{"id":33576,"date":"2016-05-30T08:36:14","date_gmt":"2016-05-30T06:36:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33576"},"modified":"2016-05-30T08:36:14","modified_gmt":"2016-05-30T06:36:14","slug":"hinweise-des-tages-2633","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33576","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33576#h01\">Linkspartei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33576#h02\">Gauland beleidigt Boateng<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33576#h03\">AfD ist zu feige, um sich mit wirklich M&auml;chtigen anzulegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33576#h04\">Aufstieg der Populisten: Wettlauf gegen die irren Zeitgeister<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33576#h05\">Proteste in Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33576#h06\">Appell an Linke und Katholiken: Syrischer Klerus fordert Ende der Sanktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33576#h07\">Ukraine verweigert Antifolterkomitee den Zutritt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33576#h08\">Eurogruppe: Zuckerbrot und Peitsche f&uuml;r Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33576#h09\">TTIP\/CETA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33576#h10\">IWF-&Ouml;konomen rechnen mit dem Neoliberalismus ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33576#h11\">Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33576#h12\">Rettung f&uuml;r Riester-Sparer gesucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33576#h13\">Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33576#h14\">Forscher sagen Rente mit 73 voraus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33576#h15\">Jetzt nur nicht weich werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33576#h16\">Ann&auml;herung der Erzfeinde: Warum die USA bald um Russland buhlen werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33576#h17\">Panama-Aff&auml;re der Bundesdruckerei: Sch&auml;ubles leere Worte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33576#h18\">Dubiose Steuerdeals: Dokumentenschwund bei der EU-Kommission<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Linkspartei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Video: Statement von Sahra Wagenknecht <\/strong><br>\nVideo:&rdquo;Schlimmer als die ganze Torte, finde ich die Beleidigung, mit Frau Beatrix von Storch (Alternative f&uuml;r Deutschland AfD) auf eine Ebene gestellt worden zu sein. Das ist echt einfach eine Unversch&auml;mtheit.&rdquo; &ndash; Statement von Sahra Wagenknecht (Fraktionsvorsitzende DIE LINKE) zum #Torten-Angriff beim Bundesparteitag der Linken in Magdeburg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Phoenix\/videos\/1120323897990269\/?pnref=story\">phoenix via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Wagenknecht &uuml;ber Tortenwurf: &ldquo;Nat&uuml;rlich ist es nicht angenehm&rdquo;<\/strong><br>\nSPIEGEL ONLINE: Die Devise lautet also: Wir gegen alle?<br>\nWagenknecht: Darum geht es nicht. Wir w&uuml;rden uns doch freuen, wenn wir nicht allein stehen w&uuml;rden. Ich f&auml;nde es hervorragend, wenn sich die SPD etwa am Beispiel von Bernie Sanders in den USA orientieren w&uuml;rde. Dann w&auml;re zum Beispiel die von Gregor Gysi angesto&szlig;ene Debatte &uuml;ber einen gemeinsamen Kanzlerkandidaten mit SPD und Gr&uuml;nen nicht absurd, sondern dann w&auml;re das eine charmante Idee. Aber die Realit&auml;t ist leider eine andere. (&hellip;)<br>\nSPIEGEL ONLINE: An wen denken Sie?<br>\nWagenknecht: Ich werde jetzt sicher niemandem das Leben schwer machen, indem ich ihn oder sie vorschlage. Aber ich k&ouml;nnte mir durchaus Pers&ouml;nlichkeiten aus dem Umfeld der SPD vorstellen, die wir ohne Probleme mitw&auml;hlen k&ouml;nnten. Der Kanzlerkandidat kommt dagegen zwangsl&auml;ufig aus dem aktuellen F&uuml;hrungspersonal. Solange die SPD aber eine Politik verk&ouml;rpert, die Renten k&uuml;rzt, prek&auml;re Jobs f&ouml;rdert und Verm&ouml;gensteuern ablehnt, w&uuml;rde die Linke v&ouml;llig unglaubw&uuml;rdig, wenn sie einen Kandidaten mit einem solchen Profil unterst&uuml;tzen w&uuml;rde.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Lie&szlig;e sich die SPD tats&auml;chlich auf einen gemeinsamen Pr&auml;sidentschaftskandidaten ein, w&auml;re das doch das Ende der Koalition. Wollen Sie die Sozialdemokraten provozieren?<br>\nWagenknecht: Das stimmt doch gar nicht, es gibt bei dieser Wahl traditionell keine Koalitionsdisziplin. Es w&auml;re ein Zeichen von Mut und ein gutes Signal, wenn sich die SPD, die jetzt seit Jahren in der Gro&szlig;en Koalition versauert, wenigstens bei dieser Gelegenheit mal von der CDU absetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/sahra-wagenknecht-bilder-vom-tortenwurf-nicht-angenehm-a-1094722.html%20\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Facebook-Kommentar von Alexander Neu<\/strong><br>\nTortenanschlag auf Sahra Wagenknecht durch SympathisantInnen des US-und EU-Imperialismus. Schaut Euch die diffamierende und anti-linke Erkl&auml;rung dieser Leute an: [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/photo.php?fbid=10154174300084350&amp;set=a.10150199612139350.329450.832554349&amp;type=3&amp;theater%20\">Alexander Neu via Facebook<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gauland beleidigt Boateng<\/strong><br>\nDer stellvertretende AfD-Vorsitzende Alexander Gauland hat den deutschen Fu&szlig;ball-Nationalspieler Jerome Boateng beleidigt. So werde der in Berlin geborene und aufgewachsene Fu&szlig;ballspieler, der einen ghanaischen Vater und eine deutsche Mutter hat, zwar als Spieler in der deutschen Nationalmannschaft gesch&auml;tzt, doch das bedeute nicht, dass er nicht als fremd empfunden werde. Gauland sagte dieser Zeitung: &bdquo;Die Leute finden ihn als Fu&szlig;ballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.&ldquo; [&hellip;]<br>\nBoatengs Nachbarn im gediegenen M&uuml;nchner Stadtteil Gr&uuml;nwald haben offenbar keine Probleme mit dem Fu&szlig;ballspieler. &bdquo;Hier kann jeder wohnen, der will&ldquo;, sagte eine Nachbarin aus dem Haus direkt gegen&uuml;ber dieser Zeitung<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/afd-vize-gauland-beleidigt-jerome-boateng-14257743.html\">faz.