{"id":34070,"date":"2016-07-01T16:48:28","date_gmt":"2016-07-01T14:48:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34070"},"modified":"2016-07-01T16:48:28","modified_gmt":"2016-07-01T14:48:28","slug":"hinweise-des-tages-ii-254","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34070","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34070#h01\">Brexit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34070#h02\">&Ouml;sterreich: Verfassungsgerichtshof l&auml;sst neu w&auml;hlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34070#h03\">Rien ne va plus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34070#h04\">Buntenbach: Kurswechsel in der Rentenpolitik jetzt einleiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34070#h05\">Griechisches Lehman-Brothers-Desaster<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34070#h06\">40 Jahre Mitbestimmungsgesetz: Bei wichtigen Entscheidungen mitreden d&uuml;rfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34070#h07\">Was macht eigentlich der Arbeitskraftunternehmer?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34070#h08\">Angst vor Transparenz?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34070#h09\">&bdquo;Die Erbschaftsteuer auf Betriebsverm&ouml;gen gef&auml;hrdet Arbeitspl&auml;tze&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34070#h10\">BND: Vom Weltraum zur&uuml;ck auf die Erde?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34070#h11\">Grundlegende Neujustierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34070#h12\">R&uuml;stungshaushalt: Bild dir deine Meinung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34070#h13\">IS in der T&uuml;rkei: Feind oder Verb&uuml;ndeter?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34070#h14\">Aus der H&ouml;lle in die H&ouml;lle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34070#h15\">Was geschah wirklich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34070#h16\">Die Stunde der &bdquo;Neuen Rechten&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Brexit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Krise nach dem Brexit: Schluss mit dem Europa der Petzer<\/strong><br>\nVon wegen B&uuml;rokratie &ndash; die EU hat ein Problem, weil sie auf deutschen Druck hin eine Art naiver Globalisierung gepuscht hat. Das tr&auml;gt heute zum Aufschwung tumber Populisten bei. Zeit f&uuml;r ein neues Paradigma. Der Befund scheint klar. Blo&szlig; keine Br&uuml;sseler Hinterzimmer-Diplomatie mehr. Nat&uuml;rlich. Und weniger Regeln und Vereinheitlichung. Daf&uuml;r mehr Demokratie. Au&szlig;er wenn es darum geht, die Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen. Da kann es nicht genug ewige Pakte und unab&auml;nderbare Gesetze geben. So oder so &auml;hnlich klingen die Ideen, die vorgetragen werden, seit die Briten vorige Woche daf&uuml;r gestimmt haben, aus der EU auszutreten. Dabei fragt sich, ob all das den Kern trifft. Immerhin haben Populisten mit Eliten-Bashing in den USA ebenso Erfolg. Obwohl die dort nicht einmal alle wissen, was Br&uuml;ssel ist. Und weder einen Euro haben noch einen Stabilit&auml;tspakt, den sie versch&auml;rfen k&ouml;nnten.<br>\nWenn Europa kriselt, hat das wom&ouml;glich weniger mit einem typisch Br&uuml;sseler Hang zur B&uuml;rokratie oder der Unvereinbarkeit europ&auml;ischer Kulturen zu tun. Es k&ouml;nnte viel tiefer daran liegen, dass die Europ&auml;er (wie die Amerikaner) seit den Achtzigerjahren einen Mix aus naiver Liberalisierung und entpolitisierter Globalisierung gepuscht haben, deren Folgesch&auml;den heute &uuml;berall sp&uuml;rbar werden. Und die jetzt zu politisch sinnentleerten Desastern &agrave; la Brexit f&uuml;hren, weil Populisten den Unmut ausnutzen, ohne irgend etwas Schlaueres vorschlagen zu k&ouml;nnen. Der Boris-Johnson-Effekt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/brexit-schluss-mit-dem-europa-der-petzer-kolumne-a-1100868.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Deutsche lehnen mehr Macht f&uuml;r Br&uuml;ssel ab<\/strong><br>\nTrotz der Skepsis bei vielen Deutschen setzt Minister Sch&auml;uble auf einen st&auml;rkeren Zusammenhalt der EU-Gemeinschaft. Nach SPIEGEL-Informationen z&auml;hlt dazu etwa die Vollendung des Binnenmarkts und der ungehinderte, grenz&uuml;berschreitende Kapitalverkehr. Notwendig ist nach Sch&auml;ubles Einsch&auml;tzung auch ein EU-weit einheitliches Insolvenzrecht f&uuml;r Unternehmen. Auch sollten sich die Mitgliedsl&auml;nder darauf verst&auml;ndigen, wie sie gemeinsam h&ouml;heres Wirtschaftswachstum erzielen k&ouml;nnen. Zudem m&uuml;ssten sie die Kontrolle der Au&szlig;engrenzen verbessern und sich auf eine gemeinsame Asylpolitik einigen. Sollten die Vorst&ouml;&szlig;e auf Ebene aller Mitgliedstaaten nicht zustande kommen, m&uuml;ssten sich die willigen Regierungen zusammenschlie&szlig;en, fordert der Minister. Sch&auml;uble hat sich schon in den Neunzigerjahren f&uuml;r ein sogenanntes Kerneuropa besonders integrationswilliger