{"id":33545,"date":"2016-05-25T16:30:32","date_gmt":"2016-05-25T14:30:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33545"},"modified":"2016-05-25T16:30:32","modified_gmt":"2016-05-25T14:30:32","slug":"hinweise-des-tages-ii-248","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33545","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33545#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33545#h02\">Ein Zeichen der Gewalt und Ohnmacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33545#h03\">Die Erfindung des Notstands<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33545#h04\">Einigung auf Integrationsgesetz: Was die Regierung f&ouml;rdern und fordern will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33545#h05\">K&ouml;rzell: &ldquo;Verkehrspolitik wird auf Staubeseitigung reduziert&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33545#h06\">Abh&ouml;rskandal belegt Putsch in Brasilien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33545#h07\">Die &ldquo;Speerspitze&rdquo; zeigt gen Osten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33545#h08\">Steinmeier macht den Fischer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33545#h09\">Trotz Verbot: Zw&ouml;lf EU-Staaten exportieren Waffen an &Auml;gypten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33545#h10\">World Humanitarian Summit 2016<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33545#h11\">Chinas dramatisch zunehmendes Wohlstandsgef&auml;lle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33545#h12\">Jetzt zeigt sich das ganze Chaos der &Auml;ra Roland Koch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33545#h13\">17 Tage vor EM: Streik in Frankreich spitzt sich zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33545#h14\">&Uuml;berwachungstechnik in Extremistenhand: Nazis am Abzug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33545#h15\">Pressefotografen au&szlig;er Gefecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33545#h16\">&bdquo;Dann ist die Demokratie nichts wert&ldquo;: Xavier Naidoo kritisiert Shitstorm nach ESC-Nominierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33545#h17\">Zu guter Letzt: Satiriker Ehring: &ldquo;Komik ist die einzige Rettung&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mit dem IWF gegen den IWF<\/strong><br>\nDeutschland streitet weiter mit dem W&auml;hrungsfonds um einen Schuldennachlass f&uuml;r Griechenland. Bei einem Treffen der Eurogruppe nahm der Streit, der offiziell gar keiner ist, groteske Z&uuml;ge an [&hellip;]<br>\nAm Dienstag war zun&auml;chst unklar, wie dieser Streit gel&ouml;st werden k&ouml;nnte. &ldquo;Wir haben keinen Streit mit dem IWF, sondern wir ringen um den richtigen Weg, was Griechenland kurzfristig und mittelfristig leisten kann&rdquo;, sagte Sch&auml;uble &ndash; um die Verhandlungen dann mit immer neuen Vorbehalten aufzuhalten. Auch Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem erschwerte eine L&ouml;sung. &ldquo;Es ist keine Option, ohne den IWF weiterzumachen&rdquo;, sagte der Niederl&auml;nder. Indirekt drohte er damit mit einem vorzeitigen Aus f&uuml;r den laufenden, dritten Bailout f&uuml;r Griechenland. Wollen Dijsselbloem und Sch&auml;uble also im schlimmsten Fall einen &ldquo;Grexit&rdquo; riskieren, vielleicht sogar provozieren? Oder versuchen sie, den IWF in ein offenbar zum Scheitern verurteiltes Programm zu zwingen, um den Schein zu wahren und einen Offenbarungseid zu vermeiden?<br>\nBis zum sp&auml;ten Abend gab es auf diese Fragen keine Antwort. Nach siebenst&uuml;ndigen Beratungen unterbrach Dijsselbloem die Sitzung &ndash; offenbar, um neue gesichtswahrende Formelkompromisse zu suchen. Wie man den IWF bei der Stange halten, seine Forderungen aber zur&uuml;ckweisen kann, blieb sein Geheimnis. Offen war auch, ob sich Sch&auml;uble mit seiner Idee durchsetzen k&ouml;nnte, m&ouml;gliche Schuldenerleichterungen erst 2018 zu beschlie&szlig;en. Aus seiner Sicht h&auml;tte das den Vorteil, dass er sich bis zur Bundestagswahl 2017 nicht mehr bewegen m&uuml;sste. Danach w&auml;re er wohl nicht mehr im Amt &ndash; sein Nachfolger m&uuml;sste dann die bitteren Pillen schlucken.