{"id":34231,"date":"2016-07-15T16:24:24","date_gmt":"2016-07-15T14:24:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34231"},"modified":"2016-07-15T16:24:24","modified_gmt":"2016-07-15T14:24:24","slug":"hinweise-des-tages-ii-256","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34231","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34231#h01\">Die Sorgen der Deutschen: Angst macht Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34231#h02\">Deutschlands Reichtum &ndash; Europas Misere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34231#h03\">Genial daneben: Wie der Chefvolkswirt der Deutschen Bank &bdquo;Europa&ldquo; retten will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34231#h04\">Pharmalohn f&uuml;r &Auml;rzte: Vielen Dank f&uuml;r die Millionen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34231#h05\">Vorratsspeicherung kann starten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34231#h06\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34231#h07\">Frankreichs Heimniederlage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34231#h08\">Privatisierungsmeldung aus Griechenland entlarvt Heuchelei der Kolonialherren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34231#h09\">CETA quicklebendig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34231#h10\">Deutschlands globaler Horizont (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34231#h11\">Klagt Erdogan an!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34231#h12\">Die Russland-Kontroverse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34231#h13\">Ukraine: Jetzt l&auml;uft die &ldquo;Russische Welt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34231#h14\">Keine gemeinsame Haltung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34231#h15\">Jeden Tag 100 000 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34231#h16\">AfD: F&uuml;nf Thesen zum Umgang mit der AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34231#h17\">Oskar Lafontaine (Die Linke) &ndash; Jung &amp; Naiv: Folge 265<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Sorgen der Deutschen: Angst macht Krise<\/strong><br>\nSo viel Angst war selten. Zumindest wenn es nach dem Index geht, mit dem eine bekannte Versicherung auf Basis von Umfragen j&auml;hrlich ermittelt, was die Deutschen am meisten sorgt. Danach ist die Angst 2016 als gr&ouml;&szlig;te Sorge irre hochgeschnellt. Was zun&auml;chst nicht weiter verwunderlich scheint &ndash; bei all dem, was man t&auml;glich so &uuml;ber Anschl&auml;ge und neue britische Au&szlig;enminister zu lesen bekommt. [&hellip;]<br>\nWie fatal Angst wirken kann, zeigt sich beim Terror. Den Extremisten ist es gelungen, im Nu zu unserer Topangst zu werden. Obwohl die reale Wahrscheinlichkeit, bei einem Anschlag get&ouml;tet zu werden, trotz des erneuten Horrors der vergangenen Nacht in Nizza immer noch enorm gering ist. Was wiederum ihr Kalk&uuml;l aufgehen l&auml;sst, da die Angst nun auch den mehr oder weniger blinden Hass auf alles f&uuml;ttert, was mit dem Islam zu tun hat &ndash; und sie sich so noch besser als Retter aller Moslems aufspielen k&ouml;nnen. Ziel erf&uuml;llt. Was im Gro&szlig;en gilt, gilt auch im Kleinen. Weil viele Eltern eine statistisch irreale Angst haben, dass ihr Kind auf dem Schulweg einen Unfall haben k&ouml;nnte, fahren viel mehr als n&ouml;tig ihre Kinder mit dem Auto zur Schule &ndash; was die Gefahr von Unf&auml;llen nachweislich erh&ouml;ht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/sorgen-der-deutschen-angst-macht-krise-a-1103065.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutschlands Reichtum &ndash; Europas Misere<\/strong><br>\nNach der Brexit-Abstimmung geriert sich die deutsche Bundesregierung &ndash; mal wieder &ndash; als Schulmeister Europas. Schuld an der europ&auml;ischen Misere sind demnach die anderen; vor allem die s&uuml;dlichen Mitgliedstaaten der EU, die dem Spardiktat aus Br&uuml;ssel nicht folgen und deshalb nun bestraft werden sollen. Was die Bundesregierung verschweigt: Deutschlands Wirtschaftspolitik tr&auml;gt erheblich dazu bei, dass die Volkswirtschaften des S&uuml;dens nicht auf die Beine kommen. Eine Politik, die gleicherma&szlig;en gegen Br&uuml;sseler Vorgaben verst&ouml;&szlig;t &ndash; ohne dass Deutschland Konsequenzen drohen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/deutschlands-reichtum-europas-misere-100.html\">Monitor<\/a>\n<p><strong>Dazu: Eine europ&auml;ische S&auml;ule sozialer Rechte: Chance f&uuml;r ein soziales Europa?