{"id":33604,"date":"2016-06-01T08:47:38","date_gmt":"2016-06-01T06:47:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33604"},"modified":"2016-06-01T08:47:38","modified_gmt":"2016-06-01T06:47:38","slug":"hinweise-des-tages-2635","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33604","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33604#h01\">Gauland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33604#h02\">Von Kapitalismus und Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33604#h03\">B&uuml;ndnis will CETA stoppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33604#h04\">Brasiliens Regierung am Abgrund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33604#h05\">Griechenland: Was wollen Sie noch, Herr Sch&auml;uble?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33604#h06\">Portugal folgt nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33604#h07\">Drohen Deutschen bald griechische Verh&auml;ltnisse?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33604#h08\">45 Millionen Menschen leben weltweit in Sklaverei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33604#h09\">Langzeitarbeitslose in Deutschland: Die Abgeschriebenen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33604#h10\">Jedes siebte Kind auf Hartz IV angewiesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33604#h11\">Andrea Nahles sieht bei Ausbeuter-Methoden keinen Handlungsbedarf &ndash; leider<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33604#h12\">Gro&szlig;demo gegen US-Basis Ramstein &ndash; Interview mit dem Vorsitzenden des Deutschen Freidenker-Verbandes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33604#h13\">Kalter Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33604#h14\">Von CIA entf&uuml;hrter Hamburger Islamist taucht beim IS auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33604#h15\">Der Bundestag und das Geldsystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33604#h16\">Verfassungsschutz will in Sachen AfD nicht &ldquo;Konkurrenzschutz&rdquo; etablierter Parteien sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33604#h17\">Privat ein Laster, &ouml;ffentlich eine Tugend<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gauland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sein Spitzname: Gauleiter<\/strong><br>\nPotsdam, Berliner Vorstadt, gleich hinter der Glienicker Br&uuml;cke rechts ab. Ein paar Meter weiter liegt der Heilige See, Potsdams Top-Adresse. Jauch und Joop wohnen hier. Und Alexander Gauland, Vize-Chef der AfD und derzeit mal wieder in aller Munde. Am Sonntag meldete die &bdquo;Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung&ldquo;, Gauland habe in einem Hintergrundgespr&auml;ch &uuml;ber den schwarzen Fu&szlig;ballnationalspieler J&eacute;r&ocirc;me Boateng gesagt: &bdquo;Die Leute finden ihn als Fu&szlig;ballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.&ldquo; Einen Boateng! H&ouml;chste Zeit, einmal Gaulands Nachbarn zu fragen: Wen h&auml;tten Sie lieber nebenan, Gauland oder Boateng? [&hellip;]<br>\nEin Mittvierziger, Hirnforscher aus Magdeburg, ist gerade mit seinen beiden kleinen Kindern auf dem Weg in eine Gartenparzelle um die Ecke. Wen h&auml;tte er lieber als Nachbarn? &bdquo;Ganz klar Herrn Boateng.&ldquo; Von Herrn Gauland habe er gar nicht gewusst, dass er in der Gegend wohnt. &bdquo;Aber wer so etwas sagt, ist ein Rassist.&ldquo;<br>\nEin Ehepaar will gerade mit seiner Tochter im Haus verschwinden. Kurzer Dialog &uuml;ber den Gartenzaun. &bdquo;Wen wir lieber h&auml;tten? Ganz klar den Fu&szlig;baller&ldquo;, sagt die Frau. [&hellip;]<br>\nAuf dem Fahrrad ist ein Mann mittleren Alters unterwegs, wie sich herausstellt, ein Diplomverwaltungswirt. Er sei drauf und dran, einen Strafantrag zu stellen, &bdquo;wegen Volksverhetzung&ldquo;. Gaulands Ausfl&uuml;chte, er k&ouml;nne sich an die Aussagen gar nicht erinnern, er kenne Boateng gar nicht und k&ouml;nne ihn alleine deswegen schon nicht beleidigt haben, und im &Uuml;brigen habe er nur Volkes Meinung wiedergegeben, l&auml;sst sein Nachbar nicht gelten. &bdquo;Keiner hier m&ouml;chte Herrn Gauland als Nachbarn haben. Der hat hier den Spitznamen Gauleiter.&ldquo;<br>\nEin anderer Radler, deutlich j&uuml;nger, kannte den j&uuml;ngsten Gauland-Spruch noch nicht. Sp&auml;ter sagt er nur: &bdquo;Nette Nachbarn sind immer besser als b&ouml;se Nachbarn. Es kommt nicht so sehr auf die Namen an, aber auf die Menschen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/boateng-beleidigung-sein-spitzname--gauleiter,1472596,34302684.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Shitstorm, der nach hinten losging<\/strong><br>\n&bdquo;Die Leute finden ihn als Fu&szlig;ballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben,&ldquo; soll laut Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung AfD-Vize Gauland gesagt haben und damit den Fu&szlig;ballstar beleidigt haben. Alexander Gauland<br>\nZuerst stellte sich die Frage, ob diese &Auml;u&szlig;erung &uuml;berhaupt beleidigend sei oder zumindest rassistisch. Eigentlich besagt sie ja nicht, dass Gauland etwas gegen den Nationalspieler hat, sondern stellt nur die Ressentiments in der Bev&ouml;lkerung dar. Man muss schon sehr gewagt interpretieren, um das als Rassismus von Gauland zu sehen.