{"id":34150,"date":"2016-07-11T08:37:41","date_gmt":"2016-07-11T06:37:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34150"},"modified":"2016-07-11T08:37:41","modified_gmt":"2016-07-11T06:37:41","slug":"hinweise-des-tages-2663","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34150","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34150#h01\">NATO Gipfel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34150#h02\">Medienfront h&auml;lt U-Boot unter der Wasseroberfl&auml;che<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34150#h03\">Sch&auml;ubles Steuerpolitik: Die schwarze Null widerspricht dem Geist des Grundgesetzes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34150#h04\">Die Staatsverbrecher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34150#h05\">Deutsche-Bank-Chef&ouml;konom fordert 150 Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34150#h06\">Goldman Sachs engagiert Barroso<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34150#h07\">Finanzkrieger des Tages: J&ouml;rg Asmussen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34150#h08\">Sanktionen f&uuml;r alle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34150#h09\">Sch&auml;uble warnt vor Fl&auml;chenbrand in der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34150#h10\">Europas Sozialdemokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34150#h11\">Der Anti-Blair: Jeremy Corbyn kommentiert Irak-Bericht im Unterhaus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34150#h12\">Bundeswehr bereitet sich auf Einsatz im Innern vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34150#h13\">SPD und Linkspartei stellen sich Bedingungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34150#h14\">Gespr&auml;che mit Gewerkschaften abgelehnt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34150#h15\">Schreckgespenst Inflation?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>NATO Gipfel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Nato-Strategie f&uuml;r Osteuropa: Ratlos gegen Russland<\/strong><br>\nDas Verteidigungsb&uuml;ndnis will in Polen, Estland, Lettland und Litauen jeweils ein multinationales Bataillon mit rund tausend Mann stationieren, das litauische Kontingent soll unter deutscher F&uuml;hrung stehen. &ldquo;Robust&rdquo; soll das Mandat der Truppen sein. Sie sollen wie ein &ldquo;Bremsh&uuml;gel&rdquo; oder ein &ldquo;Stolperdraht&rdquo; funktionieren, hei&szlig;t es beim Nato-Gipfel. Eine russische Aggression, so die Botschaft der Stolperdraht-Metapher, w&uuml;rde eine harte Reaktion der Nato ausl&ouml;sen &ndash; zumal die Bataillone multinational sind und damit nicht nur osteurop&auml;ische, sondern auch deutsche, kanadische oder US-amerikanische Soldaten beteiligt w&auml;ren. Ein Angriff auf die Alliierten sei als Angriff auf das gesamte B&uuml;ndnis zu werten, so Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg. (&hellip;)<br>\nDie milit&auml;rische Logik aus dem Kalten Krieg jedenfalls funktioniere nicht mehr, sagt Luik. &ldquo;Aber wir haben auch kein neues Konzept daf&uuml;r, was unsere Verteidigung heute ist.&rdquo; Die Nato halte lediglich eine &ldquo;kreative Mehrdeutigkeit&rdquo; aufrecht. (&hellip;)<br>\nZwar seien die russischen Abwehrsysteme keineswegs un&uuml;berwindbar. &ldquo;Das Pentagon arbeitet derzeit daran, auch die modernsten dieser Systeme zu knacken&rdquo;, sagte Carpenter. Doch es sei klar, dass die Nato mehr investieren m&uuml;sse, um Russlands A2\/AD-F&auml;higkeiten zu kontern. &ldquo;Abschreckung funktioniert nur, wenn man einen Gegner in einer Krise besiegen kann&rdquo;, so Carpenter. (&hellip;)<br>\nDavon ist die Nato derzeit weit entfernt. Die konventionellen Streitkr&auml;fte Russlands sind denen der Nato in Europa weit &uuml;berlegen. Eine noch st&auml;rkere Truppenpr&auml;senz in Osteuropa, so wie sie von den dortigen Regierungen verlangt wird, br&auml;chte die Nato aber in ein Dilemma: Die Nato-Russland-Akte verbietet eine dauerhafte Stationierung &ldquo;substanzieller Kampftruppen&rdquo; auf dem ehemaligen Gebiet des Warschauer Pakts. Einen Versto&szlig; gegen den Vertrag will unter anderem die Bundesregierung unbedingt vermeiden, um den Konflikt mit Moskau nicht noch weiter eskalieren zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/nato-gipfel-in-warschau-ratlos-gegen-russland-a-1102111.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.P.:<\/strong> Allein die &Uuml;berschrift geht einem schon wieder auf den Wecker. Warum &ldquo;Ratlos&rdquo;, warum &ldquo;gegen Russland&rdquo;? Zudem schreibt der Autor selbst, dass die Nato-Russland-Akte eine dauerhafte Stationierung von Kampftruppen auf dem ehemaligen Gebiet des Warschauer Pakts verbietet. Wer nicht bluffen kann, sollte nicht pokern. Au&szlig;erdem hat Hans Eichel damals s&auml;mtliche Bundeswehrliegenschaften verschleudert und privatisiert. Es gibt gar keine Parkpl&auml;tze mehr f&uuml;r Panzer. Was soll die NATO-Aggression gegen Russland?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.D.:<\/strong> Wenn man diesen Artikel liest, k&ouml;nnte man meinen, ein &bdquo;Krieg mit\/gegen Russland&ldquo; w&auml;re schon l&auml;ngst in aller Munde der europ&auml;ischen Bev&ouml;lkerung. Es ist erstaunlich, mit wie wenig rhetorischer Vorsicht man diese militanten Begriffe verwendet. Am Ende, in der Zusammenfassung des Artikels, rettet sich der Autor mitsamt der Warschauer Konferenz ans Ufer der Pazifisten: Der letzte Satz lautet: &ldquo;Zugleich wollen die Nato-Staaten das Verh&auml;ltnis zu Moskau nicht weiter verschlechtern.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Vorbereitungen f&uuml;r einen hei&szlig;en Krieg&rdquo;<\/strong><br>\nAm zweiten Tag ihres Gipfels hat die Nato eine weitere Unterst&uuml;tzung Afghanistans beschlossen. Doch das bestimmende Thema bleibt die Osterweiterung des Milit&auml;rb&uuml;ndnisses. Der ehemalige Sowjetpr&auml;sident Michail Gorbatschow soll der Nato Kriegstreiberei vorgeworfen haben.<br>\nIm Westen ist Michail Gorbatschow bis heute das Gesicht des &ldquo;guten Russlands&rdquo;. Er gilt als einer der V&auml;ter der deutschen Einheit. Als der Politiker, der &ldquo;Glasnost&rdquo; und &ldquo;Perestroika&rdquo;, also Offenheit und Umgestaltung in Richtung Westen brachte. Als Mann, dessen Worte bis heute Gewicht haben.<br>\nDieser Michail Gorbatschow soll nun gesagt haben, die Nato gehe &ldquo;von einem Kalten Krieg zu den Vorbereitungen f&uuml;r einen hei&szlig;en (Krieg) &uuml;ber&rdquo;. So zitiert ihn die Nachrichtenagentur Interfax. Die Rhetorik des Nato-Gipfels von Warschau wirke wie eine Kriegserkl&auml;rung an Russland, so der 85-J&auml;hrige. Russland werde dadurch zu harten und gef&auml;hrlichen Reaktionen provoziert. (&hellip;)<br>\n&Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich in Deutschland Hans-Christian Str&ouml;bele. &ldquo;Was w&auml;re los, wenn Putin robuste Truppen nach Kuba ins Man&ouml;ver schickte?