L&auml;nder ausgesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/brexit-wolfgang-schaeuble-will-zusammenhalt-der-eu-staerken-a-1100835.html\">spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Begreift eigentlich noch irgendwer was hier geschieht? Das Ergebnis der Umfrage ist ein deutliches Votum gegen die Br&uuml;sseler Elite und Sch&auml;uble verlautbart in junckerscher Manier, dass ihm das v&ouml;llig schnurz ist. Dem Regierungspersonal in Berlin geht es nur noch um die Durchsetzung der Interessen der neoliberalen Eliten. Wir freuen uns schon 2017 auf den Einzug der AfD mit 20 Prozent in den Bundestag und eine franz&ouml;sische Pr&auml;sidentin Namens Marie LePen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Das Brexit-Votum, Boris Johnson und die EU: Vorbereitung von &bdquo;Lehman 2.0+&ldquo; wie aus dem Lehrbuch<\/strong><br>\nDas war&acute;s. Die Finanzm&auml;rkte haben den Brexit-Test bestanden. &bdquo;Lehman 2.0&ldquo; wurde abgesagt. Oder nicht?<br>\nDie Brexit-Erkenntnis des Boris Johnson<br>\nDie Politik hat erleichtert aufgeatmet, weil sie nicht von einer neu eskalierenden Finanzmarktkrise auf dem falschen Fu&szlig; erwischt worden ist. Der Kopf der Brexit-Bef&uuml;rworter Boris Johnson hat einen R&uuml;ckzieher gemacht und kandidiert nun nicht f&uuml;r die Cameron-Nachfolge weil er meint, dass er wohl doch nicht der richtige Mann f&uuml;r den Posten und die damit verbundenen Herausforderungen ist. Das sind, wenn man es genau nimmt, die anderen aus seiner Partei, die jetzt kandidieren, zwar auch nicht. Aber Johnson ist eben vorerst der einzige Politiker in Gro&szlig;britannien, der es &ouml;ffentlich zugegeben hat. Immerhin, das ist ein Anfang &ndash; jenseits des Kanals.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/das-brexit-votum-boris-johnson-und-die-eu-vorbereitung-von-lehman-2-0-wie-aus-dem-lehrbuch\/\">querschuesse.de<\/a><\/li>\n<li><strong>GB: &raquo;Nervenzusammenbruch des politischen Systems&laquo;<\/strong><br>\nIm britischen Parteiensystem legt sich der Fallout der politischen Kernexplosion Brexit auf alle Parteien. Er durchdringt nicht nur die Konservative Partei und die Labour Party, sondern selbst die Partei, die als Gewinner aus dem Brexit-Referendum hervorgegangen ist, die United Kingdom Independence Party (UKIP). Das Wochenmagazin The Economist titelt: &raquo;Anarchie im UK&laquo;.<br>\nAus dem Nichts heraus ist Britannien zum &raquo;kranken Mann am Rande Europas&laquo; geworden. Die Buchverluste in den ersten beiden B&ouml;rsentagen nach dem Brexit beliefen sich weltweit auf f&uuml;nf Billionen US-Dollar. Vier Millionen BritInnen haben innerhalb einer Woche nach dem Referendum eine Petition unterzeichnet, mit der eine Wiederholung der Volksabstimmung gefordert wird. Die schottische Ministerpr&auml;sidentin f&uuml;hrt mit der EU-Kommission Eruierungsgespr&auml;che &uuml;ber die Fortsetzung der EU-Mitgliedschaft der unselbst&auml;ndigen Region Schottland, w&auml;hrend gleichzeitig nach 43 Jahren erstmals der Europ&auml;ische Rat ohne den britischen Premier zusammenkommt.<br>\nDavid Cameron hat seinen R&uuml;cktritt angek&uuml;ndigt, Jeremy Corbyn sieht sich einer Abwahlattacke seitens der Mehrheit seiner Labour-Fraktion gegen&uuml;ber. In der Primeminister Question Time, einer traditionellen Gepflogenheit des Unterhauses, wird als lahme Ente ein Premier, der faktisch den Bettel abgegeben hat, von einem Oppositionsf&uuml;hrer befragt, dessen eigentlichem Gegenspieler er nicht auf der Regierungsbank in die Augen schaut, sondern der als Opposition aus den eigenen Reihen ihm im Nacken sitzt. Und der UKIP-Vorsitzende Nigel Farage wird vom Gro&szlig;finanzier und Mitbegr&uuml;nder dieser rechtspopulistisch-nationalistischen Partei als unf&auml;hig angesehen, die politische Form des britischen Rechtspopulismus entsprechend ihres gro&szlig;en Zulaufs angemessen weiter zu entwickeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/die-politische-zukunft-des-boris-johnson\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><strong>Was passiert nach dem Brexit mit TTIP?<\/strong><br>\nViele EU-Beamte m&uuml;ssen sich jetzt um den Austritt Gro&szlig;britanniens k&uuml;mmern. Die TTIP-Verhandlungen werden dadurch &ndash; zumindest &ndash; verz&ouml;gert. Der gemeinsame Markt wird kleiner, die Kommission verliert an Verhandlungsmasse: Der Austritt der Briten aus der EU hat auf die TTIP-Verhandlungen mit den USA mehr Einfluss als sich die Verhandler w&uuml;nschen. Nicht zuletzt schw&auml;cht er die Position der Europ&auml;er im Verhandlungspoker. Sechs Antworten auf die dr&auml;ngendsten Fragen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/recherchen\/ttip\/blog\/2016\/07\/01\/auszeit-fuer-ttip\/\">Correctiv<\/a><\/li>\n<li><strong>EU-Referendum: Sind 52 Prozent eine Mehrheit?