{"id":3357,"date":"2008-07-25T16:57:50","date_gmt":"2008-07-25T14:57:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3357"},"modified":"2008-07-25T16:57:50","modified_gmt":"2008-07-25T14:57:50","slug":"hinweise-des-tages-2-73","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3357","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Bundesrechnungshof: &bdquo;Gravierende M&auml;ngel&ldquo; bei Betreuung von Arbeitslosen<\/li>\n<li>Amerikanische Rentenpl&auml;ne 820 Milliarden verloren<\/li>\n<li>R&uuml;rup-Rente: Staatliche F&ouml;rderung darf nicht in schlechte Produkte gehen <\/li>\n<li>Aus die Post &ndash; Wie die Post ihr eigenes Filialnetz aufl&ouml;st <\/li>\n<li>Importpreise Juni 2008: + 8,9% gegen&uuml;ber Juni 2007 <\/li>\n<li>B&uuml;rger k&ouml;nnen Aktionspl&auml;ne gegen Smog einklagen<\/li>\n<li>300 Milliarden f&uuml;r US-Hausbesitzer<\/li>\n<li>Googles Goldmine &ndash; Der US-Konzern und unsere Nutzerdaten<\/li>\n<li>Der aufhaltbare Abstieg in die polarisierte Ungleichheitsgesellschaft<\/li>\n<li>Werner R&uuml;gemer: Was ist ein Skandal und was nicht?<\/li>\n<li>Wettbewerbsf&ouml;deralismus: Lehrermangel: Niedersachsen fehlen P&auml;dagogen f&uuml;r viele F&auml;cher<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3357&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Bundesrechnungshof: &bdquo;Gravierende M&auml;ngel&ldquo; bei Betreuung von Arbeitslosen<\/strong><br>\nVernichtendes Urteil f&uuml;r die Job-Center von Kommunen und Bundesagentur f&uuml;r Arbeit: Wegen miserabler Betreuung von Arbeitslosen sowie Missbrauch und Geldverschwendung bei Ein-Euro-Jobs erteilt ihnen der Bundesrechnungshof nun eine R&uuml;ge. Nach einem Bericht der &ldquo;Hannoverschen Allgemeinen Zeitung&rdquo; wurde bei zwei Dritteln der gepr&uuml;ften Ma&szlig;nahmen mindestens eine Voraussetzung zur F&ouml;rderung nicht erf&uuml;llt. Dennoch wurde daf&uuml;r &uuml;ber eine Milliarde Euro ausgegeben, schreibt die Zeitung unter Berufung auf einen Bericht des Bundesrechnungshofs f&uuml;r den Bundestag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169351\/1\/\">Linkszeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Amerikanische Rentenpl&auml;ne 820 Milliarden verloren<\/strong><br>\nCNN berichtet, dass bei den amerikanischen Rentenpl&auml;nen ungef&auml;hr 820 Milliarden verloren gingen. &ldquo;Seit die Kreditkrise im vergangenen Herbst zugeschlagen hat, haben Rentenpl&auml;ne, die &uuml;ber S&amp;P 500 Pl&auml;ne finanziert werden, ungef&auml;hr 820 Milliarden Dollar in Anlagewerten verloren, hei&szlig;t es von einem Aktuar von Mercer, einer Beraterfirma im Bereich des Personalwesens. \n<p>Auf dem Papier belaufen sich die Verluste aus dem vergangenen Oktober auf 160 Milliarden Dollar. Doch Adrian Hartsthorn, einem Aktuar von Mercer zufolge, liegen die Verluste aus den Anlagewerten eher in der N&auml;he von 280 Milliarden Dollar, wenn man die Anlagewerte der Rentenpl&auml;ne und die Verpflichtungen gemeinsam ber&uuml;cksichtigt. Die Anlagewerte, die Ende Oktober 2007 insgesamt ungef&auml;hr 1,7 Billionen Dollar ausmachten, fielen um 17%, womit Ende Juni nur noch 1,4 Billionen Dollar in Anlagewerten &uuml;brig blieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.investor-verlag.de\/boersenwissen\/kapitalschutz\/amerikanische-rentenplaene\/#\">Investor Verlag<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>R&uuml;rup-Rente: Staatliche F&ouml;rderung darf nicht in schlechte Produkte gehen<\/strong><br>\nZum vernichtenden Urteil der Zeitschrift &Ouml;ko-Test &uuml;ber die R&uuml;rup-Versicherungen erkl&auml;rt Dr. Gerhard Schick, finanzpolitischer Sprecher:\n<p>Den besten Anreiz, besonders gesund zu leben, bietet in dieser Regierung nicht etwa die Gesundheitsministerin &ndash; es ist der Finanzminister: 100 Jahre alt m&uuml;sste man werden, damit sich die R&uuml;rup-Basisrente lohnt. Das ist die bittere Erkenntnis aus einer Untersuchung von R&uuml;rup-Renten, die die Zeitschrift &Ouml;ko-Test heute ver&ouml;ffentlicht hat. Der Staat f&ouml;rdert R&uuml;rup-Renten, aber, so das Fazit von &Ouml;ko-Test: &ldquo;Ein Produkt, das ohne steuerliche F&ouml;rderung derart magere Ertr&auml;ge abwirft, wird auch durch Steuervorteile nicht attraktiver.