{"id":33750,"date":"2016-06-10T09:36:35","date_gmt":"2016-06-10T07:36:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33750"},"modified":"2019-06-03T14:15:57","modified_gmt":"2019-06-03T12:15:57","slug":"oxi-storz-und-die-boese-querfront-teil-2-unsaubere-methoden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33750","title":{"rendered":"OXI, Storz und die b\u00f6se Querfront, Teil 2: unsaubere Methoden"},"content":{"rendered":"<p>Mit unsauberen Methoden hat der Herausgeber des neuen vorgeblich kritischen Blogs OXI, Wolfgang Storz, in seiner <a href=\"https:\/\/www.otto-brenner-stiftung.de\/otto-brenner-stiftung\/aktuelles\/querfront-karriere-eines-politisch-publizistischen-netzwerks.html\">Querfront-&bdquo;Studie&ldquo;<\/a> seine Zielpersonen zu einem Netzwerk zusammenf&uuml;gt, obwohl es dieses, wie er selber wusste gar nicht gibt. Seine Querfront Erkenntnisse entstammen einem unappetitlichen Milieu und erste Erfahrungen legen den Schluss nahe, dass er mit OXI in dieser Richtung Kontinuit&auml;t wahren will. Von <strong>Norbert H&auml;ring<\/strong> [<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33750#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>]<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2557\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-33750-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160610_Boese_Querfront_II_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160610_Boese_Querfront_II_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160610_Boese_Querfront_II_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160610_Boese_Querfront_II_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=33750-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160610_Boese_Querfront_II_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"160610_Boese_Querfront_II_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>In <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33709\">Teil 1<\/a> hatten wir gesehen, dass Wolfgang Storz schon bei punktueller Zusammenarbeit von Leuten ohne gemeinsame Ziele und Strategie von einer Querfront-Strategie spricht. In Sachen Netzwerk wird der Autor ein bisschen anspruchsvoller. Er definiert vorneweg, was er damit meint. Damit handelt er sich aber das Problem ein, dass er Fakten unterdr&uuml;cken und Sachverhalte falsch darstellen muss, um die eigene, wenig ambitionierte Definition eines Netzwerks halbwegs zu erf&uuml;llen. Au&szlig;erdem unterl&auml;sst er es wohlweislich, einzeln abzupr&uuml;fen, ob die einzelnen angeblichen Knoten des Netzwerks die Definition erf&uuml;llen.&nbsp;Die Definition lautet:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Der Begriff des politisch-medialen <strong>Netzwerks<\/strong> unterstellt hier freiwillige, lockere, aber stabile Kontakte, eine <strong>wiederkehrende punktuelle Zusammenarbeit<\/strong> von privaten Akteuren, die&nbsp;selbstst&auml;ndig und voneinander unabh&auml;ngig sind&hellip; Der Begriff unterstellt weiter: Es gibt kein Zentrum, das steuert, keine gemeinsame Organisationsform; es kann jedoch Verabredungen &uuml;ber Inhalte und Ziele geben. Angenommen wird, dass zwischen den Akteuren so viel Vertrauen und gemeinsame Interessen bestehen, dass <strong>zum gegenseitigen Vorteil und nie zum Nachteil gearbeitet wird<\/strong> und aufgrund der Beziehungen eine gewisse wechselseitige Beeinflussung in Haltung und Handeln gegeben ist.&ldquo; (Hervorhebungen in allen Zitaten von mir.)<\/p><\/blockquote><p>Ohne den letzten Satz sind die Anforderungen an die Diagnose eines Netzwerks extrem niedrig. Man muss sich eigentlich nur kennen und gelegentlich auf Veranstaltungen treffen oder &Auml;hnliches. Man braucht keine gemeinsame Strategie und keine gemeinsamen Ziele (an anderer Stelle wird ausdr&uuml;cklich festgestellt, die untersuchten Akteure h&auml;tten diese nicht).<br>\nDer letzte Satz ist anspruchsvoller. Man muss sich gegenseitig helfen und st&uuml;tzen und auf keinen Fall darf man gegeneinander arbeiten. Sonst ist man nicht Teil des gleichen Netzwerks. Tun wir, was Storz vermied und pr&uuml;fen bei den Hauptpersonen einzeln ab.&nbsp;Laut erstem Absatz von Storz&rsquo; Papier sind es vor allem die <strong>Montagsmahnwachen<\/strong> f&uuml;r den Frieden, die den Ansto&szlig; f&uuml;r die Untersuchung gaben. Sonderbarer Weise interessiert jedoch deren Organisator <strong>Lars M&auml;hrholz<\/strong> den Studienautoren Storz so wenig, dass sein Portrait mit f&uuml;nf Zeilen auskommt, die in indirekter Rede aus einem Zeitungsartikel abgeschrieben sind.&nbsp;&nbsp;<br>\nUm wen es stattdessen geht, wird daran deutlich, dass <strong>J&uuml;rgen Els&auml;sser<\/strong> eineinhalb Seiten Portrait bekommt, <strong>Ken Jebsen<\/strong> sogar zweieinhalb Seiten. Beide traten bei den Mahnwachen als Redner auf.