{"id":33527,"date":"2016-05-25T08:53:41","date_gmt":"2016-05-25T06:53:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33527"},"modified":"2016-05-25T12:06:30","modified_gmt":"2016-05-25T10:06:30","slug":"hinweise-des-tages-2631","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33527","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33527#h01\">TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33527#h02\">Parit&auml;tischer zieht negative Gesamtbilanz in Jahresgutachten zur sozialen Lage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33527#h03\">&Ouml;sterreich: &ldquo;Das Warnsignal an die etablierten Parteien ist gewaltig&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33527#h04\">Brasilien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33527#h05\">Streiks und Proteste: Frankreich begehrt zunehmend auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33527#h06\">Massenprotest gegen Sparpolitik: Ausschreitungen in Br&uuml;ssel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33527#h07\">Griechenland: 99 Jahre Ausverkauf &ndash; alternativlos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33527#h08\">Die EZB erpresst die portugiesische Regierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33527#h09\">Integrationsgesetz: Das sollen Fl&uuml;chtlinge k&uuml;nftig leisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33527#h10\">Rente: Wo geriestert wird, fallen Jens&lsquo; Sp&auml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33527#h11\">Amazon verst&ouml;&szlig;t gegen Schulgesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33527#h12\">Die NATO w&auml;chst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33527#h13\">Terror<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33527#h14\">&ldquo;Breaking the Silence&rdquo; droht das Aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33527#h15\">Operationsst&uuml;tzpunkt T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33527#h16\">Article In Saudi Daily: U.S. Planned, Carried Out 9\/11 Attacks &ndash; But Blames Others For Them<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33527#h17\">Bologna-System: Kleine Reform eines gro&szlig;en Irrtums<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33527#h18\">SPD holt Madsack-Journalistin: Ulrike Demmer wird Vize-Regierungssprecherin von Merkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33527#h19\">Das Allerletzte: Kinderschokoladen-Dilemma<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>TTIP<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Teile und herrsche &ndash; TTIP und TPP sind Teil der globalen Geopolitik der USA<\/strong><br>\nWer nach dem Motto des r&ouml;mischen Imperiums (&bdquo;divide et impera&ldquo;) die Welt in Bl&ouml;cke teilt, um sie besser beherrschen zu k&ouml;nnen, betreibt nicht Freihandel, sondern Machtpolitik. Wenn die USA wirklich Freihandel f&ouml;rdern wollen, dann sollten sie mithelfen, das global verbindliche Regelwerk der Welthandelsorganisation (WTO) weiterzuentwickeln. Mit bilateralen und megaregionalen Abkommen fragmentieren sie jedoch diese multilaterale Ordnung. Die USA versuchen zu verhindern, dass China durch seine W&auml;hrungs- und Handelspolitik mehr Einfluss gewinnt. Die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) und die f&uuml;r die USA viel wichtigere Transpazifische Partnerschaft (TPP) sind nicht nur als Freihandelsabkommen zu bewerten, sondern vielmehr als Geopolitik zu verstehen. Denn davon profitieren nur die beteiligten auf Kosten der ausgeschlossenen Staaten. (&hellip;) Die Geo&ouml;konomie der USA ist der Haupttreiber eines neuen globalen R&uuml;stungswettlaufs, der immer mehr in Asien und im pazifischen Raum ausgetragen wird. (&hellip;) Europa, allen voran die europ&auml;ische F&uuml;hrungsmacht Deutschland, sollte sich im eigenen Interesse auf das immer deutlicher werdende Feindbild der USA einstellen. Besonders gef&auml;hrlich wird es f&uuml;r die USA, wenn die Chinesen und Europ&auml;er durch ihre Wirtschafts-, Handels- und W&auml;hrungspolitiken weiterhin die Dominanz des Dollar schw&auml;chen und damit das Wirtschaftsmodell der Weltmacht herausfordern sollten, das auch Grundlage ihrer milit&auml;rischen St&auml;rke ist. Die davon am meisten betroffenen US-Konzerne, insbesondere der Milit&auml;rindustrie, werden nicht z&ouml;gern, den politischen Betrieb in Washington in ihrem Sinne zu beeinflussen und auf eine h&auml;rtere internationale Gangart einzustimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/dgap.org\/de\/think-tank\/publikationen\/dgapstandpunkt\/teile-und-herrsche\">DGAP<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Der Autor dieses Textes, Josef Braml, arbeitet f&uuml;r die Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik (DGAP), die f&uuml;hrende au&szlig;enpolitische Denkfabrik in Deutschland. F&uuml;r eines der letzten von Braml f&uuml;r die DGAP <a href=\"http:\/\/www.degruyter.com\/view\/product\/248102?rskey=i23U25&amp;result=10\">herausgegebenen B&uuml;cher<\/a> schrieb Frank-Walter Steinmeier das Vorwort. <a href=\"https:\/\/dgap.org\/de\/gesellschaft\/foerderer\">Finanziert<\/a> wird die Denkfabrik vom Ausw&auml;rtigen Amt sowie der deutschen Industrie (Deutsche Bank, Airbus etc.) Um so bemerkenswerter die deutlichen Worte Bramls in Richtung USA. An der Spitze der DGAP, welche diesen Text derzeit auf Ihrer Startseite pr&auml;sentiert, steht der Konzernchef Arend Oetker, der zugleich als Vizepr&auml;sident dem Bundesverband der Deutschen Industrie vorsteht und der in der Vergangenheit auch schon die Atlantik-Br&uuml;cke leitete &ndash; was die vorliegende Ver&ouml;ffentlichung um so brisanter erscheinen l&auml;sst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>TTIP: Lobbyeinfluss auf Wirtschaftsministerium unausgewogen<\/strong><br>\nEine gemeinsame Recherche mit der WDR-Sendung Quarks &amp; Co zeigt: Nicht nur der Einfluss von Unternehmenslobbyisten auf die EU-Kommission ist bei den TTIP-Verhandlungen immens. Auch beim Bundeswirtschaftsministerium sprechen Unternehmenslobbyisten deutlich h&auml;ufiger vor als andere. Die Bundesregierung ist hier in der Pflicht, f&uuml;r mehr Ausgewogenheit zu sorgen.<br>\nKonzerndominanz in Br&uuml;ssel und Berlin<br>\nBereits in der Vergangenheit hatten wir auf die Dominanz von Konzernlobbyisten auf die Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP hingewiesen. Bislang lagen uns daf&uuml;r nur Zahlen f&uuml;r die EU-Kommission vor. Sie zeigen, dass ein Gro&szlig;teil der Lobbytreffen der Handelsdirektion mit Vertretern von Unternehmen und ihren Verb&auml;nden stattfanden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2016\/05\/ttip-lobbyeinfluss-auf-wirtschaftsministerium-unausgewogen\/\">LobbyControl<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und diese Lobbyarbeit verfehlt ihre Wirkung offenbar nicht: Herr Gabriel scheint deren W&uuml;nsche erf&uuml;llen zu wollen.<\/em><br>\n<em>Aber auch hier gilt, was in der &ldquo;Anstalt&rdquo; gesagt worden ist: Alle blicken auf TTIP, dabei geht die dringlichere und gr&ouml;&szlig;ere Gefahr von CETA aus, dem sog. Freihandelsabkommen mit Kanada, wo viele US-Konzerne Tochterfirmen haben und &uuml;ber diesen Umweg u.a. Schiedsgerichte anfordern k&ouml;nnten. Dieses Abkommen ist bereits fertig und soll demn&auml;chst realisiert werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Anstalt zum Thema TTIP<\/strong><br>\nDie Polit-Satire mit Max Uthoff und Claus von Wagner &ndash; sowie diesmal mit Masud, Christine Prayon und Chin Meyer<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/2739330\/Die-Anstalt-vom-24.