{"id":33906,"date":"2016-06-22T08:14:57","date_gmt":"2016-06-22T06:14:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33906"},"modified":"2016-06-24T08:08:36","modified_gmt":"2016-06-24T06:08:36","slug":"hinweise-des-tages-2650","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33906","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33906#h01\">Steinmeier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33906#h02\">Aufruf: Eine Zukunft f&uuml;r Europa &ndash; nicht ohne Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33906#h03\">Es ist Zeit f&uuml;r eine neue Ostpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33906#h04\">Streit &uuml;ber Russland-Politik: Gabriel reist offenbar Montag zu Putin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33906#h05\">Merkel will mehr Geld f&uuml;rs Milit&auml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33906#h06\">Der Brexit und Europa: Sie wollten doch sowieso immer nur Gro&szlig;macht sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33906#h07\">Gauck kritisiert vor Brexit-Votum nationale Alleing&auml;nge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33906#h08\">Kampf gegen Google und Co.: EU-Staaten segnen Gesetz gegen Steuervermeidung ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33906#h09\">CETA &ndash; Poker: Entmachtung des Ministerrats durch die Kommission?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33906#h10\">Erbschaftsteuerreform &ndash; Herzliches Beileid an den Sozialstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33906#h11\">Arbeitnehmer: Wie hoch steigt der Mindestlohn?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33906#h12\">Mittelschicht in Deutschland: Das Abstiegsgespenst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33906#h13\">Vernichtungskrieg: &ldquo;Kein Kommentar&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33906#h14\">Eklat im Bundestag bei Anh&ouml;rung zum neuen Anti-Terror-Paket<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33906#h15\">Unicef-Bericht: Fl&uuml;chtlingskinder werden in Deutschland benachteiligt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33906#h16\">Fraktion DIE LINKE ruft gegen den einseitigen Einsatz der Bundeswehr in Syrien das Bundesverfassungsgericht an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33906#h17\">Der Clash der Fankulturen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33906#h18\">Das Letzte: Sch&auml;uble &uuml;ber Fl&uuml;chtlingspolitik: &ldquo;Der Staat kann nicht barmherzig sein&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Steinmeier<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Er hat recht<\/strong><br>\nAu&szlig;enminister Steinmeier wird f&uuml;r seine Kritik an der Nato-Strategie kritisiert. Die Abschreckung Russlands h&auml;ngt nicht nur von Bataillonen ab. Es gibt noch einen Trumpf. (&hellip;) Steinmeier hat starke Worte gebraucht, aber er hat recht. Es ist sicherlich n&ouml;tig, dass die europ&auml;ischen B&uuml;ndnispartner ihre dahinalternden Milit&auml;rapparate wieder auf den neuesten Stand bringen. Daf&uuml;r sind auch Erh&ouml;hungen der Wehrbudgets hinzunehmen. (&hellip;) Auch hat es durchaus Sinn, den Polen und den drei baltischen B&uuml;ndnispartnern durch eine minimale Verst&auml;rkung der Nato-Pr&auml;senz in ihren L&auml;ndern zu zeigen, dass der Artikel f&uuml;nf des Nato-Vertrags &ndash; ein Angriff auf einen ist ein Angriff auf alle &ndash; selbstverst&auml;ndlich auch f&uuml;r sie gilt. Allerdings sollten wir uns h&uuml;ten, ihre historisch erkl&auml;rlichen, aber aktuell weit &uuml;bertriebenen Bedrohungs&auml;ngste zur Grundlage einer neuen Konfrontationspolitik zu machen. Schon gar nicht sollten wir ihrem Dr&auml;ngen auf eine weitere und permanente Verst&auml;rkung der osteurop&auml;ischen Nato-Pr&auml;senz nachgeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/2016-06\/frank-walter-steinmeier-nato-anakonda-16-russland\">Theo Sommer bei Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Die SPD und ihre riskanten Man&ouml;ver<\/strong><br>\nBei der SPD-Spitze ist ein schleichender Wandel der Rhetorik gegen&uuml;ber der Nato und Russland zu erkennen. Ist das Absicht? Oder Unsicherheit? Ein Kommentar. Ist die SPD-Spitze dabei, den Kopf zu verlieren? So wie Vizekanzler Sigmar Gabriel und Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier &uuml;ber Russland, die Nato und Handel mit den USA reden, d&uuml;rfen sie sich &uuml;ber Spekulationen nicht wundern. Betreiben sie einen Links-Schwenk, um eine Machtoption zu &ouml;ffnen? Das w&auml;re ein riskantes Man&ouml;ver.