{"id":3412,"date":"2008-08-20T10:29:14","date_gmt":"2008-08-20T08:29:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3412"},"modified":"2008-08-20T10:29:14","modified_gmt":"2008-08-20T08:29:14","slug":"hinweise-des-tages-717","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3412","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Geb&uuml;hren fressen die Riester-Zulagen auf<\/li>\n<li>Betriebs- und Steuergeheimnis sch&uuml;tzen Regierung nicht mehr vor Anfragen<\/li>\n<li>Bundesagentur unterschl&auml;gt 1 Million Arbeitslose in der Statistik<\/li>\n<li>Die t&auml;gliche Diskriminierung Arbeitsloser<\/li>\n<li>Super-alt hei&szlig;t nicht super-pflegebed&uuml;rftig<\/li>\n<li>Steigende Preise<\/li>\n<li>&Uuml;ber Solarstrom, Atomstrom und angebliche Stroml&uuml;cken<\/li>\n<li>IKB: Rettung kostet den Staat 10 Milliarden, der Verkauf noch einmal eine Milliarde<\/li>\n<li>Investitionsbedarf in die Infrastruktur: 700 Milliarden Euro<\/li>\n<li>Wirtschaftspolitik: Den Teufelskreis durchbrechen<\/li>\n<li>Rezession und Finanzkrise<\/li>\n<li>Kaukasus-Konflikt<\/li>\n<li>Neue Umfragen<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3412&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Geb&uuml;hren fressen die Riester-Zulagen auf<\/strong><br>\nMehr als elf Millionen Deutsche haben einen Riester-Vertrag abgeschlossen &ndash; in der Hoffnung auf staatliche gef&ouml;rderte Rendite. Doch nach den ersten Jahresabrechnungen kommt oft die Ern&uuml;chterung: Die Verwaltungsgeb&uuml;hren sind meist so hoch, dass von den Zulagen nichts mehr &uuml;brig bleibt.\n<p>Sven Timmer* traute seinen Augen nicht. Um privat f&uuml;rs Alter vorzusorgen, hatte der Schleswig-Holsteiner 2005 einen Riester-Vertrag abgeschlossen. Doch was der Kontoauszug offenbarte, mochte Timmer so recht nicht glauben: Von den Zulagen war bislang kein einziger Cent auf seinem Vertrag angekommen. Die Kosten haben die staatliche F&ouml;rderung aufgefressen. F&uuml;r das Jahr 2005 stellte die BHW-Lebensversicherung 111,17 Euro an Verwaltungskosten in Rechnung. Die Zulage betrug 2005 gerade einmal 76 Euro. Im Jahr 2006 stieg die Zulage auf 114 Euro, der Kostenabzug jedoch auch: auf 164,68 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/arti2341417\/Gebuehren_fressen_die_Riester-Zulagen_auf.html\">Die Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben schon bei der Einf&uuml;hrung der Riester-Rente die These vertreten, dass es sich bei den staatlichen Zulagen nicht um eine F&ouml;rderung f&uuml;r Versicherte, sondern um eine Subvention f&uuml;r die Versicherungswirtschaft handelt. 11 Millionen Vertr&auml;ge sind abgeschlossen worden. Ein tolles Gesch&auml;ft f&uuml;r die Finanzdienstleister. Das erkl&auml;rt auch den hohen Propagandaaufwand und die massive Einflussnahme auf die Politiker mit Beratervertr&auml;gen und hohen Honoraren f&uuml;r Vortr&auml;ge, z.B. Walter Riester. Und das erkl&auml;rt auch den &bdquo;Kauf&ldquo; von &bdquo;Experten&ldquo; und &bdquo;Forschungs&ldquo;-Instituten.<\/em><\/p>\n<p>Es war von Anfang an klar, dass die Overheadkosten f&uuml;r die private Altersversicherung um ein Mehrfaches h&ouml;her liegen als beim Umlageverfahren der gesetzlichen Rentenversicherung. Schlie&szlig;lich m&uuml;ssen nicht nur Gewinne erzielt, sondern auch Versicherungsagenten bezahlt und die Propaganda- und Lobbykosten finanziert werden.<br>\nBedenkt man noch die Finanz-Risiken, die auf dem angesparten Kapital lasten, so m&uuml;sste eigentlich jedem deutlich werden, f&uuml;r wen die Riester-&bdquo;Reform&ldquo; ein Gesch&auml;ft ist.<\/p><\/li>\n<li><strong>Verfassungsgericht NRW: Im Einzelfall kann auch ein privates Unternehmen Gegenstand einer parlamentarischen Anfrage sein<\/strong><br>\nDie Landesregierung hat den verfassungsrechtlichen Informationsanspruch des Landtagsabgeordneten Reiner Priggen verletzt, indem sie von ihm gestellte parlamentarische Anfragen zu steinkohlepolitischen Themen in einigen Punkten nicht oder nur eingeschr&auml;nkt beantwortet hat. Dies hat der Verfassungsgerichtshof f&uuml;r das Land Nordrhein-Westfalen durch heute verk&uuml;ndetes Urteil entschieden. \n<p>Am 9. September 2006 hatte der Antragsteller 15 Kleine Anfragen mit insgesamt 67 Unterfragen an die Landesregierung gerichtet. Die Fragen betreffen u.a. konzerninterne Ertr&auml;ge der Ruhrkohle Aktiengesellschaft (RAG AG), den Finanzbedarf f&uuml;r Altlasten und sog. Ewigkeitskosten des Steinkohlebergbaus, die diesbez&uuml;gliche Haftung der RAG-Gesellschafter sowie die F&ouml;rderkosten und Investitionsplanungen der noch aktiven Bergwerke. Einige dieser Fragen hat die Landesregierung nicht oder nur eingeschr&auml;nkt beantwortet und dies damit begr&uuml;ndet, die betreffenden Informationen beinhalteten gesch&uuml;tzte Betriebs- und Gesch&auml;ftsgeheimnisse der RAG AG.