{"id":33709,"date":"2016-06-08T09:00:23","date_gmt":"2016-06-08T07:00:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33709"},"modified":"2019-06-03T14:16:16","modified_gmt":"2019-06-03T12:16:16","slug":"oxi-storz-und-die-boese-querfront-teil-1-unlautere-absichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33709","title":{"rendered":"OXI, Storz und die b\u00f6se Querfront, Teil 1: unlautere Absichten"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt einen neuen, vermeintlich links-alternativen Wirtschaftsblog namens OXI Blog und eine zugeh&ouml;rige Monatszeitung namens OXI. Der Name &bdquo;Nein&ldquo; soll Programm sein. Er leitet sich von der Nein-Kampagne&nbsp;zur griechischen Volksabstimmung gegen das Sparprogramm der Gl&auml;ubiger vor einem Jahr ab. Doch wo links und kritisch draufsteht, ist manchmal etwas ganz anderes drin. Von <strong>Norbert H&auml;ring<\/strong>[<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33709#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>].<br>\n<!--more--><br>\nZum Thema &bdquo;Querfront&ldquo; und der damit verbundenen &bdquo;Studie&ldquo; der Otto Brenner Stiftung finden Sie auf den NachDenkSeiten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=querfront\">zahlreiche Artikel<\/a>. So z.B.:<\/p><ul>\n<li>Albrecht M&uuml;ller: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27377\">Unterste Schublade &ndash; eine sogenannte Studie der Otto Brenner Stiftung &uuml;ber das angebliche Netzwerk &bdquo;Querfront&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>Werner R&uuml;gemer: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27413\">Otto Brenner-Stiftung geh&ouml;rt auch zum Querfront-Netzwerk?<\/a><\/li>\n<li>Jens Berger: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28169\">Zwischenruf: Von Querfronten, Trollen, Schmuddelkindern und dem Versuch, linke Stimmen mundtot zu machen<\/a><\/li>\n<li>Und vom NachDenkSeiten-Team: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28205\">Diffamierung der NachDenkSeiten. K&uuml;ndigung des FR-Abos durch Norbert H&auml;ring wegen Rufmords<\/a><\/li>\n<\/ul><p>Zwei Mal habe ich mich in den letzten Wochen sehr &uuml;ber Texte vermeintlich linker Autoren ge&auml;rgert und dies auch kundgetan. Einmal diffamierte mich ein Autor wegen meines Buches &uuml;ber &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.hugendubel.de\/de\/buch\/norbert_haering-die_abschaffung_des_bargelds_und_die_folgen-25268999-produkt-details.html?searchId=560916667\">Die Abschaffung des Bargelds<\/a>&ldquo; als Antisemiten, indem er gleichlautende Vorw&uuml;rfe aus der antideutschen Postille Jungle World abschrieb (<a href=\"http:\/\/www.hugendubel.de\/de\/buch\/norbert_haering-die_abschaffung_des_bargelds_und_die_folgen-25268999-produkt-details.html?searchId=560916667\">meine Replik<\/a>).&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Antideutsche\">Antideutsche<\/a> sind eine&nbsp;nach fragw&uuml;rdigem eigenen Selbstverst&auml;ndnis&nbsp;linke Gruppierung, die darauf spezialisiert ist, linke Kritik an der Finanzbranche, an den USA oder an Israel, oder konkrete Kritik an Ausw&uuml;chsen des Kapitalismus als antisemitisch und antiamerikanisch zu brandmarken. Daneben &uuml;ben sie abstrakte Kritik am Kapitalismus und werfen mit Torten.<\/p><p>Kurz darauf verteidigte ein IG-Metaller in einem Zweiteiler vehement die Krisenpolitik der Europ&auml;ischen Zentralbank (<a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/623-wendl-ezb\">meine Kritik<\/a>).