<br>\nSo oder so bleibt die harte, &ouml;konomisch widersinnige deutsche Haltung das Haupthindernis f&uuml;r eine L&ouml;sung der griechischen Krise. Das zeigte sich auch bei der Debatte &uuml;ber das griechische Austerit&auml;tsprogramm. Obwohl Premier Alexis Tsipras Sparma&szlig;nahmen im Wert von 5,4 Milliarden Euro durch das griechische Parlament gepeitscht und einen noch nie dagewesenen K&uuml;rzungs-Automatismus eingef&uuml;hrt hatte (Griechenland: 99 Jahre Ausverkauf &ndash; alternativlos), forderten Sch&auml;uble und einige andere Finanzminister am Dienstag weitere Nachbesserungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48333\/1.html\">Eric Bonse auf Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Griechenland: Wahnsinn mit Methode<\/strong><br>\n&ldquo;Der &uuml;bliche Euro-Wahnsinn: Das griechische Parlament hat erneut in Rekord-Zeit Rekord-K&uuml;rzungen trotz Rekord-Depression beschlossen. Wieder d&uuml;rfen Sch&auml;uble und Co. entscheiden, ob Griechenland genug getanzt hat, um Kredite auszuzahlen mit denen alte Schulden bedient werden. Kredite, die zu 95 Prozent der Bankenrettung und dem Schuldendienst dienten. Der &uuml;berf&auml;llige Schuldenschnitt soll hingegen in die Zukunft verschoben werden, damit Finanzminister Sch&auml;uble den Bundestag und die Steuerzahler t&auml;uschen darf&rdquo;, kommentiert der Europaabgeordnete Fabio De Masi (DIE LINKE) das Treffen der Eurogruppe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/1023.griechenland-wahnsinn-mit-methode.html\">Fabio De Masi (MdEP)<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: W&auml;hlert&auml;uscher Sch&auml;uble<\/strong><br>\n&ldquo;Jahrelang haben Wolfgang Sch&auml;uble und Angela Merkel die W&auml;hler get&auml;uscht. Nun m&uuml;ssen sie zugeben, dass die &ouml;ffentlichen Kredite an Griechenland, die zur Rettung von Banken und privaten Gl&auml;ubigern eingesetzt wurden, nicht wie geplant zur&uuml;ckgezahlt werden. Die Bundesregierung muss die &Ouml;ffentlichkeit sofort dar&uuml;ber aufkl&auml;ren, ob den europ&auml;ischen Steuerzahlern zus&auml;tzlich auch noch die faulen Kredite des Internationalen W&auml;hrungsfonds an Griechenland aufgezwungen werden sollen&rdquo;, kommentiert Sahra Wagenknecht das Ergebnis des Treffens der Euro-Finanzminister und die dazugeh&ouml;rigen Medienberichte. Die Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:<br>\n&ldquo;Es ist ein kl&auml;glicher Versuch der W&auml;hlert&auml;uschung durch die Bundesregierung, in Br&uuml;ssel durchgesetzt zu haben, dass die konkreten Beschl&uuml;sse zu den Schuldenerleichterungen erst nach der Bundestagswahl gef&auml;llt werden sollen. Wer die Menschen andauernd plump zu t&auml;uschen versucht, braucht sich &uuml;ber den zunehmenden Rechtspopulismus nicht zu wundern.<br>\nEs gibt ein Alternativprogramm zum Euro-Rettungswahnsinn der Bundesregierung: &Ouml;ffentliche Investitionsprogramme f&uuml;r Griechenland und die EU, Senkung der Staatsverschuldung durch eine EU-weit koordinierte Verm&ouml;gensabgabe f&uuml;r Multimillion&auml;re und Milliard&auml;re und Kredite der Europ&auml;ischen Zentralbank f&uuml;r &ouml;ffentliche Investitionen statt unkontrollierter Flutung der Finanzm&auml;rkte.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/waehlertaeuscher-schaeuble\">Die Linke. im Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Einigung der Eurogruppe: Griechenland erh&auml;lt 10,3 Milliarden Euro<\/strong><br>\nElf Stunden sa&szlig;en sie zusammen, nun steht die Einigung: Die Euro-Finanzminister verst&auml;ndigten sich darauf, Griechenland weitere Hilfen zu gew&auml;hren &ndash; in H&ouml;he von 10,3 Milliarden Euro. Auch beim Thema Schuldenerleichterung kamen sie Athen entgegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/eurogruppe-griechenland-133.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Bei der Tagesschau steht nat&uuml;rlich das Schlagwort &bdquo;Einigung&ldquo; im Vordergrund, obwohl im Text ganz klar das Gegenteil zu lesen ist. So will der IWF erst sp&auml;ter entscheiden, ob er bei dem ganzen Unsinn noch weiter mitmachen m&ouml;chte. So soll erst weit nach der Bundestagswahl &uuml;ber Schuldenerleichterungen gesprochen werden. Auch werden die sog. Hilfsgelder wieder in Tranchen zerlegt, um vor der jeweiligen Auszahlung neue Bedingungen diktieren zu k&ouml;nnen. Und das nennen die Medien dann Perspektive. Dabei ist der n&auml;chste und &uuml;bern&auml;chste Krisengipfel l&auml;ngst terminiert. Seit Jahren l&auml;uft dieses absurde Spiel aus &bdquo;Zeit l&auml;uft ab&ldquo; und &bdquo;Einigung in letzter Minute&ldquo;. Trotzdem wird so getan, als k&auml;men die Finanzminister den Griechen gro&szlig;z&uuml;gig entgegen, w&auml;hrend sie in Wahrheit damit besch&auml;ftigt sind, das Land zu <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33527#h07\">pl&uuml;ndern<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Neue Fu&szlig;angeln f&uuml;r Griechenland<\/strong><br>\nFast zw&ouml;lf Stunden dauerte die Sitzung der Eurogruppe, erst um vier Uhr Morgens war sie zu Ende. Zweieinhalb eng bedruckte Seiten brauchten die Euro-Finanzminister, um die Ergebnisse zusammenzufassen. Beides deutet darauf hin, dass es keine leichte Geburt war &ndash; und noch viele Fu&szlig;angeln auf Griechenland warten.