{"id":3411,"date":"2008-08-19T09:09:39","date_gmt":"2008-08-19T07:09:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3411"},"modified":"2008-08-19T09:13:49","modified_gmt":"2008-08-19T07:13:49","slug":"hinweise-des-tages-716","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3411","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Kaukasus-Konflikt und die neue Au&szlig;enpolitik <\/li>\n<li>Deutsche Wirtschaftspolitik f&uuml;hrt die Euro-Zone in eine Zerrei&szlig;probe <\/li>\n<li>Irrwitzige deutsche Wirtschaftspolitik<\/li>\n<li>Datenklau und Datenschutz<\/li>\n<li>Wasser- und Strompreise<\/li>\n<li>Bahn auf B&ouml;rsenkurs &ndash; h&ouml;here Gewinne und h&ouml;here Fahrpreise<\/li>\n<li>Gesundheitskosten <\/li>\n<li>Werbetr&auml;ger der INSM<\/li>\n<li>Aus den Niederungen der Politik<\/li>\n<li>Ypsilanti eine Gefahr f&uuml;r die Union<\/li>\n<li>Die Linke &ndash; Kein Programm aber konkrete Forderungen<\/li>\n<li>Besiegt Humboldt das Kapital?<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3411&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Joschka Fischer: Ich bin immer noch ein Linker!<\/strong><br>\nFischer: Obama umgibt &uuml;berhaupt kein Nebel. Ich teile das &uuml;berhaupt nicht. Seine Rede in Berlin war Klartext. Er hat den Europ&auml;ern gesagt: Mit mir wird in Zukunft gemeinsam entschieden und dann gemeinsam gek&auml;mpft, und wenn es sein muss, auch gemeinsam gestorben. Die Arbeitsteilung: Wir k&auml;mpfen und ihr baut auf, die wird so nicht mehr funktionieren&hellip;\n<p>Ich war mit dem SPD-Politiker Ulrich Klose der Einzige, der sich getraut hat, &ouml;ffentlich daf&uuml;r einzutreten, dass wir uns im S&uuml;den Afghanistans mehr engagieren sollten, wissend um die Risiken. Faktisch treiben wir die Allianz in eine coalition of the willing mit unserer Verweigerung. Gerade f&uuml;r Deutschland ist das ein gro&szlig;er Fehler, wir werden international sehr viel Einfluss verlieren, ja, haben ihn schon verloren. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr mir diese Geisteshaltung auf die Nerven geht, diese Form der billigen Kritik der Europ&auml;er an den USA, um dann sofort wieder auf das Trittbrett aufzuspringen und sicherheitspolitisch mitzufahren&hellip;<\/p>\n<p>Man kritisiert die USA, aber unternimmt nichts bis kaum etwas, um die europ&auml;ische Macht zu entwickeln und daf&uuml;r mehr Verantwortung und mehr Risiken in Kauf zu nehmen. Das ist Kritik aus dem Lehnstuhl heraus, wissend darum, dass, wenn es ernst wird, der gro&szlig;e Bruder von der anderen Seite des Atlantiks uns schon helfen wird. Das geht mir v&ouml;llig gegen den Strich. Da verstehe ich die Kritik der Amerikaner und bewundere sie, dass das nicht sehr viel mehr in Verachtung gegen&uuml;ber den Europ&auml;ern umschl&auml;gt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2008\/34\/Fischer-Interview\">Die Zeit<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Gemeinsam entscheiden und dann gemeinsam gek&auml;mpft und gestorben. Dieses Weltbild unseres fr&uuml;heren obersten Chefdiplomaten ist bezeichnend f&uuml;r die Entwicklung auch des deutschen, au&szlig;en- und sicherheitspolitischen Denkens. Krieg und Sterben nicht mehr als ultima ratio, sondern als ganz normales Mittel zur Durchsetzung der Entscheidungen, die man wohlgemerkt nicht in der UNO, sondern vielleicht im westlichen B&uuml;ndnis trifft. <\/em><\/p>\n<p>Nichts mehr mit Diplomatie, nichts mehr mit Ber&uuml;cksichtigung der Interessen und Geschichte der anderen, nichts mehr mit Verst&auml;ndigung, nichts mehr mit fairem Aushandeln von fairen Kompromissen.<\/p>\n<p>Wenn die Deutschen und die Europ&auml;er da nicht mitmachen, sind sie nur noch der Verachtung der Amerikaner wert. Man muss &bdquo;europ&auml;ische Macht&ldquo; entwickeln!!<br>\nIn schlimmer Erinnerung k&ouml;nnte man auch &uuml;bersetzen: Europa muss seinen &bdquo;Platz an der Sonne&ldquo; erk&auml;mpfen. Joschka Fischer als &bdquo;Willem Drei&ldquo; also: Konfrontatives Weltmachtdenken wie zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Es kann einem angst und bange werden. Fehlt nur noch ein Gr&ouml;FaZ (gr&ouml;&szlig;ter Feldherr aller Zeiten).<\/p>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Joschka Fischer: Europas Schw&auml;che und Russlands St&auml;rke<\/strong><br>\nDie EU ist zerstritten, Moskau hingegen teilt und herrscht. Nur wenn Europa seine eigenen Machtpositionen ausbaut, kann es der russischen Politik etwas entgegensetzen. Der Westen hat das Wiedererstarken Russlands zu lange ignoriert und war nicht bereit, die Konsequenzen daraus zu ziehen. Aber nicht nur Russland, die ganze Welt hat sich ge&auml;ndert: Die amerikanischen Neokonservativen haben einen Gutteil der Macht und des moralischen Kredits der USA mit einem unn&ouml;tigen Krieg im Irak vergeudet und damit die einzige westliche Weltmacht mutwillig geschw&auml;cht. China, Indien, Brasilien, Russland und der Persische Golf sind heute die neuen Wachstums- und morgen Machtzentren, mit denen zu rechnen sein wird. Angesichts dieser Realit&auml;ten wirkt die Drohung, Russland aus der Gruppe der G-8-Staaten auszuschlie&szlig;en, nicht gerade weltersch&uuml;tternd.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/34\/montagskolumne?page=1\">Zeit<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Fischer sagt ja ein paar vern&uuml;nftige Sachen. Aber der Gesamteindruck ist: Ein Schwadroneur war mal unser Au&szlig;enminister. Interessant: die selbstverst&auml;ndliche Konfrontation zwischen Europa hier und Russland dort. Und kein Wort davon, dass die USA die Spaltung Europas f&ouml;rdern und diese auch de facto besteht. Was haben wir z.B. mit Berlusconi gemein? Und was mit dem polnischen Pr&auml;sidenten? Dann ein Stehsatz aus den Analysen der Legationsr&auml;te des Ausw&auml;rtigen Dienstes: X, Y &hellip; &bdquo;sind heute die neuen Wachstums- und morgen Machtzentren&ldquo;. <\/em><\/p>\n<p>Siehe z.B. f&uuml;r den besonders harten Kurs gegen Moskau auch in Tschechien:<\/p><\/li>\n<li><strong>Gutes Georgien, b&ouml;ses Russland?