{"id":33580,"date":"2016-05-30T09:23:16","date_gmt":"2016-05-30T07:23:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33580"},"modified":"2024-08-22T07:19:11","modified_gmt":"2024-08-22T05:19:11","slug":"demokratur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33580","title":{"rendered":"Demokratur"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160530_eliten.jpg\" alt=\"Marcus Kl&ouml;ckner - Wie Eliten Macht organisieren: Bilderberg &amp; Co.: Lobbying, Think Tanks und Mediennetzwerke\" title=\"Marcus Kl&ouml;ckner - Wie Eliten Macht organisieren: Bilderberg &amp; Co.: Lobbying, Think Tanks und Mediennetzwerke\"><\/div><p>Die Eliten im Lande diskutieren bereits seit Jahren &uuml;ber Sinn und Unsinn, die Vor- und Nachteile der Demokratie. Die Fesseln der Demokratie werden ihnen zunehmend l&auml;stig. Wer aber sind diese &bdquo;Eliten&ldquo;? Wie organisieren und exekutieren sie ihre Macht? Und wie erreichen sie es, dass es so wenig Gegenwehr gegen immer weiteren Sozialabbau, Entsolidarisierung und Entdemokratisierung gibt? Zu diesen Fragen sprach <strong>Jens Wernicke<\/strong> mit dem Autor und Journalisten <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>, dessen Buch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.vsa-verlag.de\/nc\/detail\/artikel\/wie-eliten-macht-organisieren\/\">Wie Eliten Macht organisieren: Bilderberg &amp; Co.: Lobbying, Think Tanks und Mediennetzwerke<\/a>&ldquo; soeben erschien.<\/p><div style=\"clear:right\"><\/div><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_503\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-33580-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160530_Demokratur_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160530_Demokratur_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160530_Demokratur_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160530_Demokratur_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=33580-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160530_Demokratur_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"160530_Demokratur_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Herr Kl&ouml;ckner, wir verdanken Ihnen nicht nur wunderbare <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/autor\/marcusklckner\/1.html\">Telepolis-Artikel<\/a> zum Vertrauensverlust in die Medien und den Gr&uuml;nden hierf&uuml;r; gerade erschien auch noch das Buch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.vsa-verlag.de\/nc\/detail\/artikel\/wie-eliten-macht-organisieren\/\">Wie Eliten Macht organisieren: Bilderberg &amp; Co.: Lobbying, Think Tanks und Mediennetzwerke<\/a>&ldquo;, dessen Mitherausgeber Sie sind. Warum dieses Buch? Was treibt Sie an?<\/strong><\/p><p>Da gibt es mehrere Gr&uuml;nde. Der Aufh&auml;nger f&uuml;r das Buch ist, dass es in diesem Jahr genau 60 Jahre her ist, seitdem die Soziologie mit der Theorie der Machtelite bereichert wurde. Es war n&auml;mlich im Jahr 1956, als der Soziologe Charles Wright Mills ein Buch mit dem bezeichnenden Titel &bdquo;The Power Elite&ldquo;, das in Deutschland zu Beginn der 60er Jahre unter dem Titel &bdquo;Die amerikanische Machtelite&ldquo; ver&ouml;ffentlicht wurde, herausbrachte. <\/p><p>In dem Buch hat Mills etwas getan, was ein guter Soziologe geradezu tun muss und was leider ziemlich selten geworden ist: Er hat ganz grundlegende &bdquo;Wahrheiten&ldquo; kritisch hinterfragt und ist nicht davor zur&uuml;ckgeschreckt, Antworten zu geben, die feste an dem politischen Wirklichkeitsverst&auml;ndnis von so manchem Zeitgenossen ger&uuml;ttelt haben. <\/p><p>Sein besonderes Interesse galt dabei der Frage, ob die demokratischen Strukturen in den USA auch tats&auml;chlich in der Praxis, also faktisch funktionieren, oder ob es nicht vielmehr so ist, dass es zwar eine demokratische Oberfl&auml;che gibt, sich hinter dieser aber l&auml;ngst Netzwerke gebildet haben, denen es gelingt, den demokratischen Gedanken immer weiter zu unterlaufen. <\/p><p>Das Ergebnis von Mills&rsquo; Forschung war die bereits erw&auml;hnte Machtelitentheorie. Demnach geht Mills davon aus, dass es Akteure gibt, die unterschiedlichen politischen, wirtschaftlichen und milit&auml;rischen Gruppen angeh&ouml;ren und zusammen ein komplexes Gebilde formen. <\/p><p>Mills erkannte: Diese Akteure, die aufgrund ihres Status und ihrer Vernetzung eine Machtelite bilden, sind in der Lage, Entscheidungen zu treffen, die sich mindestens auf nationaler Ebene bewegen. Anders gesagt: Der Soziologe hat herausgearbeitet, dass es in der amerikanischen Gesellschaft Akteure gibt, die sich quasi von den &bdquo;normalen&ldquo; Reichen und M&auml;chtigen noch weiter abgesetzt haben und &uuml;ber eine enorme Struktursetzungsmacht verf&uuml;gen.<\/p><p>Da die Machtstrukturforschung insbesondere innerhalb der Soziologie in Deutschland eher am Rande vegetiert, haben wir uns entschlossen, dieses Buch herauszugeben: Eine kritische Machtstrukturforschung ist f&uuml;r eine Demokratie sehr wichtig, da sie in der Lage ist, Bruchstellen im demokratischen Gef&uuml;ge aufzuzeigen und die Ursachen f&uuml;r diese zu benennen. Wenn Sie so wollen, ist der Antrieb f&uuml;r das Buch also ein sehr demokratischer. <\/p><p><strong>Was verstehen Sie denn unter &bdquo;Eliten&ldquo; und warum ist ein Blick auf diese und ihre Macht wichtig in einer parlamentarischen Demokratie?<\/strong><\/p><p>In der Elitenforschung gibt es eine ganze Reihe von Ans&auml;tzen, mit denen sich das Ph&auml;nomen von Eliten erfassen l&auml;sst. Ohne darauf jetzt n&auml;her einzugehen: Das Elitesein dreht sich vor allem um die Pole Einfluss und Position. Wer in den zentralen gesellschaftlichen Teilbereichen wie zum Beispiel Politik, Wirtschaft, Milit&auml;r usw. eine besonders hervorgehobene Position hat, also &bdquo;weit oben&ldquo; steht, geh&ouml;rt in gewisser Weise zur Elite oder, wenn Sie so wollen, zur &bdquo;Spitze&ldquo; eines Landes. Und, je nach Positionierung, damit geht auch die M&ouml;glichkeit einher, Einfluss auszu&uuml;ben &ndash; und zwar Einfluss, der gr&ouml;&szlig;er und weitreichender ist, als es denjenigen Menschen m&ouml;glich ist, die weiter unten stehen. <\/p><p>Um auf den Punkt zu kommen: Wenn jemand Einfluss aus&uuml;bt, ist es wichtig, genau hinzuschauen und zu fragen: Welchen Einfluss &uuml;bt er oder sie aus? Wie sieht dieser aus? Was sind seine oder ihre Motivationslagen? Warum l&auml;sst diese Person ihren Einfluss in die eine, aber nicht in die andere Richtung wirken, um es einfach auszudr&uuml;cken? Und mit diesen Gedanken kommen wir dann auch zu der Frage, warum eine demokratische Gesellschaft den analytischen Blick auf ihre Eliten nicht scheuen sollte. Wer n&auml;mlich verstehen will, warum Politik so ausf&auml;llt, wie sie dies tut, muss sich auch mit denen auseinandersetzen, die direkt oder indirekt im Land die Weichen stellen, die m&auml;chtiger als andere sind.