{"id":33888,"date":"2016-06-21T08:22:02","date_gmt":"2016-06-21T06:22:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33888"},"modified":"2016-06-21T10:13:27","modified_gmt":"2016-06-21T08:13:27","slug":"hinweise-des-tages-2649","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33888","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33888#h01\">Erbschaftsteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33888#h02\">Gerhard Schr&ouml;der warnt vor &ldquo;neuem R&uuml;stungswettlauf&rdquo; mit Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33888#h03\">Steinmeiers neue Rolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33888#h04\">&raquo;Das T&ouml;ten steht an erster Stelle&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33888#h05\">Brexit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33888#h06\">Anti-establishment candidates elected to lead Rome and Turin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33888#h07\">Griechenland: Die n&auml;chsten Einschnitte werden noch h&auml;rter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33888#h08\">Auswirkungen von Steuervermeidung und Steuerhinterziehung auf die Entwicklungsl&auml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33888#h09\">In der Abstiegsgesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33888#h10\">Schwuler Selbsthass als Quelle von Gewalt &ndash; Anmerkungen zum Massaker von Orlando<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33888#h11\">Ver.di klagt mit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33888#h12\">Die Totalausbeutung des Menschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33888#h13\">Kleine Leute in ihren noch kleineren Wohnungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33888#h14\">Da wird j&auml;hrlich wirklich viel Fl&auml;che totgespritzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33888#h15\">Sanctions imposed on Croatian Football Federation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33888#h16\">Sierra leonische Zivilgesellschaft will zur&uuml;ck an den Verhandlungstisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33888#h17\">&hellip; als w&auml;re es nicht unser Land<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33888#h18\">Zu guter Letzt &ndash; Hey, selbsternannte Journalisten von &ldquo;FAZ&rdquo; bis Spon!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Erbschaftsteuer<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Seehofer boxt Privilegien f&uuml;r Firmenerben durch<\/strong><br>\nEineinhalb Jahre stritt die Koalition &uuml;ber die von Karlsruhe verlangte Erbschaftsteuer-&Auml;nderung. Am Ende steht eine Reform, die &auml;u&szlig;erst kompliziert ist &ndash; und wieder verfassungsrechtlich bedenklich.<br>\nDer Endspurt steht sinnbildlich f&uuml;r die eineinhalb Jahre dauernden Verhandlungen. Tagelang war klar, dass die Reform der Erbschaftsteuer endlich, endlich reformiert werden kann. Doch noch einmal gab es Verz&ouml;gerungen. Erst sollte am vergangenen Donnerstag der Kompromiss verk&uuml;ndet werden. Dann am Wochenende. Am Ende wurde es Montag, bis CDU, CSU und SPD tats&auml;chlich ihr Konzept vorstellten.<br>\n&ldquo;Die Einigung sch&uuml;tzt den Bestand vor allem von mittelst&auml;ndischen Unternehmen und garantiert den Erhalt der vorhandenen Arbeitspl&auml;tze&rdquo;, hei&szlig;t es in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung von Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU), CSU-Chef Horst Seehofer und SPD-Parteichef Sigmar Gabriel. Die nun erzielte Einigung stelle eine &ldquo;ausgewogene L&ouml;sung&rdquo; dar. [&hellip;] Kirchd&ouml;rfer kann aus gutem Grund zufrieden sein. Die vielen Ausnahmen werden daf&uuml;r sorgen, dass die meisten Unternehmen nicht mehr zahlen m&uuml;ssen als vorher. 2014 wurde laut Statistischem Bundesamt Verm&ouml;gen im Wert von 108,8 Milliarden Euro vererbt oder geschenkt. Aufgrund der Firmenprivilegien wurden davon nur 33,8 Milliarden Euro besteuert: Beim Fiskus landeten letztlich nur 5,4 Milliarden Euro.<br>\n&Ouml;konomen und Opposition schlagen Alarm<br>\nDie nun vorgeschlagene Reform soll lediglich zu Mehreinnahmen von 235 Millionen Euro f&uuml;hren. &ldquo;Das lange Ringen in und mit der Politik um die Umsetzung des Urteils f&uuml;r die sehr heterogene Gruppe der Familienunternehmen war damit richtig&rdquo;, sagt Kirchd&ouml;rfer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article156377680\/Seehofer-boxt-Privilegien-fuer-Firmenerben-durch.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><strong>Gro&szlig;e Koalition bleibt Lordsiegelbewahrer der Unternehmensdynastien<\/strong><br>\n&ldquo;Mit dem auf die allerletzten Meter ausgehandelten Kompromiss von Union und SPD werden die Erbinnen und Erben schwerreicher Unternehmerdynastien weiter bevorzugt. Die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts, die ausufernden Privilegien abzubauen, werden auch im jetzigen Vorschlag nicht eingehalten&rdquo;, erkl&auml;rt Richard Pitterle, steuerpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. Pitterle weiter:<br>\n&ldquo;Wie bereits im urspr&uuml;nglichen Entwurf wird die vom Bundesverfassungsgericht geforderte Verschonungsbedarfspr&uuml;fung, mit der gekl&auml;rt werden soll, ob die Erbinnen und Erben riesiger Unternehmensverm&ouml;gen sich das Steuerzahlen auch leisten k&ouml;nnen, nicht zwingend sein. Sie kommt &uuml;berhaupt erst bei Erbschaften von 26 Millionen Euro oder mehr ins Spiel, und ist dann noch nicht einmal obligatorisch. Auch weiterhin l&auml;sst sich der Blick in die privaten B&uuml;cher durch pauschale Abschl&auml;ge vermeiden. Aber selbst die Bedarfspr&uuml;fung oder die H&ouml;chstgrenze f&uuml;r dieses Abschlagsmodell bei einem Erbe von 90 Millionen Euro sind Augenwischerei. An die Stelle des Verzichts auf die Steuer tritt einfach ein zinsloses Darlehen in Millionenh&ouml;he, wenn der Erbe die Stundung der Steuer beantragt. Eine Einladung f&uuml;r Steueroptimierer! Auch g&uuml;nstig f&uuml;r die Unternehmer: Bei der Bemessung des Verm&ouml;genswertes soll k&uuml;nftig ein abgesenkter Kapitalisierungsfaktor gelten, die Unternehmen gelten also als weniger wertvoll, und es f&auml;llt weniger Erbschaftsteuer an. Der Druck der Unternehmerlobby auf die gro&szlig;e Koalition hatte vollen Erfolg und entlarvt auch die Forderungen des Vizekanzlers und SPD-Vorsitzenden Gabriel nach einer Verm&ouml;gensteuer als Wahlkampfgeschrei.