{"id":33939,"date":"2016-06-24T08:50:08","date_gmt":"2016-06-24T06:50:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33939"},"modified":"2016-06-24T08:50:08","modified_gmt":"2016-06-24T06:50:08","slug":"hinweise-des-tages-2652","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33939","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33939#h01\">Brexit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33939#h02\">Kampf gegen Rechtspopulisten: Last Exit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33939#h03\">Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33939#h04\">Einigung bei Erbschaftsteuer bringt weitere Aufweichungen und m&ouml;glicherweise Mindereinnahmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33939#h05\">Die Reihen der Million&auml;re wachsen in Deutschland und &Ouml;sterreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33939#h06\">Hartz IV: Vom Regelleistungsbedarf zum Zahlungsanspruch &ndash; Bund, L&auml;nder, Kreise 12\/2015<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33939#h07\">Renten-Schere geht auseinander<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33939#h08\">Das Verfassungsgericht &uuml;berschreitet sein Mandat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33939#h09\">Endbericht zur Evaluation des Bildungspaketes liegt vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33939#h10\">Elite bleibt Elite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33939#h11\">Auf dem Feld verhungert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33939#h12\">Gibt es Hunger und Pl&uuml;nderungen in Venezuela?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33939#h13\">Minister Pengpeng<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33939#h14\">Ein Account namens Gabriel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33939#h15\">AfD: Konkurrenz und Ressentiments im neoliberalen Kapitalismus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Brexit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Was der Brexit f&uuml;r uns bedeutet<\/strong><br>\nEin Nein-Ergebnis des Referendums reicht nicht f&uuml;r einen EU-Austritt. Gro&szlig;britannien muss nach Artikel 50 des EU-Vertrags den Austritt schriftlich erkl&auml;ren. Daf&uuml;r bedarf es aber einer handlungsf&auml;higen Regierung und eines formellen Beschlusses des Kabinetts. Es wird indes davon ausgegangen, dass Premierminister David Cameron entgegen seiner bisherigen Ank&uuml;ndigung nach der Niederlage in der Abstimmung zur&uuml;cktreten oder gest&uuml;rzt wird. Damit h&auml;tte das Land keine handlungsf&auml;hige Regierung mehr. Verfassungsexperten haben gr&ouml;&szlig;te Zweifel, ob eine lediglich die Gesch&auml;fte f&uuml;hrende Regierung rechtsverbindlich den EU-Austritt erkl&auml;ren k&ouml;nnte. Es wird bef&uuml;rchtet, dass sich bei einem Nein zur EU in London die politischen Ereignisse &uuml;berst&uuml;rzen.<br>\nBr&uuml;ssel ist vorbereitet: Am 23. Mai gab es ein vertrauliches Treffen hochrangiger Diplomaten aus Deutschland, Frankreich, Slowakei und Malta, also den L&auml;ndern, die demn&auml;chst die EU-Ratspr&auml;sidentschaft &uuml;bernehmen. Dabei einigte man sich auf eine Sprachregelung f&uuml;r den Zeitpunkt, wenn das Ergebnis vorliegt. Damit keine Verunsicherung aufkommt, soll unter anderem eine Erkl&auml;rung zur Zusammenarbeit der Geheimdienste und zum Grenzschutz abgegeben werden. Am Freitag, wenn das Ergebnis bekannt ist, wollen sich zudem Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker, Parlamentspr&auml;sident Martin Schulz sowie der niederl&auml;ndische Regierungschef Marc Rutte in Br&uuml;ssel treffen, um das Vorgehen zu er&ouml;rtern. Konkrete Reaktionen der EU auf einen Brexit w&uuml;rden die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Mitgliedsl&auml;nder dann bei ihrem Gipfel am Dienstag und Mittwoch beraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/europa-ohne-grossbritannien-was-der-brexit-fuer-uns-bedeutet\/13754186.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>Dazu: The Winner is&hellip;!<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160624_Bild_Stuttmann.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur\/6085\">Stuttmann Karikaturen<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Brexit ersch&uuml;ttert deutsche Politik<\/strong><br>\nDer Brexit sorgt auch hierzulande f&uuml;r politische Ersch&uuml;tterungen: Der Vorsitzende der SPD, Sigmar Gabriel, hat in einer ersten Reaktionen auf die erwartete Mehrheit f&uuml;r einen Ausstieg Gro&szlig;britanniens aus der EU von einem &raquo;schlechten Tag f&uuml;r Europa&laquo; gesprochen &ndash; der Sozialdemokraten fluchte auf Englisch: &raquo;Damn!&laquo; Das tat auch der CDU-Politiker Michael Fuchs, jedenfalls ein bisschen: &raquo;Es ist nicht zu glauben what a sh&hellip;&laquo;, twitterte der Bundestagsabgeordnete. Ein &raquo;Brexit schadet ganz Europa und am meisten&laquo; Gro&szlig;britannien selbst, so Fuchs. Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier zeigte sich ebenfalls sehr entt&auml;uscht: &raquo;Die Nachrichten aus Gro&szlig;britannien sind wahrlich ern&uuml;chternd. Es sieht nach einem traurigen Tag f&uuml;r Europa und Gro&szlig;britannien aus.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1016400.brexit-erschuettert-deutsche-politik.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die vornehmlich &uuml;ber die sozialen Netzwerke verbreitete Ersch&uuml;tterung &uuml;ber einen &bdquo;traurigen Tag in Europa&ldquo; passt offensichtlich ganz gut, um davon abzulenken, dass der Bundestag heute <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/tagesordnungen\/tagesordnung-180\/383284\">ein trauriges Votum<\/a> zu den Themen Erbschaftsteuerreform, Anti-Terror-Paket, Fracking und Bundeswehreins&auml;tze im Mittelmeer abgeben wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Brexit-Multimedia-Dossier: Goodbye nach 43 Jahren?<\/strong><br>\nDas historische Brexit-Referendum ist vorbei. Wie kam es &uuml;berhaupt zu der Abstimmung? Welche Austritts-Szenarien sind denkbar? tagesschau.de beantwortet die wichtigsten Fragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/brexit-xl-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum der Brexit gut f&uuml;r Europa w&auml;re&hellip;<\/strong><br>\nEuropa ist eine uralte Tatsache, die von der Frage &ldquo;Brexit? Ja oder nein?&rdquo; &uuml;berhaupt nicht ber&uuml;hrt wird. Oder geh&ouml;rt etwa die Schweiz nicht zu Europa, obwohl sie der EU noch nie angeh&ouml;rte? Trotzdem entsteht in den Medien des Kontinents gerade der Eindruck, als drohte am heutigen Donnerstag der Untergang des Abendlands. Der Unionjack und das Georgskreuz stehen nun auf allen Gazetten, der &ldquo;Spiegel&rdquo; bettelt &ldquo;Bitte geht nicht!&rdquo; und versucht mit 23 Seiten auf Englisch Auflagenerfolge zu erzielen und die anderen tun es ihm nach. Als w&auml;re ein &ldquo;Brexit&rdquo; das Ende Europas. Die Briten stehen also mal wieder im Mittelpunkt. Das tun sie gern. Und dieser gekr&auml;nkte Narzissmus der Briten ist nicht der geringste Grund f&uuml;r die hohe Zustimmungsrate der Briten f&uuml;r einen Austritt &ndash; wie auch f&uuml;r die klammheimliche Freunde, die viele Europ&auml;er empfinden werden, wenn Gro&szlig;britannien heute seinen EU-Austritt erkl&auml;ren sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48625\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Zukunft Schottlands<\/strong><br>\nF&uuml;r Schotten ist &bdquo;the free movement of people&ldquo; (Personenfreiz&uuml;gigkeit) ein sehr wichtiger EU-Vorteil. Die in England ans&auml;ssigen `Raus aus der EU Fans&acute; sehen das allerdings anders. Die Freiz&uuml;gigkeit sei doch der Grund, sagen sie, warum im &bdquo;United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland&ldquo; zu viele (EU-) Immigranten lebten. Diese w&auml;ren nur im UK, um Sozialhilfe zu beziehen und f&ouml;rderten auch noch den Terrorismus. F&uuml;r Schotten ist diese Argumentation &ndash; h&ouml;flich ausgedr&uuml;ckt &ndash; absolut unverst&auml;ndlich. Schottland mit seinen 5,3 Mio. Einwohnern hat bislang mehr Fl&uuml;chtlinge aufgenommen als der Rest des UK. Alle schottischen Parteien sind sich beim Thema EU einig. Nach 2 Stunden EU -Diskussion im schottischen Parlament in Edinburgh stimmten die 129 &bdquo;Members&ldquo; bei 8 Austrittsstimmen und 3 Enthaltungen deutlich f&uuml;r den EU-Verbleib Schottlands!<br>\nEine &Uuml;berraschung ist das nicht, denn das schottische Parlament hat sich 1999 in seiner Gr&uuml;ndungsurkunde auf die Europ&auml;ische Menschenrechtskonvention berufen, die vom &bdquo;Nicht EU&ldquo;- Europarat in Stra&szlig;burg `geh&uuml;tet&acute; wird. Die britische Regierung hat angek&uuml;ndigt, dass UK aus dieser Konvention austreten m&uuml;sse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/36-2016\/++co++143f9420-36fc-11e6-ae28-52540088cada\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kampf gegen Rechtspopulisten: Last Exit<\/strong><br>\nEs ist kein Wunder, dass sogenannte b&uuml;rgerliche Parteien und Zeitungen der Revolution von rechts so hilflos gegen&uuml;ber stehen. Sie haben sie verursacht. Jetzt ist sie ihnen peinlich. Sie haben einem &ouml;konomischen System Vorschub geleistet, das nicht nur Ungleichheit und Ungerechtigkeit produziert &ndash; sondern auch den Zynismus der Massen. Es ist der Zynismus, den die Eliten selber vorleben und den sie jetzt dem W&auml;hler vorwerfen. Der Erfolg der Rechten ist das Fieber Europas. Die Rechten sind nicht die Krankheit. Sie sind das Symptom. Man kann den Menschen vorwerfen, dass sie in die falsche Richtung laufen. Man kann ihnen nicht vorwerfen, dass sie nicht bleiben wollen, wo sie sind. Sie wurden betrogen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/rechtspopulismus-eu-brexit-kolumne-von-jakob-augstein-a-1099330.html\">Jakob Augstein auf Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Russland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Verpasste Chance<\/strong><br>\nMeinst du, die Russen wollen Krieg?