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/nach-steinmeier-kritik-an-nato-die-spd-und-ihre-riskanten-manoever\/13761726.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Steinmeiers Vorsto&szlig; <\/strong><br>\nKommt der Wechsel zu einer verantwortungsvollen deutschen Ostpolitik? (&hellip;) nachdem jetzt der amtierende deutsche Au&szlig;enminister &ndash; wenn auch abgeschw&auml;cht &ndash; einen &auml;hnlichen Vorsto&szlig; unternommen hat, folgt endlich die &ouml;ffentliche Reaktion und es geht in Politik und Medien um die essenzielle Frage des weiteren Umgangs mit Russland. Abzuwarten bleibt, ob die angesto&szlig;ene Diskussion Fr&uuml;chte tr&auml;gt. Das ist zu hoffen!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201606214007\/politik\/inland\/steinmeiers-vorstoss.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><strong>Notfalls auch allein<\/strong><br>\nAu&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier hat ein au&szlig;enpolitisches Grundsatzprogramm formuliert. (&hellip;) Deutschland ist ganz oben. Das jedenfalls besagt der Beitrag, den Au&szlig;enminister Frank Walter Steinmeier (SPD) unter dem Titel &raquo;Deutschlands neue globale Rolle&laquo; in der soeben erschienenen j&uuml;ngsten Ausgabe der einflussreichen US-Zeitschrift Foreign Affairs ver&ouml;ffentlicht hat.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/06-21\/014.php\">Junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.foreignaffairs.com\/articles\/europe\/2016-06-13\/germany-s-new-global-role\">Foreign Affairs<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> In diesem Beitrag, der sich an die amerikanischen Eliten richtet, erkl&auml;rt Steinmeier die Agenda 2010 weiterhin zu einem gro&szlig;en Erfolg f&uuml;r Deutschland. Was die Au&szlig;enpolitik angeht, w&uuml;rden die Verantwortlichen in Deutschland weiterhin &bdquo;die tiefe &Uuml;berzeugung teilen, dass Deutschlands Sicherheit untrennbar mit der Sicherheit der USA verkn&uuml;pft ist&ldquo;, so Steinmeier. Diese Aussage ist auf die Partnerschaft mit den USA bei Kriegseins&auml;tzen im Ausland gem&uuml;nzt und impliziert wie nebenbei, die USA w&uuml;rden diese Kriege tats&auml;chlich im Interesse &bdquo;ihrer Sicherheit&ldquo; f&uuml;hren &ndash; eine Annahme, die man eigentlich kaum anders denn als Propaganda beschreiben kann. Deutschland, so der Au&szlig;enminister weiter, habe &bdquo;erkannt, dass es seiner Verantwortung nicht entfliehen kann&ldquo;. Was aber ist das f&uuml;r eine omin&ouml;se &bdquo;Verantwortung&ldquo;? Wer hat sie formuliert? Das Volk? Wohl kaum. Welchen Interessen also folgt man hier? Dazu schweigt Steinmeier in seinem Beitrag beredt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Aufruf: Eine Zukunft f&uuml;r Europa &ndash; nicht ohne Russland<\/strong><br>\nAus Anlass des 75. Jahrestages des &Uuml;berfalls des Nazi-gef&uuml;hrten Deutschlands auf die Sowjetunion am 22.06.1941 fordern &uuml;ber 100 WissenschaftlerInnen, JuristInnen, Engagierte aus der Friedensbewegung und Abgeordnete des Deutschen Bundestages in einem von der IALANA initiierten Aufruf: &bdquo;Wir rufen dazu auf, aus dem bislang schrecklichsten aller Kriege endlich die Lehren zu ziehen: F&uuml;r eine neue Qualit&auml;t der Deutsch-Russischen Beziehungen. (&hellip;) Alle Gespr&auml;chsbeziehungen und Formate m&uuml;ssen dazu genutzt werden, f&uuml;r immer eine neue bewaffnete Auseinandersetzung zwischen Deutschland und Russland auszuschlie&szlig;en.&ldquo; Unverzichtbar f&uuml;r eine neue Entspannungspolitik ist eine umfassende Abr&uuml;stung und eine Absage an die Konfrontationspolitik der NATO: &bdquo;Abr&uuml;stung ist notwendig, um die sozialen Herausforderungen zu bew&auml;ltigen und einen Beitrag zur L&ouml;sung der globalen Probleme des 21. Jahrhunderts zu leisten. Eine v&ouml;llige Abr&uuml;stung aller Atomwaffen ist erforderlich, um das &Uuml;berleben der Menschheit zu sichern.