<br>\nUnd genauso ist es. Auch wenn SPON und die S&uuml;ddeutsche Zeitung jubeln (&ldquo;Neues Geld f&uuml;r Griechenland &ndash; Na also, geht doch&rdquo;) kann von einem Durchbruch keine Rede sein. Zwar sollen nun wieder Hilfskredite ausgezahlt werden, eine neue Griechenland- und Eurokrise wollen die Gl&auml;ubiger vermeiden.<br>\nDoch kein einziges Problem wurde wirklich gel&ouml;st. Vor allem das heikle Thema Schuldenschnitt bzw. -Erleichterungen wurde wieder einmal vertagt. Sofort, umfassend und ohne Vorbedingungen wollte der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) Griechenland entlasten. Stattdessen sind nun kurz-, mittel- und langfristige &ldquo;Ma&szlig;nahmen&rdquo; geplant, die erneut an Bedingungen gebunden sind.<br>\nEinen echten Schuldenschnitt wird es nicht geben, daf&uuml;r hat Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble gesorgt &ndash; immer die CDU\/CSU-Fraktion und die AfD fest im Blick, die sich gegen &ldquo;Opfer der deutschen Steuerzahler&rdquo; stemmen. Aber auch eine gro&szlig;e Umschuldung steht noch in den Sternen. Dar&uuml;ber will die Eurogruppe erst 2018 befinden &ndash; nach der Bundestagswahl.<br>\nZwar bleibt der IWF vorerst an Bord &ndash; und das, obwohl seine Forderungen von Deutschland abgeblockt wurden. Doch ob sich der Fonds auch finanziell beteiligt, wird erst am Jahresende entschieden. Davon, dass sich die Eurogruppe mit dem IWF geeinigt habe, kann keine Rede sein. &ldquo;Es gibt keine Garantie&rdquo;, r&auml;umte Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem kleinlaut ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48344\/1.html\">Eric Bonse auf Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Lohndumping als Reformziel<\/strong><br>\nFl&auml;chentarife haben Vorteile: Unternehmen wetteifern um die besten Produkte statt um die billigsten Arbeitskr&auml;fte, Konflikte werden aus den Betrieben herausgehalten. Aber Griechenland macht sich diese Vorz&uuml;ge nicht l&auml;nger zunutze &ndash; auf Anweisung der EU.<br>\nVor der Krise galt f&uuml;r mehr als zwei Drittel der griechischen Besch&auml;ftigten ein Tarifvertrag. Heute sind es nur noch 40 Prozent. Die Zahlen unterzeichnen den Kollaps des Tarifsystems sogar noch. W&auml;hrend bis zur Eurokrise Branchentarife dominierten, spielen Firmentarife heute die wichtigste Rolle. Und Letztere haben eine andere Funktion als fr&uuml;her: Es geht nicht mehr darum, die L&ouml;hne in besonders profitablen Unternehmen &uuml;ber den Durchschnitt zu heben, sondern fast immer um Abweichungen nach unten. Das geht aus einer Analyse der Arbeitsrechtsexpertin Aristea Koukiadaki von der Universit&auml;t Manchester und der Publizistin Chara Kokkinou hervor. Sie zeichnen in einem Beitrag f&uuml;r das European Journal of Industrial Relations nach, wie die Politik von EU, Internationalem W&auml;hrungsfonds (IWF) und Europ&auml;ischer Zentralbank (EZB) &ndash; auch unter dem Einfluss einiger gro&szlig;er Arbeitgeber &ndash; das vormals stabile Tarifgef&uuml;ge zerst&ouml;rt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/65589_65609.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Aderlass hat Griechenland geschadet<\/strong><br>\nDas ist im Kern auch die Kur, durch die Griechenland genesen sollte: fiskalische Austerit&auml;t, Strukturreformen und im Vergleich mit den Wettbewerbern fallende L&ouml;hne und Preise &ndash; die sogenannte &bdquo;interne Abwertung&ldquo;. Sie hat nicht funktioniert. Vorhersagen, die griechische Wirtschaft werde sich &bdquo;im kommenden Jahr&ldquo; erholen, sind immer wieder verschoben worden. Stattdessen ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) insgesamt um ein Viertel gefallen. Die Staatsschulden stiegen trotz hartem Sparkurs unaufh&ouml;rlich auf fast die zweifache j&auml;hrliche Wirtschaftsleitung. Der Lebensstandard (gemessen am BIP pro Kopf) fiel auf unter zwei Drittel des EU-Durchschnitts. Vor der Krise hatte es bei fast 90 Prozent gelegen. Die Arbeitslosigkeit liegt bei &uuml;ber 25 Prozent. Gut ausgebildete Menschen verlassen in Scharen das Land.