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.E.:<\/strong> Alexander Gauland hatte, mit seiner &Auml;u&szlig;erung, sehr wahrscheinlich eine rassistische Absicht und die werbewirksame Emp&ouml;rung l&auml;sst ja auch nicht lange auf sich warten. Aber, wenn man Alexander Gauland mal absichtlich missverstehen m&ouml;chte und zur Kenntnis nimmt, dass die meisten Deutschen einen Farbigen nicht als Nachbar haben m&ouml;chten, so gewinnt die vermeintlich perfide Absicht Gaulands eine neue und besch&auml;mende Qualit&auml;t. Er hat Recht! Die meisten Deutschen w&uuml;rden sich &uuml;ber Jerome Boateng als Nachbar freuen. Aber die meisten Deutschen w&uuml;rden einen gew&ouml;hnlichen dunkelh&auml;utigen Mitb&uuml;rger als Nachbar ablehnen. Das legen nicht nur die permanent steigenden Angriffe auf Unterk&uuml;nfte nahe, sondern auch etliche Umfragen. Weite Teile der deutschen Gesellschaft sind latent oder offen rassistisch. Im &Uuml;brigen ist die Aussage einer Nachbarin Boatengs, &ldquo;hier k&ouml;nne jeder wohnen der will&rdquo; Realsatire. Bestimmt w&auml;re die Nachbarschaft in M&uuml;nchen Gr&uuml;nwald &uuml;ber eine &ldquo;Hartzer-Familie&rdquo; irritiert. Durch die vorschnelle und billige Emp&ouml;rung wird, wieder einmal, die Chance vertan, den grassierenden Rassismus und Klassismus in unserer Gesellschaft zu thematisieren. Das w&auml;re aber unbedingt n&ouml;tig und w&uuml;rde der AfD sicher mehr zusetzen als das &uuml;bliche AfD-Bashing.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Gaulands Gerede &ndash; saudumm und gef&auml;hrlich<\/strong><br>\nDie AfD betreibt das Spiel mit der Provokation &ndash; nun am Beispiel des Fu&szlig;ballnationalspielers Boateng. Und schon ist die Partei wieder da, wo sie am liebsten ist: im Gespr&auml;ch.<br>\nWenn widerliches Reden per se eine Straftat w&auml;re, dann w&auml;re Alexander Gauland ein Straft&auml;ter. Aber Meinungsfreiheit ist grunds&auml;tzlich auch die Freiheit der Rassisten; und es geh&ouml;rt auch zu dieser Freiheit, das rassistische Reden anschlie&szlig;end wieder zu leugnen; das d&uuml;rfen Straft&auml;ter so halten und Nicht-Straft&auml;ter auch. Der AfD-Vize hatte sich, wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtete, &uuml;ber den deutschen Fu&szlig;ballnationalspieler J&eacute;r&ocirc;me Boateng abf&auml;llig ge&auml;u&szlig;ert.<br>\nEin solches Reden kurz vor Beginn der Europameisterschaft setzt die Hetze der NPD aus dem WM-Jahr 2006 fort. Die hatte damals &uuml;ber einem Trikot mit Nummer 25 des schwarzen Nationalspielers Patrick Owomoyela den Satz plakatiert: &ldquo;Wei&szlig;, nicht nur eine Trikotfarbe &ndash; f&uuml;r eine echte Nationalmannschaft&rdquo;. Drei NPD-Funktion&auml;re waren in zweiter Instanz freigesprochen worden, von Meinungsfreiheit war in der Urteilsbegr&uuml;ndung die Rede; vor Gericht forderte der NPD-Vorsitzende damals das Abstammungsprinzip f&uuml;r die Nationalmannschaft. Schon fr&uuml;her hatte ein anderer NPD-Funktion&auml;r den Nationalspieler Mesut &Ouml;zil als &ldquo;Plaste-Deutschen, einen Ausweis-Deutschen&rdquo; beschimpft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/afd-vize-ueber-boateng-gaulands-gerede-saudumm-und-gefaehrlich-1.3010674\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>AfD ist zu feige, um sich mit wirklich M&auml;chtigen anzulegen<\/strong><br>\nDer SPD-Chef kritisiert die AfD mit scharfen Worten. Gleichzeitig r&auml;t Gabriel aber davon ab, die Rechtspopulisten zu verteufeln &ndash; und ihnen damit Zulauf zu verschaffen.<br>\nSigmar Gabriel wirft der AfD feige Politik auf Kosten von Minderheiten vor. Der SPD-Chef will mit einer Debatte &uuml;ber soziale Gerechtigkeit dagegenhalten. &ldquo;Wenn es am Geld fehlt, um Schulen zu sanieren, anst&auml;ndige Renten auszuzahlen und mehr Polizisten einzustellen, dann liegt das nicht an Zuwanderung oder an Muslimen, sondern beispielsweise an der Steuerhinterziehung von j&auml;hrlich 150 Milliarden Euro&rdquo;, sagte Gabriel den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland. &ldquo;Aber die AfD ist zu feige, um sich mit den wirklich M&auml;chtigen anzulegen. Stattdessen st&uuml;rzt sie sich auf Minderheiten als S&uuml;ndenb&ouml;cke.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-05\/gabriel-afd-kritik-feige\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Kann es sein, dass Herr Gabriel den Mund gerne etwas voll nimmt? Erf&uuml;llt er nicht &ndash; zusammen mit Bundeskanzlerin Merkel, den Unionsparteien und entgegen der aktuellen Beschlu&szlig;lage seiner SPD &ndash; die W&uuml;nsche der M&auml;chtigen und l&auml;sst z.B. das CETA-Abkommen mit Kanada wohl passieren?<\/em><br>\n<em>Mit seiner Kritik an der AfD mag er dennoch grunds&auml;tzlich recht haben &ndash; und Kritik an der AfD ist berechtigt.<\/em><br>\n<em>Zu bedenken gilt jedoch auch, dass Herr Gabriel zu denen geh&ouml;rt, die sich offensichtlich lieber an der AfD abarbeiten anstatt sich mit den Ursachen f&uuml;r die Entstehung und das Erstarken dieser Partei auseinandersetzen zu wollen. Dazu m&uuml;ssten Herr Gabriel und die derzeitige SPD-Spitze die Fehler der Vergangenheit (u.a. &bdquo;Hartzgesetzgebung&ldquo;, Niedriglohnsektor sowie Rentenk&uuml;rzung und -privatisierung) viel offensiver angehen. Hierzu sei auf zwei recht aktuelle Beitr&auml;ge von Albrecht M&uuml;ller verwiesen:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33258\">Einen schlimmeren Rechtsruck als das r&uuml;cksichtslose Durchboxen von TTIP, die Agenda 2010 und Kriegseins&auml;tze gibt es nicht<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33512\">Was sollten bei uns die Konsequenzen aus fast 50 % f&uuml;r einen Politiker wie Hofer und die FP&Ouml; in &Ouml;sterreich sein?<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Aufstieg der Populisten: Wettlauf gegen die irren Zeitgeister<\/strong><br>\nDie Globalisierung galt einst als Heilslehre &ndash; doch sie hat zu viele Verlierer hervorgebracht und einen N&auml;hrboden f&uuml;r Verk&uuml;nder einfacher Wahrheiten geschaffen. H&ouml;chste Zeit f&uuml;r eine neue Lehre.<br>\nWenn stimmt, was die Umfragen sagen, haben am vergangenen Sonntag 86 Prozent der &ouml;sterreichischen Arbeiter f&uuml;r den Rechtspopulisten Norbert Hofer gestimmt. Bei den Pr&auml;sidentschaftswahlen in Frankreich w&auml;re Marine Le Pen bei den Arbeitern schon 2012 in die Endrunde gekommen. In den USA bekommt der Egomane Donald Trump besonders hohe Quoten bei den weniger Qualifizierten. Und auch in Deutschland scheinen gerade jene zu den neuen Verk&uuml;ndern einfacher Wahrheiten zu neigen, die eins eint: dass sie in der Globalisierung eher verloren haben &ndash; oder eher zu verlieren drohen. Wobei das auch die aus der Mittelschicht trifft, deren reale Einkommen seither sinken.<br>\nVielleicht erkl&auml;rt genau das auch, warum die Etablierten derzeit so lethargisch wirken. Sp&auml;testens seit der Finanzkrise ist jene Wunderformel von der Globalisierung entzaubert, die drei Jahrzehnte lang als Leitmotiv half &ndash; und wonach man im Zweifel nur immer weiter liberalisieren und globalisieren musste, damit es allen am Ende besser geht.<br>\nJetzt herrschen Zweifel und Durchwursteln. Mindestlohn. Was fehlt, ist ein Ersatz f&uuml;r die plumpe Liberalformel. Es ist ein Vakuum entstanden, das ideal ist f&uuml;r Populisten, die jetzt heillos alles Etablierte niederschreien. Und dann vorschlagen, Mauern zu bauen. Oder Fremde einfach rauszuwerfen. Hauptsache rabiat. H&ouml;chste Zeit f&uuml;r ein neues Leitmotiv. Bevor es zu sp&auml;t ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/rechtspopulisten-wettlauf-gegen-die-irren-zeitgeister-kolumne-a-1094375.