{"id":33594,"date":"2016-05-31T08:35:43","date_gmt":"2016-05-31T06:35:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33594"},"modified":"2016-05-31T08:35:43","modified_gmt":"2016-05-31T06:35:43","slug":"hinweise-des-tages-2634","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33594","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33594#h01\">Linkspartei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33594#h02\">Dokumentarfilmer antwortet Xavier-Naidoo-Kritikern: Harold Woetzels Pl&auml;doyer f&uuml;r Journalismus ohne Vorurteile<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33594#h03\">Russlands Eliten stehen hinter Putin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33594#h04\">UK is most corrupt country in the world, says mafia expert Roberto Saviano<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33594#h05\">Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33594#h06\">Die Milch macht&acute;s<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33594#h07\">Die deutsche Lohnpolitik und die Alleinschuld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33594#h08\">CDU ber&auml;t &uuml;ber &Auml;nderungen beim Spitzensteuersatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33594#h09\">Die bittere Wahrheit &uuml;ber das deutsche Jobwunder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33594#h10\">Rechtswidrig und doch g&uuml;ltig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33594#h11\">&Ouml;ffentlicher Nahverkehr: Ein Widerspruch zu den EU-Wettbewerbsregeln?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33594#h12\">Nato-Exzellenzzentren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33594#h13\">Die integrative Kraft des Sports ist ein Mythos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33594#h14\">#Hochwatergate<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33594#h15\">Aufbruch: Warum wir dabei sind. Warum du dabei sein solltest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33594#h16\">Rezensionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33594#h17\">TV-Tipp: #Beckmann &ndash; Die geteilte Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33594#h18\">Das Letzte: Bigott in Frankreich<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Linkspartei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Fehlwahrnehmung<\/strong><br>\nDer Magdeburger Parteitag der Linkspartei widmete sich dem Rechtsruck. NATO und neoliberale SPD plus Gr&uuml;ne waren aber nicht gemeint [&hellip;]<br>\nDer Fehlwahrnehmung folgt die Fehlorientierung: Die gr&ouml;&szlig;te Gefahr, und nicht nur f&uuml;r &raquo;Prinzipien&laquo;, auf diesem Kontinent ist die NATO-Expansion nach Osteuropa und in andere Weltregionen. Der Rechtsruck manifestiert sich u.&thinsp;a. in der Modernisierung der US-Atomwaffen entgegen einem Bundestagsbeschluss auch hierzulande. Er manifestiert sich in der deutschen Unterst&uuml;tzung jedes US-Abenteuers in Nordafrika, der Ukraine und in Syrien. Die Bundesrepublik steht am &raquo;Scheideweg&laquo;? Sie ist wohl etwas weiter: Am 8. und 9. Juli kehrt der westliche Kriegspakt in Warschau offiziell zur Doktrin der &raquo;Abschreckung&laquo; des Kalten Krieges zur&uuml;ck. In den Hauptreden des Parteitags spielte all das keine Rolle, nur in der Debatte. Wer so vom Rechtsruck redet, aber vom realen Unheil schweigt, der lenkt nicht nur ab, er &uuml;berl&auml;sst der AfD ein Feld, auf dem sie mit Erfolg ackern wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/05-31\/016.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Magdeburger Parteitag: Rede von Sahra Wagenknecht<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht l&auml;sst keinen Zweifel: Die Ursache f&uuml;r diese Rechtsentwicklung ist die seit Jahrzehnten grassierende neoliberale Politik, die alles daf&uuml;r tut, die Gesellschaft zu spalten. Doch die blauen Hassprediger k&ouml;nnen keine Alternative sein: &bdquo;Es ist pervers, wenn die AfD sich hinstellt und so tut, als sei sie eine Alternative zum neoliberalen Parteienkartell. Sie ist Teil davon. Sie ist eine neoliberale Partei! Die AfD steht f&uuml;r Sozialabbau und Ungleichheit.&ldquo; DIE LINKE ist die einzige Partei, die aus diesem Block ausbricht und konsequent gegen Neoliberalismus und Sozialabbau k&auml;mpft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?feature=youtu.be&amp;v=ZI3ZXvzJDbs&amp;app=desktop\">Die Linke<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Dokumentarfilmer antwortet Xavier-Naidoo-Kritikern: Harold Woetzels Pl&auml;doyer f&uuml;r Journalismus ohne Vorurteile<\/strong><br>\nNach Tagen des Schweigens hat Harold Woetzel genug: Erstmals nimmt der Dokumentarfilmer Stellung zu der Kritik an der von ihm verantworteten &ldquo;Xavier Naidoo-Story&rdquo; auf Vox. Besonders hart geht er in einem Gastbeitrag f&uuml;r kress.de ins Gericht mit dem Medienjournalisten Stefan Niggemeier. Woetzels Beitrag ist ein wichtiges Pl&auml;doyer f&uuml;r Journalismus, der sich halt nicht von Vorurteilen und Konstruktionen treiben l&auml;sst. [&hellip;]<br>\nDer &ldquo;&Uuml;bermedienkritiker&rdquo; Stefan Niggemeier hat in seinem Verriss einer Xavier Naidoo-Doku diese als &ldquo;Schmierenjournalismus&rdquo; bewertet. Er bezieht sich dabei auf den gerade 12 Minuten langen Part in einer 54-min&uuml;tigen Doku &uuml;ber Naidoo und dessen geplante Teilnahme am Eurovision Song Contest in Stockholm 2016. Bekanntlich war Xavier Naidoo vom NDR &uuml;berredet worden, sich als deutscher Beitrag zur Verf&uuml;gung zu stellen, wurde dann aber wegen des damit verbundenen &ldquo;Shitstorms&rdquo; wieder ausgeladen.<br>\nDer Grund f&uuml;r die &ldquo;null Punkte&rdquo; des Medienkritikers: die Doku habe die Argumente f&uuml;r die Anschuldigungen gegen Naidoo &ndash; wonach dieser &ldquo;ein rechtsextremer, homophober, rassistischer und antisemitischer Reichsb&uuml;rger und Verschw&ouml;rungstheoretiker&rdquo; sei &ndash; &ldquo;manipulativ&rdquo; ausgeklammert. Man h&auml;tte die Kritiker ausf&uuml;hrlich zu Wort kommen lassen m&uuml;ssen. Eine &ldquo;Schmieren-Dokumentation&rdquo; sei das deshalb, weil die Doku und ihr Autor, der &ldquo;Haus- und Hof-Filmer Naidoos&rdquo;, diese Kritik an dem dunkelh&auml;utigen S&auml;nger aus Mannheim einfach als &ldquo;irre&rdquo; abgetan habe . . . [&hellip;]<br>\nNun spielen die ersten &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo; schon wieder die alte Platte und schreiben flei&szlig;ig bei Niggemeiers &ldquo;&Uuml;bermedien&rdquo;-Blog ab &ndash; wobei sie ohne Scham zugeben, die Doku selbst gar nicht gesehen zu haben (man hat ja keine Zeit mehr heute f&uuml;r sowas&hellip;.). Stattdessen verl&auml;sst man sich auf seine Peer Groups in der K&auml;seglocke des journalistischen Milieus . Der Hang zum &ldquo;Mainstream&rdquo; wirkt als Katalysator von Gleichklang &ndash; offenbar ein systemisches Problem des gegenw&auml;rtigen Journalismus. Deshalb gibt es exklusiv f&uuml;r den Medienkritiker und seine Abschreiber hier ein paar Antworten auf diesen Artikel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kress.de\/news\/detail\/beitrag\/134967-dokumentarfilmer-antwortet-xavier-naidoo-kritikern-harold-woetzels-plaedoyer-fuer-journalismus-ohne-vorurteile.html\">kress.