{"id":33620,"date":"2016-06-02T08:30:00","date_gmt":"2016-06-02T06:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33620"},"modified":"2016-06-02T09:09:53","modified_gmt":"2016-06-02T07:09:53","slug":"hinweise-des-tages-2636","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33620","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33620#h01\">Der deutsche Beitrag zum Genozid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33620#h02\">Arbeitsmarkt im Mai 2016<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33620#h03\">Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33620#h04\">Neoliberalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33620#h05\">Das Wohngeld vor der Reform: 2014 historischer Tiefstand an Empf&auml;ngerhaushalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33620#h06\">Die Mietpreisbremse wirkt nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33620#h07\">Reiche Unternehmer k&ouml;nnen aufatmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33620#h08\">Krieg gegen Fl&uuml;chtende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33620#h09\">TTIP bedroht unser Gesundheitssystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33620#h10\">Wie Krankenh&auml;user ihre M&auml;ngel verschleiern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33620#h11\">Stuttgart 21 ist noch zu stoppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33620#h12\">Neue Ungereimtheiten um V-Mann &bdquo;Corelli&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33620#h13\">WLAN-St&ouml;rerhaftung: Gro&szlig;e Koalition kann sich nicht zu echter Rechtssicherheit f&uuml;r offene Netze durchringen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33620#h14\">S&uuml;damerika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33620#h15\">Der Konflikt im S&uuml;dchinesischen Meer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33620#h16\">Umstrittene Kooperation: Gr&uuml;ne machen Werbung f&uuml;r Airbus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33620#h17\">&ldquo;Die SPD muss radikaler werden&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33620#h18\">Das Allerletzte: Unfrieds Urteil: Wagenknechts Torte und Kippings Tweets &ndash; keiner braucht die Linkspartei<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der deutsche Beitrag zum Genozid<\/strong><br>\nDie f&uuml;r diese Woche im Bundestag angek&uuml;ndigte Resolution zum Genozid an den Armeniern im Osmanischen Reich betrifft auch Taten hochrangiger deutscher Offiziere. Wie Historiker nachgewiesen haben, hatten deutsche Soldaten, die im Rahmen einer damaligen Milit&auml;rmission Berlins im Osmanischen Reich stationiert waren, nicht nur Kenntnis von dem Genozid; sie waren teilweise sogar aktiv in ihn involviert. Demnach amtierte ein deutscher Generalleutnant als Chef des Generalstabs der osmanischen Armee, als dieser am 27. Mai 1915 das Gesetz zur Deportation der armenischsprachigen Minderheit entwarf. Zudem hat ein deutscher Offizier eigenh&auml;ndig einen Deportationsbefehl unterzeichnet. Dar&uuml;ber hinaus wurde der Genozid von deutschen Stellen mit der Behauptung legitimiert, die armenischsprachige Minderheit betreibe &ldquo;W&uuml;hlarbeit&rdquo; zugunsten des gemeinsamen Kriegsgegners Russland; man m&uuml;sse daher gegen sie einschreiten. Weil Genozid nicht verj&auml;hrt, kann die Frage nach etwaigen Entsch&auml;digungszahlungen durch Berlin nicht prinzipiell abgewiesen werden &ndash; ein Umstand, der mit daf&uuml;r verantwortlich ist, dass die Bundesregierung jede Anerkennung des V&ouml;lkermordes bislang konsequent vermieden hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59376\">German-Foreign-Policy.com<\/a>\n<p><strong>Dazu: Streit mit der T&uuml;rkei: Merkel, Gabriel, Steinmeier fehlen bei Armenien-Abstimmung<\/strong><br>\nNach Kanzlerin Merkel wird auch ihr Vize Gabriel nicht &uuml;ber die Armenien-Resolution im Bundestag abstimmen. Au&szlig;enminister Steinmeier sagt, er sei ebenfalls verhindert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundesregierung-fehlt-bei-abstimmung-zu-armenien-resolution-a-1095294.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: &ldquo;Vom V&ouml;lkermord an den Armeniern ist nur indirekt die Rede&rdquo;<\/strong><br>\nDie Experten des Donat-Verlags, die sich seit Jahrzehnten mit dem Genozid besch&auml;ftigen, wenden sich in einem offenen Brief an den Bundestag. Sie warnen die Abgeordneten vor einem schweren Fehler. [&hellip;]<br>\nSeit 1915 haben die Hohenzollernmonarchie, die Weimarer Republik, das NS-Regime wie auch bedauerlicherweise nach dem Zweiten Weltkrieg das Kabinett Adenauer und alle weiteren Bundesregierungen die Wahrheit &uuml;ber den V&ouml;lkermord an den Armeniern durch das Osmanische Reich unterdr&uuml;ckt, geleugnet oder bestenfalls ignoriert. Will ein deutsches Parlament die grausamen Geschehnisse als V&ouml;lkermord anerkennen, hat es dieser Tatsache Rechnung zu tragen. Doch entgegen den vielfach angek&uuml;ndigten Verlautbarungen ist, sieht man einmal von dem Titel der Resolution ab, in dem nachfolgenden Text von einem V&ouml;lkermord an den Armeniern nur indirekt die Rede. Obwohl die &ouml;ffentliche Debatte &uuml;ber den im April 2015 vorgeschlagenen Entwurf l&auml;ngst hinausgegangen ist, hat man die entscheidende Passage bislang unver&auml;ndert beibehalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bundestag-vom-voelkermord-an-den-armeniern-ist-nur-indirekt-die-rede-1.3013564\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im Mai 2016<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>L&auml;ndervergleich (Insgesamt, Frauen, M&auml;nner, Rechtskreise)<\/strong><br>\n4,982 Millionen &bdquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (SGB III und SGB II) im Mai 2016, darunter 4,315 Millionen erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte (Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen). 