&rdquo;, fragte der Gr&uuml;nen-Politiker bei Twitter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nato-gipfel-und-russland-vorbereitungen-fuer-einen-heissen.1818.de.html?dram:article_id=359628\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutscher Diplomat: &bdquo;Viele f&uuml;rchten sich vor einem neuen Krieg&ldquo;<\/strong><br>\nWohin steuert der Westen in seinen Beziehungen zu Russland? Zwar will man Gespr&auml;chsbereitschaft signalisieren, doch NATO-Man&ouml;ver und Sanktionen machen diesen Eindruck wieder zunichte. Wie gef&auml;hrlich ist dieses &ldquo;S&auml;belrasseln&rdquo;? &ldquo;Die Sicherheit darf man nicht den Flugk&uuml;nsten von Kampfpiloten &uuml;berlassen&ldquo;, sagt Botschafter a.D. Frank Elbe. (&hellip;)<br>\nHerr Elbe, Hoffnungen auf eine baldige L&ouml;sung der Krise in den politischen Beziehungen zwischen dem Westen mit Russland stehen offenbar vorerst nicht zu Debatte, stattdessen beobachten wir milit&auml;rische Entwicklungen an der Ostflanke der NATO, die neue Spannungen erzeugen. Au&szlig;enminister Steinmeier hat das in der vergangenen Woche als &bdquo;S&auml;belrasseln&ldquo; kritisiert. Wie bewerten Sie das?<br>\nDaf&uuml;r ist er zun&auml;chst von Politik und Medien kr&auml;ftig in den Senkel gestellt worden. Danach gab es sehr rasch eine Welle der Zustimmung, sogar spektakul&auml;re Kehrtwendungen. Wie im Fall von Botschafter Ischinger, dem Vorsitzenden der M&uuml;nchener Sicherheitskonferenz, von dem man auch schon andere T&ouml;ne geh&ouml;rt hat. Er h&auml;lt die Russland-Strategie der Nato f&uuml;r &bdquo;eindimensional&ldquo;, da sie &ldquo;nur auf eine Demonstration milit&auml;rischer St&auml;rke&rdquo; setze. Er hat auch davor gewarnt, dass aus &ldquo;Eskalationsschritten milit&auml;rische Kampfhandlungen werden k&ouml;nnen&rdquo;.<br>\nDer Streit hat schlie&szlig;lich offen gelegt, dass die Bundesregierung sich mit ihrer bisherigen Politik in der Russlandkrise sehr weit von den Auffassungen und Sorgen der Menschen in unserem Land entfernt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20160628\/310975158\/neuen-krieg.html\">Sputnik<\/a>\n<p><strong>Dazu: Horst Teltschik: &ldquo;Ich verstehe das Misstrauen der Russen&rdquo;<\/strong><br>\nProf. Dr. Horst Teltschik war einer der wichtigsten Akteure der Wiedervereinigung. Der ehemalige Leiter der Abteilung Au&szlig;enpolitik im Bundeskanzleramt geh&ouml;rte zu den engsten Vertrauten Helmut Kohls und war sp&auml;ter Leiter der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz. In einem Exklusivinterivew f&uuml;r Sputnik ruft er zu einem Umgang mit Russland auf Augenh&ouml;he auf.<br>\nHerr Teltschik, Sie waren entscheidend an der Auss&ouml;hnung mit der Sowjetunion und an der Schaffung einer gemeinsamen europ&auml;ischen Sicherheitsstruktur beteiligt. Im November 1990 wurde die Pariser Charta unterzeichnet. Wie steht es heute um die europ&auml;ische Friedensordnung?<br>\nDie augenblickliche Situation ist eher bedr&uuml;ckend. Ich blicke dem Nato-Gipfel in Warschau mit Sorge entgegen. Man konzentriert sich auf Fragen der Sicherheit und Verteidigung und vergisst, was uns in der Vergangenheit stark gemacht hat &mdash; der Versuch einer Entspannungspolitik, erst mit der Sowjetunion und dann die gro&szlig;e Vision mit Gorbatschow in Paris einer gesamteurop&auml;ischen Friedens- und Sicherheitsordnung im Rahmen der OSZE. Davon sind wir jetzt meilenweit entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20160629\/311009453\/horst-teltschik-russland-augenhoehe-behandeln.html\">Sputnik<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kanzlerin Merkel soll die Kriegstreiberei der NATO bremsen<\/strong><br>\nEhemalige Mitarbeiter von US-Geheimdiensten bitten die deutsche Kanzlerin Merkel, auf der bevorstehenden NATO-Konferenz f&uuml;r Vernunft und Zur&uuml;ckhaltung einzutreten, um einen gef&auml;hrlichen neuen Kalten Krieg mit Russland zu verhindern (&hellip;) Frau Bundeskanzlerin, wir langj&auml;hrigen Geheimdienstmitarbeiter m&ouml;chten uns vor dem wichtigen NATO-Gipfel, der am 8. Juli in Warschau beginnt, erneut in gro&szlig;er Sorge an Sie wenden. Es hat uns gefreut, zu erfahren, dass Sie und Ihre Berater das Memorandum, das wir Ihnen vor dem NATO-Gipfel in Wales zukommen lie&szlig;en, zur Kenntnis genommen haben, und dass durch einen Bericht, der zum Konferenzbeginn am 4. September in der S&uuml;ddeutschen Zeitung ver&ouml;ffentlicht wurde (s. <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/krieg-inder-ukraine-ex-geheimdienstler-bezweifeln-russische-invasion-1.2114686\">hier<\/a>), auch die deutsche &Ouml;ffentlichkeit davon erfuhr.<br>\nDer Warschauer Gipfel ist mindestens ebenso wichtig wie der vorherige in Wales und wird vermutlich noch weitreichendere Folgen haben. Wir finden es besorgniserregend &ndash; wenn nicht sogar eigenm&auml;chtig vorpreschend &ndash; dass NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg auf einer Pressekonferenz am 4. Juli erkl&auml;rt hat, die NATO-Mitglieder w&uuml;rden in Warschau beschlie&szlig;en, &ldquo;die Milit&auml;rpr&auml;senz im Osten der Allianz zu erh&ouml;hen&rdquo;, und das sei &ldquo;die gr&ouml;&szlig;te Verst&auml;rkung seit dem Kalten Krieg&rdquo;. Die Wahrscheinlichkeit eines milit&auml;rischen Zusammensto&szlig;es in der Luft oder auf See &ndash; ungewollt oder absichtlich &ndash; ist sehr viel gr&ouml;&szlig;er geworden, weil Pr&auml;sident Obama, wie wir noch nachweisen werden, die f&uuml;hrenden Milit&auml;rs der USA und der NATO, die gern Cowboy spielen, nicht unter Kontrolle hat. Deshalb ermutigen wir Sie &ndash; wie schon vor dem letzten NATO-Gipfel in Wales &ndash; Ihre NATO-Kollegen bei den Verhandlungen in Warschau zu &ldquo;etwas gr&ouml;&szlig;erer Skepsis&rdquo; zu ermutigen, vor allem im Hinblick auf die Bedrohung, die angeblich von Russland ausgeht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/160711_luftpost.pdf\">Luftpost<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutschlands milit&auml;risches Erwachen<\/strong><br>\nDeutschland pr&auml;sentiert sich auf dem Nato-Gipfel in Warschau mit neuem Selbstverst&auml;ndnis. Vergessen sind Jahrzehnte der politischen und milit&auml;rischen Zur&uuml;ckhaltung. Jetzt geht es Berlin um die aktive Mitgestaltung der globalen Ordnung. (&hellip;)<br>\nIn der Regierungserkl&auml;rung, die Merkel vor ihrem Aufbruch nach Warschau im Bundestag abgab, machte sie den