<br>\nBevor jedoch im Internet differenziert &uuml;ber diese Frage diskutiert wurde, musste erst einmal ein veritabler Shitstorm inszeniert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/djv-bb.de\/der-shitstorm-der-nach-hinten-los-ging\/\">DJV Berlin-Brandenburg<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese Meldung ging gestern &ndash; angesto&szlig;en durch AfD-Kreise &ndash; durch die Sozialen Netzwerke, Der DJV-Bundesverband vetritt interessanterweise zu dieser Thematik eine <a href=\"https:\/\/www.djv.de\/startseite\/profil\/der-djv\/pressebereich-download\/pressemitteilungen\/detail\/article\/keine-afd-stimmungsmache.html\">vollkommen andere Position<\/a> und kritisiert Gauland scharf. Wer oder was ist &uuml;berhaupt der &bdquo;DJV Berlin-Brandenburg&ldquo;? Der &bdquo;offizielle&ldquo; Ableger des DJV in dieser Region ist jedenfalls nicht der DJV BB, sondern der Journalistenverband Berlin-Brandenburg (<a href=\"https:\/\/www.jvbb-online.de\/startseite.html\">JVBB<\/a>). Offenbar hat sich der DJV BB, als &bdquo;Nachfolger&ldquo; einer pleite gegangenen <a href=\"http:\/\/www.mediummagazin.de\/archiv\/2007-2\/10-2\/pleite-und-was-nun\/\">Vorg&auml;ngerorganisation<\/a> auf dem Rechtsweg formal in den DJV <a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/printarchiv\/berlin\/article103553732\/Juristischer-Erfolg-fuer-DJV-Berlin.html\">eingeklagt<\/a>. Was der DJV BB eigentlich macht, ob er &uuml;berhaupt Mitglieder hat und wer dort das sagen hat, ist jedoch selbst in der Branche <a href=\"http:\/\/www.turi2.de\/aktuell\/djv-berlin-brandenburg-gibt-kress-de-raetsel-auf\/\">ein R&auml;tsel<\/a>. <\/em><br>\n<em>Aber auch inhaltlich liegt der Autor ziemlich daneben. Kann es sein, dass ein vermeintlicher Journalisten-Funktion&auml;r noch nie etwas vom Trick geh&ouml;rt hat, steile Thesen und nicht belegbare &Auml;u&szlig;erungen in die indirekte Rede zu packen? Gauland versucht mit diesem Stilmittel lediglich, die fremdenfeindliche Linie der AfD als Reaktion auf einen von ihm selbst in den Raum gestellten Volkswillen zu interpretieren. Das ist sch&auml;big.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>AfD-Fans glauben eher der &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; als ihrem Partei-Vize<\/strong><br>\nDas AfD-Blog &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.freiewelt.net\/\">Die Freie Welt<\/a>&ldquo;, das vom Gatten der AfD-Frontfrau Beatrix von Storch betrieben wird, fragte gestern seine Leser, ob sie in der Causa Gauland vs. FAS eher dem Parteifunktion&auml;r oder doch eher der Frankfurter Sonntagszeitung glauben. Das Ergebnis (Screenshot 7:26) war so eindeutig, dass die gesamte Umfrage wenigen Stunden sp&auml;ter im digitalen Orkus verschwand.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160601_hdt-01.png\" alt=\"\" title=\"\">\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Von Kapitalismus und Krieg<\/strong><br>\nSahra Wagenknechts Rede auf dem Parteitag der Linken in Magdeburg hat es in sich &ndash; Vom Philosophen Max Horkheimer stammt die wegen ihrer pointierten K&uuml;rze oft zitierte These: &bdquo;Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen.&ldquo; Sahra Wagenknechts Rede auf dem Magdeburger Parteitag war eine zeitgem&auml;&szlig;e Variation, eine Aktualisierung dieses Themas. &bdquo;Die Neoliberalen haben da ges&auml;t, wo die Rechten ernten. Das ist der Zusammenhang!&ldquo;, rief sie den jubelnden Delegierten gestern entgegen. Sahra Wagenknecht ist eine gute Rednerin, daran lie&szlig; sie in ihrer fast 45-min&uuml;tigen, frei gehaltenen Rede keinen Zweifel. Viel wichtiger ist, sie hat auch intellektuelle Substanz. Sie kann Polemik, aber sie sucht auch nach Erkl&auml;rungen, die tiefer sch&uuml;rfen. Sie sucht nach Gr&uuml;nden f&uuml;r das, was ist. Damit z&auml;hlt sie zu einer kleinen Minderheit von Politikern. Sie will &bdquo;die Geister einer dunklen Vergangenheit&ldquo; erkl&auml;ren, die nun wieder hochkommen, den &bdquo;&uuml;blen Rassismus, den offenen Hass und die Menschenverachtung&ldquo;. Wie ist diese Verrohung unserer Gesellschaft zu erkl&auml;ren? Diese Frage betrifft nicht nur die Linke, sie betrifft alle demokratischen Parteien und das Gemeinwesen insgesamt. Wagenknecht sieht die Ursache in einem gesellschaftlichen Klima, das diesen moralischen Niedergang erst m&ouml;glich gemacht hat. Seit Jahrzehnten werde eine neoliberale Politik betrieben, die alles daf&uuml;r tut, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu zerst&ouml;ren. &bdquo;20 Jahre Wirtschaftswachstum sind an der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung komplett vorbei gegangen.