{"id":34161,"date":"2016-07-11T13:50:42","date_gmt":"2016-07-11T11:50:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34161"},"modified":"2019-01-19T16:50:27","modified_gmt":"2019-01-19T15:50:27","slug":"die-nato-umzingelungsstrategie-und-die-rolle-polens-ein-beitrag-von-peter-becker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34161","title":{"rendered":"Die NATO-Umzingelungsstrategie und die Rolle Polens \u2013 ein Beitrag von Peter Becker"},"content":{"rendered":"<p>Dr. Peter Becker ist Rechtsanwalt und Co-Pr&auml;sident der International Association of Lawyers Against Nuclear Arms (IALANA). Es skizziert die Rolle Polens und insbesondere die Rolle von Rechtskonservativen in Polen. Becker bietet eine gute &Uuml;bersicht &uuml;ber die Umzingelungsstrategie. Die Rolle deutscher Politiker, namentlich Au&szlig;enminister Steinmeier und Bundeskanzlerin Merkel, sieht er vergleichsweise positiv. In dieser Bewertung kann ich ihm &ndash; von einzelnen Schachz&uuml;gen abgesehen &ndash; nicht folgen. Aber das kann man im konkreten Fall leicht ertragen.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6555\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-34161-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160713_NATO_Umzingelungsstrategie_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160713_NATO_Umzingelungsstrategie_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160713_NATO_Umzingelungsstrategie_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160713_NATO_Umzingelungsstrategie_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=34161-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160713_NATO_Umzingelungsstrategie_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"160713_NATO_Umzingelungsstrategie_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Die inszenierte Bedrohung<br>\nDie NATO-Umzingelungsstrategie und die Rolle Polens<br>\n<em>von Dr. Peter Becker<\/em><\/strong><\/p><p>Am 8. und 9. Juli fand in Warschau der NATO-Gipfel statt, Nachfolger des Gipfels in Wales 2014. Karl-Heinz Kamp, Pr&auml;sident der Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik, erw&auml;hnt in der Agenda, mit der die NATO &bdquo;auf Russlands Landnahme in der Ukraine reagiert&ldquo;, u.a. den Ausbau der Abschreckungspolitik, auch mit h&ouml;heren Verteidigungsausgaben, und die Zukunft der nuklearen Abschreckung. Nicht erw&auml;hnt wird, dass die NATO die fertige US-Raketenbasis in Rum&auml;nien &uuml;bernehmen soll und dass in Polen der Bau einer weiteren Station nahe der russischen Grenze beginnt.<\/p><p>Russland erscheint als der Aggressor, auf den die NATO vielf&auml;ltig reagieren m&uuml;sse. Nur: Stimmt das? Wenn man sich die M&uuml;he macht, die historischen Ereignisse nachzufahren, was wegen der NATO-Apologeten in den Printmedien nicht einfach ist, ergibt sich ein v&ouml;llig anderes Bild.<\/p><p>Gorbatschow schenkte Deutschland im Jahre 1990 die Einheit. Er stimmte sogar zu, dass das vereinigte Deutschland Mitglied der NATO sein k&ouml;nne. Die Bedingung war, dass sich die NATO nicht nach Osten ausdehne, was beispielsweise von dem damaligen deutschen NATO-Generalsekret&auml;r W&ouml;rner auch versprochen wurde. Ein Teil dieser Abmachung war, dass &bdquo;ausl&auml;ndische Streitkr&auml;fte und Atomwaffen oder deren Tr&auml;ger&ldquo; im Beitrittsgebiet &bdquo;weder stationiert noch dorthin verlegt&ldquo; werden d&uuml;rften, wie es in Artikel 5 Abs. 3 des 2+4-Vertrages 1990 hei&szlig;t.