<\/strong><br>\nEin Referendum ist eine Messung des Volkswillens &ndash; und hat entsprechende Messfehler. Um die B&uuml;rger &uuml;ber komplizierte Fragen abstimmen zu lassen, gibt es bessere Methoden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/2016-06\/eu-referendum-grossbritannien-brexit-mathematik-messfehler\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Uns&auml;glich und antidemokratisch. Auch ich halte die Entscheidung der 52-Prozent-Mehrheit tendenziell f&uuml;r falsch, aber es steht mir nicht an, die Mehrheit f&uuml;r ihre Entscheidung zu kritisieren. Hier soll also wie in einem wissenschaftlichen Experiment so oft abgestimmt werden, bis das Konfidenzintervall eine stabile Aussage trifft. Komisch, da&szlig; die ZEIT solche Forderungen nicht gestellt hat, als der neue &ouml;sterreichische Bundespr&auml;sident mit gerade mal 50,3 Prozent gewonnen hatte. (Wenn 4 Prozentpunkte ein Me&szlig;fehler sind, was sind dann 0,6 Prozentpunkte Vorsprung?) Aber da hat ja auch &ldquo;der Richtige&rdquo; gewonnen. Die ZEIT ist vermutlich ebenfalls der Meinung, da&szlig; das normale Wahlvieh nicht &uuml;ber so komplizierte Entscheidungen wie Ceta, TTIP &amp; Co. abstimmen sollte, die ihn nur &uuml;berfordern.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich: Verfassungsgerichtshof l&auml;sst neu w&auml;hlen<\/strong><br>\nGeorg B&uuml;rstmayr, der Anwalt des ehemaligen Gr&uuml;nen-Chefs Alexander van der Bellen betonte bereits vor Bekanntgabe der heutigen Entscheidung, es sei kein Wahlbetrug festgestellt worden. Der Nachweis einer Manipulation ist f&uuml;r das Ung&uuml;ltigsein der Wahl auch gar nicht n&ouml;tig: Es reicht die blo&szlig;e &ldquo;M&ouml;glichkeit dazu&rdquo;, wie Holzinger hervorhob. Diese M&ouml;glichkeit sieht der VfGH in mindestens 14 der Wahlbezirke vorliegen, weil dort nachweislich &ldquo;Wahlkarten au&szlig;erhalb einer Sitzung der Bezirkswahlbeh&ouml;rde ge&ouml;ffnet&rdquo; und damit &ldquo;Rechtsvorschriften verletzt wurden, die unmittelbar auf die Vermeidung von Wahlmanipulationen gerichtet sind&rdquo;. Obwohl die Regelverst&ouml;&szlig;e nur die Briefwahl in diesen Bezirken betreffen, muss die ganze Wahl wiederholt werden, weil Wahlkarten in jedem Stimmbezirk abgegeben werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48707\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Hm, keine Stimme ist manipuliert und niemand gesch&auml;digt worden, aber die M&ouml;glichkeit, das Einfluss auf das Wahlergebnis h&auml;tte genommen werden k&ouml;nnen, bestand. Deshalb wird wiederholt. Mal sehen, welchen Einfluss dann das bisherige Wahlergebnis auf den n&auml;chsten Urnengang hat und welcher Schaden dadurch entsteht.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Erst UK, nun &Ouml;sterreich?<\/strong><br>\nBis zum Herbst wird die EU also durch eine Phase existentieller Unsicherheit gehen. Wenn sich nun auch noch &Ouml;sterreich f&uuml;r den EU-Gegner Hofer ausspricht, sieht es schlecht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/erst-uk-nun-oesterreich\/?\">Eric Bonse auf Lost in Europe<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Rien ne va plus<\/strong><br>\nMit seiner Europa-Liebe &uuml;bert&uuml;nchte der Luxemburger lange seine gr&ouml;&szlig;te Schw&auml;che: dass er als langj&auml;hriger Chef der gr&ouml;&szlig;ten Steueroase Europas von Anfang an eine Fehlbesetzung war. Schon seine Wahl best&auml;tigte viele Vorurteile gegen die angeblich von Konzerninteressen gesteuerte Kommission. Aber es geht noch schlimmer: Direkt nach dem Brexit mit Ceta ein umstrittenes, geheim verhandeltes Abkommen durchdr&uuml;cken zu wollen ist unglaublich dreist &ndash; oder dumm. Wer dann noch auf Kritik antwortet, wo &uuml;ber Ceta abgestimmt werde, sei ihm &bdquo;relativ schnurzegal&ldquo;, hat nichts begriffen. Und muss gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Jean-Claude-Juncker\/!5315323\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Buntenbach: Kurswechsel in der Rentenpolitik jetzt einleiten<\/strong><br>\nDer DGB begr&uuml;&szlig;t die Rentenerh&ouml;hung. Sie ist Folge guter Lohnentwicklung und statistischer Einmaleffekte. Klar ist aber: Wir brauchen jetzt einen Kurswechsel in der Rentenpolitik. Denn sonst droht vielen Besch&auml;ftigten sozialer Abstieg oder gar Altersarmut, warnt DGB-Vorstand Annelie Buntenbach.<br>\n&bdquo;Der DGB begr&uuml;&szlig;t die gute Rentenerh&ouml;hung. Sie ist Folge der guten Lohnentwicklung, aber auch statistischer Einmaleffekte. Klar ist aber auch: Wenn jetzt kein Kurswechsel in der Rentenpolitik eingeleitet wird, werden die k&uuml;nftigen Rentenerh&ouml;hungen wieder sehr viel niedriger ausfallen. Denn nach geltendem Recht sinkt das Rentenniveau, die Renten verlieren bis 2030 rund neun Prozent an Wert gegen&uuml;ber den L&ouml;hnen. F&uuml;r einen Durchschnittsverdiener mit 45 Beitragsjahren entspr&auml;che das einem Wertverlust von rund 3000 Euro im Jahr. Aber eine solche Entwicklung ist keineswegs zwangsl&auml;ufig. Hier kann und muss die Politik die Weichen neu stellen. Damit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Zukunft nicht von sozialem Abstieg oder gar Altersarmut bedroht sind, muss als allererstes das gesetzliche Rentenniveau stabilisiert werden, der Sinkflug muss sofort gestoppt werden!