{"id":3401,"date":"2008-08-14T08:59:37","date_gmt":"2008-08-14T06:59:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3401"},"modified":"2008-08-14T08:59:37","modified_gmt":"2008-08-14T06:59:37","slug":"hinweise-des-tages-713","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3401","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nHeute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Hundt nagt an der Arbeitslosenversicherung<\/li>\n<li>Gl&auml;serne Arbeitnehmer<\/li>\n<li>Gesundheitsfonds und Wettbewerb<\/li>\n<li>So was passiert mit gesammelten Daten<\/li>\n<li>Bundesrat will Hartz-IV-Schulkindern helfen<\/li>\n<li>12.500 Tonnen Atomm&uuml;ll, eine Million Jahre<\/li>\n<li>Wer sind die Nichtw&auml;hler<\/li>\n<li>Hofberichterstattung aus Afghanistan<\/li>\n<li>USA und Georgien<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3401&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Arbeitgeberpr&auml;sident Dieter Hundt beharrt auf niedrigeren Beitr&auml;gen zur Arbeitslosenversicherung: &bdquo;Der Spielraum f&uuml;r eine Senkung ist da&ldquo;<\/strong><br>\nGerade wegen der Wirtschaftslage ist es sinnvoll, den Beitragssatz zum Januar 2009 noch einmal deutlich abzusenken. Das w&uuml;rde die Konjunktur st&uuml;tzen. Der Spielraum f&uuml;r eine Senkung von 3,3 auf 2,5 Prozent ist da, wenn auch der Eingliederungsbeitrag abgeschafft wird. Allein durch diese Ma&szlig;nahme werden den Beitragszahlern zu Unrecht f&uuml;nf Milliarden Euro &ndash; &uuml;ber 0,6 Beitragssatzpunkte &ndash; j&auml;hrlich weggenommen.<br>\nDie Bundesagentur hat gen&uuml;gend Reserven. Die Finanzentwicklung ist in diesem Jahr bereits um 1,8 Milliarden Euro besser als zu Jahresbeginn prognostiziert. Statt einem Defizit von 2,5 Milliarden werden nur noch 700 Millionen Minus erwartet. Bleibt die Arbeitsmarktlage so robust wie bisher, ist auch ein ausgeglichener Haushalt denkbar. Hinzu kommen die Reserven: W&uuml;rde man den Eingliederungsbeitrag abschaffen und den Beitragssatz auf 2,5 Prozent heruntersetzen, bliebe der Bundesagentur immer noch ein zweistelliger Milliardenbetrag in allen kommenden Jahren von 2009 bis 2012. Falls dem Haushalt der Bundesagentur im Herbst neue Daten zur Wirtschaftsentwicklung zugrunde gelegt werden, die eine konjunkturelle Delle einplanen, w&uuml;rde das Polster zwar geringer werden. Doch die Bundesagentur h&auml;tte in jedem Fall noch Milliarden an Reserven &uuml;brig trotz Beitragssatzsenkung. Sie ist verantwortbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pnp.de\/nachrichten\/artikel.php?cid=29-21025764&amp;Ressort=pol&amp;Ausgabe=a&amp;RessLang=&amp;BNR=0\">Passauer Neue Presse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Ach, w&uuml;rde doch nur einmal ein Journalist bei diesem Thema kritisch nachfragen oder wenigstens nach dem Interview nachrechnen, wie viel Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Konjunktur das bedeuten w&uuml;rde. F&uuml;r die Besch&auml;ftigten w&auml;re es tats&auml;chlich eine Entlastung von 40 Cent pro 100 Euro Sozialversicherungsbrutto. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Beitragsk&uuml;rzungen sollen Leistungsk&uuml;rzungen vorbereiten, unter denen die Arbeitnehmer in der n&auml;chsten Krise zu leiden haben werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>ELENA spioniert Arbeiter aus: Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht Speicherung von Besch&auml;ftigtendaten vor<\/strong><br>\nDie Bundesregierung beabsichtigt die zentrale Erfassung aller Besch&auml;ftigtendaten. Das Bundeskabinett beschlo&szlig; bereits im Juni einen Gesetzentwurf zum sogenannten &raquo;Elektronischen Entgeltnachweis&laquo; (ELENA) und ist damit Forderungen aus der Wirtschaft nachgekommen. Das Vorhaben wurde noch von der SPD-Gr&uuml;nen-Regierung auf den Weg gebracht und geht auf Vorschl&auml;ge der Hartz-Kommission zur&uuml;ck. Wegen technischer und datenschutzrechtlicher Probleme hat es sich allerdings erheblich verz&ouml;gert. Ab 2012 soll &shy;ELENA aber umgesetzt werden.  