&ldquo; Die Unterzeichnerinnen wenden sich mit einem dringenden Friedensappell an die Bundeskanzlerin: &bdquo;An dem historischen Jahrestag des 22. Juni 2016 wenden wir uns daher an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und die deutsche Bundesregierung: Allein eine Politik der Verst&auml;ndigung mit Russland und der L&ouml;sung von Konflikten und Interessenwiderspr&uuml;chen auf der Grundlage des V&ouml;lkerrechts bietet die Perspektive einer friedlichen Zukunft f&uuml;r Europa.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bremerfriedensforum.de\/pdf\/Aufruf_als_Anzeige_in_der_FR_SZ.pdf\">IALANA<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Es ist Zeit f&uuml;r eine neue Ostpolitik<\/strong><br>\nDas Abkommen mit der Ukraine nachzuverhandeln und die Sanktionen gegen Russland zu beenden, w&auml;ren Chancen f&uuml;r einen Neubeginn in der gescheiterten Ostpolitik Deutschlands und der EU, meint der Berliner Osteuropa-Forscher Herwig Roggemann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/eu-ukraine-russland-es-ist-zeit-fuer-eine-neue-ostpolitik.1005.de.html?dram:article_id=357766\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Streit &uuml;ber Russland-Politik: Gabriel reist offenbar Montag zu Putin<\/strong><br>\nDie Ank&uuml;ndigung kommt zu einem heiklen Zeitpunkt: SPD-Chef Gabriel will laut einem Zeitungsbericht Kreml-Chef Putin treffen &ndash; w&auml;hrend die Koalition &uuml;ber den richtigen Umgang mit Russland streitet.Mitten in der Debatte &uuml;ber die Nato-Politik gegen&uuml;ber Moskau will Wirtschaftsminister und SPD-Chef Sigmar Gabriel den russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin besuchen. Der Vizekanzler werde am Montag nach Moskau reisen, berichtet die &ldquo;Rheinische Post&rdquo; unter Berufung auf Regierunskreise. Es w&auml;re das zweite Treffen der Spitzenpolitiker binnen eines Jahres.Eine Ministeriumssprecherin wollte die Pl&auml;ne f&uuml;r die Reise zun&auml;chst nicht best&auml;tigen.Bei der eint&auml;gigen Reise soll es laut &ldquo;Rheinischer Post&rdquo; um die Wirtschaftsbeziehungen gehen, die unter den von der EU verh&auml;ngten Sanktionen leiden. Das Kanzleramt sei &uuml;ber die Reise des Vizekanzlers informiert, berichtet die Zeitung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/sigmar-gabriel-spd-chef-reist-montag-zu-wladimir-putin-a-1098765.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Merkel will mehr Geld f&uuml;rs Milit&auml;r<\/strong><br>\nKanzlerin Merkel will sich in den R&uuml;stungsausgaben den USA ann&auml;hern und mehr f&uuml;rs Milit&auml;r ausgeben. Weiter sieht die Kanzlerin Afrika als die gr&ouml;&szlig;te Herausforderung in der Migrationspolitik.<br>\nDeutschland muss nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel die Verteidigungsausgaben erheblich erh&ouml;hen. Die EU sei heute nicht in der Lage, sich gegen die Bedrohungen von au&szlig;en zu verteidigen, sagte Merkel am Dienstagabend auf dem Wirtschaftstag der CDU. Deshalb sei nicht nur das transatlantische B&uuml;ndnis wichtig. &ldquo;Ganz gewiss hei&szlig;t dies auch, dass ein Land wie Deutschland, das heute 1,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) f&uuml;r Verteidigung ausgibt, und die Vereinigten Staaten, die 3,4 Prozent des BIP f&uuml;r Verteidigung ausgeben, sich werden ann&auml;hern m&uuml;ssen&rdquo;, mahnte Merkel. &ldquo;Es wird auf Dauer nicht gut gehen, dass wir sagen, wir hoffen und warten darauf, dass andere f&uuml;r uns die Verteidigungsleistungen tragen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/wirtschaftstag-der-cdu-merkel-will-mehr-geld-fuers-militaer,1472596,34402216.