{"id":3422,"date":"2008-08-29T09:09:44","date_gmt":"2008-08-29T07:09:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3422"},"modified":"2008-08-29T09:09:44","modified_gmt":"2008-08-29T07:09:44","slug":"hinweise-des-tages-723","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3422","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL)<br>\nHeute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Noch immer geht der Aufschwung an den meisten Haushalten vorbei<\/li>\n<li>Arbeitsmarkt<\/li>\n<li>Wem n&uuml;tzt die Liberalisierung <\/li>\n<li>Todesursache soziale Ungerechtigkeit<\/li>\n<li>Neuigkeiten zur IKB-Bankenaff&auml;re<\/li>\n<li>Was Lone Star recht, soll den Chinesen nicht billig sein<\/li>\n<li>Arzthonorare und Krankenkassenbeitr&auml;ge steigen<\/li>\n<li>Stundenlohn von 5 Euro sittenwidrig<\/li>\n<li>Br&uuml;ssel rei&szlig;t Grenzen bei Verbraucherschutz ein<\/li>\n<li>Scheer greift Steinbr&uuml;ck wegen Kritik Ypsilanti an<\/li>\n<li>Privatschulboom in Potsdam<\/li>\n<li>Hochschulpolitisches<\/li>\n<li>Medienkrieg am Kaukasus<\/li>\n<li>Transatlantisches Netzwerk<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/p><ol>\n<li><strong>IMK: Aufschwung ist auch in seiner Sp&auml;tphase an den meisten Haushalten vorbeigegangen<\/strong><br>\nDie aktuelle Untersuchung unterstreicht die Kernergebnisse der IMK-Studie vom M&auml;rz: Der Zuwachs an Wirtschaftsleistung ist in den vergangenen drei Jahren ganz &uuml;berwiegend den Beziehern von Gewinn- und Verm&ouml;genseinkommen zugeflossen. Insbesondere die Unternehmen konnten ihre Gewinne stark steigern. Die realen Nettol&ouml;hne je Besch&auml;ftigtem sind dagegen im zu Ende gehenden Aufschwung insgesamt um 3,5 Prozent gesunken &ndash; ungeachtet der st&auml;rkeren Lohnentwicklung in den vergangenen Monaten. Trotz eines Besch&auml;ftigungsanstiegs um 3,3 Prozent verringerte sich das reale Nettolohneinkommen aller Besch&auml;ftigten zusammengenommen um 0,3 Prozent. Das reale Einkommen eines Vier-Personenhaushalts mit einem Alleinverdiener sank w&auml;hrend der 13 Aufschwung-Quartale um 3,5 Prozent, das eines Ein-Personen-Haushalts ging um 2,6 Prozent zur&uuml;ck. Derartige Reallohnverluste in einer Phase wirtschaftlicher Prosperit&auml;t sind neu: Im vorigen Aufschwung, der elf Quartale zwischen 1998 und 2001 umfasste, stiegen die realen Nettol&ouml;hne pro Kopf noch um vier Prozent.\n<p>Auch die staatlichen Transfers an die privaten Haushalte, darunter die Renten, haben sich real deutlich reduziert. Preisbereinigt sanken diese Transfers um sieben Prozent. Im vorigen Aufschwung waren sie hingegen um rund vier Prozent gestiegen. Insgesamt stagnierte das preisbereinigte verf&uuml;gbare Einkommen der privaten Haushalte, w&auml;hrend es im letzten Aufschwung noch um sieben Prozent gewachsen war.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/320_92003.html?cis_mode=print\">WSI Mitteilungen<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/wsimit_2008_08_logeay.pdf\">Langfassung der Studie [PDF &ndash; 232 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ulrike Herrmann: Der Arbeitsminister glaubt an Vollbesch&auml;ftigung &ndash; trotz der Fakten<\/strong><br>\nEs bleibt erstaunlich, aber Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) nutzt jede Gelegenheit, um zu behaupten, Vollbesch&auml;ftigung sei m&ouml;glich. Diesmal reichte ihm als Anlass, dass die offizielle Zahl der Arbeitslosen im August erneut leicht gesunken ist und nun bei 3,196 Millionen liegt.