{"id":3395,"date":"2008-08-12T09:20:43","date_gmt":"2008-08-12T07:20:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3395"},"modified":"2008-08-12T09:20:44","modified_gmt":"2008-08-12T07:20:44","slug":"hinweise-des-tages-711","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3395","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Staatliche Eingriffe ins Streikrecht?<\/li>\n<li>Sozialhilfeausgaben steigen<\/li>\n<li>Zahl der offenen Stellen geht zur&uuml;ck<\/li>\n<li>Gro&szlig;handelspreise steigen um 9,9 Prozent<\/li>\n<li>Arbeitgeber zur Metall-Tarifrunde<\/li>\n<li>Haftung bei Atomkraft-Unf&auml;llen<\/li>\n<li>Ausd&uuml;nnung des Bahnverkehrsnetzes<\/li>\n<li>Der ALDI von der Post<\/li>\n<li>Wehrpflicht kostet Wirtschaftswachstum<\/li>\n<li>Ohne starken Staat ist Liberalismus nicht denkbar<\/li>\n<li>Bei Lafontaine verlieren Journalisten die Fassung<\/li>\n<li>&Uuml;berraschende Befunde von Bertelsmann<\/li>\n<li>Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3395&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Institut der deutschen Wirtschaft zum Streikrecht: Der Gesetzgeber ist  gefordert<\/strong><br>\nNach dem Bodenpersonal sind wieder einmal Piloten bei der Lufthansa f&uuml;r 36 Stunden in den Ausstand getreten. Anfang n&auml;chsten Jahres k&ouml;nnte Ufo das Kabinenpersonal zum Arbeitskampf aufrufen. Der Gesetzgeber sollte dem bedrohlichen Gewerkschaftswettbewerb Einhalt gebieten, sonst drohen Lufthansa, Bahn und Krankenh&auml;usern die britischen Zust&auml;nde der Vor-Thatcher-&Auml;ra.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iwkoeln.de\/Informationen\/AllgemeineInfodienste\/IWNachrichten\/tabid\/2207\/ItemID\/22439\/Default.aspx\">IW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Es ist schon bemerkenswert, dass das arbeitgebernahe IW etwa beim Mindestlohn verlangt, der Staat m&ouml;ge sich aus der Tarifpolitik heraushalten, das ansonsten gar nichts gegen sog. Spaltergewerkschaften hat, wenn es um Lohndumping geht, wenn es um den Streik als Mittel der Tarifauseinandersetzung geht, nach dem Staat ruft. Dem sonst immer als Allheilmittel angebotene &bdquo;Wettbewerb&ldquo; muss gerade beim &bdquo;Gewerkschaftswettbewerb&ldquo; Einhalt geboten werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Im Sinne des IW siehe auch noch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Deutschland steuert auf neuen Streikrekord zu<\/strong><br>\nDeutschland steuert nach Einsch&auml;tzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) auf einen neuen Streikrekord zu. Im ersten Halbjahr seien bereits bis zu 250.000 Arbeitstage wegen Streiks ausgefallen, sagte der IW-Tarifexperte Hagen L&ouml;sch. Es sei f&uuml;r den Wirtschaftsstandort Deutschland &ldquo;dauerhaft nicht hinnehmbar&rdquo;, wenn sich Streiks wie bei der Lufthansa oder zuvor der Deutschen Bahn AG durch die Konkurrenz von mehreren Gewerkschaften hochschaukelten, sagte der SPD-Wirtschaftsexperte Rainer Wend sagte der &ldquo;Passauer Neuen Presse&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/magazine.web.de\/de\/themen\/beruf\/karriere\/6421734-Deutschland-steuert-auf-neuen-Streikrekord-zu,page=0.html\">Web.de<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dagegen allerdings:<\/em><\/p>\n<p><strong>WSI: Tarifkonkurrenz rechtfertigt keine Eingriffe in das Streikrecht<\/strong><br>\nDie aktuellen Tarifauseinandersetzungen bei der Lufthansa rechtfertigen keine gesetzlichen Eingriffe in das Streikrecht. Die im Grundgesetz verankerte Tarifautonomie l&auml;sst auch konkurrierende Gewerkschaften zu. Die daraus resultierenden Konflikte m&uuml;ssen die Tarifvertragsparteien selbst regeln. Darauf macht das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung aufmerksam. In einer aktuellen Studie hat das WSI die Entwicklung der Tarifkonkurrenz der vergangenen Jahre analysiert. Wie Dr. Reinhard Bispinck und Dr. Heiner Dribbusch vom WSI-Tarifarchiv in ihrer Untersuchung aufzeigen, l&auml;sst sich bei den aktuellen Entwicklungen in der Tariflandschaft deutlich zwischen &Uuml;berbietungs- und Unterbietungskonkurrenz unterscheiden.