skandal! Das wichtige Instrument der &Uuml;berpr&uuml;fungsantr&auml;ge wird hier so stark beschnitten, dass wir es in vielen Bereichen gar nicht mehr anwenden k&ouml;nnen&rdquo;, sagte Rechtsanwalt Dirk Feiertag aus Leipzig. &ldquo;Die Hilfeempf&auml;nger werden auf ihr Geld, was ihnen rechtm&auml;&szlig;ig zusteht, verzichten m&uuml;ssen.&rdquo; &Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich der Anwalt f&uuml;r Sozialrecht Till Koch: &ldquo;Der Gesetzentwurf bedeutet, dass die M&ouml;glichkeit &Uuml;berpr&uuml;fungsantr&auml;ge zu stellen effektiv in ganz vielen F&auml;llen &uuml;berhaupt nicht mehr besteht. Das Recht wird ausgeh&ouml;hlt, das wird den Leuten weggenommen und dann bleibt gar nichts mehr.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegen-hartz.de\/nachrichtenueberhartziv\/erhebliche-verschlechterung-fuer-hartz-iv-bezieher.php\">gegen-hartz.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>So offenbart Riester die Schw&auml;che seines Rentenmodells<\/strong><br>\nEx-Arbeitsminister Riester h&auml;lt noch immer Pl&auml;doyers f&uuml;r eine private Renten-Pflicht &ndash; und f&uuml;r sein eigenes Werk. Doch scheint er die Riester-Rente in der Praxis gar nicht verstanden zu haben.<br>\nDas hatten sie sich so gut ausgedacht. Walter Riester als Geheimwaffe, als Ultima Ratio sozusagen. Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute hatte zur Jahrestagung geladen, und als Ehrengast wurde der ehemalige Bundesminister f&uuml;r Arbeit und Sozialminister pr&auml;sentiert. Unter seiner &Auml;gide hatte Berlin zu Beginn des Jahrhunderts die letzte gro&szlig;e Rentenreform umgesetzt.<br>\nSeither existiert die nach ihm benannte staatlich bezuschusste private Riester-Rente, die zuletzt in Verruf geraten war und sich immer schlechter verkauft. Zeit also, um der &Ouml;ffentlichkeit, also den Sparern, aber auch den selbstst&auml;ndigen Versicherungsvertretern klarzumachen, dass es um die Riester-Rente besser steht, als derzeit &uuml;berall behauptet wird. Und wer k&ouml;nnte das Pl&auml;doyer f&uuml;r die staatlich gef&ouml;rderte private Altersvorsorge besser halten als ihr Erfinder und Namensgeber? So weit, so logisch.<br>\nDoch der Plan ging nicht auf. Denn Walter Riesters Worte bewirkten genau das Gegenteil. Sie offenbarten geradezu exemplarisch das gro&szlig;e Problem der Riester-Rente. Der Sch&ouml;pfer selbst scheint das Produkt in der Praxis nicht recht zu verstehen.<br>\nNullzinsen, hohe Abschluss- und Verwaltungsgeb&uuml;hren oder die obligatorische Beitragsgarantie, die allesamt an der Rendite seiner Rente knabbern und teilweise die &uuml;ppigen staatlichen Zulagen auffressen, scheinen f&uuml;r Riester nicht zu existieren.<br>\nUnd mit den Finanzm&auml;rkten, an denen die Mittel der Sparer angelegt werden m&uuml;ssen, scheint er nichts am Hut zu haben, und er verstrickte sich gleich mehrfach in Widerspr&uuml;che.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article155545389\/So-offenbart-Riester-die-Schwaeche-seines-Rentenmodells.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wer sagt denn, dass Riester die nach ihm benannte Finanzhilfe f&uuml;r die Versicherungsbranche verstehen muss? Das einzige was Riester verstehen muss, und was er sicher versteht, ist der pers&ouml;nliche finanzielle Vorteil den er daraus zieht.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Riestern war gestern<\/strong><br>\nViele Beitragszahler werden im Alter auf Grundsicherung angewiesen sein &ndash; auch weil private Vorsorge wie die Riester-Rente nicht die erhofften Sicherungseffekte bringt. H&ouml;chste Zeit also, den bew&auml;hrtesten aller &ldquo;Sparstr&uuml;mpfe&rdquo; rei&szlig;fest zu machen: die gesetzliche Rentenkasse.<br>\nn einer alternden Gesellschaft ist eine ordentliche wirtschaftliche Absicherung der Rentner von fundamentaler Bedeutung. Die aktuelle Diskussion verdeutlicht, dass es hier erhebliche Defizite gibt. Die bis zum Jahr 2030 vorgesehene Absenkung des Rentenniveaus wird dazu f&uuml;hren, dass viele Versicherte nach einem langen Arbeitsleben nur noch auf einen Rentenanspruch kommen, der unter der Grundsicherung liegt. Hohe Kosten und noch &uuml;ber Jahre hinweg sehr niedrige Zinsen auf den Kapitalm&auml;rkten lassen die Renditeversprechen der privaten Altersvorsorge dahinschmelzen.<br>\nDer Versuch der Politik, das sinkende Rentenniveau durch eine F&ouml;rderung des privaten Vorsorgesparens auszugleichen, hat bisher zu keinen erkennbaren Erfolgen gef&uuml;hrt. Die Sparquote der privaten Haushalte lag im Jahr 2015 mit 9,7 Prozent nicht h&ouml;her als 2002, jenem Jahr, in dem die Riester-Rente einf&uuml;hrt wurde. F&uuml;r Haushalte mit geringem Einkommen ist es sogar zu einem R&uuml;ckgang der Spart&auml;tigkeit gekommen.