{"id":33959,"date":"2016-06-27T08:28:11","date_gmt":"2016-06-27T06:28:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33959"},"modified":"2016-06-27T08:57:55","modified_gmt":"2016-06-27T06:57:55","slug":"hinweise-des-tages-2653","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33959","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33959#h01\">Brexit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33959#h02\">Kein Linksruck in Spanien, alles zur&uuml;ck auf Start<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33959#h03\">CETA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33959#h04\">Innere Sicherheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33959#h05\">Maulkorb f&uuml;r den DIHK<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33959#h06\">Internationale Solidarit&auml;t: Gewerkschaften als solidarische Vorreiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33959#h07\">Lohndruck durch Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33959#h08\">Programmierter Abstieg &ndash; Wie Deutschland Prekariat erzeugt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33959#h09\">63.200 Jugendliche in Not &ndash; Hier wohnt die Generation Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33959#h10\">Hartz IV: 767 Millionen Euro mehr f&uuml;r &bdquo;Verwaltung&ldquo;, 669 Millionen Euro weniger f&uuml;r &bdquo;Eingliederung&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33959#h11\">Diese Zahlen sind den Kirchen selbst peinlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33959#h12\">Die USA heute: in Hypnose auf zum n&auml;chsten Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33959#h13\">Milit&auml;r- und man&ouml;verfreier Korridor statt S&auml;belrasseln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33959#h14\">Kosten der Bundeswehreins&auml;tze falsch kalkuliert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33959#h15\">US-Kriegskosten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33959#h16\">Unheilige Allianz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33959#h17\">Winter is coming<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33959#h18\">Michael L&uuml;ders bei Fragen an den Autor<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Brexit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Brexit und ein schwarzer Freitag &ndash; in Deutschland<\/strong><br>\nDer 24. Juni 2016 wird in die Geschichte eingehen als schwarzer Freitag. Doch schwarz werden lie&szlig; diesen Freitag weniger die politische Entscheidung einer Mehrheit der britischen W&auml;hler, die EU zu verlassen. Schwarz war der Tag aufgrund der politischen und medialen Reaktionen in Deutschland.<br>\nDer 24. Juni 2016 wird wohl in die Geschichte eingehen als der schwarze Freitag der europ&auml;ischen Entwicklung. Doch wie oft in solchen F&auml;llen verharrt die Geschichtsschreibung an der Oberfl&auml;che, statt so tief wie n&ouml;tig in die Ereignisse einzutauchen, um sie wirklich verstehen zu k&ouml;nnen. Schwarz werden lie&szlig; diesen Freitag jedoch nicht die politische Entscheidung einer Mehrheit der britischen W&auml;hler, die EU zu verlassen. Schwarz anmalen m&uuml;ssen wir diesen Tag wegen der politischen und medialen Reaktionen in Kontinentaleuropa und vor allem in Deutschland auf diese Entscheidung.<br>\nJenseits der politischen und medialen Scheinaufregung liegen die Reaktionen in dem Rahmen, den wir hier schon vor einiger Zeit beschrieben haben (hier). Die englischen Politiker, die sich f&uuml;r den Ausstieg ausgesprochen haben, beginnen zu realisieren, welche B&uuml;chse der Pandora sie ge&ouml;ffnet haben und selbst die Gro&szlig;m&auml;uler wie Boris Johnson werden entsprechend kleinlaut. David Cameron will zur&uuml;cktreten, sich damit aber Zeit lassen, ohne erkl&auml;ren zu k&ouml;nnen, wieso ein abgehalfterter Premier (im englischen wird ein solcher Politiker treffend lame duck genannt) den &Uuml;bergang besser gestalten kann als ein neuer, der zudem hinter der Ausstiegs-Entscheidung steht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/06\/der-breit-und-ein-schwarzer-freitag-deutschland\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Volk gegen die da oben<\/strong><br>\nDass die Briten den Schritt zum Austritt gegangen sind, hat viele Gr&uuml;nde. F&uuml;r rechte Populisten ist das Anti-EU-Ressentiment ist ein gefundenes Fressen.<br>\n&bdquo;Daran habe ich immer geglaubt, dass man sich wichtigen Entscheidungen stellen muss und sich vor ihnen nicht wegducken darf&ldquo;, sagte David Cameron Freitagmorgen, nachdem das Schockergebnis des Brexit-Referendums bekannt geworden war. Daran sah man schon, wie weit der britische Premier von der Realit&auml;t entfernt ist. Cameron hat aus Parteitaktik ein Referendum ausgeschrieben, er und die Tories haben seit Jahrzehnten auf der billigen Klaviatur des Antieurop&auml;ertums gespielt &ndash; dann braucht man sich &uuml;ber das Ergebnis nicht zu wundern. Die Positionen der populistischen Rechten &uuml;bernehmen und dann ein Pro-Votum empfehlen &ndash; das ist so absurd, dass man am liebsten laut auflachen m&ouml;chte. [&hellip;]<br>\nDie &bdquo;einfachen Leute&ldquo; f&uuml;hlen sich von der Etabliertenpolitik nicht mehr repr&auml;sentiert, und dieses Gef&uuml;hl wird von den Populisten noch gesch&uuml;rt. Die Rhetorik der Etablierten wiederum unterst&uuml;tzt dieses Gef&uuml;hl auch noch: Wann immer sie hilflos und gut gemeint beteuern, man m&uuml;sse nun &bdquo;rausgehen zu den Leuten&ldquo;, dann senden sie die Botschaft, dass sie etwas anderes sind als &bdquo;die Leute&ldquo;, dass man von denen getrennt ist und dass es notwendig ist, auf paternalistisch-herablassende Art zu denen hinzugehen und ihnen die Welt zu erkl&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Essay-Brexit-und-Rechtspopulismus\/!5313212\/\">Robert Misik in der taz<\/a><\/li>\n<li><strong>The Day After: James Galbraith on Brexit<\/strong><br>\nThe groundwork for the Brexit debacle was laid last July when Europe crushed the last progressive pro-European government the EU is likely to see &ndash; the SYRIZA government elected in Greece in January 2015. Most Britons were not directly engaged with the Greek trauma. Many surely looked askance at the Greek leaders. But they must have noticed how Europe talked down to Greece, how it scolded its officials, how it dictated terms and how it made rebellious country into an example, so that no one else would ever be tempted to follow the same path.