{"id":3362,"date":"2008-07-28T10:01:08","date_gmt":"2008-07-28T08:01:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3362"},"modified":"2008-07-28T10:04:17","modified_gmt":"2008-07-28T08:04:17","slug":"hinweise-des-tages-700","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3362","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Frierende Deutsche oder gar K&auml;ltetote im Winter<\/li>\n<li>Kombi- contra Mindestlohn: eine paradoxe Kontroverse<\/li>\n<li>Unterschreitet jede dritte Baufirma in Berlin den Mindestlohn?<\/li>\n<li>Der gespaltene Wohlstand<\/li>\n<li>NRW, das M&uuml;llklo Europas<\/li>\n<li>Abrechnungsbetrug bei Privatpatienten alarmiert Versicherer<\/li>\n<li>Das Rezessionsrisiko im Euroraum steigt<\/li>\n<li>Merkel stellt sich gegen Glos&rsquo; Konjunkturnotplan<\/li>\n<li>Finanzkrise belastet Schweizer Pensionskassen<\/li>\n<li>Porsche macht mehr Gewinn als Umsatz<\/li>\n<li>WTO: Lamy-Vorschlag ist unsoziales T&auml;uschungsman&ouml;ver<\/li>\n<li>Iren w&uuml;rden wieder gegen EU-Vertrag stimmen<\/li>\n<li>Br&uuml;ssler Front gegen Gewerkschaften<\/li>\n<li>CDU &uuml;berholt SPD u. a.<\/li>\n<li>Wie gef&auml;hrlich w&auml;re ein Milit&auml;rschlag gegen Iran<\/li>\n<li>Eingeb&uuml;rgerte sind gebildeter<\/li>\n<li>Lieber in die Wirtschaft als in die Schule<\/li>\n<li>Rosinenbomber f&uuml;r Kabul und mehr zu Obamas Pl&auml;nen<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3362&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Frierende Deutsche oder gar K&auml;ltetote im Winter<\/strong><br>\nDer politische Kampf um die Energieversorgung ist aufgrund der hohen Preise f&uuml;r Benzin, &Ouml;l und Gas im Vorblick auf die Bundestagswahlen voll entbrannt. Der Ton wird entsprechend sch&auml;rfer. Zentrales Thema ist f&uuml;r die einen die Atomenergie, f&uuml;r die anderen Energieeffizienz und der Ausbau der Erneuerbaren Energien.\n<p>Mitten im Sommer warnte DGB-Chef Sommer vor den Folgen der hohen Heizkosten: &ldquo;Es droht der erste Winter seit Langem zu werden, in dem Zehntausende Deutsche frieren m&uuml;ssen.&rdquo; Frieren sei genau so schlimm wie Hungern, sagte er der Bild-Zeitung und forderte Sozialtarife f&uuml;r Heizung und Strom.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/28\/28416\/1.html\">Telepolis<\/a> <\/p>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>&ldquo;Gysi, du hast schon einen Knall&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/Gregor-Gysi;art122,2580268\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kombi- contra Mindestlohn: eine paradoxe Kontroverse<\/strong><br>\nDie Hungerlohnbranchen, um die es bei der gegenw&auml;rtigen Mindestlohndebatte geht, sind durchweg nicht weltmarktexponiert. Es sind inl&auml;ndische Dienstleistungen, bei denen durch Immigranten und Schwarzarbeit, vor allem jedoch durch ein &Uuml;berangebot an deutschen Arbeitssuchenden knallhartes Lohndumping herrscht. Diese deutschen Dumpingl&ouml;hne soll der Staat mit Subventionen erm&ouml;glichen und absichern, so wird gefordert. (Der Begriff &bdquo;Dumping&ldquo; bezeichnet Preise unter den Entstehungskosten und exakt das ist bei L&ouml;hnen unter dem Existenzminimum der Fall.) Was f&uuml;r ein ordnungspolitischer, marktfeindlicher Irrsinn f&uuml;hrt hier die Feder? Zugleich werden die Apologeten von Kombil&ouml;hnen nicht m&uuml;de, Steuersenkungen und niedrige Lohnnebenkosten einzufordern. Einige medial omnipr&auml;sente Sachverst&auml;ndige laufen nur dann Sturm gegen Subventionen, wenn diese nicht in die Kassen der Firmen flie&szlig;en. Hier wird zur Durchsetzung von Partikularinteressen mit dem Renommee wissenschaftlichen Expertentums Schindluder getrieben. Kombil&ouml;hne sind besch&auml;ftigungspolitisch im Saldo wirkungslos und fiskalisch ein Multimilliardengrab. Mindestl&ouml;hne hingegen kosten die &ouml;ffentliche Hand keinen Cent. Sie sind ordnungspolitisch geboten und in allen vergleichbaren Volkswirtschaften gang und g&auml;be.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/download.php?poi=artikel&amp;nummer=2786\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik [PDF &ndash; 252 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Baufirmen unter Verdacht<\/strong><br>\nUnterschreitet jeder dritte Berliner Betrieb den Mindestlohn?