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/grosse-koalition-bleibt-lordsiegelbewahrer-unternehmensdynastien\/\">Linksfraktion<\/a><\/li>\n<li><strong>Familienunternehmen gewinnen Lobbyschlacht um die Erbschaftsteuer<\/strong><br>\nEine halbe Ewigkeit hat sich die Koalition mit der Reform der Erbschaftsteuer besch&auml;ftigt. Das Ergebnis ist d&uuml;rftig &ndash; und kann die Ungleichheit im Land nicht mal ansatzweise bek&auml;mpfen.<br>\nDie Bedeutung des Kompromisses, den die gro&szlig;e Koalition endlich zur Reform der Erbschaftsteuer gefunden hat, l&auml;sst sich anhand einer Zahl verdeutlichen. Um durchschnittlich 200 Millionen Euro soll das Aufkommen an Erbschaftsteuer j&auml;hrlich steigen, wenn die neuen Regeln in Kraft sind. Zum Vergleich: J&auml;hrlich werden in Deutschland Verm&ouml;gen im Wert von 200 bis 300 Milliarden Euro vererbt. Und das sind nur die konservative Sch&auml;tzungen. Das Aufkommen an Erbschaftsteuer schwankte zuletzt zwischen f&uuml;nf und sechs Milliarden Euro. Mit anderen Worten: Die gro&szlig;e Koalition hat in den vergangenen Monaten unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig viel politische Energie in eine Bagatellsteuer gesteckt.<br>\nMan kann den Familienunternehmen dazu nur gratulieren. Sie haben eine Lobbyschlacht nach allen Regeln der Kunst gef&uuml;hrt &ndash; und gewonnen. Die meisten Unternehmen werden auch k&uuml;nftig davon befreit sein, einen Teil des ererbten Verm&ouml;gens an den Staat abzuf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/erbschaftsteuer-familienunternehmen-gewinnen-die-lobbyschlacht-1.3042505\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auch, wenn es langweilen mag, aber hat wirklich jemand ernsthaft geglaubt, CDU und SPD w&uuml;rden der deutschen Oligarchie auch nur ein Haar kr&uuml;mmen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Anders erben<\/strong><br>\nAls die Erbschaftsteuer verfassungswidrig wurde, diskutierte Deutschland &uuml;ber Verm&ouml;gen und Gerechtigkeit. Was ist daraus geworden?<br>\nAls das Bundesverfassungsgericht Ende 2014 die Erbschaftsteuer f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rte, bl&uuml;hte die Phantasie vieler Deutscher auf: Wie w&uuml;nschen wir uns die Erbschaftsteuer k&uuml;nftig? Kann man die nicht ganz neu regeln?<br>\nGerade hatte Thomas Piketty sein gro&szlig;es Buch ver&ouml;ffentlicht, in dem er vorrechnet, dass sich im Kapitalismus &uuml;ber die Generationen fast zwangsl&auml;ufig eine Erbengesellschaft ergebe: Mit gro&szlig;en ererbten Verm&ouml;gen bei den Reichen und geringen Verm&ouml;gen im Rest der Gesellschaft. Inzwischen hat Piketty selbst zugegeben, dass diese Analyse f&uuml;r das 20. und 21. Jahrhundert nicht wirklich hilfreich ist. Doch die Gleichheits-Debatte blieb. Denn gleichzeitig bem&auml;ngelte mancher, dass die Verm&ouml;gen der Deutschen besonders ungleich verteilt seien &ndash; viel ungleicher als in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern: Viel Argumentationsstoff f&uuml;r Leute, die sowieso finden, dass Kinder ihr Verm&ouml;gen selbst erarbeiten sollen anstatt es zu erben.<br>\nAuf der anderen Seite stehen diejenigen, die finden: Eltern d&uuml;rfen nat&uuml;rlich ihren Kindern das Verm&ouml;gen hinterlassen, zumal die meisten Erben sowieso eher 50 Jahre alt sind als 20 &ndash; auf die Startchancen im Leben hat die Erbschaftsteuer nicht &uuml;berm&auml;&szlig;ig viel Einfluss. Wer so denkt, dem hilft bei der Argumentation, dass viele den Fortbestand mittelst&auml;ndischer Betriebe gef&auml;hrdet sehen, wenn aus dem Betriebsverm&ouml;gen die Erbschaftsteuer gezahlt werden muss. Mancher verlangte eine einfachere Erbschaftsteuer, mit niedrigeren S&auml;tzen und mehr Ausnahmen.<br>\nDie Erbschaftsteuer &auml;ndert sich kaum<br>\nMaterial genug f&uuml;r eine gro&szlig;e Diskussion dar&uuml;ber, wie Deutschland erben will &ndash; und f&uuml;r eine gro&szlig;e Reform der Erbschaftsteuer. Doch was die gro&szlig;e Koalition jetzt beschlossen hat, sind kleinere Anpassungen. An den Detail-Ungerechtigkeiten, die das Verfassungsgericht bem&auml;ngelt hat, wird korrigiert. F&uuml;r viele Unternehmen wird es schwieriger, um die Steuer herumzukommen. Einige Schlupfl&ouml;cher werden geschlossen. Kreative Steuerberater werden neue finden.<br>\nWas die Menschen erwirtschaften, besteuert der Staat in Deutschland schon w&auml;hrend ihres Lebens ordentlich, am Ende zieht er noch mal ein bisschen ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/kommentar-anders-erben-14297762.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> In einem hat der Kommentar Recht: Die Erbschaftsteuer &auml;ndert sich kaum. Ansonsten wird wieder get&auml;uscht, getrickst und gelogen. Die Erbschaftsteuer ist eben nicht &ldquo;f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt[&hellip;]&rdquo; worden, sondern die konkrete Ausgestaltung mit dieser enormen Bevorzugung von Firmenerben. Und die zum x-ten Mal wiederholte Aussage, die Erbschaftsteuer w&uuml;rde erarbeitetes und versteuertes Verm&ouml;gen &ldquo;am Ende [des Lebens]&rdquo; noch einmal versteuern, ist zum x-ten Mal eine L&uuml;ge, weil die Erbschaftsteuer in Deutschland nicht beim Erblasser oder bei der Erbschaft ansetzt, sondern beim (Zusatzeinkommen des) Erben. Mal ganz davon abgesehen, da&szlig; z. B. die Mehrwertsteuer beim Einkauf auch von bereits besteuertem Einkommen verlangt wird und die Arbeitnehmer mit Lohn- und Umsatzsteuern inzwischen f&uuml;r 85% der staatlichen Steuereinnahmen aufkommen, w&auml;hrend Erben praktisch &uuml;berhaupt keine Steuern zahlen auf sogar leistungslose Eink&uuml;nfte.