{"id":3404,"date":"2008-08-15T09:44:05","date_gmt":"2008-08-15T07:44:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3404"},"modified":"2008-08-15T09:44:06","modified_gmt":"2008-08-15T07:44:06","slug":"hinweise-des-tages-714","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3404","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL)<\/p><p>Heute und anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Steuerbescheide an 2 Millionen Rentner<\/li>\n<li>Bundessozialgericht behandelt erwerbsgeminderte Rentner gleich schlecht<\/li>\n<li>Bundesregierung ist auf die Senkung der Sozialabgaben fixiert<\/li>\n<li>Diskriminierungsverbot doch nicht so teuer, wie das Unternehmerlager behauptet<\/li>\n<li>MLP- Anteile wie Chips auf dem Spieltisch<\/li>\n<li>IKB-Verluste bleiben unter der Decke<\/li>\n<li>Klage gegen Steueridentifikationsnummer <\/li>\n<li>Wer in den ICE steigt sollte vorher auf die Toilette<\/li>\n<li>Stromnetze eine Aufgabe f&uuml;r den vorsorgenden Staat<\/li>\n<li>Autobahn-Maut eine Goldgrube f&uuml;r die Betreiber<\/li>\n<li>M&auml;rklin ein Modell f&uuml;r beraten und verkauft<\/li>\n<li>Vom Clement-Knick in die Ypsilanti-Delle<\/li>\n<li>Rot-Rot oder Tod &ndash; Hessen &ndash; Spezial<\/li>\n<li>&ldquo;McLaw&rdquo; &ndash; der Juristen-Bachelor<\/li>\n<li>Krieg und Wahrheit<\/li>\n<li>Krieg und Geld<\/li>\n<li>Polen als vorgeschobener Posten<\/li>\n<li>Direkt und vermittelt gekaufte Medien<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3404&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Steuerbescheide an 2 Millionen Rentner &ndash; &raquo;Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verh&auml;ltnis&laquo;<\/strong><br>\nDer Vorsitzende der Steuergewerkschaft, Dieter Ondracek rechnet mit rund 3,4 Millionen steuerpflichtigen Rentnern mehr. Davon sind allerdings erst 1,4 Millionen bei den Finanz&auml;mtern erfasst. Sie haben die f&auml;lligen Steuern bereits entrichtet. So bleiben noch zirka zwei Millionen Rentner, die sich im n&auml;chsten Jahr auf Post vom Finanzamt gefasst machen und r&uuml;ckwirkend bis 2005 Steuern nachzahlen m&uuml;ssen. Denn 2009 &uuml;bermitteln die Rentenversicherer zum ersten Mal seit der Neuregelung ihre Daten an die Finanz&auml;mter.\n<p>Es gibt einen Grundsteuerfreibetrag f&uuml;r jeden B&uuml;rger von 7664 Euro, der nicht steuerwirksam ist. Wenn nun 50 Prozent der Rente der Besteuerung unterliegen, dann greift der Eingangssteuersatz von 15 Prozent ab einer Jahresrente von &uuml;ber 15328 Euro zu. Wer weniger Renteneinkommen bezieht, muss weiterhin keinen Cent Steuern zahlen.<br>\nDer Gro&szlig;teil der 15 Millionen Rentner wird nicht belangt. Nur diejenigen, die ein Leben lang in die Rentenkasse eingezahlt und &uuml;berdurchschnittlich gut verdient haben, fallen in die Besteuerung. Hinzu kommen jene, die im Alter weitere Eink&uuml;nfte haben, etwa aus Vermietung oder Finanzkapital.<\/p>\n<p>Man k&ouml;nnte zum Beispiel unseren Vorschlag aufgreifen, eine Bagatellgrenze einzuziehen, wonach die Steuerverwaltung auf Nachforderungen verzichten kann, wenn offensichtlich ist, da&szlig; sich nicht mehr als 500 Euro Jahressteuer ergeben werden. Dann w&auml;ren mit einem Mal nur noch eine Million Rentner betroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/08-15\/042.php\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundessozialgericht: Erwerbsminderungs&#8209;Rentenabschlag auch schon vor dem 60. Lebensjahr zul&auml;ssig<\/strong><br>\nDer 5. Senat des Bundessozialgerichts sieht eine ausreichende gesetzliche Erm&auml;chtigungsgrundlage f&uuml;r die Praxis der Renten&shy;versicherungstr&auml;ger, die Rente bereits vor dem 60. Le&shy;bensjahr des Ver&shy;sicherten zu mindern.\n<p>Nachdem Altersrentner wesentlich h&ouml;here Rentenabschl&auml;ge hin&shy;zunehmen haben, wenn sie vor der Regelaltersgrenze in Rente gehen, ist es verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, dass Erwerbsminderungs&#8209; und Hinterbliebenenrenten ebenfalls einer K&uuml;rzung unterworfen werden, wenn mit einer l&auml;ngeren Bezugszeit zu rechnen ist. Der Umfang der K&uuml;rzung steht zur h&ouml;heren K&uuml;rzung bei den Altersrenten nicht in einem unangemessenen Verh&auml;ltnis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/juris.bundessozialgericht.de\/cgi-bin\/rechtsprechung\/document.py?Gericht=bsg&amp;Art=ps&amp;Datum=2008&amp;nr=10519&amp;pos=0&amp;anz=39\">Bundessozialgericht<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Am 1. Januar 2001 trat das Gesetz zur Reform der Renten wegen verminderter Erwerbsf&auml;higkeit in Kraft. Diese Bestimmug schaffte die bisherige Erwerbsunf&auml;higkeitsrente ab, deren Bewilligung unter anderem auch davon abh&auml;ngig war, ob Betroffene &uuml;berhaupt Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Die neue Regelung machte die Bewilligung von Erwerbsminderungsrenten ausschlie&szlig;lich von medizinischen Kriterien abh&auml;ngig. Wer eine T&auml;tigkeit mehr als sechs Stunden aus&uuml;ben kann &ndash; egal, ob der Betroffene realistische Chancen auf einen Job hat &ndash; bekommt keine Erwerbsminderungsrente.