<\/strong><br>\nTschechien sucht eine harte Haltung gegen&uuml;ber dem russischen Nachbarn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/europaheute\/832749\/\">DLF<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Huber macht mobil<\/strong><br>\nGerhard Schr&ouml;der kritisiert den georgischen Pr&auml;sidenten, und schon st&uuml;rzen sich deutsche Politiker auf ihn. Dabei hat der Altkanzler nur ausgesprochen, was sich andere nicht trauen. Nicht Schr&ouml;der, sondern Huber mangelt es an Realit&auml;tssinn. Seine Mobilmachung gef&auml;hrdet den Frieden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/:Krieg-Georgien-Huber-\/635238.html\">stern<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Schnell noch unter Bush in die Nato<\/strong><br>\nNach Angaben des deutschen Russland-Experten Alexander Rahr versuchte Georgiens Pr&auml;sident Michail Saakaschwili mit der Konflikteskalation in S&uuml;dossetien einen schnellen NATO-Beitritt zu bewirken. &ldquo;Er wei&szlig;, er hat dazu jetzt ein halbes Jahr Zeit. Pr&auml;sident Bush ist offen f&uuml;r einen Beitritt Georgiens zur Nato. Was der Nachfolger tun wird, wei&szlig; man nicht. Deshalb muss Saakaschwili jetzt S&uuml;dossetien und Abchasien mit Georgien vereinen, die beiden separatistischen Republiken, die sich seit 20 Jahren losgel&ouml;st haben. Ohne die L&ouml;sung der internen Konflikte wird es keinen Nato-Beitritt Georgiens geben&rdquo;, sagte der Experte im Interview mit MDR aktuell.\n<p>&ldquo;Saakaschwili glaubt, es noch unter dem amerikanischen Pr&auml;sidenten George W. Bush schaffen zu k&ouml;nnen. Wenn der demokratische Kandidat Barack Obama an der Macht sein sollte, wird der georgische Beitritt zur Nato erstmal auf mehrere Jahre verlegt. Die Nato kann nur Staaten aufnehmen, die keine separatistischen Probleme auf ihren Territorien haben.<\/p>\n<p>Es klingt wahnsinnig, dass jemand einen Krieg f&uuml;hrt, um in die Nato zu kommen. Aber bis die Frage um die separatistischen Republiken S&uuml;dossetien und Abchasien nicht gel&ouml;st ist, kommt Georgien nicht hinein&rdquo;, so Rahr im Interview mit dem &ldquo;Stern&rdquo;. Dem Experten zufolge ist nicht auszuschlie&szlig;en, dass es zwischen der EU und Russland zu einem Kalten Krieg kommen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169616\/45\/\">Linkszeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Hermann Krause, ARD-H&ouml;rfunkstudio Moskau: Belohnung f&uuml;r einen Eroberungskrieg?<\/strong><br>\nDer letzte georgische Pr&auml;sident, der S&uuml;dossetien &uuml;berfiel, war der Vorg&auml;nger von Eduard Schewardnadse, Swiad Gamsachurdia, ein schlimmer Nationalist. Kriege zwischen Georgien und Osseten hat es immer wieder gegeben: Der j&uuml;ngste Konflikt passt in eine lange Reihe von Auseinandersetzungen.\n<p>Dennoch w&auml;re es ratsam, sich mit den Ursachen dieses Krieges zu besch&auml;ftigen. Die Augen davor zu verschlie&szlig;en, wer wen &uuml;berfiel, ist falsch. Leider weigert sich auch die Bundeskanzlerin nachzuforschen, von wem die Aggression ausging. Trotz aller Provokationen der russischen Seite &ndash; letztendlich von Georgien. Dies ist mittlerweile erh&auml;rtet, Beweise gibt es ausreichend.<\/p>\n<p>&Uuml;ber sechs Jahre lang haben die USA Georgien aufger&uuml;stet und mit jenen Waffen versorgt, die eingesetzt wurden, um gegen das wehrlose Ossetien zuzuschlagen. Georgien f&uuml;hrte einen Eroberungskrieg, allein aus ethnischen Gr&uuml;nden. Moskau spricht von einem Genozid, dies mag &uuml;bertrieben sein. Aber es kann doch nicht angehen, dass die Bundeskanzlerin so tut, als w&auml;re nichts geschehen &ndash; und weiterhin Georgien die Aufnahme in die NATO zusichert.<\/p>\n<p>&Uuml;berfallen NATO-Mitglieder mit brutalster Waffengewalt ihre Nachbarn, nur, weil diese nach Unabh&auml;ngigkeit streben? Und welches Georgien will die Kanzlerin in die NATO aufnehmen? Das Kern-Georgien, bestehend aus Tiflis und Umgebung? Auch von der amerikanischen Au&szlig;enministerin Condoleezza Rice wurde gebetsm&uuml;hlenartig die &ldquo;territoriale Integrit&auml;t&rdquo; Georgiens beschw&ouml;rt. Wie aber soll diese hergestellt werden? Will man die Abchasen oder S&uuml;dosseten zwingen, unter georgischer Herrschaft zu leben? Vielleicht mit Waffengewalt, wie es jetzt Saakaschwili versuchte?<\/p>\n<p>Seine Bekundungen, er sei ein Demokrat, sind mehr als absurd. Genauso wie in Russland wurden die W&auml;hler bei den Pr&auml;sidentschafts- und Parlamentswahlen unter Druck gesetzt, genauso wurde am Ergebnis manipuliert. Die Wahlbeobachter der OSZE haben dies bekundet, im &Uuml;brigen die Deutschen deutlicher als die Amerikaner. Vergessen anscheinend, dass Saakaschwili im Dezember des letzten Jahres brutal die Opposition hat niederschlagen lassen, dass die Presse zum Teil unterdr&uuml;ckt wird. Seit Beginn seiner Amtszeit hat Saakaschwili nicht den Dialog mit Abchasen oder Osseten gesucht, sondern die Konfrontation. Dass er daf&uuml;r vom Westen nun belohnt wird, ist mehr als unverst&auml;ndlich.<\/p>\n<p>Russland indes hat sein politisches Kapital zu leichtfertig verspielt. Seit mehreren Tagen bewegt sich die russische Armee wie in ihrem eigenen Land.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/georgien498.html\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein bemerkenswert ausgewogener Kommentar.<\/em><\/p>\n<p>Aber so wird eben &uuml;ber Netzwerke Meinung gemacht. Siehe:<\/p><\/li>\n<li><strong>Der Klub der &ldquo;Weisen M&auml;nner&rdquo;<\/strong><br>\nIn Rundfunk und Fernsehen treten immer wieder die &ldquo;gleichen Verd&auml;chtigen&rdquo; auf, die uns einsch&auml;rfen, zu einem engen B&uuml;ndnis zu den USA g&auml;be es keine Alternative. Wir erfahren die Namen dieser &ldquo;Experten&rdquo; und ihren politischen oder wissenschaftlichen Rang. Aber jenes Kriterium, warum Hans Ulrich Klose, von Kl&auml;den, &Ouml;zdemir, Lambsdorff (Vater und Sohn), M&uuml;nkler, Lepenies, und wie sie alle hei&szlig;en, so auff&auml;llig oft befragt werden, bleibt im Verborgenen. \n<p>Sie alle sind n&auml;mlich Mitglied eines hocheffizienten Netzwerks. Sie sind Teil einer &ldquo;transatlantischen Community&rdquo;. Und alle Wege der Atlantik-B&uuml;cke, der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik oder auch der Blogger-Gruppe &ldquo;Achse des Guten&rdquo; weisen konzentrisch auf das Netzwerk der Netzwerke &ndash; den Council on Foreign Relations in New York.