{"id":34082,"date":"2016-07-05T08:33:31","date_gmt":"2016-07-05T06:33:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34082"},"modified":"2016-07-05T11:28:43","modified_gmt":"2016-07-05T09:28:43","slug":"hinweise-des-tages-2659","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34082","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34082#h01\">Brexit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34082#h02\">Koalitionsstreit wegen Brexit: Angriff auf die schwarze Null<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34082#h03\">Wagenknecht im Tagesthemen-Interview &ldquo;Wir k&ouml;nnen den B&uuml;rgern mehr zutrauen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34082#h04\">EU-Erkl&auml;rb&auml;r: Seibert erkl&auml;rt Schlagworte der Kanzlerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34082#h05\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34082#h06\">Gabriel h&auml;tte versuchen k&ouml;nnen, Waffenlieferungen zu stoppen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34082#h07\">Weg von der Austerit&auml;t und Europa neu starten &ndash; sozial und demokratisch!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34082#h08\">Mehr Menschen in Europa von Armut bedroht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34082#h09\">Gro&szlig;e Mehrheit will mehr Sozialstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34082#h10\">Zahl der Zweitjobber steigt um eine Million an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34082#h11\">EU-Kommission will Entwicklungshilfe f&uuml;r Milit&auml;r ausgeben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34082#h12\">Breedlove-Mails<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34082#h13\">Euch sollte es doch mal besser gehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34082#h14\">Auf der &Uuml;berholspur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34082#h15\">Ukraine, Russland und Putin und die Berichterstattung in den deutschen Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34082#h16\">Rolf Hochhuth: Politik der Provokationen beenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34082#h17\">Der Kampf um die Leserforen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34082#h18\">Das Letzte &ndash; Stimmt noch einmal ab!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Brexit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nach dem Brexit<\/strong><br>\nDirekt nach dem Brexit gab es sofort bei den Hardcore-Anti-EU-Medien in UK Verschw&ouml;rungstheorien, dass die EU jetzt schnell-schnell eine Europa-Regierung aus dem Boden stampfen wolle. Den L&auml;ndern die Souver&auml;nit&auml;t wegnehmen, zentralistisches Unterdr&uuml;ckungsregime, die volle Breitseite.<br>\nNun ist diese Idee, dass finstere Kr&auml;fte eine Weltregierung schaffen wollen, sozusagen ein Urgestein der Verschw&ouml;rungstheorien-Branche. Normalerweise behaupten das bekloppte Schusswaffennarren und die Weltregierung w&auml;re dann die Uno, nicht nur was f&uuml;r Europa.<br>\nDas sprach also schonmal direkt dagegen, dass da was dran sein k&ouml;nnte. Das und das Timing, nat&uuml;rlich. Au&szlig;erdem hat die EU ein Einstimmigkeitsprinzip, es m&uuml;ssten also alle Mitgliedsl&auml;nder zustimmen. Das ist jedenfalls nach aktuellem Stand v&ouml;llig ausgeschlossen. Dieser Plan w&auml;re also nicht nur bescheuert und kontraproduktiv und w&uuml;rde den Brexit-Schreih&auml;lsen nachtr&auml;glich ihr Gekreische legitimieren, er w&auml;re auch nichts weiter als ein feuchter Traum irgendwelcher EU-B&uuml;rokraten, denn umsetzbar ist das nicht.<br>\nIch habe also heiser gekichert und das als britischen Verschw&ouml;rungsbullshit zu den Akten gelegt.<br>\nStellt euch mein Erstaunen vor, als heute in der FAZ folgendes steht: Der Pr&auml;sident des Europ&auml;ischen Parlaments Martin Schulz fordert als Konsequenz aus dem Brexit-Referendum den Umbau der Europ&auml;ischen Kommission zu &bdquo;einer echten europ&auml;ischen Regierung&ldquo;.<br>\nWait, what?!<br>\nNEIN! Ich war mir sicher: So bl&ouml;de sind die nicht in der EU. Die geben doch nicht nur eine Woche nach dem Brexit-Votum den Anti-EU-Deppen r&uuml;ckwirkend Recht und faseln was von weitergehendem Wegnehmen der Souver&auml;nit&auml;t der Mitgliedsl&auml;nder und Europa-Regierung?!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.fefe.de\/?ts=a984b73f\">Fefes Blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Nach Jean Claude Juncker zeigt nun auch der &uuml;berzeugte Europ&auml;er Martin Schulz, dass er nichts, aber auch gar nichts verstanden hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wollt ihr ewig f&uuml;hlen?<\/strong><br>\nDie Raserei des Unpolitischen gebiert Ungeheuer. Und Boris Johnson ist genauso alt wie ich. Vermischte Beobachtungen aus einem Europa am Rande des Nervenzusammenbruchs.<br>\nDie Bundeskanzlerin spricht! Am 24. Juni um 12.42 Uhr twittert die Tagesschau aus Angela Merkels Erkl&auml;rung: &ldquo;Nur gemeinsam werden wir unsere Werte wie Freiheit und Rechtsstaatlichkeit (&hellip;) im globalen Wettbewerb weiter behaupten k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nWie sch&ouml;n das klingt und wie beruhigend. Merkel will das Gute, die Einheit Europas, sie will Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Man muss daf&uuml;r sein. Erst wenn man genauer liest, sieht man in dem Statement den Irrwitz. Denn es gibt gar keinen globalen Wettbewerb der Werte. Es gibt keinen Weltmarkt der Grundwerte, auf dem unsere sich behaupten m&uuml;ssten wie Dr. Oetkers G&ouml;tterspeise oder unsere Nationalmannschaft bei der EM. Angela Merkel aber stellt den &ldquo;globalen Wettbewerb&rdquo; in diesem Satz wie eine geradezu religi&ouml;s gesetzte Kontrollinstanz &uuml;ber Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Und das ist eigentlich ein erstaunliches Politikum an diesem vor Politika platzenden Tag nach dem Referendum, an dem wir vor allem sch&ouml;n beruhigt werden m&ouml;chten, zum Beispiel durch die Art unpolitischer, entpolitisierender Rede, deren Meisterin die Bundeskanzlerin ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2016-06\/brexit-jugend-protest-internet-polemik\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Brexit k&ouml;nnte Steuerdumping in Europa befeuern<\/strong><br>\nAls Reaktion auf den Brexit will Finanzminister Osborne die Steuern f&uuml;r Unternehmen deutlich senken. Mit solch einer Dumpingpolitik w&auml;ren die Briten in Europa nicht allein &ndash; ein gef&auml;hrliches Signal w&auml;re sie dennoch. [&hellip;]<br>\nMit der niedrigeren K&ouml;rperschaftsteuer will Osborne sein Land f&uuml;r solche Unternehmen wieder attraktiver machen und neue Investoren anlocken. Er wolle zeigen, dass Gro&szlig;britannien weiterhin &ldquo;open for business&rdquo; sei, sagte Osborne der &ldquo;FT&rdquo;. Ausdr&uuml;cklich will er neue Investitionen aus China anziehen.