{"id":3378,"date":"2008-08-04T09:12:04","date_gmt":"2008-08-04T07:12:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3378"},"modified":"2008-08-04T09:12:04","modified_gmt":"2008-08-04T07:12:04","slug":"hinweise-des-tages-705","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3378","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Hermann Scheer fordert Wolfgang Clement zum Streitgespr&auml;ch<\/li>\n<li>Reform der Hartz-IV-Reform: Verfolgungsbetreuung plus<\/li>\n<li>EZB &ndash; Geheimniskr&auml;mer und nackte Tatsachen<\/li>\n<li>Markt besiegt Gewerkschaftsrechte<\/li>\n<li>Zweifel an der Verl&auml;sslichkeit der US-Wachstumszahlen<\/li>\n<li>Transnet-Mitglieder sind w&uuml;tend und entt&auml;uscht<\/li>\n<li>Der S&uuml;ndenfall der Tochter der Bayern LB<\/li>\n<li>Gewalt in Afghanistan auf h&ouml;chstem Niveau seit 2001<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3378&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Hermann Scheer fordert Wolfgang Clement zum Streitgespr&auml;ch<\/strong><br>\n&bdquo;Lieber Wolfgang Clement,<br>\nam Samstag hast Du in einem Interview in der WELT erkl&auml;rt, dass die hessische SPD die inhaltliche Auseinandersetzung mit Dir &uuml;ber ihr Energieprogramm nicht &bdquo;gewagt&ldquo; habe. Offenbar hast Du hier eine Erinnerungsl&uuml;cke.<br>\nUnmittelbar nach der hessischen Landtagswahl haben zwei Zeitungen mit bundesweiter Beachtung &ndash; die Wochenzeitung &bdquo;Die Zeit&ldquo; und die Tageszeitung &bdquo;taz&ldquo; &ndash; unabh&auml;ngig voneinander Dir ein Streitgespr&auml;ch mit mir, als dem Verfasser des hessischen SPD-Energieprogramms und als demjenigen, der dieses im hessischen Wahlkampf repr&auml;sentiert hat, vorgeschlagen. Beide Male habe ich einem solchen Streitgespr&auml;ch zugestimmt, w&auml;hrend Du die Mitwirkung &ndash; nicht aus terminlichen Gr&uuml;nden &ndash; verweigert hast.<br>\nDa Du nun die inhaltliche Auseinandersetzung explizit selbst vorschl&auml;gst, fordere ich Dich hiermit in einem offenen Brief &ndash; weil die Auseinandersetzung nun einmal eine &ouml;ffentliche ist &ndash; zu einem Streitgespr&auml;ch mit mir &uuml;ber das hessische Energieprogramm auf&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sonnenseite.com\/index.php?pageID=6&amp;news:oid=n10682&amp;flash=true\">Sonnenseite.com von Franz und Bigi Alt<\/a><\/li>\n<li><strong>Umweltgerechtigkeit &ndash; Umwelt- und Gesundheitsschutz f&uuml;r alle!<\/strong><br>\nWer arm ist, lebt h&auml;ufiger in einer Umwelt, die krank machen kann. Das belegen sozial- und umweltepidemiologische Studien: Sozial Schw&auml;chere wohnen in Deutschland beispielsweise h&auml;ufiger an stark befahrenen Haupt- oder Durchgangsstra&szlig;en und sind L&auml;rm und Abgasen so st&auml;rker ausgesetzt als sozial besser gestellte Menschen. Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislaufst&ouml;rungen und Schlafst&ouml;rungen k&ouml;nnen m&ouml;gliche Folgen sein. &bdquo;In Deutschland entscheidet der soziale Status mit dar&uuml;ber, ob und wie Kinder, Jugendliche und Erwachsene unter L&auml;rm oder Umweltschadstoffen leiden. Bildung oder Einkommen beeinflussen die Wohnbedingungen, Lebensstile und damit die Gesundheitsrisiken der Menschen. Sozial Schw&auml;chere sind von Umweltproblemen vielfach st&auml;rker betroffen &ndash; das muss sich &auml;ndern&ldquo;, sagte der Vizepr&auml;sident des Umweltbundesamtes (UBA) Dr. Thomas Holzmann anl&auml;sslich