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gruene-bundestag.de\/cms\/presse\/dok\/243\/243431.rueruprente_staatliche_foerderung_darf_n.html\">Bundestagsfraktion der Gr&uuml;nen<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Eine sp&auml;te Erkenntnis der Gr&uuml;nen, die vorher munter mitgemacht haben. Aber immerhin.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Aus die Post &ndash; Wie die Post ihr eigenes Filialnetz aufl&ouml;st<\/strong><br>\nBis 2011, so hat das Weltunternehmen Deutsche Post World Net vor kurzem angek&uuml;ndigt, wird es seine eigenen Filialen komplett schlie&szlig;en. Sie sollen in den Einzelhandel integriert werden &ndash; die Post in Getr&auml;nkem&auml;rkten oder im Gem&uuml;seladen. Der Vorteil: Die Kunden profitieren von l&auml;ngeren &Ouml;ffnungszeiten. Der Nachteil: die H&auml;ndler machen die Post zu Bedingungen, die oft alles andere als rentabel sind. In Ki&szlig;legg hat die Post schon drei Mal den Besitzer gewechselt. In Amtzell fand sich schlie&szlig;lich gar keiner mehr. Die L&ouml;sung: der neue Poststellenchef ist der B&uuml;rgermeister der Stadt. In der Not hat er die Post ins Rathaus geholt; das Gehalt der Mitarbeiterin zahlt der Steuerzahler.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/themen\/global\/webmedia\/webtv\/getwebtvextrakt.phtml?p=400&amp;b=038&amp;ex=2\">ARD Monitor Video<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/beitrag.phtml?bid=977&amp;sid=184\">ARD Monitor Text<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren &ndash; wie &uuml;blich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zum zweit&auml;gigen selbst&auml;ndigen Streik bei Continental Dortmund<\/strong><br>\nEine Erkl&auml;rung der Streikenden.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/080725%20Erklaerung_Streik_Conti_Dortmund.pdf\">Eingesandt [PDF &ndash; 52 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Importpreise Juni 2008: + 8,9% gegen&uuml;ber Juni 2007 <\/strong><br>\nDer Index der Einfuhrpreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juni 2008 um 8,9% &uuml;ber dem Vorjahresstand. Dies war die h&ouml;chste Jahresteuerungsrate seit November 2000 (+ 10,6%). \n<p>Besonders hoch war im Juni 2008 die Jahresteuerungsrate f&uuml;r die Einfuhr von Energietr&auml;gern (+ 49,7%). Gegen&uuml;ber Mai 2008 waren Preissteigerungen von 6,5% zu verzeichnen. Die Preise f&uuml;r importierte Steinkohle lagen um 60,3% &uuml;ber dem Vorjahr, gegen&uuml;ber dem Vormonat stiegen sie um 16,7%. Roh&ouml;l wurde im Vorjahresvergleich um 58,4% teurer (Vormonatsvergleich: + 7,8%), Mineral&ouml;lerzeugnisse trugen mit einem Plus von 51,7% gegen&uuml;ber dem Vorjahr (Vormonatsvergleich: + 4,3%) ebenfalls zum Preisanstieg im Energiesektor bei. Kokereierzeugnisse verteuerten sich gegen&uuml;ber Juni 2007 um 44,8%. Bei Erdgas war ein Preisanstieg gegen&uuml;ber dem Vorjahr von 42,9% zu verzeichnen. Im Vergleich zu Mai 2008 verteuerte es sich um 4,5.<\/p>\n<p>Der Einfuhrpreisindex ohne Erd&ouml;l und Mineral&ouml;lerzeugnisse lag im Juni 2008 um 2,5% &uuml;ber dem Stand von Juni 2007.