<\/p>\n<p>W&auml;hrend beispielsweise die Unternehmen &Uuml;berbietungskonkurrenz ablehnten, werde die Unterbietung von Tarifvertr&auml;gen von Seiten der Arbeitgeber aktiv gef&ouml;rdert. Der problematischste Aspekt tarifpolitischer Alleing&auml;nge durchsetzungsstarker Berufsgewerkschaften liege in der Aufk&uuml;ndigung der Solidarit&auml;t gegen&uuml;ber den Gesamtbelegschaften, so die Forscher. Ob auf Dauer die &Uuml;berbietungskonkurrenz f&uuml;r die betroffenen Besch&auml;ftigtengruppen tats&auml;chlich zu besseren Ergebnissen f&uuml;hrt, sei durchaus strittig, bisherige Abschl&uuml;sse zeigten keinen klaren Trend. Immerhin: &ldquo;Das tarifpolitische Signal, das von diesen Abschl&uuml;ssen ausgeht, geht nicht in Richtung Unterbietung. Die Erosion von Tarifstandards nach unten wird eher erschwert&rdquo;, stellen Bispinck und Dribbusch fest. F&uuml;r die Stabilit&auml;t des Tarifsystems sei deshalb die Unterbietungskonkurrenz durch Gewerkschaften ohne Durchsetzungskraft die gr&ouml;&szlig;ere Gefahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_ta_2008_08_11.pdf\">WSI [PDF &ndash; 68 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Sozialhilfeausgaben 2007: Anstieg auf netto 18,8 Milliarden Euro<\/strong><br>\nNach vorl&auml;ufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) haben im Jahr 2007 die Ausgaben f&uuml;r Sozialhilfeleistungen nach dem Zw&ouml;lften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII &bdquo;Sozialhilfe&ldquo;) in Deutschland brutto 21,1 Milliarden Euro betragen. Nach Abzug der Einnahmen in H&ouml;he von 2,3 Milliarden Euro, die den Sozialhilfetr&auml;gern zum gr&ouml;&szlig;ten Teil aus Erstattungen anderer Sozialleistungstr&auml;ger zuflossen, betrugen die Sozialhilfeausgaben netto 18,8 Milliarden Euro; dies waren 3,9% mehr als im Vorjahr.\n<p>Mit 10,6 Milliarden Euro entfiel &ndash; wie in den Vorjahren &ndash; der mit Abstand gr&ouml;&szlig;te Teil der Sozialhilfeausgaben (57%) auf die Eingliederungshilfe f&uuml;r behinderte Menschen. Die Nettoausgaben f&uuml;r die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung lagen im Jahr 2007 bei 3,5 Milliarden Euro; dies entspricht 18% der Sozialhilfeausgaben insgesamt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Ausgaben f&uuml;r diese Hilfeart damit um 12,7% gestiegen. F&uuml;r die Hilfe zur Pflege gaben die Sozialhilfetr&auml;ger im Jahr 2007 netto insgesamt 2,7 Milliarden Euro aus (+ 5,4% gegen&uuml;ber dem Vorjahr). F&uuml;r die Hilfe zum Lebensunterhalt wurden 2007 netto 740,1 Millionen Euro ausgegeben (+ 9,4% gegen&uuml;ber 2006).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/08\/PD08__288__221,templateId=renderPrint.psml\">Destatis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass die Ausgaben f&uuml;r die Grundsicherung im Alter, bei Erwerbsminderung und bei den Hilfen zum Lebensunterhalt am st&auml;rksten angestiegen sind, ist ein weiteres Zeichen f&uuml;r die Zunahme von Armut in unserer Gesellschaft vor allem im Osten Deutschlands und in den Ballungszentren.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Verteilungsgerechtigkeit ist Gebot der Stunde<\/strong><br>\n&ldquo;Die steigenden Kosten bei der Sozialhilfe sind Ausdruck einer sozialen Schieflage. Die Antwort darauf kann nur das Ende der Umverteilung von unten nach oben und ein Mehr an Verteilungsgerechtigkeit sein.&rdquo; Das erkl&auml;rte der Pr&auml;sident der Volkssolidarit&auml;t, Prof. Dr. Gunnar Winkler, am Montag in Berlin zur Meldung des Statistischen Bundesamtes, dass die Sozialhilfeausgaben 2007 gegen&uuml;ber dem Vorjahr um 3,9 Prozent gestiegen sind. Der Verbandspr&auml;sident wandte sich in dem Zusammenhang dagegen, die Ursache allein in der demographischen Entwicklung zu suchen und zu sehen. Nicht diese belaste die Sozialkassen, sondern die immer noch hohe Massenarbeitslosigkeit, Niedrigl&ouml;hne, prek&auml;re Besch&auml;ftigung und sinkende Realeinkommen. &ldquo;Dazu geh&ouml;ren der als &lsquo;Reform&rsquo; bezeichnete fortgesetzte Sozialbbau und die anhaltende Umverteilung von unten nach