{"id":34015,"date":"2016-06-29T08:53:32","date_gmt":"2016-06-29T06:53:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34015"},"modified":"2016-06-30T10:40:04","modified_gmt":"2016-06-30T08:40:04","slug":"reporter-ohne-grenzen-sollte-aufhoeren-die-lage-der-medien-im-westen-zu-beschoenigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34015","title":{"rendered":"\u201eReporter ohne Grenzen\u201c sollte aufh\u00f6ren, die Lage der Medien im Westen zu besch\u00f6nigen."},"content":{"rendered":"<div style=\"float:right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" alt=\"Albrecht M&uuml;ller\" title=\"Albrecht M&uuml;ller\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/author_mueller_2.jpg\"><\/div><p>Vor gut vier Wochen fand ich in meinem Briefkasten die Weltkarte von &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.reporter-ohne-grenzen.de\/weltkarte\/\">Reporter ohne Grenzen<\/a>&ldquo; mit der Rangliste der Pressefreiheit vor. Wenige Tage sp&auml;ter wurde mir als Mitglied der fr&uuml;heren IG Medien, heute ver.di, die gleiche Weltkarte mit dem &bdquo;Medienpolitischen ver.di- Magazin M&ldquo; noch einmal frei Haus geschickt. Das bunte, mindestens DINA2 gro&szlig;e Plakat &ndash; mit einer Auflage von 63.000 &ndash; dient offenbar der Werbung von Mitgliedern und F&ouml;rderern und der Information &uuml;ber den Zustand der Pressefreiheit in der Welt. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2847\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-34015-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160629_Reporter_ohne_Grenzen_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160629_Reporter_ohne_Grenzen_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160629_Reporter_ohne_Grenzen_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160629_Reporter_ohne_Grenzen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=34015-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160629_Reporter_ohne_Grenzen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"160629_Reporter_ohne_Grenzen_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Das Plakat kennzeichnet mit f&uuml;nf verschiedenen Farben von wei&szlig; bis schwarz den Zustand der Pressefreiheit in allen L&auml;ndern der Welt. Deutschland ist zusammen mit einigen wenigen mitteleurop&auml;ischen und nordischen L&auml;ndern wei&szlig; gef&auml;rbt und charakterisiert mit &bdquo;Gute Lage&ldquo;.<\/p><p>Frankreich rangiert zusammen mit Polen, Gro&szlig;britannien, Niger, Chile, und den USA und Kanada in der Kategorie zwei = gelb: &bdquo;Zufriedenstellende Lage&ldquo;. <\/p><p>Russland, die T&uuml;rkei, Algerien, &Auml;gypten, Indien, der Irak, Venezuela und Mexiko sind rot eingef&auml;rbt. Diese 4. Kategorie hei&szlig;t &bdquo;Schwierige Lage&ldquo;. <\/p><p>Zwischen Rot und Gelb gibt es noch ocker als dritte Kategorie mit der Kennzeichnung &bdquo;Erkennbare Probleme&ldquo;. Zu dieser Kategorie geh&ouml;ren nach Meinung von &bdquo;Reporter ohne Grenzen&ldquo; Brasilien, Argentinien, Italien und auch die Ukraine und Ungarn. <\/p><p>Dann gibt es noch die f&uuml;nfte, die schwarz eingef&auml;rbte Kategorie mit der Kennzeichnung: &bdquo;Sehr ernste Lage&ldquo;. Dazu geh&ouml;ren China, Iran, Saudi-Arabien, Syrien, Libyen und auch Kuba.