{"id":33954,"date":"2016-06-24T16:42:07","date_gmt":"2016-06-24T14:42:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33954"},"modified":"2016-06-24T16:42:07","modified_gmt":"2016-06-24T14:42:07","slug":"hinweise-des-tages-ii-253","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33954","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33954#h01\">&ldquo;Erbschaftssteuerreform ist eine Kapitulation vor der Macht steinreicher Firmenerben&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33954#h02\">Brexit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33954#h03\">IMK: Nach Referendum m&uuml;ssen Euro-Staaten mit Investitionsprogramm Zeichen der Handlungsf&auml;higkeit setzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33954#h04\">Ordoliberalismus: Der lange Schatten des Walter Eucken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33954#h05\">&Ouml;konomisches Denken, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33954#h06\">Verheerende Bilanz f&uuml;r Mindestlohnausnahmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33954#h07\">Keine dauerhaften L&ouml;sungen f&uuml;r weltweit 65 Millionen Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33954#h08\">Kein Geld f&uuml;r die Flucht nach Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33954#h09\">Frischer Wind bei der OECD? &ndash; Eher ein laues L&uuml;ftchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33954#h10\">Flotte unter Billigflagge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33954#h11\">BSI-Vizepr&auml;sident widerspricht Maa&szlig;ens Verschw&ouml;rungstheorien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33954#h12\">Eine Beh&ouml;rde gegen das &ldquo;going dark&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33954#h13\">So ein einfaches Spiel!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33954#h14\">Frauke Petry (AfD) &uuml;ber andere Themen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33954#h15\">Meinst du, die Russen wollen Krieg?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Erbschaftssteuerreform ist eine Kapitulation vor der Macht steinreicher Firmenerben&rdquo;<\/strong><br>\nIch finde es ungeheuerlich, dass Sie ein derart grundlegendes und m&ouml;glicherweise erneut verfassungswidriges Gesetz im Eilverfahren und noch dazu heute im Schatten einer solchen Abstimmung wie der in Gro&szlig;britannien durchpeitschen wollen. Insgesamt 300 bis 400 Milliarden Euro, und zwar &uuml;berwiegend Gro&szlig;verm&ouml;gen jenseits der Milliardenschwelle, werden Jahr f&uuml;r Jahr von einer Generation zur n&auml;chsten weitergereicht. &Uuml;ber 90 Prozent des Betriebsverm&ouml;gens in Deutschland befindet sich in den H&auml;nden der reichsten 10 Prozent aller Familien. Trotzdem haben Sie die Erbschaftsteuer zu einer Bagatellsteuer verkommen lassen, die weniger als 1 Prozent zum gesamten Steueraufkommen beitr&auml;gt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/reden\/erbschaftssteuer-kapitulation-macht-steinreicher-firmenerben\/\">Sahra Wagenknecht im Bundestag<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=U9ydCKkEiYs&amp;index=16&amp;list=PLG4aoPhmPo8VJgG2K1XoJx1178wqPMhmV\">YouTube<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Brexit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Britannien verl&auml;sst die EU<\/strong><br>\nDie W&auml;hlerinnen und W&auml;hler im Vereinigten K&ouml;nigreich von Gro&szlig;britannien und Nordirland haben eine historische Entscheidung getroffen: Erstmals verl&auml;sst ein Land die Europ&auml;ische Union. 52% haben sich f&uuml;r den Austritt ausgesprochen, 48% votierten f&uuml;r den Verbleib in der EU. Die Wahlbeteiligung lag bei 72%. Damit hat eine deutlichere Mehrheit der Briten den Brexit gew&auml;hlt, als vor allem au&szlig;erhalb der britischen Inseln erwartet worden war.<br>\nNoch bevor die Ergebnisse ausgez&auml;hlt waren, setzten an den Devisenm&auml;rkten in der Nacht Turbulenzen ein. Sie sind der Vorbote einer l&auml;ngeren Phase der Unsicherheit, die nicht nur die internationalen Finanzm&auml;rkte pr&auml;gen, sondern auch den Verlauf der Realwirtschaft global beeinflussen wird. Der Panik an den Finanzm&auml;rkten folgte die Hektik der politischen Eliten auf europ&auml;ischer Ebene und in den europ&auml;ischen Kernl&auml;ndern.