<br>\nIf the destruction of Greece helped set the tone, Leave won by turning the British referendum into an ugly expression of English nativism, feeding on the frustrations of a deeply unequal nation, ironically divided by the very forces of reaction and austerity that will now come fully to power. The political effect has sent a harsh message to Europeans living in Britain, and to the many who would have liked to come. The economic effect will leave Britain in the hands of simpletons who believe that deregulation is the universal source of growth.<br>\nThat such a campaign could prevail &ndash; leading soon to a hard right government in Britain &ndash; testifies to the high-handed incompetence of the political, financial, British and European elites. Remain ran a campaign of fear, condescension and bean-counting, as though Britons cared only about the growth rate and the pound. And the Remain leaders seemed to believe that such figures as Barack Obama, George Soros, Christine Lagarde, a list of ten Nobel-prize-winning economists or the research department of the IMF carried weight with the British working class.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/urpe.wordpress.com\/2016\/06\/25\/the-day-after-james-galbraith-on-brexit\/\">Radical Political Economy<\/a><\/li>\n<li><strong>&lsquo;If you&rsquo;ve got money, you vote in &hellip; if you haven&rsquo;t got money, you vote out&rsquo;<\/strong><br>\n&ldquo;If you&rsquo;ve got money, you vote in,&rdquo; she said, with a bracing certainty. &ldquo;If you haven&rsquo;t got money, you vote out.&rdquo; We were in Collyhurst, the hard-pressed neighbourhood on the northern edge of Manchester city centre last Wednesday, and I had yet to find a remain voter. The woman I was talking to spoke of the lack of a local park, or playground, and her sense that all the good stuff went to the regenerated wonderland of big city Manchester, 10 minutes down the road.<br>\nOnly an hour earlier, I had been in Manchester at a graduate recruitment fair, where nine out of 10 of our interviewees were supporting remain, and some voices spoke about leave voters with a cold superiority. &ldquo;In the end, this is the 21st century,&rdquo; said one twentysomething. &ldquo;Get with it.&rdquo; Not for the first time, the atmosphere around the referendum had the sulphurous whiff not just of inequality, but a kind of misshapen class war.<br>\nAnd now here we are, with that terrifying decision to leave. Most things in the political foreground are finished, aren&rsquo;t they? Cameron and Osborne. The Labour party as we know it, now revealed once again as a walking ghost, whose writ no longer reaches its supposed heartlands. Scotland &ndash; which at the time of writing had voted to stay in the EU by 62% to 38% &ndash; is already independent in most essential political and cultural terms, and will presumably soon be decisively on its way.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/politics\/commentisfree\/2016\/jun\/24\/divided-britain-brexit-money-class-inequality-westminster\">The Guardian<\/a>\n<p><strong>Dazu: Die Brexit-Kampagne<\/strong><br>\nSeit Wochen bestimmt der m&ouml;gliche Austritt Gro&szlig;britanniens aus der EU die europ&auml;ische Medien-Landschaft. Politik und Medien entwerfen immer neue Schreckensszenarien und warnen davor, dass die Entscheidung f&uuml;r einen Brexit das Schicksal Europas besiegeln k&ouml;nnte. Der Mord an der britischen Labour-Abgeordneten und EU-Bef&uuml;rworterin Jo Cox zeigt, wie aufgeheizt die Stimmung ist.<br>\nDabei handelt es sich bei der Brexit-Debatte um nichts anderes als eine im Interesse der Finanzindustrie inszenierte T&auml;uschungskampagne. Ihr Ziel ist es, die Wut der arbeitenden Bev&ouml;lkerung zu kanalisieren, den Menschen f&auml;lschlicherweise ein demokratisches Mitspracherecht in wichtigen Zukunftsfragen vorzugaukeln und sie von den wirklich entscheidenden Vorg&auml;ngen &ndash; den historischen Manipulationen im Finanzsektor &ndash; abzulenken. (&hellip;)<br>\nZiel dieser Abstimmung ist es, der arbeitenden Bev&ouml;lkerung Gro&szlig;britanniens das Gef&uuml;hl zu geben, sie selber entscheide &uuml;ber die Zukunft ihres Landes. Das ist immens wichtig, da die Regierung angesichts der sich versch&auml;rfenden Finanzkrise schon bald erneute Einschnitte im Staatshaushalt vornehmen und den Lebensstandard der breiten Masse weiter senken wird, w&auml;hrend sie der Finanzindustrie auch in Zukunft erlauben wird, die M&auml;rkte nach Belieben zu manipulieren.<br>\nDie Brexit-Kampagne ist aber nicht nur ein T&auml;uschungsman&ouml;ver, sondern auch ein zwischen Politik und Wirtschaft abgekartetes Spiel: Die von Premier Cameron vertretene Finanz- und Wirtschaftselite setzt seit Monaten die ganze Macht der von ihr finanzierten Medien daf&uuml;r ein, den Ausgang des Referendums zum eigenen Vorteil &ndash; also zum Verbleib in der EU &ndash; zu beeinflussen.