&ldquo; (&hellip;) Die Scheinheiligkeit in der Fl&uuml;chtlingsdebatte war der zweite inhaltliche H&ouml;hepunkt in Wagenknechts Rede. Man emp&ouml;re sich scheinheilig &uuml;ber die T&uuml;rkei, wenn sie ausgebildete &Auml;rzte aus Syrien nicht weiterreisen lasse. Ihre ironische Bitte an die T&uuml;rkei: Man wolle doch bitte sch&ouml;n die fittesten nach Deutschland lassen und die anderen behalten. &bdquo;N&uuml;tzlichkeitsrassismus&ldquo; nannte Wagenknecht diese Haltung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201605303966\/politik\/inland\/von-kapitalismus-und-krieg.html\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>B&uuml;ndnis will CETA stoppen<\/strong><br>\nDer Protest gegen das geplante Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada, CETA, findet nicht nur auf der Stra&szlig;e statt. In absehbarer Zeit wird er auch das Bundesverfassungsgericht besch&auml;ftigen. Am Montag k&uuml;ndigten die Organisationen Campact, Foodwatch und &raquo;Mehr Demokratie&laquo; in Berlin an, Verfassungsbeschwerde einzulegen, sobald der EU-Ministerrat offiziell mit der Sache befasst sein wird. Ansatzpunkt der Nichtregierungsorganisationen: CETA soll per Handstreich des Ministerrats &raquo;vorl&auml;ufig&laquo; in Kraft gesetzt werden, ohne dass nationale Parlamente oder Regierungen dem zugestimmt haben. Es k&ouml;nnten Jahre vergehen, bis diese Abstimmungen in allen 28 EU-Staaten durchgef&uuml;hrt werden. Bis dahin seien Fakten geschaffen, bef&uuml;rchten die Gruppen.&raquo;CETA ist nicht nur demokratiepolitisch gef&auml;hrlich, sondern auch verfassungsrechtlich bedenklich. Die bisherige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts l&auml;sst nur den Schluss zu, dass v&ouml;lkerrechtliche Vertr&auml;ge eines solchen Inhalts nicht mit dem Grundgesetz &uuml;bereinstimmen&laquo;, sagte Bernhard Kempen, Direktor des Instituts f&uuml;r V&ouml;lkerrecht und ausl&auml;ndisches &ouml;ffentliches Recht an der Universit&auml;t K&ouml;ln, der das B&uuml;ndnis als Prozessbevollm&auml;chtigter vertritt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/05-31\/011.php\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>Dazu: Das Grundgesetz verbietet die vorl&auml;ufige CETA-Anwendung<\/strong><br>\nDie vorl&auml;ufige Anwendung nach EU-Recht unterscheidet sich wesentlich von dem herk&ouml;mmlichen v&ouml;lkerrechtlichen Institut. Man k&ouml;nnte von einem Formenmi&szlig;brauch sprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/625-puersten-ceta#weiterlesen\">Gastbeitrag bei Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Brasiliens Regierung am Abgrund<\/strong><br>\nNach dem neuen Planungsminister musste nun ausgerechnet der Minister abtreten, der f&uuml;r Transparenz gegen die verbreitete Korruption sorgen sollte. Es zeigt sich immer klarer, dass es in der &Uuml;bergangsregierung in Brasilien seltsam zugeht. Nach dem Planungsminister Romero Juc&aacute; musste nur eine Woche sp&auml;ter der f&uuml;r die Korruptionsbek&auml;mpfung zust&auml;ndige Minister Fabiano Silveira seinen Hut nehmen. Auch er stolperte &uuml;ber Aufnahmen, in denen er sich eher in der Rolle zeigt, Korruption zu bef&ouml;rdern und zu decken, statt sie zu bek&auml;mpfen. Nun war es der Sender TV Globo, der Telefonaufnahmen ver&ouml;ffentlicht hat. Silveira unterh&auml;lt sich mit dem Senatschef Renan Calheiros und S&eacute;rgio Machado, gegen die wegen Korruption ermittelt wird. Er &auml;u&szlig;ert sich nicht nur abf&auml;llig &uuml;ber die Ermittlungen des Staatsanwalts, der &ldquo;auf verlorenem Posten stehe&rdquo;, sondern das damalige Mitglied des Justizrats ber&auml;t Calheiros und Machado sogar noch, wie sie sich gegen&uuml;ber den Ermittlern verhalten sollen, um ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Brasiliens-Regierung-am-Abgrund-3223705.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Griechenland: Was wollen Sie noch, Herr Sch&auml;uble?<\/strong><br>\nUnterdessen beschlossen Sch&auml;uble und der IWF &ndash; ok, die Euro-Finanzminister waren auch dabei &ndash; das Spiel Zuckerbrot und Peitsche f&uuml;r Griechenland zu verl&auml;ngern, um die Erpressung aufrecht zu halten. Im Juni wird eine Tranche in genau der H&ouml;he freigegeben, mit der Griechenland seine anstehenden Verpflichtungen gegen&uuml;ber den internationalen Gl&auml;ubigern erf&uuml;llen kann. (&hellip;) allerdings gekn&uuml;pft an neue Auflagen. Und genau das ist der neue Haken an der Sache. Denn die zweite Tranche wird &bdquo;Meilensteinen unterworfen sein, die mit der Privatisierung, einschlie&szlig;lich der neuen Privatisierungen und dem Investment Fonds, der Kontrolle und Regulierung der Banken, der Einnahmeagentur und des Energiesektors verbunden sind, die von den Europ&auml;ischen Institutionen zu bewerten und durch den EWG und den ESM Verwaltungsrat nachzupr&uuml;fen sind&ldquo; ist die eindeutige Erkl&auml;rung des deutschen Finanzministers. Anders formuliert: Jedes Mal, wenn Griechenland eine Ma&szlig;nahme erf&uuml;llt, um wirklich das ausgemachte Kreditgeld zu bekommen, werden neue Auflagen gemacht. Privatisieren und verscherbeln ist das Ziel. (&hellip;) Die griechische Regierung kann noch so viele Auflagen erf&uuml;llen und K&uuml;rzungen durchpeitschen &ndash; die