{"id":34040,"date":"2016-06-30T08:42:12","date_gmt":"2016-06-30T06:42:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34040"},"modified":"2016-06-30T08:42:12","modified_gmt":"2016-06-30T06:42:12","slug":"hinweise-des-tages-2656","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34040","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34040#h01\">Brexit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34040#h02\">Der Kapit&auml;n bleibt vorerst an Bord<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34040#h03\">Lexit? Appell f&uuml;r linken Euro-Ausstieg gestartet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34040#h04\">Sch&auml;uble will EU strenger machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34040#h05\">&bdquo;Als w&auml;ren wir eine Kolonie&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34040#h06\">Job? Mehr Last als Lust<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34040#h07\">Kindern und Enkeln geht es schlechter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34040#h08\">Die falsche Bremse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34040#h09\">Gesteuerte Politik: &Uuml;ber die Macht der Autokonzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34040#h10\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34040#h11\">Whistleblower verdienen Lob, nicht Strafe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34040#h12\">Ach, wir &ndash; haben &ndash; da &ndash; Krieg?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34040#h13\">Fast zwei Drittel gegen &bdquo;S&auml;belrasseln&ldquo; der Nato<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34040#h14\">Der Krieg in Syrien &ndash; eine Chronik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34040#h15\">Auf dem amerikanischen Auge blind: Maa&szlig;en &amp; de Maizi&egrave;re &uuml;ber NSA &amp; Drohnenangriffe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34040#h16\">Einzelt&auml;ter und die Brandstifter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34040#h17\">&bdquo;Die Linke hat nicht verloren&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34040#h18\">Angie&rsquo;s on fire<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Brexit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Was soll das selbstgerechte Brexit-Bashing?<\/strong><br>\nWer f&uuml;r &ldquo;Leave&rdquo; gestimmt hat, wird als egoistischer Spielverderber abgekanzelt &ndash; dabei hatten viele Briten gute Gr&uuml;nde, f&uuml;r den Brexit zu stimmen. Befragt wurden im Vorfeld aber kaum intelligente Bef&uuml;rworter. [&hellip;]<br>\nAll dies w&auml;re zu verstehen, wenn die Europ&auml;ische Union bedeutende Erfolge aufweisen, wenn sie Solidarit&auml;t demonstrieren und die vielen Probleme ihrer Mitglieder l&ouml;sen k&ouml;nnte oder wenn die Gemeinschaft wenigstens eine Galionsfigur h&auml;tte, mit der man sich identifizieren k&ouml;nnte. Jemanden, von dem man sagen k&ouml;nnte: &ldquo;Wie schlimm es auch werden wird, ich habe Vertrauen in ihn, ich glaube, ihm oder ihr liegen die Interessen meines Landes am Herzen, sind die Jugendarbeitslosigkeit in meiner Stadt ein Anliegen, sei es in Newcastle oder Reggio Calabria.&rdquo;<br>\nK&ouml;nnen wir das ernsthaft von Jean-Claude Juncker oder von Angela Merkel sagen? Die Union mag theoretisch eine Gemeinschaft von L&auml;ndern sein, wir wissen aber genau, dass die m&auml;chtigste Person darin die deutsche Kanzlerin ist. Und nur die Deutschen haben diese Bundeskanzlerin gew&auml;hlt. Sie ist zuv&ouml;rderst ihnen verpflichtet. Keiner von uns dagegen hat Juncker gew&auml;hlt. Und wenn die V&ouml;lker von Europa je die Chance h&auml;tten, direkt einen Anf&uuml;hrer zu w&auml;hlen, dann w&auml;re Juncker sicher nicht die Person, die sie w&auml;hlen w&uuml;rden. Zur Zeit folgen unsere sogenannten europ&auml;ischen Wahlen einer Logik, die v&ouml;llig lokal und national ist, mit l&auml;cherlich niedrigen Beteiligungen und sehr wenig Gesp&uuml;r daf&uuml;r, was das europ&auml;ische Parlament eigentlich erreichen k&ouml;nnte. [&hellip;]<br>\nEs war die &ldquo;Leave&rdquo;-Kampagne, die die einzige positive Botschaft hatte &ndash; Lasst uns die Kontrolle &uuml;ber unser Geschick wieder in die Hand nehmen! -, und auch wenn zweifellos eine Menge Xenophobe unter den Brexiteers stecken, kann ich nicht glauben, dass diese in der Mehrheit sind. Die Engl&auml;nder haben einfach vor langer Zeit aufgeh&ouml;rt, an einen Sinnes- oder gar Stilwandel seitens der EU zu glauben. Und sie hatten keine Angst, den Bann zu brechen, der Europa so lang gefangen hielt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/exil-brite-tim-parks-ueber-das-referendum-was-soll-das-selbstgerechte-brexit-bashing-1.3055232\">Tim Parks in der S&uuml;ddeutschen<\/a><\/li>\n<li><strong>Die gr&ouml;&szlig;ten Feinde Europas sind Juncker und Co<\/strong><br>\nWer sich immer noch fragt, warum eine Mehrheit der britischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Rentnerinnen und Rentner f&uuml;r den Brexit gestimmt hat, bekommt heute den n&auml;chsten Grund geliefert: EU-Kommissionspr&auml;sident Juncker hat mitgeteilt, dass die Parlamente der europ&auml;ischen Staaten nach dem Willen der EU-Kommission nicht an der Entscheidung &uuml;ber das ausgehandelte Freihandelsabkommen mit Kanada (Ceta) beteiligt werden. Die &hellip;Nachrichtenagentur Dpa schreibt: &bdquo;In Br&uuml;ssel besteht seit L&auml;ngerem die Sorge, dass Parlamente einzelner Staaten die Weiterentwicklung der europ&auml;ischen Handelspolitik blockieren k&ouml;nnten.