<br>\nNein. In den Achtzigerjahren lag die britische K&ouml;rperschaftsteuer noch bei mehr als 50 Prozent, sie ist seitdem jedoch wiederholt deutlich reduziert worden. Allein seit 2010 wurde der Steuersatz in vier Schritten auf zuletzt nur noch 20 Prozent gesenkt. Schon ohne die jetzt von Osborne angek&uuml;ndigte Absenkung liegt die britische K&ouml;rperschaftsteuer damit deutlich niedriger als in anderen Industriel&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/brexit-koennte-neues-steuerdumping-ausloesen-a-1101218.html%20\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Leider wird im Text (nat&uuml;rlich) nicht einer der gr&ouml;&szlig;ten Steuerdumper benannt, n&auml;mlich Deutschland. In den letzten 20 Jahren ist der K&ouml;rperschaftsteuersatz von &uuml;ber 45 auf gerade einmal 15 Prozent gesenkt worden. Die nominale Unternehmensteuerlast (aus K&ouml;rperschaft- und Gewerbesteuer) liegt inzwischen bei nur noch 30 Prozent, real zahlen aber die gro&szlig;en Kapitalgesellschaften eher 10 Prozent auf ihre Gewinne, und dabei sind die gro&szlig;z&uuml;gigen Subventionen noch nicht einmal ber&uuml;cksichtigt. Bezahlen tun hier wie in Gro&szlig;britannien immer die &ldquo;kleinen Leute&rdquo;, deren Sozialleistungen gek&uuml;rzt und gestrichen und deren Steuerlast erh&ouml;ht wird (z. B. &uuml;ber h&ouml;here Mehrwertsteuern). Nur weiter so, und die EU an ihren Widerspr&uuml;chen zwischen Freihandel und niedrigstm&ouml;glichen Unternehmensteuers&auml;tzen auf der einen Seite und weiter sinkendem Lebensstandard der breiten Bev&ouml;lkerung auseinanderbrechen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es w&auml;re noch zu erg&auml;nzen, dass das Steuerdumping innerhalb der EU bisher keinen gest&ouml;rt hat, sondern politische geduldete Praxis war und ist. Irland und die Niederlande praktizieren dies schon seit langem. Eine der weltgr&ouml;&szlig;ten Steueroasen ist das EU-Mitglied Luxemburg, das bei der Verschleierung von Verm&ouml;gensverh&auml;ltnissen und der Beihilfe zur Steuerhinterziehung eine herausragende Rolle spielt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Koalitionsstreit wegen Brexit: Angriff auf die schwarze Null<\/strong><br>\nDas Brexit-Votum entzweit die Koalition &ndash; dabei geht es vor allem ums Geld. Die SPD attackiert Sch&auml;ubles Sparkurs, die Union verteidigt ihn verbissen.<br>\ns sind Zahlen, auf die der Bundesfinanzminister sehr stolz ist: Zum dritten Mal seit 2015 wird Wolfgang Sch&auml;uble am Mittwoch einen Haushaltsentwurf vorstellen, der keine weiteren Schulden vorsieht &ndash; und das soll nach den Planungen des CDU-Politikers auch bis 2020 so bleiben. 2014 gelang Sch&auml;uble zum ersten Mal &ndash; allerdings erst nach den Haushaltsberatungen &ndash; ein Etat ohne neue Schulden, davor hatte das zuletzt 1969 eine Bundesregierung geschafft. [&hellip;]<br>\nAber so leicht werden die Sozialdemokraten diesmal nicht aufgeben. Denn es ist ja nicht nur Vizekanzler und SPD-Chef Sigmar Gabriel, der mehr Wachstumsimpulse f&uuml;r EU-Krisenl&auml;nder fordert. Dabei geht es im Kern um die flexiblere Ausgestaltung des Wachstums- und Stabilit&auml;tspakts innerhalb der EU. [&hellip;]<br>\nDie Hoffnung der sozialdemokratischen Parteienfamilie in der EU: Wenn Gro&szlig;britannien bald als Partner von Merkel und Sch&auml;uble in Sachen strikter Haushaltsdisziplin wegf&auml;llt, k&ouml;nnte man endlich mehr Investitionen im Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit und mehr Wachstum durchsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/brexit-spd-und-cdu-streiten-ueber-europapolitik-a-1101281.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> So, so &ndash; &bdquo;weil Gro&szlig;britannien bald als Partner von Merkel und Sch&auml;uble in Sachen strikter Haushaltsdisziplin wegf&auml;llt&ldquo;, meint die SPD nun endlich Licht am Ende des Tunnels der volkswirtschaftlichen Torheiten zu sehen? Der Zusammenhang mit dem Brexit wirkt wirklich sehr &uuml;ber&acute;s Knie gebrochen. Und thematisch? Da klang fr&uuml;her aber doch einiges noch ganz anders. Da stand die SPD mit voller &Uuml;berzeugung hinter der Schuldenbremse und dem EU-Wachstums-und-Stabilit&auml;tspakt. Besser sp&auml;t als nie? Ist die SPD aufgewacht? Unwahrscheinlich! Wahrscheinlicher ist es, dass der Wahlkampf nun &ndash; ein gutes Jahr vor den kommenden Bundestagswahlen &ndash; begonnen hat. Und in diesem Jahr werden wir einiges erleben &ndash; vor allem eine SPD, die mal wieder mit viel Tamtam links blinkt, um nach der Wahl wieder rechts abbiegen zu k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: &ldquo;Genau das macht Europa kaputt&rdquo;<\/strong><br>\nSPD-Chef Gabriel beklagt eine Spaltung Europas. Schuld seien Sparauflagen f&uuml;r Krisenstaaten und das Auftreten der wohlhabenden L&auml;nder. Die Belehrungen m&uuml;ssten aufh&ouml;ren, fordert er &ndash; und richtet diesen Appell auch an Finanzminister Sch&auml;uble.<br>\nVizekanzler Sigmar Gabriel ermahnt Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble zur Zur&uuml;ckhaltung im Umgang mit anderen EU-Mitgliedern. Der &ldquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&rdquo; sagte der SPD-Politiker, Europa teile sich &ldquo;inzwischen in wohlhabende L&auml;nder wie Deutschland und jene L&auml;nder, die nicht aus der Finanz- und Staatsschuldenkrise von 2009 herauskommen&rdquo;. Letztere seien wegen des ihnen zugemuteten Sparkurses w&uuml;tend auf Berlin und Br&uuml;ssel. In den wohlhabenderen Staaten verachteten viele die scheinbar unproduktiven S&uuml;deurop&auml;er. &ldquo;So geht das nicht&rdquo;, sagte Gabriel.<br>\nDie Europ&auml;er m&uuml;ssten damit aufh&ouml;ren, einander &ouml;ffentlich zu belehren. &ldquo;Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble l&auml;uft schon wieder mit erhobenem Zeigefinger durch Europa.&rdquo; Um Reformen in Krisenstaaten durchzusetzen, sollte weniger auf Druck gesetzt werden. &ldquo;Der Plan, der jetzt von CDU-Politikern herumposaunt wird, noch h&auml;rtere Sparauflagen gegen&uuml;ber den &auml;rmeren L&auml;ndern durchzusetzen, muss doch bei Menschen, die schon heute unter Massenarbeitslosigkeit, schlechten L&ouml;hnen und Mini-Renten leiden, wie ein erneuter Angriff des starken Deutschland aussehen.