<\/p><p>Aber: Die NATO hielt sich nicht daran. Sie l&ouml;ste sich nicht nur nicht auf wie der Warschauer Pakt, sondern dehnte sich nach Osten aus. Bereits auf dem NATO-Gipfel in Madrid 1997 wurde auf Betreiben der USA den ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten Polen, Tschechien und Ungarn die Mitgliedschaft angeboten, die am 12. M&auml;rz 1999 der NATO beitraten, wenige Tage vor Beginn der Bombardierung Jugoslawiens durch die NATO, unter deutscher Beteiligung. Der Krieg war v&ouml;lkerrechtswidrig, da ein Mandat des Sicherheitsrats fehlte. Dabei sollte nach dem 2+4-Vertrag &bdquo;von deutschem Boden nur noch Frieden ausgehen&ldquo;.<\/p><p>Trotzdem warb Pr&auml;sident Putin am 25.9.2001 im Deutschen Bundestag f&uuml;r die Verwirklichung von Gorbatschows Version vom &bdquo;Europ&auml;ischen Haus&ldquo;. Das Protokoll vermerkte: &bdquo;Die Abgeordneten erheben sich.&ldquo;<\/p><p>Im November 2002 erhielten auf dem NATO-Gipfel in Prag Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rum&auml;nien, die Slowakei und Slowenien die Einladung zu Verhandlungen &uuml;ber einen NATO-Beitritt, und am 29. M&auml;rz 2004 traten diese neuen L&auml;nder der NATO bei. Beim NATO-Gipfel in Bukarest im April 2008 wurde der Beitritt Albaniens und Kroatiens beschlossen und am 1. April 2009 vollzogen. Der Ukraine und Georgien wurde der Beitritt in Aussicht gestellt, nachdem der ukrainische Au&szlig;enminister Jazenjuk im Januar 2008 in Bukarest um die Aufnahme in die NATO ersucht hatte. Angela Merkel verhinderte das im letzten Moment. Aber die Umzingelung Russlands war damit weitgehend gelungen.<\/p><p>Eine besondere Rolle in dieser Strategie spielt Polen und dabei wieder Rados&#322;aw Sikorski. 1992 wurde Sikorski stellvertretender Verteidigungsminister. Von 1998 bis 2001 war er stellvertretender Au&szlig;enminister. Nachdem die USA nach 9\/11 um Beteiligung an der Operation Enduring Freedom (OEF) baten, bef&uuml;rwortete Sikorski die Beteiligung, die im M&auml;rz 2002 auch begann. Ab 2002 arbeitete Sikorski als Direktor der New Atlantic Initiative im konservativen American Enterprise Institute (AEI) in Washington. Das AEI finanziert sich durch Spenden. Unter seinen 50 sogenannten Fellows befinden sich auch zahlreiche Vordenker des amerikanischen Neokonservatismus, wie etwa Richard Perle, Lynne Cheney und Irving Kristol.<\/p><p>Im Haus des AEI arbeitete auch das Project for the New American Century (PNAC), das von der Bradley-Foundation finanziert wird. Die Br&uuml;der Bradley betreiben u.a. auch R&uuml;stungsfirmen und unterst&uuml;tzen das PNAC, weil es eine Politik der amerikanischen Hegemonie durch milit&auml;rische Macht fordert. Zu den Gr&uuml;ndern des PNAC geh&ouml;rten Dick Cheney, Donald Rumsfeld und Robert Kagan, Ehemann der US-Botschafterin bei der EU Victoria Nuland (&bdquo;Fuck the EU&ldquo;). Das PNAC forderte schon 1998 in einem Brief an Bill Clinton einen Krieg gegen den Irak, der, nachdem Cheney und Rumsfeld unter George W. Bush an die Macht gekommen waren, auch stattfand. Jochen B&ouml;lsche, SPIEGEL-Journalist, schilderte dieses Vorhaben im SPIEGEL vom 4. M&auml;rz 2003 unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Der Krieg, der aus dem Think Tank kam&ldquo;. Zur &sbquo;Koalition der Willigen&lsquo; geh&ouml;rte auch Polen.