<\/p>\n<p>Im Nahrungsmittelsektor waren im Juni 2008 gegen&uuml;ber Juni 2007 Preissteigerungen insbesondere bei der Einfuhr von Getreide (+ 35,9%), Zitrusfr&uuml;chten (+ 35,7%) sowie Milch und Milcherzeugnissen (+ 9,0%) zu beobachten. Die Preise f&uuml;r importierten Rohkakao stiegen gegen&uuml;ber dem Vorjahr um 26,5% (Vormonat: + 9,8%), die Preise f&uuml;r Rohkaffee um 15,0% (Vormonat: + 6,6%). Rindfleisch wurde im Vergleich zu Juni 2007 um 23,2%, Schweinefleisch um 13,5% und Gefl&uuml;gelfleisch um 5,9% teurer importiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/07\/PD08__269__614,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>B&uuml;rger k&ouml;nnen Aktionspl&auml;ne gegen Smog einklagen<\/strong><br>\nAuf deutsche Kommunen rollt eine Klagewelle zu: Nach einem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs k&ouml;nnen B&uuml;rger ihre Gemeinden zwingen, Aktionspl&auml;ne gegen eine zu hohe Feinstaubbelastung aufzustellen. Umfassende Fahrverbote in deutschen St&auml;dten k&ouml;nnten die Folge sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/0,1518,568026,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>300 Milliarden f&uuml;r US-Hausbesitzer<\/strong><br>\nNachdem US-Pr&auml;sident Bush sein angek&uuml;ndigtes Veto zur&uuml;ckgezogen hat, steht dem Rettungspaket nichts mehr entgegen. Das soll &uuml;berschuldeten Immobilienbesitzern helfen und zugleich in die Krise geratene Kreditinstitute wie Fannie Mae st&uuml;tzen. Experten sch&auml;tzen, dass etwa 400.000 Familien mit staatlichen Garantien umschulden k&ouml;nnten &ndash; und damit auch ihre Banken vor dem Kollaps bewahrt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2008%2F07%2F25%2Fa0117&amp;cHash=4f3bcdd90a&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Googles Goldmine &ndash; Der US-Konzern und unsere Nutzerdaten<\/strong><br>\nF&uuml;r Millionen Surfer ist Google die Informationsquelle Nummer eins im Internet. Dabei hinterlassen sie Tag f&uuml;r Tag viele Spuren, wenn sie die Suchmaschine nutzen oder eine der vielen anderen kostenlosen Dienste von Google. Das Unternehmen speichert Milliarden von Daten und wei&szlig; so viel &uuml;ber unsere Interessen, unser Verhalten, unsere Lebensumst&auml;nde. Zuviel, wie Datensch&uuml;tzer kritisieren. Jetzt schlagen sie Alarm. Denn selbst wenn man auf die Nutzung von Google verzichte, m&uuml;sse man inzwischen damit rechnen, dass Google wei&szlig;, welche Web-Seiten man liest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/themen\/global\/webmedia\/webtv\/getwebtvextrakt.phtml?p=400&amp;b=038&amp;ex=3\">ARD Monitor<\/a><\/li>\n<li><strong>Cornelia Heintze: Der aufhaltbare Abstieg in die polarisierte Ungleichheitsgesellschaft<\/strong><br>\n<strong>Deutschlands magers&uuml;chtiger Staat und die skandinavische Alternative<\/strong><br>\nWer die Entstehung von Armut an der Quelle angehen will, wer es ernst meint mit Chancengleichheit, darf nicht an einem subsidi&auml;ren Sozialstaat festhalten. Subsidi&auml;r hei&szlig;t: nachsorgend reparieren. Menschen sind aber keine Maschinen. Verwahrloste Kinder &ndash; rund 100.000 gibt es nach Einsch&auml;tzung des Bundes deutscher Kriminalbeamter &ndash; tragen dauerhafte Sch&auml;den davon, wenn die Gesellschaft ihnen nicht fr&uuml;h wirksame Hilfe zukommen l&auml;sst. Diese fr&uuml;he Hilfe ist in Deutschland die  absolute Ausnahme, das Gerede vom vorsorgenden Sozialstaat reines Wortgeklingel. Skandinavien h&auml;lt uns in vielfacher Hinsicht den Spiegel vor. Wer zu einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dem, was in Deutschland schief l&auml;uft, gar nicht bereit ist, wird darin freilich wenig erkennen.