{"id":34097,"date":"2016-07-06T08:30:14","date_gmt":"2016-07-06T06:30:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34097"},"modified":"2016-07-06T08:30:14","modified_gmt":"2016-07-06T06:30:14","slug":"hinweise-des-tages-2660","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34097","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34097#h01\">CETA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34097#h02\">Ihr k&ouml;nnt nicht glauben, ihr w&auml;rt das Volk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34097#h03\">Syrien schlagen, um Iran zu treffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34097#h04\">Eine Alternative zum Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34097#h05\">Gro&szlig;britannien ist bereits die gr&ouml;&szlig;te Steueroase weltweit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34097#h06\">7,02 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34097#h07\">Berlin ist Hauptstadt der Aufstocker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34097#h08\">Europa unter der Staubglocke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34097#h09\">Deutsche Industrie sieht Rohstoffversorgung in Gefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34097#h10\">Immobilienmarkt: Bund verkauft Gros seiner Wohnungen an private Investoren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34097#h11\">Autobahnprivatisierung: Offener Brief an die Ministerpr&auml;sidentinnen und Ministerpr&auml;sidenten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34097#h12\">Der Nachtzug geht vor die subventionierten Hunde des freien Marktes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34097#h13\">EU-US-Datentransfer: EU-Kommission will Datensch&uuml;tzer beim Privacy Shield au&szlig;en vorhalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34097#h14\">Waffenexporte steigen auch 2016 unter Gabriel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34097#h15\">Neue EU-Richtlinie: Mit Netzsperren gegen Terror<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34097#h16\">250 Millionen Kinder wachsen in Konfliktregionen auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34097#h17\">Denkpause im Bundestag!?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34097#h18\">ARD-Magazin Fakt und das Schattenfechten gegen den Kreml<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>CETA<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Malmstr&ouml;m weiter f&uuml;r Einf&uuml;hrung durch die Hintert&uuml;r<\/strong><br>\nDie EU-Kommission wird dem europ&auml;ischen Rat empfehlen, CETA als gemischtes Abkommen einzustufen, das der Zustimmung der nationalen Parlamente bedarf. Das hat EU-Handelskommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m heute bekannt gegeben. Sie verwies zugleich auf die M&ouml;glichkeit, CETA noch vor Ratifizierung durch die nationalen Parlamente vorl&auml;ufig in Kraft treten lassen.&rdquo;Malmstr&ouml;m will also weiterhin die nationalen Parlamente aushebeln und CETA durch die Hintert&uuml;r einf&uuml;hren&rdquo;, sagt dazu Attac-Handelsexperte Roland S&uuml;&szlig;. &ldquo;Weil sie sich nicht frontal gegen die &ouml;ffentliche Meinung durchsetzen kann, setzt sie auf die vorl&auml;ufige Anwendung des EU-Kanada-Abkommens, noch bevor die Abgeordneten in den Mitgliedsl&auml;ndern dar&uuml;ber beraten und abstimmen k&ouml;nnen. Dieser Einf&uuml;hrung von CETA durch die Hintert&uuml;r werden wir uns weiterhin entschieden mit unseren Aktionen entgegenstellen.&rdquo;Unter dem Motto &ldquo;CETA und TTIP stoppen! &ndash; F&uuml;r einen gerechten Welthandel!&rdquo; ruft Attac zusammen mit vielen B&uuml;ndnispartnern dazu auf, den Widerstand gegen CETA und TTIP, das Abkommen mit den USA, am 17. Septemer in die Breite zu tragen: mit bundesweit sieben Gro&szlig;demonstrationen in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, K&ouml;ln, Leipzig, M&uuml;nchen und Stuttgart. Erwartet werden insgesamt weit mehr als 100.000.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/ceta-malmstroem-weiter-einfuehrung-durch-die-hintertuer\/\">attac<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/trade.ec.europa.eu\/doclib\/press\/index.cfm?id=1524\">EU-Kommission<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.R.:<\/strong> Offensichtlich will die EU-Kommission die Konfusion nach dem Brexit nutzen, um bei CETA vollendete Fakten zu schaffen. Als &ldquo;gemischtes Abkommen&rdquo; k&ouml;nnten die zentralen Inhalte des Freihandelsvertrags schon rasch &ldquo;vorl&auml;ufig angewendet&rdquo; werden. Die Konflikte und die sozialen Spannungen in der EU werden weiter eskalieren.