&rdquo; Bei solchen Vorst&ouml;&szlig;en gehe es meist um die eigene innenpolitische Profilierung. &ldquo;Genau das aber macht Europa kaputt.&rdquo;<br>\nGabriel schl&auml;gt vor, gelungene Reformen mit finanziellen Hilfen zu belohnen anstatt sie durch Sparauflagen zu erzwingen. Vorw&uuml;rfe, dies k&auml;me einer europaweiten sozialen Planwirtschaft gleich, bezeichnete er als &ldquo;dummes Zeug&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Gabriel-Schaeuble-belehrt-Suedeuropaeer-article18100231.html%20\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Soll man lachen oder weinen? Der wievielte Versuch von Gabriel, das Publikum f&uuml;r dumm zu verkaufen ist das nun? Das zeigt was Gabriel im Grunde von den B&uuml;rgern dieses Landes h&auml;lt bzw. wof&uuml;r er sie h&auml;lt. Wer hat die ganzen Spardiktate gegen Griechenland anstandslos mit abgenickt? Wer hat sich an der Hetze gegen Griechenland mitbeteiligt? Zitat Gabriel: &bdquo;Deshalb werden Europa und Deutschland sich nicht erpressen lassen. Und wir werden nicht die &uuml;berzogenen Wahlversprechen einer zum Teil kommunistischen Regierung durch die deutschen Arbeitnehmer und ihre Familien bezahlen lassen&ldquo;. Glaubt Gabriel wirklich mit einer derartig verlogenen Strategie l&auml;sst sich in der n&auml;chsten Bundestagswahl auch nur ein Blumentopf f&uuml;r die SPD gewinnen?<\/em><br>\n<em>Exemplarisch f&uuml;r Gabriels Strategie ist auch sein agieren bez&uuml;glich der Freihandelsabkommen TTIP und Ceta. Letzte Woche verk&uuml;ndete Gabriel vor dem Hintergrund des Brexit er werde ohne Abstimmung im Bundestag im EU-Handelsministerrat nicht die Hand f&uuml;r Ceta heben. Wobei klar ist, dass Gabriel die Freihandels abkommen ebenso durchsetzen will wie die Br&uuml;sseler Elite. In der &Ouml;ffentlichkeit kann sich Gabriel als Gegner des antidemokratischen Kurses Junckers gerieren, wohl wissend, dass das neoliberale Parteinkartell im Bundestag, inklusive der SPD, dem Freihandelsabkommen mit Kanada (Ceta) sowieso zustimmen w&uuml;rde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wagenknecht im Tagesthemen-Interview &ldquo;Wir k&ouml;nnen den B&uuml;rgern mehr zutrauen&rdquo;<\/strong><br>\nSollte es in so wichtigen Fragen wie dem EU-Austritt eine Volksabstimmung geben? Diese Frage stellen sich viele Menschen seit dem Brexit-Votum der Briten. &ldquo;Gerade in solchen F&auml;llen sollte den Menschen die M&ouml;glichkeit gegeben werden, selber zu entscheiden&rdquo;, sagte Sarah Wagenknecht im Interview mit den tagesthemen. &ldquo;Man sollte nicht so arrogant sein, zu glauben, dass die Menschen nicht in der Lage seien, sich eine Meinung bilden zu k&ouml;nnen&rdquo;, so die Politikerin der Linkspartei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/wagenknecht-interview-direkte-demokratie-101.html\">Tagesthemen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>EU-Erkl&auml;rb&auml;r: Seibert erkl&auml;rt Schlagworte der Kanzlerin<\/strong><br>\nMerkels Kontinent: Die Kanzlerin w&uuml;nscht sich, dass Europa zum &ldquo;wettbewerbsf&auml;higsten &amp; wissensbasiertesten Kontinent&rdquo; der Welt (und bestimmt auch des Universums!) wird. Gro&szlig;e Worte, die alles aussagen k&ouml;nnen. Was soll das aber hei&szlig;en? Was bedeuten diese Schlagworte? Und welcher Kontinent ist denn aktuell der &ldquo;wettbewerbsf&auml;higste &amp; wissensbasierteste&rdquo;? Der Regierungssprecher probiert&rsquo;s mit einer Erkl&auml;rung: Versteht ihr es? Ausschnitt aus der BPK vom 4. Juli 2016<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=wIPiRIRVy4w\">jung und naiv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wettbewerbsf&auml;higkeit, Wettbewerbsf&auml;higkeit, Wettbewerbsf&auml;higkeit, das einzige Mantra Merkels, dem sich die ganze EU und all ihre B&uuml;rger unterzuordnen haben. In Griechenland wird vorexerziert was das bedeutet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wir w&uuml;rden uns auch &uuml;ber eure Hilfe sehr freuen<\/strong><br>\nKonstantin Wecker unterst&uuml;tzt in diesem Blog-Eintrag noch einmal explizit unsere Spendenaktion &bdquo;Helfen wir den Menschen in Griechenland&ldquo;. Und er liefert wertvolle Zusatzinformationen zum Thema: Weniger als f&uuml;nf Prozent der Gelder aus den &bdquo;Griechenlandhilfspaketen&ldquo; landete tats&auml;chlich bei den Menschen in Griechenland. Der Rest, 95 Prozent, &bdquo;half&ldquo; lediglich den ohnehin schon &Uuml;berf&uuml;tterten, sich an Steuergeldern weiter zu m&auml;sten. &bdquo;Wirtschaftsverbrechen&ldquo; nennt das der online-Redakteur Moreau. Der Stein, auf den wir unsere Hilfsgelder zu tr&ouml;pfeln versuchen, wird von den Akteuren in der EU mutwilliger immer weiter angeheizt. Trotzdem ist Hilfe gut: um wenigstens einigen Menschen dort ein menschenw&uuml;rdiges Leben zu erm&ouml;glichen. Um ein Zeichen zu setzen, wie ein &bdquo;Anderes Europa&ldquo; aussehen k&ouml;nnte. Und als humanit&auml;rer Protest gegen die antihumane Politik der herrschenden Kr&auml;fte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/2016\/07\/04\/wir-wuerden-uns-auch-ueber-eure-hilfe-sehr-freuen\/\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<p>Das Konto, auf das Ihr unter dem Stichwort &bdquo;GriechInnenhilfe&ldquo; spenden k&ouml;nnt:<\/p>\n<p>Inhaber: IHW<br>\nIBAN: DE16 2605 0001 0056 0154 49<br>\nBIC: NOLADE21GOE<\/p><\/li>\n<li><strong>Zwangsprivatisierungen in Griechenland<\/strong><br>\nVor etwa einem Jahr wurde in Griechenland die im Januar 2015 gew&auml;hlte Syriza-Regierung zur Vereinbarung des 3. Memorandums und zur Fortf&uuml;hrung der bisherigen Austerit&auml;tspolitik gezwungen. W&auml;hrend der Verhandlung hatte Syriza versucht, zumindest eine minimale Abmilderung der neoliberalen Austerit&auml;tskur zu erreichen: Ein moderates Programm der &bdquo;Beendigung der humanit&auml;ren Krise&ldquo; (Energie- und Lebensmittelsubventionen usw. f&uuml;r die &Auml;rmsten), keine weiteren direkten nominalen Senkungen der L&ouml;hne und Renten, Aufrechterhaltung der bestehenden Beschr&auml;nkungen im Hinblick auf Massenentlassungen und keine weiteren Erh&ouml;hungen der Mehrwertsteuer. Die Troika hingegen hat diese &bdquo;roten Linien&ldquo; Syrizas nie akzeptiert. Sie beharrten auf der ungebrochenen Fortf&uuml;hrung der bisherigen Politik: Neue Kredite &ndash; zur R&uuml;ckzahlung alter Kredite; und als Gegenleistung: immer weiter reichende neoliberale Reformen, sowie die massenhafte Privatisierung von Staatsverm&ouml;gen.