<\/p><p>Nachdem Sikorski im November 2007 Au&szlig;enminister im Kabinett Tusk wurde, unterst&uuml;tzte er die Stationierung von NATO-Truppen in Polen und anderen Staaten Mittel-Ost-Europas sowie die Positionierung von US-Raketenabwehrsystemen in seinem Land. Am 20.8.2008 unterzeichneten die US-Au&szlig;enministerin Rice und Sikorski das Abkommen &uuml;ber die Stationierung von US-Luftabwehrraketen in Polen. Im Februar 2010 wurde bekanntgegeben, dass die amerikanischen Patriot-Raketen nur etwa 100 Kilometer von der Grenze zur russischen Enklave Kaliningrad entfernt aufgebaut werden sollten. Ferner wurde bekanntgegeben, dass das Raketenabwehrsystem &bdquo;zum Schutz Europas&ldquo; auf Rum&auml;nien ausgedehnt werde.<\/p><p>Sikorski engagierte sich auch f&uuml;r den Umsturz in der Ukraine. Nach einem Artikel in der polnischen linken Wochenzeitung Nie (Neun) vom 18. April 2014 hatte Sikorski im September 2013 86 Mitglieder des Rechten Sektors nach Warschau eingeladen, angeblich als Teil eines Programms zur Zusammenarbeit zwischen Universit&auml;ten. Tats&auml;chlich erhielt der Rechte Sektor vier Wochen intensives Training in der Technik des Putsches, einschlie&szlig;lich des Einsatzes von Scharfsch&uuml;tzengewehren.<\/p><p>Nachdem das ukrainische Parlament am 16. Januar Gesetze zur Eind&auml;mmung der Proteste auf dem Maidan erlassen hatte, kam es schon in der Nacht vom 19. auf den 20. Januar zu Gewalt, an ihrer Spitze der Rechte Sektor. Am Morgen des 20. Februar schossen Scharfsch&uuml;tzen wohl aus dem Hotel Ukraine und aus dem Konservatorium, beide in der Hand des Rechten Sektors (Der Freitag, 19.02.2015), sowohl auf Oppositionelle als auch auf Demonstranten. Rund 80 Menschen starben. Auch der estnische Au&szlig;enminister Paet &auml;u&szlig;erte in einem abgeh&ouml;rten Telefongespr&auml;ch mit der EU-Au&szlig;enbeauftragten Ashton den Verdacht, das Maidan-Lager habe selbst Scharfsch&uuml;tzen engagiert (t-online vom 07.03.2014). Die Journalistin Ann-Dorit Boy schilderte diese Abl&auml;ufe in der FAZ vom 24.2.2014 unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Die Extremisten vom Maidan&ldquo;, die nach Aussage ihres Anf&uuml;hrers Jarosch schon Ende Januar &bdquo;die Verantwortung f&uuml;r den &sbquo;revolution&auml;ren Prozess&lsquo; &uuml;bernommen&ldquo; hatten.<\/p><p>Am 21. Februar schlug eine Vermittlungsmission der EU unter der F&uuml;hrung des deutschen, franz&ouml;sischen und polnischen Au&szlig;enministers unter Teilnahme eines Abgesandten der russischen Regierung ein Abkommen vor, nach dem die alte Verfassung von 2004 wiederhergestellt, eine Regierung der nationalen Einheit gebildet, die Polizei und die bewaffneten Demonstranten zur&uuml;ckgezogen und vorgezogene Neuwahlen durchgef&uuml;hrt werden sollten.<\/p><p>Aber einen Tag nach der Unterzeichnung dieses Kompromissabkommens kam alles anders. Am 22. Februar wurde in Kiew ein Putsch durchgef&uuml;hrt. Der Rechte Sektor besetzte das Parlament und &uuml;bernahm die Kontrolle in Kiew. Bei der Abstimmung wurde Pr&auml;sident Janukowytsch abgesetzt. Der Abgeordnete Turtschinow wurde zum neuen Staatspr&auml;sidenten gew&auml;hlt. Das Parlament w&auml;hlte den Vorsitzenden der &sbquo;Vaterlandspartei&lsquo;, Jazenjuk, zum Ministerpr&auml;sidenten. Diese Macht&uuml;bernahme war illegal, weil die f&uuml;r die Neuwahl eines Staatspr&auml;sidenten in der Verfassung vorgeschriebene Dreiviertelmehrheit nicht erreicht wurde. Ludger Volmer, ehemaliger Staatssekret&auml;r im AA, bezeichnete diesen Regierungswechsel als &bdquo;klaren Putsch&rdquo; (Deutschlandfunk, 25.06.2015).