{"id":342,"date":"2004-07-23T10:29:09","date_gmt":"2004-07-23T09:29:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=342"},"modified":"2016-03-29T09:53:04","modified_gmt":"2016-03-29T07:53:04","slug":"standortforderung-zugunsten-kommerzieller-tv-anbieter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=342","title":{"rendered":"\u201eStandortf\u00f6rderung zugunsten kommerzieller TV-Anbieter\u201c"},"content":{"rendered":"<p>So lautet der Untertitel eines interessanten Artikels des ARD-Vorsitzenden und Intendanten des NDR, Jobst Plog, in der ZEIT von gestern: <a href=\"http:\/\/zeus.zeit.de\/text\/2004\/31\/Rundfunk\" title=\"Externer Link zu http:\/\/zeus.zeit.de\/text\/2004\/31\/Rundfunk\">&bdquo;Die Monopolisten im Wartestand&ldquo;<\/a>. Jobst Plog beschreibt die Hintergr&uuml;nde eines Vorsto&szlig;es der Regierungen von Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen und die Folgen f&uuml;r die Struktur der Medien. Nicht die optimale demokratische Ordnung sondern die Bedienung privater Interessen spielt auch bei der so wichtigen Frage, wie Rundfunk geregelt ist, die entscheidende Rolle.<br>\n<!--more--><br>\nMan k&ouml;nnte es noch h&auml;rter sagen: die Hoffnung der Regierung von Bayern, fr&uuml;her gut von Kirch und heute von Saban, dem neuen Eigner von ProSieben und Sat1, bedient zu werden genau so wie die Hoffnung der NRW-Regierung auf Wohlwollen von Bertelsmann, der Eignerin von RTL, bestimmen die Medienpolitik. Eine katastrophale Entwicklung.<\/p><p>Vor 20 Jahren ist kommerzieller Rundfunk &ndash; TV und H&ouml;rfunk &ndash; in Deutschland eingef&uuml;hrt worden. 20 Jahre Verbl&ouml;dung, wie der Fernsehmacher Erich B&ouml;hme meint, liegen jetzt hinter uns. In Deutschland wurde die Kommerzialisierung konsequent vorangetrieben. Interessant: in der Pisa-Studie, die die Lese- und Mathematikf&auml;higkeit unserer Kinder auch im Vergleich zu anderen L&auml;ndern messen wollte, taucht diese Kommerzialisierung des Fernsehens und die Folgen f&uuml;r die Kinder nicht kritisch auf. Das sagt viel sowohl &uuml;ber die Qualit&auml;t von Pisa wie auch &uuml;ber den Einfluss der Privatisierungsbef&uuml;rworter auf eine solche Studie der OECD.<\/p><p>Zwei kritische Punkte w&auml;ren am ansonsten sehr lesenswerten Beitrag von Jobst Plog anzumerken:<br>\nErstens: Er beschreibt den Zusammenhang zwischen dem Druck auf Kommerzialisierung beim Rundfunk und dem neoliberalen Druck auf Privatisierung der sozialen Sicherungssysteme, den sogenannten Reformen, nicht. Dieser Kontext ist aber eng.<br>\nZweitens, quasi nebenbei: er nimmt unn&ouml;tigerweise auch in seinem Text eine der dramatisierenden Behauptungen &uuml;ber das demographische Problem auf: im Jahre 2050 seien wir 10 bis 17 Millionen weniger. Das ist eine gegriffene Zahl. Die letzte &bdquo;Prognose&ldquo; des Statistischen Bundesamtes stammt vom 6.6.2003. Je nach Annahme &uuml;ber Wanderungssaldo und Lebenserwartung kommt das Statistische Bundesamt auf neun Varianten der Modellrechnung f&uuml;r 2050. Die Varianten liegen zwischen 67 und 81 Millionen, also zwischen einem Weniger (verglichen zu heute) von 1 bis 15 Millionen &ndash; und eben nicht von 10 bis 17. &ndash; Diese Kritik soll den Wert des Beitrags von Plog nicht relativieren. \t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So lautet der Untertitel eines interessanten Artikels des ARD-Vorsitzenden und Intendanten des NDR, Jobst Plog, in der ZEIT von gestern: <a href=\"http:\/\/zeus.zeit.de\/text\/2004\/31\/Rundfunk\" title=\"Externer Link zu http:\/\/zeus.zeit.de\/text\/2004\/31\/Rundfunk\">&bdquo;Die Monopolisten im Wartestand&ldquo;<\/a>. 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