<\/p><p>Stellen Sie sich nur einmal vor, was w&auml;re, wenn pl&ouml;tzlich &uuml;ber Nacht in den Parlamenten und an den anderen Schaltstellen der Macht nur die Armen und &Auml;rmsten sitzen w&uuml;rden. H&auml;tten wir dann nicht schlagartig eine andere &ndash; ich will erstmal gar nicht sagen: eine &bdquo;bessere&ldquo;, aber eben doch eine andere &ndash; Politik? Von daher: Wer oben steht, wer in der Lage ist, weitreichende Entscheidungen zu treffen, die die B&uuml;rger betreffen, das ist von zentraler Bedeutung f&uuml;r ein Land und seine Gesellschaft.<\/p><p><strong>Wie kommt es denn, dass die in den Parlamenten sitzenden Politiker kaum je die Interesse der Armen vertreten, obwohl es sich um einen bedeutenden Bev&ouml;lkerungsanteil handelt?<\/strong><\/p><p>Daf&uuml;r gibt es viele Ursachen. Grundlegend scheint mir: Der Umgang mit den Armen in unserem Land ist oftmals gekennzeichnet von offener oder heimlicher <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sendungen\/zuendfunk\/kolumnen-sendungen\/generator\/warum-unsere-gesellschaft-die-armen-verachtet-100.html\">Verachtung<\/a> und Ausgrenzung; und das zieht sich von da eben auch bis in die Parlamente. Ich m&ouml;chte gar nicht wissen, wie weit die <a href=\"https:\/\/andreaskemper.org\/klassismus\/\">klassistischen Ressentiments<\/a> gegen&uuml;ber den Prek&auml;ren in unserer Gesellschaft bei so manchem Abgeordneten gehen.<\/p><p>Der im Parlament vorhandene Blick auf die Armen und das Ph&auml;nomen der Armut l&auml;sst es insofern erst gar nicht zu, dass politische Mehrheiten entstehen, die tats&auml;chlich zu Entscheidungen f&uuml;hren, die den unteren Schichten, den Schwachen, den Armen, zugutekommen: Grundlegende Strukturver&auml;nderungen, die auch einmal den Armen richtig in die Karten spielen w&uuml;rden, lassen sich mit einem Parlament, dessen Mitglieder in ihren Entscheidungen oft genug ein Verhalten erkennen lassen, das von alles anderem als Sympathie f&uuml;r die Armen gepr&auml;gt ist, einfach nicht durchsetzen. <\/p><p>Eine Politik, die den Armen in unserem Land richtig hilft, ist einfach &bdquo;nicht sexy&ldquo;. Mit solch einer Politik w&uuml;rden viele Parlamentarier auf Ablehnung bei genau den Schichten und Klassen in der Gesellschaft sto&szlig;en, die ihnen ihre Stimme geben und von denen nat&uuml;rlich auch die gr&ouml;&szlig;ten Spenden und ma&szlig;geblichste politische Unterst&uuml;tzung zu erwarten sind. Das ist bitter, aber so ist es. Der Kreis zwischen Teilen der Bev&ouml;lkerung, die den Armen am liebsten noch weniger zukommen lassen m&ouml;chte, und einer Politik, die Ver&auml;nderungen herbeif&uuml;hren k&ouml;nnte, es aber nicht will, schlie&szlig;t sich.<\/p><p><strong>Ist das wom&ouml;glich einer der Gr&uuml;nde f&uuml;r die vielzitierte &bdquo;Politikverdrossenheit&ldquo;: dass die &bdquo;normalen Menschen&ldquo; l&auml;ngst bemerkt haben, dass es &bdquo;denen da oben&ldquo; ohnehin nicht um sie geht? Will sagen: dass es im neoliberalen Parteienkarussell fast schon egal ist, wen man w&auml;hlt; die gro&szlig;e Politik unterst&uuml;tzt ja doch stets die Reichen und M&auml;chtigen auf Kosten der anderen 99 Prozent?<\/strong><\/p><p>&Uuml;ber die sogenannte Politikverdrossenheit wurde ja schon viel diskutiert. Wir erw&auml;hnen den Begriff in unserem Buch auch, aber ich muss sagen, dass ich ihn nicht sonderlich mag, weil er ein gesellschaftliches Ph&auml;nomen zwar erkennt, es aber falsch benennt.<\/p><p>Wenn wir von einer &bdquo;Verdrossenheit&ldquo; reden, dann hei&szlig;t das, dass Menschen, B&uuml;rger und letztlich W&auml;hler einen Mangel an Interesse an der Politik haben. Aber das sehe ich nicht so. Zu beobachten ist vielmehr, dass es sehr wohl ein Interesse an der Politik gibt, aber viele Menschen erkennen, dass zentrale politische Entscheidungen &uuml;ber ihre K&ouml;pfe hinweg getroffen werden und Politik nicht <em>f&uuml;r<\/em>, sondern <em>gegen<\/em> sie gemacht wird.<\/p><p>Mein Eindruck: Ein nicht geringer Teil der B&uuml;rger beobachtet die Politik sehr genau, diskutiert &uuml;ber sie, macht sich auch seine <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47975\/1.html\">Gedanken<\/a>. Aber gleichzeitig weigern diese Menschen sich, sich in den vorgegebenen politischen Strukturen einzubringen, weil sie realistisch absch&auml;tzen k&ouml;nnen: Ihre Stimme ist dort im Hinblick auf ihre politischen Interessen, ihre W&uuml;nsche und Hoffnungen nahezu bedeutungslos.<\/p><p>Reden Sie nur einmal in Ruhe mit den Armen und &Auml;rmsten in unserem Land. Man l&auml;ge sehr falsch, wenn man diesen Menschen zuschreiben w&uuml;rde, dass sie sich nicht f&uuml;r Politik interessieren. Sie wissen nur genau: Wen auch immer sie w&auml;hlen, auf absehbare Zeit wird es nicht zu einer Politik kommen, die sich ihrer annimmt.<\/p><p><strong>Wodurch ist die Macht der Eliten &uuml;ber uns alle und &uuml;ber die gesellschaftlich vorherrschende Ideologie denn so immens gro&szlig;?<\/strong><\/p><p>Eine einfache Antwort lautet: Die Strukturen in unserer Gesellschaft sind von vorneherein so ausgelegt, dass sie diejenigen, die &bdquo;oben&ldquo; stehen, beg&uuml;nstigen und diejenigen, die unten stehen, benachteiligen. Das zeigt sich im Kleinen wie im Gro&szlig;en, <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/33\/33452\/1.html\">allerorts<\/a>.<br>\nDer Handlungsradius einer alleinerziehenden Mutter, die von Sozialhilfe lebt, ist beispielsweise um ein Vielfaches geringer, als jener einer Familie aus der Oberschicht. Die einen verf&uuml;gen &uuml;ber reichlich &ouml;konomisches, kulturelles, soziales und symbolisches Kapital, wie der franz&ouml;sische Soziologe Bourdieu das einmal gut analysiert und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kapitalsorten\">aufgeschl&uuml;sselt<\/a> hat, die anderen leben von der Hand in den Mund und verf&uuml;gen weder &uuml;ber Geld noch &uuml;ber die M&ouml;glichkeiten und F&auml;higkeiten, &ouml;ffentliche Diskurse zu steuern.<\/p><p>Man muss sich einfach einmal vorstellen, wie umfangreich die verschiedenen Kapitalarten bei den Eliten und Machteliten sind. Dann wird einem schlagartig klar, &uuml;ber welchen Handlungsradius der Pr&auml;sident der Vereinigten Staaten, der Direktor der NSA, der Chef von Google sowie die Multimillion&auml;re und Multimilliard&auml;re mit ihren gro&szlig;en Konzernen verf&uuml;gen. Und nun stelle man sich vor, was passiert, wenn auch nur einige von ihnen ihre Kr&auml;fte b&uuml;ndeln und ein Projekt, von dem sie &uuml;berzeugt sind, gemeinsam ansto&szlig;en. <\/p><p>Hinter solch einem &bdquo;Ansto&szlig;&ldquo; steht eine geballte Wucht &ndash; an wie gesagt: Kontakten, Geld, Einfluss, der F&auml;higkeit, das &ouml;ffentliche Bewusstsein zu beeinflussen und Diskurse zu steuern, Themen zu setzen etc. -, dass er unglaublich viel in Bewegung zu setzen und ver&auml;ndern vermag. Und, ja: Auch viel mehr Wucht als es der Fall w&auml;re, wenn selbst eine gro&szlig;e Anzahl von Armen und denen, die f&uuml;r diese ihre Stimmen erheben, etwas in Bewegung setzen wollten.