{"id":33816,"date":"2016-06-16T08:46:13","date_gmt":"2016-06-16T06:46:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33816"},"modified":"2016-06-16T08:46:13","modified_gmt":"2016-06-16T06:46:13","slug":"hinweise-des-tages-2646","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33816","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33816#h01\">Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33816#h02\">Nato<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33816#h03\">Genial daneben: Die FAZ und der IWF<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33816#h04\">Mindestlohn-Ausnahme wird kaum genutzt &ndash; und trotzdem nicht abgeschafft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33816#h05\">Falsche &ldquo;Rekordmeldung&rdquo; zu Hartz IV-Sanktionen im Februar 2016 (dpa, faz.net, dts)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33816#h06\">In der Abstiegsgesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33816#h07\">Megaspende mit Beigeschmack<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33816#h08\">Gericht verbietet Uni Rostock, Snowden zum Ehrendoktor zu machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33816#h09\">Der echte Verfassungsschutzbericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33816#h10\">&raquo;Wer meckert, wird erschossen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33816#h11\">Lager f&uuml;r Europa (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33816#h12\">Ein Freund, ein guter Freund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33816#h13\">Wankas heile Hochschulwelt: Neue Absolventenstudie vorgelegt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33816#h14\">Ein Virus geht um, in Polen und anderswo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33816#h15\">AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33816#h16\">Das Spiel dauert 90 Minuten &ndash; ein neues Gesetz 57 Sekunden<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Frankreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ein heilloses Durcheinander<\/strong><br>\nF&uuml;r heute ist in Frankreich weiterer massiver Protest gegen das von der Regierung Holland eingebrachte Gesetzesprojekt zum Arbeitsmarkt angek&uuml;ndigt. Die Gewerkschaftsverb&uuml;nde CGT, FO, FSU, Solidaires, UNEF, UNL und FIDL haben zur Demonstration in Paris aufgerufen.<br>\nW&auml;hrenddessen setzt der Senat (das &raquo;Oberhaus&laquo; des franz&ouml;sischen Parlaments neben dem Unterhaus, der Nationalversammlung) seine Beratung &uuml;ber das Gesetz fort. Wir dokumentieren hier eine Kritik des franz&ouml;sischen Wirtschaftswissenschaftlers Thomas Piketty am Arbeitsmarktgesetz der Regierung.<br>\nW&auml;hrend die sozialen Spannungen Frankreich zu blockieren drohen und die Regierung weiterhin den Dialog und Kompromiss verweigert, erweist sich das Gesetz zur Reform des Arbeitsmarkts immer deutlicher als das, was es ist: ein heilloses Durcheinander, ein weiteres in einer f&uuml;nfj&auml;hrigen verpatzten Regierungszeit, und vielleicht das schlimmste.<br>\nDie Regierung will uns glauben machen, dass sie den Preis daf&uuml;r zahlt, Reformen voranzubringen, und dass sie allein gegen alle Formen von Konservatismus k&auml;mpft. Die Wahrheit sieht auch bei diesem Thema anders aus: Die Regierungsmacht vervielf&auml;ltigt die Improvisationen, L&uuml;gen und den handwerklichen Pfusch.<br>\nDas zeigte sich bereits beim Thema Wettbewerbsf&auml;higkeit. Die Regierung stieg damit ein, dass sie &ndash; zu Unrecht &ndash; die K&uuml;rzungen der Arbeitgeberbeitr&auml;ge zur&uuml;cknahm, die die vorherige Regierung veranlasst hatte, bevor sie ein unwahrscheinliches Monsterverfahren startete, und zwar in Form eines Steuerkredits, der darauf zielte, den Unternehmen einen Teil der ein Jahr zuvor geleisteten Beitr&auml;ge zu erstatten, wobei sie einen enormen Reibungsverlust wegen des Mangels an Verst&auml;ndlichkeit und Nachhaltigkeit ihrer Ma&szlig;nahmen bewirkte. Stattdessen h&auml;tte sie eine ehrgeizige Reform der Finanzierung der Sozialversicherung angehen sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/ein-heilloses-durcheinander\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine Reform zum Weinen<\/strong><br>\nDa liefen die Tr&auml;nen: Gleich zu Beginn der gewerkschaftlichen Gro&szlig;kundgebung gegen die Arbeitsmarktreform hat die Ordnungspolizei CRS in Paris am fr&uuml;hen Nachmittag Tr&auml;nengas gegen mehrere hundert Demonstranten eingesetzt.<br>\nDamit wollten die Sicherheitskr&auml;fte entschieden gegen &bdquo;Casseurs&ldquo; (Randalierer) vorgehen, die die Konfrontation mit der Polizei suchen. Mit diesem Begriff werden summarisch alle bezeichnet, die sich den polizeilichen Anordnungen widersetzen oder die Sicherheitskr&auml;fte gewaltsam provozieren. Bis Redaktionsschluss wurden 13 Personen festgenommen.<br>\nDas massive Vorgehen der Staatsmacht gegen Zehntausende von friedlich Protestierenden ist ein Zeichen der Schw&auml;che: Es symbolisiert die Art und Weise, wie die weitgehend isolierte sozialistische Regierung in Paris eine Politik durchboxen will, die in der Bev&ouml;lkerung auf breiteste Ablehnung st&ouml;&szlig;t.<br>\nDie Verzweiflung &uuml;ber die an Sturheit grenzende Unnachgiebigkeit der Regierung wirkt radikalisierend. Am Dienstag waren es Tausende, die zum Teil vermummt mit Appellen zum &bdquo;Aufstand&ldquo; wie &bdquo;Paris debout, soul&egrave;ve-toi!