&rdquo;, fragte 1967 der Dichter Jewgeni Jewtuschenko, als das Verh&auml;ltnis des Westens zur Sowjetunion in &auml;hnliche Fahrwasser geraten war wie heute das zu Russland.<br>\nWarum ringt sich der Bundespr&auml;sident, nachdem er jeden Kontakt zur russischen F&uuml;hrung so lange und beharrlich gemieden hat, nicht wenigstens zum 75. Jahrestag des deutschen &Uuml;berfalls auf die Sowjetunion dazu auf, seine stoische Distanziertheit aufzugeben? Es m&uuml;sste nicht unbedingt nach Moskau fliegen. Ein Auftritt im Bundestag t&auml;te es auch. Dazu freilich m&uuml;ssten Regierung und Parlament umdisponieren. Sie scheinen bei der Erinnerung an das &bdquo;Unternehmen Barbarossa&ldquo;, dem 27 Millionen Menschen zum Opfer fielen, auf ein protokollarisches Understatement bedacht. Es wird auf eigene Gedenkveranstaltungen verzichtet, im Bundestag ist heute lediglich eine Stunde f&uuml;r die Besch&auml;ftigung mit einem Menschheitsverbrechen sondergleichen vorgesehen, ohne jeden feierlichen Rahmen, ein Tagesordnungspunkt unter anderen. Und Joachim Gauck ist an diesem Tag ausgerechnet nach Rum&auml;nien gereist, wo 1941 das Antonescu-Regime mit Soldaten an der Aggression beteiligt war.<br>\nOffenbar ist dieser so zur&uuml;ckhaltende wie fragw&uuml;rdige Umgang mit deutscher Vergangenheit von der Sorge &uuml;berlagert, zu viel Feierlichkeit assoziiert zu viel Russlandn&auml;he.<br>\nTats&auml;chlich wird nicht nur eine Chance zur Entspannung verspielt, sondern auch das Gebot des historischen Anstands verletzt. Eine Geste der Demut w&auml;re angebracht gewesen, zumindest ein Moment des Innehaltens angesichts des unermesslichen Leids, das mit dem 22. Juni 1941 begann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/betrogenes-vertrauen\">Friedrich Schorlemmer in der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Kritik an der Nato: Ischinger warnt vor Kriegsgefahr mit Russland<\/strong><br>\nWolfgang Ischinger, deutscher Spitzendiplomat und Vorsitzender der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, empfiehlt der Nato Zur&uuml;ckhaltung im Umgang mit Russland. Das westliche Milit&auml;rb&uuml;ndnis solle &ldquo;nicht draufsatteln, sondern m&auml;&szlig;igen&rdquo; , sagte Ischinger dem NDR-Magazin &ldquo;Panorama&rdquo;.<br>\nDie Gefahr, dass aus &ldquo;Eskalationsschritten milit&auml;rische Kampfhandlungen&rdquo; werden, ist aus Ischingers Sicht gr&ouml;&szlig;er als in der Sp&auml;tphase des Kalten Krieges oder &ldquo;in den vergangen 25 Jahren&rdquo;, ja sogar &ldquo;gr&ouml;&szlig;er denn je&rdquo;.<br>\nIschinger h&auml;lt die Russland-Strategie der Nato f&uuml;r eindimensional, sie setze &ldquo;nur auf eine Demonstration milit&auml;rische St&auml;rke&rdquo;. Dialog, Entspannung und die R&uuml;ckkehr zur R&uuml;stungskontrollen m&uuml;ssten aber ein &ldquo;zweiter Pfeiler&rdquo; der Strategie sein, so Ischinger.<br>\nAls Zeichen der Entspannung empfahl Ischinger Visaerleichterungen f&uuml;r die russische Bev&ouml;lkerung. &ldquo;Der normale Russe kann nicht ohne Visum nach Europa einreisen&rdquo;, kritisierte Ischinger . Das Signal w&auml;re dann: &ldquo;Wir beantworten die vergiftende russische Propaganda nicht mit entsprechender Gegenpropaganda, sondern wir schaffen die Visumspflicht f&uuml;r russische B&uuml;rger schrittweise ab.&rdquo; (&hellip;)<br>\nHarald Kujat, Bundeswehrgeneral a.D. und bis 2005 Vorsitzender des Nato-Milit&auml;rausschusses, appelliert an das B&uuml;ndnis, es m&uuml;sse &ldquo;Vertrauen wieder herstellen&rdquo; und &ldquo;Misstrauen abbauen&rdquo;. Au&szlig;erdem empfiehlt Kujat, den Nato-Russland-Rat intensiver zu nutzen, n&auml;mlich als Mittel des Krisenmanagements und der Deeskalation.<br>\nLaut der Grundakte von 1997 bestehe die M&ouml;glichkeit, mit dem Nato-Russland-Rat &ldquo;auf der milit&auml;rischen Ebene, der Ebene der Au&szlig;enminister, ja sogar auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs&rdquo; eng zusammenzuwirken. Das finde aber &uuml;berhaupt nicht statt, kritisiert Kujat im NDR.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/nato-und-russland-wolfgang-ischinger-warnt-vor-kriegsgefahr-a-1099341.