{"id":3388,"date":"2008-08-08T09:25:49","date_gmt":"2008-08-08T07:25:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3388"},"modified":"2008-08-08T09:26:58","modified_gmt":"2008-08-08T07:26:58","slug":"hinweise-des-tages-709","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3388","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Prozesslawine gegen Hartz<\/li>\n<li>Hartz-Regels&auml;tze sind wirklichkeitsfremd und betreffen alle<\/li>\n<li>Flaute gef&auml;hrdet Pl&auml;ne zur weiteren Senkung der Arbeitslosenversicherung<\/li>\n<li>Privatanleger bei den Bundesschulden lassen Banken sch&auml;umen<\/li>\n<li>EZB hat sich vergaloppiert <\/li>\n<li>Die Exportabh&auml;ngigkeit steigt weiter<\/li>\n<li>Sozialabbau als Rekrutierungshilfe der Bundeswehr<\/li>\n<li>Atomenergie kommt Steuerzahler teuer zu stehen<\/li>\n<li>Zur Rentenversicherung und Pensionsfonds<\/li>\n<li>Mehr Thatcher denn je<\/li>\n<li>Lehrermangel<\/li>\n<li>Ruanda<\/li>\n<li>Hoffentlich ein letztes Mal zu Clement<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3388&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Der Staat vor Gericht<\/strong><br>\nGegen Hartz IV begehren die Menschen massenhaft auf. Fast die H&auml;lfte der Prozesse gewinnen die Kl&auml;ger. Die Zahl der Verfahren bricht in der ersten H&auml;lfte 2008 alle Rekorde. Angesichts der hohen Erfolgsrate der Klagen r&auml;t DGB-Arbeismarktexperte Wilhelm Adamy allen Hartz IV-Empf&auml;ngern, jeden Bescheid genau zu pr&uuml;fen und bei Zweifeln juristischen Rat zu suchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/?em_cnt=1407352&amp;em_loc=2091\">FR<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Blamage mit Hartz IV<\/strong><br>\nDer anhaltende Ansturm auf die Sozialgerichte ist f&uuml;r den Gesetzgeber eine Blamage. Mit Hartz IV wollte die Politik den Sozialstaat vereinfachen und B&uuml;rokratie abbauen. Aber das Gegenteil ist eingetreten. In jedem Fall gekl&auml;rt ist die Frage, ob Hartz IV Arbeit schafft. Bei Anw&auml;lten, Richtern und in der Arbeitsmarktverwaltung wirkt die Reform tats&auml;chlich wie ein gigantisches Besch&auml;ftigungsprogramm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/?em_cnt=1408009&amp;em_loc=1775\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Massenhafte Klagen gegen Verwaltungsgesetze sind in der Regel ein Zeichen, dass die Gesetze schlecht gemacht sind, dass sie unbestimmt, nicht eindeutig, ja sogar widerspr&uuml;chlich sind. Das kann man &uuml;ber die mit hei&szlig;er Nadel gen&auml;hten Hartz-Gesetze mit Sicherheit sagen. Statt nun die Gesetze zu verbessern, gibt es Pl&auml;ne, die Klagem&ouml;glichkeiten zu beschr&auml;nken, etwa in dem man die Sozialgerichte durch finanzielle H&uuml;rden vor Recht suchenden Hartz-IV-Opfern abzuschirmen versucht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Immer weniger zu leben mit Hartz IV &ndash; Die Regelsatzh&ouml;he ist wirklichkeitsfremd<\/strong><br>\nUm der Realit&auml;t der Preissteigerungen gerecht zu werden, k&auml;me nach Vorstellung des PARIT&Auml;TISCHEN ein preisangepasster Regelsatz f&uuml;r Anfang 2008 ein Betrag von 434 Euro heraus. Nur so kann tats&auml;chlich der Bedarf des notwendigen Lebensunterhalts au&szlig;erhalb von Einrichtungen mit Ausnahme von Leistungen f&uuml;r Unterkunft und Heizung und der im Gesetz vorgesehenen Sonderbedarfe gedeckt werden. Der Parit&auml;tische fordert (dar&uuml;ber hinaus) endlich eine eigenst&auml;ndige Untersuchung der Kinderbedarfe zur Ermittlung des Existenzminimums von Kindern und Heranwachsenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=12730%20\">Neue Rheinische Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Weithin unbekannt d&uuml;rfte Folgendes sein:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Der Regelsatz bestimmt nicht nur die H&ouml;he der Sozialhilfe: Niveau und Struktur von Sozialhilfe als Hilfe zum Lebensunterhalt und Arbeitslosengeld II bzw. Sozialgeld sind im Wesentlichen gleich gestaltet. Gleiches gilt f&uuml;r die bedarfsorientierte Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. F&uuml;r Leistungsempf&auml;nger in Einrichtungen ist der Regelsatz gleichfalls wichtig, da sich der Barbetrag zur pers&ouml;nlichen Verf&uuml;gung im Form von Taschengeld (&sect; 35 SGB XII) am Regelsatz orientiert. Dar&uuml;ber hinaus richten sich die Grund- und Kinderfreibetr&auml;ge in der Einkommensteuer &ndash; das steuerlich zu verschonende Existenzminimum &ndash; nach dem im Sozialhilferecht anerkannten Mindestbedarf. Weitere Bereiche, in die der Regelsatz allerdings nicht unmittelbar hineinwirkt, sind der Kinderzuschlag (&sect; 6a Bundeskindergeldgesetz), die Pf&auml;ndungsfreigrenzen in der Zivilprozessordnung (&sect;&sect; 850, 850a ff. ZPO) und das Asylbewerberleistungsgesetz. Damit hat fast die gesamte deutsche Wohnbev&ouml;lkerung direkt oder indirekt etwas mit dem Regelsatz zu tun.