<\/p><p><strong>Els&auml;sser<\/strong> ist der ideale Kronzeuge f&uuml;r die Querfrontthese. Er ist so etwas wie eine <strong>Ein-Mann-Querfront<\/strong>. Von ganz links wo er in herausgehobener Position f&uuml;r linke Publikationen wie <em>Kontext<\/em> und <em>Junge Welt<\/em> arbeitete, bewegte er sich &uuml;ber die von ihm als Abspaltung der Jungen Welt gegr&uuml;ndete, <strong>antideutsche<\/strong> Publikation <em>Jungle World<\/em> nach ziemlich weit rechts. Er gibt jetzt die rechtslastige Zeitschrift Compact heraus, nennt sich selbst aber offenbar immer noch links. Ich kenne ihn nicht pers&ouml;nlich und habe mir seine Reden nicht angeh&ouml;rt und seine Schriften nicht gelesen. Ich habe nur H&ouml;rensagen von Leuten, denen ich vertraue und die um seines wenig vertrauenserweckenden Lebenslaufs keine gute Meinung von ihm haben. Er ruft offenbar, wenn Storz ihn richtig zitiert, tats&auml;chlich zur Bildung einer Querfront von ganz links bis ganz rechts auf. Die Frage ist nur, ob ihm jemand dabei folgt, insbesondere auch von den Leuten, die Storz in seinem Umfeld zu verorten und so zu diskreditieren sucht.<\/p><p>Die zweite Hauptperson ist <strong>Ken Jebsen<\/strong>, der fr&uuml;here Radiomoderator, der im Internet einen sehr erfolgreichen Video-Kanal namens <strong>KenFM<\/strong> betreibt. Die wichtigsten Formate sind Interviews, Podiumsdiskussionen mit G&auml;sten und eigene Stellungnahmen zu Medienthemen. Sie sind lang und nicht einfach zu konsumieren, haben aber dennoch sehr hohe Abrufzahlen bis in den sechsstelligen Bereich.<\/p><p>Auch ausf&uuml;hrlich, aber deutlich weniger liebevoll, wird als Institution noch der <strong>Kopp-Verlag<\/strong> begutachtet. Das hat erkennbar im Wesentlichen nur die Funktion, bei der Plausibilisierung eines Netzwerks zu helfen, indem Leute aufgez&auml;hlt werden, die dort schon ver&ouml;ffentlicht haben und die auch schon mit Els&auml;sser auf der gleichen Veranstaltung gesprochen haben, oder in Els&auml;ssers Publikation Compact etwas publiziert haben, oder von Ken Jebsen interviewt wurden.<\/p><p>Doch schon bei den beiden Hauptpersonen, Els&auml;sser und Jebsen, w&auml;re die Netzwerkthese vor Studienbeginn in sich zusammengefallen, wenn Storz sich an die Fakten gehalten h&auml;tte &ndash; was er deshalb von Anfang an vermieden hat.<\/p><p><strong>Ein Netzwerk von Feinden<\/strong><\/p><p>Schon&nbsp;im Mai 2014, 15 Monate bevor Storz sein kleines Arbeitspapier ver&ouml;ffentlichte, und bald nach Beginn der Mahnwachen, hatte Jebsen folgenden, hier gek&uuml;rzt wiedergegebenen <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/pedram.shahyar\/posts\/10203029098061185\">offenen Brief<\/a> unterzeichnet, der sich frontal gegen Els&auml;sser wendet:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Liebe Organisatoren und Teilnehmer der Erfurter Mahnwache,<\/p>\n<p>Die Montagsmahnwachen bringen seit Wochen Menschen aus den&nbsp; unterschiedlichsten Bereichen zusammen. (&hellip;) Organisierte Neonazis, braune Kameradschaften und faschistoide Praktiken haben auf unseren Mahnwachen nichts verloren. (&hellip;) Es d&uuml;rfte keinem Beobachter der Montagsmahnwachen entgangen sein, dass insbesondere <strong>die Personalie J&uuml;rgen Els&auml;sser<\/strong> immer wieder zu Zwist f&uuml;hrt. Seit einigen Jahren tritt J&uuml;rgen Els&auml;sser in seiner Publikation immer wieder mit <strong>schlimmen Ausf&auml;llen gegen konkrete Personen und Personengruppen<\/strong> in Erscheinung, die Raum neben seinen geopolitischen Analysen finden. (&hellip;) Dennoch wurde Herrn Els&auml;sser vor gut einem Monat in Berlin eine faire Chance f&uuml;r einen Neuanfang gegeben. Es schien zun&auml;chst so, als wollte er diese Chance nutzen. Viele Teilnehmer der Montagsmahnwachen waren umso mehr zurecht dar&uuml;ber emp&ouml;rt und entt&auml;uscht, dass Herr Els&auml;sser bereits kurz danach einen Artikel ver&ouml;ffentlichte, in dem wieder einmal <strong>konkreten personenbezogenen Herabw&uuml;rdigungen<\/strong> Raum gegeben wurde. In der aktuellen Ausgabe seines Magazins kommt zudem nun ein Autor zu Wort, der <strong>in uns&auml;glicher Weise gegen Migranten, Homosexuelle und Frauen<\/strong> vom Leder zieht.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p><strong>Els&auml;sser revanchierte sich<\/strong>, indem er Jebsen sp&auml;ter einen <a href=\"https:\/\/juergenelsaesser.wordpress.com\/2014\/09\/17\/nach-zerfall-der-linken-mahnwachen-am-20-9-fur-den-frieden-demonstrieren\/\">Linksglobalisten nannte<\/a> und ihn f&uuml;r den Niedergang der Mahnwachen verantwortlich machte.<\/p><p><strong>Schon 15 Monate vor Ver&ouml;ffentlichung des Querfront-Pamphlets<\/strong> war also eine zentrale Voraussetzung, um von einem Netzwerk zu sprechen, dem Els&auml;sser und Jebsen angeh&ouml;ren, nicht mehr gegeben, dass n&auml;mlich die daran Beteiligten nicht gegeneinander arbeiten und sich nicht gegenseitig &ouml;ffentlich zu schaden versuchen. Ein integrer Wissenschaftler h&auml;tte seine Studie mit diesem Wissen so nicht angelegt und strukturiert, wie Storz das tat.