<\/p><p><strong>Wer die Weltkarte insgesamt betrachtet, wei&szlig; nach einem ersten &Uuml;berblick, wo auch nach der Kategorie &bdquo;Pressefreiheit&ldquo; die Guten und die B&ouml;sen in dieser Welt zu verorten sind.<\/strong><\/p><p>&bdquo;Reporter ohne Grenzen&ldquo; wendet offenbar ziemlich formale Kriterien an: Wenn der Staat die Medien und die Journalistinnen\/en g&auml;ngelt, dann rutscht das Land in Richtung schwarz, wenn Medienkonzerne die Journalistinnen und Journalisten g&auml;ngeln, dann nennt sich das &bdquo;Pressefreiheit&ldquo;.<\/p><p><strong>Nehmen wir unser Land, Deutschland:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Wir haben eine hohe Konzentration der Medien in wenigen H&auml;nden &ndash; bei Springer, bei Bertelsmann, bei Holtzbrinck, bei Burda, bei Schaub und dann noch bei einer Reihe von regionalen Monopolen bzw. Oligopolen.<\/li>\n<li>Hierzulande setzen die Medieneigent&uuml;mer ihre Macht in G&auml;ngelung der Journalisten um und sie lassen sich dabei von wirtschaftlichen und politischen Interessen leiten. Der Humanistische Pressedienst hat <a href=\"http:\/\/hpd.de\/artikel\/kritischer-redakteur-beim-suedkurier-kaltgestellt-13225\">am 21. Juni<\/a> gerade &uuml;ber einen solchen Fall berichtet. Unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Pressefreiheit.\n<p>Kritischer Redakteur beim S&uuml;dkurier kaltgestellt&ldquo; wird dort von der G&auml;ngelung eines anerkannt guten Journalisten berichtet. Er hatte keine R&uuml;cksicht auf die politischen Interessen des Konstanzer Oberb&uuml;rgermeisters und auf die wirtschaftlichen Interessen des Verlages genommen. <\/p>\n<p>Das ist die typische Standardsituation, die man in vielen Regionen Deutschlands findet: die Pressefreiheit wird tats&auml;chlich mit F&uuml;&szlig;en getreten, w&auml;hrend gleichzeitig das hohe Lied der formalen Pressefreiheit gesungen wird. In Anlage 1 finden Sie noch etwas mehr zu diesem Vorgang, einschlie&szlig;lich eines interessanten Leserkommentars eines Journalisten-Kollegen des Betroffenen.<\/p><\/li>\n<li>Oft schlie&szlig;en die regionalen Monopole und Oligopole mehrere Medienkategorien ein: die normalen Printmedien, die regionalen bzw. lokalen H&ouml;rfunkstationen und die Anzeigenbl&auml;tter. Das hat zur Folge, dass die Kommunalpolitiker in weiten Regionen Deutschlands von einem einzigen Medieneigent&uuml;mer begleitet werden.<\/li>\n<li>Die Rolle und Macht der Public Relations-Agenturen wird vermutlich nicht ausreichend oder gar nicht in die Bewertungs- und Einordnungskategorien einbezogen.<\/li>\n<li>Dass in unseren Medien Kampagnen geplant und gefahren werden, mit denen die politischen Entscheidungen ganz wesentlich bestimmt werden und dass damit auch die Pressefreiheit im realen, wirklichen Sinne ausgehebelt wird, findet in der Weltkarte bei der Einordnung Deutschlands &ndash; und anderer westlicher L&auml;nder &ndash; keinen Niederschlag.<\/li>\n<li>Der Einfluss der politischen Spitze auf die &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender, die systematisch betriebene Personalpolitik der CDU\/CSU zum Beispiel, kommt in der Bewertung nicht zur Geltung.<\/li>\n<li>Die transatlantischen Netzwerke, die nachweisbar wesentlichen Einfluss auf die Berichterstattung und Meinungsbildung in unseren Medien haben, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gewichtet und ber&uuml;cksichtigt.