<\/p><p>Beide Beitr&auml;ge erschienen auf <em>OXI Blog<\/em>, worauf ich zun&auml;chst nicht achtete, obwohl mir die b&ouml;se Ironie h&auml;tte auffallen m&uuml;ssen, dass ausgerechnet auf einem Blog, der den griechischen Protest im Namen hat, den die EZB mit rabiatesten Mitteln gebrochen hat, eine derartige geschichtsklitternde Verteidigung der EZB-Krisenpolitik erscheint. Immerhin hat die EZB die griechische Regierung durch eine rechtlich &auml;u&szlig;erst fragw&uuml;rdige Geldrationierung unter Druck gesetzt und nach dem Nein der Griechen zum Sparprogramm sogar die griechischen Banken geschlossen, bis Regierungschef Tsipras schlie&szlig;lich das Gegenteil von dem tat, was das Volk wollte und was er diesem versprochen hatte.<\/p><p>Erst als ich in der Zeitschrift <em>Journalist<\/em> unter dem Titel &bdquo;Gegen den Mainstream&ldquo; einen Beitrag dar&uuml;ber las, wie der fr&uuml;here Chefredakteur der Frankfurter Rundschau&nbsp;<em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolfgang_Storz\">Wolfgang Storz<\/a><\/em> mit <em>OXI<\/em> eine Wirtschaftszeitung und einen Blog gestartet hat, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. <em>OXI<\/em> ist eine Kooperation von Storz mit <em>Neues Deutschland<\/em>. Dessen Chefredakteur Thomas Strohschneider ist mit Storz in der Chefredaktion des Papier-<em>OXI<\/em>. Den Abonnenten des <em>Neuen Deutschland<\/em> lag die erste gedruckte <em>OXI<\/em>-Ausgabe bei.<br>\nIch hatte indirekt schon mit Storz zu tun. Im November k&uuml;ndigte ich mit einem offenen Brief mein Abo der <em>Frankfurter Rundschau<\/em>, weil diese zum wiederholten Ma&szlig;e b&ouml;swillig diffamierende Artikel &uuml;ber die NachDenkSeiten und deren Herausgeber Albrecht M&uuml;ller gebracht hatte. Grundlage war jeweils eine nicht minder diffamierende pseudo-wissenschaftliche &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.otto-brenner-stiftung.de\/otto-brenner-stiftung\/aktuelles\/querfront-karriere-eines-politisch-publizistischen-netzwerks.html\">Querfront-Studie<\/a> &ldquo;, die Ex-FR-Mann Storz f&uuml;r die Otto Brenner Stiftung der IG Metall verfasst hatte.<\/p><p><strong>Meinungsvielfalt zerst&ouml;rt die Demokratie<\/strong><\/p><p>Den Geist, in dem dieses alternierend Kurzstudie, Recherche-Studie und Arbeitspapier genannte Pamphlet verfasst wurde, macht Jupp Legrand, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Otto Brenner Stiftung im Vorwort deutlich:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Der wichtigste Punkt: Je mehr Parteien, Verb&auml;nde, Stiftungen, Initiativen, politische Akteure oder soziale Gruppen <strong>ohne Filter oder Vermittlung durch Dritte<\/strong> ihr Publikum direkt im Netz suchen und <strong>je erfolgreicher sie dabei sind<\/strong>, desto st&auml;rker <strong>zerf&auml;llt das, was eine funktionierende Demokratie so dringend ben&ouml;tigt<\/strong>: eine gemeinsame &Ouml;ffentlichkeit.&ldquo; (Hervorhebungen&nbsp;in allen Zitaten&nbsp;von mir.)\n<\/p><\/blockquote><p>Auch Storz selber macht den staatstragenden Geist seiner Arbeit deutlich, wenn er &uuml;ber die Netzpublizisten schreibt, die er untersucht hat:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die vertretenen Positionen m&uuml;nden in (&hellip;) eine rigide Abwendung von heutigen wirtschaftspolitischen, repr&auml;sentativ-parlamentarischen und liberalen Gesellschaftsentw&uuml;rfen in westeurop&auml;ischen Demokratien und deren Werten (vgl. u. a. <strong>zur Abwehr gegen den Primat einer sich st&auml;ndig ver&auml;ndernden Wirtschaft<\/strong> Geiges u. a. 2015) (&hellip;) So f&auml;llt auf, dass positive Anmerkungen &uuml;ber die heutigen Verh&auml;ltnisse in Deutschland oder in der EU, &uuml;ber die demokratisch-repr&auml;sentative Gesellschaftsordnung und die ihr zugrunde liegenden Werte nie gemacht werden. Aus beidem kann abgeleitet werden, dass die Akteure nicht nur die Kritik am hiesigen privatkapitalistischen und an der Globalisierung ausgerichteten Wirtschaftssystem und an der repr&auml;sentativ-demokratischen Gesellschaftsordnung eint, sondern eine <strong>grunds&auml;tzliche Gegnerschaft zu ihr<\/strong>.