<br>\nDie Gr&uuml;nde f&uuml;r das Scheitern der Reformen lassen sich grob unter zwei Rubriken zusammenfassen: Einmal die Anwendung falscher Theorien &uuml;ber die Bestimmung von makro&ouml;konomischen Gr&ouml;&szlig;en wie Output, Besch&auml;ftigung und Staatsschulden. Und dann das mangelnde Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, dass die Probleme Griechenlands (und die anderer Krisenl&auml;nder) vor allem Ausdruck systemischer Probleme der Architektur des Euroraums sind &ndash; und dort auch gel&ouml;st werden sollten, und erst in zweiter Linie das Ergebnis nationaler Defizite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/politik\/wirtschaft\/schuldenkrise\/227737\/der-aderlass-hat-griechenland-geschadet\">Andrew Watt, Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ein Zeichen der Gewalt und Ohnmacht<\/strong><br>\nDas Fl&uuml;chtlingslager Idomeni in Griechenland verschwindet. Nun tragen die Fl&uuml;chtlinge ihre Hoffnungslosigkeit und Verbitterung in die offiziellen Lager, meint Panajotis Gavrilis. Ein R&uuml;ckschritt, denn in Idomeni konnten sie sich frei bewegen, sich eigenst&auml;ndig organisieren, den Alltag einigerma&szlig;en ertr&auml;glich gestalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/raeumung-von-idomeni-ein-zeichen-der-gewalt-und-ohnmacht.720.de.html?dram:article_id=355092\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Erfindung des Notstands<\/strong><br>\nAb 1. Juni wird es m&ouml;glich sein, unter Berufung auf einen Notstand das Recht auf Asyl weitgehend au&szlig;er Kraft zu setzen. Im Hintergrund dieser umstrittenen gesetzlichen Konstruktion stand das Ziel, die Zahl der Asylantr&auml;ge heuer mit 37.500 zu limitieren. Doch welche Auswirkungen h&auml;tte die Erkl&auml;rung eines Notstands auf Gesellschaft und Rechtsstaat?<br>\nMit Juni 2016 tritt eine Novelle zum Asylgesetz in Kraft, deren wichtigste &Auml;nderung darin liegt, dass die Bundesregierung k&uuml;nftig im Einvernehmen mit dem Hauptausschuss des Nationalrats per Verordnung einen Notstand ausrufen und damit wesentliche Teile des Asylrechts au&szlig;er Kraft setzen kann. Im Gesetz wurden keine faktisch-bindenden Kriterien festgelegt, anhand derer ein Notstand zu bestimmen ist. Es reicht bereits aus, dass eine Gef&auml;hrdung der &ouml;ffentlichen Ordnung und inneren Sicherheit als sehr wahrscheinlich erscheint. SP&Ouml; und &Ouml;VP hatten sich urspr&uuml;nglich darauf geeinigt, dass dies bei einer j&auml;hrlichen Obergrenze von 37.500 Asylantr&auml;gen anzunehmen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/die-erfindung-des-notstands\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Zu bef&uuml;rchten ist, dass auch hierzulande mit diesem Instrument gelieb&auml;ugelt wird. Sind Notstandsma&szlig;nahmen erst einmal in Kraft, d&uuml;rfte eine R&uuml;ckkehr zu &ldquo;normalen&rdquo; Verh&auml;ltnissen schwieriger als deren Inkraftsetzung sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Einigung auf Integrationsgesetz: Was die Regierung f&ouml;rdern und fordern will<\/strong><br>\nDas neue Integrationsgesetz soll nach dem Willen des Kabinetts viele Ma&szlig;nahmen umfassen &ndash; alles unter der &Uuml;berschrift &ldquo;F&ouml;rdern und Fordern&rdquo;. Die Regierung lobt ihren Entwurf als &ldquo;Meilenstein&rdquo; und &ldquo;Paradigmenwechsel&rdquo;, aber andere sind weniger begeistert. Ein &Uuml;berblick.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/integrationsgesetz-113.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>K&ouml;rzell: &ldquo;Verkehrspolitik wird auf Staubeseitigung reduziert&rdquo;<\/strong><br>\nDem Bundesverkehrswegeplan 2030 von Verkehrsminister Dobrindt fehlt &ldquo;ein Leitbild f&uuml;r eine integrierte Verkehrspolitik&rdquo;, kritisiert DGB-Vorstand Stefan K&ouml;rzell im Interview. &Ouml;PP-Projekte lehnen die Gewerkschaften grunds&auml;tzlich ab, so K&ouml;rzell.<br>\nFrage: Die Bundesregierung hat ihren Entwurf f&uuml;r einen neuen Bundesverkehrswegeplan vorgelegt, in dem die Investitionen in Stra&szlig;en, Schienen und Wasserstra&szlig;en f&uuml;r die n&auml;chsten 15 Jahre festgelegt werden sollen. Wie steht der DGB dazu?<br>\nStefan K&ouml;rzell: Minister Dobrindt hat den Verkehrswegeplan (BVWP) auf den letzten Metern zwar noch umgetauft &ndash; er hei&szlig;t jetzt &bdquo;Bundesverkehrswegeplan 2030&ldquo;, aber zukunftsgewandt ist der neue Plan nicht. Verkehrspolitik wird auf Staubeseitigung reduziert. Was fehlt, ist ein Leitbild f&uuml;r eine integrierte Verkehrspolitik, die Nachhaltigkeitsziele wie Verkehrssicherheit, L&auml;rmreduzierung oder Klima- und Umweltschutz enth&auml;lt. Mit dem letzten BVWP von 2003 waren wir da schon weiter. (&hellip;)<br>\nWas ist der Hauptkritikpunkt?