<br>\nStorz schreibt bei der Vorstellung von Ken Jebsen: &bdquo;Ken Jebsen trat <strong>bis vor einigen Monaten<\/strong> regelm&auml;&szlig;ig als Redner auf Veranstaltungen des Compact-Magazins auf.&ldquo; Im ganzen langen Portrait sagt er den Lesern nichts von der harten &ouml;ffentlichen Distanzierung Jebsens von Els&auml;sser. Es wirkt unwahrscheinlich, dass Jebsen noch im Fr&uuml;hjahr oder Sommer 2015 bei Els&auml;ssers Veranstaltungen aufgetreten sein soll, nach dem, was schon ein Jahr vorher zwischen den beiden vorgefallen ist. Storz nennt keine Termine oder Namen der Veranstaltungen. Auf Anfrage schreibt Jebsen im Juni 2016: &ldquo;Seit 2 Jahren haben wir null Kontakt zu Els&auml;sser und Compact.&rdquo;<\/p><p>Weiter hinten, in den &bdquo;analytischen Schlussfolgerungen&ldquo; schreibt Storz im Pr&auml;sens:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Nach den mit diesem Arbeitspapier zusammengetragenen Befunden kann begr&uuml;ndet behauptet und belegt werden, dass der Kopp-Verlag und wichtige seiner politischen Autoren, der Publizist und Aktivist <strong>Ken Jebsen<\/strong> mit seinen publizistischen Arbeiten, die Organisatoren der &bdquo;Montagsmahnwachen&ldquo; und <strong>die Verantwortlichen<\/strong> des Homilius-Verlages sowie <strong>des Monatsmagazins &ldquo;Compact&ldquo;<\/strong> als <strong>leistungsf&auml;higer Kern eines publizistisch-politischen Netzwerks<\/strong> angesehen werden k&ouml;nnen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Durch die Gegenwartsform und Storz&lsquo; eigene Kriterien f&uuml;r ein Netzwerk wird das mindestens in Bezug auf Jebsen und Els&auml;sser zu einer <strong>Falschaussage<\/strong>. Storz verschleiert diese, indem er Els&auml;sser nicht beim Namen nennt, sondern umschreibt. Denn als Storz dies schrieb, arbeiteten Jebsen und Els&auml;sser, der Verantwortliche des Magazins Compact, schon lange gegeneinander und das konnte Storz nicht entgangen sein.<\/p><p>Er verst&auml;rkt die Irref&uuml;hrung noch, indem er direkt im Anschluss schreibt: &ldquo;Von Ken Jebsen und J&uuml;rgen Els&auml;sser gibt es zahlreiche Videos mit gemeinsamen Auftritten&rdquo;, wieder ohne zu erw&auml;hnen, dass das allein historische Aufnahmen sind.<\/p><p>Dass der Bruch von Jebsen und Els&auml;sser Storz bekannt war, zeigt eine sp&auml;ter folgende Passage, in der er diesen in einem Nebensatz andeutet. Der Nebensatz dient dazu, eine weitere bewusste Irref&uuml;hrung der Leser zu rechtfertigen. Storz schreibt:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Die hier portr&auml;tierten Netzwerk-Akteure besch&auml;ftigen sich im Wesentlichen mit den folgenden Fragen und Themen: die Ablehnung von Euro und EU-B&uuml;rokratie; Sorge um die Stabilit&auml;t des Geldsystems; Souver&auml;nit&auml;t Deutschlands (vor allem gegen&uuml;ber den USA) erk&auml;mpfen; ein gutes Verh&auml;ltnis zu Russland schaffen; den Nationalstaat st&auml;rken; sich auf das &sbquo;christliche Abendland&lsquo; besinnen; die Familie st&auml;rken; eine als &sbquo;zu gro&szlig;&lsquo; empfundene Liberalit&auml;t und Pluralit&auml;t (Gender-Mainstreaming, Gleichstellung von Minderheiten, Sexualit&auml;t) eingrenzen;&nbsp; sich gegen&uuml;ber fremden Religionen abgrenzen; sich f&uuml;r ein Europa der Vaterl&auml;nder einsetzen; die Schweiz als Vorbild (W&auml;hrung, direkte Demokratie, Miliz-Milit&auml;r, Neutralit&auml;t); mehr direkte ,Volks-Demokratie&lsquo;; Souver&auml;nit&auml;t gegen&uuml;ber Israel herstellen; Misstrauen gegen&uuml;ber oder gar Ablehnung von politischen und medialen Eliten; Einschr&auml;nkungen der Meinungsfreiheit; Polarisierung zwischen Volk und Eliten.&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>Tats&auml;chlich sind das keine &bdquo;Themen&ldquo;, sondern zumeist Haltungen, die hier als gemeinsam unterstellt werden, und zwar zu einem guten Teil anti-plurale, fremden- und minderheitenfeindliche Haltungen. Nach meiner Einsch&auml;tzung treffen Letztere auf Ken Jebsen nicht zu. Ich habe ihn dazu per Mail befragt, und er antwortete zu den einzelnen Punkten:<\/p><ul>\n<li><strong>Die Ablehnung von Euro und EU-B&uuml;rokratie:<\/strong> &ldquo;Wir lehnen weder den Euro, noch die EU-B&uuml;rokratie ab, halten aber den Euro f&uuml;r wenig stabil und die EU-B&uuml;rokratie f&uuml;r wenig transparent.&rdquo; Klingt nach Jein.<\/li>\n<li><strong>Sorge um die Stabilit&auml;t des Geldsystems:<\/strong> &ldquo;W&auml;re das Geldsystem in Europa stabil, g&auml;be es keinen Bail-In, keine Bankenrettung und keine Diskussionen um einen Schuldenschnitt.&rdquo; Aussage ist korrekt.<\/li>\n<li><strong>Ein gutes Verh&auml;ltnis zu Russland schaffen:<\/strong> &ldquo;Selbstverst&auml;ndlich. Was w&uuml;rde uns ein schlechtes Verh&auml;ltnis bringen?!&rdquo; Aussage ist korrekt.<\/li>\n<li><strong>Den Nationalstaat st&auml;rken:<\/strong> &ldquo;&Uuml;ble Unterstellung.