<\/em><\/p>\n<p>Gleichzeitig f&uuml;hrte der Gesetzgeber Abschl&auml;ge auf Erminderungsrenten ein. War es bis Ende 2000 so, dass Erwerbsunf&auml;higkeitsrentner mit 60 Jahren ungek&uuml;rzt in Altersrente gehen konnten, ist dies seit 2001 erst mit 63 Jahren m&ouml;glich. F&uuml;r jeden Monat der vorzeitigen Inanspruchnahme der Rente sollte die Rente um 0,3 Prozent gek&uuml;rzt werden &ndash; bis zu 10,8 Prozent (3 Jahre = 36 Monate x 0,3 Prozent = 10,8 Prozent).<\/p>\n<p>Die Kl&auml;ger dagegen vertraten die Auffassung, dass f&uuml;r unter 60-J&auml;hrige eine K&uuml;rzung &uuml;berhaupt nicht in Betracht kommt, weil f&uuml;r sie eine vorgezogene Altersrente fr&uuml;hestens ab 60 Jahren m&ouml;glich w&auml;re und man demzufolge nicht von einem &ldquo;Ausweichen&rdquo; in die Erwerbminderungsrente sprechen kann.<br>\nEine solche Minderung sieht das Bundessozialgericht nunmehr offenbar  nicht als unangemessen an, weil ja auch Altersrentner Abschl&auml;ge h&auml;tten hinnehmen m&uuml;ssen.<\/p>\n<p>Das scheint mir eine in die Rechtsprechung einziehende Argumentationsstruktur zu sein, nach dem Motto: Weil es auch anderen schlechter geht, soll es auch den &uuml;brigen nicht besser gehen. Sozialabbau wird so nur noch zu einer Frage, ob die Abschl&auml;ge alle gleich betreffen.<\/p>\n<p>Nicht nachvollziehbar bei dieser Entscheidung ist allerdings die Tatsache, dass der &bdquo;normale&ldquo; Rentner immerhin eine Entscheidung treffen kann, ob er l&auml;nger arbeitet und damit die Abschl&auml;ge umgeht. Der Erwerbsgeminderte kann in aller Regel nichts f&uuml;r sein Schicksal und hat diese freie Entscheidung in der Regel nicht.<\/p><\/li>\n<li><strong>Entlastungen, die bei den Menschen ankommen<\/strong><br>\nBelastung durch Abgaben wesentlich h&ouml;her als durch Steuern. \n<p>Noch vor zehn Jahren hatte Deutschland eine sehr hohe Steuerbelastung. Seitdem ist die Einkommensteuer deutlich gesenkt worden. Der Eingangsteuersatz liegt mittlerweile bei 15 % statt bei 25,9 %, der Spitzensteuersatz bei 42 % statt bei 53 %. In der Summe sind B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, aber auch der Mittelstand um fast 60 Milliarden &euro; entlastet worden. Die Steuerreform 2000 hat im Ergebnis dazu gef&uuml;hrt, dass nur noch rund 50 % der privaten Haushalte in Deutschland &uuml;berhaupt Einkommensteuer zahlen!<\/p>\n<p>Auch im internationalen Vergleich steht Deutschland inzwischen wieder gut da: mit rund 22 % hat unser Land eine der niedrigsten Steuerquoten unter allen Industrienationen. Anders sieht das Bild bei den Sozialabgaben aus. Frankreich und Deutschland bilden hier die europ&auml;ische Belastungsspitze &ndash; mit allen bekannten negativen Auswirkungen f&uuml;r Arbeitspl&auml;tze und Besch&auml;ftigung. Immerhin: Mit einer Abgabenquote von insgesamt 37,8 % erreicht Deutschland fast den europ&auml;ischen Durchschnitt.<br>\nUsw. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/nn_54\/DE\/Buergerinnen__und__Buerger\/Gesellschaft__und__Zukunft\/126__Steuerabgabenquote.html?__nnn=true\">Bundesfinanzministerium<\/a><\/p>\n<p><strong><em>Anmerkung eines unserer Leser: <\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die regierungsamtlichen Demagogen schlagen mit einer perfiden Kampagne zur&uuml;ck. Man freut sich, dass nur 50 % der Bev&ouml;lkerung Einkommensteuer zahlen (der Rest ist zu arm) und die Steuerquote bei 22 % liegt. Gleichzeitig freut man sich &uuml;ber die erh&ouml;hten Umsatzsteuereinnahmen, die die unteren Einkommensschichten st&auml;rker belastet und daher tendenziell unsozial ist. Mit dem Kampagnenmotto &ldquo;Keine Schulden &ndash; alle Chancen&rdquo; raubt man sich aller wirtschaftspolitischen Gestaltungsm&ouml;glichkeiten der Zukunft.  <\/p>\n<p><strong><em>Erg&auml;nzung AM:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Hinter dem genannten Link finden sich eine Reihe &bdquo;interessanter&ldquo; Dokumente. Sie zeigen unverhohlen, dass die herrschende Ideologie den BMF voll im Griff hat. Dass dort seit 1998 Sozialdemokraten Minister sind, merkt man nicht ein bisschen. Die Lekt&uuml;re ist auch erheiternd, z.B. ist man sich nicht zu bl&ouml;d, im gleichen Kapitel sich in der &Uuml;berschrift zu freuen: &bdquo;Der Staat wird immer kleiner&ldquo;, und dann in einer Zwischen&uuml;berschrift zu fordern: &bdquo;Der Staat muss handlungsf&auml;hig bleiben&ldquo;. Ich vermute, man merkt gar nicht, welche Widerspr&uuml;che man so absondert, bis der Tag zu Ende ist.<br>\n<strong><br>\n<em>Hinweise WL:<\/em><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Wie in dem Beitrag oben erw&auml;hnt liegt der Grundsteuerfreibetrag f&uuml;r jeden B&uuml;rger von 7664 Euro, bei einem Ehepaar liegt er entsprechend der Steuerklasse h&ouml;her. Wenn also 50 % der Bev&ouml;lkerung keine Einkommensteuer bezahlen, dann steht dahinter, dass eben die H&auml;lfte der Menschen ein sehr niedriges Einkommen hat.