4,777 Millionen Arbeitsuchende, darunter 2,664 Millionen registrierte Arbeitslose (arbeitslose Arbeitsuchende), davon 774.000 (29,0 Prozent) bei den 156 Agenturen f&uuml;r Arbeit und 1,890 Millionen (71,0 Prozent) bei den 408 Jobcentern. (Mai 2015: 70,5 Prozent der registrierten Arbeitslosen bei den Jobcentern registriert)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/772-arbeitsmarkt-im-mai-2016-laendervergleich-insgesamt-frauen-maenner-rechtskreise.html\">BIAJ<\/a><\/li>\n<li><strong>LINKE kritisiert &raquo;Sch&ouml;nrechnerei&laquo; bei Arbeitslosenstatistik<\/strong><br>\nDie Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai laut Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) um 80.000 auf 2,664 Millionen gesunken. Das sei der niedrigste Wert in einem Mai seit 25 Jahren, hei&szlig;t es aus der Beh&ouml;rde. Der R&uuml;ckgang fiel im Vergleich zum April zudem etwas st&auml;rker aus als im Schnitt der vergangenen drei Jahre, so die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit am Dienstag in N&uuml;rnberg. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 98.000 Erwerbslose weniger. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Punkte auf 6,0 Prozent.<br>\n&raquo;Der Arbeitsmarkt entwickelt sich insgesamt weiter positiv&laquo;, sagte BA-Chef Frank-J&uuml;rgen Weise. Durch die auslaufende Fr&uuml;hjahrsbelebung sei die Zahl der Jobsuchenden weiter gesunken, die Besch&auml;ftigung sei kr&auml;ftig gewachsen und die Nachfrage nach Arbeitskr&auml;ften habe deutlich zugenommen. Nach dem Winter stellen viele Firmen in witterungsabh&auml;ngigen Branchen wieder verst&auml;rkt Mitarbeiter ein. (&hellip;)<br>\nDie LINKEN kritisierten die offizielle Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Die tats&auml;chliche Anzahl arbeitsloser Menschen sei in Wirklichkeit wesentlich h&ouml;her, hei&szlig;t es in einer Pressemitteilung. Ein Gro&szlig;teil Erwerbsloser w&uuml;rde schlicht nicht mitgez&auml;hlt und durch Tricksereien aus der Statistik gerechnet, lautet die Kritik.<br>\nArbeitslose, die krank seien, einen Ein-Euro-Job haben oder an Weiterbildungen teilnehmen, w&uuml;rden seit l&auml;ngerem nicht als arbeitslos gez&auml;hlt. Dies treffe aktuell auf 864.173 Personen zu, daher l&auml;ge die tats&auml;chliche Arbeitslosigkeit im Mai bei 3.528.187. Dar&uuml;ber hinaus gebe es mehr als 300.000 Menschen ohne Arbeit, die in keiner Statistik auftauchten, weil sie sich selbst nicht als arbeitslos registriert h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1013661.linke-kritisiert-schoenrechnerei-bei-arbeitslosenstatistik.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><strong>Dazu: Ministerin Nahles fr&uuml;hjahrsm&uuml;de<\/strong><br>\nZudem sind die offiziellen Zahlen wenig stichhaltig und wenig aussagekr&auml;ftig. Das zeigt schon die Zahl der real Erwerbslosen, die DIE LINKE jeden Monat berechnet. Statt der offiziell 2,664 Millionen Menschen ohne Arbeit waren es im Mai 2016 ohne statistische Tricks 3,528 Millionen. Dar&uuml;ber hinaus ist l&auml;ngst nicht jeder Job, der geschaffen wird zu bejubeln: Niedrige L&ouml;hne, Leiharbeit und Befristungen stehen dem, was DIE LINKE unter existenzsichernder, guter Arbeit, die vor Altersarmut sch&uuml;tzt, versteht, entgegen.<br>\nAngesichts des Problems fortgesetzt hoher Sockelarbeitslosigkeit, einer hohen Zahl Langzeiterwerbsloser und angesichts der kommenden Aufgaben wie der Integration von Gefl&uuml;chteten in den Arbeitsmarkt, d&uuml;rfen wir Ministerin Nahles ihre Unt&auml;tigkeit nicht durchgehen lassen. Es braucht f&uuml;r alle Chancen, es braucht dringend Weiterbildung, Fortbildung und die Aussicht auf Berufsabschl&uuml;sse.<br>\nDIE LINKE fordert, endlich eine aktive Arbeitsmarktpolitik zu betreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/nc\/presse\/presseerklaerungen\/detail\/zurueck\/presseerklaerungen\/artikel\/ministerin-nahles-fruehjahrsmuede\/\">Die Linke.<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Entwicklung der Zahl der Aufstocker nach Einf&uuml;hrung des Mindestlohns im Jahr 2015<\/strong><br>\nIm Vergleich zum Vorjahr gab es im Januar 2015 fast 44.000 abh&auml;ngig besch&auml;ftigte Leistungsbezieher, sogenannte Aufstocker, weniger. Der &uuml;bliche R&uuml;ckgang im Januar fiel st&auml;rker aus als in den letzten Jahren und geht &uuml;berwiegend auf geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse zur&uuml;ck. Der R&uuml;ckgang der geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigung von Leistungsbeziehern erkl&auml;rt sich aus dem Anstieg der Abg&auml;nge aus dieser Besch&auml;ftigungsform im Januar 2015. Eine deutliche Abnahme bei den Zug&auml;ngen in geringf&uuml;gige aufstockende Besch&auml;ftigung zeigt sich bisher nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/\">IAB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der dazugeh&ouml;rige Bericht ist <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/aktuell\/2016\/aktueller_bericht_1610.pdf\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>4,4 Millionen erwerbsf&auml;hige Hartz IV-Empf&auml;nger<\/strong><br>\nHeute wird der Stuss n&auml;mlich erg&auml;nzt durch die Meldung, &ldquo;mehr als eine Million Menschen&rdquo; lebten dauerhaft von Hartz IV, und wir landen mitten in der n&auml;chsten Verharmlosen, diesmal gar einer doppelten. 1,4 Millionen sind in der Tat mehr als eine. ein paar mehr und wir k&ouml;nnten auf zwei aufrunden. Aber geschenkt, viel besser ist das, was hier als &ldquo;dauerhaft&rdquo; gilt. &ldquo;Mehr als neun Jahre&rdquo; n&auml;mlich. Nach neun Jahren d&uuml;rfen Unvermittelbare, die nie wieder einen Job bekommen werden, als &ldquo;dauerhaft abh&auml;ngig&rdquo; gelten. Wer ein Jahr arbeitslos ist, fliegt bereits aus dem Arbeitslosengeld, aber &ldquo;dauerhaft&rdquo; ein Sozialfall ist er offiziell erst nach zehn Jahren.<br>\nNach neun Jahren haben die JobCenter gemeinhin allerdings schon alles zwangsverrentet oder sonstwie aus der Statistik geschoben, das sich irgendwie loswerden l&auml;sst. Ein Rest von 1,4 Millionen ist da verdammt sportlich. &Uuml;brigens reichen zwei mickrige Monate in irgendeiner Besch&auml;ftigung aus, um den Z&auml;hler auf Null zu stellen. Noch sch&ouml;ner ist allerdings die Zahl von 4,4 Millionen erwerbsf&auml;higen(!) ALG II-Empf&auml;ngern. Diese Zahl schafft es leider in keine &Uuml;berschrift der Qualit&auml;tspresse. Insgesamt sind es stabil um die 6 Millionen. So. Wir haben also fast viereinhalb Millionen Hartzer im Arbeitsmarkt bei 2,66 Millionen &ldquo;Arbeitslosen&rdquo;. Wachstum! Wohlstand! Vollbesch&auml;ftigung!