<\/p><p>Alles in allem ist die Macht der Eliten, die sich in unserer Gesellschaft, in unserem System immer wieder bemerkbar macht, so allumfassend, dass sich den Strukturen und den <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30286\">Ideologien<\/a>, die sie hervorbringt, nichts wirklich entziehen kann. Stellen Sie sich einfach ein Fu&szlig;ballspiel vor zwischen den Spielern eines Spitzenfu&szlig;ballclubs und elf durchschnittlichen Menschen, also M&auml;nner, Frauen, Kinder, die allesamt vielleicht bestenfalls einmal an einen Ball getreten haben. Wer wird dieses Spiel dominieren? Wer wird die entscheidenden Akzente setzen? Wer wird als Gewinner vom Platz gehen? Wobei das noch ein sehr freundliches Bild ist&hellip;<\/p><p><strong>Da haben Sie recht. Mir k&auml;me im Sinne Warren Buffets, der von einem &bdquo;Krieg&ldquo; der Reichen gegen die Armen spricht, auch eher eine bellizistische Metapher in den Sinn. Etwa ein Kampf um sehr wohl auch Leben oder Tod, in dem die einen &uuml;ber Massenvernichtungswaffen, Panzer und Drohnen verf&uuml;gen und die anderen &uuml;ber St&ouml;cke und Steine&hellip; Aber gut; das ist sicher schon sehr schwarzmalerisch. &ndash; K&ouml;nnen Sie denn sagen, wie es diese &bdquo;Eliten&ldquo;, diese Wenigen immer wieder schaffen, ihre Partikular- und Profitinteressen als &bdquo;Gemeinwohl&ldquo; auszugeben, unabh&auml;ngig davon, wie viele Menschen hierdurch Schaden erleiden? Vielleicht haben Sie ja ein oder zwei konkrete Beispiele f&uuml;r derlei &bdquo;Machtdurchsetzungen&ldquo; parat&hellip;<\/strong><\/p><p>Nehmen wir doch einfach die sozialpolitischen &bdquo;Ver&auml;nderungen&ldquo;, welche die SPD und die Gr&uuml;nen unter der F&uuml;hrung von Gerhard Schr&ouml;der durchgezogen haben. Das, was da vonseiten der Eliten als &bdquo;Reformen&ldquo; bezeichnet wurde, diese brutalen Einschnitte in den Sozialstaat und den Arbeitsmarkt, zeitigt seine verheerenden Wirkungen ja bis heute; sie haben das gesellschaftliche Gef&uuml;ge nachhaltig und schwer in Mitleidenschaft gezogen. <\/p><p><strong>Etwas, worauf Albrecht M&uuml;ller in &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=22\">Die Reforml&uuml;ge<\/a>&ldquo; ja bereits fr&uuml;hzeitig hingewiesen hat&hellip;<\/strong><\/p><p>So ist es. An der Art und Weise, wie der Begriff &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/2009\/neusprech-reform\/\">Reformen<\/a>&ldquo; in den vergangenen Jahren in der Politik verwendet wurde, ist deutlich zu erkennen, dass die Macht der Elite bis tief in die <a href=\"https:\/\/www.medienverantwortung.de\/unsere-themen\/informationsportale\/neusprech-manipulation-durch-sprache\/\">Sprache<\/a> hinein vordringen kann.<\/p><p>Wer von den &bdquo;normalen&ldquo; B&uuml;rgern verf&uuml;gt &uuml;ber die M&ouml;glichkeit, einen so gewichtigen und positiv besetzten Begriff wie den der Reformen aufzugreifen und darunter eine Politik zu verkaufen, die das genaue Gegenteil von dem ist, was der Begriff eigentlich inhaltlich transportiert? Herrschaft bedient sich der Sprache. Das war schon immer so. <\/p><p>In George Orwells &bdquo;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/1984_%28Roman%29\">1984<\/a>&ldquo; wird deutlich, dass Herrschaft so weit in die Sprache eindringen kann, dass sie, sozusagen, aus Krieg Frieden werden l&auml;sst. Das ist ein extremes Beispiel, aber au&szlig;erhalb der Orwellschen Dystopie bestimmen die M&auml;chtigen durch Sprache, durch die Kraft der Benennung, &uuml;ber die sie aufgrund ihrer Position und ihres Einflusses verf&uuml;gen, wie &bdquo;die Dinge&ldquo; zu sehen sind. <\/p><p>Es gab eine Zeit, da bedeutete &bdquo;Reformen&ldquo; Demokratisierung, Versuche, die Lebensbedingungen der Menschen im Land zu verbessern, aus etwas, das alt und schlecht war, etwas Neues, tats&auml;chlich f&uuml;r viele Menschen Besseres zu machen. <\/p><p>Und das ist auch das, was die Menschen normalerweise unter Reformen verstehen. Auf diese positiven Erwartungen, die in den K&ouml;pfen und Herzen der B&uuml;rger waren, haben die Eliten gesetzt. Die neoliberalen Strategen wussten, wie wichtig der Reformbegriff war, um eine Politik mit weitreichenden negativen Folgen durchziehen zu k&ouml;nnen, die sich bis in die Fundamente unseres Staates fressen w&uuml;rde. <\/p><p>Wenn man die politische Situation heute im Land sieht, wenn man sieht, wie die gro&szlig;e Volkspartei SPD in Umfragen M&uuml;he hat, die 20 Prozent zu halten, wenn man sieht, wie sich pl&ouml;tzlich &bdquo;Au&szlig;enseiterparteien&ldquo; formieren und es quasi aus dem Stand in die Parlamente schaffen, dann hat das auch sehr viel mit einer v&ouml;llig fehlgeleiteten Politik der Eliten zu tun, die seit vielen Jahren ihre Wirkung entfaltet. <\/p><p><strong>In der Psychologie gibt diesbez&uuml;glich ja beispielsweise das Konzept der sogenannten &bdquo;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Victim_blaming\">T&auml;ter-Opfer-Umkehr<\/a>&ldquo;, das hei&szlig;t, die Opfer werden zu T&auml;tern und die T&auml;ter zu Opfern erkl&auml;rt, es wird mit Schuldgef&uuml;hlen hantiert, und Tatsachen in ihr Gegenteil verkehrt&hellip;<\/strong><\/p><p>Das erleben wir doch auf der gesellschaftspolitischen Ebene genauso. Die, die erkennen, was die verfehlte Sozial- und Arbeitsmarktpolitik anrichtet und nicht mit in den Chor der &ldquo;Reformer&rdquo; einstimmen, werden als &bdquo;Reformverweigerer&ldquo; oder als &ldquo;Blockierer&rdquo; bezeichnet. Der herrschende Diskurs versucht so, die kritischen Stimmen auszuschlie&szlig;en und ins Abseits zu stellen<\/p><p><strong>Aber geschieht nicht &Auml;hnliches auch durch die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25168\">Hartz IV-Ideologie<\/a> und viele weitere Mythen, Legenden und Verdrehungen im &ouml;ffentlichen Diskurs? Nimmt man nicht beispielsweise diejenigen, die nicht mehr gebraucht werden, nicht mehr verwertbar, weil etwa krank oder anderes sind, und verunglimpft sie als &bdquo;Sozialschmarotzer&ldquo;, &bdquo;faul&ldquo;, &bdquo;Simulanten&ldquo;, &bdquo;Leistungsverweigerer&ldquo; und vieles mehr, um sie hierdurch als amoralische T&auml;ter an der Gesellschaft abstempeln zu k&ouml;nnen, was schlie&szlig;lich Sanktionen gegen sie legitimiert? Hier erfolgt doch auch jene &bdquo;Benennung&ldquo;, die sie erw&auml;hnt haben, oder?