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Flaute gef&auml;hrdet Beitragssenkung<\/strong><br>\nDie drohende Konjunkturflaute gef&auml;hrdet den Spielraum f&uuml;r Beitragssenkungen bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA): Nach Berechnungen aus dem BA-Verwaltungsrat, die dem Handelsblatt vorliegen, k&ouml;nnte das verf&uuml;gbare Finanzpolster selbst ohne Beitragssenkung schon Ende 2009 beinahe auf null zu schmelzen. Die drohende Konjunkturflaute und neue Ausgabenprogramme der Regierung lassen den Spielraum f&uuml;r Beitragssenkungen bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) schwinden. Nach Berechnungen aus dem Verwaltungsrat der N&uuml;rnberger Beh&ouml;rde k&ouml;nnte das verf&uuml;gbare Finanzpolster der BA Ende 2009 auch ohne eine weitere Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung bereits ann&auml;hernd aufgebraucht sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/flaute-gefaehrdet-beitragssenkung;2020114\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir haben stets darauf hingewiesen, dass es vern&uuml;nftiger und vorsorgender w&auml;re, bei der Arbeitsagentur ein Finanzpolster f&uuml;r Zeiten des konjunkturellen Abschwungs und wieder steigender Arbeitslosigkeit anzulegen. Die Senkung der Arbeitslosenversicherungsbeitr&auml;ge hatte vor allem den Sinn, die Voraussetzungen daf&uuml;r zu schaffen, in der Flaute wegen der dann entstehenden Defizite die Leistungen der Arbeitsagentur weiter einzuschr&auml;nken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Steinbr&uuml;ck l&auml;sst Banker sch&auml;umen<\/strong><br>\nBanken und Finanzministerium streiten heftig &uuml;ber das Gesch&auml;ft des Bundes mit Privatanlegern. Nach dem erfolgreichen Start der Tagesanleihe vor einigen Wochen soll die mit dem Schuldenmanagement der Bundesrepublik beauftragte Finanzagentur nach dem Willen des Finanzministers Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) weitere Produkte unters Volk bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1407969&amp;em_loc=31\">FR<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Fabelhaft<\/strong><br>\nWas sollten B&uuml;rger von ihrem Staat erwarten d&uuml;rfen? Effizienz im Umgang mit den Steuergeldern, oder ein Programm, das die Gewinne bei Banken, Sparkassen und Fondsgesellschaften f&ouml;rdert? Die Antwort auf diese simple Frage sollte ausreichen, um das Sommertheater in der gro&szlig;en Koalition rasch zu beenden. Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck und die SPD haben recht: Der Plan, den Anteil der Privatanleger an der Finanzierung der Bundesschuld zu erh&ouml;hen, ist fabelhaft. Und das aus einem einfachen Grund: Wenn die B&uuml;rger direkt beim Bund Anlageprodukte kaufen, k&ouml;nnen Staat und Anleger sich die Marge teilen, die ansonsten die Bank oder Fondsgesellschaft einsackt. So fallen die Zinskosten f&uuml;r den Bund geringer aus, was bedeutet, dass die Steuerlast sinkt. Und der Clou: Die Anleger, die Geld direkt in Bundestiteln anlegen, erhalten auf lange Sicht auch noch eine h&ouml;here Verzinsung als wenn sie den Umweg &uuml;ber die Bank gingen. Rechnet man noch Wettbewerbseffekte hinzu, kann es der Bund mittels halbwegs flotter Produkte sogar schaffen, dass die Kosten f&uuml;r diese Art der Sparanlage in ganz Deutschland sinken. Mehr kann ein Staat kaum tun, der seine B&uuml;rger verpflichtet, privat f&uuml;r das Alter vorzusorgen.<\/p>\n<p>Dass die Bankenverb&auml;nde nun schreien, ist verst&auml;ndlich. Es zeigt nur, dass die Finanzagentur jetzt nach und nach kluge Produkte auf den Markt bringt. &Uuml;brigens das erste Mal seit fast 30 Jahren. Aber dass sich die CDU auf die Seite der Lobby schl&auml;gt, ist peinlich. Alle Argumente gegen den Plan des Finanzministers laufen ins Leere. Es handelt sich um keine Subvention. Das w&auml;re nur dann der Fall, wenn der Bund Konditionen zahlte, die der Markt nicht hergibt. Doch davon kann keine Rede sein. Der Bund zahlt sogar etwas weniger als der Markt, weil ihm ja Kosten entstehen &ndash; und er Steuern sparen will. Nur zahlt er im Mittel immer noch mehr als den Anlegern nach Abzug aller satten Fonds- und Bankgeb&uuml;hren bliebe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1407972&amp;em_loc=31%20\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Und