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/28\/28513\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Euro-Zone droht eine Zerrei&szlig;probe <\/strong><br>\nDie Konjunkturkrise offenbart eine &ouml;konomische Spaltung innerhalb der Euro-Zone: es gibt ein gro&szlig;es Gef&auml;lle der Wettbewerbsf&auml;higkeit. &Ouml;konomen und Politiker sehen die Euro-L&auml;nder vor einer &auml;u&szlig;erst harten Zerrei&szlig;probe. F&uuml;r Peer Steinbr&uuml;ck ist die Zeit gekommen f&uuml;r eine Grundsatzdebatte.\n<p>Das Problem sei haupts&auml;chlich, dass die S&uuml;dl&auml;nder in der Euro-Zone massiv an Wettbewerbsf&auml;higkeit verloren haben vor allem gegen&uuml;ber Deutschland. So nahmen die Lohnst&uuml;ckkosten seit 1998 in Spanien um 53 Prozent zu, in Portugal um 35 Prozent, in Italien um 29 Prozent, in Deutschland aber nur um zwei Prozent. Gleichzeitig stiegen im S&uuml;den die Verbraucherpreise schneller, und in der Leistungsbilanz haben sich enorme Defizite von bis zu 16 Prozent der Wirtschaftsleistung aufget&uuml;rmt. &ldquo;W&auml;hrend Deutschland hart an seiner &ouml;konomischen Fitness gearbeitet hat, haben sich einige S&uuml;dl&auml;nder ausgeruht &ndash; das r&auml;cht sich jetzt&rdquo;, erl&auml;uterte Jean Pisani-Ferry, Chef des Bruegel-Instituts in Br&uuml;ssel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.capital.de\/politik\/100013745.html\">Capital<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es war vorauszusehen, dass der &bdquo;Exportweltmeister&ldquo; mit seiner &bdquo;&ouml;konomischen Fitness&ldquo; (will sagen reale Lohnsenkungen, Niedriglohnsektor, permanente Unternehmenssteuersenkungen, Abbau des Sozialstaates) vor allem die Hauptimportl&auml;nder niederkonkurrieren wird. Jeder Export&uuml;berschuss bedeutet Verlust von Arbeitspl&auml;tzen in den Importl&auml;ndern. Reallohnabbau bedeutet Senkung der Lohnst&uuml;ckkosten. Senkung der Binnennachfrage und damit Abbremsen der Konjunktur bedeutet geringere Inflationsrate.<\/em><\/p>\n<p>Von den 88,3 Milliarden Euro Ausfuhren aus Deutschlands allein im Juni 2008 gingen Waren im Wert von 56,5 Milliarden Euro in die Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union; umgekehrt wurden nur Waren im Wert von <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/08\/PD08__282__51.psml\">45,5 Milliarden Euro von dort bezogen<\/a>. D.h. in einem einzigen Monat hatten unsere europ&auml;ischen Nachbarn einen Bilanzverlust von 11 Milliarden Euro. Dies bedeutet wiederum, dass sich diese L&auml;nder gegen&uuml;ber Deutschland um diesen Betrag verschuldeten.<\/p>\n<p>Da in einer W&auml;hrungsgemeinschaft den einzelnen Staaten z.B. durch eine Abwertung ihrer W&auml;hrung keine w&auml;hrungspolitischen Instrumente zur Verf&uuml;gung stehen, bleibt ihnen im Wettbewerb auf Dauer nur die Anpassung an die &bdquo;&ouml;konomische Fitness&ldquo; der Deutschen. Und das hei&szlig;t ein Einschwenken auf die Agenda-Politik. So geht das Rennen nach unten weiter, in Italien, in Frankreich, in Spanien. Irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, wo sich die Menschen in den anderen L&auml;ndern dagegen wehren, und es wird dann leicht sein, die Deutschen als S&uuml;ndenbock auszumachen.<\/p>\n<p>Da werden auf der politischen Ebene gro&szlig;e T&ouml;ne zur europ&auml;ischen Einigung gespuckt, doch wirtschaftspolitisch tut Deutschland alles, um Europa zu spalten.<br>\nSiehe hierzu auch einen Text von Flassbeck, Spiecker und J&auml;ckel aus dem Jahr 2005: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck.de\/pdf\/2005\/8.11.2005\/Lohnstueckkosten.pdf\">Die deutsche Lohnpolitik sprengt die Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion [PDF &ndash; 176 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutscher Irrwitz<\/strong><br>\nWenn es demn&auml;chst noch mehr Leuten an Geld mangelt, weil es mit der Konjunktur weiter bergab geht, sollten sie sich indes nicht &uuml;ber die National&ouml;konomie wundern. Sondern &uuml;ber den hierzulande in wirtschaftspolitischen Angelegenheiten herrschenden Irrwitz. Er zeigt sich beispielsweise als Wahrnehmungsst&ouml;rung. Was, die Wirtschaft ist geschrumpft und droht in eine Rezession abzugleiten? Alles halb so wild, schlie&szlig;lich ist das erste Halbjahr doch &ldquo;recht ordentlich&rdquo; gelaufen, meint Bundeswirtschaftsminister Michael Glos. Immerhin scheint der CSU-Politiker aber mit Schlimmerem zu rechnen und hat deshalb schon einmal eine Art staatlichen Impuls ins Gespr&auml;ch gebracht. Die SPD &uuml;bt sich derweil in Verdr&auml;ngen. Man m&ouml;ge doch bitte nicht mit Kanonen (Ankurbelungsprogrammen) auf Spatzen (die Konjunktur) schie&szlig;en, findet die Partei-Linke Andrea Nahles zu einem Vergleich, der die manische Depression der Sozialdemokraten sch&ouml;n widerspiegelt.\n<p>Den Vogel schie&szlig;t jedoch Norbert Walter ab. Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank rechnet zwar mit einer Rezession; gegen den Abschwung gebe es aber kein Mittel, er sei eine notwendige Korrektur und jeglicher Versuch, mit Geldspritzen dagegen zu halten, von &Uuml;bel, behauptet Walter. Einmal in Fahrt, empfiehlt er der Europ&auml;ischen Zentralbank, die Leitzinsen zu erh&ouml;hen, falls die Lohnabschl&uuml;sse in den bevorstehenden Tarifrunden &ldquo;so hoch bleiben&rdquo;. Der Wahnsinn hat Methode. Dahinter steht nicht nur der Glaube, dass es die M&auml;rkte schon richten, wenn sich der Staat nur heraush&auml;lt, sondern auch die Vorstellung von der notwendigen, weil reinigenden Krise: Erst m&uuml;ssen Produktionskapazit&auml;ten und damit Arbeitspl&auml;tze vernichtet werden, damit es dann &ldquo;ballastfrei&rdquo; aufw&auml;rts gehen kann. Diese Haltung k&ouml;nnte man als Sado-Masochismus bezeichnen, w&uuml;rde sie nicht &uuml;berwiegend von jenen Leuten vertreten, die gegen finanzielle Schmerzen immun sind und Qualen gern anderen &uuml;berlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1546318&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Lucas Zeise: Gef&auml;hrlicher Zweckoptimismus<\/strong><br>\nBundesbankpr&auml;sident Axel Weber tut alles, um die Inflationsgefahr so gro&szlig; wie m&ouml;glich zu reden: Er verharmlost die Folgen der Finanzkrise f&uuml;r die Realwirtschaft. Damit macht er vor allem eins: er zeichnet ein viel zu positives Bild der deutschen Konjunktur.