<br>\nAuch die Rentenpolitik der vergangenen Jahre (M&uuml;tterrente, Rente mit 63) und die aktuellen Pl&auml;ne (Lebensleistungsrente, Ausweitung der betrieblichen Altersvorsorge) werden den Herausforderungen nicht gerecht. Was fehlt ist ein Gesamtkonzept f&uuml;r ein nachhaltiges System der Altersvorsorge. Unter wahltaktischen Aspekten wurden und werden gro&szlig;z&uuml;gige Geschenke verteilt &ndash; der Spielraum f&uuml;r gute L&ouml;sungen wird damit jedoch immer geringer.<br>\nEs sollte heute vor allem darum gehen, die gesetzliche Rentenversicherung zu st&auml;rken. Das Umlagesystem, bei dem die Erwerbst&auml;tigen einen Teil des Einkommens in einen Topf geben, aus dem die Renten finanziert werden, ist im Prinzip eine geniale Erfindung. Bei extrem geringen Kosten beteiligt es die Aktiven an den Ertr&auml;gen des Humankapitals der Zukunft. Die dabei nach Sch&auml;tzungen der Deutschen Rentenversicherung zu erwartende Rendite l&auml;sst sich mit rund 3 Prozent im heutigen Nullzinsumfeld durchaus sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.haz.de\/Sonntag\/Gastkommentar\/Riestern-war-gestern-Gastbeitrag-von-Peter-Bofinger\">Peter Bofinger in der Hannoversche Allgemeinen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zuwanderungswelle: Deutsche Bev&ouml;lkerung schrumpft doch nicht wie erwartet<\/strong><br>\nMehr als eine Million Menschen kamen 2015 nach Deutschland &ndash; und ein Gro&szlig;teil davon wird wohl bleiben. Darum rechnen Wirtschaftsforscher jetzt nicht mehr mit dem prophezeiten Bev&ouml;lkerungsr&uuml;ckgang.<br>\nWegen der Zuwanderungswelle wird es in Deutschland in den kommenden 20 Jahren nach Einsch&auml;tzung von Wirtschaftsforschern doch keinen Bev&ouml;lkerungsr&uuml;ckgang geben. Im Jahr 2035 w&uuml;rden 83,1 Millionen Menschen in der Bundesrepublik leben und damit rund 1,2 Millionen mehr als derzeit, teilte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) mit.<br>\nDas Statistische Bundesamt hatte in seiner im vorigen Jahr erstellten Prognose f&uuml;r 2035 je nach weiterer Entwicklung der Zuwanderung eine Bev&ouml;lkerungszahl von maximal rund 80 Millionen vorausgesagt &ndash; also drei Millionen weniger als das IW jetzt. &ldquo;Diese gravierende Abweichung m&uuml;ssen Politiker und Entscheider ber&uuml;cksichtigen, wenn sie zum Beispiel Infrastrukturen planen oder &uuml;ber den Wohnungsbau und die Arbeitsmarktpolitik nachdenken&rdquo;, sagte IW-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Hans-Peter Kl&ouml;s.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/zuwanderung-deutsche-bevoelkerung-schrumpft-doch-nicht-wie-erwartet-a-1093664.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Bis gestern wu&szlig;ten wir noch ganz sicher, da&szlig; die Bev&ouml;lkerung in Deutschland schrumpfen w&uuml;rde und wir alle wegen dieser demographischen Katastrophe l&auml;nger arbeiten m&uuml;ssen. Jetzt schrumpfen wir doch nicht mehr &ndash; dann d&uuml;rfen wir wieder fr&uuml;her in Rente gehen, oder nicht?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rathaus und Marienplatz geh&ouml;ren definitiv nicht dem FC Bayern<\/strong>\n<ul>\n<li>Politiker reagieren ver&auml;rgert auf den Versuch des FC Bayern, den Bayerischen Rundfunk f&uuml;r die &Uuml;bertragung der Double-Feier zur Kasse zu bitten.<\/li>\n<li>Nach Auskunft des Rathauses war die Double-Feier vom Sonntag wie &uuml;blich von der Stadt veranstaltet worden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Streit um die Fernsehrechte f&uuml;r die Double-Feier des FC Bayern k&ouml;nnte ein politisches Nachspiel haben. Im M&uuml;nchner Rathaus herrscht gro&szlig;es Erstaunen &uuml;ber die Geldforderungen des Vereins an den Bayerischen Rundfunk, der dies abgelehnt hatte und daraufhin nicht wie gewohnt &uuml;bertragen konnte.