{"id":34134,"date":"2016-07-08T08:57:25","date_gmt":"2016-07-08T06:57:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34134"},"modified":"2016-07-08T08:57:25","modified_gmt":"2016-07-08T06:57:25","slug":"hinweise-des-tages-2662","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34134","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34134#h01\">Sahra Wagenknecht: Die agilsten Gegner Europas sitzen heute in Br&uuml;ssel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34134#h02\">Das Europa, das wir wollten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34134#h03\">Und schon naht der n&auml;chste Trick<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34134#h04\">Altersversorgung: SPD-Linke will Rentenniveau auf 50 Prozent anheben <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34134#h05\">&ldquo;Alleinerziehende brauchen nicht nur finanzielle Unterst&uuml;tzung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34134#h06\">Projekt Superbeh&ouml;rde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34134#h07\">Mehr Panzer, daf&uuml;r weniger Gewehre<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34134#h08\">Airbus knackt den Jackpot: Deutscher R&uuml;stungskonzern f&uuml;hrt Konsortium f&uuml;r europ&auml;isches Drohnenprojekt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34134#h09\">Russophobie als ideologische Waffe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34134#h10\">Was hei&szlig;t &bdquo;gute Bleibeperspektive&ldquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34134#h11\">Studie zu Fl&uuml;chtlingen und Migranten: Die Willkommenskultur verabschiedet sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34134#h12\">Fl&uuml;chtlinge g&auml;nzlich unerw&uuml;nscht: Neuer Bericht zur Situation in Ungarn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34134#h13\">Neue Studie: Border Wars<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34134#h14\">Aufstieg der Populisten: Kapitalismus? Echt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34134#h15\">AfD: Von sozialer Spaltung zum &ldquo;Volk&rdquo; der Rechten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34134#h16\">Aus, aus, aus &ndash; das Spiel ist aus!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht: Die agilsten Gegner Europas sitzen heute in Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nDie NATO-Einkreisung Russlands sichert nicht den Weltfrieden, sondern gef&auml;hrdet ihn. Es ist dringend Zeit f&uuml;r eine eigenst&auml;ndige europ&auml;ische Au&szlig;enpolitik in der Tradition der Entspannungspolitik und f&uuml;r die Ersetzung der US-dominierten NATO durch ein kollektives Sicherheitssystem unter Einschluss Russlands. &ndash; Dass die Ergebnisse des Europ&auml;ischen Rats letzte Woche von der Tagesordnung abgesetzt wurden, ist bezeichnend. Wegschweigen, Aussitzen, nicht &uuml;ber Ver&auml;nderung reden, das k&ouml;nnen doch nicht die Schlussfolgerungen aus der aktuellen Krise sein. Wer nicht will, dass Europa endg&uuml;ltig zerf&auml;llt, muss auf einen sozialen und demokratischen Neubeginn setzen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=595cAER34PA\">Linksfraktion via YouTube<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/2391.die-agilsten-gegner-europas-sitzen-in-br%C3%BCssel.html\">Sahra Wagenknecht<\/a>\n<p><strong>Dazu: EU-Globalstrategie und deutsch-franz&ouml;sische Militarisierungsoffensive<\/strong><br>\n&Uuml;berschattet von der Brexit-Abstimmung verabschiedeten die europ&auml;ischen Staats- und Regierungschefs beim Gipfeltreffen in Br&uuml;ssel Ende Juni 2016 nahezu unbemerkt eine neue EU-Globalstrategie (EUGS). Das seit &uuml;ber einem Jahr unter der &Auml;gide der EU-Au&szlig;enbeauftragten Federica Morgherini ausgearbeitete Papier namens &bdquo;Gemeinsame Vision, gemeinsame Aktion &ndash; ein st&auml;rkeres Europa&ldquo; ersetzt die bisher g&uuml;ltige &bdquo;Europ&auml;ische Sicherheitsstrategie&ldquo; (ESS) aus dem Jahr 2003. Die EUGS steckt als Grundlagendokument die allgemeinen Ziele ab, die die Europ&auml;ische Union mit ihrer Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik verfolgen m&ouml;chte und liefert damit die Grundlage, um nun &ndash; wahrscheinlich in einem sp&auml;teren Wei&szlig;buch &ndash; eine konkrete Militarisierungsagenda zur Umsetzung dieser Ambitionen auszuarbeiten. Paradoxerweise k&ouml;nnte sich hier der &ndash; m&ouml;gliche &ndash; Brexit als regelrechter &bdquo;Segen&ldquo; f&uuml;r die Propagandisten einer &bdquo;Milit&auml;rmacht EUropa&ldquo; erweisen, da Gro&szlig;britannien bislang Initiativen in diese Richtung stets ablehnend gegen&uuml;berstand. Jedenfalls gingen die Au&szlig;enminister Deutschlands und Frankreichs unmittelbar nach dem britischen Referendum mit einem gemeinsamen Papier in die Offensive, in dem sie eine Reihe von Vorschl&auml;gen unterbreiten, um die EUGS mit milit&auml;rischer Substanz anzureichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/07\/06\/eu-globalstrategie-und-deutsch-franzoesische-militarisierungsoffensive\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Nato-Gipfel