{"id":33683,"date":"2016-06-07T08:33:00","date_gmt":"2016-06-07T06:33:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33683"},"modified":"2016-06-07T08:33:00","modified_gmt":"2016-06-07T06:33:00","slug":"hinweise-des-tages-2639","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33683","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33683#h01\">Gauck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33683#h02\">AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33683#h03\">Bilderberger-Konferenz in Dresden 08. &ndash; 12.06.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33683#h04\">Russia&rsquo;s &lsquo;valiant hero&rsquo; in Ukraine turns his fire on Vladimir Putin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33683#h05\">Nuit debout: Die Renaissance der franz&ouml;sischen Linken?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33683#h06\">Tisa &ndash; Eine Gefahr f&uuml;r uns alle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33683#h07\">SPD-Spitze agiert bei CETA an W&auml;hler und Parlament vorbei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33683#h08\">Warum die Reichen immer reich bleiben werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33683#h09\">Deutsche Arbeitnehmer streiken h&auml;ufiger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33683#h10\">Lohndumping als Reformziel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33683#h11\">Legale Ausbeutung vor der Haust&uuml;re: Rechtlose Verkehrsbesch&auml;ftigte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33683#h12\">Programmierter Abstieg &ndash; Wie Deutschland Prekariat erzeugt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33683#h13\">25.000 Soldaten in Stellung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33683#h14\">Der Propaganda-Multiplikator<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33683#h15\">Lager f&uuml;r Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33683#h16\">Aufkl&auml;rung mit vielen Fragezeichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33683#h17\">Lesetipps<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33683#h18\">Wie Deutschland im Jahr 2016 funktioniert<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gauck<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gauck verzichtet auf zweite Amtszeit<\/strong><br>\nNach der letztlich erwarteten Absage Gaucks m&uuml;ssen sich die Parteien nun auf eine Nachfolge einigen. Dabei zeichnen sich schwierige Gespr&auml;che ab. In der Bundesversammlung, die am 12. Februar 2017 einen neuen Pr&auml;sidenten w&auml;hlt, hat die Union zwar derzeit mit Abstand die meisten Sitze, aber keine eigene Mehrheit.<br>\nDie Debatte &uuml;ber m&ouml;gliche Kandidaten f&uuml;r das Amt des Staatsoberhauptes ist bereits in Gange. Genannt werden unter anderem Bundestagspr&auml;sident Norbert Lammert (CDU), Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) und Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). Aus der Linken und der SPD wurden Stimmen laut, die einen gemeinsamen rot-rot-gr&uuml;nen Bewerber forderten.<br>\nGauck war in der Endphase der DDR 1989 als Unterst&uuml;tzer der B&uuml;rgerrechtsbewegung bekannt geworden. Nach der Wende wurde er als Kandidat f&uuml;r das B&uuml;ndnis 90 in die letzte DDR-Volkskammer gew&auml;hlt. Von 1991 bis 2000 war er Bundesbeauftragter f&uuml;r die Stasi-Unterlagen.<br>\nEin Schwerpunkt seiner ersten Amtszeit war das Bem&uuml;hen, Deutschlands Rolle in der Welt neu zu definieren und mehr Verantwortungsbewusstsein einzufordern. Auch milit&auml;risches Engagement d&uuml;rfe nicht mit dem Hinweis auf die nationalsozialistische Vergangenheit ausgeschlossen werden, sagte er 2014 auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz. Auch die Fl&uuml;chtlingskrise machte er zu seinem Thema.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.spiegel.de\/politik\/deutschland\/a-1096074.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dass Gauck nun von allen offiziellen Seiten Lob erntet verwundert nicht, hat er doch knallhart die weitere Durchsetzung der neoliberalen Agenda propagiert. So lobte Hochw&uuml;rden Gerhard Schr&ouml;der f&uuml;r seinen Hartz IV-Mut und nannte Sozialproteste &ldquo;t&ouml;richt&rdquo;. Unvergessen seine Frage &ldquo;ob Solidarit&auml;t und F&uuml;rsorglichkeit nicht auch dazu beitragen, uns erschlaffen zu lassen&rdquo;. Von der Bef&uuml;rwortung deutscher Kriegseins&auml;tze ganz zu schweigen. So werden wir hier Pastor Gauck und seinem verlogenen Ges&uuml;lze sicher keine Tr&auml;ne nachweinen. Nur wer glaubt, dass es nicht noch schlimmer geht, sieht sich get&auml;uscht, wenn ernsthaft ein Wolfgang Sch&auml;uble als Nachfolger Gaucks im Gespr&auml;ch ist. Andererseits w&auml;re es die finale Konsequenz in der &bdquo;marktkonformen&ldquo; Demokratie einen noch radikaleren Vertreter des Neoliberalismus zum Bundespr&auml;sidenten zu k&uuml;ren.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Kaum hatte Gauck auf eine zweite Amtszeit verzichtet, schon schie&szlig;en in den Medien seltsame Nachfolger ins Kraut. Die Begr&uuml;ndungen der &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; sind dabei meist tragikomisch. So kommentiert die S&uuml;ddeutsche Zeitung die Chancen des Schriftstellers Navid Kermani ganz ernsthaft mit dem Satz &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bundespraesident-wer-gaucks-nachfolger-werden-koennte-1.3021782-8\">Bevor in Deutschland ein Muslim Bundespr&auml;sident wird, wird es sicher erst eine Frau<\/a>&ldquo;. H&auml;tte ich so etwas geschrieben, w&uuml;rde mein Postfach binnen Stunden &uuml;berquellen. Auf, liebe Feministen, bombardiert die S&uuml;ddeutsche mit Mails ;-)<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gauck geht &ndash; Es war Zeit<\/strong><br>\nDer Sozialstaat war nie sein Thema. Und wenn er sich einmal &auml;u&szlig;erte, klang es so: &ldquo;Ich stelle mir eine aktivierende Sozialpolitik vor wie ein Sprungtuch, das St&uuml;rze abfedert, das denjenigen, die es brauchen, dazu verhilft wieder aufzustehen und f&uuml;r sich selbst einzustehen.