<br>\nDas Fragerecht erstrecke sich auf alle Gegenst&auml;nde, f&uuml;r welche die Regierung zust&auml;ndig sei. Im Einzelfall k&ouml;nne auch ein privates Unternehmen Gegenstand einer parlamentarischen Anfrage sein, wenn der Staat mit ihm im eigenen Interesse intensiv zusammenarbeite und einen entsprechenden Einfluss aus&uuml;be. Dies sei hinsichtlich der RAG AG der Fall, da zwischen den Gesch&auml;ftsinteressen des Unternehmens und den energiepolitischen Belangen des Staates eine enge funktionale Verzahnung bestehe, die u.a. in der H&ouml;he der dem Unternehmen gew&auml;hrten Subventionen zum Ausdruck komme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vgh.nrw.de\/presse\/2008\/p080819.htm\">Verfassungsgerichtshof NRW<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dieses Urteil ist deshalb von gro&szlig;em Interesse, weil bislang die Regierungen mit Hinweis auf das Betriebs- oder Steuergeheimnis unangenehme Fragen abblocken konnte. Die Auskunftspflicht k&ouml;nnte vor allem f&uuml;r viele PPP-Projekte wichtig werden, denn auch dort wird den Parlamentariern regelm&auml;&szlig;ig die Auskunft &uuml;ber sensible Vertragsinhalte verweigert. Wenn der Steuerzahler zahlen soll, m&uuml;ssen Abgeordnete wenigstens das Recht haben, danach zu fragen, was mit diesem Geld geschieht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Statistik unterschl&auml;gt eine Million Erwerbslose<\/strong><br>\nEtwa eine Million Arbeitslose tauchen derzeit nicht in der Statistik auf, weil sie in Qualfizierungs- und Weiterbildungsma&szlig;nahmen stecken. Dies sagte Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) unserer Redaktion. Die Beh&ouml;rde hatte zuletzt 3,21 Millionen Arbeitslose gemeldet, den leichten Anstieg um 50 000 mit saisonalen Effekten begr&uuml;ndet.\n<p>Etwa 100000 junge Menschen sind aktuell in berufsvorbereitenden Ma&szlig;nahmen, 50000 in au&szlig;erbetrieblichen Ausbildungen. Wir wenden jedes Jahr drei Milliarden Euro auf, um zu reparieren. Schon 150000 Arbeitslose kosten pro Jahr 2,4 Milliarden Euro und damit genauso so viel, wie wir durch eine Beitragssatzsenkung um 0,3 Prozent weniger einnehmen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/public\/article\/wirtschaft\/news\/602979\/Statistik-unterschlaegt-eine-Million-Erwerbslose.html\">RP Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Offener Brief des Erwerbslosenforums Deutschland an SAT1-Programmchef Alberti<\/strong><br>\nSehr geehrter Herr Alberti,<br>\nIn Ihrer f&uuml;r ab Mittwoch (20.08.2008) geplanten Sat.1-Doku, Gnadenlos gerecht &ndash; Sozialfahnder ermitteln, soll an Hand von Beispielen die Arbeit von Sozialermittlern dargestellt werden. Dazu haben Sie sich der Mitarbeit der Mitarbeiter des Landkreis Offenbach bedient. Wir m&ouml;chten Sie mit dem heutigen Schreiben dringend bitten die ganze geplante Doku nochmals zu &uuml;berdenken bzw. von vorne herein einige grundlegende Klarstellungen zu machen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.scharf-links.de\/41.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=2049&amp;tx_ttnews[backPid]=7&amp;cHash=2d4adb4d86\">Scharflinks<\/a><\/li>\n<li><strong>Dreifache Verachtung<\/strong><br>\nLangzeitarbeitslose, Demenzkranke und Pflege-Profis werden von der Arbeitsagentur herabgew&uuml;rdigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=28545&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Viele Projekte f&uuml;r Langzeitarbeitslose vor dem Aus<\/strong><br>\nNach Informationen des ARD-Politikmagazins REPORT MAINZ geht vielen Tr&auml;gern von Hilfsprojekten f&uuml;r besonders schwierig zu vermittelnde Langzeitarbeitslose das Geld aus. Grund daf&uuml;r ist eine Gesch&auml;ftsanweisung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit vom April dieses Jahres, der zufolge die F&ouml;rderung mit Bundesmitteln eingestellt wird. Deutschlandweit werden deshalb viele erfolgreiche Ma&szlig;nahmen gestrichen, etwa die Vermittlung von Teilzeitausbildungspl&auml;tzen f&uuml;r allein erziehende M&uuml;tter, Bildungsangebote f&uuml;r Schulabbrecher oder berufsvorbereitende Deutschkurse f&uuml;r Migranten. Mehr als 150.000 Menschen nehmen derzeit an solchen Projekten teil. In einer Stellungnahme gegen&uuml;ber REPORT MAINZ vertritt das Bundesarbeitsministerium (BMAS) die Rechtsauffassung, die F&ouml;rdermittel des Bundes seien bisher zu Unrecht f&uuml;r solche Initiativen vergeben worden. Die Bundesl&auml;nder, Kommunen und Wohlfahrtsverb&auml;nde sehen dagegen den Bund weiter in der Pflicht.