<br>\nDer DGB hat in den letzten Jahren immer wieder mehr &ouml;ffentliche Investitionen gefordert. Die sind bitter n&ouml;tig in allen Bereichen der staatlichen Daseinsvorsorge. Von der Bildungs- bis zur Energieinfrastruktur, von der Schaffung bezahlbaren Wohnraums bis zur Ausstattung der &ouml;ffentlichen Verwaltung &ndash; &uuml;berall klaffen gewaltige L&uuml;cken. Der Ehrgeiz von Herrn Sch&auml;uble, unbedingt einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen, hat zum Verfall der &ouml;ffentlichen Infrastruktur beigetragen. Gerade die Verkehrsinfrastruktur ist ein Bereich, in dem das unmittelbare Konsequenzen f&uuml;r unsere Lebensqualit&auml;t und die Leistungsf&auml;higkeit der deutschen Wirtschaft zur Folge hat. Mehrere Kommissionen zum Zustand der Verkehrsinfrastruktur haben ermittelt, dass in den n&auml;chsten 15 Jahren j&auml;hrlich 7,2 Milliarden Euro zus&auml;tzlich investiert werden m&uuml;ssen, damit der Investitionsstau aufgel&ouml;st wird. Der Bundesverkehrsminister hat eine &bdquo;klare Finanzierungsperspektive&ldquo; versprochen, obwohl der BVWP zun&auml;chst nur ein &ndash; durchaus respektables &ndash; Investitionsprogramm ist. Da werden nat&uuml;rlich Erwartungen geweckt. Und es h&ouml;rt sich ja auch eindrucksvoll an, wenn 264 Milliarden Euro verbaut werden sollen, auch wenn knapp 38 Milliarden erst nach 2030 vorgesehen sind. Das w&auml;ren immerhin 15 Milliarden Euro pro Jahr allein f&uuml;r die Bundesverkehrswege.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++36969a72-224e-11e6-90ab-52540023ef1a\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Abh&ouml;rskandal belegt Putsch in Brasilien<\/strong><br>\nIn Brasilien wird die De-facto-Regierung unter dem rechtsgerichteten Politiker Michel Temer von einem Abh&ouml;rskandal ersch&uuml;ttert, der die Kritik von Widersachern des parlamentarischen Putsches (In Brasilien herrschen jetzt Alte, Reiche, Wei&szlig;e und Rechte) gegen die gew&auml;hlte Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff best&auml;tigt. Den Aufnahmen zufolge, die der einflussreichen Tageszeitung Folha de S&atilde;o Paulo zugespielt wurden, hat der bisherige Planungsminister im Kabinett von Temer, Romero Juc&aacute;, den Sturz von Rousseff geplant, um Korruptionsermittlungen gegen sich selbst, Temer und andere Vertreter der Oligarchie in Politik und Wirtschaft zu verhindern. Nachdem die Folha am Montag Abschriften des rund 75-min&uuml;tigen Gespr&auml;chs zwischen Juc&aacute; und einem Manager des staatlichen Erd&ouml;lkonzern Petrobras, S&eacute;rgio Machado, ver&ouml;ffentlichte, musste Juc&aacute; zur&uuml;cktreten. Er ist damit der zweite f&uuml;hrende Akteur des parlamentarischen Putsches gegen Rousseff, der im Zuge der Staatskrise in dem s&uuml;damerikanischen Land selbst st&uuml;rzt. Anfang Mai war bereits der Pr&auml;sident des Abgeordnetenhauses und Rousseff-Gegner Eduardo Cunha seines Amtes enthoben worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48334\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die &ldquo;Speerspitze&rdquo; zeigt gen Osten<\/strong><br>\nIn den W&auml;ldern Polens probt die &ldquo;Superschnelle Eingreiftruppe&rdquo; der NATO gerade den Ernstfall. Theoretisch kann die &ldquo;Speerspitze&rdquo; auf dem ganzen Globus eingesetzt werden, tats&auml;chlich wurde sie aber geschaffen, um die Ost-Partner zu st&uuml;tzen und Russland abzuschrecken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/nato-eingreiftruppe-105.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Skandal: &ldquo;Superschnelle Eingreiftruppe&rdquo; der NATO ist nur eine billige F&auml;lschung!<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160525_Extra3_.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/extra3\/photos\/a.126985678917.103880.37621248917\/10153759358133918\/?type=3&amp;theater\">Extra 3 via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Steinmeier macht den Fischer<\/strong><br>\nDas hatte die Anti-Gaddafi-Koalition unter F&uuml;hrung der USA damals prima hingekriegt: Kr&auml;ftig wurde im Libyen-Krieg gebombt. Unterst&uuml;tzt wurden vom Westen gern auch Islamisten der brutalen Art, bevorzugt waren Reaktion&auml;re, wenn nur Gaddafi, der einen eigenen Weg gehen wollte, bei dieser Kur versterben w&uuml;rde. Mission accomplished! konnten die vereinigten Interventen melden: Gaddafi tot. Land kaputt. B&uuml;rgerkrieg bis heute. Und noch einen sch&ouml;nen Neben-Effekt hatte die &bdquo;Demokratisierung&ldquo; Libyens: Jede Menge Waffen wurden und werden aus Libyen exportiert: Das