{"id":33730,"date":"2016-06-09T08:48:59","date_gmt":"2016-06-09T06:48:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33730"},"modified":"2016-06-09T08:48:59","modified_gmt":"2016-06-09T06:48:59","slug":"hinweise-des-tages-2641","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33730","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33730#h01\">Friedensgutachten 2016: Fluchtursachen bek&auml;mpfen und Fl&uuml;chtlingspolitik solidarisch gestalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33730#h02\">&ldquo;Hillary kann keinen Erdrutsch erwarten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33730#h03\">Hat der IWF aus Erfahrungen gelernt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33730#h04\">Endg&uuml;ltige Kapitulation oder gibt es Spielr&auml;ume?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33730#h05\">Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns: Schriftliche Stellungnahme f&uuml;r die Mindestlohnkommission zu den Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33730#h06\">K&ouml;rzell: Bundesregierung gef&auml;hrdet 3000 Jobs bei DB Cargo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33730#h07\">Wie Zeiten der Arbeitslosigkeit die Rentenh&ouml;he mindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33730#h08\">Schuld und Schulden II<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33730#h09\">Internationaler Report zu k&auml;uflichem Sex: Das sch&auml;bigste Gewerbe der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33730#h10\">Russland erdr&uuml;cken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33730#h11\">Cyberwar und Inforaum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33730#h12\">Auf Konfrontationskurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33730#h13\">Echsen sind nicht schuld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33730#h14\">&bdquo;Unvereinbar mit dem Grundgesetz&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33730#h15\">Geh denken!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33730#h16\">Nachtrag zur Lobhudelei auf Gauck<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Friedensgutachten 2016: Fluchtursachen bek&auml;mpfen und Fl&uuml;chtlingspolitik solidarisch gestalten<\/strong><br>\nStaatsversagen ist Ursache von Kriegen. Kriege treiben Menschen in die Flucht. Auf diese Formel bringen Friedensforscher der f&uuml;hrenden deutschen Institute bei der Vorlage des &lsquo;Friedensgutachtens 2016&rsquo; die aktuelle Situation. Sie fordern von der deutschen Politik, mehr Verantwortung zu &uuml;bernehmen und die Fluchtursachen wirksamer zu bek&auml;mpfen. Die M&ouml;glichkeiten einer Einwirkung von au&szlig;en seien &uuml;bersch&auml;tzt, wie die Beispiele in Afghanistan, Irak und Libyen zeigen. Die Beteiligung der Bundeswehr an der Bek&auml;mpfung des IS in Syrien kritisieren die Forscher. Sie votieren stattdessen f&uuml;r eine St&auml;rkung der UN Peacekeeping Mission durch die deutsche Politik.<br>\nStatt die EU-Mission Sophia auf das libysche Festland auzuweiten, m&uuml;sse die Marine vorrangig f&uuml;r die Rettung von schiffbr&uuml;chigen Fl&uuml;chtlingen eingesetzt werden. Vorbild sei die Mission Mare Nostrum der italienischen Marine, die in einem Jahr &uuml;ber 150.000 Menschen aus Seenot gerettet hat. Zivile Strategien und humanit&auml;re Hilfsprojekte m&uuml;ssten gest&auml;rkt werden. Wo die Bundeswehr (&uuml;berhaupt) an milit&auml;rischen und zivilen Interventionen beteiligt werden, sei deren ergebnisoffene und unabh&auml;ngige Evaluation unabdingbar.<br>\nDer aktuelle Versuch der EU, die Fl&uuml;chtlingsprobleme &ldquo;outzusourcen&rdquo;, sei problematisch. Die regierenden in Deutschland h&auml;tten zu lange die Tatsache geleugnet, dass Deutschland Einwanderungsland ist. &Uuml;ber das aktuell im Gesetzgebungsverfahren befindliche Integrationsgesetz hinaus fordern sie, noch in dieser Legislaturperiode die Vorlage eines Einwanderungsgesetzes, um Einwanderung zu legalisieren und zu steuern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/friedensgutachten-2016-3069\">Cives.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: Kritik an deutscher Politik in Krisenherden<\/strong><br>\nDie deutsche Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik kommt in der Bewertung der Friedensforschungsinstitute nicht gut weg. So fordern die Friedensforscher ein Ende der Waffenlieferungen an die Peschmerga und kritisierten insgesamt die deutsche Beteiligung am milit&auml;rischen Kampf gegen IS. Und bei einem arabischen Land sind sich alle einig.<br>\nBilanziert man die Forderungen der f&uuml;nf beteiligten Friedensforschungsinstitute, dann f&auml;llt wenig Licht und viel Schatten auf die deutsche Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik. In diesem 30. Friedensgutachten geht es vor allem um Fluchtursachen und Fl&uuml;chtlingspolitik. Nicht immer sind sich die Autoren einig. Beispiel: das Abkommen mit der T&uuml;rkei. Margret Johannsen vom Institut f&uuml;r Friedensforschung an der Uni Hamburg:<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Die Mehrheit kritisiert die Delegation der Verantwortung als Beg&uuml;nstigung eines staatlich-organisierten Menschenhandels. Die Minderheit bewertet es als positiv, dass die EU versucht, zum gemeinsamen Handeln zur&uuml;ckzufinden und sie hofft, es k&ouml;nne gelingen, irregul&auml;re Einwanderung zu verringern.