\n<p>Lernen von Skandinavien findet dann bestenfalls punktuell statt. Dort, wo es um die gro&szlig;e strategische Linie geht, dominieren die Abwehrreflexe. Nach meiner Auffassung wird der skandinavische Entwicklungsweg als Provokation und als Bedrohung tief sitzender &Uuml;berzeugungen und Werteorientierungen empfunden. Konservative empfinden es als Kampfansage, dass L&auml;nder mit gro&szlig;em Staatssektor, mit in ihren Augen viel zu m&auml;chtigen Gewerkschaften und mit einem vergleichsweise hohen Grad an Marktregulierung schon seit l&auml;ngerem nicht nur eine weit dynamischere Wirtschaftsentwicklung haben als Deutschland, sondern auch zahlreiche von Konservativen thematisierte Herausforderungen wie etwa den demografischen Wandel besser bew&auml;ltigen. Da all das nicht sein darf, orientieren sie umso entschiedener auf das, was ihrer &Uuml;berzeugung nach Basis des wirtschaftlichen Erfolgs von Deutschland ist, n&auml;mlich auf den Weltm&auml;rkten stark zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/080725%20Cornelia%20Heintze%20Ungleichheitsgesellschaft.pdf\">Cornelia Heintze [PDF &ndash; 325 KB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Werner R&uuml;gemer in BIG Business Crime: <\/strong><br>\n<strong>Was ist ein Skandal und was nicht? &Uuml;ber die Macht der selektiven Darstellung <\/strong><br>\nBerichte &uuml;ber eklatante Rechtsbr&uuml;che von Topmanagern der f&uuml;hrenden Konzerne Deutschlands sind t&auml;gliches Medienprodukt geworden. Ein &bdquo;gr&ouml;&szlig;ter Wirtschaftsskandal der Bundesrepublik&ldquo; l&ouml;st seit einiger Zeit den n&auml;chsten ab. Volkswagen, Siemens, Lidl, Telekom. &bdquo;Durch Korruption, Tricksereien und Wirtschaftskriminalit&auml;t der nationalen Eliten&ldquo; werde die &bdquo;Staatsform der republikanischen Demokratie herausgefordert&ldquo;, orakelt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. (1.6.2008) Aber die mediale Bearbeitung zeigt, dass die wenigen &bdquo;Skandale&ldquo;, die diesen Rang erhalten, entsch&auml;rft werden. \n<p>Schon dass die Demokratie nur &bdquo;herausgefordert&ldquo; werde, ist eine Besch&ouml;nigung. Vor allem: Die Verletzung von Arbeits- und Sozial- und damit in Zusammenhang stehenden Menschenrechten stellt f&uuml;r die Medien keinen Skandal dar.  Wirtschaftskriminalit&auml;t, wenn sie denn in Einzelf&auml;llen skandalisiert wird, wird auf das Strafrechtliche reduziert. Hintergr&uuml;nde werden ausgeblendet, ebenso die Folgen f&uuml;r B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger als Besch&auml;ftigte, Konsumenten, Arbeitslose, Steuerzahler. Ebenso ausgeblendet werden entscheidende Mitt&auml;ter, ohne die das System gar nicht funktionieren w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/23377\">Linksnet<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ackermann und Bender als Honorarprofessoren &ndash; GR&Uuml;NE: Beispiele d&uuml;rfen nicht Schule machen<\/strong><br>\n&ldquo;Wir hoffen, dass diese Beispiele keine Schule machen.&rdquo; Mit diesen Worten kommentiert die hochschulpolitische Sprecherin von B&Uuml;NDNIS 90\/DIE GR&Uuml;NEN, Sarah Sorge, die Ernennung des Chefs der Deutschen Bank, Josef Ackermann, und von Fraport-Chef Wilhelm Bender zu Honorarprofessoren der Frankfurter Universit&auml;t. &ldquo;Beide sind uns bisher nicht durch herausragende wissenschaftliche Reputation aufgefallen. Daher wird der Verdacht nicht gerade kleiner, dass es einen Zusammenhang zwischen finanziellen Zuwendungen von Deutscher Bank und Fraport an die Universit&auml;t und der Ernennung von Ackermann und Bender gibt.