<\/strong><br>\nIn der Europ&auml;ischen Union sind derzeit laut Eurostat mehr als 21 Millionen Menschen arbeitslos &ndash; und das auf der Basis einer Berechnungsweise, die die Arbeitslosigkeit untererfasst. Beinahe jede\/r Vierte ist in Europa von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Insbesondere in den L&auml;ndern, die eine radikale Spar- und Deregulierungspolitik unter Aufsicht der sogenannten &bdquo;Troika&ldquo; umgesetzt haben, ist eine massive soziale Krise entstanden. Vor diesem Hintergrund erscheint es auf den ersten Blick als wichtige Ma&szlig;nahme, dass die Europ&auml;ische Kommission eine Initiative f&uuml;r eine &bdquo;europ&auml;ische S&auml;ule sozialer Rechte&ldquo; gestartet hat. Doch kann der Vorschlag der Kommission &uuml;berhaupt einen Beitrag zu dem dringend notwendigen Kurswechsel in Richtung eines sozialen Europas einleiten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/eine-europaeische-saeule-sozialer-rechte-chance-fuer-ein-soziales-europa\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: &ldquo;Das ist ein giftiger Cocktail&rdquo;<\/strong><br>\nProfessor Stiglitz, Sie fordern eine umfassende Reform der Eurozone, um Austerit&auml;t und Arbeitslosigkeit zu &uuml;berwinden und wieder auf Wachstumskurs zu kommen. Reicht die gegenw&auml;rtige Konjunkturerholung denn nicht aus?<br>\nIch f&uuml;rchte nein. Wenn der Kurs nicht bald ge&auml;ndert wird, dann steuern wir in der Eurozone auf einen gro&szlig;en Unfall zu. Das kann in Zeitlupe passieren oder auch ganz schnell kommen. Als &Ouml;konom kann ich beim besten Willen nicht sehen, wie sich dieser Unfall mit dem gegenw&auml;rtigen Kurs vermeiden lie&szlig;e.<br>\nSie denken an Griechenland?<br>\nJa, aber nicht nur. Ich denke auch an die wirtschaftspolitische Agenda der Eurogruppe und ihre Folgen f&uuml;r die B&uuml;rger. Bisher haben die EU-Politiker angesichts der Krise in der Eurozone immer nur versucht, Zeit zu gewinnen und die Probleme vor sich herzuschieben. Damit haben sie viele Menschen gegen sich aufgebracht. Dies hat zu einer gro&szlig;en Desillusionierung gef&uuml;hrt.<br>\nSie sprechen vom Populismus, der sich in Europa ausbreitet?<br>\nJa. Ich mag dieses Wort nicht, deshalb w&uuml;rde ich es anders ausdr&uuml;cken: Die Parteien der Mitte verlieren an Zustimmung, und die extremen Parteien werden immer st&auml;rker. Mal sind es Separatisten wie in Spanien oder Neonazis wie die &bdquo;Goldene Morgenr&ouml;te&ldquo; in Griechenland. Dann gibt es die antieurop&auml;ischen Nationalisten vom Schlage Le Pen und nat&uuml;rlich die eher linken Bewegungen. Gemeinsam ist allen, dass sie das Zentrum ablehnen.<br>\nErleben wir nicht ganz &auml;hnliche Entwicklungen in den USA?<br>\nJa, wir haben &auml;hnliche Probleme. Man braucht den Euro also gar nicht, um Probleme zu haben (lacht). Auch ohne den Euro h&auml;tte Europa Probleme bekommen. Aber der Euro hat es zugespitzt und schlimmer gemacht. Dabei war Europa in mancher Hinsicht besser auf die Krise vorbereitet als Amerika, ich denke an das Bildungssystem. Doch der Euro hat bewirkt, dass ihr heute schlechter dasteht als wir!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/65940_66035.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Genial daneben: Wie der Chefvolkswirt der Deutschen Bank &bdquo;Europa&ldquo; retten will<\/strong><br>\nDavid Folkerts-Landau, kein geringerer als Chefvolkswirt der Deutschen Bank, l&auml;sst uns in einem Interview mit der&nbsp;Welt wissen, dass er drei kleine Kinder hat, passionierter Europ&auml;er ist und sich Sorgen macht.<br>\nGro&szlig;e Sorgen macht er sich &uuml;ber den Zustand &bdquo;Europas&ldquo;. Diese Sorgen kann man gut nachvollziehen, denn die Zukunftsaussichten f&uuml;r sein Europa &ndash; die EU &ndash; stehen wahrlich nicht zum Besten. Richtig ist auch, den besorgniserregenden Zustand der EU mit der Zukunft unserer Kinder in Verbindung zu bringen. Denn, dass seit Jahrzehnten mit einer verfehlten Wirtschaftspolitik in der EU die Zukunft unserer Kinder verspielt wird, ist nicht zu bestreiten.<br>\nWas ihm so gro&szlig;e Sorgen bereitet, ist das &bdquo;schwache Wachstum&ldquo; im EU-Raum und der fragile Zustand des europ&auml;ischen Finanzsystems. Messerscharf analysiert er, dass &bdquo;die Finanzbranche nun einmal anders als die Zementindustrie&ldquo; ist. Kommt hier von ganz unerwarteter Seite Unterst&uuml;tzung f&uuml;r eine grundlegende Reform des Finanzsektors? Erkennt vielleicht sogar ein Chefvolkswirt, dass die Spardiktate &bdquo;Europa&ldquo; &bdquo;schwer krank&ldquo; gemacht haben und der wirtschaftliche Kollaps nur vermieden werden kann, wenn alle Schuldenbremsen sofort gel&ouml;st werden?