dennoch gibt es eine bessere Einnahmequelle, die Schulden und Zinsen vermeiden hilft, f&uuml;r deren Nutzung der Staat aber mehr leisten m&uuml;sste, damit die B&uuml;rger dies akzeptieren: Sinnvolle und gerechte Steuern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die EZB hat sich vergaloppiert <\/strong><br>\nDie EZB stehe international isoliert da. Alle anderen bedeutenden Zentralbanken lockerten aktuell die Geldpolitik. &ldquo;Die engstirnige Geldpolitik der EZB hat Gr&uuml;nde&rdquo;, sagt Herbert Schui, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. \n<blockquote><p>Sie f&auml;llt zunehmend auf Psychologismen zur&uuml;ck. Die letzte Zinserh&ouml;hung begr&uuml;ndete sie nicht mit ihrer Wirkung auf die Preise, sondern mit ihrer Wirkung auf die Inflationserwartungen. Die EZB ist die letzte Vertreterin des dogmatischen Monetarismus. Selbst der Internationale W&auml;hrungsfonds fordert sie inzwischen auf, die &uuml;berholte &lsquo;monet&auml;re Analyse&rsquo; aufzugeben. Hinter diesen wissenschaftlichen Fehlleistungen stecken Interessen: Die EZB sieht ihre Hauptaufgabe darin, die Gewerkschaften zur Lohnzur&uuml;ckhaltung zu dr&auml;ngen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169498\/51\/\">Linkszeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche Ausfuhren im Juni 2008: + 7,9% zum Juni 2007 <\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorl&auml;ufiger Ergebnisse mitteilt, wurden im Juni 2008 von Deutschland Waren im Wert von 88,3 Milliarden Euro ausgef&uuml;hrt und Waren im Wert von 68,6 Milliarden Euro eingef&uuml;hrt. Die deutschen Ausfuhren waren damit im Juni 2008 um 7,9% und die Einfuhren um 5,3% h&ouml;her als im Juni 2007. Im Vormonatsvergleich war die Entwicklung von Aus- und Einfuhren kalender- und saisonbereinigt gegenl&auml;ufig: W&auml;hrend die Ausfuhren gegen&uuml;ber Mai 2008 um 4,2% stiegen, nahmen die Einfuhren um 0,1% ab.\n<p>Die Au&szlig;enhandelsbilanz schloss im Juni 2008 mit einem &Uuml;berschuss von 19,7 Milliarden Euro ab. Im Juni 2007 hatte der Saldo in der Au&szlig;enhandelsbilanz 16,7 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag im Juni 2008 der Au&szlig;enhandelsbilanz&uuml;berschuss bei 18,1 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Zusammen mit den Salden f&uuml;r Dienstleistungen (&ndash; 1,7 Milliarden Euro), Erwerbs- und Verm&ouml;genseinkommen (+ 3,3 Milliarden Euro), laufende &Uuml;bertragungen (&ndash; 2,2 Milliarden Euro) sowie Erg&auml;nzungen zum Au&szlig;enhandel (&ndash; 0,7 Milliarden Euro) schloss &ndash; nach vorl&auml;ufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank &ndash; die Leistungsbilanz im Juni 2008 mit einem &Uuml;berschuss von 18,5 Milliarden Euro ab. Im Juni 2007 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 18,1 Milliarden Euro ausgewiesen.<\/p>\n<p>In die Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union wurden im Juni 2008 Waren im Wert von 56,5 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 45,5 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegen&uuml;ber Juni 2007 stiegen die Versendungen in die EU-L&auml;nder um 5,9% und die Eing&auml;nge aus diesen L&auml;ndern um 3,8%. In die L&auml;nder der Eurozone wurden im Juni 2008 Waren im Wert von 37,2 Milliarden Euro (+ 4,7%) geliefert und Waren im Wert von 31,3 Milliarden Euro (+ 2,4%) aus diesen L&auml;ndern bezogen. In die EU-L&auml;nder, die nicht der Eurozone angeh&ouml;ren, wurden im Juni 2008 Waren im Wert von 19,3 Milliarden Euro (+ 8,4%) geliefert und Waren im Wert von 14,2 Milliarden Euro (+ 6,9%) von dort bezogen.<\/p>\n<p>In die L&auml;nder au&szlig;erhalb der Europ&auml;ischen Union (Drittl&auml;nder) wurden im Juni 2008 Waren im Wert von 31,8 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 23,1 Milliarden Euro aus diesen L&auml;ndern importiert. Gegen&uuml;ber Juni 2007 stiegen die Exporte in die Drittl&auml;nder um 11,7% und die Importe von dort um 8,6%.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/08\/PD08__282__51,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wieder einmal ein Beleg daf&uuml;r, wie exportabh&auml;ngig Deutschland ist. Es ist h&ouml;chste Zeit, die deutsche Binnenkonjunktur auf der Kaufkraftseite endlich anzukurbeln, damit sie wenigstens einen Teil des zu erwartenden Exportr&uuml;ckgangs auffangen kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Sozialabbau als Rekrutierungshilfe der Bundeswehr&ldquo;<\/strong><br>\nLange Zeit wurde ein Zusammenhang zwischen Militarisierung und Sozialabbau allein &uuml;ber die sinkenden Sozialausgaben bei steigenden Milit&auml;rausgaben hergestellt. Gerade in Deutschland aber, wo das Milit&auml;r gerne als &bdquo;Spiegelbild&ldquo; der Gesellschaft und der Soldat als &bdquo;Staatsb&uuml;rger in Uniform&ldquo; dargestellt wird, verpflichten sich immer mehr Jugendliche aus gesellschaftlich unterprivilegierten Gruppen als &bdquo;Freiwillig-L&auml;ngerdienende&ldquo;, weil sie f&uuml;r sich keine oder kaum eine Chance auf dem zivilen Arbeitsmarkt sehen. &Auml;hnlich wie in den USA unterwerfen sich Jugendliche den Gefahren des Kriegseinsatzes, weil ihnen die Gesellschaft keine anderen Chancen l&auml;sst.