<br>\nDas legt zumindest eine aktuelle Auswertung der Sozialkasse f&uuml;r das Berliner Baugewerbe nahe, die dem Tagesspiegel am Sonntag vorliegt. Demnach steht mindestens jeder dritte der rund 1800 mittelst&auml;ndischen Baubetriebe in Berlin im Verdacht, den Baumindestlohn nicht zu zahlen. &bdquo;Die von uns erstellten Auswertungen der Arbeitszeiten und der L&ouml;hne der bei uns gemeldeten Arbeitnehmer lassen das zumindest vermuten&ldquo;, erkl&auml;rt Dietmar Witt, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Sozialkasse, einer gemeinsamen Einrichtung der Tarifparteien.\n<p>Aus den Daten geht hervor, dass in rund 35 Prozent der Betriebe weniger als die H&auml;lfte der tariflichen Arbeitszeit gearbeitet wird. Demnach m&uuml;sste eine gro&szlig;e Zahl der etwa 16 000 beim Berliner Bau besch&auml;ftigten Arbeitnehmer nur Halbtagsstellen haben. Das eben sei aber unwahrscheinlich, sagt Witt. Denn Teilzeit am Bau existiere eigentlich nur in der Theorie. &bdquo;Die Vermutung, dass in einer Vielzahl dieser Betriebe gegen den Mindestlohn versto&szlig;en oder schwarzgearbeitet wird, liegt da auf der Hand&ldquo;, sagt Witt. Wolf-Burkhard Wenkel, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Fachgemeinschaft Bau (FG Bau), sagt es noch deutlicher: &bdquo;Der Mindestlohn wird in vielen F&auml;llen offenbar dramatisch unterschritten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Berliner-Wirtschaft-Mindestlohn;art132,2580243\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Das M&uuml;llklo Europas<\/strong><br>\nIn Nordrhein-Westfalen wird Abfall aus Neapel verbrannt &ndash; weil dort gro&szlig;e &Uuml;berkapazit&auml;ten bestehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1374154\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zu den Hintergr&uuml;nden der &Uuml;berkapazit&auml;ten bei der M&uuml;llverbrennung in NRW siehe <a href=\"?p=2379\">Vom blauen Himmel &uuml;ber der Ruhr zur vergifteten Luft &uuml;ber NRW<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Abrechnungsbetrug bei Privatpatienten alarmiert Versicherer<\/strong><br>\n&Uuml;berh&ouml;hte Rechnungen, unn&ouml;tige Behandlungen: Nach SPIEGEL-Informationen kassieren &Auml;rzte, Therapeuten und Kliniken bei Privatpatienten ab. Die Versicherungen sind machtlos &ndash; und sehen das Gesch&auml;ftsmodell ihrer gesamten Branche bedroht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,568284,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Roger Strassburg:<\/strong> Es gibt sicherlich Best&uuml;rzenderes als die Bedrohung des Gesch&auml;ftsmodells der PKV.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Rezessionsrisiko im Euroraum steigt<\/strong><br>\nDie j&uuml;ngst ver&ouml;ffentlichten Konjunkturdaten haben die schlimmsten Bef&uuml;rchtungen best&auml;tigt: Die Eurozone ist wom&ouml;glich auf dem direkten Weg in eine Rezession. So ist nicht nur der deutsche ifo-Gesch&auml;ftsklimaindex im Juli auf den niedrigsten Stand seit September 2005 gefallen, seine Pendants aus Frankreich und Italien erreichten ihrerseits die niedrigsten Niveaus seit f&uuml;nf bzw. fast sieben Jahren. Zudem liegen die Einkaufsmanagerindizes f&uuml;r das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor der Eurozone deutlich unter der Marke von 50 Punkten, was eine r&uuml;ckl&auml;ufige Aktivit&auml;t in beiden Sektoren anzeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur-nachrichten\/das-rezessionsrisiko-im-euroraum-steigt;2015987\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Abschwunggefahr: Merkel stellt sich gegen Glos&rsquo; Konjunkturnotplan<\/strong><br>\nKanzlerin Merkel will von Milliardengeschenken an die B&uuml;rger nichts wissen. Nach SPIEGEL-Informationen erw&auml;gt CSU-Wirtschaftsminister Glos, die Wirtschaft mit einem Konjunkturprogramm anzukurbeln &ndash; doch die CDU-Chefin blockt den Vorsto&szlig; ab. Hamburg &ndash; Bundeskanzlerin Angela Merkel stellt sich offen gegen &Uuml;berlegungen ihres Wirtschaftsministers Michael Glos, gegen den drohenden Abschwung ein Konjunkturprogramm zu starten. &ldquo;Solche &Uuml;berlegungen stehen derzeit nicht zur Debatte&rdquo;, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; &ndash; ein ebenso kurzes wie klares Nein zu dem Vorsto&szlig; des CSU-Politikers.