&rdquo;<br>\nSo konnte nur einer reden, der die Lebenssituation von Rentnerinnen und Rentnern nicht kennt, die Flaschen sammeln oder Zeitungen austragen m&uuml;ssen, um genug zum Leben zu haben. Und dem Arbeitslosen, der sich zum x-ten Mal erfolglos um einen Arbeitsplatz beworben hat und immer abgewiesen wurde, half das Gaucksche Sprungtuch auch nicht.<br>\n&bdquo;Freiheit in der Gesellschaft und Freiheit in der Wirtschaft geh&ouml;ren zusammen&rdquo;, sagte Gauck einmal anl&auml;sslich der Feier zum 60-j&auml;hrigen Bestehen des Walter-Eucken-Instituts. Auf die Idee, dass zur Freiheit in der Wirtschaft das Ende von Leiharbeit, ausbeuterischen Werkvertr&auml;gen, befristeten Arbeitsvertr&auml;gen und Hungerl&ouml;hnen im Niedriglohnsektor geh&ouml;rt, w&auml;re er nie gekommen.<br>\nIm Kampf f&uuml;r Menschenrechte sei es erforderlich, &bdquo;auch zu den Waffen zu greifen&ldquo;, meinte Gauck. Und warb f&uuml;r eine aktive Politik zur Konfliktl&ouml;sung und daf&uuml;r, &bdquo;den Einsatz milit&auml;rischer Mittel als letztes Mittel nicht von vorneherein zu verwerfen&rdquo;. Ein Verbot von Waffenexporten in Spannungsgebiete hat dieser Pfarrer nie gefordert. Auch warnte er nicht davor, im Gefolge der US-Politik eine Konfrontation mit Russland zu suchen. Schon gar nicht pl&auml;dierte er daf&uuml;r, zur Entspannungspolitik Willy Brandts zur&uuml;ckzukehren.<br>\nOb Bundespr&auml;sidentin oder Bundespr&auml;sident: Wir brauchen jetzt einen Anti-Gauck, eine Pers&ouml;nlichkeit, die f&uuml;r eine friedliche Au&szlig;enpolitik, f&uuml;r die Wiederherstellung des Sozialstaates und f&uuml;r die Respektierung des mehrheitlichen Willens der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger eintritt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1101986536529479\/?type=3\">Oskar Lafontaine auf Facebook<\/a>\n<p>Bereits zu Anfang seiner Amtszeit eine richtige Einsch&auml;tzung von Albrecht M&uuml;ller: <strong><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11012\">Gauck war auch als Pr&auml;sidentschaftskandidat schon ein gesteuertes mediales Kunstprodukt<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>AfD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kapit&auml;n Schwandt: Offener Brief an die AfD<\/strong><br>\nSehr geehrter Herr Gauland,<br>\nich schreibe Ihnen diesen Brief, weil ich nicht schweigen kann zu dem, was Sie und Ihre AfD in unserem Land treiben. Mit Ihren L&uuml;gen, mit Ihren &Uuml;bertreibungen, mit Ihrer Hetze gegen Fl&uuml;chtlinge und Minderheiten gef&auml;hrden Sie den inneren Frieden. Ich m&ouml;chte dennoch sachlich bleiben, obwohl mich Ihre Rhetorik und Wortwahl der vergangenen Tage w&uuml;tend macht.<br>\nWir beide geh&ouml;ren einer Generation an, die direkt unter den Folgen des Nationalsozialismus in der Nachkriegszeit gelitten hat, auch wenn wir nicht Verursacher des unendlichen Leids waren, das Deutschland &uuml;ber die Welt gebracht hat. Daf&uuml;r waren wir zu jung. Nun, 83 Jahre nach Machtergreifung Hitlers, stehen Sie auf einer B&uuml;hne und sprechen Worte wie &bdquo;Volksk&ouml;rper&ldquo; und &bdquo;Volksgemeinschaft&ldquo; aus, Begriffe der Ideologie des Dritten Reiches, und vergleichen Fl&uuml;chtlinge mit &bdquo;Barbaren&ldquo;, die das R&ouml;mische Reich &uuml;berrannt haben.<br>\nWas, Herr Gauland, geht in Ihnen vor, wenn die Menge dazu gr&ouml;lt? [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ankerherz.de\/blog\/kapitaen-schwandt-offener-brief-an-die-afd\/\">Ankerherz<\/a><\/li>\n<li><strong>L&auml;ngere Arbeitszeiten, daf&uuml;r weniger Geld Petry fordert &ldquo;brutale&rdquo; Rentenreform<\/strong><br>\nL&auml;ngere Arbeitszeiten, Einschnitte bei den Renten und st&auml;rkere Belastungen f&uuml;r Kinderlose: Das fordert AfD-Chefin Frauke Petry in einem Interview. Nur so sei es ihrer Ansicht nach m&ouml;glich, die Sozialkassen zu entlasten.<br>\n&ldquo;An einer weiteren Verl&auml;ngerung der Lebensarbeitszeit f&uuml;hrt kein Weg vorbei&rdquo;, sagte Petry der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;. Au&szlig;erdem werde man &ldquo;vermutlich &uuml;ber eine weitere K&uuml;rzung der Renten reden m&uuml;ssen&rdquo;. Dies bezeichnete die AfD-Chefin als &ldquo;brutal&rdquo;, aber unabdingbar, da ihrer Meinung nach angesichts der demografischen Entwicklung f&uuml;r die Rentenkassen schwere Zeiten anbrechen w&uuml;rden.<br>\nNur durch eine h&ouml;here Geburtenrate lasse sich eine langfristige Entlastung der Sozialkassen bewerkstelligen. Deswegen stehe die AfD f&uuml;r eine Familienpolitik, bei der Kinderlose st&auml;rker belastet werden w&uuml;rden: &ldquo;Familien soll weniger Geld abgezogen werden, &auml;rmere Familien wollen wir bei den Sozialbeitr&auml;gen entlasten. Das wird von Kinderlosen mitfinanziert werden m&uuml;ssen.&rdquo; Dies wolle man mit der Abschaffung des Ehegattensplitting erreichen, da kinderlose Paare durch diese Regelung massiv bevorzugt w&uuml;rden, so Petry weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mopo.de\/news\/politik-wirtschaft\/laengere-arbeitszeiten--dafuer-weniger-geld-petry-fordert--brutale--rentenreform-24172776?dmcid=f_msn_web\">Morgenpost<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist das wahre, neoliberale Gesicht der AfD.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Methode Trump<\/strong><br>\nMedien Die AfD muss sich keine Sorgen machen. Ihr ist die Aufmerksamkeit sicher, solange sie das Spiel mit den Provokationen so verwegen spielt.<br>\nDie Katholiken haben &ndash; wieder einmal &ndash; alles richtig gemacht. Sie haben auf dem Katholikentag in Leipzig der AfD einen Auftritt auf einem ihrer Foren verwehrt. Die AfD-Leute mussten sehen, dass sie ihre Provokationen woanders loswurden. Die Katholiken wurden daf&uuml;r nat&uuml;rlich auch bestraft. In der FAZ zum Beispiel wurden sie im Leitartikel daf&uuml;r streng getadelt und der Abschlussbericht zu vier Tagen Leipzig umfasste ganze 102 Zeilen. H&auml;tte die AfD-Vorsitzende Frauke Petry an einem der Foren teilnehmen d&uuml;rfen, w&auml;ren die Journalistern pulkweise dorthin gelaufen, auch wenn andere Foren zur selben Zeit mit Nobelpreistr&auml;gern, Friedenspreistr&auml;gern und sonstigen Zelebrit&auml;ten besetzt gewesen w&auml;ren.