\n<p>Besonders profitiert die Bundeswehr von der Versch&auml;rfung der Auflagen f&uuml;r unter 25j&auml;hrige Hartz IV Empf&auml;nger. Vor diesem Hintergrund erweist sich der Sozialabbau als Rekrutierungsgehilfe der Bundeswehr. Dies geht mittlerweile soweit, dass die Bundeswehr in zahlreichen Arbeits&auml;mtern bereits st&auml;ndige B&uuml;ros unterh&auml;lt und sogar Berichte vorliegen, dass Hartz IV Empf&auml;ngern Leistungsk&uuml;rzungen angedroht wurden, sollten sie sich weigern, an einer Rekrutierungsveranstaltung teilzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/download\/Militarisierung-und-Sozialabbau.pdf\">Informationsstelle Militarisierung (IMI) [PDF &ndash; 660 KB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Atomenergie kommt Steuerzahler teuer zu stehen<\/strong><br>\nWenn Wirtschaftsminister Glos die Laufzeitverl&auml;ngerung mit dem Argument durchsetzen will, Atomstrom sei billig, so ist das eine Lachnummer&rdquo;, reagiert Ulla L&ouml;tzer, Obfrau im Wirtschaftsausschuss, zur Antwort auf eine Kleine Anfrage der LINKEN zu den volkswirtschaftlichen Kosten der Atomenergie. &ldquo;Wird den B&uuml;rgern das Geld f&uuml;r die teure Atomenergie nicht &uuml;ber den Strompreis aus der Tasche gezogen, dann eben &uuml;ber Steuern. Denn letztlich ist es der Staat, der die Defizite dieser Technik bezahlt&rdquo;, so L&ouml;tzer.\n<p>Ob Atomforschung, Stilllegung von Reaktoren, Beitr&auml;ge zu Euratom und IAEO oder die Altlasten der Atomenergie in Ostdeutschland &ndash; Steuerzahlerinnen und Steuerzahler seien kr&auml;ftig dabei, wenn es um die Lasten der Atomindustrie geht. &Uuml;ber 667 Millionen Euro seien im Bundeshaushalt 2008 f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung der Atomenergie eingestellt. Zugegeben habe das Wirtschaftsministerium zudem, dass auf den Staat auch in den n&auml;chsten Jahren Milliarden Lasten aus der Atomenergienutzung zukommen:<\/p>\n<ul>\n<li>1,5 Mrd. Euro f&uuml;r die Stilllegung der Forschungsreaktoren und der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe, <\/li>\n<li>2,2 Mrd. Euro f&uuml;r die Schlie&szlig;ung von Morsleben,<\/li>\n<li>1,3 Mrd. Euro f&uuml;r die weitere Sanierung der Wismut. <\/li>\n<\/ul>\n<p>&ldquo;Dies sind nur einige Posten&rdquo;, sagt Ulla L&ouml;tzer. &ldquo;Andere Lasten sind noch gar nicht absehbar. F&uuml;r das Atomm&uuml;lllager ASSE II werden 536 Mio. angegeben, doch keiner wei&szlig;, wie teuer die Sanierung des Lagers wirklich wird. Schlie&szlig;lich wei&szlig; ja wohl auch keiner, was dort wirklich eingelagert wurde.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169491\/1\/\">Linkszeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die gr&ouml;&szlig;te Zeitbombe bei den Kosten f&uuml;r die Atomkraft tickt, wenn die Kraftwerke nach der Stillegung sicher eingeschlossen oder r&uuml;ckgebaut werden m&uuml;ssen. <\/em><\/p>\n<p>Ich habe damit selbst nach der Stilllegung des winzigen Versuchsreaktors an der damaligen Kernforschungsanlage J&uuml;lich bittere Erfahrungen sammeln m&uuml;ssen. Die Kosten f&uuml;r den sicheren Einschluss oder den R&uuml;ckbau (gr&uuml;ne Wiese) explodierten. Ich kenne nicht mehr den neuesten Stand, aber im Jahre 2003 beliefen sich die gesch&auml;tzten Kosten f&uuml;r den &bdquo;sicheren Einschluss&ldquo; auf weit &uuml;ber 200 Millionen Euro. F&uuml;r den R&uuml;ckbau wurden weitere 300 Millionen Euro angenommen, die, da die Betreibergesellschaft zahlungsunf&auml;hig war, vollst&auml;ndig auf Bund und Land zuliefen. Eine halbe Milliarde also, das ist ein Mehrfaches des Betrages, den der Bau dieser relativ kleinen Anlage gekostet hat. <\/p>\n<p>Ganz &Auml;hnlich verlief es nach der Stilllegung des Thorium-Hochtemperator-Reaktors in Hamm-Uentrop. Die Betreibergesellschaft war sofort insolvent und konnte f&uuml;r die Kosten nicht herangezogen werden. Also blieben die Kosten von gleichfalls einer halben Milliarde Euro gleichfalls beim Steuerzahler h&auml;ngen. Der R&uuml;ckbau wird noch