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das bleibt nur ganz knapp unterhalb einer Aufforderung an den Verfassungsschutz, t&auml;tig zu werden. Wer also die Vorherrschaft der Wirtschaft &uuml;ber Politik und Gesellschaft nicht akzeptiert und sich mit &ouml;ffentlich vorgetragenen Argumenten vor gro&szlig;em Publikum daf&uuml;r engagiert, wahrgenommene Missst&auml;nde in der Gesellschaft abzustellen, der steht in Gegnerschaft zur repr&auml;sentativ-demokratischen Gesellschaftsordnung und bildet allein schon dadurch mit unappetitlichen rechten Gesellen eine Querfront.<\/p><p><strong>Storz macht nun selber mit<\/strong><\/p><p>Wenn man das von Storz gelesen hat, kann man es schon ungew&ouml;hnlich finden, dass ausgerechnet dieser Storz nun in demokratiezerst&ouml;rerischer Weise &bdquo;ohne Filter und Vermittlung durch Dritte sein Publikum direkt im Netz sucht&ldquo;, indem er eine Monatszeitung und einen Blog aufmacht, der laut <em>Journalist<\/em> &bdquo;gegen den Mainstream&ldquo; steht, sich &bdquo;dem Weltbild des Marktradikalismus&ldquo; entgegenstellt und sich absetzen will von den Wirtschaftsmedien und laut der linken <em><a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/medien\/270\/oxi-sagt-nein-3672.html\">Kontext-Wochenzeitung<\/a><\/em> Nein sagt zum g&auml;ngigen deutschen Wirtschaftsjournalismus, die herrschenden Erz&auml;hlungen infrage stellt und &uuml;ber Alternativen informieren will.<\/p><p>Wenn man sich allerdings das erkl&auml;rte Erkenntnisinteresse und die Machart des Querfront-Pamphlets von Storz anschaut, l&ouml;sen sich die kognitiven Dissonanzen auf und alles wirkt wieder folgerichtig.<br>\nEs ging der Otto Brenner Stiftung und Storz, der fr&uuml;her selbst f&uuml;r die IG Metall arbeitete, darum festzustellen, auf welche Weise es (l&auml;stige) kritische Geister schaffen, an den sie ausgrenzenden Mainstream-Medien vorbei ein stabiles und zum Teil sehr gro&szlig;es Publikum zu gewinnen und damit die Deutungshoheit der etablierten Medien zu besch&auml;digen, die &bdquo;f&uuml;r eine funktionierende Demokratie so dringend ben&ouml;tigt wird&ldquo;.<\/p><p>Was Storz dabei herausgefunden hat, wendet er jetzt im linken Milieu an. Zu den Erfolgsrezepten geh&ouml;rt unter anderem, sich aktiv vom Mainstream abzugrenzen und ein Programm mit verschiedenen Kan&auml;len anzubieten. Ein Milieu hintergeht er dadurch. Entweder das der Otto Brenner Stiftung, wenn er tats&auml;chlich &bdquo;gegen den Mainstream&ldquo; wirken und die herrschenden Erz&auml;hlungen in Frage stellen m&ouml;chte. Will er das nicht und arbeitet weiter im staatstragenden Geiste seiner obigen Zitate, betr&uuml;gt er die Leser, die mit dem Namen <em>OXI<\/em> und der erkl&auml;rten Programmatik genau das nicht verbinden.<\/p><p>F&uuml;r mich ist die Antwort klar, nachdem ich die Querfront-&bdquo;Studie&ldquo; nochmals genau gelesen habe, und nachdem ich gesehen habe, was f&uuml;r Beitr&auml;ge Storz unter die &ndash; durchaus vorhandenen &ndash; genuin linken Aufs&auml;tze auf <em>OXI Blog<\/em> mischt. Es geht ihm wohl darum, im linken und halblinken Publikum f&uuml;r Verwirrung und unter den linken Publizisten f&uuml;r Meinungsverschiedenheiten zu sorgen, indem er mit linkem Duktus staatstragende Sichtweisen unters kritische Volk bringt. Daneben geht es ihm anscheinend auch darum, das Werk fortzusetzen, das er mit seinem Querfront-Pamphlet begonnen hat. Storz bet&auml;tigt sich als eine Art moderater, b&uuml;rgerlicher Arm der Antideutschen, indem er diejenigen linken Publizisten mit Querfront-, Antisemitismus- und Antiamerikanismus-Geraune &uuml;berzieht, die mit ihren kritischen Positionen ein gr&ouml;&szlig;eres Publikum finden und dadurch l&auml;stig werden. Nach dem altbew&auml;hrten Motto: Semper heret aliquid. Wenn man jemand mit Dreck bewirft, bleibt immer etwas h&auml;ngen. (Wenn die Beworfenen allerdings den Dreck zur&uuml;ckwerfen, stinkt derjenige, der sich auf dieses Metier verlegt, irgendwann am &auml;rgsten.)