<br>\nDie FAS immerhin hielt sich schadlos, indem sie dem brandenburgischen AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland ohne jeden Anlass &ndash; kein Parteitag, keine Wahlen &ndash; mit einem Gespr&auml;ch pr&auml;sentierte. Hier formulierte er seine Boateng-Expertise und beherrschte damit f&uuml;r die folgenden Tage einen Teil der Medien: erst emp&ouml;rt, dann zerknirscht, dann medienkritisch. Parteifreunde taten es ihm nach und also war die AfD wie gew&uuml;nscht in aller Munde. Petrys b&ouml;ser, f&uuml;r den Katholikentag pr&auml;parierter Satz, der das Fl&uuml;chtlingsthema von heute mit der Ablasspraxis von vor f&uuml;nfhundert Jahren zusammenbrachte (Tenor: schlimme, schlimme Kirche) deutet an, was von Leipzig berichtet worden w&auml;re, wenn die AfD Teil des Katholikentages geworden w&auml;re. Was sie vorbringt, ist zwar Schwachsinn, hat aber Methode.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-methode-trump\/\">Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist schon sehr seltsam, angeblich sind alle gegen die AfD, aber wie der Beitrag richtig anmerkt, wird der AfD in den &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; ein breites Forum einger&auml;umt um ihre rassistischen Parolen m&ouml;glichst weit zu verbreiten. So war auch gestern wieder Gauland Gast bei Anne Will. Aber es ist an sich nichts Neues, mit dem Faschismus hatten die deutschen Eliten noch nie Probleme.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Medien (und hier vor allem die &Ouml;ffentlichen-Rechtlichen) haben einen echten AfD-Komplex. Es ist richtig, dass sie &bdquo;vor K&ouml;ln&ldquo; sehr oft zu unkritisch &uuml;ber die Themen der AfD berichtet haben. &bdquo;Nach K&ouml;ln&ldquo; hat sich dies jedoch ins genaue Gegenteil gewandelt. Heute sind die Medien die beste PR-Maschinerie, die die AfD sich nur vorstellen kann. Frau von Storch f&auml;llt mit dem Kopf auf die Tastatur und schickt dabei versehentlich einen Buchstabensalat an ihren Facebook-Account, der sich so liest, als fordere sie, man solle an der Grenze auf Frauen und Kinder schie&szlig;en? Anne Will, Frank Plassberg, Sandra Maischberger und Maybritt Illner scharren schon mit den Hufen, um sie einzuladen. Die AfD beherrscht die &bdquo;Methode Trump&ldquo; sehr gut.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sixt-Werbung<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160607-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160607-hdt-01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bilderberger-Konferenz in Dresden 08. &ndash; 12.06.<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Drei sagen zu, vier sagen ab<\/strong><br>\nDie Bundesregierung wird bei der &bdquo;Bilderberg&ldquo;-Konferenz in Dresden mit drei Ministern vertreten sein. Das private Treffen von rund 140 Vertretern von Politik, Wirtschaft, Milit&auml;r, Medien und Forschung aus Westeuropa und Nordamerika wird Ende n&auml;chster Woche in der s&auml;chsischen Landeshauptstadt stattfinden &ndash; und damit erstmals auf der Ostseite des ehemaligen Eisernen Vorhangs.<br>\nZugesagt haben nach taz-Informationen Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble und Innenminister Thomas de Maizi&egrave;re (beide CDU). Die Rheinische Post hatte bereits die Teilnahme von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gemeldet. Bundeskanzlerin Angela Merkel, ihr Kanzleramtsminister Peter Altmaier und die SPD-Minister Sigmar Gabriel und Frank-Walter Steinmeier haben die Einladungen nicht angenommen und werden nicht nach Dresden kommen. Bundespr&auml;sident Joachim Gauck wird ebenfalls nicht an der Konferenz teilnehmen.<br>\n&Uuml;ber die Gr&uuml;nde der Ab- und Zusagen gab es keine Auskunft. Auffallend ist, wie stark sich die Organisatoren der Bilderberg-Konferenz &ndash; der 31-k&ouml;pfige sogenannte Lenkungsausschuss, in dem unter anderem der schwedische Investor Jacob Wallenberg, der ehemalige Google-Chef Eric Schmidt und der Ryanair-Gr&uuml;nder Michael O &rsquo;Leary sitzen &ndash; um die Mitglieder der Bundesregierung bem&uuml;ht haben. Beim letztj&auml;hrigen Treffen in Tirol nahm Bundespr&auml;sident Heinz Fischer, aber kein Mitglied der &ouml;sterreichischen Regierung teil. Zur Konferenz vor zwei Jahren in Kopenhagen kam nur eine d&auml;nische Ministerin.<br>\nDurch eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken waren die Einladungen an die Mitglieder der Bundesregierung bekannt geworden. Erst danach ging die Einladung an Thomas de Maizi&egrave;re ein, hei&szlig;t es im Innenministerium. Ob die Bilderberg-Organisatoren wegen der vielen Absagen nachgelegt haben und ihn nachtr&auml;glich eingeladen haben, war nicht zu erfahren. Im Ministerium betont man, dass de Maizi&egrave;re nur &bdquo;kurzzeitig&ldquo; an der Konferenz teilnehmen werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Bilderberg-Konferenz-in-Dresden\/!5307010\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es gibt mehr als gen&uuml;gend private Elitezirkel und Think Tanks, wie etwa die Atlantikbr&uuml;cke in der auch deutsche &bdquo;Elitejournalisten&ldquo; zu finden sind, the American Council on Germany, das Aspen Institute, das European Council on Foreign Relations, als dessen Hauptsponsor George Soros auftritt, die Trilateral Commission, die Rockefeller Foundation usw., usw. Was die Frage aufwirft ob es hier jemals &uuml;berhaupt eine wirkliche Demokratie gegeben hat oder ob die wichtigen politische und &ouml;konomische Entscheidungen nicht schon seit jeher hinter verschlossenen T&uuml;ren getroffen werden? Wie auch immer, Mitglieder einer demokratisch gew&auml;hlten und legitimierten Regierung haben auf diesen Elitetreffen nichts verloren. Dabei ist es schon skandal&ouml;s genug, dass &ouml;ffentliche Mittel und Infrastruktur aufgewendet werden, um dieses angebliche &bdquo;private&ldquo; Treffen der herrschenden Eliten zu sch&uuml;tzen. Muss man da noch gesondert darauf hinweisen, dass die &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; &uuml;ber die Bilderberg&ldquo;-Konferenz und generell &uuml;ber den Einfluss von Elitennetzwerken selbstverst&auml;ndlich nicht berichten? Ob es daran liegt, dass Medienvertreter selbst an den Konferenzen teilnehmen und sich selbst als &bdquo;Elite&ldquo; verstehen? <\/em><\/p>\n<p><em>Dazu ein Beitrag bereits aus dem Jahr 2010. Es ist aber davon auszugehen, dass die geschilderten Sachverhalte auch f&uuml;r das Jahr 2016 ohne Abstriche gelten:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Re-Feudalisierung und Privatisierung der Macht?