{"id":34074,"date":"2016-07-04T08:43:25","date_gmt":"2016-07-04T06:43:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34074"},"modified":"2016-07-04T08:43:25","modified_gmt":"2016-07-04T06:43:25","slug":"hinweise-des-tages-2658","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34074","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34074#h01\">Die EU zerst&ouml;rt die europ&auml;ische Idee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34074#h02\">Labour\/Corbyn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34074#h03\">Brexit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34074#h04\">&Ouml;sterreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34074#h05\">Europa-Debatte der SPD &ndash; Genossen ohne Fehl und Tadel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34074#h06\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34074#h07\">Das einzige Land, das mir Sorge macht, ist Portugal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34074#h08\">Unidos-Podemos: Was ist in den Wahlen schief gelaufen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34074#h09\">Europa an der Kippe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34074#h10\">Erbschaftsteuer nicht im Bundesrat blockieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34074#h11\">4,48 Milliarden Euro: Krankenkassen wollen Beitragsschulden vom Staat erstattet bekommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34074#h12\">Wer arm ist, stirbt fr&uuml;her &ndash; Wie der Sozialstatus die Gesundheit beeinflusst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34074#h13\">Die Deutschen werden den Braunkohle-Deal noch teuer bezahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34074#h14\">USA nennen erstmals Zahl ziviler Opfer von Kampfdrohnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34074#h15\">Wie Computer die &ouml;ffentliche Meinung manipulieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34074#h16\">Wie US-Soldaten nach ihrem Einsatz abgeschoben werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34074#h17\">Was magst Du eigentlich an Syrien am liebsten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34074#h18\">Die gro&szlig;e EM-Farce: So f&uuml;hrt die Regierung Millionen Deutsche hinters Licht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die EU zerst&ouml;rt die europ&auml;ische Idee<\/strong><br>\nDer Brexit war kein Votum gegen Europa, sondern gegen den Br&uuml;sseler Club, der sich der Demokratie entzieht. Neun Bausteine f&uuml;r ein neues Europa [&hellip;]<br>\nDie Buchmacher lagen falsch und die B&ouml;rse hat sich verzockt: Die Briten hatten soziale &Auml;ngste. Es ist kein Zufall, dass die Londoner City mit ihren Investmentbankern und Lobbyisten f&uuml;r den Verbleib in der EU stimmte und die Mehrheit der Labour-Anh&auml;nger in den einstigen Industriemetropolen f&uuml;r den Brexit. Wie eine Umfrage der Bank of America\/Merrill Lynch vor dem Referendum verdeutlichte, trieb die Briten vor allem die Sorge um niedrige L&ouml;hne, der Mangel an bezahlbarem Wohnraum und der Verfall der Krankenh&auml;user um. Dabei spielte nat&uuml;rlich auch die Angst vor versch&auml;rfter Konkurrenz um L&ouml;hne und Jobs infolge von Zuwanderung eine Rolle. Auch der Verlust an demokratischer Kontrolle im heutigen Europa machte viele Briten w&uuml;tend.<br>\nNicht der Brexit f&uuml;hrt die EU in eine Krise. Er ist ein Symptom der europ&auml;ischen Krise. Wer nun die britischen W&auml;hler beschimpft oder versucht, die jungen Briten gegen die &auml;ltere Generation auszuspielen, hat nichts verstanden. Auch in Frankreich und Italien fordern immer mehr Menschen ein Referendum &uuml;ber eine EU-Mitgliedschaft. In Schweden bef&uuml;rwortet laut Umfragen eine Mehrheit mittlerweile den Austritt aus der EU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/2016-06\/brexit-eu-reform-kritik-sicherheit-ttip\">Fabio De Masi und Sahra Wagenknecht in der ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Labour\/Corbyn<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Labour Party gains 60,000 new members in one week following attempted coup against Corbyn<\/strong><br>\nThe figure is now even higher than its last peak of 405,000 members last seen under Tony Blair&rsquo;s leadership [&hellip;]<br>\nA mass of resignations from the Shadow Cabinet and 75 per cent vote of no confidence have left Mr Corbyn with a minimal following. The rush of new members to the party, however, raises Labour&rsquo;s total membership to around 450,000 &ndash; higher than its last peak of 405,000 during Tony Blair&rsquo;s leadership in 1997. The 60,000 figure is nearly as many as the entire Liberal Democrat party membership.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.independent.co.uk\/news\/uk\/politics\/labour-party-gains-60000-new-members-following-attempted-coup-against-corbyn-a7112336.html\">The Independent<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wie wir bereits <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34018\">in der letzten Woche feststellten<\/a> &ndash; die Front in der Labour Partei verl&auml;uft zwischen den Parteieliten im Unterhaus auf der einen Seite und der Basis samt des Parteivorsitzenden Jeremy Corbyn auf der anderen Seite. Ein Blick auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen lohn sich hierbei wirklich:<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160704_Labour_Party_membership_graph.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160704_Labour_Party_membership_graph-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><em>Die neusten Entwicklungen sind in dieser Grafik noch nicht enthalten. Corbyn hat aus der komplett abgewirtschafteten New Labour ein Erfolgsmodell gemacht. Sollte der rechte Parteifl&uuml;gel den Machtkampf am Ende gewinnen, w&auml;re dies wohl das Ende der Partei und dank des Mehrheitswahlrecht ein Machtmonopol f&uuml;r die konservativen Tories.<\/em><\/p>\n<p><em>W&auml;hrenddessen gibt es immer mehr Anzeichen daf&uuml;r, dass der Putsch von langer Hand geplant wurde und die &ouml;ffentlichen Statements der Putschisten schlicht verlogen sind:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>How a PR company manufactured the Labour coup<\/strong><br>\nAs the chaos surrounding Jeremy Corbyn continues at an unprecedented rate, The Canary can exclusively reveal more elements to the Labour coup that has been unfolding since the EU referendum result.