\n<p>Jetzt, wo der Export als treibende Kraft wegbricht, wird sich die Schw&auml;che des inl&auml;ndischen Konsums und der Investitionen aber als verheerend erweisen. Es wird der Regierung nichts anderes &uuml;brig bleiben, als ihre Abneigung gegen Konjunkturprogramme und Ma&szlig;nahmen zur St&auml;rkung der Kaufkraft zu &uuml;berwinden. Sie sollte eine mehrere zehn Milliarden Euro umfassende Zahlung an die schw&auml;chsten Einkommensschichten veranlassen. Finanziert werden kann das durch drei Bundesanleihen, was bei den schon wieder krisenhaft niedrigen Zinsen kein Problem darstellt. Die Alternative zu staatlichen St&uuml;tzungsma&szlig;nahmen ist allzu gr&auml;sslich: Sie hei&szlig;t, dass dieses Konjunkturtal tiefer und breiter wird als die letzte Stagnationsperiode 2001 bis 2005. Schon damals wurde Deutschland zum Wachstumsschlusslicht, weil sinkende Realeinkommen die Gesamtnachfrage massiv d&auml;mpften.<br>\nSich jetzt von Daueroptimisten ablenken zu lassen w&auml;re ein grober Fehler. Die Zeit dr&auml;ngt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/401871.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Misstrauen w&auml;chst<\/strong><br>\nRegelm&auml;&szlig;ig holt sich die Politik Rat bei den f&uuml;hrenden &Ouml;konomen. Die Bev&ouml;lkerung aber misstraut beiden mehr und mehr: den Wirtschaftsweisen und den Politikern. Musterbeispiele f&uuml;r die Berechtigung solchen Misstrauens liefert mindestens jeden Monat der Mann, den die Bild-Zeitung zu Deutschlands kl&uuml;gstem und bedeutendstem Wirtschaftsprofessor ernannt hat und dem wir oft im Fernsehen begegnen, vor allem in so genannten Talkshows. Wenn er oder sein Institut Analysen vorlegen oder Voraussagen machen, servieren die Wirtschaftsjournalisten der Monopolpresse ihrer Leserschaft diese Verlautbarungen so, als w&auml;ren sie der Weisheit letzter Schluss &ndash; obwohl sie sich st&auml;ndig widersprechen.\n<p>Sicher stellt mancher die Frage, wie es kommt, dass die Monopolpresse ihn unentwegt weiter zitiert, kein Wort &uuml;ber seine dicht aufeinander folgenden Widerspr&uuml;che verliert, sondern ihn als einen der ganz gro&szlig;en Wirtschaftsweisen lobpreist. Die Erkl&auml;rung ist einfach. Denn er &auml;u&szlig;ert sich immer verl&auml;sslich im Sinne des Kapitals und der neoliberalen Profiteure, zu denen er selbst geh&ouml;rt. So zitieren sie mit Wonne seine Worte von Anfang Juni: &ldquo;Hartz IV macht nicht arm. Auf jeden Fall ist es in anderen EU-Staaten noch schlimmer.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/23420\">Linksnet<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Datenklau im Praxistest<\/strong><br>\nllegal an Daten heranzukommen, ist ein Kinderspiel. Nach dem Skandal um den Missbrauch von Bankverbindungen vergangene Woche machte Verbrauchersch&uuml;tzer Gerd Billen den Praxistest. Er beauftragte einen Rechercheur mit der Sondierung des grauen Datenmarktes.\n<p>Innerhalb von Stunden wurde dieser f&uuml;ndig und kaufte f&uuml;r 850 Euro eine Sammlung von sechs Millionen Datens&auml;tzen, die gr&ouml;&szlig;tenteils Kontonummern enthielten. Billen &uuml;bergab die Daten am Montag dem Berliner Datensch&uuml;tzer Alexander Dix, der umgehend Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft stellte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1556361_Datenklau-im-Praxistest.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesverfassungsgericht soll Vorratsdatenspeicherung aussetzen<\/strong><br>\nBei dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ist letzte Woche ein Antrag auf einstweilige Aussetzung des Gesetzes zur Vorratsspeicherung aller Verbindungs-, Standort- und Internetzugangsdaten in Deutschland eingereicht worden. Der Berliner Rechtsanwalt Meinhard Starostik stellt den Antrag im Namen von &uuml;ber 34.000 B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern, die gegen das Gesetz Verfassungsbeschwerde erhoben haben.Nachdem ein &auml;hnlicher Antrag im M&auml;rz lediglich dazu f&uuml;hrte, dass das Bundesverfassungsgericht die Herausgabe auf Vorrat gespeicherter Verbindungsdaten auf schwere Straftaten beschr&auml;nkte, rechnen sich die Beschwerdef&uuml;hrer diesmal gute Chancen auf eine Aussetzung der Datenspeicherung selbst aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/content\/view\/246\/1\/lang,de\/\">Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung<\/a><\/li>\n<li><strong>Datenschutz ist Verbraucherschutz: 30 Jahre altes Datenschutzrecht muss dem Zeitalter der Informationstechnologie angepasst werden<\/strong><br>\nDer Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) Gerd Billen, der Bundesbeauftragte f&uuml;r den Datenschutz und die Informationsfreiheit Peter Schaar und der stellvertretende Vorsitzende beim Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) Bernd Carstensen warnten in Berlin vor einem ungez&uuml;gelten Datenhandel und zunehmendem Missbrauch. Sie forderten auf einer gemeinsamen Pressekonferenz die Fraktionen des Deutschen Bundestages auf, die gesetzlichen Grundlagen zu verbessern. Die gerade vom Bundeskabinett verabschiedeten Gesetzentw&uuml;rfe zur Novellierung des Bundesdatenschutzgesetzes und zur Telefonwerbung b&ouml;ten die Grundlage hierf&uuml;r. Zudem riefen sie dazu auf, die Laissez-Faire-Haltung bei der Preisgabe und Verwendung pers&ouml;nlicher Daten zu beenden. Generell sollten Verbraucher auf Gesch&auml;fte verzichten, die ein Einverst&auml;ndnis zur Datenweitergabe voraussetzen. Zudem sollte man nur solchen Gesch&auml;ftspartnern sensible Daten wie etwa die Kontoverbindung nennen, die man selbst aus freien St&uuml;cken kontaktiert hat und die vertrauensw&uuml;rdig sind. Die Devise m&uuml;sse sein: &ldquo;Wen ich nicht kenne, der kriegt keine Daten.