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/friedensgutachten-kritik-an-deutscher-politik-in.1783.de.html?dram:article_id=356527\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Wie Fl&uuml;chtlingskinder ausgebeutet werden<\/strong><br>\nWenn Kinder es schaffen, dem Krieg zu entfliehen, sind sie l&auml;ngst nicht au&szlig;er Gefahr. Sie werden ausgebeutet, als Soldaten rekrutiert, m&uuml;ssen in Fabriken oder auf Baustellen schuften &ndash; und manchmal verschwinden sie einfach, Schicksal ungewiss. Im sechsten Jahr des Syrienkrieges nimmt Kinderarbeit in den angrenzenden Staaten und entlang den Fluchtrouten durch Europa zu. Die Kinderhilfsorganisation Terre des Hommes (TdH) hat in Zusammenarbeit mit UN-Organisationen Belege daf&uuml;r gefunden. Mehr als die H&auml;lfte der befragten Kinder m&uuml;ssen demnach mindestens sieben Stunden t&auml;glich arbeiten. Ein Drittel arbeitet sieben Tage die Woche. Viele sind erst f&uuml;nf oder sechs Jahre alt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/kinderarbeit-die-ausbeutung-der-fluechtlingskinder-1.3025795\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Hillary kann keinen Erdrutsch erwarten&rdquo;<\/strong><br>\nHillary Clinton fehlen nach Einsch&auml;tzung des US-Politikwissenschaftlers Jackson Janes die j&uuml;ngeren W&auml;hler, die &ldquo;Milleniums&rdquo;. Die st&uuml;nden eher hinter Bernie Sanders, ihrem demokratischen Mitbewerber um die US-Pr&auml;sidentschaftskandidatur. &ldquo;Clinton muss um jede Stimme k&auml;mpfen&rdquo;, sagte Janes im DLF. [&hellip;]<br>\nSimon: Falls das demokratische Lager gespalten bleibt, weil genau das m&ouml;glicherweise nicht gelingt, die Anh&auml;nger von Sanders nicht in Masse zu Clinton &uuml;bergehen, wie stehen dann insgesamt die Chancen f&uuml;r Hillary Clinton, die Pr&auml;sidentschaft zu gewinnen, gegen Donald Trump?<br>\nJanes: Sie hat nat&uuml;rlich eine gewisse Sicherheit, dass bei gewissen Gruppierungen eine Unterst&uuml;tzung f&uuml;r sie mehr oder weniger dasteht, in den Minorit&auml;ten, in ethnischen Gruppen. Was eigentlich fehlt sind diese sogenannten j&uuml;ngeren Gruppierungen hinter Bernie. Die sind ber&uuml;chtigt daf&uuml;r, dass sie nicht unbedingt w&auml;hlen gehen, aber die haben bei Obama dann den Ausschlag gegeben, sowohl 2008 als auch in 2012, wenn auch nur wenige. Es ist tats&auml;chlich nicht ein Erdrutsch, was Hillary Clinton erwarten kann am 8. November. Ergo muss sie um jede Stimme k&auml;mpfen und diese Millenniums, diese j&uuml;ngere Gruppierung, und auch die &Auml;lteren, die f&uuml;r Bernie stehen, alle Stimmen sind f&uuml;r sie wichtig, weil man kann nicht davon ausgehen, dass das einfach eine gelaufene Sache ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/us-praesidentschaftswahl-hillary-kann-keinen-erdrutsch.694.de.html?dram:article_id=356619\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Dazu: Vorwahlfinale: Clinton erkl&auml;rt sich zur Siegerin<\/strong><br>\nEher geschadet d&uuml;rfte ihr dagegen haben, dass CNBC am Dienstag offenbarte, was das Armani-J&auml;ckchen kostet, das sie bei einer Rede &uuml;ber Ungleichheit trug: 12.495 US-Dollar. Der unisono sarkastische Social-Media-Tenor darauf war: Die Frau wei&szlig;, von was sie spricht. [&hellip;]<br>\nDie ehemalige Pr&auml;sidentengattin schoss sich letzte Woche bereits auf den republikanischen Kandidaten Donald Trump ein, dem sie ein Faible f&uuml;r Diktatoren unterstellte und die Geeignetheit als Gebieter &uuml;ber Amerikas Waffenarsenal absprach. Trump wies im Gegenzug auf die realen Toten aus Clintons Libyenpolitik hin und meinte, die ehemalige Au&szlig;enministerin geh&ouml;re wegen ihres sicherheits- und rechtswidrigen Umgang mit dienstlichen E-Mails eingesperrt. Dabei bekam er unerwartet Sch&uuml;tzenhilfe von der Schauspielerin und erkl&auml;rten Sanders-Unterst&uuml;tzerin Susan Sarandon, die mit der Bemerkung, Clinton sei ihrer Ansicht nach noch gef&auml;hrlicher als Trump, Schlagzeilen machte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48461\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hat der IWF aus Erfahrungen gelernt?<\/strong><br>\nGelernt hat der IWF sicherlich ein wenig aus negativen Erfahrungen, man darf daraus aber nicht ableiten, dass er seine Fehler wirklich verstanden hat und seine Politik so radikal &auml;ndert, wie es notwendig w&auml;re.<br>\nViele Leser haben uns gebeten, zu einer Ver&ouml;ffentlichung des Internationalen W&auml;hrungsfonds Stellung zu nehmen, in der Mitarbeiter der Forschungsabteilung der Institution (unter dem Titel &bdquo;Neoliberalism: Oversold?&ldquo;) mit einigen Dogmen der Vergangenheit aufr&auml;umen (hier ist das relativ kurze Papier zu finden). In den wenigen Tagen seit Erscheinen des Papiers gab es weltweit eine enorme Resonanz, die auch bei kritischen &Ouml;konomen von klarer Ablehnung bis zu gro&szlig;er Euphorie reichte.<br>\nBeides ist meines Erachtens weit &uuml;berzogen. Das Papier passt durchaus in die Tradition der letzten Jahre, in denen der IWF immer wieder einmal durch eine gewisse Lernf&auml;higkeit positiv aufgefallen ist. Markus Diem Meier hat das hier sehr gut dokumentiert und ich will und muss das nicht wiederholen. Die beiden Kritikpunkte am Neoliberalismus (Kapitalverkehrsfreiheit und Austerit&auml;tspolitik), die von den Autoren explizit erw&auml;hnt werden, sind wirklich alte Bekannte.