<br>\nIn an overarching investigation, more links have come to light between Portland Communications, its subsidiaries and parent company, members of staff both there and at the Fabian Society and the Progress wing of the party.<br>\nTo recap: Portland originally came to The Canary&rsquo;s attention after an incident involving abuse being thrown at Jeremy Corbyn as he supported Pride in London on 25 June.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.thecanary.co\/2016\/06\/30\/pr-company-manufactured-labour-coup-part-i\/\">The Canary<\/a>\n<p><strong>Dazu: Angela Eagle&rsquo;s colleagues prepared for leadership challenge two days before she resigned from shadow cabinet<\/strong><br>\nThe former shadow Business Secretary did not make her expected challenge on Thursday<br>\nSupporters of Jeremy Corbyn&rsquo;s rival, Angela Eagle, were preparing for a leadership challenge at least 48 hours before she quit Labour&rsquo;s shadow cabinet saying she had no confidence in the leader.<br>\nThe domain name Angela4leader.org was registered last Saturday, 25 June &ndash; the day when then then shadow Foreign Secretary Hilary Benn was contacting fellow members of the shadow cabinet, telling that he had lost all confidence in Jeremy Corbyn&rsquo;s leadership.<br>\nMr Benn was sacked late that same night after a telephone conversation with the Labour leader. His sacking set off a stream of resignations, starting early on Sunday morning.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.independent.co.uk\/news\/uk\/politics\/jeremy-corbyn-angela-eagle-labour-leadership-prepared-for-challenge-two-days-before-she-resigned-a7113071.html\">The Independent<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Um die ganze Sache auf einen Nenner zu bringen: Offiziell ist der &bdquo;Widerstand&ldquo; des rechten Parteifl&uuml;gel ja eine &bdquo;Reaktion&ldquo; auf die Entlassung des Schattenministers Hilary Benn durch Corbyn. Nun kommt jedoch heraus, dass die Kampagnenseite der Corbyn-Gegnerin im Kampf um die Parteispitze bereits vor der Entlassung Benns registriert wurde. Die Kampagnenseite &bdquo;Saving Labour&ldquo;, die ebenfalls vom rechten Parteifl&uuml;gel betrieben wird, wurde &uuml;brigens ebenfalls bereits am Samstag, den 25. Juni, registriert &hellip; also ebenfalls vor der Entlassung Benns. Dies sind klare Indizien daf&uuml;r, dass es sich um einen geplanten Putsch und nicht um eine &bdquo;spontane&ldquo; Reaktion gegen den Parteichef handelt. Und da die Registrierungen der Domains von PR-Agenturen aus dem Umfeld des rechten Fl&uuml;gels vorgenommen wurde, ist eigentlich auch klar, wer hinter dem Putsch steckt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Trade unions can &lsquo;broker a peace&rsquo; for Labour, says Len McCluskey<\/strong><br>\nUnite general secretary says coup against Jeremy Corbyn has failed and ex-leaders calling for him to quit also lost elections [&hellip;]<br>\nMcCluskey dismissed a survey of 750 Unite members which showed widespread support for Corbyn to resign as a &ldquo;poll of half a dozen people&rdquo;, while describing the Labour leader as a &ldquo;man of steel&rdquo; who was going nowhere.<br>\n&ldquo;The coup has failed. Jeremy is made of tougher stuff,&rdquo; McCluskey told the BBC&rsquo;s Andrew Marr, saying it was outrageous that grandees such as Lord Kinnock were part of a coup which he claimed was being run by a communications company with links to Tony Blair.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/politics\/2016\/jul\/03\/trade-unions-can-broker-a-peace-for-labour-says-len-mccluskey\">The Guardian<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Brexit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Deutschland tr&auml;gt die Hauptschuld am Brexit&rdquo;<\/strong><br>\nDie Scheidung von den Briten ist ein europ&auml;isches Desaster, sagt der Franzose Thomas Piketty. Vor allem Deutschland und Angela Merkel h&auml;tten versagt &ndash; durch Egoismus, Besserwisserei und Nationalismus.<br>\nDie Welt: Sie haben seit der Griechenlandkrise gewarnt, dass wir vor dem Zusammenbruch Europas stehen. Ist es mit dem Brexit jetzt so weit?<br>\nThomas Piketty: Der Brexit ist ein politisches Desaster, vor allem f&uuml;r die jungen Leute. Wir spielen in Europa seit vielen Jahren mit dem Feuer. Aber paradoxerweise ist der Ausstieg von au&szlig;en gekommen, von einem Land, das nicht Teil der Euro-Zone war. Dennoch ist das unser Verschulden. Weil Europa angesichts der schlimmsten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg versagt hat; weil wir die Krise von 2008, die von au&szlig;en kam, in eine europ&auml;ische verwandelt haben; weil wir aus der amerikanischen Finanzkrise kollektiv eine nicht enden wollende Krise der Staatsverschuldung gemacht haben. Und w&auml;hrend es in den USA wieder bergauf ging, haben wir in der Euro-Zone eine zweite Rezession verursacht.<br>\nDie Welt: Wodurch?<br>\nPiketty: Weil wir die falschen Budgetentscheidungen getroffen haben. Wir haben die Defizite zu schnell reduzieren wollen und das Wachstum damit im Keim erstickt. Solange wir uns nicht gemeinsam darauf geeinigt haben, dass es ein Fehler war, werden die Menschen das nicht verstehen. Ich hoffe, dass die Regierungschefs, allen voran Angela Merkel, diese Fehler jetzt einsehen und ihre Haltung &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article156750787\/Deutschland-traegt-die-Hauptschuld-am-Brexit.html%20\">Die Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>German politicians propose offering young Britons dual citizenship<\/strong><br>\nSenior German politicians have suggested offering dual citizenship to young Britons in a bid to keep the UK in touch with the EU.<br>\nSigmar Gabriel, the German vice chancellor, said he would raise the issue of dual citizenship, which is generally forbidden in Germany for non-EU citizens, in the country&rsquo;s national elections next year.<br>\n&ldquo;Let&rsquo;s offer it to the young Britons living in Germany, Italy or France so that they can remain EU citizens,&rdquo; Gabriel said at a meeting in Berlin of his centre-left Social Democratic party.<br>\n&ldquo;It&rsquo;s a good sign that the youth of Great Britain are more clever than their bizarre political elite,&rdquo; Gabriel continued. &ldquo;For that reason we can&rsquo;t raise our drawbridge on them. We have to think now about what we can offer Great Britain&rsquo;s younger generation.&rdquo;<br>\nThe opposition Green party has also called for Germany to make it easy for Britons living in Germany to get a German passport.