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das sind immerhin ein paar vern&uuml;nftige &Auml;u&szlig;erungen. Wirklich glaubhaft ist Harald Kujat. Er hat sich in letzter Zeit schon immer m&auml;&szlig;igend ge&auml;u&szlig;ert. Ein bisschen anders ist das bei Ischinger. Wo war er denn zum Beispiel, als im Anschluss an die letzte M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz dem russischen Ministerpr&auml;sidenten in den deutschen Medien das Wort im Mund herumgedreht worden ist? Ein bisschen Schutz des Gastes durch den Vorsitzenden der Sicherheitskonferenz w&auml;re ja eigentlich angebracht gewesen. Auch jetzt bringt er neben dem vern&uuml;nftigen Signal, die Visumspflicht f&uuml;r Russen abzuschaffen, so nebenbei die Behauptung, Russland habe mit einer &bdquo;vergiftenden Propaganda&ldquo; begonnen. Auch Gernot Erler ist nicht sonderlich glaubw&uuml;rdig. Er ist seiner Verantwortung als einigerma&szlig;en aufgekl&auml;rter Sozialdemokrat nicht gerecht geworden und hat des &Ouml;fteren den Konflikt mit Russland angeheizt. <\/em><br>\n<em>Ich verweise in diesem Kontext zur n&auml;heren Information auf einige Beitr&auml;ge auf den NachDenkSeiten. Zum Beispiel auf &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33917\">Ist der neue kalte Krieg vom Himmel gefallen? Nein.<\/a>&ldquo; und auf Textfassung des Vortrags von Albrecht M&uuml;ller bei &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33892\">Stopp Ramstein<\/a>&ldquo; und auf &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33915\">Globales Zwischenhoch: Putin Krisenmanager &ndash; Chance oder Irrtum?<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die 360&deg;-NATO: Mobilmachung an allen Fronten<\/strong><br>\nDie rasante Aufr&uuml;stung der NATO-Ostflanke ist das wohl sichtbarste Zeichen daf&uuml;r, dass das westliche Milit&auml;rb&uuml;ndnis in eine neue Phase eingetreten ist. Doch nicht nur dort hat die NATO damit begonnen, sich deutlich aggressiver aufzustellen, wie in der Brosch&uuml;re &bdquo;Die 360&deg;-NATO: Mobilmachung an allen Fronten&ldquo; beschrieben wird. Sie wird zusammen von der DFG-VK und der IMI herausgegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/download\/NATO-Broschuere2016-Webversion.pdf\">Informationsstelle Militarisierung e. V. [PDF]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Wernicke:<\/strong> Und wer sich fragt, wie Hartz IV, Griechenland, Brexit und &bdquo;totale Mobilmachung&ldquo; zusammenpassen, der und die sei an das Telepolis-Interview &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39413\/1.html\">Wir beobachten derzeit, dass die Verdammten dieser Erde aufstehen und protestieren<\/a>&ldquo; mit Werner Ruf erinnert. <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Einigung bei Erbschaftsteuer bringt weitere Aufweichungen und m&ouml;glicherweise Mindereinnahmen<\/strong><br>\nDie Einigung der Bundesregierung zur Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer leistet wenig daf&uuml;r, der gewachsenen sozialen Ungleichheit in Deutschland entgegenzuwirken. Im Vergleich zum Regierungskompromiss vom Februar bringt sie unter dem Strich weitere Aufweichungen bei der Privilegierung von Betriebsverm&ouml;gen. Das betrifft unter anderem die Investitionsklausel, den Bewertungsabschlag f&uuml;r Familienunternehmen, die voraussetzungslose zinslose Stundung im Erbfall und die deutliche Absenkung des Kapitalisierungsfaktors. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. &bdquo;Durch die weitere Aufweichung sind Mindereinnahmen gut m&ouml;glich. Angesichts des ohnehin geringen Aufkommens aus der Erbschaftsteuer ist das ein irritierendes Ergebnis der Reform&ldquo;, sagt IMK-Steuerexpertin Dr. Katja Rietzler. &bdquo;Wenn die Erben &ndash; auch sehr gro&szlig;er &ndash; Betriebsverm&ouml;gen gegen&uuml;ber anderen Erben wiederum sehr deutlich beg&uuml;nstigt werden, d&uuml;rfte auch das neue Gesetz die Gerichte besch&auml;ftigen&ldquo;, erg&auml;nzt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der wissenschaftliche Direktor des IMK. &bdquo;Das w&auml;re nicht n&ouml;tig gewesen.&ldquo; Das IMK hat in seiner aktuellen Steuersch&auml;tzung ein verfassungsgerechtes Alternativkonzept vorgelegt, mit dem sich das Aufkommen aus der Erbschaftsteuer langfristig verdoppeln lie&szlig;e &ndash; ohne bei der &Uuml;bertragung von Betrieben Arbeitspl&auml;tze zu gef&auml;hrden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/63056_65990.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p><strong>Dazu: Nein zu dieser Reform der Erbschaftssteuer! Weg mit der Verschonung gro&szlig;er Verm&ouml;gen!<\/strong><br>\nSchon 2007 hat das Bundesverfassungsgericht die zu niedrige Bewertung von Grund und Boden im Erbschaftssteuerrecht wie schon bei der Verm&ouml;gensteuer f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt. Es monierte auch, dass Betriebsverm&ouml;gen sogar noch niedriger bewertet werden und dass die Erben von Betriebsverm&ouml;gen zus&auml;tzlich eine Vielzahl von Verg&uuml;nstigungen erhalten. Alle Verm&ouml;gen m&uuml;ssen zu ihrem tats&auml;chlichen Wert bewertet werden, hie&szlig; es in dem Urteil von 2007.