{"id":3417,"date":"2008-08-25T09:13:11","date_gmt":"2008-08-25T07:13:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3417"},"modified":"2008-08-25T09:13:12","modified_gmt":"2008-08-25T07:13:12","slug":"hinweise-des-tages-719","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3417","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3417&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Demografischer Wandel: Schluss mit dem Drama!<\/strong><br>\nMedienwirksam stellt das Berlin-Institut eine plakative Datensammlung zur Entwicklung Europas vor. Seri&ouml;se Politikberatung ist das nicht. Jeder, der mit den Inhalten von <strong><em>Die demografische Zukunft von Europa<\/em><\/strong> arbeiten will, sollte wissen: Auch wenn das Berliner Team gerne den Eindruck eines Forschungs-Instituts macht, hier waren keine Wissenschaftler am Werk, sondern selbsternannte Experten, die vom Rummel um den demografischen Wandel leben. In der echten Forschung r&uuml;mpft man &uuml;ber das pseudowissenschaftliche Gehabe des Thinktanks die Nase. Nur &ldquo;Dosenfutter&rdquo; produzierten die Berliner, sagen Wissenschaftler hinter vorgehaltener Hand. Zum Gl&uuml;ck ist es in den Medien inzwischen ruhiger geworden um den demografischen Wandel. Man hat begriffen, dass die Ver&auml;nderungen auch gro&szlig;e Chancen bedeuten und darum kein Drama sind. Das aber muss Klingholz immer wieder beschw&ouml;ren, sonst verliert er die Aufmerksamkeit, von der er und sein Institut schlie&szlig;lich leben. Was herauskommt, ist leider keine brauchbare Politikberatung, sondern plakatives Geschrei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/35\/demografie-europa-drama?page=all\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>Billionen fressen Seele auf<\/strong><br>\nWarum blo&szlig; f&uuml;rchten sich die Deutschen so sehr vor hohen Staatsschulden? So sehen das die Deutschen n&auml;mlich: Ein guter Finanzminister h&auml;lt sein Geld zusammen. Ein schlechter h&auml;uft Schulden an. In keinem Industrieland der Welt f&uuml;rchten sich die B&uuml;rger so sehr vor hohen Staatsschulden wie in Deutschland.<br>\nEs ist ein ganz entscheidender Denkfehler in der Schuldendebatte: Wir d&uuml;rften unseren Kindern nicht unsere Schulden vererben, hei&szlig;t es immer &ndash; dabei vererben wir ihnen doch auch unsere Wertpapiere. Und wir verdienen ganz gut daran, dass der Staat Schulden hat und deswegen Anleihen und Schatzbriefe ausgibt. Wir kassieren n&auml;mlich die Zinsen. Allein 613 Millionen Euro im vergangenen Jahr.<br>\nWeil die Bundeswertpapiere so sicher und jederzeit handelbar sind, sind die professionellen K&auml;ufer &uuml;brigens auch bereit, eine zus&auml;tzliche Pr&auml;mie zu zahlen. Das hei&szlig;t: Der Staat kommt g&uuml;nstiger an Kapital als jedes private Unternehmen. Er kann mit seinen Schulden Investitionen finanzieren, die sich f&uuml;r ein privates Unternehmen gar nicht mehr lohnen w&uuml;rden. Und wenn er Schulden aufnimmt, um damit Stra&szlig;en zu bauen, oder Schulen oder Krankenh&auml;user, dann kann es durchaus sinnvoll sein, dass unsere Kinder und Enkel einen Teil der Zinsen bezahlen. Denn sie haben ja auch den Nutzen: etwa in Form schnellerer Reisezeiten. Eines besseren Bildungssystems. Oder der gr&uuml;ndlicheren Gesundheitsversorgung.<br>\nWas also w&uuml;rde passieren, wenn Deutschland gar keine Staatsschulden mehr h&auml;tte? Dann g&auml;be es niemand am Finanzmarkt, der in unsicheren Zeiten dank der eigenen Kreditw&uuml;rdigkeit f&uuml;r Sicherheit sorgen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2008\/35\/Schulden?page=3\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung K.F.:<\/strong> Es geschehen noch Zeichen und Wunder bei der ZEIT.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Atomenergie<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Asse II als Vorbild f&uuml;r Gorleben<\/strong><br>\nDas Desaster von Asse II kann sich wiederholen: Denn das undichte Endlager f&uuml;r Atomm&uuml;ll ist nur eine Versuchsst&auml;tte f&uuml;r den gro&szlig;en Stollen in Gorleben. &ndash; Sigmar Gabriel hat die aus dem Jahr 1979 stammenden Sicherheitskriterien f&uuml;r ein zuk&uuml;nftiges Atomm&uuml;ll-Endlager aktualisieren lassen. Mit ihnen will er sich nun auf die Suche nach einem geeigneten Ort machen. Bisher galt das &raquo;Mehrbarrierenprinzip&laquo;: Grundvoraussetzung war, dass sich &uuml;ber dem eigentlichen Salzgestein ein wasserdichtes Deckgebirge befinden musste. Diese Bedingung wurde nun gestrichen. Wie es der Zufall will, fehlt dieser sch&uuml;tzende Deckel gerade in Gorleben. Der dortige Salzstock hat direkten Kontakt zum Grundwasser.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2008\/34\/22470.html\">Jungle World<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Ein Blick in die aktualisierten <a href=\"http:\/\/www.bmu.de\/files\/pdfs\/allgemein\/application\/pdf\/anlage_1_2008_jul_entwurf_bmu.pdf\">Sicherheitskriterien des Bundesumweltministeriums [PDF &ndash; 240 KB]<\/a> best&auml;tigt, dass die Kriterien wie von Jungle World beschrieben nachtr&auml;glich angepasst wurden, um Gorleben zum Endlager erkl&auml;ren zu k&ouml;nnen.<br>\nTrotz der Ereignisse in Asse sind auch keinerlei Hemmungen erkennbar, Sicherheitsnachweise &uuml;ber einen Zeitraum von einer Million Jahre herbeizuphantasieren. Zitat: &bdquo;F&uuml;r die wahrscheinlichen Entwicklungen ist f&uuml;r den einschlusswirksamen Gebirgsbereich auf der Grundlage einer geowissenschaftlichen Langzeitprognose nachzuweisen, dass die Integrit&auml;t dieses Gebirgsbereichs &uuml;ber einen Zeitraum von 1 Million Jahre sichergestellt ist. Hierf&uuml;r ist vom Antragsteller der einschlusswirksame Gebirgsbereich r&auml;umlich und zeitlich eindeutig zu definieren und zu zeigen, dass auch unter Ber&uuml;cksichtigung der eingelagerten Abf&auml;lle und geotechnischen Barrieren langfristig ggf. im einschlusswirksamen Gebirgsbereich vorhandenes Porenwasser nicht am hydrogeologischen Kreislauf teilnimmt (kein Grundwasseraustausch zu oberfl&auml;chennahen Grundwasservorkommen innerhalb des Nachweiszeitraums von 1 Million Jahre, wobei dieser Nachweis in der Regel &uuml;ber eine Alters- oder Herkunftsbestimmung des Porenwassers erfolgt).