<br>\nSelbst f&uuml;r den Fall, dass die Entscheidung allen Manipulationsversuchen zum Trotz f&uuml;r einen Brexit ausfallen sollte, ist die Finanzindustrie ger&uuml;stet: Sie treibt die Kurse vor dem Referendum auf Rekordh&ouml;hen, um der arbeitenden Bev&ouml;lkerung Europas im Fall einer Niederlage durch Kursst&uuml;rze zu zeigen: Seht her, was passiert, wenn ihr euch gegen das Diktat der EU auflehnt! Da die EU-Vorschriften f&uuml;r den m&ouml;glichen Austritt eines Landes eine &Uuml;bergangsphase von 2 Jahren vorsehen, kann man sicher sein, dass die Finanzelite die Menschen innerhalb dieser Zeit durch Diffamierung, Einsch&uuml;chterung und unverhohlene Drohungen &ndash; unterst&uuml;tzt durch Medien, Politik und weitere Ersch&uuml;tterungen der Finanzm&auml;rkte &ndash; dazu bringen w&uuml;rde, ihre Entscheidung in einer zweiten Wahl zu widerrufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48599\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Referendum-Wiederholung: Exit aus dem Brexit? Es gibt zwei Hintert&uuml;ren<\/strong><br>\nBleibt Gro&szlig;britannien vielleicht doch in der EU? Die Petition f&uuml;r ein erneutes Referendum erh&auml;lt gigantischen Zulauf &ndash; drei Millionen Menschen haben bereits unterschrieben. Und es w&auml;re nicht der einzige m&ouml;gliche Ausweg<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/petition-drei-millionen-wollen-neues-referendum-zum-brexit-a-1099853.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> SPIEGEL Online berichtet neutral, sachlich und zwischen den Zeilen zustimmend dar&uuml;ber, dass man doch bitte mit irgendwelchen Tricksereien das Referendum ignorieren und den Willen der Bev&ouml;lkerungsmehrheit ganz einfach nicht befolgen sollte. Genau dies ist die Einstellung, die SPIEGEL Online und Co. schon lange zur Demokratie haben. Solange es ein demokratisches Votum f&uuml;r die &bdquo;richtigen&ldquo; Themen gibt, wird ein Hohelied auf die Demokratie gesungen. Ist die Mehrheit mal der &bdquo;falschen&ldquo; Meinung, sollte man sie jedoch laut SPIEGEL lieber gar nicht fragen und wenn dies aus Versehen doch mal passiert ist, l&auml;sst man das Volk halt so lange w&auml;hlen, bis das Ergebnis stimmt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kein Linksruck in Spanien, alles zur&uuml;ck auf Start<\/strong><br>\nDie Umfragen und sogar die Hochrechnungen lagen v&ouml;llig falsch, die rechte PP gewinnt, kann aber wegen der Verluste der neoliberalen Ciudadanos nicht regieren<br>\nDie Umfragen, sogar die Hochrechnungen auf Basis von Daten aus den Wahlb&uuml;ros, haben sich als komplett falsch erwiesen. Die Ausz&auml;hlung der Stimmen bei den Wahlen in Spanien hat ein Ergebnis gezeigt, das den Hochrechnungen und Umfragen vollst&auml;ndig entgegensteht. Es gibt keinen Linksruck, in beiden gro&szlig;en Lagern hat sich seit den Wahlen im vergangenen Dezember kaum etwas ver&auml;ndert.<br>\nF&uuml;r die rechte Volkspartei (PP) hat sich das Aussitzen gelohnt. Sie konnte gegen&uuml;ber Dezember Sitze hinzugewinnen, doch das ging vor allem auf Kosten der rechtsliberalen Ciudadanos (B&uuml;rger\/Cs), die deutliche Verluste hinnehmen mussten. Sie sollen acht Sitze verloren haben. Nur in Katalonien und im Baskenland wurde die PP nicht st&auml;rkste Kraft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48654\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>CETA<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Hobbyjuristin gegen Freihandel<\/strong><br>\nMarianne Grimmstein, Fl&ouml;tenlehrerin aus dem Sauerland, ist inzwischen bundesweit bekannt. Sie will im Herbst mit der Unterst&uuml;tzung von &uuml;ber 70.000 Menschen beim Verfassungsgericht gegen das CETA-Abkommen klagen. Ihre Begr&uuml;ndung: CETA wird zu einer entfesselten Freihandelszone, die Arbeitnehmer benachteiligt und Umweltrechte kappt. (&hellip;)<br>\n69.356 Unterschriften sind es aktuell. Dazu kommen noch fast 240.000 Menschen, die bei der Internetplattform ihre Unterst&uuml;tzung zugesichert haben. Grimmenstein muss die letzten Zusendungen noch &uuml;berpr&uuml;fen, dass es keine doppelten Unterzeichner gibt, aber in diesen Tagen ist Schluss.<br>\n&ldquo;Heute habe ich die letzten Bearbeitungen gekriegt. Jetzt kommt das endg&uuml;ltige Z&auml;hlen und dann ist fertig.&rdquo;<br>\nUnd f&uuml;r Grimmenstein beginnt das Warten: Am 5. Juli, so der aktuelle Zeitplan, will die Europ&auml;ische Kommission dar&uuml;ber entscheiden, nach welchem Verfahren der CETA- Vertrag in Kraft tritt und welche Institutionen dar&uuml;ber entscheiden d&uuml;rfen. Erst dann &ndash; wohl im Herbst &ndash; k&ouml;nnen Grimmenstein, Professor Fisahn und die knapp 70.000 Unterschreiber, ihre Klage einreichen &ndash; und in Grimmensteins Wohnung entsteht Platz:<br>\n&ldquo;Ja, dann gehen die ganzen B&ouml;gen nach Karlsruhe.&rdquo;<br>\nF&uuml;r Grimmenstein war es auch klar, dass sie sich gegen CETA stellt &ndash; und nicht gegen das transatlantische Projekt TTIP:<br>\n&ldquo;Im Grunde genommen, wenn CETA durchk&auml;me, braucht man gar kein TTIP mehr.&rdquo; (&hellip;)<br>\nF&uuml;r den Herbst hat sie im M&auml;rkischen Kreis die ersten Versammlungen geplant, das Ganze soll eine bundesweite Bewegung werden, die an der Vormachtstellung der Parteien r&uuml;ttelt. Eigentlich klingt alles zu idealistisch, eigentlich zu ambitioniert, als dass man sich in den Parteizentralen ernsthaft Sorgen machen m&uuml;sste. Eigentlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ceta-rebellin-hobbyjuristin-gegen-freihandel.862.de.html?dram:article_id=358044%20\">Deuschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>EU muss Lehren aus Brexit ziehen: Weg mit TTIP und CETA<\/strong><br>\n&bdquo;Ein wichtiger Grund f&uuml;r die Skepsis der Menschen gegen&uuml;ber der EU ist das Gef&uuml;hl, nicht geh&ouml;rt und ber&uuml;cksichtigt zu werden und dass &uuml;ber ihre K&ouml;pfe hinweg entschieden wird. Genau diesem Gef&uuml;hl gibt die EU immer wieder Nahrung &ndash; nicht zuletzt mit den Verhandlungen zu TTIP und CETA. W&auml;hrend die Bev&ouml;lkerung l&auml;ngst die Nachteile und Risiken dieser neoliberal durchtr&auml;nkten Freihandelsabkommen erkannt hat, h&auml;lt die EU-B&uuml;rokratie stur an ihnen fest. Der Preis einer solchen Politik ist der Zerfall der EU&ldquo;, warnt Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, angesichts des Brexit. Ernst weiter:<br>\n&bdquo;Dieser Preis ist zu hoch. Gerade in diesen unruhigen Zeiten k&ouml;nnen wir das Friedensprojekt Europa nicht riskieren. Doch es hat nur Zukunft, wenn es ein Europa f&uuml;r die Menschen wird &ndash; und nicht f&uuml;r die Wirtschaftsinteressen. Deshalb muss CETA gestoppt und die Verhandlungen &uuml;ber TTIP sofort abgebrochen werden. Dies w&auml;re ein dringend notwendiges Signal, dass man die Zeichen der Zeit erkannt hat.