&rdquo; Datensparsamkeit sei der beste Datenschutz: So wenig Daten wie m&ouml;glich, nur so viele wie unbedingt n&ouml;tig. Wer sorglos mit seinen Daten umgehe, m&uuml;sse sich nicht wundern, Opfer von Werbeanrufen oder unseri&ouml;sen Gesch&auml;ften zu werden. \n<p>&ldquo;Datenmissbrauch muss endlich wirksam unterbunden werden und Gesch&auml;fte, die durch unerlaubte Anrufe angebahnt wurden, unwirksam sein&rdquo;, sagte Gerd Billen. Die Datensammelwut m&uuml;sse eingeschr&auml;nkt, der Datenhandel erschwert und Kontrollen und Sanktionen versch&auml;rft werden. Ohne schriftliche Best&auml;tigung m&uuml;ssten am Telefon abgeschlossene Vertr&auml;ge unwirksam sein. Eine Ausweitung der Widerrufsm&ouml;glichkeiten reiche hier nicht aus. Billen: &ldquo;Der Missbrauch wird erst dann aufh&ouml;ren, wenn er sich wirtschaftlich nicht mehr lohnt.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.vzbv.de\/go\/presse\/1045\/index.html?ref_presseinfo=true\">Verbraucherzentrale Bundesverband<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.vzbv.de\/start\/index.php?page=podcasts&amp;pagelink=28\">Verbraucherzentrale Bundesverband<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Warum Wasser in Deutschland so teuer ist<\/strong><br>\nNirgendwo kostet Wasser mehr als in Deutschland. Die Deutschen zahlen f&uuml;nfmal so viel wie die Amerikaner. Beim Trinkwasser gibt es keinen freien Wettbewerb, der Staat setzt die Preise fest, der Lieferant kann nicht frei gew&auml;hlt werden. Das hat aber auch einen Vorteil: Der Wasserpreis bleibt &uuml;ber Jahre hinweg stabil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/arti2338591\/Warum_Wasser_in_Deutschland_so_teuer_ist.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.F.:<\/strong> Der Artikel zeigt m.E. in eklatanter Weise, wie gezielt Meinung gegen die &ouml;ffentlich-rechtlich organisierte Wasserversorgung in Deutschland gemacht werden soll. In dem Artikel finden Sie einen eher willk&uuml;rlich anmutenden Referenzpreis f&uuml;r den Vergleich mit anderen L&auml;ndern (gewerbliche Wasserkunden mit einer Abnahmemenge von 10 000 Kubikmeter Wasser pro Jahr), wohl deshalb, weil er sich am besten zur St&uuml;tzung der &ldquo;These&rdquo; der &ldquo;Meldung&rdquo; eignet. Ein Durchschnittspreis, ggf. noch regional differenziert, w&auml;re inhaltlich angemessener gewesen, aber dann h&auml;tte es ja die Botschaft der Autoren &ldquo;verw&auml;ssert&rdquo;. <\/em><\/p>\n<p>Zudem fehlen jegliche Verweise auf Beispiele in anderen L&auml;ndern (z.B. GB, S&uuml;dafrika), welche die negativen Konsequenzen von Wasserprivatisierungen f&uuml;r die Menschen aufzeigen. Von einer Verbesserung zugunsten der Allgemeinheit durch Privatisierung kann doch keine Rede sein (s. z.B. <a href=\"http:\/\/www.menschenrecht-wasser.de\/ware-wasser\/40_DEU_HTML.php\">auch hier<\/a> ). Au&szlig;erdem fehlen jegliche Vergleiche zur Qualit&auml;t des Wassers, bspw. zwischen Deutschland (mit h&ouml;chsten Standards ohne Chemiezusatz) und bspw. den erw&auml;hnten U.S.A. <\/p>\n<p>Noch ein Wort zu den quersubventionierten &ouml;rtlichen Projekten: Ich denke mal, dass der Mehrheit der B&uuml;rgerInnen eine Subventionierung &ouml;rtlicher Projekte &uuml;ber den Wasserpreis zum Wohle des Gemeinwesens mit einer Wertsch&ouml;pfung vor Ort lieber ist als ein entsprechender Shareholder Value f&uuml;r die Kapitaleigner auf Kosten der Allgemeinheit.<\/p><\/li>\n<li><strong>Strompreise sollen 2013 noch einmal kr&auml;ftig steigen<\/strong><br>\nNeue Kostenlawine f&uuml;r Verbraucher: Umweltminister Gabriel und die Energiebranche erwarten f&uuml;r das Jahr 2013 eine weitere Verteuerung der Strompreise um 15 bis 20 Prozent.\n<p>&ldquo;Wir gehen von j&auml;hrlich bis zu zehn Milliarden Euro aus&rdquo;, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) dem &ldquo;Handelsblatt&rdquo; zur geplanten Vollversteigerung von Verschmutzungsrechten in der Energiewirtschaft. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) erwarte dann nochmals eine Erh&ouml;hung der Strompreise um 15 bis 20 Prozent. In den letzten zehn Jahren sei der Strompreis f&uuml;r einen durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt bereits um 26 Prozent gestiegen. Derzeit werden die Kohlendioxid-Anteile nur zu 10 Prozent versteigert, der Rest der staatlichen Zuteilungen weiterhin den Unternehmen geschenkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,572857,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Hier werden schon die Argumente f&uuml;r die n&auml;chst Strompreiserh&ouml;hung vorbereitet.<br>\nStatt auf h&ouml;here Energieeffizienz, Blockheizkraftwerke und alternative Energien zu setzen, wird einfach die bisherige Strategie der Gro&szlig;kraftwerke fortgesetzt, und die Kosten f&uuml;r die Verschmutzungsrechte werden auf den Verbraucher umgelegt. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Atomstrom ist nicht billig<\/strong><br>\nEnergie wird teuer? Dann muss eben Atomstrom her. Doch AKWs wirken nur kosteng&uuml;nstig, weil die staatlichen Subventionen konsequent verschwiegen werden<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2008%2F08%2F19%2Fa0134&amp;cHash=55271bf5df&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Mehdorn zockt ab<\/strong><br>\nBahn AG steigert im ersten Halbjahr erneut Gewinn &ndash; und plant Preiserh&ouml;hungen. Verkehrsverb&uuml;nde beklagen marode Infrastruktur und verlangen Zweckbindung von Zusch&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/08-19\/001.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Mehdorn macht die Tickets teurer<\/strong><br>\nTrotz steigender Gewinne k&uuml;ndigt die Bahn eine Fahrpreiserh&ouml;hung an. Ungekl&auml;rt ist noch, wann der Konzern an die B&ouml;rse geht. &hellip;Trotz deutlich geschrumpfter Investitionen im ersten Halbjahr, die um mehr als sieben Prozent gefallen waren, werde die Bahn laut Finanzvorstand Diethelm Sack 2008 &auml;hnlich viel Geld ins Netz stecken wie im vergangenen Jahr. Die Zahlen w&uuml;rden sich w&auml;hrend der n&auml;chsten Monate &ldquo;auspendeln&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1562889&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>St&ouml;rfeuer<\/strong><br>\nDie Art, wie Mehdorn auf Kritik reagiert, l&auml;sst Zweifel aufkommen, dass dieser B&ouml;rsengang wirklich Substanz besitzt. Zumal der Bahnchef alle Parameter offen l&auml;sst: Wie viel Geld er einnehmen und wohin er es stecken will, benennt er lediglich in Stichw&ouml;rtern. Auch Unternehmensziele