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-568302,00.html\">SpiegelOnline<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Die v&ouml;llige Abwesenheit der Einsicht in konjunkturelle Zusammenh&auml;nge ist immer wieder frappant. Da kommt der Wirtschaftsminister endlich und letztlich zu sp&auml;t auf die Idee, seine genuine Aufgabe auch darin zu sehen, kritischen konjunkturellen Bewegungen entgegen zu steuern, also anti-zyklisch zu handeln. Dann meldet sich die Kanzlerin mit der Bemerkung, solche &Uuml;berlegungen st&uuml;nden derzeit (!) nicht zur Debatte. Offenbar haben sie und ihr Umfeld wie auch der Bundesfinanzminister keine Ahnung davon, dass konjunkturpolitische Ma&szlig;nahmen nicht sofort wirken, dass man nicht warten kann mit ihnen, bis die Rezession da ist. Schon im Jahr 2006, sp&auml;testens 2007, war erkennbar, dass die wirtschaftliche Belebung eine viel zu geringe Dimension hat und der Konsum sogar schrumpft. Damals schon w&auml;re es an der Zeit gewesen gegenzusteuern. Unsere f&uuml;hrenden Personen einschlie&szlig;lich der Mehrheit der so genannten Sachverst&auml;ndigen haben keine makro&ouml;konomische Kompetenz. Das ist unser gr&ouml;&szlig;tes Dilemma.<\/em><\/p>\n<p><strong>Erg&auml;nzung WL:<\/strong> Allerdings ist von einem Konjunkturprogramm &agrave; la Wirtschaftsminister Glos nicht zuviel zu erwarten. Zu den geplanten Ma&szlig;nahmen z&auml;hlen<\/p>\n<ul>\n<li>die Wiedereinf&uuml;hrung der alten Pendlerpauschale,<\/li>\n<li>ein h&ouml;herer Freibetrag bei der Einkommensteuer,<\/li>\n<li>eine Reform des Steuertarifs,<\/li>\n<li>au&szlig;erdem sollen haushaltsnahe Dienstleistungen besser steuerlich gef&ouml;rdert werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Punkt Nr. 1 muss halt ein CSU-Politiker vor den bayerischen Landtagswahlen fordern,<br>\nPunkt Nr. 2 bringt den niedrigen Einkommen wenig,<br>\nPunkt Nr. 3 ist eher als eine Bedrohung zu betrachten und d&uuml;rfte wohl eher in die Richtung von Kirchhofs Bierdeckel gehen,<br>\nPunkt Nr. 4 ist die alte Forderung nach einem Dienstm&auml;dchen-Privileg f&uuml;r Besserverdienende.<\/p>\n<p>Ein wirkliches Konjunkturprogramm sieht anders aus. <\/p><\/li>\n<li><strong>Finanzkrise belastet Schweizer Pensionskassen<\/strong><br>\nDie Schweizer Pensionskasse haben im ersten Halbjahr unter der Finanzkrise gelitten. Ihre Anlagen verloren durchschnittlich 5,4 Prozent. Damit vergr&ouml;ssert sich die Differenz zur geforderten Rendite des BVG-Mindestzinssatzes weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/finanzkrise_belasten_schweizer_pensionskassen__1.792344.html?printview=true\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a><br>\n<strong><em>Anmerkung AM:<\/em><\/strong> Pflichtlekt&uuml;re f&uuml;r die Bewunderer des Schweizer Rentensystems.<\/li>\n<li><strong>Globalisierte Finanzm&auml;rkte mildern die Folgen der Kreditkrise<\/strong><br>\nDie internationale Verflechtung der Finanzm&auml;rkte hat stark zugenommen. Viele kritisieren, dies habe die gegenw&auml;rtige Kreditkrise versch&auml;rft, wenn nicht gar ausgel&ouml;st, und fordern sch&auml;rfere Regulierungen. Der Autor wendet sich gegen diese Kritik. Die Verteilung von Kreditrisiken &uuml;ber die Welt hinweg bringe Wohlfahrtsgewinne. Zudem w&uuml;rden globalisierte Finanzm&auml;rkte mithelfen, die Folgen der Krise zu d&auml;mpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/globalisierte_finanzmaerkte_mildern_die_folgen_der_kreditkrise_1.792588.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Lessons to be learnt from the financial crisis<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/d2cft.volantis.net\/d2c\/0.0?feed-article-id=ddea2c54-478b-11dd-93ca-000077b07658\">The Financial Times Ltd.<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bis.org\/publ\/arpdf\/ar2008_de.htm\">Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist nat&uuml;rlich sch&ouml;n f&uuml;r den Finanzplatz Schweiz bzw. deren renommierteste Tageszeitung, wenn sich gerade in diesen Tagen ein &Ouml;konom finden l&auml;sst, der f&uuml;r deregulierte globale Finanzm&auml;rkte eintritt. Auch der Wissenschaftler, Mathias Hoffmann, hat etwas davon, er kann sich mit seiner gegen den gegenw&auml;rtigen Trend gerichteten These gr&ouml;&szlig;ter Aufmerksamkeit sicher sein. <\/em><\/p>\n<p>Allerdings ist die Argumentation recht d&uuml;nn. Schon die Grund&uuml;berlegung, dass ein Haushalt oder eine Volkswirtschaft &bdquo;das