Wandel deutlich: Deutschland unterst&uuml;tze &bdquo;nachdr&uuml;cklich&ldquo; das Ziel der Nato, dass alle Mitglieder der Allianz zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts f&uuml;r Verteidigungsausgaben zur Verf&uuml;gung stellen, sagte Merkel. Vor zwei Jahren auf dem Nato-Gipfel im walisischen Cardiff unternahm die Bundeskanzlerin noch argumentative Anstrengungen, um zu erl&auml;utern, warum das Zwei-Prozent-Ziel, zu dem sich Deutschland formell immer bekannt hat, in der Praxis h&ouml;chst unrealistisch und allenfalls sehr langfristig zu erreichen sei. Damals fehlte auch der Hinweis nicht, die anderen Nato-Staaten in Europa w&auml;ren wom&ouml;glich eher verst&ouml;rt als zufrieden, wenn ein deutscher Verteidigungsetat dieses Ziel erreiche, also ein Volumen von mehr als 50 Milliarden Euro aufweise und mithin mit weitem Abstand der gr&ouml;&szlig;te europ&auml;ische Wehretat werde. Jetzt aber hob Merkel ausdr&uuml;cklich hervor, dass ihre Regierung in dieser Woche &bdquo;eine signifikante Erh&ouml;hung&ldquo; des deutschen Wehretats beschlossen habe: Die Ausgaben sollen im n&auml;chsten Jahr um fast sieben Prozent auf 36,7 Milliarden Euro steigen; die mittelfristige Finanzplanung sieht bis 2020 eine weitere Steigerung auf mehr als 39 Milliarden Euro vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/deutschlands-kuenftige-rolle-in-der-nato-14329311.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.B.:<\/strong> Und wieder einmal geht es in die falsche Richtung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>NATO Gegengipfel fordert die Aufl&ouml;sung des Milit&auml;rb&uuml;ndnisses und die Schaffung eines zivilen Sicherheitssystems<\/strong><br>\nSechs Polnische Organisationen aus der Friedens- und sozialen Bewegung sowie das internationale Netzwerk No to War &ndash; No to NATO veranstalteten am Freitag den 8.7. in Warschau den NATO Gegengipfel &bdquo;No to War &ndash; No to Militarism &ndash; Yes to Refugees&ldquo;. Ziel der Veranstaltung war die weitere Delegitimierung des gr&ouml;&szlig;ten Milit&auml;rb&uuml;ndnisses der Welt, das weltweit permanent in Kriege verwickelt ist.<br>\nEs diskutierten auf dem unerwartet gro&szlig;en Gegengipfel mehr als 150 Personen aus 18 L&auml;ndern, unter anderem aus Russland, den USA, Tschechien, Ukraine, Polen, Frankreich, Deutschland, Gro&szlig;britannien, Belgien und Spanien &uuml;ber die aktuellen Kriege und Konflikte, &uuml;ber die Gestaltung des Friedens, soziale Gerechtigkeit und gemeinsame Sicherheit in Europa. Besorgnis rufen die aktuellen Gefahren des verst&auml;rkten Militarismus im Osten Europas, besonders durch die Truppenpr&auml;senz, die aggressiven Man&ouml;ver und den Raketenabwehrschirm der NATO, hervor. Szenarien bis hin zu einem &bdquo;gro&szlig;en Krieg in Europa&ldquo; sind nicht mehr auszuschlie&szlig;en.<br>\nDie TeilnehmerInnen waren sich deshalb einig, die internationale Friedensbewegung steht vor der gr&ouml;&szlig;ten Herausforderung der letzten Jahre. Die von der NATO herbeigef&uuml;hrte Konfrontation mit Russland, die globalen R&uuml;stungsvorhaben wie der Raketenabwehrschirm und die Modernisierung der Atomwaffen m&uuml;ssen beendet werden, damit ein Prozess der Kooperation in Europa wieder eine Chance bekommt. Die Dislozierung von NATO-Milit&auml;rstrukturen an die Westgrenze Russlands sowie die russischen Gegenreaktion birgt die Gefahr eines bewusst oder versehentlich angezettelten Krieges. Ein gemeinsames, kooperatives Sicherheitssystem welches sich an den Bed&uuml;rfnissen der Menschen richtet ist die Alternative.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.no-to-nato.org\/2016\/07\/nato-gegengipfel-fordert-die-auflosung-des-militarbundnisses-und-die-schaffung-eines-zivilen-sicherheitssystems\/\">No to NATO<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Medienfront h&auml;lt U-Boot unter der Wasseroberfl&auml;che<\/strong><br>\nSeit mehreren Wochen ignoriert die Spiegelpresse eisern die schwedische U-Boot-Ente von 2015. So hatte mal wieder ein unbekanntes und daher russisches U-Boot die Schweden aufgeschreckt. W&auml;hrend vor Wochen die Behauptung des schwedischen Verteidigungsministers, bei der Sichtung des vermeintlich russischen U-Boots habe es sich um ein deutsches gehandelt, im K&ouml;nigreich f&uuml;r Augenreiben sorgte, enthielten die Qualit&auml;tsmedien hierzulande der deutschen &Ouml;ffentlichkeit die nicht zum Narrativ passende Entlastung Russlands vor. (&hellip;)<br>\nBei der historischen U-Boot-Desinformationskampagne in schwedischen Hoheitsgew&auml;ssern der 1980er Jahre hatten die USA in Absprache mit schwedischen Milit&auml;rs italienische U-Boote geschickt, um eine Verwicklung des Pentagons plausibel abstreiten zu k&ouml;nnen. Die unbekannten U-Boote sollten damals Russland in Misskredit bringen und die schwedische Bev&ouml;lkerung in die Arme der NATO treiben.<br>\nW&auml;hrend die deutschen Medien die urspr&uuml;ngliche Falschmeldung bis auf nun erste Ausnahmen nicht korrigieren, wird das Narrativ vom aggressiven russischen B&auml;ren weiterhin eifrig gepflegt, als ob es alternative Informationskan&auml;le im Internetzeitalter gar nicht g&auml;be. An der Propaganda insbesondere des Hamburger Nachrichtenmagazins, das sich vor zwei Jahren mit dem Cover Stoppt Putin jetzt! g&auml;nzlich vom Journalismus verabschiedete, hat sich nichts ge&auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Medienfront-haelt-U-Boot-unter-der-Wasseroberflaeche-3262727.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sch&auml;ubles Steuerpolitik: Die schwarze Null widerspricht dem Geist des Grundgesetzes<\/strong><br>\nFinanzminister Sch&auml;uble zelebriert den ewigen Haushaltsausgleich mit knappem Plus. Dabei steht nirgendwo, dass er das so machen soll. Im Gegenteil.<br>\nWenn es um die Finanzen geht, kennt Wolfgang Sch&auml;uble keine Gnade. Jurist ist Jurist. Da z&auml;hlt, was im Gesetz steht. Und in den europ&auml;ischen Vertr&auml;gen samt Schuldenbremsen und &auml;hnlichen Zus&auml;tzen mit Verfassungsrang. Regel ist Regel. Damit faltet Herr Sch&auml;uble humorlos aufm&uuml;pfige griechische Motorradfahrer mit Kurzzeitjob als Kassenwart zusammen, ebenso wie jeden ordnungswidrig handelnden Kollegen aus anderen S&uuml;d- und aus Bundesl&auml;ndern.<br>\nUmso erstaunlicher ist, wie freiz&uuml;gig Sch&auml;uble mit Gesetz und Vertr&auml;gen umgeht, wenn es um die eigene heilige Regel f&uuml;r den Bundeshaushalt geht. Dass es eine &ldquo;schwarze Null&rdquo; (SN) sein soll, zumal Jahr f&uuml;r Jahr, steht nicht in der Schuldenbremse noch sonst wo im Grundgesetz, noch im EU-Vertrag oder sonst einem juristisch belastbaren Regelwerk, nicht mal in den zehn Geboten. Ist so. Und es k&ouml;nnte auch einen guten Grund haben, dass in der Weltgeschichte noch niemand auf die Idee gekommen ist, ein Gesetz zu machen, in dem es hei&szlig;t, dass der Finanzminister bis ans Ende aller Tage jedes Jahr immer etwas mehr einnehmen als ausgeben soll. Warum nicht viel mehr? Rosa Null. Oder etwas weniger? Zart-rot. Oder farblos.