{"id":33805,"date":"2016-06-15T08:48:33","date_gmt":"2016-06-15T06:48:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33805"},"modified":"2016-06-15T08:48:33","modified_gmt":"2016-06-15T06:48:33","slug":"hinweise-des-tages-2645","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33805","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33805#h01\">Massaker in Orlando<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33805#h02\">Rendite zehnj&auml;hriger Bundesanleihen f&auml;llt unter null Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33805#h03\">Fast niemand f&auml;hrt auf Stuttgart 21 ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33805#h04\">Die Nato ist zur Verteidigung ihrer Verb&uuml;ndeten bereit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33805#h05\">Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33805#h06\">Generationenkonflikt: Unser &Uuml;berfluss ist eure Armut!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33805#h07\">Petry nennt &ldquo;brutale&rdquo; Rentenreform notwendig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33805#h08\">Arbeitszeiten: Der Traum vom Sechs-Stunden-Tag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33805#h09\">Bundesbank-Symposium: Bargeld soll auch in Zukunft ohne Obergrenze bleiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33805#h10\">Bundeswehr soll Terrorabwehr im Inland mit Polizei &uuml;ben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33805#h11\">Erdogan hat weiter Carte blanche im Terrorkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33805#h12\">Fahndung nach Rechtsextremen: Verschollene Kameraden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33805#h13\">Wikileaks will publish &lsquo;enough evidence&rsquo; to indict Hillary Clinton, warns Assange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33805#h14\">Afghanische Binnenfl&uuml;chtlinge: Die &Auml;rmsten der Armen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33805#h15\">Putin und die &ldquo;Panama Papers&rdquo; &ndash; Die Milliarden der Anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33805#h16\">Langfristig gemeinsamer Wirtschaftsraum EU-Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33805#h17\">Das Letzte: Nur der Kapitalismus l&ouml;st unsere Probleme<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Massaker in Orlando<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Er meinte uns<\/strong><br>\nDer Mord an 49 Menschen in einem queeren Club in Orlando war ein Akt des Terrors &ndash; eindeutig getrieben vom Hass auf Homosexuelle. Es ist wichtig, das genau so auszusprechen. [&hellip;]<br>\nMan kann noch nicht sagen, ob er ein organisierter Islamist war, oder ein Irrer, oder beides. Eins kann man aber ganz eindeutig sagen: Dieser Anschlag war getrieben vom Hass auf Homosexuelle. Es sollte ganz genau diese Gruppe von Menschen treffen, so eiskalt, brutal und menschenverachtend wie m&ouml;glich. Ich finde es wichtig, das immer wieder zu benennen. Denn andere haben damit ganz offensichtlich Schwierigkeiten.<br>\nAngela Merkel etwa. &ldquo;Wir sind fest entschlossen, auch wenn solche m&ouml;rderischen Anschl&auml;ge uns in tiefe Trauer versetzen, unser offenes und tolerantes Leben fortzusetzen&rdquo;, erkl&auml;rte sie auf einer Pressekonferenz. &ldquo;Unser Herz ist schwer, dass der Hass und die B&ouml;sartigkeit eines einzelnen Menschen &uuml;ber 50 Leben gekostet haben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/orlando-nichts-ist-gut-kommentar-a-1097512.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese Aussagen sind journalistisch vage und spekulativ. Erste Ermittlungsergebnisse weisen darauf hin, dass der T&auml;ter ein regelm&auml;&szlig;iger Gast des betreffenden Clubs war und unter einem konservativen, homophoben Vater litt. Bei dieser Konstellation kann es zahlreiche Ausl&ouml;ser f&uuml;r das Massaker geben &ndash; ein genereller Hass auf Homosexuelle erscheint vor diesem Hintergrund jedoch eher unwahrscheinlich. Es stellt sich in diesem Fall ohnehin mal wieder die Frage, warum Medien, Politik und soziale Netzwerke nicht einfach mal eine Woche innehalten und schweigen k&ouml;nnen, um die ersten Ermittlungsergebnisse abzuwarten. Nein, man veranstaltet lieber ein aufgeregtes Geschnatter, ohne zu wissen, was &uuml;berhaupt passiert ist. Auf Facebook tauchen bereits die ersten Soli-Sticker in Regenbogenfaben auf. Wo waren eigentlich die &bdquo;Ich bin Paschtune&rdquo; Stickerle, als der Herr Friedensnobelpreistr&auml;ger letztens mal wieder im Hindukusch ganze Familien mit Drohnen ausgel&ouml;scht hat? Wo war da der &ldquo;ARD-Brennpunkt&rdquo;? Wo das Statement der Kanzlerin? Wo der nachdenkliche paschtunische Intellektuelle, der im SPIEGEL oder der ZEIT ein Essay schreiben darf?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Massaker in Orlando: Mateen war h&auml;ufiger Gast im &ldquo;Pulse&rdquo;<\/strong><br>\nWar der Attent&auml;ter von Orlando ein fanatischer Anh&auml;nger des IS oder ein Einzelt&auml;ter? Auch zwei Tage nach dem Blutbad im Club &ldquo;Pulse&rdquo; bleibt das Bild widerspr&uuml;chlich. &ldquo;Pulse&rdquo;-G&auml;ste berichten, den Mann h&auml;ufig im Club gesehen zu haben. Auch sein Bekenntnis zum IS wirft Fragen auf. (&hellip;) US-Pr&auml;sident Barack Obama erkl&auml;rte nach einem Briefing durch FBI-Direktor James Comey und Heimatschutzminister Jeh Johnson, es gebe keine Hinweise darauf, dass Mateen Anweisungen von anderen erhalten habe oder dass er Teil eines gr&ouml;&szlig;eren Netzwerks gewesen sei. Vermutlich h&auml;tten ihn extremistische Botschaften im Internet dazu gebracht, in einem Schwulenclub 49 Menschen zu erschie&szlig;en. Obama wies darauf hin, dass der Sch&uuml;tze sich erst im letzten Moment zum &ldquo;Islamischen Staat&rdquo; bekannt habe. FBI-Chef Comey erg&auml;nzte, Mateen