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Proteste in Frankreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Frankreichs Brandstifter<\/strong><br>\nBr&auml;nde in Frankreich, Proteste im ganzen Land: Der Kopf dahinter ist Philippe Martinez. Sein Aufstieg in der Gewerkschaft CGT verlief schnell, er gilt als Meister der Selbstinszenierung. Und wird selbst zum Brandstifter. Ein Portrait.<br>\nSein Markenzeichen ist ein dichter, dunkler Schnauzbart. Der erinnere ein bisschen an Stalin, schreibt die Presse. Philippe Martinez kann dar&uuml;ber nur schmunzeln. Der 55 Jahre alte Vorsitzende der &auml;ltesten franz&ouml;sischen Gewerkschaft &bdquo;Conf&eacute;d&eacute;ration g&eacute;n&eacute;rale du travail&ldquo; (CGT) ist ein Meister der Selbstinszenierung.<br>\nEr lie&szlig; sich jetzt dabei fotografieren, wie er einen brennenden Reifen vor die Barrikade eines Treibstofflagers warf. Der CGT-Chef h&ouml;chstpers&ouml;nlich als Brandstifter &ndash; das ist selbst in seiner Gewerkschaft ungew&ouml;hnlich, die schon so manchen Arbeitskampf angezettelt hat. Martinez ist davon &uuml;berzeugt, dass nur ein radikaler Konfrontationskurs gegen&uuml;ber der Regierung die CGT vor Bedeutungsverlust und Mitgliederschwund retten kann.<br>\nRegierende Sozialisten haben ihn lange untersch&auml;tzt<br>\nSeit Anfang Februar 2015 sitzt er in der achten Etage des Gewerkschaftsgeb&auml;udes im Pariser Vorort Montreuil in dem B&uuml;ro, dessen aufwendige Renovierung seinem Vorg&auml;nger Thierry Lepaon den Posten gekostet hat. Im Skandal um die &bdquo;Verschwendungssucht&ldquo; hielt sich Martinez zur&uuml;ck. Er wartete geschickt ab, bis nach monatelangem F&uuml;hrungsstreit sein Name fiel. Im April wurde er in Marseille an der Spitze der CGT best&auml;tigt. Die regierenden Sozialisten haben ihn lange untersch&auml;tzt. Sie glaubten, auf ihn als Verhandlungspartner verzichten zu k&ouml;nnen. Tats&auml;chlich hat die CGT, die nach Kriegsende f&uuml;nf Millionen Mitglieder z&auml;hlte, nur noch knapp 700.000.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/brandstifter-cgt-vorstand-philippe-martinez-14254307.html%20\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Die FAZ als Brandstifter. Auf diesem Bild fehlen nur noch die H&ouml;rner auf dem Kopf des Kollegen. Dann w&auml;re die gewerkschaftliche Diabolik perfekt inszeniert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Machtkampf in Frankreich spitzt sich zu<\/strong><br>\nDie Proteste gegen das Arbeitsgesetz f&uuml;hren zu Benzin- und Stromknappheit und nun droht auch die Blockade der Fu&szlig;ball-Europameisterschaft<br>\nDer Konflikt um die umstrittene Arbeitsmarktreform in Frankreich spitzt sich weiter zu. Etwa ein Drittel der Tankstellen haben keinen Sprit mehr, weil sechs der acht Raffinerien bestreikt und blockiert werden. Da nun auch 16 der 19 Atomkraftwerke bestreikt werden, ging die Stromproduktion deutlich zur&uuml;ck. Bis zu 70% der Betriebe geben an, bald die Werkstore schlie&szlig;en zu m&uuml;ssen, wenn die Streiks und die Blockaden der Raffinerien weitergehen. Premierminister Manuel Valls hat zwar &Auml;nderungen an der Arbeitsmarktreform in Aussicht gestellt, will aber nichts am Kern der Reform &auml;ndern. Er k&uuml;ndigte zudem eine &ldquo;&auml;u&szlig;ert harte Antwort&rdquo; und damit eine weitere Eskalation an. Die Gewerkschaften antworten mit der Einbeziehung der Fu&szlig;ball-EM in die Streiks und Proteste.<br>\nVielleicht sollte man vorrausschicken, bevor man auf Zuspitzung der Lage in Frankreich schaut, dass je nach Umfrage 60% bis 70% der Franzosen von der Regierung die R&uuml;cknahme des Arbeitsgesetzes fordern. Daran hat sich praktisch nicht ge&auml;ndert, obwohl die Streiks und Blockaden der Raffinerien inzwischen zu massiven Engp&auml;ssen bei der Versorgung mit Treibstoffen und zu vielen Unannehmlichkeiten f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung gef&uuml;hrt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48362\/1.html%20\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Appell an Linke und Katholiken: Syrischer Klerus fordert Ende der Sanktionen<\/strong><br>\nUnter dem Motto &bdquo;Seht, da ist der Mensch&ldquo; findet in Leipzig der 100. Katholikentag statt. Die katholischen Hilfswerke bekennen sich dort nachdr&uuml;cklich zur Hilfe f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge. Die Kirche verstehe sich &bdquo;aus der Botschaft Jesu heraus als Anw&auml;ltin der Schutzbed&uuml;rftigen&ldquo;, hei&szlig;t es in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung von Misereor, Adveniat, Renovabis, Missio, Caritas international und des Kindermissionswerks &bdquo;Die Sternsinger&ldquo;. &bdquo;Beim Einsatz der Kirche f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge geht es um weltweite Solidarit&auml;t&ldquo;, hei&szlig;t es in dem zweiseitigen Papier. Die Pr&auml;sidenten und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der sechs christlichen Hilfswerke betonen zu Recht: &bdquo;Viele in Deutschland lebende Menschen &ndash; und darunter auch viele Haupt- und Ehrenamtliche in unseren kirchlichen Strukturen &ndash; helfen sehr engagiert den zu uns Gekommenen, sich zu orientieren, sich einzuleben und in unserer Mitte einzurichten.&ldquo;<br>\nAuch Die Linke bekundet ihre Solidarit&auml;t mit Fl&uuml;chtlingen. Auf dem Bundesparteitag in Magdeburg liegt den rund 600 Delegierten ein Leitantrag des Bundesvorstandes zur Fl&uuml;chtlingspolitik vor. Die Parteispitze erteilt repressiven Ma&szlig;nahmen der Bundesregierung zur Begrenzung des Zuzugs von Schutzsuchenden eine klare Absage. Kritisiert werden Residenzpflicht und Einschr&auml;nkungen bei den Arbeitsm&ouml;glichkeiten. Die Linke wolle &bdquo;Europa anders machen. Solidarisch. Demokratisch. Grenzenlos&ldquo;, hei&szlig;t es in dem von den Vorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger vorgelegten Papier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201605283965\/globales\/kriege\/appell-an-linke-und-katholiken-syrischer-klerus-fordert-ende-der-sanktionen.html\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ukraine verweigert Antifolterkomitee den Zutritt<\/strong><br>\nDie Menschenrechtsverletzungen im Kriegsgebiet in der Ostukraine halten an. Die Verbrechen sollen geahndet werden, die Dokumente stapeln sich in Den Haag und Stra&szlig;burg. Die Ukraine will die Strafverfolgung &ndash; doch von Kontrollen auf ihrem Territorium h&auml;lt sie offenbar nicht viel.