{"id":33929,"date":"2016-06-23T08:52:04","date_gmt":"2016-06-23T06:52:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33929"},"modified":"2016-06-23T08:52:04","modified_gmt":"2016-06-23T06:52:04","slug":"hinweise-des-tages-2651","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33929","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33929#h01\">Auf Weltmachtniveau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33929#h02\">Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33929#h03\">Bundesverfassungsgericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33929#h04\">Buntenbach: Chance verpasst f&uuml;r eine echte Hartz IV-Reform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33929#h05\">Legalisiertes Lohndumping<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33929#h06\">Wenn Extremisten die Mitte bilden &ndash; Teil 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33929#h07\">Das Macht-was-Ihr-wollt-Gesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33929#h08\">NSU-Komplex: &Auml;ltere Corelli-Handys falsch ausgewertet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33929#h09\">Frauenfilme zu Frauenwahrheiten und Frauenfragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33929#h10\">Schattenboxen und Schienenrealit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33929#h11\">Fl&uuml;chtlingspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33929#h12\">Zehntausende Studierende in Kalifornien sind obdachlos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33929#h13\">Wer Taschent&uuml;cher sucht, sucht keine Antworten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33929#h14\">Unwilliges Gedenken an den Angriffskrieg 1941<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33929#h15\">&ldquo;AfD will Tabubr&uuml;che als Meinungsfreiheit durchdr&uuml;cken&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Auf Weltmachtniveau<\/strong><br>\nDie deutsche Kanzlerin k&uuml;ndigt eine weitere Aufstockung des deutschen Milit&auml;rhaushalts an und nimmt eine Aufr&uuml;stung auf dem Niveau der Vereinigten Staaten ins Visier. Die &ldquo;Verteidigungsf&auml;higkeit&rdquo; der EU gen&uuml;ge &ldquo;noch nicht&rdquo;, um &ldquo;alleine&rdquo; die milit&auml;rische Sicherheit &ldquo;in unserem eigenen Gebiet&rdquo; zu gew&auml;hrleisten, erkl&auml;rt Merkel; noch sei man auf die NATO angewiesen. Um dies zu &auml;ndern, sei es notwendig, die Aufwendungen f&uuml;r die Bundeswehr deutlich zu steigern. Zum ersten Mal nennt Merkel als Zielpunkt nicht den offiziellen NATO-Richtwert von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts, sondern die R&uuml;stungsausgaben der USA (3,4 Prozent). Erst vor wenigen Tagen hat der deutsche Au&szlig;enminister sich in der weltweit f&uuml;hrenden Au&szlig;enpolitik-Zeitschrift (&ldquo;Foreign Affairs&rdquo;) zu &ldquo;Deutschlands neuer globaler Rolle&rdquo; ge&auml;u&szlig;ert und Berlin als &ldquo;zentralen Spieler&rdquo; der Weltpolitik eingestuft. Laut Steinmeier ist der deutsche Aufstieg zum einen dem &ldquo;Straucheln&rdquo; der Vereinigten Staaten nach dem Irak-Krieg zu verdanken, zum anderen der Tatsache, dass die EU derzeit in einer tiefen Krise steckt und nicht so handlungsf&auml;hig ist wie erhofft. Nur Deutschland habe sich konsolidieren k&ouml;nnen, erkl&auml;rt der Au&szlig;enminister; Berlin werde nun &ldquo;sein Bestes geben&rdquo;, um sich in der Weltpolitik &ldquo;so umfassend wie m&ouml;glich zu behaupten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59395\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> ein weiterer Beleg f&uuml;r die &ldquo;Sozialdemokratisierung&rdquo; der Union und von Frau Merkel. Wer diese Behauptung weiterhin aufstellt, ist nicht ernstzunehmen. Man muss der Bundeskanzlerin wirklich dankbar sein f&uuml;r diese offene Unterst&uuml;tzung der Militarisierung auf US-amerikanischen Niveau. Denn nur selten findet man so deutliche Belege daf&uuml;r, dass unsere Bundeskanzlerin von den USA gef&uuml;hrt wird. Sozusagen die Kollegin des Herrn Bundespr&auml;sidenten.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Teurer Wahnwitz<\/strong><br>\nVerst&auml;ndlicher wird Merkels verbale Aufr&uuml;stung, wenn man sich an Obamas Hannover-Besuch erinnert. Anfang Mai verlangte der US-Pr&auml;sident unverbl&uuml;mt, dass die NATO-Partner ihre Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts erh&ouml;hen. Das sei, so der US-Pr&auml;sident, beim letzten Gipfel in Wales 2014 vereinbart worden. Der &raquo;liebe Barack&laquo; schaute der &raquo;lieben Angie&laquo; dabei ganz tief in die Augen. Merkel blinzelte, eierte, schwor, man wolle bis 2020 den Verteidigungshaushalt von derzeit 34,3 auf 39,2 Milliarden Euro wachsen lasse und bis 2030 sogar 130 Milliarden Euro mehr ausgeben. Doch so gewann sie allenfalls ein wenig Zeit. Die ist abgelaufen, der n&auml;chste NATO-Gipfel in Warschau steht an, seine Zeichen stehen auf Kalten Krieg. Bestenfalls.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1016255.teurer-wahnwitz.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Gauck sind wir los &ndash; Wann geht Merkel?<\/strong><br>\nIch habe von Merkel noch nie etwas gehalten. Sie hat mit anderen den Sozialstaat abgebaut, die V&ouml;lker Europas gegeneinander aufgebracht und die Ost- und Entspannungspolitik Willy Brandts auf Druck der USA aufgegeben. Es ist daher klar, dass das brave M&auml;del aus der Uckermark auch den Vorgaben des US-Imperialismus folgen wird, die Verteidigungsausgaben zu erh&ouml;hen.<br>\nGestern sagte sie, die EU sei heute nicht in der Lage, sich gegen die Bedrohungen von au&szlig;en zu verteidigen. &bdquo;Ganz gewiss hei&szlig;t dies auch, dass ein Land wie Deutschland, das heute 1,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) f&uuml;r Verteidigung ausgibt, und die Vereinigten Staaten, die 3,4 Prozent des BIP f&uuml;r Verteidigung ausgeben, sich werden ann&auml;hern m&uuml;ssen. Es wird auf Dauer nicht gut gehen, dass wir sagen, wir hoffen und warten darauf, dass andere f&uuml;r uns die Verteidigungsleistungen tragen.