habe in der Mordnacht aus dem Club dreimal mit der Polizei telefoniert und im letzten Gespr&auml;ch seine Gefolgschaft f&uuml;r IS-Anf&uuml;hrer Abu Bakr al-Bagdadi erkl&auml;rt. &Uuml;berhaupt schien Mateen &uuml;ber ein bruchst&uuml;ckhaftes Verst&auml;ndnis verschiedener islamistische Gruppen zu verf&uuml;gen: In seinen drei Telefonaten mit der Notrufzentrale habe er sich nicht nur auf den IS berufen, sondern sich mit einem Selbstmordattent&auml;ter der syrischen Rebellengruppe Nusra-Front solidarisch gezeigt, wie Comey mitteilte. Noch vor einigen Jahren habe Mateen auch mit Verbindungen zur Hisbollah geprahlt. Sowohl letztere Gruppe als die Nusra-Front sind mit dem IS verfeindet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/orlando-mateen-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p>dazu: <strong>Top 7 ways to tell if Someone is lying about being a &lsquo;Salafi Jihadi&rsquo;<\/strong><br>\nRegulars at Pulse Nightclub are saying that Omar Mateen, the alleged shooter in the early Sunday morning massacre there, was himself a regular! The Orlando Sentinel writes, &ldquo;&lsquo;Sometimes he would go over in the corner and sit and drink by himself, and other times he would get so drunk he was loud and belligerent,&rsquo; Ty Smith said.&rdquo;So there&rsquo;s just one thing about his claim to be acting on behalf of ISIL (with whom he appears never to have had any contact): puritanical Muslim fundamentalists of the ISIL sort don&rsquo;t behave that way. Unbalanced, disturbed young Christian Americans who want to act out power fantasies that end in murder-suicide tend to claim a KKK, neo-Nazi, Christian fundamentalist or other white-nationalist identity in a desperate bid to make their loser lives and loser behavior seem cosmically important. (&hellip;) Omar Mateen was a disturbed person, likely brought up a nationalist rather than a fundamentalist, and didn&rsquo;t have the slightest idea of what a Salafi Jihadi was. He was a fraud in every way. Likely the failure of his first marriage came from his mistreatment of his wife because deep down he was not straight and his self-betrayal made him hate her. When he felt bullied at work for his race or religion, he talked big, invoking Salafi Jihadi groups, without any understanding of them. He never adopted that lifestyle or joined any such group. He didn&rsquo;t even know the difference between Sunni and Shiite. It is possible, in fact, that his psychotic break came from being jilted at the club, and the massacre was his revenge. To put all this on Muslims and Islam in general is frankly absurd.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.juancole.com\/2016\/06\/someone-salafi-jihadi.html\">juancole.com<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Hillary Clinton&acute;s remarks on the terrorist attacks in Orlando, Florida<\/strong><br>\nWe will learn more about the killer in the days to come. We know that he pledged allegiance to ISIS, that they are now taking credit, and that part of their strategy is to radicalize individuals and encourage attacks against the United States, even if they are not coordinated with ISIS leadership. (&hellip;) In the Middle East, ISIS is attempting a genocide of religious and ethnic minorities, they are slaughtering Muslims who refuse to accept their medieval ways, they are beheading civilians, including executing LGBT people, they are murdering Americans and Europeans, enslaving, torturing, and raping women and girls. In speeches like this one after Paris, Brussels, and San Bernardino, I have laid out a plan to defeat ISIS and the other radical jihadist groups in the region and beyond. The attack in Orlando makes it even more clear: we cannot contain this threat &ndash; we must defeat it. The good news is that the coalition effort in Syria and Iraq has made real gains in recent months. So we should keep the pressure on ramping up the air campaign, accelerating support for our friends fighting to take and hold ground, and pushing our partners in the region to do even more.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hillaryclinton.com\/speeches\/remarks-terrorist-attacks-orlando-florida\/\">hillaryclinton.com<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> In dieser Wahlkampfrede, gehalten einen Tag nach den Anschl&auml;gen, instrumentalisiert Clinton bereits erkennbar das Blutbad von Florida f&uuml;r politische Pl&auml;ne. Das Massaker scheint auf perfide Weise wie f&uuml;r Clinton gemacht: Sie pr&auml;sentiert sich seit l&auml;ngerer Zeit sowohl als Anw&auml;ltin f&uuml;r die Rechte sexueller Minderheiten, wie als kriegerische Au&szlig;enpolitikerin. Beides kann sie nach diesem Anschlag nun miteinander verkn&uuml;pfen und insbesondere die fortgesetzten milit&auml;rischen Ambitionen der USA im Nahen Osten besser rechtfertigen. Im Hinterkopf behalten sollte man dabei die bekannt gewordenen Methoden insbesondere des FBI in Bezug auf Unterwanderung und Lenkung von Islamisten, wie es in der vergangenen Woche etwa die New York Times <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33786#h01\">&ouml;ffentlich machte<\/a>. Einger&auml;umt wurde bislang, dass das FBI den sp&auml;teren Attent&auml;ter im Jahr 2013 mehrmals verh&ouml;rt und &uuml;berwacht hatte. FBI-Chef Comey dazu <a href=\"https:\/\/www.fbi.gov\/news\/speeches\/update-on-orlando-terrorism-investigation\">w&ouml;rtlich<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Our investigation involved introducing confidential sources to him, recording conversations with him, following him, reviewing transactional records from his communications, and searching all government holdings for any possible connections, any possible derogatory information. We then interviewed him twice.