<br>\nUm in den gro&szlig;z&uuml;gigen Genuss dieser neuen Kredite zu kommen, hatte das griechische Parlament in den vergangenen Wochen im Eilverfahren zwei Spar- und Reformpakete gebilligt und vorher auch noch die Privatisierung des fr&uuml;heren Athener Flughafens Ellinikon in trockene T&uuml;cher gebracht. Das war eine der letzten noch offenen Bedingungen, f&uuml;r den erfolgreichen Abschluss der seit vergangenem Herbst laufenden Pr&uuml;fung und die Auszahlung der n&auml;chsten Kredite.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/griechenlandsoli.com\/2016\/07\/04\/aufkaerungs-broschuere-zu-den-zwangsprivatisierungen-in-griechenland-flughaefen-und-vieles-mehr\/\">Griechenlandsolidarit&auml;t<\/a>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"https:\/\/griechenlandsoli.files.wordpress.com\/2016\/07\/zwangsprivatisierungen-in-griechenland-e28093c2a0hintergrundmaterial.pdf\">Brosch&uuml;re- Zwangsprivatisierungen in Griechenland<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>dazu: Filetst&uuml;cke zwangsprivatisiert<\/strong><br>\nDie Fraport AG hat die Euro-Krise genutzt, um Griechenlands Flugh&auml;fen aufzukaufen. Die Risiken darf das Land weiterhin selbst tragen<br>\nDas Netzwerk der Griechenlandsolidarit&auml;t in Frankfurt am Main hatte am Donnerstag, im Vorfeld des &raquo;Oxi&laquo;-Jubil&auml;ums, zur Debatte mit Kostas Nikolouzos, dem B&uuml;rgermeister der Insel Korfu, eingeladen. Morgen j&auml;hrt sich der Tag des &raquo;Nein&laquo; des griechischen Volkes gegen das EU-K&uuml;rzungsdiktat, welches von der sogenannten Troika einfach ausgehebelt wurde. Damals hatten fast 62 Prozent der Referendumsteilnehmer gegen die Troika-Pl&auml;ne gestimmt, und somit auch gegen die Zwangsprivatisierung der 14 griechischen Flugh&auml;fen. F&uuml;r die Griechen ist das ein hochsensibles Thema. Nikolouzos, Gr&uuml;ndungsmitglied von Syriza, war am Donnerstag per Skype zugeschaltet, da er sich auf Korfu Regierungsgesch&auml;ften widmen m&uuml;sse. Er &auml;u&szlig;erte &raquo;Freude und Genugtuung&laquo;, als griechischer Politiker &uuml;berhaupt nach Deutschland eingeladen zu werden, um diese dringlichen Probleme zu diskutieren. Also erl&auml;uterte er von der Leinwand den etwa 150 Zuh&ouml;rern die Folgen jenes Knebelvertrags, der unter den Bedingungen der Griechenland von der EU auferlegten Memoranden zustande gekommen ist. Diese glichen einer &raquo;postkolonialen Vereinbarung&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/07-04\/063.php\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Junge Griechen bleiben ohne Jobs<\/strong><br>\n25 Prozent der Griechen haben keine Arbeit, drei Viertel davon z&auml;hlen mittlerweile sogar zu den Langzeitarbeitslosen. Betroffen sind vor allem die 30- bis 44-J&auml;hrigen.<br>\nSeit dem Beginn der Finanzkrise ist der Anteil der Langzeitarbeitslosen in Griechenland auf 74 Prozent gestiegen. Im Jahr 2008 habe die Quote noch bei 40 Prozent gelegen, hei&szlig;t es in einem Bericht des griechischen Wirtschaftsforschungsinstituts Kepe (Centre of Planning and Economic Research). Am st&auml;rksten betroffen sei die produktivste Altersgruppe von 30 bis 44 Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-07\/griechenland-arbeitslosigkeit-finanzkrise-sparpolitik-eu\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Aber gut, da&szlig; unser Kassenwart Sch&auml;uble schon mal davor gewarnt hat, auch nur einen Cent f&uuml;r mehr Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen auszugeben. Nein, nein, dann lieber weitere 20, 30 Jahre &ldquo;Strukturreformen&rdquo;, um die Wirtschaft von Griechenland und anderen Euro-Staaten in die Steinzeit zur&uuml;ck zu katapultieren. Dann k&ouml;nnte man sich noch beklagen, da&szlig; die Griechen alle auswandern, anstatt ihr Land aufzubauen, und keine Kinder bekommen. Wahnsinn.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mehr als 400 000 Griechen w&auml;hrend Wirtschaftskrise ausgewandert<\/strong><br>\nIn der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise haben seit 2008 etwa 427 000 Griechen ihr Land verlassen und Arbeit im Ausland gesucht. Das geht aus einer Studie der griechischen Zentralbank hervor, die am Samstag in der griechischen Zeitung &ldquo;Kathimerini&rdquo; ver&ouml;ffentlicht wurde. Demnach wandern seit 2013 sogar j&auml;hrlich mehr als 100 000 Menschen aus &ndash; und ein Ende der Auswanderungswelle sei nicht in Sicht.<br>\nDer Hauptgrund, aus dem die Griechen ihr Land verlassen, ist dem Report zufolge die hohe Arbeitslosigkeit, die unver&auml;ndert bei &uuml;ber 25 Prozent liegt. Unter jungen Menschen betr&auml;gt sie mehr als 50 Prozent.<br>\nAuch wenn es nicht das erste Mal ist, dass Griechen in einer Auswanderungswelle ihr Land verlassen, so gibt es doch einen entscheidenden Unterschied zu den Wellen Anfang des 20. Jahrhunderts und in den Sechziger- und Siebzigerjahren: Dieses Mal sind es in der Mehrzahl junge und gut ausgebildete Menschen.<br>\nSteigt die Zahl der Auswanderer im Jahr 2016 erneut im Vergleich zu den beiden Vorjahren, so k&ouml;nnten im Jahr 2017 insgesamt bereits deutlich mehr als eine halbe Million Menschen das Land verlassen haben. Bei einer Bev&ouml;lkerung von etwa 10,8 Millionen Menschen entspr&auml;che das fast f&uuml;nf Prozent der griechischen Gesamtbev&ouml;lkerung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/griechenland-mehr-als-griechen-wegen-finanzkrise-ausgewandert-1.3060308\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Verw&uuml;stungen der von Berlin und Br&uuml;ssel diktierten neoliberalen Austerit&auml;tspolitik sind unvorstellbar. Wir erleben gerade wie ein europ&auml;isches Land zu einem Failed-State gemacht wird. Wie soll Griechenland angesichts des Verlustes der jungen und gut ausgebildeten Menschen je wieder auf die Beine kommen? Der absolute Zynismus der dahinter steckt ist hoffentlich klar. Gerade Deutschland, das hauptverantwortlich f&uuml;r das Austerit&auml;tsdiktat gegen Griechenland ist, profitiert von jungen und billigen Arbeitskr&auml;ften, die auf Kosten der griechischen Steuerzahler ausgebildet wurden. Vielleicht w&auml;re es Griechenland besser ergangen, wenn es dieser EU nie beigetreten w&auml;re? Und wo sind eigentlich die ganzen Schreih&auml;lse, die im Falle des Brexit behauptet haben, die &bdquo;Alten&ldquo; h&auml;tten mit ihrem ja der Jugend die Zukunft gestohlen? Die Zukunft der Jugend in Griechenland scheint diese Figuren nicht weiter zu k&uuml;mmern.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: CSU-Politiker Peter Ramsauer wehrt sich gegen Rassismus-Vorwurf<\/strong><br>\nIm B&uuml;ro des griechischen Ministerpr&auml;sidenten Alexis Tsipras ist es am Donnerstag zu einer Rempelei zwischen dem ehemaligen Verkehrsminister Peter Ramsauer und einem griechischen Fotografen gekommen. Der CSU-Politiker soll den Mann daraufhin rassistisch beleidigt haben, wie verschiedene Medien berichteten. Ramsauer bestreitet den Vorwurf.