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/presse\/-\/id=1197424\/nid=1197424\/did=3869776\/1tp7d73\/index.html\">ARD Report Mainz (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/did=3743462\/pv=video\/gp1=3870926\/nid=233454\/5f1hzj\/index.html\">ARD Report Mainz (Video)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Solche Sparma&szlig;nahmen sind wirklich kein Wunder. Immerhin wurde der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung innerhalb weniger Jahre fast halbiert und soll weiter sinken. Dieser wichtige Zusammenhang wird in der Reportage leider nicht herausgearbeitet. Den Opfern dieser Sparma&szlig;nahmen &ndash; und dazu geh&ouml;ren auch die Besch&auml;ftigten dieser Projekte &ndash; bleibt ganz zynisch ausgedr&uuml;ckt die Aussicht darauf, Spielb&auml;lle f&uuml;r eine weitere Abw&auml;rtsspirale bei Einkommen und Arbeitsbedingungen zu werden. Aber der Vollst&auml;ndigkeit halber gibt es durchaus unterschiedliche Meinungen zu Sinn oder Unsinn solcher F&ouml;rderprogramme. Wir erinnern nochmals an den Vorsitzenden der Jungen Union Philipp Mi&szlig;felder: &ldquo;Viele wirklich unsinnige Ma&szlig;nahmen&rdquo;<br>\nQuelle 3: http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/831864\/<br>\nQuelle 4: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2008\/08\/15\/dlf_20080815_0648_497429c5.mp3\">Deutschlandradio (Podcast)<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Super-alt hei&szlig;t nicht super-pflegebed&uuml;rftig<\/strong><br>\nF&uuml;r den Einzelnen steige zwar mit Lebensjahr das Risiko, krank und gebrechlich zu werden, berichten die Wissenschaftler. Mehr Pflegebed&uuml;rftige g&auml;be es in der Gruppe der &ldquo;Superalten&rdquo; jedoch nicht. Der medizinische Fortschritt erm&ouml;gliche es, ein hohes Alter bei relativ guter Gesundheit zu erreichen. Die Gesellschaft m&uuml;sse dadurch auch nicht stark steigende Kosten und immensen Personalaufwand f&uuml;r die Versorgung der extrem alten Menschen f&uuml;rchten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wissen_und_bildung\/aktuell\/1565929_Super-alt-heisst-nicht-super-pflegebeduerftig.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Steigende Energieausgaben f&uuml;r private Haushalte<\/strong><br>\nHeiz- und Stromkosten sowie Aufwendungen f&uuml;r Kraftstoffe erh&ouml;hten sich f&uuml;r die Privathaushalte in Deutschland bereits in den Jahren 2002 bis 2006 um insgesamt rund 28%. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) aus den aktuell ausgewerteten Daten der Laufenden Wirtschaftsrechnungen mit. Unter Einbeziehung der Preisentwicklung seit 2006 und unter der Annahme, dass die privaten Haushalte ihren Energieverbrauch unver&auml;ndert beibehalten h&auml;tten, w&auml;ren die Energieausgaben von 2006 bis Juli 2008 um weitere 21% gestiegen.\n<p>Im Jahr 2002 betrugen die Ausgaben der Privathaushalte f&uuml;r Wohnenergie und Kraftstoffe noch durchschnittlich 172 Euro im Monat. In den Jahren 2003 und 2004 stiegen diese privaten Ausgaben moderat um 3,5% auf durchschnittlich 178 Euro beziehungsweise um 3,4% auf 184 Euro im Monat an. 2005 wendeten die Privathaushalte mit 201 Euro monatlich 17 Euro mehr als im Vorjahr f&uuml;r ihren Energieverbrauch auf (Steigerung um 9,2%). Noch tiefer als im Vorjahr mussten die Haushalte im Jahr 2006 bei einem prozentualen Anstieg von 10,0% in die Tasche greifen: durchschnittlich 221 Euro im Monat wurden f&uuml;r den Energieverbrauch ausgegeben. Unter der Annahme, dass die privaten Haushalte ihr Ausgabeverhalten im Energiebereich nicht ge&auml;ndert h&auml;tten und unter Einbeziehung der Preisentwicklung bis Juli 2008, erg&auml;ben sich gesch&auml;tzte durchschnittliche Energieausgaben von 267 Euro im Monat. Im Vergleich zu 2006 w&auml;re das eine nochmalige Ausgabenerh&ouml;hung von 46 Euro (21%) im Monat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/08\/PD08__297__631,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu ein durchsichtiger Abwiegelungsversuch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Kaufkraft &ndash; Wirklich alles teurer?<\/strong><br>\nDr. Rolf Kroker vom Institut der Deutschen Wirtschaft sagt dazu: &bdquo;Die Nettol&ouml;hne haben sich auf lange Frist besser entwickelt als die Preise. Das hei&szlig;t: Wir haben real heute mehr Netto und Kaufkraft in der Tasche als das fr&uuml;her der Fall war.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,pwr9c946rrpedfjo~cm.asp%20\">ARD plusminus<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Man nehme ein paar elektronische Ger&auml;te (die ohne Zweifel billiger geworden sind) und noch die Currywurst dazu und schon hat man bewiesen, dass die Kaufkraft gestiegen ist. Unseri&ouml;ser geht es nicht.