{"id":3425,"date":"2008-08-29T16:52:50","date_gmt":"2008-08-29T14:52:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3425"},"modified":"2008-08-29T16:52:50","modified_gmt":"2008-08-29T14:52:50","slug":"hinweise-2-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3425","title":{"rendered":"Hinweise (2)"},"content":{"rendered":"<p>Unter anderem zu folgenden Themen<\/p><ul>\n<li>Der Wert der Wertlosen<\/li>\n<li>Selbst bei hohen Tarifabschl&uuml;ssen nur geringe Reallohnsteigerungen<\/li>\n<li>Die Bahn bin ich &ndash; Abbau von Mitbestimmungsrechten und Lohndr&uuml;ckerei<\/li>\n<li>Privater Datenmissbrauch<\/li>\n<li>Gewerkschaften diskutieren Alternativen zur &ldquo;unternehmerischen Hochschule&rdquo;<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Der Wert der Wertlosen<\/strong><br>\nEs ist wom&ouml;glich ratsam, das Feld des allt&auml;glichen Irrsinns von hinten aufzurollen. Damit soll gemeint sein, dass man jene Personen, die im &ouml;ffentlichen Diskurs als Effizienzbremsen und daher als stark kostenintensiv ermessen werden, sich ins &uuml;bliche Rechenschema der Kosten-Nutzen-J&uuml;nger einreihen sollten, um ihren Wert, den Wert ihrer vermeintlichen Wertlosigkeit, zur Geltung zu bringen. Der volkswirtschaftliche Wert, orientiert an ihrer &ouml;konomischen Verwertbarkeit folglich, ihr &ldquo;Seinsnutzen&rdquo;, soll in nur knappen Worten festgehalten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><strong>Workfare &ndash; ein Standortfaktor f&uuml;r Europa?<\/strong><br>\n<strong>Nationale Umsetzungen der Lissabon-Strategie<\/strong><br>\nDie neue Strategie zur gesellschaftlichen Bearbeitung von &ldquo;&Uuml;berfl&uuml;ssigkeit&rdquo; durch einen &ldquo;Dritten Arbeitsmarkt&rdquo; soll die Menschen mit der Zuweisung &ldquo;gemeinn&uuml;tziger Arbeit&rdquo; aus ihrer &ldquo;Position der Nutzlosigkeit&rdquo; befreien und ihnen einen Platz &ndash; wenngleich auf unterer Stufe &ndash; in der Gesellschaft einr&auml;umen. Die Erfahrungen mit den Ein-Euro-Jobs in den vergangenen drei Jahren sind jedoch zwiesp&auml;ltig. Als Br&uuml;cke in den ersten Arbeitsmarkt sind sie dysfunktional und gleichzeitig wurden erhebliche Verdr&auml;ngungseffekte bei regul&auml;rer Besch&auml;ftigung beschrieben. &ldquo;&Uuml;berfl&uuml;ssigkeit&rdquo; l&auml;sst einen neuen gesellschaftlichen Raum ohne den Zwang zur Lohnarbeit entstehen. Im Ausma&szlig; dieser Entwicklung wird das bislang g&uuml;ltige Lohnarbeitsregime grunds&auml;tzlich fragw&uuml;rdig.<br>\nHinweis auf eine Tagung.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/20080829.pdf\">Forschungsgruppe &ldquo;Der workfare state &ndash; Hausarbeit im &ouml;ffentlichen Raum?&rdquo; [PDF &ndash; 100 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Viele Tarifabschl&uuml;sse im ersten Halbjahr 2008 &uuml;ber 4% <\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fielen im ersten Halbjahr 2008 viele Tarifabschl&uuml;sse in Deutschland mit &uuml;ber 4% erneut deutlich h&ouml;her aus als in den Vorjahren. In diesem Zeitraum gab es einen Anstieg der Verbraucherpreise von bis zu 3,3% (Juni gegen&uuml;ber dem Vorjahresmonat).<br>\n&nbsp;Tarifabschl&uuml;sse von 4% und mehr erzielten die Besch&auml;ftigten im ersten Halbjahr 2008 beispielsweise in der Eisen- und Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen und in den neuen L&auml;ndern sowie in der chemischen Industrie. Auch im &ouml;ffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen stiegen die Tarifverdienste durchschnittlich um &uuml;ber 4%. In den Bundes&shy;l&auml;ndern, f&uuml;r die seit Oktober 2005 ein eigener Tarifvertrag gilt, gab es nach mehreren Nullrunden eine Tariferh&ouml;hung von 2,9%. In der Textilindustrie, im Einzelhandel und im Hotel- und Gastgewerbe stiegen die Tarifverdienste mit 3% oder mehr deutlich st&auml;rker als in den Vorjahren. In anderen Branchen, wie beispielsweise im Metallgewerbe oder in der S&uuml;&szlig;warenindustrie, wurden Tariferh&ouml;hungen wirksam, die bereits 2007 vereinbart worden sind. Diese fielen aber h&auml;ufig geringer aus als die Abschl&uuml;sse im Jahr 2008.