-Mai-2016?bc=kua884728\">ZDF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Parit&auml;tischer zieht negative Gesamtbilanz in Jahresgutachten zur sozialen Lage: Wachsende Ungleichheit gef&auml;hrdet den sozialen Zusammenhalt<\/strong><br>\nEine armutspolitisch &bdquo;ungen&uuml;gende&ldquo; und insgesamt &bdquo;alarmierende&ldquo; Gesamtbilanz attestiert der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband der Bundesregierung in seinem aktuellen Jahresgutachten zur sozialen Lage in Deutschland. Trotz anhaltend guter Wirtschaftsentwicklung verharre die Armut in Deutschland auf hohem Niveau und verfestige sich die ungleiche Verteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen, so die Analyse ausgew&auml;hlter sozio&ouml;konomischer Indikatoren. J&uuml;ngste Gesetzesma&szlig;nahmen drohten die bestehende Ungleichheit sogar noch zu versch&auml;rfen, so das Ergebnis des Gutachtens. Der Parit&auml;tische fordert durchgreifende sozialpolitische Reformen insbesondere zur Bek&auml;mpfung von Langzeitarbeitslosigkeit und Altersarmut.&bdquo;Die wachsende Ungleichheit in Deutschland ist nicht nur Wachstumsbremse und Wohlstandsrisiko, sie ist auch ein Gerechtigkeitsproblem und wird immer mehr zur echten Bedrohung des gesellschaftlichen Zusammenhalts&ldquo;, warnt Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes. Die fortschreitende Erosion der sozialen Sicherungssysteme sei dabei das Ergebnis falscher politischer Weichenstellungen. Nur noch rund ein Drittel der Menschen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, h&auml;tten auch Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung. Die durchschnittliche Rente liege schon heute unterhalb des Grundsicherungsniveaus, jeder zweite Rentner beziehe eine Rente von weniger als 750 Euro. Weder Riester-Rente, noch Betriebsrente seien geeignet, den &bdquo;Sinkflug&ldquo; des Rentenniveaus zu kompensieren und m&uuml;ssten als gescheitert angesehen werden. &bdquo;Es ist nicht nachvollziehbar, wenn von der Bundesregierung sehenden Auges in Kauf genommen wird, dass das Schutzniveau der Arbeitslosenversicherung und der Rentenversicherung immer weiter sinkt und immer mehr Mensch durch das soziale Netz fallen&ldquo;, kritisiert Verbandsvorsitzender Rosenbrock.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/startseite\/artikel\/news\/paritaetischer-zieht-negative-gesamtbilanz-in-jahresgutachten-zur-sozialen-lage-wachsende-ungleichh\/\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich: &ldquo;Das Warnsignal an die etablierten Parteien ist gewaltig&rdquo;<\/strong><br>\nStephan Schulmeister erkl&auml;rt den Erfolg der Rechten mit der neoliberalen Politik der Etablierten. Die d&uuml;rften sich dem Markt nicht mehr beugen, mahnt der Wiener &Ouml;konom. (&hellip;) &bdquo;Fr&uuml;her galt der Primat der Politik. Die Sozialdemokraten haben gesagt: Wir k&ouml;nnen und werden die Welt ver&auml;ndern. Heute kommt dieser Satz von den Rechtspopulisten. Die Sozialdemokraten haben sich dagegen dem Neoliberalismus unterworfen und sagen: Wir m&uuml;ssen uns den Marktkr&auml;ften beugen. Auch Solidarit&auml;t, Zusammenhalt, soziale W&auml;rme sind fr&uuml;here sozialdemokratische Werte, die die Rechtspopulisten mit gro&szlig;em Geschick &uuml;bernommen haben. Sie sprechen reale Bed&uuml;rfnisse der Menschen an. Die Traditionsparteien haben es verlernt, diese Sorgen wahrzunehmen. Es ist nicht so, dass 50 Prozent der &Ouml;sterreicher Rechtspopulisten sind. Aber viele haben das Gef&uuml;hl, dass etwas fundamental falsch l&auml;uft. In dieser Situation haben viele eben Norbert Hofer gew&auml;hlt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-05\/oesterreich-fpoe-spoe-oevp-neoliberalismus-afd\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Siehe dazu auch die Vorarbeit der NachDenkSeiten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33258\">hier<\/a> am 4. Mai 2016 mit &bdquo;Einen schlimmeren Rechtsruck als das r&uuml;cksichtslose Durchboxen von TTIP, die Agenda 2010 und Kriegseins&auml;tze gibt es nicht&ldquo; und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33390\">hier<\/a> am 17. Mai 2016 das &bdquo;Wiener Zeitung-Interview mit dem NachDenkSeiten-Herausgeber: Der alte Weg ist der moderne Weg&ldquo;<\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Brasilien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Abh&ouml;rskandal: Brasilianischer Minister muss zur&uuml;cktreten<\/strong><br>\nDie brasilianische &Uuml;bergangsregierung ist erst seit zwei Wochen im Amt und wird schon ersch&uuml;ttert. Ein Telefongespr&auml;ch bringt Planungsminister Juc&aacute; zu Fall. Nach knapp zwei Wochen im Amt wird die brasilianische &Uuml;bergangsregierung von der Korruptionsaff&auml;re um den halbstaatlichen &Ouml;lkonzern Petrobras eingeholt. Infolge der Ver&ouml;ffentlichung eines kompromittierenden Gespr&auml;chsmitschnitts stellte Planungsminister Romero Juc&aacute; am Montagabend sein Amt zur Verf&uuml;gung. Juc&aacute; hatte in dem von der Zeitung &bdquo;Folha de S&atilde;o Paulo&ldquo; ver&ouml;ffentlichten Gespr&auml;ch einen &bdquo;nationalen Pakt&ldquo; angeregt, um die Korruptionsermittlungen zu stoppen. &bdquo;Die Regierung muss wechseln, um das Ausbluten zu stoppen&ldquo;, hatte Juc&aacute; mit Blick auf die gro&szlig;e Zahl der wegen Korruption verd&auml;chtigten Politiker gesagt, noch bevor Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff vor&uuml;bergehend suspendiert wurde. Das Gespr&auml;ch von Juc&aacute; mit dem fr&uuml;heren Petrobras-Manager Sergio Machado soll der Zeitung zufolge im M&auml;rz stattgefunden haben. Aus dem Gespr&auml;ch geht hervor, dass die Amtsenthebung von Rousseff angestrebt werden soll, um den Ermittlungsdruck zu senken. Rousseff wurde am 12. Mai suspendiert und muss ihr Amt derzeit ruhen lassen, bevor nach maximal 180 Tagen &uuml;ber eine Amtsenthebung entschieden wird. Der bisherige Vizepr&auml;sident Michel Temer bildete eine &Uuml;bergangsregierung. (&hellip;) Juc&aacute; ist ein enger Vertrauter Temers und wichtiges Mitglied des Wirtschaftsteams der &Uuml;bergangsregierung, das ein hartes Sparprogramm f&uuml;r das krisengesch&uuml;ttelte Brasilien vorbereitet. Die Opposition forderte die sofortige Entlassung des Ministers und strafrechtliche Ermittlungen. In mehreren St&auml;dten des Landes fanden nach Bekanntwerden des Mitschnitts spontane Demonstrationen gegen die Temer-Regierung statt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/brasilien-romero-juca-muss-wegen-petrobas-affaere-zuruecktreten-14249940.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sehr h&uuml;bsch. Die neue Regierung ist korrupt, und Rousseff wurde des Amts enthoben, weil der von ihr ausgehende &ldquo;Ermittlungsdruck&rdquo; zu hoch war. Das ist rechtsstaatlich?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> In einem anderen <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/agenturmeldungen\/unternehmensnachrichten\/roundup-das-blut-stoppen-abhoerskandal-erschuettert-brasilien-14249774.html\">FAZ-Artikel<\/a> zum Thema findet sich ein weiteres interessantes Detail: &bdquo;Dem Mitschnitt zufolge sagt Juc&aacute; auch, dass er mit Gener&auml;len und anderen Milit&auml;rs gesprochen habe, ihre Gesichter h&auml;tten ihm gesagt, sie w&uuml;rden die geplante Absetzung von Rousseff tolerieren. Sie hat diese stets als &ldquo;Putsch&rdquo; bezeichnet, weil die Vorw&uuml;rfe dies nicht rechtfertigen w&uuml;rden.