\n<\/li>\n<li>V&ouml;llig zu Recht weist unser Leser darauf hin, dass im Jahr 2007 die Lohnsteuer mit131,7 Milliarden Euro zusammen mit der veranlagten Einkommensteuer 25 Milliarden Euro nicht einmal ein Drittel des gesamten Steueraufkommens von 493,8 Milliarden Euro ausmachten. An der Spitze der Steuerarten bleibt im Jahr 2007 die Umsatzsteuer mit einem Betrag von 169,6 Mrd. &euro;. Ihr Aufkommen ist durch die Erh&ouml;hung des Mehrwertsteuersatzes im Jahr 2007 in Jahresfrist sogar um 15,6 Prozent gestiegen. Es ist v&ouml;llig klar, dass diejenigen Haushalte, die den allergr&ouml;&szlig;ten Anteil ihres Einkommens &bdquo;umsetzen&ldquo;, also verkonsumieren m&uuml;ssen (d.h. die &auml;rmeren Haushalte), gemessen an diesem Einkommen einen relativ h&ouml;heren Anteil zur Umsatzsteuer beitragen, als diejenigen Haushalte, die sparen k&ouml;nnen.\n<\/li>\n<li>Es ist nicht erkennbar, auf welche Daten sich das Finanzministerium bezieht, wenn behauptet wird, dass bei den Abgaben Frankreich und Deutschland die Belastungsspitze einnehmen.\n<p>Dagegen spricht allerdings:<\/p>\n<p>Laut Statistischem Bundesamt zahlten die Arbeitgeber auf 100 Euro Bruttolohn und -gehalt im Jahr 2007 in Deutschland nach einem europ&auml;ischen Vergleich des Statistischen Bundesamtes <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/04\/PD08__160__624,templateId=renderPrint.psml\">32 Euro &bdquo;Lohnnebenkosten&ldquo;<\/a> . Das ist ein Euro weniger als noch im Jahr zuvor. Leider weisen die amtlichen Statistiker dieses Jahr nicht die bei uns t&auml;glich kritisierten <strong>gesetzlich<\/strong> auferlegten &bdquo;Lohnnebenkosten&ldquo; aus; sie lagen <a href=\"?p=2101\">2006 bei 20 Euro<\/a> , und dabei lag Deutschland auf Platz 17 unter den 27 EU-L&auml;ndern. Die gesetzlichen Arbeitgeberbeitr&auml;ge d&uuml;rften sich angesichts der insgesamt gesunkenen &bdquo;Lohnnebenkosten&ldquo; jedoch gleichfalls verringert haben. So haben sie sich im 1. Quartal 2008 vor allem wegen des zum 1. Januar 2008 von 2,10% auf 1,65% gesenkten Beitragssatzes der Arbeitgeber zur Arbeitslosenversicherung um <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/06\/PD08__210__624,templateId=renderPrint.psml\">0,1% gesenkt<\/a>.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/lohnnebenkosten_vergleich.jpg\" alt=\"Lohnnebenkosten Vergleich\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Content\/Statistiken\/VerdiensteArbeitskosten\/ThemenkastenLohnnebenkostenEuropa,property=file.pdf%20%20\">Statistisches Bundesamt [PDF &ndash; 96 KB]<\/a><\/p>\n<p>Siehe auch Das Kritische Jahrbuch der Nachdenkseiten S. 129 ff.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zur Bundesregierung pl&auml;diert im Interview mit der FR f&uuml;r Steuersenkung f&uuml;r Niedrigl&ouml;hner und f&uuml;r eine langsamere Haushaltskonsolidierung Michael Heise, Chefvolkswirt von Allianz und Dresdner Bank.<\/p>\n<p>Heusinger: Das klingt ein bisschen anders, als bei der Steuerreform Ende der 90er Jahre. Damals lautete die Argumentation, man m&uuml;sse die Besserverdienenden entlasten, damit sie mehr Anreize zum arbeiten haben. Sie wollen aber vor allem unten ansetzen. Was ist heute anders?<\/p>\n<p>Heise: Das Segment des Arbeitsmarktes mit niedrigen und mittleren Einkommen hat enorm an Breite und Gr&ouml;&szlig;e gewonnen. Deswegen ist der relativ starke Anstieg der Steuers&auml;tze dieser Einkommensbereich zu korrigieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1501018&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Gleichheit kommt doch nicht teuer<\/strong><br>\nDas Verbot der Diskriminierung im Beruf hat anscheinend nicht die dramatischen Folgen, die die Wirtschaft bef&uuml;rchtet hat. Seit dem Inkrafttreten des &bdquo;Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes&ldquo; (AGG) vor zwei Jahren hatte die Antidiskriminierungsstelle des Bundes 2671 Anfragen zum Thema &ndash; und dabei ging es nach Aussage ihrer Leiterin Martina K&ouml;ppen selten darum, Arbeitgeber vor Gericht zu ziehen. &bdquo;Die meisten wollen nicht klagen, sondern eine g&uuml;tliche Einigung&ldquo;, sagte K&ouml;ppen. &bdquo;Die Klagewelle ist ausgeblieben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/;art771,2593409?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagessspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie sch&ouml;n, dass eines der gro&szlig;en Projekte der Moderne selbst betriebswirtschaftlich  keinen Schaden anrichtet.<\/em><\/p>\n<p>Und immerhin merkt auch mal &bdquo;Die Zeit&ldquo; kritisch an : &bdquo;Im vergangenen Jahr war eine Studie der arbeitgebernahen Initiative neue soziale Marktwirtschaft (INSM) zu dem Ergebnis gekommen, dass durch die Einf&uuml;hrung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) Kosten in H&ouml;he von rund 1,73 Milliarden Euro entstanden seien.