Vorgesehen ist ein umfangreicher Datenaustausch zwischen Unternehmen, Arbeitsagenturen, Kommunen und Justiz. Bescheinigungen, die bislang noch in Papierform bei den Beh&ouml;rden vorgelegt werden m&uuml;ssen, gibt es dann nur noch elektronisch. Dazu &uuml;bermitteln die Unternehmen die Einkommensangaben an die Zentrale Speicherstelle (ZSS). Besch&auml;ftigte m&uuml;ssen sich &ndash; auf ihre Kosten &ndash; eine Signaturkarte (zuvor JobCard genannt) mit einer Identit&auml;tsnummer anschaffen. Die Beh&ouml;rden k&ouml;nnen im ersten Schritt Antr&auml;ge auf Arbeitslosengeld I, Erziehungsgeld und Wohngeld berechnen, indem sie auf die Datenbank zugreifen. &raquo;Ziel der Bundesregierung ist es, das Verfahren schrittweise auszubauen und ab 1. Januar 2015 alle weiteren Ausk&uuml;nfte, Bescheinigungen und Nachweise nach dem Sozialgesetzbuch in das Verfahren mit einzubeziehen&laquo;, hei&szlig;t es in einer Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums. Dann k&ouml;nnen auch ALG-II-Antr&auml;ge, Prozesskostenhilfe, Fehlbelegungsabgaben, Nebeneinkommensbescheinigungen usw. papierlos berechnet werden. Was sich so praktisch anh&ouml;rt, enth&auml;lt gravierende datenschutzrechtliche Risiken f&uuml;r die Besch&auml;ftigten; der Gewinn liegt bei den &raquo;Arbeitgebern&laquo;: &raquo;Allein durch &shy;ELENA k&ouml;nnen wir die Unternehmen um mehr als 85 Millionen Euro im Jahr entlasten&laquo;, will Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CDU) ausgerechnet haben. Im Hintergrund steht wohl auch die Hoffnung auf Umsatzsteigerungen in der IT-Branche: Haben sich die Besch&auml;ftigten erst eine Karte mit elektronischer Signatur angeschafft, dann haben sie auch die M&ouml;glichkeit, &raquo;sich im Internet auszuweisen sowie auf elektronischem Wege rechtssicher zu unterschreiben. Davon profitieren der Verbraucher, der elektronische Handel und die Dienstleistungswirtschaft&laquo;, so die Regierung. Datensch&uuml;tzer kritisieren hingegen die ausufernde Sammlung personenbezogener Informationen. Der Unabh&auml;ngige Beauftragte von Schleswig-Holstein, Thilo Weichert, spricht von einer &raquo;h&auml;sslichen, weil datenschutzwidrigen Gro&szlig;datenbank&laquo;, die nicht ausreichend gesichert sei und an der vor allem die Finanz&auml;mter ein Interesse h&auml;tten. B&uuml;rgerrechtsgruppen mobilisieren gegen die ausufernde Sammelleidenschaft f&uuml;r den 11. Oktober zu einer Demonstration nach Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/08-11\/041.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Gesundheitsfonds ist eine Perversion des Wettbewerbs&laquo;<\/strong><br>\nDie Misere in der Krankenversorgung wird sich nach Expertenansicht weiter versch&auml;rfen. Ein Gespr&auml;ch mit Wolfram-Arnim Candidus. Wolfram-Arnim Candidus ist Pr&auml;sident der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Versicherte und Patienten (DGVP), die sich als &raquo;unabh&auml;ngige und &uuml;berparteiliche Interessenvertretung der B&uuml;rger im Gesundheitswesen&laquo; versteht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/08-12\/049.