<br>\n&ldquo;Das Rathaus und auch der Marienplatz geh&ouml;ren definitiv nicht dem FC Bayern&rdquo;, erkl&auml;rte SPD-Fraktionschef Alexander Reissl. Die erstmals ge&uuml;bte Praxis, f&uuml;r Fernsehberichte von einer st&auml;dtischen Veranstaltung 150 000 Euro zu verlangen, sei &ldquo;ungew&ouml;hnlich&rdquo;, so der Politiker diplomatisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/fernsehuebertragung-rathaus-und-marienplatz-gehoeren-definitiv-nicht-dem-fc-bayern-1.3003968\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der FC Bayern setzt nur fort, was der Kommerzfu&szlig;ball in anderen Bereichen ebenfalls zelebriert &ndash; die &ouml;ffentliche Hand zahlt, das milliardenschwere Sport-Business h&auml;lt die Hand auf. W&auml;re die Stadt M&uuml;nchen konsequent gewesen, h&auml;tte sie den Kickern die Rechnung f&uuml;r die &bdquo;Feier&ldquo; im &ouml;ffentlichen Raum geschickt. Allein die Polizeima&szlig;nahmen zur Absperrung und Umleitung des Verkehrs d&uuml;rften schlie&szlig;lich eine geh&ouml;rige Summe gekostet haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>T&uuml;rkei-Besuch <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Merkel in der T&uuml;rkei: Du, du, du!<\/strong><br>\nJetzt also war die Kanzlerin schon wieder in der T&uuml;rkei, zum f&uuml;nften Mal innerhalb eines guten halben Jahres, um einen schlechten Deal mit einem unzuverl&auml;ssigen Partner, an dessen Spitze ein autorit&auml;rer Machtmensch steht, zu retten &ndash; gewiss keine Aufgabe, die Freude bereitet. Aber es geht um das wohl wichtigste au&szlig;enpolitische Vorhaben ihrer Kanzlerschaft. Ihre politische Zukunft h&auml;ngt davon ab, ob sie das Fl&uuml;chtlingsthema in den Griff bekommt oder nicht.<br>\nNur so erkl&auml;rt sich, dass weder die Gewalt gegen die Zivilbev&ouml;lkerung in den kurdisch besiedelten Gebieten noch die Aufhebung der Immunit&auml;t eines Viertels der Abgeordneten noch der furchtbare Umgang der t&uuml;rkischen Regierung mit Journalisten, Demonstranten, Kritikern jeder Art, noch die Angriffe auf die Unabh&auml;ngigkeit der Justiz irgendwelche Konsequenzen f&uuml;r die T&uuml;rkei haben. Mal abgesehen von der wahrscheinlichen Verz&ouml;gerung der Visumfreiheit, aber die trifft nicht den Richtigen. Merkel zeigt sich also erneut &ldquo;tief besorgt&rdquo; und &ldquo;pocht&rdquo; auf bestimmte Werte.<br>\nEs bleibt, wieder einmal, beim &ldquo;Du, du, du!&rdquo; Erdogan wei&szlig;, dass er den erhobenen Zeigefinger der Kanzlerin geflissentlich ignorieren kann. Er hat es mehrfach selbst gesagt: Die EU braucht die T&uuml;rkei mehr als umgekehrt. Zumindest in der Fl&uuml;chtlingspolitik hat er leider recht, dank der Unf&auml;higkeit der EU, eine gemeinsame Fl&uuml;chtlingspolitik zustande zu bringen. Merkel hat ihre Willkommenskultur aufgegeben, die EU ihre Werte verraten. Nun sind beide dazu verdammt, sich mit Erdogans T&uuml;rkei einig werden zu m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/angela-merkel-in-der-tuerkei-besorgnis-gegenueber-erdogan-a-1093707.html\">SPON<\/a><\/li>\n<li><strong>Wen hat sie getroffen?<\/strong><br>\nWir wollten von der Bundesregierung heute, 23. Mai 2016, welche Journalisten, Anw&auml;lte und Menschenrechtler Kanzlerin Merkel in Istanbul am 22. Mai 2016 getroffen hat. Das BPA hat uns die Namen nachgereicht:<br>\nSehr geehrter Herr Jung,<br>\nSie baten in der Regierungspressekonferenz um die Namen der Teilnehmer an dem Gespr&auml;ch mit der Kanzlerin in Istanbul am 22.5., die wir Ihnen hiermit &uuml;bermitteln:<br>\nFrau Cansen Basaran Symes, Pr&auml;sidentin des Unternehmerverbands T&Uuml;SIAD<br>\nHerr Metin Feyzioglu, Pr&auml;sident der t&uuml;rkischen Rechtsanwaltskammer<br>\nHerr Osman Kavala, Philanthrop, engagiert im Kurdenprozess, t&uuml;rkisch-armenischer Auss&ouml;hnung und Fl&uuml;chtlingsunterst&uuml;tzung<br>\nHerr Prof. Fuat Keyman, Direktor &bdquo;Istanbul Policy Centre&ldquo;, Prof. f&uuml;r Internationale Beziehungen und Europa-Politik an Sabanci Universit&auml;t Istanbul, Kolumnist und &bdquo;Weiser Mann&ldquo; im L&ouml;sungsprozess mit Kurden<br>\nFrau Emma Sinclair-Webb, Leiterin Human Rights Watch Istanbul<br>\nFrau Barcin Yinanc, Redaktionschefin H&uuml;rriyet Daily News<br>\nHerr Prof. Osman Can,  Jura-Professor mit kurdischem Hintergrund, Verfassungsrechtler an der Marmara Universit&auml;t<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungundnaiv.de\/2016\/05\/23\/tuerkei-besuch-der-kanzlerin-wen-hat-sie-getroffen\/\">jung und naiv<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Medien und Konflikteskalation<\/strong><br>\nIm Folgenden werden einige Mechanismen der medialen Kriegspropaganda vorgestellt, wie sie nicht nur in autorit&auml;ren Staaten mit Zensur, sondern auch in Demokratien zu beobachten sind.<br>\nBeim letzten NATO-Gipfel in Wales (4.\/5.9.2014) zum Beispiel spielte die Frage der globalen (atomaren) Abr&uuml;stung nahezu keine Rolle. Im Zentrum stand vielmehr die Mobilisierung gegen Russland. Die meisten Medien konzentrierten sich in ihren Berichten &uuml;ber das Gipfeltreffen auf die Kampfansage an Russland, wie etwa die FAZ (&raquo;Einig in Wales&laquo;, 5.9.2014: &bdquo;Es bleibt die gro&szlig;e Frage, ob eine Politik der Konflikteind&auml;mmung ausreicht, um Wladimir Putin zur Umkehr zu bewegen.