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Brexit und Europa: Sie wollten doch sowieso immer nur Gro&szlig;macht sein<\/strong><br>\nSollte es zum Brexit kommen, dann blieben sich die Briten nur treu: Sie waren nie f&uuml;r eine politische Union, sondern f&uuml;r ein Gleichgewicht der Kr&auml;fte. (&hellip;) De Gaulle wollte eine wirkliche Europ&auml;ische Politische Union (EPU) souver&auml;ner Mitgliedstaaten, die auch als Gegengewicht zu einer amerikanischen Hegemonie dienen sollte. Er war besorgt, im Ernstfall w&uuml;rde Amerika nur seine eigenen Interessen gelten lassen. Als Mitglied der Bundesregierung und Leiter einer Nato-&Uuml;bung 1979 im Bunker bei Bonn habe ich sp&auml;ter dann selbst &ndash; wie &uuml;brigens offenbar auch ein Vorg&auml;nger von mir in dieser Funktion, Staatsminister Moersch &ndash; erlebt, dass Amerika beim ersten sowjetischen Vordringen auf deutsches Gebiet ohne Vorank&uuml;ndigung taktische Atombomben auf deutschem Boden einsetzte. Schon als Adenauer gegen&uuml;ber dem amerikanischen Sicherheitsberater McGeorge Bundy angesichts britisch-franz&ouml;sischer Rivalit&auml;ten auf die F&uuml;hrungsschwierigkeiten in Europa verwies, hatte dieser trocken geantwortet: &bdquo;F&uuml;hrungsmacht Europas werden in den n&auml;chsten f&uuml;nfzehn Jahren weder England, Frankreich noch die Bundesrepublik, sondern weiter die Vereinigten Staaten sein.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/klaus-von-dohnanyi-ueber-den-brexit-und-europa-14291266.html\">Klaus von Dohnanyi in der FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.B.:<\/strong> Schade, dass solche Einblicke nur im hinteren Teil des Feuilletons abgedruckt werden. In der politischen Diskussion heutzutage ersetzen Ablenkung und Stillschweigen die kritische Auseinandersetzung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gauck kritisiert vor Brexit-Votum nationale Alleing&auml;nge<\/strong><br>\nBundespr&auml;sident Joachim Gauck hat kurz vor der britischen Abstimmung &uuml;ber die EU-Zugeh&ouml;rigkeit vor nationalen Alleing&auml;ngen gewarnt. &ldquo;Wenn ich an die gro&szlig;en Themen unserer Zeit denke &ndash; Sicherheit, Klimaschutz oder nachhaltiges Wirtschaftswachstum &ndash;, so ist es mir manchmal r&auml;tselhaft, wie manche glauben k&ouml;nnen, dass vitale Interessen unserer Gesellschaften durch die Europ&auml;ische Union nicht wirkungsvoller gesch&uuml;tzt und auch global vertreten werden k&ouml;nnen, als es je ein einzelnes Mitglied heute noch k&ouml;nnte&rdquo;, sagte Gauck am Dienstag laut Redetext in der rum&auml;nischen Hauptstadt Bukarest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/brexit-gauck-idDEKCN0Z71KY\">Reuters<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar unseres Lesers M.S.:<\/strong> Die Betonung liegt auf &bdquo;vertreten werden k&ouml;nnen&ldquo;, besser h&auml;tte er gesagt: &bdquo;K&ouml;nnten&ldquo;. Weder zielt der seit Jahren anhaltende Austerit&auml;ts-Wahn auf Wachstum, noch bietet die Konfrontationspolitik an der Seite der USA Sicherheit, im Gegenteil. Auch beim Klimaschutz hilft die neoliberale Ausrichtung der EU nicht weiter, sonst m&uuml;sste sie als erstes ihre Fixierung auf industrielle Landwirtschaft aufgeben, und die damit verbundene Zerst&ouml;rung der B&ouml;den, denn dabei werden vollkommen unn&ouml;tig enorme Menge CO2 freigesetzt. Aber Gauck verteidigt stumpf ein Festhalten am alten Kurs, statt endlich die Notwendigkeit einer inhaltlichen Neuausrichtung zu betonen. Als Bundespr&auml;sident, der &uuml;ber dem politischen Alltagsgesch&auml;ft steht, h&auml;tte er aber genau diese Aufgabe (gehabt), notwendige Diskussionen anzusto&szlig;en.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kampf gegen Google und Co.: EU-Staaten segnen Gesetz gegen Steuervermeidung ab<\/strong><br>\nEuropas Finanzminister wollen die Steuervermeidung gro&szlig;er Konzerne begrenzen. Der EU-Ministerrat hat ein Gesetz abgesegnet, das den Fiskustricksern bei Google, Apple und Co. das Leben schwer machen soll. (&hellip;) Mit dem Gesetz will die EU Konzerne dazu bringen, Steuern in den L&auml;ndern zu zahlen, wo die Gewinne tats&auml;chlich anfallen. Bislang verteilen Unternehmen wie Google, Facebook oder Amazon ihre Gewinne so auf mehrere L&auml;nder, dass sie am Ende nur minimale Steuern zahlen m&uuml;ssen. &Ouml;ffentlichen Kassen in der EU entgehen wegen Steuervermeidung 50 bis 70 Milliarden Euro im Jahr. Die EU-Finanzminister hatten sich bereits am vergangenen Freitag in Luxemburg grunds&auml;tzlich auf einen Kompromiss f&uuml;r das Gesetz verst&auml;ndigt. Wegen Einw&auml;nden von Belgien und Tschechien lief aber noch eine mehrt&auml;gige Stillhaltefrist. Die Vorbehalte seien nun ausger&auml;umt, berichteten Diplomaten. (&hellip;) Auch Deutschland hatte bis zuletzt Einw&auml;nde gegen manche Punkte des geplanten EU-Gesetzes. Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) wollte nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen vor allem das sogenannte Country-by-Country-Reporting einschr&auml;nken. Dieses sieht vor, dass multinationale Konzerne wichtige Kennzahlen gegen&uuml;ber dem Fiskus k&uuml;nftig f&uuml;r jedes Land einzeln angeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/steuern-eu-staaten-segnen-gesetz-gegen-steuervermeidung-ab-a-1098853.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sch&auml;uble h&auml;lt nat&uuml;rlich weiterhin seine sch&uuml;tzende Hand &uuml;ber die armen, bed&uuml;rftigen, milliardenschweren Gro&szlig;konzerne.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>CETA &ndash; Poker: Entmachtung des Ministerrats durch die Kommission?<\/strong><br>\nDie Diskussion &uuml;ber die Verabschiedung des sog. Freihandelsabkommens CETA bekam vor einigen Tagen eine neue Wende. Bisher wurde CETA als gemischtes Abkommen betrachtet, &uuml;ber das nicht ohne Beteiligung von Bundestag und Bundesrat entschieden werden kann. Kritiker sahen eine Hauptaufgabe darin zu verhindern, dass die Entscheidung des Parlaments durch eine vorl&auml;ufige Anwendung vorweggenommen wird. Sie m&uuml;ssen sich wohl umorientieren, denn die Kommission kommt mit einer neuen Strategie.<br>\nNach einem in der FAZ vom 11. 6. 2016 unter Berufung auf &bdquo;Quellen aus dem Umfeld der EU-Handelskommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m&ldquo; erschienenen Bericht soll ein l&auml;ngst &uuml;berholt geglaubter Vorschlag der Kommission wieder hervorgeholt werden, und  CETA als in alleiniger EU-Zust&auml;ndigkeit liegendes Abkommen (&bdquo;EU-only&ldquo;) ohne jegliche parlamentarische Beteiligung in den Mitgliedsstaaten ratifiziert werden. Die Kommission will dazu am 5. Juli ein Gutachten zur Rechtsnatur von CETA sowie einen Vorschlag zum weiteren Prozedere vorlegen. Dieser Vorschlag soll f&uuml;r das weitere Ratifizierungsverfahren verbindlich sein. Ein Widerspruch des Ministerrats sei nur dann zu beachten, wenn dieser in Form eines einstimmigen Beschlusses aller 28 Mitglieder erkl&auml;rt werde. Zugleich wurde bekannt, dass eine einstimmige Entscheidung ausgeschlossen erscheint: Denn Italien habe sich bereits der Meinung der Kommission angeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/641-ceta-poker#weiterlesen\">Wilfried P&uuml;rsten im Blog von Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Erbschaftsteuerreform &ndash; Herzliches Beileid an den Sozialstaat<\/strong><br>\nDie Erbschaftsteuer bleibt eine Bagatellsteuer. Mit sozialer Gerechtigkeit hat das nichts zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/prantls-politik-erbschaftssteuer-1.3043382\">Videokolumne von Heribert Prantl, S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Eine sehr sehenswerte Stellungnahme!<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Opposition zur Erbschaftsteuerreform: Gro&szlig;er Murks statt gro&szlig;er Wurf<\/strong><br>\nDas Verfassungsgericht wird die Neuregelung stoppen, glauben Gr&uuml;ne und Linke. Die Gr&uuml;nen k&ouml;nnten das im Bundesrat auch selbst erledigen. [&hellip;] Verm&ouml;gende Firmenerben zur Kasse bitten. Auch die gr&uuml;ne Finanzexpertin im Bundestag, Lisa Paus, denkt nicht, dass die jetzt gefundene Regelung diesem Anspruch gerecht wird. &bdquo;Das wird definitiv vor dem Bundesverfassungsgericht scheitern&ldquo;, meint Paus und nennt den Entwurf &bdquo;einen gro&szlig;en Murks&ldquo;, w&uuml;rden doch jetzt sogar zus&auml;tzliche Ausnahmen f&uuml;r Firmenerben eingef&uuml;hrt. Bevor es zu einer erneuten Klage vor dem Bundesverfassungsgericht kommt, haben es allerdings die Gr&uuml;nen selbst in der Hand, das Gesetz zu stoppen. Im Bundesrat n&auml;mlich. Bei den Gr&uuml;nen tobt jedenfalls eine Debatte, ob man jetzt zustimmt &ndash; und damit f&uuml;r den Gro&szlig;teil der Betriebe, die gar nicht betroffen w&auml;ren, Sicherheit schafft &ndash; oder einen neuen Anlauf nimmt. Paus neigt zu Letzterem: &bdquo;Wir appellieren an die L&auml;nder, nicht zuzustimmen. Rechtssicherheit gilt ja nur f&uuml;r eine kurze Zeit &ndash; bis zur n&auml;chsten Klage.