<\/strong><\/p><p>Ja nat&uuml;rlich. Die, die nichts haben, die arm sind, die unten stehen, die nicht so funktionieren k&ouml;nnen, wie so manches &bdquo;neoliberale Subjekt&ldquo;, das oben steht, es erwartet, werden auch durch Sprache abgewertet und stigmatisiert. <\/p><p>Den meisten der politischen Gestalter fehlt doch v&ouml;llig der Blick von unten. Sie haben keine Ahnung von den K&auml;mpfen, die die Armen Tag f&uuml;r Tag bestreiten m&uuml;ssen. Sie begreifen nicht und wollen auch nicht begreifen, dass das als &bdquo;unm&ouml;glich&ldquo; klassifizierte Verhalten von so manchem Armen oft auf Lebensschicksale und Lebenssituationen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist, die niemand derjenigen, die sich den Armen gegen&uuml;ber als Richter aufspielen, selbst je erleben w&ouml;llte. <\/p><p>Die neoliberale Politik jedenfalls, die ihre Entscheidungen nicht am Wohl der Menschen, sondern am Wohl des Kapitals ausrichtet, konnte &uuml;berhaupt nur deshalb so erfolgreich sein, weil es tonangebenden Eliten aus unterschiedlichen Bereichen gelang, weite Teile der Gesellschaft mittels solcher &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.kritische-psychologie.de\/files\/tg2000a.pdf\">Denkgifte<\/a>&ldquo;, die uns unsere Mitb&uuml;rger zu Feinden erkl&auml;ren, von ihrer Notwendigkeit zu &uuml;berzeugen. <\/p><p>Und diese &Uuml;berzeugungsarbeit war deshalb m&ouml;glich, weil diese Eliten auf eine ausgefeilte Infrastruktur zur&uuml;ckgreifen konnten: Think Tanks, Lobbyorganisationen, Stiftungen, private Medien, Netzwerke etc. pp., durch die die Elite &ouml;ffentlichkeitswirksam ihre Vorstellungen und Vorhaben kommunizieren konnte. <\/p><p><strong>Der Soziologe und Mitherausgeber Ihres Buches, Michael Walter, hat dazu ja eine geistreiche Analyse verfasst.<\/strong><\/p><p>Ja, er hat sich intensiv damit <a href=\"http:\/\/www.uvk.de\/buecher\/alle\/db\/titel\/details\/titel\/reformvisionen\/ch\/5b7cd0e2112ac50514427a89e041845d\/\">auseinandergesetzt<\/a>, wie die neoliberalen Ideen unter Schr&ouml;der in der deutschen &Ouml;ffentlichkeit etabliert wurde. &Uuml;ber beispielsweise den Think Tank <em>Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, den B&uuml;rgerkonvent<\/em> und den &bdquo;<em>Partner f&uuml;r Innovation<\/em>&ldquo; liefen dabei massive &bdquo;<em>publizistische Interventionen<\/em>&ldquo;.<\/p><p>Walter stellt fest, dass die Eliten sehr geschickt ihre eigenen, ideologisch gepr&auml;gten Vorstellungen universalisiert und versucht haben, diese der Bev&ouml;lkerung quasi &uuml;berzust&uuml;lpen. <\/p><p>&Uuml;ber eine Mischung aus Politmarketing, Werbung, PR, wissenschaftlichen Analysen und Publikationen in den Medien, wurde vordergr&uuml;ndig versucht, ein &bdquo;positives Klima&ldquo; in der Bev&ouml;lkerung zu schaffen, in dem man sich scheinbar unverf&auml;nglichen, aber in Wirklichkeit politisch hochgradig aufgeladenen Begriffen wie etwa dem der Eigenverantwortung bediente, um der Bev&ouml;lkerung hinterr&uuml;cks den neoliberalen Kraftschlag schmackhaft zu machen. So wurde ein Bild in die K&ouml;pfe der Menschen gepflanzt, wonach jeder seines eigenen Gl&uuml;ckes Schmied sei und alles schaffen k&ouml;nne &ndash; so er sich nur wirklich aufopferungsvoll bem&uuml;ht.<\/p><p><strong>Die Botschaft ist doch aber im Prinzip nicht falsch.<\/strong><\/p><p>Nein, nat&uuml;rlich nicht. Das ist, im Prinzip, eine positive Botschaft. Und sie ist tats&auml;chlich nicht per se falsch, nein. Sie ist aber auch nicht richtig. Man k&ouml;nnte daher sagen: Wir haben es mit einer klug verkauften Halbwahrheit zu tun. Und Halbwahrheiten sind bekanntlich gef&auml;hrlich. <\/p><p>Nichts spricht dagegen, den Menschen positive Botschaften zu &uuml;bersenden, um ihnen dabei zu helfen, die ein oder andere Limitierung, die im eigenen Denken verwurzelt sein mag, selbst aufzuheben. Aber wenn man den Menschen zugleich verschweigt, dass viele der Begrenzungen, die sie in ihrem Leben erfahren, eben mit genau jener Politik zu tun haben, die ihnen mit lauwarmen Worten versucht, wei&szlig; zu machen, ihr Scheitern und ihre Misserfolge gingen alleine auf ihr eigenes Konto zur&uuml;ck, dann haben wir es mit einem b&ouml;sartigen politischen Doppelspiel zu tun. <\/p><p>Dem B&uuml;rger sagt man: Es ist <em>Dein<\/em> Leben, mach etwas daraus! Gleichzeitig ver&auml;ndert man aber die Rahmenbedingungen, innerhalb derer er etwas machen kann, soweit, dass dies seine eh bereits sehr begrenzten M&ouml;glichkeiten noch weiter beschr&auml;nkt.<\/p><p>Und Teile unserer kulturellen Elite &ndash; also Schauspieler, Sportler und andere Ber&uuml;hmtheiten &ndash; sind dann dieser Politik auch noch zur Seite gesprungen und haben als sogenannte <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Testimonial\">Testimonials<\/a> in entsprechenden neoliberalen Werbespots fungiert &ndash; wobei ich mich frage, ob diese Prominenten &uuml;berhaupt verstanden haben, welcher Politik sie da Vorschub leisten. <\/p><p>Man muss sich nur nochmal den &bdquo;Wohlf&uuml;hlspot&ldquo; der Du-bist-Deutschland-Kampagne ansehen: Oliver Pocher steht da hinter einem Haus auf dem Grundst&uuml;ck, vor ihm steht ein etwas beleibter Mann und neben den beiden ein Grill. Pocher sagt dann zu dem Mann, der offensichtlich das m&auml;nnliche Familienoberhaupt darstellt: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Unrealistisch, sagst Du? Und warum feuerst Du dann deine Mannschaft im Stadion an, wenn Deine Stimme so unwichtig ist?&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Walter hat analysiert und herausgearbeitet, dass Pocher hier zu einem &bdquo;zu aktivierenden Subjekt&ldquo; spricht, &bdquo;dessen pessimistische Grundhaltung (durch den &bdquo;Aktivator&ldquo; Pocher) zu &sbquo;reformieren&lsquo;&ldquo; sei. Pocher, so interpretiert Walter weiter, &uuml;bernimmt dabei die Figur des Lehrers, der &bdquo;durch Blick und Gestik einen belehrenden, fordernden&ldquo; Part einnimmt und durch die Grillzange, die er in der Hand h&auml;lt, auch noch &bdquo;latent aggressiv&ldquo; auftritt. Walter kommt zu dem Schluss, dass die Szene dazu dient, den Rezipienten, also &bdquo;uns&ldquo;, regelrecht zu erziehen, zu manipulieren also. Hinter all dem verbirgt sich die neoliberale Botschaft: &bdquo;Der Sozialstaat wird sich zur&uuml;ckziehen. B&uuml;rger, schaut, wo ihr bleibt!&ldquo; Und das wird auch noch als &ldquo;zum Wohl des Landes&ldquo; inszeniert. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"375\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/97y2xu5ecFU\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p style=\"text-align:center\"><strong>TV-Spot: &bdquo;Du bist Deutschland!&ldquo;<\/strong><\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/T-cOP8dPau8\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p style=\"text-align:center\"><strong>extra 3-Gegendarstellung: &bdquo;Du bist Deutschland!&ldquo;<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Und wer sind diese Leute, diese Eliten, die derlei &bdquo;Gehirnw&auml;sche&ldquo; verbreiten, denn nun genau? <\/strong><\/p><p>Wenn Sie Namen von Personen m&ouml;chten, die man zu den Machteliten z&auml;hlen darf, dann schauen Sie sich einfach einmal die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_von_Teilnehmern_an_Bilderberg-Konferenzen\">Teilnehmerliste<\/a> der Bilderberg-Gruppe an. Da kommen einige Angeh&ouml;rige der Machtelite zusammen.