&rdquo;<br>\nHat diese Dame sie noch alle? Die Nato-Staaten geben 13mal so viel f&uuml;r R&uuml;stung aus (905 Milliarden Dollar) wie Russland (66,4 Milliarden Dollar). Allein schon die Aussage, dass die Vereinigten Staaten, die weltweit &ndash; die Zahlen schwanken &ndash; bis zu 1000 Milit&auml;r-Stationen unterhalten, um ihre imperialen Ziele durchzusetzen, die 596 Milliarden Dollar zur &bdquo;Verteidigung&ldquo; (!!!!!) ausgeben, zeigt, dass Merkel nichts verstanden hat und zu einer eigenst&auml;ndigen deutschen Au&szlig;enpolitik nicht f&auml;hig ist. Aus &bdquo;Kohls M&auml;dchen&ldquo; ist Obamas (demn&auml;chst wohl Clintons) &bdquo;M&auml;dchen&ldquo; geworden. Und Clinton ist zweifelsfrei eine Marionette der Wall Street, der &Ouml;l- und R&uuml;stungsindustrie.<br>\nDer seit Jahren geforderte Kurswechsel in der Politik beginnt damit, dass Deutschland und Europa sich auf ihre eigenen Interessen besinnen und eine selbst&auml;ndige Au&szlig;enpolitik machen. Mit Merkel geht das nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/?fref=nf\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Frankreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Troika nach Paris bringen<\/strong><br>\nSeit Jahren argumentiere ich, dass ein gro&szlig;er Teil der Entwicklung, die wir in den letzten acht Jahren in Europa beobachtet haben, ein Ergebnis von Sozialtechnik ist. Bestandteil dessen war eine umfassende Offensive der europ&auml;ischen Eliten, die die Wirtschaftskrise nutzen, um Europa in eine andere Form von Gesellschaft zu transformieren, mit dem Resultat reduzierter sozialer Sicherungsnetze, niedrigerer L&ouml;hne und &ndash; ob beabsichtigt oder nicht &ndash; einer zunehmenden Ungleichheit. Mit den Auseinandersetzungen &uuml;ber ein umfassendes neues Arbeitsrecht in Frankreich ist es dort in den letzten Wochen zu Streiks und Protesten gekommen. Unter anderem soll das Gesetz den Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hinsichtlich der Bezahlung von &Uuml;berstunden, der Wochenarbeitszeit und der Arbeitsplatzsicherheit reduzieren. Am sch&auml;dlichsten sind Ma&szlig;nahmen, die strukturell die Gewerkschaften schw&auml;chen und deren Verhandlungsmacht untergraben w&uuml;rden. Tarifverhandlungen sollen von der Branchenebene auf die Unternehmensebene verschoben werden, sodass es den Gewerkschaften schwerer f&auml;llt, allgemeine Standards hinsichtlich der L&ouml;hne, der Arbeitszeit und der Arbeitsbedingungen festzulegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1910\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><strong>Eskalation in Frankreich<\/strong><br>\nNach erfolgreichen Massenaktionen gegen die geplante Arbeitsrechtsreform hat sich die Tonlage der Auseinandersetzung deutlich versch&auml;rft. W&auml;hrend f&uuml;r den 23. und den 28. Juni weitere Aktionstage und Streiks angek&uuml;ndigt sind, droht Hollande mit Demonstrationsverbot. Gleichzeitig haben in allen Lagern die Vorbereitungen auf die Pr&auml;sidentschaftswahlen im Mai 2017 begonnen.<br>\nDie Auseinandersetzung um die neue Arbeitsgesetzgebung in Frankreich (wir haben hier dar&uuml;ber berichtet ) spitzen sich weiter zu. Die Regierung hatte auf die narkotisierende Wirkung der Fu&szlig;ball EM gesetzt und gehofft, dass sich die Proteste totlaufen. Das war eine Fehlkalkulation. Der Aktionstag am 14. Juni war ein gro&szlig;er Erfolg f&uuml;r die Gegner der Hartz IV Reform &agrave; la fran&ccedil;aise. In ganz Frankreich nahmen nach Angaben der Veranstalter 1,3 Millionen Menschen an Demonstrationen, Streiks und anderen Protestveranstaltungen teil. Das Innenministerium behauptete, wie es bei solchen Gelegenheiten &uuml;blich ist, es seien viel weniger gewesen, und spricht von nur 125.000 Teilnehmern.<br>\nUnabh&auml;ngig von dem rituellen Streit um Zahlen zeigen Umfragen eine harte Realit&auml;t f&uuml;r die Regierung: gut 60% der Franzosen unterst&uuml;tzen die Protestbewegung (hier).<br>\nNach dem Aktionstag schien es zun&auml;chst, als ob ein politischer Kompromiss gesucht w&uuml;rde. Die zust&auml;ndige Ministerin, Myriam El Khomri, traf sich am 17. Juni mit dem Chef der CGT, Philippe Martinez. Die CGT hat dabei eine Unterbrechung der parlamentarischen Lesung des Gesetzes vorgeschlagen und eine Umformulierung des zentralen Artikels 2 gefordert (hier). Es ging also nicht mehr um die urspr&uuml;ngliche Forderung, das Gesetz komplett zur&uuml;ckzunehmen, sondern um eine dialogorientierte Ver&auml;nderung. Aber El Khomri ging auf das Angebot nicht ein.<br>\nW&auml;hrend die Ministerin so tat, als ob sie gespr&auml;chsbereit sei, versch&auml;rften Pr&auml;sident Hollande und Premierminister Manuel Valls die Tonlage und drohten sogar mit dem Verbot weiterer Protestaktionen (hier ). Begr&uuml;ndet wird dies damit, dass es am Rande des Aktionstages auch zu Randale gekommen war. Auch das hat in Frankreich rituellen Charakter, ebenso wie die anschlie&szlig;ende Kontroverse, ob die Polizei provoziert habe, oder ob Chaoten aus den Reihen der Demonstranten daf&uuml;r verantwortlich sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/06\/eskalation-in-frankreich\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<li><strong>Tr&auml;nengas, Fu&szlig;ball und Revolte: Wer gewinnt in Frankreich?<\/strong><br>\nFrankreichs Regierung h&auml;tte zur Fu&szlig;ball EM der M&auml;nner gerne die Streiks und Proteste gegen das Arbeitsgesetz befriedet. Doch im Nachbarland macht man sich &uuml;ber die EM und die FIFA lustig. Denn dort geht es inmitten des Ausnahmezustands um elementare Arbeitsrechte.<br>\nEin Kampf f&uuml;r Demokratie ist entbrannt. Eingefordert wird nicht weniger als eine ganz andere, ganz neue Form von Politik. Der bislang heftigste Protest gegen das von der Regierung geplante Arbeitsgesetz fand am 14. Juni statt. Streiks und die Platzbesetzungen von Nuit Debout gehen weiter. Am 23. und 28. Juni sind die n&auml;chsten Demonstrationen angek&uuml;ndigt. Gleichzeitig erstarkt der Rechtspopulismus, rechte Hooligans verunsichern die Stra&szlig;en und der Front National bekommt immer mehr Zustimmung. Wer gewinnt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.solidarische-moderne.de\/de\/article\/479.traenengas-fussball-und-revolte-wer-gewinnt-in-frankreich.html\">Institut Solidarische Moderne<\/a><\/li>\n<li><strong>K&auml;mpfende franz&ouml;sische Gewerkschaften gegen Demonstrationsverbote &ndash; w&auml;hrend dessen der Internationale Gewerkschaftsbund Farbe bekennt: Gegen die Streikenden in Frankreich<\/strong><br>\nDer Polizeipr&auml;fekt von Paris hat am Mittwoch morgen jede Art Demonstration am Donnerstag verboten! Urspr&uuml;nglich wollte er nur eine Kundgebung zulassen, Ministerpr&auml;sident Valls einen &bdquo;freiwilligen&ldquo; Verzicht erwirken, die Verbotsdrohung blieb im Raum. W&auml;hrenddessen mobilisieren Gewerkschaften und Jugendverb&auml;nde f&uuml;r das Demonstrationsrecht. Wenn der monatelange Kampf bisher etwas erreicht hat dann geh&ouml;rt auf jeden Fall dazu: Dass sich die Fronten kl&auml;ren, dass Positionierung gefordert ist. Was auch passiert: Eine sozialdemokratische Regierung, die den Notstandskn&uuml;ppel auch gegen Gewerkschaften anwendet, ist ein deutliches Signal, eine Mobilisierung gegen ein Verbot auch. Und w&auml;hrend die internationale Solidarit&auml;t mit den Streikenden und Demonstrierenden weiter anw&auml;chst, bezieht auch der Internationale Gewerkschaftsbund Stellung, f&uuml;r seine Arbeitsgesetz gestaltende Mitgliedsgewerkschaft CFDT.