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++0e3913de-3edc-11e6-b7e9-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<p><strong>dazu: Renteneinheit endlich vollenden<\/strong><br>\n&ldquo;Jegliche Jubelmeldung &uuml;ber die aktuelle Rentenerh&ouml;hung verbietet sich&rdquo;, warnt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. Er f&auml;hrt fort: &ldquo;Zwischen 2002 und 2016 blieben die Renten im Westen um 7,0 Prozentpunkte und im Osten um 3,7 Prozentpunkte hinter der Lohnentwicklung zur&uuml;ck. Diese Abkopplung von einer guten Lohnentwicklung wird sich mit dem Sinkflug des Rentenniveaus noch weiter versch&auml;rfen. Deshalb fordern wir, die K&uuml;rzungsfaktoren aus der Rentenanpassungsformel zu streichen und schleunigst wieder zu einem lebensstandsichernden Rentenniveau zur&uuml;ckzukehren. Im Jahr 2016 bekommt zudem eine Rentnerin in Dresden nach 45 Jahren Arbeit zum Durchschnittsverdienst immer noch 966 Euro brutto weniger Rente pro Jahr als eine Rentnerin in Hamburg. Wir brauchen deshalb 27 Jahre nach dem Fall der Mauer keine Berichte und Ank&uuml;ndigungen mehr, sondern einen mutigen und abschlie&szlig;enden Schritt, um die Renteneinheit zu vollenden. Ministerin Andrea Nahles muss dazu umgehend einen Gesetzentwurf vorlegen!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/renteneinheit-endlich-vollenden\/\">Linksfraktion<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Griechisches Lehman-Brothers-Desaster<\/strong><br>\nDie Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland feierten am 29. Juni &ldquo;Geburtstag&rdquo;. Immer noch k&ouml;nnen griechische Bankkunden pro Tag nicht mehr als 60 Euro oder alternativ 420 Euro pro Woche Bargeld abheben. Ein Ende dieser Beschr&auml;nkung ist noch nicht abzusehen. Tats&auml;chlich brachten die Kapitalverkehrskontrollen dem Land kaum Vorteile. Die Wettbewerbsf&auml;higkeit sank, die Sparer vermeiden es, Betr&auml;ge auf Konten einzuzahlen, und die Betriebe k&ouml;nnen auch bei guten Erfolgschancen keine Kredite aufnehmen.<br>\nInnerhalb dieses Jahres gab es eine Reihe von Gesch&auml;ftsaufgaben. Zum ersten Mal in der Krise werden weniger Unternehmen gegr&uuml;ndet als geschlossen. In den einschl&auml;gigen Statistiken werden die Unternehmen als absolute Zahl gef&uuml;hrt, was nicht unbedingt auf die jeweilige Unternehmensgr&ouml;&szlig;e r&uuml;ckschlie&szlig;en l&auml;sst. Die oppositionelle Presse im Land f&uuml;hrt dies auf die Kapitalverkehrskontrollen zur&uuml;ck und hat mit einer spektakul&auml;ren Pleite nun ein Paradebeispiel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48706\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Das &ldquo;Filetst&uuml;ck&rdquo; ist weg<\/strong><br>\nGriechenland muss Staatseigentum privatisieren &ndash; das ist eine der Bedingungen f&uuml;r Hilfen der internationalen Geldgeber. Der Verkauf des Hafen von Pir&auml;us ist nun perfekt: Das &ldquo;Filetst&uuml;ck&rdquo; geht an einen chinesischen Konzern. Ansonsten gibt es aber offenbar vor allem &ldquo;Ladenh&uuml;ter&rdquo;. Die lange stockende Privatisierung des gr&ouml;&szlig;ten griechischen Hafens ist unter Dach und Fach. Das Parlament in Athen billigte am Abend den Verkauf des Hafens von Pir&auml;us an die chinesische Gro&szlig;reederei Cosco. Der neue Besitzer zahlt zun&auml;chst 280,5 Millionen Euro f&uuml;r 51 Prozent der Anteile, nach f&uuml;nf Jahren werden weitere 88 Millionen Euro f&uuml;r 16 Prozent f&auml;llig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/piraeus-hafen-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>40 Jahre Mitbestimmungsgesetz: Bei wichtigen Entscheidungen mitreden d&uuml;rfen<\/strong><br>\nErbitterte Kontroversen &uuml;ber mehr als zehn Jahre hinweg waren vorangegangen: 1976 wurde das Gesetz zur Mitbestimmung in Kapitalgesellschaften verabschiedet. Es regelt f&uuml;r Unternehmen mit mehr als 2.000 Besch&auml;ftigten die Zusammenarbeit von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in Aufsichtsr&auml;ten. Das Gesetz ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Umgehungsstrategien gibt es viele.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/40-jahre-mitbestimmungsgesetz-bei-wichtigen-entscheidungen.769.de.html?dram:article_id=358829\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Was macht eigentlich der Arbeitskraftunternehmer?<\/strong><br>\nWir haben uns daran gew&ouml;hnt, dass Unternehmen st&auml;ndige Umstrukturierungen vornehmen und dabei immer h&ouml;here Einsatzbereitschaft von ihren MitarbeiterInnen verlangen. Die Globalisierung, der Wettbewerb, die M&auml;rkte &ndash; so hei&szlig;t es in Strategiepapieren und &ouml;konomischen Analysen &ndash; machen das unvermeidlich. Als sich das ganze Ausma&szlig; dieser Entwicklung vor gut 20 Jahren abzuzeichnen begann, haben wir aus arbeitssoziologischer Perspektive darin einen grundlegenden Wandel der kapitalistischen Arbeitsverh&auml;ltnisse erkannt. Zusammen mit G&uuml;nter Vo&szlig; habe ich die These vom Arbeitskraftunternehmer als neuem Typus der Warenform von Arbeitskraft formuliert. Demnach resultiert der neue Leistungsdruck aus Arbeitsbedingungen, unter denen Erwerbst&auml;tige in eigener Initiative f&uuml;r die optimale Verwertung ihres Arbeitsverm&ouml;gens sorgen.