<br>\nAuch wir haben immer wieder auf flassbeck-economics darauf hingewiesen (hier und hier zum Beispiel), dass es in dieser gro&szlig;en Institution durchaus vern&uuml;nftige Stimmen gibt. Hinzu kommt auch, das habe ich in den vergangenen Wochen immer wieder gesagt (hier zum Beispiel), dass auch die amerikanische Administration einschlie&szlig;lich der Treasury, also des Finanzministeriums, sehr unsicher hinsichtlich einiger altbekannter Dogmen geworden ist. Und den Einfluss der Treasury auf den IWF kann man kaum &uuml;bersch&auml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/06\/hat-der-iwf-aus-erfahrungen-gelernt\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Endg&uuml;ltige Kapitulation oder gibt es Spielr&auml;ume?<\/strong><br>\nDie Finanzminister der Eurozone und der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) haben sich Ende Mai auf weitreichende Hilfen f&uuml;r Griechenland geeinigt. Die Geldgeber und die Regierung in Athen verst&auml;ndigten sich grunds&auml;tzlich auf die Auszahlung weiterer Mittel in H&ouml;he von 10,3 Mrd. Euro. Eine erste Subtranche von 7,5 Mrd. Euro wird im Juni ausgezahlt werden, die &uuml;brigen Auszahlungen folgen nach der Sommerpause.<br>\nDamit erh&auml;lt die griechische Regierung rechtzeitig vor den im Juli anstehenden hohen R&uuml;ckzahlungen alter Schulden an die EZB neue Finanzmittel. Mit dem Rest der Tranche kann und muss sie einige ihrer Zahlungsr&uuml;ckst&auml;nde gegen&uuml;ber Lieferanten u. &Auml;. begleichen. Mit der Einigung und der bevorstehenden Auszahlung einer weiteren Kredittranche wird eine weitere politische Auseinandersetzung &uuml;ber die Zahlungsf&auml;higkeit Griechenlands abgewendet. Aber die Beteiligung des IWF ist keineswegs in trockenen T&uuml;chern. F&uuml;r die Schuldenerleichterungen sind erst Methoden und Ziele vereinbart worden. Beim 2018 anstehenden Beschluss &uuml;ber die konkreten Ma&szlig;nahmen kann es zu neuen Friktionen unter den Euro-Staaten und mit dem IMF kommen.<br>\nDie Gl&auml;ubigerl&auml;nder haben akzeptiert, dass Griechenland das vereinbarte Spar- und Reformpaket umgesetzt hat. Als im letzten August das dritte Rettungspaket f&uuml;r Griechenland in H&ouml;he von 86 Mrd. Euro ausgehandelt wurde, hatte sich die linksgef&uuml;hrte Regierungskoalition zu Spar- und Reformma&szlig;nahmen in H&ouml;he von 5,4 Mrd. Euro verpflichtet &ndash; was in etwa 3% des Volkseinkommens entspricht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/endgueltige-kapitulation-oder-gibt-es-spielraeume\/\">Sozialismus Aktuell<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns: Schriftliche Stellungnahme f&uuml;r die Mindestlohnkommission zu den Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns<\/strong><br>\nKurz gefasst\n<ul>\n<li>Mit 8,50 &euro; wurde das Niveau des Mindestlohns in Deutschland im Vergleich zu den &auml;hnlich entwickelten westlichen Nachbarl&auml;ndern eher niedrig angesetzt. Trotzdem lag die Betroffenheit hier mit 18,9 Prozent wesentlich h&ouml;her als in anderen EU-L&auml;ndern (dort meist deutlich unter 10 Prozent). Nach IAQ-Berechnungen verdienten 2013 rund 6,3 Millionen abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte weniger als 8,50 &euro; pro Stunde.<\/li>\n<li>Der Mindestlohn hat ganz offensichtlich zu deutlichen Lohnerh&ouml;hungen im unteren Einkommensbereich gef&uuml;hrt. Zum Teil kam es zu zweistelligen Erh&ouml;hungen der Stundenverdienste, wie etwa bei den vollzeitbesch&auml;ftigten Frauen im ostdeutschen Handel und Gastgewerbe. Die &uuml;berdurchschnittlichen Verdienstzuw&auml;chse im unteren Lohnbereich belegen nachdr&uuml;cklich, dass der Mindestlohn bei vielen Geringverdienern angekommen ist.<\/li>\n<li>Zu dem bef&uuml;rchteten Besch&auml;ftigungseinbruch auf dem Arbeitsmarkt infolge des Mindestlohns ist es nicht gekommen. Im Gegenteil: die Besch&auml;ftigung w&auml;chst weiterhin und kein Trendbruch ist erkennbar. Die Zunahme erfolgte vor allem bei der sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung.<\/li>\n<li>Probleme ergeben sich zum Teil bei Umsetzung und Kontrolle des Mindestlohns. Die unzureichende Pr&auml;zisierung der Anrechenbarkeit von Zulagen und Sonderzahlungen erschwert die Umsetzung. Wichtige Voraussetzungen f&uuml;r eine Kontrolle des Mindestlohns sowie abschreckende Sanktionen sind im Mindestlohngesetz mit der Aufzeichnungspflicht der Arbeitszeit bei geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten, der Generalunternehmerhaftung sowie den Bu&szlig;geldvorschriften geschaffen worden.<\/li>\n<li>Umgehungen des Mindestlohns scheinen &uuml;berwiegend durch eine unzureichende Aufzeichnung der Arbeitszeit zu erfolgen. Dabei geht es nicht nur um die t&auml;gliche und w&ouml;chentliche Arbeitszeit und unbezahlte &Uuml;berstunden, sondern vor allem auch um die Bezahlung von Urlaub, Feier- und Krankheitstagen. Da viele Betriebe den rechtlichen Sonderstatus der geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten zum Anlass nehmen, diese gesetzeswidrig anders zu behandeln, muss eine Reform der Minijobs auf die Tagesordnung gesetzt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/iaq-standpunkte\/2016\/sp2016-04.php\">IAQ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Stellungnahme von Gerhard Bosch k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/iaq-standpunkte\/2016\/sp2016-04.pdf\">hier<\/a> herunterladen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>K&ouml;rzell: Bundesregierung gef&auml;hrdet 3000 Jobs bei DB Cargo<\/strong><br>\nEinen harten Sparkurs mit Stellenabbau will die Unternehmensberatung McKinsey der Deutsche-Bahn-Tochter &ldquo;DB Cargo&rdquo; verordnen. Gegen diese Sparpl&auml;ne im G&uuml;terverkehr macht die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) mobil. DGB-Vorstand Stefan K&ouml;rzell sieht auch die Bundesregierung in der Pflicht: &ldquo;Als Eigent&uuml;mer der DB AG ist sie mit ihrem orientierungslosen Kurs verantwortlich f&uuml;r die Gef&auml;hrdung von rund 3.000 Arbeitspl&auml;tzen.