&ldquo; (Paris, lehne dich auf) die Ordnungsh&uuml;ter herausforderten. Bei den Zusammenst&ouml;&szlig;en mit der CRS, die zum Teil mit Material eines Baugel&auml;ndes beworfen wurde, sind mehrere Personen verletzt worden. Dazu kreiste permanent ein Helikop&shy;ter &uuml;ber den K&ouml;pfen der Demonstranten, aus dem wahrscheinlich alles gefilmt und das Vorgehen der Polizeieinheiten koordiniert wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Sozialproteste-in-Frankreich\/!5309354\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Streiks in Frankreich: &bdquo;Neu aber ist das Ausma&szlig; der Repression&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Gegen das Arbeitsgesetz und seine Welt&ldquo; &ndash; unter diesem Motto ist in Frankreich in den letzten Wochen eine der gr&ouml;&szlig;ten Bewegungen seit dem Mai 1968 entstanden. Lukas Oberndorfer sprach f&uuml;r Mosaik mit Guillaume Paoli dar&uuml;ber, wie die Regierung Repression und Ausnahmezustand einsetzt, um den neoliberalen Umbau trotz der wegbrechenden Zustimmung durchzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mosaik-blog.at\/streiks-in-frankreich-neu-aber-ist-das-ausmass-der-repression\/\">mosaik-blog.at<\/a><\/li>\n<li><strong>Frankreich: Orgie der Polizeigewalt<\/strong><br>\nPariser Demonstration gegen das Arbeitsgesetz, die Protestbewegung hat es mit einer zum &Auml;u&szlig;ersten entschlossenen Regierung zu tun<br>\n&ldquo;Bras D&ouml;ner&rdquo; hat jemand am gestrigen Dienstag an eine Wand am Pariser Boulevard Port-Royal gepinselt, und dadurch so manchem Betrachter R&auml;tsel aufgegeben. Eine neue Speise? Nein, ein Wortspiel mit bras d&rsquo;honneur (w&ouml;rtlich: &ldquo;Ehrenarm&rdquo;). So bezeichnet man im Franz&ouml;sischen einen ehrenvollen Abgang, mit dem man sich das Gesicht wahrt, aber sich dennoch geschlagen gibt.<br>\nDer unbekannte Autor oder die unbekannte Verfasserin mokierte sich &uuml;ber die Vorstellung, die in manchen Kreisen kursierte und der zufolge die gestrige Pariser Zentraldemonstration gef&auml;lligst den letzten Akt in der Auseinandersetzung um das geplante &ldquo;Arbeitsgesetz&rdquo; (vgl. Reform f&uuml;r Arbeitgeber: &ldquo;Gut f&uuml;r die Arbeitspl&auml;tze&rdquo;?) darstellen sollte. Ebenfalls gestern begann im Senat, dem &ldquo;Oberhaus&rdquo; des franz&ouml;sischen Parlaments, die Debatte &uuml;ber den Gesetzentwurf. Sie soll bis zum 28. Juni dauern.<br>\nEntscheidende Lesung des Gesetzes im Juli<br>\nDie Nationalversammlung, also das &ldquo;Unterhaus&rdquo; &ndash; das im Falle der Uneinigkeit zwischen beiden Kammern das letzte Wort hat -, hatte den Entwurf bereits am 12. Mai in erster Lesung angenommen. Oder eigentlich nicht, denn die Regierung unter Manuel Valls hatte eine im Kern autorit&auml;re Verfahrensregel benutzt: Artikel 49-3 der franz&ouml;sischen Pr&auml;sidialverfassung erlaubt es einer Regierung, die Vertrauensfrage mit einer Sachdebatte zu verkn&uuml;pfen. Wird kein Misstrauensantrag gegen die Regierung erfolgreich durchgebracht, dann gilt die strittige Vorlage automatisch als angenommen.<br>\nIm Juli wird die entscheidende letzte Lesung in der Nationalversammlung stattfinden. Bis dahin haben sich die Gewerkschaften &ndash; die Mehrheit unter ihnen, denn die von rechtssozialdemokratischen Technokraten gef&uuml;hrte CFDT unterst&uuml;tzt die Regierung in diesem Konflikt &ndash; und die soziale Protestbewegung Zeit gegeben, um den Entwurf doch noch vom Tisch zu bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48536\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nato<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nato erkl&auml;rt Cyberraum zum Kriegsschauplatz<\/strong><br>\nDie Zahl von Cyberangriffen steigt, darum erkl&auml;rt die Nato den virtuellen Raum zum neuen Operationsfeld. Ob sie bei Attacken auch zur&uuml;ckschlagen will, bleibt aber unklar. Die Nato will auf ihrem Gipfel in Warschau auf die steigenden Gefahren aus dem Cyberraum reagieren. Beim letzten Vorbereitungstreffen vor dem Treffen der Staats- und Regierungschefs beschlossen die Verteidigungsminister, den virtuellen Raum von Computernetzwerken und das Internet auch formal zum Kriegsschauplatz zu erkl&auml;ren. (&hellip;) Der Beschluss der Nato hat weitreichende Folgen. Auf Nachfrage best&auml;tigte Stoltenberg, dass ein Cyberangriff auf einen Mitgliedstaat ein Artikel-F&uuml;nf-Szenario ausl&ouml;sen kann. Der Artikel sichert jedem Nato-Partner den Beistand im Falle einer Attacke zu. In einem solchen Fall, wie zum Beispiel nach den Terrorangriffen des 11. Septembers, muss die Nato Truppen mobilisieren und dem angegriffenen Mitglied zur Seite springen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/nato-erklaert-cyberraum-zum-kriegsschauplatz-a-1097686.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Hier wird eine weitere M&ouml;glichkeit ins Spiel gebracht, einen Krieg zu beginnen. Wenn zuk&uuml;nftig bereits ein Angriff &uuml;ber Computernetzwerke den Nato-B&uuml;ndnisfall ausl&ouml;sen k&ouml;nnen soll, dann sind f&uuml;r Manipulationen und Inszenierungen T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet. Wie soll eine transparente Beweisf&uuml;hrung f&uuml;r die konkrete Verantwortung bei einem Cyberangriff aussehen? Schon bei &ldquo;konventionellen&rdquo; Terrorangriffen l&auml;uft die Beweisf&uuml;hrung oft ins Leere. Nach 9\/11 etwa wurden innerhalb der Nato-Gremien keine Beweise f&uuml;r die Schuld Bin Ladens vorgelegt, sondern der Nato-Generalsekret&auml;r erkl&auml;rte einfach, es sei gar nicht notwendig, dass die USA Beweise vorlegten &ndash; es reiche aus, wenn die Regierung in Washington mitteile, dass die Anschl&auml;ge aus dem Ausland organisiert wurden, <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/nato-erstmals-buendnisfall-ausgerufen-131269.html\">wie die FAZ seinerzeit berichtete<\/a>. Bei einem Cyberangriff liegt die Schwelle f&uuml;r einen Kriegseintritt der Nato-L&auml;nder nun noch niedriger.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers OW:<\/strong> Die Kriegsgefahr steigt weiter &ndash; gibt es jetzt keinen nachweislichen &bdquo;realen Angriff&ldquo; des prim&auml;ren Gegners kann man einen &bdquo;virtuellen Angriff&ldquo; behaupten, Beweise brauchen nach ge&uuml;bter Praxis ja nicht mehr gefunden werden&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nato: Vier Bataillone ins Baltikum und nach Polen<\/strong><br>\nDas Milit&auml;rb&uuml;ndnis ist bereit, seine Mitglieder zu verteidigen &ndash; Angriff im virtuellen Raum kann zum B&uuml;ndnisfall f&uuml;hren<br>\nEs ist eine Nachricht, die aufhorchen l&auml;sst: Die Nato hat vor, vier Batallione ins Baltikum und nach Polen zu schicken. Die Entsendung der insgesamt 4000 Soldaten solle zur Abschreckung Russlands dienen. Das berichten Medien unter Berufung auf ein Nato-Treffen. Demnach einigten sich bei der Zusammenkunft in Br&uuml;ssel die USA, Gro&szlig;britanien und Deutschland auf diesen Schritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Nato-Vier-Bataillone-ins-Baltikum-und-nach-Polen-3238730.