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Woetzels Replik auf Niggemeier ist sehr engagiert und lesenswert. Vergleichen Sie doch bitte einmal die <a href=\"http:\/\/uebermedien.de\/5186\/einer-wie-jesus-verhetzt-weil-er-fuer-den-frieden-ist\/\">Replik mit Niggemeiers Verriss<\/a>. Der Qualit&auml;tsunterschied zwischen der sachlich differenzierten Kritik und der Ad-Hominem-Rabulistik des &bdquo;&Uuml;berjournalisten&ldquo; Niggemeier k&ouml;nnte kaum gr&ouml;&szlig;er sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Russlands Eliten stehen hinter Putin<\/strong><br>\nDer Westen schaut genau hin, was in Russland vor sich geht. Nein, nicht die westlichen Medien, die schreiben ihre Hetze ohne hinzuschauen. Aber die Entscheider im Westen, die die Hetze bestellen, bestellen sich auch ein realistisches Bild der Lage, um entscheiden zu k&ouml;nnen, mit welchen Mitteln sie besonders effektiv gegen Russland Krieg f&uuml;hren k&ouml;nnen. Seit Gorbatschow besteht die Strategie darin, Russlands Eliten zu nutzen, um Russland von innen heraus zu zerst&ouml;ren. Anderthalb Jahrzehnte war das von gro&szlig;em Erfolg gekr&ouml;nt. Dann kam eine &auml;hnlich lange Zeitspanne, in der diese Strategie nicht mehr so gut wirkte. Und inzwischen fragt sich der Westen ernsthaft, ob die Strategie &uuml;berhaupt noch irgendwas bewirkt.<br>\nDas russische Volk steht voll hinter seinem Pr&auml;sidenten. Auch die Regierungspartei hat breite Unterst&uuml;tzung. Aber das Volk ist nur das Volk, man kann es auch ignorieren, wenn man die Eliten f&uuml;r sich eingenommen hat. Wie sieht es mit den heutigen russischen Eliten aus? Das fragen sich westliche Strategen und das Hamilton Colledge aus den USA hat eine Umfrage in den Reihen der russischen Eliten durchgef&uuml;hrt, um eine Antwort zu finden. Die Ergebnisse sind sehr interessant.<br>\nPutin und die regierende Partei &bdquo;Einiges Russland&ldquo; werden von russischen Eliten als derzeit alternativlos eingesch&auml;tzt. Derzeit bedeutet: noch f&uuml;r ein Jahrzehnt. Auf die Frage, welcher Partei man zugeh&ouml;rt oder von welcher Partei man sich am besten repr&auml;sentiert f&uuml;hlt, ist &bdquo;Einiges Russland&ldquo; absolut alternativlos, sagen die russischen Eliten (Tabelle auf Seite 5).<br>\nDas aktuelle politische System in Russland findet &uuml;ber die Jahre immer mehr Akzeptanz (nunmehr &uuml;ber 40%). Das westliche Demokratiesystem ist auf der Wunschliste ziemlich abgeschlagen mit weniger als einem F&uuml;nftel.<br>\nGanz spannend: 80% der russischen Eliten nehmen die USA als Bedrohung wahr. So viele wie noch nie seit 1993. Und 88% unterstellen den USA feindliche Absichten. Ebenfalls ein Maximum seit 1993.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/analitik.de\/2016\/05\/27\/russlands-eliten-stehen-hinter-putin\/\">Analitik<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.hamilton.edu\/documents\/russianelite2016final.pdf\">The Russian Elite 2016 &ndash; 2016 Hamilton College Levitt Poll<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>UK is most corrupt country in the world, says mafia expert Roberto Saviano<\/strong><br>\n&lsquo;It&rsquo;s not the bureaucracy, it&rsquo;s not the police, it&rsquo;s not the politics but what is corrupt is the financial capital&rsquo;<br>\nBritain is the most corrupt country in the world, according to journalist Roberto Saviano, who spent more than a decade exposing the criminal dealings of the Italian Mafia.<br>\nMr Saviano, who wrote the best-selling expos&eacute;s Gomorrah and ZeroZeroZero, made the comments at the Hay Literary Festival. The 36-year-old has been living under police protection since publishing revelations about members of the Camorra, a powerful Neapolitan branch of the mafia, in 2006.<br>\nHe told an audience at Hay-on-Wye: &ldquo;If I asked you what is the most corrupt place on Earth you might tell me well it&rsquo;s Afghanistan, maybe Greece, Nigeria, the South of Italy and I will tell you it&rsquo;s the UK.<br>\nDavid Cameron&rsquo;s &lsquo;fantastically corrupt&rsquo; gaffe mocked by Afghan delegation at Anti-Corruption Summit<br>\nCorrupt elites will fight hard to stop the dismantling of the looting machines from which they draw their vast wealth<br>\nWorld&rsquo;s 10 most corrupt countries have received &pound;2.7bn in UK aid since David Cameron became Prime Minister<br>\n&ldquo;It&rsquo;s not the bureaucracy, it&rsquo;s not the police, it&rsquo;s not the politics but what is corrupt is the financial capital. 90 per cent of the owners of capital in London have their headquarters offshore.<br>\n&ldquo;Jersey and the Cayman&rsquo;s are the access gates to criminal capital in Europe and the UK is the country that allows it. That is why it is important why it is so crucial for me to be here today and to talk to you because I want to tell you , this is about you, this is about your life, this is about your government.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.independent.co.uk\/news\/uk\/home-news\/roberto-saviano-britain-corrupt-mafia-hay-festival-a7054851.html\">Independent<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Europa<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Einigung zwischen Griechenland und der Eurogruppe wird die Rezession versch&auml;rfen. Sie f&uuml;hrt das Land geradewegs in Richtung Abgrund<\/strong><br>\nDas Treffen der Eurogruppe am Dienstag letzter Woche besiegelte endg&uuml;ltig die Kapitulation der einstmals radikalen SYRIZA vor der Europ&auml;ischen Kommission und dem IWF. Das Abkommen bringt Griechenland dem Abgrund ein St&uuml;ck n&auml;her.<br>\nDie Eurogruppe hat u.a. beschlossen, 10,3 Milliarden Euro aus dem Rettungsfonds in zwei Tranchen freizugeben, eine im Juni in H&ouml;he von 7,5 Milliarden und eine nach dem Sommer von 2,8 Milliarden. Damit wird der griechische Staat &uuml;ber gen&uuml;gend Mittel verf&uuml;gen, um seine Auslandsschulden f&uuml;r das Jahr 2016 zu begleichen und wird einen Teil seiner inl&auml;ndischen R&uuml;ckst&auml;nde bezahlen k&ouml;nnen. Die Eurogruppe hat auch entschieden, Griechenland einen kleinen &ldquo;kurzfristigen&rdquo; Schuldennachlass zu gew&auml;hren, wie zum Beispiel die Gl&auml;ttung des R&uuml;ckzahlungsprofils von EFSF-Schulden. Die Diskussion &uuml;ber substanziellere &ldquo;mittelfristige&rdquo; Schuldenerleichterungen wurde auf 2018, die Zeit nach der n&auml;chsten Bundestagswahl, verschoben.<br>\nF&uuml;r dieses &bdquo;gro&szlig;z&uuml;gige Entgegenkommen&ldquo; haben der griechische Ministerpr&auml;sident Tsipras und seine Regierung folgende Ma&szlig;nahmen beschlossen:\n<ol type=\"i\">\n<li>Fiskalische Einsparungen von 5,4 Milliarden, das sind 3% des BIP von 2016 bis 2018. Dazu geh&ouml;ren eine K&uuml;rzung der Pensionen und eine Erh&ouml;hung der direkten und indirekten Steuern.<\/li>\n<li>Den Verkauf von notleidenden Krediten und schwer verk&auml;uflichen Verm&ouml;genswerten von Banken an private Fonds.<\/li>\n<li>Die massenhafte Privatisierung &ouml;ffentlicher Wirtschaftsg&uuml;ter, die teilweise von Griechenlands Gl&auml;ubigern durchgef&uuml;hrt wird. Die Erl&ouml;se werden zweckgebunden f&uuml;r den Schuldendienst der &ouml;ffentlichen Schulden verwendet.<\/li>\n<li>Eine &ldquo;automatische Schuldenbremse&ldquo;, die &ouml;ffentlichen Ausgaben k&uuml;rzt, wenn die Gefahr besteht, dass Griechenland mittelfristig das vorgegebene Sparziel eines Prim&auml;r&uuml;berschusses verfehlt.