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Opposition-zur-Erbschaftsteuerreform\/!5311185\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Arbeitnehmer: Wie hoch steigt der Mindestlohn?<\/strong><br>\nIn eineinhalb Wochen soll eine Entscheidung fallen, die das Leben von Millionen Arbeitnehmern hierzulande unmittelbar beeinflussen wird. Ende Juni n&auml;mlich gibt eine Kommission ihre Empfehlung f&uuml;r die k&uuml;nftige H&ouml;he des gesetzlichen Mindestlohns ab. Seit dessen Einf&uuml;hrung Anfang 2015 betr&auml;gt er 8,50 pro Stunde. Nun d&uuml;rfte er zum 1. Januar 2017 auf wenigstens 8,77 Euro steigen. Innerhalb der Mindestlohnkommission, die aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern besteht, tobt seit Monaten ein heftiger Streit &uuml;ber das Ausma&szlig; der Lohnsteigerung. Zunehmend schaltet sich auch die Politik in die Debatten ein. So meldete sich am Montag der Linken-Abgeordnete und Arbeitsmarktexperte Klaus Ernst zu Wort und beklagte, dass zu viele Mindestlohn-Empf&auml;nger in Westdeutschland und in den Ballungszentren &bdquo;am Tropf des Staates&ldquo; hingen. Der Mindestlohn sei viel zu niedrig und sichere h&auml;ufig noch nicht einmal das gesetzlich garantierte Existenzminimum. (&hellip;) F&uuml;r den Linken-Abgeordneten Klaus Ernst folgt daraus: &bdquo;Der Mindestlohn muss ganz deutlich h&ouml;her liegen, als derzeit durch die Mindestlohnkommission angedacht wird.&ldquo; Die Partei tritt f&uuml;r eine Erh&ouml;hung auf zw&ouml;lf Euro pro Stunde ein. Der Gewerkschaft Verdi schweben zehn Euro vor. So weit wird die Mindestlohnkommission, die im Auftrag der Regierung &uuml;ber k&uuml;nftige H&ouml;he ber&auml;t, aber kaum gehen. Sie hat sich an der Entwicklung der Tarifl&ouml;hne zu orientieren. Die Diskussionen im Gremium drehen sich um die Frage, ob die j&uuml;ngsten Tarifabschl&uuml;sse f&uuml;r die Metallindustrie sowie f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Dienst von Bund und Kommunen noch eingerechnet werden. Ist das der Fall, k&ouml;nnte der Mindestlohn um 37 Cent auf 8,87 Euro steigen. Bleibt dieser Schritt hingegen aus, k&ouml;nnte die Erh&ouml;hung sogar um zehn Cent geringer ausfallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/arbeitnehmer-wie-hoch-steigt-der-mindestlohn--24262256\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.L.:<\/strong> &hellip; 8,87 EUR auf 160 Std.\/Monat = 1.419,20 EUR, brutto wohlgemerkt, wenn ich mich recht erinnere. In St&auml;dten wie Stuttgart, Berlin &amp; Co. kann damit niemand &uuml;berleben. Vor nicht mal einem Monat kam die Rekordmeldung f&uuml;r DAX-Dividenden-Aussch&uuml;ttungen in 2016 &uuml;ber mehr als 35 Mrd. EUR. Das System ist pervertiert, doch gew&auml;hlt wird nicht mehr links, nein, wir erleben die Renaissance der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts, Antisemitismus, Rechtsruck, Nationalismus, gepaart mit der Eskalation im Osten, wie es schon vor 1914 auf dem Balkan zu erleben war. JEDEM, aber auch JEDEM sollte bei diesen Gedanken&rdquo;spielen&rdquo; Angst und Bange werden &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Mittelschicht in Deutschland: Das Abstiegsgespenst<\/strong><br>\nAufstieg durch Leistung &ndash; m&ouml;glich f&uuml;r alle! Das war das Versprechen der sozialen Marktwirtschaft der alten BRD. Doch es gilt l&auml;ngt nicht mehr. Die Mittelschicht wird immer d&uuml;nner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/mittelschicht-in-deutschland-das-abstiegsgespenst.976.de.html?dram:article_id=357485\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Vernichtungskrieg: &ldquo;Kein Kommentar&rdquo;<\/strong><br>\nSelbst 75 Jahre nach dem deutschen &Uuml;berfall auf die Sowjetunion will die Bundesregierung diesen nicht als Beginn eines rassistischen Vernichtungskrieges bezeichnen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion hervor. Demnach handelt es sich beim &Uuml;berfall auf die UdSSR am 22. Juni 1941 nach offizieller Lesart &ldquo;um einen unprovozierten Angriffskrieg des &lsquo;Dritten Reiches'&rdquo; &ndash; andere&rdquo;rechts- oder geschichtswissenschaftliche Auffassungen&rdquo; werde man &ldquo;nicht kommentieren&rdquo;. Die Haltung Berlins ist umso skandal&ouml;ser, als zahlreiche verbrecherische Befehle der NS-F&uuml;hrung &uuml;berliefert sind, in denen unmissverst&auml;ndlich