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=5915\">feynsinn<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Frankreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Da musst du durch<\/strong><br>\nWas ist in Frankreich los? Schauen wir den Film im Schnelldurchlauf an: Eine sozialdemokratische Regierung beschneidet Arbeitnehmerrechte, wie es vor ihr keine konservative Regierung gewagt hat. Sie klammert sich an ein Gesetz, das von drei Viertel der Bev&ouml;lkerung abgelehnt wird. Da sich daf&uuml;r nicht einmal im Parlament eine Mehrheit findet, setzt sie es ohne Abstimmung durch. Daf&uuml;r wird ein Verfassungsparagraf angewendet, den Hollande eine &bdquo;Demokratieverweigerung&ldquo; nannte, als er noch in der Opposition war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5305211\/\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.B.:<\/strong> H&auml;tte Putin sich als Pr&auml;sident so verhalten wie Hollande, die gesamte deutsche Presse und Politik w&auml;re &uuml;ber ihn hergefallen. Aber wenn ein franz&ouml;sischer Pr&auml;sident mit brutalsten Polizeistaatsmethoden gegen die Bev&ouml;lkerung eine sogenannte &ldquo;Arbeitsreform&rdquo; im wahrsten Sinne des Wortes durchpr&uuml;gelt und kriminell agiert, dann ist das ok. Dann schweigt unsere Presse. Das politische Establishment sowieso. Es geht ja um die Durchsetzung der neoliberalen Ideologie und Politik gegen die Bev&ouml;lkerung. Also um das Interesse der Machteliten. Man fragt sich wirklich: Wieso wundern sich eigentlich die deutschen Medien noch dar&uuml;ber, dass sie keiner mehr f&uuml;r glaubw&uuml;rdig h&auml;lt? Wieso wundern sich die Volksparteien, dass ihnen die W&auml;hler scharenweise weglaufen? Wer soll solche Journalisten und Politiker noch ernst nehmen? Gott sei dank sind die Franzosen nicht so obrigkeitsh&ouml;rig wie wir Deutschen und lassen sich Hollandes Politik nicht gefallen!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Frankreich: Massive Protestwelle gegen neoliberale &bdquo;Reformen&ldquo;<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sische Regierung will mit einem neuen Arbeitsgesetz den Einfluss der Gewerkschaften brechen. Die Gegenwehr ist heftig und reicht von der CGT bis zur neuen Bewegung Nuit Debout. Der Ausgang der Kraftprobe ist ungewiss.<br>\nFrankreich erlebt gegenw&auml;rtig die heftigsten sozialen Proteste seit den gro&szlig;en Streiks 1995. Die Bewegung &bdquo;Nuit Debout&ldquo; h&auml;lt seit dem 31. M&auml;rz in Paris und vielen St&auml;dten der Provinz Pl&auml;tze in den Stadtzentren besetzt. In den letzten Wochen hat sich ein Gewerkschaftsb&uuml;ndnis unter F&uuml;hrung der CGT an die Spitze der Proteste gesetzt. Es gibt Streiks, Demonstrationen und Blockaden. Betroffen sind die Staatsbahnen, die Metro und andere Verkehrsbetriebe, Flugh&auml;fen und strategische Knotenpunkte der Infrastruktur, wie Raffinerien und Atomkraftwerke.<br>\nDer j&uuml;ngste Aktionstag am 26. Mai hat nach Gewerkschaftsangaben 300.000 Menschen mobilisiert, dem Innenministerium zufolge sollen es immerhin 153.000 gewesen sein. Weitere Proteste und Streiks sind angek&uuml;ndigt. Umfragen zufolge sympathisieren 65% der Franzosen mit den Protesten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/05\/frankreich-massive-protestwelle-gegen-neoliberale-reformen\/\">Makroskop<\/a>\n<p><strong>Dazu auch Proteste im Nachbarland Belgien: Belgien k&auml;mpft<\/strong><br>\nFast t&auml;glich neue Streiks. Heute Ausstand bei Bahnen und erneut Gro&szlig;demonstration in Br&uuml;ssel gegen K&uuml;rzungspolitik [&hellip;]Besonders in der franz&ouml;sischsprachigen Wallonie w&auml;chst die Unzufriedenheit. Seit &uuml;ber einem Monat streiken die Wachleute in den dortigen Gef&auml;ngnissen daf&uuml;r, mehr Personal einzustellen. Die Regierung schickte zur Notversorgung Soldaten in die Haftanstalten, machte aber kein akzeptables Angebot an die Gewerkschaften. Am Montag lehnte die Belegschaft des Gef&auml;ngnisses in Namur den letzten Vorschlag ab, den Justizminister Koen Geens am Freitag gemacht hatte. &raquo;Wir haben nicht umsonst 35 Tage gestreikt&laquo;, erkl&auml;rte ein Gewerkschafter. Belgien k&auml;mpft. Am vergangenen Mittwoch traten in Charleroi die Mitarbeiter des halbstaatlichen Bahnunternehmens NMBS spontan in den Ausstand, als sie h&ouml;rten, dass ihnen zwei Ausgleichstage f&uuml;r &Uuml;berstunden gestrichen werden sollten. Die Aktion weitete sich in Windeseile auf die gesamte Wallonie aus. Seitdem sind die Perrons in den Bahnh&ouml;fen verwaist, die Pendler steigen aufs Auto um. Mit den &uuml;blichen Folgen: Am Montag morgen standen die Belgier stundenlang in den zweitl&auml;ngsten Staus des Jahres, 460 Kilometer ma&szlig; die Blechlawine insgesamt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/05-31\/006.php\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Neoliberalismus<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>After Empowering the 1% and Impoverishing Millions, IMF Admits Neoliberalism a Failure<\/strong><br>\nLast week a research wing of the International Monetary Fund came out with a report admitting that neoliberalism has been a failure. The report, entitled, &ldquo;Neoliberalism: Oversold?&rdquo; is hopefully a sign of the ideology&rsquo;s death. They were only about 40 years late. As Naomi Klein tweeted about the report, &ldquo;So all the billionaires it created are going to give back their money, right?&rdquo; Many of the report&rsquo;s findings which strike to the core of the ideology echo what critics and victims of neoliberalism have been saying for decades. &ldquo;Instead of delivering growth,&rdquo; the report explains that neoliberal policies of austerity and lowered regulation for capital movement have in fact &ldquo;increased inequality.&rdquo; This inequality &ldquo;might itself undercut growth&hellip;&rdquo; As a result, the report states that &ldquo;policymakers should be more open to redistribution than they are.