<br>\nDer Internationale Strafgerichtshof in Den Haag beginnt mit Ermittlungen von Menschenrechtsverletzungen in der Ostukraine, meldet das Internetportal &ldquo;Ukrainska Prawda&rdquo; mit Bezug auf die russische unabh&auml;ngige Tageszeitung &ldquo;Nowaja Gaseta&rdquo;. Die polnische Parlamentsabgeordnete Malgorzata Gosiewska hatte einen Bericht &uuml;ber F&auml;lle aus dem Jahr 2014 eingereicht, in dem russischen Staatsb&uuml;rgern Verschleppung und Folter in der Ostukraine zur Last gelegt werden. Weitere d&uuml;rften hinzukommen, denn auch 16 ukrainische und eine russische Menschenrechtsorganisation haben Zeugenaussagen dokumentiert, sie sch&auml;tzen die Zahl der Opfer inzwischen auf rund 4.000. Sie wurden beziehungsweise werden in 79 illegalen Gef&auml;ngnissen in 28 Orten der sogenannten Volksrepubliken festgehalten. An den Menschenrechtsgerichtshof in Stra&szlig;burg haben sich zudem 1.400 Einzelpersonen gewendet.<br>\nWie heute bekannt wurde, haben sich die ukrainischen Beh&ouml;rden in den vergangenen Tagen wenig kooperativ dem Antifolterkomitee der Vereinten Nationen gegen&uuml;ber verhalten. Die Delegation, die bis Ende der Woche in Kramatorsk und Mariupol Gef&auml;ngnisse auf der ukrainischen Seite besichtigen wollte, wurde vom Geheimdienst SBU nicht vorgelassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/ermittlungen-der-un-ukraine-verweigert-antifolterkomitee.2165.de.html?dram:article_id=355389%20\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Eurogruppe: Zuckerbrot und Peitsche f&uuml;r Griechenland<\/strong><br>\nVon einem &bdquo;gro&szlig;en Durchbruch&ldquo; sprach Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem nach der Verhandlungsrunde am Dienstag. 10,3 Mrd. Euro erh&auml;lt Griechenland. In zwei Tranchen. Vielleicht. Schuldenerleichterung gibt es auch. Irgendwann, vielleicht. Das Statement der Eurogruppe ist voller &bdquo;Vieldeutigkeiten&ldquo;, allerdings nicht &bdquo;konstruktiver&ldquo;.<br>\nNach elfst&uuml;ndiger Verhandlung um drei Uhr am Morgen des 25. Mai einigten sich die Eurofinanzminister mit dem griechischen Finanzminister Euklid Tsakalotos. Griechenland erh&auml;lt Kredite in H&ouml;he von 10,3 Milliarden Euro in zwei Tranchen aus dem Euro-Rettungsschirm ESM. Die erste Tranche in H&ouml;he von 7,5 Milliarden Euro k&ouml;nnte es schon in der zweiten Juni-H&auml;lfte geben, wenn die nationalen Parlamente &ndash; auch der deutsche Bundestag &ndash; zustimmen. Die zweite Tranche soll es geben, wenn Griechenland weitere &sbquo;Reformen&lsquo; umgesetzt hat. (&hellip;)<br>\nAuf deutsch: Wenn die griechische Regierung eine Ma&szlig;nahme beschlossen und erf&uuml;llt hat, dann wird dar&uuml;ber diskutiert und es werden neue Auflagen gemacht &ndash; und w&auml;hrend diskutiert wird, gibt es kein Geld.<br>\nDa n&uuml;tzt es der Regierung in Athen auch nur zum Teil, dass das Parlament letzte Woche im Eilverfahren ein 7.500 Seiten starkes Gesetzespaket verabschiedet hat.  Neben Steuererh&ouml;hungen und Sparma&szlig;nahmen wurde auch eine sogenannte Schuldenbremse beschlossen. Ein Produkt &ndash; wie k&ouml;nnte es anders sein &ndash; Made in Germany, das Sch&auml;uble und Merkel beim EU-Gipfel im Dezember 2011 f&uuml;r die Euro-Mitgliedsstaaten durchgesetzt hatten. Doch Sch&auml;uble stellt vorsorglich fest, dass die &bdquo;Gesetzestexte &uuml;berpr&uuml;ft&ldquo; werden m&uuml;ssen und &bdquo;viele Seiten in griechisch sind&ldquo;. Da werden sich noch viele Punkte finden lassen, die korrigiert werden m&uuml;ssen. Bereits jetzt fordert die Eurogruppe &Auml;nderungen bei der Rentenreform und moniert, dass sich Athen weigerte, die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die ArmutsrentnerInnen zu streichen. Zudem fordert sie Korrekturen bei der &bdquo;&Ouml;ffnung des Marktes f&uuml;r den Verkauf von Schulden&ldquo; und bei den geplanten Privatisierungen.<br>\nVon dem &bdquo;gro&szlig;en Durchbruch&ldquo;, von dem Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem spricht, oder der &bdquo;Rettung Griechenlands&ldquo; kann keine Rede sein. Es wurde lediglich wieder Zeit gewonnen und die Zahlungsunf&auml;higkeit Griechenlands hinausgeschoben. W&auml;hrenddessen steigt die unzahlbare Schuldenlast immer weiter an. Die Bev&ouml;lkerung Griechenlands wird weiter bluten &ndash; f&uuml;r Schulden, die sie nie gemacht hat und von denen sie nie etwas hatte. Erst k&uuml;rzlich hat die European School of Management and Technology errechnet, dass &uuml;ber 90% der Griechenland-&sbquo;Hilfsgelder&lsquo; zur Rettung europ&auml;ischer Banken und anderer privater Gl&auml;ubiger verwendet wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/isw-muenchen.de\/2016\/05\/eurogruppe-zuckerbrot-und-peitsche-fuer-griechenland\/\">isw<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und welcher der griechischen Parlamentarier konnte dieses mehrere tausend Seiten umfassende Gesetzespaket komplett lesen und verstehen?<\/em><br>\n<em>Aber bevor hierzulande &uuml;ber die griechischen Verh&auml;ltnisse gel&auml;stert wird, sollten die hiesigen Verfahren der Gesetzgebung erkundet werden: Die sind n&auml;mlich nicht wesentlich besser &ndash; einschlie&szlig;lich umfangreicher Texte und Eilverfahren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>TTIP\/CETA<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Also doch Sonderrechte<\/strong><br>\nSigmar Gabriels Wirtschaftsministerium will auch in der EU spezielle Schiedsgerichte f&uuml;r Investoren. Das ist gef&auml;hrlich.<br>\nSondergerichte brauche man nicht zwischen &ldquo;entwickelten Rechtsstaaten&rdquo;, hat Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel in der Vergangenheit immer wieder behauptet. Nun hat sein Ministerium das revidiert &ndash; nachdem die ZEIT in der vergangenen Woche &uuml;ber ein bis dahin geheimes Papier berichtet hatte. Darin pl&auml;dieren Deutschland und vier weitere L&auml;nder f&uuml;r ein neues innereurop&auml;isches Investitionsschutzabkommen, und zwar mit folgendem Ziel: Auch in der EU soll es k&uuml;nftig Schiedsgerichte geben, vor denen private Investoren L&auml;nder verklagen k&ouml;nnen. Zwar betont ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums, es gehe dabei nicht um private Schiedsgerichte. Eine zweifelhafte Kehrtwende bleibt der Schritt dennoch. (&hellip;)<br>\nDas Wirtschaftsministerium argumentiert nun, dass man die geplanten Gerichte trotzdem brauche. Sonst w&auml;ren europ&auml;ische Investoren in der EU k&uuml;nftig schlechter gestellt als beispielsweise Kanadier oder Amerikaner. Denn die sollen, falls die Handelsabkommen TTIP und Ceta je in Kraft treten, Schiedsgerichte anrufen k&ouml;nnen.