<br>\nDiese These hat lebhafte Diskussionen ausgel&ouml;st und ist in der Wissenschaft ebenso wie in der politischen Debatte umstritten geblieben. Sie wird heute immer noch gerne zitiert als Indiz f&uuml;r den dramatischen Wandel der Arbeitswelt, obwohl sie durch empirische Untersuchungen nie eindeutig bewiesen (aber auch nicht &uuml;berzeugend widerlegt) werden konnte. Es wird deshalb Zeit f&uuml;r eine Zwischenbilanz, in der ich zu folgenden Fragen Stellung beziehen will: Was hat die Analyse zum Arbeitskraftunternehmer damals interessant gemacht? Welche konkreten Entwicklungen konnten wir seitdem beobachten? Und inwiefern ist die theoretische Annahme eines unternehmerischen Umgangs mit dem eigenen Arbeitsverm&ouml;gen weiterhin relevant? Als Miturheber frage ich mich vor allem, was wir damals &uuml;bersehen haben k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/36-2016\/++co++ef482cda-3ec7-11e6-9480-52540088cada\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Angst vor Transparenz?<\/strong><br>\nIn einem Gastkommentar im Handelsblatt vom 15. Juni 2016 malen Mathias Middelberg und Stephan Harbarth von der CDU den Untergang des Abendlandes f&uuml;r den Fall an die Wand, dass l&auml;nderbezogene Konzernbilanzdaten ver&ouml;ffentlicht werden. Durch aktuelle Pl&auml;ne der EU-Kommission seien unser &bdquo;Standort, unsere Betriebe und unsere Arbeitskr&auml;fte massiv&ldquo; gef&auml;hrdet &ndash; kurz unser sauer verdienter Wohlstand droht sich in Luft aufzul&ouml;sen. Die Sachargumente aber k&ouml;nnen nicht &uuml;berzeugen.<br>\nBei den Pl&auml;nen f&uuml;r &ouml;ffentliche l&auml;nderbezogene Berichtspflichten (Country-by-Country-Reporting, kurz: CBCR) geht es im Kern um die Offenlegung von Eckdaten aus der Konzernbilanz, die schon heute in den meisten L&auml;ndern ver&ouml;ffentlicht werden m&uuml;ssen, etwa Angaben zu Umsatz, Personalst&auml;rke, Gewinn und Steuerzahlungen. Die wichtigste Neuerung: die Zahlen sollen einheitlich vom Stammsitz des Unternehmens f&uuml;r die gesamte Konzernstruktur ver&ouml;ffentlicht und l&auml;nderweise gegliedert werden, statt wie bisher von jeder einzelnen Tochtergesellschaft. F&uuml;r Banken innerhalb der EU gibt es solche Berichtspflichten bereits seit 2014.<br>\n&Ouml;ffentliche Berichtspflichten w&auml;ren ein ernsthafter Anfang, der Steuervermeidung von gro&szlig;en Konzernen sowie illegale Willk&uuml;r-Steuergeschenke a la LuxemburgLeaks einen Riegel vorzuschieben. Die bisherige Praktik b&uuml;rdet Unbeteiligten hierzulande als auch in Entwicklungs- und Schwellenl&auml;ndern eine h&ouml;here Steuerlast auf und benachteiligt insbesondere kleine und mittelst&auml;ndische Unternehmen im Wettbewerb.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2016\/07\/angst-vor-transparenz.html\">Blog Steuergerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&bdquo;Die Erbschaftsteuer auf Betriebsverm&ouml;gen gef&auml;hrdet Arbeitspl&auml;tze&ldquo;<\/strong><br>\nSollte jedoch das Betriebsverm&ouml;gen wie bisher weitgehend von der Steuerpflicht befreit sein, bleibt eine progressive Erbschaftsteuer als Instrument der Verm&ouml;gensumverteilung wirkungslos. Denn die Top-Verm&ouml;gen bestehen zu gro&szlig;en Teilen aus Betriebsverm&ouml;gen. Eine vorurteilsfreie Analyse der &ouml;konomischen Wirkung einer Besteuerung von Betriebsverm&ouml;gen im Rahmen der Erbschaftsteuer ist daher unumg&auml;nglich, wenn die Erbschaftsteuer gest&auml;rkt werden soll. Obwohl in der Fachliteratur die Argumente gegen eine Privilegierung des Betriebsverm&ouml;gens klar dominieren, krankte die Debatte um die Reform der Erbschaftsteuer bisher daran, &bdquo;dass die Politik sich von den Schreckensszenarien der Lobbyisten hat einsch&uuml;chtern lassen. Deshalb wurde die Frage nach dem &ouml;konomisch sinnvollen Ausma&szlig; einer Privilegierung des Betriebsverm&ouml;gens gar nicht erst rational diskutiert.&ldquo; (Truger und Scholz 2016).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuermythen.de\/mythos\/die-erbschaftsteuer-auf-betriebsvermoegen-gefaehrdet-arbeitsplaetze\/\">Steuermythen.de<\/a>\n<p><strong>dazu: L&auml;nderminister lehnen Gesetz zur Reform der Erbschaftsteuer zu Recht ab<\/strong><br>\n&ldquo;Das Ergebnis der L&auml;nderfinanzministerkonferenz war voraussehbar. Das durch den Bundestag in der letzten Minute durchgepeitschte Gesetz zur Reform der Erbschaftsteuer ist zu Recht sowohl von der Fraktion DIE LINKE als auch B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen abgelehnt worden&rdquo;, erkl&auml;rt Richard Pitterle, steuerpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE und Mitglied im Finanzausschuss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/laenderminister-lehnen-gesetz-reform-erbschaftsteuer-recht\/\">Linksfraktion<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>BND: Vom Weltraum zur&uuml;ck auf die Erde?