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Rendite zehnj&auml;hriger Bundesanleihen f&auml;llt unter null Prozent<\/strong><br>\nEs ist ein Novum in der Geschichte der Bundesrepublik: Die Rendite f&uuml;r die wichtige zehnj&auml;hrige Staatsanleihe ist unter null Prozent gefallen. Der Staat bekommt damit Geld, wenn er Schulden macht. (&hellip;) Bei Titeln mit k&uuml;rzeren Laufzeiten ist der Negativzins bereits Alltag: Die Investition in zweij&auml;hrige Papiere ist seit Mitte 2014 durchg&auml;ngig ein Verlustgesch&auml;ft. Die Bundesrepublik ist das zweite Land aus der Riege der sieben f&uuml;hrenden Industrienationen (G7), dessen zehnj&auml;hrige Titel unter null Prozent rentieren. Die vergleichbaren japanischen Papiere notieren seit Anfang M&auml;rz unter null. Die zehnj&auml;hrige Bundesanleihe ist das mit Abstand wichtigste Instrument zur Finanzierung des Schuldenberges des Bundes. Dieser hatte zum Ende des ersten Quartals eine H&ouml;he von 1,08 Billionen Euro. Knapp die H&auml;lfte der Schulden besteht aus zehnj&auml;hrigen Bundesanleihen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/zehnjaehrige-bundesanleihen-rendite-faellt-unter-null-prozent-a-1097492.htm\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und Sch&auml;uble weigert sich weiterhin, Schulden zu machen, um z. B. in die staatliche Infrastruktur zu investieren. Obwohl solche Schulden sogar aus der betriebswirtschaftlichen Sicht der &ldquo;schw&auml;bischen Hausfrau&rdquo; Sinn ergeben w&uuml;rden, ganz abgesehen vom gro&szlig;en volkswirtschaftlichen Gewinn von mehr Investitionen in die verlotterte Infrastruktur und in die Bildung. Besonders witzig, dass gleichzeitig dieselben Kommentatoren, die bisher die &ldquo;teure Schuldenmacherei&rdquo; des Staats beklagt haben, sich jetzt &uuml;ber die extrem niedrigen bzw. negativen Zinsen auf die Staatsschulden aufregen &hellip;<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Machen Sie endlich Schulden, Herr Sch&auml;uble<\/strong><br>\nDer deutsche Staat kann umsonst neue Schulden machen. Trotzdem h&auml;lt Finanzminister Sch&auml;uble an der schwarzen Null fest. Das ist nicht nur irrational, sondern unverantwortlich. [&hellip;]<br>\nSchulden haben in Deutschland einen schlechten Ruf. Schulden klingen nach Schuld, als h&auml;tte man etwas falsch gemacht.<br>\nDabei sind Schulden per se weder gut noch schlecht. Wer sich Geld leiht, kann sich heute etwas kaufen, was er sich vorher nicht leisten konnte. Daf&uuml;r muss er in Zukunft auf diesen Betrag verzichten und einen Preis zahlen &ndash; den Zins. So viel zur Lehrbuchdefinition.<br>\nOb Schulden gut oder schlecht sind, entscheidet sich erst dadurch, wof&uuml;r man das Geld ausgibt.<br>\nSchlechte Schulden sind Schulden, die lediglich f&uuml;r Konsum verwendet werden. Wer sich ein Auto kauft, das er nicht braucht, macht schlechte Schulden &ndash; er beschneidet sein verf&uuml;gbares Einkommen in der Zukunft, nur um ein paar Jahre fr&uuml;her hinterm Steuer des Neuwagens zu sitzen. Das mag den Autobauer und die Volkswirtschaft als Ganzes kurzfristig freuen, der Schuldner aber hat &ouml;konomisch nichts davon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/bundesanleihe-mit-nullzins-machen-sie-schulden-herr-schaeuble-kommentar-a-1097537.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das ist schon drollig. Da kommt SPIEGEL Online bei Thema Staatsverschuldung endlich mal mit einem vern&uuml;nftigen Vorschlag, begr&uuml;ndet diesen Vorschlag aber auf Klippschulniveau und kann es nicht sein lassen, groben Unfug zur Begr&uuml;ndung heranzuziehen. Gute Schulden, b&ouml;se Schulden? Das ist &ndash; wenn man das normativ moralische mal herausl&auml;sst &ndash; eine Betrachtung des einzelnen Wirtschaftssubjekt. F&uuml;r den jungen Burschen mag es beispielsweise keine sonderlich tolle Idee sein, sich bis &uuml;ber beide Ohren zu verschulden, um sich einen Sportwagen zu kaufen F&uuml;r den Verk&auml;ufer des Sportwagens ist dieser Kredit jedoch sicher keine schlechte Sache; und f&uuml;r den Handwerker, den der Verk&auml;ufer mit den Einnahmen beauftragt, auch nicht. Jede Ausgabe, egal ob kreditfinanziert oder nicht, stimuliert die Volkswirtschaft. Ob das ganze nun eine nachhaltige Investition ist oder nicht ist da nachrangig; auch wenn diese Frage nat&uuml;rlich auch volkswirtschaftlich interessant ist. Die simple SPON-Logik, Konsum-Schulden b&ouml;se, Investitionsschulden gut, ist aber unsinnig. Es gibt volkswirtschaftlich keine guten und schlechten Schulden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Fast niemand f&auml;hrt auf Stuttgart 21 ab<\/strong><br>\nImmer teurer, immer sp&auml;ter: Der unterirdische Bahnhof bringt seine Bauherren mal wieder in die Bredouille. Das Aktionsb&uuml;ndnis gegen das Projekt stellt einen neuen Plan vor, wie die Bauarbeiten gestoppt werden k&ouml;nnen.<br>\nF&uuml;r das Aktionsb&uuml;ndnis gegen das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 ist die Sache klar: &bdquo;Kein Vorstand der Welt wird dieses Projekt retten k&ouml;nnen.&ldquo; Angesichts bef&uuml;rchteter neuer Kostensteigerungen und Zeitverz&ouml;gerungen legte das B&uuml;ndnis am Montag in groben Z&uuml;gen einen Plan vor, wie die Bauarbeiten am Tiefbahnhof in der Landeshauptstadt gestoppt und die bereits erledigten Bauarbeiten in ein neues Verkehrskonzept integriert werden k&ouml;nnen. Bereits get&auml;tigte Investitionen w&auml;ren also nicht verloren. Erarbeitet hat die Pl&auml;ne eine Gruppe von Architekten, Bahnexperten, Denkmalsch&uuml;tzern und Ingenieuren. &bdquo;Ein Ausstieg als ergiebiger Umstieg ist m&ouml;glich&ldquo;, so das Aktionsb&uuml;ndnis. Der Plan k&ouml;nne sofort umgesetzt werden und sei etwa zwei Milliarden Euro billiger als Stuttgart 21. Die Bahnhofsgegner gehen inzwischen davon aus, dass der Bahnhof, w&uuml;rde er fertiggebaut, bis zu 9,8 Milliarden Euro kosten w&uuml;rde. Offiziell werden nach wie vor 6,5 Milliarden angegeben. Zuletzt waren jedoch Zahlen bekannt geworden, nach denen schon jetzt Kostenrisiken von mehr als 500 Millionen Euro hinzugekommen und die eingeplanten Puffer damit weitgehend aufgebraucht seien. Zudem droht eine Verschiebung der Inbetriebnahme um zwei Jahre auf 2023.