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Sind stationierte NATO-Truppen vor Russland &uuml;berhaupt erlaubt?<\/strong><br>\nDeutsche Soldaten an der russischen Grenze: Die NATO hat gestern offiziell beschlossen, dass Kampftruppen in Polen sowie in Estland, Lettland und Litauen, also vor Russland, stationiert werden. Vier Einheiten, darunter deutsche Soldaten, sollen sich vor Ort st&auml;ndig abwechseln bzw. &ldquo;dauerhaft rotieren&rdquo;, damit man sagen kann: NATO-Truppen sind nicht durchgehend vor Ort. Nur wie passt das mit der &ldquo;NATO\/Russland-Grundakte&rdquo; zusammen? Denn die verbietet eine &ldquo;dauerhafte&rdquo; Pr&auml;senz &ldquo;substanzieller&rdquo; milit&auml;rischer NATO-Einheiten in Osteuropa. Die Bundesregierung versteht das Problem nicht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Tv_uP1MWZAg\">Jung und Naiv via YouTube<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Knallharter NATO-Kurs soll Russland provozieren<\/strong><br>\n&bdquo;In der Bundesregierung erinnern sich offensichtlich nur wenige an Grundmaximen der Au&szlig;en- und Friedenspolitik Gorbatschows. Zum &sbquo;neuen Denken&lsquo; geh&ouml;rte, milit&auml;r- und au&szlig;enpolitische Entscheidungen jeweils auch mit den Augen des anderen zu betrachten. Die Verflechtung der Ukraine mit der NATO und der EU, der NATO-Einfluss in Georgien und Moldawien, die Stationierung von NATO-Einheiten in den baltischen L&auml;ndern, das NATO-Raketenabwehrsystem in Polen &ndash; all das kann in Moskau nur als feindseliger Akt gesehen werden. Russische Reaktionen liegen auf der Hand. Soll sich keiner im Westen beschweren, wenn die politischen Verh&auml;ltnisse in Europa und damit auch in Deutschland russischerseits als vergiftet betrachtet werden. Eine kluge Ostpolitik sieht anders aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/knallharter-nato-kurs-soll-russland-provozieren\/\">Linksfraktion<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Genial daneben: Die FAZ und der IWF<\/strong><br>\nWir wollen in dieser Rubrik immer wieder St&uuml;cke aufgreifen, die so genial daneben sind, dass sie ganz besonderen Anschauungsunterricht f&uuml;r die Konfusion der herrschenden Lehre bieten und auch ohne gro&szlig;e Kommentierung unsererseits einfach &bdquo;f&uuml;r sich selbst sprechen&ldquo;. Ein solches St&uuml;ck hat gerade Winand von Petersdorff in der FAZ bei dem Versuch geboten, die j&uuml;ngste Relativierung einiger Mainstream-Ideen durch den IWF zu relativieren. Zur Relativierung der Kapitalverkehrsfreiheit durch die IWF-&Ouml;konomen schreibt von Petersdorff:\n<blockquote><p>\n&bdquo;Das war gewiss kein kleiner Schritt f&uuml;r den Fonds. Er w&auml;re noch &uuml;berzeugender, k&ouml;nnten die wackeren &Ouml;konomen die Alternativen benennen. Woher sollen aufstrebende L&auml;nder mit geringer Ersparnis das Kapital nehmen, um ihren Aufschwung zu finanzieren?&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Wir fragen uns, wie eigentlich die L&auml;nder, die im Laufe der Geschichte zuerst die Armut &uuml;berwunden haben, das zustande gebracht haben. Denn weder hatten sie eigene Ersparnisse, noch reiche L&auml;nder, die ihnen Kapital zur Verf&uuml;gung h&auml;tten stellen k&ouml;nnen. Wenn sie nicht gestorben sind, sind sie heute noch arm.<br>\nZur Austerit&auml;t bemerkt von Petersdorff scharfsinnig:<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Das &uuml;berrascht dann doch. Deutschlands fiskalische Vorsorge erm&ouml;glicht immerhin, Fl&uuml;chtlingskrisen und einen h&ouml;heren Milit&auml;rhaushalt zu finanzieren und zudem f&uuml;r die armen europ&auml;ischen Br&uuml;der Garantien abzugeben. Zugleich ist nicht zu erkennen, dass die Sparpolitik zu gro&szlig;en Verwerfungen gef&uuml;hrt h&auml;tte, w&auml;hrend hohe Staatsdefizite die deutschen Konsumenten vielleicht doch verunsichert h&auml;tten.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Da hat er Recht. Deutschlands &bdquo;fiskalische Vorsorge&ldquo;, die nur dadurch m&ouml;glich ist, dass die anderen Europ&auml;er jedes Jahr hohe Schulden machen, erlaubt es, die Schuldenmacher zu retten. Merke: Wer einem anderen erst den Mantel wegnimmt, um ihn dann zu zerteilen und den anderen vor dem Erfrieren zu retten, ist noch lange kein St. Martin.<br>\nZum Thema einer solchen falsch verstandene Solidarit&auml;t hier ein kleines St&uuml;ck von Heiner Flassbeck aus dem Jahr 2011 zum nachh&ouml;ren und nachdenken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/06\/genial-daneben-die-faz-und-der-iwf\/\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mindestlohn-Ausnahme wird kaum genutzt &ndash; und trotzdem nicht abgeschafft<\/strong><br>\nEine Studie belegt jetzt, wovor Arbeitsministerin Andrea Nahles schon immer gewarnt hat: Die Mindestlohn-Ausnahme f&uuml;r Langzeitarbeitslose ist wirkungslos.<br>\nTrotzdem wird sie wohl nicht abgeschafft, da die Regierung sonst das gesamte Gesetzespaket wieder zur Disposition stellen w&uuml;rde.<br>\nEigentlich k&ouml;nnte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) jetzt triumphieren: Als 2015 der gesetzliche Mindestlohn eingef&uuml;hrt wurde, wollte die Ministerin, dass die 8,50 Euro &ldquo;kein Schweizer K&auml;se&rdquo; werden. In einem Punkt konnte sich die Union aber durchsetzen: Wer einen Langzeitarbeitslosen einstellt, darf diesem sechs Monate lang keinen Mindestlohn zahlen. Das sollte Menschen, die l&auml;nger als ein Jahr auf Jobsuche sind, eine Br&uuml;cke zum Einstieg in den Arbeitsmarkt bauen. Doch wirkt diese Ausnahme &uuml;berhaupt?