&ldquo;), BILD (&bdquo;Gr&uuml;nes Licht f&uuml;r Schnelle Eingreiftruppe&ldquo;, 5.9.2014) und die S&uuml;ddeutsche Zeitung (&bdquo;So wappnet sich die NATO gegen Russland&ldquo;, 1.9.2014). Die medial damit zumeist verbundene explizite Schuldzuschreibung an Russland erscheint knapp ein Jahr sp&auml;ter in einem anderen Licht: Der NATO-Vertreter der Bundesrepublik in Br&uuml;ssel, Martin Erdmann, &auml;u&szlig;erte, &bdquo;dass die Nato aktuell &sbquo;sehr einseitig&rdquo; [&hellip;] ausgerichtet sei&ldquo;, u.a. durch intensive Man&ouml;ver im Osten, &bdquo;verst&auml;rkte Luftraum&uuml;berwachung &uuml;ber dem Baltikum sowie den Ausbau der schnellen Eingreiftruppe NRF&ldquo;. Zudem tagte der 2002 gegr&uuml;ndete NATO-Russland-Rat, der Vertrauen herstellen soll, zuletzt im Juni 2014.<br>\nWer zu Kriegen (&raquo;Interventionen&laquo;, &raquo;Missionen&laquo; etc.) aufruft, verkn&uuml;pft damit nahezu immer die Botschaft des wahrscheinlichen und schnellen Sieges. Schon zu Beginn des Ersten Weltkrieges im August1914 stand auf vielen Bahnwaggons, in denen die Soldaten an die Front fuhren, mit Kreide geschrieben: &bdquo;An Weihnachten wieder zu Hause.&ldquo;<br>\nAuch j&uuml;ngere Beispiele zeugen von &auml;hnlichen milit&auml;rischen Allmachtsphantasien: Die deutsche Beteiligung am Afghanistankrieg begann 2001 kurz vor Weihnachten mit einer Entscheidung des Bundestags, in deren Kontext der damalige SPD-Kanzler Gerhard Schr&ouml;der erkl&auml;rte, die deutsche Forderung nach einer Begrenzung des Mandats auf sechs Monate sei erf&uuml;llt worden; er erg&auml;nzte siegessicher, die Zahl von 1.200 Soldaten werde voraussichtlich gar nicht ausgesch&ouml;pft. Sein damaliger Vizekanzler und Au&szlig;enminister Joschka Fischer war noch optimistischer und k&uuml;ndigte an: &bdquo;Es besteht jetzt die gro&szlig;e Chance, diesen Krieg bzw. B&uuml;rgerkrieg dauerhaft zu beenden.&ldquo; Die Realit&auml;t sieht anders aus: Der ISAF-Einsatz wurde zwar offiziell am 31.12.2014 f&uuml;r beendet erkl&auml;rt, dennoch bleiben Tausende internationale Soldaten im Land, und Krieg und B&uuml;rgerkrieg sind weiterhin allgegenw&auml;rtig, wie im September 2015 die vor&uuml;bergehende Eroberung von Kundus durch die Taliban bewies. Die UN-Unterst&uuml;tzungsmission UNAMA10 berichtete, dass 2014 (bei einer hohen Dunkelziffer) mehr als 10.000 Zivilistinnen und Zivilisten bei den K&auml;mpfen in Afghanistan get&ouml;tet oder verwundet wurden; das ist die h&ouml;chste Zahl, seit UNAMA 2009 mit der Berichterstattung &uuml;ber zivile Opfer begann.<br>\nUm milit&auml;rische St&auml;rke und damit verbundene politische Erfolge vorzeigen zu k&ouml;nnen, bem&uuml;ht sich die Politik, h&auml;ufig eng flankiert von den Medien, darum, siegreiche Momente in Szene zu setzen. So verk&uuml;ndete US-Pr&auml;sident George W. Bush am 1. Mai 2003 auf dem Flugzeugtr&auml;ger USS Abraham Lincoln in einer vielfach ausgestrahlten Rede, dass nun alle Milit&auml;roperationen im Irak beenden seien, und auf dem Kriegsschiff wurde das Banner &bdquo;Mission accomplished&ldquo; gehisst. Die meisten zivilen und milit&auml;rischen Opfer des Irakkrieges waren allerdings erst nach dieser Erfolgsinszenierung zu verzeichnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?dossierID=084#c\">Wissenschaft &amp; Frieden<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auch die anderen Beitr&auml;ge auf dieser Website zum Thema Feinbilder und &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; sind h&ouml;chst lesenswert. Explizit der Artikel:  Bashar al-Assad- Ein Feind wird gemacht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein Leben am Abgrund<\/strong><br>\nWie viele von Ihnen versuche auch ich die wirtschaftlichen Gegebenheiten zu verstehen, die sich von Tag zu Tag &auml;ndern &ndash; und selten zum Besseren, zumindest vom Standpunkt der Mittelschicht und der unteren Gesellschaftsschichten aus betrachtet. Auch ich versuche zu verstehen, was um alles in der Welt dazu gef&uuml;hrt hat, dass sich die zwei gro&szlig;en politischen Parteien der Vereinigten Staaten sich offenbar verschworen haben, den B&uuml;rgern nur die Wahl zwischen &ldquo;einer Kriminellen und einem Wahnsinnigen&rdquo; zu lassen, wie Peggy Noonan es ausdr&uuml;ckt.