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/internationales\/frankreich\/politik-frankreich\/politik-arbeitsgesetz_widerstand\/kaempfende-franzoesische-gewerkschaften-gegen-demonstrationsverbote-waehrend-dessen-der-internationale-gewerkschaftsbund-farbe-bekennt-gegen-die-streikenden-in-frankreich\/\">LabourNet Germany<\/a>\n<p><strong>Dazu: Wegen Sicherheitsbedenken abgesagt<\/strong><br>\nAus Sorge vor neuen Ausschreitungen haben die franz&ouml;sischen Beh&ouml;rden eine geplante Demonstration gegen die umstrittene Arbeitsmarktreform in Paris verboten. Wegen Sicherheitsbedenken gebe es &bdquo;keine andere Wahl&ldquo;, als die f&uuml;r Donnerstag angemeldete Kundgebung zu untersagen, erkl&auml;rte die Pariser Polizeipr&auml;fektur am Mittwoch. Die Pr&auml;fektur verwies auf Randale bei fr&uuml;heren Demonstrationen und die Belastung der Polizei durch die Anschlagsgefahr und die Fu&szlig;ball-Europameisterschaft.<br>\nDie Gewerkschaften hatten f&uuml;r Donnerstag aus Protest gegen die geplante Lockerung des Arbeitsrechts eine neue Demonstration in Paris geplant und wollten vom Bastille-Platz zum Platz der Nation marschieren. Die Polizei wollte dies aber aus Sorge vor neuen Krawallen nicht erlauben und dr&auml;ngte auf eine Kundgebung an einem festen Ort, die leichter abzusichern ist. Dies wiederum lehnten die Gewerkschaften &bdquo;kategorisch&ldquo; ab.<br>\nZuletzt schlugen die Gewerkschaften alternative Demonstrationsrouten vor &ndash; die Polizeipr&auml;fektur erkl&auml;rte aber, auch diese w&uuml;rden der &bdquo;Notwendigkeit der Sicherheit von Menschen und G&uuml;tern&ldquo; nicht Rechnung tragen. Die Demonstration werde daher verboten.<br>\nDass die Beh&ouml;rden unter einer sozialistischen Regierung eine Gewerkschaftsdemonstration verbietet, sorgte umgehend f&uuml;r scharfe Reaktionen &ndash; auch bei den Sozialisten selbst. Der Abgeordnete Christian Paul vom linken Parteifl&uuml;gel sprach von einem &bdquo;historischen Fehler&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Pariser-Demo-gegen-Arbeitsmarktreform\/!5315983\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Um die Demokratie &ldquo;marktkonformer&rdquo; (Merkel) gestalten zu k&ouml;nnen, ist offenbar jede Ma&szlig;nahme recht. Kann es sein, dass nun Frankreich das &ldquo;Versuchslabor&rdquo; f&uuml;r diesen mindestens europaweiten Umgestaltungsversuch ist?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Geheimdienst-Chef: &ldquo;Frankreich steht am Rande eines B&uuml;rgerkriegs&rdquo;<\/strong><br>\nDer Leiter des franz&ouml;sischen Inlandgeheimdienstes warnt vor Ultrarechten, die eine Konfrontation mit anderen Gemeinschaften suchen: &ldquo;Ich f&uuml;rchte hundert Mal mehr die Radikalisierung als den Terrorismus&rdquo;<br>\nNichts ist mehr einfach in Frankreich, wenn es um die nationale Sicherheit geht. Das ist auch an der Verwirrung zu der Partei zu sehen, die sich sonst so um authentische, einfache und klare Positionen gegen &ldquo;das System&rdquo;, also alle anderen Parteien, bem&uuml;ht. Aus Sicherheitsgr&uuml;nden hat die Pr&auml;fektur von Paris die f&uuml;r morgen angek&uuml;ndigte Demonstration gegen das Arbeitsrecht verboten. Die Reaktionen darauf fallen nicht nur auf der linken Seite unterschiedlich aus, sondern auch beim FN.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48609\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bundesverfassungsgericht<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) muss demokratisch kontrolliert werden!<\/strong><br>\nMit der Urteilsverk&uuml;ndung zum Outright Monetary Transaction (OMT)-Programm der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) ist heute (21. Juni) das bisher l&auml;ngste Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht zu Ende gegangen. Das Programm zum Aktien- und Anleihenkauf &uuml;berschreite noch nicht die w&auml;hrungspolitischen Kompetenzen der EZB, entschieden die Karlsruher Richter. Die vom Verein Mehr Demokratie initiierte und von 37.000 B&uuml;rger\/innen unterst&uuml;tzte Verfassungsbeschwerde wurde damit in ihrem letzten offenen Teil abgewiesen. Zugleich legte das Gericht jedoch fest, dass sich die Bundesbank an der Durchf&uuml;hrung des OMT-Programms nur unter bestimmten Auflagen beteiligen darf. Mehr Demokratie wertet das als inhaltlichen Teilerfolg.<br>\n&bdquo;Das Gericht verpflichtet die Bundesbank, bei Eurorettungsma&szlig;nahmen darauf zu achten, dass diese in Laufzeit und Volumen begrenzt und kontrollierbar bleiben. Zudem werden Bundesregierung und Bundestag dazu verpflichtet, solche Ma&szlig;nahmen dauerhaft zu beobachten&ldquo;, so Roman Huber, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrender Bundesvorstand von Mehr Demokratie.<br>\n&bdquo;Das Urteil zeigt auch, dass Verfassungsgericht und EuGH vor einem Dilemma stehen: Die Europ&auml;ischen Vertr&auml;ge halten den aktuellen Herausforderungen im Grunde nicht mehr Stand. Die Gerichte m&uuml;ssen aber im Rahmen der geltenden Bestimmungen urteilen&ldquo;, erkl&auml;rt Prof. Dr. Herta D&auml;ubler-Gmelin, die die Beschwerdef&uuml;hrenden als Prozessbevollm&auml;chtigte vertritt.<br>\n&bdquo;Der gro&szlig;e Erfolg unserer Verfassungsbeschwerde ist es, den Diskurs &uuml;ber die Demokratiefrage jenseits von finanz- und w&auml;hrungspolitischen Themen angesto&szlig;en zu haben. Das Bundesverfassungsgericht hat ja im gesamten Verfahren immer wieder die Kontroll- und Informationsrechte des Bundestages gest&auml;rkt. Wir haben also die rechtliche Klarstellung erreicht, dass unbegrenzte Souver&auml;nit&auml;tsabgaben ohne demokratische Legitimation nicht m&ouml;glich sind.