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gerhard Schr&ouml;der warnt vor &ldquo;neuem R&uuml;stungswettlauf&rdquo; mit Russland<\/strong><br>\nDer Altbundeskanzler h&auml;lt die Beteiligung der Bundeswehr an der Nato-Truppenverst&auml;rkung f&uuml;r falsch. Im SZ-Interview bekennt er sich zu seinem Freund Putin &ndash; und zu seinem umstrittenen Engagement f&uuml;r eine Pipeline.<br>\nAngesichts der wachsenden Spannungen zwischen den Nato-Staaten und Russland hat der fr&uuml;here Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der eindringlich vor einer Eskalation gewarnt und es als schweren Fehler bezeichnet, weitere Nato-Truppen in Osteuropa zu stationieren. Beim Treffen der Verteidigungsminister in Br&uuml;ssel hatten sich Deutschland, Gro&szlig;britannien und die USA in dieser Woche darauf geeinigt, ab kommendem Jahr 4000 Soldaten in die baltischen Staaten und Polen zu schicken.<br>\n&ldquo;Wir sollten jetzt darauf achten, nicht in einen neuen R&uuml;stungswettlauf einzusteigen. Das tr&auml;gt nicht dazu bei, Konflikte zu reduzieren und ein gutes Verh&auml;ltnis mit Russland wiederherzustellen&rdquo;, sagte Schr&ouml;der der S&uuml;ddeutschen Zeitung. Der Altkanzler h&auml;lt die Beteiligung der Bundeswehr an der Truppenverst&auml;rkung f&uuml;r falsch. Balten wie Polen seien Mitglied der Nato, ihre Sicherheit und Souver&auml;nit&auml;t seien garantiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/leben\/osteuropa-politik-gerhard-schroeder-warnt-vor-neuem-ruestungswettlauf-mit-russland-1.3040054\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Steinmeiers neue Rolle<\/strong><br>\nZur Zeit wird in der Bundesregierung gro&szlig;es Theater geboten. In der Hauptrolle spielt Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier einen Diplomaten, der die Heimatfront gegen Russland aufzubrechen versucht. In der &raquo;Bild am Sonntag&laquo; erkl&auml;rte der SPD-Politiker am Wochenende: &raquo;Was wir jetzt nicht tun sollten, ist durch lautes S&auml;belrasseln und Kriegsgeheul die Lage weiter anzuheizen. Wer glaubt, mit symbolischen Panzerparaden an der Ostgrenze des B&uuml;ndnisses mehr Sicherheit zu schaffen, der irrt.&laquo; Stein des Ansto&szlig;es f&uuml;r Steinmeier war die NATO-&Uuml;bung &raquo;Anakonda&laquo; in Polen, die k&uuml;rzlich f&uuml;r Schlagzeilen gesorgt hatte. Am Montag bekr&auml;ftigte Steinmeier seine Dialogbereitschaft mit Moskau.<br>\nDas Interview hat dem Au&szlig;enminister allerhand &Auml;rger eingebracht. So hat der Vorsitzende des Ausw&auml;rtigen Ausschusses, Norbert R&ouml;ttgen (CDU), Steinmeiers Worte emp&ouml;rt zur&uuml;ckgewiesen. &raquo;Er warnt vor lautem S&auml;belrasseln und Kriegsgeheul. Wen meint der Au&szlig;enminister mit diesem ungeheuerlichen Vorwurf?&laquo; Sein Parteifreund, Elmar Brok, legte nach: Steinmeier verwechsele Ursache und Wirkung, &raquo;die nach wie vor erfolgenden gewaltsamen V&ouml;lkerrechtsverletzungen vor allem in der Ostukraine, die Drohkulisse gegen&uuml;ber den baltischen Staaten und die Aufr&uuml;stung und Mobilisierungsvorbereitungen durch Russland&laquo;. Offenbar hat Brok in den vergangenen 25 Jahren die Ereignisse in der Weltpolitik nicht verfolgt, sonst w&uuml;rde er so eine Breitseite an die russische Adresse nicht abfeuern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1015882.steinmeiers-neue-rolle.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&raquo;Das T&ouml;ten steht an erster Stelle&laquo;<\/strong><br>\nOhne die US-Milit&auml;rbasis Ramstein w&auml;re der Drohnenkrieg &raquo;gegen den Terror&laquo;, dem Unschuldige zum Opfer fallen, nicht m&ouml;glich. Gespr&auml;ch mit Ray McGovern<br>\nRamstein ist eine Milit&auml;rbasis auf deutschem Boden. Aber einzig das US-Milit&auml;r hat dort das Sagen. Was geht in Ramstein &uuml;berhaupt vor sich?<br>\nEs ist kein Geheimnis, dass die Relaisstation in Ramstein f&uuml;r den Drohnenkrieg unbedingt notwendig ist. Das liegt an der Erdkr&uuml;mmung. F&uuml;r die US-Regierung w&auml;re es nicht nur eine Frage immenser Kosten, wenn sie auf Ramstein verzichten und die Satellitenstation verlegen m&uuml;sste, weil die Bundesregierung endlich daf&uuml;r sorgt, dass das T&ouml;ten von deutschem Grund aus aufh&ouml;rt. Vielmehr w&auml;re der technisierte Krieg schlicht unm&ouml;glich.<br>\nK&ouml;nnen Sie bitte beschreiben, was Ramstein unverzichtbar macht?<br>\nWenn der &raquo;Pilot&laquo; der Drohne ganz normal beispielsweise in Nevada in den USA sitzen und einen Knopf dr&uuml;cken w&uuml;rde, um einen sogenannten Terroristen in Pakistan zu t&ouml;ten, w&uuml;rde es f&uuml;nf Sekunden dauern, bis der Befehl bei der Drohne ankommt. Sie k&ouml;nnten die Drohne also rechtzeitig entdecken und weglaufen. &Uuml;ber Ramstein braucht das Signal aber lediglich 2,5 Sekunden, da es von Nevada bis dorthin durch ein Unterseekabel &uuml;bertragen wird, das erheblich k&uuml;rzer ist als der Weg &uuml;ber Satellit.<br>\nDie Drohnen fliegen relativ hoch. Wie identifiziert die US-Regierung die Personen, die sie als Terroristen einstuft?<br>\nMeistens l&auml;uft das &uuml;ber Handys, aber das stellt nur einen schwachen Beweis dar. Stellen Sie sich mal vor, Sie kaufen ein gebrauchtes Mobiltelefon. Wenn das mal jemandem geh&ouml;rt hat, der als &raquo;Terrorist&laquo; gebrandmarkt wurde, oder auch nur jemandem, der sich viel im Umfeld einer solchen Person aufgehalten hat, sind Sie so gut wie tot.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/06-20\/012.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Brexit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Labour-Chef Corbyn: &ldquo;Wenn wir in der EU bleiben, muss sie sich dramatisch &auml;ndern&rdquo;<\/strong><br>\nIn der Fl&uuml;chtlingskrise habe die EU versagt, nur Deutschland habe sich richtig verhalten, sagt Labour-Chef Corbyn in einer Fernsehdebatte. Einen Brexit will er trotzdem nicht. [&hellip;]<br>\nBei seinem Fernsehauftritt sagte Corbyn kein Wort dazu, ob Gro&szlig;britannien innerhalb oder au&szlig;erhalb der EU &ldquo;besser wegkomme&rdquo;, wie es andere Politiker beider Lager wieder und wieder getan hatten.