<br>\nRichtig ist, dass laut Schuldenbremse die Haushalte &ldquo;grunds&auml;tzlich&rdquo; ohne Kredit finanziert werden sollten &ndash; und es &ldquo;strukturell&rdquo;, also im l&auml;ngerfristigen Schnitt, einen einigerma&szlig;en ausgeglichenen Etat geben sollte. Nur ist erstens selbst l&auml;ngerfristig ein leichtes Minus vorgeschrieben, also eher eine &ldquo;rote Null&rdquo;. Und zweitens soll der Ausgleich eben gerade nicht Jahr f&uuml;r Jahr erzwungen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/wolfgang-schaeuble-die-schwarze-null-ist-oekonomisch-gefaehrlich-kolumne-a-1101917.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann: Es hei&szlig;t recht h&auml;ufig:<\/strong> Juristen k&ouml;nnten Alles. Aber auch im Falle von Herrn Sch&auml;uble als Bundesfinanzminister ist erkennbar, dass dieses ein (vielleicht gut gemeintes) Vorurteil ist, das seine Grenzen hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Staatsverbrecher<\/strong><br>\nMit an verbohrter Sturheit grenzender Hartn&auml;ckigkeit halten alle Bundesregierungen von Gerhard Schr&ouml;der bis Angela Merkel an ihrem Ziel fest, gro&szlig;e Teile der deutschen Infrastruktur, vor allem aber die Autobahnen, zu privatisieren. Dass selbst der Bundesrechnungshof und alle Landesrechnungsh&ouml;fe dagegen Sturm laufen, ist ihnen v&ouml;llig egal.<br>\nMan kann das auch deutlicher ausdr&uuml;cken: Die Bundesregierung betreibt den Ausverkauf der gesamten Infrastruktur und will noch bis Jahresende mit dem gesamten Autobahnnetz anfangen. Die Steuerzahler haben einst Riesensummen daf&uuml;r aufgebracht, um die Objekte zu finanzieren. Bald sollen sie f&uuml;r&rsquo;n Appel und&rsquo;n Ei in die H&auml;nde von Wirtschaftsunternehmen fallen. Und selbst wenn aus den Privatisierungspl&auml;nen diesmal doch nichts werden sollte, weil sich etwa in Kreisen der SPD zu starker Widerstand regen sollte, so halten alle interessierten Kreise weiterhin an ihren Privatisierungspl&auml;nen so lange weiter hartn&auml;ckig fest, bis sie am Ende doch durchgesetzt werden k&ouml;nnen.<br>\nDann k&ouml;nnen die privaten Investoren den B&uuml;rgern noch einmal gewaltige Betr&auml;ge abkn&ouml;pfen und in die eigenen Taschen stecken. Man kann es drehen wie man will, in den repr&auml;sentativen Demokratien haben die B&uuml;rger immer die Arschkarte und m&uuml;ssen zahlen. Sie sind und bleiben die Dukatenesel, die als Einzige immer zur Verf&uuml;gung stehen, wenn Dukaten gebraucht werden. Und Esel sind sie auch, wenn sie das immer mit sich machen lassen.<br>\nWas erstaunt, ist die von parteipolitischen Orientierungen v&ouml;llig unabh&auml;ngige Beharrlichkeit aller Bundesregierungen. Ob die nun eher links-gr&uuml;n (na ja, was die so links nennen) oder eher konservativ-liberal oder konservativ-sozialdemokratisch sind: Sie alle betreiben seit den 1970er Jahren und verst&auml;rkt wieder seit den 1990er Jahren den Ausverkauf des Staatseigentums mit nachgerade krimineller Energie.<br>\nDahinter k&ouml;nnte man mit M&uuml;he noch Spuren &ouml;konomischer Vernunft entdecken, wenn die Investoren die gesamte Summe bezahlen w&uuml;rden, die auch die Steuerzahler im Verlauf vieler Jahre f&uuml;r die Objekte aufgebracht haben. Das ist aber nicht der Fall. Sie zahlen nur einen minimalen Bruchteil. Schon allein deshalb ist die Rede vom Ausverkauf der deutschen Infrastruktur gerechtfertigt.<br>\nNach den Pl&auml;nen der Bundesregierung soll das gesamte deutsche Autobahnnetz teilprivatisiert werden. Dazu wird eine Autobahngesellschaft gegr&uuml;ndet, an der private Investoren etwas weniger als die H&auml;lfte der Anteile &uuml;bernehmen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48774\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben sich stets kritisch zu diesen Privatisierungsw&uuml;nschen ge&auml;u&szlig;ert. Drei Beispiele:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33797\">Privatisierung der Autobahnen &ndash; ein schwerer Fall von Untreue im Kielwasser der Fu&szlig;ball-EM?<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31575\">Die Gefahr, dass Privatinvestoren Zugang zu &ouml;ffentlicher Infrastruktur bekommen und von Nutzungsgeb&uuml;hren und Steuereinnahmen profitieren, ist gewachsen. Widerstand ist geboten.<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3844\">Bundesrechnungshof sieht &Ouml;ffentlich Private Partnerschaften (&Ouml;PP) im Bundesfernstra&szlig;enbau skeptisch<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutsche-Bank-Chef&ouml;konom fordert 150 Milliarden Euro<\/strong><br>\nEuropa droht eine neue Bankenkrise. David Folkerts-Landau, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, schl&auml;gt deshalb ein gigantisches EU-Rettungsprogramm vor. Private Gl&auml;ubiger sollen sich nicht beteiligen.<br>\nDer Chef&ouml;konom der Deutschen Bank fordert ein milliardenschweres Rettungsprogramm f&uuml;r europ&auml;ische Banken. Die Institute sollten nach amerikanischem Vorbild mit frischem Kapital ausgestattet werden. Damals war der Staat mit 475 Milliarden Dollar eingesprungen. &ldquo;In Europa muss das Programm nicht so gro&szlig; sein. Mit 150 Milliarden Euro lassen sich die europ&auml;ischen Banken rekapitalisieren&rdquo;, sagte David Folkerts-Landau der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;.<br>\nInsbesondere Italien und der Zustand der dortigen Banken bereiten dem Experten gro&szlig;e Sorgen. Der &ouml;ffentlich kolportierte Kapitalbedarf von 40 Milliarden Euro d&uuml;rfte noch konservativ kalkuliert sein, so Folkerts-Landau. Die Bankenrettung h&auml;lt er f&uuml;r derart dringlich, dass er daf&uuml;r auch einen m&ouml;glichen Bruch mit den Regeln der neuen Banken-Richtlinie in Kauf nimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article156924408\/Deutsche-Bank-Chefoekonom-fordert-150-Milliarden-Euro.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Wetten, diese Forderung ist Befehl f&uuml;r Merkel und Sch&auml;uble. Dass diese Forderung aus der Ecke der Deutschen Bank kommt macht einen sprachlos. Diese Bank oder besser kriminelle Vereinigung, hat sich durch ihre Machenschaften selbst in die Bredouille gebracht, aber man hat &uuml;berhaupt keine Skrupel wieder einmal die Hand aufzuhalten und alle B&uuml;rger letztendlich f&uuml;r die Rettung der Verm&ouml;gen der herrschenden Eliten zur Kasse zu bitten. Wann wachen die Menschen in Deutschland und Europa endlich auf?