&ldquo;<br>\nDas Ziel, ein Endlager, ist politisch gewollt und soll wider alle Fakten durchgesetzt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wieder Zwischenfall im Atomkomplex Tricastin<\/strong><br>\nAuf dem Gel&auml;nde der s&uuml;dfranz&ouml;sischen Urananreicherungsanlage Pierrelatte bei Avignon ist aus einem Leck in einem Abflussrohr uranhaltige Fl&uuml;ssigkeit in das Erdreich gesickert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0\/Doc~EB5E57CBD50C0411DA60ED215B565FB82~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAS<\/a><\/li>\n<li><strong>L&auml;ngere AKW-Laufzeiten sollen die Energiekonzerne noch reicher machen<\/strong><br>\nDie Atomlobby f&auml;hrt derzeit eine gewaltige Kampagne, um die Verl&auml;ngerung von AKW-Laufzeiten nach der n&auml;chsten Bundestagswahl durchzusetzen. Selbst wenn alle drei derzeit atomkritischen Parteien &ndash; SPD, Linke und Gr&uuml;ne &ndash; Stimmen dazugewinnen w&uuml;rden, w&auml;re das Dr&auml;ngen auf Laufzeitverl&auml;ngerungen nicht chancenlos. Eine rot-rot-gr&uuml;ne Regierungskoalition ist sehr unwahrscheinlich.<br>\nGlaubt man den Lobbyisten, dann hilft Atomkraft gegen fast alle &Uuml;bel dieser Welt: Sie rettet uns vor der Klimakatastrophe, sorgt f&uuml;r billige Strompreise und verhindert eine so genannte Stroml&uuml;cke.<br>\nLetzteres Argument gab es in den 1970er Jahren schon einmal: Ohne AKWs gehen die Lichter aus, hie&szlig; es damals. Alle drei Argumente lassen sich leicht widerlegen.<br>\nWer alte Reaktoren l&auml;nger laufen lassen will, verhindert den z&uuml;gigen Umbau hin zu einem klimaschonenden Energiesystem. So sind die Leitungen, durch die derzeit noch Atomstrom aus Brunsb&uuml;ttel flie&szlig;t, schon fest f&uuml;r die Energie aus Windparks in der Nordsee eingeplant. L&auml;uft der Schrottmeiler an der Unterelbe l&auml;nger, dann fehlen Leitungskapazit&auml;ten f&uuml;r den Windstrom.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/23440\">Linksnet<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Bankenkrise<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Joseph Stiglitz: &ldquo;Banken haben total versagt&rdquo;<\/strong><br>\nDie globale Finanzkrise ersch&uuml;ttert die Bankenbranche. Doch das Schlimmste kommt erst noch, sagt Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger Joseph Stiglitz im Interview &ndash; und wundert sich, mit welchem Gleichmut die Steuerzahler f&uuml;r die Fehler der Geldkonzerne geradestehen: &bdquo;Der Staat muss eingreifen, bevor etwas passiert. Das ist die L&ouml;sung. Denn zu gro&szlig; f&uuml;r eine Pleite zu sein, hei&szlig;t ja nicht, zu gro&szlig; f&uuml;r eine Reorganisation zu sein. Wir brauchen einen v&ouml;llig neuen Rahmen f&uuml;r Bankgesch&auml;fte, das ist klar. Und einen Regulator.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-573836,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Steuerzahler haftet f&uuml;r IKB-Risiken<\/strong><br>\nDie KfW zog mit dem Verkauf einen Schlussstrich unter ihr desastr&ouml;ses IKB-Engagement, das sie 2001 eingegangen war. Insgesamt pumpten die KfW, die deutsche Kreditwirtschaft und der Bund 9 Mrd. Euro in die Mittelstandsbank. Den Gro&szlig;teil der Last schulterte die KfW, die damit selbst in Bedr&auml;ngnis geriet. Zuletzt stemmte die F&ouml;rderbank auch noch eine Kapitalerh&ouml;hung von 1,25 Mrd. Euro.<br>\nAllerdings ist das Thema noch nicht ganz abgeschlossen f&uuml;r die KfW. Die F&ouml;rderbank m&uuml;sse bis zum Abschluss der Transaktion mit weiteren bilanziellen Belastungen rechnen, so KfW-Vorstandssprecher Wolgang Kroh. Bislang beliefen sie sich auf 7,2 Mrd. Euro. Die neuen Belastungen betragen nach Angaben Krohs &ldquo;nach aktueller Bewertung insgesamt nicht mehr als zehn Prozent&rdquo; dieser Kosten, sagte Kroh. Die Struktur des Verkaufs sieht wie folgt aus: Die F&ouml;rderbank nimmt riskante Wertpapiere mit einem Buchwert von 600 Mio. Euro in ihre eigene Bilanz. Der Bund will daf&uuml;r eine Garantie in selber H&ouml;he geben. Das Geld flie&szlig;t jedoch nur, wenn die Papiere tats&auml;chlich ausfallen. Die restlichen IKB-Risikopapiere mit einem Buchwert von noch 1,5 Mrd. Euro lagert Lone Star in eine von ihr getragene Zweckgesellschaft aus. Wer m&ouml;gliche Rechtsrisiken &uuml;bernimmt, wurde am Donnerstag nicht mitgeteilt. Hinweise dazu gab es im Prospekt der Kapitalerh&ouml;hung. Darin hie&szlig; es, dass die KfW f&uuml;r Risiken aus Klagen gegen die Tochter geradesteht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/403179.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>KfW sendet falsches Signal<\/strong><br>\nSieben Monate nach der Verkaufsank&uuml;ndigung, fast 13 Monate nach Ausbruch der Krise hat die Staatsbank KfW die Mittelstandsbank IKB ver&auml;u&szlig;ert. Sie geht an den Finanzinvestor Lone Star. Am Ende steht der Sinn der gesamten IKB-Rettung in Frage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/403264.