mindestens 20 Jahre beanspruchen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Dresdner Bank in Dortmund bringt Betriebsrat zum Schweigen<\/strong><br>\nDer Betriebsrat der Dresdner Bank Ruhr und Westfalen kann die 1.300 Belegschaftsmitglieder in 60 verschiedenen Standorten im Ruhrgebiet, M&uuml;nsterland und S&uuml;dwestfalen nicht mehr &uuml;ber einen E-Mail-Verteiler informieren. Der Leiter der Personalabteilung f&uuml;r Nordrhein-Westfalen, Direktor Holger Goray, teilte der Interessenvertretung mit, dass mit &bdquo;sofortiger Wirkung&ldquo; die Berechtigung, E-Mails an alle Mitarbeiter zu versenden, gel&ouml;scht worden ist. Das bankeigene elektronische Netz ist angesichts der weit verzweigten Unternehmensstruktur die einzige M&ouml;glichkeit, mit den Angestellten schnell und fl&auml;chendeckend zu kommunizieren. \n<p>ver.di-Bundesvorstandmitglied Uwe Foullong nannte das Abschalten der Sendeberechtigung einen &bdquo;schwerwiegenden Eingriff&ldquo; in das Betriebsverfassungsgesetz. &bdquo;In einem demokratischen Land kann keine Unternehmensleitung als Zensor bestimmen, was die Besch&auml;ftigten lesen&ldquo;, sagte Foullong. Das ver.di-Vorstandsmitglied forderte die Dresdner Bank auf, die &bdquo;brutale Verhinderung der Betriebsratsarbeit&ldquo; sofort einzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi.de\/presse\/pressemitteilungen\/showNews?id=89396cbc-63a9-11dd-73ba-0019b9e321e1\">ver.di-Bundesvorstand<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Rische bringt skandinavisches Vorsorgemodell ins Spiel<\/strong><br>\nZur &Uuml;berwindung der noch immer weit verbreiteten Altersvorsorge-Lethargie hat der Chef der Deutschen Rentenversicherung Bund, Herbert Rische, ein so genanntes &ldquo;&ouml;ffentliches Produkt&rdquo; nach skandinavischem Vorbild angeregt. Ein solches Produkt k&ouml;nne als Alternative zum kaum noch &uuml;bersehbaren Vorsorgeangebot der privaten Finanzdienstleister auf den Markt kommen und lasse sich zudem mit einer &ldquo;Komponente der Invalidit&auml;tssicherung&rdquo; verbinden, sagte Rische in einem Interview.\n<p>Zur Begr&uuml;ndung verwies Rische auf die Nachteile privater Berufsunf&auml;higkeitsversicherungen. Viele Angebote seien &ldquo;versicherungstechnisch heikel und entsprechend teuer&rdquo;, sagte Rische. Der Pr&auml;sident der Deutschen Rentenversicherung Bund bezog damit indirekt Stellung zur aktuellen Debatte &uuml;ber die wachsende Armutsgefahr von Erwerbsgeminderten. Fachleute der gesetzlichen Rentenversicherer hatten in j&uuml;ngster Zeit mehrfach darauf hingewiesen, dass schon jetzt fast die H&auml;lfte der Bezieher der staatlichen Grundsicherung Invalide seien. Dieser Anteil wird nach Ansicht von Experten wegen der Abschl&auml;ge auf Erwerbsminderungsrenten vor dem 63. Lebensjahr und der geringen Verbreitung privater Berufsunf&auml;higkeitsversicherungen in den kommenden Jahren vermutlich noch zunehmen. <\/p>\n<p>Zugleich verteidigte Rische das umlagefinanzierte Rentensystem in Deutschland als &ldquo;&auml;u&szlig;erst flexibel&rdquo;. Die gesetzliche Rente habe in den vergangenen 50 Jahren viele Anpassungsprozesse mitgemacht. &ldquo;Diese F&auml;higkeit, auf gesellschaftliche Ver&auml;nderungen reagieren zu k&ouml;nnen, z&auml;hlt zu den gro&szlig;en Vorteilen des Modells&rdquo;, so Rische. Allerdings m&uuml;sse der Gesetzgeber daf&uuml;r sorgen, dass die Erwerbst&auml;tigen auch k&uuml;nftig ausreichend hohe Eink&uuml;nfte erzielen k&ouml;nnten. Wer von Niedriglohnjobs und staatlichen Lohnzusch&uuml;ssen leben m&uuml;sse, &ldquo;von dem kann man schlichtweg nicht erwarten, dass er f&uuml;rs Alter vorsorgt&rdquo;, sagte der rangh&ouml;chste Vertreter der Deutschen Rentenversicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Rische-bringt-skandinavisches-Vorsorgemodell-ins-Spiel.html\">Ihre Vorsorge<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Auch ein sogenanntes &ldquo;&ouml;ffentliches Produkt&rdquo; bringt keinen Nutzen, sondern zus&auml;tzliche Verwaltungskosten und Risiken (sofern es sich um eine auf Kapitaldeckung hoffende Variante handelt, siehe dazu auch der folgende Hinweis) mit sich. Hat man Rische zu verstehen gegeben, dass er keinen Klartext reden darf, weil dies politisch unerw&uuml;nscht ist?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Pensionsfonds erleiden durch die Finanzkrise riesige Verluste<\/strong><br>\nDiese Fonds verlieren jeden Tag und jeden Monat viel Geld (1.500 Milliarden US-Dollar Verlust seit Januar 2008 (2)) und werden in den n&auml;chsten Monaten und Jahren noch mehr verlieren. Wir gehen davon aus, dass die Pensionsfonds trotz ihren Versuchen, die riskantesten Investitionen abzusto&szlig;en, 2008 insgesamt mindestens weitere 3.000 Milliarden Dollar verlieren werden, und ihre Rendite (inflationsbereinigt) auf bestenfalls 5% zur&uuml;ckgehen wird.