<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat am Dienstag einen Gesetzesentwurf zur Novellierung des BND-Gesetzes beschlossen, der die sog. &bdquo;Ausland-Ausland-Fernmeldeaufkl&auml;rung&ldquo; regelt. Hierunter versteht der Gesetzesentwurf die strategische Fernmeldeaufkl&auml;rung von Ausl&auml;nderinnen und Ausl&auml;ndern im Ausland vom Inland aus. Es ist zun&auml;chst erkennbar, dass damit der Versuch unternommen wird, die bisherige klar rechtswidrige fragw&uuml;rdige Praxis des BND zu legalisieren. Die legend&auml;re Weltraumtheorie des vormaligen BND-Pr&auml;sidenten Schindler bekommt also nun doch einen gesetzlichen Unterbau. Ob dieser verfassungskonform ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.internet-law.de\/2016\/07\/bnd-vom-weltraum-zurueck-auf-die-erde.html\">Internet Law<\/a>\n<p><strong>dazu: Das neue BND-Gesetz: Alles, was der BND macht, wird einfach legalisiert. Und sogar noch ausgeweitet.<\/strong><br>\nDer Bundesnachrichtendienst kann seine Internet-&Uuml;berwachung demn&auml;chst massiv ausbauen. Das geht aus dem neuen BND-Gesetz hervor, auf das sich Bundesregierung und Koalitionsfraktionen geeinigt haben. Alles, was durch Snowden und Untersuchungsausschuss als illegal enttarnt wurde, wird jetzt einfach als legal erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/das-neue-bnd-gesetz-alles-was-der-bnd-macht-wird-einfach-legalisiert-und-sogar-noch-ausgeweitet\/\">netzpolitik.org<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Dem pr&auml;ventiven Sicherheitsstaat entgegentreten<\/strong><br>\nDer Bundestag hat in der vergangenen Woche ein weiteres Anti-Terror-Paket im Schnellverfahren durchgewinkt und dabei einige W&uuml;nsche der Sicherheitsorgane erf&uuml;llt. Ein genauerer Blick in den Gesetzentwurf zeigt aber, dass wesentliche &Auml;nderungen mit Terrorismus h&ouml;chstens am Rande zu tun haben. Da wird die Bundespolizei erm&auml;chtigt, verdeckte Ermittler auch im Bereich der Gefahrenabwehr einzusetzen, also bevor Straftaten geschehen. Das zielt auf die Bek&auml;mpfung von &bdquo;Schleusern&ldquo; und damit direkt gegen schutzsuchende Fl&uuml;chtlinge. Denn durch die EU-Abschottung haben sie nun mal keine andere M&ouml;glichkeit, als mit Hilfe von anderen ins Land zu kommen. Eine weitere Regelung betrifft tats&auml;chlich uns alle: Anbieter von prepaid-Telefonkarten sollen verpflichtet werden, die Identit&auml;t ihrer Kunden zu pr&uuml;fen. Ein sinnloses Unterfangen, wie beispielsweise die Anschl&auml;ge in Frankreich trotz des dort geltenden Identifizierungszwangs belegt haben. In vielen EU-Mitgliedsstaaten k&ouml;nnen SIM-Karten au&szlig;erdem weiterhin vollkommen anonym erworben und in Deutschland eingesetzt werden. Straft&auml;ter k&ouml;nnten nach wie vor auch von Strohm&auml;nnern registrierte Karten nutzen. Ein Ausweiszwang l&auml;uft gegen organisierte Kriminalit&auml;t leer, schadet aber unbescholtenen B&uuml;rgern umso mehr. Denn Opfer von Straftaten sind oftmals auf die M&ouml;glichkeit anonymer Strafanzeigen und auf vertrauliche Beratung und Selbsthilfe angewiesen. Auch f&uuml;r Presseinformanten ist Anonymit&auml;t essenziell. Mit seinem &bdquo;Anti-Terror-Paket&ldquo; hat sich der Innenminister jetzt au&szlig;erdem die Erlaubnis geholt, selbst 14-J&auml;hrige zu &uuml;berwachen: Das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz darf k&uuml;nftig unter erleichterten Bedingungen auch Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren bespitzeln. Nicht zuletzt soll der internationale Datenaustausch erleichtert werden, auch mit Staaten in denen der individuelle Rechtsschutz nicht vorhanden ist. In vielen EU-Mitgliedsl&auml;ndern werden diejenigen, deren Telefonate mitgeh&ouml;rt und deren Mails mitgelesen wurden, nicht einmal benachrichtigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/kolumne\/praeventiven-sicherheitsstaat-entgegentreten\/\">Jan Korte (MdB, die Linke)<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Grundlegende Neujustierung<\/strong><br>\nWenige Tage vor dem NATO-Gipfel in der polnischen Hauptstadt Warschau fordern deutsche Think-Tanks neben der Stationierung von Kampftruppen an der Grenze zu Russland den Ausbau des westlichen Atomwaffenarsenals. Eine &ldquo;&Uuml;berarbeitung&rdquo; der &ldquo;Nuklearstrategie&rdquo; der NATO sei &ldquo;dringend geboten&rdquo;, da eine gegen Moskau gerichtete &ldquo;glaubw&uuml;rdige Abschreckung&rdquo; zwingend einer &ldquo;nuklearen Komponente&rdquo; bed&uuml;rfe, erkl&auml;rt etwa die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung. Auch die zentrale milit&auml;rpolitische Denkfabrik der Bundesregierung, die Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik (BAKS), verlangt