oben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/Presse+_+Medien\/Presse+aktuell\/Verteilungsgerechtigkeit+ist+Gebot+der+Stunde.html\">Volkssolidarit&auml;t<\/a><\/p><\/li>\n<p><em><strong>Projekt Fahrgastbetreuer in Bonn praktisch am Ende<\/strong><br>\nNur noch 43 Ein-Euro-Jobber tun Dienst in Stadtbahnen &ndash; Arge f&auml;hrt Vermittlung der Langzeitarbeitslosen zur&uuml;ck, weil zu wenige Mitarbeiter in feste Jobs &uuml;bernommen wurden. In der Tat wurden von insgesamt 390 Personen, die das in der Regel sechsmonatige Fahrgastbetreuer-Programm durchlaufen haben, nur 18 &uuml;bernommen &ndash; das entspricht einer Quote von knapp f&uuml;nf Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.general-anzeiger-bonn.de\/index.php?k=loka&amp;itemid=10490&amp;detailid=481974\">Bonner General-Anzeiger<\/a><\/em><\/p>\n<li><strong>Zahl der offenen Stellen geht leicht zur&uuml;ck<\/strong><br>\nIm zweiten Quartal 2008 gab es 1,13 Millionen offene Stellen, berichtet das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das sind 15.000 weniger als im Vorquartal I\/2008 und rund 100.000 weniger als im Vorjahresquartal II\/2007. Trotz dieses R&uuml;ckgangs befinde sich die aktuelle Arbeitskr&auml;ftenachfrage noch auf einem hohen Niveau, so das IAB.<br>\nSiehe auch die Tabelle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/grauepap\/2008\/os0802.pdf\">IAB [PDF &ndash; 48 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Gro&szlig;handelspreise Juli 2008: + 9,9% zum Juli 2007<\/strong><br>\nDer Index der Gro&szlig;handelsverkaufspreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juli 2008 um 9,9% &uuml;ber dem Vorjahresstand. Dies war die h&ouml;chste Jahresteuerungsrate seit November 1981 (+ 10,0%). Im Juni 2008 und im Mai 2008 hatte die Jahresver&auml;nderungsrate + 8,9% beziehungsweise + 8,1% betragen. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Gro&szlig;handelspreisindex im Juli 2008 um 1,4%. Preiserh&ouml;hungen gegen&uuml;ber Juli 2007 waren insbesondere im Gro&szlig;handel mit festen Brennstoffen und Mineral&ouml;lerzeugnissen (+ 30,8%) zu beobachten. Getreide, Saaten und Futtermittel verteuerten sich im Juli 2008 im Vorjahresvergleich um 18,2%. Auch bei Obst, Gem&uuml;se und Kartoffeln waren gegen&uuml;ber Juli 2007 Preissteigerungen zu beobachten (+ 13,3%). Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speise&ouml;le und Nahrungsfette waren um 13,2% teurer als im Vorjahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/08\/PD08__287__61281,templateId=renderPrint.psml\">Destatis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die drastischen Preissteigerungen bei Energie und Nahrungsmitteln sind gewiss nicht einer &uuml;berhitzten Binnennahfrage geschuldet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arbeitgeber zur Metalltarifrunde: &bdquo;Aus dem Abschwung wird dann ein Absturz&ldquo;<\/strong><br>\nKurz vor der Metall-Tarifrunde warnt Arbeitgeberpr&auml;sident Martin Kannegiesser die Gewerkschaft vor zu hohen Forderungen. Im Gespr&auml;ch mit dem Tagesspiegel erz&auml;hlt er, warum der Abschwung der Weltwirtschaft auch Auswirkungen auf die deutsche Metallindustrie hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/;art271,2590332%20\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Schwarzmalerei, darf man getrost als das &uuml;bliche Tamtam der Arbeitgeberseite abheften. <\/em><\/p>\n<p>Interessanter sind etwa folgende Aussagen: <\/p>\n<blockquote><p>Unsere Lohnst&uuml;ckkosten haben wir in den vergangenen Jahren besser als andere unter Kontrolle gehabt. Wir arbeiten flexibler als manche andere, die von flexiblen Arbeitszeitkonten noch nie etwas geh&ouml;rt haben. Und wir haben einen modernisierten Fl&auml;chentarif mit dem Dreiklang aus verbindlichen Regeln f&uuml;r alle, betrieblichen &Ouml;ffnungsklauseln und Erg&auml;nzungstarifen. Andere L&auml;nder haben Regelungssysteme und Arbeitsbeziehungen, die f&uuml;r eine vernetzte Industrie weniger effektiv sind.<\/p><\/blockquote>\n<p>Oder:<\/p>\n<blockquote><p>Bei den reinen Arbeitskosten sind wir die teuersten. Von der Produktivit&auml;t her sind wir aber immer noch so viel besser als die anderen, dass wir bei den Lohnst&uuml;ckkosten unsere Position relativ verbessert haben.