<br>\nEinen Austritt Gro&szlig;britanniens aus der Europ&auml;ischen Union wird es nicht zum Null-Tarif geben. Die Politiker, die gegen einen Austritt waren, hatten gest&uuml;tzt auf viele Studien die These vertreten: Die &ouml;konomischen Folgen w&auml;ren f&uuml;r die EU-27 weniger gravierend als f&uuml;r Gro&szlig;britannien selbst. Nach einem Brexit m&uuml;ssen vermutlich die Steuern angehoben werden. (&hellip;)<br>\nEs gibt zu Recht gro&szlig;e Skepsis, ob die &uuml;berwiegend von konservativen Parteien dominierten europ&auml;ischen Regierungen wirklich einen Kurswechsel in Angriff nehmen, mit dem tats&auml;chlich die Korrektur der Fehlentwicklungen einer langen Austerit&auml;tspolitik eingeleitet wird. Aber ohne einen Kurswechsel in der europ&auml;ischen Politik werden sich weder die wachsenden sozio&ouml;konomischen Divergenzen unter den Mitgliedsl&auml;ndern noch das breite politische Mistrauen in ein von den Eliten gepr&auml;gtes Europaprojekt abbauen und aufl&ouml;sen lassen.<br>\nDie auf Austerit&auml;t ausgerichtete Wirtschafts- und Sozialpolitik der Mehrheit der b&uuml;rgerlichen und sozialdemokratischen Regierungen und Politiker muss durch eine proeurop&auml;ische Politik der linken Kr&auml;fte unter Druck gesetzt werden. Daher ist es unverzichtbar, dass auch die Linke ihre Reformvorstellungen f&uuml;r ein soziales und demokratisches Europa weiterhin massiv in die Debatte einbringt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/brexit-britannien-verlaesst-die-eu\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><strong>Keine Katastrophe, eine Chance<\/strong><br>\nNun ist eingetreten, woran die Europ&auml;ische Union nicht einmal im Traum denken wollte: Ein gro&szlig;es Mitgliedsland hat f&uuml;r den EU-Austritt gestimmt, die an Erweiterung gewohnte Union muss &uuml;ber Nacht das Schrumpfen lernen. Bricht jetzt die EU zusammen? Ist der Brexit eine Katastrophe f&uuml;r Deutschland und Europa?<br>\nNein, eine Katastrophe ist dieses Ergebnis nur f&uuml;r jene, die sich an den Status quo klammern, f&uuml;r die Fans eines neoliberalen, vom deutschen Merkantilismus dominierten Europa. F&uuml;r alle anderen, und davon gibt es viele, ist der Brexit eine Chance, einen Neustart in eine bessere EU zu wagen. Doch sie sind schlecht vorbereitet, die Anh&auml;nger eines sozialen und demokratischen Europa. Sie haben sich vom britischen Noch-Premier David Cameron einsch&uuml;chtern lassen, der die Europ&auml;er zum Schweigen aufgefordert hatte. Das r&auml;cht sich nun. Es gibt keinen Plan B &ndash; weder im Guten noch im Schlechten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Folgen-des-Brexit-fuer-die-EU\/!5316350\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch Jens Bergers <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33943\">Jedem Ende wohnt ein Anfang inne &ndash; der Brexit als (vielleicht letzte) Chance f&uuml;r Europa<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33812\">Der Brexit und die Angst der Transatlantiker<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der erste Austritt<\/strong><br>\nDas gestrige Votum der britischen Bev&ouml;lkerung f&uuml;r den EU-Austritt ihres Landes ersch&uuml;ttert die EU und die Pl&auml;ne Berlins, den Staatenbund f&uuml;r die eigene Weltmachtpolitik zu nutzen. Laut aktuellem Stand haben sich bei einer Wahlbeteiligung von 72 Prozent ann&auml;hernd 52 Prozent der britischen W&auml;hler f&uuml;r den Abschied aus dem B&uuml;ndnis ausgesprochen. Das Votum wiegt f&uuml;r Berlin nicht nur deshalb schwer, weil nun die zweitgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft nach Deutschland und eine herausragende milit&auml;rische Macht die EU verl&auml;sst und damit f&uuml;r eine &uuml;ber das europ&auml;ische B&uuml;ndnis operierende Weltpolitik nicht mehr zur Verf&uuml;gung steht. Dar&uuml;ber hinaus droht eine Kettenreaktion: Auch in anderen EU-Staaten wird die Forderung nach einem Referendum laut; die zunehmende Unbeliebtheit der EU in einer ganzen Reihe von Mitgliedsl&auml;ndern st&auml;rkt zentrifugale Kr&auml;fte. Die schwedische Au&szlig;enministerin warnt explizit vor einem &ldquo;Spill-over-Effekt&rdquo;, der zum Beispiel zu einem schwedischen EU-Austritt f&uuml;hren k&ouml;nnte. In deutschen Medien wird die Forderung laut, das Referendum zu ignorieren und das britische Parlament f&uuml;r den Verbleib in der EU votieren zu lassen. Berlin leitet inzwischen erste Schritte ein, seine nationalen Positionen zu st&auml;rken &ndash; unabh&auml;ngig von der EU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59396\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: How Britain Voted in the E.U. Referendum<\/strong><br>\nBritons voted on Thursday to leave the European Union. The Leave side led with 17.4 million votes, or 52 percent, versus the Remain side&rsquo;s 16.1 million, or 48 percent, with a turnout of around 72 percent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/interactive\/2016\/06\/24\/world\/europe\/how-britain-voted-brexit-referendum.html\">New York Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Good bye England! Guten Morgen Deutschland<\/strong><br>\nVon allen &ouml;ffentlichen Lippen tropft, nach dem Brexit, eine neue Europ&auml;ische Union: Jetzt m&uuml;sse sie aber sozialer werden, jetzt m&uuml;sse man aber den kleinen Leuten mal den Sinn der EU erkl&auml;ren, jetzt m&uuml;ssen man aber mal die EU besser machen. Besser f&uuml;r wen? F&uuml;r die Griechen, die von der EU in Hunger und Selbstmord getrieben wurden? F&uuml;r die Spanier oder Portugiesen, deren Jugend ohne Zukunft ist? F&uuml;r die Balten, die in Massen ihre L&auml;nder verlassen und vor dem neoliberalen W&uuml;rgegriffe in andere L&auml;nder fliehen? F&uuml;r die Deutschen, denen aus dem Thatcher-Blair-England die Agenda 2010 importiert wurde? F&uuml;r die Ukrainer, die man mit der Schim&auml;re eines besseren EU-Lebens in einen Konflikt mit Russland gezwungen hat?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/good-bey-england.html\">Rationalgalerie<\/a><\/li>\n<li><strong>EU hat den Brexit provoziert<\/strong><br>\nVon einem &bdquo;Weckruf f&uuml;r ein neues Europa&ldquo; hat Martin Schulz am Morgen danach gesprochen. Er h&auml;tte allerdings auch dazusagen k&ouml;nnen, wer da seit Jahren geschlafen hat. Denn die Verantwortlichen in der EU, auch der freundliche Herr Schulz von der SPD, haben den &Uuml;berdruss an Europa durch ihre &bdquo;Weiter so&ldquo;-Politik sp&auml;testens seit der Bankenkrise geradezu provoziert. [&hellip;]<br>\nEs war Martin Schulz, der am Abend des Referendums die M&auml;ngel dieses Europas skizzierte: massive soziale Ungleichheit, skrupellose Steuervermeidung, besch&auml;mende Jugendarbeitslosigkeit in manchen L&auml;ndern und vieles mehr geh&ouml;ren dazu. Und noch etwas geh&ouml;rt dazu, das Schulz allerdings zu erw&auml;hnen verga&szlig;, weil seine Partei seit Jahren mitspielt: das ewige Merkel&rsquo;sche Credo von der &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo;, auf Deutsch: Jedes Mitglied der &bdquo;Gemeinschaft&ldquo; pampert seine Wirtschaft so, dass sie die anderen Mitglieder der &bdquo;Gemeinschaft&ldquo; niederkonkurrieren kann.<br>\nDieses Modell, erg&auml;nzt durch rigoroses Armsparen der Sozialstaaten, hat niemand anderes als Deutschland in der Union zur Richtschnur allen Handelns gemacht. Es ist, allen Europa-Bekenntnissen zum Trotz, das Modell eines nationalen Egoismus unter den Bedingungen des gemeinsamen Binnenmarkts. Man k&ouml;nnte sagen: Diesem Modell der Konkurrenz haben die Briten mit ihrem Referendum nur die Krone aufgesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/brexit\/eu-referendum-eu-hat-den-brexit-provoziert,34340058,34413756,view,asFirstTeaser.html\">Stephan Gebel auf FR Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>IMK: Nach Referendum m&uuml;ssen Euro-Staaten mit Investitionsprogramm Zeichen der Handlungsf&auml;higkeit setzen<\/strong><br>\nDie schweren Turbulenzen nach dem knappen Votum f&uuml;r einen Brexit lassen sich nur unter Kontrolle bringen, wenn die Eurostaaten ein starkes, koordiniertes Zeichen f&uuml;r Stabilit&auml;t und wirtschaftliches Wachstum setzen. Dazu sollten vor allem die vier gro&szlig;en Euro-L&auml;nder Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien ein abgestimmtes, kurzfristig wirksames Investitionsprogramm auflegen, das ein Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) &ndash; das entspricht rund 80 Milliarden Euro &ndash; umfasst. Dieses Programm muss von den Defizitgrenzen ausgenommen werden. Das empfiehlt das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. L&auml;ngerfristig m&uuml;sse &bdquo;der heutige Tag Startpunkt f&uuml;r einen Politikwechsel in Europa sein&ldquo;, sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der wissenschaftliche Direktor des IMK.