gegenw&auml;rtige Konsumniveau von Schwankungen im Produktionseinkommen zumindest vor&uuml;bergehend abkoppeln kann, etwa durch Sparen, durch die Aufnahme von Kredit oder durch Dividendenzahlungen aus einem Portfolio von Finanzanlagen&ldquo; ist ziemlich abgehoben. Denn die &uuml;berwiegende Zahl von Haushalten und L&auml;ndern mag zwar potentiell Zugang zu Banken bzw. den Finanzm&auml;rkten haben, verf&uuml;gt aber real &uuml;ber keinen &Uuml;berschuss, der gespart werden k&ouml;nnte, ist wenig kreditw&uuml;rdig und kann in den seltensten F&auml;llen auf Dividendenzahlungen zur&uuml;ckgreifen, um &bdquo;den Konsum auch in einer konjunkturellen Flaute zu gl&auml;tten.&ldquo; Hoffmann schr&auml;nkt seine Aussage bezeichnender Weise in Bezug auf etliche Schwellen- und Entwicklungsl&auml;ndern ein. Ebenso k&ouml;nnte er hinzuf&uuml;gen, dass diese Konsumgl&auml;ttung f&uuml;r einen Gro&szlig;teil der Haushalte ausf&auml;llt. <\/p>\n<p>Auch der Hinweis auf das Ergebnis empirischer Studien, dass &bdquo;eng mit den Weltfinanzm&auml;rkten verflochtene Volkswirtschaften konjunkturelle Einbr&uuml;che, aber auch l&auml;ngerfristige strukturelle Anpassungen ohne allzu schmerzhafte Konsumanpassungen f&uuml;r die Privathaushalte abfedern k&ouml;nnen&ldquo;, ist zu hinterfragen. Es stellt sich die Frage, was wird hier korreliert. Die wesentliche Eigenschaft von mit den Weltfinanzm&auml;rkten verflochtene Volkswirtschaften bzw. Volkswirtschaften mit entwickelten Binnenfinanzm&auml;rkten ist doch, dass sie hochentwickelte, reiche Industrienationen sind. Damit wird die These Hoffmanns auf die ziemlich banale Aussage reduziert, dass die an Spitze der Entwicklungs- bzw. Einkommensskala stehenden Volkswirtschaften Krisen besser &uuml;berstehen als arme L&auml;nder, dito Haushalte.<\/p>\n<p>Hoffmann r&auml;umt zwar ein, dass die Finanzm&auml;rkte ihre Funktion der Risikoverteilung in Krisenzeiten weniger leicht erf&uuml;llen, aber er bleibt den Beweis schuldig, inwiefern diese sie doch erf&uuml;llen. Er mag ja bezweifeln, dass &bdquo;eine verst&auml;rkte Regulierung notwendigerweise zu besseren Ergebnissen f&uuml;hren w&uuml;rde (etwa indem sie Finanzkrisen und deren internationale Ausbreitung vermeiden h&uuml;lfe)&ldquo;, aber dann sollte er doch konkret werden und nicht allgemein gehaltene Vergleiche mit den 30er Jahren bem&uuml;hen. Er k&ouml;nnte sich z.B. die Frage stellen, warum die kaum in die globalen Finanzm&auml;rkte integrierten s&uuml;dostasiatischen Volkswirtschaften so wenig von der prim&auml;ren Finanzmarktkrise betroffen sind. <\/p>\n<p>Auch die &Uuml;bertragung der eng miteinander verflochtenen US-Gliedstaaten auf die zuk&uuml;nftige  Finanzmarktintegration auf internationaler Ebene ist bereits systematisch zu hinterfragen &ndash; gerade wenn aus dieser Betrachtung ein gro&szlig;es Pl&auml;doyer f&uuml;r eine Deregulierung der Finanzm&auml;rkte entwickelt werden soll. Es muss davon ausgegangen werden, dass in den USA bei der &Uuml;berwindung von Krisen zentralstaatlichen Ma&szlig;nahmen (Geld- und Fiskalpolitik) eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle gespielt haben als sie zunehmende Deregulierung, die ja letztlich zum heutigen j&auml;mmerlichen Zustand gef&uuml;hrt hat. Neben einer gewissen Eingleisigkeit &ndash; die &ouml;konomische Forschung vielleicht zwangsl&auml;ufig kennzeichnet &ndash; fehlt jedoch die Diskussion konkreter Deregulierungs- bzw. Regulierungsma&szlig;nahmen, vor allem aber ein Gesp&uuml;r f&uuml;r den Ernst der Lage, wenn die heutigen Verwerfungen als &bdquo;Imperfektionen im Finanzsystem&ldquo; abgetan werden<\/p>\n<p>Ein anderes Bild bietet der leitende &Ouml;konom der Londoner Financial Times bei der Lekt&uuml;re des Jahresberichts der BIZ (Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich). Martin Wolf ist wahrlich ein Verfechter unseres kapitalistischen Systems, aber er bietet schon ein beachtliches St&uuml;ck Kapitalismuskritik, wenn er schreibt: &bdquo;Some instability is a normal part of a capitalist economy. But I do not accept that the huge bubbles in equities and housing over the past decade are normal. Moreover, even if normal, they cannot fall within any definition of desirability.