<br>\nNahles hat die Antwort jetzt wissenschaftlich belegt in einem 124 Seiten starken Gutachten des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). In der Studie, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt, stellt das IAB lapidar fest: Die Ausnahmeregelung entfalte &ldquo;bislang keine Wirkung auf dem deutschen Arbeitsmarkt&rdquo;. Die Sonderregel werde &ldquo;nur in sehr wenigen F&auml;llen angewandt&rdquo;. Nahles kann sich also best&auml;tigt f&uuml;hlen. Trotzdem wird die Ausnahme wohl nicht abgeschafft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/langzeitarbeitslose-mindestlohn-ausnahme-wird-kaum-genutzt-und-trotzdem-nicht-abgeschafft-1.3032979\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Frau Nahles scheint auch nach dem Motto &ldquo;Was interessiert mich mein dummes Geschw&auml;tz von gestern?&rdquo; zu verfahren. So wird das jedoch nichts mit der Herstellung von Glaubw&uuml;rdigkeit und sozialer Gerechtigkeit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Falsche &ldquo;Rekordmeldung&rdquo; zu Hartz IV-Sanktionen im Februar 2016 (dpa, faz.net, dts)<\/strong><br>\nEine falsche &ldquo;Rekordmeldung&rdquo; zu Hartz IV-Sanktionen im Februar 2016: &ldquo;So wenige gab es im Februar noch nie.&rdquo; faz.net, dpa, dts Nachrichtenagentur, t-online und andere verbreiten diese &ldquo;Rekordmeldung&rdquo; am 14. Juni 2016. (1) Diese &ldquo;Rekordmeldung&rdquo; (&ldquo;im Februar noch nie&rdquo;) trifft nicht zu. Im Februar 2016 wurden von den Jobcentern in etwa so viele Sanktionen neu festgestellt wie im Februar 2011. Trotz eines deutlichen R&uuml;ckgangs gegen&uuml;ber der Anzahl der neu festgestellten Sanktionen im Februar der Vorjahre 2012 bis 2015, wurden im Februar 2016 weiterhin deutlich mehr Sanktionen neu festgestellt als im Februar der Jahre vor 2011. Das zeigt ein Blick auf die von der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) ver&ouml;ffentlichte Anzahl der in einem Februar neu festgestellten Sanktionen in den Jahren 2007 bis 2016 (Erstellungstermin: 9. Juni 2016)\n<ul>\n<li>2016: 77.374<\/li>\n<li>2015: 90.499 (vor Revision der Grundsicherungsstatistik am 28. April 2016: 90.702)<\/li>\n<li>2014: 90.216 (vor Revision: 90.336)<\/li>\n<li>2013: 85.446 (vor Revision: 85.655)<\/li>\n<li>2012: 92.257 (vor Revision: 92.562)<\/li>\n<li>2011: 77.573 (vor Revision: 77.729)<\/li>\n<li>2010: 62.591 (vor Revision: 62.763)<\/li>\n<li>2009: 65.747 (vor Revision: 65.869)<\/li>\n<li>2008: 62.043 (vor Revision: 62.191)<\/li>\n<li>2007: 54.960 (vor Revision: 55.077)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Anmerkung: Die Zahl der im Februar von neu festgestellten Sanktionen betroffenen erwerbsf&auml;higen Leistungsberechtigten (ELB) ist deutlich schw&auml;cher gesunken als die Zahl der neu festgestellten Sanktionen. Im Februar 2016 wurden von den Jobcentern 14,5 Prozent (13.125) weniger Sanktionen neu festgestellt als im Februar 2015. Von den 77.374 neu festgestellten Sanktionen im Februar 2016 waren dagegen lediglich 5,2 Prozent (3.242) weniger ELB betroffen als von den 90.499 neu festgestellten Sanktionen im Februar 2015. (59.126 ELB im Februar 2016; 62.368 im Februar 2015) Kurz: Eine Reduzierung der Mehrfachsanktionierung im Vergleich der Monate Februar in den Jahren 2015 und 2016.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/779-falsche-rekordmeldung-zu-hartz-iv-sanktionen-im-februar-2016-dpa-faz-net-dts.html\">BIAJ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>In der Abstiegsgesellschaft<\/strong><br>\nAus der Gesellschaft des sozialen Aufstiegs ist eine Gesellschaft des Abstiegs, der Prekarit&auml;t und Polarisierung geworden. Wie konnte das passieren?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/arm-und-reich\/soziale-ungleichheit-gesellschaft-des-abstiegs-und-der-prekaritaet-14281707.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Wie konnte das passieren?&rdquo; Nun, es ist nicht einfach &ldquo;passiert&rdquo; oder &ldquo;geworden&rdquo;, sondern die Abstiegsgesellschaft wurde von der Politik bewu&szlig;t und gezielt herbeigef&uuml;hrt. &ldquo;Globalisierung&rdquo;, Automatisierung und Dienstleistungsgesellschaft sind keine ausreichende Begr&uuml;ndung f&uuml;r diese Entwicklung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Megaspende mit Beigeschmack<\/strong><br>\nDie London School of Economics hat die gr&ouml;&szlig;te Spende ihrer Geschichte erhalten. Mit dem Geld soll ein Fellow-Programm zum Thema Ungleichheit geschaffen werden. Die umgerechnet &uuml;ber 80 Millionen Euro kommen von der US-amerikanischen Atlantic Philanthropies-Stiftung &ndash; was grundlegende Demokratie-Fragen aufwirft. (&hellip;)<br>\nDie Gro&szlig;spende an die LSE macht auch deutlich, dass einzelne Verm&ouml;gende eine zentrale Rolle als globale Agenda-Setter spielen k&ouml;nnen. Zwar kann Geld allein nicht immer ein Thema gro&szlig;machen &ndash; und auch ohne das ganz gro&szlig;e Geld wurde die Ungleichheitsproblematik bereits durch die Occupy-Bewegung und sp&auml;testens mit dem fulminanten Erfolg von Thomas Pikettys Buch &bdquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&ldquo; in den USA und auch weltweit zu einem Megathema.<br>\nDennoch kann erst durch eine derart umfangreiche Finanzierung die n&ouml;tige, breit angelegte Forschung und wertvoller Raum f&uuml;r Austausch zwischen Mulitiplikator*innen geschaffen werden, die das Thema dauerhaft auf der Tagesordnung halten d&uuml;rften.<br>\nAus einer demokratischen Sicht, wonach das Prinzip gleicher politischer Teilhabe von fundamentaler Bedeutung ist, sind solche Ungleichgewichte in den Chancen, ein Thema stark zu machen oder nicht, allerdings ein Skandal.<br>\nDer Co-Direktor des LSE-Ungleichheits-Instituts, Mike Savage, erkennt dieses Problem auch an. Er schreibt:\n<blockquote><p>\nIt is worth pausing to consider the significance of this donation, especially noting the concerns raised about the power of philanthropic giving in academic life (as brilliantly exposed by Linsey McGoey recently, especially with respect to the Gates Foundation). There are plenty of dilemmas too, most notably in becoming embedded into the philanthropic embrace, itself part and parcel of the rise of super wealthy fortunes which should surely worry those concerned with inequalities. This is taking sociology out of its comfort zone and onto a very different terrain.