in Warschau: Weiter S&auml;belrasseln Richtung Russland<\/strong><br>\nEhemalige US-Geheimdienstmitarbeiter fordern Angela Merkel auf, eine weitere Eskalation zu verhindern und die Ukraine-Politik zu &uuml;berdenken<br>\nHeute beginnt der zweit&auml;gige Nato-Gipfel in Warschau, wo weitere Aufr&uuml;stungsma&szlig;nahmen beschlossen werden sollen. Im Jargon gesprochen hei&szlig;t es auf der Nato-Website, dass die Sicherheit der Allianz durch Verst&auml;rkung der Abschreckung und Verteidigung verst&auml;rkt und &ldquo;Stabilit&auml;t &uuml;ber ihre Grenzen hinaus projiziert&rdquo; werden soll. Beschlossen werden soll die feste Stationierung von vier Bataillonen in Estland, Lettland, Litauen und Polen und einer Brigade in Rum&auml;nien. &Uuml;berdies sollen die Cyberwar-Kapazit&auml;ten, das zivile Krisenmanagement und die Verteidigung gegen Raketen, also das US-Nato-Raketenabwehrsystem, ausgebaut werden. Der Cyberspace soll neben den traditionellen Operationsgebieten Land, Luft und See zum neuen Operationsgebiet erkl&auml;rt werden.<br>\nSt&uuml;tzpunkte sind in Rota, Spanien, Rum&auml;nien, Polen und der T&uuml;rkei, in Deutschland befindet sich auf dem Luftwaffenst&uuml;tzpunkt Ramstein die Kommandozentrale. Wieder einmal wiederholt Nato-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg, das Raketenabwehrsystem richte sich nicht gegen Russland. Man k&ouml;nne schon aus physikalischen Gr&uuml;nden keine russischen Interkontinentalraketen damit abschie&szlig;en. Es seien daf&uuml;r zu wenige Raketen, sie seien auch zu nahe an der russischen Grenze oder zu s&uuml;dlich stationiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48761\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das Europa, das wir wollten<\/strong><br>\nFast alle wollen Europa. Die meisten wissen allerdings nicht, was das genau sein soll, dieses Europa. Europa darf nicht nur ein emotionales, es muss auch ein intellektuelles Projekt sein. Daran fehlt es, weil die Europ&auml;ische Kommission unter dem Druck der nationalen Regierungen versagt. Nach dem Brexit f&auml;llt es vielen in Gro&szlig;britannien offenbar wie Schuppen von den Augen, dass sie eigentlich Europa wollten. Der Rest Europas sinniert in gespielter Verzweiflung dar&uuml;ber, wie man Europa retten kann. Aufrechte Intellektuelle laufen zu gro&szlig;er Form auf und verk&uuml;nden &ndash; jetzt erst recht &ndash; das kommende europ&auml;ische Zeitalter, weil es zu Europa keine Alternative gebe. Klar, welcher vern&uuml;nftige Mensch wollte &bdquo;Europa&ldquo; nicht. Wer wollte nicht V&ouml;lkerverst&auml;ndigung, wer wollte nicht, dass die Menschen sich grenzenlos begegnen und kennenlernen k&ouml;nnen. Au&szlig;er ein paar unverbesserlichen Hinterw&auml;ldlern wollen das alle.<br>\nDas Wollen aber ist das eine, das K&ouml;nnen ist das andere. Weil der Wille zu Europa so wohlfeil ist, klingt der anschwellende Bocksgesang vom Europa, das wir jetzt unbedingt neu bauen m&uuml;ssten, so schrecklich hohl. Warum sollten diejenigen, die es zu verantworten haben, dass aus &uuml;berzeugten Europ&auml;ern immer mehr Anti-Europ&auml;er werden, nun ausgerechnet auch diejenigen sein, denen es gelingt, den alten europ&auml;ischen Karren aus den Dreck zu ziehen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/07\/das-europa-das-wir-wollten\/\">Makroskop<\/a>\n<p><strong>Dazu: Warum fordert niemand den R&uuml;cktritt von Juncker und Co.?<\/strong><br>\nDie Reaktionen der Brexitgegner nach der Abstimmung in Gro&szlig;britannien sind Zeichen einer grundlegenden politischen Schw&auml;che<br>\nEs war schon merkw&uuml;rdig, wie in den EU-freundlichen Medien in den letzten Tagen auf den R&uuml;cktritt des britischen Brexit-Ideologen Nigel Farage reagiert wurde. Da wurden Spr&uuml;che laut, die man eher bei den Freunden von Farage erwartet h&auml;tte, etwa: dass er die Briten, die ihm geglaubt haben, im Stich gelassen habe. Oder: dass er f&uuml;r das Schlamassel, das er angerichtet hatte, jetzt nicht die Verantwortung &uuml;bernehmen wolle. Haben sich ausgerechnet die EU-Freunde gew&uuml;nscht, dass Farage nach dem Brexit britischer Premierminister wird und das Land aus der EU herausf&uuml;hrt?<br>\nDas ist kaum anzunehmen, aber der &Auml;rger &uuml;ber Farages Verschwinden aus der ersten Reihe der Brexit-Bef&uuml;rworter d&uuml;rfte echt sein. Schlie&szlig;lich war er das Gesicht des &ldquo;rechten Brexit&rdquo;. Er gab denen eine Stimme, die aus xenophoben und rassistischen Gr&uuml;nden f&uuml;r den Austritt votierten. Sie hatten in der Brexit-Debatte sicher auch die Vorherrschaft. Dabei war allerdings klar, dass Farage und seine Partei auch nach dem Brexit-Beschluss keine besondere Rolle in der britischen Politik spielen w&uuml;rden. Daf&uuml;r sorgt schon das bisherige Wahlsystem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48760\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Europa nach dem Brexit: Die EU muss