&rdquo; Man fasst es nicht!<br>\nAus &bdquo;Sorge&ldquo;, die demokratischen Parlamente k&ouml;nnten die Zerschlagung grundlegender Arbeitnehmerrechte und sozialer Standards ablehnen, wird die Demokratie mit Tricks ausgehebelt. In der EU geht eben nicht alle Macht vom Volke aus, sondern von Banken und Konzernen.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;ten Feinde eines Europas, in dem Demokratie und Sozialstaat das Zusammenleben der Menschen bestimmen sollen, sind die T&ouml;lpel in der EU-Kommission. An der Spitze ein Pr&auml;sident, der sich schon als &bdquo;Pate&ldquo; der Steuervermeider und Steuerhinterzieher einen Namen gemacht hat. So kann es nicht weitergehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/?fref=nf\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Das Gef&uuml;hl, nicht mehr repr&auml;sentiert zu werden&rdquo;<\/strong><br>\nWeltweit f&uuml;hlten sich die Menschen von ihren eigenen Eliten verraten und nicht mehr repr&auml;sentiert, sagte der deutsch-schottische Europa-Historiker Thomas Weber im DLF. Durch Referenden, wie k&uuml;rzlich der britischen Volksbefragung zum Verbleib in der EU, bek&auml;men Populisten und Gruppen au&szlig;erhalb des politischen Mainstream eine B&uuml;hne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/referenden-und-volkswille-das-gefuehl-nicht-mehr.691.de.html?dram:article_id=358691\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Kapit&auml;n bleibt vorerst an Bord<\/strong><br>\nDie Mehrheit der Labour-Abgeordneten im britischen Parlament hat am 28. Juni in einer geheimen Abstimmung ihrem Partei- und Fraktionsvorsitzenden Jeremy Corbyn das Misstrauen ausgesprochen. Damit wird die politische Ersch&uuml;tterung, die das britische Parteiensystem durch das Brexit-Referendum erf&auml;hrt, nicht nur in der Regierungs-, sondern auch in der Oppositionspartei manifest. Corbyn hat angek&uuml;ndigt, dass er nicht zur&uuml;cktreten wird.<br>\nDie Anh&auml;nger der zweimal (2010 und 2015) abgew&auml;hlten Politik von &raquo;New Labour&laquo; setzen darauf, dass sie in der umfassendsten Gesellschaftskrise Britanniens seit Ende der 1920er Jahre und im Chaos der Ratlosigkeit der europ&auml;ischen Eliten den Erneuerungsprozess der Labour Party aufhalten k&ouml;nnen, der mit der Wahl Corbyns im letzten September eingeleitet wurde. Die Politik von &raquo;New Labour&laquo; war vor 20 Jahren durch Tony Blair und Gordon Brown in Regierungshandeln umgesetzt worden.<br>\nSie war die britische Variante des sozialdemokratischen &raquo;Wegs der Mitte&laquo; in den Metropoll&auml;ndern des entwickelten Kapitalismus. Mit ihm wurden durch Deregulierung der Finanzm&auml;rkte und des Arbeitsmarkts sowie durch massiven Sozialabbau die Tore ge&ouml;ffnet f&uuml;r den Durchmarsch des neoliberalen Gesellschaftsmodells &ndash; zun&auml;chst in sozialdemokratischem Antlitz und dann in seiner zunehmend autorit&auml;ren Gestalt mit einer anhaltenden Austerit&auml;tspolitik und fortschreitend delegitimierten Entscheidungsprozessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/der-kapitaen-bleibt-vorerst-an-bord\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<p>dazu: <strong>This is not Labour MPs vs Corbyn. They&rsquo;re at war with party members<\/strong><br>\nA swirling red mist has descended over the eyes of many Labour MPs. It is a mist that makes them blind to how their activities look to the world outside the Westminster village. If they don&rsquo;t like Jeremy Corbyn (and despite their protestations to the contrary they give every appearance of not doing so) then they always had the option of a leadership challenge under the rule book. It could have been conducted in an orderly, perhaps low-key fashion, at least until parliament went into recess in just three weeks&rsquo; time. The aim would have been to try to concentrate on bringing the country together in a time of great peril after the Brexit vote. And it would have been important in these early days for the entire parliamentary party to focus on holding the Tories to account.<br>\nInstead Labour MPs chose to stage a blood-stained three-ring circus. Instead of putting their energies into fighting the Tories, colleagues have been concentrating on orchestrating waves of MPs &ndash; whom no one has ever heard of &ndash; into resigning from jobs that nobody knew they had. Colleagues could have been providing leadership against the resurgent racism that so many of their constituents are terrified by.