<br>\nStattdessen betonte Corbyn: &ldquo;Wir m&uuml;ssen unseren Wohlstand teilen und die Lebensverh&auml;ltnisse und Arbeitsverh&auml;ltnisse auf dem ganzen Kontinent verbessern.&rdquo; Wie man die Zuwanderung aus der EU begrenzen k&ouml;nne, wollte ein Zuschauer wissen. Corbyn entgegnete: Wer die Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit abschaffen wolle, begreife nicht, worum es im europ&auml;ischen Binnenmarkt gehe.<br>\nIn der Fl&uuml;chtlingskrise attestierte der Labour-Chef der EU gro&szlig;es Versagen. Nur Deutschland habe sich richtig verhalten. Kanzlerin Angela Merkel lobte er dabei ausdr&uuml;cklich. &ldquo;Ich habe sie noch nie getroffen, aber ich w&uuml;rde mich dar&uuml;ber freuen.&rdquo; Man k&ouml;nne Probleme wie den Klimawandel und die Fl&uuml;chtlingskrise nicht als einzelner Staat angehen. Nur gemeinsam k&ouml;nne man L&ouml;sungen finden, so Corbyn.<br>\nIm Publikum waren nur unter 35-J&auml;hrige. Junge W&auml;hler gelten als EU-freundlich, gehen aber nicht h&auml;ufig zur Wahl. Ob Corbyn mit dem TV-Auftritt ausreichend Labour-Anh&auml;nger &uuml;berzeugen konnte, bleibt abzuwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/brexit-labour-chef-jeremy-corbyn-wirbt-verhalten-fuer-eu-verbleib-a-1098751.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Problematisch ist jedoch, dass ein britisches &bdquo;nein&ldquo; zum Brexit in Br&uuml;ssel als Zustimmung zur EU-Politik gewertet werden d&uuml;rfte. F&uuml;r europafreundliche Briten ist das eine schlechte Nachricht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Es gewinnt die Bank<\/strong><br>\nDass Volksentscheide heute so umjubelt werden und viel Aufmerksamkeit erheischen, hat vor allem einen Grund. Wir haben nicht nur das Vertrauen in Politiker, sondern auch in die Demokratief&auml;higkeit unseres Systems verloren. Der Parlamentarismus nahm durch den Einfluss von Eliten und Lobbyisten gro&szlig;en Schaden. So sind Referenden heute das Mittel, mit dem das Establishment versucht, sich der &ouml;ffentlichen Zustimmung zu dem zu versichern, was der herrschenden Klasse am besten in den Kram passt.<br>\nDerzeit ist die politische Klasse auf das britische EU-Referendum fixiert. Die Vorstellung, der Streit um Verbleib oder Ausstieg k&ouml;nnte die konservative Partei spalten, macht richtig hei&szlig;. Auch die Fanatiker kommen auf ihre Kosten: Endlich k&ouml;nnen sie wieder ihre imperialistischen Rule-Britannia-Fantasien ausleben. Wer hingegen noch zu anderen Empfindungen f&auml;hig ist, dem f&auml;llt es schwer, sich f&uuml;r diese Abstimmung zu begeistern. Den Argumenten des Brexit- und des Remain-Lagers l&auml;sst sich m&uuml;helos entnehmen, dass es sich um einen Streit der Eliten handelt, der normale B&uuml;rger herzlich wenig angeht. Wenn man David Cameron und Schatzkanzler George Osborne auf der einen gegen Boris Johnson und Justizminister Michael Gove auf der anderen Seite antreten sieht, ist man geneigt, sich einfach entspannt zur&uuml;ckzulehnen und zu genie&szlig;en, wie sich diese aufgeblasenen, zynischen Lackaffen an die Gurgel gehen. Das monotone Geraune der Schlipstr&auml;ger &uuml;ber &bdquo;Wirtschaft&ldquo;, &bdquo;Handel&ldquo;, &bdquo;Regulierung&ldquo; und so weiter macht klar, dass es sich mit dem Brexit-Streit im Wesentlichen um einen internen neoliberalen Dissens handelt. Die Frage lautet schlicht: Bietet die EU oder bietet ein unabh&auml;ngiges K&ouml;nigreich die besseren Voraussetzungen, die Leute f&uuml;r dumm zu verkaufen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/es-gewinnt-die-bank\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Brexit-Folgen: Wie s&auml;he Gro&szlig;britannien ohne seine Polen aus?<\/strong><br>\nEU-B&uuml;rger d&uuml;rfen &uuml;berall in der Union arbeiten und leben. Auch das steht in Gro&szlig;britannien nun auf dem Spiel. Hat das Land von seinen Zuwanderern eher profitiert &ndash; oder Nachteile gehabt? [&hellip;]<br>\nRund 2,1 Millionen EU-Ausl&auml;nder arbeiten derzeit in Gro&szlig;britannien, mehr als 750.000 davon sind Polen, derzeit kommen zunehmend Bulgaren und Rum&auml;nen. In den St&auml;dten w&auml;chst die Wohnungsnot, das Gesundheitssystem ist &uuml;berlastet, und in der Gastronomie und der Pflege klagen die Angestellten &uuml;ber eine steigende Konkurrenz der Billigl&ouml;hner und ein sinkendes Verdienstniveau. [&hellip;]<br>\nSie wollen eine Art Punktesystem einf&uuml;hren: Man will Universit&auml;tsabschl&uuml;sse und Arbeitserfahrung fordern und somit vor allem die Einwanderung hochqualifizierter Fachkr&auml;fte erreichen. Wirtschaftsvertreter protestieren gegen solche Vorschl&auml;ge. Immerhin braucht der britische Arbeitsmarkt auch viele Kr&auml;fte f&uuml;r Jobs mit geringeren Anforderungen &ndash; allen voran in der Hotellerie und im produzierenden Gewerbe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/brexit-wie-saehe-grossbritannien-ohne-seine-polen-aus-a-1097928.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Hat das Land von seinen Zuwanderern eher profitiert &ndash; oder Nachteile gehabt?&rdquo; Im Artikel wird eine eindeutige Antwort gegeben: &ldquo;In den St&auml;dten w&auml;chst die Wohnungsnot, das Gesundheitssystem ist &uuml;berlastet, und in der Gastronomie und der Pflege klagen die Angestellten &uuml;ber eine steigende Konkurrenz der Billigl&ouml;hner und ein sinkendes Verdienstniveau.&rdquo; M. a. W., die Arbeitgeberseite hat massiv profitiert vom Lohndruck, die Arbeitnehmerseite ist der eindeutige Verlierer, laut Artikel gleich dreifach. Kein Wunder, da&szlig; Niedriglohnbesch&auml;ftigte gegen Einwanderung sind. Warum wird die Migration nicht vern&uuml;nftig geregelt, mit besseren L&ouml;hnen und besseren Bedingungen f&uuml;r alle Arbeitnehmer? Offensichtlich doch, weil das der Grundidee der EU widerspr&auml;che, die immer noch und immer mehr dem erkl&auml;rten Ziel maximaler unternehmerischer Freiheit anh&auml;ngt und f&uuml;r die Arbeitnehmerinteressen schlicht nicht z&auml;hlen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Anti-establishment candidates elected to lead Rome and Turin<\/strong><br>\nThe Italian political landscape was reshaped on Monday as two candidates from the anti-establishment Five Star Movement (M5S) were elected to lead the cities of Rome and Turin, presenting a direct challenge to the centre-left prime minister, Matteo Renzi.