&rdquo;<br>\nAnl&auml;sslich der heutigen Sitzung des Ausfichtsrats der Deutschen Bahn erkl&auml;rte DGB-Vorstandsmitglied Stefan K&ouml;rzell zu den Sparpl&auml;nen im G&uuml;terverkehr:<br>\n&ldquo;Der DGB fordert ein umfassendes Zukunftskonzept f&uuml;r den Schieneng&uuml;terverkehr: mehr G&uuml;ter auf die Schiene, mehr Besch&auml;ftigung und weniger CO2-Emissionen. Um die wachsenden G&uuml;termengen in Deutschland effizient und umweltvertr&auml;glich abzuwickeln, muss die Bundesregierung endlich eine Wachstumsstrategie vorlegen. Als Eigent&uuml;mer der DB AG ist sie mit ihrem orientierungslosen Kurs verantwortlich f&uuml;r die Gef&auml;hrdung von rund 3.000 Arbeitspl&auml;tzen. Alle Ziele der Bundesregierung, den Anteil der Schienentransporte zu erh&ouml;hen, wurden in den letzten Jahren klar verfehlt. Nun sollen &uuml;ber 200 G&uuml;terverladestellen im deutschen Schienennetz geschlossen und Stellen abgebaut werden. Dieser Schrumpfkurs ist perspektivlos. Wir werden das nicht hinnehmen und unterst&uuml;tzen die Proteste der Besch&auml;ftigten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++1df1a5b8-2d5a-11e6-8065-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<p><strong>Dazu: DB Cargo: Massiver Protest gegen geplanten Stellenabbau<\/strong><br>\nMassiver Protest der Besch&auml;ftigten von DB Cargo vor dem Bahn-Tower in Berlin gegen den geplanten Stellenabbau und den Schrumpfkurs des Unternehmens. &bdquo;So nicht&ldquo;, so die klare Botschaft des EVG-Vorsitzenden Alexander Kirchner an die Vorst&auml;nde der DB AG und der DB Cargo AG. &bdquo;Wir brauchen kein McKinsey, die uns sagen, wie sp&auml;t es ist. Wir sagen: H&ouml;rt auf die Menschen in eurem Unternehmen &ndash; die wissen, wie Eisenbahn geht.&ldquo; Die EVG und die Betriebsr&auml;te seien bereit, sich einzubringen. Wir sind keine Verweigerer. Wir wissen, dass sich was &auml;ndern muss, aber in die richtige Richtung und nicht in die falsche.&ldquo; Die EVG werde der vorgelegten Strategie des Konzerns keine Zustimmung geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.evg-online.org\/Arbeitswelt\/Gueterverkehr\/.Aktuelles\/16_05_20_cargo_protestaktion\/\">EVG<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> War von der Unternehmensberatung McKinsey ernsthaft etwas anderes zu erwarten?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie Zeiten der Arbeitslosigkeit die Rentenh&ouml;he mindern<\/strong><br>\nZwar sind Arbeitnehmer auch w&auml;hrend einer Arbeitslosigkeit in der gesetzlichen Rentenversicherung abgesichert, dennoch wirkt sich die erwerbslose Zeit auf die Rentenh&ouml;he aus. Welche Folgen genau zu erwarten sind, zeigt eine Brosch&uuml;re der Deutschen Rentenversicherung.<br>\nJeder Arbeitnehmer, der seinen Job verloren hat und f&uuml;r die Zeit der Arbeitslosigkeit Arbeitslosengeld I von der Agentur f&uuml;r Arbeit erh&auml;lt, bleibt in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert.<br>\nAllerdings &uuml;bernimmt die Agentur f&uuml;r Arbeit die entsprechenden Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Rentenversicherung nur automatisch, wenn der Betroffene die notwendige Vorversicherungszeit vorweisen kann.<br>\nDazu muss er im Laufe des Jahres vor Eintritt der Arbeitslosigkeit und dem Bezug von Arbeitslosengeld I zumindest f&uuml;r kurze Zeit rentenversicherungs-pflichtig gewesen sein.<br>\nIst diese Voraussetzung nicht erf&uuml;llt, erh&auml;lt der Betroffene aber Arbeitslosengeld I, kann er einen Antrag auf Rentenversicherungs-Pflicht bei der Agentur f&uuml;r Arbeit oder bei der Deutschen Rentenversicherung Bund stellen. In diesem Fall werden die Rentenversicherungs-Beitr&auml;ge ebenfalls &uuml;bernommen. (&hellip;)<br>\nAllerdings erh&ouml;hen die von der Agentur f&uuml;r Arbeit &uuml;bernommenen Rentenbeitr&auml;ge die gesetzlichen Rentenanspr&uuml;che nicht in dem Ma&szlig;e, wie es bei einer vor Eintritt der Arbeitslosigkeit ausge&uuml;bten versicherten Besch&auml;ftigung der Fall gewesen w&auml;re.<br>\nDenn Personen, die Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben, sind rentenrechtlich so gestellt, als wenn sie nur mit 80 Prozent ihres bisherigen monatlichen Bruttoarbeits-Verdienstes weiterarbeiten w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.versicherungsjournal.de\/versicherungen-und-finanzen\/wie-zeiten-der-arbeitslosigkeit-die-rentenhoehe-mindern-125978.php?link=1\">VersicherungsJournal.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schuld und Schulden II<\/strong><br>\nWorum ging&rsquo;s noch mal? Ach ja, Sexstrafrecht. Sieben Gesetzesreformen in 18 Jahren. Alle versch&auml;rfend. Keine Einzige reichte aus, um das ganze Ausma&szlig; der realen, allgegenw&auml;rtigen, die ganze Gesellschaft beherrschenden, bisher nicht enth&uuml;llten, unvorstellbaren, verharmlosten, nicht zur Kenntnis genommenen, verborgenen &ldquo;sexuellen Gewalt&rdquo; darzustellen, zu kriminalisieren, Zeichen zu setzen. Daher muss das letzte Mittel her: Ein &ldquo;Paradigmenwechsel&rdquo;! &ldquo;Paradigma&rdquo; ist ein sch&ouml;ner Begriff. Er bedeutet: Es muss ein ganz neuer Ma&szlig;stab her.