&rdquo; Nein!<\/li>\n<li><strong>Sich auf das christliche Abendland besinnen:<\/strong> &ldquo;Wir leben in einer globalisierten Welt mit Pluralismus. Und das ist auch gut so.&rdquo; Ein klares Nein.<\/li>\n<li><strong>Die Familie st&auml;rken:<\/strong> &ldquo;Wenn das eine konkrete Form von Humanismus ist &ndash; ja.&rdquo; Klingt wie Jein.<\/li>\n<li><strong>Eine als zu gro&szlig; empfundene Liberalit&auml;t und Pluralit&auml;t eingrenzen:<\/strong> &ldquo;Wir haben uns derart noch nie ge&auml;u&szlig;ert.&rdquo; Ein klares Nein.<\/li>\n<li><strong>Sich gegen&uuml;ber fremden Religionen abgrenzen:<\/strong> &ldquo;Religion ist Privatsache.&rdquo; Ein klares Nein.<\/li>\n<li><strong>Sich f&uuml;r ein Europa der Vaterl&auml;nder einsetzen:<\/strong> &ldquo;Die Zeit der Vaterl&auml;nder ist vorbei. Lokale F&auml;rbungen in Europa sollten erhalten bleiben.&rdquo; Ein klares Nein.<\/li>\n<li><strong>Die Schweiz als Vorbild:<\/strong> &ldquo;Die Schweiz ist demokratischer und im Hinblick auf Auslandseins&auml;tze friedlicher als Deutschland und hat einen Demokratie-Vorsprung.&rdquo; Also ein Ja, wenn man auch von sehr vielen L&auml;ndern nachahmenswerte Aspekte finden kann. <\/li>\n<li><strong>Souver&auml;nit&auml;t gegen&uuml;ber Israel herstellen:<\/strong> &ldquo;Deutschland sollte nicht nur seine Verantwortung gegen&uuml;ber Israel wahrnehmen, sondern auch die gegen&uuml;ber den Pal&auml;stinensern.&rdquo; Kann man wohl als ein Ja deuten.<\/li>\n<li><strong>Misstrauen gegen&uuml;ber oder gar Ablehnung von politischen und medialen Eliten:<\/strong> &ldquo;Transparenz ist das A und O.&rdquo; Mit gutem Willen ein Ja.<\/li>\n<li><strong>Einschr&auml;nkung der Meinungsfreiheit:<\/strong> &ldquo;Geschlossene Pressezirkel und der Vertreter sollten benannt werden, dies ist die Schaffung von mehr Transparenz.&rdquo; Haltung durch Storz unklar beschrieben.<\/li>\n<li><strong>Polarisierung zwischen Volk und Eliten:<\/strong> &ldquo;Im Gegenteil. Ann&auml;herung durch Augenh&ouml;he.&ldquo; Bestenfalls Jein.<\/li>\n<\/ul><p><strong>Fazit:<\/strong> Ken Jebsen distanziert sich von mindestens f&uuml;nf der ihm unterstellten Haltungen, insbesondere von den rechtslastigen, antipluralen, gegen&uuml;ber f&uuml;nf korrekt beschriebenen, harmlosen Haltungen und drei die nur teilweise korrekt sind. Storz ist das bewusst, denn er schreibt weiter:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Dies unterstellt nicht, dass die Akteure bei allen Themen einer Meinung sind. Bei <strong>wenigen<\/strong>, wie Fragen von Religion, Familie und nationaler Homogenit&auml;t, gibt es sehr wohl gravierende Unterschiede, mit denen beispielsweise Ken Jebsen &ndash; <strong>nach eigener Darstellung<\/strong> &ndash; nach einer langen Zusammenarbeit seinen <strong>&sbquo;Bruch&lsquo;<\/strong>, mit J&uuml;rgen Els&auml;sser begr&uuml;ndet.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Auch wenn Storz den hier erstmals erw&auml;hnten &bdquo;Bruch&ldquo; in einen Nebensatz packt, mit Anf&uuml;hrungszeichen und dem Zusatz &bdquo;nach eigener Darstellung&ldquo; relativiert und so den Eindruck erweckt, dass er vielleicht nicht ernst gemeint oder nur vorgeschoben oder halbherzig sei, und verschweigt, wie lange dieser Bruch schon her ist und mit welchem Grad an &Ouml;ffentlichkeit er stattfand, r&auml;umt er hier ein, dass er von der gegenseitigen Distanzierung wei&szlig;. Das macht das, was er vorher geschrieben hat, zur wissentlichen Falschbehauptungen.<br>\nFolgendes steht in Wikipedia &uuml;ber <strong>Betrug und F&auml;lschung in der Wissenschaft<\/strong>:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Betrug und F&auml;lschung in der Wissenschaft sind <strong>unwahre Behauptungen<\/strong>, erfundene oder gef&auml;lschte Forschungsergebnisse, die <strong>vors&auml;tzlich<\/strong>, also in betr&uuml;gerischer Absicht <strong>von Wissenschaftlern<\/strong> publiziert werden.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Nachdem&nbsp;der Wissenschaftler (Soziologe) versch&auml;mt einger&auml;umt hat, dass Ken Jebsen, der neben Els&auml;sser erkennbar die Hauptfigur dieser Untersuchung darstellt, die problematischen Haltungen nicht teilt, die Storz den Netzwerkmitgliedern zuschreibt, macht&nbsp;er dennoch unbeirrt weiter mit der Feststellung:<\/p><blockquote><p>&ldquo;Die vertretenen Positionen m&uuml;nden in eine politisch-kulturelle Einstellung, die sich so fassen l&auml;sst: ein m&ouml;glichst souver&auml;ner Nationalstaat, eine rigide <strong>Abwendung von<\/strong> heutigen wirtschaftspolitischen, repr&auml;sentativ-parlamentarischen und <strong>liberalen Gesellschaftsentw&uuml;rfen<\/strong> in westeurop&auml;ischen Demokratien und <strong>deren<\/strong> Werten (&hellip;). Liberale Prinzipien wie <strong>Pluralismus und Minderheitenrechte werden gering gesch&auml;tzt<\/strong>.