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Frau Malmstr&ouml;m ist offenbar auch eine Anh&auml;ngerin des Merkelschen Prinzips der &ldquo;marktkonformen Demokratie&rdquo;. Auf welche Regelung\/Vorschrift fu&szlig;t eigentlich ihre Annahme, dass CETA noch vor der Ratifizierung durch die nationalen Parlamente vorl&auml;ufig in Kraft treten k&ouml;nne?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Parlamente sollen doch &uuml;ber CETA abstimmen<\/strong><br>\nDer Bundestag und andere nationale EU-Parlamente sollen nun doch &uuml;ber das bereits ausgehandelte Freihandelsabkommen der EU mit Kanada (CETA) abstimmen. Die EU-Kommission beschloss, das Abkommen entgegen eines juristischen Gutachtens nicht als reine EU-Angelegenheit einzustufen.<br>\nDie EU-Kommission will die nationalen Parlamente der EU-Staaten doch &uuml;ber das Freihandelsabkommen CETA mit Kanada entscheiden lassen. Die EU-Beh&ouml;rde beschloss, von ihrer bisherigen Linie abzuweichen und das Abkommen als sogenannte gemischte Vereinbarung einzustufen.<br>\nZwar ben&ouml;tige das Abkommen aus Sicht der Kommission diese Zustimmung eigentlich nicht, wie EU-Handelskommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m in Stra&szlig;burg erkl&auml;rte. Allerdings sei dies eine juristische Bewertung. Politisch sei die Situation so, dass &ldquo;wir die Notwendigkeit verstehen, es als ein &lsquo;gemischtes&rsquo; Abkommen vorzuschlagen&rdquo;, f&uuml;gte Malmstr&ouml;m hinzu. Sogenannte gemischte Abkommen fallen in die Zust&auml;ndigkeit der EU und der Mitgliedstaaten gleicherma&szlig;en. Sie m&uuml;ssen deshalb zus&auml;tzlich zur Zustimmung im EU-Ministerrat und im Europaparlament &ndash; also auf EU-Ebene &ndash; auch noch in den einzelnen Mitgliedstaaten ratifiziert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/ceta-127.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des Lesers C. G.:<\/strong> Als Junckers &ldquo;Durchmarschieren&rdquo; deutlich wurde, habe ich einige Freunde, die nicht so kritisch sind, erneut auf die Gefahren hinzuweisen versucht, die f&uuml;r Arbeitnehmer und Sozialsysteme und Staatskassen im Allgemeinen hinter den sogenannten Freihandelsabkommen stecken. Prompt bekomme ich Antworten wie: &ldquo;Vielen Dank f&uuml;r Deinen Hinweis, aber es scheint doch alles gut zu werden&hellip;&rdquo; zusammen mit dem Link zum Beitrag der tagesschau vom 5.7.2016. <\/em><br>\n<em>Mir bleibt die Luft weg. Die Nebelkerzen scheinen ihre Wirksamkeit auch bei Leuten mit Hochschulabschluss nicht zu verfehlen, denn dass das Ablenkungsman&ouml;ver sind, um die Leute ruhig zu halten, ist nur zu offensichtlich. Dabei weist im Textteil der Meldung sogar die tagesschau darauf hin, dass das Abkommen &ldquo;zun&auml;chst provisorisch in Kraft treten&rdquo; soll &ndash; das hei&szlig;t die Parlamente k&ouml;nnen abnicken und h&ouml;chstenfalls den Teilen widersprechen, die einem gemischten Abkommen die nationalen Parlamente ber&uuml;hrt. Doch schon diese provisorische Geltung reicht Konzernen, um Staaten zu verklagen wie aktuelle Beispiele zeigen. Ferner f&auml;hrt unsere Regierung doch VOLL auf Kurs des Finanzkonzernerm&auml;chtigungsgesetzes zur Auspl&uuml;nderung unserer Staatskassen und Abbau des Sozialstaats, Altersvorsorge, Arbeitnehmerrechte etc&hellip; Ich kann nur allen dazu raten, wirklich nochmal dar&uuml;ber nachzudenken, was es hei&szlig;t &ndash; &ldquo;v&ouml;lkerrechtlich bindend&rdquo; und &ldquo;unk&uuml;ndbar&rdquo; (au&szlig;er beidseitig). Das mit dem gro&szlig;en Wachstum ist ein M&auml;rchen wie die &ldquo;bl&uuml;henden Landschaften in Ostdeutschland&rdquo; es waren. Dabei brauchen wir solche Abkommen nicht, um mit Kanada oder USA Handel zu treiben. Wenn man Industrie-Normierungen wenigstens abgekoppelt verhandeln w&uuml;rde von dem Investorenschutz (statt B&uuml;rgerschutz) und getrennte Abkommen erstellen w&uuml;rde, k&ouml;nnte man ja dar&uuml;ber reden.<\/em><br>\n<em>Wir m&uuml;ssen aufwachen, es geht um die n&auml;chsten Generationen. Noch k&ouml;nnen wir uns der Verfassungsklage von campact &amp; foodwatch anschlie&szlig;en oder wenigstens in Bayern das Volksbegehren unterschreiben, das ab 16.07. startet.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ihr k&ouml;nnt nicht glauben, ihr w&auml;rt das Volk<\/strong><br>\nF&uuml;r Nation und Heimat, gegen Oligarchie und Finanzelite: Linke Bewegungen wie Podemos und Nuit Debout klingen oft wie Rechtsradikale, sagt der Soziologe Didier Eribon. (&hellip;)<br>\nEribon: Die linke Politik steckt in einer schweren Krise, die sich seit Jahrzehnten angebahnt hat. Ich habe ein Buch dar&uuml;ber geschrieben, wie es dazu kommen konnte, D&rsquo;une r&eacute;volution conservatrice: In den Achtzigern haben linke Neokonservative mit Investorengeld Konferenzen organisiert, Seminare gegeben und mediale Debatten angezettelt mit dem Ziel, die Grenze zwischen rechts und links zu verwischen. Das war eine konzertierte Kampagne. Sie wollten all das abschaffen, worauf sich linkes Denken gr&uuml;ndet: den Begriff der Klasse, die soziale Determination, die Ausbeutung der Arbeitskraft etc. Heute sehen wir, dass sie zum gr&ouml;&szlig;ten Teil erfolgreich waren.