<br>\nRamsauer, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Bundestag, war als Mitglied einer Delegation von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel in Athen zu Gast. Offenbar mischte er sich w&auml;hrend der Visite beim griechischen Ministerpr&auml;sidenten in den Pulk der Fotografen.<br>\nLaut Schilderung des Fotografen soll Ramsauer im Gedr&auml;nge ausfallend geworden sein. &ldquo;Fass mich nicht an, du dreckiger Grieche&rdquo;, habe Ramsauer ihn beschimpft, berichtete der Fotograf im Anschluss auch gegen&uuml;ber deutschen Kollegen. Ramsauer habe die Beschimpfungen sogar auf Englisch wiederholt, sagte der Fotograf der Deutschen Presse-Agentur. Er sprach von einem &ldquo;rassistischen Benehmen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/streit-nach-besuch-in-griechenland-csu-politiker-peter-ramsauer-wehrt-sich-gegen-rassismus-vorwurf-1.3060275\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Angesichts der allzu oft rassistisch konotierten Hetze gegen Griechenland in den &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; und vor allem durch Politiker der CSU, scheint dieser Vorfall nicht aus der Luft gegriffen. So urteilte CSU-Generalsekret&auml;r Andreas Scheuer im vergangenem Jahr vor dem Hintergrund des griechischen Referendums &uuml;ber weitere Hilfspakete: &bdquo;Die linken Erpresser und Volksbel&uuml;ger wie Tsipras k&ouml;nnen mit ihrer schmutzigen Tour nicht durchkommen.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gabriel h&auml;tte versuchen k&ouml;nnen, Waffenlieferungen zu stoppen<\/strong><br>\nDer Direktor des Berliner Informationszentrums f&uuml;r Transatlantische Sicherheit, Otfried Nassauer, hat im Deutschlandfunk Sigmar Gabriels Umgang mit R&uuml;stungsexporten kritisiert. Der Bundeswirtschaftsminister habe in den beiden Jahren, in denen er f&uuml;r die R&uuml;stungsexporte verantwortlich gewesen sei, eine Milliarde mehr genehmigt als die schwarz-gelbe Vorg&auml;ngerregierung in ihren letzten Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ruestungsexporte-gabriel-haette-versuchen-koennen.694.de.html?dram:article_id=359111\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Weg von der Austerit&auml;t und Europa neu starten &ndash; sozial und demokratisch!<\/strong><br>\nGro&szlig;britannien beabsichtigt, aus der Europ&auml;ischen Union auszutreten. Das Brexit-Votum ist der vorl&auml;ufige H&ouml;hepunkt einer Krise, in der die Europ&auml;ische Union seit Jahren steckt. Es besteht die Gefahr, dass Europa zur&uuml;ckf&auml;llt in Nationalismus und Chauvinismus. Das w&auml;re eine politische Katastrophe &ndash; auch f&uuml;r die gesamte europ&auml;ische Linke. Der Brexit muss Ausgangspunkt f&uuml;r einen grundlegenden Kurswechsel und einen sozialen und demokratischen Neustart f&uuml;r Europa sein. Ein Weiter so darf es nicht geben.<br>\nDas Brexit-Votum ist ein Warnschuss f&uuml;r den Zustand der EU. Mehr als je zuvor ist heute klar: Entweder die Europ&auml;ische Union wird sich grundlegend ver&auml;ndern oder sie wird Geschichte. Ein Weiter so w&auml;re fatal; es m&uuml;ssen die richtigen Konsequenzen gezogen werden.<br>\nDie Entscheidung von 52 Prozent der Britinnen und Briten, die EU zu verlassen, hat vielf&auml;ltige Gr&uuml;nde. Offensichtlich ist, dass eine weit verbreitete Unzufriedenheit &uuml;ber die Entwicklung Gro&szlig;britanniens als Mitglied der EU besteht. Das Votum ist die Antwort der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler auf das Zeitalter der Ungleichheit. In vielen anderen Mitgliedstaaten sieht es &auml;hnlich aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/partei\/organe\/parteivorstand\/parteivorstand-2016-2018\/beschluesse\/detail\/zurueck\/beschluesse\/artikel\/sechs-punkte-fuer-den-exit-aus-der-krise-weg-von-der-austeritaet-und-europa-neu-starten-sozial-und-demokratisch\/\">Die Linke.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mehr Menschen in Europa von Armut bedroht<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union ist weit entfernt von ihrem Ziel, die Zahl der von Armut bedrohten Menschen in Europa bis 2020 deutlich zu senken. Der Wert sollte bis dahin von mehr als 118 Millionen im Jahr 2010 auf weniger als 100 Millionen gesenkt werden.<br>\nWaren 2010 aber noch 23,8 Prozent der EU-B&uuml;rger von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, stieg der Anteil in den folgenden vier Jahren auf 24,4 Prozent an. Das entsprach rund 122 Millionen Menschen in der EU.<br>\nDas geht aus Daten des Europ&auml;ischen Statistikamtes Eurostat hervor, die die stellvertretende Fraktions-Vorsitzende der Linken, Sabine Zimmermann, ausgewertet hat. Vor diesem Hintergrund sehe sie auch den Brexit als ein &ldquo;deutliches Signal&rdquo;, dass die &ldquo;EU endlich eine Politik f&uuml;r die Menschen machen und die soziale Sicherung st&auml;rken&rdquo; m&uuml;sse, sagte Zimmermann der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.<br>\nIn vielen L&auml;ndern wuchsen zuletzt die sozialen Unterschiede. In Griechenland und Spanien stieg die Zahl der Betroffenen in den vergangenen Jahren bis 2015 deutlich an. Grund war vor allem die schlechte wirtschaftliche Lage der L&auml;nder in der Euro-Krise und die daraus resultierende Geringbesch&auml;ftigung und Arbeitslosigkeit.<br>\nIm Vereinigten K&ouml;nigreich lag der Wert der betroffenen Menschen mit 24,1 Prozent im Jahr 2014 knapp unter dem europ&auml;ischen Durchschnitt von 24,4 Prozent. Nach dem Brexit-Votum k&ouml;nnte die Arbeitslosigkeit laut Experten weiter steigen, vielen Briten droht eine Verschlechterung der wirtschaftliche Lage.<br>\nIn Deutschland ist ebenfalls ein Anstieg zu beobachten: Demnach waren im Jahr 2010 rund 16,0 Millionen Bundesb&uuml;rger betroffen, 2014 hingegen 16,5 Millionen. Insgesamt waren 2014 somit 20,6 Prozent der deutschen Bev&ouml;lkerung dem Risiko von Armut ausgesetzt. In den vergangenen zehn Jahren war der Wert nur im Jahr 2007 leicht h&ouml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/news\/2016-07\/03\/armut-mehr-menschen-in-europa-von-armut-bedroht-03083604\">zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die rosige Zukunft, die uns die EU in ihrer aktuellen Gestalt bringt? Witzig, dass der Kommentarbereich gar nicht erst er&ouml;ffent wurde. Nicht das sich noch jemand EU-kritisch &auml;u&szlig;ert. <\/em><br>\n<em>Wie in erw&auml;hntem Bericht auch zu lesen ist, ist dagegen in Island das Armutsrisiko in Europa am geringsten. Nur knapp elf Prozent der Isl&auml;nder mussten sich 2014 Sorgen um ihre wirtschaftliche Situation machen. Nun, die Isl&auml;nder haben auch keine Banken gerettet, sondern die Verantwortlichen vor Gericht gestellt. Zudem hat Island hatte ein EU-Beitrittsgesuch im vergangenen Jahr zur&uuml;ckgezogen. Ein kluges Volk.