<br>\nDiese Argumentation irritiert. Bisher n&auml;mlich behauptete Sigmar Gabriels Ministerium genau das Gegenteil: Es wollte die Schiedsgerichte, um Ausl&auml;nder vor Diskriminierung zu sch&uuml;tzen. Nun soll pl&ouml;tzlich das Gegenteil stimmen, nun bietet der Investitionsschutz den Ausl&auml;ndern angeblich einen Vorteil und benachteiligt die Europ&auml;er. Da bleibt nur die eine Schlussfolgerung: Kapitaleigner, egal welcher Nationalit&auml;t, sollen weiterhin eine bessere rechtliche Behandlung bekommen als normale B&uuml;rger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/23\/schiedsgericht-eu-investoren-sigmar-gabriel%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Jedes Mal, wenn gedacht wird, es k&ouml;nne nicht schlimmer kommen, scheint diese SPD-Spitze den Gegenbeweis antreten zu wollen.<\/em><br>\n<em>Kann es sein, dass Herrn Gabriel &ndash; nach seiner Amtszeit als Bundeswirtschaftsminister &ndash; bereits ein sicherer Posten in der Privatwirtschaft versprochen worden ist? Wie ist dieser politische Suizid zu erkl&auml;ren &ndash; wenn nicht durch gesicherte berufliche Existenz?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Video: Politiker trifft Hirn &ndash; Star&ouml;konom Ha-Joon Chang &uuml;ber Freihandel<\/strong><br>\nStar&ouml;konom gegen TTIP &ndash; Teil I<br>\nDer Europaabgeordnete Fabio De Masi interviewte f&uuml;r die Delegation DIE LINKE. im Europaparlament den Top-&Ouml;konomen und Bestseller-Autor Ha-Joon Chang. Sie sprachen &uuml;ber Themen wie das Freihandelsabkommen mit den USA &ndash;  TTIP &ndash;  sowie &uuml;ber die Krise der EU. Hiermit ver&ouml;ffentlichen wir die ersten beiden Ausschnitte aus dem Interview: zu Freihandel und zu TTIP.<br>\nManche glauben, TTIP sei bereits &ldquo;tot&rdquo;, aber lasst Euch nicht austricksen, denn mit dem Abkommen mit Kanada &ndash; CETA &ndash; droht uns weiter all der &ldquo;Mist&rdquo; aus TTIP wie zum Beispiel die Konzerngerichte. Wir werden die weiteren Kapitel des Interviews in den kommenden Wochen ver&ouml;ffentlichen, bis dahin teilt und verbreitet diese Videos gern bis die Dr&auml;hte gl&uuml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dielinke-europa.eu\/article\/10525.politiker-trifft-hirn-staroekonom-ha-joon-chang-ueber-freihandel.html%20\">Die Linke. Im Europaparlament<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Teil II des Interviews ist <a href=\"http:\/\/www.dielinke-europa.eu\/article\/10526.politiker-trifft-hirn-staroekonom-ha-joon-chang-ueber-ttip.html\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Front gegen Ceta br&ouml;ckelt<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen stehen vereint gegen das umstrittene Freihandelsabkommen Ceta? Interne Mails wecken nun Zweifel daran.<br>\nOffiziell l&auml;uft die Kampagne der Gr&uuml;nen gegen die Freihandelsabkommen auf Hochtouren. Parteichefin Simone Peter twitterte am Freitag einen Demoaufruf: Am 17. September sollen Anh&auml;nger der &Ouml;kopartei in sieben St&auml;dten gegen Ceta und TTIP protestieren. F&uuml;r gutes Essen ohne Gentechnik, f&uuml;r eine saubere Umwelt und gerechte Arbeitsbedingungen. Peter verspricht: &bdquo;Wir Gr&uuml;ne sind dabei!&ldquo;<br>\nDoch so geschlossen, wie die Gr&uuml;nen-Chefin tut, ist ihre Partei nicht. In Wirklichkeit wackelt die gr&uuml;ne Front gegen Ceta. Das belegen Antworten wichtiger Gr&uuml;ner aus den Bundesl&auml;ndern an die Kampagnenorganisiation Campact. Die Aktivisten hatten gr&uuml;ne Landesparteien, -fraktionen und -ministerien wochenlang mit Fragen bombardiert. Der gesammelte E-Mail-Verkehr, der der taz vorliegt, beweist, dass sich mehrere von Gr&uuml;nen mitregierte L&auml;nder eine Zustimmung im Bundesrat offenhalten. Das scheinbar klare Nein der Gr&uuml;nen steht auf der Kippe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Die-Gruenen-und-der-Freihandel\/!5304828\/%20\">taz<\/a>\n<p><strong>Dazu: BUND kritisiert gr&uuml;n-rotes Gutachten<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen gelten nicht gerade als Verfechter der Freihandelsabkommen TTIP und CETA. Doch ein Gutachten der von ihnen angef&uuml;hrten Ex-Regierung in Baden-W&uuml;rttemberg sorgt f&uuml;r &Auml;rger.<br>\nDas Staatsministerium hatte noch zu gr&uuml;n-roten Zeiten ein Gutachten zum Freihandelsabkommen mit Kanada (CETA) in Auftrag gegeben. Die Untersuchung des T&uuml;binger Wissenschaftlers Martin Nettesheim benennt m&ouml;gliche Probleme, die auf L&auml;nder und Gemeinden bei der Daseinsvorsorge zukommen k&ouml;nnen, beispielsweise bei der Wasserversorgung.<br>\nDie Ergebnisse h&auml;tten schon im Januar vorgelegen, kritisieren der Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz (BUND) und der Verein &ldquo;Mehr Demokratie&rdquo;. Die Landesregierung habe sie aber geheim gehalten. Die beiden Organisationen forderten die neue gr&uuml;n-schwarze Landesregierung deshalb auf, ein aktuelles Gutachten zu erstellen, das dann unverz&uuml;glich ver&ouml;ffentlicht werden solle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/landesschau-aktuell\/bw\/gutachten-zu-ceta-bund-kritisiert-gruen-rotes-gutachten\/-\/id=1622\/did=17504078\/nid=1622\/q2p2wg\/\">SWR<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>IWF-&Ouml;konomen rechnen mit dem Neoliberalismus ab<\/strong><br>\nWenn L&auml;nder in Finanznot geraten und ihre Schulden nicht mehr bezahlen k&ouml;nnen, kann ihnen ein Anruf beim Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) helfen. Der IWF verleiht Milliarden an Regierungen in Not &ndash; allerdings nur unter Auflagen. Die Staaten m&uuml;ssen f&uuml;r das Geld Reformen umsetzen. Seit Jahrzehnten hat der W&auml;hrungsfonds den Ruf, dabei eine neoliberale Agenda zu verfolgen: Die Regierungen m&uuml;ssten privatisieren, Ausgaben k&uuml;rzen, Sozialprogramme stutzen, das Land gef&uuml;gig machen f&uuml;r das internationale Kapital. Der IWF wurde deswegen zum Hass-Symbol auf linken Demonstrationen, von Lateinamerika bis Griechenland.<br>\nNun ersch&uuml;ttern ausgerechnet &Ouml;konomen des IWF dieses Bild. Ein Bericht der Forschungsabteilung des W&auml;hrungsfonds kritisiert die zentralen Heilsversprechen des Neoliberalismus scharf. Es g&auml;be zwar einiges zu feiern, schreiben die Autoren zun&auml;chst. Etwa, dass der zunehmende Welthandel Millionen aus elender Armut befreit habe und ausl&auml;ndische Investitionen Technik und Wissen in Entwicklungsl&auml;nder gebracht habe. Aber dann greifen die Autoren zwei Standardrezepte des Neoliberalismus zentral an: die K&uuml;rzung der Staatsausgaben und die freien Kapitalm&auml;rkte. Bei beiden Instrumenten k&ouml;nne man nicht beweisen, dass sie das Wachstum f&ouml;rdern. Stattdessen w&uuml;rden sie die Ungleichheit erh&ouml;hen &ndash; und k&ouml;nnten unterm Strich mehr schaden als nutzen. (&hellip;)<br>\nIn der &Ouml;konomen-Szene l&ouml;ste der IWF-Artikel &Uuml;berraschung aus. &ldquo;Was zur H&ouml;lle ist hier los&rdquo;, sagte etwa Dani Rodrik der Financial Times. Der Harvard-Professor gilt als eher globalisierungskritischer &Ouml;konom. Er betonte aber auch, dass der Artikel aus der Forschungsabteilung des W&auml;hrungsfonds stammt. Ein nicht unwichtiges