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Solche Eingest&auml;ndnisse sind von Arbeitgeberseite selten zu h&ouml;ren.<\/p><\/li>\n<li><strong>In den meisten EU-L&auml;ndern mit Atomkraftwerken gibt es kaum eine nennenswerte Haftung bei Unf&auml;llen<\/strong><br>\nAtomkraftwerke lohnen sich vor allem f&uuml;r die Betreiber. In den meisten europ&auml;ischen L&auml;ndern gibt es nicht einmal eine nennenswerte Haftung f&uuml;r gro&szlig;e Ungl&uuml;cksf&auml;lle. Dabei verursacht die radioaktive Umweltverschmutzung durch zivile Atomenergie und durch Atomwaffenprogramme weltweit zahlreiche Krankheits- und Todesf&auml;lle, vor allem durch Krebs.\n<p>Auch die Haftung bei Atomunf&auml;llen ist in Europa alles andere als zufriedenstellend geregelt. Sie reicht von unbegrenzt &ndash; in &Ouml;sterreich und Deutschland, &uuml;ber 700 Mio. Euro in Spanien bis zu lediglich rund 3,3 Mio. Euro in Litauen. Aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen zu den St&ouml;rf&auml;llen im slowenischen Atomkraftwerk Krsko sowie im Atomkraftwerk Philippsburg (Baden-W&uuml;rttemberg) geht hervor, dass, die Atombetreiber in Belgien, Lettland, Rum&auml;nien und Schweden lediglich mit 330 Millionen Euro haften. <\/p>\n<p>Dabei sind auch schwedische AKW keineswegs besonders sicher. Zuletzt war es am 26. Juli 2006 im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark beinahe zur Kernschmelze gekommen. In den Niederlanden bel&auml;uft sie sich die Haftungssumme auf 313 Millionen Euro, in Tschechien auf rund 250 Millionen Euro, in Finnland auf 194 Millionen Euro. In Gro&szlig;britannien, wo &uuml;ber 40 Jahre alte und somit weltweit die &auml;ltesten Reaktoren betrieben werden, betr&auml;gt die Haftungsobergrenze wie auch in Polen und Slowenien etwa 165 Millionen Euro. In Ungarn etwa 100 Millionen Euro. In Frankreich betr&auml;gt sie rund 84 Millionen Euro, in der Slowakei etwa 82,5 Millionen Euro, in D&auml;nemark rund 66 Millionen Euro und in Bulgarien 16,5 Millionen Euro, in Italien 5,5 Millionen Euro und in die Litauen bel&auml;uft sie sich lediglich auf 3,3 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/28\/28486\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Schauen Sie mal in ihre KfZ-Versicherung. Bei mir jedenfalls sind in der Kasko-Versicherung Sch&auml;den durch Kernenergie nicht versichert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gr&uuml;ne sehen Fernverkehrsnetz der Bahn bedroht<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen im Bundestag sehen das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn in Gefahr. Das Unternehmen werde das Angebot im Fernverkehr Schritt f&uuml;r Schritt ausd&uuml;nnen, wie dies zuletzt beim Fahrplanwechsel im Juni wieder geschehen sei. Der Bahn-Eigent&uuml;mer Bund m&uuml;sse dem entgegensteuern, forderte der Gr&uuml;nen-Verkehrsexperte Winfried Hermann am Montag in Berlin.\n<p>Hermann bezog sich auf ein Interview mit Bahn-Vorstandsmitglied Otto Wiesheu. Darin hatte Wiesheu die Nachfrage als entscheidendes Kriterium f&uuml;r den Betrieb einer Fernverkehrsstrecke genannt. &ldquo;Es kommt doch darauf an, wie viele Leute in einen Zug einsteigen. Wenn er ausgelastet ist, wird er gefahren. Wenn die Verbindung durch die Kunden nicht angenommen wird, wird man den Zug auf Dauer nicht fahren k&ouml;nnen&rdquo;, hatte Wiesheu der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo; gesagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1455412&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart%20\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche Post richtet Packstationen bei Aldi ein<\/strong><br>\nDie Deutsche Post AG kooperiert bei ihrem Ausbau von Packstationen jetzt mit dem Discounter Aldi. Schon in den kommenden Wochen und Monaten sollen mehrere Hundert der rund um die Uhr zug&auml;nglichen Selbstbedienungsstationen an ausgesuchten Aldi-Standorten installiert werden, sagte der Sprecher der Pakettocher DHL, Claus Korfmacher. DHL hoffe durch die attraktiven Standorte des Discounters