<br>\nDas Gesetz, das daraufhin beschlossen wurde, erkl&auml;rte das Bundesverfassungsgericht im Dezember 2014 mit &auml;hnlicher Begr&uuml;ndung erneut f&uuml;r verfassungswidrig. &ldquo;Die Verschonung von Erbschaftsteuer beim &Uuml;bergang betrieblichen Verm&ouml;gens in &sect;&sect; 13a und 13b ErbStG ist angesichts ihres Ausma&szlig;es und der er&ouml;ffneten Gestaltungsm&ouml;glichkeiten mit Art. 3 Abs. 1 GG unvereinbar.&rdquo; Auch bezeichnet das Urteil als unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig, dass die Verschonung &uuml;ber den Bereich kleiner und mittlerer Unternehmen hinausgreift, ohne eine Bed&uuml;rfnispr&uuml;fung vorzusehen. Daneben werden noch einige andere Regelungen problematisiert.<br>\nDas Gericht hat dem Gesetzgeber (Bundestag und Bundesrat) bis Ende Juni 2016 eine Frist gesetzt. Unmittelbar nach Bekanntgabe des Urteils wurde reflexartig das uralte Scheinargument aus der Mottenkiste geholt: eine Besteuerung der Vererbung von Betriebsverm&ouml;gen bedeute in den meisten F&auml;llen die Betriebsaufgabe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/kampagnen\/umverteilen\/erbschaftssteuer\/\">attac<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Skandal&ouml;se Reichtumspflege<\/strong><br>\nEine gigantische Welle gro&szlig;er Erbschaften und Schenkungen rollt &uuml;ber unser Land. Jedes Jahr werden 200 bis 300 Milliarden Euro weitergegeben. Der gro&szlig;e Verm&ouml;genstransfer verl&auml;uft nach dem Matth&auml;us-Prinzip: Wer hat, dem wird gegeben. Acht Prozent der Bev&ouml;lkerung bekommen zwei F&uuml;nftel des zu vererbenden Verm&ouml;gens. Jede\/r Zweite geht leer aus. Damit versch&auml;rfen Erbschaften die soziale Spaltung. Die Politik f&ouml;rdert die vererbte Ungleichheit. In der Steueroase Deutschland zahlen Erben im Schnitt nur sieben Prozent Steuern, sofern sie &uuml;berhaupt &uuml;ber den Freibetr&auml;gen liegen. Verantwortlich daf&uuml;r ist die weitgehende Verschonung von Betriebsverm&ouml;gen. Jetzt h&auml;tte die gro&szlig;e Chance bestanden, diese Reichtumspflege einzuschr&auml;nken.<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160624_Bild_Reichtumspflege.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wipo.verdi.de\/publikationen\/++co++31f24eb2-37c5-11e6-946d-525400ed87ba\">ver.di<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Reihen der Million&auml;re wachsen in Deutschland und &Ouml;sterreich<\/strong><br>\nEs gibt &uuml;ber eine Million Million&auml;re in Deutschland: Die genaue Zahl liegt bei 1.198.700. Die Reihe der Reichen hat sich im vergangenen Jahr weiter aufgef&uuml;llt. Ihr Wachstum gegen&uuml;ber 2014 betr&auml;gt 5,1 Prozent, meldet ein international agierendes Verm&ouml;gensberatungsunternehmen in seinem World Wealth Report. Der Bericht verspricht Einblick in die Welt der verm&ouml;genden Privatanleger, wird auf der Webpage angek&uuml;ndigt.<br>\nDas tut er nat&uuml;rlich nur in einem sehr begrenzten Sinn &ndash; &uuml;ber ein paar Kenn- und Vergleichszahlen, die grobe Konturen aufzeigen. Etwa, dass die meisten Million&auml;re in vier L&auml;ndern leben: in den USA, in Japan, in China und eben in Deutschland. Dort sei der &uuml;berdurchschnittliche Zuwachs dem &ldquo;&uuml;berproportionalen Anstieg der Immobilienpreise&rdquo; zu verdanken, wie der Vizepr&auml;sident des Verm&ouml;gensberaters erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48620\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hartz IV: Vom Regelleistungsbedarf zum Zahlungsanspruch &ndash; Bund, L&auml;nder, Kreise 12\/2015<\/strong><br>\nVom &ldquo;Regelleistungsbedarf&rdquo; der nach dem SGB II (Hartz IV) &ldquo;Regelleistungsberechtigten&rdquo; in H&ouml;he von insgesamt 3,378 Milliarden Euro &uuml;ber die &ldquo;zu ber&uuml;cksichtigenden Einkommen&rdquo;, die &ldquo;verf&uuml;gbaren Einkommen&rdquo; und die &ldquo;angerechneten Einkommen und K&uuml;rzungen&rdquo; zu den &ldquo;Zahlungsanspr&uuml;chen&rdquo; in H&ouml;he von insgesamt 2,370 Milliarden Euro und (nachrichtlich) zur Summe der &ldquo;Haushaltsbudgets&rdquo; im Dezember 2015. Eine tabellarische &Uuml;bersicht (BIAJ-Tabelle) mit kurzer Lesehilfe zeigt, wie sich dies im Bund, in den 16 L&auml;ndern und in den 402 Kreisen darstellt &ndash; unter besonderer Beachtung der angerechneten Einkommen und K&uuml;rzungen in H&ouml;he von insgesamt 1,008 Milliarden Euro auf die verschiedenen Regelbedarfe (Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Mehrbedarfe und die &uuml;berwiegend von den Kommunen zu tragenden Kosten der Unterkunft).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-materialien\/781-hartz-iv-vom-regelleistungsbedarf-zum-zahlungsanspruch-bund-laender-kreise-12-2015.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Renten-Schere geht auseinander<\/strong><br>\nDie Rentenanspr&uuml;che von Frauen und M&auml;nnern, die in den vergangenen 20 Jahren in den Ruhestand traten, sind immer mehr auseinander gegangen. Vor allem in Westdeutschland schl&auml;gt sich die st&auml;rkere Spreizung der L&ouml;hne in einer zunehmend unterschiedlichen H&ouml;he neu bewilligter Altersrenten nieder. Das geht aus einer Analyse des Berliner Soziologen Ralf Himmelreicher f&uuml;r den Datenreport 2016 des Statistischen Bundesamts hervor (siehe auch Link unten).