&ldquo; Wenn sie auch ansonsten wie &uuml;blich hin und her d&uuml;mpelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/news\/artikel\/2008\/08\/14\/2593231.xml\">Die Zeit<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Finanzdienstleister MLP &ndash; Auf dem Weg in die Abh&auml;ngigkeit<\/strong><br>\nDer Finanzdienstleister MLP mag sich hartn&auml;ckig str&auml;uben. Es nutzt wenig: Mittelfristig droht das Unternehmen aus Wiesloch bei Heidelberg, seine Unabh&auml;ngigkeit zu verlieren. In der Nacht zu Donnerstag sicherte sich der Versicherungskonzern Swiss Life 26,74 Prozent an MLP und besitzt damit eine Sperrminorit&auml;t.\n<p>Als zentrale Figur in dem &Uuml;bernahmeringen entpuppte sich AWD-Gr&uuml;nder Carsten Maschmeyer, der vor acht Monaten seine Anteile zum gro&szlig;en Teil an die Schweizer abgetreten hatte, aber weiter AWD-Chef ist. Er hatte sich in den vergangenen Monaten knapp drei Prozent und &uuml;ber Optionsgesch&auml;fte noch einmal knapp f&uuml;nf Prozent der MLP-Anteile gesichert und blieb damit unter den bei der Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungen (Bafin) geltenden Meldepflichten. In der Nacht zu Donnerstag kaufte er noch einmal, wie er gestern in Frankfurt berichtete, rund 19 Prozent der MLP-Aktien. &ldquo;In der letzten Nacht sind auf einmal gr&ouml;&szlig;ere Aktienpakete angeboten wurden, da habe ich zugegriffen. Das war so nicht geplant&rdquo;, beschreibt Maschmeyer die Aktion. Von der Berenberg-Bank habe er 15 Prozent und weitere vier Prozent von einem privaten Aktion&auml;r &uuml;bernommen. V&ouml;llig uneigenn&uuml;tzig und ohne einen Cent Gewinn, so der Manager, habe er das Aktienpaket direkt an Swiss-Life f&uuml;r rund 307 Millionen Euro weitergereicht. All das sei im Rahmen der Gesetze passiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1500861&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da werden Firmenanteile wie Chips am n&auml;chtlichen Casino-Tisch hin und hergeschoben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Keine sichere Bank<\/strong><br>\nDie FDP verzichtet wohl auf einen Untersuchungsausschuss zur IKB-Aff&auml;re. Wurde die Partei von der Finanzwelt unter Druck gesetzt? Das &bdquo;Handelsblatt&ldquo; hatte bereits am Mittwoch berichtet, dass die FDP einen R&uuml;ckzieher machen werde, nachdem um ihren Ruf besorgte Vertreter gro&szlig;er deutscher Banken &ndash; die traditionell zu den wichtigsten Parteispendern der Freidemokraten z&auml;hlen &ndash; entsprechend Druck gemacht h&auml;tten.\n<p>Wie im vergangenen Jahr bekannt wurde, hatte die IKB einen gro&szlig;en Teil jener mit verbrieften Krediten unterlegten US-&bdquo;Wertpapiere&ldquo; (sogenannte ABSPapiere), die ihr im Zuge der internationalen Finanzkrise zum Verh&auml;ngnis wurden, von den Investmentbankern der Deutschen Bank erworben. Und es war der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, der dann bei der Politik und der deutschen Finanzaufsicht Alarm schlug, dass sich die IKB mit ihren au&szlig;erhalb der Bilanz in sogenannten Zweckgesellschaften gef&uuml;hrten ABS-Engagements hoffnungslos &uuml;bernommen habe. Ein IKB-Untersuchungsausschuss k&auml;me wohl nicht umhin, auch die Rolle des deutschen Branchenprimus in der IKB-Aff&auml;re zu durchleuchten. Aufzukl&auml;ren w&auml;re indes auch, warum die Finanzaufsicht weder bei der IKB noch bei der in &auml;hnliche Probleme geratenen SachsenLB den Aufbau der horrend hohen Risikopositionen mitbekommen hatte. Auf kritische Nachfragen m&uuml;ssten sich zudem auch hochrangige Mitarbeiter des Bundesfinanzministeriums gefasst machen. Zum Beispiel der neue Finanzstaatssekret&auml;r J&ouml;rg Asmussen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Fragen-des-Tages-IKB-Affaere;art693,2592792?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Humanistische Union: Klage gegen Steueridentifikationsnummer<\/strong><br>\nSeit dem 1. August werden die neuen Steueridentifikationsnummern verteilt. Bis zum Jahresende erhalten alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger ein Schreiben mit ihrer 11stelligen Steuer-ID. Diese Nummer gilt k&uuml;nftig ein Leben lang. \n<p>Die Humanistische Union sieht in der Steuer-ID ein unzul&auml;ssiges Personenkennzeichen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die neue Steuernummer k&uuml;nftig nicht von Finanz&auml;mtern, sondern auch anderen Beh&ouml;rden gespeichert und verwendet wird. Anders als die Bundesregierung behauptet, dient die Nummer nicht nur der Verbesserung der Steuerehrlichkeit. Die Humanistische Union bereitet deshalb eine Musterklage gegen die Vergabe der Steuer-ID vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.humanistische-union.de\/themen\/datenschutz\/steuer_id\/\">Humanistische Union<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>ICE soll Gewicht sparen<\/strong><br>\nBremsen abschalten und Toiletten schlie&szlig;en: Die Deutsche Bahn AG setzt alles daran, unsichere Schnellz&uuml;ge weiter fahren zu lassen. Kritik sitzt der Vorstand aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/08-15\/052.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Privatisierung der Bahn: Wegen technischer Probleme sollten Bahnkunden  unmittelbar vor Reiseantritt ihre Notdurft erledigen. &hellip;<br>\nAlles nicht mehr fassbar.