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.counterpunch.org\/2016\/06\/01\/after-empowering-the-1-and-impoverishing-millions-imf-admits-neoliberalism-a-failure\/\">counterpunch<\/a><\/li>\n<li><strong>Neoliberalismus: Die Ideologie an der Wurzel all unserer Probleme<\/strong><br>\nFinanzkrise, Umweltkatastrophen, und selbst der Aufstieg von Donald Trump &ndash; der Neoliberalismus hat &uuml;berall seine Finger im Spiel. Warum ist es der Linken nicht gelungen, eine Alternative zu pr&auml;sentieren? Man stelle sich einmal vor, die Menschen in der Sowjetunion h&auml;tten nie einen Begriff vom Kommunismus gehabt. Die Ideologie jedenfalls, die unser Leben dominiert, hat f&uuml;r die meisten von uns keinen Namen. Wer ihn in Unterhaltungen nennt, erntet ein Schulterzucken. Selbst wenn Gespr&auml;chspartnern der Begriff gel&auml;ufig ist, werden sie Schwierigkeiten haben, ihn zu erl&auml;utern. Neoliberalismus: Wer wei&szlig; schon, um was sich es sich dabei genau handelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1893\">annotazioni<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das Wohngeld vor der Reform: 2014 historischer Tiefstand an Empf&auml;ngerhaushalten<\/strong><br>\nAm 31. Dezember 2014 bezogen in Deutschland 510.716 Haushalte Wohngeld (reine Wohngeldhaushalte). Gegen&uuml;ber dem Vorjahr ging die Anzahl der reinen Wohngeldhaushalte um 14,1 % zur&uuml;ck und erreichte den niedrigsten Wert seit Einf&uuml;hrung der Hartz-Reformen.<br>\nDie Zahl der Empf&auml;ngerhaushalte von Wohngeld unterliegt seit 1991 einem wechselvollen Verlauf. Besonders auff&auml;llig ist der steile Absturz der Leistungsbeziehenden von 2004 (3,52 Mio.) auf 2005 (0,78 Mio.). Zu erkl&auml;ren ist dies durch die Neuregelungen im Rahmen des SGB II (Hartz IV) und SGB XII im Jahr 2005. Die BezieherInnen der f&uuml;rsorgef&ouml;rmigen Leistungen &bdquo;Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; (Arbeitslosengeld II und Sozialgeld) sowie &bdquo;Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung&ldquo; haben seitdem keinen Anspruch mehr auf Wohngeld, da diese Systeme bereits die &Uuml;bernahme der Wohnkosten (soweit angemessen) beinhalten.<br>\nIm Jahr 2009 zeigt sich als Folge der Wohngeldreform 2009 ein Wiederanstieg der Empf&auml;ngerhaushalte. Im Vergleich zum Jahr 2008 betr&auml;gt das Wachstum auf 860.000 Haushalte etwa 47,2 %.<br>\nDer anhaltende R&uuml;ckgang der Empf&auml;ngerzahlen seit 2009 begr&uuml;ndet sich in dem Wegfall des Betrags f&uuml;r Heizkosten bei der Ermittlung der zu ber&uuml;cksichtigenden Miete oder Belastung im Wohngeld aus dem Jahr 2011. Dies hatte zum einen niedrigere Zahlbetr&auml;ge und zum anderen den Wechsel einiger Haushalte in die Systeme der Grundsicherung zur Folge.<br>\nAuch die positive Arbeitsmarkt- und Einkommensentwicklung hat mit dazu beigetragen, dass viele Empf&auml;ngerInnen ihren Wohngeldanspruch verloren haben. Allerdings konnten in manchen Regionen die Einkommensentwicklungen nicht mit den gleichzeitig steigenden Mietpreisen mithalten. Zudem waren steigende Wohnnebenkosten einerseits und Regelsatzerh&ouml;hungen bei der Grundsicherung andererseits daf&uuml;r verantwortlich, dass einige bisherige Wohngeldempf&auml;ngerInnen entweder einen h&ouml;heren Grundsicherungsanspruch bekamen oder aufgrund der gestiegenen Wohnkosten automatisch in die Grundsicherung und damit lediglich in eine andere Statistik gerutscht sind.<br>\nHinzu kommt, dass die Wohngeldtabellenwerte und die Mieth&ouml;chstbetr&auml;ge zwischen 2009 und 2015 nicht angehoben worden sind, also unter Ber&uuml;cksichtigung der Preisentwicklung, und hier insbesondere der Mietpreise, deutlich an Wert verloren haben. Die zum 01.01.2016 in Kraft getretene Reform des Wohngeldes, die eine Erh&ouml;hung der Leistungen und eine Ausweitung des Empf&auml;ngerkreises beinhaltet, wird vermutlich nur kurzfristig zu einem Anstieg der Empf&auml;ngerhaushalte f&uuml;hren. Schlie&szlig;lich handelt es sich um eine einmalige Leistungserh&ouml;hung, die nicht an die tats&auml;chliche Wohnpreisentwicklung gekoppelt ist. Damit bleibt die Entwicklung dieser Transferleistung auch weiterhin hochgradig von politischen Budget&uuml;berlegungen und nicht von tats&auml;chlichen Bedarfen abh&auml;ngig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Sozialstaat\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbIII45_Grafik_Monat_06_2016.pdf\">Sozialpolitik Aktuell [PDF]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Mietpreisbremse wirkt nicht<\/strong><br>\nSeit einem Jahr gilt die Mietpreisbremse. Eine bundesweite Analyse des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt, dass sie nicht funktioniert.<br>\nSie hat offenbar sogar kurzfristig zu einem Anstieg der Mietpreise gef&uuml;hrt.<br>\nBundesjustizminister Heiko Maas ist offen f&uuml;r Versch&auml;rfungen.<br>\nDie Mietpreisbremse funktioniert bisher nicht. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Analyse des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) aus Anlass des einj&auml;hrigen Bestehens der Bremse an diesem Mittwoch. Nach Ansicht der Experten erf&uuml;llt das Gesetz seinen Zweck nicht. In der Studie hei&szlig;t es, die Bremse habe den Anstieg der Mieten &ldquo;nicht entschleunigen&rdquo; k&ouml;nnen. Sie habe kurzfristig &ldquo;sogar zu einem st&auml;rkeren Mietpreisanstieg&rdquo; gef&uuml;hrt. Den kurzfristigen Anstieg der Mieten erkl&auml;rt sich das DIW mit &ldquo;Vorzieheffekten&rdquo;. Eigent&uuml;mer h&auml;tten in Erwartung der Bremse die letzte Chance genutzt, besonders hohe Mieten zu verlangen. Dabei habe ihnen auch eine Ausnahmeregelung in dem Gesetz von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) geholfen. Eigent&uuml;mer m&uuml;ssen die Miete nie senken. Sie d&uuml;rfen auch bei einer Weitervermietung die Vormiete verlangen, selbst wenn diese mehr als zehn Prozent &uuml;ber der orts&uuml;blichen Miete liegt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/verbraucherschutz-die-mietpreisbremse-wirkt-nicht-1.3013112\">S&uuml;ddeutsche<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php?id=diw_01.c.535261.de\">DIW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33403#h12\">Warum die Mietpreisbremse nicht funktioniert<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Reiche Unternehmer k&ouml;nnen aufatmen<\/strong><br>\nIm Streit um das neue Erbschaftssteuergesetz haben sich Union und SPD auf einen Kompromiss verst&auml;ndigt, der die Erben selbst gro&szlig;er Unternehmen wieder massiv bevorzugt. Genau das hatte das Bundesverfassungsgericht 2014 aber f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt. Doch die Lobby der reichen Familienunternehmer hat sich durchgesetzt, dank Unterst&uuml;tzung der CSU. Verfassungsrechtler sind sich sicher: Auch das neue Gesetz landet wieder vorm Bundesverfassungsgericht. Bis dahin d&uuml;rfen sich reiche Unternehmenserben arm rechnen