<br>\nVolker Bouffier, premier of the German state of Hesse &ndash; home to Germany&rsquo;s financial capital, Frankfurt &ndash; told the German newspaper Welt am Sonntag that &ldquo;quite a number of Brits&rdquo; were currently applying for German citizenship.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2016\/jul\/03\/german-politicians-propose-offering-young-britons-dual-citizenship%20\">the guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.F.:<\/strong> Also kommt Sigmar Gabriel wieder mit etwas, was er offenbar gar nicht zu Ende gedacht hat: Ich halte die deutsche Regierung f&uuml;r durchaus f&auml;hig, so etwas Perfides zu  bringen. Als Nicht-EU-Ausl&auml;nder, ich lehne die deutsche Staatsb&uuml;rgerschaft  pr&auml;zise deshalb ab, weil die doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft grunds&auml;tzlich nicht erlaubt ist.<\/em><br>\n<em>Wenn jetzt das Vereinigte K&ouml;nigreich aus der EU tritt, und dann die doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft f&uuml;r hier lebende Briten tats&auml;chlich k&auml;me, dann w&uuml;rde ich zumindest auch vor Gericht ziehen &ndash; ich fordere gleiches Recht f&uuml;r alle, keine Ausnahmen!<\/em><br>\n<em>Ich musste bereits erleben, wie die CDU damals geltendes Staatsangeh&ouml;rigkeitsrecht schlicht ignoriert hat &ndash; als die sog. &lsquo;Russlanddeutsche&rsquo; nach der BRD geholt wurden.  Das Gleiche gilt eigentlich f&uuml;r die sog. &lsquo;Rum&auml;nien-Deutsche&rsquo;. Diese beiden Gruppen waren nie historisch Teil des Deutschen Reiches, ergo (nach dem damaligen Gesetz) galten sie als Nicht-Deutsche.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wahlwiederholung in &Ouml;sterreich: Der skurrile Sieg des Rechtsstaats<\/strong><br>\nIn &Ouml;sterreich werden Wahlen sogar dann wiederholt, wenn nachweislich nicht manipuliert wurde. Es reicht, wenn in ein paar abgelegenen Gemeinden die freiwilligen Helfer schlampen. Das ist problematisch.<br>\n&Ouml;sterreich ist mal wieder f&uuml;r Skurrilit&auml;ten gut: Da wird die Stichwahl f&uuml;r die Bundespr&auml;sidentschaft vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben, obwohl sich bei der Urteilsfindung klar herausgestellt hat, dass es zu keinen Manipulationen gekommen war. Zugleich wird damit das Pr&auml;sidentenamt in &Ouml;sterreich mit dem Ende der Amtsperiode des bisherigen Amtsinhabers vakant, bis die Wiederholungswahl &uuml;ber die B&uuml;hne ist. Provisorisch &uuml;bernimmt solange das Nationalratspr&auml;sidium die Amtsgesch&auml;fte. Bizarre Pointe: Damit wird der rechtsradikale Kandidat und Verlierer der aufgehobenen Stichwahl, Norbert Hofer, doch noch zumindest ein klein bisschen Pr&auml;sident. Als dritter Nationalratspr&auml;sident ist er gewisserma&szlig;en Ersatz-Bundespr&auml;sident und Pr&auml;sidentschaftskandidat zugleich.<br>\nF&uuml;r unvereinbar h&auml;lt er das, nebenbei gesagt, &uuml;brigens nicht. &ldquo;Die Erfahrung, die ich mitbringe&rdquo;, sei doch jetzt ein Vorteil, meinte Hofer in einer ersten Reaktion. Das muss man sich erst einmal ausdenken. (&hellip;)<br>\nEs war dann doch ein Paukenschlag, als der Verfassungsgerichtshof sein Urteil Freitag Punkt 12 Uhr verk&uuml;ndete, auch wenn l&auml;ngst jeder damit gerechnet hatte. Denn der Verfassungsgerichtshof hatte kaum eine M&ouml;glichkeit anders zu entscheiden, wie die &Ouml;sterreicher schon in den Tagen davor staunend zur Kenntnis nahmen: In &Ouml;sterreich werden Wahlen nicht nur aufgehoben, wenn Manipulation stattgefunden hat.<br>\nSondern die hohen Standards, die die Verfassungsrichter in fr&uuml;heren Judikaturen eingef&uuml;hrt haben, lauten: Wenn erstens Detailbestimmungen der Wahlordnung missachtet wurden und wenn zweitens auch nur hochtheoretisch dadurch wahlentscheidend manipuliert werden h&auml;tte k&ouml;nnen, dann reicht das f&uuml;r eine Aufhebung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/oesterreich-skurriler-sieg-des-rechtsstaats-kommentar-a-1100915.html%20\">Robert Misik in Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Kein Applaus f&uuml;r die Verfassungsrichter<\/strong><br>\nDie Richter haben aus einer juristischen M&uuml;cke einen gef&auml;hrlichen Elefanten gemacht, der jetzt &uuml;ber die &ouml;sterreichische Demokratie trampelt. Es ist eine Verletzung unserer Rechtsordnung, dem Wahlverlierer eine zweite Chance zu geben, in der er dann einen strukturellen Vorteil hat: mehr Geld, viel Motivation und einen juristischen Sieg in der Tasche. Holzinger und Co. haben einer Partei, die mit dem Rechtsstaat sonst wenig am Hut hat, erlaubt, sich als Verteidiger unserer demokratischen Werte zu pr&auml;sentieren. Sie haben damit genau das gemacht, was ein H&ouml;chstgericht nicht tun sollte: Politik. (&hellip;) Die H&ouml;chstrichter wollten das zwar nicht, aber sie wollten ihre Wichtigkeit beweisen. Dass als Folge &Ouml;sterreich einen Bundespr&auml;sidenten erhalten k&ouml;nnte, der die legitime Wahl verloren hat und dem Land in Zukunft zeigen will, &ldquo;was alles m&ouml;glich ist&rdquo;, nahmen sie in Kauf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000040263644\/Kein-Applaus-fuer-die-Verfassungsrichter\">derStandard.at<\/a><\/li>\n<li><strong>H&ouml;chstgericht h&auml;tte W&auml;hlerwillen achten m&uuml;ssen<\/strong><br>\nDer Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat durch die Aufhebung der Bundespr&auml;sidentenstichwahl m&ouml;glicherweise die T&uuml;re zu einer veritablen innenpolitischen Krise aufgesto&szlig;en, die man gerade erst f&uuml;r noch einmal abgewendet gehalten hat. Das ist schlimm genug.<br>\nViel schlimmer aber ist, dass das Erkenntnis im Ergebnis falsch und in der Begr&uuml;ndung anfechtbar ist. Wenn der VfGH als Wahlgerichtshof t&auml;tig wird, so ist er an die Verfassung und an das Verfassungsgerichtshofgesetz gebunden. Diese bestimmen in Art. 141 B-VG und in &sect; 70 VfGG fast gleichlautend, dass einer Wahlanfechtung stattzugeben ist, &bdquo;wenn die behauptete Rechtswidrigkeit des Wahlverfahrens erwiesen wurde und auf das Wahlergebnis von Einfluss war&ldquo;.<br>\nWas die &bdquo;Rechtswidrigkeit des Wahlverfahrens&ldquo; anlangt, so vertritt das Erkenntnis nach der durch den Pr&auml;sidenten m&uuml;ndlich zusammengefassten Begr&uuml;ndung die Auffassung, dass &bdquo;Wahlrechtsbestimmungen [&hellip;] insgesamt dem Ziel [dienen], die Stimmabgabe zweifelsfrei zu dokumentieren und damit verbundene Unklarheiten m&ouml;glichst zu beseitigen&ldquo;. Und: &bdquo;Als Formalvorschriften sind solche Bestimmungen streng nach ihrem Wortlaut auszulegen.