&rdquo;\n<p>&ldquo;Wir GR&Uuml;NE haben uns nie generell gegen die Umwandlung der Frankfurter Uni in eine Stiftungsuniversit&auml;t ausgesprochen, haben aber immer davor gewarnt, dass &ouml;konomische Interessen einen Einfluss auf Forschung und Lehre haben k&ouml;nnten. Diese Bef&uuml;rchtungen werden durch solche Ernennungen nicht kleiner, sondern gr&ouml;&szlig;er. Zudem stellt sich die Frage, ob ausgerechnet Herr Ackermann als Vorbild f&uuml;r zuk&uuml;nftige Wirtschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler taugt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gruene-fraktion-hessen.de\/cms\/default\/dok\/243\/243469.ackermann_und_bender_als_honorarprofesso.html\">Gr&uuml;ne-Fraktion im Hessischen Landtag<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Lehrermangel: Niedersachsen fehlen P&auml;dagogen f&uuml;r viele F&auml;cher<\/strong><br>\nNiedersachsens Schulen leiden fehlen die Fachlehrer. Laut Kultusministerium sind an den Gymnasien die F&auml;cher Latein, Spanisch, Religion, Mathematik und Physik knapp besetzt. Hessen wirbt mit attraktiven Konditionen Lehrer ab. In einem Gespr&auml;ch mit der &bdquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&ldquo; warnt die nieders&auml;chsische Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) die Bundesl&auml;nder vor einem gegenseitigen Wettbewerb. &bdquo;Regelrechte Abwerbekampagnen, die vor allem mit h&ouml;herer Besoldung werben, sind sch&auml;dlich&ldquo;, sagte sie. Im Hinterkopf hatte sie dabei wohl die Aktionen, wie sie etwa in Hessen laufen. \n<p>Mit dem Werbespruch &bdquo;Hauptrollen in Hessen zu vergeben&ldquo; wirbt das Land um Lehrer aus der gesamten Republik. Quereinsteiger sind willkommen, die Konditionen attraktiv: Eine Verbeamtung soll bis zum 50. Lebensjahr m&ouml;glich sein, geboten werden ausschlie&szlig;lich volle Stellen, Haupt- und Realschullehrer sollen im Gegensatz zu anderen Bundesl&auml;ndern durchg&auml;ngig mit A 13 besoldet werden. Auch Nordrhein-Westfalen wirbt f&uuml;r den &bdquo;Zukunftsberuf Lehrer&ldquo;. Laut nordrhein-westf&auml;lischem Schulministerium werden im kommenden Schuljahr 66 Lehrer aus anderen L&auml;ndern ihren Dienst in Nordrhein-Westfalen antreten. Darunter 23 Lehrkr&auml;fte aus Niedersachsen &ndash; mehr als aus jedem anderen Land.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.haz.de\/newsroom\/politik\/zentral\/politik\/niedersachsen\/art668,644524\">Hannoversche Allgemeine<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der durch die F&ouml;deralismusreform I eingef&uuml;hrte Wettbewerbsf&ouml;deralismus beginnt zu wirken. Die reicheren L&auml;nder werben den &auml;rmeren die Lehrer und bald auch die Hochschullehrer ab. Es herrscht eben das <a href=\"?p=267\">Recht des St&auml;rkeren<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>DDR: Sch&uuml;ler wissen nur wenig<\/strong><br>\nKeine Ahnung vom Mauerbau, eine teils positive Bewertung der Stasi &ndash; das Wissen deutscher Sch&uuml;ler &uuml;ber die DDR ist auff&auml;llig gering. Von 5200 befragten Sch&uuml;lern aus vier Bundesl&auml;ndern wusste die Mehrheit beispielsweise auch nicht, ob die DDR durch demokratische Wahlen legitimiert war. Dies geht aus einer Studie hervor, die am Freitag von Forschern der Freien Universit&auml;t Berlin vorgestellt wurde. Verantwortlich f&uuml;r die Bildungsmisere ist demnach vor allem der mangelhafte Unterricht in den Schulen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wissen_und_bildung\/aktuell\/?em_cnt=1373164\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Im Spitzenfeld: Guido Westerwelle<\/strong><br>\nEmsig reist er durch das Land, im Durchschnitt einmal monatlich h&auml;lt er im Auftrag von Unternehmen gut bezahlte Vortr&auml;ge. Oft steht der eloquente FDP-Spitzenmann Guido Westerwelle an Rednerpulten. Neun Mal erhielt er im Jahr 2006 daf&uuml;r auf der nach obenen offen Verdienst-Skale mehr als 7000 Euro, also mindestens 63.000 Euro im Jahr &ndash; was einen Eintrag in der Nebenverdienst-Kartei des Bundestages nach sich zog. Hinzu kommen weitere Summen. Die Partei dagegen h&auml;lt ihn eher kurz. Netzeitung.de dokumentiert Westerwelles Arbeitsleben au&szlig;erhalb des Parlaments.