und werden kaum zur Kasse gebeten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste-03-31-2016\/neues-erbschaftssteuergesetz-reiche-unternehmer-koennen-aufatmen.html\">Kontraste<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Krieg gegen Fl&uuml;chtende<\/strong><br>\nMitleidlos, mit gnadenloser H&auml;rte bek&auml;mpft die Europ&auml;ische Union Menschen, die vor Krieg und Elend geflohen sind. Sie verletzt dabei Werte, die sie zu verteidigen vorgibt. Den Tod Tausender nimmt sie billigend in Kauf, um weitere Fl&uuml;chtende abzuschrecken. Der Kampf der Kriegsschiffe gegen Schlauchboote verdeutlicht die Heuchelei der EU, die sich doch auf Menschenrechte und demokratische Grundwerte beruft. Die deutsche Bundesregierung als treibende Kraft hinter der Abschreckung versucht, rechtsradikalen Gruppen den Wind aus den Segeln zu nehmen, und will nicht die Geistesverwandtschaft erkennen, die zwischen dieser Politik und rassistischen Parolen besteht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/11-2016&amp;textfile=3531\">Ossietzky<\/a>\n<p><strong>Dazu: Das Integrationsbehinderungsgesetz<\/strong><br>\nDas sogenannte Integrationsgesetz ist in vieler Hinsicht ein qualmender Schuss in den Ofen. Es zeugt einmal mehr von der mangelnden Lernf&auml;higkeit im Innenministerium und von der Notwendigkeit, das gesellschaftspolitische Zentralthema Integration einem eigenen Ressort anzuvertrauen.<br>\nWie stark das Denken &uuml;ber Migration und Integration im Bundesministerium des Innern nach wie vor durch die Grundorientierung an Sicherheitspolitik und Gefahrenabwehr gepr&auml;gt ist, zeigt aktuell aufs Neue der nun von der Gro&szlig;en Koalition verabschiedete Entwurf des sogenannten Integrationsgesetzes. Er zielt zwar auf eine Art administrative Beschleunigung der Integration von Gefl&uuml;chteten ab; er ist aber, von einigen hilfreichen Verbesserungsvorschl&auml;gen abgesehen, von Misstrauen in die Integrationsbereitschaft seiner Adressaten, von lebensfremden Auflagen, Kontrollvorschriften und Sanktionsdrohungen gepr&auml;gt.<br>\nDer Gesetzentwurf ist, darin waren sich viele Integrationsforscher und Integrationspraktiker einig, zum Beispiel im Blick auf die Wohnsitzzuweisung sogar eine Art Integrationsbehinderungsgesetz. Sein eigentlicher Zweck war offenbar, unter AfD-Angst und &Ouml;sterreich-Schock in Integrationsfragen H&auml;rte und Geschlossenheit zu zeigen und damit einen im Grunde populistischen Beitrag zur F&ouml;rderung des &sbquo;gesellschaftlichen Zusammenhalts&lsquo; zu leisten.<br>\nManche nannten den Entwurf einen Schritt in die richtige Richtung. F&uuml;r die zustimmungswillige SPD, aus der die meisten au&szlig;erparlamentarischen Kritiker kamen, war er am Ende vielleicht mehr ein Tritt in die falsche Richtung, n&auml;mlich noch weiter nach unten in der Gunst ihrer Stammw&auml;hler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2016\/05\/31\/bades-meinung-das-integrationsbehinderungsgesetz\/\">Klaus J. Bade in Migazin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>TTIP bedroht unser Gesundheitssystem<\/strong><br>\nFreihandelsvertr&auml;ge bedrohen auch unser Gesundheitssystem. Dabei geht die gr&ouml;&szlig;te Gefahr dabei nicht von ekligen Chlorh&uuml;hnchen oder Gen-Food aus. (&hellip;)<br>\nEU-Vertr&auml;ge nehmen nur solche Dienstleistungen von den Wettbewerbsregulierungen des Binnenmarkts aus, die vollst&auml;ndig in &ouml;ffentlicher Hand liegen oder deren Erbringung konkurrenzlos &ouml;ffentlich erfolgt. Solche Leistungen gibt es heute im Gesundheitswesen aber praktisch gar nicht mehr.<br>\nDas n&auml;hrt auch Zweifel an der Einsch&auml;tzung der Bundesregierung, die Gesundheits- und Sozialsysteme seien bei TTIP und beim Dienstleistungsabkommen Tisa ausgenommen. Bei der deutschen GKV m&ouml;gen Auslandsinvestitionen derzeit &ndash; noch &ndash; wenig attraktiv erscheinen, aber sp&auml;testens wenn der Europ&auml;ische Gerichtshof die Kassen als Unternehmen einordnet, ist es mit ihrer Sonderstellung vorbei.<br>\nEin Einfallstor f&uuml;r internationale Investoren im deutschen Pflichtversicherungssystem ist schon heute die Private Krankenversicherung (PKV), getragen von gemischten Kapitalgesellschaften. Unter TTIP m&uuml;sste sich die Regierung jedwede zuk&uuml;nftige Regulierung der PKV teuer bei m&ouml;glichen Investoren erkaufen. Und Tisa w&uuml;rde die Abschaffung der PKV im Zuge der Einf&uuml;hrung einer B&uuml;rgerversicherung verbieten. Zwei gute Gr&uuml;nde, gegen TTIP, Tisa und andere Handelsvertr&auml;ge zu k&auml;mpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/gastwirtschaft\/freihandelsvertraege-ttip-bedroht-unser-gesundheitssystem,29552916,34309992.html\">FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wie Krankenh&auml;user ihre M&auml;ngel verschleiern<\/strong><br>\nF&uuml;r ihre Qualit&auml;tsberichte betreiben die Krankenh&auml;user enormen Aufwand. Doch die Berichte nutzen kaum: Sie sind unvollst&auml;ndig, schon bei der Ver&ouml;ffentlichung veraltet und f&uuml;r Laien kaum verst&auml;ndlich. Ganz oben im Mangelranking steht das Uniklinikum Heidelberg. Wolfgang Motz, Klinikdirektor in Karlsburg (Mecklenburg-Vorpommern), prahlt gern, sein Krankenhaus sei k&uuml;rzlich zum &ldquo;TAVI-Zentrum&rdquo; gek&uuml;rt worden. TAVI steht f&uuml;r eine neue Art, Herzklappen zu ersetzen. Vor allem bei &auml;lteren Menschen hat sie sich bew&auml;hrt &ndash; und sie ist f&uuml;r Kliniken lukrativ. Stolz f&uuml;hrte Direktor Motz der &ouml;rtlichen Presse im Februar den soeben operierten 1000. TAVI-Patienten vor.<br>\nBei anderen Gelegenheiten ist Klinikdirektor Motz deutlich zur&uuml;ckhaltender. Die Ergebnisse des gesetzlichen Qualit&auml;tsberichts etwa verschweigt er geflissentlich. Im Bericht von 2014 wird etwa bem&auml;ngelt, sein Haus, das Klinikum Karlsburg, missachte seit Jahren die Leitlinien f&uuml;r die Indikation von TAVI. Einige Patienten h&auml;tten nach den Empfehlungen der Fachgesellschaften gar nicht nach dieser Methode operiert werden d&uuml;rfen. Eine Erkl&auml;rung hat der Chefarzt daf&uuml;r nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/270\/wie-krankenhaeuser-ihre-maengel-verschleiern-3673.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Stuttgart 21 ist noch zu stoppen<\/strong><br>\nDas Gro&szlig;projekt Stuttgart 21 macht immer neue Probleme: Selbst die Bahnsteige sind nicht sicher. Aber noch ist Zeit, das Projekt zu stoppen. Der Gastbeitrag von Linken-Politikerin Leidig.