<br>\nBei den Rentenanspr&uuml;chen neuer Ruhest&auml;ndler f&auml;llt vor allem die wesentlich einheitlichere Rentenentwicklung in Ostdeutschland auf &ndash; mit einer deutlichen Abw&auml;rtsentwicklung bei den M&auml;nnern. Die Bez&uuml;ge ostdeutscher Neurentnerinnen legten nach einer l&auml;ngeren Phase der Stagnation in den vergangenen Jahren in fast allen Einkommensklassen wieder zu. Dagegen mussten in den Ruhestand tretende M&auml;nner in den neuen L&auml;ndern aufgrund des niedrigeren Lohnniveaus und h&auml;ufig l&auml;ngeren Phasen der Arbeitslosigkeit &uuml;ber mehr als 15 Jahre hinweg sinkende Rentenanspr&uuml;che hinnehmen. Je k&uuml;rzer der noch aus DDR-Zeiten gepr&auml;gte Teil der Erwerbsbiografie sei, desto niedriger seien die Rentenanwartschaften &ldquo;und umso h&ouml;her deren Spreizung&rdquo;, hei&szlig;t es in der Studie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/index.php?id=55&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=14908&amp;cHash=c17fbdc7b587a3803d1b64f63df361a2\">Ihre-Vorsorge.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das Verfassungsgericht &uuml;berschreitet sein Mandat<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat der EZB-Geldpolitik seinen Segen erteilt &ndash; so scheint es zumindest. Ein genauerer Blick auf die Entscheidung macht aber deutlich, dass das Gericht sich doch sehr tief in die Belange der Zentralbank einmischt.<br>\nEs ist immer etwas problematisch, wenn Gerichtsurteile dahingehend kommentiert werden, ob diese nun richtig oder falsch sind &ndash; genau f&uuml;r diese Entscheidung gibt es ja schlie&szlig;lich Richter, die f&uuml;r die Auslegung von Gesetzen ausgebildet und zust&auml;ndig sind.<br>\nIm Falle des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zum OMT-Programm der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) liegt die Sache aber etwas anders &ndash; denn in dem Verfahren ging es eben nicht nur um rein juristische Angelegenheiten, sondern um die Be- bzw. Verurteilung der Qualit&auml;t eines &ouml;konomischen Krisenbew&auml;ltigungsansatzes. So jedenfalls liest sich die Erkl&auml;rung, mit der das Verfassungsgericht seine Entscheidung begr&uuml;ndete.<br>\nAuf den ersten Blick hat das Verfassungsgericht entschieden, dass das OMT-Programm nicht gegen deutsches Recht verst&ouml;&szlig;t und die Bundesbank sich dementsprechend daran beteiligen darf. Die Richter folgen &ndash; man k&ouml;nnte auch sagen: beugen sich &ndash; damit der Entscheidung des Europ&auml;ischen Gerichtshofs aus dem Juni 2015.<br>\nWirft man jedoch einen Blick auf die Details, muss man doch zu der Einsch&auml;tzung kommen, dass das Verfassungsgericht den geldpolitischen Werkzeugkasten der EZB in nicht unerheblicher Weise einschr&auml;nkt. Die Karlsruher Richter haben der EZB sechs Auflagen erteilt, die sie aus dem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs ableiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/makronom.de\/das-verfassungsgericht-ueberschreitet-sein-mandat-15632\">Makronom<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Endbericht zur Evaluation des Bildungspaketes liegt vor<\/strong><br>\nForschungsprojekt untersucht Inanspruchnahme und Umsetzung der Leistungen f&uuml;r Bildung und Teilhabe<br>\nDas Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales hat 2013 ein umfassendes Forschungsvorhaben zur Evaluation der bundesweiten Inanspruchnahme und Umsetzung der Leistungen f&uuml;r Bildung und Teilhabe (sog. Bildungspaket) in Auftrag gegeben, das 2011 in Kraft getreten ist.<br>\nBei dem Forschungsprojekt wurde untersucht, wie das Bildungspaket vor Ort in der kommunalen Praxis umgesetzt wird, welche Zusammenh&auml;nge und Faktoren die Inanspruchnahme der Leistungen f&uuml;r Bildung und Teilhabe (BuT) beeinflussen und ob und wie die Leistungen bei den Leistungsberechtigten ankommen.<br>\nDer nun vorliegende Endbericht der Gesamtevaluation ergibt insgesamt ein vielschichtiges Bild. Es zeigt sich, dass rechtliche Rahmenbedingungen (z. B. kommunale Tr&auml;gerschaft, Landesvorgaben, Sachleistungsprinzip), lokale Entwicklungspfade, das Aufgabenverst&auml;ndnis und die Organisationsmaximen der Sozialverwaltung auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlichem Gewicht zur kommunalen Umsetzungspraxis beitragen.