der Ver&ouml;ffentlichung des aktuellen &bdquo;UmweltMedizinischen InformationsDienstes&ldquo; (UMID)<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.umweltbundesamt.de\/uba-info-presse\/2008\/pd08-058.htm\">Umweltbundesamt <\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.umweltbundesamt.de\/umid\/archiv\/umid0208.pdf\">Studie [PDF &ndash; 984 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Thomas Fricke: Wenn G&ouml;tter Unsinn machen<\/strong><br>\nNur vier Wochen nach der Zinsanhebung zeigt sich, dass Europas Notenbanker die Lage damals v&ouml;llig falsch eingesch&auml;tzt haben. Die deutschen Falken im Rat sollten jetzt eines tun: den Schritt rasch wieder zur&uuml;cknehmen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/393135.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Geheimniskr&auml;mer und nackte Tatsachen<\/strong><br>\nDie EZB-Herren m&ouml;gen keine Transparenz. Nicht aus Scham, wegen der Unabh&auml;ngigkeit. Der Verweis auf die angeblich gef&auml;hrdete Unabh&auml;ngigkeit aber ist &ndash; mit Verlaub &ndash; pervers. Denn die Vertreter der EZB und ihre Claqueure verstehen darunter allein die Freiheit von jeglicher ihnen nicht genehmer Einflussnahme. Unabh&auml;ngig ist die W&auml;hrungsbeh&ouml;rde deshalb noch lange nicht. Vielmehr l&auml;sst sie sich als entscheidendes Element einer politischen Doktrin betrachten, die die M&auml;rkte entfesseln und die &ouml;ffentlichen H&auml;nde an die Kette legen m&ouml;chte. Diese Ideologie nennt man neudeutsch Neoliberalismus. Und sie greift leider auch auf anderen europ&auml;ischen Ebenen um sich. Dabei ist ihre demokratische Legitimation mehr als zweifelhaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1377918&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/&amp;em_ivw=fr_kommentar\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Markt besiegt Gewerkschaftsrechte<\/strong><br>\nDer Europ&auml;ische Gerichtshof verschiebt die Balance zwischen europ&auml;ischem Binnenmarkt und nationalen Gesetzen immer weiter zugunsten der EU-Regeln. Damit steht auch das im deutschen Grundgesetz verankerte Streikrecht auf der Kippe<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2008%2F08%2F04%2Fa0060&amp;cHash=452f710061&amp;type=98\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Statistik und das wahre Leben in den USA<\/strong><br>\nNur in einem einzigen Land der Welt ist das Pro-Kopf-Einkommen h&ouml;her als in den USA, doch in 41 L&auml;ndern leben die Leute im Durchschnitt l&auml;nger. 80 Millionen Amerikaner verdienen zu wenig, um eine Familie zu unterhalten. Diese und viele andere Fakten stehen in einem neuen Buch &uuml;ber den Stand der Entwicklung der Vereinigten Staaten, das erstmals mikroskopisch &laquo;Mass an Amerika&raquo; nimmt gem&auml;&szlig; den Kriterien des Indexes menschlicher Entwicklung, nach denen die Uno die Welt seit rund zwanzig Jahren statistisch erfasst.<br>\nDie offiziellen Statistiken entnommenen Zahlen erlauben es den Autoren, Sarah Burd-Sharps, Kristen Lewis und Eduardo Borges Martins, aus dem Bild allgemeinen Fortschritts manch unguten Trend herauszulesen. Demnach ist ein Kernelement des amerikanischen Traums &ndash; die Verheissung sozialen Aufstiegs &ndash; br&uuml;chig geworden. Individueller Erfolg ist weiterhin m&ouml;glich, doch hat f&uuml;r vier von f&uuml;nf amerikanischen Familien der Anteil am Volkseinkommen in den letzten f&uuml;nfzig Jahren abgenommen, w&auml;hrend die f&uuml;nfte betr&auml;chtlich reicher geworden ist. Mississippi, das Schlusslicht der Statistik, hinkt dem erstplacierten Gliedstaat, Connecticut, um drei Jahrzehnte in der Entwicklung hintennach.