weltoffener, solidarischer, sozialer werden<\/strong><br>\nWie geht es nach dem Brexit weiter mit Europa? Die EU muss nun vor allem die Jugendarbeitslosigkeit entschieden bek&auml;mpfen. Dazu braucht es eine Investitionsoffensive, die diesen Namen verdient. [&hellip;]<br>\nDie Ursache daf&uuml;r ist klar zu benennen: Seit Jahren verharrt die Jugendarbeitslosigkeit im europ&auml;ischen Schnitt auf einem viel zu hohen Niveau von 22 Prozent. Rund f&uuml;nf Millionen junge Europ&auml;er unter 25 Jahren haben keinen Arbeitsplatz. In Griechenland und Spanien bleibt jeder zweite Mensch dieser Altersgruppe, der einen Arbeitsplatz sucht, erfolglos. In Italien und Portugal ist es jeder dritte, in Gro&szlig;britannien jeder f&uuml;nfte. In Deutschland ist die Jugendarbeitslosigkeit zwar erfreulicherweise deutlich geringer, nicht zuletzt aufgrund der dualen Berufsausbildung. Aber gut zwei Millionen Jugendliche verf&uuml;gen &uuml;ber keine abgeschlossene Berufsausbildung, und viel zu viele Jugendliche m&uuml;ssen sich jahrelang mit befristeten Arbeitsvertr&auml;gen begn&uuml;gen. [&hellip;]<br>\nUm Arbeitslosigkeit insgesamt in Europa aber wirklich zu bek&auml;mpfen, braucht es ein ganzes Set von politischen Korrekturen, die weit &uuml;ber arbeitsmarktspezifische Programme hinausgehen. Dazu m&uuml;ssen die seit Jahren bekannten Webfehler der W&auml;hrungsunion endlich behoben werden. Dazu geh&ouml;ren eine Harmonisierung der Unternehmensbesteuerung und eine effektive Bek&auml;mpfung von Steuerflucht. Die Kapitalm&auml;rkte m&uuml;ssen weiter re-reguliert werden, und die sozialen Rechte m&uuml;ssen deutlich gest&auml;rkt werden. Nur wenn die grunds&auml;tzlichen Strukturen stimmen, wird gew&auml;hrleistet, dass es keinen ruin&ouml;sen Wettbewerb zwischen den Staaten zulasten der Arbeitsm&auml;rkte gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/brexit-folge-die-eu-muss-weltoffener-solidarischer-sozialer-werden-a-1101698.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Betonung der viel zu hohen Jugendarbeitslosigkeit ist erfreulich, aber es fehlt ein Hinweis auf die viel zu hohe allgemeine Arbeitslosigkeit in der EU und den stetigen R&uuml;ckbau von Arbeitnehmerrechten. Eine &ldquo;Harmonisierung der Unternehmensbesteuerung&rdquo; ist auch w&uuml;nschenswert, aber zu wenig, wenn die Unternehmensteuern auf dem viel zu niedrigen aktuellen Niveau d&uuml;mpeln. Die Forderung nach staatlichen Investitionen ist hilfreich, aber staatliche Investitionen alleine gen&uuml;gen nicht, um mehr Nachfrage zu schaffen. Das Wort Nachfrage und die Forderung nach deutlichen Lohnerh&ouml;hungen vor allem in Deutschland (und den Niederlanden) und nach einer Senkung, m&ouml;glichst Beseitigung der krassen Leistungsbilanzunterschiede fehlen ganz. So bleibt der Text auf typischem DGB-Niveau: die Forderungen sind nicht falsch, aber lange nicht ausreichend, um den Euro und die EU zu retten; und leider scheint f&uuml;r mich eine Kontinuit&auml;t des DGB durch, die die &ldquo;Lohnzur&uuml;ckhaltung&rdquo; (in Wahrheit: Lohnsenkung) in Deutschland nicht falsch findet, wenn damit Arbeitspl&auml;tze (in Deutschland!) erhalten bleiben und deutsche Unternehmen im Export Marktanteile gewinnen. Mit dieser v&ouml;llig falschen Haltung, die schon die vielen B&uuml;ndnisse f&uuml;r Lohnsenkungen (&ldquo;B&uuml;ndnisse f&uuml;r Arbeit&rdquo;) und den konsequenten Kampf gegen die &ldquo;Agenda 2010&rdquo; verhindert haben, bleibt der DGB ein Teil derer, die die deutsche Volkswirtschaft massiv ramponiert haben und die zu den Totengr&auml;bern der EU werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Und schon naht der n&auml;chste Trick<\/strong><br>\nDer Bundestag soll &uuml;ber das umstrittene Ceta-Abkommen abstimmen, aber die EU-Kommission will es vorher in Kraft setzen. Nur die Bundesregierung k&ouml;nnte das verhindern. [&hellip;]<br>\nDie Kommission will das Abkommen zur &ldquo;vorl&auml;ufigen Anwendung&rdquo; vorschlagen &ndash; m&ouml;glicherweise sogar den kompletten Vertrag. Das klingt technisch, ist aber von enormer Tragweite. Denn dadurch w&uuml;rde die europ&auml;isch-kanadische Freihandelszone faktisch ab Herbst existieren, sowie der EU-Rat (der Regierungen) und das Stra&szlig;burger Parlament im Herbst zugestimmt haben. So etwas gab es bereits bei anderen Abkommen. Mitunter wurden allerdings nur die Teile vorl&auml;ufig in Kraft gesetzt, die nicht in die Kompetenz der Mitgliedstaaten fallen. Bei Ceta sind das aber mehr als 90 Prozent der geplanten Vereinbarungen. W&uuml;rde jedoch das gesamte Abkommen vorl&auml;ufig angewendet, wie es die Kommission m&ouml;glicherweise anstrebt, h&auml;tte das erhebliche Folgen: Dann w&uuml;rde auch der meist umstrittene Teil des Abkommens wirksam: der besondere Investitionsschutz f&uuml;r kanadische Firmen. Sollten die sich bei k&uuml;nftigen Gesch&auml;ften unfair behandelt f&uuml;hlen, k&ouml;nnten sie Deutschland auf der Basis von Ceta auf Schadensersatz verklagen. Und das, bevor der Bundestag dem Vertrag &uuml;berhaupt