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Unter Geiern<\/strong><br>\nGlobal betrachtet ist der Fall IKB ein Mosaikstein im Schreckensbild. &Uuml;berall gilt es Banken zu retten. Vier Lehren aus der Finanzkrise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1580797&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/&amp;em_ivw=fr_kommentar\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Primus zahlt Bu&szlig;geld<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank, Merrill Lynch und Goldman Sachs haben sich im Skandal um umstrittene Auktionsanleihen mit dem New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo geeinigt. Das Institut wird Auction Rate Securities (ARS) im Wert von einer Milliarde Dollar von ihren Kunden zur&uuml;ck kaufen und ein Bu&szlig;geld von 15 Millionen Dollar berappen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1581677&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>US-Staatsanwaltschaft nimmt auch Deutsche Bank ins Visier<\/strong><br>\nGeneralstaatsanwaltschaft verst&auml;rkt einem Pressebericht zufolge ihre Untersuchungen bei der Deutschen Bank AG und zwei US-Gro&szlig;banken &uuml;ber deren Vertriebspraktiken bei so genannten Auction-Rate Securities (ARS). Betroffen seien neben der Deutschen Bank die Bank of America Corp und die Goldman Sachs Group Inc, schreibt das &ldquo;Wall Street Journal&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/d\/invest\/meldung.aspx?for=print&amp;id=82836724\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In dem Artikel ist die Rede von Untersuchungen. Man sollte die Dinge beim Namen nennen: Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo ermittelt wegen Betruges. Vorgeworfen wird den Banken, dass sie die K&auml;ufer &uuml;ber die Risiken der Papiere im Unklaren gelassen und sie auch dann noch verkauft h&auml;tten, als sie selbst von deren Zweifelhaftigkeit &uuml;berzeugt gewesen seien. Kurz vor dem Zusammenbruch des 330 Milliarden Dollar schwere Marktes der Auction-Rate-Securities (ARS) sei den Anlegern f&auml;lschlich versprochen worden, die speziellen Anleihen seien stets verk&auml;uflich.<br>\nDie Ermittlungen konnten bisher dadurch eingestellt werden, dass die Banken die betroffenen Verbindlichkeiten zum Nennwert zur&uuml;ckkauften und eine Busse zahlten. Die Schweizer Grossbank UBS willigte in den R&uuml;ckkauf illiquider ARS f&uuml;r 19,4 Mrd. Dollar ein und zahlt 150 Mio. Dollar Busse. Die Citigroup kauft Anleihen im Volumen von mehr als 7 Mrd. Dollar zur&uuml;ck und zahlt 100 Mio. Dollar Strafe.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Telekom<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Verschiebemasse Mensch<\/strong><br>\nDas Angebot der Telekom an die von der Schlie&szlig;ung Betroffenen ist eine Unversch&auml;mtheit: Denn Mitarbeiter sind keine Autos, die man irgendwo abstellt. Wer in einem Callcenter arbeitet, verdient nicht viel. Unter den Telekom-Mitarbeitern sind viele Frauen, die mit ihrem Teilzeitjob 1000 Euro im Monat nach Hause bringen und nicht selten alleinerziehend sind. Wer von ihnen eine zweist&uuml;ndige Anfahrt zur Arbeit verlangt, ist realit&auml;tsfern &ndash; oder fordert, ohne es zu sagen, zur K&uuml;ndigung auf. In einem solchen Fall w&auml;re es ehrlicher, wenn das Unternehmen von sich aus k&uuml;ndigt und eine anst&auml;ndige Abfindung zahlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/485\/307439\/text\/print.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Ver.di droht Telekom<\/strong><br>\nDer Umbau der Deutschen Telekom geht in die n&auml;chste Runde: Das Management will die Call-Center in 39 St&auml;dten dichtmachen. Die Arbeitspl&auml;tze sollen an die verbleibenden 24 Standorte verlagert werden. Etwa 8000 von 18 000 Besch&auml;ftigten m&uuml;ssten ihren Job wechseln, teilte der Konzern mit.Verdi sei &ldquo;ersch&uuml;ttert &uuml;ber die Unverfrorenheit, mit der die Telekom den Kahlschlag bei den Call-Centern&rdquo; betreibe, erkl&auml;rte Verdi-Vorstand Lothar Schr&ouml;der. &ldquo;Wir werden alle M&ouml;glichkeiten nutzen, um das Konzept zu Fall zu bringen und die Besch&auml;ftigten sowie ihre Arbeitspl&auml;tze zu sch&uuml;tzen.&rdquo; Emp&ouml;rt zeigte sich die Gewerkschaft auch &uuml;ber das zweite Vorhaben des Konzerns: 6000 Besch&auml;ftigte sollen aus der Netztechnik abgezogen und in T-Service integriert werden. Die Leute sollen dort zu schlechteren Konditionen arbeiten. Der Konzern hatte schon im vorigen Jahr rund 50 000 Besch&auml;ftigte in T-Service verlagert. Mehr als f&uuml;nf Wochen streikten Service-Kr&auml;fte gegen l&auml;ngere Arbeitszeiten und weniger Lohn. Am Ende konnten sie die Einschnitte nur abmildern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1580851&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p>\t<em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Versicherung der Telekom, dass kein Mitarbeiter im Zuge des Umbaus seinen Arbeitsplatz verlieren w&uuml;rde, ist nur formal richtig. Auch wenn regelm&auml;&szlig;ige Fahrt- oder einmalige Umzugskosten &uuml;bernommen werden, ist z.B. das Angebot einer Stelle f&uuml;r die Berliner am Standort Frankfurt\/Oder f&uuml;r viele Arbeitnehmer nicht realisierbar. An einem Erfolg von Ver.di mag man auch nicht so recht glauben. Als im vergangenen Jahr die Telekom ca. 50 000 Mitarbeiter in drei Servicegesellschaften ausgelagerte, hat Ver.di trotz Protesten an der Basis den Arbeitskampf abgebrochen und sich auf die deutlich schlechteren Bedingungen einlassen m&uuml;ssen: Mehr Arbeit und weniger Geld.