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Goldman Sachs engagiert Barroso<\/strong><br>\nZehn Jahre war der Portugiese Barroso EU-Kommissionspr&auml;sident. Nun soll er der Investmentbank Goldman Sachs mit seinen Erfahrungen und Kontakten helfen, mit dem EU-Austrittsvotum der Briten umzugehen.<br>\nGoldman Sachs, eine der weltweit gr&ouml;&szlig;ten Investmentbanken, hat nach dem Brexit offenbar einen Lotsen f&uuml;r das wichtige Europagesch&auml;ft gesucht und gefunden. Der Investmentriese, der neben Firmen und Gro&szlig;kunden auch ganze Staaten auf der Kundenliste hat, verpflichtete jetzt den ehemaligen Langzeitchef der EU-Kommission, den Portugiesen Manuel Barroso. Der 60-J&auml;hrige soll nach Angaben der Bank mit Hauptsitz in New York&nbsp;bei der Beratung von Kunden helfen, die mit dem herausfordernden und unsicheren Marktumfeld zurecht kommen m&uuml;ssen. Barroso, intimer Kenner der Europ&auml;ischen Union und gut vernetzt in den Hauptst&auml;dten der Welt, soll als Berater und zugleich Aufsichtsratschef der Londoner Tochtergesellschaft besch&auml;ftigt werden. Der Konservative war zehn Jahre EU-Kommissionspr&auml;sident und davor zwei Jahre portugiesischer Ministerpr&auml;sident.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/goldman-sachs-barroso-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wieder einmal erweist sich die Dreht&uuml;r aus der Politik in die Wirtschaft &ndash; und insbesondere hin zu dieser Bank &ndash; als funktionsf&auml;hig. Und erneut macht ein neoliberaler Konservativer davon Gebrauch.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Finanzkrieger des Tages: J&ouml;rg Asmussen<\/strong><br>\nEndlich hat J&ouml;rg Asmussen wieder eine T&auml;tigkeit gefunden. Zuletzt wollte ihn die staatliche Kreditanstalt f&uuml;r Wiederaufbau nicht haben. Die forderte von ihm, dass er auch physisch zur Arbeit in Frankfurt am Main erscheint, er wollte hingegen nur von seinem Berliner Zuhause aus ran &ndash; ein Familienmensch eben. Und jetzt kommt es kn&uuml;ppeldick. Gleich zwei Jobs muss der arme Mann &uuml;bernehmen. Zum 1. September wird er Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer &ndash; Asmussen sagt &raquo;Managing Director&laquo;, das hat Klang &ndash; bei der US-Investmentbank Lazard, vermeldete Reuters am Freitag. Dabei hatte dpa erst am Montag bekanntgegeben, dass er im Auftrag der Bundesregierung als Berater f&uuml;r die irakische Regierung t&auml;tig werde. In Bagdad soll er Ministerpr&auml;sident Haidar Al-Abadi bei der Umsetzung von &raquo;Reformen&laquo; unterst&uuml;tzen.<br>\nUnd Reformieren kann der, was das Zeug h&auml;lt. Seit Jahrzehnten schleift er sein SPD-Parteibuch in Ministerien. Eine Auswahl: 2005 setzte er sich daf&uuml;r ein, die Punkte des Abbaus &raquo;&uuml;berfl&uuml;ssiger Regulierungen&laquo; und den &raquo;Ausbau des Verbriefungsmarktes&laquo; im Koalitionsvertrag zu &uuml;bernehmen. Als Vertreter des Bundes sa&szlig; er 2007 im Aufsichtsrat der IKB-Bank, und lie&szlig; ordentlich Schrottpapiere auf dem US-Subprimemarkt einkaufen. Die Bank musste von der KfW mit Milliarden gerettet werden. Unter Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble wurde er beauftragt, Griechenland in die Knie zu zwingen. Zuletzt half er Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles bei der Privatisierung der Altersvorsorge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/07-09\/039.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sanktionen f&uuml;r alle<\/strong><br>\nKurz vor der parlamentarischen Sommerpause hat das heftig kritisierte &raquo;Integrationsgesetz&laquo; Bundestag und Bundesrat passiert. Am Donnerstag abend brachten es die Regierungsfraktionen gegen die Stimmen der Opposition durch den Bundestag. Am Freitag gab der Bundesrat gr&uuml;nes Licht und stimmte dar&uuml;ber hinaus den Hartz-IV-Versch&auml;rfungen zu.<br>\nMit beiden Gesetzen wollen CDU\/CSU und SPD &raquo;fordern und f&ouml;rdern&laquo;. Die existenzsichernden Leistungen k&ouml;nnen schon bei geringsten Verst&ouml;&szlig;en gegen Anordnungen des Amtes gek&uuml;rzt werden. Gefl&uuml;chteten droht dar&uuml;ber hinaus die Abschiebung. Zudem kann ihnen der Wohnsitz nach der Anerkennung ihres Asylantrags weiterhin vorgeschrieben werden, und zwar bis zu drei Jahre lang.<br>\nDie Linksfraktion bezeichnete das Integrationsgesetz als &raquo;Ausgrenzungsinstrument&laquo; und &raquo;Hartz IV f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge&laquo;, das Asylsuchende und Langzeiterwerbslose gegeneinander ausspiele. (&hellip;) Die Fl&uuml;chtlingshilfsorganisation Pro Asyl sprach am Freitag von einer &raquo;Mogelpackung&laquo;. Die Sanktionen seien &raquo;unvereinbar mit dem menschenw&uuml;rdigen Existenzminimum&laquo;, die Wohnsitzauflage &raquo;rechtswidrig&laquo;. Zudem sorgten die &raquo;80-Cent-Jobs&laquo; f&uuml;r Prekarisierung. In Halle (Sachsen-Anhalt) demonstrierten am Donnerstag 150 Menschen gegen die Asylrechtsversch&auml;rfungen, wie die Initiative &raquo;No Lager Halle&laquo; mitteilte.<br>\nNahezu ger&auml;uschlos passierte unterdessen die Ende Juni im Parlament bereits verabschiedete Hartz-IV-Novelle (siehe jW vom 25.6.) am Freitag den Bundesrat. Wie die Linkspartei mitteilte, stimmten am Freitag neben SPD- und unionsgef&uuml;hrten L&auml;ndern auch Gr&uuml;nen-Politiker f&uuml;r die Versch&auml;rfungen. Th&uuml;ringen und Brandenburg, in denen Die Linke Teil der Regierung ist, in Th&uuml;ringen sogar als st&auml;rkste Partei, enthielten sich lediglich &ndash; &raquo;aus R&uuml;cksicht auf die Koalitionssituation&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/07-09\/021.php\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>Dazu: &bdquo;Konkurrenz am Arbeitsmarkt&ldquo;<\/strong><br>\nFrau Buntenbach, die Bundesregierung will 100.000 1-Euro-Jobs f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge schaffen. Ist das jetzt die Mindestlohn-Ausnahme durch die Hintert&uuml;r?<br>\nAnnelie Buntenbach: Das nicht, aber trotzdem halten wir dieses Programm f&uuml;r hoch problematisch. Stundenweise ausge&uuml;bte Ein-Euro-Jobs in Aufnahmeeinrichtungen k&ouml;nnen allenfalls in der Anfangsphase sinnvoll sein. Aber das Programm bietet auch Privatunternehmen, die in den Einrichtungen t&auml;tig sind, die M&ouml;glichkeit, auf diese Form von Besch&auml;ftigung zuzugreifen. Das kann schnell auch zu Konkurrenz am lokalen Arbeitsmarkt f&uuml;hren. Wenn man so etwas &uuml;berhaupt macht, sollten wenigstens die Verwaltungsaussch&uuml;sse, die Sozialpartner vor Ort, einbezogen werden.