auf eine gr&ouml;&szlig;ere Akzeptanz des Konzepts. Bis Ende 2009 sollen zu den derzeit 1000 Selbstbedienungsstationen rund 1500 hinzu kommen, sagte Post-Sprecher Uwe Bensien. An ihnen k&ouml;nnen Kunden Pakete verschicken oder nach vorheriger Anmeldung abholen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/arti2309229\/Deutsche_Post_richtet_Packstationen_bei_Aldi_ein.html?print=yes\">Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Wehrpflicht kostet Wirtschaftswachstum<\/strong><br>\nL&auml;nder mit Wehrpflicht und Zivildienst haben eine niedrigere Wirtschaftsleistung und ein niedrigeres Wachstum als L&auml;nder mit einer Freiwilligenarmee und professionellen Sozialdiensten. J&auml;hrlich kostet die Wehrpflicht eine entwickelte Volkswirtschaft einen viertel Prozentpunkt Wirtschaftswachstum. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forschergruppe, die die Daten von 21 OECD-L&auml;ndern mit und ohne Pflichtdienst von 1960 bis 2000 empirisch untersucht hat. Bezogen auf das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2007 w&auml;ren dies sechs Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/;art771,2590930?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die &Ouml;konomisierung  unserer Gesellschaft ist weit fortgeschritten, wenn eine Untersuchung zu den Kosten der Wehrpflicht gegen&uuml;ber den Kosten einer Berufsarmee ohne den geringsten Hinweis auf die politische Dimension referiert wird. Im Gegenteil, es wird ein weiterer &Ouml;konom. Klaus Zimmermann, Chef des DIW, hinzugezogen. Aus &ouml;konomischer Sicht sei die Berufsarmee einer Wehrpflichtarmee vorzuziehen, denn: &bdquo;Sie ist volkswirtschaftlich kosteng&uuml;nstiger und ordnungspolitisch sinnvoller.&ldquo; <\/em><\/p>\n<p>In dem diesen Berechnungen zugrunde liegende Konzept der Opportunit&auml;tskosten  werden die Kosten der Dienstleistenden nicht einfach durch die Personalkosten definiert, sondern der Ausfall an Kaufkraft, Steuern und Sozialabgaben hinzugerechnet, welche die jungen M&auml;nner alternativ im zivilen Erwerbsleben  erbringen w&uuml;rden. &ndash; Nur,  dieses Spielchen  &ldquo;Was w&auml;re, wenn&rdquo;- l&auml;&szlig;t sich erweitern. <\/p>\n<p>Legen wir uns z.B die Frage vor: Was w&auml;re gewesen, wenn vor dem 2. Irakkrieg in den USA eine Allgemeine Wehrpflicht  bestanden h&auml;tte?  H&auml;tten die Herren Senatoren  und Kongressabgeordneten  ihre S&ouml;hne so locker gen Irak geschickt? W&auml;ren die Studenten, denen Wehrdienst drohte, und deren Eltern so still geblieben?  Joseph Stiglitz  sch&auml;tzt die Kosten des Irakkriegs  auf 3000 Mrd. $ allein f&uuml;r USA , zuz&uuml;glich weiterer 3000 Mrd. $ f&uuml;r die &uuml;brige Welt- nicht gerechnet das unerme&szlig;liche Leid, das &uuml;ber die Menschen im Irak gekommen ist. <\/p>\n<p>Heute sind die Verh&auml;ltnisse in den USA so, dass drei Viertel der im Irak Gefallenen aus Orten mit unterdurchschnittlichem Pro-Kopf-Einkommen stammen. Arbeiter, Kinder von Arbeitern, Unterbesch&auml;ftigte und Arbeitslose bilden das R&uuml;ckgrat der modernen Berufsarmee. Die wirtschaftlich Not hebt jeden kritischen Gedanken auf. &ndash; So nebenbei, Richard Nixon hat auf Anraten eines Fachkollegen von Zimmermann 1973 die Wehrpflicht in den USA abgeschafft. Ob Milton Friedman  bedacht hat, dass sich so Kriege leichter f&uuml;hren lassen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Stephan Leibfried: Der Staat als Untertanenfabrik? Ach wo!<\/strong><br>\nOhne starken Staat, &hellip;, ist Liberalismus gar nicht denkbar. Ohne ihn gibt es keinen Rechtsstaat, keine Marktwirtschaft, keine Demokratie und keinen Sozialstaat. Der Sieg des Liberalismus, der nur durch den Staat m&ouml;glich wurde, hat in den vergangenen 30 Jahren selbst das Staatsfundament unterh&ouml;hlt. Nicht der Staat untergr&auml;bt den Liberalismus, sondern der Liberalismus untergr&auml;bt die eigenen Erfolgsbedingungen.