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Russischer Vizeau&szlig;enminister: USA mischen sich in innere Angelegenheiten Lateinamerikas ein<\/strong><br>\nRusslands Vizeau&szlig;enminister Sergei Ryabkov hat der US-Regierung &ldquo;neue Einmischungsversuche&rdquo; in die inneren Angelegenheiten Lateinamerikas vorgeworfen. &ldquo;Was wir gegenw&auml;rtig in der Welt erleben, ist ein Versuch des sogenannten historischen Westens, seine Dominanz in internationalen Angelegenheiten zu bewahren&rdquo;, sagte Ryabkov unl&auml;ngst bei einer Konferenz zur lateinamerikanischen Entwicklung in Moskau. Lateinamerika sei keine Ausnahme in diesem globalen Trend: &ldquo;Wir sehen eine neue Intensivierung der US-Au&szlig;enpolitik in diesem Bereich, bis hin zu direkten Versuchen der Einmischung in innere Angelegenheiten von Staaten der Region. Argentinien, Brasilien und Venezuela sind nur die aktuellsten Beispiele&rdquo;, so der Vizeau&szlig;enminister. Russland verfolge die politischen Ver&auml;nderungen, die sich in Lateinamerika seit einem Jahr vollziehen, aufmerksam. &ldquo;Es ist offensichtlich, dass es einen bedeutenden Wandel der politischen Pr&auml;ferenzen gibt, nicht nur zur Mitte hin, sondern auch nach rechts, hin zu den Neoliberalsten.&rdquo; Dies sei beispielsweise in Argentinien, Brasilien und Venezuela der Fall, betonte Ryabkov.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2016\/05\/152986\/russland-einmischung-usa\">amerika21<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Streiks und Proteste: Frankreich begehrt zunehmend auf<\/strong><br>\nDas Streikland Frankreich kommt nicht zur Ruhe: Nach der Gewalt bei Protesten gegen die geplante Arbeitsrechtsreform, &Auml;rger bei Protesten von Studenten und der gewaltsamen Aufl&ouml;sung einer Gewerkschaftsaktion hat nun die Gewerkschaft CGT zum Streik bei den Pariser Verkehrsbetrieben aufgerufen &ndash; nur wenige Tage vor Beginn der Fu&szlig;ball-Europameisterschaft im Land. (&hellip;) Es begann mit der geplanten Arbeitsrechtsreform der sozialistischen Regierung von Pr&auml;sident Francois Hollande und Ministerpr&auml;sident Manuel Valls. Diese sieht unter anderem eine Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes sowie eine Aufweichung der 35-Stunden-Woche vor, um die hohe Arbeitslosigkeit zu bek&auml;mpfen. Das wollten Gewerkschaften sowie Sch&uuml;ler- und Studentenverb&auml;nde nicht hinnehmen. Sie wehrten sich mit Demonstrationen, bei denen es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei kam. Vor einigen Tagen dann begannen Aktivisten der kommunistischen Gewerkschaft CTG damit, Raffinerien zu besetzen. Am Montag waren sechs von acht Raffinerien des Landes von den Aktionen betroffen, 20 Prozent der Tankstellen waren nach Angaben des Verkehrsstaatssekret&auml;rs Alain Vidalies geschlossen oder hatten gro&szlig;e Versorgungsschwierigkeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/streiks-und-proteste-frankreich-begehrt-zunehmend-auf.1818.de.html?dram:article_id=355011\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Hoffentlich haben die Gewerkschaften in Frankreich einen l&auml;ngeren Atem als die hiesigen, die ihren Widerstand gegen die Agenda 2010 seinerzeit aufgegeben haben. Daf&uuml;r spricht, dass die franz&ouml;sischen Gewerkschaften nicht so sehr an die Regierungspartei wie die deutschen Kolleginnen und Kollegen an die damaligen Regierungsparteien SPD und B&uuml;ndnis 90\/Gr&uuml;ne gebunden sind.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Massenprotest gegen Sparpolitik: Ausschreitungen in Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nZum dritten Mal haben in Belgien Zehntausende Menschen gegen die Sparpolitik der Mitte-Rechts-Regierung protestiert &ndash; und wieder wurde die Kundgebung von Krawallen &uuml;berschattet: Demonstranten warfen Feuerwerksk&ouml;rper, die Polizei setzte Wasserwerfer ein. (&hellip;) Zu den Krawallen war es nach einer friedlichen Kundgebung gegen die Sozial- und Wirtschaftspolitik der Mitte-Rechts-Regierung gekommen. An der Demonstration hatten sich mehr als 50.000 Teilnehmer beteiligt. Dem Marsch durch das Zentrum der Hauptstadt schlossen sich auch die wichtigsten Gewerkschaften des Landes an. Sie protestierten damit gegen die Lockerung der 38-Stunden-Woche, einen sp&auml;teren Rentenbeginn und Sparma&szlig;nahmen im &ouml;ffentlichen Dienst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/protestebruessel-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: In Belgien marschieren Gewerkschaften: Machtkampf auf der Stra&szlig;e<\/strong><br>\nDie rechtsliberale Regierung plant drastische K&uuml;rzungen und eine Verl&auml;ngerung der Arbeitszeit. Dagegen wird in Belgien demonstriert. Zwei Monate stand Belgien unter Schock. Nach den Terroranschl&auml;gen vom 22. M&auml;rz trauten sich viele Menschen kaum noch auf die Stra&szlig;e. Nun machen die Belgier wieder mobil: Rund 60.000 Menschen gingen am Dienstag auf die Stra&szlig;e, um gegen die Wirtschafts- und Sozialpolitik der rechtsliberalen Regierung Charles Michel zu protestieren. &bdquo;Das Ma&szlig; ist voll&ldquo;, lautete das Motto der landesweiten Kundgebung, zu der alle Gewerkschaften aufgerufen haben. &bdquo;Wir wollen eine Politik, die den Menschen wieder Perspektiven gibt&ldquo;, sagte Marie-H&eacute;l&egrave;ne Ska, Generalsekret&auml;rin der christlichen Gewerkschaft CSC. &bdquo;Diese Regierung spart Milliarden auf Kosten der sozialen Gerechtigkeit.&ldquo; Es war bereits die dritte Gro&szlig;kundgebung gegen die Regierung seit Amtsantritt Ende 2014. Stein des Ansto&szlig;es ist diesmal vor allem die geplante Arbeitsmarktreform. Arbeitsminister Kris Peeters m&ouml;chte die Wochenarbeitszeit von derzeit 38 Wochen flexibler gestalten und auf bis zu 47,5 Stunden verl&auml;ngern. &Uuml;berstunden sollen schlechter bezahlt werden, Ruhezeiten werden verk&uuml;rzt, prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse erleichtert. &Auml;hnlich wie in Frankreich wird die &bdquo;Loi Peeters&ldquo; mit der hohen Arbeitslosigkeit und Empfehlungen der EU-Kommission begr&uuml;ndet. Die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde fordert eine &bdquo;Flexibilisierung&ldquo; der Arbeit, die Lockerung von Tarifvertr&auml;gen und eine Erh&ouml;hung des Rentenalters. In Belgien hat sie zudem neue Einsparungen in H&ouml;he von 2,2 Milliarden Euro durchgesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/In-Belgien-marschieren-Gewerkschaften\/!5303733\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> &ldquo;Die EU-Kommission fordert eine &bdquo;Flexibilisierung&ldquo; der Arbeit, die Lockerung von Tarifvertr&auml;gen und eine Erh&ouml;hung des Rentenalters.