<br>\nBegr&uuml;ndung 1: Die &ldquo;Istanbul-Konvention&rdquo; (Art. 36) verlangt das.<br>\nAntwort: Falsch. Sie verlangt nichts dergleichen.<br>\nBegr&uuml;ndung 2: Die BGH-Rechtsprechung ist zu lasch. Sie &ldquo;verlangt&rdquo;, dass Opfer von Sexualdelikten &ldquo;sich wehren&rdquo;, stellt hohe H&uuml;rden auf, erfasst N&ouml;tigungen in einem &ldquo;Klima von Gewalt&rdquo; nicht.<br>\nAntwort: Falsch, trotz st&auml;ndiger Wiederholung, selbst durch das f&uuml;r den Bundesgerichtshof zust&auml;ndige Ministerium, das seinem eigenen Obersten Gerichtshof in selten erlebter Penetranz notorisch in den R&uuml;cken f&auml;llt.<br>\nBegr&uuml;ndung 3: &ldquo;K&ouml;ln hat uns die Augen &uuml;ber die L&uuml;cken ge&ouml;ffnet.&rdquo;<br>\nAntwort: Nicht nur falsch, sondern auch bl&ouml;d. &ldquo;K&ouml;ln&rdquo; steht nicht f&uuml;r den Paradigmenwechsel im Sexualstrafrecht, sondern f&uuml;r den im Januar 2016 anstehenden Paradigmenwechsel im Migranten- und Fl&uuml;chtlingsrecht. [&hellip;]<br>\nWer einfach nur in einer &ldquo;Gruppe&rdquo; steht (etwa auf dem K&ouml;lner Bahnhofsplatz in einer Gruppe von 600 Personen) und sonst nichts B&ouml;ses tut, ist bislang nicht strafbar. Wenn er ein Sexualdelikt begeht, ist er als T&auml;ter strafbar. Wenn er es als Mitt&auml;ter begeht, ist er besonders strafbar (siehe oben). Wenn er andere in der Gruppe dabei unterst&uuml;tzt, eines zu begehen, ist er als Gehilfe strafbar (siehe oben). Wenn er bemerkt, dass eine Person in eine Notlage ger&auml;t, zum Beispiel Opfer eines Sexualdelikts wird, ist er zur Hilfe verpflichtet, andernfalls macht er sich strafbar (Paragraf 323c StGB). Auf diesem Rundumpaket an langj&auml;hrigen Gef&auml;ngnisstrafen platziert das &ldquo;Eckpunktepapier&rdquo; nun das Schleifchen: ein Monat bis f&uuml;nf Jahre Freiheitsstrafe f&uuml;r jene Person, die sich an einer Gruppe &ldquo;beteiligt&rdquo;, &ldquo;aus der heraus&rdquo; ein Sexualdelikt begangen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2016-06\/strafrechtsdogmatik-sexuelle-gewalt-noetigung-schwarzfahren-fischer-im-recht\">Fischer im Recht auf Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Internationaler Report zu k&auml;uflichem Sex: Das sch&auml;bigste Gewerbe der Welt<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sische Stiftung (&ldquo;Sexuelle Ausbeutung untersuchen, erkl&auml;ren, bek&auml;mpfen&rdquo;) versteht sich als Informationszentrum, als F&ouml;rderer der Juristenausbildung und Anlaufstelle f&uuml;r Opfer. Ihr vierter Bericht zur Prostitution ist ein 550-Seiten-Kompendium mit 38 L&auml;nderanalysen, gest&uuml;tzt auf die Arbeit von Sozialarbeitern, Juristen, &Auml;rzten. Das Motiv: Aufkl&auml;rung durch solide, objektive Informationen, mit dem Ziel k&auml;uflichen Sex einzud&auml;mmen und zu bannen. Der Report, (&ldquo;Prostitution: Explotations, Persecutions, Repressions&rdquo;, Ecomomica, Paris: 2016) ist das Ergebnis 18-monatiger Forschung.<br>\nEr schildert im Detail die weltweite, sexuelle Ausbeutung von Kindern, Jugendlichen, Frauen: Prostitution als globalisierte Wachstumsbranche, die floriert &ndash; dank Krieg, Vertreibung und den neuen Mitteln der digitalen Vermarktung. Betrieben wird sie von Drahtziehern des organisierten Verbrechens oder Handlangern des internationalen Terrors, der sich damit finanziert. Es ist demnach ein Riesengesch&auml;ft mit Profiten von rund 91 Milliarden Euro j&auml;hrlich.<br>\nDahinter steht Menschenhandel von Millionen Menschen und ihre Entw&uuml;rdigung und Einsch&uuml;chterung durch brutale Gewalt. Sie werden schon im Vorschulalter zur Prostitution angeleitet und sind damit ihren Profiteuren ausgeliefert: Kinder-Sex-Sklaven, verkauft von Bordellketten, Minderj&auml;hrige als Opfer von Vergewaltigung, junge Frauen als Opfer von Gewalt und Mord. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Prostituierten liegt laut der internationalen Untersuchung bei 33 Jahren. (&hellip;)<br>\nDie Porno- und Prostitutions-Multis halten dagegen, versuchen den k&auml;uflichen Sex als banales Gewerbe zu beschreiben, das allenfalls geregelt oder besteuert geh&ouml;rt. Der Kunde als Unterdr&uuml;cker, der Zuh&auml;lter als Ausbeuter? Fehlanzeige. Charpenel: &ldquo;Die Lobby der Sex-Industrie bem&uuml;ht sich, alle Aktivit&auml;ten rund um die Prostitution zu normalisieren, zu liberalisieren, zu legalisieren.&rdquo;<br>\nDer juristische Kampf gegen die Unmenschlichkeit ist folglich kompliziert, zumal fast immer l&auml;nder&uuml;bergreifend; die Ermittlungen dauern in der Regel vier Jahre. Und wenn es zum Prozess kommt, scheuen die Opfer oft die Aussage. &ldquo;Anders als bei anderen Formen der Gewalt, kooperieren die Frauen selten mit den Gerichten&rdquo;, wei&szlig; Charpenel aus seiner Praxis als ehemaliger Strafrichter: &ldquo;Sie sind gel&auml;hmt aus Angst von den Zuh&auml;ltern.&rdquo;<br>\nRepression kann jedoch funktionieren, sagt Charpenel und beschreibt das Beispiel Schwedens. Dort haben resolute Verbote die Nachfrage nach Prostituierten drastisch vermindert. Eine Botschaft, abgefangen zwischen rum&auml;nischen Menschenh&auml;ndlern und Zuh&auml;ltern, konstatierte die Wende: &ldquo;Der schwedische Markt ist tot.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/prostitution-scelles-weltreport-prangert-missbrauch-an-a-1096450.