werden allenfalls so beschrieben: Die Deutsche Bahn soll das &ldquo;weltweit f&uuml;hrende Mobilit&auml;ts- und Logistikunternehmen&rdquo; werden. Fraglich ist nur, ob das dem deutschen Fahrgast auch n&uuml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1562888&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Gesundheitssystem: Es geht um Merkels Macht<\/strong><br>\nDie Kanzlerin hat ihre Person mit der Gesundheitsreform verkn&uuml;pft, jede Kritik daran ist auch eine Kritik an ihr. Der Fonds wird zu einer Projektionsfl&auml;che, um Merkel zu schaden. \n<p>Viele Menschen hatten von der gro&szlig;en Koalition Gro&szlig;es erwartet. Sie hofften, zwei M&auml;chtige w&uuml;rden genug Kraft entfalten, um gegen Lobbys zu regieren. Die Union hat aber fr&uuml;h der Mut verlassen, an die Macht von &Auml;rzteverb&auml;nden und Privatversicherern wagt sie sich kaum heran. Das ist ungew&ouml;hnlich, da sich CDU und CSU als Volksparteien verstehen, und Edmund Stoiber oft sagt, dass er sich f&uuml;r die Menschen in der Leberk&auml;s-Etage einsetzt.<\/p>\n<p>In der Gesundheitspolitik verk&ouml;rpert er eher den Geist der Beletage. Die Not der Kassenpatienten, immerhin 90 Prozent der Deutschen, k&uuml;mmert die Union wenig. Ihnen wollen CDU und CSU mehr und mehr aufb&uuml;rden. Sie sollen neben dem normalen Kassensatz hohe Extrabeitr&auml;ge zahlen und m&ouml;glichst eine private Versicherung abschlie&szlig;en, um die Unfallkosten beim Fu&szlig;ballspielen abzudecken. Dagegen verurteilen die Unionsoberen jeden Hauch von Ver&auml;nderung bei den Privatpatienten als sozialistische Verschw&ouml;rung. Mit Volkspartei hat das wenig zu tun, eher mit Klientelpolitik.<\/p>\n<p>Die Aussichten f&uuml;r die Zukunft des Gesundheitswesens sind tr&uuml;b. An die wahren Privilegien traut man sich nicht, daf&uuml;r gibt es eine Reform, die am Grundproblem wenig &auml;ndert. Die Kassenbeitr&auml;ge werden kr&auml;ftig steigen, was es bei keiner Gesundheitsreform seit Helmut Schmidt gegeben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/deutschland\/artikel\/902\/85817\/\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em>R&uuml;ckblende 2006:<\/em><\/p>\n<p><strong>Reformpl&auml;ne: Schwarz-Rot gibt sich noch zwei Wochen<\/strong><br>\nBis in die Nacht diskutierten die Spitzen der Koalition &uuml;ber die Gesundheits- und die F&ouml;deralismusreform, dann erkl&auml;rte SPD-Vorsitzende Beck: &ldquo;Wir kommen gut voran&rdquo;. Der Durchbruch l&auml;sst jedoch weiter auf sich warten. <\/p>\n<p>Ein Hauptstreitpunkt ist die Frage, ob und wie die privaten Krankenversicherungen in einen Gesundheitsfonds zur Finanzierung des Systems einbezogen werden k&ouml;nnten. Ein Gesundheitsfonds w&uuml;rde Beitrags- und Steuergelder sammeln und als Pauschalen an die Krankenkassen weiterleiten. Er k&ouml;nnte damit einen Mittelweg zwischen den widerstreitenden Vorstellungen von Union und SPD er&ouml;ffnen.<\/p>\n<p>Der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber sprach vor der Spitzenrunde von einem &bdquo;wichtigen Zwischenschritt&ldquo;. Er betonte jedoch, die private Krankenversicherung d&uuml;rfe &bdquo;in keinster Weise&ldquo; in einen Fonds einbezogen werden. Dies sei klare Position der CSU. &bdquo;Es w&auml;re ein Treppenwitz, wenn wir ein funktionierendes System schleifen w&uuml;rden&ldquo;, sagte der bayerische Ministerpr&auml;sident<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/deutschland\/artikel\/493\/78415\/\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wohnungsbau: Im freien Fall<\/strong><br>\nDer Wohnungsneubau befindet sich weiterhin im freien Fall. Die Baufertigstellungszahlen haben im vergangenen Jahr mit 211.000 Wohnungen einen Nachkriegstiefststand erreicht. Da die Genehmigungen ebenfalls auf einen Tiefststand von 182.000 gefallen sind, werden f&uuml;r dieses Jahr weniger als 200.000 Wohnungsfertigstellungen erwartet. Das teilt das ifs St&auml;dtebauinstitut in Berlin mit.\n<p>Von den vor 1948 errichteten Wohnungen sind fast 8 Millionen sanierungsbed&uuml;rftig. Dabei handele es sich nicht nur um Mehrfamilienh&auml;user, sondern auch um Einfamilienh&auml;user. Nach einer Untersuchung von Dekra sei fast jedes dritte Einfamilienhaus in Deutschland renovierungsbed&uuml;rftig. Obwohl hier der Bestand noch relativ jung sei, wiesen die Eigenheime einen hohen Instandsetzungsbedarf auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub5C3A58B4511B49148E54275F4B025915\/Doc~E56F1D0964DA64E8CA68A964D0C0D6807~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Auch das Verwaltungsgericht Augsburg setzt sich &uuml;ber Bundesverfassungsgericht hinweg<\/strong><br>\nDas Verwaltungsgericht Augsburg hat Ende vergangene Woche die Klage eines Lehrers an der Volksschule Westheim in Schwaben gegen Kruzifixe in Klassenzimmern abgewiesen. Zur Begr&uuml;ndung wurde auf die &raquo;besondere Gehorsams- und Neutralit&auml;tspflicht&laquo; von Beamten verwiesen. Damit bleibt es im Freistaat Bayern dabei, dass sich das Landesrecht &uuml;ber die grundlegende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 16. Mai 1995 zur Trennung von Kirche und Staat hinwegsetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/08-18\/014.php\">jungewelt<\/a><\/li>\n<li><strong>Die deutsche Fabrik und ihre Opfer<\/strong><br>\nNach dem Gro&szlig;brand, bei dem im Dezember 2007 in Turin sieben Arbeiter ums Leben kamen, steht in Italien die Konzernleitung von Thyssen-Krupp vor Gericht. Der F&uuml;hrung des deutschen Konzerns werden fahrl&auml;ssige T&ouml;tung, Brandstiftung und die bewusste Missachtung von Sicherheitsstandards vorgeworfen. Durch Entsch&auml;digungszahlungen versucht das Unternehmen, sich aus der Aff&auml;re zu ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2008\/33\/22423.