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Noch keine Entwarnung an der Preisfront<\/strong><br>\nDie Preise f&uuml;r Mineral&ouml;l und Getreide sind weltweit gesunken, doch der Verbraucher sp&uuml;rt davon wenig. Pl&ouml;tzlich spielen die Rohstoffkosten nur eine geringe Rolle f&uuml;r den Endpreis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1574148&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Den Hinweis, dass das Wiedererstarken des Dollar gegen&uuml;ber dem Euro einen Teil der Mineral&ouml;lpreissenkungen zunichte habe, m&ouml;chte man der Sprecherin des Mineral&ouml;lwirtschaftsverbandes zur&uuml;ckgeben: Warum hat die Aufwertung des Euro nicht in gleicher Weise den Anstieg des Mineral&ouml;lpreises kompensiert? Steuern und Abgaben als Preistreiber auszumachen ist das reinste Ablenkungsman&ouml;ver. Der Staat kassiert immer den gleichen Anteil, ob nun der Liter Benzin 1 Euro oder 1,50 Euro kostet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Erzeugerpreise Juli 2008: + 8,9% gegen&uuml;ber Juli 2007<\/strong><br>\nPreisschub bei Erdgas, Strom und Mineral&ouml;lerzeugnissen<br>\nDer Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juli 2008 um 8,9% h&ouml;her als im Juli 2007. Eine h&ouml;here Jahresteuerungsrate hatte es letztmalig im Oktober 1981 (+ 9,1%) gegeben. Im Juni 2008 hatte der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte noch um 6,7% &uuml;ber dem Vorjahr gelegen. Gegen&uuml;ber Juni 2008 stieg der Index um 2,0%. Wie schon in den vergangenen Monaten hatten die Preise f&uuml;r Energie den h&ouml;chsten Einfluss auf die Jahresteuerungsrate. Sie stiegen im Jahresvergleich um 24,5%. Gegen&uuml;ber Juni 2008 war Energie um 5,1% teurer. Ohne Ber&uuml;cksichtigung von Energie stiegen die Erzeugerpreise im Jahresvergleich lediglich um 3,6%.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/08\/PD08__296__61241,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt <\/a><\/li>\n<li><strong>Solarstrom aus der W&uuml;ste<\/strong><br>\nWer Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung will, kommt an erneuerbaren Energien nicht vorbei, auch wenn ihre Nutzung noch h&auml;ufig auf staatliche Unterst&uuml;tzung angewiesen ist. Unter den Technologien erneuerbarer Stromerzeugung versprechen solarthermische Kraftwerke dabei relativ g&uuml;nstige Erzeugungskosten von etwa 15 Euro-Cent pro Kilowattstunde (kWh), wenn sie in Regionen mit hoher Solareinstrahlung arbeiten. Da sie mit Speichern ausgestattet werden k&ouml;nnen, produzieren sie zudem zuverl&auml;ssiger als Wind- oder Photovoltaikanlagen, was ihren wirtschaftlichen Wert erh&ouml;ht. Man muss sich einmal vorstellen, dass auf eine so &uuml;berschaubare Fl&auml;che von 50 mal 50 Kilometern mehr als 5000 Milliarden kWh Solarstrahlung fallen, die bei einem Wirkungsgrad von etwa 15 Prozent in 750 Milliarden kWh Strom verwandelt werden k&ouml;nnten; das ist etwa der Stromverbrauch Mitteleuropas.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/dokumentation\/1458080_Solarstrom-aus-der-Wueste.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Stroml&uuml;cke &ndash; Michael Glos biegt Studie zurecht<\/strong><br>\nDas Bundeswirtschaftsministerium hat diese Woche routinem&auml;&szlig;ig seinen &ldquo;Monitoring-Bericht zur Versorgungssicherheit im Bereich der Elektrizit&auml;tsversorgung in Deutschland&rdquo; vorgelegt, zu dem es alle zwei Jahre verpflichtet ist. Ebenso routiniert nutzte Minister Michael Glos (CSU) den Anlass, um mal wieder vor einer &ldquo;Stroml&uuml;cke&rdquo; und h&ouml;heren Strompreisen zu warnen &ndash; und daraus abgeleitet den Atom-Ausstieg in Frage zu stellen und noch mehr neue Kohlekraftwerke zu fordern. Der Bild war das gar eine Meldung auf Seite 1 wert, samt Ausrufezeichen und dem Wort &ldquo;Alarm&rdquo;. Und wie das halt so ist, plapperten die anderen Medien &ndash; von stern.de bis Reuters &ndash; die Botschaft nach; einzig die Kollegin von zeit.de scheint vor Niederschrift ihres Textes auch einen Blick in den &bdquo;Monitoring-Bericht&ldquo; selbst und die zugrundeliegende 186-seitige Experten-Studie geworfen zu haben und titelte zutreffend: &ldquo;Keine Angst vorm Stromausfall!&rdquo; In dem Gutachten dreier Forschungsinstitute steht n&auml;mlich wenig, was Glos&rsquo; Warnungen rechtfertigt &ndash; und im Punkt Atom-Ausstieg sogar genau das Gegenteil.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.klima-luegendetektor.de\/2008\/08\/13\/stromlucke-6-michael-glos-biegt-studie-zurecht\/\">Klima-L&uuml;gendetektor<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/M-O\/monitoring-versorgungssicherheit-elektrizitaetsversorgung,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf\">Monitoring-Bericht [PDF &ndash; 116 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Weiter Kritik an Bahn-Abzocke<\/strong><br>\nAngek&uuml;ndigte Preiserh&ouml;hung emp&ouml;rt Gewerkschafter und Politiker<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/08-20\/017.php?print=1\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Brauchen wir wirklich noch Belege daf&uuml;r, dass die b&ouml;rseng&auml;ngige Bahn kein &ouml;ffentlicher Dienstleister ist, &ldquo;der die Mobilit&auml;t der Menschen zu g&uuml;nstigen Preisen gew&auml;hrleistet.