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.verfassungsbeschwerde.eu\/bverfg-urteil.html\">Verfassungsbeschwerde zu Eurorettungsschirm, Fiskalvertrag und OMT<\/a>\n<p><em>Die Pressemitteilung des Gerichts zum Urteil findet sich <a href=\"http:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/SharedDocs\/Pressemitteilungen\/DE\/2016\/bvg16-034.html\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Karlsruhe genehmigt EZB-Politik<\/strong><br>\nBundesverfassungsgericht folgt dem EuGH &ndash; und wird auf  Twitter daraufhin heftig beschimpft<br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat heute mit seinem Urteil &uuml;ber die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) klargemacht, dass die Euro-Rettungspolitik der EZB verfassungskonform ist. Die W&auml;hrungsh&uuml;ter &uuml;berschritten mit dem Anleihekaufprogramm OMT ihre Kompetenzen nicht, urteilen die Verfassungsrichter.<br>\nDas Bundesverfassungsgericht galt seit seinem Urteil vom Januar 2014 als Kritiker der EZB-Politik. Damals hatte es noch entschieden, dass die EZB ihre Kompetenzen &uuml;berschreite und de facto Wirtschaftspolitik betreibe. Die Richter hatten den Fall damals aber zur weiteren Beurteilung an den Europ&auml;ischen Gerichtshof EuGH weiterverwiesen. Dieser urteilte dann im Juni 2015, dass die EZB doch regelkonform agiere, sofern bestimmte Bedingungen eingehalten werden. Das deutsche Verfassungsgericht &uuml;bernimmt nun im Gro&szlig;en und Ganzen die Einsch&auml;tzung des EuGH. Mit dem Urteil von heute kommt m&ouml;glicherweise der Jahre lang schwelende Verfassungsstreit zu einem Ende. In diesem spiegeln sich wesentliche Fragen des graduellen Souver&auml;nit&auml;tsverzichts innerhalb der Europ&auml;ischen Union.<br>\nZu den Kl&auml;gern  geh&ouml;rten Kritiker der aktuellen EZB-Politik aus den unterschiedlichsten Richtungen: von liberalen &Ouml;konomen bis hin zur Bundestagsfraktion &bdquo;Die Linke&ldquo;. Die &bdquo;EZB-Schattenregierung&ldquo; (wie diese twitterte) hat damit nun freie Hand f&uuml;r die Fortsetzung ihrer Politik nach eigenem Gutd&uuml;nken, denn die EZB ist grunds&auml;tzlich unabh&auml;ngig. Dazu z&auml;hlt nicht nur die Politik der gro&szlig;z&uuml;gigen Versorgung mit Bargeld, was die Gesch&auml;ftsbanken zuletzt finanziell &uuml;ber Wasser gehalten hat, sondern auf der anderen Seite auch die erzwungene Sparpolitik in Griechenland, die von der EZB mitgetragen und beaufsichtigt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201606214010\/wirtschaft\/finanzwelt\/karlsruhe-genehmigt-ezb-politik.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><strong>Staunenswertes aus Karlsruhe: zum OMT-Urteil des BVerfG<\/strong><br>\nWas man aber vor lauter Tagesaktualit&auml;t nicht &uuml;bersehen sollte: das heutige Urteil setzt nach &uuml;ber 20 Jahren Bauzeit in schwindelerregender Abstraktionsh&ouml;he den Schlussstein in eins der luftigsten und ambitioniertesten verfassungsjuristischen Gedankenkonstrukte, das je von Richterhand errichtet worden ist. Die Rede ist von jenem omin&ouml;sen &bdquo;Recht auf Demokratie&ldquo;, das selbst das vorliegende Urteil nur zwischen G&auml;nsef&uuml;&szlig;chen beim Namen zu nennen wagt (RNr. 147, 166). Welchen Gefallen das Gericht uns damit getan hat, wird sich erst noch weisen m&uuml;ssen. (&hellip;)<br>\nVor allem suggeriert das BVerfG damit: Kommt zu uns, wenn ihr ein Problem mit euren demokratischen Partizipationsm&ouml;glichkeiten habt! Zieht vor Gericht! Statt um politische Mehrheiten zu k&auml;mpfen &ndash; klagt! Statt die Macht zu erobern &ndash; empfangt das, was ihr fordert, aus der Hand des Rechts! Aus der Hand derer, die sich auf demokratische Legitimation nun wirklich zu allerletzt st&uuml;tzen k&ouml;nnen &ndash; von uns!<br>\nDas werden sich die Herren Gauweiler, Marcus C. Kerber und tutti quanti nicht zweimal sagen lassen. F&uuml;nfmal die Woche werden sie fortan klagen in Karlsruhe. Sie werden erwarten, dass das BVerfG dann schon irgendwann auch mal liefert. Ob es das dann auch tut? Mit wundersch&ouml;nen Grundsatzdokumenten kann man diese Leute jedenfalls fortan nicht mehr abspeisen, das Pulver ist verschossen.<br>\nDas Gericht hat sich, wie gesagt, ein spektakul&auml;res Ger&uuml;st gezimmert mit seinem &bdquo;Grundrecht auf Demokratie&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/verfassungsblog.de\/staunenswertes-aus-karlsruhe-zum-omt-urteil-des-bverfg\/\">Verfassungsblog<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Buntenbach: Chance verpasst f&uuml;r eine echte Hartz IV-Reform<\/strong><br>\nZur abschlie&szlig;enden Lesung des sog. Hartz-IV-Rechtsvereinfachungsgesetzes im Deutschen Bundestag am Donnerstag sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Mittwoch in Berlin: &bdquo;Auch die neunte Gesetzesnovellierung in elf Jahren Hartz IV bringt keine wesentlichen Verbesserungen. Die vorgesehenen &Auml;nderungen in letzter Minute k&ouml;nnen nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen: Es wird nicht einfacher f&uuml;r Betroffene und Jobcenter. Durch eine Entsch&auml;rfung der Sanktionen h&auml;tte der Gesetzgeber f&uuml;r beide Seiten Druck aus dem System nehmen k&ouml;nnen. Die Neuregelungen bewirken Ver&auml;nderungen in Details, einige sind positiv, andere wirken rechtsversch&auml;rfend, etwa im Bereich von Aufrechnungen und R&uuml;ckforderungen von Leistungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++149afa68-385f-11e6-b668-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Legalisiertes Lohndumping<\/strong><br>\nAngeblich soll das Gesetz zur Regulierung von Leiharbeit mit Lohndr&uuml;ckerei aufr&auml;umen. In Wirklichkeit zementiert es die Spaltung der Belegschaft.<br>\nDas geplante Gesetz zur Regulierung von Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen soll angeblich mit der Lohndr&uuml;ckerei und Zwei-Klassen-Gesellschaft in den Betrieben aufr&auml;umen. Tats&auml;chlich k&ouml;nnen Unternehmen weiterhin regul&auml;re Arbeitspl&auml;tze durch Leiharbeit und Werkvertr&auml;ge ersetzen, was die L&ouml;hne dr&uuml;ckt und die Spaltung der Belegschaften zementiert. Und f&uuml;r Besch&auml;ftigte wird es durch das Gesetz wom&ouml;glich noch schwerer, gegen den Missbrauch von Scheinwerkvertr&auml;gen vorzugehen.