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/deutschland\/689491.html\">Netzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Trupoli revisited &ndash; Zum selbsternannten f&uuml;hrenden Politportal<\/strong><br>\nAm Dienstag dieser Woche fand schlussendlich zusammen, was zusammen geh&ouml;rte &ndash; die ambitionierten politischen Internetstartups Polixea und Trupoli fusionierten, nachdem die Polixea GmbH am gleichen Tag von dem schweizer Investor &bdquo;Mountain Super Angel AG&ldquo; &uuml;bernommen wurde. Die Neufirmierung &bdquo;Trupoli &ndash; Wir sind Politik&ldquo; wird vom ehemaligen Trupoli CEO Johannes Zumpe geleitet werden, der zusammen mit der &bdquo;Mountain Super Angel AG&ldquo; den Deal eingef&auml;delt hat. In welcher Form die beiden Portale fusionieren ist derweil noch unklar, ebenso wie die Besitzverh&auml;ltnisse nach dem Zusammenschluss. \n<p>Nach Eigenangaben ist das neue Portal das &bdquo;f&uuml;hrende unabh&auml;ngige Politportal in Deutschland&ldquo; und sowohl die Macher, als auch das Unternehmen sind &bdquo;vollkommen unabh&auml;ngig [&hellip;] von Parteien, politischen Organisationen, Lobbygruppen, Konzernen und Medien&ldquo;. F&uuml;r ein Portal, das zur politischen Meinungsbildung beitragen will, w&auml;re dies auch eine Grundvoraussetzung &ndash; inwieweit das auf Trupoli zutrifft, ist abh&auml;ngig davon, wie man &bdquo;vollkommen unabh&auml;ngig&ldquo;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/img\/trupoli2.jpg\" alt=\"Spiegelfechter\"><\/p>\n<p>Trupoli selbst ist im Umfeld des Politmanagers und Lobbyisten Horst Teltschik entstanden. Zumpe war vor seinem Trupoli-Engagement Projekt Manager bei Teltschiks Beratungsfirma &bdquo;Teltschik Associates&ldquo; und bei der Gr&uuml;ndung von Trupoli teilte sich die &bdquo;unabh&auml;ngige Internetplattform&ldquo; noch die B&uuml;ror&auml;ume und die Telefon- und Faxanschl&uuml;sse mit &bdquo;Teltschik Associates&ldquo;. Nat&uuml;rlich kann man daraus nicht direkt und justiziabel eine Abh&auml;ngigkeit unterstellen, aber ein G&acute;schm&auml;kle hat es schon, wenn eine Politikplattform, die sich &bdquo;vollkommen unabh&auml;ngig&ldquo; und &bdquo;transparent&ldquo; nennt, ausgerechnet in den B&uuml;ror&auml;umen eines der aktivsten Politlobbyisten ins Leben gerufen wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/372\/trupoli-revisited\">Spiegelfechter<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Bundesrechnungshof: &bdquo;Gravierende M&auml;ngel&ldquo; bei Betreuung von Arbeitslosen<\/li>\n<li>Amerikanische Rentenpl&auml;ne 820 Milliarden verloren<\/li>\n<li>R&uuml;rup-Rente: Staatliche F&ouml;rderung darf nicht in schlechte Produkte gehen <\/li>\n<li>Aus die Post &ndash; Wie die Post ihr eigenes Filialnetz aufl&ouml;st <\/li>\n<li>Importpreise Juni 2008: + 8,9% gegen&uuml;ber Juni 2007 <\/li>\n<li>B&uuml;rger k&ouml;nnen Aktionspl&auml;ne gegen Smog einklagen<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3357\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3357","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3357","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3357"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3357\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3357"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3357"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3357"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}