<br>\nNat&uuml;rlich nicht. Dass der Finanzsektor nicht wie die Zementindustrie funktioniert, ist f&uuml;r ihn keineswegs Anlass zu &uuml;berlegen, ob eine marktwirtschaftliche Ordnung des Finanzsektors &uuml;berhaupt m&ouml;glich ist. Er ist daher nat&uuml;rlich auch der Meinung, dass die EU-Bankenrichtlinie &ndash; die dem Prinzip von &bdquo;Haftung und Kontrolle&ldquo; dadurch zum Durchbruch verhelfen will, dass sie Eigent&uuml;mer und auch Gl&auml;ubiger von Banken in Schieflage zur Kasse bittet &ndash; im Prinzip richtig ist, weil sie f&uuml;r &bdquo;Disziplin sorgt&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/07\/vorschlaege-des-chefoekonomen-david-folkerts-landau-um-europa-zu-bewahren\/\">Makroskop<\/a>\n<p><strong>Dazu: Die gro&szlig;e Wut der kleinen Leute<\/strong><br>\nIn Br&uuml;ssel k&auml;mpft Premier Renzi seit Wochen darum, mit Steuergeldern einspringen zu d&uuml;rfen und das, bevor die neuen Bail-In-Regeln (siehe Info) greifen, wonach erst Aktion&auml;re und Anleger bluten m&uuml;ssen, bevor der Staat etwas tun darf. Renzi will genau das: den Segen der EU f&uuml;r eine staatliche Hilfsaktion, um einen Volksaufstand w&uuml;tender Kleinanleger zu vermeiden, die um Ersparnisse und Verm&ouml;gen f&uuml;rchten. Immerhin befindet sich mehr als ein Drittel der Bankanleihen in den H&auml;nden von Kleinsparern, von denen die meisten Papiere ihrer Lokalbank halten &ndash; kleine, regional verankerte Institute, vergleichbar den Raiffeisenkassen und Volksbanken in Deutschland. Dass gerade diese H&auml;user zu viele faule Kredite mitschleppen, ist seit einem Stresstest von 2014 wohlbekannt. Geschehen ist nichts, unter anderem deshalb nicht, weil diese Kategorie von Banken keiner EZB-Aufsicht unterliegt.<br>\nG&auml;be es jetzt eine Zwangsenteignung nach den Bail-In-Regeln, tr&auml;fe das Millionen kleiner Sparer, vor allem Rentner, die keine reichen Leute sind, ihren gut bekannten Filialleitern blind vertraut und alles unterschrieben haben, was die ihnen empfahlen. Was diese Anleger wom&ouml;glich verlieren, l&auml;sst sich nie mehr ersetzen. Im Winter, als viele Institute schon einmal auf der Kippe standen, traf es sogenannte &bdquo;nachrangige&ldquo; Anleihen von etwa 12.500 Inhabern. Insgesamt verloren gut 130.000 Kleinaktion&auml;re durch die Wertberichtigung ihrer Papiere oft viel Geld. Italiens Verbrauchersch&uuml;tzer liefen Sturm.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-grosse-wut-der-kleinen-leute\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Pharmalohn f&uuml;r &Auml;rzte: Vielen Dank f&uuml;r die&nbsp;Millionen!<\/strong><br>\nRund 71.000 &Auml;rzte erhielten 2015 Geld von der Pharmaindustrie, die Verstrickungen sind fragw&uuml;rdig. SPIEGEL ONLINE und &ldquo;Correctiv&rdquo; haben eine Datenbank erstellt, mit der Sie Ihren Arzt suchen k&ouml;nnen. Es war ein Kulturbruch: Ende Juni legten 54 Pharmakonzerne erstmals offen, wie viel Geld sie an &Auml;rzte in Deutschland zahlen. 575 Millionen Euro flossen demnach im vergangenen Jahr an mehr als 71.000 &Auml;rzte und Fachkreisangeh&ouml;rige wie Apotheker sowie 6200 medizinische Einrichtungen. Ein knappes Drittel dieser &Auml;rzte hat zugestimmt, dass die an sie geleisteten Zahlungen ver&ouml;ffentlicht werden d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/diagnose\/pharma-industrie-an-diese-aerzte-zahlten-pharmafirmen-geld-a-1102854.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Vorratsspeicherung kann starten<\/strong><br>\nMehrere Eilantr&auml;ge gegen die Vorratsdatenspeicherung sind gescheitert. Nur f&uuml;r SMS machen die Richter eine wichtige Einschr&auml;nkung.<br>\nDie umstrittene Vorratsdatenspeicherung kann wie geplant im Juli 2017 beginnen. Das Bundesverfassungericht lehnte jetzt zwei Eilantr&auml;ge auf sofortige Aussetzung des Gesetzes ab.<br>\nBei der Vorratsdatenspeicherung m&uuml;ssen die Telefon- und Internetverbindungsdaten der ganzen Bev&ouml;lkerung anlasslos bei den Telekom-Firmen gespeichert werden. Dabei wird zehn Wochen lang festgehalten, wer wann wen angerufen hat und wer sich wann mit welcher IP-Adresse ins Internet eingew&auml;hlt hat. Der Standort aller Mobiltelefone wird vier Wochen lang gespeichert. Inhalte d&uuml;rfen dabei nicht erfasst werden. (&hellip;)<br>\nNur bei SMS-Nachrichten machten die Richter eine wichtige Einschr&auml;nkung. Die Kl&auml;ger hatten bem&auml;ngelt, dass hier Verbindungsdaten und Kommunikationsinhalte technisch gar nicht getrennt werden k&ouml;nnen. In diesem Fall, so die Vorgabe der Richter, d&uuml;rften SMS eben gar nicht gespeichert werden. (&hellip;)<br>\nMit Spannung wird beobachtet, wie der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) mit nationalen Gesetzen zur Vorratsdatenspeicherung umgeht. 