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/makronom.de\/lse-erhaelt-megaspende-fuer-ungleichheitsprogramm-15496\">Makronom<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gericht verbietet Uni Rostock, Snowden zum Ehrendoktor zu machen<\/strong><br>\nDie Universit&auml;t Rostock kann dem fr&uuml;heren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden vorerst nicht die Ehrendoktorw&uuml;rde verleihen. Laut einem Urteil des Verwaltungsgerichts Schwerin reicht daf&uuml;r die Begr&uuml;ndung der Philosophischen Fakult&auml;t nicht aus. Die Richter verwiesen am Mittwoch auf die engen Anforderungen des Hochschulrechts in Mecklenburg-Vorpommern. Anders als in den meisten anderen Bundesl&auml;ndern sei darin die Verleihung der Ehrendoktorw&uuml;rde an eine &ldquo;hervorragende&rdquo; oder auch &ldquo;besondere&rdquo; wissenschaftliche Leistung gekn&uuml;pft. Die Fakult&auml;t hingegen habe die beabsichtigte Ehrendoktorw&uuml;rde auch mit der gesellschaftlichen und politischen Bedeutung von Snowdens Enth&uuml;llungen begr&uuml;ndet und damit versucht, den rechtlichen Rahmen unzul&auml;ssig auszuweiten, hie&szlig; es. Der Rektor der Universit&auml;t habe, unterst&uuml;tzt vom Schweriner Bildungsministerium, das im Jahr 2014 angesto&szlig;ene Ehrendoktorverfahren der Fakult&auml;t zu Recht gestoppt. Der Rektor hatte die Zust&auml;ndigkeit der Fakult&auml;t sowie die wissenschaftliche Leistung Snowdens in Zweifel gezogen. Gegen die Entscheidung des Rektors zog die Fakult&auml;t vor Gericht. Das Gericht lie&szlig; es offen, ob Snowden von der Universit&auml;t gleichwohl noch die Ehrendoktorw&uuml;rde verliehen werden kann, wenn dies anders begr&uuml;ndet wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/edward-snowden-keine-ehrendoktorwuerde-in-rostock-a-1097778.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Bekanntlich hatte die Universit&auml;t Rostock im Jahr 1999 Joachim Gauck die Ehrendoktorw&uuml;rde zuerkannt, ohne dass damals nach einer &ldquo;besonderen wissenschaftlichen Leistung&rdquo; des zu Ehrenden gefragt worden war. Angeblich w&uuml;rden seit einer &Auml;nderung des Landeshochschulgesetzes von 2002 in Mecklenburg-Vorpommern nun aber besonders strenge Ma&szlig;st&auml;be gelten. Das nun schon jahrelange juristische Hickhack um die Snowden-Ehrung wirkt allerdings sehr politisch &ndash; und kleingeistig. Auch Landesbildungsminister Brodkorb (SPD) machte in dem Verfahren keine gute Figur. Er w&uuml;rdigte Snowden als couragiert, lehnte seine Ehrung aber zugleich ab &ndash; das Hochschulgesetz <a href=\"http:\/\/www.regierung-mv.de\/Landesregierung\/bm\/Aktuell\/?id=81834&amp;processor=processor.sa.pressemitteilung\">verbiete es<\/a>. Ein Hoch auf ein Land mit so gesetzestreuen Ministern, m&ouml;chte man da sarkastisch ausrufen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der echte Verfassungsschutzbericht<\/strong><br>\nGrundrechte-Report 2016 zeigt: Der Staat selbst ist der gr&ouml;&szlig;te Feind der Verfassung<br>\nSeit 20 Jahren dokumentieren B&uuml;rgerrechtler die Einschr&auml;nkung der Grundrechte durch den Staat. Doch der macht immer weiter.<br>\nIn den Verfassungsschutzberichten von Bund und L&auml;ndern ist in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden von denen zu lesen, die dem demokratischen Rechtsstaat schaden wollen: Nazis, Linksradikale, Islamisten. Ein Zusammenschluss von B&uuml;rgerrechtsorganisationen beansprucht jedoch, den &raquo;wahren Verfassungsschutzbericht&laquo; vorzulegen: den j&auml;hrlichen Grundrechtereport. In dem werden nicht B&uuml;rger als Gef&auml;hrder der Grundrechte in den Mittelpunkt gestellt, sondern der Staat selbst. Die Instanz also, die die Verfassung eigentlich sch&uuml;tzen soll. (&hellip;)<br>\nAuch die Richter &ndash; eigentlich die H&uuml;ter der Grundrechte &ndash; kommen in dem Report nicht immer gut weg. So stellt Ulrich Engelfried im Zusammenhang mit psychiatrischen Zwangseinweisungen fest, dass Richter Verfahrensregeln ignorieren. Oft w&uuml;rden Betroffene nicht selbst angeh&ouml;rt, Vertrauenspersonen nicht hinzugezogen, &auml;rztliche Gutachten nicht kritisch hinterfragt. Das f&uuml;hrt dazu, dass &raquo;Zwangseinweisungen&laquo; keineswegs, wie im Gesetz vorgesehen, strenge Ausnahmen bleiben. Till M&uuml;ller-Heidelberg bezeichnet Richter ganz offen als Rechtsbrecher. Denn laut Grundgesetz ist &raquo;die Wohnung unverletzlich&laquo;. Das gilt in der Praxis so lange, bis ein Richter Durchsuchungen oder &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen bewilligt. M&uuml;ller-Heidelberg zufolge passiere das oft ohne Pr&uuml;fung oder Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit.<br>\n&raquo;Solche Vorf&auml;lle sind auch dem System geschuldet&laquo;, erkl&auml;rt Elke Steven. Richter h&auml;tten oft kaum die Zeit und w&uuml;rden sich deshalb auf die Einsch&auml;tzung der Polizei verlassen. &raquo;Gerichtsurteile gibt es aber in beide Richtungen&laquo;, stellt die Soziologin klar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1015440.der-echte-verfassungsschutzbericht.