\n<p>Der Optimismus des Arbeitsministers wirkt jedoch etwas &uuml;berhastet. Erfahrungsgem&auml;&szlig; dauert es rund ein halbes Jahr, bis die Firmen auf eine Krise reagieren und mit Entlassungen beginnen. Erst im Winter wird man also wissen, welche Folgen die Konjunkturdelle auf dem Arbeitsmarkt hinterl&auml;sst. Vor allem aber bilden die offiziellen Zahlen nur sehr ungen&uuml;gend ab, wie viele Menschen ohne hinreichendes Einkommen sind. Allein im August gab es 5,734 Millionen erwerbsf&auml;hige Hartz-IV-Empf&auml;nger. Doch nur 49 Prozent von ihnen waren arbeitslos gemeldet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/das-ende-einer-charmanten-idee\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Nach den Daten des Bremer Instituts f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe treffen die Zahlen von Ulrike Herrmann nicht ganz zu. Danach gab es 5.240.560 Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen und Arbeitslose im Rechtskreis SGB II. Die Quote der arbeitslos registrierten Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen reicht von 37,8 Prozent in Hamburg bis 48,7 Prozent in Nordrhein-Westfalen.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/080829%20Hinweise%20PDF%20Datei%20zu%20Ziffer%202.pdf\">Bremer Instituts f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe [PDF &ndash; 372 KB]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ich f&uuml;rchte, dass noch viel mehr Jobs wegfallen<\/strong><br>\nDer &Ouml;konom Heinz-J. Bontrup&uuml;ber die Folgen der Liberalisierungspolitik und Gegenstrategien<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1585046&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Todesursache soziale Ungerechtigkeit<\/strong><br>\nIn der schottischen Gro&szlig;stadt Glasgow entscheiden 13 Kilometer &uuml;ber fast drei Jahrzehnte Lebenserwartung: Ein Kind aus dem Problemstadtteil Calton hat im Schnitt 28 Jahre weniger zu leben als ein Altersgenosse aus dem nahen Pendlerort Lenzie. Mit diesem drastischen Beispiel untermauert ein neuer Bericht f&uuml;r die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seine mahnende Botschaft: &ldquo;Soziale Ungerechtigkeit t&ouml;tet Menschen in gro&szlig;em Ma&szlig;stab&rdquo;, hei&szlig;t es in dem am Donnerstag in Genf ver&ouml;ffentlichten Report. Weltweit koste soziale Ungerechtigkeit ungez&auml;hlte Menschenleben. Nach Ansicht der Autoren lie&szlig;e sich die t&ouml;dliche Gerechtigkeitsl&uuml;cke jedoch innerhalb einer Generation schlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1585584&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Ex-IKB-Chefs wollen Boni behalten<\/strong><br>\nDie Krise der Mittelstandsbank ist nach der Beinahe-Pleite l&auml;ngst nicht ausgestanden: Das Neugesch&auml;ft lahmt, weitere Bewertungsverluste drohen. Und zu allem &Uuml;berfluss schalten Ex-Vorst&auml;nde auch noch auf stur.\n<p>Die ehemaligen F&uuml;hrungskr&auml;fte der an den Finanzinvestor Lone Star verkauften Mittelstandsbank IKB gehen gegen die verlangte R&uuml;ckzahlung der f&uuml;r 2006\/2007 gezahlten Boni vor. Alle betroffenen Mitglieder h&auml;tten die R&uuml;ckzahlung abgelegt, sagte IKB-Aufsichtsratschef Werner Oerter am Donnerstag auf der Hauptversammlung. Der Ende Juli 2007 geschasste Vorstandschef Stefan Ortseifen habe das im Rahmen eines laufenden Prozesses geltend gemacht. Ortseifen klagt zudem gegen seine K&uuml;ndigung vor gut einem Jahr. <\/p>\n<p>Ortseifen war auch als Zust&auml;ndiger f&uuml;r das Verbriefungsgesch&auml;ft und die IKB-Einheit IKB Credit Asset Management (IKB Cam) wesentlich verantwortlich f&uuml;r die Anlagen am US-Hyppothekenmarkt. IKB Cam hatte diese Entscheidungen ma&szlig;geblich getroffen. Wer im Investmentkommittee der Einheit sa&szlig;, wollte die Bank nicht verraten.<br>\nVergangene Woche hatten sich die Staatsbank KfW als gr&ouml;&szlig;ter IKB-Aktion&auml;r mit Lone Star auf den Kauf geeinigt. Der Finanzinvestor zahlt nur 137 Mio. Euro. Der niedrige Verkaufspreis &ndash; Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) hat bis zu 800 Mio. Euro avisiert &ndash; hat vor allem bei Oppositionspolitikern f&uuml;r Ver&auml;rgerung gesorgt.