&rdquo; Selbst wenn Wolf abschlie&szlig;end, eher eine kurze weltweite Krise, als einen gro&szlig;en Anstieg der Inflation in Kauf nimmt und f&uuml;r Zinsanhebungen pl&auml;diert, ist er weit entfernt von der Selbstgewissheit Hoffmanns. &bdquo;We do not have all the answers. But, to its great credit, the BIS has at least defined the right questions.&rdquo;<br>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Porsche macht mehr Gewinn als Umsatz<\/strong><br>\nDas hat noch kein Konzern geschafft: Porsche erwartet nach SPIEGEL-Informationen dank seiner VW-Beteiligung einen Gewinn von rund elf Milliarden Euro &ndash; mehr als der Umsatz von 8,6 Milliarden Euro. Profitieren wird auch Vorstandschef Wiedeking. Sein Gehalt d&uuml;rfte auf rund 100 Millionen Euro steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,568257,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Spekulationsspiel d&uuml;rfte dann bald &auml;hnlich ablaufen wie bei der &Uuml;bernahme von <a href=\"?p=328\">Mannesmann durch Vodafone<\/a>. Bei der damaligen &Uuml;bernahmeschlacht stiegen die Mannesmann-Aktien auch von 144 auf 353 Euro. Die Aktienbesitzer erzielten eine Steigerung ihres Aktienwertes um fast das Zweieinhalbfache. Viele konnten bei dieser &bdquo;Wertsteigerung&ldquo; steuerfrei Millionen, ja die hongkong-chinesische Firma Hutchinson Whampoa sogar Milliarden an Gewinnen einstreichen.<\/em><\/p>\n<p>Kurze Zeit danach sackten die Aktienwerte wieder drastisch ab. Durch passende konzerninterne Umgruppierungen konnten dann die Kursverluste in der Bilanz einer deutschen Vodafone-Tochter &bdquo;wertberichtigt&ldquo; und die &bdquo;Verluste&ldquo; gegen die jeweiligen Gewinne verrechnet und von der Steuer abgesetzt werden. Der Spekulationsgewinn an der B&ouml;rse wurde also privat einkassiert, der Verlust vom deutschen Fiskus ausgeglichen.<br>\nMan darf gespannt sein, welchen Steuertrick Porsche-Chef Wiedeking findet, um beim Absinken dieser Spekulationswelle die Gewinne den Aktion&auml;ren zukommen zu lassen, den Kursverlust aber steuerlich geltend zu machen. <\/p>\n<p>Und sicherlich werden sich auch wieder die Ackermanns dieser Welt finden, die angesichts dieser Milliarden-&bdquo;Wertsteigerung&ldquo;, die durch die Neubewertung des 31-prozentigen Aktienanteils von Porsche an VW &bdquo;geschaffen&ldquo; wurde, die gewinnabh&auml;ngige Gehaltsteigerung auf 100 Millionen Euro f&uuml;r &bdquo;angemessen&ldquo; halten, genauso wie damals die 60-Millionen-Euro-Abfindungen an die &bdquo;Leistungstr&auml;ger&ldquo; des Mannesmann-Vorstandes. <\/p><\/li>\n<li><strong>WTO: Lamy-Vorschlag ist unsoziales T&auml;uschungsman&ouml;ver <\/strong><br>\nDas globalisierungskritische Netzwerk Attac hat den von WTO-Generalsekret&auml;r Pascal Lamy am Freitag in Genf vorgelegten Vorschlag zu einer weiteren Liberalisierung der M&auml;rkte f&uuml;r Agrar- und Industrieg&uuml;ter als unsozial kritisiert und vor einer Liberalisierung wesentlicher Dienstleistungen bei den GATS-Verhandlungen gewarnt. &ldquo;Lamy schl&auml;gt eine drastische Versch&auml;rfung der Liberalisierungsregeln insbesondere f&uuml;r Schwellen- und Entwicklungsl&auml;nder vor, w&auml;hrend sich die Industriestaaten mit nur geringen Zugest&auml;ndnissen aus der Aff&auml;re ziehen k&ouml;nnen&rdquo;, sagte Alexis Passadakis vom Attac-Koordinierungskreis. Die Vorschl&auml;ge widerspr&auml;chen dem Verhandlungsmandat, nach dem die Entwicklungsl&auml;nder geringere Zollsenkungen als die Industriestaaten vornehmen sollen. So w&uuml;rden nach dem jetzigen Vorschlag die Industriel&auml;nder ihre Industriez&ouml;lle um rund 30 Prozent senken, gro&szlig;e Entwicklungs- und Schwellenl&auml;nder dagegen um etwa 60 Prozent. &ldquo;Aus sozialer, besch&auml;ftigungs- und entwicklungspolitischer Perspektive sind die Zollsenkungen bei Industrieg&uuml;tern f&uuml;r viele Prozenten im S&uuml;den eine Katastrophe&rdquo;, betonte Alexis Passadakis. &ldquo;Das Lamy-Papier t&auml;uscht mit kosmetischen Ver&auml;nderungen Bewegung vor, um die Schwellenl&auml;nder unter Druck zu setzen und ihnen den Schwarzen Peter als Blockierer zuzuschieben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/detailsicht\/datum\/2008\/07\/26\/wto-lamy-vorschlag-ist-unsoziales-taeuschungsmanoever\/?cHash=0e11b906a6\">ATTAC<\/a><\/li>\n<li><strong>Iren w&uuml;rden wieder gegen EU-Vertrag stimmen<\/strong><br>\nNach dem Nein der Iren zum EU-Reformvertrag von Lissabon im Juni w&uuml;rde eine abermalige Abstimmung derzeit