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/stuttgart-21-fast-niemand-faehrt-auf-stuttgart-21-ab,1472596,34364590.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Das Gro&szlig;projekt Stuttgart 21 ger&auml;t ins Straucheln: Aufgebrauchter Risikopuffer und mehrj&auml;hriger Zeitverzug oder die Chance des Umstiegs<\/strong><br>\nI. Zur Einf&uuml;hrung: Ist das Bahnprojekt Stuttgart 21 umkehrbar oder gibt es den &bdquo;point of no return&ldquo;?<br>\na) Wir wissen aus dem Entschw&auml;rzungsprozess gegen das Kanzleramt, dass der Weiterbau-Beschluss des Bahn-Aufsichtsrats zu S 21 auf massiver und sachfremder Einflussnahme der politischen Prominenz beruhte. Diese rechtswidrige Belastung darf keinen Bestand haben.<br>\nb) Das Kanzleramt hat w&ouml;rtlich im Schriftsatz seiner Anwaltskanzlei vom 2.06.2015, S. 15, erkl&auml;rt: &bdquo;Die Frage eines Abbruchs des Projektes ist &hellip; kein abgeschlossener Vorgang &hellip;. F&uuml;r den Fall, dass es zu weiteren Mehrkosten kommt, stellt sich die Diskussion wieder&ldquo;, abrufbar unter www.strafvereitelung.de.<br>\nDazu verpflichtet auch der simple Grund, den die Staatsanwaltschaft Berlin nannte, als es um den Vorwurf strafbarer Untreue der Verantwortlichen ging:<br>\nIst den Aufsichtsr&auml;ten nach sorgf&auml;ltiger Pr&uuml;fung bewusst, dass die Ausstiegskosten niedriger liegen als die Weiterbaukosten?<br>\nWird das positiv gekl&auml;rt, wie es Dr. Vieregg getan hat, ist der Aus- und Umstieg von Stuttgart 21 aus Rechtsgr&uuml;nden unerl&auml;sslich, neudeutsch &bdquo;alternativlos&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/das-grossprojekt-stuttgart-21-geraet-ins-straucheln-aufgebrauchter-risikopuffer-und-mehrjaehriger-zeitverzug-oder-die-chance-des-umstiegs\/\">K21<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33657#h02\">Stuttgart 21 wird noch teurer und kommt noch sp&auml;ter<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Nato ist zur Verteidigung ihrer Verb&uuml;ndeten bereit<\/strong><br>\nDie Nato will zur Abschreckung Russlands Bataillone ins Baltikum und nach Polen schicken. Beim Treffen der Verteidigungsminister des Milit&auml;rb&uuml;ndnisses in Br&uuml;ssel einigten sich Deutschland, Gro&szlig;britannien und die USA darauf, vom kommenden Jahr an vier Bataillone mit jeweils bis zu 1.000 Soldaten nach Polen, Lettland, Litauen und Estland zu entsenden. Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon sagte, damit werde ein starkes Signal gesandt, dass die Nato zur &ldquo;Verteidigung ihrer Verb&uuml;ndeten gegen&uuml;ber den anhaltenden Aggressionen Russlands&rdquo; bereit sei. Estland, Lettland, Litauen und Polen hatten um die Stationierung der Bataillone gebeten, da sie seit der Ukraine-Krise und der russischen Annexion der Krim ihre Sicherheit bedroht sehen. Die Bundeswehr will dabei offenbar die F&uuml;hrung &uuml;ber den Verband in Litauen &uuml;bernehmen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sagte, &ldquo;wir werden mit Sicherheit eine der vier Rahmennationen sein&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-06\/russland-nato-verteidigung-baltikum-polen-soldaten\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Geschichtsvergessener geht es kaum. Mit Volldampf in die Eskalation &hellip;<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Ex-Kanzler Schr&ouml;der: &ldquo;Deutsche NATO-F&uuml;hrung an russischer Grenze ist ein schwerwiegender Fehler&rdquo;<\/strong><br>\nDeutliche Worte zur bundesdeutschen und EU-Au&szlig;enpolitik fand Altbundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der in Salzburg, wo er eine Rede zur traditionellen Fr&uuml;hsommer-Veranstaltung der Deutschen Handelskammer hielt. Insbesondere nahm er Ansto&szlig; an der Konfrontationspolitik gegen&uuml;ber Russland und hinterfragte, dass ausgerechnet im Jahr des Gedenkens an den deutschen Angriff auf die Sowjetunion im Juni 1941 Deutschland die F&uuml;hrung von NATO-Verb&auml;nden an der russischen Grenze &uuml;bernommen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/38896-ex-kanzler-schroder-politische-kehrtwende\/\">RT Deutsch<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Frankreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Senat debattiert &uuml;ber Arbeitsmarktreform: Das gro&szlig;e Ringen in Paris<\/strong><br>\nDie in Frankreich heftig umstrittene Reform des Arbeitsmarkts steht vor einer neuen H&uuml;rde: dem Senat. Die zweite Kammer des Parlaments, die von der konservativen Opposition dominiert wird, d&uuml;rfte das Gesetz noch versch&auml;rfen. Das Ringen in Paris wird also weitergehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/frankreich-arbeitsmarktreform-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man kann eigentlich nur zu sehen und staunen, wie unsere franz&ouml;sischen Nachbarn gegen die Durchsetzung der neoliberalen Agenda Widerstand leisten. Das gleiche h&auml;tte 2005 in Deutschland passieren m&uuml;ssen, dann w&uuml;rde die EU jetzt nicht vor dem Auseinanderbrechen stehen. Und es ist keinesfalls eine radikale Minderheit, wie uns die deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; wei&szlig; machen wollen, sofern sie &uuml;berhaupt berichten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ausschreitungen bei Protesten in Paris<\/strong><br>\nBei einer Gro&szlig;demonstration gegen die umstrittene Arbeitsmarktreform in Frankreich ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Laut Polizeiangaben wurden mindestens 40 Menschen verletzt, 58 Personen wurden festgenommen. Zehntausende Franzosen sind auf die Stra&szlig;e gegangen, um erneut gegen die geplante Arbeitsmarktreform zu protestieren. Nach Angaben der Pariser Polizeipr&auml;fektur waren es 75.000 bis 80.000 Menschen, die Gewerkschaften sprachen hingegen von rund einer Million Teilnehmern. Die Demonstration wurde von einem Gro&szlig;aufgebot der Polizei begleitet. (&hellip;) Zuvor hatten Mitarbeiter in Kraftwerken die Stromproduktion gedrosselt, um m&ouml;glichst viele Menschen im Gro&szlig;raum Paris auf die Stra&szlig;en zu locken. Au&szlig;erdem wurden nach Angaben der Gewerkschaft CGT mehr als 600 Busse angemietet, um Menschen zur Demonstration nach Paris zu bringen. &ldquo;Der Kampf ist noch lange nicht vorbei.