&ldquo;<br>\nDer VfGH verfehlt damit den Anspruch, Gesetze nicht nach deren Buchstaben, sondern nach deren Sinn auszulegen. Er wird auch in Zukunft nicht darum herumkommen, die Wichtigkeit der einzelnen Wahlrechtsbestimmungen abzustufen, sollte das Wahlverfahren nicht jedes Mal unterbrochen oder anschlie&szlig;end aufgehoben werden m&uuml;ssen, sobald ein Beisitzer zur Verrichtung seiner Notdurft austreten muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/recht\/rechtallgemein\/5042556\/Hochstgericht-haette-Waehlerwillen-achten-mussen\">die Presse<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Europa-Debatte der SPD &ndash; Genossen ohne Fehl und Tadel<\/strong><br>\nIn Berlin diskutiert die Parteispitze &uuml;ber die Herausforderungen der EU &ndash; und sieht in allem nur ein Verst&auml;ndnisproblem bei den W&auml;hlern. [&hellip;]<br>\nGabriel versucht stattdessen den Dreischritt: Erstens soll der Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt &bdquo;endlich auch zu einem Wachstumspakt&ldquo; werden, sprich: mehr Investitionen vor allem im S&uuml;den get&auml;tigt werden. Das soll, zweitens, nicht durch Schulden, sondern durch &bdquo;ein gerechtes Steuersystem in Europa&ldquo; finanziert werden. Mit mehr Steuern sollen nicht die Mittelschicht oder deutsche Unternehmen belastet werden, sondern internationale Gro&szlig;konzerne wie Google und Amazon, die sich Steuern bisher weitgehend entziehen.<br>\nUnd drittens sollen der deutschen Bev&ouml;lkerung die Vorteile der EU erkl&auml;rt werden, damit sie nicht AfD w&auml;hlt: &bdquo;Wir sind doch Nettogewinner. Geht in die Betriebsversammlungen und sagt den Besch&auml;ftigten, eure Jobs sind weg, wenn ihr aus Europa austretet.&ldquo; Das ist nun das genaue Gegenteil davon, den Deutschen Verzicht zugunsten europ&auml;ischer Solidarit&auml;t zu verkaufen. Es ist eine Argumentation mit dem deutschen Egoismus: Wir m&uuml;ssen in der EU bleiben, weil sie uns n&uuml;tzt. Aber was ist, wenn andere Staaten, die Nettoverlierer, auf die Idee kommen, aus der EU auszutreten, weil sie vor allem den Deutschen etwas bringt, ihnen aber nicht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Europa-Debatte-der-SPD\/!5318491\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die taz analysiert klar und schonungslos die Schizophrenie und Verlogenheit der SPD und ihrer Spitze. Allerdings hat sie leider selber nicht verstanden, was die Abkehr von der Exportfixierung bedeuten w&uuml;rde: eben gerade nicht, da&szlig; es den deutschen Arbeitnehmern schlechter, sondern da&szlig; es ihnen deutlich besser ginge. Verzichtet haben die Arbeitnehmer mehr oder minder gezwungen 20 Jahre lang; es mu&szlig; genau in die andere Richtung gehen. W&auml;re einmal der Lohnr&uuml;ckstand von ca. 20 Prozent aufgeholt, dann h&auml;tten die deutschen Arbeitnehmer erstens deutlich mehr Geld zum Ausgeben und k&ouml;nnten sich das Auto, das sie tats&auml;chlich weniger exportieren w&uuml;rden, einfach selber kaufen; und zweitens ginge es dann den anderen L&auml;ndern und der Eurozone insgesamt deutlich besser. Aktuell sind die Deutschen (zumindest die Arbeitnehmermehrheit) eben gerade nicht Gewinner, sondern selber Verlierer der Eurozone. Das stellt Gabriel in Eigeninteresse (Lohnerh&ouml;hungen um jeden Preis verhindern!) falsch dar, aber das hat auch die taz falsch verstanden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Investitionsoffensive f&uuml;r die Menschen in Europa, nicht f&uuml;r die Konzerne<\/strong><br>\nEs ist sehr zu begr&uuml;&szlig;en, dass auch bei der SPD &ndash; die das deutsche K&uuml;rzungs- und Privatisierungsdiktat f&uuml;r Griechenland bislang mitgetragen hat &ndash; offensichtlich ein Umdenken stattgefunden hat. Umso besser, wenn das auch noch tats&auml;chlich Konsequenzen haben sollte, die &uuml;ber gute Laune Bilder mit dem griechischen Ministerpr&auml;sidenten Alexis Tsipras hinausgehen.<br>\nDer Brexit zeigt die schwere Krise der EU, es darf kein weiter so auf dem Kurs der neoliberalen Austerit&auml;tspolitik geben. Wir brauchen einen Neustart der EU. DIE LINKE fordert deshalb ein EU-weites Investitionsprogramm in die soziale Daseinsf&uuml;rsorge f&uuml;r Integration, f&uuml;r die Verbesserung der Lebensbedingungen aller Menschen und f&uuml;r die  Bek&auml;mpfung der Armut und Ungleichheit: 100 Milliarden Euro m&uuml;ssen in den Ausbau von Schulen, Kitas, Krankenh&auml;usern und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum f&uuml;r alle Menschen flie&szlig;en.<br>\nSigmar Gabriel will die vom ihm angek&uuml;ndigten Investitionen aus bereits bestehenden europ&auml;ischen Fonds und dem Europ&auml;ische Fonds f&uuml;r strategische Investitionen (EFSI) finanzieren. Doch der EFSI dient vor allem dazu, Geldgeber aus der Privatwirtschaft anzulocken. Sie k&ouml;nnen die Gewinne einstreichen, bei Risiken haftet zuerst die &ouml;ffentliche Hand.<br>\nDiese Privatisierung durch die Hintert&uuml;r lehnt DIE LINKE ab. Es f&uuml;hrt kein Weg daran vorbei, dass Konzerne, Reiche und Verm&ouml;gende endlich ihren Beitrag f&uuml;r Investitionen in Europa leisten m&uuml;ssen. Steueroasen m&uuml;ssen ausgetrocknet werden, es braucht eine Mindestbesteuerung von Konzernen und eine Verm&ouml;gensabgabe auf Privatverm&ouml;gen &uuml;ber einer Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/nc\/presse\/presseerklaerungen\/detail\/zurueck\/presseerklaerungen\/artikel\/investitionsoffensive-fuer-die-menschen-in-europa-nicht-fuer-die-konzerne\/\">Die Linke.<\/a><\/li>\n<li><strong>Gabriel in Krisenland<\/strong><br>\nMinister will nach &raquo;Brexit&laquo; Wohlstands- und Friedensversprechen der EU erneuern? Ausgerechnet in Athen (&hellip;)<br>\nWie aller b&uuml;rgerlichen Politiker setzt der SPD-Chef auch auf die Kraft des Marketings. Angesichts des Ergebnisses der Volksabstimmung in Gro&szlig;britannien m&uuml;sse Europa (gemeint ist die EU) sein Wohlstands- und Friedensversprechen erneuern. &raquo;In der Europ&auml;ischen Union sind wir jetzt gemeinsam gefordert, unsere einzigartige Gemeinschaft nicht durch Nationalismus, Kleinmut und gegenseitige Vorw&uuml;rfe zu gef&auml;hrden.