\n<p>Wir gehen davon aus, dass mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit bis Ende 2008 die Krise der Pensionsfonds die eklatanteste Facette der gegenw&auml;rtigen umfassenden weltweiten Krise bieten wird. Dies bedeutet, dass viele Rentner in finanzielle Schwierigkeiten geraten werden. Besonders werden die Rentner in den USA (deren Versicherten 2006 &uuml;ber 45% der globalen Gesamtsumme des Anlageverm&ouml;gens der Pensionsfonds verf&uuml;gten) und in Japan (18%) betroffen sein. Aber auch Rentner in einigen EU-L&auml;ndern, deren Rentensysteme verst&auml;rkt auf dem kapitalfinanzierten System aufbauen, also in Gro&szlig;britannien (7% der globalen Gesamtsumme des Anlageverm&ouml;gens der Pensionsfonds), Schweden (1%), D&auml;nemark (1%) und vor allen Dingen in dem Eurozonen-Mitgliedstaat Niederlande (6%) werden nicht das Geld aus den Pensionsfonds erhalten, mit dem sie gerechnet hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.leap2020.eu\/F%C3%BCnf-westliche-Lander-werden-vom-Zusammenbruch-des-kapitalfinanzierten-Rentensystems-besonders-in-Mitleidenschaft_a1979.html\">Global Europe Anticipation Bulletin<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Verluste aus Lebenspolicen verrechnen<\/strong><br>\nWer seine Lebensversicherung k&uuml;ndigt, verliert in vielen F&auml;llen Geld. Denn zun&auml;chst m&uuml;ssen Abschluss- und Verwaltungskosten beglichen werden, bevor &uuml;berhaupt ein Cent Guthaben angezeigt wird. Das Versicherungsvertragsgesetz (VVG), das seit Beginn des Jahres in Kraft ist, schreibt zwar vor, dass die Abschluss- und Verwaltungskosten auf die ersten f&uuml;nf Vertragsjahre verteilt werden m&uuml;ssen. &ldquo;Trotz allem drohen hohe Verluste bei der K&uuml;ndigung einer Lebensversicherung&rdquo;, sagt Edda Castell&oacute; von der Verbraucherzentrale Hamburg. Der einzige Trost f&uuml;r all diejenigen, die ihre Lebensversicherung nach dem 1. Januar 2005 abgeschlossen haben, ist der Fiskus. Denn das Finanzamt kann an den aufgelaufenen Verlusten beteiligt werden. &ldquo;Ist die Versicherungsleistung niedriger als die eingezahlten Beitr&auml;ge, kann der Differenzbetrag als negative Einnahmen aus Kapitalverm&ouml;gen steuermindernd verrechnet werden&rdquo;.\n<p>Schlie&szlig;lich geht es um viel Geld. Die Bundesb&uuml;rger besitzen im Schnitt 95 Mio. Lebensversicherungen. Sch&auml;tzungsweise eine Million Kunden k&uuml;ndigen Jahr f&uuml;r Jahr ihren Vertrag. H&auml;ufig verkaufen die Versicherten ihre Police mit hohen Verlusten. Schlie&szlig;lich m&uuml;ssen die Kunden in den ersten Monaten und Jahren des Vertrags zun&auml;chst Abschluss und Verwaltungsgeb&uuml;hren berappen, bevor sich auch nur ein Cent Guthaben auf ihrem Vertrag bildet. Eine Analyse der Hamburger Verbrauchersch&uuml;tzer von mehr als 400 gek&uuml;ndigten Vertr&auml;gen ergab, dass der durchschnittliche Verlust der Verbraucher bei rund 3300 Euro und damit bei knapp 70 Prozent lag. Jahr f&uuml;r Jahr d&uuml;rften sich die Verluste nach Sch&auml;tzungen der Verbrauchersch&uuml;tzerin Castell&oacute; auf rund 3,3 Mrd. Euro belaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/welt_print\/arti2290955\/Verluste_aus_Lebenspolicen_verrechnen.html?print=yes\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren &ndash; wie &uuml;blich. Allerdings haben Langzeitarbeitslose meistens kein steuerpflichtiges Einkommen, von dem die beschriebenen Verluste abgesetzt werden k&ouml;nnen. Werden sie als &bdquo;Kunden&ldquo; von der &ouml;rtlichen ARGE gen&ouml;tigt, ihre Lebensversicherungen aufzul&ouml;sen, haben sie besondere Nachteile.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Krankenh&auml;user in Hessen rechnen mit 450 Millionen Euro Defizit <\/strong><br>\nDie Krankenh&auml;user in Hessen rechnen 2008 und 2009 mit einer Finanzierungsl&uuml;cke von 450 Millionen Euro. Gr&uuml;nde daf&uuml;r seien die hohen Tarifabschl&uuml;sse, steigende Energie- und Lebensmittelkosten sowie der medizinische Fortschritt. Zur &laquo;Rettung der Krankenh&auml;user&raquo; haben sich nun zehn Organisationen unter F&uuml;hrung der Hessischen Krankenhausgesellschaft zusammengeschlossen. Sie forderten am Donnerstag in Wiesbaden unter anderem eine volle Refinanzierung der Tarifsteigerungen durch den Bund sowie ein Ende der Deckelung der Krankenhaus-Budgets. Sie w&uuml;nschen sich einen Ausgleich f&uuml;r