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2016\/jun\/29\/labour-mps-vs-corbyn-war-party-members-tories-brexit\">The Guardian<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Lexit? Appell f&uuml;r linken Euro-Ausstieg gestartet<\/strong><br>\nWissenschaftler und Politiker aus europ&auml;ischen L&auml;ndern dr&auml;ngen auf einen &raquo;linken Ausstieg&laquo; aus dem Euro und sehen darin eine M&ouml;glichkeit &raquo;zur Verteidigung und Wiederherstellung der Demokratie&laquo;. In einem am Mittwoch ver&ouml;ffentlichten Appell wird eine &raquo;internationalistische Alternative&laquo; zu den europaweit wachsenden Anti-EU-Positionen von rechts gefordert. &raquo;Vor dem Hintergrund des alarmierenden Demokratieabbaus, der Zerst&ouml;rung sozialer Rechte und der Privatisierung &ouml;ffentlichen Eigentums m&uuml;ssen emanzipatorische Kr&auml;fte in Europa auf der Basis von Selbstbestimmung realistische und glaubw&uuml;rdige Alternativen zum autorit&auml;ren, neoliberalen Integrationsmodell vorlegen&laquo;, so die Unterzeichner. Daher setze man sich f&uuml;r einen &raquo;einen Lexit aus dem Euro-System&laquo; ein.<br>\nUnterst&uuml;tzt wird die Initiative unter anderem vom deutschen Europaabgeordneten Fabio De Masi, dem fr&uuml;heren italienischen Vizefinanzminister Stefano Fassina, vom &Ouml;konom Heiner Flassbeck, Costas Lapavitsas von der SYRIZA-Abspaltung Laiki Enotita und dem Soziologen Wolfgang Streeck. Die EU sei &raquo;kein neutrales Spielfeld&laquo;, schreiben die Unterzeichner in der Absicht, vor Illusionen &uuml;ber die Reformf&auml;higkeit der Europ&auml;ischen Union zu warnen. Auf der Basis einer deutschen Dominanz und &uuml;ber Regeln, die mit der Euroeinf&uuml;hrung geschaffen wurden, sowie vor dem Hintergrund der &raquo;strengen und kaum legitimierten Ma&szlig;nahmen, mit denen auf die Eurokrise reagiert wurde&laquo;, sei der autorit&auml;re, neoliberale Charakter der EU-Integration sogar &raquo;weiter versch&auml;rft&laquo; worden. Das gegenw&auml;rtige europ&auml;ische Integrationsprojekt sei &raquo;zu einem Hindernis f&uuml;r Demokratie und Souver&auml;nit&auml;t&laquo; geworden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1016952.lexit-appell-fuer-linken-euro-ausstieg-gestartet.html\">Neues Deutschland<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/lexit-network.org\/\">Der Appell<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sch&auml;uble will EU strenger machen<\/strong><br>\nNach Ansicht von Finanzminister Sch&auml;uble werden die Schuldenregeln innerhalb der EU zu lax gehandhabt. Als Konsequenz aus dem Brexit-Votum m&uuml;sse die EU reformiert werden. Auch eine neue Beh&ouml;rde bringt er ins Spiel.<br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble will offenbar als eine Konsequenz aus dem Brexit-Votum die EU konsequenter auf Reformen und Einhaltung ihrer Schuldenregeln festlegen. &ldquo;Mitgliedsstaaten d&uuml;rfen nicht aus der Eigenverantwortung f&uuml;r stabile Haushalte und wachstumsfreundliche Strukturreformen entlassen werden&rdquo;, zitierte das &ldquo;Handelsblatt&rdquo; aus einem Arbeitspapier des Finanzministeriums.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Schaeuble-will-EU-strenger-machen-article18070951.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist v&ouml;llig irre! Die Konsequenz f&uuml;r Sch&auml;uble aus dem Brexit: die neoliberale Agenda noch strikter durchsetzen, die EU noch undemokratischer machen.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>&ldquo;So z&uuml;chtet man Euroskepsis&rdquo;<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble hat der EU-Kommission eine Mitschuld an der Vertrauenskrise in der EU gegeben. Bei einer Podiumsdiskussion des Deutschlandfunks warf er ihr vor, verschuldete Staaten nicht zur Verantwortung zu ziehen und damit die europ&auml;ische Solidarit&auml;t zu untergraben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/schaeuble-kritisiert-die-eu-kommission-so-zuechtet-man.1818.de.html?dram:article_id=358697\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Podemos: &ldquo;F&uuml;r mich ist Sch&auml;uble ein Radikaler&rdquo;<\/strong><br>\nIst Podemos zu radikal f&uuml;r die spanischen W&auml;hler? Ein Gespr&auml;ch mit Mitbegr&uuml;nder Juan Carlos Monedero &uuml;ber die Linke, die Stra&szlig;e, Europa und den Chavismus in Venezuela [&hellip;]<br>\nZEIT ONLINE: Haben die Menschen nicht einfach Angst gehabt, dass Podemos zu radikal denkt?<br>\nMonedero: Radikal, nun, das ist eine Frage der Interpretation. Ist es radikal, die Sparpolitik der EU infrage zu stellen? Ist es radikal, das Instrument der Zwangsr&auml;umungen zu kritisieren? Wenn die betroffene Familie zwar ihre Kredite nicht mehr zahlen kann, aber fortan auf der Stra&szlig;e leben muss? F&uuml;r mich ist Wolfgang Sch&auml;uble ein Radikaler, als er wie ein Pate zu Yanis Varoufakis und Alexis Tsipras sagte: Hier in Br&uuml;ssel &auml;ndern die griechischen Wahlen nichts. Das ist antidemokratisch. Extremistisch sind hier doch die Taliban der M&auml;rkte, die Troika, die EZB, Sch&auml;uble, alle, die daf&uuml;r sorgen, dass Europa leidet und sich zur&uuml;ckentwickelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-06\/podemos-spanien-neuwahl-juan-carlos-monedero\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Als w&auml;ren wir eine Kolonie&ldquo;<\/strong><br>\nBald betreibt Fraport 14 griechische Flugh&auml;fen &ndash; auch den von Korfu. Der Konzern k&ouml;nne so die Wirtschaft kontrollieren, kritisiert Kostas Nikolouzos.