<br>\nIch denke, dass diese beiden Themen miteinander verkn&uuml;pft sind, nicht nur hier in den USA. Populistische Str&ouml;mungen erhalten auf der ganzen Welt verst&auml;rkten Zulauf. Die Wut und die Frustration der Menschen sind nicht immer rational und sie m&ouml;gen nicht zu den erhofften Ver&auml;nderungen f&uuml;hren, aber sie sind real. Die Menschen haben echte Probleme und ihr Vertrauen in die F&auml;higkeiten traditioneller Parteien und F&uuml;hrungspers&ouml;nlichkeiten, diese Probleme zu l&ouml;sen, schwindet.<br>\nWas auch immer man pers&ouml;nlich von Donald Trump halten mag &ndash; er ist das Symptom eines umfassenderen Trends. Gleiches trifft auch auf Bernie Sanders zu. Ein gro&szlig;er Teil der Bev&ouml;lkerung lebt am Abgrund, ist verletzlich und schutzlos. Die meisten meiner Leser fallen nicht in diese Kategorie: Sie besitzen eigenen Wohnraum, haben ein regelm&auml;&szlig;iges Einkommen und verf&uuml;gen &uuml;ber ein wenig Investmentkapital. Damit liegen Sie weit &uuml;ber dem Durchschnitt.<br>\nWir werden heute also die realen finanziellen Probleme betrachten, mit denen so viele Menschen tagt&auml;glich zu k&auml;mpfen haben. Die Lekt&uuml;re dieses Artikels wird nicht immer angenehm sein, aber sie ist wichtig. Sie werden anschlie&szlig;end besser verstehen, was wirklich geschieht und warum wir dringend L&ouml;sungen ben&ouml;tigen. Sie werden vielleicht auch eine bessere Vorstellung davon bekommen, in welche Richtung sich unsere Gesellschaft entwickelt, wenn sich nicht in naher Zukunft etwas Grundlegendes &auml;ndert.<br>\nViele der zum Establishment z&auml;hlenden Republikaner und Demokraten scheinen zu glauben, dass Donald Trump und Bernie Sanders Anomalien darstellen. Das trifft insbesondere auf die Elite der republikanischen Partei zu, die glaubt, dass sie mit ihrem Geld alles kontrollieren kann. Trump ist jedoch keine Anomalie. Er ist der Vorbote einer zunehmenden Frustration, die sich als machtvoller erweist als die Spender aus Unternehmerkreisen und als politische Lobbygruppen wie die Super-PACs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.goldseiten.de\/artikel\/286462--Ein-Leben-am-Abgrund.html?seite=1\">Goldseiten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das kuriose an diesem Beitrag ist, dass er auf einer Interseite zu finden ist, die das Investment in Edelmetall- und Rohstoffm&auml;rkten propagiert.  Der Beitrag beschreibt die Situation in den USA, aber die geschilderten Folgen der neoliberalen Politik lassen sich in fast allen Industrienationen mehr oder weniger stark ausgepr&auml;gt wiederfinden. Sehr interessant die Grafik, die zeigt, dass das inflationsbereinigte mittlere Einkommen in den USA seit 15 Jahren (!) stagniert. <\/em><br>\n<em>Selbst auf Seiten der Finanzjongleure macht man sich also inzwischen Gedanken dar&uuml;ber welche soziale und &ouml;konomische Verw&uuml;stungen der Neoliberalismus angerichtet hat. Soweit ist man im deutschen Bundestag noch lange nicht.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Neither Clinton nor Trump is engaging with the causes of America&rsquo;s economic woes<\/strong><br>\nHillary Clinton&rsquo;s campaign promise to put her husband in charge of &ldquo;revitalizing the economy&rdquo; has raised questions about Bill Clinton&rsquo;s economic legacy, and how his approach would serve Americans in the 21st century.<br>\nRana Foroohar, in her new book, Makers and Takers: The Rise of Finance and the Fall of American Business, warns that despite the rosy picture painted by the Clintons of the U.S. economy during the 1990s, that was the decade &ldquo;when wages for all Americans started to stagnate.&rdquo; She concludes that Clinton Administration policies such as the deregulation of derivatives, changes in tax deferment of options and in corporate compensation helped create a dangerously unbalanced economy dominated by Wall Street.<br>\n&ldquo;While not everything was bad,&rdquo; says Foroohar, &ldquo;I want to hear her spelling out in much greater detail what it means to put Bill Clinton in charge of the economy. If it means deregulation, executives being able to tax-defer more options pay, and a laissez-faire attitudes toward markets, that&rsquo;s not what we need right now.&rdquo;<br>\nIn the event that she won the presidency, Foroohar warns that Clinton would need a &ldquo;much, much broader and more diverse group of advisors, particularly in the economic sphere.&rdquo; As she sees it, &ldquo;there is way too much of the &rsquo;90s crowd still present, and we need more diversity&hellip; The best question is the simplest one &mdash; is the financial system serving business and the real economy? All too often, the answer is no.