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/05\/griechenland-bleibt-auf-dem-pfad-der-torheit\/\">Costas Lapavitsas auf Makroskop<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Eine britische Lektion f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nIn gut drei Wochen, am 23. Juni, k&ouml;nnten sich die Briten aus dem R&auml;derwerk der Europ&auml;ischen Union befreien. Doch langsam wird ihnen bewusst: Keine EU ist auch keine L&ouml;sung. Viele &uuml;berzeugte Briten erleben gerade eine schlimme Zeit. &Uuml;ber Jahrzehnte mussten sie ohnm&auml;chtig erdulden, wie die Souver&auml;nit&auml;t und Demokratie ihrer stolzen Nation im R&auml;derwerk der Europ&auml;ischen Union zerrieben wurde. Nun endlich bietet sich ihnen die Chance, dieser Schmach ein Ende zu machen.<br>\nUnter dem Druck seiner eigenen Partei l&auml;sst der konservative Premier David Cameron das Wahlvolk &uuml;ber die Mitgliedschaft des Vereinigten K&ouml;nigreichs in der EU abstimmen. In gut drei Wochen, am 23. Juni, k&ouml;nnten sich die Briten also befreien. Doch jetzt m&uuml;ssen sie erkennen: Die Befreiung droht zu scheitern.<br>\nDenn seit Monaten vergeht kaum ein Tag, ohne dass ausl&auml;ndische Politiker, kundige Experten und einflussreiche Organisationen mit harten Worten vor dem ersehnten &bdquo;Brexit&ldquo; warnen. Das begann mit US-Pr&auml;sident Barack Obama. Ohne die EU, konstatierte er, w&uuml;rde Britannien an Sicherheit, Einfluss und Wohlstand verlieren. Schlimmer noch: F&uuml;r die nach einem EU-Austritt notwendigen neuen Handelsabkommen mit den USA werde das Land sich &bdquo;hinten anstellen&ldquo; m&uuml;ssen, stellte er klar. Es werde keine Vorzugsbehandlung in Washington geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/grossbritannien-und-der-brexit-eine-britische-lektion-fuer-europa\/13656712.html\">Harald Schumann im Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsch-franz&ouml;sisches Verh&auml;ltnis gest&ouml;rter denn je<\/strong><br>\nIn der Energie- und Umweltpolitik: nur Gegens&auml;tze und Konflikte. Aber auch in der Au&szlig;enpolitik sucht man vergeblich nach Gemeinsamkeiten. Deutschland und Frankreich sind weit auseinander ger&uuml;ckt, meint der Historiker Klaus Manfrass.<br>\nDie Wiederholung von Vers&ouml;hnungsbildern kann nicht dar&uuml;ber hinweg t&auml;uschen, da&szlig; die bilateralen Beziehungen seit der deutschen Wiedervereinigung nie in einem derart kritischen Zustand waren: Kein gemeinsames Handeln auf europ&auml;ischer Ebene. Der einst beschworene Motor blockiert. Die nicht abgesprochenen Alleing&auml;nge der Kanzlerin in der Fl&uuml;chtlingsthematik haben den franz&ouml;sischen Staatspr&auml;sidenten in die Bredouille gebracht, wenn er nach jeder Begegnung mit Angela Merkel einer Europ&auml;isierung der Fl&uuml;chlingspolitik zustimmte und dann sein Premierminister Manuel Valls laut und entschieden dementierte. Solche Pannen ersch&uuml;tterten die Glaubw&uuml;rdigkeit des Staatschefs, und haben auch anti-deutsche Ressentiments &ndash; selbst in der Mitte der franz&ouml;sischen Gesellschaft &ndash; wieder aufleben lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/historiker-ueber-beziehung-100-jahre-nach-verdun-deutsch.1005.de.html?dram:article_id=355294\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Preis der Deregulierung<\/strong><br>\nIn Frankreich dauern die Proteste gegen die &Uuml;bernahme deutscher Deregulierungsmodelle (&ldquo;Agenda 2010&rdquo;) an. Auch f&uuml;r die kommende Woche k&uuml;ndigen Gewerkschaften umfassende Streikaktionen gegen die &ldquo;Arbeitsmarktreform&rdquo; an, mit der die Pariser Regierung eine weitere Anpassung an die neoliberalen Standards Berlins vollziehen will. Hintergrund der Reform ist, dass die deutsche Wirtschaft sich durch die rot-gr&uuml;ne Agenda-Politik erhebliche Vorteile nicht zuletzt gegen&uuml;ber der franz&ouml;sischen Konkurrenz sichern konnte &ndash; und ihre dominierende Stellung in der EU seitdem systematisch ausgebaut hat. Weil alle Versuche gescheitert sind, Berlin zur Abkehr von der Deregulierungs- und Austerit&auml;tspolitik zu veranlassen, sucht Paris nun mit ihrer Nachahmung seinen weiteren &ouml;konomischen Absturz abzuwenden. Dies wird von einer klaren Mehrheit der franz&ouml;sischen Bev&ouml;lkerung abgelehnt, nicht zuletzt mit Blick auf die sozialen Folgen des Vorbilds, der deutschen &ldquo;Agenda 2010&rdquo;. Zur Durchsetzung der Arbeitsmarktreform hebelt Frankreichs Regierung demokratische Verfahren aus und oktroyiert die Reform per Dekret &ndash; ein weiterer Schritt zur Entdemokratisierung in der deutsch dominierten EU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59375\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Milch macht&acute;s<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Moskau: Asiatische Milliardeninvestition in Milchproduktion<\/strong><br>\nW&auml;hrend Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmid einen &ldquo;Milchgipfel&rdquo; abh&auml;lt werden in Russland Fakten geschaffen<br>\nHeute hat Bundesagrarminister Christian Schmidt Vertreter von Landwirten, Molkereien und Supermarktkonzernen zu einem &ldquo;Milchgipfel&rdquo; geladen. Anlass daf&uuml;r ist, dass der Milchpreis nach Beginn des Sanktionskrieges mit Russland von etwa 40 auf 28 Cent fiel und inzwischen mancherorts sogar bei unter 20 Cent liegt (vgl. Folge der Sanktionspolitik: Milchpreis sinkt unter 20 Cent). F&uuml;r diesen Preis k&ouml;nnen viele deutsche Bauern nicht kostendeckend produzieren und m&uuml;ssen langfristig aufgeben oder ihren Betrieb als sehr teures Hobby weiterf&uuml;hren. [&hellip;]<br>\nDie vorher von Schmidt aufgestellte These, dass letztere den &ldquo;Verfall der Milchpreise aufhalten&rdquo; k&ouml;nnten, h&auml;lt die Verbraucherorganisation Foodwatch in einem heute ver&ouml;ffentlichten Marktcheck f&uuml;r widerlegt: Daf&uuml;r verglich die Organisation die Preise von 31 verschiedenen konventionellen und Bio- Frisch- und H-Milch-Marken mit den Betr&auml;gen pro Liter, die Molkereien daf&uuml;r an Landwirte zahlen. Dabei kam heraus, dass die Bauern im April von f&uuml;r die Herstellung von Ja!-Vollmillch t&auml;tigen Molkereien die gleichen 26 Cent ausbezahlt bekamen wie f&uuml;r das vergleichbare Hochpreisprodukt von B&auml;renmarke, obwohl diese in Rewe-Superm&auml;rkten mit 1,15 Euro das Zweieinhalbfache der f&uuml;r 46 Cent abgegebenen Billigmarke kostet.