&rdquo;, sagte Philippe Martinez, Chef der f&uuml;r ihre harte Haltung bekannten Gewerkschaft CGT. (&hellip;) Trotz der massiven Proteste in den vergangenen Wochen beharrt die sozialistische Regierung von Pr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande auf die Reformen zur Liberalisierung des Arbeitsmarktes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/streik-paris-101.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Solidarit&auml;t mit den Protesten gegen die Arbeitsrechts-&bdquo;Reform&ldquo;<\/strong><br>\nSetzen Sie ein Zeichen: Unterst&uuml;tzen Sie diese Resolution mit einer Unterschrift! Wir, Menschen aus Wissenschaft, Publizistik und Gewerkschaften aus Deutschland, erkl&auml;ren unsere Solidarit&auml;t mit den Menschen in Frankreich, die gegen die Arbeitsrechts-&bdquo;Reform&ldquo; weiter protestieren und streiken. Diese Streiks und Proteste sind berechtigt, notwendig und ein Vorbild f&uuml;r die gesamte Europ&auml;ische Union. Wir protestieren gegen das Gesetz, das per Notverordnung am Parlament vorbei diktiert wird. Es stimmt weitgehend mit den Forderungen des Arbeitgeberverbandes MEDEF &uuml;berein und richtet sich gegen die Meinung und Interessen der Mehrheitsbev&ouml;lkerung. Diese Demokratur versch&auml;rft die Rechtsentwicklung in der Europ&auml;ischen Union. Wir protestieren ebenfalls gegen die massive Polizeigewalt und Verurteilungen, mit denen die Versammlungs- und Meinungsfreiheit der Streikenden und Protestierenden eingeschr&auml;nkt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/arbeitsunrecht.de\/mitmachen\/solidaritaet-mit-protesten-in-frankreich\/\">Aktion Arbeitsunrecht e.V.<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Generationenkonflikt: Unser &Uuml;berfluss ist eure Armut!<\/strong><br>\nVertr&auml;ge auf Lebenszeit, dicke Spesen und fette Renten &ndash; klar haben wir der Jugend die Zukunft geklaut, sagt der Rentner Christoph L&uuml;tgert.<br>\n&ldquo;Generation Selbstmitleid&rdquo; hat der Kollege und Babyboomer Stefan Willeke in der vorigen ZEIT mit H&auml;me die vermeintlich wehleidigen J&uuml;ngeren getauft. Ich als viel &Auml;lterer kann mit meinen 71 Jahren nur konstatieren: Von Selbstmitleid kann keine Rede sein. Denn viele aus den Generationen nach uns klagen aus gutem Grund. Was wir beide, Stefan Willeke und ich, hatten &ndash; davon k&ouml;nnen sie nicht mal tr&auml;umen. So falsch, wie Willeke behauptet, lag Alard von Kittlitz also nicht, als er den Babyboomern vorwarf, sie w&uuml;rden sich um die Belange ihrer Nachkommen nicht scheren.<br>\nAlltagsbeispiel aus meinem wohligen Pension&auml;rsdasein: Wenn ich in meinem recht exklusiven Fitness- und Wellness-Club mit anderen gut situierten Rentnern plaudere, erz&auml;hlen wir uns gerne, wie froh wir sind, dass unser Berufsleben zumindest weitestgehend hinter uns liegt. &ldquo;In meinem Unternehmen&rdquo;, so der Tenor, &ldquo;weht heute ein sch&auml;rferer Wind. Da wird rationalisiert und ausgequetscht bis zum Gehtnichtmehr.&rdquo; Der Leiter einer gro&szlig;en Einzelhandels-Filiale berichtet, zu seinen Zeiten sei es noch regelrecht famili&auml;r zugegangen. Heute engagiere die Konzernleitung omin&ouml;se Berater, die die Angestellten mit immer neuen Anweisungen terrorisierten. Die Rendite m&uuml;sse auf Teufel komm raus nach oben gepusht werden. Keine Schuldzuweisungen. Nur die Feststellung, dass es fr&uuml;her nicht so gnadenlos zuging. [&hellip;]<br>\nAls ich hingegen vor Jahrzehnten bei der seri&ouml;sen Deutschen Presse-Agentur anfing, hatte ich lediglich eine unr&uuml;hmliche &ldquo;Karriere&rdquo; als chronischer Studienabbrecher hinter mir &ndash; und besa&szlig; keinerlei Berufserfahrung. Trotzdem bekam ich eine Volont&auml;rsstelle, damals automatisch der Einstieg in eine lebenslange Festanstellung. Am Ende meiner Ausbildung durfte ich mir eine Redakteursstelle an einem von drei dpa-Standorten aussuchen. Nat&uuml;rlich unbefristet, aber &uuml;ber so eine Selbstverst&auml;ndlichkeit redete man gar nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/23\/generationenkonflikt-rente-babyboomer-arbeitsmarkt-stellenabbau-sparzwang\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ich finde sehr sympathisch, wie offen L&uuml;tgert &uuml;ber sein gutes Berufsleben erz&auml;hlt, und auch seine Empathie mit den jungen Arbeitnehmern von heute. Nicht ganz korrekt finde ich seine verallgemeinernde Darstellung, da&szlig; es allen Menschen seines Alters gut ginge &ndash; auch in seiner Generation gibt es mehr als genug Armut. Aber wie um Gottes Willen kommt er darauf, da&szlig; es den jungen Menschen heute dreckig ginge, weil er es so gut hatte? Ist denn sozusagen der Geldspeicher aufgebraucht? Wieso sollen die Vorteile, die er mal genossen hat, z. B. ein unbefristeter Arbeitsplatz (selbstverst&auml;ndlich bis ca. 1990), zwingend zu den prek&auml;ren, befristeten und schlecht bezahlten Stellen f&uuml;hren? Wo ist da der Zusammenhang? Wird nicht immer von einem Fachkr&auml;ftemangel geredet und der demographischen Katastrophe geredet? Dann m&uuml;&szlig;ten sich die Unternehmen doch um die paar wenigen jungen Leute rei&szlig;en &ndash; das Gegenteil ist der Fall. Hat L&uuml;tgert nicht mitbekommen, da&szlig; die Gewinnquote der Unternehmen heute viel zu hoch ist und junge Arbeitnehmer deshalb kurz gehalten werden, und da&szlig; stattdessen in einer best&auml;ndig wachsenden Volkswirtschaft die L&ouml;hne st&auml;ndig wachsen m&uuml;&szlig;ten? Warum l&auml;&szlig;t sich L&uuml;tgert von der Arbeitgeberseite und dem Mainstream so aufs Glatteis f&uuml;hren?