kein anderes Resultat bringen. Damit bliebe unklar, wie die Krise um den Vertrag noch gel&ouml;st werden kann. Laut einer am Sonntag ver&ouml;ffentlichten Umfrage des Instituts &bdquo;Red C&ldquo; w&uuml;rden 62 Prozent der Stimmberechtigten den Vertrag ablehnen, aber nur 38 Prozent w&uuml;rden zustimmen. Zudem wandten sich 71 Prozent der Befragten dagegen, das Referendum zu wiederholen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub99C3EECA60D84C08AD6B3E60C4EA807F\/Doc~E8A531A98E26A4BF0B54C2013EABA6317~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAS<\/a><\/li>\n<li><strong>Br&uuml;ssler Front gegen Gewerkschaften<\/strong><br>\nEin Konflikt zwischen der Europ&auml;ischen Kommission und Gewerkschaften um die Sozialpolitik Br&uuml;ssels spitzt sich zu. Nach mehreren arbeitsrechtlichen Entscheidungen des Europ&auml;ischen Gerichtshofes (EuGH) hat der Europ&auml;ische Gewerkschaftsbund (EGB) nun Alarm geschlagen. Die Richter stellten Regelungen f&uuml;r einen freien Markt &uuml;ber &ldquo;fundamentale Rechte&rdquo;, schrieb EGB-Generalsekret&auml;r John Monks. Der Streit d&uuml;rfte die laufende franz&ouml;sische EU-Ratspr&auml;sidentschaft und die Regierungen der 27 Mitgliedsstaaten in den kommenden Monaten besch&auml;ftigen. Denn entgegen aller beschwichtigenden Erkl&auml;rungen aus Br&uuml;ssel wollen Funktion&auml;re der EU-Kommission auf h&ouml;chster Ebene eine Strategie gegen die Gewerkschaften entwickeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/28\/28401\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>CDU hat die Genossen &uuml;berholt<\/strong><br>\nErstmals mehr Mitglieder &ndash; doch wegen der Altersstruktur verlieren beide Volksparteien Anh&auml;nger. Wie andere traditionelle gesellschaftliche Organisationen verm&ouml;gen die Parteien nicht, gen&uuml;gend junge Menschen zu interessieren. Die SPD hat dazu ein Sonderproblem. Sie schrumpfte besonders im Zeichen der Reformen, die Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der unter dem Sammelbegriff Agenda 2010 angesto&szlig;en hat. In den Jahren 2003 und 2004 verabschiedeten sich pro Monat bis zu 10 000 Mitglieder von ihrer Partei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1373550\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Ypsilanti bezieht gegen Beck Position<\/strong><br>\nIn der SPD zeichnet sich neuer Streit &uuml;ber eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei ab. Hessens SPD-Chefin Andrea Ypsilanti stellte sich am Wochenende offen gegen den Parteivorsitzenden Kurt Beck und erkl&auml;rte, in den kommenden Wochen werde die Landes-SPD &uuml;ber einen neuen Anlauf zur Ministerpr&auml;sidenten-Wahl mit Hilfe der Linken entscheiden. Beck hatte dagegen im M&auml;rz die Ansicht vertreten, die hessische SPD werde sicher nicht zweimal mit dem gleichen Kopf gegen die gleiche Wand rennen. Der Staatsminister im Ausw&auml;rtigen Amt, Gernot Erler, best&auml;tigte indirekt Berichte, wonach die SPD-Spitze Ypsilanti zu einem Verzicht auf einen zweiten Versuch dr&auml;ngen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/ypsilanti-bezieht-gegen-beck-position;2016009\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Wenn Andrea Ypsilanti am zweiten Versuch gehindert wird oder ihr der Versuch mit &ouml;ffentlichem Get&ouml;se besch&auml;digt wird, dann wird Roland Koch im Winter\/Fr&uuml;hjahr 2007 auf Neuwahlen setzen, diese vermutlich gewinnen und mit der FDP und notfalls neu orientierten Gr&uuml;nen koalieren. Und das wird dann ein weiterer Schub f&uuml;r die SPD nach unten &ndash; ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Heil wirft Merkel &ldquo;Heuchelei&rdquo; bei Debatte um Links-B&uuml;ndnisse vor<\/strong><br>\nSPD-Generalsekret&auml;r Hubertus Heil hat Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel im Zusammenhang mit der Debatte um die Linkspartei &ldquo;Heuchelei&rdquo; vorgeworfen. Heil verwies gegen&uuml;ber der &ldquo;Saarbr&uuml;cker Zeitung&rdquo; (Montag) darauf, dass Sachsen-Anhalts Ministerpr&auml;sident Wolfgang B&ouml;hmer (CDU) &ldquo;gerade &ouml;ffentlich &uuml;ber CDU-Koalitionen mit der Linkspartei philosophiert&rdquo; habe, und dass es in Ostdeutschland auf kommunaler Ebene bereits &ldquo;vielf&auml;ltige Kooperationen&rdquo; zwischen Union und Linkspartei gebe. &ldquo;Gleichzeitig stellen sich Angela Merkel und Erwin Huber hin und malen das Gespenst einer Volksfront an die Wand. Das ist eine unglaubliche Heuchelei&rdquo;.