<br>\ntaz: Herr Nikolouzos, in dieser Woche kommen Sie nach Deutschland, um &uuml;ber die &bdquo;Zwangsprivatisierung&ldquo; des Flughafens von Korfu zu sprechen. Das deutsche Unternehmen Fraport hat 1,2 Milliarden Euro bezahlt, um f&uuml;r eine Dauer von 40 Jahren 14 griechische Flugh&auml;fen zu betreiben. Es ist die gr&ouml;&szlig;te Privatisierung unter der linken Syriza-Regierung. Sind Sie noch w&uuml;tend?<br>\nKostas Nikolouzos: Ja, ich bin immer w&uuml;tend dar&uuml;ber gewesen. Flugh&auml;fen und H&auml;fen geh&ouml;ren zur strategischen Infrastruktur eines Landes. Vor allem in Griechenland, das sehr stark vom Tourismus abh&auml;ngt. Wer die Flugh&auml;fen kontrolliert, kontrolliert auch den Tourismus und kann so &uuml;ber einen gro&szlig;en Teil der Wirtschaft bestimmen.<br>\nFraport spricht von einer &bdquo;Win-win-Situation&ldquo;, weil das Unternehmen die Flugh&auml;fen erneuere und so Stellen schaffe.<br>\nNein, die meisten der 14 Flugh&auml;fen sind profitabel. Wenn Fraport diese Profite abgreift, sind keine Investitionen mehr m&ouml;glich &ndash; und so kann kein Flug&shy;hafen auf Dauer &uuml;berleben &hellip;<br>\n&hellip; aber die griechische Regierung hat doch selbst nicht investiert.<br>\nSeit Beginn der Krise hat die griechische Regierung ihre Unabh&auml;ngigkeit verloren, weil sie von der Troika gezwungen wurde, nicht mehr zu investieren. Vor der Krise war das anders.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Korfus-Buergermeister-ueber-Privatisierung\/!5313642\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Job? Mehr Last als Lust<\/strong><br>\n&Uuml;berlastung, Stress, Termindruck: Arbeitnehmer leiden immer h&auml;ufiger unter ihrem Job, zeigt eine Studie. Selbst in der Freizeit bekommen viele den Beruf nicht aus ihrem Kopf. Das hat Folgen &ndash; auch f&uuml;r den Arbeitgeber.<br>\nDie Arbeit wird f&uuml;r immer mehr Menschen von der Lust zur Last. Dies belegt eine neue Studie der Techniker-Krankenkasse (TK). Seit 2002 betreibt die Kasse mit eigenen Beratern aktives Gesundheitsmanagement in Betrieben. Nun hat sie insgesamt 29 Einzelbefragungen von fast 9.000 Arbeitnehmern ausgewertet.<br>\nVertreten waren Betriebe aus dem produzierenden Gewerbe genauso wie Dienstleistungsunternehmen und der &Ouml;ffentliche Dienst. Ziel der Untersuchung war herauszufinden, wie sich die Arbeitsbelastung mit der Zeit ver&auml;ndert hat. Zwar sind sieben von zehn Befragten mit ihrer Jobsituation insgesamt immer noch zufrieden. &bdquo;Doch der Belastungslevel steigt&ldquo; sagt der Vorstandschef der TK, Jens Baas. &bdquo;Wir haben die zw&ouml;lf Jahre in zwei Befragungszeitr&auml;ume aufgeteilt. Dabei zeigt sich, dass in der ersten Phase von 2002 bis 2009 nur drei von zehn Befragten angaben, dass sie ihre Arbeit auch nach Feierabend stresst. Im sp&auml;teren Zeitraum der Jahre 2010 bis 2015 sagten das fast zwei F&uuml;nftel der Befragten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/tk-gesundheits-report-job-mehr-last-als-lust\/13803028.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kindern und Enkeln geht es schlechter<\/strong><br>\nMobilit&auml;t nach unten: Die deutsche Gesellschaft wird weniger durchl&auml;ssig und gerecht. Das zeigen die Daten des &ldquo;Sozio-oekonomischen Panels&rdquo; (SOEP). der &auml;ltesten Langzeitstudie der Welt. [&hellip;]<br>\nGuido Neidh&ouml;fer und Maximilian Stockhausen, Nachwuchswissenschaftler der Freien Universit&auml;t, haben die SOEP-Daten genutzt, um die langfristige Bildungsmobilit&auml;t in Deutschland im Vergleich zu den USA und Gro&szlig;britannien zu untersuchen. &bdquo;Wir fanden heraus, dass die Bildungsmobilit&auml;t &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum in Deutschland deutlich geringer ist als in den beiden anderen L&auml;ndern&ldquo;, sagt Neidh&ouml;fer. Wenn man die Jahrg&auml;nge der 1960 bis 1985 Geborenen betrachtet, dann haben nur 20 Prozent derjenigen, deren Gro&szlig;eltern noch ein niedriges Bildungsniveau aufweisen, einen veritablen Bildungsaufstieg hingelegt. In den USA schafften 23 Prozent den Bildungsaufstieg &uuml;ber zwei Generationen, in Gro&szlig;britannien waren es sogar 31 Prozent.<br>\nDie Ergebnisse, die Neidh&ouml;fer selbst &bdquo;erschreckend&ldquo; nennt, kn&uuml;pfen nahtlos an eine andere d&uuml;stere Zahl an. Schon 2013 hatte Wirtschaftswissenschaftler Daniel Schmitzlein anhand der SOEP-Daten nachgewiesen, dass sich 40 Prozent der Ungleichheit beim individuellen Arbeitseinkommen durch den Familienhintergrund erkl&auml;ren lassen. Beim Bildungserfolg ist der Faktor sogar noch gr&ouml;&szlig;er: 66 Prozent der Ungleichheit bei Bildungsabschl&uuml;ssen gehen in Deutschland auf famili&auml;re Einfl&uuml;sse zur&uuml;ck. Anders gesagt: Wer aus einer bildungsfernen Schicht kommt, studiert nicht nur deutlich seltener, sondern verdient meist lebenslang auch weniger &ndash; und hat somit definitiv nicht die gleichen Chancen wie andere seines Jahrgangs. Und anders als etwa in D&auml;nemark gleicht das deutsche Bildungssystem die unterschiedlichen biografischen Startbedingungen kaum aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/analyse-des-sozio-oekonomischen-panels-kindern-und-enkeln-geht-es-schlechter\/13801266.