2014 hatte er die entsprechende EU-Richtlinie f&uuml;r nichtig erkl&auml;rt, weil sie unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig sei. Am kommenden Dienstag wird der Generalanwalt am EuGH seine Empfehlungen zur Vorratsdatenspeicherung in Schweden und Gro&szlig;britannien vorstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Verfassungsgericht-lehnt-Antraege-ab\/!5324918\/\">taz<\/a>\n<p><strong>Dazu: BUNDESVERFASSUNGSGERICHT <\/strong><br>\n&ndash; 1 BvQ 42\/15 &ndash;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/SharedDocs\/Entscheidungen\/DE\/2016\/06\/qk20160608_1bvq004215.html\">Bundesverfassungsgericht<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Weniger Syrer d&uuml;rfen ihre Familien nachholen<\/strong><br>\nViele Fl&uuml;chtlinge bekommen in Deutschland nur noch einen eingeschr&auml;nkten Schutzstatus. Laut Asylstatistik endete im Juni jedes vierte Asylverfahren mit dem Status &ldquo;subsidi&auml;rer Schutz&rdquo;, bei Syrern sogar fast jedes zweite. Das bedeutet f&uuml;r sie vor allem, dass sie ihre Familien zun&auml;chst nicht nachholen d&uuml;rfen. Betroffen waren laut dem Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (BAMF) etwas mehr als 10.000 von 23.000 Fl&uuml;chtlingen aus Syrien, deren Verfahren im Juni abgeschlossen wurden. Sie haben den eingeschr&auml;nkten Status des subsidi&auml;ren Schutzes bekommen. Prozentual entspricht das etwa 45 Prozent aller Verfahren; Anfang des Jahres waren es noch weniger als ein Prozent, seitdem stieg der Wert monatsweise an. Der eingeschr&auml;nkte Schutzstatus hat vor allem die Auswirkung, dass Anerkannte in den ersten zwei Jahren ihre Familien nicht nachholen d&uuml;rfen. Die ersten Antr&auml;ge k&ouml;nnen am 16. M&auml;rz 2018 gestellt werden; zu dieser Wartezeit kommt dann das derzeit oft jahrelange Bearbeitungsverfahren.<br>\nDer Bundestag hatte mit den Stimmen der Gro&szlig;en Koalition aus CDU\/CSU und SPD entschieden, dass ab dem Stichtag 17. M&auml;rz 2016 Fl&uuml;chtlinge mit subsidi&auml;rem Schutz keine Familienangeh&ouml;rigen nachholen d&uuml;rfen. Wer als Fl&uuml;chtling anerkannt wurde, dessen Kernfamilie wie Ehepartner oder minderj&auml;hrige Kinder d&uuml;rfen nach Deutschland nachkommen.<br>\nDie SPD hatte ihre Zustimmung damals damit begr&uuml;ndet, dass von der Neuregelung nur wenige Syrer betroffen w&auml;ren. &ldquo;Der Trend geht in die andere Richtung&rdquo;, kritisiert jetzt aber die Fl&uuml;chtlingshilforganisation &ldquo;Pro Asyl&rdquo;. Sie sieht darin den &ldquo;Ausdruck politischer Einflussnahme auf das Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/subsidiaerer-schutz-weniger-syrer-duerfen-ihre-familien.1818.de.html?dram:article_id=360150\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Dazu: Verbot von Familiennachzug betrifft mehr Fl&uuml;chtlinge als angenommen<\/strong><br>\nNur wenige Syrer sollten von der Aussetzung des Familiennachzugs betroffen sein. Das versprach zumindest die Bundesregierung vor der Gesetzesversch&auml;rfung. Die Praxis zeigt jetzt etwas ganz anderes: allein im Juni wurden &uuml;ber 10.000 Fl&uuml;chtlinge vom Familiennachzug ausgeschlossen.<br>\nDie Aussetzung des Familiennachzugs betrifft offenbar mehr Fl&uuml;chtlinge als angenommen. Wie aus der aktuellen Asylstatistik hervorgeht, wurde bei Asylentscheidungen im Juni in fast einem Viertel (23,4 Prozent) der F&auml;lle nur subsidi&auml;rer Schutz zugesprochen. Anfang des Jahres waren es weniger als ein Prozent der F&auml;lle. Diese Gruppe darf f&uuml;r zwei Jahre keine Angeh&ouml;rigen nach Deutschland holen. Besonders betroffen sind laut Pro Asyl syrische B&uuml;rgerkriegsfl&uuml;chtlinge. Fast jeder zweite von ihnen (46 Prozent) bekam nach am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Berechnungen der Organisation im Juni nur den untergeordneten Schutz zugesprochen. (&hellip;)<br>\nPro Asyl erkl&auml;rte, es stelle sich nun als falsch heraus, dass insbesondere die SPD davon ausgegangen sei, es w&uuml;rden nur wenige Syrer von der Aussetzung des Familiennachzugs betroffen sein. Damals hie&szlig; es, dass sich der Anteil subsidi&auml;ren Schutzes bei den Entscheidungen auf &auml;hnlichem Niveau bewegen wird wie vor dem starken Anstieg der Fl&uuml;chtlingszahlen. Die Rede war von einigen hundert F&auml;llen. Allein im Juni waren aber 12.090 F&auml;lle betroffen, davon laut Pro Asyl mehr als 10.000 Syrer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2016\/07\/15\/subsidiaerer-schutz-verbot-familiennachzug-fluechtlinge\/\">Migazin<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wilde Lager an der serbisch-ungarischen Grenze<\/strong><br>\nDie Zahl der Fl&uuml;chtlinge auf der Balkanroute nimmt wieder zu &ndash; das berichtet das UN-Fl&uuml;chtlingshilfswerk. Die EU-Au&szlig;engrenzen bleiben f&uuml;r die meisten von ihnen geschlossen. An der serbisch-ungarischen Grenze warten zurzeit Hunderte