<br>\nUnd w&auml;hrend die Preisdifferenz zwischen der billigsten (46 Cent) und der teuersten Nicht-Bio-Milch (1,29 Euro) im Einzelhandel 83 Cent (beziehungsweise 180 Prozent) pro Liter ausmachte, lag die Differenz zwischen den 23,7 und 28,4 Cent beim Betrag, den die Bauern daf&uuml;r bekamen, bei maximal 4,7 Cent. Bei Bio-Produkten, die im Einzelhandel &uuml;ber einen Euro kosten, war die gemessene &ldquo;Diskrepanz zwischen [dem] Verkaufspreis im Supermarkt und dem Auszahlungspreis&rdquo; in H&ouml;he von etwa 48 Cent pro Liter etwas weniger gro&szlig;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48382\/1.html\">Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.foodwatch.org\/de\/informieren\/preise-und-qualitaet\/aktuelle-nachrichten\/marktcheck-verbraucher-koennen-verfall-der-milchpreise-nicht-aufhalten\/\">foodwatch<\/a><\/li>\n<li><strong>Milchwahnsinn mit Methode<\/strong><br>\nDass der Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) nun vorschl&auml;gt, neue M&auml;rkte im Globalen S&uuml;den wie Iran zu erschlie&szlig;en, um dort deutsches Fleisch und Milch abzusetzen, m&uuml;sste seinen Parteikollegen und Entwicklungsminister Gerd M&uuml;ller auf die Barrikaden treiben. Schon jetzt wird durch die Liberalisierung des EU-Milchmarktes der Weltmarkt mehr denn je mit EU-Milch h&auml;ufig in Form von Milchpulver &uuml;berschwemmt. Die Produzenten, die zu Niedrigstpreisen nicht mithalten k&ouml;nnen, verschwinden und mit ihnen Einkommen und Besch&auml;ftigung. So werden Fluchtursachen geschaffen. Schmidts Vorschlag ist eine Bankrotterkl&auml;rung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1013580.milchwahnsinn-mit-methode.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Milch, Schweine und die Marktwirtschaft<\/strong><br>\nSinkende Preise bringen die Bauern in Bedr&auml;ngnis. Doch nicht sie, sondern Politik und &Ouml;konomen m&uuml;ssen umdenken. Der Preis f&uuml;r einen Liter Milch f&auml;llt von 40 auf 20 Cent. Auch der Preis f&uuml;r Schweinefleisch f&auml;llt dramatisch und folgt offenbar dem Gesetz, das man einst den Schweinezyklus nannte. Einige sind dar&uuml;ber froh, einige regen sich auf. Viele Bauern, sagt man, h&auml;ngen sich auf. Die Leitartikel sind voll von Milch und voller Ratlosigkeit (hier und hier zum Beispiel). Auch diejenigen, die mit den Bauern sympathisieren, scheuen sich, ernsthafte Konsequenzen zu ziehen. Niemand stellt die grunds&auml;tzliche Frage, um die es geht. Die Frage n&auml;mlich, ob man in einem Bereich, wo so etwas passiert, &uuml;berhaupt mit marktwirtschaftlichen Regeln arbeiten kann. Die Antwort ist einfach: Nein!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/05\/milch-schweine-und-die-marktwirtschaft\/\">Heiner Flassbeck auf Makroskop<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die deutsche Lohnpolitik und die Alleinschuld<\/strong><br>\nNorbert H&auml;ring hat &bdquo;deutsche Keynesianer&ldquo; beschuldigt, auf der &bdquo;Alleinschuld&ldquo; der Lohnpolitik zu beharren und die Bedeutung von &bdquo;Kapitalstr&ouml;men&ldquo; f&uuml;r die Eurokrise zu verkennen. Eine Replik.<br>\nMit einer Anmerkung von Heiner Flassbeck<br>\nIn seinem Beitrag vom 24. Mai 2016 geht Norbert H&auml;ring auf seinem Blog (Link) auf einen Beitrag von Paul Steinhardt (Link) ein, der wiederum einen Beitrag von Frederic Heine und Thomas Sablowski (Link) diskutiert. Es geht in deren Beitrag um die Frage, ob die deutsche Lohnpolitik oder internationale Kapitalstr&ouml;me f&uuml;r die Krise der Eurozone verantwortlich sind. (&hellip;)<br>\nIch will den Ausf&uuml;hrungen von Dirk Ehnts, denen ich voll zustimme, nur eine kleine Anmerkung hinzuf&uuml;gen. Norbert H&auml;ring, den ich als unabh&auml;ngigen Kopf sch&auml;tze, hat sich in seiner Kritik so weit verrannt, dass wenige Worte gen&uuml;gen.<br>\nEr schreibt:<br>\n&bdquo;Keynesianer wie Heiner Flassbeck und Peter Bofinger sehen dagegen die Schuld bei Deutschland, wegen zu niedriger Lohnsteigerungen. Einige linke &Ouml;konomen kritisieren diese Sichtweise als zu nahe bei den Neoklassikern &ndash; zu Recht.&ldquo;<br>\nSeit etwa vierzig Jahren sage ich unabl&auml;ssig, dass kein vern&uuml;nftiger Mensch, Keynesianer oder nicht, bestreiten kann, dass ein Land, in dem die Lohnst&uuml;ckkosten weniger steigen als bei seinen Handelspartnern, sich einen Vorteil verschaffen kann, wenn die Handelspartner darauf nicht reagieren oder die W&auml;hrung dieses Landes nicht aufwertet. Wer das bestreitet, m&uuml;sste auch bestreiten, dass man sich durch Abwertung der eigenen W&auml;hrung, durch Importz&ouml;lle oder Exportsubventionen einen Vorteil verschaffen kann. Warum sollte man das bestreiten? Zuzugeben, dass es diesen Mechanismus gibt, hat mit Vernunft zu tun, aber nichts, absolut gar nichts mit N&auml;he zur Neoklassik zu tun.<br>\nEtwas ganz anderes ist der binnenwirtschaftliche Kanal, auf dem &ndash; nach der Behauptung der &uuml;blichen neoklassischen Theorie &ndash; positive Wirkungen auf die Besch&auml;ftigung entstehen, wenn die Reall&ouml;hne sinken. Niemand &ndash; und das ist sicher keine &Uuml;bertreibung &ndash; hat sich in Deutschland mehr und intensiver mit dieser Theorie auseinandergesetzt als ich und niemand hat sie, wiederum seit vierzig Jahren, vehementer abgelehnt. Mir daher N&auml;he zur Neoklassik vorzuwerfen, w&auml;re zum Lachen, wenn der Vorgang an sich nicht so traurig w&auml;re.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/05\/deutsche-lohnpolitik-und-die-alleinschuld-eine-keynesianische-perspektive\/\">Dirk Ehnts auf Makroskop<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/620-keynesianer#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>CDU ber&auml;t &uuml;ber &Auml;nderungen beim Spitzensteuersatz<\/strong>\n<ul>\n<li>Unionsfraktionschef Kauder hat die Mittelstandsvereinigung der Union (MIT) aufgefordert, &ldquo;ein schl&uuml;ssiges Konzept&rdquo; f&uuml;r eine &Auml;nderung beim Spitzensteuersatz vorzulegen.<\/li>\n<li>&Auml;nderungen sind aus Sicht des MIT-Vorsitzenden Linnemann n&ouml;tig, denn inzwischen m&uuml;sse &ldquo;schon fast jeder Durchschnittsverdiener den Spitzensteuersatz zahlen&rdquo;.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In der CDU wird jetzt &uuml;ber &Auml;nderungen beim Spitzensteuersatz beraten. Unionsfraktionschef Volker Kauder hatte am Samstag zur Forderung des Wirtschaftsfl&uuml;gels, den Spitzensteuersatz erst bei h&ouml;heren Einkommen als bisher greifen zu lassen, gesagt: &ldquo;&Uuml;ber das Thema werden wir sprechen.&rdquo; Der Fraktionschef forderte die Mittelstandsvereinigung der Union auf, &ldquo;ein schl&uuml;ssiges Konzept vorzulegen&rdquo;. Dies solle &ldquo;aber auch alle anstehenden Aufgaben des Staates ber&uuml;cksichtigen&rdquo;. Derzeit wird der Spitzensteuersatz von 42 Prozent bereits ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von circa 53 000 Euro f&auml;llig. (&hellip;)<br>\nDass &Auml;nderungen beim Spitzensteuersatz n&ouml;tig seien, zeige schon ein Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte. &ldquo;In den Sechzigerjahren griff der Spitzensteuersatz erst beim 15-Fachen des Durchschnittsverdienstes, heute schon beim 1,3-Fachen&rdquo;, sagte Linnemann. Inzwischen m&uuml;sse also &ldquo;schon fast jeder Durchschnittsverdiener den Spitzensteuersatz zahlen&rdquo;.