<\/li>\n<li>Dass der Kampf um die Einschaltquoten zwischen kommerziellem Rundfunk und &ouml;ffentlich-rechtlichem Rundfunk und unter den verschiedenen Sendern nicht zu mehr Vielfalt, sondern zu mehr Einfalt und zu einer Art von tats&auml;chlicher Gleichschaltung gef&uuml;hrt hat, wird vermutlich von den Zeichnern, Malern und Verteilern der Weltkarte nicht ber&uuml;cksichtigt.<\/li>\n<\/ul><p><strong>Das Wirken der Medienkonzerne und der Medienmogule in anderen L&auml;ndern der formalen Pressefreiheit wird offensichtlich nicht sonderlich beachtet<\/strong><\/p><ul>\n<li>In Brasilien wurde die gew&auml;hlte Pr&auml;sidentin entmachtet. Dass dabei die Medienkonzerne eine wesentliche Rolle gespielt haben, ist bekannt. Schl&auml;gt sich das in der Einf&auml;rbung der Weltkarte und der Platzierung Brasiliens auf einem mittleren Platz nieder?<\/li>\n<li>In den Vereinigten Staaten von Amerika, in Gro&szlig;britannien und Australien haben Medienmogule wie Murdoch einen gro&szlig;en Einfluss auf die Medien und nutzen diesen Einfluss auch f&uuml;r die Durchsetzung ihrer Interessen. Aber das ist offensichtlich kein Hinderungsgrund, diese L&auml;nder gelb einzuf&auml;rben und die Lage der Pressefreiheit als &bdquo;zufriedenstellend&ldquo; zu kennzeichen.<\/li>\n<li>Kuba wird schwarz eingef&auml;rbt, &auml;hnlich wie China. Ich will mir nach zwei Besuchen in Kuba noch kein Urteil &uuml;ber die wirkliche Lage der Journalistinnen und Journalisten anma&szlig;en. Den Grad an Meinungsfreiheit kann ich aber einigerma&szlig;en gut ermessen; die ist besser, als landl&auml;ufig bei uns und gerade auch von deutschen Medien behauptet wird. Den Grad der Pressefreiheit kann ich noch nicht beurteilen. Dass aber Kuba in der f&uuml;nften und schlechtesten Kategorie &ndash; = schwarz &ndash; und die USA in der zweitbesten Kategorie = gelb und mit dem Kommentar &bdquo;Zufriedenstellende Lage&ldquo; gef&uuml;hrt werden, zeigt zumindest die Oberfl&auml;chlichkeit der Einordnung durch &bdquo;Reporter ohne Grenzen&ldquo;. Vermutlich ist es einfach Propaganda.<\/li>\n<\/ul><p>Die Weltkarte hat einen propagandistischen Zweck. Das ist schade. Denn &bdquo;Reporter ohne Grenzen&ldquo; leistet jenseits der Darstellung der Pressefreiheit in einer zweifelhaften Weltkarte auch sehr gute praktische Arbeit bei der Hilfe f&uuml;r Journalistinnen und Journalisten in aller Welt. Die Weltkarte so breit zu streuen ist problematisch, weil die Organisation mit solchen PR Aktionen und mit der skizzierten Aufteilung in Gut und B&ouml;se den eigenen Ruf besch&auml;digen k&ouml;nnte.<\/p><p><strong>Anlage 1: <\/strong><\/p><p>Vorbemerkung: F&auml;lle wie den folgenden schildern NachDenkSeiten-Leserinnen und Leser immer wieder in ihren Mails.<\/p><p><strong>Pressefreiheit<\/strong><\/p><p><strong>Kritischer Redakteur beim S&uuml;dkurier kaltgestellt<\/strong><\/p><p>KONSTANZ. (hpd) Nach rund neun Jahren ist Michael L&uuml;nstroths Zeit als Redakteur beim <em>S&uuml;dkurier<\/em> wohl endg&uuml;ltig abgelaufen. Er bekam eine Abmahnung und darf nur noch Schreibtischdienst verrichten. Kaum vorstellbar, dass sich daran noch was &auml;ndert. Es sieht so aus, als unterwerfe sich sein Arbeitgeber auch wirtschaftlichen Interessen und ist bereit, daf&uuml;r einen verdienten Mitarbeiter &uuml;ber die Klinge springen zu lassen. <\/p><p>&hellip;<\/p><p>Mittlerweile ist hinreichend belegt: L&uuml;nstroths Berichterstattung &uuml;ber die bevorstehende Schlie&szlig;ung des Scala-Kinos und seine Kritik &uuml;ber die zunehmende Verramschung der Konstanzer Innenstadt wurde ihm zum Verh&auml;ngnis. Mehrfach hatte der Redakteur &uuml;ber Wochen hinweg die Verwaltungsoberen f&uuml;r ihre Unt&auml;tigkeit und kulturpolitische Ignoranz gegei&szlig;elt. Seiner Meinung h&auml;tte sich vor allem CDU-Oberb&uuml;rgermeister Uli Burchardt intensiver f&uuml;r das beliebte Kultkino einsetzen sollen. Da dem nachweislich nicht so war, attestierte L&uuml;nstroth dem Rathauschef mangelndes Gesp&uuml;r f&uuml;r die Bed&uuml;rfnisse eines gro&szlig;en Teils der Bev&ouml;lkerung. Der Fall Scala zeige, so der Journalist sinngem&auml;&szlig; in einem seiner letzten Texte, wie weit sich Burchardt mittlerweile von der Realit&auml;t entfernt habe.<\/p><p>&hellip;<\/p><p><strong>Wirtschaftliche Interessen im Hintergrund<\/strong><\/p><p>L&auml;ngst hat sich herumgesprochen, dass die Stadt Konstanz beabsichtigt, ein eigenes Amtsblatt herauszugeben, das jeden Haushalt erreichen soll. Die Diskussion dar&uuml;ber blieb auch dem <em>S&uuml;dkurier<\/em> nicht verborgen, der bisher f&uuml;r den Abdruck &ouml;ffentlicher Bekanntmachungen der Stadt j&auml;hrlich rund 70.000 Euro in Rechnung stellen durfte. Mit einem Amtsblatt fiele dieses lukrative Zusatzgesch&auml;ft weitgehend weg. Damit sich der drohende Verlust in Grenzen h&auml;lt, hofft der <em>S&uuml;dkurier<\/em>, das zuk&uuml;nftige Amtsblatt dann zumindest drucken und auch verteilen zu k&ouml;nnen. Das Projekt wird ausgeschrieben und der Konstanzer Gemeinderat entscheidet &uuml;ber die Auftragsvergabe. Doch der Standortvorteil der &ouml;rtlichen Tageszeitung d&uuml;rfe, so mehrere Kommunalpolitiker, nicht untersch&auml;tzt werden und m&uuml;sse bei der Entscheidungsfindung eine Rolle spielen.<\/p><p>Um den angedachten Deal nicht schon im Vorfeld zu gef&auml;hrden, machte es sich nat&uuml;rlich gar nicht gut, dass Redakteur L&uuml;nstroth mit seiner Verwaltungsschelte in Sachen Scala sozusagen zur Unzeit der st&auml;dtischen Verwaltungsspitze an den Karren gefahren war und somit dazu beigetragen hat, die Stimmung zwischen Rathaus und <em>S&uuml;dkurier<\/em>-Management zumindest kurzfristig in den Keller sacken zu lassen.<\/p><p>Michael L&uuml;nstroth erschwerte mit seiner journalistischen Berufsauffassung, zu der auch Kritik und kontroverse Debatten geh&ouml;ren, ein sich anbahnendes Gesch&auml;ftsmodell und soll nun, um den Burgfrieden zwischen den Hauptakteuren wieder herzustellen, im Gegenzug als eine Art Bauernopfer zum finalen Abschuss freigegeben werden.<\/p><p>Quelle: <a href=\"http:\/\/hpd.de\/artikel\/kritischer-redakteur-beim-suedkurier-kaltgestellt-13225\">Humanistischer Pressedienst vom 21.6.2016<\/a><\/p><p>Ein Kommentar dazu bei hpd:<\/p><blockquote><p>\nJ&uuml;rgen Wellisch am 23. Juni 2016 &ndash; 22:59<\/p>\n<p>Als langj&auml;hriger Ex-S&uuml;dkurier-Redakteur in F&uuml;hrungsfunktion kann ich best&auml;tigen, dass der Kuschel-Journalismus aus wirtschaftlichen Gr&uuml;nden im Medienhaus S&uuml;dkurier seit Jahren schon in Teilen Programm ist.