<\/p><p><strong>Und was genau geschieht auf so einer &bdquo;Bilderberg-Konferenz&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Die Bilderberg-Konferenzen, aber auch andere, &auml;hnliche gelagerte Elite-Treffen und Veranstaltungen, verweisen auf einen vorgelagerten politischen Formationsprozess der M&auml;chtigen. <\/p><p><strong>Das hei&szlig;t konkret?<\/strong><\/p><p>Ich will es mal so formulieren: Einflussreiche Personen bewegen sich in Strukturen, die neben den klassischen, bekannten und f&uuml;r jedermann einsehbaren demokratischen Strukturen bestehen. Diese Strukturen sind politische Strukturen. Sie existieren, um direkt oder indirekt Einfluss auf die Politik zu nehmen. Das gro&szlig;e Problem ist: Sie sind v&ouml;llig intransparent, sie funktionieren wie eine geschlossene Gesellschaft. <\/p><p>Um es zuzuspitzen: Der politisch klug denkende Mechaniker von der kleinen Werkstatt an der Ecke, der vielleicht auch ein paar Gedanken im Hinblick auf die Gestaltung der Welt an jenen Orten vorzubringen h&auml;tte, wo Konsense geschmiedet und Weichen gestellt werden, bleibt der Zugang verwehrt. Die Elite bzw. die Machtelite m&ouml;chte eben unter sich bleiben. Warum das so ist, kann man sich denken: Meinungen, Ansichten und Interessen, die zu weit weg von denen der Weltenlenker sind, w&uuml;rden wie ein Bremsklotz bei der machtelit&auml;ren Konsensfindung wirken. <\/p><p>Aber noch etwas Anderes sollte erw&auml;hnt werden: Wenn hier davon die Rede ist, dass es &bdquo;Konsensschmieden der M&auml;chtigen&ldquo; gibt, soll das nicht hei&szlig;en, dass die existierenden demokratischen Strukturen keinerlei Bedeutung mehr h&auml;tten oder dass quasi eine Art <em>Geheime Weltregierung<\/em> die Geschicke der Welt aus dem Verborgenen lenkt. Diesen Eindruck k&ouml;nnte man bei einer oberfl&auml;chlichen Betrachtung der Verh&auml;ltnisse vielleicht erhalten, tats&auml;chlich ist alles aber viel komplexer.<\/p><p>Auch d&uuml;rfen wir uns, wenn wir von &bdquo;der&ldquo; Machtelite reden, nicht der Vorstellung hingeben, dass auf der Welt eine homogene Machtelite existiere, deren Mitglieder alle genau gleich denken und alle genau die gleichen Ziele verfolgen w&uuml;rden: Auch wenn diejenigen, die beispielsweise bei einer Bilderberg-Konferenz zusammenkommen, sich sicherlich im Hinblick auf ihre Sozialisation, auf ihre Kapitalstruktur, auf ihre Stellung in der Gesellschaft bzw. ihre Klassenzugeh&ouml;rigkeit und nat&uuml;rlich ihre Akkumulations- respektive Profitinteressen sehr &auml;hnlich sind, so gibt es dennoch durchaus auch Meinungsunterschiede unter ihnen, die sich allerdings in einem sehr viel engeren Korridor als das Meinungsbild in der Gesamtbev&ouml;lkerung bewegen.<\/p><p>Kein Wunder auch, denken &bdquo;normale Menschen&ldquo; ja nicht in den Sach- und Strukturzw&auml;ngen von Kapitalverwertung und -akkumulation, wollen nicht &bdquo;noch reicher&ldquo; werden, diesen und jenen Multi im n&auml;chsten Jahr &uuml;bernehmen oder anderes, sondern wollen einfach ein vern&uuml;nftiges und ausk&ouml;mmliches Leben haben, &uuml;ber die Runden kommen, so gut es eben geht. <\/p><p><strong>Werden solche undemokratischen &bdquo;Kl&uuml;ngelrunden&ldquo; von Medien und &Ouml;ffentlichkeit denn beobachtet und kritisiert? Ich meine: Das t&auml;te offensichtlich ja dringend not&hellip;<\/strong><\/p><p>Die Medien haben meines Erachtens diesbez&uuml;glich eine ganz schlechte Arbeit geleistet: Ein Journalismus, der Mediennutzer &uuml;ber die mehr oder weniger verborgenen Pfade der M&auml;chtigen informiert, ein Journalismus, der in diese Gruppen und Organisationen reinleuchtet, sie beleuchtet, ihre Arbeit, ihr Wirken, ihren Handlungsradius und ihren Einfluss kritisch hinterfragt, existiert in der Breite der Berichterstattung nicht.<\/p><p>Gerade auch im Hinblick auf den demokratischen Prozess ist es ein gro&szlig;es Problem, dass die Presse den politischen Formierungsprozess der Machtelite geradezu ausblendet. Damit versagt sie darin, aufzuzeigen, wie Weltsichten, die vorherrschen oder eben dabei sind, sich zu etablieren, zustande kommen. <\/p><p>Die Berichterstattung erweckt stattdessen immer wieder den Eindruck, dass die jeweils gerade alles umgreifende Ideologie quasi gottgegeben und vom Himmel gefallen sei. Der franz&ouml;sische Soziologe Pierre Bourdieu, der sich etwa intensiv mit dem Neoliberalismus und der Globalisierung auseinandergesetzt hat, sagte einmal: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Der Thatcherismus stammt nicht etwa von Frau Thatcher, er war seit langer Zeit von Intellektuellengruppen vorbereitet worden, denen die gro&szlig;en Zeitungen oft eine breite &Ouml;ffentlichkeit verschafft haben.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Bourdieu betonte auch, wie wichtig es ist, aufzuzeigen, wie &bdquo;Weltsichten erzeugt, verbreitet und eingetrichtert werden.&ldquo; Und er betonte, wie wichtig es ist, auf die &bdquo;Einfl&uuml;sterungen&ldquo;, die aus den Think Tanks und &bdquo;ihrer, von den M&auml;chtigen handverlesenen Experten&ldquo; kommen, zu achten. <\/p><p>Doch genau das haben Medien <em>nicht<\/em> gemacht und unterlassen es nach wie vor. Im Gegenteil: Nicht nur, dass sie diesen machtelit&auml;ren Part unserer politischen Wirklichkeit den Lesern und Zuschauern nicht vor Augen f&uuml;hren, einige sind sogar selbst Teil des machtelit&auml;ren Umfelds und werden zum handelnden Akteur darin. <\/p><p>Wenn Journalisten, um nur mal ein Beispiel zu nennen, etwa &uuml;ber lange Zeit im Lenkungsausschuss der Bilderberg-Gruppe gesessen haben und selbst deutsche Politiker in den exklusiven Zirkel eingeladen haben, zugleich aber nicht &uuml;ber diese Zusammenkunft berichten, dann ist das aus journalistischer Sicht untragbar. <\/p><p>Immerhin scheinen die Medien mittlerweile aber erkannt zu haben, dass die Bilderberg-Konferenzen ein Thema sind, das sie auf ihrem Radar haben sollten. &Uuml;ber die diesj&auml;hrige Bilderberg-Konferenz, die in Dresden stattfinden wird, berichten die daher schon jetzt, also fr&uuml;hzeitig. 60 Jahre hat es gedauert, aber immerhin. Besser sp&auml;t als nie. Aber ob auch die gro&szlig;en Nachrichtenformate bei ARD und ZDF &uuml;ber die Konferenz berichten werden? Ich zweifle daran. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/vBc4A1HNmPk\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p style=\"text-align: center\"><strong>Rainer Mausfeld: Der Neoliberalismus ist das geplante finale Ende der Demokratie<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Warum? Was sollte sie daran hindern? <\/strong><\/p><p>Ich gehe davon aus, dass die Einstellung der Redaktionsverantwortlichen zu dem Thema bisher dazu gef&uuml;hrt hat, nicht &uuml;ber die Konferenzen zu berichten. Wahrscheinlich wird die Bilderberg-Konferenz einfach als etwas ohne Berichterstattungswert betrachtet. Schlie&szlig;lich wird in Dresden ja auch nur die Weltelite zusammenkommen, um f&uuml;r drei Tage hinter verschlossenen T&uuml;ren &uuml;ber zentrale Themen zu sprechen, die uns alle angehen. Aufgabe der verantwortlichen Redakteure ist es eben, Ereignisse und Informationen zu gewichten und dann zu entscheiden, ob eine nachrichtliche Relevanz gegeben ist. <\/p><p>Wenn ich, allgemein gesprochen, an die ein oder andere Berichterstattung im Zusammenhang mit Ungl&uuml;cksf&auml;llen, Katastrophen oder zu Themen, die im Bereich des Boulevards liegen, denke, da war keine Anstrengung zu absurd, um einen Mangel an Informationen irgendwie auszuf&uuml;llen. Beim Germanwings-Absturz l&auml;sst man Teenager vor der Kamera erz&auml;hlen, wie sie sich so f&uuml;hlen, als sie erfahren haben, dass Mitsch&uuml;ler gerade mit dem Flugzeug an einer Felswand zerschellt sind, beim Kachelmann-Prozess hat ein dpa-Journalist sogar <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2010-11\/festnahme-redakteur-kachelmann\">versucht<\/a>, Richter abzuh&ouml;ren. <\/p><p>So ist das eben oft: Dort, wo es um Emotionen, um Klatsch und Tratsch geht, wird jeder Stein dreimal umgedreht, um ja nicht ein Zipfelchen an Informationen zu &uuml;bersehen; wenn aber 140 Gestalter der Welt sich unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit treffen, dann respektieren Qualit&auml;tsmedien eben den &bdquo;privaten Charakter&ldquo; der Veranstaltung.<\/p><p><strong>Es gibt ja Journalisten, die sich mit derlei Elitenetzwerken gerne gut stellen wollen und wo das m&ouml;glich ist, schlie&szlig;lich sogar assoziieren. Der Medienkritiker Uwe Kr&uuml;ger spricht diesbez&uuml;glich von Alpha-Journalisten bzw. Alpha-Journalismus und sieht hierin eine gro&szlig;e Gefahr&hellip; Der Korridor der ver&ouml;ffentlichten Meinung werde auch wegen diesen aktuell immer geringer und sei zurzeit bereits so eng wie selten zuvor, sagte er etwa im <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31990\">Interview<\/a> mit mir.<\/strong><\/p><p>Bourdieu hat einmal gesagt, dass es in der Politik um die Durchsetzung von Wahrnehmungskategorien geht. Und wie werden solche f&uuml;r die Politik wichtige Wahrnehmungskategorien in unsere Gesellschaft getragen? Nat&uuml;rlich auch durch die Medien. <\/p><p>Wenn Machteliten also der Ansicht sind, dass &bdquo;wir&ldquo; weniger Sozialstaat brauchen, dass Liberalisierung, Privatisierung und Deregulierung die Zauberworte sind, die &bdquo;die Gesellschaft&ldquo; voranbringen, dann m&uuml;ssen diese Vorstellungen und Konzepte auch nach au&szlig;en transportiert werden, sie m&uuml;ssen irgendwie bei der Bev&ouml;lkerung und bei anderen systemrelevanten Eliten ankommen. <\/p><p>Hierbei kommt dann die Berichterstattung ins Spiel. Von daher: Es hat schon seinen Grund, dass nicht nur Journalisten die N&auml;he zu den M&auml;chtigen, sondern auch die M&auml;chtigen eine gewisse N&auml;he zu Journalisten suchen. Die Folgen hiervon hat unter anderem Uwe Kr&uuml;ger sehr pointiert <a href=\"http:\/\/www.halem-verlag.de\/meinungsmacht-und-elite-journalismus\/\">analysiert<\/a>.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/5_c2-Yg5spU\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p style=\"text-align:center\"><strong>Die Anstalt: Das Netzwerk der korrupten deutschen Journalisten nach Uwe Kr&uuml;ger<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Was k&ouml;nnen wir tun gegen manipulierte Journalisten und Elitenmacht?<\/strong><\/p><p>Ich w&uuml;rde nicht sagen, dass wir es mit &bdquo;manipulierten Journalisten&ldquo; zu tun haben. Oder anders gesagt: Gewiss mag es, wie eben in allen menschlichen Beziehungen, so sein, dass sich auch einmal Journalisten bei ihren Beziehungen zu hochrangigen Personen manipulieren oder instrumentalisieren lassen.<\/p><p>Aber allgemein gesprochen gehe ich nicht davon aus, dass Journalisten, die sich in diesen Kreisen bewegen, &bdquo;manipuliert&ldquo; sind. <\/p><p><strong>Sondern? Was sind sie denn dann?<\/strong><\/p><p>Uwe Kr&uuml;ger hat in seiner Studie angesprochen, dass bestimmte Journalisten wahrscheinlich eben deshalb in diesen Netzwerken der M&auml;chtigen sind, weil sie den dort vorherrschenden Sichtweisen im Wesentlichen sowieso zustimmen. Da gilt also eher ein &bdquo;Gleich und gleich gesellt sich gern&ldquo;. Und als Soziologe w&uuml;rde ich die dar&uuml;berhinausgehenden Prozesse eher als &bdquo;Anpassung&ldquo; denn als &bdquo;Manipulation&ldquo; beschreiben. Die Leute werden ja nicht belogen und betrogen, sondern umworben, umgarnt, belohnt oder -straft. <\/p><p>Aber nicht, dass Sie mich jetzt falsch verstehen: Dass Spitzenjournalisten in diesen Netzwerken unterwegs sind und auch selbst eine politische Meinung haben, die jener der Eliten &auml;hnelt, ist nicht unbedingt das gro&szlig;e Problem. <\/p><p><strong>Nicht? Was ist denn dann des sprichw&ouml;rtlichen Pudels Kern?<\/strong><\/p><p>Problematisch wird meines Erachtens die N&auml;he zur Elite f&uuml;r den Journalismus und die Gesellschaft dann, wenn sich das Meinungsspektrum in den gro&szlig;en, tonangebenden Medien bei bestimmten gewichtigen Themen so stark verengt, dass, um es zuzuspitzen, nur noch die Sicht der M&auml;chtigen &uuml;berhaupt Eingang in die Berichterstattung findet. <\/p><p><strong>Was ja bez&uuml;glich Russland zurzeit oder auch der vermeintlichen Eigenverantwortung der Armen f&uuml;r ihr Elend bereits seit einigen Jahren deutlich der Fall zu sein scheint&hellip;<\/strong><\/p><p>Genau. Die gro&szlig;en Medien bilden zu den zentralen gesellschaftlichen und politischen Themen unserer Zeit l&auml;ngst das Meinungsgewicht nicht mehr so ab, wie dieses in der Bev&ouml;lkerung vorhanden ist. Stattdessen ist ein Journalismus zu beobachten, der immer wieder die Sichtweisen der Herrschenden, der M&auml;chtigen transportiert und dadurch die Realit&auml;t verzerrt und, wenn Sie so wollen, ebenso &bdquo;erzieherisch&ldquo; fungiert, wie dies der &bdquo;Du bist Deutschland!