<br>\nDer Spitzensteuersatz liegt heute allerdings deutlich niedriger als fr&uuml;her. In den Neunzigerjahren hatte er noch 53 Prozent betragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spitzensteuersatz-geld-und-gerechtigkeit-1.3010322\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.B.:<\/strong> Dieser Artikel der Onlineausgabe der S&uuml;ddeutschen Zeitung vermittelt doch oberfl&auml;chlich den Eindruck, dass jeder Durchschnittsverdiener den Spitzensteuersatz von 42% auf sein zu versteuerndes Einkommen zahlen muss. Nehmen wir einmal wegen der besseren Teilbarkeit ein zu versteuerndes Jahresgehalt von 54.000 EUR. Das sind dann pro Monat 4.500 EUR. F&uuml;r diese zahlt man im Jahr 2016 in der Lohnsteuerklasse I lt. verschiedenen Online-Rechnern 886 EUR Lohnsteuer. Das entspricht einem Steuersatz von 19,69%. Ich gehe einmal davon aus, dass die 54.000 EUR Jahreseinkommen definitiv nicht den Durchschnittsverdienst darstellen und dieser deutlich tiefer liegt. Daher werden wohl auch die wenigsten Leser nachpr&uuml;fen, wie hoch der Steuersatz bei 53.000 EUR Jahreseinkommen wirklich ist. Wenn ich hier nicht einen entscheidenden Denk- und Rechenfehler habe, ist dieser Artikel als sehr manipulativ einzusch&auml;tzen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Unterschied zwischen dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Grenzsteuersatz\">Grenzsteuersatz<\/a> und dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Durchschnittssteuersatz_(Einkommensteuer)\">Durchschnittssteuersatz<\/a> ist leider nur den wenigsten Journalisten bekannt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die bittere Wahrheit &uuml;ber das deutsche Jobwunder<\/strong><br>\nDeutsche Arbeitgeber haben schon 1,5 Millionen Mitarbeitern Teilzeitvertr&auml;ge mit flexiblen Einsatzzeiten aufgedr&uuml;ckt. Ministerin Andrea Nahles schaut dem Vormarsch der &ldquo;Arbeit auf Abruf&rdquo; tatenlos zu. [&hellip;]<br>\nDie niedrigen Arbeitslosenzahlen &ndash; 2,744 Millionen im April, rund 100.000 weniger als ein Jahr zuvor &ndash; sind letztlich erkauft. Erkauft dadurch, dass die Politik einen Graubereich im Niedriglohnsektor offen h&auml;lt, in dem Menschen in Jobs zweiter Klasse arbeiten. Auf sie werden betriebswirtschaftliche Risiken abgew&auml;lzt. Eben durch Kapovaz-Vertr&auml;ge. Oder durch bestimmte Tochtergesellschaftskonstruktionen.<br>\nDie M&ouml;belhauskette XXXL etwa, die &uuml;berall in Deutschland riesige L&auml;den betreibt, stellt ihre Verk&auml;ufer bei Tochtergesellschaften des M&ouml;belkonzerns an. Die bekommen dann von der Betreiberfirma des jeweiligen M&ouml;belhauses einen Auftrag. Wird dieser Auftrag gek&uuml;ndigt, ist die Besch&auml;ftigungsgesellschaft insolvent &ndash; und die Mitarbeiter k&ouml;nnen auf einen Schlag betriebsbedingt gek&uuml;ndigt werden. In mehreren St&auml;dten mussten sich in den vergangenen Jahren die Arbeitsgerichte aus diesem Grund mit dem Unternehmen besch&auml;ftigen.<br>\nDer j&uuml;ngste Vorsto&szlig; von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), eine der Auspr&auml;gungen des Flexibilisierungstrends abw&uuml;rgen zu wollen &ndash; n&auml;mlich die Werksvertr&auml;ge &ndash;, kann kaum dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass Firmen die geschlossenen Schlupfl&ouml;cher an anderer Stelle gleich wieder durch neue kreative Arbeitsvertragskonstruktionen ersetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article155793994\/Die-bittere-Wahrheit-ueber-das-deutsche-Jobwunder.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rechtswidrig und doch g&uuml;ltig<\/strong><br>\nSozialministerin Andrea Nahles will die Nachzahlung von zu niedrigen Jobcenter-Leistungen erschweren &ndash; unter anderem. Die Korrektur von rechtswidrigen Hartz-IV-Bescheiden soll weiter eingeschr&auml;nkt werden. Das plant Sozialministerin Andrea Nahles (SPD). Anfang April hat Nahles einen Gesetzentwurf zur &bdquo;Rechtsvereinfachung&ldquo; von Hartz IV vorgelegt. Auf 112 Seiten sind unz&auml;hlige hochkomplexe &Auml;nderungsvorschl&auml;ge enthalten, die das Recht sicher nicht einfacher machen. Am Montag h&ouml;rt der Sozialausschuss des Bundestags dazu Experten an. Ein Vorschlag wird dort besondere Beachtung erhalten, nachdem &bdquo;Report Mainz&ldquo; j&uuml;ngst berichtete, &bdquo;wie Andrea Nahles Arbeitslose um ihre Rechte bringen will&ldquo;. Dabei geht es um ein Besonderheit des Sozialrechts, die sogenannten &Uuml;berpr&uuml;fungsantr&auml;ge. Sozialbescheide k&ouml;nnen nicht nur binnen einem Monat mit dem &uuml;blichen Widerspruch angegriffen werden, sondern auch noch Jahre sp&auml;ter. Wenn die Beh&ouml;rde das Recht falsch angewandt hat oder von einem falschen Sachverhalt ausging, muss der Bescheid r&uuml;ckwirkend aufgehoben werden. Die Beh&ouml;rde muss zu wenig bezahlte Leistungen bis zu vier Jahre lang nachzahlen. (&hellip;)<br>\nDas Bundessozialgericht (BSG) hat allerdings 2011 ein Urteil gesprochen, das diese Einschr&auml;nkung weitgehend leerlaufen lie&szlig;. Eine neue st&auml;ndige Rechtsprechung soll nur dann die r&uuml;ckwirkende Nachzahlung verhindern, wenn die Beh&ouml;rden die alte Rechtslage bundesweit einheitlich angewandt haben. Das ist praktisch nie der Fall, jedenfalls schwer zu beweisen. Deshalb will Nahles nun dieses BSG-Urteil aushebeln und nur noch auf die einheitliche Rechtspraxis des zust&auml;ndigen Jobcenters abstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Neuregelungen-von-Hartz-IV\/!5304931\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> K&uuml;rzlich hatte die SPD eine Konferenz abgehalten, auf der auch die Partei-Spitze die Parole ausgab: <a href=\"http:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/spd-wertekonferenz-mehr-sozialer-gerechtigkeit-vertrauen-gewinnen\">Mit mehr sozialer Gerechtigkeit Vertrauen gewinnen<\/a>. Und nun das. Glaubt Frau Nahles tats&auml;chlich, dass das &ldquo;soziale Gerechtigkeit&rdquo; ist, mit der &ldquo;Vertrauen&rdquo; gewonnen werden kann? Wei&szlig; diese Partei-Spitze eigentlich, was soziale Gerechtigkeit ist?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Rechtsvereinfachung SGB II: Parit&auml;tischer fordert Bundestag auf, umstrittenes Gesetz zur Hartz-IV-Reform komplett fallen zu lassen<\/strong><br>\nAls &ldquo;kaltes Apparatschikgesetz&rdquo;, mit dem die Rechtsposition von Millionen Hartz-IV-Beziehern geschw&auml;cht und ihre Lebenssituation verschlechtert werde, kritisiert der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband das geplante Gesetz zur so genannten Rechtsvereinfachung im SGB II (Hartz IV), das nach erster Lesung im Bundestag heute im Ausschuss f&uuml;r Arbeit und Soziales beraten wird. Der vorliegende Gesetzesentwurf habe mit Entb&uuml;rokratisierung so gut wie nichts zu tun, sondern versch&auml;rfe vor allem Kontroll- und Sanktionsmechanismen. F&uuml;r Millionen Betroffene drohten k&uuml;nftig Leistungseinschnitte. Der Parit&auml;tische fordert die Abgeordneten des Deutschen Bundestags auf, das Gesamtpaket fallen zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/53407\/3338991\">Presseportal<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Ouml;ffentlicher Nahverkehr: Ein Widerspruch zu den EU-Wettbewerbsregeln?<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Kommission argumentiert die Durchsetzung von Markt- und Wettbewerbsregeln auch in den Bereichen der &ouml;ffentlichen Dienstleistungen bzw der Daseinsvorsorge immer mit der zu erreichenden h&ouml;heren Effizienz und einem besseren Kundennutzen. Im Bereich des &ouml;ffentlichen Nahverkehrs auf der Schiene droht sie dabei jedoch dieses hehre Ziel aus den Augen zu verlieren und will Wettbewerb gegen die Interessen der Fahrg&auml;ste und das &ouml;ffentliche Interesse durchsetzen. Deshalb geht es bei den &Ouml;BB spannend wie in einem Wirtschaftskrimi zu: Kurz vor Weihnachten wurden die Konzernzentrale sowie die Verkehrsverb&uuml;nde Wien-Nieder&ouml;sterreich (VOR), Ober&ouml;sterreich und Salzburg von einer Hausdurchsuchung &uuml;berrascht. MitarbeiterInnen der EU-Kommission forderten Zugang zu allen internen Unterlagen. Verdacht: Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung! Kartellabsprachen! Unerlaubte staatliche Beihilfen!