<\/p><p>Dass die Urheberschaft der t&ouml;dlichen Sch&uuml;sse auf dem Maidan seither nicht aufgekl&auml;rt wurde, h&auml;ngt wahrscheinlich auch damit zusammen, dass ein Mitglied der rechten Partei Swoboda neuer Generalstaatsanwalt wurde. Dieser Kurs wird von den USA unterst&uuml;tzt. Vor allem die Republikaner fordern Waffenlieferungen an die ukrainische Armee, die von der EU und vor allem der deutschen Regierung immer wieder nur mit M&uuml;he verhindert werden k&ouml;nnen. Nat&uuml;rlich h&auml;lt Ministerpr&auml;sident Jazenjuk an seinem Kernanliegen fest, dem Beitritt zur NATO; ein Szenario, das der Journalist Nikolas Busse in der FAZ vom 26.2.2014 f&uuml;r realistisch hielt. Er erinnerte an den Grundsatzbeschluss der Allianz aus dem Jahr 2008, nach dem die Ukraine eines Tages in das B&uuml;ndnis aufgenommen werden k&ouml;nne: &bdquo;Eine westlich orientierte F&uuml;hrung in Kiew k&ouml;nnte [&hellip;] ihn wiederbeleben.&ldquo;<\/p><p>Der Putsch bewirkte nicht nur den Machtwechsel in Kiew. Er bewirkte auch, dass das Abkommen vom 21. Februar Makulatur wurde. Das kommentiert der Journalist Uwe Klu&szlig;mann in SPIEGEL-online vom 3.3.2014 wie folgt: &bdquo;Die Folge: Die russische Bev&ouml;lkerung der Krim erhob sich gegen die Zentralregierung, noch bevor Putin Truppen in Marsch setzte. Die drei westlichen Unterzeichner Steinmeier, Sikorski und Fabius h&auml;tten, wenn sie wollten, f&uuml;r ihre Beschwerden wegen Vertragsverletzung einen Adressaten in Kiew: Das Abkommen tr&auml;gt auch die Unterschrift des jetzigen Premierministers Arsenij Jazenjuk.&ldquo;<\/p><p>Vor diesem Hintergrund erscheint die Annexion der Krim im M&auml;rz 2014 in einem neuen Licht. Russland musste damit rechnen, dass rund um seine in Sewastopol stationierte Flotte NATO-St&uuml;tzpunkte errichtet w&uuml;rden &ndash; machtpolitisch gesehen intolerabel und eine handgreifliche Zuspitzung der Einkreisungspolitik durch die NATO.<\/p><p>Am 3. M&auml;rz 2014 beantragte Polen bei der NATO in Br&uuml;ssel ein Treffen wegen der gespannten Lage im Nachbarland Ukraine und berief sich dabei auf Artikel 4 des NATO-Vertrags. Dort hei&szlig;t es: &bdquo;Die Parteien werden einander konsultieren, wenn nach Auffassung einer von ihnen die Unversehrtheit des Gebiets, die politische Unabh&auml;ngigkeit oder die Sicherheit einer der Parteien bedroht ist.&ldquo; Am Tag nach dem Treffen der NATO-Botschafter traf sich der NATO-Russlandrat. Putin erkl&auml;rte (FAZ vom 5.3.2014), ein Milit&auml;reinsatz sei derzeit nicht notwendig. In den folgenden Tagen kam es zu einem Machtwechsel in der Regierung der autonomen Republik Krim. Zusammen mit Russland bestritt die neue, selbst nicht demokratisch legitimierte Regierung der Krim die Legitimit&auml;t der &Uuml;bergangsregierung der Ukraine. Das Parlament sprach sich am 6. M&auml;rz f&uuml;r einen Anschluss an Russland aus. Am 16. M&auml;rz wurde ein Referendum &uuml;ber den Status der Krim abgehalten, das sich mit gro&szlig;er Mehrheit f&uuml;r den Anschluss an Russland aussprach. Freilich: Ein solches Referendum ist in der Verfassung der Ukraine nicht vorgesehen, es war daher illegal.<\/p><p>Wir konstatieren: In Kiew hat sich unter dem milit&auml;rischen Druck des Rechten Sektors ein illegaler Machtwechsel ereignet, der einen illegalen Machtwechsel auf der Krim ausl&ouml;ste. Aber der Westen beanstandete nicht etwa den illegalen Machtwechsel in Kiew. Er nahm vielmehr den illegalen Machtwechsel auf der Krim zum Anlass f&uuml;r &ndash; nicht nur &ndash; Sanktionen, sondern f&uuml;r einen sehr viel weiterreichenden Politikwechsel &ndash; zweierlei Ma&szlig;! Die Vorg&auml;nge auf der Krim wurden von den USA und der NATO von den Vorg&auml;ngen in Kiew abgekoppelt und umgedeutet in einen russischen Strategiewechsel hin zu einer aggressiven Au&szlig;enpolitik an allen Fronten, auf die auf Basis des Artikel 4 NATO-Vertrag reagiert werden m&uuml;sse.