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Petry nennt &ldquo;brutale&rdquo; Rentenreform notwendig<\/strong><br>\nNach dem Willen von AfD-Chefin Frauke Petry sollen die B&uuml;rger in Deutschland l&auml;nger als bisher arbeiten und zudem Einschnitte bei den Renten hinnehmen. &ldquo;An einer weiteren Verl&auml;ngerung der Lebensarbeitszeit f&uuml;hrt kein Weg vorbei&rdquo;, sagte Petry der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;. Au&szlig;erdem werde man &ldquo;vermutlich &uuml;ber eine weitere K&uuml;rzung der Renten reden m&uuml;ssen&rdquo;. Dies sei &ldquo;brutal&rdquo;, aber unabdingbar, da angesichts der demografischen Entwicklung f&uuml;r die Rentenkassen schwere Zeiten anbrechen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article155962088\/Petry-nennt-brutale-Rentenreform-notwendig.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nur mal zur Positionsbestimmung, wo die AfD wirtschaftspolitisch steht: sogar rechts von der FDP, eine Partei der Arbeitgeberlobbyisten. Die richtige Partei f&uuml;r Arbeiter und Arbeitslose?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arbeitszeiten: Der Traum vom Sechs-Stunden-Tag<\/strong><br>\nVon wegen Acht-Stunden-Tag &ndash; die meisten Arbeitnehmer in Deutschland arbeiten deutlich mehr. In Schweden gibt es positive Erfahrungen mit dem Sechs-Stunden-Tag: Arbeitnehmer melden sich seltener krank und sind produktiver. Wissenschaftler best&auml;tigen das: Nur vier bis f&uuml;nf Stunden am Tag k&ouml;nnen die meisten Menschen mit voller Leistung arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/arbeitszeiten-der-traum-vom-sechs-stunden-tag.795.de.html?dram:article_id=357124\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bundesbank-Symposium: Bargeld soll auch in Zukunft ohne Obergrenze bleiben<\/strong><br>\nFast 80 Prozent aller Transaktionen laufen in Deutschland in bar ab. Auf einem Symposium der Bundesbank sprachen sich die Teilnehmer dann auch f&uuml;r den Erhalt des Bargelds und gegen eine viel diskutierte Obergrenze bei Bargeldzahlung aus. Der Grund: Die Folgen einer solchen Beschr&auml;nkung f&uuml;r den einzelnen B&uuml;rger seien zu gravierend. Geht es nach den Teilnehmern des Bundesbank-Symposiums, dann bleibt das Bargeld den Verbrauchern erhalten. Und nicht nur das: Eine Obergrenze f&uuml;r Bargeld sei rechtlich bedenklich, sagte Hans-J&uuml;rgen Papier, ehemaliger Pr&auml;sident des Bundesverfassungsgerichts. Das w&auml;re eine Beschr&auml;nkung der Grundrechte: &ldquo;Es geht um die Eigentumsgarantie, und zwar um das Recht, von seinem Eigentum bestimmungsgem&auml;&szlig; Gebrauch machen zu k&ouml;nne, bestimmungsgem&auml;&szlig; verf&uuml;gen zu k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bundesbank-symposium-bargeld-soll-auch-in-zukunft-ohne.766.de.html?dram:article_id=357086\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Die Idee einer Obergrenze f&uuml;r Barzahlungen ist rechtlich kaum haltbar. Die Bundesbank selbst <a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/Navigation\/DE\/Service\/Glossar\/_functions\/glossar.html?lv2=32032&amp;lv3=62252\">definiert<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Als gesetzliches Zahlungsmittel bezeichnet man das Zahlungsmittel, das niemand zur Erf&uuml;llung einer Geldforderung ablehnen kann, ohne rechtliche Nachteile zu erleiden. Im Euroraum ist Euro-Bargeld das gesetzliche Zahlungsmittel (&hellip;) In Deutschland sind auf Euro lautende Banknoten das einzige unbeschr&auml;nkte gesetzliche Zahlungsmittel.&rsquo;&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Diese Definition sollte man sich immer wieder vergegenw&auml;rtigen. Dem &bdquo;einzigen unbeschr&auml;nkten gesetzlichen Zahlungsmittel&ldquo; per Beschluss eine Obergrenze verpassen zu wollen, ist absurd und widersinnig. Es m&uuml;sste zugleich formal ein neues unbeschr&auml;nktes gesetzliches Zahlungsmittel definiert werden. Dies w&auml;re dann h&ouml;chstwahrscheinlich das von privaten Banken erzeugte Giralgeld &ndash; welches <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31761\">seinem Wesen nach<\/a> aber blo&szlig; ein unsicherer Gutschein auf staatlich geschaffenes Bargeld ist. Man kann kaum das Original beschr&auml;nken und den informellen Gutschein darauf zur offiziellen W&auml;hrung erkl&auml;ren. Wer eine Barzahlungsobergrenze fordert, macht somit zun&auml;chst einmal deutlich, dass er das herrschende Geldsystem im Kern nicht versteht. Eine Debatte zu diesen Hintergr&uuml;nden d&uuml;rfte spannend werden &ndash; und ist von den verantwortlichen Akteuren im Finanzsektor und der Politik sicher nicht gew&uuml;nscht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bundeswehr soll Terrorabwehr im Inland mit Polizei &uuml;ben<\/strong><br>\nDie Verteidigungsministerin pl&auml;diert daf&uuml;r, dass die Armee mit der Polizei &Uuml;bungen durchf&uuml;hrt, um besser auf Terroranschl&auml;ge in Deutschland vorbereitet zu sein. (&hellip;) Zur Abwehr terroristischer Anschl&auml;ge im Inland sollen deutsche Polizisten und Soldaten k&uuml;nftig gemeinsame &Uuml;bungen durchf&uuml;hren. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sagte der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;, die gesetzliche Grundlage daf&uuml;r existiere: &ldquo;Das Grundgesetz erlaubt schon jetzt, dass die Bundeswehr nicht nur bei Naturkatastrophen oder bei der Fl&uuml;chtlingshilfe im Inland t&auml;tig wird, sondern auch bei terroristischen Anschl&auml;gen katastrophalen Ausma&szlig;es&rdquo;, wie etwa bei den Anschl&auml;gen in Paris und Br&uuml;ssel. In diesem Fall sei der Einsatz im Innern m&ouml;glich. Von der Leyen sagte weiter: &ldquo;Das w&auml;re f&uuml;r alle Beteiligten eine neue Qualit&auml;t der Zusammenarbeit. Damit im Ernstfall jeder wei&szlig;, was zu tun ist, m&uuml;ssten Polizei und Bundeswehr diese Zusammenarbeit auch &uuml;ben. Die Verbindungswege und Aufgabenverteilung sollten klar erprobt sein.&rdquo; Im konkreten Einsatzfall w&uuml;rden dann Soldaten &ldquo;unter dem Oberkommando der Polizei&rdquo; mit milit&auml;rischen Mitteln Unterst&uuml;tzung leisten. &ldquo;Zum Beispiel, um wichtige Geb&auml;ude zu sch&uuml;tzen oder die Eing&auml;nge von U-Bahn-Stationen zu sichern&rdquo;, erkl&auml;rte die Verteidigungsministerin. Sie k&uuml;ndigte an, dass sich das neue Wei&szlig;buch der Bundeswehr, das in K&uuml;rze erscheint, &ldquo;detailliert&rdquo; mit dieser Frage besch&auml;ftigen werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article156147097\/Bundeswehr-soll-Terrorabwehr-im-Inland-mit-Polizei-ueben.html\">Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Erdogan hat weiter Carte blanche im Terrorkrieg<\/strong><br>\nRecep Tayyip Erdogan hat die Jagdsaison auf die politische Opposition in der T&uuml;rkei er&ouml;ffnet. Ungeachtet zahlreicher internationaler Proteste hat der t&uuml;rkische Pr&auml;sident gerade die Aufhebung der Immunit&auml;t von mehr als 130 Abgeordneten des Parlaments in Ankara mit seiner Unterschrift in Kraft gesetzt. Der Coup richtet sich vor allem gegen die Demokratische Partei der V&ouml;lker (HDP). Die prokurdische linke Oppositionspartei soll mundtot gemacht und politisch enthauptet werden. 56 ihrer 59 Abgeordneten in der Gro&szlig;en Nationalversammlung droht unmittelbar die Festnahme. Allen voran die HDP-Vorsitzenden Selahattin Demirtas und Figen Y&uuml;ksekdag sollen wegen Terrorunterst&uuml;tzung angeklagt und hinter Gitter gebracht werden. (&hellip;) Erdogan unterzieht die laizistische Republik T&uuml;rkei einem Islamisierungskurs und ist dabei, eine Pr&auml;sidialdiktatur zu errichten. Er will nicht nur de facto, sondern auch pro forma der starke Mann am Bosporus sein. In demokratischen Wahlen haben Erdogan und seine islamistische AKP in den vergangenen Jahren stets die Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament f&uuml;r eine Verfassungs&auml;nderung verfehlt. Indem die &bdquo;st&ouml;renden&ldquo; Oppositionellen ausgeschaltet werden, soll nun eben so der Staatsumbau gelingen. Es ist ein Staatsstreich auf leisen Sohlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.westendverlag.de\/aktuelles\/kommentar-der-woche\/erdogan-hat-weiter-carte-blanche-im-terrorkrieg.html\">Sevim Dagdelen via Westend Verlag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Fahndung nach Rechtsextremen: Verschollene Kameraden<\/strong><br>\nMomentan wird nach 441 Rechtsextremen wegen offenen Haftbefehls gesucht. Die Zahl der Untergetauchten steigt. Es weckt d&uuml;stere Erinnerungen. 13 Jahre war der &bdquo;Nationalsozialistische Untergrund&ldquo; (NSU) abgetaucht, t&ouml;tete in dieser Zeit zehn Menschen und ver&uuml;bte zwei Anschl&auml;ge. Aktuelle Zahlen, die der taz vorliegen, zeigen nun: Momentan sind erneut 441 Rechtsextreme, die von den Sicherheitsbeh&ouml;rden gesuchten werden, nicht auffindbar. Und deren Zahl steigt.Die verschwundenen Rechtsextremen werden wegen offener Haftbefehle nach Straftaten wie N&ouml;tigung, Diebstahl oder Betrugs gesucht &ndash; einige aber auch wegen Waffendelikten oder schweren Raubs. Ein Neonazi ist gar nach einem Mord fl&uuml;chtig, ein weiterer wegen Totschlags. Beide Taten werden von den Beh&ouml;rden aber nicht als politisch eingestuft &ndash; so wie etliche der anderen Delikte auch, wegen denen nach den Rechtsextremen gefahndet wird. 79 der Untergetauchten ver&uuml;bten indes eindeutig politische Taten, 43 waren in rechtsextremen Gruppen organisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Fahndung-nach-Rechtsextremen\/!5309206\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wikileaks will publish &lsquo;enough evidence&rsquo; to indict Hillary Clinton, warns Assange<\/strong><br>\nWikileaks co-founder Julian Assange warns more information will be published about Hillary Clinton, enough to indict her if the US government is courageous enough to do so, in what he predicts will be &ldquo;a very big year&rdquo; for the whistleblowing website. [&hellip;]<br>\n&ldquo;We have emails relating to Hillary Clinton which are pending publication,&rdquo; Assange told Peston on Sunday when asked if more of her leaked electronic communications would be published.<br>\nAbout 32,000 emails from her private server have been leaked by Wikileaks so far, but Assange would not confirm the number of emails or when they are expected to be published.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rt.com\/usa\/346534-wikileaks-clinton-assange-fbi\/\">RT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sollte Wikileaks Mails ver&ouml;ffentlichen, die wirkliche Sprengkraft haben (was jedoch keinesfalls gesagt ist) k&ouml;nnte es bei den Demokraten sogar noch einmal eng werden. Clinton hat 2.219 und Sanders 1.832 Delegierte gewinnen k&ouml;nnen. Es stehen jedoch noch 712 Superdelegierte aus, deren Stimme zumindest in der Theorie &bdquo;frei&ldquo; ist. Sollte man Hillary Clinton dabei erwischen, wie sie kleinen Kindern vergiftete Candys schenkt, k&ouml;nnte dies die Mehrheit der Superdelegierten noch zu Sanders treiben. Aber, ich gebe ja zu, das ist sehr, sehr spekulativ und extrem unwahrscheinlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Afghanische Binnenfl&uuml;chtlinge: Die &Auml;rmsten der Armen<\/strong><br>\nEin Zehntel der afghanischen Bev&ouml;lkerung befindet sich auf der Flucht und lebt im Exil<br>\nW&auml;hrend der Fokus der &Ouml;ffentlichkeit haupts&auml;chlich auf jene Gefl&uuml;chteten liegt, die gen Europa ziehen, bleiben die zahlreichen Binnenfl&uuml;chtlinge in vielen Regionen der Welt ungeachtet. Ein betr&auml;chtlicher Anteil dieser Menschen befindet sich in Afghanistan. W&auml;hrend viele Afghanen weiterhin ihre Heimat verlassen, sind viele von ihnen gezwungen, in ihrer Heimat zu bleiben. Die Anzahl der Binnenfl&uuml;chtlinge am Hindukusch hat einen neuen H&ouml;chststand erreicht.