<br>\nAls Hintergrund der Razzia werden suspekte Finanzfl&uuml;sse zwischen &ouml;ffentlicher Hand, &Ouml;BB und den Verkehrsverb&uuml;nden genannt. Aber auch illegale Beihilfen und Intransparenz bei der Preisgestaltung stehen am Pranger. Die Hausdurchsuchung soll Licht ins Dunkel des fast ausschlie&szlig;lich staatlich finanzierten Nah- und Regionalverkehrs bringen.<br>\nWas ist da los? Geheime Machenschaften, dunkle Finanzstr&ouml;me, Geldw&auml;sche, Korruption? Aber nein: Es geht um die einfache Frage, ob das Angebot eines qualitativ hochwertigen &ouml;ffentlichen Nahverkehrs durch den Staat f&uuml;r seine B&uuml;rgerInnen im Rahmen des EU-Wettbewerbskorsetts m&ouml;glich ist. Oder ob das Konzept, das dazu gef&uuml;hrt hat, dass &Ouml;sterreich nach der Schweiz den bestausgebauten &ouml;ffentlichen Nahverkehr bietet und die zufriedensten Bahnpassagiere hat unzul&auml;ssigen Verdr&auml;ngungswettbewerb darstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/oeffentlichernahverkehr_vs_wettbewerbsregeln\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nato-Exzellenzzentren<\/strong><br>\nPlanen f&uuml;r den n&auml;chsten Krieg (&hellip;)<br>\nIm Zuge des 2002 auf dem Nato-Gipfeltreffen in Prag eingeleiteten Umbaus der Nato-Kommandostruktur wurde die Neugr&uuml;ndung des Alliierten Kommando Transformation (ACT) beschlossen, mit der Aufgabe, die Transformation der Allianz hin zu einem international agierenden milit&auml;rischen Interventionsb&uuml;ndnis voranzutreiben. Unterst&uuml;tzt wird das ACT dabei durch die Etablierung einer neuen Struktur milit&auml;rischer Denkfabriken, sogenannten Exzellenzzentren[1] (Centre of Excellence &ndash; COE). Deren Anzahl ist inzwischen auf 24[2] solcher Einrichtungen angewachsen (Tendenz steigend), womit die Frage in den Vordergrund r&uuml;ckt, welche Bedeutung diese f&uuml;r die Nato haben.<br>\nIn einer ersten Kleinen Anfrage der Partei die Linke 2015 &auml;u&szlig;erten die Abgeordneten bez&uuml;glich der Nato-Exzellenzzentren die Bef&uuml;rchtung, &bdquo;dass mit den Exzellenzzentren gezielt und mit Steuergeldern finanziert Foren f&uuml;r Milit&auml;rs und angehende F&uuml;hrungskr&auml;fte geschaffen werden, um au&szlig;erhalb der milit&auml;rischen Befehlskette, politischen Kontrolle und kritischen &Ouml;ffentlichkeit auch in Spezialfeldern, wie der Cyber-kriegsf&uuml;hrung und der strategischen Kommunikation, eine offensivere Doktrin der NATO zu entwickeln und dass dabei das V&ouml;lkerrecht kaum Beachtung findet.&ldquo;[3]<br>\nDie vorliegende Arbeit wird u. a. der Frage nachgehen, inwieweit diese Bedenken berechtigt sind und welche Bedeutung den Nato-Exzellenzzentren innerhalb der Milit&auml;rallianz zukommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/05\/30\/nato-exzellenzzentren\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die gesamte Studie kann <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/download\/IMI-Analyse2016_6.pdf\">hier<\/a> aufgerufen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die integrative Kraft des Sports ist ein Mythos<\/strong><br>\nDer Philosoph Wolfram Eilenberger sieht in Deutschland ein hohes Ma&szlig; an Alltagsrassismus. Die angebliche Boateng-&Auml;u&szlig;erung von AfD-Vize Alexander Gauland nannte er im Deutschlandfunk unverantwortlich. Die &ldquo;integrative Kraft des Sports&rdquo; bezeichnete Eilenberger allerdings als Mythos: &ldquo;Wir bilden uns ein, dass der Sport eine sehr starke integrative Kraft hat, w&auml;hrend das nur in zwei, drei Sportarten der Fall ist.&rdquo; [&hellip;]<br>\nDass viele Fans Migranten in der Nationalmannschaft begr&uuml;&szlig;en w&uuml;rden, Migranten in der Realit&auml;t aber ablehnten, h&auml;lt Eilenberger f&uuml;r einen Fall von &ldquo;kognitiver Dissonanz&rdquo;. Es gebe weiter ein hohes Ma&szlig; an Alltagsrassismus. Als Beschreibung sei Gaulands kolportierte Aussage wohl nicht falsch; interessant sei aber, dass der AfD-Vizevorsitzende das nicht bedaure, sondern politisches Kapital daraus schlagen wolle: &ldquo;Wenn Herr Gauland das best&auml;tigend und fast schon h&auml;misch sagt, und sagt, das ist genau das, was unsere W&auml;hler wollen, dann begeht er eine Unverantwortlichkeit. Wenn man anmahnt, dass es in diesem Bereich noch viel zu tun gibt, dann ist es keine Unverantwortlichkeit.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/philosoph-wolfram-eilenberger-die-integrative-kraft-des.694.de.html?dram:article_id=355509\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>#Hochwatergate<\/strong><br>\nStell Dir vor, es ist Naturkatastrophe in Deutschland, Menschen sterben, werden schwer verletzt. Und das ganze Leid, die ganze Katastrophe findet im Stillen statt. Kein Brennpunkt im Ersten, keine Sondersendungen in SWR und BR, wo das Desaster haupts&auml;chlich stattgefunden hat, kein Trend bei Twitter und, wer h&auml;tte das gedacht: Bei Bild, das uns ein &bdquo;Tornado-Wochenende&ldquo; angedroht hat, gab es erst ab 1 Uhr morgens ganz oben einen kleinen schwarzen Balken, dass es einen Toten gegeben h&auml;tte. Vorher: das schiere Nichts, wenn man von der routinierten Pflichterf&uuml;llung von G&uuml;nter Jauch absieht in der Hoffnung, dass sich die dunklen Schubladen bei #fiesefriede nie gegen ihn &ouml;ffnen m&ouml;gen: Das Drama hatte schon am Nachmittag begonnen und sich dann laufend in den Abend und in die Nacht gesteigert. Auf Facebook und Twitter waren Menschen in Not zu sehen, in meterhohen Flutwellen um ihr Leben k&auml;mpfend. Was haben die zust&auml;ndigen &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien unternommen, um ihre Existenz zu rechtfertigen, von B&uuml;rgern bezahlt zu werden und diese zu besch&uuml;tzen? Nichts. Nichts. Nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wetterkanal.kachelmannwetter.com\/hochwatergate\/\">J&ouml;rg Kachelmann<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Aufbruch: Warum wir dabei sind. Warum du dabei sein solltest<\/strong><br>\nViele haben das Gef&uuml;hl, dass gerade alles schlimmer wird. Dem k&ouml;nnen wir etwas entgegensetzen, wenn wir uns in Politik involvieren und aktiv werden. Das ist das Ziel der Aufbruch-Aktionskonferenz, die am 3. und 4. Juni in Wien-Liesing stattfindet. Wie es dazu gekommen ist, warum wir den Aufbruch als mosaik-Redaktion richtig und wichtig finden und warum wir meinen, dass auch ihr euch daran beteiligen sollt, erfahrt ihr hier.<br>\nSeit mehr als einem Jahr analysieren, kommentieren und kritisieren wir die &ouml;sterreichische Politik. Als wir den mosaik-blog starteten, gingen wir von einer einfachen These aus: Es gibt Alternativen zu den herrschenden Verh&auml;ltnissen in &Ouml;sterreich, es gibt vielf&auml;ltiges Wissen, es gibt zahlreiche Erfahrungen die f&uuml;r eine positive Ver&auml;nderung der &ouml;sterreichischen Gesellschaft eingesetzt werden k&ouml;nnten. Doch sie kommen in den etablierten Medien ebenso wenig vor wie in der Parteienlandschaft. Wir wollten einen Ort schaffen, an dem diese Alternativen zusammen kommen und wahrgenommen werden. Im mosaik soll sich abbilden, was im herrschenden Politik- und Medienbetrieb meist unsichtbar gemacht wird. (&hellip;)<br>\nSo wie bisher kann es nicht weitergehen &ndash; mit den gesellschaftlichen und politischen Verh&auml;ltnissen in &Ouml;sterreich, in Europa, ja in der ganzen Welt. Das trifft aber auch auf uns selbst zu. So weiter zu machen wie bisher, in vereinzelten Projekten oft nebeneinander, manchmal auch gegeneinander arbeitend, w&auml;re fahrl&auml;ssig.