<\/p><p>Die Beschl&uuml;sse hatten fatale Folgen, nach dem Motto &sbquo;NATO &ndash; &uuml;bernehmen Sie&lsquo;. Der &Uuml;bernehmer war Anders Fogh Rasmussen, Generalsekret&auml;r der NATO von 2009-2014.<\/p><p>Rasmussen war 1998 zum Vorsitzenden der rechtsliberalen Venstre-Partei gew&auml;hlt worden, mit der er 2001 die Wahl gewann. Im Wahlkampf hatte er eine &Auml;nderung des Ausl&auml;nderrechts gefordert, &bdquo;um mehr Platz zum Atmen&ldquo; zu bekommen. Im Golf-Krieg 2003 unterst&uuml;tzte D&auml;nemark die USA und behauptete &ndash; wohl wider besseres Wissen &ndash;, der Irak habe Massenvernichtungswaffen. 2009 trat Rasmussen als Ministerpr&auml;sident zugunsten der &Uuml;bernahme des NATO-Amtes zur&uuml;ck. Auf dem NATO-Gipfel 2010 in Lissabon setzte er ein neues strategisches Konzept durch, das Nikolas Busse von der FAZ sein &bdquo;Gesellenst&uuml;ck&ldquo; nennt (19.11.2010). Zentraler Beschlusspunkt: die &Uuml;bernahme des bilateral zwischen den USA, Polen und Tschechien verhandelten Raketenabwehrschildes durch die NATO. Begr&uuml;ndung: Es werde ein Schutz vor dem Iran gebraucht, was nach Ansicht von Kritikern die Atmosph&auml;re zu Russland &sbquo;vergiftete&lsquo;. 2011 versuchte er, die NATO geeint in den Libyen-Einsatz zu f&uuml;hren. Deutschland machte aber nicht mit, was Rasmussen im Nordatlantik-Rat so scharf kritisierte, dass der deutsche und der franz&ouml;sische Botschafter den Saal verlie&szlig;en. Im M&auml;rz 2014 sprach sich Rasmussen f&uuml;r eine weitere Erweiterung der NATO aus.<\/p><p>In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 4.5.2014 (gef&uuml;hrt von Thomas Gutschker) teilte Rasmussen mit, wie die NATO auf die angebliche Bedrohung durch Russland reagierte: &bdquo;Wir haben die Luftraumpatrouillen &uuml;ber dem Baltikum erweitert, wir nehmen AWACS-Aufkl&auml;rungsfl&uuml;ge &uuml;ber Polen und Rum&auml;nien vor, wir haben die Pr&auml;senz unserer Marine im Schwarzen Meer und in der Ostsee erh&ouml;ht. Das sind ja auch milit&auml;rische Antworten. Sie dienen der Abschreckung.&ldquo; Die Forderung des polnischen Au&szlig;enministers, der zwei gepanzerte NATO-Brigaden in seinem Land forderte, lehnte er nicht ab. Auf die Feststellung des Interviewers, Deutschland habe den Bestand an Leopard-Kampfpanzern radikal gek&uuml;rzt, w&auml;hrend Russland noch &uuml;ber Tausende Panzer verf&uuml;ge, antwortete Rasmussen wie folgt: &bdquo;Absolut, das ist ein Grund zur Sorge. Russland hat seine Verteidigungsausgaben um 30 Prozent erh&ouml;ht, w&auml;hrend einige europ&auml;ische Verb&uuml;ndete ihre Ausgaben um 40 Prozent gek&uuml;rzt haben&ldquo;, weswegen mehr Geld in die Verteidigung investiert werden m&uuml;sse.<\/p><p>Rasmussen verschwieg, dass Russland zwar nach SIPRI 2014 84,5 Milliarden USD an Milit&auml;rausgaben hatte, die westlichen NATO-Staaten Frankreich, Gro&szlig;britannien und Deutschland aber 169,3 Milliarden USD aufwandten, mehr als das Doppelte wie Russland, von den USA ganz abgesehen, die 2014 610 Milliarden USD ausgaben. Allein daraus ist ablesbar, dass ein Angriff Russlands auf NATO-Staaten, was den Beistandsfall nach Artikel 5 NATO-Vertrag ausl&ouml;sen w&uuml;rde, v&ouml;lliger Irrsinn w&auml;re. Aber Rasmussen verfolgte seine Strategie weiter, wie auch sein Nachfolger Stoltenberg auf dem NATO-Gipfel in Wales im September 2014.