&rdquo; Wie naiv tun da alle! Ein renditeorientiertes Privatunternehmen, ob Bahn, Strom oder Gas, muss ja irgendwoher seine Profite herholen. Die Entscheidung, die Volkswirtschaft Deutschland in einen einzelwirtschaftlichen Flickenteppich zu reformieren, ist schon l&auml;ngst gefallen. Nachrichten dieser Art, wie j&uuml;ngst die Erh&ouml;hung der Strompreise, werden sich h&auml;ufen, unterbrochen von Meldungen, wie die sozialen Kosten dieses Prozesses immer wieder vom Staat &uuml;bernommen werden m&uuml;ssen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bund st&uuml;tzt IKB-Verkauf wohl mit 800 Millionen<\/strong><br>\nDer Verkauf der angeschlagenen Mittelstandsbank IKB wird vom Bund offenbar abermals gest&uuml;tzt. Wie aus Verhandlungskreisen verlautet, sollen von der im Juni gemachten vorsorglichen Zusage &uuml;ber 1 Milliarde Euro nun tats&auml;chlich 800 Millionen Euro zur Absicherung weiterer Verlustrisiken aus dem Wertpapierportfolio zur Verf&uuml;gung gestellt werden.\n<p>Dem Vernehmen nach gibt es noch zwei Bieter, die Beteiligungsgesellschaft RHJI und den Finanzinvestor Lonestar. Zuletzt schien sich eine Pr&auml;ferenz f&uuml;r RHJI herauszukristallisieren. Allerdings wurde auch am Dienstag noch verhandelt. Offizielle Verlautbarungen gibt es weiterhin nicht. Formell f&uuml;hrt die staatseigene F&ouml;rderbank KfW, die gr&ouml;&szlig;ter Anteilseigner der IKB ist und den &uuml;berwiegenden Teil der etwa 8 bis 10 Milliarden Euro teuren Rettung tr&auml;gt, die Verhandlungen und entscheidet, wer den Zuschlag erh&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9\/Doc~E99EC80F6C7704AD0ABD1D6931B362736~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist nur noch grotesk, wie da nach den 8 bis 10 Milliarden Euro zur Rettung der privaten (!) Bank einfach noch einmal bis zu einer Milliarde zum Verkauf nachgeschoben wird. Nur noch einmal zum Vergleich: Zur Bew&auml;ltigung des &bdquo;Studentenbergs&ldquo; stellt die Bundesregierung gerade mal pro Jahr 400 Millionen &euro; bereit.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche Infrastruktur braucht 700 Milliarden Euro<\/strong><br>\nLange haben es die Kommunen schamhaft verschwiegen, jetzt ist es nicht mehr von der Hand zu weisen: Den St&auml;dten drohen gigantische Kosten wegen des Erneuerungsbedarfs der Infrastruktur. Bis 2020 sind kommunale Investitionen von mehr als 704 Milliarden Euro notwendig &ndash; eine Zahl, die nun auch den Deutschen St&auml;dte- und Gemeindebund (DstGB) alarmiert. Errechnet wurde sie vom gr&ouml;&szlig;ten deutschen Stadtforschungsinstitut, dem Deutschen Institut f&uuml;r Urbanistik (Difu) in Berlin.<br>\nLaut Difu zeigt sich der gr&ouml;&szlig;te Investitionsbedarf bei Stra&szlig;en (162 Mrd. Euro), Schulen (73 Mrd. Euro) und bei der kommunalen Abwasserbeseitigung (58 Mrd. Euro).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/welt_print\/arti2345591\/Deutsche_Infrastruktur_braucht_700_Milliarden_Euro.html\">welt.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wie lautet doch die Parole der neoliberalen Experten: Investitionsprogramme sind wie Strohfeuer. Da besteht ein riesiger Investitionsbedarf in die Zukunft und wir vers&uuml;ndigen uns an der k&uuml;nftigen Generation (Bofinger), aber die herrschende Politik sieht ihre h&ouml;chste Priorit&auml;t in Einsparungen f&uuml;r einen ausgeglichenen Haushalt. Und die Konjunktur kommt nach der herrschenden Lehre ohnehin vom Himmel oder vom Sozialabbau. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wirtschaftswissenschaftler Gustav Horn warnt vor Rezession<\/strong><br>\nAngesichts der aktuellen Wirtschaftsentwicklung ist nach Ansicht von Gustav A. Horn eine Rezession in Deutschland nicht mehr auszuschlie&szlig;en. In dieser Situation d&uuml;rfe man sich nicht auf die Selbstheilungskr&auml;fte der Wirtschaft verlassen, sondern m&uuml;sse in Form eines staatlichen Konjunkturprogramms aktiv gegensteuern, betonte der wissenschaftliche Direktor des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/833360\/\">Deutschlandradio Kultur<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2008\/08\/19\/drk_20080819_0650_45d7aa67.mp3\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Robert von Heusinger: Wohlbekannte kapitalistische Teufelskreise<\/strong><br>\nNur noch Staat und Notenbank sind in der Lage, mit unorthodoxem Vorgehen die Krise zu meistern. Als erstes muss die Spekulation auf fallende Bankaktien komplett verboten werden. Damit w&uuml;rden entscheidende Krisenversch&auml;rfer abgeschaltet: b&ouml;se Ger&uuml;chte und &uuml;berm&auml;&szlig;ig heftige Kursverluste. Als zweites muss die Europ&auml;ische Zentralbank sofort mit Zinssenkungen beginnen. Daf&uuml;r m&uuml;sste sie zwar zugeben, dass sie v&ouml;llig falsch lag, aber die Banken bekommen wenigstens etwas Luft (niedrigere Zinsen) zum Atmen. Und drittens muss Euroland gemeinsam die Konjunktur st&uuml;tzen, wie es die Franzosen fordern. Die Eurogruppe, das Gremium der Finanzminister, muss rasch ein europaweites Konjunkturprogramm auflegen, um Schlimmeres zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1577397&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So recht von Heusinger hat, die EZB wird den Teufel tun. Der EZB muss zuallererst die alleinige Ausrichtung auf die Geldwertstabilit&auml;t genommen werden, und sie muss Ziele wie ein hohes Besch&auml;ftigungsniveau akzeptieren &ndash; wie z.B. beim FED der USA. Dazu m&uuml;ssen die Mitgliedstaaten der Eurozone allerdings die Verfasstheit der EZB &auml;ndern.