<br>\nAufbruch hei&szlig;t also auch: Ausbrechen aus alten Gewohn- und Gewissheiten, raus aus der Komfortzone. Die Aufbruch-Aktionskonferenz soll der Startschuss f&uuml;r eine breit angelegte Kampagne sein, die die Wut, die wir selbst und viele andere im Bauch tragen, in die Gesellschaft tr&auml;gt. Durch Pr&auml;senz im &ouml;ffentlichen Raum, durch spektakul&auml;re Aktionen, indem wir unsere Botschaften und Forderungen prominent in die Medien bringen. Vor allem aber indem wir in den Gr&auml;tzeln, Stadtteilen und Ortschaften, am Arbeitsplatz, an Schulen und Hochschulen mit den vielen Menschen ins Gespr&auml;ch kommen, die das Scheitern der herrschenden Elitenpolitik in ihrem eigenen Alltag erfahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mosaik-blog.at\/aufbruch-warum-wir-dabei-sind-warum-du-dabei-sein-solltest\/\">mosaik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Zu begr&uuml;&szlig;en w&auml;re eine &ldquo;Aufbruch-Aktionskonferenz&rdquo; auch in Deutschland. Mehr &uuml;ber die Initiative in &Ouml;sterreich k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/aufbruch.or.at\/\">hier<\/a> erfahren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Rezensionen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Norwegen als Spionage-Hochburg<\/strong><br>\nDer Journalist B&aring;rd Wormdal beschreibt in seinem Buch wie Norwegen seit dem Kalten Krieg zum Dreh- und Angelpunkt von Spionaget&auml;tigkeiten f&uuml;r die USA und die NATO wurde. Er sprach mit Zeitzeugen nutzte unter anderem Dokumente, die Edward Snowden &ouml;ffentlich gemacht hat. Der Domen ist ein ganz besonderer Ort in der Finnmark. Hier ist Norwegen zu Ende. Eisige Polarwinde fegen &uuml;ber die Landspitze hinweg, und der Ausblick auf die schneebedeckten Bergh&auml;nge ist grandios. Der Horizont erstreckt sich so weit, dass man geradezu die Kr&uuml;mmung der Erdoberfl&auml;che erahnen kann. Vom h&ouml;chsten Gipfel sieht man den &ouml;stlichsten Punkt des Landes. Aber dahinter sieht man noch etwas anderes: die Schiffe auf dem russischen Teil der Barentssee. Hier f&uuml;hrt die m&auml;chtige Nordmeerflotte ihre Man&ouml;ver durch, und der Luftraum ist Tummelplatz f&uuml;r russische Kampfflugzeuge, die von hier zu ihren Erkundungsfl&uuml;gen aufbrechen. Und noch weiter oben, &uuml;ber den Pol hinweg, verlaufen die Flugbahnen f&uuml;r Interkontinentalraketen.&rdquo;<br>\nIn der N&auml;he des Domen befindet sich auch die 6000-Seelen-Gemeinde Vads&oslash; mit ihrer weithin sichtbaren Abh&ouml;rstation mit hunderten Mitarbeitern. Doch was in ihrem Inneren genau passiert &ndash; das erahnen die Anwohner allenfalls. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r die &ldquo;Marjata&rdquo;. Das unauff&auml;llige Schiff sieht man auch mal an den Anlegern der F&auml;hrlinie &ldquo;Hurtigruten&rdquo; vor Anker liegen, deklariert als Forschungsschiff. Aber seine Aufgabe besteht in Wirklichkeit aus Spionageeins&auml;tzen auf der Barentssee. [&hellip;]<br>\nNorwegen spielt noch immer eine bedeutende Rolle, wenn es darum geht, dem gro&szlig;en Nachbarn im Osten in die Karten zu schauen. Aber Wormdal stellt zu Recht auch eine ganz entscheidende Forderung in den Raum: Wenn diese Abh&ouml;rpraktiken auch in Zukunft ben&ouml;tigt werden, wenn Norwegen daf&uuml;r Millionensummen ausgibt und sich dabei zum willf&auml;hrigen Vasallen der USA macht &ndash; dann muss der &Ouml;ffentlichkeit zumindest ansatzweise reiner Wein eingeschenkt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nsa-und-cia-norwegen-als-spionage-hochburg.1310.de.html?dram:article_id=355606\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Zu m&auml;chtig &ndash; und gleichzeitig zu schwach<\/strong><br>\nWelche Position muss Deutschland in Europa einnehmen? Der Journalist Hans Kundnani attestiert der Bundesrepublik in seinem Buch &ldquo;German Power&rdquo; eine paradoxe Rolle: Einerseits sei Deutschland zu m&auml;chtig, um keine f&uuml;hrende Rolle zu spielen, andererseits zu schwach, um auf dem Kontinent f&uuml;r Stabilit&auml;t zu sorgen. Kritik &uuml;bt Kundnani vor allem am deutschen Wirtschaftsnationalismus. [&hellip;]<br>\nMit der Integration Deutschlands in Europa und der Einf&uuml;hrung des Euro scheint die deutsche Frage zwar zun&auml;chst entsch&auml;rft. Aber nur in geopolitischer Hinsicht, nicht in &ouml;konomischer, so der Autor. Was die wirtschaftliche Leistungsbilanz angeht, also die Exportoffensive der deutschen Wirtschaft, sei die deutsche Frage weiter virulent. Der Autor sieht darin eine neue Form des Wirtschaftsnationalismus: &ldquo;Diese neue Spielart des &ouml;konomischen Nationalismus fu&szlig;te auf Deutschlands &uuml;berragenden Exporten, die offenbar die D-Mark als Symbol deutschen Wirtschaftserfolgs ersetzt hatten. Deutschland war schon immer stolz darauf gewesen, Exportweltmeister zu sein, doch in den 2000er-Jahren schienen Exporte nicht nur f&uuml;r die deutsche Wirtschaft, sondern auch f&uuml;r das deutsche Nationalgef&uuml;hl von zentraler Bedeutung zu sein: Die Deutschen betrachteten sich zunehmend als Exportnation.&rdquo; [&hellip;]<br>\nIn seiner Kritik am Wirtschaftsnationalismus Deutschlands liegt die St&auml;rke des Buches. &Uuml;berzeugend legt Kundnani dar, wie Deutschland seine Wirtschaftsmacht dazu einsetzt, den anderen Staaten in Europa eine Austerit&auml;tspolitik aufzuherrschen, die etwa im Fall Griechenland nicht einmal der Internationale W&auml;hrungsfonds f&uuml;r &ouml;konomisch umsetzbar h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/deutschlands-rolle-in-europa-zu-maechtig-und-gleichzeitig.1310.de.html?dram:article_id=355602\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>TV-Tipp: #Beckmann &ndash; Die geteilte Gesellschaft<\/strong><br>\nWarum die Kluft zwischen Arm und Reich immer gr&ouml;&szlig;er wird<br>\nIn keinem anderen Land in Europa ist der Reichtum so ungleich verteilt wie in Deutschland. W&auml;hrend die reichsten zehn Prozent der Bev&ouml;lkerung heute &uuml;ber rund zwei Drittel des Verm&ouml;gens verf&uuml;gen, w&auml;chst trotz Wirtschaftswachstums und Rekordbesch&auml;ftigung die Armut. In einigen deutschen Metropolen gilt bereits jedes vierte Kind als armutsgef&auml;hrdet. Wie kann das sein in einem der reichsten L&auml;nder der Welt? Wie kann mehr Gerechtigkeit geschaffen werden?