<\/p><p>W&auml;hrend Rasmussen zum Auftakt des Gipfels in Wales den Ton gegen&uuml;ber Moskau versch&auml;rfte &ndash; &bdquo;Rasmussen wirft Russland Angriff auf Ukraine vor&ldquo; (SPIEGEL-online vom 4.9.2014) &ndash; reagierte Russland diplomatisch. Putin teilte in einer Pressekonferenz am 3. September mit, er habe mit dem ukrainischen Pr&auml;sidenten Poroschenko dar&uuml;ber gesprochen, wie man das &bdquo;Blutvergie&szlig;en im S&uuml;dosten&ldquo; der Ukraine &bdquo;schnellstm&ouml;glich&ldquo; beenden k&ouml;nne. Er legte einen Handlungsplan mit sieben Punkten vor. Daraus entstand das Protokoll von Minsk (Minsk I), das von dem fr&uuml;heren ukrainischen Pr&auml;sidenten Kutschma, von Sachartschenko und Plotnizki als Vertreter des Donbass und als Vertreter Russlands vom russischen Botschafter in der Ukraine Surabow unterzeichnet wurde. Die wichtigste Unterschrift kam von Botschafterin Heidi Tagliavini, die f&uuml;r die OSZE die Special Monitoring Mission (SMM) repr&auml;sentierte. Die Eckpunkte: Waffenstillstand, Verifikation durch die OSZE, Dezentralisierung der Macht mit lokaler Selbstverwaltung, Sicherstellung eines Monitorings, Freilassung aller Geiseln, Amnestie f&uuml;r Betroffene in Donezk und Lugansk, Fortsetzung des gesamtnationalen Dialogs, Verbesserung der humanit&auml;ren Situation im Donbass, Durchf&uuml;hrung vorgezogener Lokalwahlen nach gesetzlicher Ma&szlig;gabe, Abzug von illegalen bewaffneten Einheiten (allen), Programm f&uuml;r den wirtschaftlichen Wiederaufbau des Donbass, Sicherheitsgarantien f&uuml;r die Teilnehmer der Konsultationen. Poroschenko teilte in Wales mit, der russische Pr&auml;sident Putin habe die Separatisten aufgerufen, das Feuer einzustellen. Auch er habe eine Feuerpause angeordnet.<\/p><p>Aber was wurde in Wales noch beschlossen? Rasmussen stellte eine neue &bdquo;Speerspitze der Einsatztruppe&ldquo; vor, die das &bdquo;auf dem Recht gr&uuml;ndende Sicherheitssystem&ldquo; in Europa verteidigen solle. Damit sende die NATO ein &bdquo;sehr deutliches Signal an Moskau&ldquo;. Die FAZ titelte (am 6.9.2014): &bdquo;Die NATO kommt wieder in Mode&ldquo;.<\/p><p>Zwar wurden Waffenlieferungen an die Ukraine abgelehnt, insbesondere von Deutschland. Andererseits k&ouml;nnten von Ungarn 80 T-72-Panzer &uuml;ber Prag an die Ukraine geliefert worden sein (FAZ 6.9.2014). Und am 15.9.2014 starteten mehrere NATO-Staaten unter F&uuml;hrung der USA das Man&ouml;ver &bdquo;Rapid Trident&ldquo; in der Ukraine, gegen russische Proteste. Auch Deutschland tat mit. Im November 2014 forderte der NATO-Oberbefehlshaber in Europa, Philip Breedlove, beim Pentagon mehr Truppen und Ausr&uuml;stung an, um die im Baltikum, in Polen und in Rum&auml;nien getroffenen Sicherheitsma&szlig;nahmen zu verst&auml;rken. Im Februar 2015 nahmen NATO-Truppen an einer Parade in der estnischen Grenzstadt Narva teil. Die FAZ berichtete unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Russland startet Man&ouml;ver an Estlands Grenze&ldquo; (25.2.2015). Aber die NATO-Paradenverst&auml;rkung hatte schon einen Tag zuvor stattgefunden!