<br>\nZEIT ONLINE: Woran sieht man das?<br>\nEribon: Das beste Beispiel ist die sozialistische Partei Frankreichs: Wenn man heute einem sozialistischen Politiker gegen&uuml;ber den Begriff der sozialen Klasse erw&auml;hnt, widerspricht er sofort und behauptet, so etwas existiere nicht mehr. Die franz&ouml;sischen Linken glauben das wirklich und sind jetzt ganz verbl&uuml;fft, weil sie feststellen, dass es doch noch eine Arbeiterklasse gibt. Es ist tragisch, dass die Arbeiter erst f&uuml;r den Front National, die AfD und den Brexit stimmen mussten, um auf sich aufmerksam zu machen. Der franz&ouml;sische Premierminister Manuel Valls hat die franz&ouml;sischen Demonstranten gerade abf&auml;llig &ldquo;die alte Linke&rdquo; genannt. Dabei ist es einfach die Linke. Das sind die Leute, die ihn gew&auml;hlt haben. Doch statt ihnen zuzuh&ouml;ren, will er das Land modernisieren, und alle wissen, was das hei&szlig;t: Abbau von Sozialleistungen, Einschr&auml;nkungen von Arbeitnehmerrechten und so weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2016-07\/didier-eribon-linke-angela-merkel-brexit-frankreich-front-national-afd-interview\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Dieses Interview enth&auml;lt viel Kluges, allerdings auch eine mittlerweile &uuml;bliche gewordene Vermischung der Begriffe Nation und Nationalismus. Wer sich auf die Nation beruft, gerade auch in Abgrenzung von der gegenw&auml;rtigen Politik der EU, gilt oft fast automatisch schon als &bdquo;Nationalist&ldquo;, also tendenziell rechtsradikal. Eribon sagt: &bdquo;Wir m&uuml;ssen versuchen, die EU zu ver&auml;ndern, auch wenn das vielleicht utopisch klingen mag. Die R&uuml;ckkehr zum Nationalismus ist keine L&ouml;sung.&ldquo; Tats&auml;chlich halten viele inzwischen eine Reform der EU im Sinne einer wirklich sozialen Politik f&uuml;r utopisch. Weiterhin fehlt eine breit sichtbare und mehrheitsf&auml;hige linke Alternative, ein &bdquo;linker Populismus&ldquo; &ndash; siehe auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31725\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/populismus-die-linke-muss-mehr-gefuehl-wagen-kolumne-a-1095478.html\">hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Postmaterialistischer Abgrund<\/strong><br>\nDer antikapitalistische Kern der Linken darf nicht durch kleinb&uuml;rgerlichen Liberalismus, Transgenderrechte und Tierschutz ersetzt werden. Ich kritisiere an den europ&auml;ischen sozialdemokratischen Parteien nun schon seit einigen Jahren, dass sie sich von den Arbeitnehmern entfernt haben und ihre Wertvorstellungen an einer liberalen st&auml;dtischen Mittelschicht ausrichten. F&uuml;r mich liegt genau hier die Wurzel der gegenw&auml;rtigen Krise der Linken. Meine Kritik an der liberalen Agenda kommt nicht aus einer konservativen Ecke. Ich habe mehrere philosophische B&uuml;cher &uuml;ber Sozialliberalismus und Neomarxismus geschrieben und unterst&uuml;tze die Agenda der postmodernen Linken, einschlie&szlig;lich ihres Eintretens f&uuml;r die Rechte der LGBTI-Gemeinde. Es ist jedoch auff&auml;llig, dass bei linksgerichteten Parteien post-materialistische Themen in den Vordergrund ger&uuml;ckt sind, und zwar h&auml;ufig zulasten von traditionellen sozialen und wirtschaftlichen Inhalten. Das ist ein strategischer Fehler, der die Linken in ganz Europa teuer zu stehen kommt. Sie b&uuml;&szlig;en damit die traditionelle W&auml;hlerschaft aus der Arbeiterschicht ein, und die Wechselw&auml;hler aus der Mittelschicht sind kein best&auml;ndiger Ersatz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/schwerpunkt-des-monats\/die-linke-global-wo-funktioniert-es\/artikel\/detail\/der-postmaterialistische-abgrund-1500\/\">IPG Journal<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Syrien schlagen, um Iran zu treffen<\/strong><br>\nEndlich belegt: Hillary Clinton befeuerte als Au&szlig;enministerin den B&uuml;rgerkrieg in Syrien. Dieses Dokument hat es in sich: UNCLASSIFIED U.S. Department of State Case No. F-2014-20439 Doc No. C05794498 Es handelt sich um ein Dokument, das Ende 2015 vom US-Au&szlig;enministerium freigegeben und k&uuml;rzlich &uuml;ber Wikileaks &ouml;ffentlich zug&auml;nglich gemacht wurde. Thema der Depesche: Der neue Iran und Syrien. Autorin: Hillary