steigende Sachkosten, Innovationen sowie mehr Geld f&uuml;r die Ausbildung des Nachwuchses. &laquo;Da die Rationalisierungspotenziale der Krankenh&auml;user inzwischen mehr als ausgesch&ouml;pft sind, kann die Finanzierungsl&uuml;cke nicht aus eigener Kraft geschlossen werden&raquo;, sagte der Pr&auml;sident der Krankenhausgesellschaft, Holger Strehlau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rhein-main.net\/sixcms\/list.php?page=fnp2_news_article&amp;sv[gsid]=rmn01.c.5034965.de\">Frankfurter Neue Presse<\/a><\/li>\n<li><strong>Mehr Thatcher denn je<\/strong><br>\nUntersuchungen zeigen, dass die Briten unter Labour viel marktliberaler denken als in der Zeit der konservativen Regierung. Seit rund zehn Jahren hat sich die Einstellung gegen&uuml;ber &auml;rmeren Menschen im Land beinahe grunds&auml;tzlich gewandelt. &bdquo;Armut wird heutzutage viel mehr auf eigenes Verschulden und zu wenig pers&ouml;nliche Anstrengung zur&uuml;ckgef&uuml;hrt&ldquo;, sagt der Sozialwissenschaftler Peter Taylor-Gooby. Auch Einkommensunterschiede werden st&auml;rker akzeptiert als noch vor dem Amtsantritt von Tony Blair 1997. &bdquo;In gewisser Weise ist England unter New Labour viel mehr Richtung Thatcher gegangen als je unter den Konservativen&ldquo;, sagt der Wissenschaftler, der auch federf&uuml;hrend an der gr&ouml;&szlig;ten j&auml;hrlichen Umfrage zur Einstellung der Briten zum Sozialstaat mitwirkt. W&auml;hrend noch 1995 fast die H&auml;lfte der Briten meinte, dass die direkten Zusch&uuml;sse f&uuml;r Arme steigen m&uuml;ssten und beinahe keiner der Ansicht war, dass diese Zusch&uuml;sse zu hoch seien, hat sich das Bild nun ins Gegenteil verkehrt. 2006 waren fast 40 Prozent der Meinung, dass die Zusch&uuml;sse zu hoch sind. Au&szlig;erdem glauben heute doppelt so viele Briten, dass es in Ordnung ist, wenn sich Reichere eine bessere Gesundheitsversorgung leisten k&ouml;nnen. Vom Staat werde zwar eine Grundversorgung in Sachen Gesundheit und Bildung erwartet, aber wer sich mehr leisten kann, soll daf&uuml;r auch sein &bdquo;hart verdientes Geld&ldquo; ausgeben k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/;art771,2588273?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Als Gr&uuml;nde f&uuml;r diese Einstellungs&auml;nderung nennt Taylor-Gooby die Politik New Labours, aber auch die Erkenntnis, dass &bdquo;im Zeitalter der Globalisierung eine Regierung vieles nicht mehr kontrollieren kann&ldquo;. Im Zuge dessen sei Ungleichheit in einer Gesellschaft die logische Folge. &bdquo;Da sind Engl&auml;nder immer pragmatischer geworden und fragen nur, wie der Staat Chancen schaffen kann, dass sich mehr am Markt beteiligen.&ldquo; <\/em><\/p>\n<p>Man kann auch sagen, die Leute haben sich den von New Labour geschaffenen Realit&auml;ten gef&uuml;gt. Dass der Staat gegen&uuml;ber der Globalisierung machtlos sei und dass diese nun einmal ungerecht sei, braucht man nur 10 Jahre lang &uuml;ber alle Medien zu verbreiten, bis alle indoktriniert sind, das sehen wir auch bei uns. Der Satz, &bdquo;In gewisser Weise ist England unter New Labour viel mehr Richtung Thatcher gegangen als je unter den Konservativen&ldquo;, l&auml;sst sich locker auf Deutschland und die Schr&ouml;der- Regierung &uuml;bertragen. Wer, wenn nicht die SPD, konnte weiter gehen, als eine CDU\/FDP-Regierung je ertr&auml;umte.<\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesweit fehlen rund 25000 Lehrer<\/strong><br>\nZum neuen Schuljahr rechnet die GEW mit einer weiteren Verschlechterung der Personalsituation. Ein Gespr&auml;ch mit Ilse Schaad, Leiterin des Bereichs Angestellten- und Beamtenpolitik im Hauptvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW): &bdquo;Um eine kontinuierliche Lehrerversorgung zu gew&auml;hrleisten, m&uuml;ssten j&auml;hrlich rund drei Prozent des Bestandes neu eingestellt werden. Das haben die L&auml;nder seit Beginn unserer Erhebung nicht ein einziges Mal geschafft, weshalb die Nachwuchsl&uuml;cke in jedem Jahr gr&ouml;&szlig;er wurde. In den alten Bundesl&auml;ndern sind nur 16 Prozent aller Lehrer unter 35 Jahren, in den neuen Bundesl&auml;ndern sogar nur vier Prozent. Angesichts von 380000 Lehrkr&auml;ften, die bis 2015 in den Ruhestand gehen, sind solche Zahlen mehr als besorgniserregend.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/08-08\/050.