<\/strong><br>\nDie sogenannten Bilderberg-Konferenzen finden seit 1954 j&auml;hrlich an wechselnden, m&ouml;glichst geheim gehaltenen Orten statt. Angeblich sind die Treffen rein privater Natur, doch wenn die M&auml;chtigen aus Wirtschaft und Adel Politiker zum geheimen Gespr&auml;ch laden, wundern sich auch Menschen, die keinen Verschw&ouml;rungstheorien anh&auml;ngen.<br>\nHans-J&uuml;rgen Krysmanski, emeritierter Professor f&uuml;r Soziologie an der Universit&auml;t M&uuml;nster, glaubt nicht, dass sich Vertreter europ&auml;ischer K&ouml;nigsh&auml;user, des transatlantischen Geldadels und der hohen Politik rein privat treffen k&ouml;nnen.<br>\n&ldquo;Abgesehen mal von familialen Bez&uuml;gen, aber alles, was mit politisch relevanten Inhalten und Diskussionen und Entscheidungen zu tun hat, ob das in vertraulichen Beratungen erfolgt oder im Parlament selber, kann niemals privat sein beziehungsweise ist immer irgendwie &ouml;ffentlich.&rdquo;<br>\nZiel der Konferenzen &ndash; so sagen es die Organisatoren -war und ist: Europa und die USA enger aneinander zu binden und die Vereinigung Europas unter dem Primat eines transatlantischen B&uuml;ndnisses voran zu treiben.<br>\nAuch Joschka Fischer, Angela Merkel, Wolfgang Sch&auml;uble, Otto Schily und G&uuml;nter Verheugen waren dort.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/re-feudalisierung-und-privatisierung-der-macht.724.de.html?dram:article_id=99848\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"http:\/\/bilderberger-konferenzen.de.tl\/Basisinformationen.htm\">Informationen zu Elitenetzwerken aus einem Forschungsprojekt der Uni M&uuml;nster: Bilderberg-Konferenzen<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Sowie: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14741\">Hans J&uuml;rgen Krysmanski &ndash; 0, 1 % Das Imperium der Milliard&auml;re<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Und: <a href=\"http:\/\/www.dampfboot-verlag.de\/shop\/artikel\/hirten-woelfe\">Hirten &amp; W&ouml;lfe &ndash; Wie Geld- und Machteliten sich die Welt aneignen<\/a><\/strong><\/p>\n<p><em>Noch ein Hinweis f&uuml;r unsere Leser. Dresden ist eine interessante Stadt und hat kulturell viel zu bieten, ist also immer eine Reise wert.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Russia&rsquo;s &lsquo;valiant hero&rsquo; in Ukraine turns his fire on Vladimir Putin<\/strong><br>\nIgor Strelkov, Russian &lsquo;military hero&rsquo; of the war in Ukraine, steps out of the shadows to fire salvo at president Putin and predict upheaval in Russia [&hellip;]<br>\nTwo years later, he cuts a very different figure, during an interview with the Guardian at his small Moscow office. In civilian clothing and slightly chubbier, he spent the encounter stroking his huge Maine Coon cat, Grumpy, which lay on the table in front of him. Strelkov has in recent weeks turned his rhetorical fire on the Kremlin itself, even if he no longer has an army with which to back up his words.<br>\n&ldquo;Putin and his circle have recently taken steps which I believe will almost inevitably lead to the collapse of the system,&rdquo; Strelkov said. &ldquo;We don&rsquo;t know yet how, and we don&rsquo;t know when, but we are certain it will collapse, and more likely sooner than later.&rdquo;<br>\nPulled out of east Ukraine by the Kremlin in August 2014, reportedly because the Russian authorities felt he was too much of a liability, Strelkov entered a strange twilight zone, prevented from returning to the conflict or featuring in state-controlled media. After nearly two years of sitting quietly, the erstwhile poster boy of the pro-Russia cause last week released a declaration strongly critical of President Vladimir Putin, and predicting upheaval and bloodshed in Russia in the near future.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/world\/2016\/jun\/05\/russias-valiant-hero-in-ukraine-turns-his-fire-on-vladimir-putin\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> W&auml;hrend die <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article155994552\/Ex-Rebellenchef-prophezeit-Kollaps-des-Putin-Systems.html\">WELT<\/a> sich &uuml;ber Girkins Aussagen wundert, kann es Russlandkenner nicht wirklich &uuml;berraschen, dass der Widerstand von &bdquo;rechts&ldquo;, also von den <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22496\">Ultranationalisten<\/a>, zunehmen wird. Dies hat selbstverst&auml;ndlich auch und vor allem mit der geschichtsvergessenen Aggressionspolitik des Westens zu tun.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nuit debout: Die Renaissance der franz&ouml;sischen Linken?<\/strong><br>\nAm Ende half dem franz&ouml;sischen Premierminister nur noch der Griff zum Dekret: Zahlreiche Abgeordnete der regierenden Sozialisten hatten angek&uuml;ndigt, gegen die Arbeitsmarktreform des Kabinetts von Manuel Valls zu stimmen, das nach der zust&auml;ndigen Ministerin benannte Loi El Khomri.Damit drohten der Regierung und Pr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande die zweite schwere Niederlage binnen drei Monaten, nachdem im M&auml;rz eine Verfassungs&auml;nderung zur Ausb&uuml;rgerung von Terroristen durchgefallen war. Ein solches Debakel konnte Valls am 12. Mai mit Hilfe eines Verfahrenstricks zwar abwenden und so das Gesetz an der Nationalversammlung vorbei verabschieden. Aber neben den konservativen Republikanern strengten auch linke Parlamentarier ein Misstrauensvotum an, das nur knapp am n&ouml;tigen Quorum scheiterte. Unter den 24 Sozialisten, die ihre eigene Regierung st&uuml;rzen wollten, befanden sich auch die ehemaligen Minister Aur&eacute;lie Filippetti und Beno&icirc;t Hamon. Einmal mehr wurde damit die innere Zerrissenheit der Sozialisten offenbart.