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Billiger Strom? Woher denn?<\/strong><br>\nDie Energie-Riesen m&uuml;ssen runter mit den Geb&uuml;hren. Was ihre Neigung zum Netzausbau kaum steigern d&uuml;rfte. Eine Aufgabe f&uuml;r den vorsorgenden Staat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1500193&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/&amp;em_ivw=fr_kommentar\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>&Uuml;ber 600 Millionen an Mautbetreiberkonsortium Toll Collect<\/strong><br>\nIm Jahr 2007 hat die Bundesrepublik 625,7 Millionen Euro als so genannte Betreiberverg&uuml;tung an das Mautbetreiberkonsortium Toll Collect gezahlt. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16\/9576) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (16\/9406). 2006 seien es 563,5 Millionen Euro, 2005 555,4 Millionen Euro gewesen, hei&szlig;t es darin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2008\/2008_230\/07.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Kein schlechtes Gesch&auml;ft f&uuml;r das private Konsortium. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>M&auml;rklin legt sich mit Beratern an<\/strong><br>\nMehr als zwei Jahre lang war der angeschlagene Modelleisenbahnhersteller M&auml;rklin eine Goldgrube f&uuml;r Berater aller Art. Sanierungsspezialisten, Rechtsanw&auml;lte und PR-Strategen kassierten &uuml;ppigste Honorare, w&auml;hrend die Belegschaft an allen Ecken und Ende sparen musste. Nun steht M&auml;rklin vor der n&auml;chsten Krise &ndash; und zumindest eine Unternehmensberatung soll Gelder zur&uuml;ckzahlen. Sie sollen bei M&auml;rklin ohne erkennbaren Nutzen millionenschwere Honorare abgerechnet haben, lauten die Vorw&uuml;rfe. Allein vom internationalen Beratungsunternehmen Alix Partners werde eine siebenstellige Summe zur&uuml;ckgefordert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/maerklin-legt-sich-mit-beratern-an;2022646\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Beraten und verkauft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Forsa-Chef G&uuml;llner: Vom Clement-Knick in die Ypsilanti-Delle<\/strong><br>\nDie SPD ist in der allw&ouml;chentlichen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Magazins Stern und des TV-Senders RTL abermals auf den historischen Tiefstand von 20 Prozent Zustimmung der Befragten gesackt. Im Vergleich zur Vorwoche b&uuml;&szlig;te die Partei zwei Prozentpunkte ein und landete auf dem Niveau von vor zwei Wochen. Auf den &raquo;Clement-Knick&laquo; nach dem Parteiausschluss von Ex-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement w&auml;ren die Sozialdemokraten nahtlos in die &raquo;Ypsilanti-Delle&laquo; gerutscht, fabulierte am Mittwoch Stern online. Und s&uuml;ddeutsche.de titelte: &raquo;Schuld hat Ypsilanti und ihr Flirt mit der Linkspartei&laquo;.\n<p>Mit Art und Inhalt der Fragestellungen r&uuml;ckt der Stern &ndash; wenn &uuml;berhaupt &ndash; erst zum heutigen Erscheinungstag des Magazins heraus. So war es gestern Forsa-Chef Manfred G&uuml;llner, SPD-Mann und Duzfreund von Exkanzler Gerhard Schr&ouml;der, vorbehalten, die rechten politischen Schl&uuml;sse zu ziehen. Die B&uuml;rger n&auml;hmen es der hessischen SPD-Vorsitzenden &uuml;bel, da&szlig; sie sich mit Hilfe der Linkspartei zur Ministerpr&auml;sidentin w&auml;hlen lassen wolle, behaupt G&uuml;llner ohne jeden Beleg. <\/p>\n<p>Kaum zu fassen, dass diese Botschaft unhinterfragt &uuml;ber s&auml;mtliche Nachrichtenticker jagte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/08-14\/043.php\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Rot-Rot oder Tod: Mit Ypsilanti die SPD retten<\/strong><br>\nSeit Jahren schon w&auml;hlt die Mehrheit der Deutschen links &ndash; und die hilflosen Politiker wollen oder k&ouml;nnen nichts damit anfangen. Mit wenigen Ausnahmen. Eine davon m&ouml;chte schon lange Andrea Ypsilanti sein. Obwohl der SPD die Spaltung und die Union mit einem Lagerwahlkampf droht, wenn Ypsilanti sich als Hessische Ministerpr&auml;sidentin von der Linken dulden l&auml;sst. Jetzt nimmt sie einen neuen Anlauf, den W&auml;hlerwillen umzusetzen &ndash; was nur mit einem Wortbruch geht. So ist Politik. Wie diese in Zukunft aussieht &ndash; in Hessen und wom&ouml;glich auch auf Bundesebene &ndash; das entscheidet das rot-rot-gr&uuml;ne Lager unter sich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/radio\/hr2\/flashplayer\/hr2tag_player_content.jsp\">HR 2 Kultur Der Tag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Warum kann Journalismus nicht immer so informativ und ausgewogen sein?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Die Distanzierung der Berliner SPD-Spitze halte ich f&uuml;r ziemlich schofel.