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/eu-muss-lehren-brexit-ziehen-weg-ttip-ceta\/?rss\">Die Linke. im Bundestag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Innere Sicherheit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gro&szlig;e Koalition winkt Anti-Terror-Gesetz durch (Update)<\/strong><br>\nDer Bundestag hat heute das Anti-Terror-Paket im Expressverfahren beschlossen. Im Paket enthalten sind unter anderem Ausweiszwang bei Prepaid-Karten und erweiterter Informationsaustausch zwischen Geheimdiensten. Die Opposition &auml;u&szlig;ert starke grundrechtliche Bedenken und kritisiert die Entstehung des Gesetzes als &bdquo;parlamentarisches Armutszeugnis&ldquo;.<br>\nKurz vor der Sommerpause peitschen CDU\/CSU und SPD ein von zivilgesellschaftlichen Organisationen scharf kritisiertes Anti-Terror-Gesetz durch den Bundestag. Das &bdquo;Gesetz zur Umsetzung der Ma&szlig;nahmen zur Terrorismusbek&auml;mpfung&ldquo; (PDF), wie es offiziell hei&szlig;t, ist ein sogenanntes Artikelgesetz, mit dem gleich neun verschiedene Gesetze auf einmal ge&auml;ndert werden sollen. Es enth&auml;lt unter anderem die folgenden, aus grundrechtlicher Perspektive kritischen, Punkte:\n<ul>\n<li>Eine endg&uuml;ltige Abschaffung anonymer Mobiltelefonie durch die Versch&auml;rfung der Regeln zur namentlichen Registrierung bei Prepaid-SIM-Karten<\/li>\n<li>Eine Entgrenzung internationaler &Uuml;berwachungsdatenbanken durch die Etablierung einer Rechtsgrundlage f&uuml;r den automatisierten Informationsaustausch zwischen dem deutschen Inlandsgeheimdienst, dem Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz, und ausl&auml;ndischen Geheimdiensten<\/li>\n<li>Eine Verl&auml;ngerung der Laufzeit gemeinsamer &Uuml;berwachungsdatenbanken von Polizei und Geheimdienst<\/li>\n<li>Eine Ausweitung invasiver polizeilicher &Uuml;berwachung durch die Autorisierung des Einsatzes verdeckter Ermittler durch die Bundespolizei<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/grosse-koalition-winkt-anti-terror-gesetz-durch\/%20\">Netzpolitik.org<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: Datenkrake oder Lebensversicherung?<\/strong><br>\nDie Terrorgefahr sei hoch, daher m&uuml;sse der Datenaustausch verbessert werden &ndash; sagt der Innenminister. Es gebe kein Konzept und keinen Datenschutz, sagt die Opposition. Sicher ist: Wenn der Bundestag heute &uuml;ber das Anti-Terror-Gesetz entscheidet, d&uuml;rfte es hoch hergehen.<br>\nDas neue Anti-Terror-Paket der Gro&szlig;en Koalition wurde bereits einmal im Parlament diskutiert und soll heute endg&uuml;ltig auf den Weg gebracht werden. Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re war in der ersten Debatte vor zwei Wochen nicht nur k&auml;mpferisch in der Sache, sondern der CDU-Mann machte auch sehr deutlich, um was es ihm geht: &ldquo;Es gibt keine Garantie in Deutschland vor einem gro&szlig;en Terroranschlag verschont zu werden. Aber es gibt den Auftrag an uns alle, das uns M&ouml;gliche zu tun, dass es dazu m&ouml;glichst nicht kommt.&rdquo;<br>\nDer Kauf eines Prepaid-Handys wird k&uuml;nftig nur noch mit einem Ausweis m&ouml;glich sein. T&auml;ter nutzen diese Mobilfunkvertr&auml;ge, weil der Besitzer anonym bleiben kann. Diesen Handytarif bekommt man an jeder Ecke. In den Vertrag tr&auml;gt man einen Fantasienamen ein. Der Verk&auml;ufer hat das selten kontrolliert. Doch die fehlende M&ouml;glichkeit zur Identifikation f&uuml;hrte dazu, dass schwere Straftaten nicht z&uuml;gig aufgekl&auml;rt werden konnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/anti-terror-gesetz-bundestag-101.html\">tagesschau.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>BKA-Chef warnt vor Gefahr neuer rechter Terrorzellen<\/strong><br>\nDie rechte Gewalt gegen Fl&uuml;chtlinge hat nach Einsch&auml;tzung des BKA-Pr&auml;sidenten ein bedrohliches Ausma&szlig; erreicht. Den geistigen N&auml;hrboden lieferten Rechtspopulisten. Der Hass k&ouml;nnte zu einer weiteren Radikalisierung f&uuml;hren.<br>\nMit der zunehmenden Gewaltbereitschaft von Rechtsextremisten gegen Fl&uuml;chtlinge w&auml;chst nach Einsch&auml;tzung von BKA-Pr&auml;sident Holger M&uuml;nch die Gefahr von neuen rechten Terrorzellen.<br>\nDie rechte Szene erreiche mit dem Zuwanderungsthema Menschen, die vorher nicht zu Gewalttaten geneigt oder als extremistisch gegolten h&auml;tten, sagte der Chef des Bundeskriminalamts (BKA) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. &bdquo;Es ist nicht auszuschlie&szlig;en, dass sich aus einer derartigen Bewegung heraus am Ende Strukturen abspalten, die sich radikalisieren &ndash; bis hin zu terroristischen Strukturen.&ldquo;<br>\nBei Hinweisen, die auf derartige Strukturen hindeuten, handele das BKA schnell und konsequent, sagte M&uuml;nch. Das Vorgehen gegen die &bdquo;Old School Society&ldquo;, die &bdquo;Bamberger Gruppe&ldquo; und die &bdquo;B&uuml;rgerbewegung Freital&ldquo; beweise das. &bdquo;Auch das ist eine der Lehren, die wir aus dem selbst ernannten NSU gezogen haben.