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33809\">Der Staat ist der Verfassungsfeind<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&raquo;Wer meckert, wird erschossen&laquo;<\/strong><br>\nRassistische Gewalt: Sch&uuml;sse in Lingen und Stuttgart, Drohaushang in Bielefelder Beh&ouml;rde. Prozesse gegen Brandstifter in Th&uuml;ringen und Sachsen<br>\nSechs Kugeln abgefeuert: Im nieders&auml;chsischen Lingen ermitteln Staatsschutz und die Staatsanwaltschaft Osnabr&uuml;ck gegen einen 21j&auml;hrigen wegen gef&auml;hrlicher K&ouml;rperverletzung. Das meldete die Polizeiinspektion Emsland\/Grafschaft Bentheim am Montagnachmittag. Demnach hatte der Mann am Sonntag mit einem Luftgewehr aus dem Fenster seiner Wohnung auf eine F&uuml;nfj&auml;hrige aus Mazedonien und einen 18j&auml;hrigen Syrer gezielt, die sich hinter ihrer Unterkunft aufgehalten hatten. Sie wurden leicht verletzt. Zeugen h&auml;tten den Sch&uuml;tzen beobachtet, hie&szlig; es. In dessen Wohnung haben Beamte das Gewehr und Munition sichergestellt. Einen Haftgrund sieht die Polizei aber nicht. Sie lie&szlig; den T&auml;ter auf freiem Fu&szlig;. (&hellip;)<br>\nIm nordrhein-westf&auml;lischen Bielefeld geriet die Zentrale Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Hier soll aufgekl&auml;rt werden, wer ein Schild mit der Aufschrift &raquo;Wer hier meckert, wird erschossen!&laquo; aufgeh&auml;ngt hatte. Die Fl&uuml;chtlingshilfe Lippe stellte kurz vor dem Wochenende ein Foto davon ins Internet. Das Schild habe sich in einem nicht &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Raum befunden, sei aber f&uuml;r jeden vorsprechenden Asylsuchenden durch eine Scheibe sichtbar gewesen. Wie das Presseamt Bielefeld am Montag dem WDR sagte, suche die Stadt nach dem Urheber, was &raquo;sehr schwierig&laquo; sei. Die Bild zitierte am Dienstag Stadtsprecherin Gisela Bockermann, wonach das Schild in einem B&uuml;ro des beh&ouml;rdlichen Wachdienstes hing. Inzwischen sei es entfernt worden. Lina Droste von der Fl&uuml;chtlingshilfe sprach von einer Todesdrohung, die die aktuelle rassistische Realit&auml;t im Land widerspiegele.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/06-15\/085.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Lager f&uuml;r Europa (II)<\/strong><br>\nDie Kooperation der EU mit Libyen zur Fl&uuml;chtlingsabwehr f&uuml;hrt &ldquo;direkt oder indirekt zu schockierenden Menschenrechtsverletzungen&rdquo;. Dies erkl&auml;rt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International in einem aktuellen Bericht zur Misshandlung von Fl&uuml;chtlingen durch die libysche K&uuml;stenwache und in libyschen Haftzentren, in denen Fl&uuml;chtlinge interniert werden. Br&uuml;ssel unterst&uuml;tzt Libyens K&uuml;stenwache mit dem Ziel, sie in die Lage zu versetzen, eine weitaus gr&ouml;&szlig;ere Zahl an Fl&uuml;chtlingen abzufangen; diese werden nach ihrer Festnahme gew&ouml;hnlich in Haftzentren verbracht. In den oft dramatisch &uuml;berf&uuml;llten Lagern herrschen f&uuml;rchterliche Lebensbedingungen. Amnesty hat jetzt au&szlig;erdem zum wiederholten Male F&auml;lle brutaler Misshandlungen von Fl&uuml;chtlingen durch Lagerwachen bis hin zu kaltbl&uuml;tigem Mord dokumentiert. Der deutsche UN-Sonderbeauftragte f&uuml;r Libyen, Martin Kobler, hat k&uuml;rzlich ein libysches Fl&uuml;chtlings-Haftzentrum besucht; er fordert, die Lage zu entsch&auml;rfen, indem Fl&uuml;chtlinge in gr&ouml;&szlig;erer Zahl in ihre Herkunftsl&auml;nder zur&uuml;ckgebracht werden. Entsprechende Ma&szlig;nahmen sind in Vorbereitung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59387\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ein Freund, ein guter Freund<\/strong><br>\nHaben Verflechtungen zwischen Industrie und Politik die Aff&auml;re um VW und andere Hersteller erst m&ouml;glich gemacht? Dokumente, die NDR, WDR und SZ vorliegen, zeigen: Politik und Industrie haben eng kooperiert, der Einfluss der Autobosse auf die Politik ist gro&szlig;.<br>\nWarum sind die Abgastricksereien bei Volkswagen und anderen Herstellern nicht etwa in Deutschland, sondern bei Tests in den USA aufgeflogen? Gab es eine zu gro&szlig;e N&auml;he zur Automobillobby, zu Deutschlands st&auml;rkstem Industriezweig? Diesen und anderen zentralen Fragen soll von diesem Sommer an ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss in Berlin nachgehen. Doch einen Einblick dar&uuml;ber geben schon Dokumente aus dem Regierungsbetrieb. Nach Auswertung von Korrespondenzen aus Umwelt-, Wirtschafts- und Verkehrsministerium zeigt sich: Jahrelang st&ouml;rte sich im politischen Berlin niemand daran, dass die Automobilindustrie weiterhin Fahrzeuge produziert, die viele Schadstoffe aussto&szlig;en. Im Gegenteil: Vehement k&auml;mpfte die Autoindustrie gegen den Plan der EU, Hersteller von 2020 an zu Modellen zu zwingen, die weniger Kohlendioxid aussto&szlig;en und die Umwelt darum auch weniger belasten. Und in den Ministerien fanden die Autobosse stets Verb&uuml;ndete. Hier f&uuml;rchtete man um den eintr&auml;glichsten deutschen Wirtschaftszweig. Die &ouml;kologischen Folgen, Belastungen f&uuml;r den Verbraucher  &ndash; sie waren offenbar zweitrangig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/vw-politik-recherche-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wankas heile Hochschulwelt: Neue Absolventenstudie vorgelegt<\/strong><br>\nFrohe Botschaft f&uuml;r Studierende an Fachhochschulen. Laut einer Studie haben sie beste Aussichten, rasch und zu guten Konditionen ins Berufsleben zu starten &ndash; ob mit Bachelor- oder Master-Abschluss. Auch Uni-Absolventen f&auml;llt der &Uuml;bergang in den Job nicht schwer. Allerdings arbeiten sie anfangs h&auml;ufiger befristet und f&uuml;r weniger Geld.<br>\nWenn Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) durch ihr eigenes Haus gef&ouml;rderte Studien kommentiert, ist stets Frohsinn angesagt. Da kann drin stehen, was will, nach au&szlig;en wird immer auf heile Welt gemacht. Zum Beispiel w&uuml;rde die Ministerin niemals etwas auf die regierungsamtliche Erz&auml;hlung kommen lassen, dass die Umstellung auf die Bachelor-Master-Studienstruktur im Zeichen von Bologna ein ganz gro&szlig;er Wurf ist. Die von Arbeitsdruck, Pr&uuml;fungsstress und Modulkleinklein geplagten und in gro&szlig;er Zahl am System scheiternden Studierenden m&ouml;gen das vielleicht anders empfinden, sind aber doch nur Opfer einer Sinnest&auml;uschung. Denn eigentlich geschieht das alles nur zur ihrer aller Wohl &ndash; glaubt man der Ministerin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/Karriere\/art-1939-absolventenstudie-2016.php\">Studis Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ein