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Hessischer Minister Hoff als Zeuge in Betrugsprozess &ndash; Verbindung zu Tarnfirma <\/strong><br>\nDer hessische Europaminister Volker Hoff (CDU) hat als Zeuge im Betrugsprozess um die Agentur Aegis Media eine Verwicklung in illegale Machenschaften zur&uuml;ckgewiesen. Das Landgericht Wiesbaden befragte Hoff dreieinhalb Stunden lang nach seiner fr&uuml;heren Rolle als Mitgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Werbeagentur ZHP, &uuml;ber die der Hauptangeklagte Alexander Ruzicka Gelder verschoben haben soll. Der Minister erkl&auml;rte, der Kontakt zu Ruzicka sei meist &uuml;ber seinen Partner Reinhard Zoffel gelaufen. Ruzicka war fr&uuml;her Deutschland-Chef der Agentur Aegis Media.  Ihm wird zur Last gelegt, beim Handel mit TV-Werbezeiten mehr als 50 Millionen Euro in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben. ZHP hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Aegis-T&ouml;chtern 9,1 Millionen Euro mutma&szlig;lich veruntreuter Gelder erhalten und davon 6,5 Millionen Euro an Tarnfirmen Ruzickas weitergeleitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rhein-main.net\/sixcms\/list.php?page=fnp2_news_article&amp;sv[gsid]=rmn01.c.5051138.de\">Frankfurter Neue Presse<\/a><\/li>\n<li><strong>17.000 Verbraucher von Abzocke bedroht<\/strong><br>\nBankdaten illegal gehandelt<br>\nEine Firma in Nordrhein-Westfalen hat offenbar die Kontodaten tausender Verbraucher verscherbelt. Datensch&uuml;tzer vermuten einen Zusammenhang zu illegalen Abbuchungen<br>\nIn Deutschland werden offenbar die Bankdaten tausender Verbraucher illegal gehandelt. Der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein sowie dem dortigen Datenschutzbeauftragten wurde am Montag von einem ehemaligen Mitarbeiter eines Callcenters eine CD mit den Daten von 17.000 B&uuml;rgern zugespielt.<br>\nDie Firma des Informanten hei&szlig;t nach taz-Informationen Eurochance und sitzt im nordrhein-westf&auml;lischen Viersen. Sie soll die Angaben an andere Callcenter verkauft haben. Auf der CD sind neben Namen, Geburtsdaten, Adressen und Telefonnummern auch die jeweiligen Kontoverbindungen gespeichert. Die Datenstruktur weise darauf hin, dass die Angaben urspr&uuml;nglich von Lottofirmen wie der S&uuml;ddeutschen Klassenlotterie SKL stammen, hie&szlig; es in Kiel.<br>\nQuelle. <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/schwerpunkt-ueberwachung\/artikel\/1\/bankdaten-illegal-gehandelt\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesrat fordert spezielle Erfassung des Kinderbedarfs bei den Regelleistungen<\/strong><br>\nDer Bundesrat fordert die Bundesregierung auf, die Regelleistung f&uuml;r Kinder nach dem SGB II sowie die Regels&auml;tze nach dem SGB XII unverz&uuml;glich neu zu bemessen und als Grundlage daf&uuml;r eine spezielle Erfassung des Kinderbedarfes vorzusehen. Dabei ist auch sicherzustellen, dass die besonderen Bedarfe der Kinder im Hinblick auf die Mittagsverpflegung in Ganztagsschulen oder Schulen mit einem Bildungs- und Betreuungsangebot am Nachmittag und in Kindertageseinrichtungen sowie bei der Beschaffung von besonderen Lernmitteln f&uuml;r Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler durch die Leistungen nach dem SGB II und SGB XII abgedeckt werden. Zudem ist eine &Ouml;ffnungsklausel entsprechend &sect; 28 Abs. 1 Satz 2 SGB XII in das SGB II zur abweichenden Bedarfsbemessung in Einzelf&auml;llen aufzunehmen. Au&szlig;erdem soll gepr&uuml;ft werden, in welchen Bereichen Sachleistungen besser als<br>\nGeldleistungen eine chancengerechte Teilhabe der Kinder am gesellschaftlichen Leben gew&auml;hrleisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesrat.de\/cln_090\/nn_8336\/SharedDocs\/Drucksachen\/2008\/0301-400\/329-08_28B_29,templateId=raw,property=publicationFile.pdf\/329-08(B).pdf\">Bundesrat [PDF &ndash; 20 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Harald Schumann: 12.500 Tonnen, eine Million Jahre<\/strong><br>\nDer Standort f&uuml;r ein Atomm&uuml;llendlager muss in einem offenen Verfahren gesucht werden. Denn die Geschichte der deutschen Atomm&uuml;llpolitik liest sich als eine lange Liste gebrochener Versprechen.