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch ein &bdquo;Hessen Spezial&ldquo;: <\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der laute Zuschauer Koch<\/strong><br>\nMit martialischen Zwischenrufen versucht Roland Koch, die SPD zu destabilisieren. Hessens Regierungschef will nicht zusehen, wie seine Rivalin eine Mehrheit bastelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/der-laute-zuschauer-koch\/?type=98\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>SPD: Alles auf Rot &ndash; wann steigt Gr&uuml;n aus?<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen, immerhin der designierte Junior-Partner im Regierungsboot, lassen gegen die sechs Parlamentsneulinge keine Gelegenheit aus, um diesen die Leviten zu lesen.<br>\nTarek Al-Wazir, der strategische Vordenker der hiesigen &Ouml;kos, ist nicht naiv&hellip;<br>\nAl-Wazir, so ist zu vermuten, plant schon den Ausstieg aus dem Projekt, dessen absehbar chaotische Entwicklung seine Partei mit in den Abgrund rei&szlig;en w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rhein-main.net\/sixcms\/list.php?page=fnp2_news_article&amp;sv[gsid]=rmn01.c.5057579.de\">Frankfurter Neue Presse<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Tarek Al-Wazir: Von keiner Koalition begeistert<\/strong><br>\nWir haben schon kurz nach der Wahl im Januar gesagt, dass eine Regierung ohne Mehrheit ein Problem hat, aber eine Mehrheit ohne Regierungsapparat auch&hellip; Die Abgeordneten der Linken sind Neulinge im Parlamentsbetrieb, das muss man in Rechnung stellen. So gesehen ist es auch nicht ganz verwunderlich, dass bei der Fraktion zum Teil naive Vorstellungen vom Politikbetrieb bestehen. Es macht aber auch keinen Sinn, die Partei zu ignorieren oder so zu tun, als ob mit ihr die Vorh&ouml;lle in den Landtag eingezogen sei. Ich bin von einer Zusammenarbeit mit der Linken nicht begeistert. Aber das w&auml;re ich von allen anderen rechnerisch m&ouml;glichen Konstellationen auch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/33\/08330501.php\">Freitag<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>&ldquo;McLaw&rdquo; &ndash; der Juristen-Bachelor<\/strong><br>\nDie meisten Fakult&auml;ten bieten inzwischen Bachelor-Abschl&uuml;sse an. Nur die Juristen wehren sich erbittert. Doch auch ihnen droht die Kapitulation.<br>\nTraditionelle Abschl&uuml;sse sterben aus in Europa, seit sich 1999 die Vertreter von 29 Staaten in Bologna darauf einigten, ihre Hochschulen zu internationalisieren. Die meisten Fakult&auml;ten f&uuml;hrten die Abschl&uuml;sse Bachelor und Master ein, genau genommen gibt es sie an 82 Prozent aller Hochschulen. &ldquo;In ganz Europa ist es keine Frage mehr, ob die Reform der Abschl&uuml;sse stattfinden wird oder nicht&rdquo;, hei&szlig;t es in einem Bericht der Vereinigung Europ&auml;ischer Universit&auml;ten.\n<p>Der Streit hat Deutschlands Juristen in mindestens zwei Lager gespalten, die sich erbittert attackieren. Hemmungslos l&auml;stern viele von ihnen &uuml;ber das Jurastudium &ndash; selbst Justizminister. Es sei &ldquo;veraltet und verstaubt&rdquo;, findet etwa der schleswig-holsteinische Ressortchef Uwe D&ouml;ring (SPD). Manche benutzen schon den Begriff &ldquo;Gefechtslage&rdquo;, wenn sie den Diskussionsstand zusammenfassen wollen.<\/p>\n<p>Jetzt hat nach Sachsen, Baden-W&uuml;rttemberg und Nordrhein-Westfalen auch der schleswig-holsteinische Justizminister D&ouml;ring ein Modell vorgelegt. Er greift Ideen auf, die in der Diskussion sind. Er will &ndash; wie die meisten &ndash; Bachelor und Master einf&uuml;hren, aber die Staatspr&uuml;fung nicht aufgeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,druck-571383,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Amerikanische Studenten in der Finanzklemme<\/strong><br>\nKurz vor Beginn des neuen akademischen Jahres an vielen amerikanischen Colleges und Universit&auml;ten sind viele Studenten und Studentinnen in finanziellen Schwierigkeiten. Sie wissen noch nicht, wie sie die Geb&uuml;hren f&uuml;r die kommenden Semester bezahlen sollen, weil mehr und mehr Banken sich aus dem Gesch&auml;ft mit Studienkrediten zur&uuml;ckziehen oder es zumindest deutlich einschr&auml;nken. Falls sich keine Geldquellen auftun lassen, wird manch einem Studierenden nichts anders &uuml;brig bleiben als das Studium zu unterbrechen.\n<p>Schon in den vergangenen Monaten haben rund zwei Dutzend Banken die Vergabe von Studienkrediten unter dem Eindruck einer schwachen Wirtschaft und der Turbulenzen an den Finanzm&auml;rkten ganz oder teilweise eingestellt. <\/p>\n<p>Damit zeichnet sich ein Ende jener Entwicklung ab, die das Volumen von Studienkrediten in Amerika in den vergangenen zehn Jahren von knapp 2 auf mehr als 17 Milliarden Dollar hat anschwellen lassen. Viele Studierende haben Kredite aufgenommen, weil die staatlichen Zusch&uuml;sse und private Stipendien nicht mit den schnell steigenden Studiengeb&uuml;hren vieler staatlicher und privater Universit&auml;ten und Colleges Schritt gehalten haben. Im vergangenen akademischen Jahr bezahlten Studierende an bundesstaatlichen Colleges durchschnittlich 6185 Dollar Geb&uuml;hren, rund 6,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Private Colleges