<br>\n&nbsp;Derzeit gibt es in f&uuml;nf Bauberufen, im Elektrohandwerk, im Geb&auml;udereinigungshandwerk und bei Briefdienstleistern allgemeinverbindliche, branchenspezifische Mindestl&ouml;hne. Sie lagen am 1. April 2008 zwischen 6,58&nbsp;Euro in der Geb&auml;udereinigung in den neuen L&auml;ndern und 12,50&nbsp;Euro f&uuml;r Fachwerker, Maschinisten und Kraftfahrer im Baugewerbe im fr&uuml;heren Bundesgebiet. Weitere acht Branchen, darunter die Zeitarbeit sowie das Wach- und Sicherheitsgewerbe, haben allgemeinverbindliche Mindestl&ouml;hne beantragt. Voraussetzung daf&uuml;r ist, dass sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf Mindestl&ouml;hne einigen und die Tarifvertr&auml;ge bereits f&uuml;r mehr als die H&auml;lfte der Besch&auml;ftigten in dieser Branche gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/08\/PD08__319__622,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Real sind also die L&ouml;hne auch bei den am meisten gestiegenen Tarifverdiensten gerade um 0,7% gestiegen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Bahn bin ich<\/strong><br>\nDer bevorstehende B&ouml;rsengang von Teilen der Deutschen Bahn AG soll offenbar als Vehikel dienen, um die gesetzlichen Mitbestimmungsrechte der Besch&auml;ftigten in gro&szlig;en Teilen des Unternehmens auszuhebeln. Vor diesem Hintergrund hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf&uuml;hrer (GDL) bereits in der vergangenen Woche das Landgericht Berlin angerufen, um dies auf dem Klageweg zu unterbinden.<br>\nKnackpunkt ist dabei die Konstruktion der neuen Bahn-Tochtergesellschaft Mobility Logistics (DB ML AG) als so genannte Zwischenholding. Diese soll mittels eigener Tochtergesellschaften den G&uuml;ter-, Regional- und Fernverkehr betreiben. 24,9 Prozent ihrer Anteile sollen noch in diesem Jahr an der B&ouml;rse platziert werden.<br>\nDie Bahn AG steht auf dem Standpunkt, dass f&uuml;r die Besetzung der den Besch&auml;ftigten zustehenden Aufsichtsratsmandate nur die direkten Mitarbeiter der DB ML AG wahlberechtigt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/08-29\/001.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche Bahn AG dr&uuml;ckt Lohn<\/strong><br>\nPer Anzeige sucht die Bahn 1.000 neue Lokf&uuml;hrer und verspricht 32.000 Euro Gehalt. Dann stellt sie die neuen aber als &ldquo;Mitarbeiter mit eisenbahnspezifischer Ausrichtung&rdquo; an &ndash; und zahlt viel weniger<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2008%2F08%2F29%2Fa0091&amp;cHash=e9c5cbe78c&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Schattenmelde&auml;mter<\/strong><br>\nPersonenbezogene Daten der kommunalen Melderegister werden offenbar rechtswidrig von Privatfirmen gespeichert und verkauft.<br>\nSie &uuml;bernehmen die b&uuml;rokratische Drecksarbeit: Adressmittler. Wartet eine Bank auf die R&uuml;ckzahlung eines Kredits, schaltet sie solche Firmen ein. Adressmittler nehmen mit den Melderegistern Kontakt auf, um den Aufenthaltsort des s&auml;umigen Zahlers herauszufinden und die Daten der Bank zur Verf&uuml;gung zu stellen. Nur der Bank &ndash; denn der Mittler darf die Daten nirgends speichern.<br>\nDoch mehrere Unternehmen handeln offenbar rechtswidrig mit Millionen dieser Melderegister-Daten. Das best&auml;tigten mehrere Landesinnenministerien der taz. Statt die Angaben nach Erhalt nur dem Auftraggeber weiterzuleiten, behalten die Vermittler sie in eigenen Datenbanken. Nach taz-Informationen werden mindestens acht Firmen beschuldigt. Eines dieser Unternehmen besitze eine Datenbank mit 72 Millionen Datens&auml;tzen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums Schleswig-Holsteins der taz. Von den &uuml;brigen H&auml;ndlern l&auml;gen keine konkreten Zahlen vor. &ldquo;Aber auch dort d&uuml;rften Datens&auml;tze im vielfachen zweistelligen Millionenbereich vorgehalten werden&rdquo;, sagte der Sprecher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/schwerpunkt-ueberwachung\/artikel\/1\/die-schattenmeldeaemter\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Gewerkschaften diskutieren Alternativen zur &ldquo;unternehmerischen Hochschule&rdquo;<\/strong><br>\nMit einem Aufruf an die L&auml;nderparlamente, den durch die