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Kumpanei mit M&ouml;rdern<\/strong><br>\nEine Untersuchungskommission in Ruanda ist zu dem Schluss gekommen, dass Frankreich das Morden der Hutu-Milizen im Jahr 1994 politisch, logistisch und auch milit&auml;risch unterst&uuml;tzt hat. Franz&ouml;sische Soldaten sollen an Ermordungen und Vergewaltigungen beteiligt gewesen sein<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2008%2F08%2F07%2Fa0123&amp;cHash=554dcdc740&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Ruanda, vergessener Hinterhof<\/strong><br>\nDer V&ouml;lkermord in Ruanda 1994 war f&uuml;r eine gewisse franz&ouml;sische Gro&szlig;machtpolitik in Afrika H&ouml;he- und Endpunkt zugleich. Franz&ouml;sische Kolonialnostalgiker betrachteten Afrika als Hinterhof. Daraus entwickelte sich die Strategie, Ruanda zum Vorposten eines von West- und Zentralafrika aus expandierenden franz&ouml;sischen Einflussgebiets auszubauen. In Ruanda waren damit Hutu-K&auml;mpfer, die sich gegen die aus dem englischsprachigen Uganda eindringenden ruandischen Exiltutsi stellten, Vorposten eines franz&ouml;sischen Weltmachtanspruchs. F&uuml;r Frankreich mussten sie ihr Land halten, selbst um den Preis der physischen Vernichtung des Gegners.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2008%2F08%2F07%2Fa0044&amp;cHash=856bb0c49d&amp;type=98\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Zu guter letzt: <\/strong>\n<p><strong>Volker Pispers &uuml;ber Wolfgang Clement<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/wdr2\/westzeit\/detail.phtml?id=151943\">wdr<\/a><\/p>\n<p><strong>Doch die Realit&auml;t &uuml;berholt die Satire:<\/strong><br>\nGut zwei Stunden nach seiner Entschuldigung attackierte Clement im Interview mit dem ZDF erneut die hessische SPD-Chefin Andrea Ypsilanti: &bdquo;Ich h&auml;tte sie nicht gew&auml;hlt zur damaligen Zeit mit der Politik, die sie dort vertreten hat &ndash; in der Energiepolitik vor allen Dingen&ldquo;, sagte Clement dem Sender. &bdquo;Ich kann nicht eine Energiepolitik unterst&uuml;tzen, die ich f&uuml;r irreal halte.&ldquo;<br>\nSiehe <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/\">ZDF Mediathek, Heute Journal vom 7.8.08: &bdquo;Clement legt nach&ldquo; <\/a><\/p>\n<p><em>Siehe zum Thema Clement auch noch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Grenzen der Meinungsfreiheit<\/strong><br>\nVon Erhard Eppler<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt6m1\/politik\/447\/305416\/text\/\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eppler hat mit seinen theoretischen &Uuml;berlegungen &uuml;ber die Rolle von Parteien durchaus Recht. Diese Betrachtung blendet jedoch aus, dass es Clement gar nicht um Meinungsfreiheit geht. Mit seinem energiepolitisch begr&uuml;ndeten Angriff auf Ypsilanti und mit der jetzt von ihm inszenierten Kampagne geht es um etwas ganz anderes: Clement will die SPD zwingen, bedingungslos auf Agenda-Kurs zu bleiben, er will schon gar die Parteif&uuml;hrung darauf festnageln, dass sie sein &bdquo;Lebenswerk&ldquo;, die Hartz-Reformen, ohne Einschr&auml;nkungen unterst&uuml;tzt. <\/em><\/p>\n<p>Auf dieses Politikum geht Eppler nicht ein und er kann darauf um der eigenen Glaubw&uuml;rdigkeit willen auch nicht eingehen, denn er selbst hat sich als &bdquo;Parteilinker&ldquo; auf den Parteitagen f&uuml;r Schr&ouml;der und die Agenda eingesetzt und damit wesentlich dazu beigetragen, dass Schr&ouml;der die SPD auf seinen Kurs zwingen konnte.<br>\nAuch er muss sich deshalb wie die Parteif&uuml;hrung der SPD einer Zur&uuml;ckweisung clementscher Positionen enthalten und kann nur auf das unsolidarische Verhalten Clements mit dessen Rat, die eigene Partei nicht zu w&auml;hlen, abstellen.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Prozesslawine gegen Hartz<\/li>\n<li>Hartz-Regels&auml;tze sind wirklichkeitsfremd und betreffen alle<\/li>\n<li>Flaute gef&auml;hrdet Pl&auml;ne zur weiteren Senkung der Arbeitslosenversicherung<\/li>\n<li>Privatanleger bei den Bundesschulden lassen Banken sch&auml;umen<\/li>\n<li>EZB hat sich vergaloppiert <\/li>\n<li>Die Exportabh&auml;ngigkeit steigt weiter<\/li>\n<li>Sozialabbau als Rekrutierungshilfe der Bundeswehr<\/li>\n<li>Atomenergie kommt Steuerzahler teuer zu stehen<\/li>\n<li>Zur Rentenversicherung und Pensionsfonds<\/li>\n<li>Mehr<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3388\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3388","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3388","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3388"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3388\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3388"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3388"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3388"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}