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Mehrheit will mehr Sozialstaat<\/strong><br>\nEine gro&szlig;e Mehrheit der Bundesb&uuml;rger macht sich Sorgen &uuml;ber die zunehmende soziale Ungleichheit. 82 Prozent sehen diese laut einer am Montag vorgestellten Studie der SPD-Nahen Friedrich-Ebert-Stiftung als zu gro&szlig; an. 76 Prozent bef&uuml;rchten, dass sich die soziale Spaltung der Gesellschaft negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirkt. Die Demoskopen des Instituts Infratest zeigten sich ob der Deutlichkeit der Zahlen &uuml;berrascht. &raquo;&Uuml;ber alle Schichten und politischen Pr&auml;ferenzen hinweg fordern die Menschen weniger Ungleichheit, bef&uuml;rworten sie die S&auml;ulen des Wohlfahrtsstaates sowie gleiche Rechte f&uuml;r Mann und Frau&laquo;, sagte Nico Siegel von Infratest. &raquo;Diese breite Einigkeit h&auml;tten wir so nicht erwartet.&laquo;<br>\nLaut der Studie fordern die meisten Menschen einen Ausbau des Sozialstaates. Etwa zwei Drittel sprachen sich f&uuml;r mehr &ouml;ffentliche Ausgaben in den Bereichen Gesundheit und Rente aus; 80 Prozent wollen mehr staatliche Leistungen die den Kitas zugute kommen, 91 Prozent dr&auml;ngen auf einen Ausbau des Schulbereichs. Mehr als vier F&uuml;nftel votierten zudem f&uuml;r eine kostenlose Betreuung von Kleinkindern in Kindertagesst&auml;tten. Dass sich hier die Frage der Finanzierung stellt, ist naheliegend &ndash; die meisten Menschen haben darauf eine Antwort: &Uuml;ber zwei Drittel der Befragten nannten h&ouml;here Steuern auf Verm&ouml;gen richtig, wenn damit der Wohlfahrtsstaat gest&auml;rkt werden k&ouml;nne. H&ouml;here Sozialabgaben und eine h&ouml;here Einkommensteuer sto&szlig;en dagegen auf nur geringe Zustimmungswerte. 83 Prozent sprachen sich stattdessen daf&uuml;r aus, untere und mittlere Einkommen zu entlasten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1017504.grosse-mehrheit-will-mehr-sozialstaat.html\">neues deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offensichtlich kennt die gro&szlig;e Mehrheit der Bev&ouml;lkerung den hiesigen Zustand des Sozialstaats besser als die gro&szlig;e Mehrheit der politischen Repr&auml;sentanten. Das ist ein insgesamt erfreuliches Studien-Ergebnis.<\/em><br>\nMehr &uuml;ber die Studie k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/www.fes.de\/de\/gute-gesellschaft-soziale-demokratie-2017plus\/artikel-in-gute-gesellschaft-17\/die-zukunft-des-wohlfahrtsstaates\/\">hier<\/a> erfahren.\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zahl der Zweitjobber steigt um eine Million an<\/strong><br>\nEs trifft jeden 12. Arbeitnehmer: 2014 gab es 1,4 Millionen Besch&auml;ftigte mit Nebenjob, im vergangenen Jahr stieg die Anzahl auf 2,5 Millionen an. Mehr als die H&auml;lfte der Betroffenen sind Frauen.<br>\nDie Zahl der Besch&auml;ftigten mit einem Minijob neben ihrer Hauptt&auml;tigkeit ist deutlichgestiegen. Die Zahl der Arbeitnehmer, die neben einer sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung zus&auml;tzlich in einem Minijob t&auml;tig waren, ist von rund 1,4 Millionen im Jahr 2004 auf knapp 2,5 Millionen im Jahr 2015 gestiegen. Das berichten die &ldquo;Ruhr Nachrichten&rdquo; unter Berufung auf Daten der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit.<br>\nDamit habe rund jeder zw&ouml;lfte Arbeitnehmer in Deutschland (8,1 Prozent) zus&auml;tzlich einen Minijob. Zum Stichtag 30. Juni 2015 wurden demnach 2,47 Millionen sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte mit zus&auml;tzlichem Minijob gez&auml;hlt. Davon waren rund 1,4 Millionen Frauen (56,1 Prozent) und 1,08 Millionen M&auml;nner (43,9 Prozent).<br>\n&ldquo;F&uuml;r immer mehr Besch&auml;ftigte reicht ihr Einkommen aus einem Job nicht aus und sie m&uuml;ssen sich mit einem Minijob etwas dazu verdienen&rdquo;, sagte die Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann (Linke).In Baden-W&uuml;rttemberg stieg die Zahl von 262.000 im Jahr 2004 auf 455.223 im vergangenen Jahr, in Bayern von 262.661 auf 504.390, in Nordrhein-Westfalen von 313.780 auf 532.266 und in Niedersachsen von 122.667 auf 233.408.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article156786421\/Zahl-der-Zweitjobber-steigt-um-eine-Million-an.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sch&ouml;nes deutsches Jobwunder. Wie der alte Witz aus den USA, &ldquo;Bill Clinton created 12 million jobs, and I have three of them&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>EU-Kommission will Entwicklungshilfe f&uuml;r Milit&auml;r ausgeben<\/strong><br>\nFrieden und wirtschaftliche Entwicklung h&auml;ngen eng zusammen &ndash; das ist das offizielle Mantra der EU. Jetzt aber will die Kommission beides auf eine Art vermengen, die sowohl rechtlich als auch politisch heikel ist: Mittel aus der Entwicklungshilfe sollen daf&uuml;r genutzt werden, das Milit&auml;r und die Sicherheitskr&auml;fte von Krisenstaaten zu unterst&uuml;tzen.<br>\nEine entsprechende &Auml;nderung des sogenannten Instruments f&uuml;r Stabilit&auml;t und Frieden (ISP) will die EU-Kommission voraussichtlich am Dienstag in Stra&szlig;burg beschlie&szlig;en und dann dem Europaparlament und dem Rat der EU-Mitgliedstaaten vorlegen.<br>\nDas ISP ist laut Kommission &ldquo;eines der wichtigsten Instrumente f&uuml;r die Au&szlig;enhilfe&rdquo;, es verf&uuml;gt f&uuml;r die Jahre 2014 bis 2020 &uuml;ber ein Budget von rund 2,3 Milliarden Euro. Laut dem &Auml;nderungsentwurf, der SPIEGEL ONLINE vorliegt, sollen mit ISP-Mitteln k&uuml;nftig auch Milit&auml;rs unterst&uuml;tzt werden, sofern es um das &ldquo;&uuml;bergeordnete Ziel&rdquo; einer nachhaltigen Entwicklung gehe. Konkret genannt werden &ldquo;Ausbildung, Betreuung und Beratung, die Lieferung von Ausr&uuml;stung, die Verbesserung von Infrastruktur&rdquo;.<br>\nWie viel Geld f&uuml;r die Milit&auml;rhilfe ausgegeben werden und woher es kommen soll, steht in dem Entwurf nicht. Ideen aber gibt es. So hat der EU-Generaldirektor f&uuml;r Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, Fernando Frutuoso de Melo, in einem Rundschreiben vom November 2015 vorgeschlagen, Geld aus anderen T&ouml;pfen umzuwidmen. F&uuml;r die Jahre 2016 bis 2018 k&ouml;nnten rund 100 Millionen Euro an ungenutzten Mitteln aus dem Instrument f&uuml;r Entwicklungszusammenarbeit entnommen werden, das eigentlich zur Bek&auml;mpfung von Armut gedacht ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/eu-kommission-will-militaer-mit-entwicklungshilfe-staerken-a-1101301.