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/14_66127.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p><strong>Dazu: Restart Europe Now! &ndash; F&uuml;r eine andere Europapolitik<\/strong><br>\nWir wollen f&uuml;r eine bessere Europapolitik sorgen. Europa ist in seiner bislang schwersten, ja in einer existenziellen Krise, die an die faktischen und die moralischen Wurzeln des Zusammenschlusses geht. Die britische Abstimmung &uuml;ber einen Verbleib des K&ouml;nigreichs in der EU, die noch immer nicht gel&ouml;ste Euro-Krise, die zunehmende Polarisierung gegen&uuml;ber Russland und die Zuspitzung des Fl&uuml;chtlingsdramas, in dem die Abschottung zwischen den Staaten zunimmt und Europa zu jener Festung zu werden droht, die es nie werden wollte &ndash; alles dies unterminiert unsere Wertegemeinschaft und tr&auml;gt zur Aufl&ouml;sung des europ&auml;ischen Zusammenhalts bei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/restart-europe-now.eu\">Restart Europe Now<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Europas Linke fordern Neugr&uuml;ndung der EU<\/strong><br>\nLinke Politiker und Aktivisten aus verschiedenen europ&auml;ischen L&auml;ndern zeigen sich best&uuml;rzt angesichts der Entscheidung der Briten, aus der EU aussteigen zu wollen. Gleichzeitig fordern sie radikale Reformen bis hin zu einer Neugr&uuml;ndung, um die Staatengemeinschaft vor einer weiteren neoliberalen und autorit&auml;ren Entwicklung zu retten. Einige drohen mit eigenen Austrittsbem&uuml;hungen von links, sollte sich die EU nicht ver&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1016406.europas-linke-fordern-neugruendung-der-eu.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ordoliberalismus: Der lange Schatten des Walter Eucken<\/strong><br>\nKein Zweifel: In Deutschland ticken die makro&ouml;konomischen Uhren anders als im Rest der Welt. Der Grund daf&uuml;r ist ein von Walter Eucken entwickeltes spezielles Paradigma &ndash; das bei genauerer Betrachtung erhebliche M&auml;ngel aufweist.<br>\n(&hellip;)<br>\nAuf den ersten Blick ist dieses besondere deutsche makro&ouml;konomische Paradigma nur schwer zu erkl&auml;ren. Deutsche Studenten lesen die gleichen makro&ouml;konomischen Textb&uuml;cher wie Studenten in anderen L&auml;ndern und auf fortgeschrittener Ebene werden die Standard-DGSE-Modelle gelehrt und angewendet. Aber hinter dem formalen theoretischen Apparat l&auml;sst sich ein spezielles makro&ouml;konomisches Paradigma identifizieren: die Ordnungspolitik, die in dieser Form in anderen L&auml;ndern nicht existiert. Obwohl es keine speziellen Universit&auml;tskurse dazu gibt, spielt die Ordnungspolitik in der deutschen akademischen Debatte und in der aktuellen Wirtschaftspolitik eine wichtige Rolle.<br>\nF&uuml;r das Verst&auml;ndnis dieses Paradigmas ist es n&uuml;tzlich, einen genaueren Blick auf die Arbeiten von Walter Eucken (1891 &ndash; 1950) zu richten. Eucken lehrte von 1927 bis zu seinem Tod an der Universit&auml;t Freiburg und gilt als Spiritus Rektor der sogenannten &bdquo;Freiburger Schule&ldquo;. Die Feierlichkeiten zu seinem 125. Geburtstag unterstreichen seinen Einfluss auf die heutigen Politiker: Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte in ihrer Rede, dass die Prinzipien der Freiburger Schule nichts von ihrer Relevanz und Wichtigkeit eingeb&uuml;&szlig;t h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/makronom.de\/der-lange-schatten-des-walter-eucken-15665\">Peter Bofinger auf Makronom<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.M.:<\/strong> Peter Bofinger at its best. Er killt mit diesem Text Walter Euckens Lebenswerk und damit die herrschende neoliberale Wirtschaftspolitik von Merkel und Sch&auml;uble gleich mit. Es wird mir auf ewig ein R&auml;tsel bleiben, wie dieser intellektuelle Schrott von Eucken unsere Politik derart in den Abgrund f&uuml;hren konnte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&Ouml;konomisches Denken, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus<\/strong><br>\nMit der AfD haben &Ouml;konomen eine Partei gegr&uuml;ndet, die zum Einfallstor f&uuml;r Rechtsradikale geworden ist. Dass es dazu kommen konnte, liegt auch im ordoliberalen Denken &bdquo;des Marktes&ldquo; begr&uuml;ndet.