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p>Mir wurde selber eine korrekt ausrecherierte und fertig geschriebene Geschichte &uuml;ber den Konflikt zwischen zwei M&ouml;belh&auml;usern in Bad S&auml;ckingen abgelehnt mit dem dezenten Hinweis, beide seien gute Anzeigenkunden (Beck und Dick). Ich kenne den Kollegen L&uuml;nstroths von fr&uuml;her als sehr engagierten und f&auml;higen jungen Kollegen. Die Denke des Medienhauses &ndash; und das betrifft bei Gott nicht nur den S&uuml;dkurier &ndash; hat bei den Regionalzeitungen zu einem Verlust des wichtigsten Kapitals gef&uuml;hrt: der Glaubw&uuml;rdigkeit, die auf dem Altar des verzweifelten Versuchs geopfert wird, angesichts sinkender Abo-Zahlen und Anzeigenums&auml;tze die Kohle zu retten. Ich w&uuml;rde nie das Wort L&uuml;genpresse unterst&uuml;tzen und lehne es ab. Aber die Menschen\/Leser sp&uuml;ren einfach, dass die Darstellungen der Regionalzeitungen h&auml;ufig gesch&ouml;nt sind, um des Umsatzes willen. Bitte nur nirgends anecken. Auch heute wieder sch&ouml;nes Wetter. Da ich eine freie und vor allem kritische Presse nach wie vor f&uuml;r eine der tragenden S&auml;ulen unserer Freiheitlichdemokratischen Grundordnung halte, stelle ich mir die Frage: Wie wirkt sich das Beispiel Michael L&uuml;nstroths auf die anderen Kollegen beim S&uuml;dkurier aus? Ihren Mut wird es nicht st&auml;rken angesichts einer feigen Chefredaktion &ndash; die ihrerseite verlagsintern eigentlich unabh&auml;ngig zu sein hat. Und einen Journalisten wie Michael L&uuml;nstroths am Schreibtisch festnageln? Das ist der Umgang mit seinem Arbeitsvertrag nach Gutsherrenart.\n<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float:right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" alt=\"Albrecht M&uuml;ller\" title=\"Albrecht M&uuml;ller\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/author_mueller_2.jpg\"\/><\/div>\n<p>Vor gut vier Wochen fand ich in meinem Briefkasten die Weltkarte von &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.reporter-ohne-grenzen.de\/weltkarte\/\">Reporter ohne Grenzen<\/a>&ldquo; mit der Rangliste der Pressefreiheit vor. Wenige Tage sp&auml;ter wurde mir als Mitglied der fr&uuml;heren IG Medien, heute ver.di, die gleiche Weltkarte mit dem &bdquo;Medienpolitischen ver.di- Magazin<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34015\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,41,182],"tags":[313,232,1255,1544,1779,1415,1934,611,271,244],"class_list":["post-34015","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-medienanalyse","category-medienkonzentration-vermachtung-der-medien","tag-oerr","tag-bertelsmann","tag-einschaltquote","tag-kampagnenjournalismus","tag-pr-journalismus","tag-pressefreiheit","tag-reporter-ohne-grenzen","tag-suedkurier","tag-springer","tag-vierte-gewalt"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34015","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=34015"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34015\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34036,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34015\/revisions\/34036"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=34015"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=34015"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=34015"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}