<br>\n&bdquo;Wir bekr&auml;ftigen den Grundsatz, dass die sichere Gew&auml;hrleistung der Entsorgung eine der unabdingbaren Voraussetzungen f&uuml;r den weiteren Ausbau der Kernenergie bildet.&ldquo; So versprachen es die Ministerpr&auml;sidenten und der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt im Jahr 1979, und ihre Nachfolger hielten es nicht anders. Aber 29 Jahre sp&auml;ter ist noch immer nichts gesichert, und die Atomstromfabriken laufen trotzdem. 12 500 Tonnen t&ouml;dlich strahlender verbrauchter Nuklearbrennstoff sind darum bereits angefallen und werden provisorisch in Zwischenlagern aufbewahrt. Jedes Jahr kommen 420 Tonnen dazu. Derweil verharrt die Endlagerplanung auf dem Stand von 1979.<br>\nNur &hellip; in einem offenen Verfahren unter Beteiligung auch solcher Wissenschaftler, die nicht der interessierten Industrie nahestehen, lie&szlig;e sich die Zustimmung der Bev&ouml;lkerung gewinnen. Genau nach diesem Prinzip verl&auml;uft derzeit die Endlagersuche in der Schweiz und nur die Bequemlichkeit der Wahlk&auml;mpfer in den C-Parteien verhindert, dass in Deutschland genauso verfahren wird. Aber auch die SPD und ihr Umweltminister werden ihrer Verantwortung nicht gerecht. Anstatt den Konflikt endlich offen auszutragen, halten sie lieber still, um die Koalition zu retten.<br>\nEine Million Jahre? Noch reicht der Mut deutscher Politiker nur bis zur n&auml;chsten Wahl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Atommuell;art141,2592559\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Im Land der Nichtw&auml;hler<\/strong><br>\nZu den Nichtw&auml;hlern geh&ouml;ren besonders viele Menschen mit geringem Haushaltseinkommen und ohne religi&ouml;se Bindungen. &ldquo;Dagegen ist der Anteil der Arbeitslosen bei Nichtw&auml;hlern und W&auml;hlern &auml;hnlich hoch.&rdquo; Unter Nichtw&auml;hlern f&auml;nden sich auch h&auml;ufiger Frauen, Kinderlose, Ledige, unter 30-J&auml;hrige und Menschen mit geringer Schulbildung. Ihr Motiv: &ldquo;Die Leute haben das Gef&uuml;hl, dass es auf ihre Stimme ohnehin nicht ankommt.&rdquo;<br>\nDie Partei der Nichtw&auml;hler hat starken Zulauf, nicht nur in Sachsen-Anhalt. Schon seit Anfang der 80er-Jahre sinke die Wahlbeteiligung sukzessive, sagt die Politikwissenschaftlerin Doroth&eacute;e de N&egrave;ve von der Universit&auml;t Halle. Zwischen 1980 und 2005 habe sie im bundesweiten Durchschnitt um mehr als zehn Prozentpunkte abgenommen. &ldquo;In Ostdeutschland ist die Wahlbeteiligung allerdings signifikant niedriger als in Westdeutschland. Und nirgendwo war sie so dramatisch niedrig wie in Sachsen-Anhalt&rdquo;, sagt die Forscherin.<br>\n&ldquo;Die Menschen haben der Demokratie einen gro&szlig;en Vertrauensvorschuss gegeben&rdquo;, sagt Michelmann, &ldquo;bei den ersten freien Wahlen 1990 haben hier &uuml;ber 90 Prozent gew&auml;hlt.&rdquo; Doch nach der Euphorie kam die Ern&uuml;chterung. Die Landschaften bl&uuml;hten nicht, die soziale Sicherheit ging verloren, und zur Stabilit&auml;t fand Sachsen-Anhalt nicht zur&uuml;ck. Fast jede denkbare Koalition hat hier schon regiert. &ldquo;Eine Kontinuit&auml;t wie in Sachsen oder Th&uuml;ringen gab es nicht.&rdquo; So h&auml;tten die Parteien viel Vertrauen verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Sachsen_Anhalt_Im_Land_der_Nichtw%E4hler\/399173.