- Jenseits der aktuellen Auseinandersetzung ist es kaum zu fassen, dass die Telekom nach 13 Jahren nichts mehr anderes &uuml;brig bleibt, als auf der Personalkostenschiene der Konkurrenz Paroli zu bieten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Deutsche Bahn<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Bahnditos auf der Billigschiene<\/strong><br>\nDB-Chef Mehdorn zeigt sich vor der Privatisierung als Lohndr&uuml;cker &ndash; und st&ouml;&szlig;t dabei auf Widerstand. Die DB-Spitze um Vorstandschef Hartmut Mehdorn versucht mit offenbar mit fragw&uuml;rdigen Knebelvertr&auml;gen, die der FR-Redaktion vorliegen, geltende Tarifvereinbarungen zu unterlaufen &ndash; und so Kosten zu dr&uuml;cken, um beim anstehenden B&ouml;rsengang bessere Zahlen pr&auml;sentieren zu k&ouml;nnen. Mehdorn liegen Beschwerdescheiben ganzer Ausbildungskurse vor. Eine ausweichende Antwort kam nur von untergeordneten Stellen. So w&auml;chst die Wut an der Basis. In Internetforen lassen Betroffene inzwischen ihrem Frust &uuml;ber die Methoden des Staatskonzerns und seiner &ldquo;Bahnditos&rdquo; freien Lauf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1581612&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><em>Siehe dazu auch:<\/em><br>\n<strong>&ldquo;Das ist glattes Lohndumping&rdquo;<\/strong><br>\nDer stellvertretende Vorsitzende der Lokf&uuml;hrergewerkschaft, Sven Gr&uuml;nwoldt, &uuml;ber Zeitarbeit bei der Bahn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1581611&amp;em_loc=2091&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_topnews\">FR<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Bertelsmann-Tochter drangsaliert Belegschaft<\/strong><br>\nIn Potsdam und anderen ostdeutschen St&auml;dten bekommen Mitarbeiter der deutschen Telekom einen Vorgeschmack auf das, was ihnen bl&uuml;ht, wenn der Konzern nach Ablauf der mit der Gewerkschaft ver.di vereinbarten Haltefrist weitere Callcenter verkauft. In einem 2007 von der Telekom an die Bertelsmann-Tochter Arvato verkauften Center sollen die 60 Besch&auml;ftigten neue Arbeitsvertr&auml;ge unterschreiben, die unter anderem eine Lohnabsenkung um bis zu 30 Prozent, eine Wochenarbeitszeiterh&ouml;hung von bisher 38 auf 40 Stunden sowie die Verringerung des Jahresurlaubs von derzeit 30 auf 26 Tage beinhalten. Nach Informationen von ver.di plant die Gesch&auml;ftsleitung mittelfristig weitere Schritte. So soll der durchschnittliche Bruttojahresverdienst der Besch&auml;ftigten auf rund 15000 Euro gedr&uuml;ckt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/08-23\/011.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nur zur Erinnerung. Mittlerweile &uuml;bertr&auml;gt &ldquo;arvato government services&rdquo; die &ldquo;Erfahrungen aus vielen privatwirtschaftlichen Outsourcing- und Transformationsprojekten auf die &ouml;ffentliche Verwaltung&rdquo; (Website arvato services). Wie das geht, kann man nicht nur im fernen England (East Riding), sondern nun auch W&uuml;rzburg bewundern. Im Pilotprojekt &rdquo; W&uuml;rzburg integriert&rdquo; sollen alle Abl&auml;ufe in der W&uuml;rzburger Kommunalverwaltung &uuml;ber eine zentrale Internetplattform laufen. Durch die Schaffung dieser einen Anlaufstelle sollen Personal und etwa 27 Mio. Euro w&auml;hrend der Laufzeit von zun&auml;chst zehn Jahren eingespart werden, davon gehen 10 Mio. an die Stadt, 10 Mio. betragen die Projektkosten und Arvato bleiben 7 Mio. Euro Gewinn.<br>\nIm Outsourcing von kommunalen Dienstleistungen sieht Arvato-Chef Rolf Buch den Markt der Zukunft. Bei 1,5 Millionen Menschen in der kommunalen Verwaltung und Lohnkosten von etwa 70000 Euro pro Jahr und Arbeitnehmer kommt Buch auf einen Markt von 105 Milliarden Euro. Zwar k&ouml;nnten nicht alle Dienstleistungen ausgelagert werden, aber ca. 20 Prozent. Das w&auml;re ein Markt von mehr als 20 Milliarden Euro, also so viel wie der derzeitige Umsatz von Bertelsmann.<br>\nDagegen geht es in Potsdam aus Sicht des Konzerns um vergleichsweise wenig, aber das Vorgehen zeigt beispielhaft, was nicht nur auf einige ehemalige Callcenter der Telekom zukommt, sondern auf eine Bertelsmann-Republik Deutschland. Unbeeindruckt von einer eigenen Umfrage, in der 84 Prozent der Befragten einen einheitlichen Mindestlohn forderten, setzt Bertelsmann auf Lohndr&uuml;ckerei und N&ouml;tigung. &ndash; Wenn man die obengenannten Lohnkosten von Besch&auml;ftigten in der kommunalen Verwaltung (70.000 Euro) und den geplanten Bruttojahresverdienst der Besch&auml;ftigten im Callcenter (15.000 Euro) vergleicht, bekommt der f&uuml;r Bertelsmann lockende Profit Konturen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zum Umgang mit arbeitslosen Menschen <\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Leiter eines Jobcenters angeklagt: Not ausgenutzt<\/strong><br>\nIn einem Heim wurden vierzig 1-Euro-Jobber wie regul&auml;re Arbeitskr&auml;fte eingesetzt. Gegen den Leiter des Jobcenters ist Anklage erhoben worden. Laut Staatsanwaltschaft h&auml;tten die Jobs nicht bewilligt werden d&uuml;rfen.<br>\nBesonders heikel an der Sache ist, dass Ulrich Lammers nicht nur das Jobcenter in Recklinghausen f&uuml;hrte, sondern im Nebenberuf auch Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Altenheims war. Und dieses Heim steckte in wirtschaftlichen Schwierigkeiten und musste Kosten sparen. Die Vermutung liegt nahe, dass die Mitarbeiter des Jobcenters wohl auch deshalb die 1-Euro-Jobs im Seniorenzentrum ihres Chefs nicht n&auml;her pr&uuml;ften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/not-ausgenutzt\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Leben ist so kaum noch m&ouml;glich<\/strong><br>\nErika S. erz&auml;hlt von ihrem Leben mit Hartz IV: &bdquo;In Reutlingen bekommt man wohl als 50-j&auml;hrige Frau und nach 3-j&auml;hriger Arbeitslosigkeit keine Chance mehr, im Gegenteil man wird vom Jobcenter regelrecht fertig gemacht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169655\/1\/\">Linkszeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Streichung ist ein einziger Treppenwitz<\/strong><br>\nF&ouml;rderma&szlig;nahmen f&uuml;r Langzeitarbeitslose eingestellt. Vor allem Bildungsangebote betroffen. Ein Gespr&auml;ch mit Stefan Sell, Leiter des Instituts f&uuml;r Bildungs- und Sozialmanagement (ibus) an der Fachhochschule Koblenz, Standort Remagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/08-22\/005.