von Menschen. Sie &uuml;bernachten offenbar wieder in improvisierten Lagern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/fluechtlinge-wilde-lager-an-der-serbisch-ungarischen-grenze.795.de.html?dram:article_id=360196\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>845 Menschen ertranken vor Libyens K&uuml;ste<\/strong><br>\nIm April 2015 st&ouml;&szlig;t vor Libyen ein Fl&uuml;chtlingsboot mit einem Frachter zusammen. Inzwischen hat die Marine 845 Leichen geborgen. Begreift man das Mittelmeer als europ&auml;isches Gew&auml;sser, w&auml;re es die zweitschlimmste Schiffskatastrophe nach dem Zweiten Weltkrieg. Die italienische Marine hat insgesamt 675 Leichen aus dem Wrack des Fl&uuml;chtlingsbootes geborgen, das im April vergangenen Jahres im Mittelmeer gekentert war. Allein 458 Tote entdeckten die Einsatzkr&auml;fte im Frachtraum des Schiffes, wie die Marine zum Abschluss des Einsatzes bekanntgab. Das Wrack war Anfang Juli vom Meeresgrund gehoben worden, nachdem es am 18. April 2015 vor der K&uuml;ste Libyens gesunken war. 170 Leichen waren bereits direkt nach der Katastrophe geborgen worden, 28 Menschen &uuml;berlebten.<br>\nItaliens Regierungschef Matteo Renzi hatte nach dem Ungl&uuml;ck angek&uuml;ndigt, das Wrack bergen zu lassen, um der ganzen Welt das Elend der Fl&uuml;chtlinge vor Augen zu f&uuml;hren. Nun ist klar, dass mindestens 845 Menschen ums Leben kamen; damit ist das Kentern des Bootes eines der schlimmsten Schiffsungl&uuml;cke im Mittelmeer nach dem Zweiten Weltkrieg. Die opferreichste europ&auml;ische Schiffskatastrophe der Nachkriegszeit war der Untergang der Estonia mit 852 Toten. Die F&auml;hre sank 1994 in der Ostsee.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/845-Menschen-ertranken-vor-Libyens-Kueste-article18198541.html\">n-tv<\/a>\n<p><strong>Dazu: Mehr als 3.600 Fl&uuml;chtlinge ums Leben gekommen<\/strong><br>\nDie Internationale Organisation f&uuml;r Migration ermittelte f&uuml;r die ersten sechs Monate des Jahres eine Zahl von mindestens 3.694 Toten oder Vermissten. Im Vergleich zur ersten Jahresh&auml;lfte 2015 bedeutet dies einen Anstieg um 18 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/halbjahresbilanz-mehr-als-3-600-fluechtlinge-ums-leben.447.de.html?drn:news_id=634797\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Operation Sophia &ndash; Schlepperpropaganda statt Seenotrettung<\/strong><br>\nEigentlich soll die europ&auml;ische Milit&auml;roperation &bdquo;Sophia&ldquo; im Mittelmeer vor allem der Schleuserbek&auml;mpfung dienen. Doch das Ergebnis ist ern&uuml;chternd: Gerade mal &bdquo;71 mutma&szlig;liche Schlepper&ldquo; sind laut EU festgenommen worden. Und bei den allermeisten handelt es sich nach Aussagen italienischer Staatsanw&auml;lte um Fl&uuml;chtlinge, die mit Schleppern nichts zu tun haben. Experten fordern anstelle der fragw&uuml;rdigen Milit&auml;roperation eine echte &bdquo;Seenotrettungsmission&ldquo; &ndash; doch die Bundesregierung setzt weiter auf Abschreckung, auch wenn die Zahl der Ertrunkenen im zentralen Mittelmeer wieder dramatisch ansteigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/operation-sophia-102.html\">Monitor<\/a>\n<p><strong>Dazu: Teurer Etikettenschwindel: Die EU-Milit&auml;roperation &raquo;Sophia&laquo; im Mittelmeer<\/strong><br>\nW&auml;hrend tausende Menschen im Mittelmeer ums Leben kommen, hat die Europ&auml;ische Union im vergangenen Jahr eine gro&szlig;e Mission gestartet &ndash; aber nicht etwa mit dem prim&auml;ren Auftrag, Menschenleben zu retten. H&ouml;chste Priorit&auml;t sollte die &raquo;Schlepperbek&auml;mpfung&laquo; haben. Ziemlich erfolglos, wie ein Monitor-Bericht zeigt.<br>\nPRO ASYL hatte es schon im vergangenen Herbst betont: Die Operation EUNAVFOR Med (sp&auml;ter in &raquo;Operation Sophia&laquo; umgetauft, um einen humanit&auml;ren Anstrich vorzugaukeln) ist nicht dazu da, um Fl&uuml;chtlinge aus Seenot zu retten, ihr Auftrag lautet: Schlepper bek&auml;mpfen &ndash; oder das, was man daf&uuml;r h&auml;lt.<br>\nEs gehen kaum Schlepper ins Netz<br>\nDenn wie das ARD-Magazin Monitor berichtet sind seit Beginn der Operation seit Juni 2015 lediglich 71 vermeintliche Schmuggler festgenommen worden. Die Bundesregierung feiert das als Erfolg und betont die angeblich &bdquo;abschreckende Wirkung&ldquo;. Mit der Realit&auml;t hat das aber nichts zu tun:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/news\/teurer-etikettenschwindel-die-eu-militaeroperation-sophia-im-mittelmeer\/\">Pro Asyl<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Frankreichs Heimniederlage<\/strong><br>\nDie Streikbewegung gegen das neue Arbeitsmarktregime ist faktisch zusammengebrochen. Nur noch ein harter Kern von rd. 200.000 Menschen lie&szlig; sich vor der traditionellen politischen Sommerpause zu den w&ouml;chentlichen Gro&szlig;demonstrationen mobilisieren. Die Spaltung zwischen den Gewerkschaftsb&uuml;nden ist offensichtlich. Angek&uuml;ndigt wurde eine Neuaufnahme der Aktivit&auml;ten nach der habituellen politischen Sommerpause.