<br>\nDie urspr&uuml;ngliche Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD), die im Februar 2013 gegr&uuml;ndet worden ist, wurde zu Recht als &bdquo;Professoren-&ldquo; oder &bdquo;&Ouml;konomenpartei&ldquo; bezeichnet. Die zentrale Rolle kam Bernd Lucke zu. Lucke ist Professor f&uuml;r Makro&ouml;konomie an der Universit&auml;t Hamburg. Unter den 64 Erstunterst&uuml;tzern zur Gr&uuml;ndung befanden sich 18 Volkswirtschaftsprofessoren. Volkswirte nahmen auch zentrale Rollen in der Partei ein: Der T&uuml;binger &Ouml;konom Joachim Starbatty wurde bei der Europawahl auf Platz 5 gereiht, der Hamburger Landesverband wurde von J&ouml;rn Kruse, Professor an der Universit&auml;t Hamburg, angef&uuml;hrt und in Nordrhein-Westfalen hatte diese Stelle von April bis November 2013 Alexander Dilger aus Bochum inne. Weiter befanden sich im wissenschaftlichen Beirat der AfD nur &Ouml;konomen: zus&auml;tzlich Roland Vaubel, Volkswirt in Mannheim, und Dirk Meyer aus Hamburg, sowie eine &Ouml;konomin, n&auml;mlich Helga Luckenbach, Lehrstuhlinhaberin in Gie&szlig;en.<br>\nWie kommen &Ouml;konomen dazu, eine Partei zu gr&uuml;nden, die zweieinhalb Jahre sp&auml;ter in die H&auml;nde von Rechtspopulisten fallen konnte und die, wie der Soziologe Oliver Decker unl&auml;ngst meinte, eine W&auml;hlerschaft besitzt, &bdquo;die rechtsextremen Ideologien anh&auml;ngt und davon ausgeht, dass es Menschen unterschiedlicher Wertigkeit gibt.&ldquo;? Was haben &ouml;konomische Anschauungen mit Rechtspopulismus und Rechtsextremismus zu tun?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/06\/oekonomisches-denken-rechtspopulismus-und-rechtsextremismus\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Verheerende Bilanz f&uuml;r Mindestlohnausnahmen<\/strong><br>\nUm Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren, d&uuml;rfen sie eine Zeit lang vom gesetzlichen Mindestlohn ausgeschlossen werden. Doch offenbar bringt die Regelung vor allem erhebliche Kosten.<br>\nDie M&ouml;glichkeit, Langzeitarbeitslose bis zu sechs Monate vom gesetzlichen Mindestlohn auszunehmen, wird zwar kaum genutzt, verursachst aber erhebliche Kosten in der Verwaltung. Das berichtet die &bdquo;Th&uuml;ringer Allgemeine&ldquo;. Die Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf eine Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen.<br>\nDanach haben die Jobcenter zwischen August 2015 und Mai 2016 bundesweit lediglich 2110 solcher Bescheinigungen ausgestellt, die es Arbeitgebern erlauben, zun&auml;chst weniger als 8,50 Euro zu zahlen. Demgegen&uuml;ber entstanden den Beh&ouml;rden nachgewiesene Kosten von insgesamt rund 270.000 Euro. Allein in die Schaffung der technischen Voraussetzungen und die Pflege der IT in den Jobcentern seien etwa 250.000 Euro investiert worden. Je Beratungsfall entst&uuml;nden zudem Kosten in H&ouml;he von etwa 8 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/mindestlohnausnahmen-kaum-antraege-erhebliche-kosten-14305266.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und dass ein Verwaltungsakt mit Kosten verbunden ist, f&auml;llt erst jetzt und speziell beim Thema &ldquo;Mindestlohnausnahmen&rdquo; auf? Wie hoch m&ouml;gen wohl die Verwaltungskosten f&uuml;r den gesamten Bereich &ldquo;Hartz IV&rdquo; sein? Kann es sein, dass die Kosten der Verwaltung vor Agenda 2010 und &ldquo;Hartz&rdquo;-Gesetzgebung g&uuml;nstiger waren?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Keine dauerhaften L&ouml;sungen f&uuml;r weltweit 65 Millionen Fl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nDer aktuelle UNHCR-Bericht appelliert an die reichen L&auml;nder: &ldquo;Die Liste der Probleme sollte uns um den Schlaf bringen&rdquo;<br>\n&ldquo;Effektive und dauerhafte L&ouml;sungen?