die &ldquo;Ausrottung&rdquo; der &ldquo;j&uuml;disch-bolschewistischen Intelligenz&rdquo; in der UdSSR angeordnet wird. Gleichzeitig weigern sich die deutschen Regierungsparteien, die von der Naziwehrmacht internierten sowjetischen Kriegsgefangenen als Opfer des NS-Regimes anzuerkennen; &uuml;ber einen entsprechenden Antrag der Linksfraktion im Deutschen Bundestag wurde bis heute nicht entschieden. Mehr als drei Millionen gefangene Rotarmisten kamen im deutschen Gewahrsam ums Leben &ndash; sie starben an Hunger, vermeidbaren Krankheiten oder wurden gezielt ermordet. Insgesamt forderte der von Deutschland ausgehende Krieg auf sowjetischer Seite 27 Millionen Opfer, davon etwa 18 Millionen Zivilisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59394\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Eklat im Bundestag bei Anh&ouml;rung zum neuen Anti-Terror-Paket<\/strong><br>\nLinke und Gr&uuml;ne haben eine Anh&ouml;rung im Bundestag unter Protest verlassen, weil keine unabh&auml;ngigen Geheimdienst-Experten geladen waren: Das Verfahren sei eine &ldquo;Farce&rdquo;. Datensch&uuml;tzer halten das Anti-Terror-Paket f&uuml;r verfassungswidrig. Dass die Opposition mit der Auswahl von Sachverst&auml;ndigen f&uuml;r eine parlamentarische Anh&ouml;rung unzufrieden ist und am kritischsten auf Gesetzentw&uuml;rfe der Bundesregierung blickt, geh&ouml;rt zum guten Ton. Am Montag platzte Linken und Gr&uuml;nen aber der Kragen bei einer Expertenrunde zum geplanten Gesetz f&uuml;r den &ldquo;besseren Informationsaustausch bei der Bek&auml;mpfung des internationalen Terrorismus&rdquo; im Bundestag. &ldquo;Das ist eine reine Farce, wir verlassen diese Sitzung&rdquo;, wetterte die Linke Ulla Jelpke. Sie kritisiert, dass die Koalition gleich drei Pr&auml;sidenten von Sicherheitsbeh&ouml;rden geladen und offenbar auch am bisherigen Gesetzgebungsverfahren beteiligt habe, nicht jedoch unabh&auml;ngige Sachverst&auml;ndige. &ldquo;Wir werden auch nicht beiwohnen&rdquo;, betonte Irene Mihalic f&uuml;r die Gr&uuml;nen. Neben der Expertenauswahl kritisiert die Innenpolitikerin vor allem, dass Schwarz-Rot das Vorhaben noch in dieser Woche durch den Bundestag peitschen wolle, ohne &ldquo;die Eilbed&uuml;rftigkeit irgendwie sachgerecht zu begr&uuml;nden&rdquo;. Die Opposition wolle sich nun f&ouml;rmlich bei Bundestagspr&auml;sident Norbert Lammert (CDU) beschweren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Eklat-im-Bundestag-bei-Anhoerung-zum-neuen-Anti-Terror-Paket-3242398.html\">heise.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Unicef-Bericht: Fl&uuml;chtlingskinder werden in Deutschland benachteiligt<\/strong><br>\nDas Kinderhilfswerk Unicef prangert eine Benachteiligung von Fl&uuml;chtlingskindern in Deutschland an. Anders als bei gleichaltrigen deutschen Kindern w&uuml;rden ihre Rechte auf Schutz, medizinische Versorgung und Bildung h&auml;ufig nur eingeschr&auml;nkt oder gar nicht gewahrt, kritisiert Unicef in einem neuen Bericht. Nicht jedes Fl&uuml;chtlingskind werde gleich behandelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/unicef-bericht-fluechtlingskinder-werden-in-deutschland.1818.de.html?dram:article_id=357798\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Fraktion DIE LINKE ruft gegen den einseitigen Einsatz der Bundeswehr in Syrien das Bundesverfassungsgericht an<\/strong><br>\nAm 31. Mai 2016 hat die Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag beim Bundesverfassungsgericht einen Antrag im Organstreitverfahren gegen die Bundesregierung und den Bundestag anh&auml;ngig gemacht, der sich gegen den von beiden Organen beschlossenen Einsatz der Bundeswehr in Syrien und einigen anderen Gebieten richtet. Die Fraktion DIE LINKE wendet sich mit diesem Antrag dagegen, dass dieser Einsatz au&szlig;erhalb eines Systems gegenseitiger kollektiver Sicherheit und ohne verfassungsrechtliche Grundlage stattfindet.