<br>\nVor wenigen Tagen berichtete die ZDF-Sendung &bdquo;Frontal 21&ldquo; &uuml;ber die Gefahren schr&auml;ger Bahnsteige, wie sie der neue Stuttgarter Tiefbahnhof bekommen soll. Das hat endlich wieder bundesweite Aufmerksamkeit auf das Projekt gerichtet, und das ist gut so. Es ist noch nicht zu sp&auml;t f&uuml;r den Ausstieg.<br>\nBei Baubeginn 2009 behaupteten CDU und SPD, dass die Bahn durch Stuttgart 21 auf der &bdquo;europ&auml;ischen Magistrale Paris &ndash; Bratislava&ldquo; schneller und um zehn Minuten fr&uuml;her in Ulm w&auml;re. Bahnchef Hartmut Mehdorn schwor damals Stein und Bein darauf, dass die daf&uuml;r angesetzten schlappen drei Milliarden Euro Baukosten nicht &uuml;berschritten w&uuml;rden. Kurz zuvor allerdings hatte das unabh&auml;ngige Verkehrsplanungsunternehmen Vieregg-R&ouml;ssler die Kosten auf 6,9 Milliarden Euro veranschlagt. Sp&auml;ter gestand Mehdorns Nachfolger R&uuml;diger Grube Mehrkosten ein &ndash; und legte sich fest: 4,5 Milliarden Euro seien die Sollbruchstelle, weil das Projekt sonst v&ouml;llig unwirtschaftlich sein w&uuml;rde.<br>\nAuf dieser Grundlage hat sich Ende 2011 (die CDU war gerade abgew&auml;hlt worden) die knappe Mehrheit der Baden-W&uuml;rttembergerinnen und Baden-W&uuml;rttemberger in einem Volksentscheid dagegen ausgesprochen, dass das Land den Projektvertrag k&uuml;ndigt, auch um nicht auf behaupteten 1,5 Milliarden Ausstiegskosten sitzenzubleiben. Seither erwecken die Verantwortlichen den Eindruck, der Zug sei endg&uuml;ltig abgefahren. Aber das ist falsch und unverantwortlich. Im Dezember 2012 musste Grube zugeben, dass die Kosten viel h&ouml;her sein werden als die 4,5 Milliarden &ndash; n&auml;mlich 6,5 Milliarden Euro. Der Kostendeckel war krachend gesprengt. Vieregg und R&ouml;ssler hatten mit ihrer Kostensch&auml;tzung offensichtlich Recht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/gastbeitraege\/grossprojekte-stuttgart-21-ist-noch-zu-stoppen-,29976308,34307396.html\">FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Neue Ungereimtheiten um V-Mann &bdquo;Corelli&ldquo;<\/strong><br>\nDas Handy eines toten V-Manns besch&auml;ftigt am heutigen Mittwoch das Parlamentarische Kontrollgremium (PKGr). An der Sitzung nehmen auch die Obleute des NSU-Untersuchungsausschusses teil &ndash; ein Novum. Der Grund: Das erst k&uuml;rzlich aufgetauchte Handy geh&ouml;rte Thomas Richter alias V-Mann &bdquo;Corelli&ldquo;, Schl&uuml;sselfigur im NSU-Skandal und einer der wichtigsten Spitzel, die das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV) in der rechtsextremen Szene je hatte.<br>\nAngeblich erst im April 2016, zwei Jahre nach &bdquo;Corellis&ldquo; &uuml;berraschendem Tod, soll das Handy im Panzerschrank eines BfV-Beamten zuf&auml;llig entdeckt worden sein. Wie es hei&szlig;t, sollen darauf neben mehr als 1000 Bilddateien auch die Nummern von rund 200 Personen aus der Neonaziszene gespeichert sein, eine Art rechtes &bdquo;Who is Who&ldquo;.<br>\nOb das aber zutrifft, ist unklar, denn bis heute haben weder BfV noch Bundesinnenministerium dem NSU-Ausschuss Details &uuml;ber diese gespeicherten Daten vorgelegt. &bdquo;Wir warten noch immer auf einen umfassenden Bericht dar&uuml;ber, welche Dateien auf dem Handy gespeichert waren, warum das Mobiltelefon erst jetzt gefunden wurde und wie viel Handys &sbquo;Corelli&lsquo; &uuml;berhaupt hatte&ldquo;, sagte die Obfrau der Linken im NSU-Untersuchungsausschuss der FR.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/nsu-untersuchungsausschuss-neue-ungereimtheiten-um-v-mann--corelli-,1472596,34310072.html\">FR Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Wie V-M&auml;nner das braune Netz aufbauten<\/strong><br>\nDas Internet spielt f&uuml;r die rechtsextreme Bewegung seit Jahren eine wichtige Rolle. Einige Szeneseiten wurden von V-Leuten ma&szlig;geblich mit aufgebaut. So konnten sie sich tarnen &ndash; und kamen einfach an Informationen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/rechtsextremismus-verfassungsschutz-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>WLAN-St&ouml;rerhaftung: Gro&szlig;e Koalition kann sich nicht zu echter Rechtssicherheit f&uuml;r offene Netze durchringen<\/strong><br>\nDas politische Tauziehen um eine Reform der WLAN-St&ouml;rerhaftung ist vorbei, doch der Kompromiss von Union und SPD ist faul: Experten und Zivilgesellschaft kritisieren, dass die entscheidende rechtliche L&uuml;cke nicht geschlossen werden soll. Einen Tag vor den finalen Beratungen der Bundestagsaussch&uuml;sse und zwei Tage vor der Plenarabstimmung &uuml;ber das Gesetz zur &Auml;nderung des Telemediengesetzes liegt der &Auml;nderungsantrag der Gro&szlig;en Koalition (PDF) vor, um den die Netzpolitiker von Union und SPD bis zuletzt gerungen haben. Wie sich bereits abzeichnete, ist eine explizite Ausweitung der Haftungsprivilegierung f&uuml;r WLAN-Anbieter auf Unterlassungsanspr&uuml;che nicht mehr vorgesehen. Die unter anderem hier im Blog ge&auml;u&szlig;erten Bef&uuml;rchtungen, es k&ouml;nnte sich bei der bereits verk&uuml;ndeten Abschaffung der St&ouml;rerhaftung um eine Mogelpackung handeln, best&auml;tigen sich damit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/wlan-stoererhaftung-grosse-koalition-kann-sich-nicht-zu-echter-rechtssicherheit-fuer-offene-netze-durchringen\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>S&uuml;damerika<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>US-dominierte OAS sabotiert Initiative f&uuml;r politische L&ouml;sung in Venezuela<\/strong><br>\nGeneralsekret&auml;r Luis Almagro beantragt Strafma&szlig;nahmen gegen Caracas, Opposition k&uuml;ndigt Dialog unter F&uuml;hrung der Regionalorganisation Unasur auf<br>\nDer Generalsekret&auml;r der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Luis Almagro, hat am Dienstag Ma&szlig;nahmen gegen Venezuela auf Basis der sogenannten Demokratie-Charta der Organisation eingeleitet. Damit spitzt sich die Auseinandersetzung zwischen der US-dominierten Regionalorganisation und der sozialistischen Regierung in Caracas weiter zu. Seit der &Uuml;bernahme des OAS-Vorsitzes vor gut einem Jahr hatte es mehrfach schwere Auseinandersetzungen zwischen dem ehemaligen Au&szlig;enminister von Uruguay und Venezuela gegeben.