<br>\nVirginia Raggi, the M5S candidate in the Italian capital, declared a &ldquo;new era&rdquo; after winning 67% of the vote in a runoff ballot against the Democratic party&rsquo;s (PD) Roberto Giachetti, who conceded defeat less than an hour after polls closed.<br>\n&ldquo;The result is above all expectation,&rdquo; Raggi, 37, said in her victory speech. &ldquo;It really is a historic result, and we must work every day for the next five years, because it will be tough. We know how Rome is, but the tougher it is, the greater it will be. We will succeed in doing what we have planned to do.&rdquo;<br>\nRaggi, whose victory had been widely anticipated, was joined by crowds of supporters, chanting, &ldquo;Oh, Virginia, mayor of Rome!&rdquo; and waving M5S flags.<br>\nA greater shock to the establishment came in Turin, the first capital of Italy and a city famed for the carmaker Fiat, where the heavyweight incumbent, Piero Fassino, was ousted by the M5S&rsquo;s Chiara Appendino. Appendino, 31, clinched nearly 55% of the vote in a run-off against her PD rival.<br>\n&ldquo;It has been a long journey and finally our time has arrived. We have the possibility to build a new urban community, but above all we have a duty to heal a city which has been deeply injured,&rdquo; said Appendino, after the results were announced.<br>\nThe M5S&rsquo;s success in the two main cities will have unnerved Renzi, who is the leader of the PD, and reflects the electorate&rsquo;sdiscontent with mainstream political parties.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2016\/jun\/19\/rome-likely-to-have-elected-its-first-female-mayor\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auch in Italien w&auml;chst der Widerstand gegen die neoliberale Agendapolitik und wie in Deutschland und auch in Frankreich sind es die Sozialdemokraten, hier in Gestalt Matteo Renzis, die dem Neoliberalismus den Weg bereitet haben. Und wie immer berichten die deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; ausschlie&szlig;lich mit den &uuml;blichen negativen Zuschreibungen, eurokritisch, populistisch, Anti-Politikerin, Protest-Kandidatin, Grillo liebt den schrillen Auftritt &ndash; ein ganz besonders schlimmer Vorwurf: EU-kritisch usw. Es ist f&uuml;r deutsche &bdquo;Qualit&auml;tsjournalisten&ldquo; offenbar v&ouml;llig unm&ouml;glich zu verstehen, warum die Menschen die neoliberale Politik immer mehr ablehnen (siehe Griechenland: Die n&auml;chsten Einschnitte werden noch h&auml;rter).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Griechenland: Die n&auml;chsten Einschnitte werden noch h&auml;rter<\/strong><br>\nVor genau einem Jahr war Premierminister Alexis Tsipras international isoliert. Wegen des ausgerufenen Referendums zu den Sparma&szlig;nahmen und aufgrund der damaligen rebellischen Haltung des griechischen Finanzministeriums unter Yanis Varoufakis waren bis heute geltende Kapitalverkehrskontrollen verh&auml;ngt worden. Tsipras Lebensgef&auml;hrtin, Betty Baziana, hatte seinerzeit f&uuml;r den Fall von Tsipras Einlenken gegen&uuml;ber den Kreditgebern mit einer Trennung gedroht. Das Einlenken kam, die Trennung nicht.<br>\nDas Einlenken Tsipras und die Unterschrift unter ein drittes Sparpaket brachten letztendlich den Abschluss der Inspektion der Kreditgeber und die Freigabe einer Kredittranche von 7,5 Milliarden Euro. Am heutugen Montag soll das Geld endlich flie&szlig;en. Tsipras musste daf&uuml;r Renten k&uuml;rzen und nahezu s&auml;mtlichen Staatsbesitz f&uuml;r 99 Jahre an ein letztendlich von den Kreditgebern kontrolliertes Treuhandunternehmen &uuml;bertragen.<br>\nZudem wurde die eigentlich mit der Entscheidung der Eurogruppe von 24. Mai freigegebene Tranche noch einmal an Bedingungen gekn&uuml;pft. So wird zum Beispiel der reformierte ENFIA-Immobilien-Sondersteuersatz nicht &ndash; wie von Tsipras als Erfolg gefeiert &ndash; mit den n&auml;her an den Realpreisen orientierten fiskalischen Preisen berechnet, sondern anhand der gegen&uuml;ber der Realit&auml;t exorbitanten S&auml;tzen aus der Zeit der Immobilienblase vor der Krise erhoben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48581\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Auswirkungen von Steuervermeidung und Steuerhinterziehung auf die Entwicklungsl&auml;nder<\/strong><br>\nDer IWF sch&auml;tzte im Jahr 2015 die Mindereinnahmen durch Unternehmenssteuervermeidung &uuml;ber Steueroasen auf US$ 400 Milliarden f&uuml;r OECD-Staaten und auf ca. US$ 200 Milliarden f&uuml;r L&auml;nder des globalen S&uuml;dens. Anteilig am Bruttoinlandsprodukt erleiden Entwicklungsl&auml;nder jedoch mit 1,3%\/BIP h&ouml;here Verluste als OECD-Staaten (mit ca. 1% des BIP). Dieser Befund verst&auml;rkt sich, wenn ber&uuml;cksichtigt wird, dass Entwicklungsl&auml;nder in aller Regel eine deutlich niedrigere Steuerquote als OECD-Staaten haben. So d&uuml;rfte sich der Verlust durch Unternehmenssteuervermeidung in Entwicklungsl&auml;ndern auf 6-13% der Steuereinnahmen belaufen, wohingegen der Verlust in OECD-L&auml;ndern ca. 2-3% betr&auml;gt. Somit sind in L&auml;ndern mit geringen Einkommen Ertragssteuern internationaler Konzerne eine wichtige, aber gleichzeitig bedrohte und unsichere Einnahmequelle. Leider geht auch die 2013 ins Leben gerufene OECD-Steuerinitiative gegen Unternehmenssteuervermeidung (Base Erosion and Profit Shifting &ndash;BEPS) dieses Problem nicht an. Durch die bisher geplante restriktive Handhabung des Informationsaustauschs von Konzernbilanzdaten d&uuml;rften sich die Schwierigkeiten f&uuml;r Entwicklungsl&auml;nder, ihren fairen Anteil an Konzerngewinnen zu besteuern, weiter versch&auml;rfen.