<br>\nWas eine Demonstration von wirtschaftlichem Reformeifer werden sollte, geriet so zum Pyrrhussieg: Mit der Arbeitsmarktreform hat Hollande weite Teile der Gesellschaft gegen sich aufgebracht. Sichtbarster Ausdruck dessen ist die Bewegung Nuit debout, die Ende M&auml;rz aus dem Protest gegen diese Reform entstand. Da die Unbeliebtheit des Pr&auml;sidenten schon lange auf die gesamte Linke abf&auml;rbt &ndash; oppositionelle Kr&auml;fte eingeschlossen &ndash;, bietet diese Bewegung derzeit wohl die gr&ouml;&szlig;te Chance auf eine Renaissance des linken Lagers.<br>\nSie formierte sich, als am 31. M&auml;rz zahlreiche Teilnehmer einer Demonstration gegen das Loi El Khomri auf der Place de la R&eacute;publique in Paris blieben und dort ihr weiteres Vorgehen besprachen. Getreu dem Motto der Bewegung &ndash; Nuit debout steht f&uuml;r &bdquo;aufrecht durch die Nacht&ldquo; &ndash; treffen sich seitdem dort allabendlich Menschen und debattieren; mal sind es einige hundert, mal einige tausend. Schnell weitete sich Nuit debout auf gut 60 St&auml;dte im ganzen Land aus, von der Metropole bis in die Provinz.<br>\nAllerdings mahnt Br&uuml;ssel die franz&ouml;sische Regierung, die j&auml;hrliche Neuverschuldung zu senken und dr&auml;ngt auf wirtschaftsliberale Reformen. So soll Frankreich seinen Arbeitsmarkt flexibilisieren und damit die seit langem hohe Arbeitslosigkeit bek&auml;mpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2016\/juni\/nuit-debout-die-renaissance-der-franzoesischen-linken\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Tisa &ndash; Eine Gefahr f&uuml;r uns alle<\/strong><br>\nKommenden Mittwoch feiert die Schweiz ihr Jahrhundertprojekt, alle werden auf den Gotthardbasistunnel blicken. Am selben Tag findet in Paris eine Konferenz statt, die das Jahrhundert weit st&auml;rker pr&auml;gen d&uuml;rfte als der neue Tunnel. Doch kaum jemand weiss davon. Denn die &Ouml;ffentlichkeit ist ausgesperrt, wenn in Paris &uuml;ber das Trade in Service Agreement (Tisa) verhandelt wird &ndash; das sogenannte Dienstleistungsabkommen, an dem neben der Schweiz die USA, die EU und zwanzig weitere L&auml;nder beteiligt sind. Verhandelt wird &uuml;ber fast alles, was wir zum Leben und Zusammenleben brauchen: das Gesundheitswesen, die Telekommunikation, die Energieversorgung oder das Bildungswesen.<br>\nBesonders an der Pariser Konferenz ist, dass erstmals auf Ministerebene &uuml;ber das Tisa verhandelt wird. Ein Indiz, dass es auf die Zielgerade zugeht. Tats&auml;chlich best&auml;tigt das Staatssekretariat f&uuml;r Wirtschaft (Seco), das im Auftrag des Bundesrats beim Tisa mitverhandelt, dass das Abkommen Ende 2016 stehen soll. Ansonsten gibt sich das Seco weit weniger auskunftsfreudig: Es weigert sich bis heute, nur schon das Verhandlungsmandat zu ver&ouml;ffentlichen.<br>\nUm die Sprengkraft des Abkommens zu verstehen, muss man zur&uuml;ckblicken. Nach dem Zweiten Weltkrieg lag der globale Handel darnieder. Um ihn anzukurbeln, wurde zun&auml;chst das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen (Gatt) abgeschlossen, aus dem sp&auml;ter die Welthandelsorganisation (WTO) hervorging.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/1621\/dienstleistungsabkommen-tisa\/eine-gefahr-fuer-uns-alle#main-content\">Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>SPD-Spitze agiert bei CETA an W&auml;hler und Parlament vorbei<\/strong><br>\n&ldquo;Erst einen Tag nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl am 18. September soll sich der SPD-Parteikonvent zu CETA verhalten. Damit muss der Berliner B&uuml;rger seine Wahlentscheidung treffen, ohne dass er wei&szlig;, wie die SPD zu CETA steht. SPD-Chef Sigmar Gabriel mag das f&uuml;r einen cleveren Zeitplan halten, schwimmen ihm doch die Felle in Sachen Freihandelsabkommen davon, da er unnachgiebig seine Pro-CETA\/TTIP-Position gegen den Willen der Bev&ouml;lkerungsmehrheit und seiner Basis aufrechterh&auml;lt. Tats&auml;chlich jedoch f&uuml;hrt diese Abgewandtheit vom W&auml;hler, bei dem er &uuml;ber entscheidende Punkte nicht informiert wird, zu weiterem Politikverdruss&rdquo;, warnt Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf den Zeitplan der SPD zu CETA. Ernst weiter:<br>\n&ldquo;Doch damit nicht genug: Als Bundeswirtschaftsminister wird Sigmar Gabriel seine Entscheidung zu CETA h&ouml;chstwahrscheinlich auch am Bundestag vorbei treffen. Bereits vier Tage nach dem Konvent, am 22.\/ 23. 9., findet aller Voraussicht nach ein informelles Treffen des EU-Handelsministerrates in Bratislava statt, auf dem die entscheidenden Weichen f&uuml;r CETA gestellt werden. Der Bundestag wird bis dahin nicht &uuml;ber den endg&uuml;ltigen &uuml;bersetzten CETA-Vertrag debattiert haben k&ouml;nnen: Erst am 5. Juli &ndash; in der letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause &ndash; wird die Kommission ihren Vorschlag f&uuml;r einen Beschluss zur Unterzeichnung und vorl&auml;ufigen Anwendung von CETA vorlegen; Anfang September ist erstmal Haushaltswoche. Demokratie geht anders.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/spd-spitze-agiert-ceta-waehler-parlament-vorbei\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Warum die Reichen immer reich bleiben werden<\/strong><br>\nDie reichsten Familien sind die gleichen wie vor 600 Jahren. Das haben Wissenschaftler nun f&uuml;r Florenz nachgewiesen. In anderen L&auml;ndern ist es &auml;hnlich. Wohlstand vererbt sich st&auml;rker als K&ouml;rpergr&ouml;&szlig;e.<br>\nUm Florenz kreiste einst die gesamte europ&auml;ische Wirtschaft. Im 15. Jahrhundert war es das Zentrum des Handels und des Finanzwesens. M&auml;chtige Familien beherrschten die Metropole, stritten und k&auml;mpften um Einfluss, h&auml;uften Reicht&uuml;mer an. Heute ist vom einstigen Glanz nur noch das architektonische und kulturelle Erbe &uuml;brig, dass jedes Jahr Millionen Besucher anzieht. Doch noch etwas hatte Bestand: Die reichsten Familien von Florenz sind heute noch die gleichen wie vor 600 Jahren.