&laquo;<br>\nAuf die entscheidende Frage, was getan werden muss, hatte Gabriel wenig Greifbares nach Athen getragen. Dabei war er nicht allein angereist, sondern wurde von einer 40k&ouml;pfigen Wirtschaftsdelegation begleitet. Diese Leute wissen: Von so etwas wie einer Konjunktur kann im seinerzeit als erster EU-Exit-Kandidat (&raquo;Grexit&laquo;) gehandelten Euro-Land nicht die Rede sein. Nach sechs Jahren schrumpfender Wirtschaftsleistung hatte Griechenland 2014 erstmals ein leichtes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,7 Prozent vermelden k&ouml;nnen. Jeder Streit dar&uuml;ber, ob die Zahl belastbar sei, war jedoch schnell obsolet. Denn in den ersten drei Monaten 2016 wurde wieder ein BIP-Minus von 1,4 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode vermeldet. Wer will da investieren? (&hellip;)<br>\nEine frische Idee hatte der Minister doch im Gep&auml;ck: Mit deutscher Hilfe sollen sich griechische Urlaubsinseln k&uuml;nftig selbst mit &Ouml;kostrom versorgen k&ouml;nnen. Bei einer Energiekonferenz am Freitag in Athen warb Gabriel daf&uuml;r, deren Eigenversorgung mit Wind-, Solar- oder Biogasanlagen anzustreben. Dies sei auch eine sinnvolle Sache f&uuml;r den Klimaschutz: &raquo;Jedes gute Beispiel ist zehnmal mehr wert als theoretische Diskussionen.&laquo; Dabei hatte sein Ministerium in der abgelaufenen Woche gerade den Klimaschutzplan des deutschen Umweltministeriums derart verw&auml;ssert, dass Aktivisten die Ziele des Weltklimagipfels von Paris aus dem Vorjahr schon f&uuml;r unerreichbar halten (&hellip;).<br>\nEinen beachtenswerten Tip f&uuml;r seinen Athen-Aufenthalt hatte ihn Sahra Wagenknecht mitgegeben. Die Fraktionschefin der Partei Die Linke im Bundestag legte dem Minister ans Herz, dort ein Signal zu setzen. &raquo;Griechenland ist ein guter Ort, um ein Programm f&uuml;r ein anderes Europa vorzulegen&laquo;, sagte die Politikerin zu dpa. Das Land habe in der Vergangenheit &raquo;das Gesicht einer undemokratischen und unsozialen EU in seiner h&auml;sslichsten Form zu sehen bekommen&laquo;. Einem &uuml;berschuldeten Staat seien noch mehr Schulden aufgedr&auml;ngt worden, um Banken zu retten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/07-02\/039.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das einzige Land, das mir Sorge macht, ist Portugal<\/strong><br>\nAuch Klaus Regling will in der Kritik an dem kleinen Land am westlichen Rand der EU nicht nachstehen. Der deutsche Chef des europ&auml;ischen Rettungsfonds ESM, unter dessen Arme der deutsche Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble das Land mit Hilfe der gro&szlig;en US-Ratingagenturen offensichtlich wieder treiben will, gibt erstaunliche Erkl&auml;rungen zu Portugal ab. Nicht das weiter abst&uuml;rzende Griechenland sorgt den ESM-Chef, das noch immer Geld vom ESM erh&auml;lt: &ldquo;Das einzige Land, das mir Sorge macht, ist Portugal&rdquo;, sagte Regling im Gespr&auml;ch mit der Wirtschaftswoche.<br>\nIhm gef&auml;llt nicht, dass Portugal die Austerit&auml;tspolitik langsam zur&uuml;ckf&auml;hrt. Das hei&szlig;t f&uuml;r den ESM-Chef, Lissabon habe &ldquo;Reformen zur&uuml;ckgedreht&rdquo;, denn die Linksregierung hat den von den konservativen Vorg&auml;ngern gesenkten Mindestlohn wieder angehoben, Lohnk&uuml;rzungen im &ouml;ffentlichen Dienst wurden zur&uuml;ckgenommen und die Arbeitszeit wurde wieder verk&uuml;rzt. Deshalb sei Portugal nun sei &ldquo;wieder weniger wettbewerbsf&auml;hig&rdquo; geworden, meinte Regling. Man m&uuml;sse sehr aufmerksam beobachten, was in Portugal passiere, drohte er dem Land.<br>\nDie Linksregierung hat, wie sie es versprochen hatte, am gestrigen Freitag ihre n&auml;chste Reformstufe gez&uuml;ndet. Im &ouml;ffentlichen Dienst gilt nun wieder die 35-Stunden-Woche, um Arbeitspl&auml;tze zu schaffen. Auch die von den Vorg&auml;ngern erh&ouml;hte Mehrwertsteuer im Hotel- und Gastst&auml;ttengewerbe wurde von 23% wieder auf den verminderten Satz von 13 % gesenkt, der ist aber mit 13% immer noch h&ouml;her als vor der Anhebung.<br>\nMit der Senkung wird das Urlaubsland, im Gegenteil von Reglings Behauptung, f&uuml;r ausl&auml;ndische Touristen wieder deutlich wettbewerbsf&auml;higer. Auch Portugiesen mit einem schmalen Mindestlohn k&ouml;nnen sich nun bisweilen wieder einen Kneipengang leisten. Das Hotel- und Gastst&auml;ttengewerbe hatte unter der hohen Steuer stark gelitten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Das-einzige-Land-das-mir-Sorge-macht-ist-Portugal-3253199.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar wollen Erzkonservative wie Sch&auml;uble ein &ldquo;deutsches Europa&rdquo; schaffen und L&auml;nder mit einer progressiven Regierung unter Kontrolle halten &ndash; nach dem Motto &ldquo;Am deutschen Wesen soll Europa genesen&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: G&uuml;nther Oettinger will Sanktionen gegen Spanien und Portugal<\/strong><br>\nG&uuml;nther Oettinger hat sich f&uuml;r EU-Sanktionen gegen Spanien und Portugal ausgesprochen. Beide L&auml;nder h&auml;tten 2015 ihre Haushaltsverpflichtungen nicht erreicht, sagte der EU-Kommissar. Wenn die Kommission ihre Glaubw&uuml;rdigkeit bei der Einhaltung von Etatregeln bewahren wolle, &ldquo;m&uuml;ssen wir Sanktionen gegen Spanien und Portugal beschlie&szlig;en&rdquo;, sagte der CDU-Politiker der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung. &ldquo;Alles andere kann man den Menschen nicht erkl&auml;ren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/guenther-oettinger-fordert-sanktionen-gegen-spanien-und-portugal-a-1101127.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Unidos-Podemos: Was ist in den Wahlen schief gelaufen?<\/strong><br>\nDie politische Dynamik, die sich in Spanien mit den Einbruch von Podemos in die politische Szene seit 2014 entfaltet hatte, scheint nach den Wahlen abgebremst zu sein. In den Wahlen von Dezember 2015 erreichten Podemos und Izquierda Unida (IU), die sich getrennt zur Wahl stellten, 24,3% der Stimmen. In den Wahlen von Juni 2016 kandidierten sie zusammen im Wahlb&uuml;ndnis &raquo;Unidos Podemos&laquo;, kamen dabei aber nur auf 21,1% und erhielten damit 1,1 Mio. Stimmen weniger.<br>\nBesonders auffallend ist, dass alle Wahlprognosen der Koalition mehr Stimmen gaben als der PSOE und sie damit als zweite politische Kraft im Parlament sahen. Die Prognosen schafften eine Art Volksfrontstimmung und n&auml;hrten Hoffnungen &uuml;ber die M&ouml;glichkeit einer Ver&auml;nderung der politischen und wirtschaftlichen Ausrichtung Spaniens, inklusiv der m&ouml;glichen Bildung eines L&auml;nderblocks fortschrittlicher Regierungen in der s&uuml;dlichen Peripherie. Was ist passiert?<br>\nDie Diskussionen und strategischen Folgen dieser &ndash; allerdings nur halben &ndash; Niederlage werden intensiv diskutiert. Es gibt zurzeit zwei Hauptargumente auf der Seite von Podemos:<br>\n(1) Die politische Kampagne war nicht die Richtige &ndash; ein Argument, dass vor allem gegen die Nr. 2 in Podemos und Wahlkampfverantwortlichen, Ignacio Errej&oacute;n, zielt &ndash;, und wenn IU und Podemos nicht zusammen kandidiert h&auml;tten, w&auml;ren die Wahlergebnisse deutlich schlechter, denn immerhin hat es Unidos Podemos auf f&uuml;nf Mio. Stimmen gebracht.