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Wozu 1-Euro-Jobs? Hintergr&uuml;nde einer fragw&uuml;rdigen &ldquo;F&ouml;rder&rdquo;-Ma&szlig;nahme<\/strong><br>\nSelbst wenn man sich &ndash; wie in der vorstehenden Diskussion &ndash; auf die Thesen der Aktivierungspolitik und ihres Wahlspruchs vom &ldquo;F&ouml;rdern und Fordern&rdquo; einl&auml;sst, zeigt sich, dass sie ihr erkl&auml;rtes Ziel, die deutliche Verringerung der Arbeitslosigkeit, mit Hilfe der 1-Euro-Jobs nicht erreichen kann. Dieser Befund m&uuml;sste den Blick daf&uuml;r &ouml;ffnen, dass die arbeitsmarktbezogene Sozialpolitik insgesamt grundfalsch ausgerichtet ist. Unter der Integration von gesellschaftlichen Au&szlig;enseiterInnen wird ausschlie&szlig;lich die Arbeitsmarktintegration verstanden und gehofft, dass sich die soziale Integration dann wie von selbst ergibt.<br>\nDurchhalten l&auml;sst sich ein solches Konzept nur, wenn man hartn&auml;ckig ignoriert, dass Millionen Arbeitspl&auml;tze fehlen. Die Fixierung auf die Arbeitsmarktintegration f&uuml;hrt dann aber zu ziellosen und frustierenden F&ouml;rderversuchen und Forderungen an die Arbeitslosen, die zu ihrer fortdauernden Ausgrenzung f&uuml;hren. F&uuml;r beide Probleme sind die massenweise eingesetzten verpflichtenden 1-Euro-Jobs ein abschreckendes Beispiel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/21218\">Linksnet<\/a><\/li>\n<li><strong>Halali auf Hartz-IV-Betr&uuml;ger<\/strong><br>\nWer zu Unrecht Hartz IV bezieht, muss jetzt Sat.1 f&uuml;rchten. Mit dem neuem Dokusoap-Format &ldquo;Gnadenlos gerecht&rdquo; bl&auml;st der Sender zur Jagd auf Sozialbetr&uuml;ger &ndash; und liefert damit populistisches Denunzianten-TV der &uuml;belsten Sorte.<br>\nMit welchen Methoden Fernsehen heutzutage funktioniert, zeigt Sat.1 immer noch am besten. Um 15 Uhr richten an einem normalen Werktag Barbara Salesch und Alexander Hold &uuml;ber Kapitalverbrecher. Danach ermitteln die echten Polizisten &ldquo;Niedrig und Kuhnt&rdquo; in fiktiven Gewaltf&auml;llen. Bis es die TV-Detektei &ldquo;Len&szlig;en &amp; Partner&rdquo; mit Scheidungskriegern zu tun bekommt und das Phantasie-Kommissariat &ldquo;K11&rdquo; mit Waffenhandel oder Giftmord. Dann kommen Nachrichten, in denen private Katastrophen eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle spielen als lahme Politik, und &ldquo;Die Abzocker&rdquo;, die vor Trickbetrug warnen.<br>\nGesch&uuml;rt wird von solchen Sendungen nicht nur eine Atmosph&auml;re permanenter Bedrohung, sondern die Lust auf Denunziation &ndash; der k&ouml;nnen aber auch unbescholtene B&uuml;rger zum Opfer fallen. Derweil vergisst die &Ouml;ffentlichkeit schleichend den Unterschied zwischen Rufmord und Totschlag. Wer jetzt in &ldquo;Gnadenlos gerecht&rdquo; vor das Objektiv ger&auml;t, mag sein Einverst&auml;ndnis dazu gegeben haben. Doch f&uuml;r ein bisschen Warholscher Ber&uuml;hmtheit begibt er sich damit in ein System aus Fremdscham, Ordnungswahn, Schadenfreude und Neid. Wer nicht denunziert wird, denunziert sich selbst &ndash; als arm, als schuldig, als &uuml;berf&uuml;hrt. Und als doof genug, sich dabei auch noch filmen zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/0,1518,druck-573143,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>CDU will in Baden-W&uuml;rttemberg das Versammlungsrecht aush&ouml;hlen<\/strong><br>\nWie aus einer eine Stellungnahme des Innenministeriums an den Landtag von Baden-W&uuml;rttemberg auf Anfrage der Gr&uuml;nen hervorgeht, soll das Versammlungsrecht nach bayerischem Vorbild versch&auml;rft werden. Die geplante Versch&auml;rfung zieht drastische Einschnitte in die Demonstrationsfreiheit und das Streikrecht nach sich.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.scharf-links.de\/57.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=2123&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=563d3a15ab\">scharf-links<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.baden-wuerttemberg.de\/de\/Meldungen\/190293.html\">Pressemitteilung des Innenministeriums<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Mehr Kriegsprogaganda, bitte&rdquo; &ndash; Von Zynikern und Schm&auml;hschreibern<\/strong><br>\nARD-Topjournalist Ulrich Deppendorf kann einem wirklich leid tun. Da hatte er die Wochen zuvor im einsamen K&auml;mmerlein so flei&szlig;ig an den Fangfragen an Oskar Lafontaine f&uuml;rs Sommerinterview gefeilt, doch als er dann meinte, endlich den Joker aus der Tasche zu ziehen, l&auml;sst der Saarl&auml;nder ihn eiskalt auflaufen. Warum die LINKE so wenig zur Zensur in China sage, fragte der ZDF-Frontmann mit virtuell erhobenem Zeigefinger. Worauf Lafontaine sinngem&auml;&szlig; meinte, DIE LINKE sei selbstverst&auml;ndlich gegen jede Art von Zensur, nicht nur in China, auch in Deutschland. Dabei lie&szlig; der Co-Chef der LINKEN mehr als nur anklingen, dass gerade Deppendorf und sein Sender, was Zensur angeht, wahrlich nicht die Unschuld vom Lande spielen k&ouml;nnen. Wie Deppendorf daraufhin sein Fragek&auml;rtchen wegsteckte, sich seine Augen von Sehschlitzen zu Schie&szlig;scharten verengten, war sehenswert. Ein guter Anlass, den Journalismus im Land der Dichter und Denker einmal wieder n&auml;her unter die Lupe zu nehmen. &hellip;<br>\nFr&uuml;her galt die Frankfurter Rundschau als linksliberales Blatt. Heute schreibt ein Karl Doemens vom Handelsblatt dort Leitartikel. Zum Beispiel letzten Sonntag &uuml;ber den Parteitag der Saar-LINKEN, &uuml;bertitelt mit der Gruselzeile &bdquo;In Lafontaines Bann&ldquo;. Doemens unterstellte der LINKEN, eine &bdquo;programmlose Partei&ldquo; zu sein und Lafontaine nennt er einen &bdquo;begnadeten Demagogen&ldquo; &ndash; exakt die Wortwahl Peter M&uuml;llers, des politischen Konkurrenten von der CDU.<br>\nDerselbe Karl Doemens meinte &uuml;brigens Anfang des Jahres im &bdquo;Handelsblatt&ldquo;: Die gesetzliche Rentenversicherung ist in diesem Jahrzehnt durch massive Einschnitte stabilisiert und zukunftsfest gemacht worden. (&hellip;) Um ein F&uuml;nftel wird das Leistungsniveau bis 2030 sinken.