<br>\nReinhold Beckmann und sein Team begeben sich auf Spurensuche in einem gespaltenen Land. Sie treffen Hartz-IV-Empf&auml;nger und Menschen, die trotz regul&auml;rer Arbeit nicht mehr von ihrem Einkommen leben k&ouml;nnen. Sie besuchen den Kalker Mittagstisch in K&ouml;ln, wo jeden Tag mehr als einhundert Kinder und Jugendliche kostenlos ein warmes Essen erhalten, da sie zu Hause nicht mehr ausreichend versorgt werden. Und sie sprechen mit renommierten Experten wie den &Ouml;konomen Marcel Fratzscher und Max Otte sowie dem Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbandes Ulrich Schneider &uuml;ber die Gr&uuml;nde, warum die Schere zwischen Arm und Reich sp&uuml;rbar immer weiter auseinandergeht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/beckmann\/sendungen\/Die-geteilte-Gesellschaft,gesellschaft210.html\">ARD<\/a>\n<p>Sendetermin: 31.05.2016, 22:45 ARD<\/p>\n<p><strong>Dazu: Politik versagt beim Kampf gegen Armut<\/strong><br>\nSeit Jahren h&ouml;re er nur Absichtsbekundungen, sagt Ulrich Schneider vom Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverband im Interview. Ver&auml;ndert habe sich wenig. Fehlt es am politischen Willen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/beckmann\/videos\/Politik-versagt-beim-Kampf-gegen-Armut,beckmann828.html\">ARD<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Bigott in Frankreich<\/strong><br>\nIn Frankreich zeigt sich, wie ein &uuml;bergro&szlig;er Sozialstaat an seinen eigenen Versprechen ersticken kann &ndash; und wie das beharrliche Ignorieren der Realit&auml;t irgendwann das politische und wirtschaftliche System unterminiert.<br>\nFranzosen gehen fr&uuml;h in Rente (im Schnitt mit 60 Jahren) und bekommen dann ein vergleichsweise hohes Ruhestandsgeld. Zuvor arbeiten sie so wenige Wochenstunden wie kaum eine andere Nation. Und w&auml;hrend in vielen anderen L&auml;ndern seit Mitte der Nullerjahre die durchschnittlichen Jahresarbeitszeiten wieder angestiegen sind, auch in Deutschland, liegen sie in Frankreich unver&auml;ndert niedrig, wie die Stockholmer Wirtschaftsforscher Timo Boppart und Per Krusell ermittelt haben.<br>\nKein anderer westlicher Staat gibt soviel f&uuml;r Soziales aus: 33 Prozent der Wirtschaftsleistung flie&szlig;en in Renten, Gesundheit oder Arbeitslosenunterst&uuml;tzung (zum Vergleich: Deutschland: 26 Prozent). Ach ja, auch die gesetzlichen Mindestl&ouml;hne sind so hoch wie nirgends sonst in der EU (zwei Drittel des mittleren Einkommens).<br>\nFrankreich lebt eindeutig &uuml;ber seine Verh&auml;ltnisse. In Skandinavien kann eine wettbewerbsf&auml;hige Wirtschaft gro&szlig;z&uuml;gige Sozialstaaten tragen. In Frankreich geht diese Rechnung nicht mehr auf: Das gallische Wachstum ist schwach, es entstehen zu wenige Jobs. Arbeitslosigkeit ist das Top-Thema im Land. Ein Viertel der Jugendlichen sind betroffen. Die Regierung will Besch&auml;ftigungsh&uuml;rden einrei&szlig;en, indem sie den Arbeitmarkt flexibilisiert. Doch die Verunsicherung ist so gro&szlig;, dass kaum jemand darauf vertraut, weniger Jobsicherheit k&ouml;nnte am Ende zu besseren Jobchancen f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/frankreich-streiks-und-proteste-bigott-in-frankreich-a-1094658.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Herrlich, &ldquo;Wirtschaftsexperte&rdquo; Henrik M&uuml;ller gibt wieder einmal seine neoliberale Weltsicht zum Besten und gew&auml;hrt tiefe Einblicke in die Faktenignoranz und bizarre Gedankenwelt der Neoliberalen. Laut den Angaben zum Autor, wirkt er als Professor f&uuml;r wirtschaftspolitischen Journalismus an der TU Dortmund, sorgt also daf&uuml;r, dass der &ldquo;qualit&auml;tsjournalistische&rdquo; Nachwuchs auf Linie gebracht wird. <\/em><\/p>\n<p><em>Nach M&uuml;llers Darstellung ist f&uuml;r Frankreichs aktuelle Probleme allein &ldquo;ein &uuml;bergro&szlig;er Sozialstaat&rdquo; verantwortlich, gekennzeichnet dadurch, dass es noch kein Lohn- und Sozialdumping &agrave; la Allemagne gibt, sondern, eine Schreckensvision f&uuml;r jeden Neoliberalen, Rente mit 60, einen wesentlich h&ouml;heren Mindestlohn als in Deutschland und eine 35-Stunden-Woche. M&uuml;ller wirft Frankreich vor, es habe deswegen &ldquo;an Wettbewerbsf&auml;higkeit eingeb&uuml;&szlig;t&rdquo;, l&auml;sst aber lieber unerw&auml;hnt woran das liegt. Dazu sollten man wissen, wie im unten aufgef&uuml;hrten Hinweis &ldquo;Preise und Lohnst&uuml;ckkosten &ndash; unter welchem Druck steht Frankreich?&rdquo; ausf&uuml;hrlich dargestellt wird, dass Frankreich bez&uuml;glich der Produktivit&auml;t sich keinesfalls schlechter entwickelt hat als Deutschland. Zudem hat sich die franz&ouml;sische Wirtschaft seit 1999, anders als die deutsche, im Durchschnitt fast exakt an das Inflationsziel der EZB angepasst: Ihre Lohnentwicklung folgte der Produktivit&auml;tsentwicklung gem&auml;&szlig; der goldenen Lohnregel. Dadurch hat Frankreich f&uuml;r eine vern&uuml;nftige Entwicklung seiner Binnennachfrage gesorgt, von der gerade auch Deutschlands Exporte profitierten.<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn Frankreich &ldquo;an Wettbewerbsf&auml;higkeit eingeb&uuml;&szlig;t&rdquo; und &ldquo;Exportmarktanteile&rdquo; verloren hat, dann liegt das im wesentlichen an der merkantilistischen Wirtschaftspolitik Deutschlands und nicht am &ldquo;&uuml;bergro&szlig;en Sozialstaat&rdquo; oder daran, dass Frankreich &ldquo;&uuml;ber seine Verh&auml;ltnisse&rdquo; lebt, wie M&uuml;ller in bew&auml;hrter neoliberaler Verdrehung der Realit&auml;t unterstellt. G&auml;nzlich unversch&auml;mt wird es, wenn M&uuml;ller Frankreich eine steigende Verschuldung vorwirft. Zu Deutschlands von Rekordwert zu Rekordwert eilenden Export&uuml;berschuss befragt, w&uuml;rde M&uuml;ller daran sicher nichts auszusetzen haben, diesen sogar als Vorteil betrachten, dass aber der Export&uuml;berschuss des einen, die Schulden des anderen sind, scheint f&uuml;r einen Neoliberalen aber einfach zu hoch zu sein.<\/em><\/p>\n<p><em>Die immer gleiche neoliberale Litanei darf da nicht fehlen, nur eine Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, sprich mehr prek&auml;re Besch&auml;ftigung, Niedrigl&ouml;hne, befristete Arbeit und Einkommensungleichheit w&uuml;rden &ldquo;am Ende zu besseren Jobchancen f&uuml;hren.&rdquo; Nat&uuml;rlich w&uuml;rde ein Festhalten Frankreichs am Sozialstaat zum Ende Europas &ldquo;in seiner heutigen Form&rdquo; f&uuml;hren. Dass allein Deutschland mit seiner &ldquo;Beggar-thy-neighbor&rdquo; Politik f&uuml;r die existenzielle Krise der W&auml;hrungsunion verantwortlich ist, verschlie&szlig;t sich der beschr&auml;nkten neoliberalen Perspektive M&uuml;llers dagegen v&ouml;llig. Letztendlich hei&szlig;t &ldquo;&uuml;bergro&szlig;er Sozialstaat&rdquo; bei den Neoliberalen ganz einfach, dass die Mittel, die in soziale Leistungen investiert werden, doch besser in den Taschen der Reichen und Superreichen landen sollten.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2015\/06\/preise-und-lohnstueckkosten-unter-welchem-druck-steht-frankreich-teil-1-050-e\/\">Preise und Lohnst&uuml;ckkosten &ndash; unter welchem Druck steht Frankreich?<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Und: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/05\/das-deutsche-lohnregime-als-rueckgrat-des-merkantilismus\/\">Das deutsche Lohnregime und der Merkantilismus<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(AT\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-33594","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33594","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=33594"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33594\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33597,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33594\/revisions\/33597"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=33594"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=33594"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=33594"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}