\n<p>Der Ordoliberalismus, dem wir bis heute in der Bundesrepublik ein Gutteil des Wirtschaftswunders zuschreiben, ist ohne zugreifenden Staat nicht zu denken. Wer also heute noch mehr Markt und weniger Staat fordert, hat diese Geschichte nicht verstanden. Ohne starken Staat gibt es gar keinen Markt. Ohne Staat gibt es keine Demokratie, jedenfalls nicht in der Fl&auml;che. Und ohne Staat gibt es kaum Rechtssicherheit oder Wohlfahrt. Seit den 1980er Jahren setzt die Globalisierung den klassischen nationalen demokratischen Rechts- und Interventionsstaat unter Druck. Globalisierung ist, zugespitzt, zu einem wesentlichen Teil Selbsttransformation der Staatenwelt. Weltweite Liberalisierung und Privatisierung beruhen auf politischen Entscheidungen. Dementsprechend sind ihre Auswirkungen politische (&hellip;)<\/p>\n<p>Wer noch mehr Liberalisierung und Privatisierung will, muss erkl&auml;ren, wie er diese zus&auml;tzliche Freiheit noch sichern will. Auch ein globalisierter, freier Markt bedarf wenn er Markt bleiben und nicht zum Schlachtfeld werden soll der Rechtsdurchsetzung und wohlfahrtlichen Abfederung. Solche Zwangsmittel m&uuml;ssen heute demokratisch legitimiert sein. Demokratie aber muss erst organisiert, zum politisch Selbstverst&auml;ndlichen werden. Als &raquo;Container&laquo;-Nationalstaat ist der Staat l&auml;ngst Auslaufmodell. Als zentraler Teil der neuen Topografie des Politischen, wie ich sie genannt habe, eben der vielf&auml;ltigen funktional organisierten Systeme von Mehrebenenregieren, geh&ouml;rt ihm aber jede Zukunft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2007\/21\/Untertanenfabrik_Ach_wo?page=all\">Die Zeit<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>ARD-Sommerinterview mit Lafontaine<\/strong><br>\nDas ist eine demagogische Verf&auml;lschung, wirft der v&ouml;llig au&szlig;er Fassung geratener Joachim Wagner Lafontaine vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video360818.html\">ARD Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist uns wirklich peinlich st&auml;ndig darauf hinweisen zu m&uuml;ssen, mit welchen plumpen Mitteln viele Journalisten ihren Auftrag darin sehen, Lafontaine zu &bdquo;demaskieren&ldquo;. Noch peinlicher w&auml;re es f&uuml;r uns allerdings, wenn wir verschweigen w&uuml;rden, welches erb&auml;rmliche Handwerk unsere Berliner &bdquo;Star&ldquo;-Journalisten wie Joachim Wagner abliefern, wenn sie Lafontaine zu stellen versuchen. Wagner hatte offenbar in seiner Verbissenheit in diesem Interview teilweise eine totale Denk- oder besser Rechenblockade. Er war vor lauter &bdquo;investigativem&ldquo; Journalismus nicht mehr in der Lage Lafontaines Argumentation zu folgen, geschweige denn, dass er in der Sache dagegenhalten konnte.<\/em><\/p>\n<p>Als er selbst von Lafontaine in die Ecke gedr&auml;ngt wurde, konnte er sich nur noch mit der Ausflucht helfen, dass er ja mit seiner Meinung nicht alleine sei.<br>\nSehen Sie sich dieses Interview einmal in Ruhe an und vergleichen es mit den geradezu devoten Sommerinterviews mit den Spitzenpolitikern anderer Parteien. Es ist ein Lehrst&uuml;ck f&uuml;r verloren gegangene Unabh&auml;ngigkeit des Journalismus und der Parteinahme f&uuml;r die derzeit herrschende politische Linie.<\/p>\n<p><em><strong>Kommentar eines Lesers der NachDenkSeiten:<\/strong><br>\nIch habe es mir jetzt mehrmals angeguckt und es ist wahrlich kaum zu glauben. Wagner und Deppendorf haben sich offensichtlich zum Ziel genommen, den &ldquo;Populisten zu demaskieren&rdquo; (oder so). Aber die Art und Weise wie sie sich dabei entstellen ist schlichtweg peinlich. Beim Thema Rente m&ouml;chten die beiden erkl&auml;rt kriegen, woher die 50 Milliarden f&uuml;r das Rentensystem kommen sollen. Lafontaine nennt die geforderte Beitragserh&ouml;hung und rechnet es den beiden sogar vor. Das kapiert Wagner offensichtlich nicht und schimpft, dass diese (!) 50 Milliarden bei Lafontaine wohl f&uuml;r alles herhalten sollen (Bildung, Arbeitsmarkt,&hellip;). Dabei hatte Lafontaine noch zuvor erkl&auml;rt wie man durch Ver&auml;nderung der Steuern (!) die ben&ouml;tigten Gelder sammelt.<\/em><\/p>\n<p>Den Tiefpunkt erreicht Wagner beim Thema Afghanistan. Lafontaine sagt, dass es keinen UNO-Beschluss gibt, dort Zivilisten zu ermorden. Daraufhin ruft Wagner emp&ouml;rt: &ldquo;Das ist eine demagogische Verf&auml;lschung! Das ist eine absolut demagogische Verf&auml;lschung!