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><strong>Vorgef&uuml;hrte Verf&uuml;hrte<\/strong><br>\nDie Liste derjenigen Prominenten, die von der herrschenden Ideologie &ndash; auch wenn diese behauptet, vollkommen ideologielos zu sein &ndash; vereinnahmt und verf&uuml;hrt wurden, ist schier unendlich. Jedenfalls macht die Riege der Prominenz, die sich f&uuml;r &bdquo;Einstiege in Arbeit&ldquo; stark macht, nur einen kleinen Posten in der gesamten Auflistung aus. Schon oft gaben in den letzten Jahren bekannte Gesichter, die sich sonst eigentlich fern von Politik und Wirtschaft aufhielten, ihren mittelm&auml;&szlig;ig bis guten Namen her, um sich als Werbefigur f&uuml;r eine Initiative, Kampagne oder eines reformprofitierenden Unternehmens, als prominenter Antreiber zu neuen Reformen oder einfach nur als stillschweigender Optimist ausnutzen zu lassen. Eine kurze, erg&auml;nzungsw&uuml;rdige Auflistung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2008\/08\/vorgefhrte-verfhrte.html\">ad-sinistram<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Frau Raffzahn&rdquo; zu krank f&uuml;r Schmiergeld-Prozess<\/strong><br>\nDie im Zusammenhang mit angeblichen Schmiergeldzahlungen in Millionenh&ouml;he wegen schweren Betrugs, Falschaussage und Beihilfe zur Steuerhinterziehung angeklagte CDU-Politikerin Agnes H&uuml;rland-B&uuml;ning muss keine Verurteilung mehr f&uuml;rchten. Das Landgericht D&uuml;sseldorf hat das Verfahren gegen die fr&uuml;here Parlamentarische Staatssekret&auml;rin im Verteidigungsministerium und Industrielobbyistin &ldquo;wegen dauernder Verhandlungsunf&auml;higkeit der Angeklagten&rdquo; endg&uuml;ltig eingestellt. Dies berichtet die in Essen erscheinende Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ, Montag).\n<p>&ldquo;Eine gerichtliche Verhandlung w&auml;re f&uuml;r die Angeklagte in ihrem gegenw&auml;rtigen Zustand lebensbedrohlich&rdquo;, sagte eine Sprecherin des Landgerichts D&uuml;sseldorf der WAZ. Nach einem neuen medizinischen Gutachten sei die inzwischen 82 Jahre alte Dorstenerin &ldquo;aktuell und in Zukunft keinesfalls auch nur zeitweise f&auml;hig und in der Lage, unter kalkulierbarem Risiko an einer gerichtlichen Verhandlung teilzunehmen&rdquo;. <\/p>\n<p>Wegen ihrer besonders zupackenden Art hatte H&uuml;rland sich im Ministerium den Spitznamen &ldquo;Mutter Courage von der Hardth&ouml;he&rdquo; erworben. Als nach ihrem Abschied aus dem Ministerium bekannt wurde, sie habe f&uuml;r nach Angaben der Staatsanwaltschaft &ldquo;wertlose Beratung&rdquo; Millionenbetr&auml;ge von Thyssen (Waffen), Elf Aquitaine (&Ouml;l) und E-Plus (Telekommunikation) erhalten, taufte die Boulevardpresse sie in &ldquo;Frau Raffzahn&rdquo; um. <\/p>\n<p>Nach dem Bericht des Untersuchungsausschusses zur Spendenaff&auml;re schloss H&uuml;rland-B&uuml;ning nach ihrer Zeit im Verteidigungsministerium Beratervertr&auml;ge &uuml;ber 10 Millionen DM ab. Daf&uuml;r setzte sie sich zum Beispiel gegen den Bau einer Pipeline von Wilhelmshaven nach Leuna ein, die das Raffinerieprojekt in Sachsen-Anhalt h&auml;tte gef&auml;hrden k&ouml;nnen.<br>\nH&uuml;rland-B&uuml;ning, 1987 von Helmut Kohl ins Ministerium geholt, soll auch in die CDU-Spendenaff&auml;re (illegale Parteispenden auf schwarzen Konten) verstrickt gewesen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169622\/42\/\">Linkszeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Parlament blutet aus<\/strong><br>\nRainer Wend, der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, tritt 2009 nicht wieder f&uuml;r den Bundestag an, dem er seit 1998 angeh&ouml;rt.<br>\nMit Wend, einem der letzten bekennenden &bdquo;Frogs&ldquo; (Friends of Gerhard Schr&ouml;der), verliert die SPD einen der wenigen Abgeordneten mit profundem wirtschaftspolitischem Sachverstand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~E698FCE50FDBF4B3DA61BA14EF2A1B5B4~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wend, einen der lautst&auml;rksten Papagei-Papageien (Tucholsky) der Wirtschaftsverb&auml;nde, nennt die FAZ einen Abgeordneten &bdquo;mit profundem wirtschaftspolitischen Sachverstand&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p>Wetten, dass Wend zum Dank f&uuml;r seien Lobbyismus im Gewand eines Abgeordneten alsbald einen lukrativen Job bei seinen fr&uuml;heren Einfl&uuml;sterern bekommen wird?<\/p><\/li>\n<li><strong>Ein Gr&uuml;ppchen Parlamentarier f&uuml;hlte sich nicht genug hofiert auf der Dienstreise nach Amerika <\/strong><br>\nIhre Beschwerden sind ein Dokument der Peinlichkeit. Die Diplomaten im sonnigen Kalifornien werden oft heimgesucht von Parlamentariern. Die Beamten sind einiges gewohnt. Normalerweise schweigen sie. Aber dieses Mal haben sich die Volksvertreter offenbar so &ldquo;unangemessen bis schikan&ouml;s&rdquo; verhalten, dass der Generalkonsul seinem &Auml;rger Luft machen musste.\n<p>Auch die Reisenden gl&uuml;hen noch Monate sp&auml;ter vor Zorn, fast alle f&uuml;hlen sich schlecht behandelt: &ldquo;Es war nicht der Standard, den wir gewohnt sind&rdquo;, sagt Widmann-Mauz. Deutlicher wird Randolph Kr&uuml;ger, Sekret&auml;r des Ausschusses: &ldquo;Die Leute vom Konsulat sind wohl gewohnt, betrunkene Touristen aus einer Gef&auml;ngniszelle zu holen, wissen aber nicht, welchen Service sie f&uuml;r Bundestagsabgeordnete zu leisten haben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,572742,00.html\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.F.:<\/strong> Armes Deutschland<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Einschaltquote mit Elend: Verb&auml;nde sprechen von &ldquo;Hetzjagd&rdquo;<\/strong><br>\nAm Mittwoch startet die Sat.1.-Dokureihe &ldquo;Gnadenlos gerecht&rdquo;. Darin ermitteln Sozialarbeiter angebliche Hartz-IV-Schmarotzer. Schon jetzt regt sich Protest. Veranstaltet der Sender eine &ldquo;&ouml;ffentliche Hetzjagd&rdquo; auf sozial Schwache?