Gl&auml;ubiger lassen Griechenland nicht in ruhiges Fahrwasser, so lange noch etwas zu holen ist. Und das strategische Ziel von Sch&auml;uble und Co. bleibt unver&auml;ndert: Sturz der SYRIZA-Regierung. Von Anfang an ging es ihnen darum, mit allen ihnen zur Verf&uuml;gung stehenden Mitteln den Erfolg des &bdquo;Experimentes SYRIZA&ldquo; zu verhindern. (&hellip;) Durch die &ouml;konomische Gewalt soll die linke griechische Regierung in die Knie gezwungen werden, um europaweit ein klares Zeichen auszusenden. Zur neoliberalen Hegemonie darf es keine Alternative geben. Vielmehr soll sich Angst und Schrecken und vor allem ein nachhaltiges, l&auml;hmendes Gef&uuml;hl der Ohnmacht in allen V&ouml;lkern Europas ausbreiten. Und &uuml;ber den neuen Investmentfonds soll das gesamte Verm&ouml;gen Griechenlands nach dem Muster der deutschen Treuhand unter Wert verkauft werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.westendverlag.de\/aktuelles\/kommentar-der-woche\/was-wollen-sie-noch-herr-schaeuble.html#.V0yr1_TuLCR\">Giorgos Chondros via Westend Verlag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Portugal folgt nicht<\/strong><br>\nSeit sechs Monaten regiert im Land des Fado wieder die Zuversicht. (&hellip;) Wegbereiter daf&uuml;r scheint der neue Premierminister des Landes zu sein, der Sozialist Ant&oacute;nio Costa, den man in seiner Heimat oft und gern als &raquo;chronischen Optimisten&laquo; bezeichnet. Und die Portugiesen haben gute Gr&uuml;nde, mit ihm und seinem B&uuml;ndnis zufriedener zu sein als mit den Herrschaften in den langen Jahren unter der Knute des K&uuml;rzungsdiktats. Nachdem die Mitte-rechts-Regierung unter Pedro Passos Coelho bei der Parlamentswahl im Oktober ihre Mehrheit verloren hatte, wurde Costa vom damaligen Pr&auml;sidenten An&iacute;bal Cavaco Silva mit der Regierungsbildung beauftragt. Es gelang ihm Ende November 2015 nicht nur, eine Minderheitsregierung zu bilden, sondern er brachte etwas zustande, das in den 40 Jahren zuvor unvorstellbar schien: Er vereinte alle linken Parteien. (&hellip;) Die sozialistische Minderheitsregierung nahm die Gehaltsk&uuml;rzungen im &ouml;ffentlichen Sektor zur&uuml;ck und f&uuml;hrte vier gesetzliche Feiertage wieder ein. Im Bildungsbereich strich sie die Finanzierung von Privatschulen aus Steuergeldern. Daf&uuml;r soll nun mehr in die staatlichen Schulen investiert werden. Eine zuletzt geplante Mehrwertsteuererh&ouml;hung (diese tr&auml;fe die Geringverdiener weit st&auml;rker als Wohlhabende) ist vom Tisch. Der Mindestlohn wurde erh&ouml;ht, und die Renten Anfang des Jahres immerhin angepasst. Das Linkskabinett will prim&auml;r die unteren Einkommen anheben lassen, um damit die Binnenwirtschaft anzukurbeln &ndash; eine Forderung, die gewerkschaftsnahe &Ouml;konomen seit Jahren erheben. S&uuml;deuropa solle kein Dorado f&uuml;r Niedrigl&ouml;hne werden. Costa will auch eine weitere Austerit&auml;tsma&szlig;nahme r&uuml;ckg&auml;ngig machen und ein Versprechen an seine W&auml;hler und Regierungspartner einl&ouml;sen: Die 35-Stunden-Woche im &ouml;ffentlichen Dienst soll wieder eingef&uuml;hrt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/05-31\/042.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Drohen Deutschen bald griechische Verh&auml;ltnisse?<\/strong><br>\nDie Sozialausgaben steigen, die Zahl der Erwerbst&auml;tigen sinkt: Soll der Staatshaushalt in den n&auml;chsten Jahrzehnten nicht kollabieren, muss Deutschland sich reformieren. &Ouml;konomen haben daf&uuml;r eine Idee. (&hellip;) Ifo-Chef Clemens Fuest warnte die Regierung deshalb vor neuen Rentenleistungen. Vielmehr m&uuml;sse das Renteneintrittsalter steigen und das Rentenniveau, wie im Gesetz vorgesehen, weiter sinken. Der starke Fl&uuml;chtlingsstrom im vergangenen Jahr sei aufgrund der &uuml;berwiegend geringen Schul- und Berufsbildung der Migranten eine zus&auml;tzliche Belastung f&uuml;r die Staatsfinanzen von bis zu 240 Milliarden Euro, rechnete der &Ouml;konom vor. Von der Zuwanderung von hoch Qualifizierten w&uuml;rde das Land dagegen profitieren. &ldquo;Wenn regelm&auml;&szlig;ig 200.000 gut ausgebildete Menschen netto nach Deutschland kommen, gibt es einen signifikant positiven Effekt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article155827787\/Drohen-Deutschen-bald-griechische-Verhaeltnisse.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Wenn Deutschland anderen L&auml;ndern die gut ausgebildeten Leute abwirbt, gibt es also einen &bdquo;positiven Effekt&ldquo;. Fragt sich nur, f&uuml;r wen. Dieses auf die Spitze getriebene Wettbewerbsdenken (&bdquo;wir m&uuml;ssen gegen die anderen gewinnen&ldquo;) schafft am Ende nur Verlierer. Das heute bereits extreme Wohlstandsgef&auml;lle zwischen den L&auml;ndern w&auml;chst weiter &ndash; und damit auch der Fl&uuml;chtlingsstrom. Ein Gedanke, der f&uuml;r viele offenbar immer noch zu komplex ist.