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Das trifft erkennbar fast alles auf Jebsen nicht zu. Das w&auml;re vielleicht gerade noch akzeptabel, wenn Jebsen eine Randfigur in diesem unterstellten Netzwerk w&auml;re, bei der eine abweichende Haltung nichts ausmachte. Aber es ist angeblich zentral darin. Dann ist diese Charakterisierung eine weitere wissentliche und verunglimpfende Falschbehauptung.<\/p><p><strong>Assoziation durch r&auml;umliche N&auml;he und falsche Sortierung<\/strong><\/p><p>Storz hat noch mehr Tricks auf Lager. In seinem Bem&uuml;hen, Jebsen mit Els&auml;sser zu verkn&uuml;pfen, sortiert er Jebsens Videoportal unter einer &Uuml;berschrift ein, die lautet: &bdquo;Video-Angebote, Compact-TV&ldquo; Durch die falsche Einsortierung der Angaben &uuml;ber Jebsens Video-T&auml;tigkeit, die seine Hauptt&auml;tigkeit darstellt, wird provoziert, dass der nicht ganz aufmerksame Leser den Eindruck gewinnt, Jebsen mache Videos f&uuml;r Compact TV oder die beiden kooperierten auf andere Weise auf diesem Gebiet, was in keiner Weise der Fall ist.<\/p><p><strong>Nur Fakten, die zur These passen, sind interessant<\/strong><\/p><p>Auch die Besucher der Montagsmahnwachen verunglimpft Storz. Durch selektive und tendenzi&ouml;se Wiedergabe der <a href=\"https:\/\/protestinstitut.files.wordpress.com\/2014\/06\/occupy-frieden_befragung-montagsmahnwachen_protestinstitut-eu1.pdf\">Ergebnisse einer Umfrage<\/a> unter Teilnehmern einer einzigen Berliner Mahnwache erweckt er den Anschein eines hohen Anteils Rechter. &bdquo;Von den 306 Befragten haben zwei, so der Befund der Forscher, ein geschlossenes rechtsextremes Weltbild&ldquo;, r&auml;umt er immerhin noch ein, um dann aber einschr&auml;nkend zu zitieren: Aber: &bdquo;Eine Ausnahme von dieser Regel wird allerdings auch sichtbar: Die Bef&uuml;rwortung einer rechtsautorit&auml;ren Diktatur &uuml;bersteigt die in der Gesamtbev&ouml;lkerung.&ldquo; Das ist von den zitierten Studienautoren, die erkennbar erpicht auf das Finden der Anzeichen f&uuml;r rechtes Gedankengut waren, tendenzi&ouml;s formuliert. Aber diese bringen dann gleich die Zahlen, die Storz unterschl&auml;gt. Hier sind sie:<\/p><p><strong>Chauvinismus<\/strong> ist in der Gesamtbev&ouml;lkerung 12 mal so ausgepr&auml;gt wie unter den befragten Mahnwachen-Teilnehmern. <strong>Antisemitismus<\/strong> ist in der Bev&ouml;lkerung mehr als drei mal so h&auml;ufig, ein <strong>rechtsextremes Weltbild<\/strong> hat ein sieben Mal so hoher Anteil der Gesamtbev&ouml;lkerung als der Mahnwachenteilnehmer.<\/p><p>Dagegen spielt sich die h&ouml;here Bef&uuml;rwortung einer Diktatur tief im statistischen Unsch&auml;rfebereich ab. Bei den teilnehmenden Demonstranten sind es mit 3,9% ganze 0,3 Prozentpunkte mehr als in der Gesamtbev&ouml;lkerung. Es ist hochgradig unseri&ouml;s, aus dieser minimalen Abweichung irgendeinen Schluss zu ziehen und diesen so prominent herauszustellen, wie Storz das tut.<\/p><p>&Uuml;berhaupt besteht der Abschnitt &uuml;ber die Mahnwachen nahezu ausschlie&szlig;lich aus den selektiv wiedergegebenen Ergebnissen der fremden Befragung von nur 300 Teilnehmern einer einzigen Mahnwache in Berlin, und den (tendenzi&ouml;sen) Schl&uuml;ssen, die die Organisatoren der Befragung daraus ziehen. Storz gibt keinen Hinweis auf die schwache Aussagekraft einer derart kleinen Befragung bei einer einzigen Veranstaltung.<\/p><p><strong>Die immer gleichen Quellen der Anw&uuml;rfe werden versteckt<\/strong><\/p><p>Die Art, wie Storz die Diskussion um den Charakter der Mahnwachen einf&uuml;hrt, ist zirkul&auml;r und tendenzi&ouml;s. Die ersten beiden S&auml;tze der &bdquo;Studie&ldquo; hei&szlig;en omin&ouml;s:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Seit dem Fr&uuml;hjahr 2014 gibt es zunehmend Debatten &uuml;ber die sich damals h&auml;ufenden &bdquo;Montagsmahnwachen&ldquo;. Ihr Charakter wurde sehr unterschiedlich bewertet: von einer neuen Friedensbewegung &uuml;ber ein &bdquo;Querfront&ldquo;-Projekt (&hellip;) bis hin zu einer Initiative von Rechtspopulisten oder gar Rechtsradikalen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Ihm reicht die Verunglimpfung&nbsp; auf Basis der angeblichen Aussagen ungenannter Dritter. Dabei h&auml;tte es viel mehr zu erz&auml;hlen gegeben. Etwa woher die &bdquo;zunehmenden Debatten&ldquo; und die Vorw&uuml;rfe kamen. Ausl&ouml;ser war die Ex-Gr&uuml;ne Politikerin <strong>Jutta Ditfurth<\/strong>, die inzwischen einen eigenen Ditfurth-Wahlverein namens &Ouml;koLinX ihr Eigen nennt, auch Antirassistische Linke genannt. Jutta Ditfurth ist ins antideutsche Milieu eingetaucht und bet&auml;tigt sich als Sp&uuml;rhund f&uuml;r antisemitische oder rassistische Aussagen oder Codew&ouml;rter, bevorzugt bei Linken und Pazifisten. Sie ist nicht w&auml;hlerisch. Vor kurzem hat sie auf Twitter den <strong>Dalai Lama<\/strong> als Rassisten klassifiziert.