zugestimmt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-07\/ceta-abstimmung-nationale-parlamente-vorlaeufige-anwendung\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Nationale Parlamente haben einen Pyrrhussieg errungen<\/strong><br>\nSie d&uuml;rfen &uuml;ber das Ceta-Abkommen mitbestimmen. Aber die Machtfrage zwischen Kommission und EU-Mitgliedern ist damit nur scheinbar gekl&auml;rt. [&hellip;]<br>\nDie Regierungen m&uuml;ssen nun ihren B&uuml;rgern erkl&auml;ren, dass nach der Entscheidung von Juncker die unzweifelhaft europ&auml;ischen Themen bei Ceta vorab in Kraft gesetzt werden k&ouml;nnen &ndash; also vor den Abstimmungen in den nationalen Parlamenten. Das gilt f&uuml;r mehr als 90 Prozent des Vertragsinhalts von Ceta. Das kann man erkl&auml;ren. Man muss es auch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/freihandel-nationale-parlamente-haben-einen-pyrrhussieg-errungen-1.3064142\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das ist schon erschreckend, wenn man sieht, dass eine Zeitung wie die S&uuml;ddeutsche sich noch nicht einmal die M&uuml;he gibt, ihre klare Pro-CETA-Linie hinter Floskeln zu verstecken. Stattdessen gibt man der Politik ganz direkt und unverbl&uuml;mt Empfehlungen, wie man denn nun dem B&uuml;rger erkl&auml;ren muss, dass CETA eigentlich doch schon abgemachte Sache ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Altersversorgung: SPD-Linke will Rentenniveau auf 50 Prozent anheben<\/strong><br>\nDie SPD-Linke will das Rentenniveau in alte H&ouml;hen zur&uuml;ckbringen: Sie fordert eine Erh&ouml;hung auf 50 Prozent. Das w&uuml;rde viele Milliarden Euro kosten &ndash; und die eigene Arbeitsministerin Nahles wohl nicht erfreuen.<br>\nDer linke SPD-Fl&uuml;gel stemmt sich gegen das Absinken des Rentenniveaus in Deutschland. Die Forderung der Genossen: eine Anhebung auf 50 Prozent. Das geht aus einem Papier der Parlamentarischen Linken (PL) in der SPD-Bundestagsfraktion hervor, das SPIEGEL ONLINE vorliegt. &ldquo;Mittelfristig muss das Niveau der gesetzlichen Rente wieder auf mindestens 50 % angehoben werden&rdquo;, hei&szlig;t es darin.<br>\nZurzeit liegt das Rentenniveau bei 47,7 Prozent &ndash; nach Berechnungen der Rentenkasse wird es bis 2030 auf 44,2 Prozent sinken. Bei 50 Prozent lag es zuletzt im Jahr 2009. Das Rentenniveau beschreibt die prozentuale H&ouml;he der sogenannten Standardrente im Verh&auml;ltnis zum Nettoeinkommen eines Arbeitnehmers vor Abzug der Steuern.<br>\nDas Positionspapier wurde im Dialog mit Gewerkschaften und Sozialverb&auml;nden erarbeitet. Es soll Eingang in das Bundestagswahlprogramm der SPD finden.<br>\n&ldquo;Bei der Bundestagswahl 2017 geht es um die Zukunftsf&auml;higkeit unserer sozialen Sicherungssysteme&rdquo;, sagte PL-Sprecher Matthias Miersch SPIEGEL ONLINE. &ldquo;Die gesetzliche Rente muss den Lebensstandard sichern. Alle anderen Formen der Altersvorsorge, ob betrieblich oder privat, sind erg&auml;nzend sinnvoll, m&uuml;ssen aber hinter diesem Ziel zur&uuml;ckstehen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-linke-will-rentenniveau-auf-50-prozent-anheben-a-1101672.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das ist erfreulich. Es gilt jedoch z.B. zu bedenken wie die Mehrheitsverh&auml;ltnisse innerhalb der SPD sind: Welchen Einfluss hat die SPD-Linke heute noch in der Partei? Und selbst wenn diese Position in das Bundestagswahlprogramm einflie&szlig;en w&uuml;rde, stellt sich die Frage, weshalb die SPD das nicht bereits mit der gegebenen, strategisch so bedeutsamen rot-rot-gr&uuml;nen Mehrheit im Deutschen Bundestag umsetzt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Alleinerziehende brauchen nicht nur finanzielle Unterst&uuml;tzung&rdquo;<\/strong><br>\nAlleinerziehend zu sein und Kinderarmut seien zwei Seiten einer Medaille, sagte die stellvertretende SPD-Vorsitzende Carola Reimann im DLF. Neben der finanziellen Entlastung m&uuml;sse der Zugang f&uuml;r Frauen zum Arbeitsmarkt und eine gute Betreuungsinfrastruktur gew&auml;hrleistet werden, um Beruf und Familie unter einen Hut zu kriegen, so Reimann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/armutsrisiko-alleinerziehende-brauchen-nicht-nur.694.de.html?dram:article_id=359384\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Projekt Superbeh&ouml;rde<\/strong><br>\n&ldquo;Die Bundesregierung arbeitet heimlich am Aufbau einer Bundesfernstra&szlig;engesellschaft. Das Ergebnis k&ouml;nnte die Privatisierung aller Autobahnen sein.&rdquo;<br>\n&ldquo;Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) k&uuml;ndigte zuletzt zehn neue privat finanzierte Autobahnprojekte mit einem Volumen von 14 Milliarden Euro an. Doch die Bundesregierung will mehr. Sie plant eine Superbeh&ouml;rde: Die Bundesfernstra&szlig;engesellschaft. Bisher &ouml;ffentlich kaum wahrgenommen, k&ouml;nnte daraus eins der gr&ouml;&szlig;ten Privatisierungsvorhaben seit Jahrzehnten entstehen. Denn diese Gesellschaft k&ouml;nnte wie eine &Ouml;PP-Maschine arbeiten. &rdquo;<br>\n&ldquo;Die Bundesregierung arbeitet mit drei Ministerien an der Superbeh&ouml;rde: Wirtschafts-, Verkehrs- und Finanzministerium. Alle verschleiern. Das Wirtschaftsministerium dementiert gegen&uuml;ber der taz, dass es um eine Privatisierung ginge. Konkrete Antworten: verweigert. Angeblich nicht zust&auml;ndig. Das Verkehrsministerium verweist auf das Finanzministerium und dieses aufs Verkehrsministerium. Ein Bermuda-Dreieck.