<br>\nAlmagro hat nun einen 132 Seiten fassenden Bericht zur Lage in Venezuela vorgelegt, das von einer schweren Wirtschaftskrise und innenpolitischen Auseinandersetzungen zwischen Anh&auml;ngern von Regierung und Opposition ersch&uuml;ttert wird. Almagro bezieht sich in seinem Bericht auf diese Situation und greift ma&szlig;geblich die Vorw&uuml;rfe der Opposition gegen Venezuelas Pr&auml;sidenten Nicol&aacute;s Maduro auf.<br>\nUnter Bezug auf Artikel 20 der Interamerikanischen Demokratie-Charta beantragte er zugleich &ldquo;eine Sitzung des Permanenten Rates der Mitgliedsstaaten zwischen dem 10. und dem 20. Juni 2016&rdquo;. Dabei solle es darum gehen, &ldquo;die Unterwanderung der verfassungsm&auml;&szlig;igen Ordnung&rdquo; in Venezuela zu diskutieren. Er st&uuml;tzt sich bei diesem Urteil auf Aussagen der oppositionell dominierten Nationalversammlung Venezuelas und auf eigene R&uuml;ckschl&uuml;sse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/US-dominierte-OAS-sabotiert-Initiative-fuer-politische-Loesung-in-Venezuela-3223769.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Wende in Lateinamerika<\/strong><br>\nBerliner Regierungsberater sehen nach dem kalten Putsch in Brasilien verbesserte Chancen f&uuml;r die deutsch-brasilianische Kooperation. Die neue Regierung des Landes strebe eine Neuausrichtung ihrer Au&szlig;enpolitik an und orientiere wieder auf die Zusammenarbeit mit den USA, hei&szlig;t es in einer Analyse der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Dies schaffe Raum f&uuml;r den Ausbau der Beziehungen zu Deutschland und der EU. Hintergrund ist demzufolge, dass das Wachstumsmodell der Regierungen von In&aacute;cio Lula da Silva und Dilma Rousseff nicht mehr funktioniert und die brasilianische Wirtschaft, die dramatische Markteinbr&uuml;che verzeichnet, nun nach Alternativen sucht. Die Zukunft der brasilianischen S&uuml;d-S&uuml;d-Kooperation und der brasilianischen BRICS-Aktivit&auml;ten, die aus Sicht der Wirtschaft nicht mehr gen&uuml;gend Profite abwerfen, ist ungewiss. J&uuml;ngst publizierte Telefonmitschnitte belegen, dass mehrere Minister der neuen Regierung, mit der Berlin laut der SWP enger kooperieren soll, tief in Korruptionsaff&auml;ren verstrickt sind und den Sturz von Pr&auml;sidentin Rousseff beschleunigten, um selbst Gerichtsverfahren zu entkommen. W&auml;hrend die Regierung die Privatisierung attraktiver Staatsunternehmen in Aussicht stellt, k&uuml;ndigt sie die K&uuml;rzung von Sozialprogrammen an, die Millionen der &auml;rmsten Familien des Landes zugute kamen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59378\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der Konflikt im S&uuml;dchinesischen Meer<\/strong><br>\nMehrere Staaten erheben Anspruch auf das S&uuml;dchinesische Meer. Seitdem China dort Atolle aufsch&uuml;ttet und milit&auml;rische Einrichtungen baut, steigt das Konfliktpotenzial. Die USA betrachten das Meer als neuralgischen Punkt &ndash; und lassen demonstrativ Kriegsschiffe nahe der k&uuml;nstlichen Inseln kreuzen. (&hellip;)<br>\nChina ist nicht das einzige Land, das im S&uuml;dchinesischen Meer Fakten schafft. Ob Taiwan, Vietnam, Malaysia oder die Philippinen: Alle betroffenen L&auml;nder bis auf Brunei haben schon irgendwelche Inseln bebaut. Nur keiner verfolgt das so konsequent wie China. Auf den Spratly-Inseln hat die Volksrepublik mehrere Landebahnen gebaut und kann dort mit jedem Typ Milit&auml;rflugzeug landen. Au&szlig;erdem bauen die Chinesen Radar- und Kommunikationsanlagen sowie gr&ouml;&szlig;ere H&auml;fen f&uuml;r ihre Schiffe. Sogar ein Atomkraftwerk ist geplant. Beobachter sagen: China hat die Inseln bereits militarisiert. Peking selbst betont immer wieder: Das alles diene der zivilen Nutzung durch die internationale Schifffahrt.<br>\n&ldquo;Bez&uuml;glich der Bebauung m&uuml;ssen wir eines klar stellen: Wenn so etwas auf chinesischem Territorium passiert, ist das absolut angemessen und legal. Die Erbauung und Fertigstellung der Leuchtt&uuml;rme auf den Inseln und Riffen des S&uuml;dchinesischen Meeres haben bislang f&uuml;r mehr als 100.000 Handelsschiffe, die die internationalen Schifffahrtsrouten durch das S&uuml;dchinesische Meer nutzen, eine wichtige Rolle gespielt.&rdquo; (&hellip;)<br>\nEigentlich haben die Vereinten Nationen geregelt, wem was geh&ouml;rt. Nach dem internationalen Seerechts&uuml;bereinkommen stehen jedem Land 200 Seemeilen vor der K&uuml;ste als exklusive Wirtschaftszone zu. Weil China aber historische Anspr&uuml;che auf ein viel gr&ouml;&szlig;eres Gebiet erhebt, definiert das Land eine &Uuml;berquerung der Zw&ouml;lf-Meilen-Zone um die umstrittenen Spratly- oder Paracel-Inseln als eine Eindringung in chinesisches Hoheitsgebiet. Auch deshalb kommt es regelm&auml;&szlig;ig zu Zwischenf&auml;llen, wenn mal wieder ein US-amerikanischer Zerst&ouml;rer seine Kreise im S&uuml;dchinesischen Meer dreht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/chinas-expansionskurs-der-konflikt-im-suedchinesischen-meer.724.de.html?dram:article_id=355428\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> In der Tendenz ist der Beitrag gegen China gerichtet. Wie weit sind die USA noch einmal vom S&uuml;dchinesischen Meer entfernt? Warum kreuzt ein US-Zerst&ouml;rer in der Region?<\/em><br>\n<em>China m&ouml;chte den Konflikt auf jeden Fall friedlich beilegen und ist offenbar davon &uuml;berzeugt, dass er <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3185\/2016\/05\/26\/1s251596.htm\">durch Verhandlungen l&ouml;sbar<\/a> ist.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Problem im S&uuml;dchinesischen Meer sollte konstruktiv gel&ouml;st werden<\/strong><br>\nChinas St&auml;ndiger Vertreter im Genfer B&uuml;ro der Vereinten Nationen, Ma Zhaoxu, betonte am Freitag, das Problem im S&uuml;dchinesischen Meer m&uuml;sse friedlich durch konstruktive und substantielle Verhandlungen mit den benachbarten Staaten gel&ouml;st werden.