Virus geht um, in Polen und anderswo<\/strong><br>\nDas Virus &ldquo;Nationalismus&rdquo; galt als ausgerottet. Nun bedroht es die gro&szlig;en Nationen Europas. Polen etwa erlebe eine nationalkonservative Revolution gegen die liberale Demokratie, sagt der deutsch-polnische Journalist Bartosz Dudek. Und das sei kein Zufall. Polen macht sprachlos. Ausgerechnet das Land, in dem &ldquo;Solidarnosc&rdquo;, die gr&ouml;&szlig;te basisdemokratische B&uuml;rgerbewegung Osteuropas, geboren wurde, ausgerechnet das Land, das f&uuml;r einen gelungenen politischen und wirtschaftlichen Wandel  steht, das Frische und Begeisterung in die &ldquo;alte&rdquo; Europ&auml;ische Union brachte. Es wird zunehmend isoliert und ein Sorgenkind Europas. Mehr noch: Just zum 25. Jubil&auml;um des deutsch-polnischen Freundschaftsvertrages befindet sich diese vielfach gepriesene Freundschaft im freien Fall. Wie konnte es so weit kommen?<br>\nAuf diese Frage gibt es freilich keine einfache Antwort. Nach ihr zu suchen, lohnt sich aber, sagt sie doch nicht nur etwas &uuml;ber das Lebensgef&uuml;hl der Polen aus, sondern ebenso der Ostdeutschen und anderer Europ&auml;er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/nationalismus-ein-virus-geht-um-in-polen-und-anderswo.1005.de.html?dram:article_id=357169\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>AfD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>AfD zieht viele Rechtsextremisten an<\/strong><br>\nDie Forschungsarbeit Die enthemmte Mitte &ndash; autorit&auml;re und rechtsextreme Einstellung in Deutschland zeigt: Im Vergleich zu vor zwei Jahren hat das Entstehen der AfD die W&auml;hlerpr&auml;ferenzen drastisch ver&auml;ndert. Denn die am heutigen Mittwoch pr&auml;sentierten Daten wurde nach jener Zeit erhoben, in der die rechtspopulistische Partei erstarkt war, die Fl&uuml;chtlingskrise ihren H&ouml;hepunkt erreicht hatte und die islamfeindliche Bewegung Pegida in Dresden Zehntausende auf die Stra&szlig;en zog. Waren 2014 noch SPD und CDU\/CSU Sammelbecken von Rechtsextremen, ist es seitdem die AfD. Sie wird von 35 Prozent der Rechtsextremisten gew&auml;hlt. Vor zwei Jahren zog die SPD noch ein Viertel der rechtsextremistischen W&auml;hler an, die Union 21 Prozent. Derzeit sind es nur noch 15 beziehungsweise 11 Prozent. Nach wie vor bleibt aber etwa ein Viertel der Rechtsextremisten den Wahlen v&ouml;llig fern. [&hellip;]<br>\nDie Arbeit der Forscher zeigt aber auch, dass rechtsextremistische Einstellungen insgesamt nicht zugenommen haben, sie verteilen sich nur anders unter den Parteien. Aus den Daten geht jedoch erneut hervor, dass im Osten der Anteil junger Erwachsener mit einer rechtsextremistischen Einstellung besonders hoch ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2016-06\/rechtsextremismus-afd-wahlen-zuspruch-universitaet-leipzig\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>dazu: AfD-Frontfrau und die Wahrheit: Studie entlarvt Frauke Petry als TV-Talkgast mit meisten Falschaussagen<\/strong><br>\nFast jeden Tag sitzen Deutschlands Spitzenpolitiker in den Talkshows der &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender zusammen und liefern sich verbale Schlagabt&auml;usche. F&uuml;r Zuschauer ist es fast unm&ouml;glich alle Tatsachenbehauptungen der Talk-G&auml;ste nachzuvollziehen. Volont&auml;re der K&ouml;lner Journalistenschule haben dies nun nachtr&auml;glich getan und den Aussagen einen Faktencheck unterzogen. Am schlechtesten bei weg kam AfD-Politikerin Frauke Petry.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2016\/06\/14\/afd-frontfrau-negative-spitzenreiterin-frauke-petry-ist-talkgast-mit-meisten-falschaussagen\/\">Meedia<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/faktenzoom.de\/\">Faktenzoom<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>AfD: Guter Wille und blinder Anti-Rassismus gen&uuml;gen nicht!<\/strong><br>\nEs geht den Kleinb&uuml;rger_innen nicht nur um einen rechten Kulturkampf, sie l&ouml;sen sich zunehmend aus dem Machtblock. Der neoliberale Kapitalismus ist f&uuml;r das Kleinb&uuml;rgertum mehr und mehr zum Problem geworden. Die Angst vor sozialem und &ouml;konomischem Abstieg kehrte auch bei jenen ein, die gut situiert sind und in der Reihenhaussiedlung wohnen. W&auml;hrend der gerne romantisierte rheinische Kapitalismus dank seines Aufstiegsversprechens integrierend wirkte, droht der Krisenkapitalismus allen mit Abstieg. Der optimistische Zukunftsblick wich einer r&uuml;ckw&auml;rtsgewandten Vergangenheitsfixierung. Der reaktion&auml;re Teil der &raquo;abstiegsbedrohten Mittelschicht&laquo; erh&auml;lt Unterst&uuml;tzung durch jene Kapitalfraktionen, denen der globalisierte Kapitalismus ebenfalls bedrohlich scheint: Unternehmen, die auf lokale und regionale Absatzm&auml;rkte setzen, die Euro, EU und TTIP eher f&uuml;rchten und die sogar g&uuml;nstigem Humankapital aus Syrien skeptisch gegen&uuml;berstehen.<br>\nDas rechte Projekt der Kleinb&uuml;rger_innen und des Mittelstands strebt ein Klassenb&uuml;ndnis mit der Arbeiterklasse an. W&auml;hrend die AfD zu Beginn vor allem Einkommensstarke und Selbst&auml;ndige ansprechen konnte, hat sich das W&auml;hlerklientel sp&auml;testens bei den j&uuml;ngsten Landtagswahlen erweitert. Sowohl in Baden-W&uuml;rttemberg als auch in Sachsen-Anhalt war die AfD mit Abstand st&auml;rkste Partei bei Arbeiter_innen und Erwerbslosen &ndash; ein Novum f&uuml;r die Partei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1898\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><strong>Die AfD als Partei des (alten) deutschen Militarismus<\/strong><br>\nDie rechtspopulistische &bdquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&ldquo; wurde in Vergangenheit vor allem f&uuml;r ihren gegen die EU gerichteten Nationalismus, sowie ihren fl&uuml;chtlingsfeindlichen und antimuslimischen Rassismus kritisiert. Die milit&auml;rpolitischen Positionen der Partei blieben von ihren Kritiker*innen dagegen bisher weitgehend unbeachtet. Dabei w&uuml;nscht sich die AfD einen h&ouml;heren