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/statistik_und_das_wahre_leben_in_den_usa_1.796027.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Zweifel an der Verl&auml;sslichkeit der US-Wachstumszahlen<\/strong><br>\nZwei Datenreihen aus den USA zeichnen ein unterschiedliches Bild der amerikanischen Wirtschaft. Der Zuwachs des Bruttoinlandproduktes (BIP) erreichte im zweiten Quartal respektable 1,9%, die Arbeitsmarktzahlen f&uuml;r den Juli wiesen dagegen einen Anstieg der Arbeitslosenquote von 5,5% auf 5,7% aus, und die Zahl der Stellen ging zum siebten Mal zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/startseite\/zweifel_an_der_verlaesslichkeit_der_us-wachstumszahlen_1.796993.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Transnet-Mitglieder sind w&uuml;tend und entt&auml;uscht<\/strong><br>\nGewerkschafter wollen nach dem &Uuml;berlaufen ihres fr&uuml;heren Vorsitzenden Hansen grundlegenden Kurswechsel. Ein Gespr&auml;ch mit Alfred Lange, Betriebsratsvorsitzender der G&uuml;terverkehrssparte der Deutschen Bahn AG (DB), Railion, Niederlassung Frankfurt, ehemaliges Mitglied im Transnet-Hauptvorstand und Mitbegr&uuml;nder der Initiative &raquo;Bahn von unten&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/08-04\/024.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Reform der Hartz-IV-Reform: Verfolgungsbetreuung plus<\/strong><br>\nSolange die Grundwerte des B&uuml;rgerstatus f&uuml;r eine Kategorie von Menschen au&szlig;er Kraft gesetzt werden, so da&szlig; diese nicht ein Leben frei von elementarer Not und Furcht leben k&ouml;nnen, bewirkt dies eine Untergrabung der Demokratie, weil erst durch die Gew&auml;hrung sozialer Grundrechte das Wahrnehmen auch der b&uuml;rgerlichen und politischen Grundrechte materiell abgesichert wird. Vor diesem Hintergrund ist es durchaus statthaft, die f&uuml;r Hartz IV Verantwortlichen in Politik und Verwaltung zwar nicht unbedingt im verfassungsrechtlichen, aber doch im politischen Sinne als die wahren Staats- oder besser Verfassungsfeinde zu bezeichnen, weil sie aktiv dazu beitragen, den Weg in eine andere Republik zu ebnen, eine Republik, der das Pr&auml;dikat &raquo;sozialer Rechtsstaat&laquo; f&uuml;rderhin kaum noch ernsthaft zugesprochen werden kann. Hiergegen Widerstand zu leisten, ist nicht nur legitim, sondern geradezu geboten, weil die in Art. 20 I GG niedergelegten grundlegenden Prinzipien f&uuml;r die rechtliche und organisatorische Gestaltung des bundesrepublikanischen Staates aufgrund ihrer &raquo;Ewigkeitsgarantie&laquo; nach Art. 79 III GG in ihrem Wesensgehalt unab&auml;nderbar und damit auch nicht politisch disponibel sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/23373\">Linksnet<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Sehr empfehlenswert!