<br>\nDidier Eribon, ein derzeit in Deutschland hoch gehandelter Soziologe, beschreibt die Lage so: &raquo;Es gibt in Europa sehr viele Menschen, die marginalisiert sind, die verzweifelt sind, die &uuml;ber das, was in ihrem Leben vor sich geht, w&uuml;tend sind. Die nicht nur keine Arbeit haben, sondern die sich auch nicht mehr vorstellen k&ouml;nnen, dass sie jemals wieder einen Job bekommen werden oder dass es ihren Kindern eines Tages besser gehen wird. Und diese Leute haben kaum eine M&ouml;glichkeit, sich Geh&ouml;r zu verschaffen: Wenn man keine Arbeit hat, kann man nicht streiken.<br>\nUnd wenn man einen Job hat, riskiert man, dass der befristete Vertrag nicht verl&auml;ngert wird oder man w&auml;hrend des Streiks nicht bezahlt wird, was sich viele schlicht nicht leisten k&ouml;nnen. Und wenn sie dann demonstrieren, wissen sie, dass das keinerlei Effekt haben wird, selbst wenn sie wie in Frankreich eine sogenannte linke Regierung haben. Die Leute, die in diesen Tagen auf die Stra&szlig;e gehen, haben die aktuelle Regierung gew&auml;hlt, bekommen aber nun zu h&ouml;ren, dass ihre Meinung keine Rolle spielt.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/frankreichs-heimniederlage\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Privatisierungsmeldung aus Griechenland entlarvt Heuchelei der Kolonialherren<\/strong><br>\n&bdquo;Griechenland privatisiert Bahn &ndash; Italiener erhalten Zuschlag&ldquo; lautete heute in vollem Ernst die &Uuml;berschrift einer Reuters-Meldung, und das, obwohl der Zuschlag an ein Staatsunternehmen ging. Das ist kein Ausrutscher, auch bei der langfristigen Verpachtung der Flugh&auml;fen an die staatliche deutsche Fraport AG war von Privatisierung die Rede. Genauso wenig wie es bei der Privatisierungsauflage der Gl&auml;ubiger um Effizienzsteigerung und Privatisierung geht, geht es bei den Hilfsprogrammen f&uuml;r Griechenland um Hilfe f&uuml;r Griechenland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/652-privatisierung#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>CETA quicklebendig<\/strong><br>\nSPD-Spitze formiert sich gegen &raquo;totes&laquo; Handelsabkommen TTIP. Abkommen mit Kanada bereitet dagegen keine Sorgen<br>\nQuo vadis TTIP? In der heute zu Ende gehenden 14. Verhandlungsrunde &uuml;ber die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft zwischen den USA und Europa f&auml;llt vielleicht bereits eine Vorentscheidung, ob aus dem Plan &uuml;berhaupt noch etwas wird. Weil sich die US-Amerikaner in strittigen Fragen zuletzt kompromisslos zeigten, wird inzwischen offen &uuml;ber einen Abbruch der Gespr&auml;che spekuliert. Spitzenpolitiker der SPD halten ein Scheitern sogar f&uuml;r ausgemacht und leisten damit Vorfeldarbeit f&uuml;r einen wohlfeilen Kurswechsel ihres Parteichefs Sigmar Gabriel. Am EU-Kanada-Abkommen CETA wollen die Genossen hingegen festhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/07-15\/021.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Agieren insbesondere der SPD-Spitze ist nicht nachvollziehbar. Wie kann TTIP abgelehnt werden, aber zugleich CETA bef&uuml;rwortet werden? Es d&uuml;rfte auch Herrn Gabriel &ndash; und anderen Personen in Spitzenfunktionen &ndash; bekannt sein, dass lediglich CETA ben&ouml;tigt wird.&nbsp;Ist CETA in Kraft, wird TTIP &uuml;berfl&uuml;ssig. Bitte lesen Sie dazu erneut: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33314\">Europa tappt in die TTIP-Falle<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutschlands globaler Horizont (II)<\/strong><br>\nDas neue Bundeswehr-Wei&szlig;buch fordert Ma&szlig;nahmen zur Vorbereitung der deutschen Gesellschaft auf erwartete Gegenschl&auml;ge gegen deutsche Auslandsinterventionen. Um &ldquo;Deutschlands Handlungsfreiheit zu erhalten&rdquo;, m&uuml;ssten &ldquo;Staat, Wirtschaft und Gesellschaft ihre Widerstands- und Resilienzf&auml;higkeit erh&ouml;hen&rdquo; &ndash; mit dem Ziel, nicht n&auml;her erl&auml;uterte etwaige &ldquo;Schadensereignisse&rdquo;, die auf die &ldquo;Handlungen&rdquo; Berlins folgten, &ldquo;absorbieren zu k&ouml;nnen&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Dokument. Das Wei&szlig;buch, das in seinem Hauptteil die strategische Grundorientierung der Bundesrepublik vornimmt, fordert zudem eine Straffung der strategischen Entscheidungsfindung und eine st&auml;rkere Einbeziehung ziviler Kr&auml;fte in die Realisierung der staatlichen Strategien. Auf EU-Ebene dringt es auf umfassende Ma&szlig;nahmen zur Verflechtung der nationalen Streitkr&auml;fte der Mitgliedstaaten und zur B&uuml;ndelung der nationalen R&uuml;stungsindustrien; Deutschland allerdings m&uuml;sse seine &ldquo;Schl&uuml;sseltechnologien&rdquo; im Wehrbereich behalten. Das oberste Strategiedokument der Bundesregierung sieht zudem die Auffrischung der deutschen Streitkr&auml;fte durch die &Uuml;bernahme von B&uuml;rgern der EU-Verb&uuml;ndeten vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59412\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Klagt Erdogan an!