<\/p><p>Ein Merkmal der zunehmenden milit&auml;rischen &Uuml;bungen des Westens ist, dass sie von der US-Army Europe ausgerichtet werden, an denen NATO-Einheiten teilnehmen, etwa das Man&ouml;ver &bdquo;Saber Strike&ldquo;, ein gro&szlig; angelegtes Man&ouml;ver von Landstreitkr&auml;ften mit Luftunterst&uuml;tzung, das die Zusammenarbeit innerhalb der NATO an ihrer Nordost-Flanke trainieren soll. Diese &Uuml;bungen finden seit Jahren statt, angeblich um den Bef&uuml;rchtungen in Polen und im Baltikum vor einer russischen Invasion entgegenzuwirken. Zudem beschloss die NATO am 24.6.2015, die Schnelle Eingreiftruppe auf 40.000 Mann zu verst&auml;rken. Zuvor waren es 13.000. Der fr&uuml;here Staatssekret&auml;r der Gr&uuml;nen im AA, Ludger Volmer, der jetzt Politische Wissenschaften an der FU Berlin lehrt, sagte im Deutschlandfunk vom 25.6.2015 dazu, dass man &bdquo;durch die eigene Aufr&uuml;stung [&hellip;] erst auf anderer Seite milit&auml;rische Ma&szlig;nahmen provoziere, die dann eine Gefahr hervorriefen&ldquo;: &bdquo;Wir sehen den Beginn eines Kalten Krieges und der wird sich so weit entwickeln, bis die Frage der atomaren Waffen wieder auf der Tagesordnung steht, und man kann nur hoffen, dass der Prozess dann gestoppt wird wie schon 1989\/90, als der Kalte Krieg wieder beendet wurde durch eine Beendigung der Blockkonfrontation. Was wir im Moment sehen, ist jedenfalls eine h&ouml;chst gef&auml;hrliche und ungesunde Entwicklung.&ldquo; Volmer bemerkte dazu, dass Russland in strategischer Hinsicht eher in der Defensive sei: &bdquo;Im &Uuml;bergang von der Clinton- zur Bush-Regierung haben sich Kr&auml;fte durchgesetzt, die gesagt haben: Nachdem die Sowjetunion nun einmal gest&uuml;rzt ist, werden wir Russland so stark sch&auml;digen, dass es sich nie mehr erholen kann. Und diese Kr&auml;fte sind leider auch heute immer noch wirksam in den USA.&ldquo;<\/p><p>Und sie haben Erfolg. Es finden immer mehr Man&ouml;ver statt, h&auml;ufig unter Anf&uuml;hrung der USA, manchmal als NATO-Man&ouml;ver. Russland reagiert mit den sogenannten &sbquo;Snap Drills&lsquo;. An ihnen nehmen h&auml;ufig viel mehr Soldaten teil als auf der westlichen Seite. Der Unterschied ist, dass die Russen in ihrem eigenen Land bleiben, h&auml;ufig fernab von der Westgrenze. Anders die USA und die NATO: Sie &uuml;ben mit multinationalen Kr&auml;ften und vor allem in den baltischen Staaten, Polen und Rum&auml;nien, deren historisch begr&uuml;ndete &Auml;ngste durch den polnischen Artikel-4-Antrag am 3. M&auml;rz 2014 wachgekitzelt wurden. Und die von Rasmussen losgetretene Diskussion &uuml;ber die Steigerung der R&uuml;stungsausgaben l&auml;uft. Der deutsche Finanzminister Sch&auml;uble nahm sie soeben auf.<\/p><p>Au&szlig;enminister Steinmeier distanzierte sich allerdings davon. Er bem&auml;ngelte das Anakonda-Man&ouml;ver mit 24 teilnehmenden NATO-Staaten und anderer Verb&uuml;ndeter Polens als &bdquo;lautes S&auml;belrasseln und Kriegsgeheul&ldquo; (20.6.2016). Und Steinmeier ist es auch, der unerm&uuml;dlich die diplomatischen Bem&uuml;hungen zur Beilegung der Krise vorantreibt, etwa durch Unterst&uuml;tzung des Minsk-Prozesses.<\/p><p>Im Februar 2015 war das Ma&szlig;nahmenpaket f&uuml;r die Umsetzung der Minsker Vereinbarung (Minsk II) beschlossen worden. Es bekr&auml;ftigte den Waffenstillstand und &ndash;abzug unter Aufsicht der OSZE. Weiterer zentraler Punkt waren die Lokalwahlen und das Gesetz der Ukraine &uuml;ber das Interimsverfahren f&uuml;r die lokale Selbstverwaltung. Die ukrainische Seite verfocht die &bdquo;Wiederherstellung der vollen Kontrolle &uuml;ber die Staatsgrenze durch die ukrainische Regierung im gesamten Konfliktgebiet&ldquo;, die separatistische Seite die &bdquo;Durchf&uuml;hrung einer Verfassungsreform in der Ukraine&ldquo;, mit Dezentralisierung als Schl&uuml;sselelement und der Verabschiedung dauerhafter Rechtsvorschriften &uuml;ber den Sonderstatus bestimmter Regionen der Verwaltungsgebiete Donezk und Lugansk bis Ende 2015.