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dorothea Siems mal wieder. Dieser Artikel ist wirklich Realsatire. Da regt sich Frau Siems dar&uuml;ber auf, dass Deutschland nicht attraktiv genug f&uuml;r hoch Qualifizierte sei und schl&auml;gt dann einige Zeilen sp&auml;ter ernsthaft vor, den Standort durch &bdquo;schwankende Arbeitszeiten&ldquo; und &bdquo;zeitweilige Selbstst&auml;ndigkeit&ldquo; attraktiver zu machen. Oh ja, das sind nat&uuml;rlich zwei sehr wichtige Pull-Faktoren f&uuml;r Fachkr&auml;fte, mag man da ironisch einwerfen. Was ist denn am Standort Deutschland so unattraktiv? Da w&auml;ren zum Einen die L&ouml;hne, heute wandern beispielsweise mehr hoch qualifizierte &Auml;rzte aus Deutschland in Hochlohnl&auml;nder wie USA oder Schweiz aus, als auf der anderen Seite einwandern. Es sind aber auch die Arbeitsbedingungen &hellip; Stress, Arbeitszeiten, Mobbing, steile Hierarchien und vieles mehr. Und last but not least ist Deutschland kulturell immer noch kein Einwanderungsland. Der Einwanderer wird &ndash; egal wie qualifiziert er ist &ndash; immer noch als Bedrohung oder bestenfalls als Bittsteller gesehen. So zieht man keine wirklich hoch qualifizierten Bewerber an, die sich aussuchen k&ouml;nnen, wo sie arbeiten wollen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>45 Millionen Menschen leben weltweit in Sklaverei<\/strong><br>\nMindestens 45,8 Millionen Menschen leben zurzeit weltweit in Sklaverei. Das ist das Ergebnis des am Dienstag in London vorgestellten &ldquo;Global Slavery Index&rdquo; der australischen Stiftung &ldquo;Walk Free&rdquo;. Die Zahl liegt deutlich h&ouml;her als die 2015 gez&auml;hlten 35,8 Millionen.Die Autoren der Studie geben jedoch an, der Zuwachs sei gr&ouml;&szlig;tenteils auf bessere Recherchebedingungen und -qualit&auml;t zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. In Indien gibt es nach der Studie mit 18,3 Millionen Menschen die meisten Betroffenen.Beim Anteil der Bev&ouml;lkerung in Sklaverei schneidet Nordkorea mit 4,4 Prozent am schlechtesten ab. Als moderne Sklaverei definiert die Studie alle Situationen, in denen Menschen die Kontrolle &uuml;ber ihren K&ouml;rper oder die Art ihrer Arbeit entzogen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/ticker\/45-Millionen-Menschen-leben-weltweit-in-Sklaverei-article17818526.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> In Deutschland d&uuml;rften gem&auml;&szlig; dieser Studie nicht wenige (Zwangs-)Prostituierte betroffen sein. Den &ndash; in englischer Sprache verfassten &ndash; Bericht k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/www.globalslaveryindex.org\/download\/\">hier<\/a> finden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Langzeitarbeitslose in Deutschland: Die Abgeschriebenen<\/strong><br>\nDie Wirtschaft brummt, neue Jobs entstehen. Und dennoch: Die rund eine Million Langzeitarbeitslosen in Deutschland haben nahezu keine Chance auf einen Job. Zu den gr&ouml;&szlig;ten &ldquo;Vermittlungshemmnissen&rdquo; geh&ouml;rt die Arbeitslosigkeit selbst &minus; sie macht auf lange Sicht oft krank. (&hellip;) So gibt es zwar immer weniger Arbeitslose in Deutschland, aber darunter immer mehr Menschen, die ein Jahr oder l&auml;nger ohne Arbeit sind. Inzwischen sind nach offiziellen Angaben 37,4 Prozent der Arbeitslosen Langzeitarbeitslose.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/langzeitarbeitslose-in-deutschland-die-abgeschriebenen.976.de.html?dram:article_id=355534\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Jedes siebte Kind auf Hartz IV angewiesen<\/strong><br>\nRund jedes siebte Kind in Deutschland ist von Hartz-IV-Leistungen abh&auml;ngig. Das geht aus einer Daten-Auswertung der Linken-Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann anl&auml;sslich des internationalen Kindertags am 1. Juni hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorlag. (&hellip;) In einzelnen Regionen ist die Lage deutlich schlechter: So ist in Bremen und Berlin mit 31,5 Prozent fast jedes dritte Kind unter 15 Jahren von Hartz-IV-Leistungen abh&auml;ngig (Ende 2015). In Sachsen-Anhalt sind es 21,8 Prozent, in Hamburg 20,4 Prozent. Prozentual am wenigsten Betroffene gibt es in Bayern mit 6,5 Prozent. Insgesamt sind in Ostdeutschland 20,3 Prozent der unter 15-J&auml;hrigen Hartz-IV-abh&auml;ngig, in Westdeutschland 13 Prozent. (&hellip;) Genau betrachtet gehe es beim Thema Kinderarmut nicht unmittelbar um die Armut der Kinder, sondern um die Armut ihrer Eltern und deren Auswirkung auf die Kinder, sagte Zimmermann. &bdquo;In der enormen Anzahl der Hartz-IV-Beziehenden mit Kindern spiegeln sich die in vielen Regionen immer noch angespannte Arbeitsmarktlage mit viel zu wenigen Arbeitspl&auml;tzen und Niedrigl&ouml;hne wider.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/auswertung-jedes-siebte-kind-auf-hartz-iv-angewiesen\/13664552.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Insbesondere Frau Nahles &ndash; aber auch zu vielen Mitgliedern der SPD-Spitze &ndash; m&uuml;sste angesichts dieser Zahlen die Schamesr&ouml;te ins Gesicht steigen. Sollte jedoch eine solche Gesichtsfarbe erkennbar sein, dann vermutlich nicht aus diesem Grund, sondern vor Zorn &uuml;ber die Ver&ouml;ffentlichung dieser peinlichen Zahlen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Uns geht&acute;s doch gut! Oder doch nicht?