&rdquo; Und dann wundert man sich, dass sich immer mehr Menschen von Europa abwenden? Die passende infame Phrase dazu haben die &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; schon l&auml;ngst gefunden. Wer gegen ein neoliberales Europa ist, ist nationalistisch und rechts. Nur die Unterwerfung unter die Interessen der herrschenden Eliten macht einem zum wahren Europ&auml;er und transnational denkenden Menschen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Griechenland: 99 Jahre Ausverkauf &ndash; alternativlos<\/strong><br>\nTsipras geht den von den Kreditgebern verordneten Weg des Neoliberalismus weiter, im Eilverfahren wurde das 7500 Seiten starke Gesetzespaket verabschiedet &ndash; In Griechenland geht der Sparkurs Tsipras immer weiter. Der Premier lie&szlig; Gesetze durchpeitschen, welche Griechenland f&uuml;r die n&auml;chsten 99 Jahre binden. Er verlor dabei weiterhin sein einstiges Profil des linken Revolution&auml;rs. Signale kommen aus Br&uuml;ssel, dass man Tsipras Bem&uuml;hungen bei einer Entscheidung der Eurogruppe am Dienstag als positiven Beitrag werten w&uuml;rde. Hinsichtlich der Frage eines von Tsipras erhofften Schuldenschnitts verweist die Kommission jedoch darauf, dass dies Sache der einzelnen Staaten sei. Tsipras hofft, dass er 5,4 Milliarden der seit Ende 2015 ausstehenden Kredittranche, eventuell sogar bis zu 11 Milliarden Euro, erh&auml;lt und sich damit etwas Zeit erkaufen kann. Ebenfalls durch das Parlament kam der umstrittene Paragraph des automatischen Kostend&auml;mpfers. K&uuml;nftig wird bei Unterschreitung der vorgegebenen Sparziele ohne Parlamentsbeschluss in allen Ressorts bis auf den Verteidigungshaushalt und das Arbeitslosengeld automatisch gek&uuml;rzt. Tsipras erspart sich und den Premierministern der n&auml;chsten Jahrzehnte somit jegliche parlamentarische Abstimmung &uuml;ber weitere Rentenk&uuml;rzungen. Die Proteste auf den Stra&szlig;en Athens blieben verhalten. Den Griechen ist anscheinend die Lust am Demonstrieren vergangen. Sie sehen offenbar keinen Sinn darin, ihrer Abscheu f&uuml;r die Politik auf der Stra&szlig;e herauszubr&uuml;llen. In privaten Gespr&auml;chen gibt es jedoch niemanden, der sich nicht ver&auml;rgert oder entt&auml;uscht &auml;u&szlig;ert. (&hellip;)<br>\nKaum ein Artikel des gesamten Pakets war so umstritten, wie die Verpf&auml;ndung nahezu s&auml;mtlicher staatlicher Besitzt&uuml;mer. (&hellip;) Mit dem Artikel wurde die bisherige Treuhandanstalt Griechenlands, TAIPED &ndash; Hellenic Republic Assets Development Fund &ndash; beinahe obsolet. Sie besteht weiter f&uuml;r den Rest ihrer sechsj&auml;hrigen Laufzeit und soll die ihr bislang &uuml;bertragenen Immobilien privatisieren. (&hellip;) Tats&auml;chlich kommen seit Sonntag alle staatlichen Firmen, Besitzt&uuml;mer und Liegenschaften unter die Verwaltung einer Firma, einem neuen Privatisierungsfonds, deren Verwaltungsrat aus f&uuml;nf Mitgliedern besteht. Zwei der F&uuml;nf sind Vertreter der Kreditgeber. Der Fonds beh&auml;lt laut Gesetz f&uuml;r 99 Jahre das Eigentum und auch das Recht des Verkaufs f&uuml;r den Staatsbesitz. (&hellip;) Das Parlament ist k&uuml;nftig faktisch entmachtet und hat auch bei den Verk&auml;ufen von Staatseigentum kein Mitspracherecht mehr. Es wird lediglich informiert und kann seine Meinung kundtun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48326\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.M.H.:<\/strong> Dass die Proteste auf Griechenlands Stra&szlig;en stiller werden, bedeutet nichts Gutes. Sicher verfallen zunehmend verarmte B&uuml;rger in Agonie, was als solches schon schlimm ist. Dar&uuml;ber hinaus steht allerdings auch die Entstehung einer gewaltbereiten und bewaffneten Gegenbewegung zu bef&uuml;rchten, was nichts anderes hei&szlig;t, als B&uuml;rgerkrieg. Sollte es dazu kommen, werden die deutsche Regierung, namentlich vor allen anderen Merkel, Sch&auml;uble und Gabriel sowie der Bundestag eine erhebliche Mitschuld tragen. Gro&szlig;en Massen von Menschen mutwillig und zynisch die Lebensgrundlage zu entziehen, zieht schlimme Konsequenzen nach sich. Ob sich die verantwortlichen Entscheider der Tragweite dessen bewusst sind, wage ich stark zu bezweifeln.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Die dramatische Entwicklung in Griechenland wird immer mehr zur Warnung an alle B&uuml;rger, was Europa insgesamt droht, sofern die Macht der Gl&auml;ubiger unangetastet bleibt. &Uuml;ber kurz oder lang muss auch &uuml;ber das Geldsystem, das diese Gl&auml;ubigermacht verb&uuml;rgt, gesprochen werden &ndash; sprich: das System der Sch&ouml;pfung von Geld und Kredit sowie die daraus resultierende Abh&auml;ngigkeit der Staaten von privaten Banken. Siehe dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31761\">hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die EZB erpresst die portugiesische Regierung<\/strong><br>\nDer Chefvolkswirt der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) hat am Montag in einem Interview mit der portugiesischen Zeitung &bdquo;Publico&ldquo; der dortigen linken Regierung gedroht, keine Anleihen mehr zu kaufen, wenn sie sich nicht im Sinne der Kapitalmarktanleger &ndash; letztlich also im Sinne der EZB &ndash; verh&auml;lt. Peter Praet sagte der Zeitung, die Regierung d&uuml;rfe die Warnsignale des Marktes nicht ignorieren. &ldquo;Portugal sollte diese Botschaft nicht vergessen: Die Marktdisziplin ist noch da&rdquo;, sagte er. Die Anleiheinvestoren seien in Sorge. Der Regierung in Lissabon m&uuml;sse klar sein, dass die Europ&auml;ische Zentralbank nur Papiere mit vergleichsweise geringer Ausfallwahrscheinlichkeit kaufe. Es k&ouml;nne zwar Ausnahmeregelungen geben. Aber dazu m&uuml;sse das entsprechende Land an einem Rettungsprogramm teilnehmen. &ldquo;Hier gibt es keine Unklarheit&rdquo;, sagte er. (&hellip;) PS: Ein Leser bringt mich darauf, dass es erw&auml;hnenswert ist, dass Portugal, bis vor kurzem, solange es noch konservativ regiert wurde, ein Musterbeispiel f&uuml;r erfolgreiche Krisenbew&auml;ltigung war. Kurz nach Regierungswechsel ist nun pl&ouml;tzlich der von dieser Regierung hinterlassene Zustand der Staatsfinanzen besorgniserregend. Ein Schelm wer &auml;u&szlig;erst &uuml;bles dabei denkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/619-praet-portugal\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Integrationsgesetz: Das sollen Fl&uuml;chtlinge k&uuml;nftig leisten<\/strong><br>\nNeue Jobs, verpflichtende Sprachkurse, strenge Wohnsitzauflage: Die Bundesregierung beschlie&szlig;t den Entwurf zum neuen Integrationsgesetz. Was steht drin, warum ist es umstritten? Der &Uuml;berblick. F&ouml;rdern und Fordern &ndash; das ist das Motto der Bundesregierung f&uuml;r ihr Integrationsgesetz. Asylbewerber sollen demnach k&uuml;nftig schneller in Integrationskursen und auf dem Arbeitsmarkt unterkommen. Verweigern Fl&uuml;chtlinge bestimmte Integrationsma&szlig;nahmen, drohen ihnen Strafen. Grunds&auml;tzlich wird die Aufenthaltserlaubnis st&auml;rker als vorher an Voraussetzungen gekn&uuml;pft. (&hellip;) Was steht drin im Gesetz? F&uuml;r Asylbewerber sollen mit Bundesmitteln mehr Jobs geschaffen werden. Gleichzeitig sollen rechtliche H&uuml;rden abgebaut werden, um Asylbewerber in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Dazu z&auml;hlt eine Lockerung der sogenannten Vorrangspr&uuml;fung, wonach bei einem Jobangebot erst gepr&uuml;ft werden muss, ob die Stelle auch mit einem deutschen Bewerber oder EU-B&uuml;rger besetzt werden kann. (&hellip;) Sollten sich Asylbewerber den vorgeschriebenen Integrationsma&szlig;nahmen entziehen, sollen sie k&uuml;nftig daf&uuml;r bestraft werden k&ouml;nnen. Im Gesetzesentwurf ist von einer &ldquo;Verpflichtung mit leistungsrechtlichen Konsequenzen&rdquo; die Rede. Er sieht in dem Fall einer Weigerung eine K&uuml;rzung der Leistungen vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/integrationsgesetz-der-koalition-wird-verabschiedet-das-steht-drin-a-1093836.