<br>\n(2) Es war ein Fehler zusammen mit Izquierda Unida zu kandidieren, da in dieser Koalition die &raquo;alten&laquo; linken Kulturen noch sehr ausgepr&auml;gt sind, was eine Bremswirkung auf die politische Innovationskraft von Podemos gehabt habe. Hier sind vor allem diejenigen in Podemos angesprochen, die aus einem &raquo;traditionelleren&laquo; linken Millieu stammen, meist aus Izquierda Unida kommen, und jetzt die Mehrheit der Podemos-F&uuml;hrung ausmachen: Pablo Iglesias selbst, Carolina Bescansa, Juan Carlos Monedero etc. Auch in Izquierda Unida werden jetzt kritische Stimmen laut &ndash; wie die des alten IU-Generalkoordinators, Gaspar Llamazares &ndash;, die die Koalition mit Podemos schon immer kritisch gesehen haben und jetzt stark auf identit&auml;re Argumente setzten, um nicht von der Podemos-Dynamik verschluckt zu werden.<br>\nDie Diskussion steht noch aus und wird mit Sicherheit nicht nur f&uuml;r Spanien wichtig sein. Es geht ja darum, was die besten Formeln sind, um in einem westlich-kapitalistischen Land an der europ&auml;ischen Peripherie &ndash; und vielleicht auch in europ&auml;ischen Kernl&auml;ndern &ndash; Mehrheiten erreichen zu k&ouml;nnen, um einen nachhaltigen, antineoliberalen Kurs einzuschlagen. Die Antworten sind sicherlich komplex und sollten nicht &uuml;berst&uuml;rzt gesucht werden. Podemos hat eine demoskopische Studie angek&uuml;ndigt, um die Gr&uuml;nde f&uuml;r das unerwartete Wahlverhalten ausfindig zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/unidos-podemos-was-ist-in-den-wahlen-schief-gelaufen\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Europa an der Kippe<\/strong><br>\n&bdquo;Die Europ&auml;ische Union ist in keinem guten Zustand&ldquo;, stellte EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker bereits vor mehr als einem Jahr besorgt fest. Und bis heute beh&auml;lt er recht damit. Nicht nur wegen des britischen EU-Ausstiegs-Referendums. Europa ist vor allem in sozialpolitischer Hinsicht in einem katastrophalen Zustand. So ist rund ein Viertel der EU-Bev&ouml;lkerung von Armut bedroht. Die Realeinkommen sind in vielen EU-L&auml;ndern gesunken und die Arbeitslosigkeit ist nach wie vor sehr hoch. Aus diesem Blickwinkel ist es nicht verwunderlich, dass die Stimmung der Leute in vielen EU Staaten sehr schlecht ist. Aber wie konnte es zu dieser Entwicklung kommen?<br>\nIm Jahr 2007 war die Welt f&uuml;r die Europ&auml;ische Union noch in Ordnung. Ein Wirtschaftswachstum von mehr als 3 Prozent, eine Arbeitslosenrate von nur rund 7 Prozent. Die Verschuldung der EU-Staaten betrug im Schnitt nicht einmal 58 Prozent. Mit dem &Uuml;berschwappen der Finanzkrise von den USA auf die Europ&auml;ische Union endete jedoch die heile-Welt-Stimmung in der EU abrupt. Der Finanzsektor musste de facto &uuml;ber Nacht mit milliardenschweren Hilfszahlungen gerettet werden. Alleine zwischen 2008 und 2011 leisteten die &ouml;ffentlichen EU-Haushalte 1.600 Milliarden Euro an Hilfszahlungen, um ein Kollabieren europ&auml;ischer Banken zu verhindern. Zus&auml;tzlich belastet wurden die &ouml;ffentlichen Budgets durch stark ansteigende Arbeitslosenzahlen, die zu Einnahmenausf&auml;llen bei gleichzeitig steigenden Ausgaben f&uuml;r Sozialleistungen f&uuml;hrten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/europa-an-der-kippe\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Erbschaftsteuer nicht im Bundesrat blockieren<\/strong><br>\nFirmenerben stehen vor erheblichen Unsicherheiten (&hellip;)<br>\n&ldquo;Die L&auml;nder sollten ihre Zustimmung zu den neuen Regelungen zum Erbschaftsteuerrecht noch vor der Sommerpause geben&rdquo; sagte Schweitzer der Tageszeitung &ldquo;Die Welt&rdquo;. So lie&szlig;en sich die andernfalls entstehenden &ldquo;erheblichen Unsicherheiten bei den anstehenden &Uuml;bertragungen von Familienunternehmen&rdquo; vermeiden.<br>\n&ldquo;Entgegen einigen Verlautbarungen f&uuml;hrt die vom Bundestag beschlossene Reform zu einer erheblichen Versch&auml;rfung der Erbschaftsteuer und setzt gezielt die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts um&rdquo;, betonte der DIHK-Pr&auml;sident.<br>\nWie gefordert, w&uuml;rden vor allem bei der &Uuml;bertragung von gro&szlig;en Betrieben die bisherigen Verschonungsregelungen eingeschr&auml;nkt: &ldquo;Die Erben m&uuml;ssen entweder ihr Privatverm&ouml;gen zur Steuerzahlung einbringen oder erhebliche Abschl&auml;ge bei der normalen Verschonung hinnehmen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dihk.de\/themenfelder\/recht-steuern\/news?m=2016-06-29-schweitzer-erbschaftsteuer\">DIHK<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben auf <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33959#h05\">den Maulkorb f&uuml;r den DIHK<\/a> hingewiesen. Ist die Erbschaftssteuer eine &ldquo;hoheitliche Aufgabe&rdquo; dieses Lobbyverbandes oder ist es eine allgemein politische &Auml;u&szlig;erung? Auch wenn der &ldquo;Maulkorb&rdquo; &ndash; sprich die Gerichtsentscheidung &ndash; noch nicht rechtskr&auml;ftig sein mag: Es hat den Anschein als werde der Richterspruch ignoriert, wenn wenige Tage danach ein Kommentar zu dem Thema ver&ouml;ffentlicht wird.<\/em><br>\n<em>Davon aber mal ganz abgesehen: Leuten beim Personal eines m&ouml;glichen rot-rot-gr&uuml;nen B&uuml;ndnisses nicht die Alarmsirenen, wenn dieser Lobbyverband sich so sehr f&uuml;r diese Regelung einsetzt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>4,48 Milliarden Euro: Krankenkassen wollen Beitragsschulden vom Staat erstattet bekommen<\/strong><br>\nWer anschafft, muss auch zahlen: Mit der Versicherungspflicht begr&uuml;nden die Krankenkassen ihre Forderung an den Staat, Beitr&auml;ge s&auml;umiger Mitglieder auszulegen. Die belaufen sich auf 4,5 Milliarden Euro.<br>\nDie gesetzlichen Krankenkassen fordern vom Gesetzgeber eine Entlastung von den immer weiter steigenden Beitragsschulden ihrer Versicherten. Die sind laut Zahlen des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vom Januar dieses Jahres auf 4,48 Milliarden Euro angewachsen.<br>\n&ldquo;Wenn es eine staatliche Versicherungspflicht gibt, br&auml;uchte es auch eine staatliche Finanzierung der Beitragsausf&auml;lle bei den Kassen&rdquo;, sagte GKV-Sprecher Florian Lanz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/krankenkassen-fordern-4-48-milliarden-beitragsschulden-vom-staat-a-1101000.