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der S&uuml;ndenfall der Tochter<\/strong><br>\nEine liechtensteinische Tochterbank der BayernLB, die Hypo Alpe Adria Privatbank, soll Internetnutzer via Emails in betr&uuml;gerische Gesch&auml;fte mit wertlosen Aktien gelockt haben. Kanadische Finanzaufsichtsbeh&ouml;rden haben der Bank den Wertpapierhandel f&uuml;r immer verboten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.graumarktinfo.de\/gm\/aktuell\/diskussion\/:Finanz-Spam:Der-S%FCndenfall-der-Tochter\/501243.html\">Graumarktinfo<\/a><\/li>\n<li><strong>Schwarzgeldkonten: Noch mehr Zumwinkels<\/strong><br>\nDer Skandal um Schwarzgeldkonten in Liechtenstein weitet sich aus. Nun liegen der Justiz Belege f&uuml;r 1850 bisher unbekannte Konten deutscher Steuers&uuml;nder vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1377357&amp;em_loc=2091&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_topnews\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Neue Reformschule gegr&uuml;ndet: Der Staatsschule Angst machen<\/strong><br>\nSie gr&uuml;ndete eine preisgekr&ouml;nte Schule. Nun will die pensionierte Rektorin Enja Riegel noch mehr erreichen: In Wiesbaden er&ouml;ffnet sie ihre Traumschule &ndash; eine Kampfansage an den Staat.<br>\nIhre Sch&uuml;ler mussten die Schule selber putzen. Sie lie&szlig; wochenlang den Unterricht ausfallen, damit die Kinder Theater spielen konnten. Ihr Lerncredo lautet: &ldquo;Leistung muss sich wieder lohnen.&rdquo; Dennoch liegt ihr die reformp&auml;dagogische Community zu F&uuml;&szlig;en. Enja Riegel, Gr&uuml;nderin der preisgekr&ouml;nten Helene-Lange-Gesamtschule und pensionierte Schulleiterin,<br>\ner&ouml;ffnet am Dienstag eine neue Schule. Der &ldquo;Campus Klarenthal&rdquo; in Wiesbaden ist eine private Schule. Riegel sagt, dass &ldquo;die staatliche Schule zittern und Angst haben soll&rdquo;.<br>\n[&hellip;]<br>\nDas hei&szlig;t, sie k&ouml;nnen Gem&uuml;se und Str&auml;ucher anpflanzen, sie werden Tiere halten, und sie werden &ldquo;auch etwas verkaufen k&ouml;nnen&rdquo;. So sagt es Riegel, die formell Gesellschafterin und Beraterin der Privatschule ist.<br>\nDass sich Sch&uuml;ler ihre Projekte selbst finanzieren, etwa indem sie die Kosten f&uuml;r die Putzkolonne einsparen, das hat Riegel von ihrer mehrfach ausgezeichneten Helene-Lange-Schule &uuml;bernommen.<br>\n[&hellip;]<br>\nDer Lernspa&szlig; in Klarenthal ist freilich nicht billig. F&uuml;r Deutschland bedeutet ein Schulgeld von mindestens 200 Euro, &ldquo;h&ouml;chstens aber 875 Euro&rdquo;, wie es in der Schulbrosch&uuml;re hei&szlig;t, eine neue Dimension. Selbst f&uuml;r ein Aufnahmegespr&auml;ch zahlt man 40 Euro &ndash; Einschulung nicht garantiert. Da ist Geschrei vorprogrammiert, zumal der Tr&auml;ger der Schule &ndash; neben Enja Riegel &ndash; der Evangelische Verein f&uuml;r Innere Mission in Nassau ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wissen\/artikel\/1\/der-staatsschule-angst-machen\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Propaganda f&uuml;r merkw&uuml;rdige, autorit&auml;re Privatschulen &ndash; was ist mit der taz los?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschland: 154 Tage Freizeit im Jahr <\/strong><br>\nIm August beginnt die Haupturlaubszeit. Besch&auml;ftigte, die theoretisch von Januar bis Ende Juli t&auml;glich gearbeitet h&auml;tten, k&ouml;nnten von heute bis Jahresende zu Hause bleiben. Mit durchschnittlich nur 212 Arbeitstagen im Jahr z&auml;hlt Deutschland zu den Freizeit-Spitzenreitern.<br>\nIm Ausland sieht die Work-Life-Balance ung&uuml;nstiger aus.