Clinton, damals US-Au&szlig;enministerin. (&hellip;) Vermutlich stammt der Text aus dem Jahr 2012. Behandelt wird darin die Frage, wie die USA Israel helfen k&ouml;nnten, mit der wachsenden nuklearen Gefahr des Irans umzugehen. Clinton schreibt, &raquo;der beste Weg (sei), dem syrischen Volk zu helfen, das Regime von Bashar Assad zu st&uuml;rzen&laquo;. (&hellip;) Sollte &raquo;Assad weg sein&laquo; und der Iran Israel nicht l&auml;nger durch seine Stellvertreter bedrohen, k&ouml;nnten sich die USA und Israel auf &raquo;rote Linien&laquo; einigen, wann das iranische Atomprogramm eine unakzeptable Schwelle &uuml;berschritten habe. &raquo;Kurz gesagt, das Wei&szlig;e Haus kann die Spannungen zwischen Israel und Iran l&ouml;sen, wenn es das Richtige in Syrien tut.&laquo; Die Rebellion in Syrien dauere schon l&auml;nger als ein Jahr, und weder werde die Opposition verschwinden noch werde das Regime eine diplomatische L&ouml;sung von au&szlig;en akzeptieren. Doch: &raquo;Wenn sein Leben bedroht ist und das seiner Familie, nur diese Drohung oder die Anwendung von Gewalt wird den syrischen Diktator Bashar Assad dazu bringen, seine Meinung zu &auml;ndern.&laquo;Clinton f&uuml;hrt weiter aus, dass ein Eingreifen in Syrien schwieriger sei als in Libyen, doch &raquo;ein Erfolg (&hellip;) w&uuml;rde ein gestalterisches Ereignis f&uuml;r den Mittleren Osten bedeuten.&laquo; Es w&uuml;rde nicht nur ein &raquo;skrupelloser Diktator von einer Massenopposition in den Stra&szlig;en hinweggefegt&laquo;, die Region w&auml;re auch besser, weil der Iran nicht l&auml;nger eine Basis im Mittleren Osten h&auml;tte, &raquo;von wo er Israel bedroht&laquo;. Dieser Plan erfordere &raquo;grundlegende diplomatische und milit&auml;rische F&uuml;hrung der USA&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/loginFailed.php?ref=\/2016\/07-06\/021.php\">Karin Leukefeld in der Jungen Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eine Alternative zum Euro<\/strong><br>\nDer BREXIT hat gezeigt, dass die EU nicht weitermachen kann wie bisher. Es ist an der Zeit, grundlegend umzusteuern. Wenn dies nicht geschieht, wird es zu unkontrollierten, konfrontativen oder gar explosiven Br&uuml;chen kommen. Um dem vorzubeugen, ist auch eine Kl&auml;rung der W&auml;hrungsfrage dringend und unumg&auml;nglich. Das ist eine Schl&uuml;sselfrage f&uuml;r die Zukunft der EU, wenn auch nicht die einzige &ndash; so die Botschaft des folgenden Aufrufs, der noch vor der BREXIT-Entscheidung formuliert wurde<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/eurexit.de\/aufruf\">Eurexit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Sollten wir nicht noch Wege suchen, um ohne Eurexit auszukommen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gro&szlig;britannien ist bereits die gr&ouml;&szlig;te Steueroase weltweit<\/strong><br>\nDer britische Finanzminister George Osborne will internationale Unternehmen mit einer massiven Steuersenkung von der Abwanderung abhalten. Der Gr&uuml;nen-Europaabgeordnete Sven Giegold h&auml;lt das f&uuml;r einen reinen Marketing-Gag. Damit versuche Gro&szlig;britannien, von den Folgen des Austritts aus der EU abzulenken, sagte Giegold im DLF. Giegold sagte weiter, viele Unternehmen nutzten bereits einen Niedrigsteuersatz. Die Europ&auml;ische Union m&uuml;sse den britischen Austritt nutzen, um die Steuervermeidung von Gro&szlig;konzernen zu beenden. &ldquo;Wir brauchen eine gemeinsame Steuerpolitik&rdquo;, so Giegold. Ein Mindeststeuersatz sei n&ouml;tig &ndash; und das sei ohne die Briten auch leichter zu erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/steuerpolitik-nach-dem-brexit-grossbritannien-ist-bereits.694.de.html?dram:article_id=359127\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>7,02 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen<\/strong><br>\n2,74 Millionen Arbeitslose gab es im April 2016. Doch mit rund 7,02 Millionen lebten mehr als zweieinhalbmal so viele Menschen in Deutschland von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen, darunter 1,96 Millionen Kinder und Jugendliche. Denn nur ein Teil derer, die staatliche Unterst&uuml;tzung ben&ouml;tigen, gilt auch als arbeitslos im Sinne der Statistik. Im Juni (teilweise aktuellste verf&uuml;gbare Werte durch Wartezeiten in der Statistik) gab es 2,74 Millionen Arbeitslose gem&auml;&szlig; der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA). Gleichzeitig lebten aber rund 7,02 Millionen Menschen von Arbeitslosengeld und\/oder Hartz-IV-Leistungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/702-millionen-menschen-leben-von-arbeitslosengeld-oder-hartz-iv-leistungen\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Berlin ist Hauptstadt der Aufstocker<\/strong><br>\nAllein in Berlin k&ouml;nnen demnach 60.621 Menschen nicht allein von ihrem Gehalt leben, sondern m&uuml;ssen sogenannte aufstockende Hartz-IV-Leistungen in Anspruch nehmen. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Jutta Krellmann (Die Linke) hervor, die der &bdquo;WirtschaftsWoche&ldquo; und &bdquo;Frontal 21&ldquo; vorliegt.In Hamburg beziehen demnach 18.797 sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte Hartz-IV-Leistungen, gefolgt von der Region Hannover (11.915), K&ouml;ln (10.233), Leipzig (8212), Frankfurt am Main (8093), M&uuml;nchen (7948), Bremen (6713), Dortmund (6529) und Dresden (5955).Bundesweit beziehen laut Bundesagentur f&uuml;r Arbeit rund 1,2 Millionen Menschen sogenannte &bdquo;Aufstockerleistungen nach dem Sozialgesetzbuch II&ldquo;, darunter 591.000 sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte. Vor allem bei Reinigungskr&auml;ften, Lagerarbeitern und Paketzustellern reicht das Geld den Daten zufolge oft nicht zum Leben aus. So mussten fast 85.000 Reinigungskr&auml;fte im September 2015 ihren Lohn durch Hartz-IV-Gelder aufstocken. Damit k&ouml;nnen 10,7 Prozent aller Reinigungskr&auml;fte nicht von ihrem Gehalt leben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/hartz-iv-berlin-ist-hauptstadt-der-aufstocker\/13819504.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Europa unter der Staubglocke<\/strong><br>\nEmissionen aus Kohlekraftwerken beeintr&auml;chtigen nicht nur die Luftqualit&auml;t in dem Land, wo sie entstehen, sondern werden auch &uuml;ber Grenzen verweht. Der WWF hat jetzt &ndash; zusammen mit anderen zwei anderen Organisation &ndash; in einer Studie untersucht, wie sich Feinstaub und andere Partikel aus den Kraftwerken auf die Gesundheit der europ&auml;ischen Bev&ouml;lkerung auswirken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wwf-studie-zu-kohlekraftwerken-europa-unter-der-staubglocke.697.de.html?dram:article_id=359180\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutsche Industrie sieht Rohstoffversorgung in Gefahr<\/strong><br>\nDie deutsche Industrie sieht ihre Versorgung mit wichtigen Rohstoffen gef&auml;hrdet. &bdquo;Die Politik muss das Thema Rohstoffsicherheit wieder auf die politische Agenda setzen&ldquo;, forderte der Pr&auml;sident des Industrieverbandes BDI, Ulrich Grillo, am Dienstag in Berlin. Wegen der Digitalisierung und der Energiewende steige die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen wie Seltenen Erden oder Lithium deutlich. &bdquo;Ausgerechnet f&uuml;r etliche dieser Rohstoffe ist die sichere Versorgung der Industrie in Gefahr&ldquo;, warnte Grillo. Die Regierung m&uuml;sse sich f&uuml;r den Abbau von Handelsbeschr&auml;nkungen einsetzen, um eine sichere Versorgung der Wirtschaft gew&auml;hrleisten zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201607054038\/kurzmeldungen\/aktuell1\/deutsche-industrie-sieht-rohstoffversorgung-in-gefahr.html\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Immobilienmarkt: Bund verkauft Gros seiner Wohnungen an private Investoren<\/strong><br>\nWenn der Bund Wohnungen verkauft, kommt nur der H&ouml;chstbieter zum Zug. So will es das Gesetz. Die Folge: Private Investoren angeln sich fast alle Objekte, Kommunen gehen fast immer leer aus. Der Bund verkauft nur einen geringen Teil der Wohnungen aus seinem Besitz an kommunale Gesellschaften. 96 Prozent aller Verk&auml;ufe der zust&auml;ndigen Bundesanstalt f&uuml;r Immobilienaufgaben (Bima) gehen an private Investoren, nur vier Prozent an Gebietsk&ouml;rperschaften, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervorgeht.&rdquo; Der Bund ist nach wie vor einer der gro&szlig;en Besitzer von Immobilien und Liegenschaften in Deutschland&rdquo;, sagt die stellvertretende Fraktionschefin der Linken, Caren Lay. Damit h&auml;tte die Bundesanstalt f&uuml;r Immobilienaufgaben theoretisch die M&ouml;glichkeit, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und Druck vom Mietenmarkt zu nehmen &ndash; etwa indem sie Immobilien g&uuml;nstig an Kommunen f&uuml;r die soziale Stadtentwicklung abgibt. Nach der Gesetzeslage kann die Bima allerdings gar nicht anders, als Immobilien grunds&auml;tzlich zum H&ouml;chstgebot zu verkaufen. Diese Praxis wurde in der Vergangenheit von verschiedenen Seiten kritisiert. &ldquo;Der Verkauf von Bundesimmobilien und bundeseigenen Fl&auml;chen ergibt &uuml;berhaupt nur Sinn, wenn er an Kommunen und nicht an Heuschrecken geht&rdquo;, sagt Lay. Laut Lay wurde keine einzige der ver&auml;u&szlig;erten Fl&auml;chen f&uuml;r neue Sozialwohnungen verwendet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/bund-verkauft-gros-seiner-wohnungen-an-private-investoren-a-1101266.