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;F&ouml;rdern und Fordern&rdquo; &ndash; nicht umsonst tr&auml;gt das neue Integrationsgesetz dasselbe Motto wie Hartz IV, denn darum geht es: die Asylbewerber m&ouml;glichst knallhart in das rat race des deutschen Dumpinglohn- und Armutsarbeitsmarkts zu pressen. Aus der Aufz&auml;hlung wird klar, da&szlig; die Rechte vor allem als Pflichten zur Arbeitsaufnahme gemeint sind, und dabei ist der schlimmste Drecksjob besser als keiner, dieselbe asoziale &ldquo;Logik&rdquo; wie bei Hartz IV. Wer sich zum Ein-Euro-Job oder zum ausbeuterischen Teilzeit- oder Minijob hergibt (jetzt ohne Vorrangpr&uuml;fung!), ist bei der Duldung im Vorteil; wer nicht, dem wird die Existenz verweigert (meiner Meinung nach verfassungswidrig, immerhin geht es um schutzbed&uuml;rftige Fl&uuml;chtlinge, deren Existenz der deutsche Staat so oder so garantieren mu&szlig;).<\/em><br>\n<em>Hier wird alles durcheinander geworfen: das unver&auml;u&szlig;erliche Grundrecht auf Asyl nach Art. 16 GG, Migration in den deutschen Arbeitsmarkt und Arbeitspflicht gem&auml;&szlig; Hartz IV. F&uuml;r die schon hier lebenden Arbeitslosen und working poor ist damit noch mehr noch h&auml;rtere Konkurrenz um die wenigen Arbeitspl&auml;tze verbunden. Das nennt man dann wohl &ldquo;gelingende Integration&rdquo;. Die Regierungskoalition hat also nichts gelernt aus dem Erstarken der AfD oder der Bundespr&auml;sidentenwahl in &Ouml;sterreich und will Armut in Deutschland auf Biegen und Brechen ausweiten und der Ausl&auml;nderfeindlichkeit noch Vorschub leisten. Dass &ldquo;mit Bundesmitteln mehr Jobs geschaffen werden&rdquo; sollen, d&uuml;rfte sich auf wenig mehr als die angek&uuml;ndigten 100.000 Ein-Euro-Jobs beschr&auml;nken, und die Arbeitslosigkeit wird unweigerlich steigen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rente: Wo geriestert wird, fallen Jens&lsquo; Sp&auml;hne<\/strong><br>\nOk. Tief durchatmen. Entspannen, nicht zu emotional werden. Das ist die Devise. Denn es geht um Jens Spahn, CDU, Bundestagsabgeordneter und K&auml;mpfer f&uuml;r die private Altersvorsorge. Damit einhergehend setzt sich Spahn aktuell daf&uuml;r ein, das Rentenniveau weiter zu senken. (&hellip;)Man fragt sich, wann der Mann Zeit f&uuml;r den Bundestag findet. Spahn ist Mitglied der Kulturstiftung des Bundes (Mitglied des Kuratoriums), bei der Deutschen Aids-Stiftung, der Deutsch-Atlantischen Gesellschaft, der Atlantik-Br&uuml;cke, des B&uuml;rgersch&uuml;tzenvereins St. Georg Ahaus-Ottenstein, bei der Gesellschaft f&uuml;r Wehr- und Sicherheitspolitik und und und. Die Liste lie&szlig;e sich problemlos fortsetzen. Was er in den zahlreichen Vereinen und Gesellschaften so treibt, wissen wohl nur wenige genau. Aber wof&uuml;r Span steht, das ist allgemein bekannt, gerade in den letzten Tagen und Wochen hat der CDU-Mann eindrucksvoll demonstriert, wem seine Liebe gilt: der Versicherungswirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/133223\/rente-wo-geriestert-wird-fallen-jens-spaehne\">Der Spiegelfechter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Amazon verst&ouml;&szlig;t gegen Schulgesetz<\/strong><br>\nAmazon verst&ouml;&szlig;t mit seinem Schulwettbewerb in Hessen gegen das Schulgesetz. Das steht in einer Bewertung des Hessischen Bildungsministeriums von Anfang April, die LobbyConrol vorliegt. Demnach ist der Wettbewerb &bdquo;nicht mit den schulrechtlichen Vorschriften vereinbar.&ldquo; Bereits im letzten November hatten wir im Rahmen unserer Aktionswoche gegen Lobbyismus an Schulen aufgedeckt, wie Amazon die Kreativit&auml;t der Kinder f&uuml;r seine Gesch&auml;ftsinteressen instrumentalisiert. Unsere Einsch&auml;tzung von damals wird damit best&auml;tigt: Dem Unternehmen geht es vor allem um Imagef&ouml;rderung und Kontaktpflege zur Lokalpolitik.<br>\nEs geht &bdquo;ausschlie&szlig;lich&ldquo; um Imagef&ouml;rderung<br>\nUnterst&uuml;tzung erhalten wir jetzt unerwartet vom Hessischen Bildungsministerium: Der Wettbewerb versto&szlig;e gegen das Schulgesetz, weil &bdquo;das Unternehmen den Wettbewerb ausschlie&szlig;lich in Regionen durchf&uuml;hrt, in denen es einen Standort betreibt und eigene Produkte als Preise auslobt.&ldquo; Und weiter hei&szlig;t es: &bdquo;Hier wird offensichtlich, dass es dem Unternehmen ausschlie&szlig;lich um das eigene Image in der &Ouml;ffentlichkeit geht. Der Zweck der Lesef&ouml;rderung tritt deutlich hinter den eigenen Zweck zur&uuml;ck.&ldquo; Nach Informationen der Frankfurter Rundschau, die den Fall ebenfalls aufgegriffen haben, hat das Ministerium die Schulen Anfang Mai angewiesen, nicht mehr an dem Amazon-Wettbewerb teilzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2016\/05\/amazon-verstoesst-gegen-schulgesetz\/\">Lobby Control<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die NATO w&auml;chst<\/strong><br>\nDie von Berlin bef&uuml;rwortete engere Anbindung Schwedens an die NATO st&ouml;&szlig;t zunehmend auf Protest. Tausende sind am Wochenende in Stockholm auf die Stra&szlig;e gegangen, um gegen ein &ldquo;Host Nation Support&rdquo;-Abkommen mit dem Kriegsb&uuml;ndnis zu demonstrieren, das der schwedische Reichstag am heutigen Mittwoch endg&uuml;ltig ratifizieren will. M&ouml;glicherweise wird die Verabschiedung im Parlament sogar verz&ouml;gert. Das Abkommen erm&ouml;glicht es NATO-Einheiten, darunter auch deutschen, im Rahmen von Man&ouml;vern oder Milit&auml;reins&auml;tzen schwedisches Territorium umfassender als bisher zu nutzen. Ein identisches Abkommen mit Finnland &ouml;ffnet den Weg f&uuml;r NATO-Operationen unmittelbar an der Grenze zu Russland. Die Vereinbarungen, die bereits vor der Eskalation des Machtkampfs gegen Moskau initiiert wurden, setzen die schwedisch-finnische Ann&auml;herung an die NATO fort, die bereits in den 1990er Jahren eingeleitet wurde. Die NATO-Aktivit&auml;ten des offiziell neutralen Schweden beinhalteten Berichten zufolge auch die Beteiligung an Entscheidungen &uuml;ber illegale Exekutionen von Aufst&auml;ndischen in Afghanistan &ndash; an der Seite der Bundeswehr. Zus&auml;tzlich zur Ann&auml;herung Schwedens und Finnlands hat die NATO in der vergangenen Woche beschlossen, Montenegro aufzunehmen &ndash; gegen massive Proteste in der montenegrinischen Bev&ouml;lkerung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59373\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Terror<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Datenaustausch &uuml;ber &bdquo;Terroristen&ldquo;<\/strong><br>\nDeutschland und die USA wollen mehr Daten austauschen, meldet die dpa. Innenminister de Maizi&egrave;re ist in Washington. Da w&auml;re man doch versucht, sich zu freuen, wenn, die USA uns all die Daten &uuml;bermitteln w&uuml;rden, die sie bei den illegalen Abh&ouml;raktionen in ganz Deutschland ermittelt haben. Aber daran denkt der gro&szlig;e Bruder nicht. Es geht um den Kampf gegen den Terrorismus. Und US-Heimatschutzminister Jeh Johnson und Innenminister de Maizi&egrave;re hab&hellip;en vereinbart, einander mitzuteilen, was sie &uuml;ber &bdquo;Terroristen&ldquo; wissen.<br>\nDas Problem ist: Wer ist ein Terrorist? Im deutschen Anti-Terror-Dateigesetz steht, dass ein Terrorist jemand ist, der rechtswidrig Gewalt anwendet, um politische Ziele durchzusetzen.<br>\nNach diesem Gesetz m&uuml;ssten beispielsweise den deutschen Diensten alle Daten &uuml;ber den derzeitigen US-Pr&auml;sidenten Obama &uuml;bermittelt werden, da er bekanntlich rechtswidrig Gewalt anwendet, um politische Ziele durchzusetzen, indem, er illegale T&ouml;tungen durch Drohnen veranlasst. Auch die Daten seines Vorg&auml;ngers George W. Bush und vieler anderer westlicher &bdquo;Staatsm&auml;nner&ldquo; m&uuml;ssten &uuml;bermittelt werden.