<br>\nDas jedenfalls ist das Ergebnis einer aktuellen wissenschaftlichen Untersuchung zweier &Ouml;konomen der italienischen Notenbank. Demnach kommen die wohlhabendsten B&uuml;rger der Stadt aus denselben Sippen, die Florenz schon im Mittelalter &ouml;konomisch beherrschten. Das scheint erstaunlich, ist es letztlich aber doch nicht. Denn &auml;hnliche Beobachtungen gibt es auch aus anderen L&auml;ndern. Und selbst in Deutschland gibt es eine erstaunliche Kontinuit&auml;t bei den oberen Zehntausend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article156001603\/Warum-die-Reichen-immer-reich-bleiben-werden.html\">WELT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutsche Arbeitnehmer streiken h&auml;ufiger<\/strong><br>\nLokf&uuml;hrer, Piloten, Kitas: Im vergangenen Jahr wurde in Deutschland so viel gestreikt wie lange nicht. Im Vergleich zu anderen L&auml;ndern holt Deutschland auf.<br>\nDeutschlands Arbeitnehmer sind in den vergangenen Jahren streikfreudiger geworden. Seine Spitzenposition als &bdquo;Hort des sozialen Friedens&ldquo; habe das Land verloren, hei&szlig;t es in einer Langzeit-Untersuchung des &bdquo;IW-Gewerkschaftsspiegels&ldquo;. 2015 hatten mehrere lange Streiks im &Ouml;ffentlichen Dienst sowie bei Lokf&uuml;hrern und Piloten die Ausfallzeiten in die H&ouml;he getrieben<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/langzeitstudie-deutsche-arbeitnehmer-streiken-haeufiger-14271735.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ganz beeindruckend ist die Grafik &ldquo;Ausgefallene Arbeitstage je 1000 Arbeitnehmer&rdquo;. Demnach wird in Deutschland minimal mehr gestreikt als in der Gewerkschafts-Diaspora USA, also praktisch nie. Selbst in Gro&szlig;britannien, dem wahrscheinlich gewerkschaftsfeindlichsten Land der EU, wird viermal so viel gestreikt, von Frankreich oder D&auml;nemark (!) nicht zu reden. Da ist nat&uuml;rlich der Ruf als &ldquo;Hort des sozialen Friedens&rdquo; stark gef&auml;hrdet. Eine v&ouml;llig absurde Wertung des IW, denn sp&auml;testens seit Schr&ouml;ders &ldquo;Agenda 2010&rdquo;, eigentlich seit Kohl, haben die Unternehmen den Klassenkampf von oben gestartet und gewonnen. Der soziale Frieden in Deutschland ist seit Jahrzehnten beerdigt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lohndumping als Reformziel<\/strong><br>\nVor der Krise galt f&uuml;r mehr als zwei Drittel der griechischen Besch&auml;ftigten ein Tarifvertrag. Heute sind es nur noch 40 Prozent. Die Zahlen unterzeichnen den Kollaps des Tarifsystems sogar noch. W&auml;hrend bis zur Eurokrise Branchentarife dominierten, spielen Firmentarife heute die wichtigste Rolle. Und Letztere haben eine andere Funktion als fr&uuml;her: Es geht nicht mehr darum, die L&ouml;hne in besonders profitablen Unternehmen &uuml;ber den Durchschnitt zu heben, sondern fast immer um Abweichungen nach unten. Das geht aus einer Analyse der Arbeitsrechtsexpertin Aristea Koukiadaki von der Universit&auml;t Manchester und der Publizistin Chara Kokkinou hervor. Sie zeichnen in einem Beitrag f&uuml;r das European Journal of Industrial Relations nach, wie die Politik von EU, Internationalem W&auml;hrungsfonds (IWF) und Europ&auml;ischer Zentralbank (EZB) &ndash; auch unter dem Einfluss einiger gro&szlig;er Arbeitgeber &ndash; das vormals stabile Tarifgef&uuml;ge zerst&ouml;rt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/65589_65609.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Legale Ausbeutung vor der Haust&uuml;re: Rechtlose Verkehrsbesch&auml;ftigte<\/strong><br>\nLange Arbeitszeiten, schlechte Entlohnung, miserable Ruhebedingungen, Stress, M&uuml;digkeit und lange Zeiten fernab der Familie kennzeichnen den Alltag der im Transport Besch&auml;ftigten, insbesondere auf der Stra&szlig;e. Dies seit Jahren mit Unterst&uuml;tzung durch die EU-Gesetzgebung. Billiger Verkehr f&uuml;r einen ebensolchen Wirtschaftsstandort kommt vor allem den Besch&auml;ftigten teuer zu stehen.<br>\nKeine soziale Harmonisierung<br>\nDie Vollendung des Verkehrsbinnenmarktes ging nicht mit einer sozialen Harmonisierung der Besch&auml;ftigungs- und Arbeitsbedingungen einher. In vielen F&auml;llen greifen Regelungen, etwa die Entsenderichtlinie, nicht ausreichend, da sie den Anforderungen des Verkehrs nicht gerecht werden. Fragen nach dem zu zahlenden Lohn, den Einsatzbedingungen, der sozialen Absicherung oder des ArbeitnehmerInnenschutzes sind, wegen der zahlreichen Grenz&uuml;bertritte der Besch&auml;ftigten innerhalb nur weniger Stunden, oft nur schwer beantwortbar und nur schwierig kontrollierbar. Gefinkelte Unternehmenskonstruktionen tragen das ihre dazu bei, die Situation un&uuml;bersichtlich zu halten. Bei gleichbleibender Unternehmenst&auml;tigkeit werden &uuml;ber Briefkastenfirmen und Tochterunternehmen sowohl Fahrzeuge als auch Besch&auml;ftigte, oft v&ouml;llig legal, in L&auml;nder verlagert, in denen das Steuer-, Lohn-, und das Niveau des ArbeitnehmerInnenschutzes Vorteile bringt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/legale-ausbeutung-vor-der-haustuere-rechtlose-verkehrsbeschaeftigte\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Programmierter Abstieg &ndash; Wie Deutschland Prekariat erzeugt<\/strong><br>\nEine Erzieherin, die ohne Nebenjob nicht &uuml;ber die Runden kommt; ein Unternehmer vor der Pleite, weil er beim Lohndumping nicht mitmacht; ganze Branchen, die auf Scheinselbst&auml;ndigkeit fu&szlig;en. Mit System werden Millionen unter die Armutsgrenze gedr&uuml;ckt.<br>\nDeutschland &ndash; eine Mittelschichtsrepublik mit sozialer Marktwirtschaft &ndash; das war einmal. Im Namen des globalen Wettbewerbs sorgen Arbeits- und Sozialgesetze daf&uuml;r, dass jeder f&uuml;nfte Deutsche heute von Armut bedroht ist. Auch der Mindestlohn hat daran nichts ge&auml;ndert. Gleichzeitig wird Denen ganz unten &ndash; Gewerbeaufsicht und Arbeitsgerichten zum Trotz &ndash; staatlicher Schutz weitgehend entzogen. Ist diese Entwicklung im globalisierten Kapitalismus schicksalhaft? Haben wir uns damit abzufinden, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt zerst&ouml;rt wird, weil er dem Streben nach h&ouml;chster Produktivit&auml;t und maximalem Profit im Wege steht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/radio\/wdr5\/sendungen\/dok5\/prekariat-100.html\">WDR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>25.000 Soldaten in Stellung<\/strong><br>\nWenn die NATO ihre St&auml;rke zur Schau stellt, dann wird es meist laut. Scharfsch&uuml;tzen, Granatwerfer, Panzer zog das B&uuml;ndnis vor weniger als zwei Wochen auf einem &Uuml;bungsschlachtfeld in Polen zusammen. Dort versuchte die neue &ldquo;superschnelle Eingreiftruppe&rdquo; dann vor einer eigens errichteten Zuschauertrib&uuml;ne zu beweisen, dass sie wirklich &ldquo;super-schnell&rdquo; und effektiv ist.