<\/p><p>Ditfurth hat zusammen mit anderen Sp&uuml;rhunden aus der antideutschen Szene&nbsp;f&uuml;r Storz viel an Vorarbeit zur Aufdeckung des vermeintlichen Querfront-Sumpfes geleistet. Zum Beispiel mit einem Herrn Andr&eacute; H&uuml;ssy, der eine Adresse&nbsp;in der Schweiz angibt, wirft sie sich gegenseitig die B&auml;lle zu. Dieser betreibt von dort einen &bdquo;Querfrontseiten&ldquo; genannten Blog. Der Blog ist relativ neu. Vorher trieb er vor allem auf Facebook unter Pseudonym sein Unwesen. Fester Stargast auf dem Blog ist Wolfgang Lieb, der auf der Startseite mit Foto und Zitat gefeatured wird (nach Angaben von Dr. Lieb ohne sein Wissen). Der ehemalige Mitherausgeber der Nachdenkseiten hat sich im letzten Jahr nach Storz&lsquo; Querfront-Ver&ouml;ffentlichung  &ouml;ffentlichkeitswirksam von Albrecht M&uuml;ller distanziert. H&uuml;ssy twittert auch eifrig. Seine Art der Netzwerkanalyse ist der von Storz nicht un&auml;hnlich, nur etwas weniger mit Soziologendeutsch versch&ouml;nert. Ein typisches, aktuelles Beispiel vom 7. Juni:<\/p><blockquote><p>&bdquo;UpDate: Der mit Albrecht M&uuml;ller verbandelte (Allianz-Partner) Ken Jebsen interviewt den mit dem Holocaustleugner David Irving befreundeten Rolf Hochhuth. Zu Beginn des Interviews lobt Rolf Hochhuth Willy Wimmer &uuml;ber alle Massen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Die Liste der Twitter-Follower der beiden und die Adressaten vieler ihrer &nbsp;Tweets, deuten darauf hin, dass sie ihre Informationen dar&uuml;ber, wer als Antisemit oder Verschw&ouml;rungstheoretiker zu &auml;chten ist, in viele Redaktionsstuben und hoch in die F&uuml;hrungsriege insbesondere der Linken transportiert bekommen (Achtung: Follower k&ouml;nnen auch Kritiker sein, aber ich vermute, das ist eher die Ausnahme, zumal mindestens Ditfurth die Angewohnheit hat, Follower, die sie als Rassisten oder Antisemiten&nbsp;verunglimpfen will, vorher zu blocken). Mit einem David Vickrey in den USA gibt es auch dort einen Verbreiter, der sich nicht scheut, wichtige Pers&ouml;nlichkeiten per direkter Ansprache vor Kontakten mit vermeintlichen Querfrontlern zu warnen.<\/p><p><strong>Ditfurths zentrale Rolle<\/strong> beim Lostreten der Debatte &uuml;ber die Mahnwachenteilnehmer, konnte Storz, falls er es nicht wusste, in der von ihm so ausf&uuml;hrlich zitierten Befragungsstudie nachlesen:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Diese Deutung des Ukraine-Konfliktes auf den Montagsmahnwachen wurde zum Gegenstand einer medialen Debatte, angesto&szlig;en durch ein Interview mit der Publizistin Jutta Ditfurth in der 3sat-Sendung Kulturzeit. Ditfurth erkl&auml;rte, die Demonstrierenden bedienten sich rechtslastiger Argumentationsmuster und gingen auf ein <strong>loses Netzwerk von Personen mit antizionistischer und antiamerikanischer Agenda<\/strong> zur&uuml;ck. Andere Medien machten sich diese Kritik im Wesentlichen zu eigen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Storz entscheidet sich, die Leser seiner &bdquo;Studie&ldquo; nicht mit solchen Details zu behelligen. Vielleicht liegt das ja daran, dass er Ditfurth weiter vorne schon als Kronzeugin gegen Els&auml;sser angef&uuml;hrt hat. Eine neuerliche Nennung als Haupt-Kronzeugin gegen die Mahnwachen k&ouml;nnte beim Leser doch gewisse Zweifel an ihrer und auch seiner Objektivit&auml;t aufkommen lassen. Storz schrieb in Els&auml;ssers Portrait: &ldquo;Die Publizistin Jutta Ditfurth urteilt: &sbquo;Els&auml;sser geh&ouml;rt einem v&ouml;lkischen, antisemitischen, rassistischen, homophoben und antifeministischen Netzwerk an&lsquo;.&ldquo; &nbsp;Er erw&auml;hnt zwar auch, dass sie einen Prozess, den Els&auml;sser deswegen anstrengte &bdquo;in erster Instanz&ldquo; verlor. Aber es bleibt ja immer etwas h&auml;ngen.<\/p><p>Wenn man schaut, welche Personen besonders im Fokus von Leuten wie Andr&eacute; H&uuml;ssy und Jutta Ditfurth stehen, so findet man sie in Storzens &bdquo;Studie&ldquo; fast alle&nbsp;in unvorteilhafter Weise wieder. Ken Jebsen nat&uuml;rlich, und Els&auml;sser, au&szlig;erdem den Herausgeber der Nachdenkseiten, Alberecht M&uuml;ller, der Jebsen ein langes(!) Interview gab, den friedensbewegten, fr&uuml;heren&nbsp;verteidigungspolitischen Sprecher und Verteidigungsstaatssekret&auml;r der CDU Willy Wimmer, sowie Sahra Wagenknecht und Dieter Dehm von den Linken. Das von Dehm gegr&uuml;ndete linke Videoportal <em>Weltnetz TV<\/em> musste Storz allerdings zwischenzeitlich aus der Studie streichen Er hatte ihm eine nicht-existente Allianz mit rechten Kan&auml;len angedichtet.<\/p><p><strong>Wo kein Antisemitismus ist, muss man tiefer bohren<\/strong><\/p><p>Eine beliebte Technik der <strong>Antideutschen<\/strong> hat Storz offenkundig ebenfalls drauf, die oberfl&auml;chliche Textexegese, um nach versteckten Hinweisen auf rechtsradikale und antisemitische Gesinnung zu suchen und &bdquo;strukturellen&ldquo; Antisemitismus aufzufinden. Letzteres ist alles, was Antisemitismus in Begrifflichkeit und Argumentationsstruktur &auml;hnelt. Sobald man etwas Kritisches &uuml;ber die Finanzbranche sagt, oder &uuml;ber Eliten, ist man f&uuml;r diese Hobby-Antisemitismusexperten&nbsp;schon ganz nah am strukturellen Antisemitismus.