<br>\nEin-Euro-Jobs f&uuml;hren in aller Regel nicht in den ersten Arbeitsmarkt, sondern sind eine Sackgasse. F&uuml;r eine stabile Integration in den Arbeitsmarkt braucht es regul&auml;re Arbeitspl&auml;tze und ausreichende Qualifizierungsm&ouml;glichkeiten, auch parallel zu einer Teilzeitbesch&auml;ftigung. Doch daf&uuml;r stellt die Bundesregierung immer noch nicht genug Geld zur Verf&uuml;gung. Gerade im Hartz-IV-System sind die Mittel f&uuml;r Arbeitsmarktf&ouml;rderung in den letzten Jahren viel zu sehr runtergefahren worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Gewerkschafterin-ueber-Fluechtlingsjobs\/!5317157\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Konjunkturprogramm f&uuml;r die AfD<\/strong><br>\nFl&uuml;chtlinge zu Billigl&ouml;hnen arbeiten zu lassen, w&auml;re fatal. Regul&auml;r bezahlte Jobs w&uuml;rden ersetzt. Freuen d&uuml;rften sich Rechtspopulisten. Am Donnerstag stellte die Stiftung Mercator eine neue Studie vor. In ihrem Auftrag hatten Sozialwissenschaftler die Deutschen befragt, ob ihnen noch wohl ist, mit all den Fl&uuml;chtlingen im Land. Das Ergebnis: Ist es nicht. Jedenfalls vielen nicht. Die so genannte Willkommenskultur, sie erodiert, hatten die Forscher herausgefunden. Dagegen lie&szlig;e sich einiges tun. Der sicherste Weg aber, die verbleibende Offenherzigkeit der Normaldeutschen gegen&uuml;ber Fl&uuml;chtlingen in Richtung Nullpunkt zu dr&uuml;cken ist: Die Ankommenden zu Billigarbeitskr&auml;ften machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Integrationsgesetz\/!5320534\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die SPD &ndash; und insbesondere Bundesarbeitsministerin Nahles &ndash; hat mit dieser Entscheidung ihr zentrales Wahlkampfthema bei der letzten Bundestagswahl, den fl&auml;chendeckenden und gesetzlichen Mindestlohn weiter torpediert und somit noch l&ouml;chriger gemacht als er ohnehin schon ist. Kann die Partei-Spitze mit Abstimmungen\/Beschl&uuml;sse wie diesen &uuml;berhaupt noch Teil eines &bdquo;B&uuml;ndnis aller progressiven Kr&auml;fte&ldquo; sein, das auch &bdquo;miteinander regierungsf&auml;hig&ldquo; (Gabriel) sein soll?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sch&auml;uble warnt vor Fl&auml;chenbrand in der EU<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Sch&auml;uble hat nach der Entscheidung Gro&szlig;britanniens, aus der EU auszutreten, vor einem Fl&auml;chenbrand gewarnt. Europa m&uuml;sse den Menschen jetzt z&uuml;gig beweisen, dass es Mehrwert in den dr&auml;ngenden Fragen biete, sagte Sch&auml;uble der &ldquo;Augsburger Allgemeinen&rdquo;. Dies gelte nicht nur f&uuml;r die Fl&uuml;chtlingskrise, sondern auch f&uuml;r die Jugendarbeitslosigkeit vor allem in S&uuml;d-Europa. Sch&auml;uble schlug in diesem Zusammenhang einen europ&auml;ischen Ausbildungsverbund vor. Er verwies darauf, dass in Deutschland Lehrstellen nicht besetzt werden k&ouml;nnten, w&auml;hrend junge Leute in Griechenland und Spanien keine Arbeit h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/brexit-votum-schaeuble-warnt-vor-flaechenbrand-in-der-eu.447.de.html?drn:news_id=632876\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Sch&auml;uble, oder: Der Biedermann als Brandstifter. So kann man dem Roman von Max Frisch immer wieder etwas abgewinnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Europas Sozialdemokratie<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bequeme Sozialdemokratie<\/strong><br>\nStatt gegen die unsoziale Politik der EU lautstark Opposition zu betreiben, haben es sich die SozialdemokratInnen in Br&uuml;ssel gem&uuml;tlich gemacht &ndash; mit verheerenden Folgen.<br>\nDie EU hat ein schweres Legitimationsproblem. Dass die Mehrheit der BritInnen den Sprung in eine v&ouml;llig ungewisse Zukunft wagen und dem jetzigen Zustand innerhalb der EU vorziehen, ist ein Alarmsignal. Und es k&ouml;nnte einen Dominoeffekt ausl&ouml;sen. In vielen L&auml;ndern lehnen bedeutende Teile der Bev&ouml;lkerung die EU ab. Gesch&uuml;rt wird die Ablehnung von rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien: in Frankreich etwa vom Front National, in den Niederlanden von Geert Wilders Freiheitspartei und in &Ouml;sterreich von der FP&Ouml;. Diese Gruppierungen propagieren ein diffuses Zur&uuml;ck, vorgeblich in einen souver&auml;nen Nationalstaat, der selbstbestimmt im Interesse des &laquo;Volkes&raquo; agiert. Die Anti-EU-Propaganda ist dabei immer auch von ausl&auml;nder- und islamfeindlichen Parolen begleitet. Linke EU-GegnerInnen sind dagegen marginal. Es fehlt ihnen an einem &uuml;berzeugenden Gegenentwurf. (&hellip;)<br>\nEs gibt gute Gr&uuml;nde, der EU kritisch gegen&uuml;berzustehen: So fehlt es ihr an echter demokratischer Legitimation und Transparenz. Die einflussreiche EU-Kommission wird von den Regierungen der einzelnen Mitgliedsl&auml;nder zusammengestellt, wichtige Entscheidungen hinter verschlossenen T&uuml;ren getroffen. Was beschlossen wird, basiert auf einer undurchschaubaren Gemengelage aus nationalen Interessen und dem Einfluss von Lobbygruppen.<br>\nDas f&uuml;hrende politische Personal innerhalb der EU-Institutionen repr&auml;sentiert eine Art grosse Koalition aus Parteien aus dem b&uuml;rgerlichen und sozialdemokratischen Spektrum. Politische Unterschiede etwa innerhalb der einflussreichen EU-Kommission sind kaum auszumachen. Das st&auml;rkt den Eindruck, dass hier eine elit&auml;re Clique am Werk ist, die sich um die Meinung der Bev&ouml;lkerung foutiert&nbsp;&ndash; zumal das gew&auml;hlte EU-Parlament kaum etwas zu sagen hat. Es ist denn auch diese Koalition, die f&uuml;r die Austerit&auml;tspolitik in Europa die Verantwortung tr&auml;gt. Die einzelnen Staaten haben sich an rigide Sparvorgaben zu halten, was dazu f&uuml;hrt, dass sie nicht gen&uuml;gend investieren k&ouml;nnen, sondern mit K&uuml;rzungen im Sozialbereich und Privatisierungen besch&auml;ftigt sind. So bleiben viele L&auml;nder in der Wirtschaftskrise gefangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/1626\/linke-perspektiven\/bequeme-sozialdemokratie\">WOZ<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Labour muss bei den Verhandlungen mit der EU dabei sein&laquo;<\/strong><br>\nSeit dem Mehrheitsentscheid der britischen W&auml;hlerschaft, die EU zu verlassen, befindet sich das politische System des Vereinigten K&ouml;nigreichs in einer tiefen Krise. Davon ist auch die Labour-Bewegung und speziell die Labour Party nicht verschont. Die Mehrheit der Parlamentsfraktion ist unmittelbar nach dem Brexit-Entscheid mit einer Abwahlattacke gegen ihren Fraktions- und Parteivorsitzenden Jeremy Corbyn hervorgetreten.