&ldquo; Die rechtsextreme Terrorzelle NSU, der zwischen 2000 und 2007 zehn ganz &uuml;berwiegend rassistisch motivierte Morde zur Last gelegt werden, war viele Jahre unentdeckt geblieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/kriminalitaet-bka-chef-warnt-vor-gefahr-neuer-rechter-terrorzellen_id_5668921.html%20\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der NSU-Komplex ist offenbar noch l&auml;ngst nicht aufgearbeitet, da scheint der BKA-Pr&auml;sident Angst sch&uuml;ren zu wollen. Mit etwas Zynismus sei hinzugef&uuml;gt: Wenn die deutschen Geheimdienste ihre Rolle (Agenten und Papiere) nicht offen legen, scheinen die Ermittlungsbeh&ouml;rden komplett im Dunkeln zu stehen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Maulkorb f&uuml;r den DIHK<\/strong><br>\nDer Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ist eine ziemlich meinungsfreudige Institution. In den vergangenen Wochen hat der Dachverband der bundesweit 79 regionalen Kammern unter anderem die Erbschaftssteuerreform kritisiert, weiteren B&uuml;rokratieabbau angemahnt, den Bauboom gew&uuml;rdigt und mehr &ouml;ffentliche Investitionen gefordert. Ob &Ouml;lpreis, Mindestlohn oder Chinas Konjunktur, Merkels Fl&uuml;chtlingspolitik, M&uuml;tterrente oder Finanztransaktionssteuer: Kaum ein Thema scheint vor der Kommentierung des m&auml;chtigen Wirtschaftsverbandes sicher. Bis jetzt jedenfalls.<br>\nNun aber hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig dem DIHK ein Schweigegel&uuml;bde auferlegt. In einem Grundsatzurteil stellt das Gericht klar, dass der DIHK zu allgemeinen politischen Stellungnahmen nicht befugt sei. Mehr noch: Den Industrie- und Handelskammern komme es als K&ouml;rperschaften &ouml;ffentlichen Rechts lediglich zu, sich zu Themen zu &auml;u&szlig;ern, die die gewerbliche Wirtschaft in ihren jeweiligen Kammerbezirken betr&auml;fen. Als Beispiele nannten die Richter den Ausbildungsmarkt, Ganztagsschulen oder duale Studieng&auml;nge. (&hellip;)<br>\nZus&auml;tzliche Brisanz erh&auml;lt das Urteil, weil es das gesamte, auf Zwangsmitgliedschaften beruhende Kammerwesen an k&uuml;nftig zu beachtende Bedingungen kn&uuml;pft. Dies ergibt sich aus dem konkreten Fall: Geklagt hatte ein Windanlagenhersteller aus dem IHK-Bezirk Nord Westfalen\/M&uuml;nster. Die Firma hatte ihre IHK aufgefordert, aus dem Dachverband DIHK auszutreten, nachdem dieser sich 2007 gegen den Ausbau erneuerbarer Energien und f&uuml;r die Atomenergie ausgesprochen hatte. Es sei nicht zumutbar, dass der Dachverband in allgemeinen politischen Fragen Positionen beziehe, die den Interessen der zur Mitgliedschaft gezwungenen Unternehmen diametral entgegenst&uuml;nden, argumentierte der Kl&auml;ger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/deutsche-industrie--und-handelskammertag-maulkorb-fuer-den-dihk,1472780,34415106.html%20\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Internationale Solidarit&auml;t: Gewerkschaften als solidarische Vorreiter<\/strong><br>\nW&auml;hrend Millionen Fl&uuml;chtlinge ihr Zuhause verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen, und zugleich hinter verschlossenen T&uuml;ren hochrangige Wirtschaftsgespr&auml;che abgehalten werden, ist der Europ&auml;ische Gewerkschaftsbund zunehmend dazu gezwungen, zu globalen Themen Position zu beziehen, die sich nur durch internationale Solidarit&auml;t l&ouml;sen lassen.&#8232;Die Welt im Allgemeinen und Europa im Besonderen ist mit der gr&ouml;&szlig;ten Fl&uuml;chtlingskrise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs konfrontiert. In enger Zusammenarbeit mit internationalen Institutionen und dem Internationalen Gewerkschaftsbund arbeiten wir darauf hin, dass Menschen, die vor Krieg, Hunger und Verfolgung fliehen, nicht nur ein sicherer Hafen gew&auml;hrt wird, sondern auch gute Arbeit. (&hellip;)<br>\nDie entwickelten L&auml;nder m&uuml;ssen Fl&uuml;chtlinge aufnehmen und f&uuml;r ihre Unterkunft sorgen, denn auf lange Sicht werden die Fl&uuml;chtlinge einen positiven Beitrag zur Wirtschaft der Aufnahmel&auml;nder leisten. Diese Verantwortung, die die europ&auml;ischen Staaten nicht zuletzt in internationalen Abkommen &uuml;bernommen haben, nehmen sie allerdings nicht wahr. Stattdessen bauen sie Mauern und errichten H&uuml;rden, um Fl&uuml;chtlinge abzuwehren. Gewerkschaften kommt die Aufgabe zu, Fremdenfeindlichkeit und Rechtspopulismus zu bek&auml;mpfen, wo auch immer diese das Zusammenleben vergiften. Und die Gewerkschaften sind Vork&auml;mpferinnen, wenn es um die Integration von und faire Arbeitsbedingungen f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge und MigrantInnen geht.&#8232;Menschenhandel und Zwangsarbeit sind im Aufwind. 1,2 Millionen Menschen in Europa und 45 Millionen Menschen weltweit arbeiten laut Globalem Sklaverei-Index in sklaven&auml;hnlichen Verh&auml;ltnissen. EGB und IGB setzen sich gemeinsam daf&uuml;r ein, dass Regierungen das ILO-Protokoll zur Abschaffung der Zwangsarbeit ratifizieren und Ma&szlig;nahmen setzen, um Zwangsarbeit zu bek&auml;mpfen sowie deren Opfer zu unterst&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/internationale-solidaritaet-gewerkschaften-als-solidarische-vorreiter\/#more-13892\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Lohndruck durch Hartz IV<\/strong><br>\n54,5 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Wertsch&ouml;pfung flossen 2007 in Form von L&ouml;hnen und Geh&auml;ltern an die Arbeitnehmer, der Rest an die Bezieher von Kapitaleinkommen. 1980 hatte der Anteil der Besch&auml;ftigten noch bei 62,3 Prozent gelegen. Der R&uuml;ckgang k&ouml;nnte ganz verschiedene Gr&uuml;nde haben. Denkbar w&auml;re zum Beispiel, dass Ver&auml;nderungen der Branchenstruktur dahinterstecken. &Ouml;konomen k&ouml;nnten argumentieren, dass in einer hochtechnisierten Wirtschaft ein gr&ouml;&szlig;erer Teil der Ertr&auml;ge auf den sogenannten Produktionsfaktor Kapital entf&auml;llt als auf den Faktor Arbeit. Oder der R&uuml;ckgang bei Tarifbindung und gewerkschaftlichem Organisationsgrad k&ouml;nnte eine Rolle spielen.<br>\nAlexander Herzog-Stein, Jonas L&ouml;bbing und Ulrike Stein haben die Bedeutung des sektoralen Strukturwandels f&uuml;r die Ver&auml;nderung der Lohnquote mit statistischen Verfahren &uuml;berpr&uuml;ft. Dabei stellten die Forscher vom IMK und der Uni K&ouml;ln fest, dass f&uuml;r die 2000er-Jahre nicht dasselbe gilt wie f&uuml;r die beiden Jahrzehnte zuvor: Als erheblicher Einflussfaktor f&uuml;r den Zeitraum von 1980 bis 2000 erweist sich &bdquo;der sektorale Strukturwandel und dabei insbesondere die Verschiebung der Wertsch&ouml;pfung von Industrie zu Dienstleistungssektoren mit relativ geringen Lohnquoten&ldquo;. F&uuml;r die folgenden Jahre ist dies aber nicht mehr der Fall, obwohl die Lohnquote gerade zwischen 2000 und 2007 besonders stark zur&uuml;ckging &ndash; um sechs Prozentpunkte. Aus einer Gruppe m&ouml;glicher Einflussfaktoren, die als Erkl&auml;rung f&uuml;r den markanten R&uuml;ckgang in diesem Zeitraum in Frage kommen, scheint lediglich ein Indikator mit dem Verfall des Arbeitnehmeranteils an der Wertsch&ouml;pfung in Einklang zu stehen: die Lohnersatzquote.