&rdquo;<br>\n&ldquo;Die Beteiligten gehen &auml;u&szlig;erst vorsichtig vor. Abgeordnete der Regierung sind dar&uuml;ber emp&ouml;rt. Die Opposition ist konsterniert. &bdquo;Die Bundesregierung bastelt im Dunkeln an ihrem Projekt Autobahngesellschaft&ldquo;, sagt Gr&uuml;nen-Fraktionschef Anton Hofreiter der taz. &bdquo;Wir wissen bis heute nicht, was die da treiben&ldquo;. Dabei kursiert bereits der Entwurf einer &Auml;nderung des Grundgesetzes.&rdquo;<br>\n&bdquo;Dort soll sp&auml;ter stehen: &sbquo;Die Bundesautobahnen werden in Bundesverwaltung gef&uuml;hrt. Aufgaben der Planung, des Baus, des Betriebs, der Erhaltung, der verm&ouml;gensm&auml;&szlig;igen Verwaltung und der Finanzierung der Bundesautobahnen k&ouml;nnen durch Bundesgesetz einer Gesellschaft in privatrechtlicher Form &uuml;bertragen werden&lsquo;.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Drohende-Privatisierung-der-Autobahnen\/!5320053\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mehr Panzer, daf&uuml;r weniger Gewehre<\/strong><br>\nDie deutschen R&uuml;stungsexporte steigen und steigen &ndash; auch 2016. Vizekanzler Gabriel schiebt die Schuld auf die Vorg&auml;ngerregierung<br>\nWirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) will erkl&auml;rterma&szlig;en weniger R&uuml;stungsexporte, doch die Realit&auml;t ist eine andere. 2015 hat die Bundesregierung Einzelgenehmigungen f&uuml;r die Ausfuhr von R&uuml;stungsg&uuml;tern in H&ouml;he von 7,86 Mrd. &euro; erteilt. Gegen&uuml;ber 2014 (3,95 Mrd.) ist das fast eine Verdopplung. Au&szlig;erdem wurden 2015 Sammelgenehmigungen mit einem Gesamtwert von 4,96 Mrd. &euro; erteilt Das Bundeskabinett will den gerade erst ver&ouml;ffentlichten R&uuml;stungsexportbericht an diesem Mittwoch beschlie&szlig;en.<br>\nGabriel schiebt die steigenden Exporte auf Genehmigungen der Vorg&auml;ngerregierung. Das Jahr 2015 war tats&auml;chlich noch von Gro&szlig;auftr&auml;gen der schwarz-gelben Regierung gepr&auml;gt. Der Verkauf von &bdquo;Leopard 2&ldquo;-Kampfpanzern und Panzerhaubitzen nach Katar gehe noch auf ihr Konto. &bdquo;Es (ist) bedauerlich, dass wir diese Panzer nach Katar schicken. Aber das hat eine fr&uuml;here Bundesregierung beschlossen&ldquo;, sagte der SPD-Chef am Dienstag. &bdquo;Das kann ich leider nicht r&uuml;ckg&auml;ngig machen.&ldquo;<br>\nAllerdings sind die deutschen R&uuml;stungsexporte im ersten Halbjahr 2016 weiter gestiegen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat die Bundesregierung nach Informationen der dpa die Ausfuhr von Waffen und Ausr&uuml;stung im Wert von 4,0 Mrd. Euro genehmigt, mehr als eine halbe Milliarde mehr als im Vorjahreszeitraum.<br>\nDas Katar-Gesch&auml;ft schlug im vergangenen Jahr mit 1,6 Mrd. Euro zu Buche. Das Gesch&auml;ft war bereits 2013 genehmigt worden. Die Bundesregierung hatte der Auslieferung der ersten Tranche im vergangenen Oktober aber nochmals zugestimmt. Eine Verweigerung w&auml;re zwar m&ouml;glich gewesen. Dann h&auml;tten Hersteller und Abnehmer aber Schadensersatz geltend machen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201607064039\/politik\/inland\/mehr-panzer-dafuer-weniger-gewehre.html\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Airbus knackt den Jackpot: Deutscher R&uuml;stungskonzern f&uuml;hrt Konsortium f&uuml;r europ&auml;isches Drohnenprojekt<\/strong><br>\nMit dem Verteidigungsministerium wird Airbus Hauptauftragnehmer der zweij&auml;hrigen Vorstudie f&uuml;r eine waffentragende europ&auml;ische Langstreckendrohne. Die Vertragsunterzeichnung ist noch vor der Sommerpause geplant, im September soll es losgehen. Die Gesamtkosten des Projekts liegen &uuml;ber einer Milliarde Euro.<br>\nDas Bundesministerium der Verteidigung konkretisiert die Beschaffungspl&auml;ne f&uuml;r eine bewaffnungsf&auml;hige Langstreckendrohne. Unter Leitung des R&uuml;stungskonzerns Airbus Defence &amp; Space (ADAS) soll eine erste Definitionsstudie f&uuml;r ein &bdquo;Europ&auml;isches MALE RPAS&ldquo; durchgef&uuml;hrt werden. Die Abk&uuml;rzungen stehen f&uuml;r &bdquo;Medium Altitude Long Endurance&ldquo; und &bdquo;Remotely Piloted Aircraft System&ldquo;, das Drohnen samt der Systeme f&uuml;r Steuerung und Empfang von Aufkl&auml;rungsdaten bezeichnet.