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> &ldquo;Uns geht es ja so gut&rdquo;, laut Frau Merkel &ndash; wenn dieses man stimmt, bei &uuml;ber 5 Mill. Arbeitssuchenden, der Altersarmut weiblicher Rentenbezieher der GRV und den vielen Selbstst&auml;ndigen, die ihrer Beitr&auml;ge zur GKV nicht zahlen k&ouml;nnen.<\/em><br>\n<em>Aber die Rentenbezieher der GRV erhalten dieses Jahr zwischen 4% bis 5% mehr Rente, jedoch m&uuml;ssten die Renten und L&ouml;hne in den n&auml;chsten 10 Jahren immer um diesen Betrag steigen, um ein wirtschaftliches Gleichgewicht (laut Berechnungen von Heiner Flassbeck) im Euroraum zu erreichen &ndash; ein unrealistischer Traum, wenn die Ausgaben des Wehretats um 100% steigen sollen, zu den jetzigen Ans&auml;tze.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wer arm ist, stirbt fr&uuml;her &ndash; Wie der Sozialstatus die Gesundheit beeinflusst<\/strong><br>\nDeutschland ist reich, aber der Reichtum ist ungleich verteilt. Und Armut ist ein Gesundheitsrisiko: Wer arm ist, stirbt fr&uuml;her. Die Politik versucht, unter anderem mit Stadtteilprojekten dagegen zu steuern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/wissen\/iq-wissenschaft-und-forschung\/armut-sozialstatus-gesundheit-100.html\">BR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Deutschen werden den Braunkohle-Deal noch teuer bezahlen<\/strong><br>\nDie tschechische &ldquo;Energetick&yacute; a Pr&#367;myslov&yacute; Holding&rdquo; nicht zu kennen, ist keine Schande. Das Unternehmen, kurz EPH, ist schlie&szlig;lich keine zehn Jahre alt, gegr&uuml;ndet wurde es von Investmentbankern. Selten tritt es unter diesem Namen auf, oft operiert es &uuml;ber verschachtelte Tochterfirmen, die sich mitunter auch in Steuerparadiese zur&uuml;ckverfolgen lassen. Aber jetzt wird es h&ouml;chste Zeit, dass sich Politik und Steuerzahler hierzulande eingehender mit EPH besch&auml;ftigen. Sonst droht ein dickes Ende.<br>\nAn diesem Wochenende n&auml;mlich hat die schwedische Regierung gr&uuml;nes Licht gegeben f&uuml;r den j&uuml;ngsten Deal der Prager Unbekannten: EPH darf zum 1. August die Braunkohle-Sparte von Vattenfall &uuml;bernehmen. Damit wird die Holding Eigent&uuml;mer des zweitgr&ouml;&szlig;ten deutschen Braunkohle-Reviers, mitsamt dessen 7500 Mitarbeitern, mitsamt allen Lasten und Pflichten.<br>\nEin anderes Szenario ist mit H&auml;nden zu greifen: EPH macht Kasse und verschwindet. F&uuml;r insgesamt f&uuml;nf Jahre bindet der Vertrag die tschechischen Investoren. Drei Jahre lang d&uuml;rfen sie keine Dividenden absch&ouml;pfen, weitere zwei Jahre nur &ldquo;betriebs&uuml;bliche Renditen&rdquo; abgreifen &ndash; danach fallen alle Schranken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/braunkohlekraftwerke-die-deutschen-werden-den-braunkohle-deal-noch-teuer-bezahlen-1.3060870\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Auch hier scheint mit der Billigung der Politik der Satz  &ldquo;Gier frist Hirn&rdquo; , seiner Bedeutung gerecht zu werden, zumal sich die Folgekosten mit Sicherheit in zuk&uuml;nftige Wahlperioden verschieben lassen &ndash; mit neuen Abgeordneten. Zuk&uuml;nftige Generation werden an den klaren Verstand ihrer Vorfahren zweifeln und dieses zu Recht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>USA nennen erstmals Zahl ziviler Opfer von Kampfdrohnen<\/strong><br>\nZwischen &ldquo;64 und 116&rdquo; unschuldige Menschen seien get&ouml;tet worden. Passt das zum Anspruch, pr&auml;zise Schl&auml;ge gegen Terroristen auszuf&uuml;hren? Das ist zweifelhaft &ndash; genau wie die v&ouml;lkerrechtliche Legitimit&auml;t.<br>\nOb die gezielte T&ouml;tung von Menschen durch Drohnen milit&auml;risch sinnvoll und v&ouml;lkerrechtlich legitim ist, wird heftig diskutiert. Dass bei den Eins&auml;tzen auch immer wieder unbeteiligte Menschen get&ouml;tet werden, heizt die Debatte weiter an.<br>\nNun hat die US-Regierung einger&auml;umt, dass bei etwa 500 Drohnenangriffen seit 2009 in Pakistan, Libyen, Somalia und im Jemen bis zu 116 unschuldige Zivilisten get&ouml;tet wurden. Dabei sind in den neuen Zahlen keine Drohnenopfer in Afghanistan, Syrien und dem Irak enthalten.<br>\nBereits im April hatte Pr&auml;sident Barack Obama einger&auml;umt, dass Zivilisten bei Drohnenangriffen umgekommen sind &ndash; und sein Bedauern dar&uuml;ber ge&auml;u&szlig;ert. Manche Kritik, so hatte er auf der Pressekonferenz auf dem internationalen Nukleargipfel in Washington gesagt, sei &ldquo;legitim&rdquo;. (&hellip;)<br>\n2013 verteidigte Friedensnobelpreistr&auml;ger Obama in einer Rede die Drohneneins&auml;tze als &ldquo;t&ouml;dliche gezielte Aktionen gegen al-Qaida und deren assoziierte Kr&auml;fte&rdquo;. Doch auch wenn die US-Regierung &uuml;ber erfolgreiche T&ouml;tungen von bestimmten Terroristen berichtete &ndash; der Tod von Zivilisten wurde nur ungern thematisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/us-militaer-usa-nennen-erstmals-zahl-ziviler-opfer-von-kampfdrohnen-1.3058355%20\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die ver&ouml;ffentlichten Zahlen sind freilich ein schlechter Witz der Abteilung &bdquo;Tarnen und T&auml;uschen&ldquo;. Schauen Sie sich lieber die Zahlen des <a href=\"https:\/\/www.thebureauinvestigates.com\/category\/projects\/drones\/drones-graphs\/\">Bureau of Investigative Journalism<\/a> an, wenn Sie sich f&uuml;r das Thema interessieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wie Computer die &ouml;ffentliche Meinung manipulieren<\/strong><br>\nEs h&ouml;rt sich an wie Science Fiction, doch es ist bereits Alltag: Social Bots beeinflussen die &ouml;ffentliche Meinung st&auml;rker, als es den meisten Menschen bewusst ist. Mitunter k&ouml;nnen sie das politische Klima in einem Land nachhaltig ver&auml;ndern.<br>\n&bdquo;Es sind Fakeaccounts, die so tun als w&auml;ren sie echte Menschen, in Wahrheit aber von einer dahinterliegenden Software gesteuert werden. Sie verbreiten Hasskommentare, oder es kann sein, dass sie Diskussionen ausweichen um diese in eine andere Richtung zu lenken oder einfach nur Unsinn posten&ldquo;, erkl&auml;rt Simon Hegelich, Professor f&uuml;r Political Data Science an der Hochschule f&uuml;r Politik an der TU M&uuml;nchen gegen&uuml;ber dem WDR. (&hellip;)<br>\nDemokratie in Gefahr?