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/65838_65860.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Programmierter Abstieg &ndash; Wie Deutschland Prekariat erzeugt<\/strong><br>\nDas Feature: Eine Erzieherin, die ohne Nebenjob nicht &uuml;ber die Runden kommt; ein Unternehmer vor der Pleite, weil er beim Lohndumping nicht mitmacht; ganze Branchen, die auf Scheinselbst&auml;ndigkeit fu&szlig;en. Mit System werden Millionen unter die Armutsgrenze gedr&uuml;ckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/mediathek\/audio\/wdr5\/wdr5-dok5-das-feature\/dokfuenf140.podcast\">WDR 5<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>63.200 Jugendliche in Not &ndash; Hier wohnt die Generation Armut<\/strong><br>\nDie Hauptstadt boomt. Weniger Arbeitslose, die Wirtschaft w&auml;chst. Doch in Berlin boomt auch die Generation Armut. Fast jeder dritte Berliner Jugendliche lebt an der Armutsgrenze, wie jetzt Senats-Zahlen zeigen, die dem KURIER exklusiv vorliegen.<br>\nDas Armutszeugnis &ndash; ausgestellt wurde es von der Sozialverwaltung auf Anfrage der Linken-Abgeordneten Evrim Sommer. Danach sind eine halbe Million Berliner bedroht, in die Armut abrutschen. Die meisten leben in Neuk&ouml;lln (25,3 Prozent), die wenigsten in Steglitz-Zehlendorf (8,4 Prozent). In Berlin gilt als arm, wer monatlich weniger als 851 Euro zum Leben hat.<br>\nDie am meisten von Armut betroffene Gruppe ist nicht etwa die der Rentner, von denen 7,6 Prozent (43 000) mit ihrem Lebensunterhalt knapp an der Armutsgrenze kratzen. Nach den aktuellen Zahlen f&uuml;r 2015 trifft es besonders stark die Jungen &ndash; insgesamt 63 200 Jugendliche. Das sind 29,2 Prozent aller 18- bis 25-J&auml;hrigen in der Hauptstadt, ein Anstieg um fast vier Prozent zum Vorjahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-kurier.de\/berlin\/kiez---stadt\/63-200-jugendliche-in-not-hier--wohnt-die-generation--armut-24283836\">Berliner Kurier<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Hartz IV: 767 Millionen Euro mehr f&uuml;r &bdquo;Verwaltung&ldquo;, 669 Millionen Euro weniger f&uuml;r &bdquo;Eingliederung&ldquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r das &ldquo;Bundesprogramm zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit&rdquo; wurden im Haushaltsjahr 2015 keine Bundesmittel ausgegeben. Veranschlagt waren 105 Millionen Euro. Das bemerkenswerte Abrechnungsergebnis &ndash; f&uuml;r das Bundesprogramm wurden ausschlie&szlig;lich Mittel des Europ&auml;ischen Sozialfonds (ESF) ausgegeben &ndash; fehlt in der am 14. Juni 2016 vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) ver&ouml;ffentlichten (an dieser Stelle korrekturbed&uuml;rftigen) Haushaltsrechnung f&uuml;r das Haushaltsjahr 2015.<br>\nDie Haushaltsrechnung f&uuml;r das Haushaltsjahr 2015 zeigt: F&uuml;r den Bundesanteil an den &ldquo;Verwaltungskosten f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&rdquo; wurden 767 Millionen Euro mehr ausgegeben und f&uuml;r die &ldquo;Leistungen zur Eingliederung in Arbeit&rdquo; 669 Millionen Euro weniger als im Bundeshaushalt veranschlagt. Im Haushaltsjahr 2015 wurden vom Bund pro erwerbsf&auml;higen Leistungsberechtigten (ELB) 1.111 Euro f&uuml;r &ldquo;Verwaltungskosten&rdquo; (ohne den kommunalen Finanzierungsanteil) und 747 Euro f&uuml;r &ldquo;Leistungen zur Eingliederung in Arbeit&rdquo; ausgegeben.<br>\nDie gesamte BIAJ-Kurzmitteilung vom 25. Juni 2016 zur &ldquo;Haushaltsrechnung des Bundes f&uuml;r das Haushaltsjahr 2015&rdquo; mit einem Blick auf die Entwicklung der Mittel und Ausgaben f&uuml;r &ldquo;Verwaltungskosten&rdquo; (Bundesanteil) und &ldquo;Leistungen zur Eingliederung in Arbeit&rdquo; seit 2007 finden Sie hier: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/2016_06_25_biaj_sgb2-egl-vwk-bundeshaushalt-2007-2016.pdf\">Download<\/a> (PDF: 3 Text- und eine Tabellenseite)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/782-hartz-iv-767-millionen-euro-mehr-fuer-verwaltung-669-millionen-euro-weniger-fuer-eingliederung.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Diese Zahlen sind den Kirchen selbst peinlich<\/strong><br>\nDie Kirchensteuer ist in Deutschland an die Einkommensteuer gekoppelt. Bei guter Konjunktur und guter Entwicklung der L&ouml;hne und Geh&auml;lter f&auml;llt sie entsprechend hoch aus. So auch aktuell: Die katholische und die evangelische Kirche nahmen im Jahr 2015 zusammen mehr als 11,4 Milliarden Euro ein &ndash; ein Rekord. &ldquo;Angesichts der Konjunkturlage war das absehbar&rdquo;, sagt Deutschlandfunk-Religionsredakteurin Christiane Florin. &ldquo;Interessant finde ich, wie die Kirchen damit umgehen.&rdquo; Die Zahlen w&uuml;rden nicht eben als Erfolgsmeldung hinausposaunt. &ldquo;Ich habe manchmal den Eindruck, dass den Kirchen diese hohen Zahlen im Moment selbst peinlich sind, weil auch die Austrittszahlen hoch sind&rdquo;, so Florin.<br>\nDas deutsche Kirchensteuersystem ist weltweit einzigartig und sorgt f&uuml;r eine komfortable Finanzierung. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages errechnete k&uuml;rzlich, dass die katholische Kirche in Deutschland knapp 230 Euro pro Mitglied und Jahr zur Verf&uuml;gung hat, die evangelische gut 220 Euro. In &Ouml;sterreich kommt die katholische Kirche dagegen lediglich auf knapp 80 Euro je Mitglied, in Italien erh&auml;lt die sie &uuml;ber eine Abgabe gut 22 Euro je Mitglied, in Frankreich kommen die beiden Kirchen auf rund 20 Euro pro Mitglied.