<br>\nEine solche Vorstudie ist n&ouml;tig, um die M&ouml;glichkeiten der Drohne zu definieren und die sp&auml;teren Kosten abzusch&auml;tzen. Sp&auml;ter k&ouml;nnte eine Entwicklungsphase und anschlie&szlig;end eine Realisierungsphase folgen. Bis 2025 soll die Drohne serienreif sein. Aus dem Verteidigungsministerium verlautet, dass das Gesamtprojekt der &bdquo;Europ&auml;ischen MALE RPAS&ldquo; die Milliardenmarke knackt. Nicht eingerechnet sind Gelder in hoher dreistelliger Millionenh&ouml;he, die Airbus bereits f&uuml;r die zivile und milit&auml;rische Drohnenforschung erhielt. Die Bundesregierung, aber auch die Europ&auml;ische Union haben au&szlig;erdem hohe Summen in die Entwicklung der ben&ouml;tigten Satellitenkapazit&auml;ten durch Airbus investiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/airbus-knackt-den-jackpot-deutscher-ruestungskonzern-fuehrt-konsortium-fuer-europaeisches-drohnenprojekt\/\">Netzpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Russophobie als ideologische Waffe<\/strong><br>\nViele Historiker haben unwiderlegbar nachgewiesen, dass dem vor 75 Jahren entfesselten Krieg gegen die UdSSR verschiedene Pl&auml;ne zugrunde lagen. Diese bezweckten die Gewinnung von &raquo;Lebensraum&laquo;, die Vorherrschaft des deutschen Faschismus auf dem europ&auml;ischen Kontinent und eine deutsche Weltmachtstellung. In Russland sollte die &raquo;j&uuml;disch-bolschewistische F&uuml;hrungsschicht&laquo;, sollten die Juden und ein gro&szlig;er Teil der slawischen Bev&ouml;lkerung ermordet werden. An dieser Stelle soll im R&uuml;ckblick auf die Vorgeschichte des 22. Juni 1941, auch auf die Rolle ideologischer Faktoren eingegangen werden. Diese ist bislang wenig ber&uuml;cksichtigt, geschweige denn umfassend er&ouml;rtert worden. Ich wage zu behaupten: Ohne eine Analyse solcher Aspekte lassen sich wesentliche Abl&auml;ufe in der Vorbereitung auf den Krieg kaum erkl&auml;ren. Ohne sie kann es au&szlig;erdem auch in der Gegenwart nicht gelingen, bereits in Gang gesetzte milit&auml;rischen Abenteuer zu verhindern.<br>\nZumindest gr&ouml;&szlig;ere Teile der Bev&ouml;lkerung m&uuml;ssen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, seit proklamierter Volkssouver&auml;nit&auml;t und praktiziertem Parlamentarismus &ndash; wie es so unsch&ouml;n im Politsprech hei&szlig;t &ndash; &raquo;mitgenommen&laquo; werden, um herrschen, Kriege vorbereiten und f&uuml;hren zu k&ouml;nnen. Massen in einem solchen Sinne zu beeinflussen, das gelang bekanntlich immer und immer wieder. Nicht zuletzt mit Hilfe der Medien, die sowohl Stimmungen erzeugen als ihnen auch entsprechen, die indessen oft genug als eine massenpsychologisch wirksame &raquo;Kriegswaffe&laquo; dienten und es noch immer tun. Wie sagte schon Heinrich Heine: &raquo;Die Macht der Gro&szlig;en existiert zuv&ouml;rderst in den K&ouml;pfen der Kleinen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/07-08\/054.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Was hei&szlig;t &bdquo;gute Bleibeperspektive&ldquo;?<\/strong><br>\nDie Integrationsbeauftragte Aydan &Ouml;zoguz (SPD) sieht schwere M&auml;ngel an dem Integrationsgesetz, das der Bundestag am Donnerstag verabschieden soll. Das Gesetz drohe Migranten von Integration auszuschlie&szlig;en, warnte &Ouml;zoguz in einem Interview mit den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND).<br>\nIn dem Gesetzentwurf fehle die genaue Definition eines Kernbegriffs &ndash; n&auml;mlich der &bdquo;guten Bleibeperspektive&ldquo;, die &bdquo;mittlerweile das entscheidende Kriterium beim Zugang zu Sprachkursen und Leistungen zur Ausbildungsf&ouml;rderung&ldquo; sei, bem&auml;ngelte die SPD-Politikerin.<br>\nDer Entwurf sei unpr&auml;zise und nehme zu wenig R&uuml;cksicht auf die Einzelf&auml;lle, kritisierte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung. Es reiche nicht, bei der Bewilligung von Integrationskursen ausschlie&szlig;lich auf die Schutzquote von mindestens 50 Prozent bei Asylantr&auml;gen aus einem bestimmten Herkunftsstaat zu schauen.<br>\nZus&auml;tzlich m&uuml;sse die &bdquo;individuelle Perspektive eines Menschen&ldquo; beachtet werden, forderte sie. &bdquo;Wie lange dauert schon das Asylverfahren? Was hat er oder sie bereits an Integrationsleistungen vollbracht, etwa in der Schule oder bei der Ausbildung?&ldquo; &Ouml;zoguz warnte: &bdquo;Wir d&uuml;rfen hier nicht sehenden Auges die Fehler der Vergangenheit wiederholen und Menschen von Integration ausschlie&szlig;en.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Aydan-Oezoguz-kritisiert-Integrationsgesetz\/!5320197\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Sp&auml;t kommt die Einsicht von Frau &Ouml;zoguz. Hat sie nicht auch wertvolle Zeit &ldquo;verschleudert&rdquo;, wenn sie erst so sp&auml;t Kritik an einem Gesetzentwurf &auml;u&szlig;ert? H&auml;tte sie nicht bereits viel fr&uuml;her mit ihrer Kritik in die &Ouml;ffentlichkeit gegen k&ouml;nnen (oder gar m&uuml;ssen), um f&uuml;r &Auml;nderungen am Entwurf zu pl&auml;dieren?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Studie zu Fl&uuml;chtlingen und Migranten: Die Willkommenskultur verabschiedet sich<\/strong><br>\nDeutschland im September 2015: Menschen stehen mit Stofftieren und Transparenten an Bahnsteigen, um Fl&uuml;chtlinge in der Bundesrepublik willkommen zu hei&szlig;en. Sie klatschen, als die Hilfesuchenden aus den Z&uuml;gen stiegen. Die internationale Presse berichtet &uuml;ber das freundliche Klima in der Bundesrepublik, ein wenig kommt das WM-Gef&uuml;hl von 2006 auf: &ldquo;Die Welt zu Gast bei Freunden&rdquo;. Nur dass die Menschen, die nun anreisen, bleiben wollten.