nach einem &ldquo;neuen nuklearstrategischen Konsens&rdquo; des transatlantischen B&uuml;ndnisses, um die &ldquo;anti-westliche Macht&rdquo; Russland in Schach zu halten. Die Implementierung eines Raketenabwehrsystems in den osteurop&auml;ischen NATO-Staaten wird ebenfalls mit der vermeintlichen &ldquo;Aggressivit&auml;t&rdquo; Moskaus und der davon abgeleiteten Notwendigkeit der &ldquo;Abschreckung&rdquo; begr&uuml;ndet. Ihre &ldquo;politische Handlungsf&auml;higkeit&rdquo; gegen&uuml;ber Russland stelle die westliche Milit&auml;rallianz zudem dadurch unter Beweis, dass die formal neutralen Staaten Schweden und Finnland bereits &ldquo;eng in die NATO-Prozesse integriert&rdquo; seien, hei&szlig;t es. Dar&uuml;ber hinaus bekennen sich beide Think-Tanks zum gewaltf&ouml;rmigen &ldquo;globalen Krisenmanagement&rdquo;. Der Adenauer-Stiftung zufolge muss die NATO in der Lage sein, &ldquo;Bedrohungen&rdquo; &uuml;berall &ldquo;dort auszuschalten, wo sie entstehen&rdquo;. Als solche gelten der Denkfabrik explizit auch &ldquo;Migrationsstr&ouml;me&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59401\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>R&uuml;stungshaushalt: Bild dir deine Meinung<\/strong><br>\nTrotz der &uuml;ppigen Etatsteigerungen auf 39,2 Mrd. Euro im jahr 2020 gibt die Bundeswehr &ndash; nat&uuml;rlich &ndash; an, weiter chronisch unterfinanziert zu sein, was von der Bild-Zeitung unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Der Truppe fehlen vier Milliarden Euro&ldquo; bereitwillig aufgegriffen wird: &bdquo;Damit stehen die Pl&auml;ne der Verteidigungsministerin in Frage, eine &bdquo;Trendwende&ldquo; bei der Modernisierung der Bundeswehr, im R&uuml;stungsbereich und beim Personal einzuleiten. Auch das NATO-Ziel f&uuml;r die B&uuml;ndnis-Partner, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) f&uuml;r Verteidigung auszugeben, wird mit dem vorliegenden Etatansatz weder kurz- noch mittelfristig erreicht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/07\/01\/6800\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><strong>dazu: Bundeswehr: Sanierungsfall?<\/strong><br>\nUnerm&uuml;dlich macht der Chef des Bundeswehrverbandes, Andr&eacute; W&uuml;stner, seinen Job und streut der Bev&ouml;lkerung Sand in die Augen, was Zustand und Finanzierung der Bundeswehr anbelangt. Obwohl der R&uuml;stungshaushalt in den letzten Jahren drastisch angestiegen ist (siehe IMI-Analyse 2016\/02) gab er gegen&uuml;ber dem Deutschlandfunk an, die Bundeswehr sei der &bdquo;gr&ouml;&szlig;te Sanierungsfall, den man sich vorstellen kann&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/06\/30\/bundeswehr-sanierungsfall\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>IS in der T&uuml;rkei: Feind oder Verb&uuml;ndeter?<\/strong><br>\nLange war die T&uuml;rkei von Anschl&auml;gen durch die Terrormiliz Islamischer Staat verschont geblieben. Dem Land wurde sogar eine Zusammenarbeit mit den Terroristen unterstellt. Der j&uuml;ngste Anschlagsserie sei die Quittung einer verfehlten Sicherheitspolitik der AKP-gef&uuml;hrten Regierung, kritisieren oppositionelle Politiker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/is-in-der-tuerkei-feind-oder-verbuendeter.795.de.html?dram:article_id=358850\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Aus der H&ouml;lle in die H&ouml;lle<\/strong><br>\nAustralien geht erbarmungslos mit Fl&uuml;chtlingen um: Wer das Land &uuml;berhaupt erreicht, wird auf eine &ouml;de Insel gesperrt. Hier herrschen grauenerregende Zust&auml;nde &ndash; und manche Menschen m&uuml;ssen dort jahrelang ausharren. Die Ausflugsschiffe tuckern vom Circular Quai los zwischen der Sydney Harbour Bridge und der Oper mit ihrer au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Architektur hindurch, dem Wahrzeichen der Stadt. Die Appartements direkt am Wasser machen einen exklusiven Eindruck,  doch von einem Balkon flattert ein gro&szlig;es Transparent: CLOSE THE CAMPS &ndash; &ldquo;Schlie&szlig;t die Lager&rdquo; &ndash; steht darauf. Der einzige Hinweis in der sch&ouml;nen Metropole auf das Grauen, das die australische Regierung zu verantworten hat: die Fl&uuml;chtlingslager auf Manus Island in Papua-Neuguinea und auf Nauru.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/australiens-fluechtlingspolitik-aus-der-hoelle-in-die-hoelle.979.de.html?dram:article_id=358715\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Was geschah wirklich?