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/rekordeinnahmen-aus-der-kirchensteuer-diese-zahlen-sind-den.886.de.html?dram:article_id=358012\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die USA heute: in Hypnose auf zum n&auml;chsten Krieg<\/strong><br>\nDie USA sind derma&szlig;en auf den rassistischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten der Republikaner fokussiert, dass diejenigen an der Macht &ndash; und die die nach ihr streben &ndash; ganz nebenbei den n&auml;chsten Krieg vorbereiten, schreibt John Pilger.<br>\nJusticeNow! and Die Freiheitsliebe send best regards and a big Thank You! to Australia, to John Pilger and New Matilda where this article first appeared.Ich bin in einem Wahljahr in die Vereinigten Staaten zur&uuml;ckgekehrt &ndash; und bin von der Stille hier wie erschlagen. Ich habe bereits von vier Pr&auml;sidentschaftswahlk&auml;mpfen berichtet, angefangen 1968. Ich stand neben Robert F. Kennedy, als er erschossen wurde, und ich konnte den Attent&auml;ter in seinen Mordvorbereitungen sogar sehen. Es war so etwas wie die Taufzeremonie des American Way, ebenso die unaussprechliche Gewalt der Polizei von Chicago gegen die Hippies auf dem ber&uuml;hmt-ber&uuml;chtigten Parteitag der Demokraten 1968.<br>\nDie gro&szlig;e Konterrevolution hatte begonnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/die-usa-heute-in-hypnose-auf-zum-naechsten-krieg\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Milit&auml;r- und man&ouml;verfreier Korridor statt S&auml;belrasseln<\/strong><br>\nAu&szlig;enminister Steinmeier hat am 19.6.2016 einen richtigen und klugen Satz gesagt: &raquo;Was wir jetzt nicht tun sollten, ist, durch lautes S&auml;belrasseln und Kriegsgeheul die Lage weiter anzuheizen.&laquo; Seitdem wird er von &bdquo;Leitmedien&ldquo; und Politikschaffenden angegriffen. Ungeheuerlicher Vorwurf! Unverantwortliches Signal! Beispielloser Akt der Illoyalit&auml;t! So schallt es. Und der FAZ-Leitartikler Frankenberger r&auml;t dem Au&szlig;enminister: &raquo;vielleicht k&ouml;nnte ein Besuch beim Akustiker helfen&laquo;. (FAZ 22.6.2016) Danach w&uuml;rde Steinmeier dann wohl kein &bdquo;S&auml;belrasseln und Kriegsgeheul&ldquo; mehr h&ouml;ren.<br>\nNun hatte bekanntlich die NATO selbst ihr j&uuml;ngstes Man&ouml;ver im Baltikum wie in den Vorjahren Saber Strike (also: S&auml;belangriff oder S&auml;belschlag) genannt und so die Assoziationskette zum S&auml;belrasseln in Gang gesetzt. 10.000 Soldaten &uuml;bten den S&auml;belangriff, parallel wurde zur Einstimmung auf den NATO-Gipfel in Warschau Anfang Juli in Polen noch mit 31.000 Soldaten ein Man&ouml;ver mit dem Titel Anakonda statt. Namensgeber ist dabei eine Riesenschlange, die bei Wikipedia bez&uuml;glich &bdquo;Jagdweise und Nahrung&ldquo; so beschrieben wird &raquo;Die Art ist ein Lauerj&auml;ger; die wesentliche Jagdmethode ist offenbar das bewegungslose Warten im Wasser, bis Beute in erreichbare N&auml;he kommt. Sie ist dabei durch ihre F&auml;rbung sehr gut getarnt. Wie alle Riesenschlangen verbei&szlig;t sich die Gro&szlig;e Anakonda dann in die Beute, umschlingt sie und bringt somit ihren Blutkreislauf zum stoppen, was schnell zum Tod f&uuml;hrt. Anschlie&szlig;end wird die Beute mit dem Kopf voran verschlungen.&laquo;[1] Weitere NATO-Man&ouml;ver f&uuml;r 2016 sind angek&uuml;ndigt, wobei die NATO-eigene &Uuml;bersicht[2] unvollst&auml;ndig ist. Denn darin wird das Man&ouml;ver &bdquo;Rapid Trident&ldquo; in der Ukraine Ende Juli nicht aufgef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gruene-friedensinitiative.de\/cms\/militaer-und-manoeverfreier-korridor-statt-saebelrasseln\/#_edn2\">Gr&uuml;ne Friedensinitiative<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kosten der Bundeswehreins&auml;tze falsch kalkuliert<\/strong><br>\nJahrelang hat das Verteidigungsministerium zu wenig Geld f&uuml;r Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr eingeplant. Eine Linkenabgeordnete spricht von &ldquo;T&auml;uschung des Parlaments&rdquo;. (&hellip;)<br>\nDem Bericht zufolge hatte das Wehrressort im Jahr 2009 f&uuml;r den Afghanistaneinsatz und andere internationale Missionen 580 Millionen Euro eingeplant. Tats&auml;chlich betrugen die Kosten aber 1,1 Milliarden Euro. Im folgenden Jahr habe das Ministerium den Soll-Ansatz zwar nach oben korrigiert. Die realen Kosten seien dennoch um 527 Millionen Euro h&ouml;her ausgefallen. 2011 seien es sogar 647 Millionen Euro mehr gewesen.<br>\nIm vergangenen Jahr h&auml;tten die Kosten trotz reduzierter Auslandseins&auml;tze immer noch knapp 50 Prozent &uuml;ber der Planung gelegen. Die Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Gesine L&ouml;tzsch (Linke), kritisierte, die Kosten w&uuml;rden &ldquo;vorher k&uuml;nstlich kleingerechnet&rdquo;, um die Zustimmung der Abgeordneten zu den Auslandseins&auml;tzen zu bekommen. Das sei &ldquo;eine systematische T&auml;uschung des Parlaments&rdquo;, sagte sie dem Spiegel.<br>\nEine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums sagte, die Auslandseins&auml;tze erfolgten &ldquo;in einem unsicheren Umfeld&rdquo;. In der Aufstellung des Haushalts begr&uuml;nde das Ministerium den Bedarf genau. Die Rahmenbedingungen &auml;nderten sich aber &ldquo;teilweise sehr kurzfristig&rdquo;, was zu nicht vorhersagbaren Auswirkungen auf die ben&ouml;tigten Mittel f&uuml;hre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-06\/verteidigungsministerium-kosten-bundeswehr-auslandseinsaetze\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn die Sch&auml;tzungen immer wieder und trotz inzwischen gewonnener Erfahrung um 35 bis 50 Prozent zu niedrig ausfallen, dann sieht das schon nach bewu&szlig;ter T&auml;uschung aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>US-Kriegskosten<\/strong><br>\nDie &ndash; offiziellen &ndash; Kosten der US-Kriege lassen sich regelm&auml;&szlig;ig im Bericht des &bdquo;Congressional Research Service&ldquo; nachlesen. Demnach summieren