Land sei ein gro&szlig;er Waffenlieferant f&uuml;r Konfliktherde wie Mali und das B&uuml;rgerkriegsland Syrien, stellte ein Bericht der UNO fest. Ja, sagen da die Weisen aus dem Abendland, wenn Waffen aus dem Land verschwinden, dann m&uuml;ssen doch die Arsenale wieder aufgef&uuml;llt werden! So war jedenfalls die Meinung auf einer diffusen &bdquo;Stabilisierungskonferenz f&uuml;r Libyen&ldquo; in Wien: Das Waffenembargo soll aufgehoben werden, um eine &bdquo;neue&ldquo; libysche US-Vertretung, &bdquo;Regierung der Nationalen Einheit&rdquo; genannt, zu unterst&uuml;tzen. Au&szlig;enminister Steinmeier: &bdquo;Die Regierung h&auml;ngt noch an Sicherheits-Arrangements mit verschiedenen Milizen. Was sie braucht, sind eigene, loyale Sicherheitskr&auml;fte.&ldquo; Und nat&uuml;rlich hat er deutsche Hilfe bei der Ausbildung der &bdquo;loyalen Sicherheitskr&auml;fte&ldquo; angeboten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=22825\">Ulrich Gellermann auf NRhZ Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Trotz Verbot: Zw&ouml;lf EU-Staaten exportieren Waffen an &Auml;gypten<\/strong><br>\nMehrere EU-Staaten halten sich nicht an den vereinbarten Lieferstopp f&uuml;r Waffen und Munition nach &Auml;gypten &ndash; darunter auch Deutschland. Amnesty International spricht von einem &ldquo;falschen Signal&rdquo;. Die Bundesregierung soll 2014 R&uuml;stungsexporte nach &Auml;gypten in einer Gr&ouml;&szlig;enordnung von 22,7 Millionen Euro genehmigt haben &ndash; obwohl die EU einen offiziellen Lieferstopp f&uuml;r Waffen und Munition in das nordafrikanische Land verh&auml;ngt hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/aegypten-eu-staaten-liefern-waffen-trotz-lieferstopp-a-1094001.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>World Humanitarian Summit 2016<\/strong><br>\nParadigmenwechsel von Krisenreaktion auf Vorsorge: Politik, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft m&uuml;ssen gemeinsam innovative Wege gehen!<br>\nDer Weltgipfel f&uuml;r Humanit&auml;re Hilfe (World Humanitarian Summit &ndash; WHS) ist der erste globale Gipfel rund um humanit&auml;re Hilfe. Er fand vom 23. bis 24. Mai 2016 in Istanbul statt. Das Ziel: eine vielf&auml;ltigere humanit&auml;re Gemeinschaft aufzubauen und eine neue gemeinsame Agenda zu etablieren. &ldquo;Der Gipfel war ein wichtiger Anfang, nicht mehr&rdquo;, so das Res&uuml;mee von Dr. Till Wahnbaeck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welthungerhilfe.de\/world-humanitarian-summit-2016.html\">Welthungerhilfe<\/a>\n<p><strong>dazu: Regierung h&auml;lt an 0,7 Prozent-Ziel fest<\/strong><br>\nDie Bundesregierung verfolgt nach wie vor das Ziel, die Ausgaben f&uuml;r die Entwicklungszusammenarbeit in den kommenden Jahren auf einen Anteil von 0,7 Prozent am Bruttonationaleinkommen (ODA-Quote) zu erh&ouml;hen. Bislang gebe es hierf&uuml;r jedoch keinen Stufenplan, schreibt sie in einer Antwort (18\/8479) auf eine Kleine Anfrage (18\/8164) der Fraktion Die Linke. [&hellip;]<br>\nDie Linksfraktion hatten in ihrer Anfrage unter anderem kritisiert, dass im Inland entstandene Kosten f&uuml;r die Fl&uuml;chtlingshilfe auf die ODA-Quote angerechnet worden seien. Dazu schreibt die Bundesregierung, dass die Meldung von Ausgaben zur &ldquo;Fl&uuml;chtlingshilfe im Geberland&rdquo; w&auml;hrend der ersten zw&ouml;lf Monate des Aufenthalts den Regeln der OECD und der Praxis der Mehrzahl ihrer Mitglieder entspreche. Der Anteil der Inlands-Fl&uuml;chtlingskosten an der deutschen ODA des Jahres 2015 habe 16,8 Prozent betragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/201605\/-\/424400\">Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Chinas dramatisch zunehmendes Wohlstandsgef&auml;lle<\/strong><br>\nDer Reichtum, der in den Stra&szlig;en von Schanghai und Peking zur Schau getragen wird, ist enorm. Auf der anderen Seite lebt nach den Ma&szlig;st&auml;ben von Weltbank und UN die Bev&ouml;lkerungsmehrheit dauerhaft in Armut. Eine Chance auf gesellschaftlichen Aufstieg haben sie kaum. Das birgt enorme soziale Sprengkraft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gesellschaft-chinas-dramatisch-zunehmendes.1773.de.html?dram:article_id=355118\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Jetzt zeigt sich das ganze Chaos der &Auml;ra Roland Koch<\/strong><br>\nVor zwei Jahren scheiterte Roland Koch als Manager. Er hinterlie&szlig; ein derart gro&szlig;es Chaos, das sein Ex-Unternehmen Bilfinger noch immer in der Krise steckt. Nun droht sogar die Zerschlagung. [&hellip;]<br>\nDie Welt scheint in Ordnung. Eine