\n<p>Auch beim umstrittenen Koalitionsthema Zeitarbeit griff Heil Merkel an: &ldquo;Frau Merkels &Auml;u&szlig;erung, es gebe kein Lohndumping in der Zeit- und Leiharbeit, zeugt davon, dass sie &uuml;ber die Lebenswirklichkeit der Menschen schlecht informiert ist&rdquo;. Die SPD werde Mindestl&ouml;hne durchsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169361\/42\/\">Linkszeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Das klingt ja richtig k&auml;mpferisch. Allerdings sei an Volker Pispers Worte erinnert: &bdquo;Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, seit wann die SPD f&uuml;r einen Mindestlohn eintritt? Seitdem die in einer Koalition mit der CDU ist und genau wei&szlig;: Mit denen geht das nicht!&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Merkels Coachingzone<\/strong><br>\nVertraute, Lobbyistin: Der Fall M&uuml;ller ist ein Lehrst&uuml;ck f&uuml;r die Machtpolitik der Kanzlerin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/;art141,2580721?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Der Artikel zeigt ein bisschen etwas von dem Einfluss-Netz, das Angela Merkel und die CDU stricken. Die CDU ist insgesamt mehr und mehr eine reine Wirtschaftspartei. Alles andere ist T&uuml;nche. Der Einfluss der SPD geht proportional zum Mitgliederbestand abw&auml;rts.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie gef&auml;hrlich w&auml;re ein Milit&auml;rschlag gegen Iran<\/strong><br>\nDie Spekulationen &uuml;ber einen m&ouml;glichen israelischen oder amerikanischen Milit&auml;rschlag gegen Iran rei&szlig;en nicht ab. Im folgenden Beitrag hinterfragt der Autor die Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Strategie gegen&uuml;ber Teheran, die auf Ausgrenzung und Konfrontation aus ist. Er pl&auml;diert f&uuml;r eine moderierende Politik, die ein Gleichgewicht zwischen den regionalen Kr&auml;ften anstrebt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/wie_gefaehrlich_waere_ein_militaerschlag_gegen_iran_1.792493.html?printview=true\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung <\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Immerhin liest man so etwas in der Neuen Z&uuml;rcher Zeitung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Eingeb&uuml;rgerte sind gebildeter<\/strong><br>\nDer Integrationsbericht der nordrhein-westf&auml;lischen Landesregierung belegt, dass Zuwanderer nicht zwangsl&auml;ufig Verlierer sind. Nach den Sommerferien legt das Ministerium seinen Integrationsbericht vor. Er soll den Blick auf die St&auml;rken der Deutschen lenken, die nicht immer Deutsche waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/nachrichten\/waz\/2008\/7\/27\/news-65087162\/detail.html\">WAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Lieber in die Wirtschaft als in die Schule<\/strong><br>\n&bdquo;Die Pr&uuml;fungs&auml;mter registrieren massenhaft Abmeldungen von den Pr&uuml;fungen &ndash; teilweise verschwinden halbe Mathematik- Seminare&ldquo;, sagt der Vorsitzende des Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger. &Auml;hnlich schlimm sei es bei Physik und Informatik. &bdquo;Tausende von Lehramtsstudenten&ldquo; entdeckten, dass die Wirtschaft mehr biete als der Staat. Zum Schulbeginn im Herbst werden nach Sch&auml;tzungen des Verbandes insgesamt rund 20 000 Lehrer fehlen &ndash; vor allem in den F&auml;chern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Das ist erst der Anfang: Bis 2015 scheidet rund die H&auml;lfte der im internationalen Vergleich v&ouml;llig &uuml;beralterten deutschen Lehrerschaft aus. Von den Hochschulen kommt aber selbst nach &uuml;berholten Prognosen der Kultusminister von 2003 maximal die H&auml;lfte dessen, was n&ouml;tig w&auml;re, um die L&uuml;cke zu f&uuml;llen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/;art271,2580620?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Das ist kein Wunder. Wenn jahrelang gepredigt wird, dass der Beruf &bdquo;Lehrer\/in&ldquo; nicht so ganz ernst zu nehmen ist, dass Lehrer faul sind (Schr&ouml;der) und das Ergebnis ihrer T&auml;tigkeit minderwertig (so die Pisa-Agitation), dann muss man sich nicht wundern, dass das Image nicht sonderlich gut ist und dass dann junge Leute gerne in die Wirtschaft wechseln. Deren Image ist systematisch hochgeredet worden.