&rdquo; Der neue UNHCR-Jahresreport h&auml;lt der &Ouml;ffentlichkeit am Weltfl&uuml;chtlingstag eine enorme Zahl vor Augen: Eine Zahl, die in etwa der Einwohnerzahl Frankreichs entspricht ist weltweit auf der Flucht. Die Gesamtzahl der Fl&uuml;chtlinge, Binnenvertriebenen und Asylsuchenden belief sich Ende 2015 weltweit auf rund 65 Millionen. &ldquo;Damit wurde erstmals die 60-Millionen-Marke &uuml;berschritten&rdquo;, hei&szlig;t es im Bericht, der weitere &ldquo;h&ouml;chste Zahlen seit Beginn der Erhebungen&rdquo; pr&auml;sentiert: &ldquo;2015 war auch ein Rekordjahr, was die Zahl der gestellten Asylantr&auml;ge in den Industriestaaten betrifft&rdquo;. Dazu gibt es Erkenntnisse, die so oft im Zusammenhang mit Fl&uuml;chtlingen ge&auml;u&szlig;ert werden, dass man sie beinahe nur mehr nebenbei aufnimmt: Rund die H&auml;lfte aller Fl&uuml;chtlinge sind minderj&auml;hrig. Eine hohe Zahl w&uuml;rde alleine reisen oder sei von ihren Eltern getrennt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48585\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kein Geld f&uuml;r die Flucht nach Europa<\/strong><br>\nMehr als eine Million Afghanen sind im eigenen Land auf der Flucht. Viele von ihnen stranden in &auml;rmlichen Lagern am Rand der Hauptstadt, weil sie kein Geld f&uuml;r die Flucht nach Europa haben. Doch Kabul ist mit diesem unkontrollierten Zuzug zunehmend &uuml;berfordert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/binnenfluechtlinge-in-afghanistan-kein-geld-fuer-die-flucht.979.de.html?dram:article_id=358090\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Frischer Wind bei der OECD? &ndash; Eher ein laues L&uuml;ftchen<\/strong><br>\nNach dem IWF &uuml;berrascht nun auch die OECD mit einer Ver&ouml;ffentlichung, die inhaltlich von bisher vertretenen Positionen abzur&uuml;cken scheint. Doch die Hoffnung k&ouml;nnte verfr&uuml;ht sein.<br>\nHeiner Flassbeck hat sich in der vorletzten Woche (hier) mit einem neuen Papier der Forschungsabteilung des Internationalen W&auml;hrungsfonds (Neoliberalism: Oversold?) befasst, in dem einige traditionelle Dogmen in Frage gestellt werden und das international f&uuml;r einigen Wirbel gesorgt hat. Nur kurze Zeit sp&auml;ter legte die Industriel&auml;nder-Organisation OECD (Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) mit ihrem neuen OECD-Wirtschaftsausblick vom 1. Juni 2016 (vorl&auml;ufige Ausgabe, im Folgenden WA 2016 genannt; englische Fassung: OECD Economic Outlook) eine Ver&ouml;ffentlichung vor, die gleichfalls mit einigen der bisherigen ideologischen Denkmuster zu brechen scheint.<br>\nJedenfalls stellt der britische Guardian dazu fest:\n<blockquote><p>\n&bdquo;Ein frischer Wind (A Wind of Change) zieht durch die &ouml;konomischen Institutionen der Welt. In der letzten Woche war es der Internationale W&auml;hrungsfonds, der sagte, dass Austerit&auml;t mehr schaden als n&uuml;tzen k&ouml;nnte und dass der Neoliberalismus so gut nun auch wieder nicht sei. In dieser Woche ist es die Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die die Orthodoxie in Frage stellt.&ldquo; (&Uuml;bersetzung des Autors)\n<\/p><\/blockquote>\n<p>(&hellip;) Vergleicht man die &Auml;u&szlig;erungen der OECD aus fr&uuml;heren Ausgaben des OECD-Wirtschaftsausblicks mit denen aus der aktuellen Ausgabe von 1. Juni 2016, so lassen sich also durchaus Unterschiede feststellen. Aber kann man deshalb bereits von einem Umdenken der OECD sprechen, einem &bdquo;frischen Wind&ldquo; in der Organisation, wie der &bdquo;Guardian&ldquo; meint?<br>\nHat die OECD eingesehen, dass Strukturreformen niemals einen eklatanten Nachfragemangel beheben k&ouml;nnen, da ver&auml;nderte Strukturen nicht aus sich heraus Nachfrage entwickeln? Hat sie erkannt, dass in Volkswirtschaften mit einem massiven Nachfrageproblem (also etwa in den Euro-Krisenl&auml;ndern) Strukturreformen solange wirkungslos bleiben, wie die konjunkturellen, d.h. die nachfrageseitigen Probleme nicht gel&ouml;st sind (vgl. dazu ausf&uuml;hrlicher hier)? Hat die Organisation also mittlerweile verstanden, dass es eines Wachstums der Ausgaben (d.h. einer steigenden gesamtwirtschaftlichen Nachfrage) bedarf, damit Einkommen und Output wachsen k&ouml;nnen, und dass dies eine L&ouml;sung von der Nachfrageseite her erfordert? Ist der OECD bewusst, dass Arbeitslosigkeit die Folge unzureichender Ausgaben und damit ein makro&ouml;konomisches Problem ist?