<br>\nInbesondere Twitter ist anf&auml;llig f&uuml;r solche Bots, da der Social Media Dienst Trends nach der H&auml;ufigkeit von &bdquo;Erw&auml;hnungen&ldquo; erstellt: Wenn nun gen&uuml;gend Bots ein bestimmtes Wort oder einen Hashtag nutzen, kann man so die &ouml;ffentliche Wahrnehmung &uuml;ber Trends &uuml;ber die Menge an Kommentaren beeinflussen. Die Beeinflussung und Manipulation ist wesentlich St&auml;rker, als man in der &ouml;ffentliche Meinung wahrhaben m&ouml;chte. Nach Hegelich ist jede Debatte in den Social Medias von Bots und den dahinterstehenden Interessensgruppen manipuliert.<br>\nGefahr f&uuml;r den Journalismus<br>\nNicht nur das Bots damit die &ouml;ffentliche Meinung, die Stimmung und mehr manipulieren k&ouml;nnen, sie setzen mit ihren Fakeprofilen Trends und sto&szlig;en die &ouml;ffentliche Debatte in eine Richtung, die h&auml;ufig von Journalistinnen aufgegriffen wird. Dutzende h&auml;sslicher Kommentare finden sich dann in den Zeitungen wieder von Profilen, von denen man gar nicht wei&szlig;, ob sie &uuml;berhaupt realen Personen geh&ouml;ren. Denn nicht nur auf Twitter und Co. finden sich Fakeprofile, sondern auch in den Kommentarspalten der gro&szlig;en Medienh&auml;user. Journalistinnen greifen diesen Debattenstand auf und geben ihn unter Umst&auml;nden selber wieder. So wird Meinung aus der Konserve gemacht, so beeinflussen Computer bereits heute unsere &ouml;ffentliche Debatte. Weitere Infos findet ihr in den WDR5 Podcasts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/gesellschaft\/wie-computer-die-oeffentliche-meinung-manipulieren\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wie US-Soldaten nach ihrem Einsatz abgeschoben werden<\/strong><br>\nUm endlich Amerikaner zu werden, w&auml;hlen viele mexikanische Migranten in den USA den Weg &uuml;ber die Armee. So wollen sie schneller an die begehrte Staatsb&uuml;rgerschaft gelangen. Doch f&uuml;r manche dieser sogenannten &ldquo;Green Card Soldiers&rdquo; wird der amerikanische Traum zum Albtraum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/ausgedient-kriegsveteranen-wie-us-soldaten-nach-ihrem.1076.de.html?dram:article_id=358978\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Was magst Du eigentlich an Syrien am liebsten?<\/strong><br>\nDas Unbekannte erzeugt selbstverst&auml;ndlich nicht immer automatisch Angst. Oft macht es neugierig, man will mehr dar&uuml;ber erfahren, will aus dem Unbekannten etwas Vertrautes machen.<br>\nDoch in einem entsprechenden Klima bauen sich eben doch oft &Auml;ngste auf. &Auml;ngste, die zu Wut werden k&ouml;nnen, die in Hass gipfelt.<br>\nMein kleines Experiment soll demonstrieren, dass wir wenig wissen, sehr wenig. Und es soll ermuntern, uns neugierig zu machen und uns dem Thema der Fl&uuml;chtenden auch von anderen Perspektiven zu n&auml;hern.<br>\nVielleicht klappt&lsquo;s ja &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2wgGVlpYwM0&amp;feature=youtu.be\">J&ouml;rg Wellbrock via You Tube<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die gro&szlig;e EM-Farce: So f&uuml;hrt die Regierung Millionen Deutsche hinters Licht<\/strong>\n<ul>\n<li>Die Bundesregierung nutzt die EM offenbar, um besonders umstrittene Gesetze durch das Parlament zu schleusen<\/li>\n<li>Viele Deutsche k&ouml;nnten nach der EM eine teure &Uuml;berraschung erleben (&hellip;)<\/li>\n<\/ul>\n<p>An diesem Freitag stehen gleich drei Gesetzesentw&uuml;rfe auf der Tagesordnung des Bundestags, die so wichtig sind, dass sie eigentlich einer breiten &ouml;ffentlichen Debatte bed&uuml;rfen: die Erbschaftsteuerreform, das Fracking-Gesetz und ein so genanntes Anti-Terror-Paket. Doch durch das Get&ouml;se um die EM ist die Aufmerksamkeit der Deutschen ebenso wie der meisten Berichterstatter, selbst an spielfreien Tagen, vor allem nach Frankreich und nicht an die Spree gerichtet.<br>\nNicht das erste Mal, dass die Politik den Fu&szlig;ball missbraucht<br>\nDabei m&uuml;ssten die Journalisten und B&uuml;rger eigentlich gewarnt sein: W&auml;hrend des WM-Sommerm&auml;rchens 2006 erh&ouml;hte die Regierung kurzerhand im Schatten der Spiele massiv die Mehrwertsteuer und bei der Fu&szlig;ball-Weltmeisterschaft 2010 den Krankenkassenbeitrag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.de\/2016\/06\/24\/gesetzesentwurfe-mitten-wahrend-der-weltmeisterschaft_n_10633588.html\">The Huffington Post<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ich wei&szlig;, diese Aussage ist auch bei vielen unserer Leser sehr popul&auml;r &ndash; vor allem nat&uuml;rlich bei denen, die keinen Fu&szlig;ball odrt generell keinen Sport m&ouml;gen. Ich m&ouml;chte diese Aussage aber mal hinterfragen: Alle zwei Jahre gibt es ein gro&szlig;es internationales Fu&szlig;ballturnier und auch die Olympischen Spiele finden (Sommer\/Winter) alle zwei Jahre statt. Dieser Veranstaltungen dauern jeweils einen Monat, im Schnitt findet also pro Jahr ein Monat ein sportliches Gro&szlig;ereignis statt. Statistisch gesehen m&uuml;ssten also mehr als 8% aller &bdquo;schlechter Gesetze&ldquo; w&auml;hrend eines Sportereignis verabschiedet werden, wenn man hier eine Signifikanz unterstellen w&uuml;rde. Das scheint mir aber kaum der Fall zu sein. Im Gegenteil. Und auch das hat per se nichts mit dem Fu&szlig;ball zu tun, sondern damit, dass die Turniere meist in der Sommerpause stattfinden, wo generell weniger Gesetze verabschiedet werden. Auch die &bdquo;Logik&ldquo; will mir nicht einleuchten. Die &bdquo;Fu&szlig;ball-Gegner&ldquo; tun ja gerade so, als sei der Michel im fu&szlig;ballfreien Normalzustand ein aufgewecktes B&uuml;rchlein, den unsere Regierung niemals hinter die Fichte f&uuml;hren kann; ein kritischer B&uuml;rger, der sich jeden Gesetzesentwurf durchliest und im Zweifel auf die Stra&szlig;e geht und das Kanzleramt st&uuml;rmt. Hand auf&acute;s Herz &ndash; so ist es in der Realit&auml;t ja nicht unbedingt. Eigentlich ist es ziemlich egal, ob die Politik &bdquo;schlechte Gesetze&ldquo; vor, w&auml;hrend oder nach Fu&szlig;ballturnieren verabschiedet &ndash; diejenigen, die w&auml;hrend der EM nichts mitbekommen, bekommen auch sonst nichts mit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-34074","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34074","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=34074"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34074\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34077,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34074\/revisions\/34077"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=34074"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=34074"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=34074"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}