<br>\nDas ist eine sehr ungute Entwicklung. Denn wir br&auml;uchten qualifizierte junge Menschen f&uuml;r die Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Recht auf Bildung &ndash; Zum Besuch des Sonderberichterstatters der Vereinten Nationen in Deutschland<\/strong><br>\nEine Dokumentation u.a. Vernor Mu&ntilde;oz: Presseerkl&auml;rung von 2006; Statement der Kultusministerkonferenz zum Deutschlandbesuch des Sonderberichterstatters;  Ludwig Eckinger: Statement des Verbandes Bildung und Erziehung; Wilfried Steinert: Statement des Bundeselternrats oder die Sieben Berichte von Besuchsstationen in der Bildungslandschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.budrich-verlag.de\/upload\/files\/artikel\/00000178_010.pdf?SID=b414d4220fa549bdef578a04bf9fe90c\">Budrich Verlag<\/a><\/li>\n<li><strong>Rosinenbomber f&uuml;r Kabul<\/strong><br>\nKaum fordert Obama eine st&auml;rkere Beteiligung beim Afghanistan-Krieg, best&auml;tigt Berlin eine AWACS-Anfrage der NATO, und Steinmeier sondiert das Kriegsgebiet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/07-26\/065.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche nach Afghanistan, damit Amis Steuern sparen<\/strong><br>\nBei seiner umjubelten Berliner Rede am Donnerstagabend fand Barack Obama Worte, die seine deutschen Zuschauer nur zu gern h&ouml;rten. &bdquo;Amerika kann es nicht alleine schaffen&ldquo;, sagte der demokratische Pr&auml;sidentschaftskandidat. Und f&uuml;gte diplomatisch verpackt hinzu: &bdquo;Das afghanische Volk braucht unsere Truppen und Ihre Truppen.&ldquo;\n<p>Was er wirklich meint, offenbarte Obama beim TV-Interview am Freitag im Berliner Hotel &bdquo;Adlon&ldquo;. Der US-Sender CNN wollte wissen: &bdquo;Wie lautet die Botschaft an die Amerikaner, die sich fragen, was die Zwangsversteigerung meines Hauses oder die hohen Benzinpreise mit Ihrer Rede in Europa zu tun haben?&ldquo;<\/p>\n<p>Obamas Antwort: <\/p>\n<blockquote><p>Wenn wir mehr Nato-Truppen in Afghanistan haben, bedeutet das langfristig weniger amerikanische Truppen dort. Das wiederum bedeutet, dass wir Milliarden Dollar sparen, mit denen wir Steuersenkungen f&uuml;r Mittelklassefamilien finanzieren k&ouml;nnen, die unter den gestiegenen Benzinpreisen leiden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dieser Obama-Plan l&ouml;st in Deutschland heftigen Widerspruch aus!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/news\/politik\/2008\/07\/27\/barack-obama\/plant-deutsche-nach-afghanistan.html\">Bild<\/a><\/p>\n<p>Wie meinte doch der Sprecher des republikanischen Gegenkandidaten McCain zu Obamas Auftritt in Berlin: Der Senator aus Illinois ziehe einen &ldquo;Haufen unterw&uuml;rfiger Deutsche&rdquo; einem Besuch bei verwundeten Truppen vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kurier.at\/nachrichten\/182090.php\">Kurier<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine sch&ouml;ne atlantische Partnerschaft.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/yes_we_can_karikatur.jpg\" alt=\"Karikatur\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/stuttmann.de\/archiv3.php?id=2753\">Klaus Stuttmann<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Frierende Deutsche oder gar K&auml;ltetote im Winter<\/li>\n<li>Kombi- contra Mindestlohn: eine paradoxe Kontroverse<\/li>\n<li>Unterschreitet jede dritte Baufirma in Berlin den Mindestlohn?<\/li>\n<li>Der gespaltene Wohlstand<\/li>\n<li>NRW, das M&uuml;llklo Europas<\/li>\n<li>Abrechnungsbetrug bei Privatpatienten alarmiert Versicherer<\/li>\n<li>Das Rezessionsrisiko im Euroraum steigt<\/li>\n<li>Merkel stellt sich gegen Glos&rsquo; Konjunkturnotplan<\/li>\n<li>Finanzkrise belastet Schweizer Pensionskassen<\/li>\n<li>Porsche<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3362\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3362","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3362","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3362"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3362\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3362"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3362"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3362"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}