<\/p>\n<p>Die IKB verspekulierte sich heftig mit US-Ramschanleihen und musste seit Ende Juli 2007 mit mehreren Rettungspaketen vor der Pleite gerettet werden. Inzwischen belaufen sich die Hilfen auf rund 11,5 Mrd. Euro. Neben den drei deutschen Bankenverb&auml;nden und dem Bund tr&auml;gt vor allem die Staatsbank KfW die Lasten. Sie ist dadurch selbst in Bedr&auml;ngnis geraten. Der IKB-Aktienkurs fiel seit Krisenausbruch um 90 Prozent auf gerade noch 2 Euro.<\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Lone Star Investments und die tiefschwarze Seite unserer Politiker<\/strong><br>\nAus einem anonymen Brief eines IKB-Mitarbeiters: (&hellip;) Die Lonestar Investment war selbst Kunde bei der IKB und kaufte in den Jahren 1999 bis 2004 noch so genannte faule Hypothekenkredite, und jetzt halten Sie sich fest, im Wert von etwas &uuml;ber 9 Milliarden Euro von der IKB. Das ist genau der Betrag, den wir als Steuerzahler zuvor zur Sanierung der IKB aufbringen mussten!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mehrdemokratie.wordpress.com\/2008\/08\/26\/lone-star-investments\/\">Mehr Demokratie<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Chinesen werben in Berlin um Dresdner Bank<\/strong><br>\nChina will die Dresdner Bank kaufen &ndash; doch die deutsche Politik stellt sich quer. Jetzt hat Peking Unterh&auml;ndler beauftragt, die Bedenken in Berlin und beim Mutterkonzern Allianz zu zerstreuen. Die Vermittler sind nach Informationen von manager-magazin.de zu weitreichenden Zugest&auml;ndnissen bereit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,574996,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was Lone Star recht ist, m&uuml;sste den Chinesen doch billig sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arzthonorare steigen um zehn Prozent<\/strong><br>\nDer monatelangen Streit um die Honare von &Auml;rzten ist beendet: Gegen die Stimmen der Krankenkassen einigten sich &Auml;rzte und der unabh&auml;ngige Schlichter die Verg&uuml;tung um ein Volumen von mindestens 2,5 Mrd. Euro anzuheben, best&auml;tigten beide Verhandlungsparteien am Abend. Nun werde es f&uuml;r die Patienten teuer, warnen die Krankenkassen.\n<p>F&uuml;r die &Auml;rzte bedeutet die Einigung eine durchschnittliche Einkommensverbesserung von &uuml;ber 10 Prozent oder rund 17 000 Euro im Jahr. Derzeit liegt der durchschnittliche Praxis&uuml;berschuss nach Betriebskosten laut statistischem Bundesamt bei rund 126 000 Euro. Daf&uuml;r zahlen m&uuml;ssen die Versicherten: Ihr ab 2009 geltender Einheitsbeitrag zur Krankenversicherung wird um 0,25 Prozentpunkte h&ouml;her ausfallen als es ohne die Honorarreform der Fall gewesen w&auml;re. Da au&szlig;erdem vom Gesetzgeber noch zus&auml;tzliche Finanzhilfen f&uuml;r die Krankenh&auml;user in Milliardenh&ouml;he geplant sind, droht den Arbeitnehmern 2009 ein Kassenbeitrag von bis zu 16 Prozent. Aktuell liegt der Durchschnittssatz aller 215 Krankenkassen bei etwas &uuml;ber 14,9 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/arzthonorare-steigen-um-zehn-prozent;2029275\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Beitragserh&ouml;hung d&uuml;rfte wohl nach Einf&uuml;hrung des Gesundheitsfonds allein die Arbeitnehmer treffen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Stundenlohn von 5 Euro sittenwidrig<\/strong><br>\nAuch Arbeitnehmer, die als Auspackhilfen im Supermarkt besch&auml;ftigt sind, haben Anspruch auf einen angemessenen Lohn. Das Landesarbeitsgericht Bremen hat in einem aktuellen Urteil entschieden, dass ein Stundenlohn von 5 Euro sittenwidrig ist. Die Richter hielten diesen Lohn f&uuml;r sittenwidrig, weil er mehr als ein Drittel unter dem f&uuml;r diese Branche und in dieser Region &uuml;blichen Lohn lag. Der Arbeitgeber wurde dazu verurteilt, den Tariflohn zu zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.anwalt.de\/rechtstipps\/detail.php?id=1946\">Anwalt.