<br>\nSkepsis ist angebracht: Denn bereits die oben zitierte Passage l&auml;sst vermuten, dass die OECD die Weltwirtschaft gegenw&auml;rtig in einer besonderen Situation sieht, die aufgrund ungew&ouml;hnlich niedriger (langfristiger) Zinsen vor&uuml;bergehend erweiterte fiskalische Spielr&auml;ume f&uuml;r h&ouml;here &ouml;ffentliche Investitionen schafft, die so im Normalfall nicht existieren. Dieser Eindruck festigt sich an anderer Stelle der OECD-Studie (vgl. WA 2016, S. 46).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/06\/frischer-wind-bei-der-oecd-eher-ein-laues-lueftchen\/\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Flotte unter Billigflagge<\/strong><br>\nAnhand von sozialen Konflikten in der Hafenwirtschaft und Handelsschiffahrt lassen sich die Auswirkungen der Globalisierung sehr anschaulich verdeutlichen. So wird die Deregulierung und Privatisierung auch von Hafeneinrichtungen zunehmend vorangetrieben, was f&uuml;r die dort t&auml;tigen Arbeiter und Seeleute zur Absenkung bereits erk&auml;mpfter sozialer Standards f&uuml;hrt. In diesem Punkt waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsveranstaltung unter dem Motto &raquo;Safe Havens oder kein Land in Sicht&laquo; am Dienstagabend in Berlin einig. Zu ihr hatte die Rosa-Luxemburg-Stiftung geladen, um unter der Moderation des Journalisten J&ouml;rn B&ouml;we eine Diskussion unter anderem &uuml;ber die Arbeitsbedingungen von Seeleuten sowie die Privatisierung von Hafeneinrichtungen anzusto&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/06-24\/039.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>BSI-Vizepr&auml;sident widerspricht Maa&szlig;ens Verschw&ouml;rungstheorien<\/strong><br>\nDer Vizepr&auml;sident des BSI Andreas K&ouml;nen zweifelt im Unterschied zu Verfassungsschutz-Chef Maa&szlig;en nicht an der Authentizit&auml;t der Snowden-Dokumente. Au&szlig;erdem sieht er kein Problem in der Unterstellung seiner Beh&ouml;rde unter das Innenministerium und in der Zusammenarbeit mit dem BND. [&hellip;]<br>\nBez&uuml;glich der Echtheit der Snowden-Dokumente hat BSI-Vize K&ouml;nen eine andere Einsch&auml;tzung als Verfassungsschutz-Pr&auml;sident Maa&szlig;en, der in der letzten Sitzung des Ausschusses spekulierte, Snowden k&ouml;nne ein russischer Agent und die von ihm weitergegebenen Dokumente gef&auml;lscht sein. Nach K&ouml;nen gebe es grundlegend keinen Zweifel an der Authentizit&auml;t der Snowden-Dokumente. Die in ihnen beschriebenen Angriffe seien so durchf&uuml;hrbar, was das BSI auch einige Male durch Nachpr&uuml;fungen getestet habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/bsi-vizepraesident-widerspricht-maassens-verschwoerungstheorien\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Eine Beh&ouml;rde gegen das &ldquo;going dark&rdquo;<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will eine Stelle schaffen, die den Sicherheitsbeh&ouml;rden bei der Dechiffrierung von verschl&uuml;sselter Kommunikation helfen soll. Hintergrund ist die Angst vor dem &ldquo;going dark&rdquo;, also dem Tappen im Dunkeln. Laut NDR, WDR und &ldquo;SZ&rdquo; sollen zun&auml;chst 60 Leute bei ZITiS arbeiten.<br>\nDie Bundesregierung plant die Schaffung einer neuen Einrichtung, die die Sicherheitsbeh&ouml;rden bei der Dechiffrierung von verschl&uuml;sselter Kommunikation unterst&uuml;tzen soll.  Die &ldquo;Zentrale Stelle f&uuml;r Informationstechnik im Sicherheitsbereich&rdquo;, kurz ZITiS, soll Bundespolizei, Bundeskriminalamt und Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz dabei helfen, verschl&uuml;sselte Nachrichten zu dechiffrieren, die beispielsweise &uuml;ber Apples iPhone oder Messengerdienste wie Whatsapp, Signal oder Threema verschickt werden. Die Beh&ouml;rde soll Polizei und Verfassungsschutz au&szlig;erdem dabei unterst&uuml;tzen, Nachrichten schon an der Quelle, also schon vor der Verschl&uuml;sselung, abzufangen. Dabei will die Bundesregierung jedoch keine neuen rechtlichen Befugnisse schaffen, sondern die bestehende Rechtslage lediglich f&uuml;r die Sicherheitsbeh&ouml;rden besser nutzbar machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/behoerde-verschluesselung-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>So ein einfaches Spiel!