<br>\nEs ist nur ein Zahlenspiel. Aber es verdeutlicht, dass in Deutschland im Durchschnitt schon mehr als jeder dritte Tag f&uuml;r freie Zeit oder Erholung reserviert ist. Durchschnittlich 212 Arbeitstagen im Jahr 2008 stehen 154 Tage gegen&uuml;ber, die ein Besch&auml;ftigter nicht am Arbeitsplatz verbringt, hat das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) errechnet. Im diesj&auml;hrigen Schaltjahr mit insgesamt 366 Tagen entfallen also rund 40 Prozent des Jahres auf freie Zeit. Damit geh&ouml;rt Deutschland mit Schweden zu den Spitzenreitern in Europa.<br>\n[&hellip;]<br>\nWer in Deutschland wie Altkanzler Helmut Kohl einen &ldquo;kollektiven Freizeitpark&rdquo; vermutet, ignoriert jedoch die j&uuml;ngste Entwicklung. In kaum einem Land in Europa ist die Produktivit&auml;t in den vergangenen 5 Jahren so stark gestiegen wie in Deutschland. Die Tarifpartner &ndash; also auch die Besch&auml;ftigten &ndash; haben mit ma&szlig;vollen Lohnabschl&uuml;ssen der vergangenen Jahre erst den Grundstein f&uuml;r den Aufschwung in Deutschland gelegt. Und die einst propagierte 35-Stunden-Woche hat in der Bundesrepublik eher Exoten-Status. Es w&auml;re voreilig, ein Mehr an Freizeit mit geringerer Leistungsf&auml;higkeit zu verwechseln &ndash; ein Beleg daf&uuml;r ist auch die hohe Produktivit&auml;t in den s&uuml;dlichen Bundesl&auml;ndern, die mehr Feiertage begehen als die n&ouml;rdlichen L&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/koepfe\/artikel\/0,2828,569156,00.html\">Manager Magazin<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Interessant. Fr&uuml;her h&auml;tte so ein Artikel mit Wutanf&auml;llen und der Forderung nach &ldquo;umfassenden Reformen&rdquo; geendet, heute endet er zwar mit der &uuml;blichen IW-Propaganda, aber recht vers&ouml;hnlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Schleichender Bedeutungsverlust&ldquo;: Dem Steuerzahlerbund laufen die Mitglieder davon<\/strong><br>\nFast 100.000 Mitglieder haben in wenigen Jahren dem Bund der Steuerzahler den R&uuml;cken zugekehrt. Das best&auml;tigte Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Reiner Holznagel der F.A.Z. Damit ist seine Mitgliederzahl um fast ein Viertel geschrumpft, wenn man sie mit dem Stand zu Beginn des Jahrzehnts vergleicht. Doch nicht nur das macht der Interessenvertretung der Steuerzahler zu schaffen. Die immer gleichen Themen beginnen zu erm&uuml;den, ihre Kontakte in die Spitzen der Politik k&ouml;nnten besser sein, und dem kleinen, aber einst feinen wissenschaftlichen Institut des Verbands, dem Karl-Br&auml;uer-Institut, f&auml;llt es immer schwerer, gegen die &Uuml;bermacht der deutlich gr&ouml;&szlig;eren Konkurrenz zu bestehen.<br>\nPr&auml;sident Karl Heinz D&auml;ke ist noch immer f&uuml;r eine Schlagzeile gut. Denn der Verband, der bald auf eine Geschichte von 60 Jahren zur&uuml;ckblicken kann, verf&uuml;gt &uuml;ber Klassiker, die sich weiter medial gut vermarkten lassen: das Schwarzbuch, das krasse F&auml;lle von Steuergeldverschwendung auflistet, die Schuldenuhr, mit der die weiter wachsende Kreditaufnahme des Staates dokumentiert wird, den Steuerzahlergedenktag, der den Tag im Kalender markiert, von dem an der Steuerzahler nicht mehr f&uuml;r den Fiskus, sondern f&uuml;r sich selbst arbeitet. Doch die Wiederholung des Immergleichen nutzt sich ab. Im Film gr&uuml;&szlig;t t&auml;glich das Murmeltier, in der deutschen Realit&auml;t klagt permanent D&auml;ke.