<br>\nNeben der Steuervermeidung multinationaler Unternehmen gehen dem globalen S&uuml;den auch durch die Offshore-Steuerflucht wirtschaftlicher und politischer Eliten betr&auml;chtliche Mittel verloren. Allein der afrikanische Kontinent verlor zwischen 1970 und 2008 944 Mrd. US$, die als Offshore-Finanzanlagen oft bei europ&auml;ischen und US-amerikanischen Banken angelegt sind. Diesem gewaltigen Finanzvolumen standen im Jahr 2008 offene staatliche Auslandsschulden derselben afrikanischen Staaten bei westlichen Staaten von nur US$ 177 Mrd. gegen&uuml;ber. Unter dem Strich wird so deutlich, dass weitaus gr&ouml;&szlig;ere Summen den Afrikanischen Kontinent in Richtung des globalen Nordens verlassen, als letztendlich &uuml;ber Kredite zur&uuml;ck flie&szlig;t. Ein &auml;hnlicher Befund l&auml;sst sich auf globaler Ebene erkennen.<br>\nDie Studie &bdquo;Price of Offshore Revisited&ldquo; ergab f&uuml;r das Jahr 2010, dass 139 Schwellen- und Entwicklungsl&auml;nder unter dem Strich insgesamt zwischen 10 und 13 Billionen US$ dem Rest der Welt &ndash; und damit auch den Industrienationen &ndash;als Kredit zur Verf&uuml;gung stellen (in Form von Offshoreanlagen und Fremdw&auml;hrungsreserven\/Staatsanleihen, abz&uuml;glich der staatlichen Auslandsschulden dieser Staaten).[vi] Diese illegitimen und illegalen Kapitalabfl&uuml;sse wurden und werden durch Strafbarkeitsl&uuml;cken und mangelnde Steuerkooperation westlicher Staaten &ndash; darunter auch Deutschland &ndash; sowie durch westliche Banken &ndash; darunter auch deutsche &ndash; unterst&uuml;tzt und erm&ouml;glicht. Die Zahlungen, die Entwicklungsl&auml;nder im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit erhalten &ndash; im Jahr 2015 waren es US$ 132 Mrd. &ndash; k&ouml;nnen diese Verluste bei weitem nicht ausgleichen.<br>\nNach Zahlen der Bundesbank liegen im deutschen Finanzsystem riesige Finanzverm&ouml;gen von Steuerausl&auml;ndern (2,5 bis 3 Billionen Euro verzinste Anlagen im August 2013), die potentiell auch der Steuerhinterziehung dienen, da deren Ertr&auml;ge in Deutschland nicht besteuert und auch bislang praktisch nicht an die Heimatl&auml;nder der Steuerausl&auml;nder\/innen gemeldet werden. Mindestens 11% dieser Summe stammt aus Schwellen- und Entwicklungsl&auml;ndern, die Dunkelziffer d&uuml;rfte deutlich h&ouml;her ausfallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2016\/06\/stellungnahme-fur-die-offentliche.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>In der Abstiegsgesellschaft<\/strong><br>\nAus der Gesellschaft des sozialen Aufstiegs ist eine Gesellschaft des Abstiegs, der Prekarit&auml;t und Polarisierung geworden.<br>\nDie soziale Ungleichheit ist gestiegen, was h&auml;ufig mit dem Bild beschrieben wird, dass die Schere zwischen Arm und Reich weiter aufgeht. Doch, um es ganz lapidar zu sagen: Die soziale Schere zwischen den Reichsten und den &Auml;rmsten bildet nicht unser Kernproblem. Versteht man Ungleichheit in dieser Perspektive (wie sie etwa auch beim Gini-Koeffizienten verwandt wird), dann handelt es sich um ein reines Distanzma&szlig;, das nur die Einkommens- oder Verm&ouml;gensunterschiede zwischen oben und unten misst. Erst der Bezug auf das Gef&uuml;ge sozialer Position kann jedoch die Bedeutung sozialer Ungleichheit hinreichend verst&auml;ndlich machen.<br>\nIn den 1970er Jahren hat der Philosoph John Rawls eine Gerechtigkeitstheorie entwickelt, die ein liberales Positionsma&szlig; enthielt: das sogenannte Differenzprinzip. Es besagt in Kurzform, dass gesellschaftliche Ungleichheiten dann legitim seien, wenn sie den &bdquo;am wenigsten Beg&uuml;nstigten den gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichen Vorteil bringen&ldquo;.<br>\nRawls reflektierte mit diesem Satz die gesellschaftliche Entwicklung der westlichen Marktwirtschaften. Gro&szlig;e soziale Ungleichheiten zwischen den &Auml;rmsten und den Reichsten blieben durchaus bestehen, aber die Armut verringerte sich, und f&uuml;r die Arbeiterschaft war sozialer Aufstieg kein Fremdwort mehr. Die Einkommen stiegen, ebenso die Bildungschancen, Freizeit und Konsum. Ulrich Beck beschrieb diesen Prozess als Fahrstuhleffekt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/arm-und-reich\/soziale-ungleichheit-gesellschaft-des-abstiegs-und-der-prekaritaet-14281707.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schwuler Selbsthass als Quelle von Gewalt &ndash; Anmerkungen zum Massaker von Orlando<\/strong><br>\nAls sich die Nachricht vom Massaker in Orlando verbreitete, schnappten sofort die &uuml;blichen Reflexe ein: Hinter dieser Bluttat konnte nur der IS stecken, da waren sich alle einig. Die eilfertigen Motivforscher waren nicht weit von jener Satire entfernt, in der eine Reporterin auf die Frage nach der Ursache eines gerade eingetreten Ungl&uuml;cks sagt: &bdquo;Al Qaida. Alles andere w&auml;re zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation.&ldquo;<br>\nWenig sp&auml;ter ruderten die Ermittler zur&uuml;ck und lie&szlig;en verlautbaren, dass Omar M. diese F&auml;hrte durch einen Telefonanruf, in dem er sich zum IS bekannte, zwar selbst gelegt hatte, wohl aber nicht im direkten Auftrag des IS gehandelt habe und auch nicht Mitglied eines terroristischen Netzwerks sei. Was aber k&ouml;nnte dann das Motiv einer derartigen Tat sein?<br>\nMan wird sich mit der M&ouml;glichkeit auseinandersetzen m&uuml;ssen, dass ein selbstunsicherer und von Schuldgef&uuml;hlen geplagter Mann, dem Religion und famili&auml;res Umfeld das Schwulsein verbieten, sich gewaltsam aus einem sexuellen Identit&auml;ts-Dilemma befreien wollte. Das Bekenntnis zum IS w&auml;re dann eine Art Camouflage und diente als Chiffre f&uuml;r seinen externalisierten Selbsthass. Das Massaker von Orlando ist wohl eher in die Rubrik Amoklauf als in die des religi&ouml;s motivierten Terrors einzuordnen.