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Andrea Nahles sieht bei Ausbeuter-Methoden keinen Handlungsbedarf &ndash; leider<\/strong><br>\nManchmal &uuml;berraschen einen die Mainstream-Medien doch. Ausgerechnet Springers &bdquo;Welt&ldquo; weist heute auf neue Ausbeuter-Methoden von Konzernen hin: &bdquo;Die niedrigen Arbeitslosenzahlen sind letztlich erkauft. Erkauft dadurch, dass die Politik einen Graubereich im Niedriglohnsektor offen h&auml;lt, in dem Menschen in Jobs zweiter Klasse arbeiten. Auf sie werden betriebswirtschaftliche Risiken abgew&auml;lzt.&ldquo; Bundesweit sind mehr als anderthalb Millionen Menschen von sogenannten &bdquo;kapazit&auml;tsorientierten variablen Arbeitszeiten&rdquo; betroffen. Den Besch&auml;ftigten wird damit nur eine Mindeststundenzahl zugesichert, sie m&uuml;ssen sich aber bereithalten, jederzeit mehr zu arbeiten. Solche und &auml;hnliche Konstrukte sind besonders beliebt bei Handelsketten, aber auch in der Gastronomie, dem Tourismus oder der Pflege. Immer beliebter bei Firmenchefs sind auch bestimmte Tochtergesellschafts-Konstruktionen. Laut &bdquo;Welt&ldquo; stellt etwa die M&ouml;belhauskette XXXL ihre Verk&auml;ufer nicht mehr selbst ein, sondern bei Tochtergesellschaften, die daf&uuml;r von der Betreiberfirma des jeweiligen M&ouml;belhauses einen Auftrag bekommen. Wenn dieser Auftrag wieder gek&uuml;ndigt wird, ist die Besch&auml;ftigungsgesellschaft insolvent &ndash; und die Mitarbeiter k&ouml;nnen sofort betriebsbedingt gek&uuml;ndigt werden. Solche Ausbeuter-Methoden w&auml;ren ein Fall f&uuml;r eine sozialdemokratische Arbeitsministerin. Andrea Nahles sieht jedoch keinen Handlungsbedarf, teilt das Ministerium zum Thema Arbeit auf Abruf mit, schreibt die &bdquo;Welt&ldquo;. Offensichtlich l&ouml;st sich die SPD nicht von der verheerenden Agenda-Ideologie. Die Folgen sieht man in den aktuellen Meinungsumfragen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1098347300226736\/?type=3&amp;pnref=story\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gro&szlig;demo gegen US-Basis Ramstein &ndash; Interview mit dem Vorsitzenden des Deutschen Freidenker-Verbandes<\/strong><br>\nVon der US-Kommandozentrale in Rheinland-Pfalz wird sowohl der US-Dohnenkrieg gef&uuml;hrt als auch die neue nukleare Bedrohung gegen Russland gesteuert. Rainer Rupp im Gespr&auml;ch mit dem Bundesvorsitzenden des Deutschen Freidenker-Verbandes Klaus Hartmann &uuml;ber die Kampagne &ldquo;Stopp Ramstein&rdquo;, geplante Aktionen im Juni 2016 sowie die Initiative &ldquo;Deutschland raus aus der NATO &ndash; NATO raus aus Deutschland&ldquo;. (&hellip;) &bdquo;Sowohl B&uuml;chel wie auch Ramstein m&uuml;ssten dicht machen, wenn die Bundesregierung den Truppenstationierungsvertrag k&uuml;ndigen w&uuml;rde &ndash; was sie mit Zwei-Jahres-Frist kann! Das muss das Ziel der Mehrheit unserer B&uuml;rger werden. Und das w&auml;re es l&auml;ngst, wenn ihnen bewusst w&auml;re, welchen Gefahren sie durch die aggressive US-Pr&auml;senz ausgesetzt sind. Deshalb m&uuml;ssen wir weiter aufkl&auml;ren und ich lade die Leser und Leserinnen von RT Deutsch ein, am Freitag, dem 10. Juni, an spannenden Vortr&auml;gen und Workshops teilzunehmen, u.a. mit Willy Wimmer (Vers&ouml;hnungskirche in Kaiserslautern, Leipziger Str. 1), und am Samstag, 11. Juni mit uns zu demonstrieren und sich in die Menschenkette f&uuml;r den Frieden einzureihen: Auftaktkundgebungen Kaiserslautern Hauptbahnhof 11.00 bis 13.00 Uhr, Landstuhl Stadthalle und in Ramstein-Miesenbach 11.30 bis 13.30 Uhr sowie die Abschlusskundgebung in der N&auml;he der Air Base gegen 15.30 Uhr, bei der u.a. Oskar Lafontaine und ein ehemaliger US-Drohnenpilot sprechen. Mehr Information &uuml;ber Ablauf und Organisation kann man im Internet unter ramstein-kampagne.eu oder auf der Webseite des Deutschen Freidenkerverbands finden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/38620-grossdemo-gegen-us-basis-ramstein\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kalter Krieg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>NATO-Man&ouml;ver im Baltikum mit 10.000 Milit&auml;rs aus 12 L&auml;ndern<\/strong><br>\nDas NATO-Milit&auml;rman&ouml;ver &bdquo;Saber Strike 2016&ldquo; wird bis Mitte Juni von den US-Bodentruppen in Europa organisiert. Ge&uuml;bt werden gemeinsame Handlungen der NATO-Staaten zur Verteidigung der baltischen L&auml;nder, darunter die Verlegung von Ger&auml;t, Munition und Personal. (&hellip;) An den &Uuml;bungen sind ungef&auml;hr 10.000 Armeeangeh&ouml;rige aus 12 NATO-L&auml;ndern beteiligt. 