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Br&uuml;ssel rei&szlig;t Grenzen bei Verbraucherschutz ein<\/strong><br>\nEU-Verbraucherkommissarin Meglena Kuneva hat einen Richtlinienentwurf ausgearbeitet, der unter anderem europaweit gleiche Garantieregeln und einheitliche Widerrufsrechte bei Internetk&auml;ufen und Haust&uuml;rgesch&auml;ften vorsieht. Sp&auml;testens Anfang Oktober will Kuneva den Entwurf, der dem Handelsblatt vorliegt, auf den Gesetzgebungsweg bringen. Die EU-Staaten und das Europaparlament m&uuml;ssen der Richtlinie zustimmen. Die Pl&auml;ne Kunevas sind ein Paradigmenwechsel in der Verbraucherpolitik. Bisher hat Br&uuml;ssel nur Mindeststandards f&uuml;r den Verbraucherschutz festgelegt. Die EU-Staaten hatten das Recht, strengere Regeln draufzusatteln. Da sie davon sehr unterschiedlich Gebrauch machten, entstand ein Gewirr national abweichender Schutzvorschriften. Dies habe zur Folge, dass viele Unternehmen beim grenz&uuml;berschreitenden Verkauf ihrer Produkte sehr zur&uuml;ckhaltend seien, hei&szlig;t es in Kunevas Richtlinienentwurf. Den Schaden h&auml;tten die Verbraucher, denen eine bessere Auswahl und niedrigere Preise verwehrt blieben. Um das Problem abzustellen, will Kuneva den Verbraucherschutz harmonisieren und den Mitgliedstaaten verbieten, im eigenen Land strengere Regeln zu erlassen. \n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/_b=2028033,_p=6,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das kann nur bedeuten, dass die bisherigen Verbraucherschutzregeln in Deutschland bei Internetgesch&auml;ften fallen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Scheer greift Steinbr&uuml;ck wegen Kritik Ypsilanti an<\/strong><br>\nIn einem Brief an Steinbr&uuml;ck schreibt Scheer laut einer Mitteilung von &ldquo;stern.de&rdquo; vom Donnerstag: &ldquo;Du hast damit die Grenze des Zumutbaren im politischen und pers&ouml;nlichen Umgang &uuml;berschritten.&rdquo; Pest- und Cholera-Assoziationen passten nicht in eine Auseinandersetzung zwischen Parteien und ihren handelnden Personen.<br>\nLaut &ldquo;stern.de&rdquo; wirft Scheer Steinbr&uuml;ck in dem Brief weiter vor, &ldquo;eine Sprache des populistischen Aufwiegelns dumpfer Ressentiments&rdquo; zu nutzen, die &ldquo;abschreckend und absto&szlig;end&rdquo; wirke. Steinbr&uuml;ck solle sich bei Ypsilanti entschuldigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/ganze_nachricht.php?Nr=18509\">ngo-online<\/a><\/li>\n<li><strong>Privatschulboom in Potsdam<\/strong><br>\nIn Potsdam besucht jeder f&uuml;nfte Sch&uuml;ler eine Privatschule, Tendenz steigend. Der Bundesdurchschnitt liegt bei etwa sieben Prozent, f&uuml;nf sind es im Brandenburger Land.<br>\nDie Ursachen f&uuml;r den Potsdamer Privatschulboom sind vielf&auml;ltig. Zum einen galt es viel nachzuholen; ein Drittel der neuen Schulen werden von den Kirchen unterhalten, die es sich viel kosten lie&szlig;en, um die L&uuml;cke im Osten zu schlie&szlig;en. Dass die Stadt viele junge Familien anzieht, denen die Bildung ihrer Kinder am Herzen liegt, ist gewiss kein Grund. Doch so hat man es sich im sozialdemokratisch gef&uuml;hrten Rathaus zurechtgelegt, das dieser Schicht eigentlich ordentliche &ouml;ffentliche Schulen anzubieten h&auml;tte. Die werden stattdessen geschlossen, wenn sinkende Sch&uuml;lerzahlen sie vermeintlich unrentabel machen; unrentabel nach Richtlinien des Staates. \n<p>Eine Privatschule kann man nicht einfach schlie&szlig;en, weder aus fiskalischen Gr&uuml;nden noch mit Verweis auf die demographische Wende. Denn die hat auch Potsdam nicht verschont. Und so schrumpfte das Bildungsangebot des Staates, das der Privaten wuchs, weil sie blieben. <\/p>\n<p>Das Privatschulwesen hat in Deutschland eine