Milliarde Euro ist in der Kasse. Der Aktienkurs steigt und steigt. Die Aktion&auml;re haben 132 Millionen Euro Dividende erhalten. F&uuml;r die Besch&auml;ftigten gibt es einen Bonus. Auch der Chef kann nicht klagen, er hat mit einem Gehalt von 1,531 Millionen Euro seine Einnahmen gegen&uuml;ber dem fr&uuml;heren Job als hessischer Ministerpr&auml;sident vervielfacht. Aber erste Skepsis kommt auf. Ob Kochs Einkaufstour sich als erfolgreich erweisen werde, &ldquo;das wissen wir erst in einigen Jahren&rdquo;, notiert damals ein Bankanalyst. Heute wei&szlig; man: Sie war es nicht. Schlimmer noch. Der Mannheimer Konzern ist tief ersch&uuml;ttert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article155652159\/Jetzt-zeigt-sich-das-ganze-Chaos-der-Aera-Roland-Koch.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>17 Tage vor EM: Streik in Frankreich spitzt sich zu<\/strong><br>\nDie Liberalisierung des Arbeitsrechts sorgt in Frankreich f&uuml;r heftige Proteste. Die Gewerkschaften sch&auml;umen vor Wut und blockieren &Ouml;l-Lager. Die Polizei schreitet mit Wasserwerfern und Tr&auml;nengas ein. Doch der Streik geht weiter: Die Pariser Metro hat einen Streik wenige Tage vor der EM angek&uuml;ndigt.<br>\nDie Blockade von Raffinerien haben die Proteste gegen die umstrittene Arbeitsrechtsreform der Regierung in Frankreich weiter eskalieren lassen. Die Polizei r&auml;umte die Blockade einer Esso-Raffinerie und eines Treibstofflagers im s&uuml;dfranz&ouml;sischen Fos-sur-Mer.  Dabei lieferten sich die Beamten heftige Auseinandersetzungen mit Gewerkschaftsaktivisten. Hunderte Tankstellen im ganzen Land hatten Versorgungsschwierigkeiten, es bildeten sich erneut lange Autoschlangen. Die Regierung versch&auml;rfte den Ton gegen die Gewerkschaften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/arbeitsmarktreform-17-tage-vor-em-streik-in-frankreich-spitzt-sich-zu-43647082.html\">heute<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Hoffentlich haben die Gewerkschaften in Frankreich einen l&auml;ngeren Atem als die hiesigen, die ihren Widerstand gegen die Agenda 2010 seinerzeit aufgegeben haben. Daf&uuml;r spricht, dass die franz&ouml;sischen Gewerkschaften nicht so sehr an die Regierungspartei wie die deutschen Kolleginnen und Kollegen an die damaligen Regierungsparteien SPD und B&uuml;ndnis 90\/Gr&uuml;ne gebunden sind.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&Uuml;berwachungstechnik in Extremistenhand: Nazis am Abzug<\/strong><br>\nBundesinnenminister de Maizi&egrave;re, der ein eindrucksvolles Decrescendo vom liberal-konservativen Intellektuellen zum CDU-Hilfsschily hingelegt hat, sang immer neue Loblieder auf &Uuml;berwachung. Und attackierte dann das Bundesverfassungsgericht, ausdr&uuml;cklich mit dem Wunsch, diese demokratische Instanz wesentlich einzuschr&auml;nken. Solche Ans&auml;tze sind zum Standard demokratischer Politik geworden, Aufweichung von Verfassungsrechten und den dazugeh&ouml;rigen Organen, gezielte Schw&auml;chung und Drohgeb&auml;rden gegen&uuml;ber der freien Presse. Zugleich hat sich die beh&ouml;rdliche Macht exponentiell ausgedehnt, im Namen der Sicherheit. Jetzt erweist sich, dass exakt das droht zu passieren, wovor &Uuml;berwachungskritiker warnten: Die Macht&uuml;bernahme von autorit&auml;ren bis antidemokratischen Kr&auml;ften.<br>\nAus Angst haben sich Demokratien &Uuml;berwachungswaffen erschaffen und entsichert, und diese k&ouml;nnten jetzt in die H&auml;nde radikaler, erbarmungsloser, hassgetriebener Kr&auml;fte fallen. Ein von De Maizi&egrave;re entzahntes Bundesverfassungsgericht w&uuml;rde einem Innenminister Bj&ouml;rn H&ouml;cke ausgezeichnet ins Konzept passen, die &Uuml;berwachungsbefugnisse hervorragend gegen diejenigen verwendet werden k&ouml;nnen, die H&ouml;cke als &ldquo;Staatsfeinde&rdquo; betrachten m&ouml;chte. Beim Verfassungsschutz m&uuml;sste sich vermutlich kaum etwas &auml;ndern, haha.