&ldquo;-Spot, den ich bereits erw&auml;hnt habe, tat. <\/p><p>Der Knackpunkt ist: Journalisten, die in Elitezirkel eingebunden sind, sind nicht <em>irgendwelche<\/em> Medienschaffenden aus der vierten oder f&uuml;nften Reihe. Es sind in der Regel eben die Alphajournalisten, also jene, die die gro&szlig;en Leitartikel schreiben. Sie haben eine herausragende Stellung innerhalb des journalistischen Feldes. Das, was sie sagen, schreiben, kommentieren, wie sie sich entscheiden, was sie tun oder lassen, hat eine ganz andere Wirkung als das, was ein Journalist schreibt, der f&uuml;r ein Nischenmedium t&auml;tig ist. <\/p><p>Wenn nun eine Vielzahl derjenigen, die die Alphajournalisten umgeben bzw. direkt hinter ihnen stehen, im Wesentlichen ebenfalls die Sichtweise der Tonangebenden teilt, dann verengt sich die Perspektive. Impulse, um es bildlich zu formulieren, von vorne, von hinten, von unten, von der Seite gibt es keine mehr, weil sich keiner mehr umdreht, nach unten, nach hinten etc. schaut, da alle davon ausgehen, ohnehin bereits die richtige Perspektive eingenommen zu haben. So entsteht ein elit&auml;rer Einheitsjournalismus, der f&uuml;r viele Mediennutzer nicht mehr hinnehmbar ist. <\/p><p><strong>Und was w&auml;re hiergegen zu tun? Was raten Sie? <\/strong><\/p><p>Wichtig ist, die Problematik zu erkennen und transparent zu machen. Das, was wir derzeit sehen, n&auml;mlich die Formierung vieler alternativer Formate im Internet, also ein Journalismus, der au&szlig;erhalb der gro&szlig;en Medien heranw&auml;chst, ist dabei von zentraler Bedeutung, um Schieflagen in der Berichterstattung entgegenzutreten. Die Meinungsgegengewichte sind dann eben nicht in den sogenannten Leitmedien zu finden, sondern bei dem kleinen Internetmagazin, der alternativen Nachrichtenseite, auf diesem und jenen Blog usw. Oder eben &ndash; auch &ndash; auf den NachDenkSeiten, ja.<\/p><p>Allerdings: Optimal ist auch das nicht. Die gro&szlig;en Medien sind aufgrund ihrer Ressourcen und ihrer Reichweite kaum zu ersetzen; der Widerspruch der Alternativen ist daher stets in Gefahr, ohnm&auml;chtig zu verhallen. Zu einer wirklichen Ver&auml;nderung wird es daher nur kommen, wenn die Zusammensetzung des journalistischen Feldes als solchem wieder heterogener wird. <\/p><p>Anders gesagt: Die gro&szlig;en Medien w&uuml;rden den Mediennutzern und so eben auch sich selbst einen gro&szlig;en Gefallen tun, wenn sie daf&uuml;r sorgten, dass sich das journalistische Feld in seiner Zusammensetzung &ouml;ffnet. Alle Klassen und Schichten m&uuml;ssen vertreten sein, in der Redaktionskonferenz sollten neben dem Hochschulabsolventen, der mehrere Semester im Ausland verbracht und aus dem hochkulturellen Milieu stammt, genauso der talentierte Blogger sitzen k&ouml;nnen, der vielleicht einen ganz anderen Lebensweg aufweist, aber auch das Zeug zum Journalisten hat und nochmal einen ganz eigenen Blick auf die Verh&auml;ltnisse wirft. <\/p><p>Doch genau danach sieht die Entwicklung gerade nicht aus. In den gro&szlig;en H&auml;usern wird vielmehr aktuell genau jener Nachwuchs rekrutiert, von dem erwartet wird, dass er in etwa so auf die Welt schaut, wie es diejenigen tun, die ohnehin bereits in den Redaktionen sitzen. <\/p><p>Ich erinnere an der Stelle an ein <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=PD2miLXE-u0\">Interview<\/a>, das der Leiter des au&szlig;enpolitischen Ressorts der S&uuml;ddeutschen Zeitung, Stefan Kornelius, im Jahr 2014 dem Medienmagazin <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/zapp\/\">ZAPP<\/a> gegeben hat. Darin sagt er in Sachen journalistischem Nachwuchs sehr bemerkenswerte S&auml;tze, die es verdienen, hervorgehoben zu werden: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Aber im Gegenteil, es ist ja sogar gro&szlig;artig: Wir haben es mit einer Generation zu tun, die jetzt in den Journalismus kommt, die so international ist wie keine zuvor. Jeder Volont&auml;r bei uns hat zwei, drei Jahre Auslandserfahrung in den noch so exotischsten L&auml;ndern hinter sich, spricht Sprachen, das ist wirklich toll und bemerkenswert. Es gibt die komplette Erasmus-Generation, die ruml&auml;uft, die ist offen und versteht, wie die Welt tickt. Also eigentlich m&uuml;sste es ein leichtes Spiel sein, aber das darf man sich nicht durch die Verr&uuml;ckten verderben lassen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Hier ist nicht der Platz, um die soziologisch-medienwissenschaftliche Dimension dieser &Auml;u&szlig;erungen in ihrer Gesamtheit zu erfassen, aber auch ohne viel zu analysieren, ist zu erkennen, dass der verengte Blick, der den gro&szlig;en Medien immer wieder von Mediennutzern vorgeworfen wird, bereits in der DNA eben jener Medien angelegt ist. Wie sollen die gro&szlig;en Medien die Vielfalt der Betrachtungsweisen, wie sie in der Gesellschaft vorhanden sind, erfassen und in ihrer Berichterstattung widerspiegeln, wenn die personelle Zusammensetzung dieser Medien das genaue Gegenteil von gesellschaftlicher Vielfalt ist? <\/p><p><strong>Eine letzte Frage noch&hellip; Diese &bdquo;Macht der Wenigen &uuml;ber die Vielen&ldquo; ist ja so ziemlich genau das Gegenteil dessen, was man gemeinhin unter Demokratie versteht. W&uuml;rden Sie denn so weit gehen, Rainer Mausfeld zuzustimmen, der <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vBc4A1HNmPk&amp;feature=youtu.be\">argumentiert<\/a>, der Neoliberalismus sei die Ideologie der Eliten zur finalen &Uuml;berwindung der Demokratie? Oder vielleicht David Harvey, dessen wunderbare &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.rotpunktverlag.ch\/cgi-bin\/germinal_shop.exe\/VOLL?session_id=B64B9F19-C883-4300-87E7-54B158D2E791&amp;titel_nummer=5000343&amp;titel_id=5000343&amp;caller=rotpunkt\">Kleine Geschichte des Neoliberalismus<\/a>&ldquo; folgender Klappentext ziert: &bdquo;L&auml;ngst kritisieren auch bekannte Wirtschaftswissenschaftler wie Joseph Stiglitz, ehemaliger Chef&ouml;konom der Weltbank, die &sbquo;Ausw&uuml;chse&lsquo; des Neoliberalismus und beklagen die wachsende soziale Ungleichheit als dessen unerw&uuml;nschtes Nebenprodukt. Falsch, sagt David Harvey: Weshalb kommt diesen Leuten denn &sbquo;nie der Gedanke, dass die soziale Ungleichheit wom&ouml;glich von Anfang an der Zweck der ganzen &Uuml;bung war&lsquo;? Die neoliberale Wende, so Harvey, wurde in den 70er-Jahren zu dem alleinigen Zweck eingeleitet, die Klassenmacht einer gesellschaftlichen Elite wiederherzustellen, die bef&uuml;rchtete, dass ihre Privilegien nachhaltig beschnitten werden k&ouml;nnten&ldquo;&hellip; <\/strong><\/p><p>Lassen Sie es mich einmal so sagen: Wenn man sich die politische Entwicklung der letzten Jahrzehnte anschaut, wenn man sieht, welche Entscheidungen wie getroffen werden, dann muss man schon mit Blindheit geschlagen sein, um hier nicht eine <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44967\/1.html\">Systematik<\/a> zu erkennen.<\/p><p>Wir erleben eine Politik der Eliten, eine Schw&auml;chung der Demokratie und eine Schere zwischen Arm und Reich, die viel zu weit auseinandergegangen ist. Die Ursachen f&uuml;r diese Entwicklung sind sicherlich vielf&auml;ltig. Aber dass die M&auml;chtigen mitunter so ihre <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/33\/33504\/1.html\">Probleme<\/a> mit der Demokratie <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39358\/1.html\">haben<\/a> und ein sehr vitales Interesse daran besteht, ihre eigene Macht auszubauen, ist doch offensichtlich. <\/p><p><strong>Ich bedanke mich f&uuml;r das Gespr&auml;ch.