<br>\nAlles, was im Moment zu den Motiven des T&auml;ters gesagt werden kann, muss im Konjunktiv formuliert werden. Aber auch, wenn die Ermittlungen abgeschlossen und die &auml;u&szlig;eren Umst&auml;nde der Tat gekl&auml;rt sein werden, bewahren Gewalttaten wie die, von denen hier die Rede ist, letztlich immer etwas R&auml;tselhaftes, zu dem wir mit unseren Erkl&auml;rungsversuchen nur ann&auml;hernd vordringen. Wir stochern im Nebel &ndash; und wir tun das, weil wir es ohne Erkl&auml;rungen nicht aushalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.magazin-auswege.de\/2016\/06\/anmerkungen-zum-massaker-von-orlando\/\">G&ouml;tz Eisenberg auf Magazin-Auswege.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ver.di klagt mit<\/strong><br>\nDGB-Gewerkschaft hat Verfassungsbeschwerde gegen Gesetz zur &raquo;Tarifeinheit&laquo; &shy;eingelegt, weil es nicht nur die Rechte von Berufsorganisationen beschneidet<br>\nDie gesetzlich verordnete &raquo;Tarifeinheit&laquo; ist verfassungswidrig. Davon jedenfalls sind jene neun Organisationen &uuml;berzeugt, die beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eine Beschwerde gegen das vor einem Jahr in Kraft getretene Gesetz eingereicht haben. Es sieht vor, dass bei &raquo;Tarifkollisionen&laquo; nur noch der Tarifvertrag derjenigen Gewerkschaft gilt, die in dem betreffenden Betrieb die meisten Mitglieder hat. Dagegen wehren sich nicht nur die Berufsgewerkschaften, die oft in der Minderheitsposition sind, sonder auch ver.di. Die zweitgr&ouml;&szlig;te DGB-Gewerkschaft argumentiert, dass ihre Grundrechte trotz ihrer Gr&ouml;&szlig;e durch das Gesetz beschnitten w&uuml;rden.<br>\nAnders als die Schwestergewerkschaften IG Metall und IG BCE, aber auch im Gegensatz zur Spitze des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) lehnt ver.di das auf Initiative von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) beschlossene Gesetz klar ab. Dieses sei &raquo;ein neues Instrument der Arbeitgeber zur Kostensenkung und der Fragmentierung und Deregulierung der Tarifbindung&laquo;, hei&szlig;t es in dem von ver.di in Karlsruhe eingereichten Schriftsatz, der jW vorliegt. Die Autoren setzen die erzwungene &raquo;Tarifeinheit&laquo; auf eine Stufe mit Tarifflucht von Unternehmen durch Verbandsaustritt oder die Mitgliedschaft in sogenannten OT-Verb&auml;nden, also Unternehmervereinigungen &raquo;ohne Tarifbindung&laquo;. &raquo;Ziel und Ergebnis aller dieser Instrumente sind stets geringere Arbeitskosten&laquo;, hei&szlig;t es in dem Text. Das werde auch eine Folge des Gesetzes sein, denn: &raquo;Der verdr&auml;ngte oder nicht zum Zug kommende Minderheitstarifvertrag wird in der Regel einer sein, der h&ouml;here Arbeitskosten zur Folge h&auml;tte.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/06-20\/036.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Totalausbeutung des Menschen<\/strong><br>\nCustomer-Lifetime-Value bezeichnet den Wert, den ein Mensch w&auml;hrend seines gesamten Kundenlebens f&uuml;r ein Unternehmen darstellt. Diesem Begriff liegt die Intention zugrunde, die ganze menschliche Person, ihr gesamtes Leben in rein kommerzielle Werte umzuwandeln. Der heutige Hyperkapitalismus l&ouml;st die menschliche Existenz g&auml;nzlich in ein Netz kommerzieller Beziehungen auf. Es gibt heute keinen Lebensbereich mehr, der sich der kommerziellen Verwertung entz&ouml;ge.<br>\nGerade die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft erleichtert, erweitert und beschleunigt in erheblichem Ma&szlig;e die kommerzielle Ausbeutung des menschlichen Lebens. Sie unterwirft Lebensbereiche, die bisher dem kommerziellen Zugriff unzug&auml;nglich waren, einer &ouml;konomischen Ausbeutung. So tut es heute not, neue Lebensbereiche zu errichten, ja neue Lebensformen zu entwickeln, die sich der kommerziellen Totalausbeutung des menschlichen Lebens widersetzen.<br>\nDer New Yorker Flagship-Store von Apple stellt in jeder Hinsicht den Tempel des Hyperkapitalismus dar. Er ist ein Kubus aus reinem Glas. Im Inneren ist dieser leer. Er stellt also nichts anderes als seine eigene Durchsichtigkeit aus. Im Untergeschoss ist der eigentliche Laden untergebracht. Transparenz nimmt hier eine materielle Gestalt an.<br>\nDer durchsichtige Apple-Shop ist wohl das architektonische Gegenbild der Kaaba in Mekka mit ihrem schwarzen Umhang. Kaaba hei&szlig;t w&ouml;rtlich Kubus. Dem schwarzen Bauwerk fehlt jede Transparenz. Der Kubus ist ebenfalls leer und steht f&uuml;r eine theologische Ordnung, die der hyperkapitalistischen Ordnung entgegengesetzt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/hyperkapitalismus-und-digitalisierung-die-totalausbeutung-des-menschen-1.3035040\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kleine Leute in ihren noch kleineren Wohnungen<\/strong><br>\nDie Gedanken von Barbara Hendricks zur sozialen Wohnungsnot w&auml;ren an sich ja lobenswert gewesen. Tats&auml;chlich fehlt es an bezahlbarem Wohnraum. Aber trotzdem verraten ihre Ausf&uuml;hrungen etwas dar&uuml;ber, wie die g&auml;ngige Politik &uuml;ber die arbeitenden Menschen denkt oder mindestens wie sie sie gerne haben m&ouml;chte. Sie hatte behauptet, dass Alleinstehende eh mehr oder weniger nur zum Schlafen nach Hause gingen. Simples Menschenbild: Er soll es kompakt und effektiv halten. Ben&ouml;tigt wenig Raum, viel Arbeit, zwischendrin ein bisschen Schlaf. Lebensqualit&auml;t ist da kein Kriterium. Dormi et labora. Schlafe und arbeite. Lebe lieber monastisch. Ohne Anspr&uuml;che, ganz bescheiden. In den eigenen vier Schuhkartonw&auml;nden. 30 Quadratmeter reichen pro Person, glaubt die Ministerin. Rein funktionell betrachtet mag das zutreffen. Aber sind das Perspektiven? Lebt der Mensch also nur, damit er m&ouml;glichst wenig Platz einnimmt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/06\/kleine-leute-in-ihren-noch-kleineren.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Da wird j&auml;hrlich wirklich viel Fl&auml;che totgespritzt<\/strong><br>\nDie Chemikalie Glyphosat gilt unter Kritikern als gef&auml;hrlich f&uuml;r Mensch und Umwelt. Die gr&ouml;&szlig;ere Gefahr, die aber kaum diskutiert werde, sei die fl&auml;chenm&auml;&szlig;ig weite Anwendung, sagte der Agrarexperte Lucian Haas im DLF. Hierzulande werde die Chemikalie &ldquo;fast auf 40 Prozent der Landwirtschaftsfl&auml;che ausgebracht&rdquo;. Und das hat &ldquo;gro&szlig;e Auswirkungen auf die Artenvielfalt&rdquo;, so Haas.