<br>\nBei Storz klingt das so: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Analysen, die die hier portr&auml;tierten Akteure anstellen (&hellip;) verwirren (&hellip;). Die Kritik an den Finanzm&auml;rkten klingt wie auf einem &bdquo;Attac&ldquo;-Kongress, bis eine Andeutung &uuml;ber den besonderen Einfluss j&uuml;discher Familien auf die Wall Street der Einlassung eine rechtspopulistische bis rechtsradikale F&auml;rbung gibt. Die Kritik an den Medien ist heute weit verbreitet und hart, bis sie mit dem Urteil &sbquo;System-Medien&lsquo; und Hinweisen, es handle sich um eine &sbquo;Gleichschaltung&lsquo;, die Frage aufwirft, von welchen Werten und welchem Gesellschaftsbild der Kritiker ausgeht. Die Kritik an Parteien &ndash; wird sie mit dem Begriff der Berliner &sbquo;Blockparteien&lsquo; demokratieunvertr&auml;glich?&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Und wo er schon bei den B&ouml;ses insinuierenden, rhetorischen Fragen ist, macht er zum Abschluss,&nbsp;in Wiederaufnahme seiner Einleitungss&auml;tze, in denen er gleichlautende Kritik ungenannter Dritter referierte, weiter mit:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Womit haben wir es in diesen F&auml;llen zu tun: mit aufkl&auml;rerischer, linker, linksautorit&auml;rer, neurechter, rechtspopulistischer, antisemitischer oder rechtsextremer Kritik? Nationalistische Linke und antikapitalistische Rechte, rechte Muslimfreunde und linke Antizionisten &ndash; die Vielfalt verwirrt. Vor allem wenn Befunde und Argumente, die aus einer Haltung des Aufkl&auml;rerischen vertreten werden, sehr nahe an Momente des Ressentiments, des Nationalen oder des potenziell Antisemitischen &sbquo;herangef&uuml;hrt&lsquo; werden. Zeigt dies nun, wie nahe sich <strong>&bdquo;Attac&ldquo;-Vertreter und Rechtsradikale, J&uuml;rgen Els&auml;sser und&nbsp;Links-Politiker Wolfgang Gehrcke sind?<\/strong>&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Wenn der Autor eines solchen Werkes zum Herausgeber eines linken Blogs wird, ist es nur folgerichtig, dass auf diesem ein Beitrag erscheint, der mich des Antisemitismus bezichtigt, weil ich in meinem Buch gegen &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.hugendubel.de\/de\/buch\/norbert_haering-die_abschaffung_des_bargelds_und_die_folgen-25268999-produkt-details.html?searchId=560916667\">Die Abschaffung des Bargelds<\/a>&ldquo; an einer Stelle das Wort &bdquo;Ostk&uuml;ste&ldquo; verwendet habe. Dar&uuml;ber hinaus habe ich noch die Finanzbranche kritisiert und unterstellt, sie beeinflusse die Politik. Drei solcher Indizien reichen ambitionierten Antisemitistenj&auml;gern locker, um strukturellen Antisemitismus festzustellen. Vorher, am Tag des Erscheinens meines Buches, hatte Herr H&uuml;ssy in der Schweiz auf seinem Querfrontseiten-Blog und per Twitter darauf aufmerksam gemacht, dass ich jetzt auch zu den zu Bek&auml;mpfenden zu z&auml;hlen sei, weil ich den NachDenkSeiten ein Interview zu meinem Buch gab, nachdem ich diese zuvor sogar noch gegen die Anw&uuml;rfe von Storz und der Frankfurter Rundschau verteidigt hatte.<\/p><p><strong>Sind wir mal gespannt<\/strong>, welche in der Storz-Studie ausgelassenen Pseudo-Neurechten auf OXI Blog noch enttarnt werden. Da ich selbst bereits enttarnt bin, kann ich es zugeben: Ich habe Ken Jebsen (aus Prinzip) ein Interview zum Thema Bargeld gegeben (noch nicht erschienen), obwohl mir ausnahmslos alle davon abrieten, weil so viel &uuml;ber ihn geraunt werde. Es tue meiner Positionierung als Autor nicht gut, mit ihm in Verbindung gebracht zu werden, sagten alle, die etwas davon verstehen. Und sie haben sicher Recht. Daf&uuml;r ist es ja da, das Geraune.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Erg&auml;nzung 22.6.2015: Stellungnahme von Dr. Wolfgang Lieb, Staatssekret&auml;r a.D.<\/strong><\/p><p>Dr. Wolfgang Lieb hat mir am 21. Juni folgende &bdquo;Gegendarstellung&ldquo; zugeschickt. Auch wenn es sich bei den Passagen, zu denen er Stellung nimmt, kaum um gegendarstellungsf&auml;hige Tatsachenbehauptungen nach Presserecht handelt, will ich seine Anmerkungen, soweit hier relevant, gern ver&ouml;ffentlichen.<\/p><blockquote><p>&bdquo;In dem Beitrag &bdquo;OXI, Storz und die b&ouml;se Querfront, Teil 2: unsaubere Methoden&ldquo; von Norbert H&auml;ring, ver&ouml;ffentlicht am 9.6.2014 auf dem Blog <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/631-storz-2#weiterlesen\">norberthaering.de<\/a> und am 10. 6. 