&rdquo; Zu diesem Zugang kann man der Frankfurter Rundschau nur gratulieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169662\/1\/\">Linkszeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Nida-R&uuml;melin: Rot-Gr&uuml;n hat eine Menge bewegt<\/strong><br>\nDer Kulturstaatsminister a.D., Julian Nida-R&uuml;melin (SPD), hat die Sozialdemokraten aufgefordert, das Erbe von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der anzunehmen und weiterzuentwickeln. Die Sozialdemokratie m&uuml;sse sich in der Kontinuit&auml;t ihrer eigenen Politik sehen, sagte Nida-R&uuml;melin. Zugleich mahnte er mehr Gelassenheit im Umgang mit der Linken an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/tacheles\/835810\/drucken\/\">Deutschlandradio<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist vielleicht auf einer elementarpsychologischen Ebene verst&auml;ndlich, dass die Berufspolitiker der Schr&ouml;dermannschaft und ihr Gefolge ihre Jahre an der Macht nicht grunds&auml;tzlich in Frage stellen k&ouml;nnen, indem sie die Politik Agenda 2010 und ihre vielf&auml;ltigen Auswirkungen hinterfragen, aber dass ein Doktor der Philosophie mit einer so schwachen, geradezu erb&auml;rmlichen Argumentation daherkommt, l&auml;sst erahnen, wie schwer sich unsere Eliten von einem einmal eingeschlagenen Kurs l&ouml;sen k&ouml;nnen &ndash; bis in den Untergang.<br>\nSchwach und nun wirklich nicht mehr neu ist die Vorstellung, dass der gewaltige Aderlass und das Aufkommen der Linkspartei ein Kommunikationsproblem gewesen sei. Immerhin r&auml;umt Nida- R&uuml;melin ein, dass die Agenda der Partei geschadet habe, aber: &ldquo;Man muss ja unterscheiden zwischen dem, was einer Partei n&uuml;tzt, und dem, was politisch wohl begr&uuml;ndet ist.&rdquo; Man kann auch sagen, der dumme P&ouml;bel hat nichts begriffen, daf&uuml;r war und ist man im Besitz der alleinseligmachenden Wahrheit.<br>\nErb&auml;rmlich ist die n&auml;here Begr&uuml;ndung der Agendapolitik. Da wird einfach das Schlagwort von der &ldquo;Erosion der Finanzierungsgrundlage der sozialen Sicherungssysteme&rdquo; in Deutschland in die Runde geworfen. Wann hat man diesen Zusammenhang einmal erl&auml;utert bekommen? Ersch&uuml;tternd ist, dass Nida -R&uuml;melin tief in das menschenverachtende Repertoire der Clementschen Argumentationskiste greift: Die Grundlinie der Agenda-Politik, der aktivierender Sozialstaat sei richtig gewesen, &ldquo;auch um sich gegen einen Trend zu stellen, &hellip; der f&uuml;r viele Regionen Deutschlands, nicht nur im Osten, zunehmend charakteristisch ist, dass sich n&auml;mlich ein Teil der Bev&ouml;lkerung einrichtet in dieser Lage. Das hei&szlig;t: ein hohes Ma&szlig; an Transferleistung in der Bev&ouml;lkerung prozentual. Berlin ist sogar als Stadt ein Beispiel daf&uuml;r, wie Kinder schon in diesem Bewusstsein aufwachsen, das ist die normale Lebensform. Das aufzubrechen, war absolut richtig.&rdquo; &ndash; Muss man das kommentieren?<br>\nEs lie&szlig;e sich noch manches zu diesem Interview sagen, beispielsweise &uuml;ber den angeblichen Zusammenhang zwischen der Agenda 2010 und den 1,5 Mio. gewonnenen Arbeitspl&auml;tzen, aber der NDS-Leser kennt diese Diskussion zur Gen&uuml;ge. Man kann auch manch Lesens- und Bedenkenswertes in dem Interview lesen, Nida -R&uuml;melin ist ein kluger Mann. In seinem Festhalten an der Agenda 2010 steht er nicht allein, seiner unw&uuml;rdig ist die Begr&uuml;ndung &ndash; f&uuml;r den Menschen und Philosophen unverzeihlich.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Hartz IV wirkt: Das Wunder am deutschen Arbeitsmarkt<\/strong><br>\nEinige &Ouml;konomen sprechen schon vom Wunder am deutschen Arbeitsmarkt. Die wirtschaftliche Entwicklung schw&auml;cht sich ab, im zweiten Quartal ist die deutsche Wirtschaft sogar geschrumpft. Doch die Arbeitslosigkeit sinkt. Im Aufschwung der letzten zwei Jahren ging die Arbeitslosigkeit st&auml;rker zur&uuml;ck als jemals zuvor in der deutschen Nachkriegsgeschichte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~E82D433338D5645B3A840358A2D92518C~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAS<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Was diese Journaille wohl schreiben wird, wenn die Arbeitslosigkeit im Verlaufe des Abschwungs wieder steigt?<br>\nAuf den NachDenkSeiten haben wir solche Erfolgsmeldungen schon des &ouml;fteren kommentiert. Mehr Druck auf Millionen Arbeitslose ist angesichts der viel kleineren Zahl an Jobs auch rein &ouml;konomisch betrachtet so sinnvoll wie der Glaube, beim Gesellschaftsspiel &bdquo;Reise nach Jerusalem&ldquo; w&uuml;rde schlie&szlig;lich jeder einen Sitzplatz finden, wenn nur alle schneller um die St&uuml;hle rennen.<br>\nDank des weltweiten Aufschwungs entstanden nahezu &uuml;berall in Europa mehr Arbeitspl&auml;tze &ndash; unabh&auml;ngig davon, welchen Ehrgeiz die lokalen Sozialdemokratien entwickelten, die Machtposition ihrer Stammw&auml;hler im Verteilungskampf um das Volkseinkommen zu schw&auml;chen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die SPD in Hessen: Haut oder Hemd<\/strong><br>\nIn Hamburg gab sich die SPD ein gutes Programm, das aber kaum jemand liest, denn alle meinen zu wissen, es sei in Wirklichkeit ja doch nicht so gemeint. Im Bundestagswahlkampf 2005 und zur hessischen Wahl 2008 progagierte die SPD die &ldquo;solidarische B&uuml;rgerversicherung&rdquo;. Ein gro&szlig;es Projekt, das man ihr ebenfalls nicht mehr abnahm.<br>\nNun ist soziale Gerechtigkeit eine viel zu wichtiges Thema, um es der Linken &ndash; einer nach wie vor im Westen kleinen und ungefestigten Partei &ndash; allein &uuml;berlassen zu k&ouml;nnen. Die hessische SPD wird jetzt vier Regionalkonferenzen abhalten. Nehmen wir einmal &ndash; vielleicht illusion&auml;r &ndash; an, dort w&uuml;rden nicht Kr&ouml;nungsmessen zelebriert, sondern es stattdessen Bem&uuml;hungen geben, das angestrebte Regierungsziel glaubhaft mit einem sozialpolitischen Neubeginn zu verbinden: dann w&auml;re unter allen Fehlern, die Ypsilanti jetzt machen wird, der Griff nach der so genannten Macht immerhin noch der kleinste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/34\/08340101.