Detail. Denn die Entscheidungen &uuml;ber Notkredite f&uuml;r Staaten und die Auflagen, die damit verbunden sind, f&auml;llt eine andere Abteilung des IWF. Und glaubt man Rodrik, ist eine Abkehr vom alten Dogma dort eher unwahrscheinlich. &ldquo;Die Verhandler der Kreditauflagen&rdquo;, sagt er, &ldquo;sind normalerweise orthodoxer&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik-iwf-oekonomen-rechnen-mit-dem-neoliberalismus-ab-1.3008138\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Die Autoren scheinen endlich einmal ergebnisoffen die Empirie untersucht und sich nicht auf blo&szlig;e Theorien und Ideologien verlassen zu haben. Ihre Hauptkritikpunkte sind die K&uuml;rzung der Staatsausgaben und die freien Kapitalm&auml;rkte. Bei beiden Instrumenten k&ouml;nne man nicht beweisen, dass sie das Wachstum f&ouml;rdern. Stattdessen w&uuml;rden sie die Ungleichheit erh&ouml;hen &ndash; und k&ouml;nnten unterm Strich mehr schaden als nutzen. Explizit kritisieren sie auch die Schuldenbremse in Deutschland.<\/em><br>\n<em>Es bleibt abzuwarten, ob unsere Politiker daraus ihre Lehren ziehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ungleichheit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ist Ungleichheit unser Schicksal?<\/strong><br>\nDiesen Eindruck muss man gewinnen, wenn man die Arbeiten von Ungleichheitsforschern studiert. In der wirklichen Welt aber ist die Ursache daf&uuml;r eine verfehlte Arbeitsmarktpolitik.<br>\nIn der ZEIT (hier zu finden) hat einer der bekanntesten Ungleichheitsforscher, Branko Milanovi&#263;, ein Interview gegeben. Nur, wie das h&auml;ufig zu beobachten ist bei Ungleichheitsforschern, sie wissen alles &uuml;ber die Fakten, aber wenig &uuml;ber die Zusammenh&auml;nge.<br>\nAuf die Frage nach den Gr&uuml;nden f&uuml;r die weltweit zu beobachtende zunehmende Ungleichheit antwortet er:<br>\n&bdquo;Die meisten &Ouml;konomen f&uuml;hren den Anstieg der Ungleichheit auf drei voneinander unabh&auml;ngige Entwicklungen zur&uuml;ck: auf den technologischen Fortschritt, auf die Politik der Deregulierung und auf die wachsende Konkurrenz durch L&auml;nder wie China oder Indien. Ich bin davon &uuml;berzeugt, dass alle drei Entwicklungen etwas mit der Globalisierung zu tun haben.&ldquo;<br>\nMan fragt sich als unbefangener Leser, warum er den technischen Fortschritt an erster Stelle nennt. Zumindest den gibt es ja schon etwas l&auml;nger als die zunehmende Ungleichheit, die nach weit verbreiteter Auffassung eher ein Problem der vergangenen drei&szlig;ig Jahre ist. Auf Nachfrage der Journalisten gibt er dann folgende Antwort:<br>\n&bdquo;Nehmen Sie den technischen Fortschritt. Er bef&ouml;rdert die Ungleichheit, weil es f&uuml;r Unternehmen wegen sinkender Preise f&uuml;r Produktionstechnologie g&uuml;nstiger ist, Menschen durch Maschinen zu ersetzen. Beispiel Laptop: Vor ein paar Jahren hat ein solches Ger&auml;t vielleicht 6.000 Dollar gekostet, jetzt kostet es nur noch 400 Dollar.&ldquo;<br>\nHallo, da staunt man aber nicht schlecht. Wegen sinkender Preise f&uuml;r Produktionstechnologie werden Menschen durch Maschinen ersetzt, das ist klar, das nennt man Produktivit&auml;tsfortschritt. Aber was passiert danach? Danach werden offenbar die L&ouml;hne nicht erh&ouml;ht. Wieso? Das muss man erkl&auml;ren, wenn man etwas Substantielles &uuml;ber Ungleichheit sagen will. Mit dem Produktivit&auml;tsfortschritt, der weltweit ja zudem gerade besonders schwach ist (vgl. meine kleine Artikel-Serie bei flassbeck-economics, hier zu finden), hat das unmittelbar nichts zu tun. Wenn die Reall&ouml;hne genau so stark wie die Produktivit&auml;t zulegen, gibt es jedenfalls als Resultat dieser Verteilung von Einkommen &uuml;ber &bdquo;den Markt&ldquo;, die man &uuml;blicherweise Prim&auml;rverteilung nennt, keine zunehmende Ungleichheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/05\/ist-ungleichheit-unser-schicksal\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<li><strong>Reich wie Papa<\/strong><br>\nWer steigt auf, wer steigt ab? F&uuml;r eine Gesellschaft, die den Leistungsgedanken propagiert, ist das die entscheidende Frage. Nun haben Forscher eine bemerkenswerte Studie ver&ouml;ffentlicht. (&hellip;)<br>\nGuglielmo Barone und Mauro Mocetti von der italienischen Zentralbank haben Steuerdaten von Florenz unter die Lupe genommen, denn sie reichen zur&uuml;ck bis in das Jahr 1427 &ndash; die Medici begannen damals erst ihren Aufstieg, ber&uuml;hmte Einwohner von Florenz wie Michelangelo oder Leonardo da Vinci waren noch nicht mal geboren. In den Steuerdaten finden sich Einkommen, Verm&ouml;gen, Namen und Berufe. (&hellip;)<br>\nLaut Barone und Mocetti gibt es Anzeichen f&uuml;r die Existenz eines &bdquo;Glasbodens&ldquo;, der unsichtbar ist, aber die Wohlhabenden davor sch&uuml;tzt, in die soziale Tiefe zu fallen. Die Stabilit&auml;t der Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung sei umso bemerkenswerter vor dem Hintergrund der immensen sozialen, politischen und &ouml;konomischen Umw&auml;lzungen der vergangenen 600 Jahre. Allerdings, so schr&auml;nken die &Ouml;konomen ein, sei es plausibel anzunehmen, dass die soziale Mobilit&auml;t heute zugenommen habe.<br>\nSind die Ergebnisse auf andere Gesellschaften &uuml;bertragbar? &bdquo;Florenz scheint uns kein extremer Fall in Sachen wirtschaftlicher Entwicklung und Ungleichheit zu sein&ldquo;, so die &Ouml;konomen. &bdquo;Insofern denken wir, dass unsere Resultate mit Bedacht auf andere L&auml;nder Westeuropas angewandt werden k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/analyse--reich-wie-papa-,1472780,34297254.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Rettung f&uuml;r Riester-Sparer gesucht<\/strong><br>\nDie Riester-Rente funktioniert nicht wie erhofft. Kann das bisher ersparte Guthaben nicht einfach in die gesetzliche Rentenversicherung &uuml;bertragen werden, fragte die Linkspartei &ndash; und gab ein Gutachten in Auftrag.<br>\nDer Wissenschaftliche Dienst des Bundestages sieht keine verfassungsrechtlichen Probleme f&uuml;r eine &Uuml;bertragung von Riester-Anwartschaften in die gesetzliche Rentenkasse. Dies ist einem aktuellen Gutachten zu entnehmen, das im Auftrag der Linkspartei angefertigt wurde. Bedingung w&auml;re nur, dass dieser Transfer freiwillig erfolgen m&uuml;sste.<br>\nWenn &bdquo;lediglich ein Recht, nicht jedoch eine Pflicht&ldquo; zur &Uuml;bertragung der Riester-Renten in die gesetzliche Rentenversicherung eingef&uuml;hrt w&uuml;rde, sei &bdquo;keine Verletzung grundgesetzlicher Vorgaben&ldquo; ersichtlich, hei&szlig;t es in dem neunseitigen Papier, das dem Tagesspiegel vorliegt. (&hellip;)<br>\nSofern man nur mit zertifizierten Altersvorsorgeprodukten derart verfahre, werde weder der Gleichheitssatz verletzt noch der Schutz des Eigentums ber&uuml;hrt, hei&szlig;t es in dem Gutachten. Und auch in die grundgesetzlich garantierte Berufsfreiheit der Produktanbieter werde dadurch nicht eingegriffen.