<br>\nDoch verglichen mit dem Man&ouml;ver namens &ldquo;Anakonda&rdquo;, das nun in den n&auml;chsten Tagen und ebenfalls in Polen abgehalten wird, fiel diese 2000 Mann starke &Uuml;bung vergleichsweise bescheiden aus. An &ldquo;Anakonda&rdquo; werden sich mehr als 25.000 Soldaten beteiligen, auch die Bundeswehr mischt mit. &ldquo;Ich sehe das eher unter professionellen Gesichtspunkten: Es ist eine M&ouml;glichkeit zum &Uuml;ben. Und darzustellen, dass man F&auml;higkeiten hat, auf jedwede Aggression zu reagieren, ist nicht das Schlechteste, was man in dieser Situation zeigen kann&rdquo;, sagte der Kommandeur des &ldquo;Multinationalen Korps Nordost&rdquo; in Stettin, Manfred Hofmann, im ARD-H&ouml;rfunkinterview.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/manoever-anakonda-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Propaganda-Multiplikator<\/strong><br>\nEs ist einer der wichtigsten Aspekte unseres Mediensystems &ndash; und dennoch in der &Ouml;ffent&shy;lich&shy;keit nahezu unbekannt: Der gr&ouml;&szlig;te Teil der internationalen Nachrichten in all unseren Medien stammt von nur vier globalen Nachrichtenagenturen aus New York, London, Paris und Berlin.<br>\nDie Schl&uuml;sselrolle dieser Agenturen hat zur Folge, dass unsere Medien zumeist &uuml;ber dieselben Themen berichten und dabei sogar oftmals dieselben Formulierungen verwenden. Zudem nutzen Regierungen, Milit&auml;rs und Geheimdienste die globalen Agenturen als Multiplikator f&uuml;r die weltweite Verbreitung ihrer Botschaften. Die transatlantische Vernetzung der etablierten Medien gew&auml;hrleistet dabei, dass die gew&uuml;nschte Sichtweise kaum hinterfragt wird.<br>\nEine Untersuchung der Syrien-Berichterstattung von je drei f&uuml;hrenden Tageszeitungen aus Deutschland, &Ouml;sterreich und der Schweiz illustriert diese Effekte deutlich: 78% aller Artikel basieren ganz oder teilweise auf Agenturmeldungen, jedoch 0% auf investigativer Recherche. Zudem sind 82% aller Kommentare und Interviews USA\/NATO-freundlich, w&auml;hrend Propaganda ausschlie&szlig;lich auf der Gegenseite verortet wird.<br>\nEin Gro&szlig;teil unserer Medien besitzt keine eigenen Auslands&shy;korrespondenten und hat folglich keine andere Wahl, als sich f&uuml;r die Auslands&shy;nachrichten vollst&auml;ndig auf die globalen Agenturen zu verlassen. Doch wie sieht es bei den gro&szlig;en Tageszeitungen und TV-Stationen aus, die &uuml;ber eigene internationale Korrespondenten verf&uuml;gen? Im deutschsprachigen Raum sind dies beispielsweise eine NZZ, FAZ, S&uuml;ddeutsche Zeitung, Welt und die &ouml;ffentlichen Rund&shy;funk&shy;anstalten.<br>\nZun&auml;chst sind die Gr&ouml;&szlig;enverh&auml;ltnisse im Auge zu behalten: W&auml;hrend die globalen Agenturen weltweit &uuml;ber mehrere Tausend Mitarbeiter verf&uuml;gen, unterh&auml;lt selbst eine f&uuml;r ihre internationale Berichterstattung bekannte NZZ nur gerade 35 Auslands&shy;korrespondenten (inklusive den Wirtschafts&shy;korrespondenten). In riesigen L&auml;ndern wie China oder Indien ist lediglich ein Korrespondent stationiert, ganz S&uuml;damerika wird von nur zwei Journalisten abgedeckt, w&auml;hrend im noch gr&ouml;&szlig;eren Afrika gar niemand fest vor Ort ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/swisspropaganda.wordpress.com\/der-propaganda-multiplikator\/\">swisspropaganda<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Lager f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nBeschl&uuml;sse griechischer Asylentscheider stellen in zunehmendem Ma&szlig; den EU-Abschiebepakt mit Ankara in Frage. Wie die Fl&uuml;chtlingsorganisation Pro Asyl berichtet, stufen griechische Stellen bei der Entscheidung, ob Fl&uuml;chtlinge von den griechischen Inseln in die T&uuml;rkei zur&uuml;ckgeschoben werden d&uuml;rfen, das Nachbarland immer &ouml;fter nicht als &ldquo;sicheren Drittstaat&rdquo;<br>\nein. Bereits zuvor hatten deutsche Medien konstatiert, die griechische Asylbeh&ouml;rde entscheide Antr&auml;ge trotz massiven Drucks aus Br&uuml;ssel &ldquo;und einigen europ&auml;ischen Hauptst&auml;dten&rdquo; &ldquo;meist im Sinne der Migranten&rdquo;. Gleichzeitig geben jedoch immer mehr Fl&uuml;chtlinge auf und nehmen an Programmen zur angeblich &ldquo;freiwilligen&rdquo; R&uuml;ckkehr in die<br>\nArmuts- und Kriegsgebiete ein, denen sie unter erheblichen Risiken entflohen sind. Ursache sind zum einen die Lebensbedingungen in den griechischen Fl&uuml;chtlingslagern, die eine menschenw&uuml;rdige Existenz kaum zulassen und viele in die Resignation treiben; hinzu kommt, dass eine Weiterreise in die west- und nordeurop&auml;ischen Wohlstandszentren inzwischen beinahe ausgeschlossen scheint. Dies liegt nicht zuletzt an b&uuml;rokratischen Schikanen und an der Nichterf&uuml;llung von Verpflichtungen zur &Uuml;bernahme von Fl&uuml;chtlingen &ndash; gerade auch auf Seiten der Bundesrepublik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59381\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Aufkl&auml;rung mit vielen Fragezeichen<\/strong><br>\nGel&ouml;schte Facebook-Profile von Verd&auml;chtigen und der Verdacht der Stafvereitelung in Amt: Der Fall der vor drei Wochen in Dessau ermordeten chinesischen Architekturstudentin wirft viele Fragen auf. In der Kritik steht dabei vor allem die Dessauer Polizei &ndash; wie bereits bei dem bis heute ungekl&auml;rten Brand-Tod eines Asylbewerbers im Jahr 2005.<br>\nDas Verbrechen an der 25-j&auml;hrigen Dessauer Architekturstudentin Li &ndash; die vor drei Wochen nur mal kurz joggen will und nie wieder zur&uuml;ckkommt &ndash; ist mehr als ein schrecklicher Mord. Denn als die &Ouml;ffentlichkeit erf&auml;hrt, dass der mutma&szlig;liche Hauptt&auml;ter Sebastian F., der Stiefsohn des Chefs des Dessau-Ro&szlig;lauer Polizeireviers ist, die Mutter &ndash; ebenfalls Polizistin &ndash; gar in die Ermittlungsarbeit eingebunden war und Zeugen befragt hatte, werden Vermutungen laut, dass anf&auml;nglich nicht alles mit rechten Dingen zuging. Klaus Tewes, leitender Staatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft in Naumburg sch&uuml;ttelt den Kopf. Er sieht keinen hinreichen Tatverdacht der Strafvereitelung im Amt, dass die Eltern beim Verwischen von Spuren geholfen haben k&ouml;nnten.