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Altersvorsorge-Kampagne macht Schule<\/strong><br>\nZus&auml;tzlich f&uuml;rs Alter vorzusorgen, ist unerl&auml;sslich &ndash; und mit den richtigen Informationen auch nicht schwer. Das ist die Botschaft der Initiative &ldquo;Altersvorsorge macht Schule&rdquo; und der dahinter steckenden Altersvorsorgekurse, die seit Anfang vergangenen Jahres an bundesweit mehr als 500 Volkshochschulen stattfinden. Das Angebot gibt allen Interessierten die M&ouml;glichkeit, zu Vorsorgeexperten in eigener Sache zu werden. Ausgangspunkt der Kurse ist: Die gesetzliche Rente wird auch in Zukunft das Kernst&uuml;ck der Alterssicherung bleiben. Doch ohne zus&auml;tzliche private oder betriebliche Absicherung wird sich der w&auml;hrend des Erwerbslebens gewohnte und f&uuml;r sp&auml;ter gew&uuml;nschte Lebensstandard k&uuml;nftig in aller Regel nicht halten lassen. Deshalb soll die zus&auml;tzliche Altersvorsorge k&uuml;nftig eine noch gr&ouml;&szlig;ere Verbreitung finden. Erste Erfolge der Kampagne und der &ouml;ffentlichen Debatte in den vergangenen Jahren sind schon jetzt deutlich sichtbar: Mehr als 11 Millionen Riester-Rentenvertr&auml;ge wurden inzwischen abgeschlossen, etwa 700.000 Selbstst&auml;ndige verf&uuml;gen &uuml;ber eine R&uuml;rup-Rente und mehr als 17 Millionen Arbeitnehmer haben Anspruch auf eine betriebliche oder &ouml;ffentliche Zusatzversorgung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Altersvorsorge-macht-Schule-neu.html?session=9a7a87d15910b491047bb9f8efb9764a\">Ihre Vorsorge<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen. Diese Internetseite ist &bdquo;eine Initiative der Regionaltr&auml;ger der Deutschen Rentenversicherung und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See&ldquo;, wird also offensichtlich mit Rentenversicherungsbeitr&auml;gen finanziert, hei&szlig;t in der &Uuml;berschrift &bdquo;Ihr unabh&auml;ngiger Altersvorsorge-Berater&ldquo; und dann machen sie Werbung f&uuml;r private Altersvorsorge &ndash; nat&uuml;rlich nicht f&uuml;r ein bestimmtes Produkt oder einen bestimmten Anbieter. Stellen wir uns das mal analog bei einem &bdquo;normalen&ldquo; marktwirtschaftlichen Unternehmen vor. &bdquo;Unsere Produkte werden auch in Zukunft das Kernst&uuml;ck f&uuml;r Ihre Versorgung sein. Doch ohne zus&auml;tzliche Produkte der Konkurrenz wird sich die gewohnte und gew&uuml;nschte Qualit&auml;t k&uuml;nftig in aller Regel nicht halten lassen. Deshalb soll die zus&auml;tzliche Versorgung mit Produkten der Konkurrenz noch gr&ouml;&szlig;ere Verbreiterung finden. Wir organisieren f&uuml;r einen Teil unserer Ums&auml;tze, die wir von Ihnen f&uuml;r unsere Produkte erhalten, Kurse f&uuml;r Sie, bei denen Sie am besten lernen, wie Sie unsere Produkte mit Produkten anderer Anbieter erg&auml;nzen k&ouml;nnen&ldquo;. Das ist doch ein Schildb&uuml;rgerstreich. Bitte auch das Zahnfleischmodel unten rechts beachten &ndash; &bdquo;Riestern rechnet sich&ldquo; mit Ausf&uuml;llhilfe etc.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Obamania<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Obama ad Portas<\/strong><br>\nIndizien f&uuml;r Zweifel, ob Obama auch der Mann ist, die Erwartungen zu erf&uuml;llen, die in ihn gesetzt werden, sind schon jetzt nicht zu &uuml;bersehen. Wenn Obama zu au&szlig;en- und sicherheitspolitischen Fragen Stellung nimmt, dann tritt in der Regel seine Beraterin zu diesen Themen, Susan Rice, mit in Erscheinung. &Ouml;ffentlich sehr viel weniger wahrzunehmen ist, dass im Hintergrund auch Zbignew Brzezinski zum Beraterteam um<br>\nObama geh&ouml;rt. Brzezinski, von 1977 bis 1981 Sicherheitsberater von Pr&auml;sident Jimmy Carter, gilt nach wie vor neben Henry Kissinger und Samuel P. Huntington als eine der grauen Eminenzen unter den Globalstrategen in den USA. Zu Zeiten des Kalten Krieges war er ein militanter Falke gegen&uuml;ber der Sowjetunion, und daran scheint sich &uuml;ber den Zusammenbruch der Sowjetunion hinaus nichts ge&auml;ndert zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/23454\">Linksnet<\/a><\/li>\n<li><strong>Obamas Pr&auml;sidentschaft wird den Niedergang der USA nicht verhindern<\/strong><br>\nSpricht man &uuml;ber einen m&ouml;glichen Sieg Barack Obamas bei den Pr&auml;sidentschaftswahlen im November, muss man zuerst einmal verstehen, dass die US-Gesellschaft gekennzeichnet ist durch eine fundamentale Krise der Republikanischen Partei Der Irakkrieg bildete die Klammer um ein politisches B&uuml;ndnis &auml;u&szlig;erst heterogener und widerspr&uuml;chlicher sozialer Kr&auml;fte. Als Folge der grunds&auml;tzlichen Dialektik&nbsp;kriegerischer Politik, die zun&auml;chst innere Einheit bef&ouml;rdert und im Falle ihres Scheiterns desintegrierend wirkt, machen sich in den USA Spaltungslinien bemerkbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/23441\">Linksnet<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>G&ouml;ttinger Gruppe: Erst geprellt, dann abkassiert<\/strong><br>\nAnleger der G&ouml;ttinger Gruppe versuchen vergeblich, sich ihr Geld von einem ehemaligen Vorstand zur&uuml;ckzuholen. &ldquo;Der Insolvenzverwalter hat eindringlich davor gewarnt, juristisch gegen die ehemaligen Vorst&auml;nde vorzugehen &ndash; die haben sich bereits vor Jahren aus der pers&ouml;nlichen Haftung begeben&rdquo;, sagt Volker Pietsch, Chef des Deutschen Instituts f&uuml;r Anlegerschutz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/423\/307377\/text\/?CMP=NLC-SDE071022&amp;nlsource=taeglich\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>N&uuml;rnberger Versicherung wegen dubioser Vertriebsmethoden in der