&rdquo; Mich wundert, wie besonnen Lafontaine reagiert und wie er das jeden Tag aush&auml;lt&hellip; Eine Minute sp&auml;ter dann der verr&auml;terische Abschluss. Wagner spricht vom Vorwurf des Populismus&rsquo; gegen&uuml;ber Lafontaine. Daraufhin sagt dieser &ldquo;Ja, Sie!&rdquo; und zeigt auf Wagner. Man muss sich nun auf der Zunge zergehen lassen, was Wagner daraufhin als Quasi-Rechtfertigung (lachend!) antwortet: &ldquo;Wir sind ja nicht alleine!&rdquo; Stimmt, das sind die beiden in der Tat nicht.<\/p>\n<p><em>Erg&auml;nzung AM:<\/em><\/p>\n<p>Das Interview sagt mehr &uuml;ber den j&auml;mmerlichen Zustand der deutschen Top-Journalisten als &uuml;ber Oskar Lafontaine. Sie sind voll gepumpt mit Vorurteilen bzw. eingespannt in Meinungsmache-Kampagnen: Populist, unseri&ouml;se Finanzierung der Vorhaben, Demagoge, usw. Interessant fand ich auch die Mischung aus Emp&ouml;rung und Fassungslosigkeit, wenn ein Politiker klar und im guten Sinn des Wortes radikal spricht und nicht zur&uuml;ckweicht. Z.B: Bush ein Terrorist, und das begr&uuml;ndet dieser Saarl&auml;nder auch noch. Da  kippt der renommierte Journalist sichtbar aus den Latschen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Bertelsmann Stiftung: Deutsche Bev&ouml;lkerung bef&uuml;rwortet weitere Reformen im Bildungssystem<\/strong><br>\n<strong>Umbau des dreigliedrigen Schulsystems &ndash; Ausbau der Ganztagsschulen &ndash; Bessere Integration <\/strong><br>\nFast die H&auml;lfte der Deutschen h&auml;lt das aktuelle Bildungssystem f&uuml;r ungerecht (45 Prozent der Befragten insgesamt; 48 Prozent der Eltern). In Ostdeutschland sagen sogar 60 Prozent der Befragten, dass sie das Bildungssystem f&uuml;r nicht gerecht halten. Besonders skeptisch &auml;u&szlig;ern sich die Menschen in Deutschland zur Chancengleichheit: Drei Viertel der Bev&ouml;lkerung und sogar 86 Prozent der Eltern sind der Ansicht, dass Jugendliche aus allen Schichten beziehungsweise aus allen Kulturkreisen nicht die gleichen beruflichen Chancen haben.\n<p>Die Mehrheit der Befragten und fast 60 Prozent der Eltern meinen, dass alle Kinder eher faire Chancen h&auml;tten, wenn sie m&ouml;glichst lange gemeinsam unterrichtet w&uuml;rden. Hierbei zeigen sich kaum Unterschiede zwischen den Eltern der verschiedenen weiterf&uuml;hrenden Schulformen. Die Befragten sind mehrheitlich f&uuml;r eine sp&auml;tere Aufteilung der Kinder auf unterschiedliche Schulformen, das hei&szlig;t nach Klasse 6 oder nach Klasse 9. Weniger als ein Drittel der Befragten &ndash; in Ostdeutschland sogar nur jeder F&uuml;nfte &ndash; h&auml;lt die jetzige Aufteilung nach Klasse 4 f&uuml;r gut.<\/p>\n<p>Drei Viertel der Bev&ouml;lkerung (78 Prozent) und der Eltern (75 Prozent) pl&auml;dieren daf&uuml;r, dass das System der Ganztagsschulen ausgebaut werden soll. Von den Eltern der Gesamtsch&uuml;ler sind sogar 85 Prozent der Meinung, dass es mehr Ganztagsschulen geben soll, wie es die Gesamtschulen in der Regel bereits schon sind.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-0A000F0A-3F18EEE7\/bst\/hs.xsl\/nachrichten_89123.htm\">Bertelsmann Stiftung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xbcr\/SID-0A000F0A-3F18EEE7\/bst\/xcms_bst_dms_25183_25184_2.pdf\">Ergebnisse einer repr&auml;sentativen Befragung [PDF &ndash; 327 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vielleicht sollte die Bertelsmann Stiftung aus dieser Befragung auch f&uuml;r sich selbst und ihre bildungspolitischen Vorstellungen Konsequenzen ziehen. Wettbewerb und Konkurrenz als das beste und effizienteste <a href=\"?p=1866\">Steuerungsinstrument auch f&uuml;r die Schulen<\/a> bilden ja die Grundphilosophie der Stiftung. Dazu passt gar nicht, dass die Befragten ein Bildungssystem fordern, das sozial gerechter ist, mehr Chancengleichheit schafft, l&auml;ngeres gemeinsames lernen anbietet, mehr individuelle F&ouml;rderung f&uuml;r sozial Schwache leistet und Schulen in benachteiligten Stadtviertel gegen&uuml;ber anderen Schulen besser ausstattet.