{"id":34218,"date":"2016-07-15T09:04:20","date_gmt":"2016-07-15T07:04:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34218"},"modified":"2016-07-15T09:36:44","modified_gmt":"2016-07-15T07:36:44","slug":"mit-dem-vorwaerts-rueckwaerts-in-den-kalten-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34218","title":{"rendered":"Mit dem Vorw\u00e4rts r\u00fcckw\u00e4rts in den Kalten Krieg?"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160226_bittner.jpg\" alt=\"Wolfgang Bittner\" title=\"Wolfgang Bittner\"><\/div><p>Albrecht M&uuml;ller hatte bereits in den <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34197#h10\">gestrigen Hinweisen des Tages<\/a> die Gr&uuml;ndung des Arbeitskreises neue Ostpolitik in der SPD und den flankierenden Artikel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/neue-ostpolitik-spd-aussehen-sollte\">Wie eine neue Ostpolitik der SPD aussehen sollte<\/a>&ldquo; im <em>Vorw&auml;rts<\/em> scharf kritisiert. Auch <strong>Wolfgang Bittner<\/strong>, vielfach ausgezeichneter Schriftsteller, Freund und regelm&auml;&szlig;iger Gastautor der NachDenkSeiten, ist &uuml;ber diesen Artikel ersch&uuml;ttert, wie er es in einem Leserbrief an den Vorw&auml;rts faktenreich begr&uuml;ndet.<br>\n<!--more--><br>\nAn die Chefredaktion des Vorw&auml;rts<br>\nz.Hd. Karin Nink<br>\nBerlin<br>\n&nbsp;<br>\nSehr geehrte Frau Nink,<br>\n&nbsp;<br>\nden Artikel von Jan Claas Behrends <u>&bdquo;Wie eine neue Ostpolitik der SPD aussehen sollte&ldquo;<\/u> im Vorw&auml;rts vom 13. Juli 2016 finde ich skandal&ouml;s: Behauptungen ohne jegliche Beweise und Analyse. Der Autor geht nicht auf die Ursachen des West-Ost-Konflikts ein; er stellt Russland als den Aggressor hin, wie es die Politiker der westlichen Allianz und die Mainstream-Medien machen. Aber damit werden die Tatsachen auf den Kopf gestellt.<br>\n&nbsp;<br>\nIgnoriert wird z.B. der nachweislich vom Westen organisierte Putsch in Kiew sowie die von der eingesetzten Regierung Poroschenko\/Jazenjuk veranlasste milit&auml;rische Intervention in der Ostukraine, die zum B&uuml;rgerkrieg gef&uuml;hrt hat und so weiter.<br>\n&nbsp;<br>\nSanktionen und massive Aufr&uuml;stung wegen der angeblichen Annexion der Krim, die in Wirklichkeit eine Sezession (friedliche Abspaltung nach einem Referendum) war? Milit&auml;rische Einkreisung Russlands und jetzt sogar Kriegsvorbereitungen? Verlogener geht&rsquo;s doch nicht!<br>\n&nbsp;<br>\nWie einer Rede des US-Vizepr&auml;sident Joe Biden vom 2. Oktober 2014 in Cambridge zu entnehmen ist, soll Russland durch Wirtschaftssanktionen, die Manipulation der Energie- und Kapitalm&auml;rkte und die aufgezwungenen Nachr&uuml;stungskosten ruiniert werden. Russland soll als Machfaktor in der internationalen Politik ausgeschaltet werden (deswegen die Verteufelung Putins); das Land soll den westlichen Kapitalinteressen ge&ouml;ffnet werden, zu Lasten der russischen Bev&ouml;lkerung.<br>\n&nbsp;<br>\nDie USA beanspruchen die globale Herrschaft, so schon der Politikwissenschaftler und Pr&auml;sidentenberater Zbigniew Brzezinski 1997 in seinem Buch &bdquo;Die einzige Weltmacht&ldquo; (Eurasien als &bdquo;das Schachbrett, auf dem sich auch in Zukunft der Kampf um die globale Vorherrschaft abspielen wird&ldquo;). Deswegen wird Westeuropa durch einen &bdquo;Cordon Sanitaire&ldquo; von Russland abgetrennt, wie der ehemalige Direktor des einflussreichen US-Think Tanks Stratfor, George Friedman, in einer Rede am 4. Februar 2015 am Chicago Council on Global Affairs ausgef&uuml;hrt hat. Ziel der US-Au&szlig;enpolitik sei seit einem Jahrhundert, so Friedman, Deutschland und Russland zu trennen, weil sie &bdquo;vereint die einzige Macht sind, die uns bedrohen kann&ldquo;. Friedman weiter: &bdquo;F&uuml;r die Vereinigten Staaten ist die Hauptsorge, dass &hellip; deutsches Kapital und deutsche Technologie sich mit russischen Rohstoff-Ressourcen und russischer Arbeitskraft zu einer einzigartigen Kombination verbinden&hellip;&ldquo;<br>\n&nbsp;<br>\nDas sind nur einige wenige Aspekte dieses Konflikts, der sich immer gef&auml;hrlicher entwickelt, und den die europ&auml;ischen Politiker, insbesondere Bundeskanzlerin Merkel, unter Missachtung der Interessen ihrer L&auml;nder mit befeuern.<br>\nDazu die Buchver&ouml;ffentlichung &ldquo;<em>Die Eroberung Europas durch die USA &ndash; Eine Strategie der Destabilisierung, Eskalation und Militarisierung am Beispiel der Ereignisse in der Ukraine<\/em>&ldquo; (Westend Verlag 2015) sowie diverse Stellungnahmen von Albrecht M&uuml;ller, Jens Berger, Willy Wimmer, Gerhard Schr&ouml;der u.a.<br>\n&nbsp;<br>\nIch bitte, das zur Kenntnis zu nehmen. Der Artikel vom 13. Juli ist besch&auml;mend f&uuml;r den Vorw&auml;rts, in dem ich fr&uuml;her h&auml;ufig publiziert habe.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nDr. Wolfgang Bittner, G&ouml;ttingen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160226_bittner.jpg\" alt=\"Wolfgang Bittner\" title=\"Wolfgang Bittner\"\/><\/div>\n<p>Albrecht M&uuml;ller hatte bereits in den <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34197#h10\">gestrigen Hinweisen des Tages<\/a> die Gr&uuml;ndung des Arbeitskreises neue Ostpolitik in der SPD und den flankierenden Artikel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/neue-ostpolitik-spd-aussehen-sollte\">Wie eine neue Ostpolitik der SPD aussehen sollte<\/a>&ldquo; im <em>Vorw&auml;rts<\/em> scharf kritisiert. 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