<br>\nDass die Riester-Rente aufgrund &uuml;berh&ouml;hter Kosten, niedriger Renditen und zu geringer Verbreitung unter Geringverdienern nicht funktioniert, ist inzwischen Konsens unter Gewerkschaften und Sozialverb&auml;nden. Auch Teile der SPD sehen das so, selbst CSU-Chef Horst Seehofer hat die Riesterrente f&uuml;r gescheitert erkl&auml;rt.<br>\nDas Problem ist nur, dass mehr als 16 Millionen Menschen bereits entsprechende Sparvertr&auml;ge haben. Diese m&uuml;ssten Gelegenheit bekommen, ihr erspartes Wertguthaben freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung zu &uuml;bertragen, findet die Linkspartei. Einen entsprechenden Beschlussantrag will die Fraktion am n&auml;chsten Donnerstag im Bundestag einbringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/gutachten-zur-rente-rettung-fuer-riester-sparer-gesucht\/13650310.html%20\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Hartz IV<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Armutsmaschine: Andrea Nahles&acute; neues Hartz IV-Gesetz<\/strong><br>\nAls &bdquo;Rechtsvereinfachungsgesetz&ldquo; bezeichnet das Sozialministerium von Andrea Nahles (SPD) den erarbeiteten Vorschlag zur &Auml;nderung der Hartz IV-Gesetzgebung. Leistungsempf&auml;ngern drohen vielfache Einschnitte, Regelversch&auml;rfungen und K&uuml;rzungen. Trotz der Kritik von Sozialverb&auml;nden sollen die Beratungen &uuml;ber die Neuregelungen kommende Woche abgeschlossen werden. Im August soll das Gesetz dann verabschiedet werden. (&hellip;)<br>\nDoch Nahles &ldquo;Rechtsvereinfachung&ldquo; soll noch viel weiter gehen. Wenig beachtet wurden in der &ouml;ffentlichen Debatte bisher die geplanten &Auml;nderungen, die unter dem Begriff &ldquo;sozialwidriges Verhalten&rdquo; zusammengefasst werden. Kritiker wie die Vorsitzende der Partei Die Linke, Katja Kipping, sprechen hier gar vom Aufbau eines zweiten Sanktionsregimes. Sollten Hartz IV-Empf&auml;nger k&uuml;nftig nicht jede Stelle annehmen, die das Jobcenter ihnen vorschl&auml;gt, kann dies als &ldquo;sozialwidrig&rdquo; gewertet werden und dazu f&uuml;hren, dass das Jobcenter Lohn, den die Betroffenen durch &ldquo;eigenes Verschulden&rdquo; nicht verdient haben &ndash; aber haben k&ouml;nnten &ndash; zur&uuml;ckfordern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/38586-armutsmaschine-andrea-nahles-neues-hartz\/\">RT Deutsch<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Ganz klar gegen die Menschenw&uuml;rde&ldquo;<\/strong><br>\nWenn Besch&auml;ftigte ihren Arbeitgeber verklagen, dann meist im ureigenen Interesse: Sie fordern ein besseres Zeugnis oder wehren sich gegen ihre K&uuml;ndigung. Ganz anders ein Prozess, der jetzt vor dem Arbeitsgericht im nieders&auml;chsischen Verden (Aller) bei Bremen lief: Eine Fallmanagerin des Jobcenters f&uuml;r den Kreis Osterholz klagte gegen ihren Arbeitgeber, weil sie sich Sorgen um das Wohl ihrer Klienten macht, vor allem Langzeitarbeitslose. Die seien n&auml;mlich vom Jobcenter auf rechtswidrige Weise in sogenannte Eingliederungsvereinbarungen (EGV) gedr&auml;ngt worden &ndash; per Serienbrief, ohne vorherige Einzelfallpr&uuml;fung. Wenn jemand die Vorlage nicht habe unterschreiben wollen oder gar nicht auf das Anschreiben reagiert habe, dann sei es &uuml;blich gewesen, dass die Beh&ouml;rde einseitig im Wege des Verwaltungsakts die Vereinbarung in Kraft gesetzt habe.<br>\nSie selbst, berichtete die Kl&auml;gerin vor Gericht, sei angewiesen worden, bei Verst&ouml;&szlig;en der Klienten gegen die Serien-EGV Sanktionen zu verh&auml;ngen, sprich: die Hartz-IV-Leistungen vor&uuml;bergehend um 30 oder 60 Prozent zu k&uuml;rzen oder gar komplett zu streichen. Das aber verweigerte sie, weil sie ja die Serienbriefe f&uuml;r rechtswidrig hielt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/arbeitsrecht--ganz-klar-gegen-die-menschenwuerde-,1472596,34287310.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Forscher sagen Rente mit 73 voraus<\/strong>\n<ul>\n<li>Einer IW-Studie zufolge m&uuml;ssen sich junge Menschen darauf einstellen, deutlich l&auml;nger arbeiten zu m&uuml;ssen als Menschen, die heute in Rente gehen.<\/li>\n<li>Von 2041 an k&ouml;nnte das Renteneintrittsalter demnach unter bestimmten Umst&auml;nden bei 73 Jahren liegen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Deutschen k&ouml;nnen nach einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) k&uuml;nftig m&ouml;glicherweise erst mit 73 Jahren in Rente gehen. Solle das Rentenniveau in der Gesetzlichen Rentenversicherung stabil und der Beitragssatz konstant bleiben, m&uuml;ssten die Jungen deutlich l&auml;nger arbeiten, so ein Ergebnis der Studie des arbeitgebernahen Instituts, &uuml;ber die die Welt zuerst berichtete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/institut-der-deutschen-wirtschaft-studie-prognostiziert-rente-mit-1.3009646\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar soll mittels einer IW-Studie und &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; wie &bdquo;Welt&ldquo; und &bdquo;SZ&ldquo; die Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters durch permanente Wiederholung von Unwahrheiten vorbereitet werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Jetzt nur nicht weich werden<\/strong><br>\nDas Kanzleramt muss zensierte Akten entschw&auml;rzen. Ein Anwalt und S-21-Gegner hat erfolgreich geklagt. Was treibt ihn an? (&hellip;)<br>\nAm vergangenen Donnerstag hat von Loeper den j&uuml;ngsten Ringkampf mit der Regierung vor dem Berliner Verwaltungsgericht ausgetragen. In nicht-&ouml;ffentlicher Sitzung bekam von Loeper das, was er wollte: Die Regierung musste drei von zw&ouml;lf zensierte Stellen in dem Votum von 2013 entschw&auml;rzen. Es sind entscheidende Stellen, sagt von Loeper. Puzzleteile, die das Gesamtbild vervollst&auml;ndigen.<br>\n&bdquo;Mir geht es nicht darum, dass Bahnchef Grube in den Knast geht. Mir geht es darum, dass sich die Bahn am Gemeinwohl orientiert&ldquo;, sagt von Loeper. Das j&uuml;ngste Verfahren wertet er als Erfolg. Besonders sch&ouml;n sei es, dass er sich auf Augenh&ouml;he mit dem Kanzleramt einigen konnte. Nach der Einflussnahme von 2013 stehen die Handelnden jetzt unter besonderer Beobachtung.<br>\nVon Loeper hofft, dass bei der erneuten Begutachtung des Tiefbauvorhabens die Vernunft walten wird. Und wenn ein Weiterbau teurer w&auml;re als die Abwicklung, k&ouml;nnte Stuttgart 21 kippen. Dann h&auml;tte es sich f&uuml;r von Loeper gelohnt, hart zu bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/S-21-Gegner-verklagen-den-Staat\/!5304717\/%20\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ann&auml;herung der Erzfeinde: Warum die USA bald um Russland buhlen werden<\/strong><br>\nIn der Ukrainekrise haben sich Moskau und Washington &uuml;berworfen, in Syrien n&auml;hern sie sich nun wieder an. Hier erkl&auml;rt der USA-Experte Josef Braml, warum Amerika die Russen dringend braucht. (&hellip;)<br>\nSPIEGEL ONLINE: Wie sieht Washingtons langfristige Russland-Strategie aus?