F&ouml;deralismusreform entstandenen Gestaltungsspielraum f&uuml;r die St&auml;rkung der Mitbestimmung an den Hochschulen zu nutzen, ist die 2. Wissenschaftskonferenz der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung (HBS), des Deutschen Studentenwerks (DSW) und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Papenburg zu Ende gegangen. &ldquo;Die &uuml;berf&auml;llige Innovation der Hochschulen kann nicht ohne die Partizipation der an Forschung, Lehre und Studium beteiligten Besch&auml;ftigten realisiert werden&rdquo;, kritisierte das f&uuml;r Hochschule und Forschung zust&auml;ndige Vorstandsmitglied der GEW, Andreas Keller. Er forderte die Abgeordneten auf, reformbereite Mehrheiten in den L&auml;ndern f&uuml;r die St&auml;rkung der Mitbestimmung in den Landeshochschulgesetzen zu nutzen. \n<p>Er stellte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Wissenschaftskonferenz einen Entwurf f&uuml;r ein neues wissenschaftspolitisches Programm der GEW vor, das dem Gewerkschaftstag der Bildungsgewerkschaft im April 2009 in N&uuml;rnberg vorgelegt werden soll. Es steht unter dem Motto: &ldquo;Wissenschaft demokratisieren, Hochschulen &ouml;ffnen, Qualit&auml;t von Forschung und Lehre entwickeln, Arbeits- und Studienbedingungen verbessern&rdquo;. Wolf J&uuml;rgen R&ouml;der, Vorstandsmitglied der HBS, berichtete, dass die Stiftung ein &ldquo;Leitbild f&uuml;r eine demokratische und soziale Hochschule&rdquo; erarbeiten wolle. Die Gewerkschaften m&ouml;chten damit dem dominierenden Leitbild einer &ldquo;unternehmerischen Hochschule&rdquo; eine Alternative gegen&uuml;ber stellen.<\/p>\n<p>In Papenburg diskutierten 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Studentenwerken unter dem Motto &ldquo;Innovation durch Partizipation&rdquo; &uuml;ber die Perspektiven der Steuerung von Hochschule und Forschung im 21. Jahrhundert. Der Bogen spannte sich von der betrieblichen Mitbestimmung &uuml;ber die Perspektiven der Mitbestimmung in Europa, die Mitwirkung der Gewerkschaften im Bologna-Prozess, die Rolle der verfassten Studierendenschaften, die Zukunft der Studentenwerke als Dienstleister der Hochschulen und die Funktion von Hochschulr&auml;ten bis hin zur Arbeit von Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten. Die Beitr&auml;ge und Ergebnisse der Wissenschaftskonferenz sollen wieder in einer Buchpublikation ver&ouml;ffentlich werden.<\/p>\n<p>Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz forderten in einer &ldquo;Papenburger Erkl&auml;rung&rdquo; die Beteiligungsrechte des Personals bei der Fusion von Universit&auml;ten und au&szlig;erhochschulischen Forschungseinrichtungen zu wahren. Zuvor hatten Angeh&ouml;rige des neu gegr&uuml;ndeten &ldquo;Karlsruher Instituts f&uuml;r Technologie (KIT), das aus der Universit&auml;t Karlsruhe und dem Forschungszentrum hervorgegangen ist, berichtet, wie die Partizipation bei der Umsetzung der Exzellenzinitiative auf der Strecke zu bleiben droht. &ldquo;Exzellente Wissenschaftseinrichtungen brauchen exzellente Mitbestimmung &ndash; Partizipation ist ein Zukunftskonzept&rdquo;, erkl&auml;rte Andreas Keller.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wissenschaft.gew.de\">GEW Newsletter Hochschule und Forschung<\/a> (im Abonnement kostenlos beziehbar)<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter anderem zu folgenden Themen<\/p>\n<ul>\n<li>Der Wert der Wertlosen<\/li>\n<li>Selbst bei hohen Tarifabschl&uuml;ssen nur geringe Reallohnsteigerungen<\/li>\n<li>Die Bahn bin ich &ndash; Abbau von Mitbestimmungsrechten und Lohndr&uuml;ckerei<\/li>\n<li>Privater Datenmissbrauch<\/li>\n<li>Gewerkschaften diskutieren Alternativen zur &ldquo;unternehmerischen Hochschule&rdquo;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3425","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3425","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3425"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3425\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3425"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3425"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3425"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}