verlangten im Schnitt 23.712 Dollar, 6,3 Prozent mehr als im akademischen Jahr 2006\/2007. Dabei handelt es sich jeweils nur um die Studiengeb&uuml;hren; Unterbringung und Verpflegung sowie Unterrichtsmaterial kommen noch hinzu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C\/Doc~E86C65132564641B7B13E204BBBD9EF32~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ.Net<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit<\/strong><br>\nDie Bem&uuml;hungen der westlichen Medien die Wahrheit zum Krieg in Georgien zu unterdr&uuml;cken, k&ouml;nnen es erfolgreich betrachtet werden. Es gelang eine fast vollst&auml;ndige Verkehrung der Tatsachen durch das Verschweigen wesentlicher Fakten. Gro&szlig;e Teile der deutschen Presse agierten dabei &ndash; ob bewusst oder &ldquo;in gutem Glauben&rdquo; &ndash; als Propagandaau&szlig;enstelle der georgischen Regierung, die ihre Aktivit&auml;ten offenbar eng verkn&uuml;pft hatte mit den Strategien der  amerikanischen und europ&auml;ischen Neokonservativen und insbesondere mit den Wahlkampfzielen der republikanischen Partei. \n<p>Die Redaktionen der S&uuml;ddeutschen Zeitung, des &ldquo;Spiegel&rdquo; und anderer deutscher Medien reagieren mit fast unverh&uuml;lltem Applaus oder mindestens mit Verst&auml;ndnis auf die aktuellen politischen Gewalttaten im Kaukasus. Sie schicken f&uuml;hrende neokonservative Kolumnisten auf ihre journalistische B&uuml;hne, um die Verursacher des Krieges zu ermuntern und ihnen eine Opferrolle auf den Leib zu schneidern. Die PR-Kampagne des Angreifers wird nahezu vorbehaltlos unterst&uuml;tzt und verst&auml;rkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/news.web-hh.de\/\/?rubrik=&amp;site=metainfo&amp;PHPSESSID=877896aa65e27a0ebc1f498b14d3b8c7\">meta-info.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es war auff&auml;llig, dass vor allem die Bild-Berichterstattung &uuml;ber die milit&auml;rischen Auseinandersetzungen erst einsetzte (vielleicht auch erst einsetzen konnte, weil sich bis dahin nicht viele Korrespondenten in dieser Region aufhielten). So wurde &uuml;ber den brutalen georgischen  Einsatz von Raketenwerfern gegen Tchinvali, der diese Stadt in Tr&uuml;mmer legte und dabei 1400 Zivilisten ums Leben kamen, und der zu dem massiven russischen Gegenschlag f&uuml;hrte, wenig oder nur am Rande berichtet. Im Zentrum der Berichterstattung standen die russischen Angriffe und Spekulationen etwa &uuml;ber Angriffe auf Pipelines. Zumindest die Bilder unterst&uuml;tzten, die journalistischen Beitr&auml;ge, wonach vor allem die Russen die Angreifer und die Georgier und Saakaschwili als der kleine (bedauernswerte) David gegen den russischen Goliath dargestellt wurden.<\/em><\/p>\n<p>Es ist au&szlig;erdem unverkennbar, dass die USA eher als die Europ&auml;er an einer Zuspitzung der Tonlage gegen Russland interessiert sind. Dass dahinter Wahlkampfmotive der Konservativen stehen ist sehr nahe liegend. <\/p>\n<p>Vgl. dazu nochmals <a href=\"?p=3391#more-3391\">&bdquo;Zu den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Georgien und Russland&ldquo;<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>100 Milliarden f&uuml;r Privatfirmen<\/strong><br>\nUS-Kongress stellt Studie zum Irakfeldzug vor. Derzeit l&auml;uft ein F&uuml;nftel der Kriegskosten &uuml;ber Private. \n<p>Der gr&ouml;&szlig;te Contractor ist nach wie vor Kellogg, Brown &amp; Root (KBR) mit 40.000 M&auml;nnern im Irak. Die Firma geh&ouml;rte zu Konzern Halliburton. Dort wiederum war bis zu seiner Berufung als Vizepr&auml;sident Dick Cheney Vorstandschef. Nach andauernder Kritik an diesem Interessenskonflikt spaltete Halliburton seine Tochter Kellogg, Brown &amp; Root ab und brachte sie 2006 an die B&ouml;rse. Im M&auml;rz diesen Jahres kam KBR wiederum in die Schlagzeilen, als die Zeitung Boston Globe herausfand, dass 21.000 der von Staatsmitteln bezahlten Arbeiter im Irak &uuml;ber Briefkastenfirmen auf den Kaiman-Inseln registriert sind, um Steuern zu sparen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/amerika\/artikel\/1\/100-milliarden-fuer-privatfirmen\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Polen und USA einigen sich auf US-Raketenschild<\/strong><br>\nDurchbruch bei den Verhandlungen &uuml;ber die Installation eines US-Raketenabwehrschilds in Polen: Warschau hat sich mit den USA geeinigt, das Projekt trotz scharfen Widerstands seitens Russlands anzugehen. Der russische Au&szlig;enminister Lawrow sagte seinen f&uuml;r September geplanten Besuch in Polen ab. \n<p>Warschau &ndash; Zun&auml;chst war der Nachrichtenfluss sp&auml;rlich, Agenturen bezogen sich auf diplomatische Kreise, dann aber lie&szlig; Polens Regierungschef Donald Tusk die Katze aus dem Sack: &ldquo;Wir haben beim Thema Raketenschild eine Einigung mit den USA erzielt&rdquo;, sagte Tusk am Abend im polnischem Fernsehen. <\/p>\n<p>Die Verhandlungsrunde in Warschau leiteten Polens Au&szlig;enminister Radoslaw Sikorski und der US-Chefunterh&auml;ndler John Rood. Zun&auml;chst war durchgesickert, die