gute Tradition, als Erg&auml;nzung und als gesunde Konkurrenz zum staatlichen. Inzwischen aber profitiert es vor allem von der Phantasielosigkeit des Staates und den M&auml;ngeln der &Ouml;ffentlichen, die keine glaubw&uuml;rdigen Verteidiger haben. Weder bei den Konservativen, schon gar nicht bei den Sozialdemokraten, die ihre eigenen Ideale &ndash; wie man etwa den &bdquo;Aufstieg der Begabten&ldquo; f&ouml;rdert &ndash; vergessen haben. Alle schauen zu, wie ein Konsens aufgek&uuml;ndigt wird, der mehr als zweihundert Jahre lang hielt und einst weltweit Nachahmer fand: dass die Schulen zuv&ouml;rderst Veranstaltungen des Staates sind, der daf&uuml;r zu sorgen hat, dass jeder nach seinen F&auml;higkeiten &bdquo;n&uuml;tzliche Kenntnisse&ldquo; erwirbt. So stand es schon im achtzehnten Jahrhundert im Preu&szlig;ischen Landrecht, daran haben sich bisher alle folgenden Verfassungen orientiert. Und die Mittelschicht.<\/p>\n<p>Wenn es so geht wie in Potsdam, werden wir keinesfalls finnische, eher amerikanische oder britische Verh&auml;ltnisse bekommen. Dann z&auml;hlt nicht mehr, was man kann, sondern wo man das, was man kann, gelernt hat. Staatliche Schulen aber, zu Konfliktl&ouml;sern degradiert, werden in den Ruf geraten, dass man sie seinem Kind lieber erspart.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubC3FFBF288EDC421F93E22EFA74003C4D\/Doc~E691ED869CC1A4E76A53F4725D59C4DF2~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein bemerkenswert kritischer Bericht in der FAZ<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Senat vs. Hochschulrat<\/strong><br>\nAn nicht wenigen Hochschulen gibt es Konflikte zwischen dem Senat und den neu eingerichteten Hochschulr&auml;ten, vor allem wenn es um die Besetzung der Rektorate geht. Diethard Kuhne ist selbst Hochschulrat an der Hochschule Bochum. Er pl&auml;diert f&uuml;r mehr Transparenz und einer verbesserten Kommunikation zwischen Hochschulrat und Senat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/838571\/\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wieder wird eine v&ouml;llig unsachliche &bdquo;Reform&ldquo;, wie die Einf&uuml;hrung eines niemanden rechenschaftspflichtigen, meist von Wirtschaftsvertretern beherrschten Hochschulrats als oberstes Entscheidungsorgan &uuml;ber die Hochschulen, als ein Kommunikationsproblem verharmlost. Siehe dazu <a href=\"?p=3351\">&bdquo;Hochschulfreiheit&ldquo; oder das Ende der Hochschulautonomie<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mehr Studenten werden Akademiker<\/strong><br>\nNach Meinung von Simone Scharf vom Statistischen Bundesamt liegt der Grund daf&uuml;r in k&uuml;rzeren Studienzeiten und dem Studentenhoch zu Jahrtausendbeginn. Welchen Anteil die Einf&uuml;hrung von Bachelor- und Masterstudieng&auml;ngen hat, sei an diesen Zahlen noch nicht abzulesen. Von den Pr&uuml;flingen des vergangen Jahres erwarben rund 80 Prozent noch die klassischen akademischen Abschl&uuml;sse Diplom und Magister. \n<p>Ob im Verh&auml;ltnis zur gleichaltrigen Bev&ouml;lkerung generell mehr Menschen zu akademischen Weihen gelangten, hat das Statistische Bundesamt noch nicht errechnet.  &ldquo;Die steigende Zahl an Absolventen weist nicht auf eine gr&ouml;&szlig;ere Durchl&auml;ssigkeit im Bildungssystem hin&rdquo;, so Scharfe. Dazu m&uuml;sste die Zahl der Studienanf&auml;nger steigen. Doch diese brach 2006 zun&auml;chst ein. Bund und L&auml;nder steuerten mit einem Hochschulpakt gegen. Laut dem ersten Zwischenbericht vom Juni 2008 stieg die Zahl der Studienanf&auml;nger 2007 wieder um 1,5 Prozent. Damit nehmen 37 Prozent der jungen Menschen eines Altersjahrgangs ein Studium auf &ndash; zu wenig im OECD-Vergleich. Wie Deutschland hier Anschluss an andere EU-L&auml;nder gewinnen kann, soll der Bildungsgipfel im Oktober zeigen.  