&rdquo;<br>\nIn her book, Foroohar, TIME magazine assistant managing editor and economic columnist and global economic correspondent at CNN, explains the dangers of financialization &mdash; the growth of the financial sector relative to the rest of the economy. She reveals that the financial system no longer funds new ideas and projects as much as it feeds off Main Street.<br>\nAdam Smith-style market capitalism, says Foroohar, was supposed to funnel our savings into productive investments in new businesses, which would in turn create new jobs and growth in a virtuous cycle. But today, &ldquo;only about 15 percent of money coming out of the financial institutions makes it way into business investment.&rdquo; That, she says, is a broken system. The rest of the money is going into a &ldquo;closed loop of finance&hellip; buying and selling existing assets like stocks, bonds, houses instead of going into new business investment.&rdquo; Because this process tends to bid up existing assets, it results in bubbles and reinforces inequality, while underlying growth is degraded. &ldquo;If we wonder why we have a 2 percent economy eight years and $4 trillion worth of monetary stimulus on, we should look at the fact that the capital markets are simply not doing what they were set up to do,&rdquo; she says.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ineteconomics.org\/ideas-papers\/blog\/neither-clinton-nor-trump-is-engaging-with-the-causes-of-americas-economic-woes\">Institute for New Economic Thinking<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der einzige Kandidat, der in den Vorwahlen explizit f&uuml;r die Beschr&auml;nkung der Macht der Finanzindustrie eintritt ist Bernie Sanders. Was ihn f&uuml;r die deutschen neoliberalen &bdquo;Qualit&auml;tsjournalisten&ldquo; aber zum absoluten Buhmann macht. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Dialog in Venezuela m&ouml;glich, Kritik an deutscher Berichterstattung<\/strong><br>\nUnasur bietet Vermittlung an. Milizen und Armee bei Man&ouml;ver. Oberstes Gericht gibt Dekret von Maduro statt. Kritik an Bericht der ARD &uuml;ber Proteste<br>\nDie Union s&uuml;damerikanischer Nationen (Unasur) will zwischen der Regierung und der Opposition in Venezuela vermitteln, um die Krise in dem s&uuml;damerikanischen Land zu l&ouml;sen. Das berichten venezolanische Medien unter Berufung auf die Regionalorganisation. Zu dem Verhandlungsteam geh&ouml;ren demnach unter anderem der ehemalige spanische Ministerpr&auml;sident Jos&eacute; Luis Rodr&iacute;guez Zapatero sowie die Ex-Pr&auml;sidenten von Panama und der Dominikanischen Republik, Mart&iacute;n Torrijos und Leonel Fern&aacute;ndez. &ldquo;Ich werde die internationale Gemeinschaft bitten, das Ansinnen eines gro&szlig;en nationalen Dialogs (in Venezuela) zu unterst&uuml;tzen, damit wir in einem sinnvollen Zeitraum einen Plan erstellen k&ouml;nnen&rdquo;, sagte Zapatero auf einer Pressekonferenz in Caracas nach einem Treffen mit Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro. Der Weg hin zu solch einem Dialog werde aber &ldquo;lang, hart und schwer&rdquo; sein, prognostizierte der Sozialdemokrat. Wichtig sei, dass sich alle Seiten &ldquo;an die demokratischen Regeln, den Rechtsstaat und die Verfassung halten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2016\/05\/152957\/venezuela-maduro-dialog-ard\">amerika21<\/a>\n<p><strong>Der kritisierte ARD-Beitrag: moma-Reporter: Venezuela vor dem Kollaps<\/strong><br>\nDie sinkenden &Ouml;lpreise haben wohl kein Land weltweit so getroffen wie Venezuela. Die Volkswirtschaft, die sich fast ausschlie&szlig;lich durch die &Ouml;l-Verk&auml;ufe finanziert, steht vor dem Kollaps. &ldquo;Wirtschaftsnotstand&rdquo;, &ldquo;Ausnahmezustand&rdquo;, das sind die W&ouml;rter, die Pr&auml;sident Nicolas Maduro gebraucht, um sein Land zu regieren. Gleichzeitig &uuml;bergeht er die Opposition. Beamte arbeiten nur noch zwei Tage die Woche, um Strom zu sparen, Lebensmittel sind fast nicht mehr zu bezahlen. Unser moma-Reporter Peter Sonnenberg berichtet aus einem Land, das gar nicht mehr weit von einem B&uuml;rgerkrieg entfernt zu sein scheint.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/politik-weltgeschehen\/morgenmagazin\/videos\/moma-reporter-venezuela-vor-dem-kollaps-100.html\">ARD<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kretschmann: &ldquo;Ich will die Gr&uuml;nen ganz in die Mitte ziehen&rdquo;<\/strong><br>\nWelt am Sonntag: Sie sprachen davon, die gr&uuml;n-schwarze Koalition sei ein &ldquo;b&uuml;rgerliches B&uuml;ndnis im besten Sinne&rdquo;. Was ist das B&uuml;rgerliche in dieser Koalition?