<br>\nGleichzeitig hat die Labour Party seit dem Referendumstag mehr als 100.000 neue Vollmitglieder gewonnen. Mit mehr als 500.000 Mitgliedern ist sie derzeit die gr&ouml;&szlig;te sozialdemokratische Partei in Europa.<br>\nNach der seit mehreren Jahren von interessierter Seite hinausgez&ouml;gerten Ver&ouml;ffentlichung des Chilcot-Reports, in dem die Umst&auml;nde des v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriegseintritt des Vereinigten K&ouml;nigreichs in den Irak-Krieg 2003 an der Seite der USA untersucht werden, hat sich Corbyn im Namen der Labour Party f&uuml;r das Handeln des damaligen Premierministers und Labour-Vorsitzenden Tony Blair entschuldigt, vor allem bei den vielen Opfern der Zivilbev&ouml;lkerung und deren Angeh&ouml;rigen im Irak.<br>\nOb aufgrund der Ergebnisse des Berichts gegen Blair eine Anklage wegen Kriegsverbrechens erhoben wird, ist offen. Corbyn hat hingegen deutlich gemacht, dass die 140 Labour-Abgeordneten, die 2003 gegen die v&ouml;lkerrechtswidrige Invasion gestimmt hatten und die 1,5 Millionen DemonstrantInnen &ndash; eine der gr&ouml;&szlig;ten Demonstrationen in Britannien seit dem Zweiten Weltkrieg &ndash; mit ihrer Ablehnung historisch Recht hatten. Und zugleich hob er hervor, dass die Kriegsfolgen der Irak-Invasion &ndash; die Bewegung der Gefl&uuml;chteten und Schutzsuchenden &ndash; einer der wesentlichen Gr&uuml;nde ist, warum die EU durch in der Zeit der ungel&ouml;sten Politikfolgen anhaltender Austerit&auml;t im letzten Jahr in ihre tiefste Krise geraten ist.<br>\nIn einer kurzen Positionsbestimmung[1] zwei Wochen nach dem Brexit-Entscheid umrei&szlig;t Corbyn die Situation, in der sich die Labour Party befindet und mit welchen Aufgaben sie sich konfrontiert sieht. Wir dokumentieren den Artikel in Ausz&uuml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/labour-muss-bei-den-verhandlungen-mit-der-eu-dabei-sein\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Anti-Blair: Jeremy Corbyn kommentiert Irak-Bericht im Unterhaus<\/strong><br>\nNachdem der Putschversuch der Labour Abgeordneten gegen Jeremy Corbyn vorerst gescheitert ist und innerhalb der letzten zwei Wochen noch einmal mehr als 100 000 Personen der Labour Partei beigetreten sind, fand der Parteichef die Gelegenheit, die ver&ouml;ffentlichten Ergebnisse des Untersuchungsberichts zum Irak-Krieg (Chilcot report) zu kommentieren und damit quasi als Anti-Blair mit diesem dunklen Kapitel der Partei etwas aufzur&auml;umen.<br>\nEs ist einer jener seltenen Momente, in denen im Fokus der &ouml;ffentlichen Aufmerksamkeit und aus einer nicht marginalisierten Position heraus solche Worte gesprochen werden, die eine aufrichtige Beschreibung der Welt nicht auf dem Altar machterhaltender Leiterz&auml;hlungen opfern: (&hellip;)<br>\nDie Bev&ouml;lkerung in UK, die den Irak-Krieg damals mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit ablehnte und zu Hunderttausenden gegen den v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriff auf die Stra&szlig;e ging, d&uuml;rfte Corbyn wohl in weiten Teilen der Rede zugestimmt haben. Die Abgeordneten auf beiden Seiten des Parlaments, die nicht nur gl&uuml;hende Anh&auml;nger des kriegerischen Interventionismus sind, sondern von denen auch so einige damals bereits im Parlament sa&szlig;en und dem Unterfangen ihre Stimme gaben, waren sp&uuml;rbar weniger angetan, doch stand ihnen diesmal kein Nebelwerfer zur Verf&uuml;gung, der &ndash; wie in den meisten anderen F&auml;llen &ndash; die Normativit&auml;t auf die Seite der etablierten Macht schl&auml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.maskenfall.de\/?p=10966#more-10966\">Maskenfall<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bundeswehr bereitet sich auf Einsatz im Innern vor<\/strong><br>\nEins&auml;tze im Innern waren in der Koalition lange umstritten, weil sie dem Grundgesetz entgegen zu stehen schienen. Eine Gesetzes&auml;nderung aber lehnte die SPD strikt ab. Bisher war argumentiert worden, die Streitkr&auml;fte k&ouml;nnten der Polizei nur bei Naturkatastrophen oder schweren Ungl&uuml;cksf&auml;llen zu Hilfe kommen, um die &ouml;ffentliche Ordnung aufrechtzuhalten oder wiederherzustellen (Artikel 35 des Grundgesetzes). Zuletzt einigte sich die Koalition darauf, dass die im Grundgesetz genannten Ausnahmef&auml;lle &ldquo;von besonderer Bedeutung&rdquo; auch schwere Terrorangriffe einschlie&szlig;en.<br>\n&ldquo;Wir wollen und brauchen keine Grundgesetz&auml;nderung&rdquo;, sagte Rainer Arnold, der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, dem K&ouml;lner Stadt-Anzeiger. Die geplanten &Uuml;bungen von Bundeswehr und Polizei seien &ldquo;hilfreich&rdquo;. Sie sollten verhindern, dass &ldquo;durch unge&uuml;bte Abl&auml;ufe Probleme entstehen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-07\/sicherheitspolitik-bundeswehr-innern-grundgesetz-uebungen\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Bundeswehr Inlandseins&auml;tze<\/strong><br>\nIm Mai 2016 hatten sich CDU\/CSU und SPD auf einen faulen Kompromiss geeinigt, demzufolge es auch ohne Grundgesetz&auml;nderung k&uuml;nftig m&ouml;glich sein soll, die Bundeswehr zur Terrorabwehr im Inland einzusetzen (siehe IMI-Aktuell 2016\/310). Heute berichtet nun die Frankfurter Rundschau, mit entsprechenden &Uuml;bungen wolle die Bundeswehr in K&uuml;rze beginnen: &bdquo;Die Bundeswehr bereitet sich gegenw&auml;rtig auf &Uuml;bungen mit der Polizei f&uuml;r einen Einsatz im Innern vor, wie der K&ouml;lner Stadt-Anzeiger berichtet. Entsprechende Planungen sollen bereits in der kommenden Woche beginnen, best&auml;tigte das Verteidigungsministerium auf Anfrage der Zeitung. Im Wei&szlig;buch der Bundeswehr, das in K&uuml;rze ver&ouml;ffentlicht wird, werden solche Eins&auml;tze ebenfalls angek&uuml;ndigt.[&hellip;] Zuletzt einigte sich die Koalition darauf, dass die im Grundgesetz genannten Ausnahmef&auml;lle &bdquo;von besonderer Bedeutung&ldquo; auch schwere Terrorangriffe einschlie&szlig;en.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/07\/09\/bundeswehr-inlandseinsaetze\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben auf <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33571#h09\">den &bdquo;faulen Kompromiss&ldquo; der schwarz-roten Koalition<\/a> hingewiesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>SPD und Linkspartei stellen sich Bedingungen<\/strong><br>\nDebatte um Rot-Rot-Gr&uuml;n \/ Oppermann: Ihr m&uuml;sst die Au&szlig;enpolitik &auml;ndern \/ Wagenknecht: Ihr m&uuml;sst die Sozialpolitik &auml;ndern<br>\nIn der Diskussion &uuml;ber ein m&ouml;gliches rot-rot-gr&uuml;nes B&uuml;ndnis haben Politiker von SPD und Linkspartei sich gegenseitig zu Kurskorrekturen aufgefordert. Der sozialdemokratische Fraktionschef Thomas Oppermann sagte, ein B&uuml;ndnis links von der CDU auf Bundesebene k&ouml;nne m&ouml;glich sein, sofern die Linkspartei &Auml;nderungen in ihrer Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik vornimmt. Sie m&uuml;sse &raquo;ohne Vorbehalte akzeptieren, dass jede Bundesregierung der internationalen Verantwortung Deutschlands etwa im Rahmen der NATO jederzeit gerecht werden muss&laquo;, sagte Oppermann dem &raquo;Tagesspiegel am Sonntag&laquo;.