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Sind die eigentlich nur noch wahnsinnig?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Breedlove-Mails<\/strong><br>\nDie Enth&uuml;llungsplattform The Intercept berichtet, gehackte Mails des ohnehin als Hardliner bekannten Philip Breedlove, bis k&uuml;rzlich noch NATO-Oberkommandierender in Europa, w&uuml;rden zeigen, dass er systematisch versucht habe, Pr&auml;sident Barack Obama auf einen sch&auml;rferen Eskalationskurs gegen&uuml;ber Russland zu dr&auml;ngen: &bdquo;Gen. Philip Breedlove, until recently the supreme commander of NATO forces in Europe, plotted in private to overcome President Barack Obama&rsquo;s reluctance to escalate military tensions with Russia over the war in Ukraine in 2014, according to apparently hacked emails from Breedlove&rsquo;s Gmail account that were posted on a new website called DC Leaks. [&hellip;] Breedlove attempted to influence the administration through several channels, emailing academics and retired military officials, including former NATO supreme commander Wesley Clark, for assistance in building his case for supplying military assistance to Ukrainian forces battling Russian-backed separatists.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/07\/02\/breedlove-mails\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Euch sollte es doch mal besser gehen<\/strong><br>\nBis vor Kurzem hatten wir nur Sorge, dass unsere Kinder zu verw&ouml;hnt sein k&ouml;nnten und an zu vielen M&ouml;glichkeiten verzweifeln. Das hat sich brutal ge&auml;ndert.<br>\nIch habe zwei Kinder, eine Tochter, einen Sohn, fast 16 und 13 Jahre alt. Sie sind nicht mehr klein, sie sind noch nicht gro&szlig;, sie wachsen, wie man wohl sagt, beh&uuml;tet auf, aber sie bekommen vieles mit. Sie sehen abends die Nachrichten, sie sind im Netz unterwegs. H&ouml;ren von Putin, von Trump, von Erdo&#287;an. Und manchmal fragen sie mich, in letzter Zeit h&auml;ufiger: Spinnen die eigentlich alle?  [&hellip;]<br>\nNat&uuml;rlich hatte ich Sorge vor Terroranschl&auml;gen auch bei uns, mir war klar, dass wir uns mit Ausl&auml;nderfeinden und Rassisten herumschlagen m&uuml;ssen. Aber das Grundlegende, die Fundamente, die wichtigsten Spielregeln? Die schienen nicht mehr bedroht. Und dann hat Putin die Krim erobert. Dann hat die Regierung in Polen das h&ouml;chste Gericht des Landes entmachtet, wie zuvor schon die Regierung in Ungarn. Und nun sieht es pl&ouml;tzlich fast so aus, als k&ouml;nne die Europ&auml;ische Union zerbrechen. [&hellip;]<br>\nGewalt ist heute zum Gl&uuml;ck verp&ouml;nt und ge&auml;chtet, au&szlig;er in den Schattenreichen am Rande der Gesellschaft. Doch nun kommt das Autorit&auml;re mit Macht zur&uuml;ck, und auch die Gewalt. Und ein wenig bang frage ich mich jetzt, ob wir unsere Kinder eigentlich auch darauf vorbereitet haben, auf die Auseinandersetzung mit Leuten und M&auml;chten, die sich nicht an die Regeln halten, die mit Gewalt drohen und Angst verbreiten. Wie Putin. Wie Erdo&#287;an. Wie Trump. Und deren Anh&auml;nger.<br>\nDenn vorher mussten sie gar nicht politisch sein. Warum auch? Die Abschaffung der Atomenergie? Ordnete Angela Merkel an. Das Ende der Wehrpflicht? Beschloss die Bundesregierung. Mehr Rechte f&uuml;r Schwule? Setzte das Verfassungsgericht durch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/28\/zukunft-kinder-brief\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.W.:<\/strong> Nach langem habe ich der ZEIT wieder eine Chance gegeben und wurde gleich beim ersten Artikel entt&auml;uscht &ndash; wie man in einem Artikel &uuml;ber Kinder so einen &ldquo;brutalen&rdquo; Spin zum Putin-Bashing unterbringen kann, ihn (unter anderen) quasi als &ldquo;Sensemann&rdquo; der n&auml;chsten Generation brandmarken will, ist f&uuml;r mich nahe an (NATO-) Propaganda! Und die &ldquo;orwellsche Manier&rdquo;, die Geschichte durch weglassen der Vorgeschichte umzudeuten, als h&auml;tte es nie einen Merkel-Ausstieg vom Rot-Gr&uuml;n Ausstieg vor dem Fukushima-Ausstieg nie gegeben, zeugt mehr von redaktioneller Hofberichterstattung denn warheitsgetreuem Journalismus.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Sorgen der oberen Mittelschicht m&ouml;chte man einmal haben &ndash; Wefing ist stellvertretender Ressortleiter Politik bei der Zeit und kann sich so vermutlich &uuml;ber ein sechsstelliges Jahresgehalt freuen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Auf der &Uuml;berholspur<\/strong><br>\nEs geht aufw&auml;rts mit mir. Mein Name ist kein Hemmnis, kein Hindernis mehr. Ich k&ouml;nnte mit ihm sogar Teil der AfD werden, ohne dass sich jemand der Herkunft meines Nachnamens widmen w&uuml;rde. Das war aber vor etlichen Jahren noch anders. Mein Vater h&auml;tte mit demselben Namen niemals einen Aufnahmeantrag f&uuml;r die NPD geschickt bekommen. Nat&uuml;rlich nicht. Selbst der deutsche Durchschnittsb&uuml;rger, der unverd&auml;chtig etwaiger solcher Mitgliedschaften war, hatte immer auch ein Interesse daran, sich dar&uuml;ber zu erkundigen, ob denn mein alter Herr nach Renteneintritt wieder zur&uuml;ck ginge nach Spanien. Fast vierzig Jahre in diesem Lande und die Leute hatten sich noch immer nicht an sein Dasein gew&ouml;hnt. Jetzt ist das anders, ich als zweite Generation bin nun akzeptiert, aufgenommen im Volksk&ouml;rper. Werde nicht gleich aussortiert auf dem Stapel mit den Bewerbungsunterlagen in Personalb&uuml;ros. Daf&uuml;r danke ich. Nicht diesem weltoffenen Volk hier, nein, ich danke Kashib, Szymon und Metodi. Ihr Lieben, ihr seid die Streben der Leiter meines Aufstiegs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/07\/auf-der-uberholspur.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ukraine, Russland und Putin und die Berichterstattung in den deutschen Medien<\/strong><br>\nKaum jemand im deutschen Establishment traut sich gegen eine einseitige Berichterstattung &uuml;ber die Ukrainekrise, Russland und Putin in Rundfunk und Presse die Stimme zu erheben. Einer, der dies besonders engagiert tut, ist der Schriftsteller und promovierte Jurist Wolfgang Bittner. Bittner war Mitglied im WDR-Rundfunkrat und im Bundesvorstand des Verbandes deutscher Schriftsteller. Nun hat er seine Kritik in Buchform geb&uuml;ndelt: &bdquo;Die Eroberung Europas durch die USA. Eine Strategie der Destabilisierung, Eskalation und Militarisierung am Beispiel der Ereignisse in der Ukraine&ldquo;. Armin Siebert hat Wolfgang Bittner interviewt.