<br>\nKretschmann: Die CDU ist eine klassisch-b&uuml;rgerliche Partei, etwa wenn man an ihre Verankerung in der Unternehmerlandschaft denkt. Die Gr&uuml;nen haben eine starke Bindung an das sozial denkende B&uuml;rgertum in den Gro&szlig;st&auml;dten. Beides f&uuml;gt sich zu einer Koalition gut zusammen, um den Zusammenhalt des Landes zu gew&auml;hren. Der ist fragiler geworden, etwa wenn wir an das Aufkommen der AfD denken.<br>\nWelt am Sonntag: W&uuml;rden Sie die AfD in Teilen als b&uuml;rgerliche Partei bezeichnen?<br>\nKretschmann: Nein. Die AfD ist eine antib&uuml;rgerliche Partei. Der B&uuml;rger eines Gemeinwesens ist seit der gro&szlig;en Rede des Perikles an die Athener ein aktiver B&uuml;rger und kein Protestb&uuml;rger. Er ist einer, der sich f&uuml;r das Gemeinwesen einsetzt und nicht einer, der nur protestiert. Die AfD ist deshalb eine durch und durch antib&uuml;rgerliche Partei.<br>\nWelt am Sonntag: Im Grunde ist Gr&uuml;n-Schwarz eine neue Form der gro&szlig;en Koalition. Steht sie damit nicht f&uuml;r die Mainstream-Politik, die die AfD bek&auml;mpft?<br>\nKretschmann: Der Mainstream, den die AfD bek&auml;mpft, ist der richtige Mainstream. Den werden wir nicht korrigieren, nur weil ihn die AfD ablehnt. Die anderen Parteien, die von der AfD als Konsensparteien bezeichnet werden, sind fest verwoben mit unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Nur dieser Mainstream h&auml;lt die Gesellschaft zusammen.<br>\nWelt am Sonntag: Haben die Gr&uuml;nen das Zeug dazu, an die Stelle der SPD zu treten und f&uuml;hrende Kraft im linken Lager zu werden?<br>\nKretschmann: Ich wei&szlig; gar nicht, ob das unsere Absicht sein sollte. Ich bin kein Fan von der Behauptung, dass die Gr&uuml;nen eine Partei des linken Lagers sind. Da sind Sie bei mir an der falschen Adresse. Die Gr&uuml;nen verstehen sich zwar mehrheitlich als Partei der linken Mitte. Aber ich bin jemand, der sie ganz in die Mitte ziehen will. Und die Mitte, das ist f&uuml;r mich der aktive B&uuml;rger, die aktive B&uuml;rgerin. Ich glaube im &Uuml;brigen nicht, dass die SPD ein Auslaufmodell ist. Sie steckt gerade in einer anhaltenden Schw&auml;chephase, aber davon wird sie sich erholen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article155557493\/Kann-Gejammer-ueber-Opferrolle-der-AfD-nicht-mehr-hoeren.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Na endlich ist die Katze aus dem Sack. In die politische Mitte ziehen ist nichts anderes als eine Metapher f&uuml;r die bedingungslose Exekution der neoliberalen Agenda. Leider gibt es in der deutschen Sprache nicht die Differenzierung des Franz&ouml;sischen, das zwischen Citoyen und Bourgeois unterscheidet. Kretschmann spricht dauernd von b&uuml;rgerlich und B&uuml;rgern, meint aber den gr&uuml;nen Neo-Bourgeois der oberen Mittelschicht, der mit dem SUV zum Biomarkt f&auml;hrt. Allerdings sollten die Gr&uuml;nen bedenken wo die SPD mit ihrer Politik der Mitte gelandet ist.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> In der Mikro&ouml;konomie gibt es dazu das &bdquo;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hotellings_Gesetz\">Prinzip der minimalen Unterscheidung<\/a>&ldquo;, das im Studium gerne anhand des Beispiels zweier Eisverk&auml;ufer erkl&auml;rt wird, die am Strand immer n&auml;her zueinander r&uuml;cken.  SPD, Gr&uuml;ne, CDU\/CSU und FDP verkaufen zwar kein Eis, handeln aber ganz nach diesem Theorem. In der &Ouml;konomie geht man dabei von rational handelnden Akteuren aus. Ob dies in der Politik &auml;hnlich ist, darf wohl bezweifelt werden. Aber selbst wenn &ndash; selbstverst&auml;ndlich kann f&uuml;r alle Beteiligten auch ein schlechtes Ergebnis herauskommen, wenn sie sich alle rational verhalten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wird bei europ&auml;ischer Studienreform nachgearbeitet?<\/strong><br>\nLaut Urteil des Bundesverfassungsgerichts geh&ouml;rt das Verfahren zur Akkreditierung von Studieng&auml;ngen auf den Pr&uuml;fstand. Die Hochschulen pochen auf gr&ouml;&szlig;eren Gestaltungsspielraum und den R&uuml;ckzug privater Zulassungsagenturen. Die Politik sendet erste Signale, die Praxis zu &auml;ndern. Nachbesserungen deuten sich auch beim Bachelor an.<br>\nDie europ&auml;ische Bologna-Reform des Hochschulsystems ist und bleibt eine Baustelle.