<\/strong><br>\nDie Silvesternacht von K&ouml;ln wurde zur Projektionsfl&auml;che in der Fl&uuml;chtlingsdebatte. Eine Frage blieb unbeantwortet: Was geschah wirklich? [&hellip;]<br>\nDabei ist es sehr wohl m&ouml;glich, n&uuml;chtern auf die Ereignisse von K&ouml;ln zu blicken, auf das, was in dieser Nacht wirklich passiert ist. Die Rolle der Polizei zu dokumentieren, das Leiden der Opfer, die Geschichten der T&auml;ter. Und &uuml;ber &ldquo;K&ouml;ln&rdquo; als Chiffre zu reden, die heute die ganze Welt kennt und die es bis in Donald Trumps Wahlkampf schaffte. Man kann zeigen, dass die Silvesternacht keine Naturkatastrophe war, die &uuml;ber die Stadt hereinbrach, wie man angesichts der Berichterstattung meinen k&ouml;nnte, sondern die Summe Hunderter individueller Entscheidungen und Fehlentscheidungen, die zu Toten h&auml;tten f&uuml;hren k&ouml;nnen. Und beschreiben, wie die Silvesternacht ihre mediale und politische Wucht vor allem dadurch entfaltet hat, dass sie je nach Interesse, je nach Sorge, je nach politischer Ausrichtung mit anderen Themen verkn&uuml;pft wurde: mit der &ldquo;Frauen und Islam&rdquo;-Debatte, der Fl&uuml;chtlingskrise, der &ldquo;L&uuml;genpresse&rdquo;, der Landespolitik in Nordrhein-Westfalen. &ldquo;K&ouml;ln&rdquo;, sagt Helge Malchow, der Verleger von Kiepenheuer &amp; Witsch, dem wichtigsten Verlag der Stadt, &ldquo;ist im Grunde selbst Opfer dieser Nacht.&ldquo;<br>\n&Uuml;ber Monate hinweg hat das ZEITmagazin mit Dutzenden betroffenen Frauen, T&auml;tern, Polizisten, Staatsanw&auml;lten, Richtern, Anw&auml;lten, Politikern und K&ouml;lner Lokalgr&ouml;&szlig;en gesprochen. Auch in Dortmund, D&uuml;sseldorf, Paris und Casablanca haben die Reporter recherchiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/zeit-magazin\/2016\/27\/silvesternacht-koeln-fluechtlingsdebatte-aufklaerung\">ZEIT Magazin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Stunde der &bdquo;Neuen Rechten&ldquo;<\/strong><br>\nF&uuml;hrende AfD-Funktion&auml;re warnen in einem offenen Brief vor einem Einsickern von Rechtsextremen in die Partei &ndash; und grenzen sich scheinbar von der &bdquo;Identit&auml;ren Bewegung&ldquo; ab. Doch das ist nichts als Fassade: Zwischen der Partei und der &bdquo;Neuen Rechten&ldquo; gibt es zahlreiche Verbindungen<br>\nIn der Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD), oder genauer, in deren Landesverband in Sachsen-Anhalt regt sich ein oberfl&auml;chlicher Widerstand gegen einen weiteren Rechtsruck der eigenen Partei. Vor allem gegen die Zusammenarbeit mit der &bdquo;Identit&auml;ren Bewegung&ldquo; (IB) in Deutschland und das Agieren der parteieigenen &bdquo;Patriotischen Plattform&ldquo; richtet sich ein offener Brief zahlreicher Funktion&auml;re. Man wolle keine &bdquo;Verschmelzung mit Organisationen, die als Auffangbecken f&uuml;r Extremisten fungieren&ldquo; und auch kein &bdquo;Auffangbecken f&uuml;r ehemalige Netzwerke der NPD&ldquo; sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/berliner-republik\/afd-und-identitaere-die-stunde-der-neuen-rechten\">Cicero<\/a>\n<p><strong>dazu: Wie wir den Kampf gegen AfD und Rassismus gewinnen<\/strong><br>\nDie AfD hat mittlerweile den Sprung in drei Landesparlamente geschafft. Dabei verkauft sie sich als Partei der kleinen Leute, die deren Interessen vermeintlich ernst nimmt und in ihrer Argumentation die berechtigten Existenz&auml;ngste und Sorgen vieler Menschen f&uuml;r ihre rechte Stimmungsmache nutzt. Ihr gr&ouml;&szlig;tes W&auml;hlerpotenzial findet sich bei Arbeitenden und Arbeitslosen. Denn die soziale Situation vieler Menschen ist beispielsweise durch Mietexplosionen, prek&auml;re Besch&auml;ftigung und Arbeitslosigkeit bedroht. Gleichzeitig sind diese Menschen entt&auml;uscht von der Politik der Regierenden, da sie feststellen, wie wenig ihre Interessen darin einen Platz finden. An diese &bdquo;Protestw&auml;hler&ldquo; richtet sich die AfD.<br>\nIhr gelingt es, die &Auml;ngste der Menschen in eine Angst vor Fl&uuml;chtlingen umzulenken. Dabei bekommt sie ausreichend Unterst&uuml;tzung durch die anderen Parteien. Im Zuge der Debatten um Fl&uuml;chtlingsobergrenzen und Schie&szlig;befehle wirkt es manchmal so, als w&auml;re Deutschland bereits jetzt das Land, das sich die AfD w&uuml;nscht. Anfang Mai fand in Stuttgart der erste Programmparteitag der AfD statt. Dieser wurde mit riesigem Polizeiaufwand gegen Proteste abgeschirmt. Zum Schutz der als rechtspopulistisch bezeichneten Partei hat die Polizei Recht gebeugt und gebrochen. Demonstranten wurden eingekesselt, gefesselt, stundenlang weg gesperrt. Dass die AfD alles andere als eine Partei der kleinen Leute ist, zeigt das dort verabschiedete Parteiprogramm und damit zeigt es auch wie und mit wem der Kampf gegen rechts erfolgreich sein kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/wie-wir-den-kampf-gegen-afd-und-rassismus-gewinnen\/\">Die Freiheitsliebe<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-34070","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34070","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=34070"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34070\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34073,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34070\/revisions\/34073"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=34070"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=34070"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=34070"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}