<br>\nSommer 2016: Wo stehen die Deutschen heute?<br>\nDie sch&ouml;nen Bilder sind verblasst &ndash; und auch mit der Willkommenskultur ist es nicht mehr weit her. Vor zwei Jahren sah es noch eine Mehrheit positiv, dass sich Fl&uuml;chtlinge in Deutschland heimisch f&uuml;hlen. Inzwischen &uuml;berwiegt die Ablehnung dessen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die vom Institut f&uuml;r interdisziplin&auml;re Konflikt- und Gewaltforschung der Universit&auml;t Bielefeld unter dem Projektnamen ZuGleich mit der Mercator-Stiftung durchgef&uuml;hrt wurde. Darin wurde untersucht, wie sich die Haltung der Deutschen mit und ohne Migrationsbiografie zum Thema Integration und Zusammenleben mit Migranten zwischen 2013\/2014 und 2015\/2016 ver&auml;ndert hat.<br>\nDemnach sieht ein Drittel der Befragten Deutschlands Zukunft durch die Migration in Gefahr. Knapp die H&auml;lfte von ihnen hat Angst, dass mit der steigenden Anzahl der Fl&uuml;chtlinge in Deutschland auch die Bedrohung durch Terrorismus w&auml;chst. Fast ebenso viele Befragte w&uuml;nschen sich, dass die Asylbewerber wieder ausgewiesen werden, wenn sich die Lage in ihren Heimatl&auml;ndern verbessert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fluechtlinge-deutsche-ruecken-von-willkommenskultur-ab-a-1101494.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge g&auml;nzlich unerw&uuml;nscht: Neuer Bericht zur Situation in Ungarn<\/strong><br>\nDas Asylrecht existiert f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge in Ungarn faktisch nicht mehr. Die ungarische Regierung unternimmt alles, um Schutzsuchende abzuwehren. Ein neuer Bericht von PRO ASYL und bordermonitoring.eu zeigt, warum Fl&uuml;chtlinge nicht nach Ungarn zur&uuml;ckgeschoben werden d&uuml;rfen.<br>\nAm 2. Oktober findet in Ungarn eine Volksabstimmung &uuml;ber die Frage statt, ob sich Ungarn an der von der EU-Kommission vorgeschlagenen Zwangsverteilung von Fl&uuml;chtlingen beteiligen soll. Dabei hat die ungarische Regierung erneut ihre Kreativit&auml;t unter Beweis gestellt, Volksbefragungen so zu formulieren, dass das erw&uuml;nschte &ndash; fl&uuml;chtlingsfeindliche &ndash; Ergebnis am Ende herauskommt: &bdquo;Wollen Sie, dass die Europ&auml;ische Union auch ohne Konsultierung des (ungarischen) Parlaments die Einwanderung nichtungarischer Staatsb&uuml;rger nach Ungarn vorschreibt?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/news\/fluechtlinge-gaenzlich-unerwuenscht-neuer-bericht-zur-situation-in-ungarn\/\">Pro Asyl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Neue Studie: Border Wars<\/strong><br>\nDas Transnational Institute hat am 4. Juli gemeinsam mit der niederl&auml;ndischen Organisation Stop Wappenhaandel eine neue von Mark Akkerman verfasste Studie herausgegeben, die online frei zug&auml;nglich aufrufbar ist: &bdquo;Border Wars &ndash; The arms dealers profiting from Europe&rsquo;s refugee tragedy&ldquo;. In der Studie zeigt Akkerman auf, welche R&uuml;stungs- und Sicherheitsunternehmen u.a. in Form von Forschungsauftr&auml;gen und dem Verkauf von IT-Produkten, &Uuml;berwachungstechnologien und weiteren Produkten von der t&ouml;dlichen EU-Migrationspolitik profitieren.  Gleichzeitig f&ouml;rdern sie den Militarisierung und Technologisiserung der EU Migrationspolitik durch eine intensive Lobbyarbeit, denn: &ldquo;The border security market is booming. Estimated at some 15 billion euros in 2015, it is predicted to rise to over 29 billion euros annually in 2022&Prime;. Zu diesen Unternehmen z&auml;hlen insbesondere das italienische Finmeccanica, das franz&ouml;sische, multinationale Thales und Safran. Ganz vorne mit dabei ist auch die europ&auml;ische Airbus-Group, welche am st&auml;rksten von Forschungsgeldern zur EU-Sicherheit profitierte. Die Studie hebt u.a. auch die Tatsache hervor, dass einige der Unternehmen oder Gruppen, welche Auftr&auml;ge bez&uuml;glich der Forschung zu Grenzsicherheit erhielten, gleichzeitig auch Waffenexporteure f&uuml;r den arabischen Osten sind und somit erstmal Konflikte wortw&ouml;rtlich befeuern, um dann nochmal Profite aus der Abschottung Europas vor den Fl&uuml;chtlingen zu schlagen. Zwischen 2005 bis 2014 haben EU-Mitgliedstaaten Waffendeals mit L&auml;ndern aus Nordafrika oder dem arabischen Osten im Wert von rund 82 Milliarden Euro erzielt. Zu den exportierten Produkten z&auml;hlen auch &Uuml;berwachungstechnologien und -systeme, die zur Grenzsicherung arabischer Staaten installiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/07\/07\/neue-studie-border-wars\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Aufstieg der Populisten: Kapitalismus? Echt?