<\/em><\/p>\n<p>Solche bildungspolitischen Ziele lassen sich mit der ansonsten von Bertelsmann angestrebten <a href=\"?p=3036\">&Ouml;konomisierung von Bildung und Privatisierung von Bildungspolitik<\/a> wohl kaum erreichen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit<\/strong><br>\nDie Berichterstattung der deutschen Medien &uuml;ber den Krieg im Kaukasus ist h&ouml;chst ambivalent. Einerseits beherrschen vor allem die Nachrichtenagenturen ihr Handwerk und versehen Meldungen stets mit dem Quellhinweis.\n<p>W&auml;hrend die subalternen Journalisten ihre Arbeit recht ordentlich machen, versagen allerdings die namenhaften Alpha-Journalisten in ihren Kommentaren auf ganzer Linie. Vor allem Meldungen aus georgischen Milit&auml;r- und Regierungskreisen werden von ihnen gerne als Tatsachenbehauptungen eingestreut &ndash; kein Konjunktiv, keine Quellangabe, keine Glaubw&uuml;rdigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/\">Spiegelfechter<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kampagne und &ouml;ffentliche Intervention f&uuml;r einen Arbeitsbegriff jenseits von &Uuml;berarbeitung und Mangel<\/strong><br>\nDie Neue Gesellschaft f&uuml;r Bildende Kunst in Berlin will zusammen mit rund 50 AktivistInnen, Initiativen, K&uuml;nstlerInnen, TheoretikerInnen und MultiplikatorInnen aus der ganzen Welt eine Kampagne f&uuml;r ein zeitgem&auml;&szlig;es Konzept von Arbeiten und T&auml;tigsein starten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/zope2.in-berlin.de\/wsb\/unvermittelt\/presse\/Pressetext_Kampagne.pdf\">unvermittelt [PDF &ndash; 244 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wir haben zwar etwa zum bedingungslosen Grundeinkommen eine kritische Haltung, doch das Thema Arbeit jenseits von &Uuml;berarbeitung und Mangel zu einem &ouml;ffentlichen Thema zu machen, halten wir f&uuml;r unterst&uuml;tzenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Zu guter letzt:<\/strong>\n<p><strong>Reklame von AWD mit Slogan &bdquo;Mehr netto&ldquo;<\/strong><br>\nGestern abend ist mir beim Fu&szlig;ballspiel Rot-Wei&szlig; Erfurt gegen Bayern M&uuml;nchen die Werbung des sog. &ldquo;Finanzdienstleisters&rdquo; AWD sehr unangenehm aufgefallen. Dort war auf den Banden neben dem Logo der AWD der Slogan &ldquo;mehr netto&rdquo; zu lesen, der uns von der CDU\/CSU, der FDP und den neoliberalen Medien in letzter Zeit unter die Nase gerieben wurde, um auf die &ldquo;unertr&auml;gliche&rdquo; Steuerlast hinzuweisen. <\/p>\n<p>Jetzt hat der &ldquo;unabh&auml;ngige Finanzdienstleister&rdquo; AWD, der &uuml;ber die Riesterrente vom Sozialabbau profitiert, einfach diesen Slogan &uuml;bernommen. Da kann sich die Wirtschaft ihre Werbeagentur sparen, wenn sie einfach ihre Werbemarionetten a la Westerwelle in die Politik schickt, um ihre Interessen zu vertreten und ihre Botschaften zu platzieren. Macht die Zeitarbeitsfirma ADECCO demn&auml;chst Werbung mit dem Spruch &ldquo;Sozial ist, was Arbeit schafft&rdquo; (egal zu welchem Preis).<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Staatliche Eingriffe ins Streikrecht?<\/li>\n<li>Sozialhilfeausgaben steigen<\/li>\n<li>Zahl der offenen Stellen geht zur&uuml;ck<\/li>\n<li>Gro&szlig;handelspreise steigen um 9,9 Prozent<\/li>\n<li>Arbeitgeber zur Metall-Tarifrunde<\/li>\n<li>Haftung bei Atomkraft-Unf&auml;llen<\/li>\n<li>Ausd&uuml;nnung des Bahnverkehrsnetzes<\/li>\n<li>Der ALDI von der Post<\/li>\n<li>Wehrpflicht kostet Wirtschaftswachstum<\/li>\n<li>Ohne starken Staat ist Liberalismus nicht denkbar<\/li>\n<li>Bei Lafontaine verlieren Journalisten die Fassung<\/li>\n<li>&Uuml;berraschende Befunde<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3395\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3395","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3395","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3395"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3395\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3395"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3395"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3395"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}