<br>\nAber wir haben in den letzten Jahren gelernt, dass Gesetze und Vertr&auml;ge nur solange gelten und zur Anwendung kommen, wie sie der Politik in den Kram passen (Euro-Rettung)<br>\nEs geht den beiden &bdquo;Anti-Terror-K&auml;mpfern&ldquo; um &bdquo;islamistische Terroristen&ldquo;.<br>\nSolange die &bdquo;christlichen Terroristen&ldquo;, die im Vorderen Orient rechtswidrig Gewalt anwenden, um &ouml;konomische Interessen durchzusetzen (&Ouml;lkriege) nicht begreifen, dass derjenige der Gewalt s&auml;ht auch Gewalt erntet, wird der &bdquo;islamistische Terror&ldquo; kein Ende nehmen. Und die &bdquo;christliche&ldquo; Waffenindustrie wird sich freuen, denn selbstverst&auml;ndlich sind die saudischen Kopf-ab-Politiker, die im Jemen Krieg auch mit deutschen Waffen f&uuml;hren, keine Terroristen. Und auch nicht in der deutschen Antiterror-Datei.<br>\nWir sind eben eine &bdquo;Wertegemeinschaft&ldquo; und der oberste Wert ist der Profit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/?fref=nf%20\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben &uuml;ber den Datenaustausch berichtet: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33419#h10\">Gl&auml;serner Grenz&uuml;berg&auml;nger<\/a>. Zu der Frage &ldquo;Was ist Terrorismus?&ldquo; hat Oskar Lafontaine bereits in der Vergangenheit interessante Hinweise gegeben: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=J8IWe5drYmI.\">Oskar Lafontaine Bush und Blair sind Terroristen!<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neues Anti-Terror-Paket: Bundesregierung will Identifikationspflicht f&uuml;r Prepaid-Mobilfunk im Eiltempo beschlie&szlig;en (Updates)<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will schon n&auml;chste Woche ein neues Anti-Terror-Gesetz beschlie&szlig;en. Eine von neun Ma&szlig;nahmen ist eine Identifikationspflicht f&uuml;r Prepaid-SIM-Karten. Doch laut EU-Kommission gibt es &bdquo;keine Beweise f&uuml;r die Wirksamkeit dieser Ma&szlig;nahme&ldquo;.<br>\nNeues Anti-Terror-Paket der Bundesregierung<br>\nVor einem Monat berichteten wir, dass die Gro&szlig;e Koalition ein weiteres umfangreiches Anti-Terror-Paket plant. Der Koalitionsausschuss hatte am 13. April einen Ma&szlig;nahmenkatalog beschlossen, der viele Einzelma&szlig;nahmen umfasst. Das soll jetzt in Windeseile beschlossen werden.<br>\nNach Informationen von netzpolitik.org hat das federf&uuml;hrende Innenministerium einen Gesetzentwurf fertig gestellt, der bereits am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossen werden soll. Das &bdquo;Gesetz zur Umsetzung der Ma&szlig;nahmen zur Terrorismusbek&auml;mpfung&ldquo; ist ein sogenanntes Artikelgesetz, mit dem gleich neun verschiedene Gesetze auf einmal ge&auml;ndert werden sollen. Das best&auml;tigte uns das Wirtschaftsministerium.<br>\nAbschaffung pseudonymer Mobilfunk-Kommunikation<br>\nEiner der neun Punkte ist die Abschaffung pseudonymer Mobilfunk-Kommunikation. Im Ma&szlig;nahmenkatalog hie&szlig; es:<br>\nProvider und H&auml;ndler werden verpflichtet, auch bei Prepaid-Nutzern von Mobilfunkger&auml;ten stets ein g&uuml;ltiges Identit&auml;tsdokument mit vollst&auml;ndigen Adressangaben zu verlangen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/neues-anti-terror-paket-bundesregierung-will-identifikationspflicht-fuer-prepaid-mobilfunk-im-eiltempo-beschliessen\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&ldquo;Breaking the Silence&rdquo; droht das Aus<\/strong><br>\nDie Gruppe &ldquo;Breaking the Silence&rdquo; dokumentiert Missst&auml;nde in Israels Armee. Die Staatsanwaltschaft will sie dazu zwingen, ihre Quellen offenzulegen. Das sind oft aktive oder Ex-Soldaten, die anonym bleiben wollen. Morgen geht der Fall vor Gericht.<br>\nEs stehe alles auf dem Spiel, sagt Yehuda Schaul von der Nichtregierungsorganisation &ldquo;Breaking the Silence&rdquo;. Der Generalstaatsanwalt in Israel verlangt vor Gericht, dass die Organisation Namen von Soldaten nennt, die &uuml;ber ihre Eins&auml;tze auf pal&auml;stinensischem Gebiet gesprochen haben.<br>\n&ldquo;Die Folgen sind klar: Wenn wir unser Rohmaterial abliefern m&uuml;ssen und unsere Quellen offenlegen, dann ist das das Ende von &lsquo;Breaking the Silence&rsquo;,&rdquo; sagt Schaul. &ldquo;So bringe man die Stimmen der Soldaten zum Schweigen. Soldaten die aus den besetzen pal&auml;stinensischen Gebieten zur&uuml;ckkehren und uns erkl&auml;ren, was wir von ihnen verlangt haben.&rdquo;<br>\n&ldquo;Breaking the Silence&rdquo; &ndash; das sind ehemalige Soldaten und Reservisten. Sie kritisieren Missst&auml;nde in der Armee und lehnen die Besatzung und Kontrolle des pal&auml;stinensischen Gebiets durch Israel ab. F&uuml;r ihre Arbeit werden sie in Israel heftig attackiert. Selbst der scheidende Verteidigungsminister Mosche Jaalon nannte sie einmal Verr&auml;ter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/breaking-the-silence-israel-101.html%20\">tagesschau.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Operationsst&uuml;tzpunkt T&uuml;rkei<\/strong><br>\nDeutsche Au&szlig;enpolitik-Experten messen der Kooperation mit der T&uuml;rkei, die Bundeskanzlerin Merkel gestern in Ankara zu bewahren suchte, weitreichende strategische Bedeutung bei. Dies geht aus aktuellen Analysen hervor, die die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung ver&ouml;ffentlicht. Demnach k&ouml;nnen nicht nur deutsche Unternehmen langfristig auf exklusive Gesch&auml;fte in der T&uuml;rkei hoffen. Vor allem sei das Land geostrategisch als Br&uuml;cke in die nah- und mittel&ouml;stlichen Ressourcengebiete sowie als St&uuml;tzpunkt f&uuml;r deutsch-europ&auml;ische Einflussma&szlig;nahmen in der Region unverzichtbar, erkl&auml;rt der au&szlig;enpolitische Sprecher der CDU\/CSU-Fraktion im Bundestag. Tats&auml;chlich baut die Bundeswehr ein dauerhaft befestigtes deutsches Flugfeld inklusive Gefechtsstand auf der Luftwaffenbasis im t&uuml;rkischen Incirlik; Berlin bem&uuml;ht sich um einen langfristigen Stationierungsvertrag. Die Bundesregierung arbeitet schon seit Jahren auf eine strategisch angelegte Kooperation mit Ankara hin. Dies erfolgt trotz der weltweit scharf kritisierten Umwandlung der T&uuml;rkei in einen autorit&auml;r gef&uuml;hrten Pr&auml;sidialstaat. Dessen ungeachtet ist es Ankara gelungen, ein Hauptmotiv der staatlichen deutschen &ldquo;Willkommenskultur&rdquo; offenzulegen &ndash; mit der Erteilung von Reisegenehmigungen f&uuml;r schwer kranke Kriegsfl&uuml;chtlinge aus Syrien. (&hellip;)<br>\nWie am Wochenende bekannt wurde, l&auml;sst Ankara im Rahmen des Fl&uuml;chtlingsabwehrpakts, den es mit Br&uuml;ssel geschlossen hat, vor allem sogenannte H&auml;rtef&auml;lle unter den Kriegsfl&uuml;chtlingen in die EU ausreisen &ndash; etwa Schwerkranke, die in den reichen Staaten Westeuropas auf eine bessere medizinische Versorgung hoffen k&ouml;nnen als im vergleichsweise armen S&uuml;dosten der T&uuml;rkei. Daf&uuml;r werden Ausreiseantr&auml;ge von Akademikern zur&uuml;ckgestellt oder abgelehnt. Dar&uuml;ber hatte sich etwa der Staatssekret&auml;r im Bundesinnenministerium Ole Schr&ouml;der (CDU) beschwert. Deutsche Medien protestieren nun unter &Uuml;berschriften wie: &ldquo;T&uuml;rkei beh&auml;lt Ingenieure und schickt H&auml;rtef&auml;lle&rdquo;. Bislang war stets abgestritten worden, dass &ouml;konomische Erw&auml;gungen wie etwa der Bedarf deutscher Unternehmen an