<br>\nDie &Uuml;berlassung von Arbeitnehmern soll nur vor&uuml;bergehend erfolgen, so schreibt es das Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetz vor. Was vor&uuml;bergehend bedeutet, wird im Gesetzentwurf von Arbeitsministerin Nahles nun konkretisiert: Leiharbeit soll auf 18 Monate begrenzt werden, nach neun Monaten sollen Leiharbeiter den gleichen Lohn erhalten. Diese Fristen sind aber nicht nur so lang, dass sie drei Viertel aller Leiharbeitsverh&auml;ltnisse gar nicht betreffen. Sie k&ouml;nnen auch durch Tarifvertr&auml;ge endlos verl&auml;ngert werden. Zudem beziehen sich die Fristen nicht auf den Arbeitsplatz, sondern auf den einzelnen Arbeitnehmer: Unternehmen k&ouml;nnen also unbegrenzt Leiharbeitskr&auml;fte besch&auml;ftigen, wenn sie diese sp&auml;testens alle 18 Monate austauschen. Mit einer Unterbrechung von drei Monaten soll jeder Leiharbeiter sogar wieder auf seinem alten Arbeitsplatz eingesetzt werden k&ouml;nnen. Statt durchzusetzen, dass f&uuml;r gleiche Arbeit am gleichen Ort auch der gleiche Lohn gezahlt wird, wird die Zwei-Klassen-Gesellschaft in den Betrieben mit diesem Gesetz weiter gefestigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/gastwirtschaft\/leiharbeit-legalisiertes-lohndumping,29552916,34398344.html\">Sahra Wagenknecht auf FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wenn Extremisten die Mitte bilden &ndash; Teil 2<\/strong><br>\nDer Neoliberalismus schleift die Industrien samt Sozialstaat. Damit werden auch die Grundlagen einer nachhaltigen &Ouml;konomie vernichtet. Doch die Rechte scheint das nicht weiter zu interessieren.<br>\nGro&szlig;britannien hat sich niemals von der Krise in 2008 erholt. Wie Ha-Joon Chang, ein Wirtschaftsprofessor in Cambridge, schreibt, liegt die Wurzel der &ouml;konomischen Instabilit&auml;t in der &Uuml;berdehnung des britischen Finanzsektors und der Ver&ouml;dung der industriellen Produktion (die nur noch etwa 10% des BIP ausmacht). Chang beschreibt diese Entwicklung sehr gut. Seit der Krise ist der Wert des Pfunds um etwa 30% gefallen. Eine Abwertung in einer solchen Gr&ouml;&szlig;enordnung m&uuml;sste eigentlich zu einem Boom in der Produktion und zu einer wirtschaftlichen Expansion f&uuml;hren. Doch genau dies geschah nicht. Die Realwirtschaft ist so schwach, dass keine Hoffnung auf einen Aufschwung mehr besteht. Selbst mit der massiven Abwertung hat sich die britische Handelsbilanz in der Realwirtschaft (Industrieexporte minus Industrieimporte) in Proportion zum BIP kaum ver&auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/06\/wenn-die-extremisten-die-mitte-bilden-teil-2\/\">Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Teil 1 des Beitrages ist <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/06\/wenn-die-extremisten-die-mitte-bilden\/\">hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das Macht-was-Ihr-wollt-Gesetz<\/strong><br>\n&laquo;Entwurf eines Gesetzes zum besseren Informationsaustausch bei der Bek&auml;mpfung des internationalen Terrorismus (link is external)&raquo; ist der offizielle Titel des neuesten &laquo;Anti-Terror-Pakets&raquo;, das die Regierungsfraktionen am 7. Juni 2016 in den Bundestag eingebracht haben. Solche Artikelgesetze haben wir &ndash; gerade im so genannten Sicherheitsbereich &ndash; schon x-mal gehabt: Der Gesetzentwurf ist kaum lesbar. Er &auml;ndert die verschiedensten Gesetze. Seine Paragrafen sind gespickt mit Verweisungen auf Regelungen in denselben oder in anderen Gesetzen, die zum Teil wiederum weiter verweisen.<br>\nEin Sammelsurium von Versch&auml;rfungen: Wer die &laquo;weitere Bet&auml;tigung&raquo; eines verbotenen Vereins oder eine &laquo;terroristische Vereinigung&raquo; unterst&uuml;tzt, kann in Zukunft nicht nur bestraft, sondern auch nach der Strafverb&uuml;&szlig;ung unter F&uuml;hrungsaufsicht gestellt werden. Wer ein Prepaid-Handy benutzt, muss sich mit einem Pass oder Personalausweis registrieren lassen. Die Daten dienen nat&uuml;rlich nicht dem Provider, sondern den Sicherheitsbeh&ouml;rden. Und auch sonst h&auml;lt der Entwurf f&uuml;r alle Dienste und Beh&ouml;rden, die auf Bundesebene an der einen oder anderen &laquo;Bek&auml;mpfung&raquo; beteiligt sind, etwas bereit: Der Bundesnachrichtendienst darf mehr Ausk&uuml;nfte von Telekommunikationsunternehmen, Luftfahrtgesellschaften und Finanzdienstleistern verlangen. Die Bundespolizei soll Verdeckte Ermittler*innen auch im pr&auml;ventiven Bereich &ndash; also ohne Straftatverdacht &ndash; einsetzen k&ouml;nnen. Die &laquo;Projektdateien&raquo;, die das Bundeskriminalamt (BKA) und die deutschen Geheimdienste gemeinsam f&uuml;hren, sollen nun nicht mehr nur h&ouml;chstens vier, sondern insgesamt f&uuml;nf Jahre Laufzeit haben. Und das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV) soll k&uuml;nftig auch gemeinsame Dateien mit ausl&auml;ndischen Geheimdiensten betreiben k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.grundrechtekomitee.de\/node\/791\">Grundrechtekomitee<\/a>\n<p><strong>Dazu: Gesetzentwurf zur Geheimdienst-Kontrolle: Gro&szlig;e Koalition will Massen&uuml;berwachung legalisieren und legitimieren<\/strong><br>\nDie Massen&uuml;berwachung der Geheimdienste soll legalisiert und ausgeweitet, aber daf&uuml;r ein bisschen besser kontrolliert werden. Das geht aus dem Gesetzentwurf zur Kontrollgremium-Reform hervor, den wir ver&ouml;ffentlichen. Damit will die Gro&szlig;e Koalition das &ouml;ffentliche Vertrauen in die Geheimdienste &bdquo;st&auml;rken&ldquo;.<br>\nAls Konsequenz aus Snowden-Enth&uuml;llungen und NSA-Untersuchungsausschuss wollen Bundesregierung und Gro&szlig;e Koalition die &Uuml;berwachungsbefugnisse der Geheimdienste legalisieren und ausweiten, aber gleichzeitig &bdquo;das Vertrauen der &Ouml;ffentlichkeit in die T&auml;tigkeit der Dienste st&auml;rken&ldquo;. Seit einem Jahr wird an einer Geheimdienst-Reform gearbeitet, diese soll bereits zum Jahreswechsel in Kraft treten. Nach Informationen von netzpolitik.org will die Bundesregierung das Reform-Paket bereits n&auml;chsten Dienstag beschlie&szlig;en, die Koalitions-Fraktionen dann in der ersten Juli-Woche &ndash; als letzte Amtshandlung vor der Sommerpause.<br>\nVor zwei Wochen haben wir die erste H&auml;lfte dieses Reform-Pakets ver&ouml;ffentlicht: den Gesetzentwurf zur &bdquo;Ausland-Ausland-Fernmeldeaufkl&auml;rung des Bundesnachrichtendienstes&ldquo;. Neben uns kommen auch viele Experten zu dem Fazit, dass das neue Gesetz bisher illegale &Uuml;berwachungspraktiken des BND einfach legalisiert &ndash; und sogar noch ausweitet.