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die falsche Bremse<\/strong><br>\nWeder Gerede noch Gesetze konnten den rasanten Anstieg der Mieten in den Gro&szlig;st&auml;dten stoppen. Daf&uuml;r fehlt der politische Wille [&hellip;]<br>\nF&uuml;r Berlin zeigen mehrere Studien, dass der mietpreisbremsende Effekt des neuen Gesetzes eher beschr&auml;nkt blieb. Eine Analyse des Forschungsinstituts Regiokontext belegt, dass sowohl vor als auch nach der Einf&uuml;hrung der Mietpreisbremse etwa 80 Prozent der Internetangebote f&uuml;r Wohnungen deutlich &uuml;ber den Grenzen der Mietpreisbremse lagen. Im Jahresverlauf der Immobilienangebote ist zwar f&uuml;r die Monate April bis Juli 2015, also rund um die Einf&uuml;hrung der Bremse in Berlin, ein leichter R&uuml;ckgang der Mietpreise zu beobachten. Seitdem jedoch stiegen sie wieder und haben inzwischen das Niveau vor der Einf&uuml;hrung &uuml;berschritten. Eine Analyse des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung schlussfolgert, die Mietpreisbremse habe sich &bdquo;als der Papiertiger erwiesen, f&uuml;r den sie von vielen Beobachterinnen im Vorfeld gehalten wurde&ldquo;. Die massenhafte Ignoranz gegen&uuml;ber der gesetzlichen Regelung ist auf die fehlenden Kontroll- und Sanktionsmechanismen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Mieterorganisationen fordern daher eine Ausweitung der Einsichtsrechte f&uuml;r Mieterinnen beim Abschluss eines neuen Mietvertrages.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/andrej-holm\/die-falsche-bremse\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gesteuerte Politik: &Uuml;ber die Macht der Autokonzerne<\/strong><br>\nSie messen &ndash; und dann lassen sie weiter fahren. Dieselgate zeigt, dass die k&ouml;rperliche Unversehrtheit der Bev&ouml;lkerung &ndash; insbesondere derjenigen, die an Ausfallstra&szlig;en wohnen und in deren Quartieren die Feinstaubbelastung weit h&ouml;her ist als in den gr&uuml;nen Villenvierteln &ndash; nicht den Status hat, der ihr geb&uuml;hrt: die oberste Stelle auf der Agenda.<br>\nIm Gegenteil: Lobbyisten der deutschen Autokonzerne genie&szlig;en ungehindert Zugang zu den Ministerien und verhindern seit Jahren gemeinsam mit ihnen die von Br&uuml;ssel geplante Versch&auml;rfung der Grenzwerte. Die &bdquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&ldquo; deckte gemeinsam mit NDR und WDR interne Dokumente auf, die einen erschreckenden Einblick in die Steuerung der Regierungspolitik durch VW, Daimler und BMW er&ouml;ffnen: Es herrscht ein klebriger partei- und ressort&uuml;bergreifender Konsens, der klima- und gesundheitspolitische Positionen fortw&auml;hrend den industriepolitischen unterordnet und der die Premiumwagen, die sich in wachsender Zahl durch die Gro&szlig;st&auml;dte wuchten, immer gr&ouml;&szlig;er und schwerer werden l&auml;sst. Deutsche Autos emittieren die meisten Schadstoffe europaweit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/gastwirtschaft\/lobbyismus-gesteuerte-politik,29552916,34434660.html\">FR Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>EU: Streit &uuml;ber nationale Mitspracherechte bei Ceta<\/strong><br>\nDie EU-Kommission dr&auml;ngt auf Ausblendung der nationalen Parlamente. Gabriel bezeichnet dies als t&ouml;richt und dumm<br>\nDas Konfliktpotential, das der Ratifizierung des Ceta-Abkommens zwischen der EU und Kanada innewohnt, zeigte sich schon l&auml;nger. Zu sehen etwa am Datum des Rechtsgutachtens, das sich das Wirtschaftsministerium dazu einholte: 28. August 2014. Der beauftragte Rechtswissenschaftler Franz C. Mayer hatte die Frage zu kl&auml;ren, ob es sich bei dem Freihandelsabkommen um ein &ldquo;gemischtes Abkommen&rdquo; handelt, d.h. ob Teile des Abkommens in mitgliedstaatlicher Zust&auml;ndigkeit liegen und daher von nationalen Parlamenten ratifiziert werden m&uuml;ssten. Der Gutachter stimmte der Ansicht der Bundesregierung zu, dass dem so sei. Nachzulesen ist die Position auf der Webseite des Wirtschaftsministeriums zum Thema Ceta.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48691\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Warnung von Vizekanzler Gabriel: &ldquo;Wenn die EU-Kommission das macht, ist TTIP tot&rdquo;<\/strong><br>\nBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat die Ank&uuml;ndigung der EU-Kommission scharf zur&uuml;ckgewiesen, das Ceta-Handelsabkommen mit Kanada ohne Beteiligung des Bundestages durchsetzen zu wollen. &ldquo;Jetzt zu beschlie&szlig;en, dass die nationalen Parlamente zu diesem Handelsabkommen nichts zu sagen haben, ist unglaublich t&ouml;richt&rdquo;, sagte der Vizekanzler und SPD-Chef dem &ldquo;Tagesspiegel&rdquo; mit Blick auf &Auml;u&szlig;erungen von EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/warnung-von-vizekanzler-gabriel-wenn-die-eu-kommission-das-macht-ist-ttip-tot-a-1100425.