<br>\n&ldquo;Wir haben derzeit keinen Anlass f&uuml;r ein Ermittlungsverfahren. Das h&auml;tten wir nur, wenn zureichende, tats&auml;chliche Anhaltspunkte einer Verschleierungshandlung da w&auml;ren, die wir nicht sehen.&rdquo;<br>\nViele Ungereimtheiten<br>\nDennoch stehen viele Ungereimtheiten im Raum. Beispielsweise, wie es zur L&ouml;schung der Facebook-Accounts der Tatverd&auml;chtigen kommen konnte, w&auml;hrend sie bereits in Untersuchungshaft sa&szlig;en.<br>\nWas man mit Sicherheit sagen kann: Die Umst&auml;nde des Falls sind f&uuml;r die Verantwortlichen h&ouml;chst brisant. Was sich daran zeigt, dass die polizeilichen Ermittlungen von Dessau nach Halle gegeben wurden. Die Anklage-Beh&ouml;rde ist zwar die Staatsanwaltschaft Dessau, doch mit der &Ouml;ffentlichkeit darf nur die Generalstaatsanwaltschaft in Naumburg sprechen.<br>\nDass man zwar selbst das mobile Dixie-Klo und andere Spuren am direkten Fundort der Leiche untersucht hat, sei &uuml;blich, sagt der Berliner Strafrechtler Sven Peitzner. Ihn haben die Eltern der ermordeten Yangije Li als anwaltlichen Beistand engagiert. Un&uuml;blich sei allerdings &ndash; so Peitzner gegen&uuml;ber dem Deutschlandfunk &ndash; dass man mit weiteren Umfeld-Ermittlungen &ndash; wie etwa in dem anliegenden Haus aus dem die Leiche geworfen sein soll &ndash; erst nach elf Tagen begonnen habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/mord-an-studentin-in-dessau-aufklaerung-mit-vielen.1769.de.html?dram:article_id=356304\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Lesetipps<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Matthias Br&ouml;ckers: Die ganze Wahrheit &uuml;ber alles<\/strong><br>\nK&ouml;nnen wir &bdquo;doch nichts &auml;ndern&ldquo;, weil alles viel zu kompliziert geworden ist? Oder erscheint alles so kompliziert, weil wir die grunds&auml;tzlichen Fragen vergessen haben? Von A wie &bdquo;Arbeit&ldquo; bis Z wie &bdquo;Zuwanderer&ldquo;: Worum geht es grunds&auml;tzlich, welche Probleme haben wir selbst erzeugt?<br>\nWas haben wir aus der &bdquo;Aufkl&auml;rung&ldquo; im Sinne Kants gemacht, aus dem &bdquo;Ausgang aus unserer selbst verschuldeten Unm&uuml;ndigkeit&ldquo;? Was wurde aus dem berechtigten Bed&uuml;rfnis nach Mobilit&auml;t? Wir k&ouml;nnen wir Irrwege beenden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sr.de\/sr\/sr2\/sendungen_a-z\/uebersicht\/fragen_an_den_autor\/index.html\">SR<\/a><\/li>\n<li><strong>Dunkle Verh&auml;ltnisse<\/strong><br>\nPaul Schreyer stellt die verbl&uuml;ffende Frage: Wer regiert das Geld? Gibt es f&uuml;r Geld eine Regierung &ndash; und wenn ja, kann man die dann w&auml;hlen? Wer macht das Geld in wessen Auftrag? Bastian Obermaier und Frederik Obermaier geh&ouml;ren zu den Journalisten, die die sogenannten Panama Papers ver&ouml;ffentlicht haben. Sieg der Aufkl&auml;rung oder viel Aufregung &uuml;ber wenig Neues? Hans-Ulrich Treichels Erz&auml;hlung Tagesanbruch handelt vom Zwielicht in den eigenen Biographien. So viele B&uuml;cher, so viele Fragen.\n<p>Themen der Sendung:<br>\nPaul Schreyer: &ldquo;Wer regiert das Geld? Banken, Demokratie und T&auml;uschung&rdquo;<br>\nWestend. Frankfurt a. M. 2016. 220 Seiten. 17,99 Euro<br>\n(Autorengespr&auml;ch)<\/p>\n<p>Bastian Obermayer \/ Frederik Obermaier: &ldquo;Panama Papers. Die Geschichte einer weltweiten Enth&uuml;llung&rdquo;<br>\nKiepenheuer &amp; Witsch. K&ouml;ln 2016. 350 Seiten. 16,99 Euro<br>\n(Kritikergespr&auml;ch: Ulrich Teusch)<\/p>\n<p>Hans-Ulrich Treichel: &ldquo;Tagesanbruch&rdquo;<br>\nSuhrkamp. Berlin 2016, 87 Seiten, 17,95 Euro<br>\n(Rezension Melanie Weidem&uuml;ller)<\/p>\n<p>Nahost. So viele Berichte, so viele Fragen.<br>\nGespr&auml;ch mit dem Autor J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/radio\/wdr3\/programm\/sendungen\/wdr3-gutenbergs-welt\/schreyer-wer-regiert-das-geld-100.html\">WDR<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wie Deutschland im Jahr 2016 funktioniert<\/strong><br>\nVerwundert &uuml;ber den Zustand der Welt, so klingt Hagen Rether immer wieder, verwundert und fast schon resigniert:<br>\n&ldquo;Ich versteh das nicht, warum machen wir das?&rdquo;<br>\nEr kann so einiges nicht verstehen: Die Liebe der Deutschen zu gro&szlig;en Autos, die Vielfliegerei, Massentierhaltung, Waffenexporte an Diktaturen, Rentner, die mit St&ouml;cken durch den Wald laufen, anstatt in den Betrieben ihr Wissen an die Jungen weiterzugeben. Die Angst, dass die Fl&uuml;chtlinge zu viel kosten:<br>\n&ldquo;F&uuml;r die Bankenrettung haben wir 500 Milliarden locker gemacht, 480 Milliarden, das wurde &uuml;ber Nacht durchgewinkt im Bundestag. Keine Diskussion, weil die Banken too big to fail waren. Ich finde, eine Million Fl&uuml;chtlinge sind too big to fail, wenn wir da failen, was bleibt uns &uuml;brig.&rdquo;<br>\nHagen Rether gelingt es, die Widerspr&uuml;che aufzuzeigen, in denen wir uns eingerichtet haben. Weil es so einfach ist:<br>\n&ldquo;Die Merkel ist schuld, dass wir so lahm sind, dass die uns so eingeschl&auml;fert hat, die Merkel, seit 10 Jahren lesen wir diesen Dreck, in allen Zeitungen, links, rechts, Mitte, die Merkel ist schuld, dass wir so tr&auml;ge geworden sind. Was f&uuml;r eine Zauberkraft die hat! Merlina! Haben wir noch alle Tassen auf dem Zaun? So ne Macht, dass die Frau ein Volk l&auml;hmen kann, ja Wahnsinn.<br>\nDie Merkel ist schuld, dass wir f&uuml;r 19 Euro durch Europa fliegen, dass wir bei Starbucks trinken, die Merkel ist schuld, dass wir bei Amazon unsere Sachen kaufen, die Merkel ist schuld, dass wir SUVs kaufen, die Merkel ist sogar schuld, dass wir alle Naslang neue Telefone kaufen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/hagen-rether-liebe-6-wie-deutschland-im-jahr-2016.1270.de.html?dram:article_id=356286\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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