Stellenwert des Milit&auml;rischen in der Gesellschaft. Den ausgewiesenen Bismarck-Fans Bj&ouml;rn H&ouml;cke oder auch Alexander Gauland, die beide in diesem Zusammenhang in der Partei eine wichtige Rolle spielen, d&uuml;rften dabei preu&szlig;ische Verh&auml;ltnisse vorschweben. Speziell Gauland lieferte bereits vor einigen Jahren Einblicke in seine militaristische Gedankenwelt, als er sich mit folgenden Passagen zu Wort meldete: &bdquo;Die Deutschen haben ein gest&ouml;rtes Verh&auml;ltnis zur milit&auml;rischen Gewalt. Sie betrachten sie nicht als die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln im Sinne von Clausewitz, sondern als das schlechthin B&ouml;se und Falsche, als ein Mittel, aus dem nie und unter keinen Umst&auml;nden Brauchbares entstehen k&ouml;nne. [&hellip;] Statt [&hellip;] immer von Neuem die pazifistische Melodie zu singen, w&auml;re es klug, eine politische zu intonieren, weil eben milit&auml;rische Gewalt [&hellip;] nicht an sich schlecht, sondern nur als falsche Politik schlecht ist. Das aber setzt voraus, dass die Deutschen wieder eine Tatsache der Weltgeschichte akzeptieren lernen, die Bismarck in seiner ersten Regierungserkl&auml;rung als preu&szlig;ischer Ministerpr&auml;sident 1862 in die ber&uuml;hmten Worte fasste: &sbquo;Nicht durch Reden und Majorit&auml;tsbeschl&uuml;sse werden die gro&szlig;en Fragen der Zeit entschieden &ndash; das ist der gro&szlig;e Fehler von 1848 und 1849 gewesen &ndash; sondern durch Eisen und Blut.&rsquo;&ldquo;(1)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/06\/15\/die-afd-als-partei-des-alten-deutschen-militarismus\/\">IMI<\/a><\/li>\n<li><strong>Posttraumatische Belastungsst&ouml;rung<\/strong><br>\n&raquo;Wer Dingen die Relevanz nehmen will, stellt es ins Internet&laquo;, schrieb Matthias Grabow noch vor einigen Jahren in seinem Roman &raquo;Hanna&laquo;. Damals hat diese Sentenz noch gestimmt. Internet &ndash; das war eine Parallelwelt. Eine unbeleuchtete Schublade. Seither hat sich viel ver&auml;ndert. Zwar gewinnt nichts Relevanz nur &uuml;ber das Net. Aber es geht den Umweg &uuml;ber die althergebrachten Medienangebote. Was heute ins Internet gekritzelt wird, ist ein wesentlicher Bestandteil der traditionellen Medien geworden. Tweets sind keine verg&auml;nglichen K&ouml;rnchen in einem Sandkasten unz&auml;hlbarer K&ouml;rner mehr. Sie sind News. Ohne diese Entwicklung w&auml;ren viele aktuelle Ereignisse und Zust&auml;nde nicht denkbar. Die AfD zum Beispiel. Vor einigen Jahren h&auml;tte sie sich selbst ihre Relevanz genommen, weil sie gr&ouml;&szlig;tenteils nur das Produkt digitaler Hasskampagnen darstellt. Wenn man dann aber die Petrys und Gaulands via Twitter und Konsorten bei Anne Will platziert, schafft man Relevanz ohne Not und macht gro&szlig;, was kleiner sein k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/06\/posttraumatische-belastungsstorung.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Wir l&uuml;gen nicht &ndash; wir sind schlampig und denkfaul&ldquo;: Hans-Ulrich J&ouml;rges &uuml;ber Meinungsmache, Hass und AfD<\/strong><br>\nEs sei &bdquo;gef&auml;hrlich&ldquo; wenn beispielsweise in Nachrichtenzeilen st&uuml;nde, dass der t&uuml;rkische Staatspr&auml;sident Erdogan gegen Deutschland &bdquo;hetzt&ldquo;. &bdquo;Die Menschen schauen genau hin und sehen eine Einseitigkeit&ldquo;, so J&ouml;rges. &bdquo;Wir m&uuml;ssen wieder zu uns kommen.&ldquo; Es seien auch Journalisten, die eine Mitschuld am Erfolg der AfD tragen. Die Rechtspopulisten h&auml;tten das Spiel im Umgang mit den Medien verstanden, g&auml;ben ihnen immer wieder neues Futter, worauf sie sich st&uuml;rzten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2016\/06\/15\/wir-luegen-nicht-wir-sind-schlampig-und-denkfaul-hans-ulrich-joerges-ueber-meinungsmache-hass-und-afd\">Meedia<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Spiel dauert 90 Minuten &ndash; ein neues Gesetz 57 Sekunden<\/strong><br>\nDiesmal also die Privatisierung des Autobahnbaus. Dass diese Ma&szlig;nahme den Steuerzahler Unmengen an Geld kostet, ist klar. Aber die Privatisierung ist nun einmal eines der wesentlichen Instrumente des Neoliberalismus, und wenn schon, denn schon! Es ist das zweite Gruppenspiel, da kann schon fast alles klar gemacht werden, die n&auml;chste Runde w&auml;re mit einem Sieg faktisch sicher, und &uuml;berhaupt &hellip; Moment mal, war da noch etwas anderes? Ach, was soll&lsquo;s, dar&uuml;ber k&ouml;nnen wir immer noch nachdenken &hellip;<br>\nMindestens zwei Aktionen gegen das neue Gesetz sind aber anberaumt. Auf der Seite GiB (&bdquo;Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand&ldquo;) ist nachzulesen, dass am Donnerstag, den 16.6.2016, das Treffen der Ministerpr&auml;sidenten von Privatisierungsgegner begleitet werden soll. Es findet statt um 10.45 Uhr in der Bremer Landesvertretung in der Hiroshimastra&szlig;e 24 in Berlin. Die zweite Aktion beginnt um 14.00 Uhr im Bundeskanzleramt in der Willy-Brandt-Stra&szlig;e 1, ebenfalls in Berlin. Dort treffen sich die Ministerpr&auml;sidenten erneut zu einer Sitzung. Das Sch&ouml;ne daran: Fu&szlig;ball-Fans k&ouml;nnen sowohl protestieren als auch das EM-Spiel konsumieren, diesmal gibt es keine zeitliche &Uuml;berschneidung. Bequemer kann Widerstand wohl kaum sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/133321\/das-spiel-dauert-90-minuten-ein-neues-gesetz-57-sekunden\">Spiegelfechter<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-33816","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33816","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=33816"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33816\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33819,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33816\/revisions\/33819"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=33816"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=33816"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=33816"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}