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was ist eigentlich die gr&ouml;&szlig;te Sorge von Gabriel, dass das TTIP scheitert oder das unverhohlen anti-demokratische agieren der EU-Kommission trotz Brexit und einer immer weiter um sich greifenden Ablehnung der EU? Und hier darf gelacht werden: &ldquo;Ohne Abstimmung im Bundestag werde er im EU-Handelsministerrat nicht die Hand f&uuml;r Ceta heben.&rdquo; Wobei es in diesem Falle egal ist, da das neoliberale Parteienkartell im Bundestag TTIP und Ceta sowieso durchwinken w&uuml;rden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Juncker &uuml;ber nationales Mitspracherecht bei CETA: &ldquo;Mir ist das pers&ouml;nlich schnurzegal&rdquo;<\/strong><br>\nDie EU-Kommission steht in der Kritik, weil sie die nationalen Parlamente nicht &uuml;ber das CETA-Abkommen abstimmen lassen will. Eine juristische Analyse ergab laut Kommissionspr&auml;sident Juncker, dass die Zust&auml;ndigkeit bei der EU liege. Ihm pers&ouml;nlich sei das &ldquo;schnurzegal&rdquo;.<br>\nEU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker hat die Einsch&auml;tzung seiner Beh&ouml;rde zum Freihandelsabkommen mit Kanada (CETA) verteidigt. Die Frage der Zust&auml;ndigkeit sei auf Grundlage einer juristischen Analyse beantwortet worden, sagte er nach dem EU-Gipfel in Br&uuml;ssel. Es sei absurd zu behaupten, dass er pers&ouml;nlich ein Mitspracherecht nationaler Parlamente verhindern wolle. &ldquo;Mir ist das pers&ouml;nlich relativ schnurzegal&rdquo;, sagte Juncker. &ldquo;Ich werde nicht auf dem Altar juristischer Fragen sterben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/ceta-eu-105.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie Merkel, Gabriel und Juncker gemeinsam die B&uuml;rger betr&uuml;gen und CETA durchschummeln wollen<\/strong><br>\nWir erleben gerade ein Schmierentheater erster G&uuml;te, mit dem Sigmar Gabriel und seine SPD zusammen mit Angela Merkel und ihrer CDU verbergen wollen, dass sie einen perfiden Plan der EU-Kommission unter dem Wenn-es-ernst-wird-musst-du-L&uuml;gner Jean-Claude Juncker st&uuml;tzen. Dieser will das von der Bev&ouml;lkerung weithin abgelehnte Handels- und Investorenprivilegienabkommen CETA mit Kanada EU-rechtswidrig an den Parlamenten vorbeischleusen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/649-merkel-gabriel-ceta#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><strong>We thought the best thing about Brexit would be avoiding TTIP &ndash; but the fight isn&rsquo;t over yet<\/strong><br>\nThe European elite&rsquo;s contempt for the people of Europe has manifested itself with brutal clarity in their imposition of austerity on the populations of Greece, Cyprus, Romania, Latvia, Ireland and Portugal, as well as their drive to conclude the TTIP negotiations in the face of such widespread public opposition<br>\nThe referendum decision to leave the EU opens a new chapter in the UK&rsquo;s trade relations with the single European market. The Leave vote also introduces a new phase in the political life of the UK, as many of the powers that had previously been transferred to Brussels will now be brought back to Westminster &ndash; including, most importantly, the trade and investment policies that determine our relations with all other countries around the world.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.independent.co.uk\/voices\/brexit-ttip-what-next-europe-canada-trade-a7104356.html\">Independent<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Whistleblower verdienen Lob, nicht Strafe<\/strong><br>\nDoch das Urteil gegen Lux-Leaks-Enth&uuml;ller Deltour zeigt: Eine m&auml;chtige Lobby aus Regierungen und Gro&szlig;konzernen versucht, die Verdienste von Whistleblowern zu kriminalisieren. In Luxemburg ist heute der Lux-Leaks-Whistleblower Antoine Deltour zu 12 Monaten auf Bew&auml;hrung verurteilt worden. Bestraft f&uuml;r eine Tat, f&uuml;r die ihm eigentlich Lob und Preis geb&uuml;hrt. Sein mutiges Handeln hat die verwerflichen Steuerpraktiken Luxemburgs ans Licht gebracht: Das Land hatte, auch unter seinem ehemaligen Premierminister Jean-Claude Juncker, dem heutigen EU-Kommissionspr&auml;sidenten, seine Nachbarl&auml;nder mit Dumpingmethoden um Milliarden Steuereinnahmen gebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/lux-leaks-whistleblower-verdienen-lob-nicht-strafe-1.3055952\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p>dazu: <strong>LuxLeaks &ndash; das &ouml;ffentliche Interesse vor Gericht<\/strong><br>\nAntoine Deltour verk&ouml;rpert einen gewaltigen Antagonismus, der in Europa besteht: Da gibt es auf der einen Seite eine gro&szlig;e B&uuml;rgerbewegung, der die Notwendigkeit, Whistleblower zu sch&uuml;tzen, immer bewusster wird. Auf der anderen Seite steht eine politisch-finanzielle Oligarchie, die sich gegen jede Verbesserung des Schutzes von Whistleblowern stemmt. Wie ich w&auml;hrend des Prozesses klargemacht habe, findet diese Schizophrenie ihre Fortsetzung im politischen Bereich, denn