<br>\nGrunds&auml;tzlich gilt: Je einfacher die Antragstellung und Abrechnung f&uuml;r die Leistungsberechtigten, desto wahrscheinlicher ist es, dass Leistungsberechtigte ihren Anspruch auf BuT-Leistungen geltend machen. Auch die konkrete Ausgestaltung des sog. Hinwirkungsgebots spielt eine zentrale Rolle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bmas.de\/DE\/Presse\/Meldungen\/2016\/endbericht-zur-evaluation-des-bildungspaketes.html?cms_et_cid=2&amp;cms_et_lid=21&amp;cms_et_sub=23.06.2016_\/DE\/Presse\/Meldungen\/2016\/endbericht-zur-evaluation-des-bildungspaketes.html\">Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wenn das BMAS eine Evaluation in Auftrag gibt, wird wohl kaum etwas Negatives dabei raus kommen.<\/em><br>\n<em>Bitte lesen Sie dazu auch<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9117\">Was zu erwarten war: Das B&uuml;rokratiemonster Bildungspaket floppt<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/reden\/bildungspaket-bleibt-falsche-ansatz\/\">Bildungspaket ist und bleibt der falsche Ansatz<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Elite bleibt Elite<\/strong><br>\n&raquo;Exzellenzstrategie&laquo;: Bund und L&auml;nder sorgen daf&uuml;r, dass der Kreis deutscher Vorzeigunis klein bleibt und der Abstand zum Rest gr&ouml;&szlig;er wird<br>\nNun also &raquo;Exzellenzstrategie&laquo;. Die F&ouml;rderung sogenannter Spitzenforschung an heimischen Universit&auml;ten l&auml;uft demn&auml;chst unter neuem Label, vom Prinzip her aber wie gehabt: Wenigen wird gegeben, vielen genommen. Mit dem Beschluss der Ministerpr&auml;sidentenkonferenz vom 16. Juni, die &raquo;Exzellenzinitiative&laquo; in leicht modifizierter Form auf unabsehbare Zeit zu verl&auml;ngern, wird das Zweiklassensystem in Deutschlands Hochschullandschaft zum Dauerbrenner. Und damit best&auml;tigt sich das, was Kritiker schon zur ersten Auflage des Uniwettstreits um Extrageld und Extraruhm haben kommen sehen. Eine &uuml;ber Jahrzehnte hinweg weitgehend stabile Struktur der &raquo;Gleichen unter Gleichen&laquo; wird zerst&ouml;rt. (&hellip;)<br>\nDie jetzige Weichenstellung bewirkt nach Ansicht des Soziologen Michael Hartmann, emeritierter Professor der Uni Darmstadt, jedoch das genaue Gegenteil. &raquo;Das, was es oben mehr gibt, muss unten weggenommen werden&laquo;, bemerkte er gegen&uuml;ber jW. Exzellenzunis seien dabei &raquo;dreifache Gewinner&laquo;. Sie profitierten erstens von den direkten Pr&auml;mien des Programms und generierten zweitens wegen des damit verbundenen Renommees mehr staatliche und private Drittmittel. &raquo;Und drittens streichen sie bei der leistungsorientierten Mittelvergabe durch die Bundesl&auml;nder einen gr&ouml;&szlig;eren Anteil an den Landesmitteln ein.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/06-23\/012.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und so r&uuml;ckt das humboldtsche Bildungsideal immer weiter in die Ferne. Stattdessen wird St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck das angels&auml;chsische Wissenschaftssystem etabliert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Auf dem Feld verhungert<\/strong><br>\nDer Brandenburger Heinz Litzbarski hat bei einem Fachgespr&auml;ch der CDU\/CSU-Fraktion zum Artenschutz unmissverst&auml;ndlich klargestellt, was das Problem der deutschen Biodiversit&auml;tsstrategie ist: Solange die Landwirtschaft auf eine industrielle Erzeugung ausgerichtet ist, haben Insekten, Kleins&auml;ugetiere oder V&ouml;gel kaum eine &Uuml;berlebenschance. Der Vorsitzende des F&ouml;rdervereins Gro&szlig;trappenschutz berichtete, dass die Ausbeute eines Keschers, also eines Insektenfangnetzes, auf einem Maisfeld bei unter zwei Gramm Insektenbiomasse liegt, auf einer unged&uuml;ngten Wiese sind es schon doppelt so viel und auf dauerhaft angelegtem Gr&uuml;nland ohne D&uuml;ngung noch einmal doppelt so viel. Das ist aber das Mindestma&szlig; dessen, was Gro&szlig;trappen auf einem Feld finden m&uuml;ssen, um ein K&uuml;ken durchzubringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/biologische-vielfalt-auf-dem-feld-verhungert\/13311814.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gibt es Hunger und Pl&uuml;nderungen in Venezuela?<\/strong><br>\nZun&auml;chst gilt es das Szenarium zu erkennen, in dem wir uns bewegen: es geht um einen nicht konventionellen Krieg, eine chavistische F&uuml;hrung, die in ihrer Mehrheit von den popularen Str&ouml;mungen abgekoppelt ist und eine Bev&ouml;lkerung, die politisiert und einem brutalen Druck beim Erwerb jeglicher Produkte f&uuml;r den famili&auml;ren Warenkorb sowie Hygiene- und Arzneimitteln unterworfen ist, und dies seit mehr als zwei Jahren.<br>\nEs gibt eine Unzahl von Debatten. Da ist zum Beispiel der offene Dialog zwischen der venezolanischen und der nordamerikanischen Regierung &ndash; dem unbestrittenen Anstifter putschistischer Strategien. Vor allem aber gibt es eine ganze Menge  Fragen ohne sichere Antworten: nach der Form des Krieges &ndash; der seine St&auml;rke darin hat, unsichtbar zu sein &ndash; und danach, warum die Kommunikation Ausma&szlig;e einer nie gesehenen Nichtinformation erreicht hat. Dabei beziehe ich mich unter Ausnahme einiger Schreiber und Kameras auf beide Parteien: die Revolution wie auch die Konterrevolution.