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das ist in einer Zeit mit zu wenigen Sozialwohnungen und rasant steigenden Mieten ja eine ganz tolle Idee &hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Es ist sehr zu bezweifeln, ob der Verkauf von Wohnungen des Bundes &uuml;berhaupt einen Sinn macht. Im &uuml;brigen sind diese Art von Privatisierungen auch ein Opfer, das wir f&uuml;r die Schwarze Null aufbringen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Autobahnprivatisierung: Offener Brief an die Ministerpr&auml;sidentinnen und Ministerpr&auml;sidenten<\/strong><br>\nSehr geehrte Ministerpr&auml;sidentinnen, sehr geehrte Ministerpr&auml;sidenten, die Bundeskanzlerin hat Sie f&uuml;r den 7.7.2016 zu einem Kamingespr&auml;ch eingeladen. (&hellip;) Das anstehende Gespr&auml;ch erf&uuml;llt uns (&hellip;) mit gro&szlig;er Sorge: nach unserer Kenntnis will die Bundesregierung Sie dort vor Entscheidungen von gro&szlig;er Tragweite stellen. Konkret geht es um das Vorhaben der Autobahnprivatisierung, das die Bundesregierung als &bdquo;Reform der Auftragsverwaltung&ldquo; bezeichnet und zur Bedingung macht f&uuml;r ihre Zustimmung zu einer &bdquo;Gesamtpaket&ldquo;-Kompromissl&ouml;sung im Bund-L&auml;nder-Finanzausgleich. Was ist f&uuml;r Bund oder L&auml;nder die Autobahnprivatisierung wert?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/offener-brief-keine-vorfestlegung-auf-die-autobahnprivatisierung\/\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Nachtzug geht vor die subventionierten Hunde des freien Marktes<\/strong><br>\n&ldquo;Das Ende des Nachtzugs in Europa naht. Denn Politiker und Bahnchefs klagen, Nachtz&uuml;ge seien ein Verlustgesch&auml;ft. Doch die Lamm-Analyse zeigt: Nachtz&uuml;ge werden k&uuml;nstlich schlecht gemacht. Von Politik &ndash; und von den Bahnunternehmen selbst.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/daslamm.ch\/der-nachtzug-geht-vor-die-subventionierten-hunde-des-freien-marktes\/\">das Lamm<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Ein guter Beleg daf&uuml;r, dass nachhaltiges Verhalten und der Sinn f&uuml;r eine vern&uuml;nftige Verkehrspolitik und f&uuml;r die F&ouml;rderung des Schienenverkehrs nahezu ausgestorben ist. Die &Uuml;berschrift trifft den Kern sehr gut. Beim Schienenverkehr wie bei der gesetzlichen Rente &ndash; die privaten Konkurrenten, die Hunde des freien Marktes, werden subventioniert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>EU-US-Datentransfer: EU-Kommission will Datensch&uuml;tzer beim Privacy Shield au&szlig;en vorhalten<\/strong><br>\nBeim &uuml;berarbeiteten Entwurf f&uuml;r ein transatlantisches Datenschutzschild hat die EU-Kommission die europ&auml;ischen Datenschutzbeauftragten nicht um Rat gebeten. Aus ihren Reihen hei&szlig;t es nun, dies sei der Sache nicht angemessen. Neuer Wirbel um den geplanten Safe-Harbor-Nachfolger zum Datentransfer zwischen der EU und den USA: &Uuml;ber die j&uuml;ngst erg&auml;nzte, nachverhandelte Fassung f&uuml;r ein &ldquo;Privacy Shield&rdquo; habe die EU-Kommission den Kreis der europ&auml;ischen Datenschutzbeauftragten in Form der Artikel-29-Gruppe nicht einmal informiert, beklagte der Hamburgische Datensch&uuml;tzer Johannes Caspar gegen&uuml;ber heise online. Die angepasste, ins Internet entfleuchte Version sei dem Gremium zwar inzwischen bekannt. Die Br&uuml;sseler Regierungseinrichtung habe aber bei der Gruppe &ldquo;keine Stellungnahme hierzu abgefragt&rdquo;. (&hellip;) Ex-Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger riet ebenfalls davon ab, den USA &ldquo;einen Persilschein f&uuml;r ihre Massen&uuml;berwachung auszustellen&rdquo;. Die Bundesregierung sollte sich dem verweigern und eine &ouml;ffentliche Debatte &uuml;ber den Verhandlungsstand f&uuml;hren, forderte die Ex-Justiministerin und Vorstandsmitglied der liberalen Friedrich-Naumann-Stiftung. Die Hinterzimmerpolitik untergrabe das Vertrauen in die EU. Der neue Entwurf werde vor dem EuGH keinen Bestand haben, &ldquo;weil er mit unseren Grundrechten unvereinbar ist&rdquo;. Anfang Oktober hatten die Luxemburger Richter das Safe-Harbor-Abkommen kassiert, seitdem verhandeln Br&uuml;ssel und Washington &uuml;ber eine rechtssichere Grundlage f&uuml;r den Datenfluss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/EU-US-Datentransfer-EU-Kommission-will-Datenschuetzer-beim-Privacy-Shield-aussen-vorhalten-3255356.