Antoine Deltour erhielt 2015 nicht nur den European Citizen&rsquo;s Prize, sondern wurde auch vom Europ&auml;ischen Parlament und dem in Folge seiner Enth&uuml;llungen eingesetzten Sonderausschuss als Whistleblower anerkannt. Jean-Claude Juncker, der Pr&auml;sident der Europ&auml;ischen Kommission, &auml;u&szlig;erte, Antoine Deltour habe in moralisch verantwortungsvoller Weise gehandelt und es sei keine gute Wahl, ihn strafrechtlich zu verfolgen. Dennoch wurde sein Verhalten in Luxemburg kriminalisiert: Er wurde angeklagt und die Staatsanwaltschaft forderte eine Haftstrafe von 18 Monaten ohne Bew&auml;hrung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/recht-subversiv\/2016\/06\/29\/luxleaks-das-oeffentliche-interesse-vor-gericht\/\">Recht Subversiv auf Zeit Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ach, wir &ndash; haben &ndash; da &ndash; Krieg?<\/strong><br>\nDort, wo 1989\/90 der Zentrale Runde Tisch in der DDR tagte, ist wenig sp&auml;ter die konservative Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik eingezogen. Eine gewisse Kontinuit&auml;t der Aufgabe bei Umkehr der Inhalte: Ein &raquo;klares Gravitationszentrum f&uuml;r die strategische Willensbildung&laquo; sollte die Akademie aus Sicht ihres einstigen Pr&auml;sidenten Rudolf Adam sein. Vor zehn Jahren regte er die &Auml;nderung des Grundgesetzes an, um das darin enthaltene Weltbild der Nachkriegszeit dem Zeitalter &raquo;pr&auml;ventiver Sicherheit&laquo; anzupassen. K&uuml;nftig w&uuml;rde es darauf ankommen, die &raquo;Lageeinsch&auml;tzungen mit der Wirtschaft abzugleichen und m&ouml;glichst kongruent zu machen&laquo;. Schlie&szlig;lich g&auml;be es auch &ouml;konomische Bedrohungen.<br>\nMitte Juni, beim Volksfest rings um das Schloss Sch&ouml;nhausen in Berlin- Pankow, hat die Akademie einen &ouml;ffentlichen Fr&uuml;hschoppen mit Freibier angeboten. L&ouml;blich, will man doch wissen, wie sich diese Einrichtung vor dem von besorgniserregenden Spannungen gezeichneten NATO-Gipfel in Warschau positioniert. Die Holzb&auml;nke sind anfangs nur sp&auml;rlich besetzt, f&uuml;llen sich aber langsam. So lange kann man sich in dem ausliegenden Flyer schlau machen. Die Akademie untersteht dem Verteidigungsministerium, ihre politische F&uuml;hrung hat ein Kuratorium unter dem Vorsitz der Kanzlerin. Ein Foto zeigt die Teilnehmer eines Seminars zu Gast bei Joachim Gauck im Schloss Bellevue. Was nicht erw&auml;hnt wird: Diesen zentralen Think-Tank der Sicherheitspolitik besuchen neben F&uuml;hrungskr&auml;ften aus Politik, Wirtschaft, Milit&auml;r und Geheimdiensten auch die Vertreter der R&uuml;stungsindustrie, von EADS, Thyssen Krupp, Rheinmetall bis zu Krauss-Maffei. Im Beirat der Akademie sitzen Bankiers neben Kirchenvertretern, auch ausgew&auml;hlte Journalisten und Politologen. &raquo;Hintergrundgespr&auml;che&laquo; in &raquo;abgeschirmter Atmosph&auml;re&laquo; verpflichten zu strengem Stillschweigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/160630_nd_Ach_wir_haben_da_Krieg.pdf\">Daniela Dahn, Neues Deutschland [PDF]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Sehr lesenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Fast zwei Drittel gegen &bdquo;S&auml;belrasseln&ldquo; der Nato<\/strong><br>\nAu&szlig;enminister Steinmeier hat mit seiner Kritik am Nato-Man&ouml;ver &bdquo;Anakonda&ldquo; an der Grenze zu Russland f&uuml;r Aufregung gesorgt. Doch die Deutschen teilen seine Einsch&auml;tzung. [&hellip;]<br>\n64 Prozent der 2054 Befragten unterst&uuml;tzten diese Haltung, nur 16 Prozent lehnten sie ab. Und das, obwohl 49 Prozent ein milit&auml;risches Vorgehen Russlands gegen die baltischen Staaten wie vor zwei Jahren auf der ukrainischen Krim f&uuml;r m&ouml;glich halten. Nur 30 Prozent glauben nicht an ein solches Szenario.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/fast-zwei-drittel-der-deutschen-gegen-nato-saebelrasseln-14316231.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das Ergebnis &uuml;berrascht nicht. Lediglich die Aussage, dass 49% der Befragten an ein &bdquo;milit&auml;risches Vorgehen&ldquo; Russlands in den baltischen Staaten glauben, halte ich f&uuml;r gewagt. Interessant w&auml;re es, hier den genauen Text der Frage zu bekommen. Leider haben jedoch weder YouGov noch die dpa n&auml;here Details zu dieser Umfrage ver&ouml;ffentlicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Krieg in Syrien &ndash; eine Chronik<\/strong><br>\nUmfassende Chronik zum Krieg und den Hintergr&uuml;nden. Quellengrundlage Wikipedia-Chroniken [*] sowie eigene Hintergrundrecherchen [o]. | Wichtige Artikel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.holger-niederhausen.de\/index.php?id=1044\">Holger Niederhausen<\/a>\n<p>dazu: <strong>Wie die USA und ihre Alliierten Syrien dem Untergang geweiht haben<\/strong><br>\nIn einer ausf&uuml;hrlichen Analyse schaut Zlatko Percinic zur&uuml;ck auf die amerikanische Strategie gegen Syrien. Seit dem Jahr 2003 bestand der Plan, die Regierung Assad zu st&uuml;rzen. Nach dem Einmarsch in den Irak f&uuml;rchteten die US-Strategen einen gest&auml;rkten Iran und