<\/strong><br>\nSeit August 2015 belagern und bombardieren Ankaras Sicherheitskr&auml;fte kurdische St&auml;dte im S&uuml;dosten der T&uuml;rkei. Der von der AKP-Regierung gef&uuml;hrte Feldzug gegen die kurdische Befreiungsbewegung forderte Hunderte zivile Opfer, Hunderttausende Menschen befinden sich auf der Flucht, Tausende Wohnh&auml;user wurden in Schutt und Asche gelegt. Im Westen, vor allem in Deutschland, verloren die Vertreter der Regierungsparteien zu den Greueltaten ihres B&uuml;ndnispartners Recep Tayyip Erdogan kein Wort.<br>\nUm dieses Schweigen zu brechen, forderten Anw&auml;lte, K&uuml;nstler und Intellektuelle Ende Juni mit einer umfassenden Anklageschrift zu Massakern in der kurdischen Stadt Cizre die Bundesanwaltschaft auf, ein Verfahren gegen den t&uuml;rkischen Staatspr&auml;sidenten und weitere Funktion&auml;re des t&uuml;rkischen Staatsapparats zu er&ouml;ffnen (jW berichtete am 28.6.). Im Gespr&auml;ch mit junge Welt erkl&auml;ren prominente Unterst&uuml;tzer der Strafanzeige, warum Erdogans Verbrechen in Deutschland juristisch verfolgt werden sollten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/07-14\/012.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Russland-Kontroverse<\/strong><br>\nEine Analyse des ideologischen Konflikts zwischen Russland-Verstehern und Russland-Kritikern<br>\nDer renommierte Politikwissenschaftler Klaus von Beyme (Bild) hat die Russland-Kontroverse in seinem neuen Buch analysiert (Springer, Wiesbaden 2016). Einige seiner Thesen werden dargestellt und erla&#776;utert. In der Einscha&#776;tzung Russlands hat sich die o&#776;ffentliche Meinung stark polarisiert. Die Russlandversteher betonen die Fehler des Westens, vor allem die Ausdehnung von NATO und EU. Wa&#776;hrend die Russlandkritiker den Konflikt auf Putins Machtstreben personalisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/160715_paxchristi.pdf\">paxchristi<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ukraine: Jetzt l&auml;uft die &ldquo;Russische Welt&rdquo;<\/strong><br>\nZehntausende orthodoxe Christen pilgern auf Friedensm&auml;rschen nach Kiew. Ukrainische Regierung und Rechter Sektor sehen Kreml am Werk<br>\nErstmals gibt es in der Ukraine einen nationalen Friedensmarsch der orthodoxen Kirche. In drei Teil-Prozessionen bewegt sich der &ldquo;gesamtukrainische Kreuz-Marsch f&uuml;r Frieden, Liebe und Gebet&rdquo; mit mehreren zehntausend Teilnehmern auf Kiew zu. W&auml;hrend der aus Osten kommende Marsch bereits am 3. Juli am Kloster Swjatogorsk bei Slowjansk begann, startete die Prozession aus der Westukraine am 9. Juli vom Kloster Potschajiw aus. Drei Tage sp&auml;ter begann aus s&uuml;dlicher Richtung ein weiterer Friedensmarsch in Odessa. Die drei Prozessionen sollen sich am 26. Juli in Kiew vereinigen und tags darauf im Petschersker Lavra, dem fast 1000 Jahre alten H&ouml;hlenkloster, eine gro&szlig;e abschlie&szlig;ende Liturgie feiern. Ziel des ersten gesamtukrainischen Marsches sei der Aufruf zum Frieden, sagte Wassili Anisimow von der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche Moskauer Patriarchats.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48840\/1.html\">Stefan Korinth bei Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Von den deutschen Leitmedien wird dieser christliche Friedensmarsch bislang ignoriert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Keine gemeinsame Haltung<\/strong><br>\nDas europ&auml;isch-asiatische Dialogforum ASEM wird vom Streit um das S&uuml;dchinesische Meer belastet. China beharrt weiter auf seinen Gebietsanspr&uuml;chen. Die EU ist sich uneinig: Bis zum Gipfelbeginn waren die Mitgliedsstaaten nicht in der Lage, eine geschlossene Position zu der Entscheidung des Haager Schiedsgerichts zu formulieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/europa-asien-gipfel-keine-gemeinsame-haltung.1773.de.html?dram:article_id=360181\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Jeden Tag 100 000 Euro<\/strong><br>\nAls in Norwegen der rechtsradikale Attent&auml;ter Anders Breivik vor Gericht