<br>\nEs geschehen noch Zeichen und Wunder. Politik und Hochschulen schicken sich an, den &uuml;berm&auml;&szlig;igen Leistungs- und Pr&uuml;fungsdruck, dem Bachelor-Studierende tagt&auml;glich ausgesetzt sind, ein St&uuml;ck weit zu mindern. Unl&auml;ngst hatte die S&uuml;ddeutsche Zeitung (SZ) &uuml;ber ein gemeinsames Positionspapier von Kultusministern und Hochschulrektoren berichtet, das angeblich mehr Freir&auml;ume, weniger Detailregelungen und eine Abkehr von der Notenfixierung empfiehlt. Die Autoren w&uuml;rden unter anderem f&uuml;r den Verzicht auf Zensuren in den ersten beiden Semestern, einen gerechteren &Uuml;bergang zwischen Bachelor und Master sowie eine bessere Vergleichbarkeit von Zeugnissen pl&auml;dieren.<br>\nZiel sei es, &bdquo;eine weitere Verdichtung und Vereinheitlichung des Studiums zu vermeiden&ldquo; und &bdquo;eher einen Abbau von Regelungen&ldquo; hinzubekommen, zitierte die SZ den Rektor der Universit&auml;t Siegen und Vizepr&auml;sident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Holger Burckhart, und weiter: &bdquo;Es geht um akademische Bildung, wir wollen keine Roboter produzieren.&ldquo; Im Interview mit dem Deutschlandfunk machte er weitere Ank&uuml;ndigungen. So sollte es &bdquo;gr&ouml;&szlig;ere Module&ldquo; und ein Mehr an &bdquo;individuellen Wahlm&ouml;glichkeiten&ldquo; geben. Selbst den Begriff &bdquo;Studium Generale&ldquo; holte Burckhart aus der Mottenkiste. Man wolle dahin, dass &bdquo;bis zu zehn Prozent des Studiums den Studierenden Freiraum gegeben wird f&uuml;r interdisziplin&auml;re Studien oder f&uuml;r ethische Reflexion oder f&uuml;r gesellschaftliche Reflexion&ldquo;. (H&ouml;rt, h&ouml;rt!)<br>\nZeichnet sich also nach 15 Jahren Bologna-Tretm&uuml;hle der Abschied von der Fachidioten-Produktion ab? Man darf gespannt sein, zumal l&auml;ngst nicht ausgemacht ist, dass aus all den sch&ouml;nen Vors&auml;tzen am Ende auch etwas wird. Laut SZ sollte das fragliche Konzept auf der Sitzung der Amtschefs der Kultusministerkonferenz (KMK) vor elf Tagen beschlossen werden. Daraus wurde nichts. Stattdessen hat man das Thema ohne Angabe von Gr&uuml;nden auf das n&auml;chste Treffen im September vertagt und das Papier unter Verschluss genommen.<br>\nIntern d&uuml;rfte also noch eifrig &uuml;ber Inhalte und Formulierungen gerungen werden. Wobei die Bremser dem Vernehmen nach eher in der Politik verortet sind und die Antreiber in Reihen der Unis. Daf&uuml;r spricht allein schon die &ouml;ffentliche Wortmeldung des HRK-Vizes. Dessen &bdquo;ehrgeiziges Ziel&ldquo; ist es immerhin, &bdquo;dass die jetzige Studentengeneration davon noch einen Vorteil hat&ldquo;. Burckharts Hoffnung sei es, &bdquo;im Laufe des n&auml;chsten Jahres&ldquo; erste Umsetzungsschritte zu sehen. Nach raschem Vollzug h&ouml;rt sich das nicht an. F&uuml;r die stressgeplagten Studierenden hei&szlig;t das erst einmal: Weiter Strampeln!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/baustelle-bologna.php\">studis-online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der Panzer in der Brust der Studenten<\/strong><br>\nBurn-out-Raten, Angst und die Schuldgef&uuml;hle. Der Soziologe Hartmut Rosa erkl&auml;rt, wie sich das Zeitgef&uuml;hl an der Uni ver&auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/campus\/2016-05\/hartmut-rosa-soziologe-studium-entschleunigung-resonanz-bologna-reform\">Zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Nicht vergessen: Heute Abend kommt &bdquo;Die Anstalt&ldquo; mit dem Themenschwerpunkt TTIP\/CETA<\/strong><br>\nWortgewandt, unkonventionell und mit viel satirischer Sch&auml;rfe: Max Uthoff und Claus von Wagner kl&auml;ren &uuml;ber die Themen auf, die die Nation bewegen. Live aus der &ldquo;Anstalt&rdquo;.<br>\nAls Besetzer eines ZDF-Fernsehstudios r&uuml;tteln die Vollblutkabarettisten an den politischen und gesellschaftlichen Verh&auml;ltnissen des Landes. Mit ihren G&auml;sten Masud, Chin Meyer und Christine Prayon wollen sie &ldquo;Stimme sein f&uuml;r Ungeh&ouml;rtes und Unerh&ouml;rtes&rdquo;.<br>\nDienstag 24.05.2016, <strong>22:15 &ndash; 23:00<\/strong> Uhr im ZDF<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/programdata\/4a8ba13b-a17d-454e-8175-b6981ca50026\/8a2b26b5-fd29-435c-bc08-2b27927532c1?doDispatch=2\">ZDF<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-33502","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33502","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=33502"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33502\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33511,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33502\/revisions\/33511"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=33502"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=33502"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=33502"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}