<br>\nJetzt haben wir auch die zweite H&auml;lfte des Reform-Pakets erhalten, &uuml;ber die andere Medien bereits berichtet hatten: die &Auml;nderung der Geheimdienst-Kontrolle in Kontrollgremiumgesetz und Artikel 10-Gesetz. Wir ver&ouml;ffentlichen den Gesetzentwurf an dieser Stelle wie gewohnt in Volltext: Entwurf eines Gesetzes zur weiteren Fortentwicklung der parlamentarischen Kontrolle der Nachrichtendienste des Bundes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/gesetzentwurf-zur-geheimdienst-kontrolle-grosse-koalition-will-massenueberwachung-legalisieren-und-legitimieren\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Eigentlich ein unglaublicher Vorgang: Anstatt die Geheimdienste effektiver Kontrolle zu unterstellen, sollen deren Aktivit&auml;ten, die zu einem der gr&ouml;&szlig;ten Skandale der Nachkriegsgeschichte gef&uuml;hrt haben, legalisiert werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>NSU-Komplex: &Auml;ltere Corelli-Handys falsch ausgewertet<\/strong><br>\nIm Fall um den V-Mann &ldquo;Corelli&rdquo; droht ein weiterer Skandal: Bisher hie&szlig; es, der Top-Spitzel habe keinen Kontakt zum NSU gehabt. Doch nun stellt sich heraus: &Auml;ltere Corelli-Handys und -SIM-Karten wurden noch gar nicht ausgewertet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/corelli-nsu-verfassungsschutz-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>Dazu: Causa &ldquo;Corelli&rdquo;: Welche Verbindungen hatte der V-Mann zum NSU?<\/strong><br>\nZweifel an den offiziellen Darstellungen &ndash; Sonderermittler Jerzy Montag vor dem Untersuchungsausschuss in NRW<br>\nDas Bild des unaufgekl&auml;rten NSU-Komplexes setzt sich aus Tausenden von Bruchst&uuml;cken zusammen &ndash; Woche f&uuml;r Woche weitere Details. Auch letzte Woche (16. Juni) erfuhr man im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) von Nordrhein-Westfalen Neues: Vom toten V-Mann &ldquo;Corelli&rdquo; mit dem b&uuml;rgerlichen Namen Thomas Richter gibt es einen weiteren, bisher nicht bekannten Bezug zum &ldquo;Nationalsozialistischen Untergrund&rdquo; (NSU). Die Paulchen Panther-Propaganda-DVD mit den Mordtaten soll Videosequenzen &uuml;ber rechtsradikale Aktivit&auml;ten beinhalten, die der Mann gedreht und auf seine Homepage gestellt hatte. Das berichtete Jerzy Montag, vom Bundestag eingesetzter Sonderermittler zum Fall Richter\/Corelli, eher beil&auml;ufig den Abgeordneten in D&uuml;sseldorf. Um genau zu sein, handelte es sich um einen Bezug des NSU zu &ldquo;Corelli&rdquo;.<br>\n&ldquo;Corelli&rdquo; &ndash; das ist inzwischen eine Chiffre f&uuml;r den staatlichen Anteil am Treiben der Terrorgruppe NSU. So wie &ldquo;Primus&rdquo;, &ldquo;Tarif&rdquo;, &ldquo;Piatto&rdquo;, &ldquo;Otto&rdquo;, &ldquo;Hagel&rdquo; &ndash; Decknamen von V-Leuten des Verfassungsschutzes in der rechtsextremen Szene mit Verbindungen zum B&ouml;hnhardt-Mundlos-Zsch&auml;pe-Trio. Die ganze Dimension ist noch unklar.<br>\nNach dem pl&ouml;tzlichen Tod von Thomas Richter im April 2014 beauftragte das Parlamentarische Kontrollgremium (PKGr) des Bundestages, das die deutschen Geheimdienste kontrollieren soll, den fr&uuml;heren Abgeordneten der Gr&uuml;nen, Jerzy Montag, die Todesumst&auml;nde zu untersuchen. Im Mai 2015 lieferte Montag seinen Bericht ab.<br>\nEr ist als geheim eingestuft und gesperrt. Lediglich eine 30-seitige Zusammenfassung wurde ver&ouml;ffentlicht. Doch wie ungen&uuml;gend selbst der Parlamentsbeauftragte Montag Einblick in die Angelegenheit bekommen hat, zeigt sich in diesen Wochen: Der Tod Richters wirft erneut Fragen auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48601\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Frauenfilme zu Frauenwahrheiten und Frauenfragen<\/strong><br>\nZum journalistischen Tiefpunkt der Woche erkl&auml;ren wir folgende Passage aus einem Bericht der Frauenzeitschrift Brigitte online zum &ldquo;Fall Lohfink&rdquo;: Der Vorgang ist ein fatales Signal an die vielen Frauen in Deutschland, die sexuelle Gewalt erleben. Schon jetzt kommt es bei rund 160.000 Vergewaltigungen pro Jahr zu unfassbar wenigen Verurteilungen: ungef&auml;hr 1.000 (&hellip;) Was jetzt noch hinzu kommt: Frauen, die gegen ihre Peiniger aussagen, sehen sich nun auch noch der Gefahr ausgesetzt, dass sie wegen Falschaussage zu hohen Geldstrafen verurteilt werden k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nIn diesen Zeilen purer Kenntnisfreiheit findet sich alles, was beim an B&uuml;rgerrechte, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und journalistische Kompetenz glaubenden Menschen einen Brechreiz ausl&ouml;st. Weder gibt es &ldquo;160.000 Vergewaltigungen pro Jahr&rdquo; noch &ldquo;unfassbar wenige Verurteilungen&rdquo;: Beides ist frei erfunden. Dasselbe gilt f&uuml;r das angeblich &ldquo;jetzt (!) Hinzukommende (!)&rdquo;: Dass Menschen, die andere Personen einer Straftat beschuldigen, allein deswegen selbst strafbar sein k&ouml;nnten. [&hellip;]<br>\nDenn ausgerechnet auf das &ldquo;Warum auch immer&rdquo; kommt es leider gerade an &ndash; jedenfalls solange wir noch &uuml;ber ein (Straf)Recht sprechen, das den Menschenrechten, der Wahrheit und der Fairness verpflichtet ist. Welche &ldquo;Warum auch immer&rdquo; fallen uns ein? Heute (nach geltender Rechtslage) ist es so: Wenn das Tatopfer sich nicht wehrt, weil es wei&szlig;, dass die T&uuml;r abgeschlossen ist und es keine Chance hat, zu entkommen: strafbar. Wenn es sich nicht wehrt, weil es konkludent bedroht wurde, und sei es nur durch Gesten oder im Vorfeld: strafbar. Wenn es sich nicht wehrt, weil es sich vor Gewalteinwirkungen f&uuml;rchtet: strafbar. Wenn es sich nicht wehrt, weil es dazu aus psychischen Gr&uuml;nden oder aus physischen Gr&uuml;nden (Drogen, Alkohol, Geisteskrankheit, psychische St&ouml;rung) unf&auml;hig ist: strafbar.