<\/em><\/p>\n<p><em>Weiter: <\/em><\/p>\n<p><strong>Wieso Deutschland doch ein Konjunkturprogramm braucht<\/strong><br>\nEine Replik auf Michael Kr&ouml;ger im <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,572386,00.html\">Spiegel<\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.europa-im-blick.de\/spip.php?article117%20\">Europa im Blick<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die USA in der Rezession &ndash; oder doch nicht?<\/strong><br>\nWas haben aber die Wirtschaftsexperten zur Zukunft der US-Wirtschaft zu sagen? Die Wahrscheinlichkeit, dass es in den n&auml;chsten zw&ouml;lf Monaten zu einer Rezession kommen wird, wird auf 63% veranschlagt. Immerhin f&uuml;nf der Auguren sind sich dessen v&ouml;llig sicher, w&auml;hrend niemand es gewagt hat, eine Rezession auszuschlie&szlig;en. Vor allem f&uuml;r das letzte Quartal 2008 und das erste Vierteljahr 2009 wird eine Schw&auml;chephase mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit prognostiziert. Gleichwohl erwartet man im Durchschnitt auch in dieser Periode ein positives Wachstum. Im gegenw&auml;rtigen Umfeld scheint jedoch der reale Zuwachs des BIP nur ein unzuverl&auml;ssiger Indikator daf&uuml;r zu sein, ob nun Rezession herrscht oder nicht. Letztlich ist dies eine Frage, welche Akademiker und Medien st&auml;rker umtreibt als den Durchschnittsb&uuml;rger. Wenn dieser mit seinem Verdienst weniger kaufen kann, wenn der Arbeitsmarkt keine neuen Stellen mehr anbietet, wenn sein Haus weniger und weniger wert ist und wenn er liest, dass der Umsatz der Autobranche gegen&uuml;ber dem Vorjahr um 10% gefallen ist, so weiss er, dass die Zeiten nicht gut sind, ob man dies nun Rezession nennt oder nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/die_usa_in_der_rezession__oder_doch_nicht_1.809886.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider wird in Deutschland die Methode der Inflationsmessung der USA kaum diskutiert (die der Arbeitslosigkeit leider auch nicht), dabei haben die USA in der Vergangenheit zweimal (1982 unter Reagan und 1998 unter Clinton) die Inflationsrate rein messtechnisch nach unter gedr&uuml;ckt, d.h. nach beiden Me&szlig;methoden gibt es in den USA schon l&auml;ngere Zeit keinen realen Zuwachs des BIP, was sicherlich dem Grundgef&uuml;hl des Durchschnittsb&uuml;rgers entspricht. <\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Die USA sch&ouml;nen ihre Daten<\/strong><br>\nDie gr&ouml;&szlig;te Wirtschaftsnation der Welt rechnet ihre Teuerungsrate klein, sagen Experten &ndash; und legen erschreckende Alternativzahlen vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/artikel\/57\/177519\/print.html\">SZ<\/a><\/p>\n<p>Vergleiche hierzu auch die Grafik im Artikel &ldquo;The Fed&rsquo;s inflation gauge isn&rsquo;t realistic, critics say&rdquo; im <a href=\"http:\/\/www.signonsandiego.com\/news\/business\/20080417-9999-1n17inflate.html#inflate\">SignOnSanDiego<\/a>, oder ganz aktuell <a href=\"http:\/\/www.shadowstats.com\/\">hier<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><strong>Drohende Rezession: Giftige Mixtur<\/strong><br>\nDie Finanzkrise erlebt einen neuen Schub. Die Bankaktien st&uuml;rzen ab, die Finanzkonditionen verteuern sich drastisch und die Spekulanten treiben ihr Unwesen. Und &uuml;berall droht Rezession.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1578159_Giftige-Mixtur.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Neue Ersch&uuml;tterungen im Finanzsektor<\/strong><br>\nFinanzwerte haben an den US-B&ouml;rsen zum Wochenauftakt neue Verluste hinnehmen m&uuml;ssen. Im Mittelpunkt standen die Investmentbank Lehman Brothers, die erneut einen erheblichen Verlust ausweisen d&uuml;rfte, sowie die Hypotheken-Finanzierer Fannie Mae und Freddie Mac, deren Chancen f&uuml;r eine staatliche Rettungsaktion gestiegen sind. H&auml;user wie JP Morgan Chase und Lehman Brothers haben in der Hoffnung auf eine Marktwende mit Abschreibungen zugewartet. Angesichts der andauernden Krise am H&auml;usermarkt sind nun jedoch Anpassungen erforderlich. Zudem greift die Kreditkrise auf weitere Anlagen &uuml;ber. Wilbur Ross, der sich auf den Kauf riskanter Anlagen und bankrotter Firmen spezialisiert, rechnet mit bis zu 1000 Bankenpleiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/boersen_und_maerkte\/neue_erschuetterungen_im_finanzsektor_1.810113.