<br>\nEin neuer Bericht von Amnesty International kritisiert in diesem Kontext vor allem die Tatenlosigkeit der afghanischen Regierung sowie der internationalen Staatengemeinschaft. Laut dem Bericht leben in Afghanistan zum gegenw&auml;rtigen Zeitpunkt mindestens 1,2 Millionen Binnenfl&uuml;chtlinge, meist unter verheerenden Bedingungen. Demnach hat sich die Zahl der Gefl&uuml;chteten innerhalb der Landesgrenzen in nur drei Jahren verdoppelt.<br>\nDie Menschenrechtsorganisation hebt hervor, dass die afghanischen Binnenfl&uuml;chtlinge sich in einer weitaus schlimmeren Lage befinden als jene Gefl&uuml;chteten, die bereits auf dem Weg nach Europa sind. Afghanen stellen nach Menschen aus Syrien weiterhin die zweitgr&ouml;&szlig;te Fl&uuml;chtlingsgruppe weltweit dar. Rund ein Zehntel der afghanischen Bev&ouml;lkerung befindet sich auf der Flucht und lebt im Exil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48516\/1.html\">Emran Feroz auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Putin und die &ldquo;Panama Papers&rdquo; &ndash; Die Milliarden der Anderen<\/strong><br>\nDie &ldquo;Panama Papers&rdquo; brachten auch Wladimir Putin in die Schlagzeilen, in ihnen tauchte sein langj&auml;hriger Freund Sergej Roldugin auf. Viele sahen best&auml;tigt, dass Russlands Pr&auml;sident ein Milliardenverm&ouml;gen besitzt, das er &uuml;ber Freunde verwalten l&auml;sst. Doch Transparency International meint: Putin spielt in der Welt der russischen oberen Zehntausend finanziell eine eher kleine Rolle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/putin-und-die-panama-papers-die-milliarden-der-anderen.1773.de.html?dram:article_id=355659\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Langfristig gemeinsamer Wirtschaftsraum EU-Russland<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Merkel strebt langfristig einen gemeinsamen Wirtschaftsraum der Europ&auml;ischen Union mit Russland an.<br>\nDaran m&uuml;sse schrittweise gearbeitet werden, erkl&auml;rte Merkel auf einer Veranstaltung in Berlin. Sie bezog sich damit auf eine fr&uuml;here Idee Moskaus. Weiter sagte die Kanzlerin, gute Wirtschaftsbeziehungen seien im allgemeinen Interesse. Sie verwies darauf, dass die im Ukraine-Russland-Konflikt verh&auml;ngten EU-Sanktionen kein Selbstzweck seien. Diese k&ouml;nnten dann wieder aufgehoben werden, wenn Moskau die Verpflichtungen aus dem Minsker Friedensabkommen umsetze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/merkel-langfristig-gemeinsamer-wirtschaftsraum-eu-russland.447.de.html?drn:news_id=622908\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> &bdquo;Die Botschaft h&ouml;r&lsquo; ich wohl, allein mir fehlt der Glaube..&ldquo; Goethe, FAUST.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und warum werden die Sanktionen gegen Russland auch mit der Zustimmung von Bundeskanzlerin Merkel &ndash; zumindest bisher &ndash; immer wieder verl&auml;ngert? &Uuml;brigens auch zum &Auml;rger zahlreicher Unternehmen in Deutschland, die auf bessere Beziehungen zu Russland hoffen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: Nur der Kapitalismus l&ouml;st unsere Probleme<\/strong><br>\nImmer mehr mischt sich der Staat in Gesellschaft und Wirtschaft ein. Er schreibt vor, wie die Menschen leben und die Firmen ihren Gesch&auml;ften nachgehen sollen. Das wird nicht gut gehen. Statt weniger brauchen wir mehr Kapitalismus. (&hellip;) Im Kapitalismus, in dem die Eigentumsrechte aller klar definiert sind und Verst&ouml;&szlig;e gegen sie einklagbar und sanktionierbar sind, l&auml;sst sich die Frage eindeutig beantworten: Die Marktpreise bilden sich auf Basis aller Kosten (&Ouml;konomen sprechen hier von der &bdquo;Internalisierung externer Kosten&ldquo;) und stellen sicher, dass die zu ihnen abgewickelten G&uuml;tertransaktionen nutzbringend sind, sowohl f&uuml;r K&auml;ufer als auch Verk&auml;ufer. (&hellip;) Man sollte sich daher die &ouml;konomische Grunderkenntnis in Erinnerung rufen: Der Kapitalismus ist die einzig dauerhaft durchf&uuml;hrbare Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, die eine produktive und friedvolle Kooperation, national und international, erm&ouml;glicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/experten\/gefahr-des-sozialismus-wider-staatlicher-eingriffe-nur-der-kapitalismus-loest-unsere-probleme_id_5631755.html\">Thorsten Polleit im Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Man kann gar nicht glauben, dass das jemand wirklich ernst meint. Hier braucht man nur die Kernkraft anzuf&uuml;hren um die Argumentation in Luft aufzul&ouml;sen. &ldquo;Die Marktpreise bilden sich auf Basis aller Kosten &hellip;.&rdquo;, wenn das so w&auml;re, k&ouml;nnte niemand Strom aus Kernkraftwerken bezahlen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> &bdquo;Thorsten Polleit&ldquo; ist ein Label f&uuml;r komplette Ahnungslosigkeit in volkswirtschaftlichen Fragen. Der Mann ist ein Lobbyist f&uuml;r den Edelmetallhandel, der &ndash; was in diesem Teil der Branche offenbar die Regel ist &ndash; schon fast extremistische Vorstellungen von freien M&auml;rkten hat und libert&auml;ren Ideologien hinterherrennt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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