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Waffenexporte steigen auch 2016 unter Gabriel<\/strong><br>\nVersprochen hatte der Wirtschaftsminister eine restriktivere Handhabung der Waffenexporte. Doch die Regierung hat mehr genehmigt als im Vorjahr. (&hellip;) Nach den Rekordzahlen von 2015 sind deutsche R&uuml;stungsg&uuml;ter auch in diesem Jahr gefragt. Im ersten Halbjahr 2016 erteilte die Bundesregierung Waffenexporten im Wert von 4,029 Milliarden Euro eine Ausfuhrgenehmigung. Dies erfuhr die &ldquo;Welt&rdquo; aus Regierungskreisen. In der ersten Jahresh&auml;lfte 2015 hatten die Ausfuhren bei 3,455 Milliarden Euro gelegen. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) will die vorl&auml;ufigen Halbjahreszahlen f&uuml;r 2016 am Mittwoch pr&auml;sentieren, wenn auch der &ldquo;R&uuml;stungsexportbericht 2015&rdquo; im Kabinett ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article156813138\/Waffenexporte-steigen-auch-2016-unter-Gabriel.html\">Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Neue EU-Richtlinie: Mit Netzsperren gegen Terror<\/strong><br>\nDas EU-Parlament hat sich auf Anti-Terror-Richtlinien geeinigt, die Vorgaben f&uuml;r zuk&uuml;nftige Gesetze in den EU-L&auml;ndern sein k&ouml;nnten. Unter anderem ist vorgesehen, Webseiten mit terroristischen Inhalten zu l&ouml;schen. Kritiker bef&uuml;rchten, dass dadurch der Zensur im Netz die T&uuml;ren ge&ouml;ffnet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/neue-eu-richtlinie-mit-netzsperren-gegen-terror.1773.de.html?dram:article_id=359148\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Dazu: Sagt Hallo zu Netzsperren: Innenausschuss des EU-Parlaments beschlie&szlig;t EU-Terrorismusrichtlinie<\/strong><br>\nDie EU-Abgeordnete Monika Hohlmeier hat sich durchgesetzt: In der geplanten EU-Terrorismusrichtlinie, die heute vom Innenausschuss des EU-Parlaments abgesegnet wurde, sind weiterhin Netzsperren enthalten. Einen Nachweis f&uuml;r deren Wirksamkeit liefert sie jedoch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/sagt-hallo-zu-netzsperren-innenausschuss-des-eu-parlaments-beschliesst-eu-terrorismusrichtlinie\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>250 Millionen Kinder wachsen in Konfliktregionen auf<\/strong><br>\nDas UNO-Kinderhilfswerk Unicef prangert an: Noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg litten so viele Kinder unter den Folgen von Konflikten, Krisen und Naturkatastrophen wie heute. Jedes neunte Kind wachse in einer Kriegsregion auf &ndash; mit fatalen Folgen f&uuml;r die Zukunft. Au&szlig;erdem richte sich Gewalt zunehmend gezielt gegen Minderj&auml;hrige. &ldquo;Wir haben es mit einer neuen &Auml;ra humanit&auml;rer Krisen zu tun, in der eine &lsquo;Generation der Kriegs- und Krisenkinder&rsquo; aufw&auml;chst&rdquo;, sagte der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von Unicef Deutschland, Christian Schneider. Rund 250 Millionen Jungen und M&auml;dchen lebten in einer Umgebung, in der Gewalt und bewaffnete Konflikte &uuml;ber einen langen Zeitraum ihrer Kindheit zum Alltag geh&ouml;ren. Im vergangenen Jahr seien 16 Millionen Babys in Krisengebieten geboren worden. (&hellip;) Schneider betonte, im Krieg breche das Grundvertrauen der Kinder zusammen. Unicef sch&auml;tzt, dass 20 Prozent der Kinder, die vom Konflikt in Nahost betroffen sind, leichte bis moderate psychische Probleme entwickeln k&ouml;nnten. Drei bis vier Prozent von ihnen drohten schwere psychische Probleme, wenn sie keine Hilfe erhielten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/unicef-jahresbericht-250-millionen-kinder-wachsen-in.1818.de.html?dram:article_id=359173\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Denkpause im Bundestag!?<\/strong><br>\nDie &ouml;ffentlichen Proteste haben offenbar gewirkt: Der Bundestag wird am 8. Juli nicht wie geplant &uuml;ber die umstrittene AMG-Novelle abstimmen, die ja fremdn&uuml;tzige Arzneimitteltests an Menschen mit Demenz legitimieren soll. Dies erfuhren wir heute, am 5. Juli 2016, aus gut unterrichteten Kreisen, verortet im Parlament. Nun soll voraussichtlich Mitte September entschieden werden. BioSkop findet die selbst verordnete Denkpause richtig gut und empfiehlt allen, insbesondere auch den Abgeordneten und Verb&auml;nden: Nutzen Sie die neue Zeit &ndash; machen Sie sich schlau und lesen Sie zu den Hintergr&uuml;nden, Interessen und Konflikten auch unsere Hinweise, Links und Spuren, die wir fortgesetzt auf unserer Website ver&ouml;ffentlichen werden &ndash; siehe Texte und Brief unterm Strich und demn&auml;chst auch in einem speziellen Dossier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bioskop-forum.de\/\">BioSkop e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Wernicke:<\/strong> Ein wichtiger Teilerfolg der Zivilgesellschaft, der Beachtung verdient.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Klinische Studien: Versuchspersonen mit Demenz?