stand, dauerte es ganze vier Monate von der Anklage bis zum Urteil. Warum geht so etwas beim NSU-Prozess nicht? Breivik hat an einem Tag &ouml;ffentlich sein Massaker ver&uuml;bt und ein Gest&auml;ndnis abgelegt. Der NSU hat &uuml;ber 13 Jahre hinweg aus dem Untergrund zwei Sprengstoffanschl&auml;ge, 15 Bank&uuml;berf&auml;lle und zehn Morde begangen &ndash; und ein Gest&auml;ndnis gibt es nicht. Auch der Verfassungsschutz tut noch immer alles, damit seine Rolle nicht zu sehr beleuchtet wird. Das hat Tradition. Auch im bisher l&auml;ngsten Prozess der Nachkriegszeit, dem Schm&uuml;cker-Prozess in Berlin, blockierte der Geheimdienst die Aufkl&auml;rung, er lie&szlig; sogar die Tatwaffe verschwinden, mit der der Linksterrorist und V-Mann Ulrich Schm&uuml;cker get&ouml;tet worden war. 15 Jahre dauerten die Prozesse, am Ende stellte das Gericht alles ein &ndash; weil die Wahrheit nicht mehr zu ermitteln war.<br>\nSo weit ist es im NSU-Prozess nicht. Das Gericht kann die Wahrheit recht gut einkreisen. Es sollte nur nicht mehr allzu lang damit warten. Denn auch historische Prozesse haben ein Verfallsdatum. Wenn die Richter den Punkt des allgemeinen &Uuml;berdrusses &uuml;berschreiten, dann ist das Urteil am Ende nur noch juristisch, aber nicht mehr gesellschaftlich relevant. Und das w&auml;re gerade beim NSU-Prozess bitter. Denn der Prozess hat einen Blick in den deutschen Abgrund er&ouml;ffnet, wie es ihn selten gibt: auf alle Fehler der Nachwendezeit, auf naive Polizisten, ignorante Geheimdienstler, eiskalte Rechtsradikale und angeblich brave B&uuml;rger, denen zehn Tote v&ouml;llig egal sind. Der Prozess ist eine Geschichtsstunde, aus der man f&uuml;r Gegenwart und Zukunft viel lernen k&ouml;nnte. Wenn Geschichtsstunden aber ewig dauern, dann zerm&uuml;rben sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/rechtsterrorismus-der-nsu-prozess-wird-zur-unendlichen-geschichte-1.3079075\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>AfD: F&uuml;nf Thesen zum Umgang mit der AfD<\/strong><br>\nDer gar nicht so pl&ouml;tzliche, dann aber doch fulminante Aufstieg der AfD hat die etablierten Parteien und weite Teile der &Ouml;ffentlichkeit &uuml;berrascht. Entsprechend aufgeregt und bisweilen orientierungs- und hilflos waren lange Zeit die Reaktionen aus der offiziellen Politik, den sozialen Bewegungen und den Medien. Mittlerweile zeichnet sich ein rationaleres Vorgehen ab, aber eine konsistente oder gar konzertierte Strategie, wie der AfD klug zu begegnen ist, ist (noch) nicht erkennbar. Mit folgenden f&uuml;nf Thesen soll die Debatte vorangetrieben werden.<br>\nGanz abgebr&uuml;hte Zeitgenossen k&ouml;nnten jetzt vermutlich dazu raten, einfach mal abzuwarten, wie sich das Ph&auml;nomen AfD von selbst erledigt, weil die Partei an ihrer Widerspr&uuml;chlichkeit scheitern und sich selbst zerlegen wird. Auch wenn es immer mal wieder und in letzter Zeit sich h&auml;ufende Anzeichen daf&uuml;r gibt, allein auf eine List der Vernunft zu hoffen, k&ouml;nnte sich am Ende als fatal erweisen. F&uuml;r alle anderen emanzipatorischen Kr&auml;fte stellt sich daher die Frage, wie man verlorenen politischen Boden wieder gut machen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1899\">annotazioni<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine (Die Linke) &ndash; Jung &amp; Naiv: Folge 265<\/strong><br>\nWir sind zu Gast in Saarbr&uuml;cken und treffen Oskar Lafontaine. Oskar ist Oppositionsf&uuml;hrer im saarl&auml;ndischen Landtag und vertritt die Linkspartei. Fr&uuml;her war er sogar Ministerpr&auml;sident im Saarland, damals noch f&uuml;r die SPD. Er war sogar Kanzlerkandidat und Parteivorsitzender. 1998 wurde er Bundesfinanzminister und galt schnell als &ldquo;gef&auml;hrlichster Mann Europas&rdquo;. Wir sprechen mit Oskar dar&uuml;ber: Was hat ihn zum &ldquo;gef&auml;hrlichsten Mann Europas&rdquo; gemacht? Welche gef&auml;hrlichen Ideen hat er verbreitet? Warum ist Oskar als reicher Mann links? Warum fordert er als reicher Mann eine Reichensteuer? Was ist Macht? Wann war er am m&auml;chstigsten, wann am ohnm&auml;chtigsten? War er gegen die deutsche Einheit? Was hat er gegen den Euro und das W&auml;hrungssystem? Was ist Neoliberalismus? Leben wir in Deutschland in einer Demokratie? Was ist eine Oligarchie? Wie h&auml;lt er es mit den USA &amp; Russland? Was unterscheidet ihn von seiner Frau Sahra Wagenknecht? Was sind deutsche Werte und das deutsche Volk? Wann kann Rot-Rot-Gr&uuml;n kommen?<br>\nDas und eure naiven Fragen in Folge 265 von Jung &amp; Naiv&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=KJal1InlLgE\">Jung und naiv<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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