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em>Dazu passt noch die Erinnerung:<\/em><\/p>\n<p><strong>Der K&ouml;nig der Krise<\/strong><br>\nDer Hedgefonds-Manager John Paulson sah die US-Immobilienkrise voraus und kassierte vergangenes Jahr 2,3 Milliarden Euro &ndash; so viel verdiente an der Wall Street noch nie jemand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/11\/300009\/text\/\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><em>Anmerkung:<\/em> So ist das eben: Die Einen verlieren und die anderen verdienen daran und am Schluss zahlt der Steuerzahler.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gehaltvolle Arbeiten<\/strong><br>\nDie Deutsche Schutzvereinigung f&uuml;r Wertpapierbesitz hat eine Studie zu den Managergeh&auml;ltern in Deutschland ver&ouml;ffentlicht. Die Vorst&auml;nde der gro&szlig;en b&ouml;rsennotierten Konzerne in Deutschland, aber auch Top-Manager aus der zweiten Reihe der deutschen Unternehmen haben keinen Grund, sich zu beschweren. Und zwar nicht nur, weil sie im vergangenen Jahr im Schnitt 2,926 Millionen Euro verdient haben &ndash; das entspricht einer Gehaltssteigerung um 7,75 Prozent (zum Vergleich: die durchschnittliche Lohnsteigerung f&uuml;r Arbeitnehmer lag 2007 bei drei Prozent). Sondern auch, weil damit Klagen &uuml;ber angeblich viel besser bezahlte Spitzenkr&auml;fte im Ausland hinf&auml;llig werden. Danach haben die deutschen Top-Manager im vergangenen Jahr deutlich mehr bekommen als ihre Kollegen in Frankreich (2,3 Millionen Euro) und nur unwesentlich weniger als Top-Manager in der Schweiz (2,99 Millionen) und in den USA (3,03 Millionen).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Fragen-des-Tages;art693,2596945?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich ist die Deutsche Schutzvereinigung f&uuml;r Wertpapierbesitz interessierte Partei, welche gewiss auf Anreize zwecks Steigerung des Kurses und der Dividende setzt. Deswegen sind aber die Informationen nicht uninteressant: Auch das Management hat endlich amerikanische Verh&auml;ltnisse erreicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Von Siemens gesponserter AUB-Bundesvorsitzender finanziert CDU-Politiker<\/strong><br>\nNach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft N&uuml;rnberg-F&uuml;rth soll Wilhelm Schelsky, Beschuldigter in der Siemens-Aff&auml;re und langj&auml;hriger Bundesvorsitzender der Betriebsr&auml;teorganisation AUB, in weit gr&ouml;&szlig;erem Umfang als bislang bekannt CDU-Politiker in Mecklenburg-Vorpommern gesponsert haben. Das Geld soll aus jenen 50 Millionen Euro stammen, die Siemens ihm &uuml;berlassen hat, um die AUB als arbeitgeberfreundliches Gegengewicht zur IG Metall aufzubauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/782\/306740\/text\/\">SZ<\/a> <\/li>\n<li><strong>&ldquo;Merkel h&auml;tte Schr&ouml;der bitten sollen&rdquo;<\/strong><br>\nNach dem Georgien-Krieg pl&auml;diert Kohls Ex-Sicherheitsberater Teltschik erst recht f&uuml;r eine Ann&auml;herung an Russland. Es brauche Unterst&uuml;tzung statt Ermahnungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/europa\/artikel\/1\/merkel-haette-schroeder-einspannen-sollen\/\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Lesenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kosovo im Kaukasus<\/strong><br>\nStefan Kornelius, Au&szlig;enpolitik-Chef der S&uuml;ddeutschen Zeitung, ist einer der einflussreichsten Journalisten in Deutschland. In seinen Kommentaren zum Kaukasus-Konflikt vertritt er eine explizit transatlantische Linie. Jeden Vergleich der Konflikte in Georgien zum Kosovo-Konflikt lehnt er strikt ab &ndash; dies wundert wenig, betonte er doch bereits fr&uuml;her, die Unabh&auml;ngigkeit des Kosovos sei &bdquo;ein nicht vergleichbarer Einzelfall&ldquo; und der Gedanke, den Kosovo als Pr&auml;zedenzfall f&uuml;r andere Separatisten zu verstehen, sei nur &bdquo;ein Konstrukt Moskaus&ldquo;. Getreu dieser Logik versucht er auch in seinem aktuellen Leitartikel &bdquo;Kein Kosovo im Kaukasus&ldquo; jegliche Parallelen vom Tisch zu wischen. Dabei macht er auch vor Geschichtsklitterung nicht halt. \n<p>Eine Replik: Russland unterst&uuml;tze die internationalen Vermittlungsbem&uuml;hungen durch die &bdquo;F&uuml;nf Freunde&ldquo; so konstruktiv, dass es vom US-Au&szlig;enministerium explizit gelobt wurde. Dies &auml;nderte sich erst mit dem Jahr 2005, als der georgische Pr&auml;sident Saakaschwili die internationalen Vermittlungen durch seine nationalistische &bdquo;Einheitspolitik&ldquo; torpedierte und das Land im Eiltempo in die NATO bringen wollte. Seit diesem Zeitpunkt verfolgte Russland eine konfrontative Strategie, die letztendlich Fakten schaffen sollte, die