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Hofberichterstattung vom Steinmeier-Besuch in Afghanistan<\/strong><br>\nWei&szlig;es Hemd und kugelsichere Weste &ndash; der Au&szlig;enminister in Afghanistan. Er braucht starke Bilder &ndash; der Einsatz der Bundeswehr am Hindukusch verliert an Zustimmung daheim. Die Medien liefern die passenden Schlagzeilen: &ldquo;Steinmeier weihte in Herat einen Wasserturm ein&rdquo;, &ldquo;Deutschland bem&uuml;ht sich um den Erhalt des Altstadt-Kerns&rdquo;, &ldquo;Steinmeier er&ouml;ffnet Schule f&uuml;r Armeefahrer in Kabul&rdquo;. Doch das Trinkwasserprojekt ist seit Jahren in Betrieb, die Altstadt-Sanierung leitet die pakistanische Aga-Khan-Stiftung, die Schule f&uuml;r Armeefahrer wurde schon zum dritten Mal er&ouml;ffnet. Steinmeier macht aus alt neu &ndash; und die Presse macht mit. Zapp &uuml;ber Journalisten, die auf symbolische Politik hereinfallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www3.ndr.de\/ndrtv_pages_video\/0,,OID4921094_VID4911830,00.html\">NDR Zapp<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Die USA haben Wichtigeres zu regeln&rdquo;<\/strong><br>\nDer renommierte amerikanische Russland-Experte Clifford Gaddy r&auml;t von einem milit&auml;rischen Eingreifen im Kaukasus-Konflikt ab. Die fr&uuml;here Offerte von US-Pr&auml;sident Bush an Georgien, der Nato beizutreten, h&auml;lt er f&uuml;r falsch. Europa r&auml;t er, Russland ein paar wichtige Fragen zu stellen.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Sollte die Nato in Georgien milit&auml;risch aktiv werden, wenn der Konflikt wieder eskaliert?<br>\nClifford G. Gaddy: Nein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,druck-571982,00.html\">SPIEGEL ONLINE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Ein einigerma&szlig;en vern&uuml;nftiges Interview von Steingart.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>H&auml;nschen klein in Darfur<\/strong><br>\nIn Wirklichkeit ist von den 250 erlaubten Soldaten in der Kriegsregion Darfur nur ein einziger dort stationiert, als Transportplaner. Von den 75 erlaubten Beobachtern f&uuml;r die Autonomieregion S&uuml;dsudan sind blo&szlig; 44 vor Ort. Die Bundesregierung hat aber versprochen, das Darfur-Kontingent solle auf acht wachsen. &ldquo;Damit wird Deutschland unter den europ&auml;ischen Nationen zu den gr&ouml;&szlig;ten Truppenstellern z&auml;hlen&rdquo;, erkl&auml;rt Bundesau&szlig;enminister Steinmeier allen Ernstes.<br>\nZugleich nimmt man zur Kenntnis, dass der Chefankl&auml;ger des Internationalen Strafgerichtshofs Sudans Pr&auml;sidenten Beshir wegen V&ouml;lkermordes anklagen will. V&ouml;lkermord? Hei&szlig;t das nicht: Pflicht zum Eingreifen? Und wenn man nicht eingreift, hei&szlig;t das, der Chefankl&auml;ger fantasiert?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2008%2F08%2F14%2Fa0187&amp;cHash=7e39cd21aa&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Hundt nagt an der Arbeitslosenversicherung<\/li>\n<li>Gl&auml;serne Arbeitnehmer<\/li>\n<li>Gesundheitsfonds und Wettbewerb<\/li>\n<li>So was passiert mit gesammelten Daten<\/li>\n<li>Bundesrat will Hartz-IV-Schulkindern helfen<\/li>\n<li>12.500 Tonnen Atomm&uuml;ll, eine Million Jahre<\/li>\n<li>Wer sind die Nichtw&auml;hler<\/li>\n<li>Hofberichterstattung aus Afghanistan<\/li>\n<li>USA und Georgien<\/li>\n<\/ul>\n<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3401\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3401","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3401","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3401"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3401\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3401"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3401"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3401"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}