ein selbstbewusstes Syrien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/39149-wie-usa-und-ihre-alliierten\/\">RT deutsch<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Auf dem amerikanischen Auge blind: Maa&szlig;en &amp; de Maizi&egrave;re &uuml;ber NSA &amp; Drohnenangriffe<\/strong><br>\nDuo Infernale: Die beiden m&auml;chtigsten Sicherheitschefs des Landes, Thomas de Maizi&egrave;re &amp; Hans-Georg Maa&szlig;en, sind auf dem amerikanischen Auge blind. Weder wei&szlig; der Innenminister, dass die US-Partner Menschen auf Verdacht per Drohnenangriff ermorden (&ldquo;signature strike&rdquo;), noch wei&szlig; der Verfassungsschutzchef von NSA-&Uuml;berwachung in Deutschland. Realsatire pur. Ausschnitt aus der BPK vom 28. Juni 2016<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vfQRLMnQVGg\">Jung und naiv<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Einzelt&auml;ter und die Brandstifter<\/strong><br>\nDer M&ouml;rder von Jo Cox war Einzelt&auml;ter. Breivik war auch nur ein Einzelt&auml;ter. Mundlos, B&ouml;hnhardt: Einzelt&auml;ter! Einzelt&auml;ter! Zu zweit. Dann nennt man die Sache einen Einzelfall. Denn wenn zwei sich bet&auml;tigen, wurden sie ja nicht einzeln t&auml;tlich. Aber ihr Zusammenwirken bleibt ein vereinzelter Fall. Nur die anderen, fanatisierte Moslems, die sind nie vereinzelt. Die halten wir f&uuml;r ein Kollektiv. Und wenn es auch nur einer ist, dann hat er get&ouml;tet, weil er als Teil der islamistischen Weltgemeinde agiert hat. Als Produkt von Hasspredigern und Angry Brown Men. Als Erzeugnis von Hetzern, die hassen und das Abschlachten f&uuml;r ein solidarische Sache hinstellen. Und wenn wir besonders w&uuml;tend sind, dann unterstellen wir solchen Einzelt&auml;tern nicht nur, dass sie als Konsequenz islamistischer Doktrination so t&auml;tig wurden, wir behaupten ferner, sie tun es, weil sie Moslems seien, Mitglieder einer grunds&auml;tzlich gewaltbereiten Religion. Richtig ist zun&auml;chst mal nur, dass es Einzelt&auml;ter bestenfalls als Ausnahmefall gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/06\/einzeltater-und-die-brandstifter.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&bdquo;Die Linke hat nicht verloren&ldquo;<\/strong><br>\nJos&eacute; Mujica war Blumenz&uuml;chter, Guerrillero, Gefangener und Pr&auml;sident Uruguays. Inzwischen ist er 81 und eine politische Kultfigur. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber die lateinamerikanische Linke, Marihuana und das Leben.<br>\nIn den sechziger Jahren war Jos&eacute; Mujica Anf&uuml;hrer der Stadtguerrilla Tupamaros. W&auml;hrend der Milit&auml;rdiktatur sa&szlig; er 14 Jahre im Gef&auml;ngnis von Montevideo, viele davon allein in einem Erdloch. Mit 74 wurde er zum Pr&auml;sidenten der &bdquo;Republik &Ouml;stlich des Uruguay&ldquo; gew&auml;hlt. Mujica spendete 90 Prozent seines Gehalts. Er verbrachte weiterhin viel Zeit in seinem kleinen Bauernhaus und fuhr einen himmelblauen K&auml;fer. Mit spitzer Zunge und zugleich pragmatisch k&auml;mpfte er f&uuml;r seine &Uuml;berzeugungen. Im vergangenen Jahr &uuml;bergab Mujica die Amtsgesch&auml;fte an seinen Parteikollegen Tabar&eacute; V&aacute;zquez. Er selbst ist nun Senator &ndash; und Kultfigur der krisengesch&uuml;ttelten Linken in Lateinamerika. Er ist 81 Jahre alt und noch immer viel unterwegs. In Berlin ist er zu Besuch bei der Friedrich-Ebert-Stiftung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/amerika\/jose-mujica-im-interview-die-linke-hat-nicht-verloren-14312319.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Interessantes Interview, interessante Einsichten eines pragmatischen Menschen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Angie&rsquo;s on fire<\/strong><br>\nW&auml;hrend sich die Nation beim Public Viewing die Sinne vernebelt, verabschiedet der Bundestag ein Anti-Terror-Paket &ndash; ohne &ouml;ffentliche Debatte. Kein Einzelfall bei den letzten Fu&szlig;ballturnieren. [&hellip;]<br>\nDie Nation ist einmal mehr benebelt von der gro&szlig;en EM-Sause, die noch mindestens eine weitere Woche die K&ouml;pfe zwischen Flensburg und Berchtesgaden im Griff haben wird. Eine Festzeit f&uuml;r alle Schlandianer &ndash; und f&uuml;r die gro&szlig;e Politik. Denn w&auml;hrend die Wade von J&eacute;r&ocirc;me Boateng das Land mehr interessiert als das Brexit-Beben, k&ouml;nnen deutsche Politiker im Schatten des Fu&szlig;balls Gesetze durchwinken, die zu jeder anderen Jahreszeit f&uuml;r gro&szlig;e Emp&ouml;rung sorgen w&uuml;rden. Zum Beispiel das Anti-Terror-Paket, das am Freitag im Bundestag beschlossen wurde. Handy-Prepaid-Karten m&uuml;ssen demnach bei Kauf auf den Besitzer registriert werden, Kommunikationsdaten k&ouml;nnen schon von 14- statt bisher 16-J&auml;hrigen gespeichert werden. Ein massiver Eingriff in den Datenschutz, der von der Regierung im Eiltempo durchgeboxt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.11freunde.de\/artikel\/wie-die-politik-fussballgrossereignisse-ausnutzt\">11Freunde<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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