Georgien vor die Wahl &bdquo;Abspaltung&ldquo; oder &bdquo;Krieg&ldquo; stellen sollten<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/\">Spiegelfechter<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>US-Wahlkampf: Georgien bezahlte McCains Berater<\/strong><br>\nBis vor kurzem arbeitete die Lobbyfirma von John McCains Au&szlig;enpolitikberater Randy Scheunemann gleichzeitig f&uuml;r die Regierung von Georgien. Lobbyexperten sind alarmiert &ndash; und Obama reibt sich die H&auml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/uswahl\/us-wahlkampf-georgien-bezahlte-mccains-berater_aid_324750.html\">FOCUS<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Heckler &amp; Koch auf Seitenwegen<\/strong><br>\nR&uuml;stungsexperten best&auml;tigen: Deutsche Waffen sind trotz Exportverbot schon seit Jahren in Georgien im Einsatz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/08-19\/020.php\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Umfragen: Zwei Drittel der Befragten: Die SPD ist nicht mehr die Partei der sozialen Gerechtigkeit<\/strong><br>\nSiehe dazu Infratest dimap Deutschlandtrend August 2008 (Bild 12).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_multifunktion\/index.php?em_client=fr&amp;em_art=galery&amp;em_loc=3277&amp;em_cnt=1404967&amp;em_page=1%20\">FR<\/a>\n<p><em>Siehe auch Allensbach: Keine Mehrheit f&uuml;r Schwarz-Gelb <\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~E402038E6E23240C8BB67D5B290AE0337~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>DHV-Pr&auml;sident: Der Bachelor ist keine Garantie f&uuml;r ein Masters-Studium<\/strong><br>\nErst war er gepriesen als eine europ&auml;ische Bildungsl&ouml;sung und Teil einer kontinentalen Hochschulreform, nun setzt Ern&uuml;chterung ein angesichts der wachsenden Inakzeptanz des Bachelor-Studiengangs. Viele Studierende bef&uuml;rchten, trotz Bachelor nicht weiter studieren zu k&ouml;nnen. Der Pr&auml;sident des Deutschen Hochschulverbandes Bernhard Kempen fordert daher Konzentration auf den Master und eine verst&auml;rkte Mobilit&auml;t der Studierenden.<br>\n&ldquo;Ihr studiert hier, wir wissen aber gar nicht genau, wo die Reise euch hinf&uuml;hren wird. Werdet ihr die M&ouml;glichkeit haben, nach einem Bachelor-Studium noch Master zu studieren an eurer eigenen Universit&auml;t, an einer anderen deutschen Universit&auml;t oder gar an einer ausl&auml;ndischen Universit&auml;t?&rdquo; Das kann heute niemand verl&auml;sslich einem Studenten mitgeben oder versprechen. Und das Zweite ist, es kann auch niemand einem Studenten versprechen: &ldquo;Mit dem Bachelor-Abschluss wirst du in einen Beruf &uuml;bernommen werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/833884\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>Uni dementiert linke Gesinnungspflicht<\/strong><br>\nDie Universit&auml;t Siegen erkl&auml;rt eine Meldung von Spiegel-Online zur &ldquo;Zeitungsente im Sommerloch&rdquo;. Unter dem Titel &ldquo;Mitarbeiter mit richtiger Weltanschauung gesucht&rdquo; schreibt SpOn:\n<p>Die Universit&auml;t Siegen ist nach SPIEGEL-Informationen eine fragw&uuml;rdige Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung eingegangen, die der Partei Die Linke eng verbunden ist. Zur Koordinierung eines Promotionskollegs, das die Stiftung an der Universit&auml;t einrichtet, hat die Hochschule einen Wissenschaftlichen Mitarbeiter gesucht. Dieser muss freilich die richtige Weltanschauung haben: Bewerber sollten sich &ldquo;den Zielen der Stiftung verbunden f&uuml;hlen&rdquo;, hie&szlig; es in der Stellenausschreibung der Universit&auml;t.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/spiegelkritik.de\/2008\/08\/19\/uni-dementiert-linke-gesinnungspflicht\/\">Spiegelkritik<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Geb&uuml;hren fressen die Riester-Zulagen auf<\/li>\n<li>Betriebs- und Steuergeheimnis sch&uuml;tzen Regierung nicht mehr vor Anfragen<\/li>\n<li>Bundesagentur unterschl&auml;gt 1 Million Arbeitslose in der Statistik<\/li>\n<li>Die t&auml;gliche Diskriminierung Arbeitsloser<\/li>\n<li>Super-alt hei&szlig;t nicht super-pflegebed&uuml;rftig<\/li>\n<li>Steigende Preise<\/li>\n<li>&Uuml;ber Solarstrom, Atomstrom und angebliche Stroml&uuml;cken<\/li>\n<li>IKB: Rettung kostet den Staat 10 Milliarden, der Verkauf noch einmal<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3412\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3412","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3412","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3412"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3412\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3412"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3412"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3412"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}