USA h&auml;tten Polens Forderung nach einer gr&ouml;&szlig;eren Milit&auml;r-Kooperation akzeptiert. <\/p>\n<p>Ausdr&uuml;cklich werde vereinbart, dass das US-Milit&auml;r mit Polen kooperiere, falls Polen von einem anderen Staat angegriffen werde. Die US-Seite habe zugestimmt, in Polen Luftabwehrraketen vom Typ Patriot zu stationieren. Damit sei einer zentralen Forderung Warschaus entsprochen worden. Schon am Dienstag hatte Tusk gesagt, angesichts des Konflikts in S&uuml;dossetien w&uuml;rden die USA Polens W&uuml;nsche nach einer dauerhaften US-Milit&auml;rpr&auml;senz und der Hilfe bei der Modernisierung der polnischen Armee ernster nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,druck-572218,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerk ung AM:<\/strong> Was soll dann eigentlich die Nato noch, wenn es solche speziellen Partnerschaften gibt, die sich gegen die berechtigten Interessen anderer richten? Die Patriot haben doch offensichtlich nichts mehr mit der fr&uuml;heren Zielsetzung (Schutz gegen Iran) zu tun? F&uuml;r uns m&uuml;sste diese Entwicklung bedeuten, dass wir uns nicht mehr als Nachschubbasis f&uuml;r solche Abenteuer zur Verf&uuml;gung stellen. Das sind wir zurzeit n&auml;mlich: Die US-Maschinen, die in Tiflis landeten, kamen aus Ramstein. &Uuml;ber meinem Wohnort wird in den letzten Wochen fast t&auml;glich von US-Maschinen Tiefflug und Luftkampf ge&uuml;bt. Das dient nicht unserer Verteidigung sondern dem Einsatz im Irak und anderen Orten, die sich die USA noch ausgucken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Blut und Banden<\/strong><br>\nHeute vor einem Jahr erschoss ein Killer sechs M&auml;nner vor der Duisburger Pizzeria Da Bruno &ndash; wahrscheinlich als Rache f&uuml;r den Mord an der Frau eines &rsquo;Ndrangheta-Paten. Jetzt stehen in Italien 59 Angeh&ouml;rige der beiden verfeindeten Clans vor Gericht. Eine Analyse der m&auml;chtigsten Mafia Europas<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Die-Dritte-Seite;art705,2593422?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Gekaufte Radiobeitr&auml;ge<\/strong><br>\nErst vor kurzem hatte REPORT MAINZ herausgefunden, dass unsere Familienministerin Ursula von der Leyen, CDU, Steuergelder in die Hand genommen hatte, um H&ouml;rfunkbeitr&auml;ge produzieren zu lassen. Die klangen wie Journalismus, waren aber Werbung f&uuml;r die Politik von Frau von der Leyen. Ein Einzelfall? haben wir uns gefragt. Nein. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, SPD, macht es auch.<br>\nDoch die Regierung bestreitet das gegen&uuml;ber dem Parlament.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=3563874\/19x4qof\/index.html\">Report Mainz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da sich die Radiosendungen h&auml;ufig auch nur wie Regierungsfunk anh&ouml;ren, fallen die von der Regierung gekauften Beitr&auml;ge auch nicht mehr auf. Das mit Steuergeldern H&ouml;rfunkbeitr&auml;ge produziert und auch gesendet werden ist sicherlich ein journalistischer Tabubruch. Schlimmer als die direkt gekauften Beitr&auml;ge sind jedoch die mittelbar &bdquo;gekauften&ldquo; Beitr&auml;ge, indem Rundfunkjournalisten in ihrer Karriereplanung darauf bauen k&ouml;nnen, dass sie durch regierungs- oder parteienfreundlichen Journalismus in Leitungsfunktionen aufsteigen und damit nicht nur ihre eigenen Beitr&auml;ge sondern die politische Ausrichtung ganzer Programm pr&auml;gen k&ouml;nnen. Das erkl&auml;rt, warum sie den M&auml;chtigen so zu kreuze kriechen und das d&uuml;rfte auch der Grund sein, warum sie alles, was ihren politischen Proteg&eacute;s gef&auml;hrlich werden k&ouml;nnte, h&auml;ufig so heftig und unsachlich attackieren. (Siehe etwa das <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video360818_bcId-_ply-internal_res-flash256_vChoice-video360818.html\">Sommerinterview mit Lafontaine in der ARD<\/a>)<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL)<\/p>\n<p>Heute und anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Steuerbescheide an 2 Millionen Rentner<\/li>\n<li>Bundessozialgericht behandelt erwerbsgeminderte Rentner gleich schlecht<\/li>\n<li>Bundesregierung ist auf die Senkung der Sozialabgaben fixiert<\/li>\n<li>Diskriminierungsverbot doch nicht so teuer, wie das Unternehmerlager behauptet<\/li>\n<li>MLP- Anteile wie Chips auf dem Spieltisch<\/li>\n<li>IKB-Verluste bleiben unter der Decke<\/li>\n<li>Klage gegen Steueridentifikationsnummer <\/li>\n<li>Wer in den ICE steigt<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3404\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3404","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3404","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3404"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3404\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3404"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3404"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3404"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}