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/glyphosat-in-der-landwirtschaft-da-wird-jaehrlich-wirklich.697.de.html?dram:article_id=357713\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Sanctions imposed on Croatian Football Federation<\/strong><br>\nThe independent UEFA Control, Ethics and Disciplinary Body (CEDB) met today in Paris to deal with the disciplinary proceedings opened against the Croatian Football Federation (HNS) following the incidents which occurred at the Czech Republic v Croatia match on 18 June in Saint-Etienne (2-2).<br>\nCharges relating to crowd disturbances, use of fireworks, throwing of missiles and racist behaviour had been brought against the HNS, and the CEDB decided to impose the following sanctions:\n<ul>\n<li>A fine of &euro;100,000.-<\/li>\n<li>To prohibit the HNS from selling tickets to certain fans (identified by the HNS and the Croatian authorities as hooligans) for the remainder of UEFA EURO 2016. This sanction is deferred under a probationary period until the end of the tournament.<\/li>\n<\/ul>\n<p>The decisions of the UEFA Control, Ethics and Disciplinary Body are open to appeal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.uefa.org\/disciplinary\/index.html\">UEFA<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Da hat der kroatische Verband ja noch mal Gl&uuml;ck gehabt. Richtig entschieden, liebe UEFA. Seltsam nur, dass der russische Verband wegen durchaus vergleichbarer Vergehen seiner &bdquo;Fans&ldquo; so <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33870\">viel h&auml;rter bestraft wurde<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sierra leonische Zivilgesellschaft will zur&uuml;ck an den Verhandlungstisch<\/strong><br>\nIn Sierra Leone will eine Gruppe zivilgesellschaftlicher Organisationen den Dialog zwischen dem Agrarinvestor Socfin, den verantwortlichen Autorit&auml;ten und den Menschen in Malen Chiefdom wiederbeleben: Drei Petitionen mit insgesamt &uuml;ber 120.000 Unterschriften und ein offener Brief wurden an die Regierung des westafrikanischen Landes &uuml;bergeben.<br>\nAm 16. Juni 2016 haben 23 Nichtregierungsorganisationen in Sierra Leones Hauptstadt Freetown durch eine Pressekonferenz auf die aktuelle Situation von MALOA aufmerksam gemacht. Seit 2013 setzt sich die Vereinigung der von Socfin betroffenen Landbesitzer und Landnutzer gegen die Machenschaften des belgisch-luxemburgischen Agrarkonzerns zur Wehr. Dessen &uuml;ber 12,000 Hektar gro&szlig;e Palm&ouml;lplantage macht den Bauern vor Ort nicht nur ihr Land, sondern damit vor allem auch ihre wichtigste Lebensgrundlage streitig.<br>\nGemeinsam fand die Zivilgesellschaft Sierra Leones klare Worte: &ldquo;Wir brauchen eine L&ouml;sung f&uuml;r den fortbestehenden Konflikt in Malen Chiefdom. W&auml;hrend der Er&ouml;ffnung der neuen Palm&ouml;lm&uuml;hle von Socfin hat Pr&auml;sident Koroma betont, dass seine Regierung offen f&uuml;r Gespr&auml;che sei. Diese Chance wollen wir nutzen. Wir glauben es ist h&ouml;chste Zeit, sich wieder gemeinsam an einen Tisch zu setzen und einen Dialog zu f&uuml;hren, der das Wohl aller im Blick und zum Ziel hat.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aussengedanken.de\/sierra-leonische-zivilgesellschaft-will-zurueck-an-den-verhandlungstisch\/\">Aussengedanken<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&hellip; als w&auml;re es nicht unser Land<\/strong><br>\nDie Weltbank setzt f&uuml;r ein Projekt in Tansania ihre eigenen Regeln au&szlig;er Kraft: Ureinwohner m&uuml;ssen weichen. Trotz Kritik von Menschenrechtlern und US-Regierung stimmte die Bundesregierung im Direktorium zu, berichten NDR, WDR, SZ und das Netzwerk ICIJ. Man wisse nichts von Vertreibungen.<br>\nDie Angst geht um in den Waidgr&uuml;nden im S&uuml;den Tansanias. Bald soll es wieder zu Vertreibungen kommen. Die Ureinwohner vom Volk der Barabaig und der Massai haben es schon erlebt: Mindestens 5000 Menschen mussten ihr Land bisher verlassen. Es kam zu Menschenrechtsverletzungen und Landkonflikten mit der Regierung.<br>\n&ldquo;In Tansania ist es, als w&uuml;rden wir nicht existieren, als w&auml;re es nicht unser Land&rdquo;, klagt der Rinderhirte Salumu Kundaya Kidomwita. &ldquo;Sie haben uns erz&auml;hlt, dass wir hier kein Land haben, selbst wenn wir uns verweigern. Wir mussten also wegziehen &ndash; egal, ob wir das akzeptierten. Wie b&ouml;sartig ist das bitte?&rdquo; Jetzt f&uuml;rchtet der 60-J&auml;hrige, dass er bald f&uuml;r ein Mammutprojekt erneut weichen muss. In einem Gebiet so gro&szlig; wie Italien sollen Agrarinvestitionen unter anderem von Nestl&eacute;, Unilever und Bayer das Land in eine riesige Produktionsfl&auml;che verwandeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/weltbank-tansania-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt &ndash; Hey, selbsternannte Journalisten von &ldquo;FAZ&rdquo; bis Spon!<\/strong><br>\nWieso bezeichnet Ihr eigentlich den mit erstaunlichen Mitteln um das amerikanische Pr&auml;sidentenamt k&auml;mpfenden Bernie Sanders immer und immer wieder als &ldquo;selbsternannten Sozialisten&rdquo;? Wer soll ihn denn sonst dazu ernennen au&szlig;er er selbst? Marx? Trump? Gott? Ihr selbst ernannten Mister Oberschlau? Oder ist das wieder nur Euer tief ins Hirn gepflanzter, l&auml;ngst obsoleter Antikommunismus, der auch noch das kleinste bi&szlig;chen Renitenz gegen die z&uuml;gellos kapitalistische Zurichtung der Welt mit allen, und seien es sprachlich j&auml;mmerlichen, Mitteln bek&auml;mpfen mu&szlig;?<br>\nReitet doch bitte k&uuml;nftig lieber lebendige Pferde, bitten Eure selbsternannten Sprachw&auml;chter von der Titanic.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.titanic-magazin.de\/news\/hey-selbst-ernannte-journalisten-von-faz-bis-spon-8156\/\">Titanic<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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