<\/p><p>Dieser Prozess ist schwierig. Aber er wird keineswegs nur von Putin behindert, so aber die Mainstream-Medien. Der deutsche OSZE-Beauftragte Gernot Erler &ndash; Deutschland hat 2016 den OSZE-Vorsitz &ndash; sagte am 8. Juni 2016 im Reichstag, die politische Umsetzung von M II h&auml;nge derzeit im Wesentlichen in Kiew: die Verfassungsreform, das Lokalwahlgesetz, Polizeireform und Beobachter. Es gebe eine &bdquo;Bringschuld von beiden Seiten&ldquo;. Die deutsche Position sei: Alles h&auml;nge von der Umsetzung von Minsk II ab.<\/p><p>Also: Der NATO-Gipfel in Warschau h&auml;tte eigentlich deeskalieren sollen, die Man&ouml;ver zur&uuml;ckschrauben, auf Verst&auml;ndigung mit Russland hinwirken, vor allem durch Konsultationen im NATO-Russland-Rat. Sonst versch&auml;rfen sich die Spannungen weiter. Man denkt unwillk&uuml;rlich an den Beginn des Ersten Weltkriegs, in den die Staaten &sbquo;hineinschlitterten&lsquo;. Das ist aber historisch falsch: Deutschland und vor allem &Ouml;sterreich wollten den Krieg, sch&uuml;rten den Hass gegen die Serben und die Russen. Das Ergebnis ist bekannt. Dieser Irrsinn darf sich nicht wiederholen.<\/p><p><em><strong>Dr. Peter Becker<\/strong>, Rechtsanwalt, Co-Pr&auml;sident der International Association of Lawyers Against Nuclear Arms (IALANA)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. Peter Becker ist Rechtsanwalt und Co-Pr&auml;sident der International Association of Lawyers Against Nuclear Arms (IALANA). Es skizziert die Rolle Polens und insbesondere die Rolle von Rechtskonservativen in Polen. Becker bietet eine gute &Uuml;bersicht &uuml;ber die Umzingelungsstrategie. Die Rolle deutscher Politiker, namentlich Au&szlig;enminister Steinmeier und Bundeskanzlerin Merkel, sieht er vergleichsweise positiv. In dieser Bewertung kann<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34161\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,123,127,171],"tags":[1519,912,1774,1644,1426,641,1268,1313,911,1937,466,799,915,663,1212,1367,1936,1791,259,252,260,1556],"class_list":["post-34161","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-kampagnentarnworteneusprech","category-lobbyismus-und-politische-korruption","category-militaereinsaetzekriege","tag-atomwaffen","tag-buergerkrieg","tag-cheney-dick","tag-gorbatschow-michail","tag-hegemonie","tag-irak","tag-kalter-krieg","tag-krim","tag-maidan","tag-militaermanoever","tag-nato","tag-polen","tag-putin-wladimir","tag-putsch","tag-rasmussen-anders-fogh","tag-ruestungsausgaben","tag-rumaenien","tag-rumsfeld-donald","tag-russland","tag-steinmeier-frank-walter","tag-ukraine","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34161","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=34161"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34161\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48571,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34161\/revisions\/48571"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=34161"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=34161"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=34161"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}