sich die Betr&auml;ge, die die USA seit 2001 f&uuml;r ihre Milit&auml;reins&auml;tze aufgewendet haben, auf 1,6 Billionen Dollar. So absurd diese Summe bereits ist, die tats&auml;chlichen Betr&auml;ge d&uuml;rften weit h&ouml;her liegen, da viele Folgekosten und andere Posten offiziell ausgeklammert werden. Deshalb belaufen sich die Kosten den letzten Berechnungen von Wirtschaftsnobelpreisgewinner Joseph Stiglitz tats&auml;chlich auf 5 bis 7 Billionen Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/06\/26\/us-kriegskosten\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Unheilige Allianz<\/strong><br>\nDie Rosa-Luxemburg-Stiftung steuert mit der &raquo;neuen Linken&laquo; in der Ukraine auf NATO-Kurs gegen Russland<br>\nDie linksparteinahe Rosa-Luxemburg-Stiftung will auf Nummer sicher gehen. Sie setzt nicht auf die historische prosowjetische oder eine andere marxistische Linke &minus; sie f&ouml;rdert eine &raquo;neue Linke&laquo;. Eine Stiftung, die den Namen einer weltweit zur Ikone antikapitalistischer Bewegungen gewordenen Kommunistin und Antiimperialistin als ihre &raquo;Identit&auml;t&laquo; beansprucht, w&auml;hrend Mitglieder ihrer F&uuml;hrungsriege der Linken eine Ann&auml;herung an den &raquo;imperialen Liberalismus&laquo; des Welthegemons USA ans Herz legen, muss politisch flexibel agieren. Die fortschrittlichen Kr&auml;fte d&uuml;rften sich nicht auf die Seite einer der konkurrierenden imperialistischen M&auml;chte gegen eine andere stellen, wird auf der Facebook-Seite &raquo;Rosa-Luxemburg-Stiftung Ukraine&laquo; f&uuml;r Abstand der &raquo;unabh&auml;ngigen Linken&laquo; zum NATO-EU-Block auf der einen und zu Russland auf der anderen Seite geworben.<br>\nDiese Agenda verfolgt die RLS mit ukrainischen Partnern, die sich nirgendwo explizit gegen den beschleunigten Expansionskurs des Westens bis an die Grenzen der Russischen F&ouml;deration aussprechen, aber konsequent den &raquo;russischen Gro&szlig;macht-Chauvinismus&laquo;, erst recht die untergegangene Sowjetunion und die antiimperialistische Linke anprangern. Bevorzugt kooperiert die Stiftung mit der &raquo;Linken Opposition&laquo; (LO). Im April 2014 hat sich die LO (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Struktur der ukrainischen KP) mit der &raquo;unabh&auml;ngigen&laquo; Gewerkschaft &raquo;Sachist Prazi&laquo; (Arbeitsschutz) von Oleg Wernik zur &raquo;Sozialen Bewegung&laquo; zusammengeschlossen &ndash; einem B&uuml;ndnis, das sich bislang ohne Erfolg zu einer ukrainischen Version von Syriza mausern m&ouml;chte. Zu den Gr&uuml;ndern der LO geh&ouml;rt Sachar Popowitsch, der 2003 ebenso wie Wernik wegen vielfachen Betrugs (er hatte Spendengelder f&uuml;r nicht existierende linke Organisationen in der Ukraine kassiert) aus dem trotzkistischen Komitee f&uuml;r eine Arbeiterinternationale ausgeschlossen worden war (jW berichtete).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/06-25\/012.php%20\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Sind das die Auswirkungen z. B. <a href=\"http:\/\/www.stefan-liebich.de\/de\/topic\/131.mitgliedschaften.html\">des Atlantik-Br&uuml;cken-Mitglieds Liebich<\/a> &amp; Co?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Winter is coming<\/strong><br>\nWarum Finnland und Schweden in die NATO geh&ouml;ren.<br>\nDie Sicherheitslage im Ostseeraum und in ganz Europa hat sich nach der Ukraine-Krise und angesichts anhaltender Muskelspiele Russlands entlang der NATO-Grenzen rapide verschlechtert. Das hat Diskussionen &uuml;ber eine NATO-Mitgliedschaft Finnlands und Schwedens neue Nahrung gegeben. Es kann sein, dass beide L&auml;nder in den n&auml;chsten Jahren entweder allein oder gemeinsam in diese Richtung steuern. Diese Entwicklung ist nat&uuml;rlich wahrscheinlicher, wenn Russland weiter so herausfordernd in der nordisch-baltischen Region auftritt und die &ouml;ffentliche Zustimmung in Schweden und Finnland zu einer NATO-Mitgliedschaft weiterhin langsam, aber deutlich w&auml;chst. Eine NATO-Mitgliedschaft w&uuml;rde Schweden, Finnland wie auch der nordisch-baltischen Region n&uuml;tzen und der NATO insgesamt. Doch noch ist keineswegs ausgemacht, dass die beiden L&auml;nder beitreten werden; der Weg zur Mitgliedschaft k&ouml;nnte l&auml;nger und komplizierter sein als gedacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/aussen-und-sicherheitspolitik\/artikel\/winter-is-coming-1481\">IPG<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.B.:<\/strong> Es ist unglaublich (und gerade wurde die U-Boot-Story ja schlu&szlig;endlich offiziell enttarnt)<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu erneut Die Klagen dar&uuml;ber, die NachDenkSeiten w&uuml;rden die Medien zu hart kritisieren, erweisen sich immer mehr als Lachnummern. Jetzt sichtbar am <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33841\">M&auml;rchen &uuml;ber russische U-Boote und Schweden<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Michael L&uuml;ders bei Fragen an den Autor<\/strong><br>\nMichael L&uuml;ders, &ldquo;Wer den Wind s&auml;t. Was westliche Politik im Orient anrichtet. Interventionen und ihre Folgen. Hillary Clinton und Milit&auml;reins&auml;tze. B&uuml;rgerkriege und Fl&uuml;chtlinge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sr-mediathek.sr-online.de\/index.php?seite=7&amp;id=15794&amp;pnr=2\">SR2 Fragen an den Autor<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-33959","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33959","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=33959"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33959\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33964,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33959\/revisions\/33964"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=33959"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=33959"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=33959"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}