<\/p><p><strong>Storz nimmt Stellung<\/strong><\/p><p>Storz selbst erkl&auml;rt den scheinbaren Widerspruch zwischen der in seiner Querfront-Studie ge&auml;u&szlig;erten scharfen Kritik an Medienangeboten von interessierten Gruppen und Personen im Internet und der Tatsache, dass er selbst nun so ein Angebot auflegt, auf Anfrage so:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Weil es neben den grunds&auml;tzlich positiven Seiten des Netzes eben diese negativen Seiten auch gibt, ist es sehr wichtig, dass es m&ouml;glichst viele und starke journalistischen Projekte wie oxi-blatt+Blog gibt, bei denen nach transparenten und nachvollziehbaren Kriterien verl&auml;ssliche Analysen, Interviews etc. geliefert werden (siehe unser Papier zum Selbstverst&auml;ndnis). Der Erkenntniswert f&uuml;r das Publikum ist das klare Ziel von oxi-blatt+Blog und eben nicht eine politische Mission oder Interessenvertretung.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Querfront ist, was jemand so nennt<\/strong><\/p><p>Der Titel des im August 2015 vorgelegten Werkes von Storz lautet <strong>&bdquo;Querfront&ldquo; &ndash; Karriere eines politisch-publizistischen Netzwerks<\/strong>. Behauptet wird also schon im Titel eine &bdquo;Querfront&ldquo; aus linksau&szlig;en und rechtsau&szlig;en, und ein Netzwerk der Akteure und Institutionen. Die Querfront wird jedoch nur im Passiv, oder in indirekter Rede insinuiert, ohne Ross und Reiter zu nennen:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Seit dem Fr&uuml;hjahr 2014 <strong>gibt es zunehmend Debatten<\/strong> &uuml;ber die sich damals h&auml;ufenden &bdquo;Montagsmahnwachen&ldquo;. Ihr Charakter <strong>wurde sehr unterschiedlich bewertet<\/strong>: von einer neuen Friedensbewegung &uuml;ber ein &bdquo;Querfront&ldquo;-Projekt (das hei&szlig;t einer Bewegung, die &ndash; vereinfacht gesagt &ndash; linke und rechte Inhalte zu integrieren versucht) bis hin zu einer Initiative von Rechtspopulisten oder gar Rechtsradikalen. (&hellip;) Ebenfalls in diesem Zusammenhang <strong>fand die These Beachtung<\/strong>, links und rechtspopulistische Str&ouml;mungen verst&auml;rkten sich und es k&auml;me <strong>h&auml;ufiger zu punktuellen Kooperationen<\/strong>, was wiederum unter den Begriff &bdquo;Querfront&ldquo;-Strategie <strong>gefasst werden kann<\/strong>.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Storz liefert die Definition seines Erkenntnisgegenstands&nbsp;mit einem Klammereinschub und einem&nbsp;Nebensatz, in einem Absatz in dem er ansonsten nur scheinbar unbeteiligt Geraune in den Medien oder der Politik oder wo auch immer referiert. Schon punktuelle Kooperation nennt er so nebenher eine Querfront-STRATEGIE. Dabei schreibt er weiter hinten in seinen Schlussfolgerungen ausdr&uuml;cklich, dass die von ihm&nbsp;ins&nbsp;Visier genommenen Personen gar&nbsp;keine gemeinsame Strategie und keine gemeinsamen Ziele haben.<\/p><p>Am Beispiel der noch nicht ganz so mit Bedeutung aufgeladenen Proteste gegen die Zur&uuml;ckdr&auml;ngung der Bargeldnutzung l&auml;sst sich zeigen, dass diese Verunglimpfung breiten Protests als unappetitliche Querfront eine perfide, demokratiefeindliche Strategie ist. Die gro&szlig;e Mehrheit der Bev&ouml;lkerung h&auml;ngt am Bargeld und ist gegen gesetzliche Einschr&auml;nkungen der Nutzung. Trotzdem wird das von der gro&szlig;en Koalition vorangetrieben und von einer loyalen&nbsp;Opposition toleriert. Wenn dann Menschen und Politiker von rechts und von links Kritik &uuml;ben, dann ist das kein Zeichen daf&uuml;r, dass sich eine problematische Querfront bildet, sondern ein Zeichen daf&uuml;r, wie ungeniert sich die tonangebenden Politiker &uuml;ber die W&uuml;nsche breiter Schichten der Bev&ouml;lkerung hinwegsetzen. Auch Kriegseins&auml;tze der Bundeswehr in allen Teilen der Welt haben die gro&szlig;e Mehrheit der Bev&ouml;lkerung gegen sich. Trotzdem werden sie regelm&auml;&szlig;ig beschlossen und diejenigen, die dagegen protestieren, werden verunglimpft. &Uuml;ber letzteres wundert man sich schon nicht mehr. Aber anscheinend sind auch Proteste gegen die schleichende Bargeldabschaffung eine solche Bedrohung, dass sie schon als antisemitisch und rechtsradikal verunglimpft werden m&uuml;ssen.