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/norbert-hofer-donald-trump-und-ueberwachung-sascha-lobo-kolumne-a-1094061.html\">Sascha Lobo auf Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.M.H.:<\/strong> Sascha Lobos Betrachtung des &Uuml;berwachungsdesasters l&auml;sst mich mit Blick auf die Zukunft erschaudern. Was fehlt, ist der Hinweis darauf, dass die Parlamente all der genannten Staaten zu Hauf mit verantwortungslosen Abgeordneten aufgef&uuml;llt sind, die Grundgesetz- bzw. Verfassungs-vergessen weitestgehend alles durchwinken, was ihnen von den Kontroll-affinen Regierungen vorgesetzt wird. Das funktioniert nur, wenn die Parteien oder besser deren m&auml;chtige Funktionstr&auml;ger diese voll im Griff haben. [&hellip;]<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Pressefotografen au&szlig;er Gefecht<\/strong><br>\nPressefreiheit ausgehebelt: Die stundenlange Festsetzung mehrerer Fotojournalisten beim AfD-Bundesparteitag in Leinfelden-Echterdingen ist selbst f&uuml;r &ldquo;Reporter ohne Grenzen&rdquo; bislang beispiellos in Deutschland. Nun wollen zwei der Betroffenen beim Verwaltungsgericht klagen. Der Stuttgarter Jens Volle ist einer von ihnen. Ein bisschen ironisch sei das Ganze ja schon, sagt Jens Volle. Nicht nur, weil am 3. Mai, drei Tage nach seiner fr&uuml;h von der Polizei beendeten Arbeit beim AfD-Bundesparteitag in Leinfelden-Echterdingen, der Internationale Tag der Pressefreiheit war. Sondern auch, weil er gemeinsam mit zwei weiteren Fotografen urspr&uuml;nglich vom 1. Mai in Istanbul berichten wollte. Nachdem ab Februar aber mehr und mehr auch ausl&auml;ndische Journalisten Repressalien des t&uuml;rkischen Staates zu sp&uuml;ren bekamen, hatten sie davon Abstand genommen. &ldquo;Wir hatten keine Lust, in der T&uuml;rkei im Knast zu landen&rdquo;, sagt Volle und lacht etwas gequ&auml;lt. &ldquo;Jetzt sind wir halt hier im Knast gelandet.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/269\/pressefotografen-ausser-gefecht-3657.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&bdquo;Dann ist die Demokratie nichts wert&ldquo;: Xavier Naidoo kritisiert Shitstorm nach ESC-Nominierung<\/strong><br>\nS&auml;nger Xavier Naidoo, 44, hat die scharfen Reaktionen auf seine Nominierung f&uuml;r den Eurovision Song Contest (ESC) kritisiert. &ldquo;Wenn es eine Demokratie nicht aush&auml;lt, dass ein kleiner S&auml;nger aus Mannheim sein Maul aufmacht, dann ist die Demokratie auch nichts wert&rdquo;, sagte er in der Musik-Doku &ldquo;Die Xavier Naidoo-Story&rdquo;, die am Dienstagabend auf Vox ausgestrahlt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2016\/05\/25\/dann-ist-die-demokratie-nichts-wert-xavier-naidoo-kritisiert-shitstorm-nach-esc-nominierung\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das gr&ouml;&szlig;te Problem der Entscheidung ist wohl, dass der Mob im Netz nun wei&szlig;, dass er nur lange und laut genug p&ouml;beln muss, um die &Ouml;ffentlich-Rechtlichen zum Einknicken zu bringen. Was wird die Folge sein? Dreimal d&uuml;rfen Sie raten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Satiriker Ehring: &ldquo;Komik ist die einzige Rettung&rdquo;<\/strong><br>\nDer Spott &uuml;ber den t&uuml;rkischen Pr&auml;sident Erdo&#287;an schl&auml;gt noch immer hohe Wellen. Christian Ehring, Moderator der NDR-Satiresendung &ldquo;Extra3&rdquo;, &uuml;ber Humor und den respektlosen Umgang mit Politikern und Wirtschaftsbossen. [&hellip;]<br>\nWas macht Ihnen Angst?<br>\nDie Hysterie, mit der in Deutschland inzwischen Debatten gef&uuml;hrt werden. Wir zeigen auf die Amis mit ihrem Trump: &ldquo;Ach, guck mal, wie doof.&rdquo; Ich glaube, die sind uns einfach nur etwas voraus. Die Art, wie in Deutschland &uuml;ber die Fl&uuml;chtlingskrise diskutiert wurde, hatte Anzeichen einer Hysterie. Die Art, wie &uuml;ber den B&ouml;hmermann-Skandal diskutiert wurde, ebenfalls. Und da beziehe ich die Medien ausdr&uuml;cklich mit ein. Bei der geflissentlichen B&ouml;hmermann-Exegese tat sich f&uuml;r mich in den vergangenen Wochen eine offene Flanke zum Wahnsinn auf, sowohl in den Jubel-Arien, als auch in den Totalverrissen. Es ist ein beunruhigendes Gef&uuml;hl, sich bei der Zeitungslekt&uuml;re zu fragen, ob unsere vierte Gewalt noch alle Tassen im Schrank hat.<br>\n&hellip;und &ndash; hat sie?<br>\nDas Problem ist sicherlich ein strukturelles, weniger ein psychopathologisches. Wenn ein Thema Klickzahlen bringt, muss es offenbar oben gehalten werden. Und immer noch eins draufgesetzt werden. Ich habe das Gef&uuml;hl, da entstehen Erregungsblasen, analog zu Aktien- oder Immobilienblasen. Wenn die platzen, ist das Thema auch pl&ouml;tzlich sehr eindeutig durch. [&hellip;]<br>\nWoher beziehen Sie Ihr Wissen?<br>\nAus der Tagespresse und Artikeln wie: &ldquo;Obacht! Worauf Sie beim Geld jetzt unbedingt achten sollten!&rdquo; oder &ldquo;Die wichtigsten B&ouml;rsentipps im Mai!&rdquo; Kurz: Ich habe kein Wissen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.finanzen.net\/nachricht\/aktien\/Euro-am-Sonntag-Interview-Satiriker-Ehring-34-Komik-ist-die-einzige-Rettung-34-4892508\">Finanzen.net<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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