<\/strong><br>\nGeht es nach dem Willen der schwarz-roten Bundesregierung, so sollen Menschen mit Demenz k&uuml;nftig an Arzneimitteltests teilnehmen, die ihnen gesundheitlich nichts n&uuml;tzen k&ouml;nnen. Arzneimitteltests teilnehmen, die ihnen gesundheitlich nichts n&uuml;tzen k&ouml;nnen. Den Weg zur Teilnahme an klinischen Pr&uuml;fungen im Interesse Dritter soll eine Vorabverf&uuml;gung bahnen, die potenzielle ProbandInnen fr&uuml;her geschrieben haben, als sie noch einwilligungsf&auml;hig waren &ndash; allerdings ohne bei der vorab erkl&auml;rten Zustimmung zu wissen, f&uuml;r welche konkreten Forschungsprojekte sie sich sp&auml;ter zur Verf&uuml;gung stellen. Das politische Vorhaben ist ein Tabubruch &ndash; und umstritten, auch in der medizinischen Fachwelt. Dennoch soll der Bundestag wom&ouml;glich schon am 8. Juli (Tagesordnungspunkt 35) entscheiden. Derweil hat der Deutsche &Auml;rztetag &raquo;die politischen Entscheidungstr&auml;ger&laquo; aufgefordert, &raquo;Verfahren zur Entscheidungsassistenz&laquo; f&uuml;r nichteinwilligungsf&auml;hige PatientInnen und ProbandInnen &raquo;strukturell und finanziell zu unterst&uuml;tzen&laquo;. Grundlage ist eine nebul&ouml;se Stellungnahme, vorgelegt von der Zentralen Ethikkommission bei der Bundes&auml;rztekammer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bioskop-forum.de\/files\/keine_ausweitung_fremdnuetziger_forschung_bei_einwilligungsunfaehigen.pdf\">BioSkop e.V.<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>ARD-Magazin Fakt und das Schattenfechten gegen den Kreml<\/strong><br>\nNach der faktenlosen Sendung &uuml;ber den Kriegsreporter Mark Bartalmai hat das Nachrichtenmagazin &ldquo;Fakt&rdquo; nun nochmal den ganz gro&szlig;en Angriff gestartet und versucht, den Propaganda-Krieg nachzuweisen, mit dem der Kreml die Gehirne der europ&auml;ischen Zuschauer waschen will. In der Sendung vom 4. Juli 2016 &ndash; &ldquo;Spiel im Schatten. Putins unerkl&auml;rter Krieg gegen den Westen&rdquo; &ndash; wird dabei von einem Schattenkrieg gesprochen, und mir stellt sich schon das erste R&auml;tsel, n&auml;mlich wie Propaganda, die ja eigentlich vor allem &uuml;ber eine breite &Ouml;ffentlichkeit, wie sie etwa ARD und ZDF genie&szlig;en, im Schatten wirksam werden soll. Fakt hat dazu vermeintliche Beweispunkte gesammelt, die ich hier der Reihe nach pr&uuml;fen m&ouml;chte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48739\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> &bdquo;Fakt&ldquo; ist mittlerweile als Kalter Krieger unter den Magazin-Sendungen der &Ouml;ffentlich-Rechtlichen ein &bdquo;w&uuml;rdiger&ldquo; Nachfolger von Gerhard L&ouml;wenthals &bdquo;ZDF-Magazin&ldquo;. Es ist wichtig und richtig diese Propaganda zu durchleuchten. Dabei sollte man es sich jedoch auch nicht zu einfach machen, denn einige der Vorw&uuml;rfe der Sendung sind zumindest im Kern nicht vollkommen falsch. Im &bdquo;Fall Lisa&ldquo; haben die russischen Medien beispielsweise in der Tat ein erb&auml;rmliches Bild abgeliefert und wollten offenbar die PR-Maschinerie des Westens mit deren eigenen Waffen schlagen. Das musste schief gehen. Und auch die &bdquo;Reinwaschung&ldquo; der im Artikel genannten &bdquo;unabh&auml;ngigen Portale&ldquo; ist leider oberfl&auml;chlich und zudem gef&auml;hrlich. Die &bdquo;Infokrieger&ldquo; sind eben keine vollkommen harmlose Friedensbewegung, die 2001 einfach vom Himmel gefallen ist, sondern Kinder aus dem Fleisch reaktion&auml;rer amerikanischer Gruppierungen. Dazu gab es auf Telepolis <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/29\/29433\/1.html\">2008<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/29\/29573\/1.html\">2009<\/a> zwei sehr informative Analysen und auch heute noch stehen Teile der Infokrieger-Szene weniger f&uuml;r &bdquo;die Friedensbewegung&ldquo;, sondern eher f&uuml;r unsinnige Verschw&ouml;rungstheorien (Chemtrails, HAARP, Reichsb&uuml;rger etc.) und einem Libertarismus amerikanischer Pr&auml;gung, der den Staat verdammt und den Waffenbesitz vollkommen liberalisieren will.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-34097","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34097","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=34097"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34097\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34100,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34097\/revisions\/34100"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=34097"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=34097"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=34097"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}