<br>\nDas was dann im Netz an Verunglimpfung herumgeistert, kann von Leuten wie Storz aufgesogen und in wissenschaftlich-seri&ouml;s klingende, aber nicht minder diffamierende S&auml;tze gepackt werden, wie sie schon im dritten Absatz seiner Querfront Studie stehen:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die in dieser Recherche-Studie thematisierten Akteure <strong>werden<\/strong> in <strong>den interessierten Medien<\/strong>, von der <strong>interessierten Politik<\/strong> und von <strong>Wissenschaftlern<\/strong> wahlweise als <strong>neurechts, rechtspopulistisch, rechtsradikal, irrational, verschw&ouml;rungstheoretisch<\/strong> und\/oder als <strong>antisemitisch<\/strong> ausgerichtet charakterisiert.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Wenn man als Quellen &ldquo;interessierte Politik&ldquo; und Wissenschaftler mit &ldquo;interessierten Medien&rdquo; in einen Topf wirft, ohne n&auml;her zu konkretisieren oder Namen zu nennen, kann man alles &uuml;ber fast jeden behaupten. Das ist ein Offenbarungseid f&uuml;r einen Wissenschaftler und l&auml;sst sich nur mit Verunglimpfungsabsicht erkl&auml;ren. Aber weil er sich ja auf irgendwelche Dritte beruft, kann er sich bei Verleumdungsklagen wegducken, mit dem Argument, er habe ja nur referiert.<\/p><p><strong>Fortsetzung folgt:<\/strong> In <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33750\">Teil 2<\/a> wird es darum gehen, mit welchen&nbsp;perfiden&nbsp;Methoden Storz seine Zielpersonen zu einem Netzwerk zusammenf&uuml;gt, welchem unappetitlichen Milieu seine Querfront-Erkenntnisse entspringen, und wie <em>OXI<\/em> in dieser Richtung Kontinuit&auml;t zu wahren scheint.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;*<\/a>] Dr. <strong>Norbert H&auml;ring<\/strong> ist &Ouml;konom und Wirtschaftsjournalist. Er betreibt das Blog &bdquo;<a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/\">Geld und mehr<\/a>&ldquo;.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt einen neuen, vermeintlich links-alternativen Wirtschaftsblog namens OXI Blog und eine zugeh&ouml;rige Monatszeitung namens OXI. Der Name &bdquo;Nein&ldquo; soll Programm sein. Er leitet sich von der Nein-Kampagne&nbsp;zur griechischen Volksabstimmung gegen das Sparprogramm der Gl&auml;ubiger vor einem Jahr ab. Doch wo links und kritisch draufsteht, ist manchmal etwas ganz anderes drin. Von <strong>Norbert H&auml;ring<\/strong>[<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33709#foot_1\"<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33709\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[41,11],"tags":[1924,1870,507,1923,1534,758],"class_list":["post-33709","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-medienanalyse","category-strategien-der-meinungsmache","tag-antideutsche","tag-bargeld","tag-ezb","tag-oxi-blog","tag-querfront","tag-storz-wolfgang"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33709","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=33709"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33709\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":52275,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33709\/revisions\/52275"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=33709"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=33709"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=33709"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}