3.500 von ihnen kommen aus dem Ausland, vor allem aus den USA. An den Man&ouml;vern nimmt auch Finnland teil, obwohl es dem Atlantischen B&uuml;ndnis nicht angeh&ouml;rt. (&hellip;) Die &Uuml;bungen beginnen mit der Operation unter dem Codenamen &bdquo;Dragoon Ride II&ldquo; (auf Deutsch &bdquo;Dragonerritt II&ldquo;), bei der ungef&auml;hr 1.000 US-Soldaten mit 400 Kampffahrzeugen aus Deutschland nach Estland &uuml;ber zwei Marschrouten mit Zwischenstationen in Tschechien, Polen, Litauen und Lettland disloziert werden sollen. Die Man&ouml;ver werden am 13. Juni zu Ende gehen. Zuvor hatte der Befehlshaber der Verteidigungskr&auml;fte Estlands, General Riho Terras, die NATO gebeten, im Baltikum Patriot-Flugabwehrraketen stationieren zu lassen. Die baltischen L&auml;nder brauchten das US-Flugabwehrraketensystem, um einen m&ouml;glichen Angriff aus Russland abschlagen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/38623-nato-saber-strike-2016\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Verst&auml;ndlicherweise gibt es unter den Balten eine wache Erinnerung an die sowjetische Annexion von 1940. Aber was hat diese historische Situation mit der Gegenwart zu tun? Wie schon in der Westukraine spielt die Nato auch hier mit historisch gewachsenen &Auml;ngsten der Bev&ouml;lkerung, um sich als &bdquo;Besch&uuml;tzer&ldquo; aufspielen zu k&ouml;nnen und damit den eigenen Einflussbereich auszudehnen und den russischen Einfluss zu schw&auml;chen. Aber nochmals: Weshalb sollte Russland aktuell Estland angreifen wollen? Um sein Territorium um 0,3 Prozent zu erweitern? Um einen Ostseehafen oder nicht vorhandene &Ouml;lquellen zu besetzen? Die Absurdit&auml;t besteht auch darin, dass die naheliegende Frage nach dem Motiv der aktuell unterstellten russischen Bedrohung so gut wie nie debattiert wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Westen schafft eine neue milit&auml;rische Front<\/strong><br>\nDie Nato r&uuml;cke immer dichter an die europ&auml;ischen Grenzen Russlands. Dadurch breche sie Vereinbarungen mit Moskau und schaffe eine neue milit&auml;rische Front wie zu Zeiten des Kalten Krieges, warnt der Hamburger Friedensforscher Reinhard Mutz. (&hellip;) Die Nato muss &uuml;berlegen, ob sie die bisher nur rechtlich und politisch markierte Ostgrenze der Allianz zu einer milit&auml;risch befestigten Frontlinie ausbauen will &ndash; wie zu Zeiten des Kalten Krieges. Als Warnung dienen mag der kaukasische F&uuml;nftagekrieg vom Sommer 2008, als russische Truppen die georgische Armee zur&uuml;ckdr&auml;ngten, die in S&uuml;dossetien einmarschiert war, um die abtr&uuml;nnige Provinz wieder in Besitz zu nehmen.Augenblicklich eskalierte ein Regionalkonflikt zur internationalen Gro&szlig;krise. Im Schwarzen Meer dr&auml;ngten sich die Kriegsschiffe der Atomm&auml;chte. In Br&uuml;ssel berieten die B&uuml;ndnisbotschafter &uuml;ber den Einsatz der Nato-Response-Force. Wie knapp der Westen an einem Waffengang mit Russland vorbeigeschrammt ist, wissen bis heute nur die Eingeweihten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/nato-und-russland-der-westen-schafft-eine-neue.1005.de.html?dram:article_id=355624\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><strong>Archivakten belegen: US-Nato-Politik gegen&uuml;ber Russland ist Wortbruch &ndash; US-Experte<\/strong><br>\nDie USA haben Russland zugesichert, auf die Erweiterung der Nato zu verzichten. Und sie haben diese Zusage gebrochen. Der US-amerikanische Sicherheitsexperte Joshua Shifrinson hat dies anhand von Archivmaterial belegt, schreibt er in einem Gastbeitrag f&uuml;r die &bdquo;LA Times&ldquo;. W&auml;hrend westliche Vertreter nicht m&uuml;de werden, Russland als Europas gr&ouml;&szlig;te Gefahr darzustellen, sehe Moskau sich vom Westen provoziert. Es werde dazu gedr&auml;ngt, so Shifrinson, verst&auml;rkt Ma&szlig;nahmen zum Selbstschutz zu ergreifen. Russlands Politiker betonen, so Shifrinson, dass die Vereinigten Staaten im Jahr 1990 in den Verhandlungen mit der damaligen UdSSR versichert h&auml;tten, es werde keine Erweiterung des Nato-B&uuml;ndnisses gen Osten geben. &bdquo;Der Westen beteuert, diese Abmachung habe es nie gegeben. Hunderte Mitschriften und Protokolle aus den US-Archiven belegen jedoch das Gegenteil&ldquo;, schreibt der US-Amerikaner. Dieses Archivmaterial mache aus Putin keineswegs einen Heiligen, beweise aber, dass die Behauptung, Russland sei der Aggressor, unbegr&uuml;ndet ist.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20160531\/310250707\/us-nato-politik-russland.html\">Sputnik News<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.latimes.com\/opinion\/op-ed\/la-oe-shifrinson-russia-us-nato-deal--20160530-snap-story.html\">Los Angeles Times<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Von CIA entf&uuml;hrter Hamburger Islamist taucht beim IS auf<\/strong><br>\nDer deutsche Islamist Mohammed Haydar Zammar wurde nach den Terroranschl&auml;gen vom 11. September 2001 in Marokko von der CIA entf&uuml;hrt. Inzwischen soll er sich der Terrormiliz IS angeschlossen haben. (&hellip;) Zammar, der im Dezember 2001 vom US-Geheimdienst CIA in Marokko entf&uuml;hrt und in ein Foltergef&auml;ngnis nach Syrien verschleppt worden war, soll sich inzwischen der Terrormiliz IS angeschlossen haben. Das erfuhr die &ldquo;Welt&rdquo; aus Sicherheitskreisen. Der Verfassungsschutz und das Bundeskriminalamt (BKA) sollen Zammar demnach in mindestens zwei Propagandavideos identifiziert haben. Aktuell vermuten sie den sechsfachen Familienvater in Syrien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article155833634\/Von-CIA-entfuehrter-Hamburger-Islamist-taucht-beim-IS-auf.html#disqus_thread\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Diese Meldung wirft ein Schlaglicht auf die zahlreichen Absurdit&auml;ten im sogenannten &bdquo;Kampf gegen den Terror&ldquo;. Zammar hat vor 9\/11 einige derjenigen angeworben, die in ungekl&auml;rter Form mutma&szlig;lich an den Anschl&auml;gen beteiligt waren. Zugleich <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2004\/02\/24\/us\/cia-was-given-data-on-hijacker-long-before-9-11.html?