Zudem sollen Wege gefunden werden, Bildungsaufsteigern den Zugang zum Studium zu erleichtern. F&uuml;r Kinder ohne akademisches Elternhaus haben sich die Studienbedingungen verschlechtert.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2008%2F08%2F28%2Fa0108&amp;cHash=3c620d4671&amp;type=98\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/08\/PD08__312__213,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Elite ohne Zukunft <\/strong><br>\nWegen finanzieller H&uuml;rden verzichten in Deutschland immer mehr Abiturienten selbst mit Spitzennoten auf ein Studium. Vor allem Schulabg&auml;nger aus einkommensschw&auml;cheren Familien k&ouml;nnen sich die hohen Kosten f&uuml;r den akademischen Abschluss nicht mehr leisten. \n<p>W&auml;hrend &hellip; f&uuml;r 81 Prozent der Einser-Abiturienten aus Akademikerfamilien die Studienaufnahme als absolut sicher gilt, sind es bei der gleich leistungsstarken Gruppe aus Nicht-Akademikerfamilien nur 68 Prozent. Mehr als jeder vierte derjenigen, die nicht studieren wollen, f&uuml;hrt daf&uuml;r materielle Gr&uuml;nde wie unzureichender Unterhalt, Angst vor Studiengeb&uuml;hren und Verschuldung an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/koepfe\/karriere\/0,2828,574989,00.html\">manager-magazin<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst<\/strong><br>\nKaukasus-Konflikt haben sich Russland und Georgien mit Horrormeldungen &uuml;berboten. Den Kameras pr&auml;sentieren beide Seiten ihre Fl&uuml;chtlinge. Die Bilder der Entwurzelten und Vertriebenen gehen in den Abendnachrichten um die Welt &ndash; das Elend als Waffe im Propagandakrieg. Journalisten wie der ARD-Korrespondent Stephan Stuchlik versuchen, hinter die Kriegslegenden zu blicken &ndash; ein schwieriger Job. Zapp &uuml;ber den Medienkrieg zwischen Moskau und Tiflis und &uuml;ber den Versuch von Reportern, die Kriegspropaganda zu enth&uuml;llen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www3.ndr.de\/ndrtv_pages_video\/0,,OID4951216_VID4949800,00.html\">ndr zapp<\/a><\/li>\n<li><strong>Von der massiven Vergeltung zum transatlantischen Netzwerk<\/strong><br>\nDer Klub der &ldquo;Weisen M&auml;nner&rdquo; &ndash; Teil II<br>\nDer Council on Foreign Relations (Der Klub der &ldquo;Weisen M&auml;nner&rdquo; &ndash; Teil 1) drang nach dem Zweiten Weltkrieg tief in den Regierungsapparat der USA ein. Die Vision des CFR-Vordenkers Walter Lippmann war Wirklichkeit geworden: Eine diskret agierende neue Kaste von Politikberatern ignorierte weitgehend die Regeln der demokratischen Gewaltenteilung. Der Nationale Sicherheitsrat traf die Schl&uuml;sselentscheidungen, fernab jeder parlamentarischen Kontrolle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/28\/28552\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL)<br \/> Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Noch immer geht der Aufschwung an den meisten Haushalten vorbei<\/li>\n<li>Arbeitsmarkt<\/li>\n<li>Wem n&uuml;tzt die Liberalisierung <\/li>\n<li>Todesursache soziale Ungerechtigkeit<\/li>\n<li>Neuigkeiten zur IKB-Bankenaff&auml;re<\/li>\n<li>Was Lone Star recht, soll den Chinesen nicht billig sein<\/li>\n<li>Arzthonorare und Krankenkassenbeitr&auml;ge steigen<\/li>\n<li>Stundenlohn von 5 Euro sittenwidrig<\/li>\n<li>Br&uuml;ssel rei&szlig;t Grenzen bei Verbraucherschutz ein<\/li>\n<li>Scheer<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3422\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3422","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3422","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3422"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3422\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3422"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3422"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3422"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}