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/nachrichten\/fraktion-linke-ruft-gegen-einseitigen-einsatz-bundeswehr-syrien-bundesverfassungsgericht\/\">Nachricht der Linksfraktion<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=E4MmYv6aq9s\">Video des Pressegespr&auml;chs der Linksfraktion<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Eine wichtige juristische Initiative &ndash; dazu Sahra Wagenknecht w&ouml;rtlich im Pressegespr&auml;ch am Dienstag: &bdquo;Es kann nicht sein, dass Bundeswehr-Eins&auml;tze beschlossen werden, f&uuml;r die es keine grundgesetzlich zureichende Mandatierung gibt. Das ist eindeutig kein UN-Mandat gewesen und damit sehen wir eben auch das formale Problem, dass dieser Einsatz grundgesetzwidrig ist und v&ouml;lkerrechtswidrig.&ldquo; Wolfgang Neskovic, ehemaliger Richter am Bundesgerichtshof, &auml;u&szlig;erte sich bei diesem Pressegespr&auml;ch wie folgt: &bdquo;Ich will noch einmal deutlich machen, dass das hier wirklich juristisches Neuland ist und dass eigentlich die gesamte Community der Verfasssungsrechtler und auch der V&ouml;lkerrechtler, die sich bisher dazu ge&auml;u&szlig;ert haben, sowohl in der rechtswissenschaftlichen Literatur, aber auch &ouml;ffentlich, diesen Einsatz ausgesprochen kritisch sehen. (&hellip;) Es geht wirklich darum, dass hier ein Paradigmenwechsel stattgefunden hat und stattfindet.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der Clash der Fankulturen<\/strong><br>\nRechte Fangruppen aus Ost- und Mitteleuropa pr&auml;gen die EM bisher. Vom Begegnungscharakter eines Fu&szlig;ballturniers bleibt da nichts mehr &uuml;brig, meint Stephan Fischer<br>\nBei Turnieren treffen immer auch unterschiedliche Fankulturen aufeinander. In Frankreich pr&auml;gen rechte Ultrakulturen aus Mittel- und Osteuropa die Stadien &ndash; laut und brennend, dabei extem nationalistisch und gewaltaffin. [&hellip;]<br>\nEin zwar hyperdurchkommerzialisiertes, aber noch irgendwie auf Begegnung angelegtes europ&auml;isches Fu&szlig;ballfest &ndash; diese EM hatte nie eine Chance, das zu werden. Denn zur erw&auml;hnten &raquo;Fankultur&laquo; kommt der extreme Nationalismus und auch Rassismus, der dann zum erw&auml;hnten polnischen Banner f&uuml;hrt. Es hat keinen Fu&szlig;ballbezug &ndash; es ist gerade im multikulturell gepr&auml;gten Marseille eine Kampfansage: An den Multikulturalismus der Stadt, an ein imaginiertes, durch &raquo;Genderismus und Willkommenskultur gegen&uuml;ber Fl&uuml;chtlingen verweichlichtes&laquo; Westeuropa. Hinter der auch reale Gewaltandrohung steht.<br>\nFalls es ihn je gab &ndash; mit &raquo;Partypatriotismus&laquo; hat das nicht im Geringsten mehr zu tun, das ist auf die Stra&szlig;en und in die Stadien Frankreichs getragener, gewaltbereiter, Nationalismus. Egal, ob von polnischen, russischen, kroatischen oder ungarischen Fans &ndash; die rechte Hegemonie in vielen mittel- und osteurop&auml;ischen Kurven hat in Geist und Ausdruck diese EM jetzt schon gepr&auml;gt wie kein gro&szlig;es Turnier zuvor. F&uuml;r viele noch ein Grund, neben vielen anderen guten, sich von dieser Form des &raquo;Wettbewerbs&laquo; mit Schauder abzuwenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1016055.der-clash-der-fankulturen.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Sch&auml;uble &uuml;ber Fl&uuml;chtlingspolitik: &ldquo;Der Staat kann nicht barmherzig sein&rdquo;<\/strong><br>\nDeutschland m&uuml;sse bereit sein, seinen &ldquo;hohen moralischen Anspruch&rdquo; in der Fl&uuml;chtlingspolitik &ldquo;ein St&uuml;ck weit europakompatibel zu machen&rdquo;, sagt Finanzminister Sch&auml;uble. Soll hei&szlig;en: seine Standards zu senken. (&hellip;) &ldquo;Wir werden in Deutschland bereit sein m&uuml;ssen&rdquo;, sagte Sch&auml;uble bei der Tagung des CDU-Wirtschaftsrats, &ldquo;unseren hohen moralischen Anspruch ein St&uuml;ck weit europakompatibel zu machen.&rdquo; &ldquo;Jeder Christ muss barmherzig sein&rdquo;, sagte Sch&auml;uble. &ldquo;Aber der Staat kann nicht barmherzig sein.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Der-Staat-kann-nicht-barmherzig-sein-article18002606.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Eine &bdquo;europakompatible Moral&ldquo;, das erinnert an Merkels &bdquo;marktkonforme Demokratie&ldquo;. Sollen Moral, Demokratie oder christliche Werte wirklich nur noch unter dem Vorbehalt ihrer technischen Umsetzbarkeit in einem als &bdquo;gegeben&ldquo; definierten System gelten? Was sind die eigentlichen Standards?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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