<br>\nSeit einigen Wochen gibt es in diesem Rahmen den Versuch, ein Bild zu zeichnen, dass es Pl&uuml;nderungen im Land gebe, ein &ndash; von den Vereinigten Staaten verlangter &ndash; Nachweis dessen, dass man vor einer humanit&auml;ren Krise stehe, einer Situation, die eine internationale Intervention erforderlich mache. Um der entsprechenden Dynamik gewahr zu werden gen&uuml;gt es, den folgenden Test zu machen: jeden Tag, wenn man gegen Mittag das trending topic bei Twitter zu Venezuela &ouml;ffnet, erscheint eine andere &Ouml;rtlichkeit und wenn man diese anklickt, tauchen (f&uuml;r nicht l&auml;nger als drei&szlig;ig Sekunden) Bilder und Videos von angeblichen Pl&uuml;nderungen, von &Uuml;berf&auml;llen auf Lastwagen, die Lebensmittel transportieren und Zusammenst&ouml;&szlig;en mit der Polizei auf. Die Bilder sind meist undeutlich: rennende Menschen, Tumulte, Rauch. Nichts was abgesichert oder best&auml;tigbar w&auml;re. Das Ergebnis scheint bei durchschnittlich zwei Toten und mehreren Verletzten zu liegen, zuweilen auch mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/blog\/2016\/06\/154782\/krise-venezuela\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Minister Pengpeng<\/strong><br>\nDie Stille nach dem Stuss: Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re redet viel und streng &uuml;ber Fl&uuml;chtlinge. Selten stimmt das, was er sagt. Seine h&auml;rteste Waffe im Kampf f&uuml;r eine schlechte Stimmung gegen&uuml;ber Fl&uuml;chtlingen im Land ist sein Statistikrevolver. Wenn er sich in der Fl&uuml;chtlingsfrage nicht anders zu helfen wei&szlig; &ndash; und das kommt &ouml;fter vor &ndash;  macht er peng, peng! Sobald die Stimmung sich beruhigt, die Talkshows Ruhe damit geben, im Akkord Antifl&uuml;chtlingsopern zu inszenieren, dann l&auml;dt Thomas de Maizi&egrave;re durch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2016-06\/thomas-de-maiziere-fluechtlinge-asylrecht-kiyaks-deutschstunde\">Kiyaks Deutschstunde auf Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ein Account namens Gabriel<\/strong><br>\nLetzte Woche fiel dem obersten Sozialdemokraten auf, dass es ungerecht sei, dass &raquo; Arbeit st&auml;rker besteuert wird als Kapitaleink&uuml;nfte&laquo;. Dass Verm&ouml;gende eine kleinere Steuer- und Abgabenlast haben, als Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen, fand er obendrein ungerecht. Au&szlig;erdem g&auml;be es B&auml;ckermeister mit h&ouml;heren Steuers&auml;tzen als Starbucks, was er auch als ungerecht empfindet. Letzteres ist &uuml;brigens kein Kunstst&uuml;ck, denn Starbucks zahlt phasenweise &uuml;berhaupt keine Abgaben. Es k&ouml;nne nicht mehr sein, folgert Gabriel aus dieser Schieflage, dass &raquo;die normalen B&uuml;rger alleine das Gemeinwohl in Deutschland bezahlen&laquo;. Applaus! Der Mann findet endlich wieder sozialdemokratische, ja richtig linke Themen. Das wurde mit Likes honoriert und die Claquere riefen ihm Durchhalteparolen zu und st&auml;rkten ihm den R&uuml;cken. Sichma, der mit den Schwatten, der ist eben doch ein richtiger Sozi.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1016291.ein-account-namens-gabriel.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>AfD: Konkurrenz und Ressentiments im neoliberalen Kapitalismus<\/strong><br>\nDie wirtschafts- und sozialpolitische Programmatiken der meisten rechten Parteien sind zwiegespalten: Einerseits zeigen sie sich neoliberal, andererseits weisen sie sozialprotektionistische Bestandteile auf. Einerseits unterst&uuml;tzen sie die Konkurrenzlogik des neoliberalen Kapitalismus, andererseits wenden sie sich unter nationalistischen und rassistischen Vorzeichen gegen dessen negative Auswirkungen.<br>\nDas tun sie gleichwohl in unterschiedlichem Ausma&szlig;: W&auml;hrend die Republikaner ihre gr&ouml;&szlig;ten Erfolge in den 1990er Jahren mit recht striktem neoliberalem Programm erreichten, versucht sich die NPD seit vielen Jahren mit wechselndem Erfolg als pseudo-antikapitalistische Kraft. Die AfD scheint sich aktuell dranzumachen, ihre sozialprotektionistischen Programmanteile zu Lasten der &ndash; im Moment noch immer dominierenden &ndash; neoliberalen zu st&auml;rken: Den Mindestlohn findet sie l&auml;ngst gut, von einer Privatisierung der Arbeitslosenversicherung will sie nichts mehr wissen, und nicht nur Parteivize Alexander Gauland fordert nachdr&uuml;cklich ein sozialeres Profil. Die Rolle, die Konkurrenz in der Ideologie der Rechten einnimmt, ist angesichts dieses Changierens zwischen Neoliberalismus und Sozialprotektionismus uneinheitlich und widerspr&uuml;chlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1892?cm=ZV81H2729\">annotazioni.de<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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