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es ist bedauerlich, dass die deutsche Bundesregierung &ndash; trotz der offenbar einhelligen Meinung von Experten &ndash; Schweden als Vorbild ablehnt: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32871#h12\">Kabinett beschlie&szlig;t Strafen f&uuml;r Freier<\/a>. Sie &ndash; und d.h. leider auch die SPD &ndash; bleibt damit dem Interesse von &ldquo;Arbeitgebern&rdquo; der Branche wohl gesonnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Russland erdr&uuml;cken<\/strong><br>\nUnter dem Titel &raquo;Anakonda&laquo; startet in Polen gr&ouml;&szlig;tes NATO-Man&ouml;ver seit Ende des ersten Kalten Krieges [&hellip;]<br>\nDas diesj&auml;hrige Sommerman&ouml;ver der NATO ist von der Zahl der Teilnehmer und der Art der einbezogenen Waffen her das gr&ouml;&szlig;te der westlichen Kriegsallianz seit dem Ende des (ersten) Kalten Krieges &uuml;berhaupt. Sein Ziel ist eingestandenerma&szlig;en, Russland einzusch&uuml;chtern. &raquo;Endlich entsteht eine NATO-Armee&laquo;, jubelte der Milit&auml;rkorrespondent der polnischen Zeitung Rzeczpospolita; Russland habe allen Anlass, sich zu f&uuml;rchten. Gleichzeitig ist das massive Auftreten der NATO der Versuch, &uuml;ber die Tatsache hinwegzut&auml;uschen, dass etwa die Staaten des Baltikums in einem wirklichen Kriegsfall wegen mangelnder strategischer Tiefe gegen einen russischen Angriff nicht zu verteidigen w&auml;ren und deshalb objektiv von zweifelhaftem Wert sind. So jedenfalls Anfang des Jahres eine Studie des CIA-nahen US-Thinktanks Rand Corporation.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/06-08\/001.php\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;Es gibt keine Bedrohung aus Russland&rdquo;<\/strong><br>\nIn Polen haben 24 NATO-Partner eine der gr&ouml;&szlig;ten Milit&auml;r-&Uuml;bungen im letzten Vierteljahrhundert gestartet. Der Gesandte der Russischen Botschaft in Berlin, Oleg Krasnitskiy, zeigt sich beunruhigt anl&auml;sslich des Man&ouml;vers. Dies beinhalte ein &ldquo;gro&szlig;es destabilisierendes Potenzial&rdquo;. [&hellip;]<br>\nFrenzel: Warum hadert Russland so sehr mit der NATO? Warum wollen Sie nicht den Pfad fortsetzen, der ja unter Pr&auml;sident Jelzin begonnen wurde, Russland als Partner des Westens zu begreifen?<br>\nKrasnitskiy: Das hat Russland immer versucht. Und die Antwort auf unsere Vorschl&auml;ge, also ein kollektives System, ein kollektives Sicherheitssystem in Europa zu entwickeln, war immer die NATO-Erweiterung. Wir haben sie gewarnt, dass die Erweiterungsrunden der NATO destabilisierend wirken werden auf die europ&auml;ische Sicherheit.<br>\nFrenzel: Aber die NATO-Erweiterung hat ja stattgefunden, nicht weil sich das jemand in Br&uuml;ssel oder Washington ausgedacht hat, sondern weil die L&auml;nder in die NATO wollten, Polen und die anderen mittel- und osteurop&auml;ischen L&auml;nder. Das ist doch ein legitimer politischer Wunsch, wenn L&auml;nder sich dazu frei entscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/russischer-gesandter-zum-militaermanoever-anakonda-in-polen.1008.de.html?dram:article_id=356422\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> &Uuml;ber die Frage, warum Russland so sehr mit der NATO hadere, muss man schon staunen. Schlie&szlig;lich macht das B&uuml;ndnis selbst keinen Hehl aus der Tatsache, dass die an der &Uuml;bung beteiligten Soldaten in Polen die Reaktion auf einen russischen Angriff durchspielen. Wer w&uuml;rde da nicht ver&auml;rgert reagieren, wenn er permanent und plump zum Aggressor gestempelt wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Cyberwar und Inforaum<\/strong><br>\nDie NATO und der Krieg auf dem f&uuml;nften Schlachtfeld<br>\n&bdquo;Der erste Schuss im n&auml;chsten gro&szlig;en Krieg wird im Web fallen&rdquo;. Rex Hughes, Sicherheitsberater der NATO im Bereich der Cyber-Verteidigung, wei&szlig; die zentrale Bedeutung der Cyber-Kriegsf&uuml;hrung f&uuml;r die Mitglieder des Nordatlantikb&uuml;ndnisses in Szene zu setzen. Neben klassischen milit&auml;rischen Schaupl&auml;tzen wie dem Krieg zu Land, in der Luft, im Meer und im Weltall wird der Cyberspace innerhalb der NATO l&auml;ngst als neues f&uuml;nftes Schlachtfeld gehandelt. Der Begriff Cyberwar bezeichnet dabei kriegerische Aktionen im virtuellen Raum. Diese neuen Angriffstaktiken umfassen unter anderem Attacken auf feindliche Infrastruktur &uuml;ber das Internet, das Einschleusen fehlerhafter Hardware in Kommunikationsnetze und die gezielte St&ouml;rung elektronischer Ger&auml;te durch Mikrowellen- oder elektromagnetische Strahlung. Das Bedrohungsszenario, dem sich die NATO-Verb&uuml;ndeten bei der Thematisierung des Cyberkriegs bedienen, reicht von der blo&szlig;en industriellen oder diplomatischen Spionage bis zur vollst&auml;ndigen Sabotage kritischer ziviler und milit&auml;rischer Infrastruktur. Die politischen und milit&auml;rischen Entscheidungstr&auml;ger_innen suggerieren, dass Cyberangriffe auf Krankenh&auml;user, Kraftwerke oder Kriegsger&auml;t &ndash; vor allem jene, die &uuml;ber das Internet erfolgen &ndash; &auml;u&szlig;erst niedrigschwellig, &bdquo;kosteng&uuml;nstig und effektiv&rdquo; und daher auch von Staaten mit begrenzten milit&auml;rischen Mitteln oder Hacker_innenkollektiven durchf&uuml;hrbar sind. Suleyman Anil, der Leiter des NATO-Zentrums zur Reaktion auf Computerzwischenf&auml;lle, konstatiert: &bdquo;Cyberverteidigung wird nun in den h&ouml;chsten R&auml;ngen zusammen mit der Raketenabwehr und der Energiesicherheit in einem Atemzug genannt&rdquo;. Dass allerdings eine Struktur zur Cyberverteidigung auf NATO-Seite jemals ohne die gleichzeitige Planung von Cyberangriffen gedacht wird, ist h&ouml;chst unwahrscheinlich &ndash; denn innerhalb der NATO dominiert folgende Auffassung zum &bdquo;Wert&ldquo; solcher Offensivkapazit&auml;ten: &bdquo;[K]ann irgendeine milit&auml;rische Macht glaubw&uuml;rdig versichern, dass sie zukunftsweisende F&auml;higkeiten besitzt, wenn sich in ihrem Arsenal nicht auch offensive Cyberoperationen befinden?