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/0,1518,572794,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der SPIEGEL r&auml;umt den Bedenken gegen diese Sendung f&uuml;r seine Verh&auml;ltnisse viel Platz ein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ypsilanti und die Union<\/strong><br>\n18. August 2008 Politik ist kein Nullsummenspiel, in dem der Nachteil des einen zwangsl&auml;ufig zum Vorteil des anderen ausschl&auml;gt. Die &ldquo;erheblichen Risiken&rdquo;, die sich nach dem Befund der SPD-F&uuml;hrung aus Frau Ypsilantis Machtstreben ergeben, bringen f&uuml;r die Union nicht besondere Sicherheit, sondern gleichfalls nicht abzusch&auml;tzende Risiken hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1\/Doc~E4FFDA0D3E21744E3958EB29419795A12~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Solche Einsichten sucht man in der SPD au&szlig;erhalb Hessens vergebens: &bdquo;Das gr&ouml;&szlig;te Risiko f&uuml;r die Union &ndash; f&uuml;r CDU und CSU gleicherma&szlig;en &ndash; steckt jedoch in einem Erfolg von Frau Ypsilanti. Es w&auml;re nicht das erste Mal, dass wesentliche Teile der &Ouml;ffentlichkeit sich unvermittelt dem Sieger anschlie&szlig;en, obwohl sie im Fall der Niederlage desselben Politikers nur Hohn und Spott f&uuml;r ihn &uuml;brig h&auml;tten. Von da an h&auml;tte die SPD im westdeutschen, aber auch im gesamtdeutschen F&uuml;nf-Parteien-System die Nase leicht vorne. &hellip; Das Risiko der programmatischen &Ouml;ffnung der SPD f&uuml;r die Zusammenarbeit mit der Linkspartei &ndash; das ist es, was neben der W&auml;hlerresonanz die rechten Sozialdemokraten wie Beck, Steinbr&uuml;ck und Steinmeier umtreibt &ndash; gebiert das Risiko f&uuml;r die Union, mit ihrer Programmatik reagieren zu m&uuml;ssen.&ldquo; Das klingt doch durchaus vielversprechend.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hundert Eckpunkte, aber kein Programm<\/strong><br>\nDie Fraktion der Linkspartei im Bundestag will den Vorwurf nicht auf sich sitzen lassen, die Partei habe kein Programm: Verkleidet als &bdquo;100 wichtige Initiativen der Bundestagsfraktion&ldquo; hat sie lauter kurze Slogans auf einem Faltblatt mit dem Titel &bdquo;Das 100-Punkte-Programm&ldquo; zusammengestellt. Es sei eine &bdquo;Fundgrube&ldquo; f&uuml;r andere Parteien, hei&szlig;t es.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3\/Doc~E23E19C6A7BAF4BDCB315589BDBEC81A3~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/dokumente.linksfraktion.net\/pdfdownloads\/7791333190.pdf\">Das 100-Punkte Programm [PDF &ndash; 168 KB]<\/a>\n<p><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Sind 100 konkrete, politische Forderungen (ob sie nun richtig sind oder nicht, ob sie umsetzbar sein m&ouml;gen oder nicht) nicht ein viel konkreteres Programm als die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Quodlibet\">Quodlibets<\/a> in den Grundsatzprogrammen von <a href=\"?p=2456\">CDU<\/a> und <a href=\"?p=1953\">SPD<\/a> mit beliebig vielen, sch&ouml;nen Grunds&auml;tzen?<\/p><\/li>\n<li><strong>US-Wahl: Hintert&uuml;rchen f&uuml;r Lobbyisten<\/strong><br>\nJohn McCain und Barack Obama wollen den Einfluss von Interessengruppen reduzieren. Doch die Nominierungsparteitage beider Parteien sind ein Fest f&uuml;r Lobbyisten. Mehr als 40 Millionen Dollar in bar will jede Partei akquirieren, um die gigantische, viert&auml;gige Show auf die Beine zu stellen. Dabei wird den Spendern unverhohlen politischer Nutzen in Aussicht gestellt.\n<p>Nicht ohne Grund kritisiert das von mehreren Stiftungen finanzierte Campaign Finance Institute der George Washington Universit&auml;t die Nominierungsparteitage als &ldquo;die letzten Schlupfl&ouml;cher f&uuml;r Gro&szlig;spenden&rdquo;. Denn seit dem von John McCain vor sechs Jahren initiierten Wahlkampf-Finanzierungsgesetz sind hohe Barspenden von Unternehmen oder Interessenvertretungen schlichtweg verboten. Einzig die Planungsaussch&uuml;sse der Parteitage d&uuml;rfen solche Schecks noch annehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/34\/us-parteitage-hintertuerchen-fuer-lobbyisten\">Zeit<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Humboldt besiegt das Kapital?<\/strong><br>\nDer Senat der Universit&auml;t Siegen setzt sich im Kampf um die Neuwahl des Rektors durch &ndash; gegen den mit Firmenchefs besetzten Hochschulrat. Doch der Streit um die Macht an der Uni in Nordrhein-Westfalen wird nur aufgeschoben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2008%2F08%2F18%2Fa0069&amp;cHash=007aca6d2a&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> &bdquo;Fremdbestimmung&ldquo; sei durchaus legitim, meint die Vertreterin des Internationalen Zentrums f&uuml;r Hochschulforschung (INCHER) in Kassel, Barbara M. Kehm: &ldquo;Die Universit&auml;ten haben mehr Freiheiten erhalten. Im Zuge dessen ist es nat&uuml;rlich, wenn gesellschaftliche Vertreter Mitspracherechte bekommen.&rdquo; Das m&uuml;sse kein Eingriff in die Freiheit von Lehre und Wissenschaft sein. <\/em><\/p>\n<p>Freiheit durch Fremdbestimmung. Statt demokratisch verantwortete und sich selbst verwaltende Hochschule von Unternehmern <a href=\"?p=3351\">gesteuerte &bdquo;unternehmerische&ldquo; Hochschule<\/a>.<\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Burgfrieden in Siegen &ndash; Streit um Rektorenstelle zwischen Hochschulrat und Senat<\/strong><br>\nDer Hochschulrat war streng nach den Buchstaben des Hochschulfreiheitsgesetzes vorgegangen: Laut Gesetz w&auml;hlt das Aufsichtsgremium das Rektorat oder Pr&auml;sidium, notfalls mit Zweidrittelmehrheit &ndash; auch gegen den Willen des Senats. In Siegen formierte sich prompt der Widerstand. Der Hochschulrat musste den R&uuml;ckzug antreten &ndash; gegen eine so geschlossene Haltung konnte er seinen Favoriten J&ouml;rg Steinbach nicht durchsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/833108\/\">DLF<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Kaukasus-Konflikt und die neue Au&szlig;enpolitik <\/li>\n<li>Deutsche Wirtschaftspolitik f&uuml;hrt die Euro-Zone in eine Zerrei&szlig;probe <\/li>\n<li>Irrwitzige deutsche Wirtschaftspolitik<\/li>\n<li>Datenklau und Datenschutz<\/li>\n<li>Wasser- und Strompreise<\/li>\n<li>Bahn auf B&ouml;rsenkurs &ndash; h&ouml;here Gewinne und h&ouml;here Fahrpreise<\/li>\n<li>Gesundheitskosten <\/li>\n<li>Werbetr&auml;ger der INSM<\/li>\n<li>Aus den Niederungen der Politik<\/li>\n<li>Ypsilanti eine Gefahr f&uuml;r die Union<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3411\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3411","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3411","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3411"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3411\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3411"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3411"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3411"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}