qualifiziertem Fachpersonal ein Motiv der regierungsamtlichen deutschen &ldquo;Willkommenskultur&rdquo; waren. Mit seiner zynischen Fl&uuml;chtlingspolitik hat Ankara, das nicht davor zur&uuml;ckschreckt, die Erschie&szlig;ung syrischer Fl&uuml;chtlinge an der t&uuml;rkisch-syrischen Grenze zumindest zu tolerieren, nun ein Kernelement der angeblichen deutschen Staatshumanit&auml;t offengelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59372\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>Dazu: Merkel zum Kotau nach Ankara<\/strong><br>\nAppeasement-Politik gegen&uuml;ber Erdo&#287;an &ndash; Da flog sie hin die Kanzler-Darstellerin: Nach Ankara. Gerade erst hatte sich das t&uuml;rkische Parlament &ndash; unter dem Druck von Feme, Gef&auml;ngnis und auch eigener Dummheit &ndash; selbst kastriert und die Immunit&auml;t von Abgeordneten aufgehoben. Doch Angela Merkel belohnt diesen weiteren Schritt in die Erdo&#287;an-Diktatur mit einem Kotau vor Ankara. Die Aufhebung der Immunit&auml;t von 138 Abgeordneten, die den Weg zur Liquidierung der t&uuml;rkischen Verfassung ebnen soll, hat eine grausige &Auml;hnlichkeit mit dem am 23. M&auml;rz 1933 von den Nazis dem Reichstag abgepressten &bdquo;Erm&auml;chtigungsgesetz&ldquo;, das die Weimarer Verfassung beerdigte. Und die Reise der Merkel in die T&uuml;rkei in dieser Situation, ist durchaus vergleichbar mit der M&uuml;nchener Appeasement-Konferenz von 1938, mit der die Westm&auml;chte dem &bdquo;F&uuml;hrer&ldquo; freie Hand gegen die Tschechoslowakei gaben. Der britische Premierminister Neville Chamberlain sagte damals nach seiner R&uuml;ckkehr: &bdquo;Nun gehen Sie nach Hause und schlafen Sie ruhig und gut.&ldquo; Von Merkel werden wir &auml;hnlich dumme Beschwichtigungs-Floskeln h&ouml;ren. Mit dem Merkel-T&uuml;rkei-Besuch in dieser Situation bekommt Erdo&#287;an freie Hand gegen die Kurden und jene T&uuml;rken, die sich noch nicht seinem Diktat untergeordnet haben. Und wie weit diese freie Hand des neuen Sultans gegen&uuml;ber Syrien reichen wird &ndash; wenn ihm niemand Einhalt gebietet &ndash; ist zu ahnen. Schon heute ist dem Erdo&#287;an-Regime die syrische Grenze bedeutungslos. Seit Jahren will man die kurdischen Gebiete in Syrien heim ins osmanische Reich holen. Und da die aktuellen t&uuml;rkischen Interessen kaum mit denen der USA und des offiziellen Deutschland kollidieren, sind die Folgen f&uuml;r die syrische Souver&auml;nit&auml;t noch gar nicht abzusehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/merkel-zum-kotau-nach-ankara.html\">Rationalgalerie<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Article In Saudi Daily: U.S. Planned, Carried Out 9\/11 Attacks &ndash; But Blames Others For Them<\/strong><br>\nOn the eve of President Obama&rsquo;s April 2016 visit to Saudi Arabia, the U.S. Congress began debating the Justice Against Sponsors of Terrorism Act (JASTA), that would, inter alia, allow the families of victims of the September 11 attacks to sue the Saudi government for damages. Also in April 2016, the New York Times published that a 2002 congressional inquiry into the 9\/11 attacks had found that Saudi officials living in the United States at the time had a hand in the plot. The commission&rsquo;s conclusions, said the paper, were specified in a report that has not been released publicly. The JASTA bill, which was passed by the Senate on May 17, 2016, triggered fury in Saudi Arabia, expressed both in statements by the Saudi foreign minister and in scathing attacks on the U.S. in the Saudi press. On April 28, 2016, the London-based Saudi daily Al-Hayat published an exceptionally harsh article on this topic by Saudi legal expert Katib Al-Shammari, who argued that the U.S. itself had planned and carried out 9\/11, while placing the blame on a shifting series of others &ndash; first Al-Qaeda and the Taliban, then Saddam Hussein&rsquo;s regime in Iraq, and now Saudi Arabia. He wrote that American threats to reveal documents that supposedly point to Saudi involvement in 9\/11 are part of standard U.S. policy of exposing archival documents to use as leverage against various countries &ndash; which he calls &ldquo;victory by means of archives.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.memri.org\/report\/en\/0\/0\/0\/0\/0\/0\/9202.htm\">MEMRI<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Es ist &uuml;beraus bemerkenswert, dass der renommierte saudische Anwalt Katib Al-Shammari (er vertrat unter anderem Angeh&ouml;rige von Guantanamo-H&auml;ftlingen) in einer der international meistgelesenen arabischsprachigen Zeitungen (Al-Hayat) so klar Stellung bezieht und den USA direkt die T&auml;terschaft bei 9\/11 vorwirft. Hintergrund ist ein schon l&auml;nger schwelender Konflikt zwischen den USA und Saudi-Arabien, bei dem die Anschl&auml;ge vom 11. September 2001 immer st&auml;rker als Druckmittel von Washingtoner Kreisen instrumentalisiert werden (Pr&auml;sident Obama geh&ouml;rt nicht dazu, <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2016\/04\/16\/world\/middleeast\/saudi-arabia-warns-ofeconomic-fallout-if-congress-passes-9-11-bill.html\">er steht hier eher auf der Bremse<\/a>). <\/em><\/p>\n<p><em>Wahr ist, dass unmittelbar vor den Anschl&auml;gen einige in Kalifornien lebende Saudis mit Kontakten zur saudischen Regierung im direkten Umfeld der sp&auml;teren mutma&szlig;lichen Attent&auml;ter agierten. Wahr ist auch, dass die US-Regierung entsprechende Recherchen der eigenen offiziellen Untersuchungskommissionen seinerzeit <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/35\/35291\/1.html\">blockierte<\/a> und von der Ver&ouml;ffentlichung sperrte &ndash; wohl, um die heikle politische und &ouml;konomische Allianz Washingtons mit den Saudis nicht zu gef&auml;hrden.<\/em><\/p>\n<p><em>Entgegen der g&auml;ngigen Darstellung in den gro&szlig;en Medien ist bislang jedoch unklar, wer f&uuml;r die Planung der Anschl&auml;ge die Verantwortung tr&auml;gt. Die g&auml;ngige Theorie dazu st&uuml;tzt sich im Wesentlichen auf <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/43\/43667\/1.html\">erzwungene Aussagen aus Folterverh&ouml;ren<\/a>. Seit der Ver&ouml;ffentlichung des CIA-Folterreports Ende 2014 (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24645\">die NachDenkSeiten unterst&uuml;tzten seinerzeit die deutsche &Uuml;bersetzung<\/a>) ist dieser Zusammenhang auch einer breiteren &Ouml;ffentlichkeit bekannt. Dennoch werden aus dieser Erkenntnis bisher keine Konsequenzen gezogen.<\/em><\/p>\n<p><em>N&auml;heres zu einer alternativen Sichtweise auf die Anschl&auml;ge, die bis heute weitgehend totgeschwiegen wird, <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39855\/1.html\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39859\/1.html\">hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bologna-System: Kleine Reform eines gro&szlig;en Irrtums<\/strong><br>\nDie Bologna-Reform hat Universit&auml;ten in Ausbildungsfabriken verwandelt. Die Wissenschaftsminister wollen jetzt wieder f&uuml;r mehr Freir&auml;ume im Studium sorgen. Nachdem die Hochschulen das letzte Jahrzehnt hindurch bei der Gestaltung von Studieng&auml;ngen durch Akkreditierungsagenturen geg&auml;ngelt wurden, gilt seit der Kritik des Bundesverfassungsgerichts an der Akkreditierungspraxis unter den Wissenschaftsministern das Motto &bdquo;Kommando zur&uuml;ck&ldquo;. Die Hochschulen sollen k&uuml;nftig ohne die willk&uuml;rlichen Eingriffe privatwirtschaftlich organisierter Genehmigungsagenturen &uuml;ber ihre Studieng&auml;nge entscheiden k&ouml;nnen. Die Fakult&auml;ten und Fachbereiche sollen weitgehende Autonomie bei der Gestaltung der Studieng&auml;nge bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/forschung-und-lehre\/bologna-system-kleine-reform-eines-grossen-irrtums-14236530.