_r=0\">operierten<\/a> Ende der 1990er Jahre mehrere Geheimdienste inklusive der CIA in seinem Umfeld. Diese Szene, ein &bdquo;schwarzes Loch&ldquo; an der Schnittstelle zwischen politischem Extremismus und Geheimdiensten, st&uuml;tzt sich im Kern oftmals auf eine &uuml;berschaubare Anzahl an F&uuml;hrungskr&auml;ften, die dann immer wieder &bdquo;unvermittelt&ldquo; in neuer Funktion auftauchen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der Bundestag und das Geldsystem<\/strong><br>\nWas passiert eigentlich im Finanzausschuss? Wie denken die Abgeordneten dort &uuml;ber das Geldsystem? Verstehen sie es &uuml;berhaupt? Telepolis fragte nach und erhielt interessante Antworten &ndash; nur die SPD blieb stumm. Der Finanzausschuss des Deutschen Bundestages ist der Ort, wo gew&auml;hlte Abgeordnete Einfluss auf die Finanzpolitik des Landes nehmen k&ouml;nnen. So zumindest die Theorie. (&hellip;) Die Arbeit des Ausschusses ist m&uuml;hsam und kleinteilig. (&hellip;) Wann aber geht es dort dann mal um grunds&auml;tzlichere Fragen? Und wie sch&auml;tzen die Mitglieder diese eigentlich ein? Eine Umfrage unter den Parlamentariern sollte das beleuchten. Dazu wurden alle 37 Mitglieder des Finanzausschusses einzeln von Telepolis angeschrieben. In den Fragen ging es unter anderem um die Staatsverschuldung, die Geldsch&ouml;pfung, die Rolle der EZB, Bilanzregeln, sowie die Bedeutung des Bargelds. Doch schon die simple Kontaktaufnahme mit den Abgeordneten gestaltete sich schwierig. 27 Parlamentarier reagierten &uuml;berhaupt nicht, weitere 6 lehnten eine Beantwortung h&ouml;flich ab, meist mit Verweis auf Zeitmangel. Fast schien es, als habe man als Journalist den Eindruck erweckt, auf der Suche nach einem risikobereiten Whistleblower &agrave; la Ed Snowden zu sein, und nicht lediglich einige fachliche Fragen an die zust&auml;ndigen Politiker gesandt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48388\/1.html\">Paul Schreyer bei Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Verfassungsschutz will in Sachen AfD nicht &ldquo;Konkurrenzschutz&rdquo; etablierter Parteien sein<\/strong><br>\nVerfassungsschutzpr&auml;sident Hans-Georg Maa&szlig;en will die AfD weiterhin nicht beobachten und lehnt es ab, seine Beh&ouml;rde als &ldquo;Hilfstruppe der etablierten Parteien&rdquo; zur Verf&uuml;gung zu stellen. &ldquo;Wir k&ouml;nnen nicht der Konkurrenzschutz in einer Frage sein, die als politische Auseinandersetzung &uuml;ber Positionen gef&uuml;hrt werden muss&rdquo;, sagte Maa&szlig;en der in D&uuml;sseldorf erscheinenden &ldquo;Rheinischen Post&rdquo; (Samstagausgabe). Der Verfassungsschutz sehe weiterhin keine Anhaltspunkte f&uuml;r eine Beobachtung der Partei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/30621\/3338084\">Rheinische Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Als es seinerzeit um die Linke ging, dachte man beim Verfassungsschutz aber noch <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Beobachtung_der_Partei_Die_Linke_durch_den_Verfassungsschutz\">ganz anders<\/a>. Rechts oder links ist dieser Beh&ouml;rde offenbar ganz und gar nicht gleich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Privat ein Laster, &ouml;ffentlich eine Tugend<\/strong><br>\nDie &ouml;ffentliche Kommunikation &uuml;ber die Exzellenzinitiative pr&auml;gt ein irritierender Doppelstandard. Ein Protestschreiben von Wissenschaftlern spricht aus, was viele denken. Ein Gastbeitrag.<br>\nMan muss kein approbierter Medien- und Kommunikationswissenschaftler sein, um die allt&auml;gliche Kommunikation an den Universit&auml;ten &uuml;ber die alte wie die neu aufgelegte Exzellenzinitiative auffallend und analysebed&uuml;rftig zu finden. Denn immer wieder macht sich ein profanes Dilemma bemerkbar. Im &auml;ltesten Medium, der face-to-face-communication, wird noch sehr viel st&auml;rker als sonst g&auml;nzlich anders &uuml;ber die Exzellenzinitiative gesprochen als in der publizierten Schriftform. Antragsprosa oder Verlautbarungen von offizi&ouml;sen Universit&auml;tszeitschriften begr&uuml;&szlig;en die Erneuerung der Exzellenzinitiative, ansonsten aber h&ouml;rt man zumeist l&auml;sterliche Reden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/forschung-und-lehre\/wissenschaftler-gegen-exzellenzinitiative-14249500.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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