<br>\n<div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6864\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-34082-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/mp3\/160705_Eroberung-Sputnikn-Intv-alt.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/mp3\/160705_Eroberung-Sputnikn-Intv-alt.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/mp3\/160705_Eroberung-Sputnikn-Intv-alt.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/mp3\/160705_Eroberung-Sputnikn-Intv-alt.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=34082-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/mp3\/160705_Eroberung-Sputnikn-Intv-alt.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"160705_Eroberung-Sputnikn-Intv-alt.mp3\">Download<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Rolf Hochhuth: Politik der Provokationen beenden<\/strong><br>\nEschwege. Geboren wurde Rolf Hochhuth 1931 in Eschwege: Mittlerweile lebt der international bekannte Dramatiker und Schriftsteller in Berlin. Im M&auml;rz erschien sein neuestes Buch, in dem er sich kritisch mit der Rolle der Nato auseinandersetzt. Dar&uuml;ber sprachen wir mit ihm.  (&hellip;)<br>\nDer Titel Ihres aktuellen Buches lautet &bdquo;Raus aus der Nato oder Finis Germaniae&ldquo;. Das klingt &auml;u&szlig;erst alarmierend.<br>\nHochhuth: Das ist &auml;u&szlig;erst alarmierend, dass die Bundesregierung zu schwach ist, zu verhindern, dass die Amerikaner bis 2019 in den Taunus nach B&uuml;chel 40 neue Raketen in Richtung Russland stellen. Putin nannte allein Berlin und Washington, die er atomar wegmacht, wenn die Drohungen der Amerikaner weitergehen. Die Amerikaner haben k&uuml;rzlich 100 Meter, nicht 100 Kilometer, vor Russland in Estland eine Nato-Parade veranstaltet. Frau Merkel konnte Gott sei dank noch verhindern, dass sich Deutsche daran beteiligen. Sie konnte aber nicht mehr verhindern, dass beim Nato-Flottenman&ouml;ver vor der Krim &ndash; ich frage mich, warum man&ouml;vrieren die Nato-Schiffe nicht vor Gibraltar, nein vor der Krim &ndash; ein deutscher Versorgungsdampfer mitmacht. Immerhin hat sie ja verhindert, dass ein deutsches Nato-Kriegsschiff darunter ist. Die Lage ist &auml;u&szlig;erst ernst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hna.de\/lokales\/witzenhausen\/eschwege-ort28660\/hna-interview-rolf-hochuth-6537558.html\">Hessische\/Nieders&auml;chsische Allgemeine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der Kampf um die Leserforen<\/strong><br>\nEinige Leitmedien haben bei Berichten zum Konflikt zwischen der Nato und Russland j&uuml;ngst kaum noch Leserforen freigeschaltet. Nun &auml;u&szlig;ern sich gegen&uuml;ber Telepolis erstmals die Chefredakteure von Spiegel Online, FAZ.net und S&uuml;ddeutsche.de zu den Hintergr&uuml;nden aus ihrer Sicht<br>\nDie zunehmenden Spannungen zwischen der Nato und Russland sind weiterhin eines der gro&szlig;en und viel diskutierten Themen in der &Ouml;ffentlichkeit &ndash; letztlich geht es um kaum weniger als Krieg und Frieden in Europa. Viele Menschen haben dazu eine Meinung, oft auch pers&ouml;nliche Erfahrungen, wollen sich &auml;u&szlig;ern und diskutieren.<br>\nEine Stichprobe bei Spiegel Online (SPON), sowie bei der Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ.net) ergab nun jedoch, dass f&uuml;r den Zeitraum vom 1. bis 19. Juni nur bei gut 10 Prozent der Artikel zu diesem Thema Leserforen freigeschaltet waren. Dieser Anteil lag bei SPON und FAZ.net etwa gleich hoch. Anders gesagt: Gut 90 Prozent aller Berichte und Analysen zum Konflikt zwischen der Nato und Russland konnten die Leser dort nicht diskutieren.<br>\nAus den Erfahrungen mit Leserforen seit Ausbruch der Ukrainekrise ist bekannt, dass die Leser sehr oft kontr&auml;r zum Tenor der Leitmedien argumentieren. Zweifellos geht es in diesem Zusammenhang auch um Deutungshoheit: Wer bestimmt das &ouml;ffentliche Bild bei einem politischen Konflikt? Wenn ein ma&szlig;geblicher Anteil der Leser &ndash; eventuell sogar die Mehrheit &ndash; dauerhaft zu anderen Interpretationen gelangt, als Journalisten der f&uuml;hrenden Medien, dann entsteht Erkl&auml;rungsbedarf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48726\/1.html\">Paul Schreyer auf heise online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte &ndash; Stimmt noch einmal ab!<\/strong><br>\nWenn ein kerneurop&auml;ischer Staat wie England die EU verl&auml;sst, dann ist das mehr als ein Betriebsunfall. Das Vertrauen der Welt in die politische und wirtschaftliche Stabilit&auml;t Europas w&uuml;rde auf Dauer besch&auml;digt, das au&szlig;enpolitische Gewicht der Union halbiert. Denn wenn der eigene Laden auseinanderfliegt, ist das ein &uuml;berdeutliches Zeichen von Schw&auml;che und diplomatisch-politischer Inkompetenz.<br>\nWer daher will, dass Europa Zukunft hat, muss versuchen, den Brexit zu verhindern &ndash; und nicht, ihn zu beschleunigen. Allerdings darf das nur demokratisch geschehen. Das hei&szlig;t, dass die Briten noch einmal die Chance bekommen m&uuml;ssen, gegen den Brexit zu stimmen. Warum? Weil das aktuelle Referendum unter drei Bedingungen stattgefunden hat, die verhindern, dass direkte Demokratie zu einer sinnvollen Erg&auml;nzung repr&auml;sentativer Systeme wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-06\/brexit-referendum-demokratie-eu-wiederholung\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Leider ist einfach alles Schlechte wahr, was &uuml;ber das Demokratieverst&auml;ndnis der herrschenden Eliten in der EU und ihrer juristischen und publizistischen Apologeten gesagt wird. Demokratie gilt nur solange, wie das Ergebnis passt. Wenn nicht, einfach solange abstimmen bis es passt oder wie im Falle des Freihandelsabkommens Ceta einfach gar nicht erst abstimmen lassen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33996\">Liebe Eliten, Ihr spielt mit dem Feuer und treibt Europa in den Untergang!<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-34082","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34082","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=34082"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34082\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34085,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34082\/revisions\/34085"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=34082"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=34082"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=34082"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}