<br>\nDie neue L&ouml;sung soll nun darin bestehen, dass das Aussprechen des Wortes &ldquo;Nein&rdquo; oder der Formulierung &ldquo;Ich will nicht&rdquo; irgendwie isoliert, begr&uuml;ndungslos, zusammenhanglos neben dem sonstigen Verhalten des Opfers steht. Das ist Unfug. Handelt es sich um eine &ldquo;offene&rdquo;, ersichtlich nicht von N&ouml;tigungshandlungen getragene Situation, wird man selbstverst&auml;ndlich (!) auch weiterhin das &ldquo;Tatopfer&rdquo; fragen m&uuml;ssen (!), warum es einerseits &ldquo;nein&rdquo; gesagt, andererseits aber widerstandslos getan hat, was der oder die T&auml;ter(in) verlangte. Alles andere w&auml;re ein grober Versto&szlig; gegen die gesetzliche Aufkl&auml;rungspflicht. Denn das Aussprechen des Wortes &ldquo;Nein&rdquo; ist ja kein magisches Zauberritual, das die Deutung einer Situation ein f&uuml;r allemal festlegt und entscheidet. Wie jede andere Aussage in jedem anderem Zusammenhang kann das &ldquo;Nein&rdquo; oder &ldquo;H&ouml;r&rsquo; auf&rdquo; ganz ernst, halb ernst oder gar nicht ernst gemeint sein; es kann &uuml;berdacht, ge&auml;ndert, beeinflusst, aufgegeben, beschr&auml;nkt, ausgeweitet, missverstanden werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2016-06\/rechtspolitik-sexualstrafrecht-vergewaltigung-taeter-opfer-fischer-im-recht\/komplettansicht\">Fischer im Recht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schattenboxen und Schienenrealit&auml;t<\/strong><br>\nKefer l&auml;chelt und schw&auml;chelt. Grube wackelt und dackelt. Weber wabert und labert. Pofalla lauert und dauert. Wenn das mal nur alles w&auml;re. Bahnexperte Winfried Wolf beschreibt, was sonst noch im Argen liegt beim Schienenkonzern. Das Schattenboxen in der F&uuml;hrungsetage der Deutschen Bahn AG bestimmt die aktuellen Berichte &uuml;ber die Deutsche Bahn AG. Doch diese sind nicht bestimmend f&uuml;r die Schienenwelt. Die Schienenwirklichkeit wird im &ldquo;Manager-Magazin&rdquo; beschrieben, wenn es dort hei&szlig;t, wir h&auml;tten eine Bahn, &ldquo;die den Staat st&auml;ndig mehr Geld kostet, [die] aber immer weniger leistet&rdquo;. Das ist hart, aber wahr und wird bei einer Besichtigung der f&uuml;nf offenen Gro&szlig;baustellen der Deutschen Bahn AG deutlich.<br>\nDa ist erstens die seit gut eineinhalb Jahrzehnten vernachl&auml;ssigte Infrastruktur, f&uuml;r die im &Uuml;brigen Bahnvorstand Kefer verantwortlich zeichnet. Die Deutsche Bahn AG erweist sich als strukturell unf&auml;hig, Instandhaltungsarbeiten durchzuf&uuml;hren, die mehr als 150 Jahre lang bei Eisenbahnen Standard waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/273\/schattenboxen-und-schienenrealitaet-3727.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlingspolitik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wohnsitzzwang f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge weiter in der Kritik<\/strong><br>\nBis zur Sommerpause will die Koalition ihr Integrationsgesetz durch den Bundestag bringen. Bei Experten st&ouml;&szlig;t die Zielrichtung des Gesetzes teilweise auf Zustimmung. Bei der Wohnsitzauflage &uuml;berwiegt aber weiter Skepsis<br>\nDie geplante Wohnsitzzuteilung bei anerkannten Fl&uuml;chtlingen st&ouml;&szlig;t bei Experten weiter auf Widerstand. In einer Anh&ouml;rung am Montag im Bundestag kritisierten Vertreter von Wohlfahrtsverb&auml;nden und Anw&auml;lten die Regelung, die in den Augen der gro&szlig;en Koalition verhindern soll, dass Fl&uuml;chtlinge vor allem in Ballungsr&auml;ume ziehen und sich dort Ghettos bilden. Auch das Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge &auml;u&szlig;erte sich skeptisch &uuml;ber die Umsetzung der Wohnsitzauflage, auch wenn es die Idee grunds&auml;tzlich unterst&uuml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2016\/06\/22\/integrationsgesetz-wohnsitzzwang-fuer-fluechtlinge-weiter-in-der-kritik\/\">Migazin<\/a><\/li>\n<li><strong>Hat sich de Maizi&egrave;re schon wieder Zahlen ausgedacht? <\/strong><br>\nStimmungsmache gegen Fl&uuml;chtlinge mit neuen Fantasiezahlen: Innenminister de Maizi&egrave;re hat zum Thema Integration verk&uuml;ndet, dass &ldquo;sicher eine Gruppe bleiben wird, ein Drittel vielleicht etwas weniger, mit denen werden wir dauerhaft Probleme kriegen&rdquo;. Wie kommt er auf diese Zahl, woher wei&szlig; er dass &ldquo;ein Drittel, vielleicht etwas weniger&rdquo; &ldquo;dauerhaft Probleme&rdquo; machen werden? Sein Innenministerium wollte oder konnte heute nicht erkl&auml;ren, wie er darauf kommt. Offenbar hat sich de Maizi&egrave;re, wie schon in der Woche zuvor, solche Zahlen schlicht ausgedacht..<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SRsyWLdfIAk\">Jung und naiv via YouTube<\/a>\n<p><strong>Dazu: Und t&auml;glich gr&uuml;&szlig;t das Murmeltier: de Maizi&egrave;re und seine erfundenen Statistiken<\/strong><br>\nEs ist offenbar eine der Lieblingsbesch&auml;ftigungen des Bundesinnenministers: Statistiken &uuml;ber Fl&uuml;chtlinge verbreiten, f&uuml;r die es &uuml;berhaupt keine Datengrundlage gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/news\/und-taeglich-gruesst-das-murmeltier-de-maiziere-und-seine-erfundenen-statistiken\/\">Pro Asyl<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Lampedusa ist deutlich besser auf Fl&uuml;chtlinge vorbereitet<\/strong><br>\nSeit Wochen fliehen Tausende Menschen von den libyschen K&uuml;sten in Richtung Italien &ndash; deutlich mehr als nach Griechenland. Mittlerweile scheint Italien besser vorbereitet als in den Jahren zuvor. Das zeigt sich auch bei einem der zentralen Anlaufpunkte: auf der kleinen Insel Lampedusa. Das liegt nicht zuletzt an B&uuml;rgermeisterin Giusy Nicolini.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/italien-lampedusa-ist-deutlich-besser-auf-fluechtlinge.795.de.html?dram:article_id=357923\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>&Auml;rzte ohne Grenzen nimmt kein Geld mehr von EU und Mitgliedstaaten<\/strong><br>\nAus Protest gegen die Abschottungspolitik der Europ&auml;ischen Union wird &Auml;rzte ohne Grenzen keine Gelder mehr bei der EU und ihren Mitgliedstaaten beantragen. Das hat die internationale Hilfsorganisation am Freitag in Br&uuml;ssel angek&uuml;ndigt. &bdquo;Wir sehen in unseren Projekten jeden Tag, welches Leid die aktuelle EU-Politik verursacht&ldquo;, begr&uuml;ndet Florian Westphal, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von &Auml;rzte ohne Grenzen Deutschland, die Entscheidung. Die Organisation verzichtet damit auf Finanzierungen in H&ouml;he von derzeit rund 50 Millionen Euro j&auml;hrlich und setzt verst&auml;rkt auf Privatspender. Im Jahr 2015 erhielt das internationale Netzwerk 56 Millionen Euro von der EU und ihren Mitgliedstaaten.