<br>\nBraml: Die Amerikaner haben gemerkt, dass sie Moskau mit den Sanktionen in Pekings Arme getrieben haben. China ist aus US-Sicht eine immer gr&ouml;&szlig;er werdende Gefahr. Amerika hat ein Interesse daran, Russland gegen China in Stellung zu bringen.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Wieso das?<br>\nBraml: Die Amerikaner k&ouml;nnen die f&uuml;r China lebenswichtige Rohstoffzufuhr abdr&uuml;cken, in der Stra&szlig;e von Hormus, in der Stra&szlig;e von Malakka durch Singapur, das mit den USA verb&uuml;ndet ist, in der Lombok- und Sundastra&szlig;e &uuml;ber die Nordk&uuml;ste Australiens, mit dem man die Sicherheitsbeziehungen ausgebaut hat. Der ehemalige Schurkenstaat Myanmar wird im Eiltempo &ldquo;demokratisiert&rdquo;, um bei Bedarf Chinas Pipeline-Verbindung zu unterbinden. China bleibt noch der Landweg aus Russland. In Washington hat man inzwischen begriffen, dass Sanktionen auch den US-Interessen schaden. Das wird korrigiert, wer auch immer als n&auml;chstes ins Wei&szlig;e Haus einzieht. (&hellip;)<br>\nSPIEGEL ONLINE: Wieso beunruhigt China die Amerikaner so stark?<br>\nBraml: China legt seine W&auml;hrungsreserven nicht mehr in US-Staatsanleihen an. Peking hat aufgeh&ouml;rt, die US-Wirtschaft auf Pump zu finanzieren und benutzt das Geld f&uuml;r eigene Projekte. Die Idee einer &ldquo;neuen Seidenstra&szlig;e&rdquo; ist ein Beispiel, die Asiatische Investmentbank f&uuml;r Infrastruktur ein anderes. Bei der machen sogar Briten, Franzosen und Deutsche mit, trotz massiven Drucks der Amerikaner. China definiert seine Interessen breiter, beteiligt andere und k&ouml;nnte das geopolitisch wichtige Kerngebiet Eurasien in seinem Sinne ordnen. Das widerspricht dem globalen Ordnungsanspruch der angeschlagenen Supermacht USA.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/us-aussenpolitik-warum-amerika-russland-als-partner-umwerben-wird-a-1094427.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Panama-Aff&auml;re der Bundesdruckerei: Sch&auml;ubles leere Worte<\/strong><br>\nSo kann man sich t&auml;uschen. Besser gesagt: entt&auml;uscht werden. Von einem Staatskonzern, der viel verspricht, aber seine Versprechen offenbar schnell vergisst. Und einer Staatsanwaltschaft, von der man sich ohnehin nicht viel versprechen durfte.<br>\nErst sieben Wochen ist es her, da schrieb der Whistleblower Alberto P. aus Amerika eine E-Mail und jubelte: &ldquo;Heute ist einer der gl&uuml;cklichsten Tage meines Lebens.&rdquo; Jahrelang hatte er den Chefs der Berliner Bundesdruckerei sein Intimwissen &uuml;ber schmuddelige Panama-Deals des Konzerns angedient. Jahrelang war er damit gegen die Wand gerannt. Niemand wollte mit ihm sprechen. Nicht der Aufsichtsrat, nicht das Finanzministerium, das die Staatstochter beaufsichtigt.<br>\nJetzt aber war in den Panama Papers endlich mit Urkunden belegt, was Alberto P. die ganze Zeit behauptet hatte: dass der Ex-Auslandschef der Bundesdruckerei, J&ouml;rg Baumgartl, offenbar hinter Briefkastenfirmen in Panama stand. Dass er sie lenkte, obwohl er das immer bestritten hatte, sogar vor Gericht in zwei eidesstattlichen Versicherungen. Und starke Indizien, dass er sich pers&ouml;nlich die Taschen vollgemacht hatte, gab es auch noch. Was f&uuml;r ein Tag f&uuml;r Alberto P. Jetzt w&uuml;rde doch sicher alles anders werden. Oder?<br>\nTats&auml;chlich sprach Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble im Fernsehen von neuen Informationen, es werde &ldquo;jetzt mit Hochdruck aufgekl&auml;rt&rdquo;. Einen Tag sp&auml;ter lie&szlig; der Konzern Baumgartl, inzwischen bei einer Tochterfirma, von seinen Aufgaben freistellen. So lange, bis alles aufgekl&auml;rt sei. Und an die Aufkl&auml;rung hatte der Konzern angeblich nicht nur die Innenrevision gesetzt und Anw&auml;lte von au&szlig;en verpflichtet. Man habe die Staatsanwaltschaft Berlin gebeten, die Sache zu &uuml;bernehmen, so stand es in einer Presseerkl&auml;rung. &ldquo;Die Bundesdruckerei unterst&uuml;tzt die Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen.&rdquo;<br>\nHehre Worte. Leere Worte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/bundesdruckerei-wolfgang-schaeuble-wird-nichts-aufklaeren-a-1094383.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.: Fazit:<\/strong> Die politischen Eliten k&ouml;nnen sich fast alles erlauben &ndash; es hat keine Folgen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Konnte von Herrn Sch&auml;uble etwas anderes erwartet werden?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Dubiose Steuerdeals: Dokumentenschwund bei der EU-Kommission<\/strong><br>\nR&uuml;ckschlag bei der Steuerskandal-Aufkl&auml;rung: Bei der EU-Kommission sind zahlreiche Sitzungsprotokolle eines Gremiums, das gegen Steuervermeidung k&auml;mpfen soll, nicht mehr vorhanden. (&hellip;)<br>\nUmfassenden Aufschluss dar&uuml;ber, wer wof&uuml;r verantwortlich war, k&ouml;nnten die CoCG-Sitzungsprotokolle der EU-Kommission geben, die ebenfalls in dem Gremium vertreten ist. Doch erst weigerte sich die Kommission monatelang, einem Sonderausschuss des EU-Parlaments die Protokolle auszuh&auml;ndigen. Dann wurde den Abgeordneten unter strengen Auflagen Einsicht gew&auml;hrt &ndash; und nun stellt sich heraus, dass ein gro&szlig;er Teil der Papiere nicht verf&uuml;gbar ist.<br>\nLaut einem Rundschreiben von &ldquo;Taxe&rdquo;-Mitgliedern an ihre Ausschusskollegen, das SPIEGEL ONLINE vorliegt, klaffen gro&szlig;e L&uuml;cken in den Best&auml;nden: \n<ul>\n<li>Aus der Zeit von 1998 bis 2001 hat die Kommission so wenige Mitschriften offengelegt, dass nicht einmal klar ist, wie viele CoCG-Sitzungen es &uuml;berhaupt gegeben hat.<\/li>\n<li>Aus den Jahren 2002 bis 2004 und 2007 bis 2008 sind lediglich zwei Protokolle vorhanden,<\/li>\n<li>aus den Zeitr&auml;umen 2005 und 2006 sowie 2009 bis Mitte 2015 fehlen ebenfalls diverse Dokumente,<\/li>\n<li>von Mitte 2015 bis heute gab es zun&auml;chst gar nichts; inzwischen hat die Kommission nach Angaben von Abgeordneten zumindest einige Mitschriften nachgereicht.<\/li>\n<li>Bei den Tischvorlagen, die Einzelheiten &uuml;ber die in der CoCG diskutierten Sachverhalte enthalten, sei kein Dokument von 1998 bis 2005 mit Datum versehen, so dass die richtige Reihenfolge oder Vollst&auml;ndigkeit nicht mehr gekl&auml;rt werden k&ouml;nne. Auch nach 2005 best&uuml;nden &ldquo;bedeutende L&uuml;cken&rdquo;.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/steuervermeidung-eu-kommission-fehlen-cocg-dokumente-a-1094312.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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