Kritik<\/strong><br>\nDie N&uuml;rnberger Versicherung hat m&ouml;glicherweise mit illegalen Methoden Riester-Versicherungen verkauft. Wie die WirtschaftsWoche aus Unternehmenskreisen erfahren hat, soll die Versicherung im Fr&uuml;hjahr 2006 die Daten von mehr als 500.000 Kunden an ein externes Callcenter weitergegeben haben. Bis 2007 wurden in dem Callcenter in gro&szlig;em Umfang Versicherungsantr&auml;ge ausgestellt und von den dortigen Angestellten unterschrieben, berichtet ein Mitarbeiter der N&uuml;rnberger. &bdquo;Nach geltendem Wettbewerbsrecht sind solche Verk&auml;ufe am Telefon illegal&ldquo;, sagte Juraprofessor Thomas Hoeren von der Universit&auml;t M&uuml;nster dem Magazin. Weder Mitarbeiter der N&uuml;rnberger noch des Callcenters d&uuml;rften Kunden anrufen, um neue Policen an den Mann zu bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmer-maerkte\/nuernberger-versicherung-wegen-dubioser-vertriebsmethoden-in-der-kritik-304882\/\">WIWO<\/a><\/li>\n<li><strong>&Ouml;lpreisanstieg<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Wie die Konzerne Kasse machen<\/strong><br>\nAuch wenn der Roh&ouml;lpreis sinkt, das Benzin bleibt weiterhin teuer. Die Konzerne geben die Ersparnis nicht an die Autofahrer weiter, sondern erh&ouml;hen ihre Margen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Unternehmen-Benzinpreise-Oelpreise;art129,2599062\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Genfer &Ouml;lh&auml;ndler &ndash; die heimlichen Giganten<\/strong><br>\nDie Genfer Firma Vitol wird von der &laquo;Washington Post&raquo; verd&auml;chtigt, den &Ouml;lpreis nach oben getrieben zu haben. Vitol, mit 147 Mrd. $ Umsatz einer der weltgr&ouml;ssten &Ouml;lh&auml;ndler, dementiert vehement.<br>\nUnbestritten ist, dass die weitgehend unbekannte Genfer &Ouml;lhandelsfirma einen Grossteil des internationalen Handels mit dem schwarzen Gold abwickelt. &laquo;Die Vitol-Gruppe verschifft t&auml;glich &uuml;ber vier Millionen Fass Roh&ouml;l und Benzinprodukte an die internationalen M&auml;rkte&raquo;, teilt die Firma via E-Mail mit. Die Ums&auml;tze sind in den letzten Jahren im Zug des h&ouml;heren &Ouml;lpreises und der gesteigerten Handelsaktivit&auml;ten geradezu explodiert: 2002 wurde ein Umsatz von 34 Mrd. $ ausgewiesen, im vergangenen Jahr waren es laut Firmenangaben bereits 146,7 Mrd. Damit ist Vitol sogar gr&ouml;sser als das bekanntere Handelshaus Glencore in Zug, das f&uuml;r 2007 einen Umsatz von 142 Mrd. $ meldete. Wie viel davon als Gewinn h&auml;ngenbleibt, ist nicht bekannt. Branchenkenner sch&auml;tzen den Gewinn von Glencore auf rund 6 Mrd. $. Auf Platz drei folgt wieder ein in Genf domiziliertes Unternehmen: die Gunvor-Gruppe, gegr&uuml;ndet vom Schweden Torbjorn Tornqvist und von Gennady Timchenko. Gunvor ist der weltweit drittgr&ouml;sste Roh&ouml;lh&auml;ndler und verkauft vor allem russisches &Ouml;l. Sein Umsatz wird im laufenden Jahr auf rund 70 Mrd. $ gesch&auml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/genfer_oelhaendler__die_heimlichen_giganten_1.814710.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Schweiz als &ldquo;&Ouml;lland&rdquo;, man lernt nie aus.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Typischer Terrorist? Fehlanzeige<\/strong><br>\nBritischer Geheimdienst verabschiedet sich von Klischees. F&uuml;r ihre Analyse nahmen die Forscher mehrere hundert Personen unter die Lupe, die Geld f&uuml;r Terrororganisationen sammelten oder selbst Anschl&auml;ge vorbereiteten. Das &uuml;berraschende Ergebnis: Die Mehrheit der Betreffenden waren britische Staatsb&uuml;rger und die wenigsten illegale Einwanderer. Die meisten waren keine islamischen Fundamentalisten, sondern eher &ldquo;religi&ouml;se Neulinge&rdquo;. Nur sehr wenige waren in stark religi&ouml;sen Familien aufgewachsen. Daraus folgt: Bei der Terrorabwehr d&uuml;rften keine Schl&uuml;sse gezogen werden aus Hautfarbe, ethnischer Herkunft oder Nationalit&auml;t. Gebildete wie ungebildete Personen f&auml;nden sich gleicherma&szlig;en unter den &ldquo;Beobachteten&rdquo;. Ein erheblicher Teil der in Terroraktivit&auml;ten verwickelten Personen sei im &Uuml;brigen in festen Beziehungen, h&auml;ufig verheiratet und h&auml;tten oft Kinder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1581669&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Scharfe Kritik an ARD und ZDF<\/strong><br>\nDie Olympischen Spiele in Peking waren den &ouml;ffentlich-rechtlichen Sendern lieb &ndash; und vor allem teuer. Zu teuer, wie Politiker und Medienexperten kritisieren. Sie werfen ARD und ZDF verschwenderischen Umgang mit Geb&uuml;hrengeldern vor.<br>\nMit rund 500 Mitarbeitern aus Redaktion und Technik berichteten ARD und ZDF nach eigenen Angaben aus Peking. Im internationalen Vergleich der &Ouml;ffentlich-Rechtlichen waren die deutschen Sender damit eindeutig Spitzenreiter. Die britische BBC berichtete mit 437 Mitarbeitern aus Peking, die italienische Rai mit 254, France T&eacute;l&eacute;vision sogar nur mit 160.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/0,1518,574016,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser K.F.:<\/strong> 40 Millionen f&uuml;r das Geplapper von Waldi und Kerner. Zum Ausgleich konnten Zuschauer, die sich f&uuml;r den Olympia-Dop-Zirkus nicht interessieren, uralte Wiederholungen im jeweils anderen &ouml;ffentlich-rechtlichen Programm ansehen. Danke ARD und ZDF.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3417","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3417","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3417"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3417\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3417"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3417"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3417"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}