<br>\n[&hellip;]<br>\n<strong>&bdquo;Kalte und warme&ldquo; Akquise<\/strong><br>\nUnterdessen k&auml;mpft der Steuerzahlerbund mit vielen Mitteln darum, neue Mitglieder zu gewinnen. Dazu geh&ouml;rt die intensivierte Zusammenarbeit mit der Hamburg-Mannheimer Versicherung, dazu geh&ouml;rt die &bdquo;kalte und warme&ldquo; Akquise. So arbeitet der Verband mit Call-Centern zusammen, die auch in S&uuml;dafrika sitzen k&ouml;nnen. Im Fall der warmen Akquise konzentriert man sich auf solche Leute, die schon einmal Kontakt zum Bund der Steuerzahler hatten, im anderen Fall versucht man sein Gl&uuml;ck auch bei anderen. Auch zahlt man seit ein paar Jahren der Hamburg-Mannheimer eine Pr&auml;mie, wenn die Quote stimmt. So hat die Versicherung Beauftragte, die nichts anderes zu tun haben, als Mitglieder f&uuml;r den Steuerzahlerbund zu werben.<br>\nIm Erfolgsfall bekommt die Gesellschaft eine Provision, sie soll sich in der Gr&ouml;&szlig;enordnung eines Jahresbeitrags bewegen.<br>\n[&hellip;]<br>\n<strong>Speth: &bdquo;Die Grundsatzbotschaft lautet schlicht: Der Staat soll schlank sein&ldquo;<\/strong><br>\nDer Politikwissenschaftler Rudolf Speth hat sich in einer von der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderten Studie intensiv mit dem Bund der Steuerzahler besch&auml;ftigt. Er schildert auch die symbiotische Zusammenarbeit mit der Assekuranz. Sein Hauptvorwurf lautet, der Verband buhle mit seiner medienwirksamen, oft symbolisch inszenierten Kritik am Steuersystem, am staatlichen Ausgabenverhalten und an der Finanzierung von Parteien und Parlamenten um die &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit und arbeite daf&uuml;r vor allem mit Boulevard-Medien zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~EE32858F0ED704B4DBDD28AF93490477B~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Interessante Zusammenh&auml;nge: Die Lobbyorganisation &ldquo;Steuerzahlerbund&rdquo; als Ableger der Hamburg-Mannheimer&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gewalt in Afghanistan auf h&ouml;chstem Niveau seit 2001<\/strong><br>\nDie Gewalt in Afghanistan hat nach Angaben von Hilfsorganisationen das gr&ouml;&szlig;te Ausma&szlig; seit dem Sturz des Taliban-Regimes 2001 angenommen. Allein im Juli seien mehr als 260 Zivilisten get&ouml;tet worden, teilte ein Zusammenschluss von nationalen und internationalen Hilfsorganisationen am gestrigen Freitag mit. Das seien mehr als in jedem anderen Monat in den vergangenen sechs Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2008%2F08%2F02%2Fa0098&amp;cHash=c4d35afa41&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Hermann Scheer fordert Wolfgang Clement zum Streitgespr&auml;ch<\/li>\n<li>Reform der Hartz-IV-Reform: Verfolgungsbetreuung plus<\/li>\n<li>EZB &ndash; Geheimniskr&auml;mer und nackte Tatsachen<\/li>\n<li>Markt besiegt Gewerkschaftsrechte<\/li>\n<li>Zweifel an der Verl&auml;sslichkeit der US-Wachstumszahlen<\/li>\n<li>Transnet-Mitglieder sind w&uuml;tend und entt&auml;uscht<\/li>\n<li>Der S&uuml;ndenfall der Tochter der Bayern LB<\/li>\n<li>Gewalt in Afghanistan auf h&ouml;chstem Niveau seit 2001<\/li>\n<\/ul>\n<p>Vorbemerkung: Dieser<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3378\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3378","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3378","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3378"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3378\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3378"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3378"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3378"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}