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/06\/07\/cyberwar-und-inforaum\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Auf Konfrontationskurs<\/strong><br>\nDie Spannungen im S&uuml;dchinesischen Meer sind Ausdruck eines umfassenderen geopolitischen Konflikts zwischen den USA und China, der auch die EU in seinen Bann zieht &ndash;<br>\nDer Streit um die Machtanspr&uuml;che im S&uuml;dchinesischen Meer &uuml;berschattete den am Montag er&ouml;ffneten zweit&auml;gigen strategischen und wirtschaftlichen Dialog (SED) zwischen China und den USA. Die Vereinigten Staaten warnten dabei Peking vor &bdquo;einseitigen Aktionen&ldquo; in der Meeresregion. &bdquo;Wir beziehen keine Position hinsichtlich der Anspr&uuml;che&ldquo;, sagte US-Au&szlig;enminister John Kerry. &bdquo;Die einzige Position, die wir einnehmen, ist, dass dies nicht durch einseitige Aktionen gel&ouml;st werden sollte.&ldquo;<br>\nChina beansprucht etwa achtzig Prozent des rohstoffreichen Seegebiets, teils bis vor die K&uuml;sten der Nachbarstaaten Philippinen, Vietnam und anderer L&auml;nder. Zu deren Verdruss hatte China Ende 2014 damit begonnen, Inseln im S&uuml;dchinesischen Meer durch k&uuml;nstliche Landgewinnung zu vergr&ouml;&szlig;ern, um dort Milit&auml;ranlagen einzurichten. Die Inseln liegen an einer der wichtigsten Schiffshandelsrouten.<br>\nDie Spannungen um die Gebietsanspr&uuml;che im S&uuml;dchinesischen Meer nehmen unverkennbar zu, auch wenn die chinesische Seite bem&uuml;ht ist, diese herunterzuspielen. Differenzen zwischen beiden L&auml;ndern seien &bdquo;ziemlich normal&ldquo;, sagte Staats- und Parteichef Xi Jinping w&auml;hrend des bilateralen Treffens. Auch Chinas Botschafter in den USA, Cui Tiankai, betonte die gemeinsamen Interessen und sagte, die Meeresregion d&uuml;rfe nicht zum &bdquo;Wettkampfplatz&ldquo; zwischen China und den USA werden.<br>\nDer Territorialstreit hatte bereits am Wochenende die Shangri-La-Dialog genannte asiatische Sicherheitskonferenz in Singapur dominiert, wo scharfe Gegens&auml;tze zwischen beiden Seiten deutlich wurden. So hatte US-Verteidigungsminister Ashton Carter am Samstag erkl&auml;rt, man werde weitere Landaufsch&uuml;ttungen und Bauten auf umstrittenen Riffen nicht akzeptieren. &bdquo;Dies w&uuml;rde dazu f&uuml;hren, dass die USA und andere Staaten in der Region handeln.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201606073975\/politik\/welt\/auf-konfrontationskurs.html\">Hintergrund<\/a>\n<p><strong>Dazu: Ostasiens Mittelmeer (I)<\/strong><br>\nIn der EU beginnt eine Debatte &uuml;ber gemeinsame Marinepatrouillen im S&uuml;dchinesischen Meer. Dies geht aus Berichten vom &ldquo;Shangri-La Dialogue&rdquo;, einer am Wochenende durchgef&uuml;hrten hochkar&auml;tigen Konferenz zur Au&szlig;en- und Milit&auml;rpolitik in Asien, hervor. Hintergrund sind die schnell eskalierenden Auseinandersetzungen zwischen dem Westen und der Volksrepublik China um die &ldquo;Navigationsfreiheit&rdquo; im S&uuml;dchinesischen Meer. Sie kn&uuml;pfen an Territorialstreitigkeiten um dortige Inseln und Inselgruppen an, bei denen sich die meisten Anrainer als Rivalen gegen&uuml;berstehen. W&auml;hrend die Philippinen und Vietnam schon vor Jahrzehnten begonnen haben, milit&auml;rische St&uuml;tzpunkte auf einzelnen Inseln zu errichten, zieht die Volksrepublik China seit einigen Jahren nach &ndash; und wird daf&uuml;r von den NATO-Staaten einseitig kritisiert. Obwohl der chinesische St&uuml;tzpunktbau laut einer Analyse der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) erkennbar defensive Ziele verfolgt, r&uuml;sten die NATO-Mitglieder, darunter auch die Bundesrepublik, Anrainer des S&uuml;dchinesischen Meeres auf &ndash; gegen China.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59382\">German-Foreign-Policy.com<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut diese Hinweise:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33657#h17\">Washington warnt China vor neuen Bauten im S&uuml;dchinesischen Meer<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33620#h15\">Der Konflikt im S&uuml;dchinesischen Meer<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33571#h14\">Kommentar: US-Kurs in Vietnam zielt auf Schw&auml;chung Chinas ab<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Echsen sind nicht schuld<\/strong><br>\nStuttgart 21 wird teurer und sp&auml;ter fertig. F&uuml;r den M&uuml;nchner Verkehrsplaner Martin Vieregg kommt das nicht &uuml;berraschend. Schon in wenigen Wochen werde der Kostendeckel gesprengt, sagt er im Interview mit Kontext &ndash; und erkl&auml;rt auch die Geschichte mit den Eidechsen.<br>\nHerr Vieregg, laut Vorlage f&uuml;r die Sitzung des Bahn-Aufsichtsrats am 15. Juni soll der Tiefbahnhof rund 6,5 Milliarden Euro kosten, 623 Millionen mehr als Ende 2012 von der Bahn angegeben. &Uuml;berrascht?