<\/strong><br>\nFu&szlig;ball ist ein einfacher Sport. Man braucht einen Ball, zwei nicht zu steife Beine und ein bisschen Platz, bevorzugt eine Wiese, vielleicht noch zwei Stangen, die als Pfosten fungieren. Kaum Ausstattung, kaum Regeln. Diese Simplizit&auml;t gilt letztlich als die Quelle des Erfolges dieses Spieles. Fu&szlig;ball ist ein einfacher &ndash; und wie man dieser Tage feststellen muss &ndash; gleich noch ein vereinfachender Sport. Was man von Fans nun lesen muss im Schatten des runden Leders, beweist nicht nur die Einfachheit dieses Sports, sondern auch einer Mehrzahl derer, die diesem Sport dieser Tage Spalier stehen. Ob nun gef&uuml;hlte Ausweisung f&uuml;r deutsche Randalierer oder die Interpretation einer Mannschaft zu einer Einheit wider aller niedertr&auml;chtiger Entwicklungen im Staate: L&auml;ppische Deutungen machen diese traurigen Zeiten zu einem Fest, wo es doch momentan recht wenig Staats&uuml;bergreifendes zu feiern gibt auf diesem Kontinent der Selbstaufl&ouml;sung und Zerfleischung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/06\/so-ein-einfaches-spiel.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Frauke Petry (AfD) &uuml;ber andere Themen<\/strong><br>\nWir reden mit allen. Deshalb wurde es Zeit sich neben Pressekonferenzen und Ultra-Videos mit der AfD und ihrer Vorsitzenden, Frauke Petry, zu befassen. Kennt Frauke eigentlich noch andere Themen au&szlig;er Einwanderung, Fl&uuml;chtlinge und Migration? Schlie&szlig;lich kennt jedes Kind in Deutschland mittlerweile ihre Meinung dazu. Daher haben wir Frauke mit anderen Politikfeldern konfrontiert: Wie h&auml;lt sie es mit dem Klimaschutz? Sollte ein Staat wie ein Unternehmen gef&uuml;hrt werden? Warum braucht es ein anderes Steuersystem? Welche Alternativen bietet sie in der Drogenpolitik? Hat sie ein Problem mit &Uuml;berwachung und der Vorratsdatenspeicherung? Welches Verh&auml;ltnis hat sie zu Russland und Israel? Wie h&auml;lt Frauke es mit Frauenrechten wie Abtreibung? Hei&szlig;t Nein immer Nein? Ist sie eine Feministin? K&auml;mpft sie f&uuml;r die Ehe f&uuml;r Alle? Und zahlt sie den Rundfunkbeitrag? Dazu besch&auml;ftigen wir uns mit ihrer Biografie: Wo kommt Frauke her, was hat sie gemacht, bevor sie Politikerin wurde?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=IwdjtrPqr9I&amp;feature=youtu.be\">Jung und naiv via YouTube<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Meinst du, die Russen wollen Krieg?<\/strong><br>\nJewgeni Jewtuschenko (1961)\n<p>Meinst du, die Russen wollen Krieg?<br>\nBefrag die Stille, die da schwieg<br>\nim weiten Feld, im Pappelhain,<br>\nBefrag die Birken an dem Rain.<br>\nDort, wo er liegt in seinem Grab,<br>\nden russischen Soldaten frag!<br>\nSein Sohn dir drauf Antwort gibt:<\/p>\n<p>Meinst du, die Russen woll&rsquo;n,<br>\nmeinst du, die Russen woll&rsquo;n,<br>\nmeinst du, die Russen wollen Krieg?<\/p>\n<p>Nicht nur f&uuml;rs eig&rsquo;ne Vaterland<br>\nfiel der Soldat im Weltenbrand.<br>\nNein, da&szlig; auf Erden jedermann<br>\nin Ruhe schlafen gehen kann.<br>\nHolt euch bei jenem K&auml;mpfer Rat,<br>\nder siegend an die Elbe trat,<br>\nwas tief in unsren Herzen blieb:<\/p>\n<p>Meinst du, die Russen woll&rsquo;n&hellip;<\/p>\n<p>Der Kampf hat uns nicht schwach gesehn,<br>\ndoch nie mehr m&ouml;ge es geschehn,<br>\nda&szlig; Menschenblut, so rot und hei&szlig;,<br>\nder bitt&rsquo;ren Erde werd&rsquo; zum Preis.<br>\nFrag M&uuml;tter, die seit damals grau,<br>\nbefrag doch bitte meine Frau.<br>\nDie Antwort in der Frage liegt:<\/p>\n<p>Meinst du, die Russen woll&rsquo;n&hellip;<\/p>\n<p>Es wei&szlig;, wer schmiedet und wer webt,<br>\nes wei&szlig;, wer ackert und wer s&auml;t &ndash;<br>\nein jedes Volk die Wahrheit sieht:<br>\nMeinst du, die Russen woll&rsquo;n,<br>\nmeinst du, die Russen woll&rsquo;n,<br>\nmeinst du, die Russen wollen Krieg?\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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