<br>\nWer Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr kategorisch ablehne, sei nach Auffassung von Oppermann nicht anschlussf&auml;hig. Der SPD-Politiker wiederholte auch einen alten Vorwurf, demzufolge in Teilen der Linkspartei Verantwortung abgelehnt und mit zugespitzten Parolen Stimmung gemacht werde. &raquo;Wenn die Linkspartei regieren will, dann darf sie solche radikalen Vertreter nicht f&uuml;r den Bundestag nominieren. Eine Koalition mit der SPD kann es nur geben mit verl&auml;sslichen Abgeordneten&laquo;, so die von Oppermann formulierte Bedingung f&uuml;r eine m&ouml;gliche Kooperation.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1018165.spd-und-linkspartei-stellen-sich-bedingungen.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Sind Herr Oppermanns Worte in der SPD eigentlich Konsens? Kennt er eigentlich noch das Berliner Grundsatzprogramm vom 20. Dezember&nbsp;1989? Dort war u.a. zu lesen: &ldquo;Unser Ziel ist es, die Milit&auml;rb&uuml;ndnisse durch eine europ&auml;ische Friedensordnung abzul&ouml;sen. Bis dahin findet die Bundesrepublik Deutschland das ihr erreichbare Ma&szlig; an Sicherheit im Atlantischen B&uuml;ndnis, vorausgesetzt, sie kann ihre eigenen Sicherheitsinteressen dort einbringen und durchsetzen, auch ihr Interesse an gemeinsamer Sicherheit. Der Umbruch in Osteuropa verringert die milit&auml;rische und erh&ouml;ht die politische Bedeutung der B&uuml;ndnisse und weist ihnen eine neue Funktionen zu: Sie m&uuml;ssen, bei Wahrung der Stabilit&auml;t, ihre Aufl&ouml;sung und den &Uuml;bergang zu einer europ&auml;ischen Friedensordnung organisieren. Dies er&ouml;ffnet auch die Perspektive f&uuml;r das Ende der Stationierung amerikanischer und sowjetischer Streitkr&auml;fte au&szlig;erhalb ihrer Territorien in Europa. Im B&uuml;ndnis muss der Grundsatz gleicher Souver&auml;nit&auml;t gelten.&rdquo; War die SPD damals etwa &ldquo;nicht anschlussf&auml;hig&rdquo;, Verantwortung ablehnend oder hat sie seinerzeit &ldquo;mit zugespitzten Parolen Stimmung gemacht&rdquo;?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gespr&auml;che mit Gewerkschaften abgelehnt<\/strong><br>\nGanz weit im S&uuml;dosten Deutschlands ist Passau. Dort ist auch der Sitz der Verlagsgruppe Passau. Ihr wichtigstes Produkt, die &ldquo;Passauer Neue Presse&rdquo;, ist mit einer verkauften Auflage von &uuml;ber 160.000 St&uuml;ck eine der gro&szlig;en Regionalzeitung &ndash; und offenbar ein schwieriger Arbeitgeber.<br>\n&ldquo;In den letzten zw&ouml;lf Jahren bin ich kein einziges Mal in der Gehaltsgruppe aufgestiegen. Was drauf gekommen ist, war nur der Inflationsausgleich. Und das, wo die Bezahlung &lsquo;eh schon ein Drittel unter dem Tarif von fr&uuml;her liegt. Aber nachverhandeln bringt nichts, au&szlig;er &Auml;rger und Druck.&rdquo;<br>\nDas sagt ein gestandener Redakteur der &ldquo;Passauer Neuen Presse&rdquo;, der seit fast 20 Jahren f&uuml;r diese Zeitung t&auml;tig ist. Er will nicht erkannt werden &ndash; darum haben wir seine Aussagen nachgesprochen. Zu gro&szlig; ist die Angst, durch seine &Auml;u&szlig;erungen in der &Ouml;ffentlichkeit seinen Job in Gefahr zu bringen. Diese Angst ist begr&uuml;ndet, erz&auml;hlt der freie Journalist Hubert Denk in Passau. Auch er arbeitete viele Jahre f&uuml;r das Unternehmen, ist mit vielen Kollegen von fr&uuml;her gut vernetzt. Er kennt das einseitig vom Verlag diktierte &ldquo;Eckpunktepapier&rdquo;, das vor &uuml;ber elf Jahren den allgemeinen Tarifvertrag bei der PNP und ihren Gesellschaften abl&ouml;ste. Darin enthalten sei auch eine Arbeitsplatzgarantie &ndash; jedoch mit Einschr&auml;nkungen.<br>\n&ldquo;Da steht dann da: Diese Zusicherung gilt f&uuml;r den jeweiligen Arbeitnehmer unter der Bedingung, dass er sich an keinem Streik beteiligt. Ich meine, wenn ich so was da rein schreibe, dann beginnt das ja vielleicht schon, wenn ich irgendwo mal meine Hand hebe. Also das ist schon eine eindeutige Drohung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/verlagsgruppe-passau-gespraeche-mit-gewerkschaften-abgelehnt.761.de.html?dram:article_id=359659\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schreckgespenst Inflation?<\/strong><br>\nEs ist schon erstaunlich, &uuml;ber Jahre hinweg wird hierzulande vor Inflation gewarnt, auch ausufernder Inflation, und &ndash; nichts davon trat ein und wird wohl auch nicht eintreten. Im Gegenteil, das eigentliche Probleme hei&szlig;t eher Deflation. Wie konnten sich die Auguren nur so eklatant vertun? Wird dieser grandiose Irrtum aufgearbeitet? Von wem? Hat dies Konsequenzen? Und vor allem, wo bleiben die Artikel dieser Herrschaften dar&uuml;ber, nun doch endlich einmal die aktuelle Politik und die dahinterliegende Theorie, besser Ideologie, zu &uuml;berdenken?<br>\nNachfolgend ein Panoptikum des Scheiterns hochm&ouml;gender Journalisten, Politiker und &Ouml;konomen von Heiner Flassbeck und Philipp M&uuml;ller.<br>\nDie Preisentwicklung im Euroraum 2008 bis 2015<br>\nWoher kommt eigentlich die Inflation? Die klare Antwort, die fast alle &bdquo;wichtigen&ldquo; deutschen &Ouml;konomen und Kommentatoren geben, lautet: Von zu viel Geld. Wieso aber leben wir dann derzeit in einer Deflation? Schafft nicht die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) gerade sehr viel Geld, um die Deflation zu verhindern? Und wieso gelingt ihr das nicht? Die Inflationsrate im Euroraum ist zum Abschluss des Fiskaljahres 2015 auf einem Rekordtief von 0,3% zum Vorjahr gelandet (die rote Kurve in Abbildung 1). Das ist der niedrigste Wert seit der Einf&uuml;hrung des Euros. Die Inflationsrate ist seit der Wirtschaftskrise 2008 nie wieder auf ihren Wert von vor der Krise zur&uuml;ckgekehrt und hat das Inflationsziel der EZB von knapp zwei Prozent nur einmal kurz erreicht. Zuletzt lag sie sogar bei fast genau Null (Abbildung 2).<br>\nDennoch konnte man seitens diverser Stimmen aus Presse, Politik und Fachwelt immer wieder Warnungen vor drohender Inflation und bisweilen sogar Hyperinflation vernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.westendverlag.de\/index.php?id=565#.V4ItchLvGgd\">Westend<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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