<br>\nNicht wirklich. Man ist es von der Deutschen Bahn inzwischen gewohnt, dass Mehrkosten immer nur in kleinen Schritten eingestanden werden. Bei Stuttgart 21 wird es nicht das letzte Eingest&auml;ndnis gewesen sein. Wir werden in Zukunft noch weitere Kostengest&auml;ndnisse erleben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/271\/echsen-sind-nicht-schuld-3690.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;Unvereinbar mit dem Grundgesetz&ldquo;<\/strong><br>\nDie AfD verst&ouml;&szlig;t in ihrem Grundsatzprogramm gegen die Menschenw&uuml;rde, sagt Jurist Joachim Wieland. Dabei arbeite die Partei absichtlich mit unklaren Begriffen. [&hellip;]<br>\nWas ist aus Ihrer Sicht der deutlichste Versto&szlig;?<br>\nAus juristischer Sicht muss man unterscheiden, was die AfD als Forderung zur &Auml;nderung der Verfassung fordern und auch umsetzen k&ouml;nnte, wenn sie im Bundestag und im Bundesrat eine Zweidrittelmehrheit hinter sich bringen w&uuml;rde, und was gegen den Menschenrechtskern des Grundgesetzes verst&ouml;&szlig;t, der &auml;nderungsfest ist. Da sehe ich vor allen Dingen die Diskriminierung des Islams als Religion und die Religionsaus&uuml;bung. Wenn man sich Ersteres anschaut, also das, was nach dem jetzt geltenden Grundgesetz nicht mit dem Programm vereinbar ist, findet man nat&uuml;rlich mehr. Das ist aber ein schwieriger Ma&szlig;stab, auch andere Parteien setzen sich f&uuml;r Verfassungs&auml;nderungen ein.<br>\nDie AfD bekennt sich in ihrem Programm &bdquo;uneingeschr&auml;nkt zur Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit&ldquo; und fordert dann, der Religionsaus&uuml;bung seien durch &bdquo;unsere Werte&ldquo; Schranken zu setzen.<br>\nDas ist ein Widerspruch in sich. Man versucht, sich durch die Formulierung &bdquo;wir akzeptieren die Religionsfreiheit&ldquo; abzusichern, in den Einzelheiten aber macht man genau das nicht. Die Religionsfreiheit ist im Grundgesetz uneingeschr&auml;nkt gew&auml;hrleistet, auch die Freiheit, diese Religion auszu&uuml;ben. Dazu geh&ouml;ren auch die Freiheit, religi&ouml;se Geb&auml;ude zu bauen, und der Muezzinruf &ndash; solange die allgemeinen Gesetze eingehalten werden. Das Baurecht gilt f&uuml;r Minarette und Kircht&uuml;rme, das Emissionsschutzgesetz f&uuml;r den Muezzinruf und die Kirchenglocken gleicherma&szlig;en. Die Religionsfreiheit h&auml;ngt nicht davon ab, dass man eine &Uuml;berzeugung hat, die den Werten der AfD entspricht. Das ist eindeutig unvereinbar mit dem Grundgesetz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Verfassungsrechtler-ueber-die-AfD\/!5310152\/\">taz<\/a>\n<p><strong>Dazu: AfD: Was ist sie? Was will sie? Worauf beruht der Zuspruch?<\/strong><br>\nWie l&auml;sst sich das Ph&auml;nomen AfD nach dem vorl&auml;ufigen Stand der Dinge charakterisieren, welche Ziele verfolgt die Partei, welche Gruppen spricht sie an, und wo liegen die strukturellen Gr&uuml;nde f&uuml;r ihren aktuellen Erfolg? Anhand von acht zunehmend komplexer werdenden Aussagen soll eine erste Antwort skizziert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1877\">annotazioni<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Geh denken!<\/strong><br>\nF&uuml;r den Bundestag sind die Armenier jetzt ein Volk, das durch einen Genozid dezimiert wurde. Das ist keine schlechte Entwicklung. F&uuml;r eine Mehrheit desselben Bundestages sind die Syrer hingegen ein Volk, vor dem man sich wehren muss, wenn es in zu gro&szlig;er Zahl zu uns kommt. Wenn notwendig mit Gewalt. Dessen Dezimierung hin oder her. Nicht ausgeschlossen, dass eine der nachfolgenden Generationen in vielen Jahren beschlie&szlig;en wird, die Ignoranz gegen syrische B&uuml;rgerkriegsfl&uuml;chtlinge auch zu einem Gedenken zu f&uuml;hren. Um immer daran zu erinnern, was f&uuml;r gravierende Fehler geschehen, wenn man nicht zu jeder Zeit die Augen offen h&auml;lt. Um daran zu erinnern, dass man den Anf&auml;ngen wehren m&uuml;sste. Heute die Armenier, sp&auml;ter die Syrer. Immer zu sp&auml;t, immer erst, wenn das Sujet lange verrottet in der Konkursmasse menschlicher Geschichtsschreibung. Nie zu rechten Zeit. Armenisches Leid, das als roter Faden in das aktuell syrische m&uuml;ndet, ist nicht vorgesehen. Der Bundestag macht es mal so und mal so. Grunds&auml;tzliche Prinzipien sind ausverkauft. Au&szlig;erdem ist Konklusion ganz offenbar nicht die St&auml;rke einer Kultur, die sich dem Andenken verschreibt, aber die daraus gezogenen Lehren nicht gebraucht, um sie in der Gegenwart zu einer Haltung zu deklarieren. Aus Geschichte lernen? Sch&ouml;n w&auml;re es &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/06\/geh-denken.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Nachtrag zur Lobhudelei auf Gauck <\/strong><br>\nAls Nachtrag zur <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33723\">Lobhudelei auf Gauck<\/a> passt eine Diskussion, die am fr&uuml;hen Morgen im Deutschlandfunk <a href=\"http:\/\/srv.deutschlandradio.de\/themes\/dradio\/script\/aod\/index.html?audioMode=3&amp;audioID=461498&amp;state=\">lief<\/a>, unter dem Titel &ldquo;Amt und W&uuml;rden&rdquo;, moderiert von Stefan Dethjen.\n<p><em><strong>Anmerkung C.D.\/A.M.:<\/strong> Die horrendeste Formulierung darin lautete, dass Gauck uns vom friedenspolitischen Mehltau befreit habe, dieses Stichwort, friedenspolitische Mehltau, ist w&ouml;rtlich. Es ist unglaublich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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