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>SPD holt Madsack-Journalistin: Ulrike Demmer wird Vize-Regierungssprecherin von Merkel<\/strong><br>\nDie Journalistin Ulrike Demmer wird neue Stellvertreterin von Regierungssprecher Steffen Seibert. Am 13. Juni &uuml;bernimmt sie zugleich das Amt der stellvertretenden Leiterin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung. Demmer folgt auf Christiane Wirtz (45), die als Staatssekret&auml;rin in das Ministerium von Justizminister Heiko Maas (SPD) wechselt. Demmer arbeitete nach ihrem Jura-Studium unter anderem f&uuml;r das ZDF, Spiegel und Focus. Zuletzt leitete sie das Hauptstadtb&uuml;ro des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) der Mediengruppe Madsack. Seibert hat zwei Stellvertreter. Der Regierungssprecher wird von der Bundeskanzlerin ausgew&auml;hlt, die Stellvertreter von den jeweiligen Koalitionspartnern. SPD-Chef und Vize-Kanzler Sigmar Gabriel erkl&auml;rte: &bdquo;Mit Ulrike Demmer wird eine erfahrene, vielfach preisgekr&ouml;nte und hervorragend vernetzte Journalistin neue stellvertretende Regierungssprecherin.&ldquo; F&uuml;r die CSU ist Georg Streiter (60) in dem Team, der w&auml;hrend der schwarz-gelben Koalition stellvertretender Regierungssprecher f&uuml;r die FDP-Seite war. Die Personalentscheidungen stehen Seibert zufolge noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundeskabinett.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2016\/05\/24\/spd-holt-madsack-journalistin-ulrike-demmer-wird-stellvertretende-regierungssprecherin-von-merkel\/\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Wenn eine Journalistin zur Regierungssprecherin berufen wird, stellt sich die Frage, was sie eigentlich vorher war. Wahrscheinlich, so darf man unterstellen, eine inoffizielle Regierungssprecherin &ndash; denn sonst w&auml;re ihr eine solche Stelle wohl kaum angeboten worden. Ulrike Demmers letzter Arbeitgeber war nach Spiegel und Focus die Madsack-Gruppe, der mehr als 30 Zeitungen geh&ouml;ren &ndash; von der Hannoverschen Allgemeinen &uuml;ber die Leipziger Volkszeitung bis zur Ostsee-Zeitung. Als Chefin von Madsacks Berliner Zentralredaktion, dem sogenannten &bdquo;Redaktionsnetzwerk Deutschland&ldquo; (RND), konnte sie ihre Kommentare zeitgleich in all diesen Tageszeitungen platzieren &ndash; offenbar zum Gefallen der Bundesregierung. Via Twitter bot sie sich <a href=\"https:\/\/twitter.com\/UlrikeDemmer\/status\/692584329201909760\">als unkritisches Sprachrohr<\/a> f&uuml;r Ursula von der Leyen an und <a href=\"http:\/\/www.haz.de\/Nachrichten\/Politik\/Deutschland-Welt\/Ohne-Bodentruppen-kann-man-IS-nicht-besiegen\">bem&auml;ngelte<\/a> zuletzt beim Thema Syrien, dass die milit&auml;rische Auseinandersetzung im arabischen Raum &bdquo;nur halbherzig&ldquo; gef&uuml;hrt werde. &bdquo;Erst ein milit&auml;rischer Erfolg&ldquo;, so Demmer, schaffe &uuml;berhaupt &bdquo;die Voraussetzungen f&uuml;r den politischen Prozess&ldquo;. Weshalb gerade die SPD an Demmer Gefallen findet, erschlie&szlig;t sich nicht auf den ersten Blick, auch wenn eine wirtschaftliche Verflechtung im Hintergrund auff&auml;llt: der SPD-eigenen &bdquo;Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft&ldquo; geh&ouml;ren 23 Prozent von Demmers letztem Arbeitgeber Madsack. Unabh&auml;ngig davon will die Regierung sicher auch von Demmers guten Kontakten zu zahlreichen Zeitungen profitieren. Zu diesem Thema f&auml;llt einem auch Ulrich Wilhelm ein, Sohn eines bayrischen Staatssekret&auml;rs, der seine Karriere als Journalist beim BR begann, dann Sprecher der bayrischen Landesregierung wurde, sp&auml;ter Sprecher der Bundesregierung, um schlie&szlig;lich wieder zum BR zu gehen &ndash; nun freilich als Intendant. Es sind gerade auch solche Karrieren und Netzwerke, die das Vertrauen in unabh&auml;ngige Leitmedien systematisch untergraben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Kinderschokoladen-Dilemma<\/strong><br>\nWeil Ferrero mit Kinderbildern von Boateng und G&uuml;ndo&#287;an wirbt, drehen einige Pegidisten durch. Die Armen! Nun m&uuml;ssen sie sich entscheiden, ob sie zu Deutschland halten. [&hellip;]<br>\nBald m&uuml;ssen sich die Pegidisten entscheiden. Bald ist Europameisterschaft. Dann stellt sich ihnen die Gretchenfrage: Wie halten mit den deutschen Fu&szlig;ballern? Die Frage ist den meisten Dresdner Spazierg&auml;ngern wichtig. Sie verachten zwar das politische System, hassen alles Fremde und angeblich Nicht-Deutsche. Einen EM-Titel nehmen sie aber gerne mit, es ist ja schlie&szlig;lich die National-Mannschaft.<br>\nDie armen Fahnenschwenker, H&ouml;cke-Fans und anderen Rechtsausleger! Der Fu&szlig;ball f&uuml;hrt ihnen wieder mal ihre Schizophrenie vor Augen. Auf der Facebook-Seite von Pegida Baden-W&uuml;rttemberg gibt es einen Vorgeschmack darauf, mit welchem selbstverschuldeten Dilemma sie in den n&auml;chsten Wochen konfrontiert werden. Dort diskutiert man sich wieder mal die K&ouml;pfe hei&szlig;. Anlass sind die aktuellen Bilder auf der Kinderschokolade.<br>\nMeist sind dort Tommi-Ohrner-hafte deutsche Jungs abgelichtet, diesmal allerdings nicht wei&szlig;e Kinder. Darauf reagiert der Pegidist gereizt, er emp&ouml;rt sich &uuml;ber linksgr&uuml;ne Umerziehung. &ldquo;Die versuchen einem echt die Scheisse, als normal unterzujubeln, armes Deutschland&rdquo;, schreibt ein Herr Gollmer. Und ein Herr Schulte fragt: &ldquo;Sind das Warnungen vor zuk&uuml;nftigen Terroristen?&rdquo;<br>\nNein, Herr Schulte, es sind die Fu&szlig;baller Boateng und G&uuml;ndo&#287;an. Es handelt sich um eine Kampagne des italienischen Unternehmens Ferrero, das mit Kinderbildern der deutschen Nationalelf wirbt. Eigentlich eine charmante Idee, doch die User haben sie &uuml;bersehen, wom&ouml;glich auch, weil der Administrator das Bild so zugeschnitten hat, dass man sie nicht auf den ersten Blick erkennen konnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/sport\/2016-05\/deutsche-nationalmannschaft-ferrero-kinderschokolade-pegida-wirrkoepfe#comments\">Zeit.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man k&ouml;nnte ja vortrefflich dar&uuml;ber diskutieren, warum ein S&uuml;&szlig;warenkonzern Fu&szlig;ballprofis mit sicherlich sehr hohen Gagen davon &uuml;berzeugt, ihr Konterfei als Werbema&szlig;nahme f&uuml;r die Verpackung nicht eben gesunder Schokoladenprodukte zur Verf&uuml;gung zu stellen. Die rassische Kritik der Pedigisten ist jedoch ekelhaft. Wie kann man &bdquo;andersfarbigen&ldquo; Kindergesichtern so viel Ha&szlig; entgegenbringen?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-33527","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33527","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=33527"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33527\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33532,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33527\/revisions\/33532"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=33527"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=33527"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=33527"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}