2016 gleichlautend auf den <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33750\">www.nachdenkseiten.de<\/a> wird behauptet ich sei &bdquo;fester Stargast&ldquo; auf dem von Herrn Andr&eacute; H&uuml;ssy ver&ouml;ffentlichten Blog &bdquo;Querfrontseiten&ldquo;. Dazu stelle ich fest, dass ich diesen Blog bis zur Ver&ouml;ffentlichung des o.g. Beitrages nicht kannte und dass ich nie einen eigenen Beitrag daf&uuml;r geschrieben oder ein Text von mir mit meinem Wissen ver&ouml;ffentlicht wurde.<\/p>\n<p>In dem Beitrag wird ferner behauptet, dass ich mich als &lsquo;ehemaliger Mitherausgeber der Nachdenkseiten &hellip; im letzten Jahr nach Storz&rsquo; Querfront-Ver&ouml;ffentlichung &ouml;ffentlichkeitswirksam von Albrecht M&uuml;ller distanziert&rsquo; h&auml;tte. Dazu stelle ich fest, dass meine Distanzierung von meinem damaligen Mitherausgeber in keinerlei Zusammenhang mit der Ver&ouml;ffentlichung des &bdquo;Arbeitspapiers Nr. 18: Querfront &ndash; Karriere eines politisch-publiszistischen Netzwerks&ldquo; von Wolfgang Storz stand.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Hierzu m&ouml;chte ich anmerken:<\/p><p>In der Dr. Lieb bekannten Textfassung vom 12.6.2016 hei&szlig;t es vollst&auml;ndig: &bdquo;Fester Stargast auf dem Blog ist Wolfgang Lieb, der auf der Startseite mit Foto und Zitat gefeatured wird (nach Angaben von Dr. Lieb ohne sein Wissen).&ldquo; Dass Dr. Lieb Texte f&uuml;r den Blog &bdquo;Querfrontseiten&ldquo; verfasst habe, habe ich in dem Beitrag an keiner Stelle behauptet. Dass das Foto und das Zitat von Dr. Lieb zwischenzeitlich von der Startseite von &bdquo;Querfrontseiten&ldquo; entfernt wurden, habe ich in einem Nachtrag vom 13.6.2016 auf <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/631-storz-2#weiterlesen\">norberthaering.de<\/a> erg&auml;nzend mitgeteilt. <\/p><p>Ich habe nicht behauptet, dass die Distanzierung Dr. Liebs von Albrecht M&uuml;ller und den Nachdenkseiten in einem urs&auml;chlichen Zusammenhang mit der Ver&ouml;ffentlichung der Querfront-Studie von Professor Storz stand. Dass diese im Jahr 2015 und zeitlich nach jener Ver&ouml;ffentlichung stattfand, ist korrekt und relevant. Der zeitliche Ablauf war folgenderma&szlig;en. Am 21. August 2015 ver&ouml;ffentliche die Otto Brenner Stiftung die Querfront-Studie von Professor Storz. Anfang September nahm sie diese wegen juristischer Probleme wieder vom Netz. Vier Tage bevor Dr. Lieb sich am 23. Oktober &ouml;ffentlich von den Nachdenkseiten trennte, stellte die Otto-Brenner-Stiftung die Studie wieder auf ihre Website. Der von mir im Beitrag nur kurz angedeutete zeitliche Ablauf ist von Relevanz, u.a. weil in Pressebeitr&auml;gen zu Dr. Liebs Trennung von den Nachdenkseiten, welche die Otto-Brenner-Stiftung auf der Webseite zur Querfront-Studie auflistet, die Querfront-Studie von Wolfgang Storz in engen sachlichen Zusammenhang mit Dr. Liebs Trennung von den Nachdenkseiten gestellt wird, etwa <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kolumnen\/medien-der-journalismus-hat-viel-zu-verlieren,29976192,32448546.html\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/nachdenkseiten-die-anti-luegenpresse-front,1472596,32314018.html\">hier<\/a>.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;*<\/a>] Dr. <strong>Norbert H&auml;ring<\/strong> ist &Ouml;konom und Wirtschaftsjournalist. Er betreibt das Blog &bdquo;<a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/\">Geld und mehr<\/a>&ldquo;.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit unsauberen Methoden hat der Herausgeber des neuen vorgeblich kritischen Blogs OXI, Wolfgang Storz, in seiner <a href=\"https:\/\/www.otto-brenner-stiftung.de\/otto-brenner-stiftung\/aktuelles\/querfront-karriere-eines-politisch-publizistischen-netzwerks.html\">Querfront-&bdquo;Studie&ldquo;<\/a> seine Zielpersonen zu einem Netzwerk zusammenf&uuml;gt, obwohl es dieses, wie er selber wusste gar nicht gibt. Seine Querfront Erkenntnisse entstammen einem unappetitlichen Milieu und erste Erfahrungen legen den Schluss nahe, dass er mit OXI in dieser Richtung<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33750\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,123,41,11],"tags":[1924,1928,1077,1243,1238,1923,1534,758],"class_list":["post-33750","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-kampagnentarnworteneusprech","category-medienanalyse","category-strategien-der-meinungsmache","tag-antideutsche","tag-compact","tag-ditfurth-jutta","tag-elsaesser-juergen","tag-jebsen-ken","tag-oxi-blog","tag-querfront","tag-storz-wolfgang"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33750","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=33750"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33750\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":52274,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33750\/revisions\/52274"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=33750"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=33750"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=33750"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}