<br>\nUnter Bezugnahme auf Chinas Erfahrung bei der L&ouml;sung von Meinungsverschiedenheiten &uuml;ber Land- und Gebietsgrenzen mit benachbarten Staaten betonte Ma, der Dialog sei der Schl&uuml;ssel zur Erm&ouml;glichung von Beratungen, die auch das Prinzip der Ebenb&uuml;rtigkeit souver&auml;ner Staaten respektierten. (&hellip;)<br>\nTrotz unterschiedlicher Ansichten und Betrachtungsweisen hat Beijing immer wieder die Wichtigkeit betont, Meinungsverschiedenheiten durch Diskussion im Einklang mit internationalem Recht und unter Ber&uuml;cksichtigung historischer Fakten zu l&ouml;sen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.china.org.cn\/txt\/2016-05\/30\/content_38563287.htm\">German.China.org.cn<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Umstrittene Kooperation: Gr&uuml;ne machen Werbung f&uuml;r Airbus<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen brechen mit fr&uuml;heren Prinzipien: Ihre Stiftung kn&uuml;pft enge Kontakte zum Luftfahrt- und R&uuml;stungskonzern Airbus, Spitzenpolitiker tauchen in einer PR-Brosch&uuml;re auf. Die Kooperation zwischen der Airbus Group und der Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung ist das j&uuml;ngste Zeichen, dass sich die Gr&uuml;nen von einigen ihrer Grunds&auml;tze verabschiedet haben. Zuletzt schlingerte man zwischen konservativen und linken Positionen in der Fl&uuml;chtlingskrise. Jetzt n&auml;hert sich die &Ouml;kopartei auch noch der klimasch&auml;dlichen Luftfahrtbranche an. Zudem gibt es offenbar kaum mehr Ber&uuml;hrungs&auml;ngste mit der R&uuml;stungsindustrie. Airbus ist schlie&szlig;lich auch ein globaler R&uuml;stungsriese. &ndash; die Gr&uuml;nen k&auml;mpfen &ouml;ffentlich gegen Milit&auml;rexporte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/airbus-kooperation-gruene-kuscheln-mit-luftfahrt-und-ruestungsbranche-a-1094323.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&ldquo;Die SPD muss radikaler werden&rdquo;<\/strong><br>\nReiche und Superreiche h&auml;tten die Solidarit&auml;t mit der Gesellschaft aufgek&uuml;ndigt, kritisiert der SPD-Chef in der ZEIT. Die SPD m&uuml;sse grunds&auml;tzlichere Antworten finden.<br>\nDie Sozialdemokraten suchten radikalere Antworten, &ldquo;weil die Verh&auml;ltnisse sich radikalisieren&rdquo;, sagte Gabriel. &ldquo;Wenn dem Gemeinwohl jedes Jahr 150 Milliarden Euro durch die Lappen gehen, (&hellip;) weil die Reichen und Superreichen jede Solidarit&auml;t mit der Gesellschaft aufgek&uuml;ndigt haben, dann ist das radikal asozial &ndash; und ein radikaler Angriff auf die Grundlagen dieser Gesellschaft. Den m&uuml;ssen wir abwehren&rdquo;, sagte Gabriel weiter. Steuerschlupfl&ouml;cher m&uuml;ssten geschlossen, legale Tricksereien vom Gesetzgeber beendet werden.<br>\nBei der Rente werde nur an Stellschrauben gedreht, um das Niveau stabil zu halten. &ldquo;Das reicht nicht mehr&rdquo;, sagte Gabriel. Das deutsche System m&uuml;sse sich st&auml;rker an dem der Schweiz orientieren, &ldquo;wo der Million&auml;r gem&auml;&szlig; seiner Finanzkraft belastet wird, aber am Ende weniger rausbekommt, als er eingezahlt hat.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-06\/sigmar-gabriel-spd-veraenderung-radikalisierung\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ja, warum findet die SPD denn bisher keine &ldquo;grunds&auml;tzlicheren und radikaleren&rdquo; Antworten? Kann es sein, dass Herr Gabriel und die Mehrheit der derzeitigen SPD-Spitze diese bislang verhindert haben? Schlimmer noch: War es nicht die Schr&ouml;der-SPD, die die Verm&ouml;genden dieses Landes besonders bevorzugt hat und ihnen diverse Steuererleichterungen erm&ouml;glicht hat? Wer hindert die SPD eigentlich z.B. daran, das Schweizer Rentenmodell in Deutschland einzuf&uuml;hren? Mit B&uuml;ndnis 90\/Gr&uuml;nen und der Linkspartei k&ouml;nnte vermutlich schnell eine Einigung erzielt werden.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Radikahl &ndash; Wolfgang H&uuml;bner &uuml;ber eine Ank&uuml;ndigung des SPD-Vorsitzenden<\/strong><br>\nErstaunliches l&auml;sst Sigmar Gabriel h&ouml;ren: Die SPD werde nach radikaleren Antworten suchen, &raquo;weil die Verh&auml;ltnisse sich radikalisieren&laquo;, erkl&auml;rte der mittlerweile langj&auml;hrige Parteivorsitzende der &raquo;Zeit&laquo;. Radikaler? Etwa noch radikaler als bisher? Das w&auml;re ja &ndash; ja, was eigentlich? Das Radikalste, was die SPD in den letzten 20 Jahren zustande gebracht hat, war Hartz IV. Diese so genannte Reform hat nicht unwesentlich zu den sich radikalisierenden Verh&auml;ltnissen beigetragen, von denen Gabriel jetzt redet. Seit Gerhard Schr&ouml;der radikalisiert sich die deutsche Sozialdemokratie in Richtung Neue Mitte oder wie immer das gerade hei&szlig;t; sie radikalisiert sich an der Seite der Union in der Gro&szlig;en Koalition bis auf inzwischen 20 Prozent W&auml;hlerzustimmung herunter. Radikal geht auf das lateinische radix, die Wurzel, zur&uuml;ck. Dahin bewegt sich die Umfragekurve der SPD tats&auml;chlich seit langem.<br>\nQuelle <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1013831.radikahl.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Unfrieds Urteil: Wagenknechts Torte und Kippings Tweets &ndash; keiner braucht die Linkspartei<\/strong><br>\nDas gro&szlig;e Problem der Linkspartei ist, dass sie nicht zu gebrauchen ist. Weder f&uuml;r eine reformistische Politik, noch f&uuml;r den Umsturz des Systems. Und die Medien haben gerade auch was anderes zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rollingstone.de\/unfrieds-urteil-wagenknechts-tote-und-kippings-tweets-keiner-braucht-die-linkspartei-1038689\/\">Rolling Stone<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.S.:<\/strong> Vielleicht interessiert es ja die NachDenkSeiten-Leser, wie taz-Chefreporter Peter Unfried in seinem Nebenjob bei Springer auf niedrigstem Niveau die Linkspartei basht.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Und damit passt Unfried zur taz wie A**** auf Eimer. Leider ist der Wandel der taz von einer linken Zeitung zu einem belanglosen gr&uuml;n-liberalen Blatt schon sehr weit fortgeschritten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-33620","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33620","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=33620"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33620\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33622,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33620\/revisions\/33622"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=33620"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=33620"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=33620"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}