<\/strong><br>\nAber eine Revolution ist m&ouml;glich. Sie hat l&auml;ngst begonnen &ndash; sie kommt von rechts. Die Rechten sind dabei, die kulturelle Hegemonie zu erringen. Sie verschieben die Grenzen des Sagbaren und des Machbaren. Es ist zwar kriminell, Ausl&auml;nderwohnheime anzuz&uuml;nden &ndash; als politische Strategie aber erfolgreich. Und es ist zwar unsinnig, die Europ&auml;ische Union verlassen zu wollen &ndash; als politische Strategie aber erfolgreich.<br>\nUnd es ist zwar unredlich, L&uuml;gen zu verbreiten &ndash; als politische Strategie aber erfolgreich.<br>\nDie Linken sind daf&uuml;r zu friedlich, zu nett und zu vern&uuml;nftig. Sahra Wagenknecht sieht zwar aus, als h&auml;tte sich Rosa Luxemburg auf der Flucht vor der Polizei eine Nacht bei Peek &amp; Cloppenburg versteckt. Aber ihr revolution&auml;res Potenzial passt in ein Make-up-D&ouml;schen. Und ihr Mann Oskar zettelt h&ouml;chstens noch im Altersheim eine Revolution an, aber auch nur, wenn der Brokkoli zu fest gekocht ist.<br>\nDie Linken machen niemandem mehr Angst. Es ist die Angst vor den Rechten, die von nun an die Politik bestimmt. Wir werden erleben, dass sich ein politisches System nicht aus Vernunft &auml;ndert, sondern aus Furcht. Der Revolution&auml;r Bucharin soll gesagt haben: &ldquo;Die Demokratie ist die Staatsform des B&uuml;rgertums, wenn es keine Angst hat. Der Faschismus, wenn es Angst hat.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/jakob-augstein-ueber-kapitalismus-populismus-und-demokratie-a-1101792.html\">Jakob Augstein auf Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> &hellip; schreibt der Mann, der einen publizistischen Herzkasper bekommt, wenn irgendwer den rot-gr&uuml;nen Opportunismus kritisiert und der Systemkritik f&uuml;r einen sinnlosen Zeitvertreib studentischer Basisgruppen h&auml;lt. Wann immer ein Linker &uuml;ber den intellektuellen Schrebergartenzaun hinausblickt und die Sorgen der Menschen ernst nimmt, zieht Augstein ihm die Populismus-Keule &uuml;ber die R&uuml;be und nun wundert er sich, dass die Rechten die reifen Fr&uuml;chte einsammeln? Was f&uuml;r ein Schmierentheater.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>AfD: Von sozialer Spaltung zum &ldquo;Volk&rdquo; der Rechten <\/strong><br>\nHilflosigkeit aller Orten. Hohe zweistellige Ergebnisse der AfD in Landtagswahlen, gar zweite Kraft in Sachsen-Anhalt. Seit Monaten mobilisieren rassistische und reaktion&auml;re Initiativen ungeahnte Massen. Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte brennen in deutschen St&auml;dten. Wirksame Gegenstrategien sind immer noch keine in Sicht. Was tun also? Vor der Strategie liegt die Analyse. Um den rechten Mob zu verstehen, muss man ihn beim Wort nehmen. Was bedeutet sein Wahlspruch &bdquo;Wir sind das Volk&ldquo;?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1920?cm=ZV81H2GO\">annotationi.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Aus, aus, aus &ndash; das Spiel ist aus!<\/strong><br>\nKurz vor der EM war ich erstmal bei Penny. Der aus dem Off dudelnde Haussender war schon in Stimmung, holte Experten ans Mikrofon. Keine Fu&szlig;baller. Einen Caterer! Der stand den Kunden fachlich zur Seite. Zu einem Fu&szlig;ballspiel, sagte er, brauche man Bratw&uuml;rste und Kartoffelsalat, den man &uuml;brigens h&uuml;bsch mit Petersilie garnieren sollte. Aha. Ein Mordsratschlag, f&uuml;r dessen Ausf&uuml;hrung man schon vom Fach sein muss. Und nat&uuml;rlich gab es auch Bier im Sortiment, extra f&uuml;r das Turnier. Zwei Tage sp&auml;ter brachte ein bekanntes Magazin auf seiner Internetpr&auml;senz einen EM-Hack, &raquo;So k&uuml;hlen Sie Ihr Bier in zwei Minuten&laquo;. Das ist es, so schoss es mir wieder mal in den Sinn, was Fu&szlig;ball heute ist. Ein Event, das mit dem eigentlichen Sport rein gar nichts mehr zu tun hat. Wie wir in der Postdemokratie die Demokratie &uuml;berwunden haben, so haben wir im Postfu&szlig;ball alles hinter uns gelassen, was substanziell je mit dieser Sportart zu tun hatte.<br>\nUm was es heute wesentlich geht, das ist nicht Taktik oder Kenntnisse, die man so hat, wenn man sich auch au&szlig;erhalb solcher Turniere f&uuml;r diesen Sport interessiert. Es geht blo&szlig; noch um die laue Emotion und um nationales Kollektiv. Man berichtet von Fanmeilen wie vom Platz. Die Wahrheit liegt auf der Fanmeile. Der Ball ist rund und ein Spiel dauert eine T&uuml;te Kartoffelchips. Es ist ein national aufgeladener Karneval, in dem jeder Honk, der sich au&szlig;erhalb gro&szlig;er Turniere um diesen Sport absolut nicht k&uuml;mmert, f&uuml;r vier Wochen zu einem Wissenden und Insider der Sache mutiert. Wobei Wissen nicht meint, dass er etwas &uuml;ber Raumdeckung w&uuml;sste oder dar&uuml;ber, dass der Torh&uuml;ter im modernen Fu&szlig;ball einen sehr defensiven Libero gibt. Das alles geh&ouml;rt nicht zum Repertoire derer, die f&uuml;r einen Moment so tun, als w&auml;ren sie diesem Sport auf eine unverbr&uuml;chliche Weise verbunden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1017899.aus-aus-aus-n-das-spiel-ist-aus.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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