<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> studierte Soziologie, Medienwissenschaften und Amerikanistik. Er wirft als Journalist und Autor in seiner Arbeit einen kritischen Blick auf Medien und Herrschaftsstrukturen. Bisher erschienen von ihm unter anderem &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.akademikerverlag.de\/catalog\/details\/\/store\/de\/book\/978-3-639-40695-5\/machteliten-und-elitenzirkel\">Machteliten und Elitenzirkel &ndash; Eine soziologische Auseinandersetzung<\/a>&ldquo;, &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/buch\/buch_49.html\">9\/11 &ndash; Der Kampf um die Wahrheit<\/a>&ldquo;, &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.westendverlag.de\/buecher-themen\/programm\/staatsversagen-auf-hoechster-ebene.html\">Staatsversagen auf h&ouml;chster Ebene &ndash; Was sich nach dem Fall Mollath &auml;ndern muss<\/a>&ldquo;, &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/ebook\/ebook_27.html\">Medienkritik &ndash; Zu den Verwerfungen im journalistischen Feld<\/a>&ldquo; und &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.vsa-verlag.de\/nc\/detail\/artikel\/wie-eliten-macht-organisieren\/\">Wie Eliten Macht organisieren<\/a>&ldquo;.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Weiterschauen:<\/strong><\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/Rx5SZrOsb6M\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p><strong>Rainer Mausfeld: Warum schweigen die L&auml;mmer? Techniken des Meinungs- und Emp&ouml;rungsmanagements<\/strong><\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/vBc4A1HNmPk\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p><strong>Rainer Mausfeld: Der Neoliberalismus ist das geplante endg&uuml;ltige Ende der Demokratie<\/strong><\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/PD2miLXE-u0\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p><strong>NDR: Stefan Kornelius &uuml;ber Verbindungen, Einfluss und Macht der Journalisten<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Weiterlesen:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Artikel: Jens Wernicke: &bdquo;<a href=\"https:\/\/jensewernicke.wordpress.com\/2013\/06\/08\/demokratie-als-standortnachteil\/\">Demokratie als Standortnachteil<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: Marcus Kl&ouml;ckner: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48210\/1.html\">Bilderberg-Konferenz: F&uuml;hrungsspitze von CDU und SPD eingeladen<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: Marcus Kl&ouml;ckner: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45088\/1.html\">Es ist eine Privatisierung und Re-Oligarchisierung der Politik zu beobachten<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: Marcus Kl&ouml;ckner: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47990\/1.html\">Bilderberg-Konferenz: &sbquo;Das ist eine absolut vordemokratische Veranstaltung&lsquo;<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: Marcus Kl&ouml;ckner: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47610\/1.html\">Soziale Ungleichheit wird als Gesellschaftselixier gepriesen<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: Marcus Kl&ouml;ckner: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47165\/1.html\">Kein Vertrauen in die Eliten<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32959\">Die neoliberale Indoktrination<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Telepolis-Interview: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39358\/1.html\">Demokratie ist, was die Eliten darunter verstehen<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32897\">Demokratie? Welche Demokratie denn bitte?<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25285\">Die Demokratie im Visier<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27052\">Von Demokratie kann in Griechenland keine Rede mehr sein<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33274\">Die Schattenwelt der Reichen und M&auml;chtigen<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32959\">Die Armen sind nicht sozial schwach!<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>NachDenkSeiten: Interview: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33295\">Die faschistische Gefahr<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Telepolis-Interview: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39244\/1.html\">Alternative f&uuml;r Deutschland: Eine Alternative zur Demokratie?<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30821\">Sie wollen Kapitalismus ohne Demokratie &ndash; wir wollen Demokratie ohne Kapitalismus!<\/a>&ldquo;<\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Weitere Ver&ouml;ffentlichungen von <strong>Jens Wernicke<\/strong> finden Sie auf seiner Homepage <a href=\"http:\/\/www.jenswernicke.de\">jenswernicke.de<\/a>. Dort k&ouml;nnen Sie auch <strong><a href=\"http:\/\/feedburner.google.com\/fb\/a\/mailverify?uri=JensWernicke&amp;loc=de_DE\">eine automatische E-Mail-Benachrichtigung<\/a><\/strong> &uuml;ber neue Texte bestellen.<br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/123c4373999c4d9fbc2613314fe8434b\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160530_eliten.jpg\" alt=\"Marcus Kl&ouml;ckner - Wie Eliten Macht organisieren: Bilderberg &amp; Co.: Lobbying, Think Tanks und Mediennetzwerke\" title=\"Marcus Kl&ouml;ckner - Wie Eliten Macht organisieren: Bilderberg &amp; Co.: Lobbying, Think Tanks und Mediennetzwerke\"\/><\/div>\n<p>Die Eliten im Lande diskutieren bereits seit Jahren &uuml;ber Sinn und Unsinn, die Vor- und Nachteile<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33580\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,126,209,123,183,203,132],"tags":[431,442,374,1503,1554,633,312,389,382,291],"class_list":["post-33580","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-erosion-der-demokratie","category-interviews","category-kampagnentarnworteneusprech","category-medienkritik","category-postdemokratie","category-ungleichheit-armut-reichtum","tag-bilderberger","tag-eigenverantwortung","tag-eliten","tag-krueger-uwe","tag-orwell-2-0","tag-politikerverdrossenheit","tag-reformpolitik","tag-sozialrassismus","tag-think-tanks","tag-verteilungsgerechtigkeit"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33580","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=33580"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33580\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":119992,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33580\/revisions\/119992"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=33580"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=33580"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=33580"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}