* Auch bei der Bundesregierung werden keine neuen Gelder beantragt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerzte-ohne-grenzen.de\/aerzte-ohne-grenzen-stopp-eu-gelder\">&Auml;rzte ohne Grenzen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zehntausende Studierende in Kalifornien sind obdachlos<\/strong><br>\nBei Freunden auf dem Sofa, im Auto oder Zelt: Jeder zehnte Hochsch&uuml;ler der gr&ouml;&szlig;ten staatlichen Uni in den USA hat laut Studie keine Wohnung. Und es kommt noch schlimmer. Fast 50.000 Studierende der gr&ouml;&szlig;ten staatlichen Universit&auml;t in den USA sind obdachlos. Das geht aus einer Studie hervor, die die Uni selbst in Auftrag gegeben hat. Bis zu zw&ouml;lf Prozent der rund 460.000 an der California State University (CSU) Eingeschriebenen haben demnach kein Dach &uuml;ber dem Kopf. Sie &uuml;bernachten entweder bei Kommilitonen auf dem Sofa, in Autos und Zelten auf Parkpl&auml;tzen oder Bahnh&ouml;fen. Und noch weitaus mehr leiden Hunger: 21 bis 24 Prozent essen regelm&auml;&szlig;ig nicht genug.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2016-06\/armut-usa-california-state-university\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und f&uuml;r Kriege werden Billionen (deutsch &ndash; mehrere 1.000 Milliarden) US-Dollar vergeudet&hellip; Wirklich kein Wunder, da&szlig; Studenten Sanders w&auml;hlen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wer Taschent&uuml;cher sucht, sucht keine Antworten<\/strong><br>\nEine Amerikanerin, die so gut wie obdachlos war, der der Mann abgehauen ist und die kein Geld mehr hatte, wurde im letzten Jahr schwanger. Die Frau fand das relativ unpassend und entschloss sich dazu, Adoptiveltern f&uuml;r ihr Baby zu suchen. Nach kurzer Zeit fand sich ein Paar. Zum Geburtstermin reisten die k&uuml;nftigen Eltern an. Nun kam das Kind aber mit einer Behinderung zur Welt, die Adoptiveltern suchten das Weite, man wurde sich nicht handelseinig. &raquo;Dann geschah ein r&uuml;hrender Moment&laquo;: Die Kindesmutter &raquo;entschied, ihr Kind zu behalten.&laquo; So berichtet es &raquo;Spiegel Online&laquo; und nennt das ganze eine &raquo;r&uuml;hrende Geschichte&laquo;. R&uuml;hrung &ndash; das ist es, was heute den kritischen Journalismus ersetzt hat. Die R&uuml;hrung ersetzt den Faktenbezug. Und das zeigt letzten Endes auch, dass wir mit der Kritik an Missst&auml;nden v&ouml;llig gebrochen haben. Missst&auml;nde taugen nur noch als herzbrechende Story, nicht mehr als Aufh&auml;nger f&uuml;r Gesellschaftskritik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/06\/wer-taschentucher-sucht-sucht-keine.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Unwilliges Gedenken an den Angriffskrieg 1941<\/strong><br>\nDie Bundesregierung wollte den 75. Jahrestag des &ldquo;Unternehmens Barbarossa&rdquo; &uuml;bergehen. Am Ende debattierte immerhin der Bundestag noch<br>\nEs war ein hilfloser Versuch der Bundesregierung, &uuml;ber den offensichtlich politischen Umgang mit dem Gedenken an den 22. Juni 1941 hinwegzut&auml;uschen: Es entspreche &ldquo;dem Verst&auml;ndnis der Gedenkst&auml;ttenkonzeption des Bundes, dass die Bundesregierung die Aufarbeitung von Geschichte sowie entsprechende Gedenkveranstaltungen nicht in Eigenregie durchf&uuml;hrt&rdquo;, hie&szlig; es in der Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion zum 75. Jahrestag des &Uuml;berfalls der Wehrmacht auf die Sowjetunion. So versuchte man in Berlin zu erkl&auml;ren, weshalb die Regierung den Jahrestag des &ldquo;Unternehmens Barbarossa&rdquo; ohne einen eigenen Beitrag h&auml;tte verstreichen lassen.<br>\nW&auml;hrend in Russland und anderen Staaten der damaligen Sowjetunion heute mit Staatsakten der Invasion gedacht wurde, die nach Sch&auml;tzungen von Historikern alleine in den Staaten der Sowjetunion gut 30 Millionen Menschen das Leben kostete, wurde in Berlin erst auf Dr&auml;ngen der Linken und nach zunehmend kritischen Kommentaren in der Presse eilends eine Stunde in der Tagesordnung des Bundestags freigeschaufelt. Das alles wirkte recht unbeholfen und, wie man im Bundestag dieser Tage &ouml;fter feststellte, reichlich peinlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48619\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu: Gregor Gysi: &raquo;Den Opfern des Vernichtungskrieges der Nazis gedenken&laquo;<\/strong><br>\nVor 75 Jahren &uuml;berfiel die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion. Es war ein Vernichtungskrieg, dem 27 Millionen Sowjetb&uuml;rger*innen zum Opfer fielen. &ldquo;Ohne die Linksfraktion h&auml;tte es hier gar keine Debatte gegeben&rdquo;, sagte Gregor Gysi am Mittwoch. &ldquo;Eine Gedenkveranstaltung w&auml;re angemessen gewesen.&rdquo; Mit Blick auf die Spannungen in den Beziehungen zu Russland warnte er: &ldquo;Wir haben in Europa nur eine friedliche, sichere Zukunft mit &ndash; nicht ohne und schon gar nicht gegen Russland.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6jmezbjHri0&amp;list=PLG4aoPhmPo8VJgG2K1XoJx1178wqPMhmV&amp;index=1\">Die Linke via YouTube<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;AfD will Tabubr&uuml;che als Meinungsfreiheit durchdr&uuml;cken&rdquo;<\/strong><br>\nDie AfD hatte die Entscheidung &uuml;ber einen m&ouml;glichen Ausschluss Gedeons am Dienstag (21.06.2016) vertagt. Vor diesem Hintergrund sagte der Soziologe Alexander H&auml;usler im DLF, der Antisemitismus-Streit in der AfD sei kein wirklicher Antisemitismus-Streit gewesen. Und weiter: &ldquo;Es wurde weder ein klares Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt, noch hat man sich inhaltlich damit auseinandergesetzt.&rdquo; Vielmehr sei es ein Ausdruck eines internen Machtkampfes in dieser rechtspopulistischen Partei. Der Konflikt um den Antisemitismus sei aufgeschoben worden, aber nicht aufgehoben, so H&auml;usler.<br>\nZudem seien in der letzten Zeit bekannte Antisemiten in die Partei eingetreten. Auch dagegen sei die F&uuml;hrung nicht vorgegangen. Die AfD setze eine populistische Emp&ouml;rungsstrategie ein, bei der sie sich am Ende immer als Opfer darstelle, meinte H&auml;usler. Deutschland drohe eine Normalisierung rassistischer und rechtspopulistischer Thesen &ndash; so wie es zum Beispiel in &Ouml;sterreich schon der Fall sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/soziologe-zu-gedeon-entscheidung-afd-will-tabubrueche-als.694.de.html?dram:article_id=357871\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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